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Die Tribute von Panem -Teil 2 – Sutherland ruft zur Rebellion auf – eine andere Kritik

Autorin von The Hunger Games – Tribute von Panem (Foto: Wikipedia)

Ich hatte mir gestern Nacht mit Familie den 2. Teil von Die Tribute von Panem- The Hunger Games angeschaut und stelle fest, dass da reichlich Zündstoff zum Nachdenken und Rebellieren in der eigenen Welt liegt. Ich möchte hier ein paar Zeilen eines „Filmkritikers“ bringen, der es für mich recht gut formuliert, welche Gesellschaftskritik mit dem Film transporitiert wird. Und das interessante dabei: der Medienwirbel ist so immens, dass man sich fragen kann, ob die Journalisten die eigentliche Kritik nicht erkennen oder ob sie sie erkennen und unter dem Mantel des Nicht-Erkennes die Werbetrommel mächtig rühren?

… Viele wohlwollende Kritiker in den Zeitungen sehen in dem Film vor allem eine Mediensatire auf die allgegenwärtigen Casting- oder Reality-Shows wie das Dschungelcamp (Beispiel Zeit online). Diese Sichtweise greift aber zu kurz. Ich finde es hochinteressant und bemerkenswert, dass eine – wohlgemerkt, amerikanische – Autorin das Thema der Ungleichheit thematisiert. Die materielle Not der Menschen im Distrikt 12, in dem Katniss lebt und aufwächst, ist gewollt. Das Regime der Hauptstadt, deren Bewohner in Saus und Braus leben, hat ein hohes Interesse daran, dass sich an den Verhältnissen nichts ändert. Das ist nicht so sehr eine Parabel auf irgendwelche totalitären Regimes der Vergangenheit, sondern auf den Kapitalismus der Gegenwart, in dem zum Beispiel internationale Konzerne in Chile Lachsfarmen anlegen, die die Lebensgrundlagen der örtlichen Fischer zerstören.

Es ist auch eine Kritik am Jugendkult und dem Schönheitswahn, denn die Bürger der Hauptstadt sind ganz verrückt danach, sich operativ verschönern zu lassen und den jeweils trendigen Look auszuprobieren. Sie sprechen auch total affektiert, ganz ähnlich wie die oberflächlichen„Valley Girls“ in Kalifornien. Katniss fragt sich an einer Stelle: „Why do the ends of their sentences go up as if they’re asking a question?” Das ist dem Soziolekt dieser “Valley Girls”, dem sogenannten Valspeak, abgelauscht (Angeblich soll auch George W. Bush sich dieser Inflektion, dem sogenanten High Rising Terminal, immer wieder bedient haben). Da steckt also ziemlich viel drin, aber unsere Journos können darin nur eine Mediensatire erkennen. Sie raffen halt nicht, dass sie selber damit gemeint sind. Aber ich bin skeptisch, dass sich das alles im Film transportieren lässt. (Quelle: Gedanken von Kurt Palfi)


.
Der neue Game Master, der den alten nach seinem Versagen im ersten Teil ersetzt (der alte hatte „zufällig“ mit dem Atmen aufgehört), spielt gekonnt angedeutet das Spiel des Tyrannen Coriolanus Snow perfide mit. In der Schlussszene stellt er sich als einer der Aktiven der bisher nicht erkennbaren Rebellion dar. Donald Sutherland, der gut aufgelegt den Tyrannen gibt, hat vor kurzem, und das ist äußerst interessant, Stellung bezogen und wünscht sich von der amerikanischen Jugend, dass sie ebenfalls rebelliere:

Donald Sutherland wants to stir revolt. A real revolt. A youth-led uprising against injustice that will overturn the US as we know it and usher in a kinder, better way. „I hope that they will take action because it’s getting drastic in this country.“ Drone strikes. Corporate tax dodging. Racism. The Keystone oil pipeline. Denying food stamps to „starving Americans“. It’s all going to pot. „It’s not right. It’s not right. (Source)“

Es tut sich doch so Einiges, was Mut auf eine erwachende Welt macht, oder?

Euer Martin

p.s.: Was mich weniger ermutigte war das Schlachtfeld an Müll, den die Kinobesucher hinterließen 😦

  1. November 28, 2015 um 7:33 pm

    »Wenn die Frage lautet, für was es [Hunger Games] ein Gleichnis ist, werde ich es Ihnen erklären. Es geht um die Hintergrundmächte in den Vereinigten Staaten von Amerika. Es sind Profiteure. Kriege werden um Profit geführt. Es geht nicht darum, die Welt der Demokratie wegen zu retten. Nein, Bullshit, es geht um den Profit der oberen 10 Prozent. Und die jungen Menschen, die diesen Film sehen müssen begreifen, dass blindes Vertrauen in ihre Führer in Zukunft – wie Bruce Springsteen gesagt hat – dich fertig machen wird.«
    Donald Sutherland mit in Hunger Games sehenswert den bösen Höchsten des Staates und distanziert sich so von seiner Regierung, die von den erwähnten Profiteuren gesteuert wird.

    Fundstelle: Schauspieler Donald Sutherland: „Hunger Games ist Gleichnis für die Hintergrundmächte dieser Welt“

    http://de.sott.net/article/20214-Schauspieler-Donald-Sutherland-Hunger-Games-ist-Gleichnis-fur-die-Hintergrundmachte-dieser-Welt

    Interessant die Behauptung im Artikel, dass die Globalisten in den letzten Jahren doch mächtig viele Planungspannen erlitten hätten:

    Die, die ein Interesse daran haben, uns diese Art der Zukunft aufzuerlegen, haben im vergangenen Jahrhundert eine Menge Fehler gemacht und im 21ten Jahrhundert sogar noch viel mehr. Jeder der sich über die Timeline der Globalisten im Klaren ist weiß, dass sie erheblich vom Kurs abgewichen ist, weil sie [die Globalisten] ständig auf irgendwelche Schwierigkeiten bei der Umsetzung der einzelnen Teile stoßen.
    Dazu kommt, dass das Internet Chaos in ihren Plänen angerichtet hat, denn hunderte Millionen sind bestens damit vertraut, was hier abläuft. Es ist sehr schwer eine Verschwörung geheim zu halten, wenn tausende Webseiten ihre Ausdehnung täglich begleiten.

  2. Gerd Zimmermann
    Dezember 19, 2014 um 11:22 pm

    Was treibt ihr hier, Udo L. sang schon und der Nervenarzt weis auch nicht mehr wie es weitergeht.

    Die ewig Gestrigen haben Ausgang.

    Gruess Gott, Gerd

  3. Dezember 18, 2014 um 9:10 pm

    @Luna,

    wau,hast heute Filmmarathon lach


    Bzgl. der letzten Kommunikation ein sehr passender Text
    (aus Notizen zu einem Vortrag von Lutz Gregor an der Kunsthochschule für Medien Köln,1994)


    AUGENTÄUSCHUNG
    Refelexionen über das Verhältnis von Körper und (Kamera)Bild


    ‚Wer die Liebe zu den Körpern durch das Bild vom Körper ersetzt, ersetzt das Leben durch den Tod.‘

    sagt Dietmar Kamper, und ich befürchte, er hat recht.
    Entweder man lebt, im Augen-Blick, ganz gegenwärtig oder man macht sich ein Bild.
    Wer lebt, braucht sich kein Bildnis zu machen. Gegenwärtigkeit ist frei von Projektionen, Visionen, Vor-Bildern wie Rück-Sichten.

    Aber wer kann das schon.

    Vielleicht ist das die Aufforderung, die in dem biblischen Imperativ steckt ‚Du sollst dir kein Bildnis machen!‘: präsent zu sein, im akuten Leben zu stehen, zum Leben ja zu sagen.

    Gegenwart hat keine Gestalt, keine Form, ist nur Bewegung, nichts Fixiertes, Gesichertes, Kontrollierbares.
    Vergangenheit muß aufgearbeitet werden, Zukunft entworfen. Gegenwart ist einfach.
    Kontakt zum Leben ist Improvisation.
    Das macht auch Angst.

    Wo ein Bild ist, da war Angst, sagt Kamper auch. Angst vor Auflösung im Fluß des Lebens. Verlustangst.
    Ich sehe das so: Dem Leben eine Form geben, den Strom beherrschen, sich sich selber vergewissern. Auch nach Jahren noch zu wissen: Das war ein schöner Urlaub, wir lachen
    auf allen Fotos. Oder zu hoffen, daß mit dem zerrissenen Foto auch der Bann des Herzens endlich zerreißen möge.

    So tritt das Bild zwischen mich und das Leben, wird Medium.
    Gibt vor zu ver-mitteln, wo es doch erst trennt.

    Aufgrund von Bildern von anderen verbaue ich mir den Zugang zum Anderen.
    Wir kennen das sicher alle: da schreibt man jubelnde Liebesbriefe und sie werden gar nicht so jubelnd aufgenommen, wie man sie geschrieben hat. Oder mehr noch im Streit von Liebenden ist der häufigste Vorwurf, den wir uns gegenseitig machen: Du siehst mich nicht!
    Der oder die andere fühlt sich in der Vision, die ich von ihr habe, gar nicht vorhanden, nicht existent. Meine Projektionen verhindern eine offene Begegnung mit der Person, die da tatsächlich ist.

    Dieser Widerspruch läßt sich wohl nicht lösen, bewußt machen bestenfalls.
    Wir wollen eine lebendige Wahrnehmung und wir machen uns ein ein Bildnis – von uns, von anderen, Weltbildnisse.

    Ich glaube, alle Arbeit mit Bildern sollte zum Ziel haben, sich selber überflüssig zu machen.
    Wenn wir aufhören könnten, uns ein Bild von der Welt zu machen, könnten wir vielleicht in ihr leben.

    ‚Perceive the world directly and your vision will expand‘, sagt Chögyam Trungpa.

    ‚Gibt es einen guten Blick?‘ fragt Wenders.
    Das wäre wohl einer, der nicht projeziert, der nur wahrnimmt, was ist, der sieht, ohne zu wollen. Ein Blick, der die Gegenwärtigkeit seines Gegenübers respektiert .
    Ein hörender Blick, ein unbedingter Blick, ein liebender Blick.

    Das ist nicht so einfach.

    Im TanzFilm finden wir nur eine Variante dieses Widerspruchs.
    Die Körper verschwinden im Bild. Und werden doch gleich wieder neu geboren: physischer, dynamischer, sinnlicher, emotionaler, totaler als es je in einem Bühnen-Augenblick möglich ist.
    Es wirkt wie ein Teufelspakt: Was sie an unmittelbarer Lebens-Präsens einbüßen, gewinnen sie möglicherweise an Intensität und Dichte im Bild.

    Mir scheint eine Annäherung zwischen dem Körper und seinem Bild möglich, wenn das Sehen aus dem Körper selber kommt, mit dem ganzen Körper passiert, statt nur mit dem isolierten Auge. Wenn der ‚gute Blick‘ auf andere Körper aus der Bewegung des eigenen, lebendigen Körpers kommt.

    Für den zeitgenössischen Tanz, der die Integrität des Körpers gegen seine (mediale) Auslöschung verteidigt, stellt sich die Frage generell: Kann die Technologie der (neuen) Medien die Präsens der Körper überhaupt reproduzieren oder hilft sie nur einer weiteren Entkörperlichung der modernen Gesellschaft? Kann dem Verlust des Körpers im Bilde überhaupt mit Bildern entgegnet werden? Löst vielleicht die direkte Interaktion zwischen dem bewegten Körper und seinem Bild auf der Bühne das Dilemma?

    Wo also ist der Ort des menschlichen Körpers in der digitalen Revolution?

    Für den Film ist die Arbeit mit Tanz und Bewegung dagegen immer eine Bereicherung seiner Ausdrucksmöglichkeiten. Durch den Verzicht auf die gesprochene Sprache kristallisiert sich die Essenz des Mediums heraus: Körper in Bewegung zu sein.
    Etwas Neues entsteht, eine filmische Erzählweise, die hinter den Worten liegt und ausschließlich in den ‚Sprachen des Körpers‘ erzählt, ein physisches, energetisches Kino der Geste – Physical Cinema.

    Die Interaktion des lebendigen Körpers mit seinem Bild bleibt ein unauflösbares, kreatives Dilemma. Orientierung ist daher hilfreich und wichtig.

    Das ist für mich: Die Verteidigung der Integrität des Körpers und seiner ganzheitlichen Sinnlichkeit gegen ihre mediale Reduzierung.

    Oder: die Liebe zu den Bildern aus der Liebe zum Körper.

    • Dezember 18, 2014 um 9:20 pm

      @ Böser Bub

      „“wau,hast heute Filmmarathon““

      Allerdings, das sind 4 1/2 Stunden oder so (wobei, das ist für meine Verhältnisse ja eigentlich noch im normalen Bereich… 😉 )

      Danke für den Text, werde ich später genauer lesen, passt gerade nicht so zum Film…

    • Dezember 18, 2014 um 10:02 pm

      „Kontakt zum Leben ist Improvisation“


      Organe – Evolution im Zeitraffer : Durch Improvisation zum Erfolg

      http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/schwerpunkte/einmenschentsteht/organe100.html

      • Dezember 18, 2014 um 10:05 pm

        Evolution and improvisation: we talk about them as if they’re two different things, but really, „everyone knows“ that evolution is a blind process that relies upon the generation of variation.

    • Dezember 18, 2014 um 10:38 pm

      Vielen Dank für den Text. Sehr treffend. Passend noch dazu:

      http://nautil.us/blog/are-digital-cameras-changing-the-nature-of-movies

      Ein Dreiteiler … lesenswert … auch nach 4 1/2 Stunden Filmmaterial 😉

      Gruß Guido

    • Dezember 18, 2014 um 10:57 pm

      Die Interaktion des lebendigen Körpers mit seinem Bild bleibt ein unauflösbares, kreatives Dilemma. Zitatende

      Ein Dilemma (griechisch δί-λημμα ‚zweigliedrige Annahme‘, Plural Dilemmas oder Dilemmata), auch Zwickmühle, bezeichnet eine Situation, die zwei Möglichkeiten der Entscheidung bietet, die beide zu einem unerwünschten Resultat führen.

      Das Dilemma ist lösbar, weil sich Körper und Bild auf-löst, indem sich Körper und Bild als EINES in der Zweiheit darstellt. Es ist gelöst, nicht einer Lösung wegen, sondern die Lösung ist inhärent eben durch Kreativität als solche. Wau. Gelöst ohne nach einer Lösung suchen zu müssen lach

    • Dezember 19, 2014 um 3:16 pm

      @ Böser Bub

      Guter Text, vor allem diese Sätze:

      „Entweder man lebt, im Augen-Blick, ganz gegenwärtig oder man macht sich ein Bild.
      Wer lebt, braucht sich kein Bildnis zu machen. Gegenwärtigkeit ist frei von Projektionen, Visionen, Vor-Bildern wie Rück-Sichten.“

      „Vergangenheit muß aufgearbeitet werden, Zukunft entworfen. Gegenwart ist einfach.
      Kontakt zum Leben ist Improvisation.“

      „Wenn wir aufhören könnten, uns ein Bild von der Welt zu machen, könnten wir vielleicht in ihr leben.“

      Genauso ist es.

      „“Die Interaktion des lebendigen Körpers mit seinem Bild bleibt ein unauflösbares, kreatives Dilemma. Zitatende

      Das Dilemma ist lösbar, weil sich Körper und Bild auf-löst, indem sich Körper und Bild als EINES in der Zweiheit darstellt.““

      Ich hab‘ da noch nicht einmal ein Dilemma gesehen…

      • Dezember 19, 2014 um 6:32 pm

        @Luna,

        „Ich hab’ da noch nicht einmal ein Dilemma gesehen…“

        An sich nicht, allerdings die Thematik als solche und auch der künstlerische Aspekt, sprich die Interaktion DURCH Inprovisation, stellt ein weites Feld an Möglichkeiten.

        Dieses Zusammenspiel als solches eben künstlerisch darzustellen (z.B. mIt dem Medium „Film“) war und ist eine Herausforderung.

        „So tritt das Bild zwischen mich und das Leben, wird Medium.
        Gibt vor zu ver-mitteln, wo es doch erst trennt.““

        Eben weil der Film als Medium nicht zwischen Bild und Körper agiert, sondern er soll dieses Zusammenspiele filmisch umsetzen.

        DAS ist die ultimative Herausforderung und Du darfst Dich da gerne versuchen 😉

        Ich bin schon dran lach

        • Dezember 19, 2014 um 7:13 pm

          @Luna,

          switch mal um (für die folgenden Zeilen) und nimm den künstlerischen Aspekt mal raus !

          In der Problematik von Körperwahrnehmung (hier: fehlende Körperwahrnehmung) und deren Ersatz eben durch die bildhafte Wahrnehmung wird im Begriff „Autismus“ sehr deutliche.

          Allerdings vorsicht, auch hier ist der Begriff weitläufig fehlinterpretiert.

          Auf Grund der Definition durch Kanner und Asberger wird „Autismus“ für die Klassifizierung (durch die WHO) als „Krankheitsbild“ hergenommen und alle anderen Überlegungen und Forschungsergebnisse (u.a. von Bleuler, Freud, Wing) werden z.Teil fehlinterpretiert oder, wenn diese nicht in die von Kanner und Asberger passen, einfach ignoriert.

          Das was sich nämlich zeigt, ist eine „Weltflucht“ im allgemeinen, welche sich so offenkundig zeigt, das man von einer Ausbreitung epithemischen Ausmaßes sprechen kann. Genauer gesagt „Autismus ist für alle da“.

          Bei der Betrachtung als solche und der erweiterten Forschungsergebnisse im Bereich „Autismus“ tun sich parrallelen auf, die wie schon gesagt auf eine sehr breite Masse anzuwenden ist.

          • Dezember 19, 2014 um 7:17 pm

            P.S.

            @Luna,

            nur mal als Hinweis, wie hier auch rumgefuscht wird

            Der verirrte Blick in die Seele

            Kaum ein Fach ist so anfällig für Fehldiagnosen wie die Psychiatrie – Ärzte und Psychologen brauchen eine kritischere Selbstkontrolle.

            624.000 Personen wurden im Jahr 2003 in deutschen Nervenkliniken behandelt, die 370.000 Einweisungen wegen Alkohols und anderer Drogen nicht mitgerechnet.

            Die meisten Patienten fügen sich den Ratschlägen der Ärzte und werden nach Tagen oder Wochen stabil entlassen. Wer sich nicht fügt, gerät leicht in einen Teufelskreis: Nervenärzte sind oft dermaßen von der Richtigkeit ihrer Diagnose überzeugt, dass sie in der Gegenwehr eines Patienten einen Beweis für dessen Geisteskrankheit sehen.

            http://www.sueddeutsche.de/wissen/psychiatrie-der-verirrte-blick-in-die-seele-1.913350

          • Dezember 19, 2014 um 7:59 pm

            Passend dazu aus “Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil:

            (…) denn was einen Gesunden von einem Geisteskranken unterscheidet, ist doch gerade, daß der Gesunde alle Geisteskrankheiten hat, und der Geisteskranke nur eine!« (Zweites Buch, Kap. 37, S. 1021)

            Gruß Guido

          • Dezember 19, 2014 um 7:44 pm

            P.P.S.

            und sowas kommt bei dem Gefusch raus

            Autismus: Schuld sind defekte Gene

            Neue Studien belegen, dass Autismus von defekten Genen, und zwar in winzigen Regionen der Chromosomen 15 und 7, verursacht wird. Die Wissenschafler des Duke Center for Human Genetics an der Duke University in Durham lokalisierten und sammelten genetische Informationen
            http://www.spas-guide.com/medizin/nachrichten/autismus-schuld-sind-defekte-gene/

          • Dezember 19, 2014 um 7:56 pm

            Es gibt keine defekten Gene, weil es keine normalen Gene geben kann. So einfach ist das. Jede (!) Mutation im Leben ist bereits die Begehung eines Lösungsweges, auch wenn er über nicht Lebbares geht. Im Laufe des Weges aber bleibt die Antifragilität des Lebens als Ganzes bewahrt. Das Problem dieser Entwicklung ist das Selbst-Bewusstsein des Menschen, sprich, das sich abgrenzen können vom Leben als Ganzes und das Begehen eigener Pfade, als Pfadfinder (Pathfinder 😉 ), der vom antifragilen Lösungsweg abkommt …

            Gruß Guido

          • Dezember 19, 2014 um 8:13 pm

            Autismus geht ja auch mit niedrigem Vitamin D-Spiegel im Blut einher. Gründe für Autismus mag es mehrere geben. Aber egal, was letztendlich dafür verantwortlich ist, welches Verhalten ist denn nun normal ? Treten Bildvokabeln gehäuft bzw. öfter auf als gewohnt, dann will diese Vokabel vielleicht auf eiwas Grundlegendes hinweisen, so wie es in jeder Sprache ist, in der etwas immer öfter bzw. auffälliger thematisiert wird:

            http://www.gold-dna.de/update6.html#up107

            Die Gene dafür verantwortlich machen ist ein typisches Symptom für das Unvermögen dem Leben auf Augenhöhe begegnen zu wollen …

            Gruß Guido

          • Dezember 19, 2014 um 7:47 pm

            und mit sowas „überlichtet“ (ick hör nu uf) lach

            Vogelgrippe, Schweinegrippe, EHEC – Seuchen sind heute mehr denn je ein internationales Problem. Die Europäische Union hat deshalb 2005 das ECDC gegründet, das „European Center for Disease Prevention and Control“. Doch das ECDC ist auf funktionierende Organisationsstrukturen in den Ländern und Kommunen angewiesen, die plötzlich auftauchende Infektionskrankheiten möglichst schnell registrieren, melden und dann angemessen darauf reagieren müssen.

            http://www.spektrum.de/news/europas-lehren-aus-ehec/1130534

          • Dezember 19, 2014 um 7:49 pm

            ick würd sie noch laufen lassen lach

          • Dezember 19, 2014 um 7:51 pm

            ähm, ick mente die Waschmaschine, laufen kann die oben ja nicht……

          • Dezember 19, 2014 um 8:02 pm

            deshalb schrieb ich ja auch

            „und sowas kommt bei dem Gefusch raus“

            Guido

          • Dezember 19, 2014 um 8:23 pm

            wenn de grad da bist @guido

            In der Organisationslehre (u.a. in der BWL) „taucht“ Improvisation auch auf.

            Wenn de dazu wat hast, kannst gerne mal rüberreichen 😉

          • Dezember 19, 2014 um 8:29 pm

            Vitamin D Mangel als (Was eigentlich? Auslöser?)
            naja nun
            wat sagt das dann nun

            Ähnliche Ergebnisse brachten Vitamin D Studien in den USA. Vitamin D-Mangel wurde festgestellt bei

            40 Prozent der Gesamtbevölkerung
            32 Prozent der Ärzte und Medizinstudenten
            42 Prozent der afroamerikanischen Frauen
            48 Prozent der Mädchen im Alter zwischen 9 und 11 Jahren
            76 Prozent aller schwangeren Frauen
            81 Prozent der Neugeborenen dieser Frauen
            bis zu 60 Prozent aller Krankenhauspatienten
            bis zu 80 Prozent aller Patienten in Altenheimen
            

            http://www.zentrum-der-gesundheit.de/vitamin-d-ia.html

            man beachte auch 76 % aller schwangeren Frauen und 81% der Neugeborenen dieser Frauen

            Ob @Guido, Mangel bereits VORgeburtlich, welche Auswirkungen DAS wohl hat.

            nur mal so…………………..

        • Dezember 19, 2014 um 9:34 pm

          @ Böser Bub

          „“DAS ist die ultimative Herausforderung und Du darfst Dich da gerne versuchen““

          Hm ok, eine filmische/künstlerische Umsetzung ist eine Herausforderung, denn die Gegenwart kann man nicht filmisch festhalten bzw. ein (Film-)bild ist ja immer von der Gegenwart (und damit vom Leben/Sein) getrennt.

  4. Dezember 18, 2014 um 8:28 pm

    Ok, hab‘ mir gerade den ersten Teil der „Tribute von Panem“ angesehen und habe nicht den Eindruck, eine zukünftige NWO-Welt vorgeführt bekommen zu haben (wie ich in einigen Artikeln gelesen habe), sondern eher die Welt, wie sie ist, natürlich im übertragenen Sinn (wenn man z.B. die Arena mit unserer Welt gleichsetzt, dann wären die „normalen“ Menschen diejenigen, die in der Arena kämpfen und die Eliten, diejenigen in den weißen Anzügen, die von außerhalb des Spiels die Fäden ziehen. Und das ist nur eine Ebene, da finden sich sicher noch mehr, aber das ist jetzt meine persönliche Interpretation).

    Abgesehen davon tendiere ich inzwischen zu der Meinung, dass diese „zukünftige NWO“ überhaupt nicht existiert (jedenfalls nicht so, wie propagiert), sondern von den Eliten als Schreckgespenst für die „Aufgewachten“ erfunden wurde, um von irgendetwas abzulenken. Und wenn auch nur davon, dass die NWO bereits real ist. Und zwar im Grunde schon immer.

    Falls die Autorin der Romane tatsächlich auch zu diesem „Verein“ gehören sollte, wie in folgendem Artikel erwähnt, dann wundert mich sowieso nichts mehr.

    http://henrymakow.com/hunger_games_author_exposed.html

    Gesellschaftskritik wird in diesen Filmen jedenfalls bestimmt nicht transportiert, ich denke eher, der Film ist teilweise Verhöhnung, teilweise Ablenkung und teilweise Infiltrierung, und was mit der Aktion von Donald Sutherland bezweckt werden sollte, kann ich im Moment nicht einordnen, aber es klingt perfide.

    So, jetzt gucke ich den zweiten Teil, vielleicht sage ich später noch was dazu.

    • Dezember 18, 2014 um 8:38 pm

      Ach so P.S.

      Was ich sehr befremdlich fand, war die Optik der „Ernte“-Szene, das erinnerte doch sehr stark an das Dritte Reich, auch was die Klamotten und Frisuren der Kids angeht, aber das ist wahrscheinlich obligatorisch, dass irgendetwas in der Art vorkommt…

    • Dezember 18, 2014 um 11:55 pm

      Verdammt, was ist denn das für ein besch******* Ende, jetzt muss ich auch noch ins Kino gehen, um zu sehen, wie es weitergeht und das nützt dann auch nix, weil der 3.Teil ja vermutlich auch wieder mit einem Cliffhanger endet… 😦

    • Dezember 19, 2014 um 3:18 pm

      … und die Eliten, diejenigen in den weißen Anzügen, die von außerhalb des Spiels die Fäden ziehen <

      Ich kenne den Film nicht, aber beim Lesen von Luna’s Zeilen hatte ich einen Gedanken, ob da nicht eine Analogie zum Trauma besteht. Die Analogie könnte ja in „Beschützten Informationen“ beim Trauma und „Beschützten Räumen“ bei der Elite liegen.

      Warum gestaltet das Leben es so schwierig an die im Unbewussten liegenden feindseligen Informationen heran zu kommen? Weil sie erfahren werden müssen oder in irgendeiner Weise konfrontiert und entschärft werden können (bzw. entschärft werden sollen).

      Warum gestaltet das Leben es so schwierig mit Frau Merkel eine Begegnung selbst erfahren zu können? Und ich meine wirkliche Begegnung, also keinen Auftritt auf einer Parteiveranstaltung (wo sie ja als Figur auftritt), sondern ich meine eine gemeinsame abenteuerliche Floßtour auf der Elbe – nur ich und sie. Wenn ich das wirklich einmal wollen sollte, ich müsste eine Unzahl an Hindernissen überwinden, und je weiter ich vordringe hätte ich vielleicht auch immer mehr den Eindruck, das die Beschützungen auch weiter zunehmen … und ich letztlich … doch nur eine Begegnung mit einer Figur bekomme.

      Vielleicht ist ja die Antwort dass wir unsere individuellen Erfahrungen eingebettet in einen weltlichen Kontext machen. Und es könnte ja sein, das so wie das Beschützende beim Trauma auch der weltliche Kontext (mit der den Kontext bestimmenden Elite) auch beschützt ist.

      Gruß,
      Mathias

  5. Dezember 3, 2013 um 8:32 pm

    Es tut sich viel, die Wege sind unterschiedlich und die Gewalt ist so weit vorne.
    Die Mächtigen spielen das Spiel, und die anderen wehren sich auf die unterschiedlichsten Arten.
    Doch bis der Wandel kommt wird in den verschiedenen Formen – Bücher-Filme- … immer gekämpft.
    Gegen die da oben, gegen die, die mehr haben, gegen die, die genauso wenig haben, weil es dann nicht reicht.

    Ich möchte nicht mehr kämpfen – ich möchte Leben und verändern.
    Ohne Gewalt, ohne GEGEN

    Im Jetzt und hier handeln und mit den anderen gemeinsam Wege suchen.

    Keine leichte Aufgabe – aber eine, die mehr gibt.
    Vor allem mehr Lebensqualität für alle.

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