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Warum funktioniert das Teilen und Herrschen auch heute noch immer richtig gut?

Das fragt Dude u.a. in seinem ausführlicheren Artikel Über das Konsumgebaren, das Unterhaltungstreiben und die Plappermentalität der Schuldgeldknechtschaftssklaven – Dreckskapitalismus Teil II, in dem er erst über die Fehler in unserem Geldsystem eingeht und eine Korrektur via Vollgeld anbietet. Anschließend kommt dann der Teil, auf den ich besonders aufmerksam machen, denn zeigt er doch, in welchen Zwängen so mancher steckt und doch lieber im Hamsterrad mitdrehen mag/muss:

Weshalb funktioniert Panem et Circenses so gut?

Aufgrund der weiteren Akkumulation von Luftgeld (was, nebenbei bemerkt, übrigens auch massgeblich zur grassierenden Staatenverschuldung beiträgt), wird wahre, wertschöpfende Arbeit je länger je schlechter entlöhnt.

Das bewirkt unweigerlich, dass immer mehr und härter für die gleiche Kaufkraft geschuftet werden muss – sofern man sich nicht durch geschickte, gewissenlose Kapitalinvestitionen im globalen Börsencasino auf Kosten anderer bereichert -, was hinwiederum dazu führt, dass man je länger je weniger Zeit und Lust für ernsthafte, tiefgehende und zielführende Beschäftigung mit tatsächlich relevanten, gesellschaftlichen Themen hat, und also lieber dem Konsumgebaren der heutigen Wegwerfgesellschaft frönt, sich durch Unterhaltungsthemen (dasjenige, was einen “unten hält”) von allem Relevanten ablenkt, und in Gesellschaft hauptsächlich eine Plappermentalität (die ja bereits normal geworden ist, wie am Beispiel Facebook bestens zu erkennen ist) an den Tag legt.

Oft ist das Unterhaltungsgebaren und die Plappermentalität auch schlicht der Ohnmacht geschuldet, welche leicht entstehen kann, wenn Individuen ihre (scheinbare) Gefangenschaft im Hamsterrad erkannt haben, und ebendiese existentielle Gefangenschaft – sich dauernd voll darum bewusst seiend – schlicht kaum mehr zu ertragen ist. Da können bunte Technospielzeuge zur Ablenkung mit Nebensächlichkeiten natürlich wie wundersame Heilmittel wirken.

Einerseits funktioniert Panem et Circenses sicherlich deshalb noch immer so gut, weil man eben nunmal Geld benötigt, um seine existentiellen Bedürfnisse befriedigen zu können, andererseits aber auch, weil das gesamte globalistische System eben darauf ausgelegt ist, mit Schuldgeld aus Bits und Bytes auf Servern zu funktionieren, und somit der (zu Ende gedacht: scheinbare) Zwang dazu besteht, weil oftmals schlicht die Energie fehlt, sich nach der ganzen Schufterei noch ernsthaft mit gehaltvollen Themen und tatsächlich revolutionierenden Alternativen auseinanderzusetzen.

Einzig bei Menschen mit Kindern und der damit direkt einhergehenden Verantwortung für den Nachwuchs, ist der Zwang zur Schuldgeldknechtschaftssklaverei jedoch leider nicht nur scheinbar, sondern – aufgrund des üblen Systemkonstruktes von Herrschaft und Unterjochung – unumgänglich. Und ebendiese Unumgänglichkeit beim Ehrenvollsten innerhalb der materiellen Existenz, ist das brutalste Joch der globalistischen Herrschaftspyramide.

Manch eine/r kann aufgrund von eingegangenen Verantwortungen (z.B. durch Abschlüsse bindender Knebelverträge) – die zu einem späteren Zeitpunkt, mit mehr Lebenserfahrung also, vielleicht nicht mehr eingegangen werden würden – auch kaum aus dem Hamsterraddasein des Schuldgeldknechtschaftszwangs aussteigen, da gewisse, zu früheren Zeiten getroffene, weitreichende Entscheidungen, zuweilen langanhaltende und beinah unumgängliche Konsequenzen nach sich ziehen, also schlicht und einfach existentielle Sachzwänge hervorrufen, die – wenn überhaupt – nur äusserst schwer überwunden werden können.

Auch hiebei kann eine auf Nebensächlichkeiten und Banalitäten fokussierte Flucht in Ablenkungen von der bitteren Realität durchaus eine Art heilsamen Effekt zeitigen, der aber auch ein Suchtpotential in sich birgt.

Bis zu einem gewissen Grad ist dies vergleichbar mit einem schweren Alkoholiker, der zu Anfang beim ersten Schnaps auch noch ganz leicht hätte aussteigen können, jedoch nach jahrelangem, masslosem Saufen – wo jede einzelne Flasche eine weitere getroffene, das weitere Schicksal weiter zementierende Entscheidung darstellt – kaum mehr davon wegkommen kann.

Jedoch gibt es auch hiebei immer Möglichkeiten und Wege der Sklaverei zu entrinnen, selbst wenn dieses Entrinnen logischerweise unausweichlich mit existentiellen Entbehrungen einhergeht. Unausweichlich zumindest so lange, bis nicht tatsächlich Mehrheiten die Überwindung der globalistischen Herrschaftspyramide mitsamt ihrer strukturellen Zwänge nachdrücklich und kompromisslos fordern.

Um aber bei diesem ernsten Thema nicht gänzlich auf Humor zu verzichten – perfekt passend zu obigem Alkoholikerbeispiel -, empfehle ich allen Lesern eindringlich fünf Minütchen ihrer Zeit in die folgende schwarzhumorige, und dennoch unglaublich realitätsnahe Satire von Chin Meyer zu investieren. Meine Wenigkeit war jedenfalls ebenso begeistert davon wie Mr. Dax.

Er ist mit dem Thema der Beherrschung allerdings noch lange nicht am Ende sonder geht auch nochmals auf unsere Manipulation ein:

Der Konditionierungsmechanismus

Selbstverständlich spielt aber auch die von Kindesbeinen an beginnende, systematische Indoktrination in bzw. an dieses globalistische Teufelssystem durch die Schulen Verbildungsinstitutionen eine entscheidende Rolle dabei.

Weil die heutigen, durch gezielte Konditionierung von früh auf vielfach völlig degenerierten bzw. entmenschlichten Menschen – letztlich meist unschuldig, eben wegen all der immanenten Systemzwänge und anerzogenen, gängigen, also “normalen” spezies-abnormen Verhaltensweisen – kaum mehr fähig sind, ihren Geist bewusst sinngebend und zielführend einzusetzen und frei zu kultivieren, und dessen Früchte auch gezielt in die Tat umzusetzen (oft, und je länger je mehr, wird dies leider auch durch die dem heutigen Teufelssystem immanenten Gesetzmässigkeiten betoniert), ergibt eins das andere, welches wieder dem einen weiteren Vorschub leistet; wie in einem Teufelskreis (nicht zufällig, sondern über die Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte gezielt installiert!).

Wie der französische Ökonom und Soziologe Pierre-Joseph Proudhon – dessen mehr als nur fragwürdige Haltung den Juden gegenüber zwar unsäglich und höchstgradig dumm war – einst perfekt ausführte, sind die Staatengebilde und Regierungen massgeblich an der Erhaltung dieses globalistischen Teufelssystems der Unterjochung und des Zwangs beteiligt:

„Regiert sein heißt, unter polizeilicher Überwachung stehen, inspiziert, spioniert, dirigiert, mit Gesetzen überschüttet, reglementiert, eingepfercht, belehrt, bepredigt, kontrolliert, eingeschätzt, abgeschätzt, zensiert, kommandiert zu werden durch Leute, die weder das Recht, noch das Wissen, noch die Tugend dazu haben…

Regiert sein heißt, bei jeder Handlung, bei jedem Geschäft, bei jeder Bewegung versteuert, patentiert, notiert, registriert, erfaßt, taxiert, gestempelt, vermessen, bewertet, lizenziert, autorisiert, befürwortet, ermahnt, behindert, reformiert, ausgerichtet, bestraft zu werden.

Es heißt, unter dem Vorwand der öffentlichen Nützlichkeit und im Namen des Allgemeininteresses ausgenutzt, verwaltet, geprellt, ausgebeutet, monopolisiert, hintergangen, ausgepreßt, getäuscht, bestohlen zu werden; schließlich bei dem geringsten Widerstand, beim ersten Wort der Klage unterdrückt, bestraft, heruntergemacht, beleidigt, verfolgt, mißhandelt, zu Boden geschlagen, entwaffnet, geknebelt, eingesperrt, füsiliert, beschossen, verurteilt, verdammt, deportiert, geopfert, verkauft, verraten und obendrein verhöhnt, gehänselt, beschimpft und entehrt zu werden.

Das ist die Regierung, das ist ihre Gerechtigkeit, das ist ihre Moral.“

Es ist also dieser teuflische, sich selber erhaltende und ausbauende Mechanismus, welcher dem Konsumgebaren, dem Unterhaltungstreiben und der Plappermentalität weiter Vorschub leistet.

Dude belässt aber nicht, den Finger in die Wunde unserer Herrschaftsstrukturen und den Auswirkungen zu legen sondern zeigt uns noch, was getan werden könnte, da raus zu kommen:

Wie kann dieser Teufelskreis durchbrochen werden?

Für die Revolutionierung der aktuell herrschenden Schuldgeldknechtschaftssklaverei gibt es durchaus schon etliche, durchdachte und ausgereifte Konzepte, die tatsächlich eine gerechte, freie Welt jenseits des Sklaventums und der Ausbeutung Schwacher zur globalen Realität machen könnten, so sie denn auch von Mehrheiten gefordert, und tatkräftig umgesetzt würden.

Im hier publizierten Gastartikel von Dr. Oec. Hans-Peter Studer “Von der Macht- zur Masswirtschaft” werden (grob umrissen) einige gangbare Alternative aufgezeigt (Querverweise im Artikel beachten!). Das Bandbreitenmodell von Jörg Gastmann bietet eine weitere Möglichkeit und auch die Wissensmanufaktur legt mit dem Plan B eine gangbare Lösung vor.

Die Problematik, weshalb all diese genialen Ideen und Konzepte nicht realisiert werden, liegt hauptsächlich in der – meist systembedingten – Ignoranz, Trägheit, Entsolidarisierung, Kommunikationsunfähigkeit, Resignation und Lethargie des ums goldene Kalb tanzenden Pöbels, der lieber in die Röhre schaut (z.B. Fussball oder Börsenkurse) oder per Smartphone-Technospielzeugen und Facebook irgendwelchen Schwachsinn daherplappert, statt sich überhaupt mal ernsthaft mit diesen Alternativen zu befassen, sie ausdrucksstark und vehement zu fordern, und tatkräftig an deren Verwirklichung mitzuarbeiten.

Ich zerbreche mir seit Jahren den Kopf über die Frage, wie man diesen sich weiter kumulierenden Irrsinn des Konsumgrössenwahns, des Unterhaltungsgebarens und der Plappermentalität der Massen durchbrechen kann, und ehrlich gesagt, muss ich zugeben, dass ich bis jetzt noch immer keine Lösung dafür gefunden habe.

Eins ist jedenfalls klar. Alle Menschen, die sich nicht aufgrund der Verantwortung für ihren Nachwuchs, und die damit eben aufgrund dieser Verantwortlichkeit einhergehenden unausweichlichen Zwänge diesem teuflischen Tanze ums goldene Kalb und der damit verbundenen Schuldgeldknechtschaftssklaverei hingeben, sondern bei diesem irrsinnigen Treiben faktisch freiwillig mitmachen, sind indirekt, wenn nicht gar tätigerweise mitverantwortlich dafür, dass die ungerechten Strukturen dieser Welt nicht überwunden werden können, und ein liebelichtvolles Miteinander auf dem gesamten Planeten heute in astronomischer Ferne liegt, denn all die unsinnigen Ablenkungen mit Konsum, Unterhaltung und Geplapper helfen der Herrschaftsschicht sich auf ihren selbergebastelten Thronen zu halten.

Sicherlich könnte ich etliche Ansätze und Ideen zur Überwindung dieses globalistischen Wahnsinns liefern, doch das wirklich zündende und abschliessend zielführende Problembeseitigungsmuster kann ich nicht vorlegen, daher freue ich mich auf entsprechende Leserbriefe, die ich, falls nicht (explizit angemerkt) anders gewünscht, sehr gerne als Gastartikel publizieren werde. Falls also jemand ein Allheilskonzept gefunden hat, bitte her damit! Für nachvollziehbare, sich direkt auf obige Ausführungen beziehende, sachliche Kritik bin ich selbstverständlich auch aufgeschlossen.

Vielen Dank an Dude für die Denkanstöße, die er mir erlaubte, hier noch einmal zu veröffentlichen.

  1. Gerhard A. Fuerst
    November 30, 2013 um 1:10 am

    Der Herrscher tut gern sehr selbstherrlich herrschen…
    aber kann sich nicht recht ueberzeugen und beeilen…
    mit dem Gnaedigsein, mit der Grosszuegkeit,
    mit der Guete im taeglichen Verhalten…
    und mit dem oft & viel versprochenen Teilen…
    Er ist fast immer der sehr bestimmten Meinung:
    Was dir gehoert…das ist eigentlich mein…
    Was mir gehoert…davon die langen Finger lass sein!…
    und so weiter…und so fort…
    sagt der Kritiker hier…
    der vermeintliche Dichter und Denker…
    in Gedanken wandernd
    von einer Tat zur andern…
    von Kommentar zu Kommentar…
    und von Ort zu Ort…:-)

  2. November 30, 2013 um 6:14 pm

    Lieber Martin, Deine Frage ist schon nicht ganz korrekt gestellt. Meines Erachtens müßte sie lauten: „Warum funktioniert das Teilen und Herrschen trotz höherem Erkenntnisstand und Bewußtseinsentwicklung besser denn je?“

    Wir sehen es doch ganz deutlich vor uns und zwar immer mehr Bereiche betreffend. Die Zentralisation nimmt zu und die wenigen „Leuchttürme sind kaum noch in der Lage, die immer größer werdenden Gebiete zu beleuchten. Diesen Prozeß habe ich auch schon in der DDR beobachtet, ist also systemübergreifend. Ich habe nicht die ganze Abhandlung gelesen, ich gebe es zu. Ich versuche es mal an einigen Beispielen, die Problematik zu erhellen.

    Handwerk hat goldenen Boden?

    Am Anfang wird beschrieben, das heute geistige Arbeit besser entlohnt wird als „handwerkliche“. Es ist doch überhaupt kein Wunder, findet ihr unter unseren Volksvertretern noch einen Handwerker? Wie soll jemand eine Leistung einschätzen können, wenn er davon keine Ahnung hat, aus dem Kaffeesatz? Zu meines Väterszeiten brauchte man Bestleistungen und noch Beziehungen, um einen Beruf mit „goldenem Boden“ erlernen zu können. Heute beklagen sich Firmen, dass ihre Lehrlinge nicht einmal mehr schreiben können und ich finde für bestimmte Arbeiten nicht einmal mehr Jemanden. Das ist die andere Seite der Medaille. Heute gehen selbst Mittelklässler aufs Gymnasium, weil sie mit einer Vier immer noch bessere Karrierechancen haben als mit eine Zwei auf der Realschule. Wir haben das Wissen zum „goldenen Kalb“, zur Staatsreligion, gemacht, weil wir der Annahme sind, mal gar nicht mehr arbeiten zu müssen und dass sich alles von selbst regeln wird.

    Denken ist mehr Wert als Handwerken

    Doch wie können Menschen verantwortungsvoll handeln, wenn ihnen jeder direkte Bezug zur Umwelt fehlt? Oder gehen wir selbstverherrlichend immer noch davon aus, das uns die dritte und bald vierte Welt ernähren wird? Sind wir denn wirklich alle frei von Herrschergelüsten? Ein schöner Traum, mehr ist es kaum. Wir denken, wir müssen nur oft genug über Gerechtigkeit reden und dann werden es alle kapieren und sie stellt sich von ganz alleine, wie schönes Wetter, ein. Sind wir von der Realität schon so weit entrückt, dass uns der Bettler oder der auf der Platte Lebende schon völlig kalt läßt, wenn wir ihm begegnen. Wo bleibt die Vernunft, unsere Intuition, wenn „wissenschaftlich“ erwiesen sein soll, das diese Erde 11 Mrd. Menschen tragen kann. Tragen wohl schon aber würdervoll leben? Ist wissenschaftlich erwiesen auch immer gleichbedeutend mit vernünftig? Wir wundern uns, dass Länder sich strikt weigern, unseren Weg mit zu beschreiten, und suchen Würmer in ihrem Sauerkraut, um nicht das eigene Ungeziefer, das wir ständig mitfüttern, betrachten zu müssen. Stecken hier nicht Täter und Opfer doch in ein und dem selben Boot, das Verdrängung, Ausblenden heißt?

    Durch alle wissenschaftlichen Erkenntnisse zieht sich ein roter Faden. Der Mensch ist zu Höherem berufen, nicht zum Arbeiten. Nur was wollen all die Menschen tun, wenn sie nicht mehr gebraucht werden? Kreativ werden, mit was? Sind nicht viele gesellschaftlichen Stilblüten Ausdruck disproduktiver Kreativität (ich hatte ein kurzes Erlebnis bei Voice of Germany). Die Antriebskraft des Hamsterrades heißt Existenzangst und jeder versucht mit allen Mitteln, diesem zu entkommen. Die Goldgräbermentalität hat sich auf die ganze Gesellschaft ausgedehnt, „du mußt Hammer oder Amboß sein“.

    Flüchten wir aus der reellen Welt?

    Wir können nicht in die Fußstapfen unsere Vorfahren treten, wenn wir eigene Spuren hinterlassen wollen oder anders ausgedrückt, man steigt nicht zweimal in den selben Fluß. Wir überlassen es unseren Politikern, sich für unsere Zukunft die Köpfe zu zerbrechen, und sind dann noch mißgelaut, wenn es nicht nach unserem Willen geht. Das ging vielleicht noch, als es hundert Unternehmer gab. Wir flüchten uns derweil in die zweite Welt und wenn wir mal gestorben sind, spielen wir das Level einfach noch einmal. Wie unreell? Jede Generation muß ihren Beitrag dazu leisten. Was haben wir bis jetzt dazu begetragen, Computer, Handy, Playstation…?

    Es stellt sich für mich die Frage, wer ist mehr in Gefahr: der, der sich jeden Augenblick der Gefahr bewußt ist oder der, der versucht, sich von ihr abzuschotten?

    Die Welt steht vor einem Umbruch, nur diese Revolution/Rebellion betrifft nicht wenige Führer und eine graue Masse. Um so größer Massen werden, um so größer wird ihre ihr innewohnenden Anziehungskraft. Doch gibt es immer auch eine Gegenrichtung, nur die ist beschwerlich. Der Umbruch betrifft uns alle direkt, weil wir ihn selbst für uns vollziehen müssen und wir unsere Existenz zu jeden Zeitpunkt herausfordern, wie bei jeden anderen Wesen auf diesem Planeten. Hören wir auf zu Klagen. In den vielen dunklen Enklaven, die entstehen, finden sich neue Räume für neue Formen, die das menschliche Leben bereichern oder es überhaupt erst wieder möglich machen. Es vollzieht sich erneut der Wandel von künstlichen Hierarchien zu natürlichen und schließt die Gefahr zu teilen und zu herrschen nie ganz aus. Die Dosis entscheidet über die Wirkung des Giftes. Ohne sie geht es nur mit geklonten Menschen. In wie weit sie zukunftsträchtig sein werden, wird die Zeit beweisen, nicht die Wissenschaft. Wissenschaftlich läßt sich der Sinn des Lebens vielleicht mit dem Ergebnis 42 darstellen. Für jeden Menschen ist er einzigartig, ein Unikat, weil jeder ein anderen Lebensentwurf hat. Wir müssen uns nur unserer Rolle bewußt werden und sie nicht überschätzen.

    Viele Grüße com. Mike

  3. maretina
    November 30, 2013 um 6:27 pm

    „Ich zerbreche mir seit Jahren den Kopf über die Frage, wie man diesen sich weiter kumulierenden Irrsinn des Konsumgrössenwahns, des Unterhaltungsgebarens und der Plappermentalität der Massen durchbrechen kann,“
    Ich mir nicht mehr. Ich lebe was ich für mich für gut und weiterführend empfinde, zugegeben nachdem die Kinder aus dem Haus sind, für mich selbst. Beschließ nur für mich was ich für mich will und tu das dann so. Wer Fragen dazu hat, der fragt. Wer keine hat nicht. Die Menschen lassen sich nicht überzeugen oder belehren, wir ja auch nicht. Wir wägen ab und schaun was/wer zu uns passt. Eine immerwährende Herausforderung. Viele mögen eben Herausforderungen nicht, Das Recht haben sie.
    Es gibt die Möglichkeit Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten, konkret und auf Nachfrage. Dazu muss Mensch merken das etwas / vieles nicht stimmt und Änderung ersehnen, erhoffen.
    Danke ansonsten für den Artikel.
    Grüße
    Martina

  4. Dezember 1, 2013 um 5:03 am

    Hat dies auf Forum Politik rebloggt und kommentierte:
    Teilen und Herrschen

  5. Stefan Posselt
    Dezember 1, 2013 um 4:13 pm

    Dieser Artikel (und die wenn auch wenigen Kommentare) bringen eine Kernfrage in den Vordergrund, die umtreibt, aufwühlt. Soll man versuchen was zu tun, aktiv werden und versuchen an einer Umgestaltung der jetzigen Situation mitzuwirken? Oder vertraut man auf die Kräfte der „natürlichen Ordnung“, findet seinen Weg und glaubt daran, dass irgendwann der Zenit überschritten sein wird und sich die menschliche Gesellschaft wieder zu sich findet? Meine Intuition sagt mir, nein es wird nicht von allein gehen, aber diese Stimme sagt mir (noch) nicht, wie es gehen könnte. Dabei geht es weniger um die möglichen gesellschaftlichen Ideen, wie wir besser zusammen leben könnten, der Artikel von Dude verweist auf einige Möglichkeiten, andere wurden hier ebenfalls erwähnt und vermutlich gibt es noch zahllose andere Ideen.

    Die Frage ist, wie gelingt es, dass mehr und mehr Menschen sich überhaupt diesen Gedanken öffnen, andere Lebensalternativen als machbar akzeptieren?

    Ich sehe doch an meinem eigenen Leben, wie schwierig es ist: einerseits sehe ich deutlich, dass es so nicht weitergeht und ich möchte auf anderen Wegen wandeln, andererseits stehe ich immer noch im Hamsterrad und trete weiter, weil ich nicht raus komme. Ganz konkretes Beispiel: Ich wohne mit meiner Lebensgefährtin in einem kleinen Bauernhof zur Miete, wir haben in wirklich lieb gewonnen und möchten dort unser weiteres Leben bis in den „Abend“ verbringen, der Besitzer möchte verkaufen, also haben wir uns entschieden, dass wir kaufen möchten. Das heißt konkret noch ein paar weitere Jahre Hamsterrad… Ist es jetzt Festhalten am Materialismus oder eine Lebensentscheidung für weiteres Wohlbefinden? Fakt ist, ohne Eigentum braucht es das systemerhaltende Geld oder den Mut komplett auszusteigen, den wir nicht aufbringen.

    Es ist verwirrend, einerseits Erkenntnis/Bewusstsein zu erlangen, andererseits keinen Weg zu erkennen.

    Und ich befürchte, es geht zahllosen Menschen ähnlich, ich glaube daran, dass viele, viele Menschen in ihrem Inneren eine ähnlich Unruhe haben. Ich glaube daran, dass viele, viele Menschen eine (verschüttete) Beziehung zur „natürlichen Ordnung“ spüren, aber dass sie auch viel zu häufig mangels Alternativen den einfachen Weg gehen und „den Fernseher einschalten“. Meine persönliche Intuition reagiert mit „Widerspruch“, wenn sie auf Meinungen trifft, man muss nur zu sich selbst und seiner Beziehung zur natürlichen Ordnung finden, dann ist es ein Mensch mehr und mit der Zeit reguliert sich das von allein. Und wenn nicht, ist man wenigstens mit sich selbst im Reinen. Meine persönliche Intuition rebelliert regelrecht, wenn sie sieht, dass Menschen „wahre Wege“ erkennen und dann nur für sich nutzen wollen. Ist es nicht eine „Vogel-Strauß-Philosophie“ wenn man „seinen Buddha“ sucht, „Kopf in den Sand, mir geht’s gut“? (und wie ich beim Stöbern hier gefunden habe, geht uns ja sogar bald der Sand aus 😉 ).

    Übergreifend über zahllose „Erkenntniswege“ scheint eine der Grunderkenntnisse zu sein: Wir sind Teil eines Ganzen!

    Schließt die Erkenntnis darüber nicht die Verantwortung für das Ganze ein? Warum versucht man nicht „Zusammen zu kommen“ und gemeinsam neue Wege zu gehen? Warum braucht jede Idee einen eigenen Blog, jede Theorie einen eigenen Namen? Bricht sich hier gar das gleiche „EGO“ Bahn, welches auch die „Macher des Systems“ leitet, nur eben auf anderen Ebenen? Ich möchte wahrlich Niemanden dafür „angreifen“, dass er seine Anschauungen auf die ihm am sinnvollsten erscheinende Weise veröffentlicht, ich fühle nur, dass es sich so nicht richtig anfühlt.

    Pfarrer Niemöller, in diesem Blog bereits zitiert, bringt meine Gefühle gut zum Ausdruck:

    Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
    Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
    Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Gewerkschafter.
    Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.
    Pfarrer Martin Niemöller,
    der acht Jahre in deutschen Konzentrationslagern überlebte, anschließend sprach.

    Meine „Verbindung zur natürlichen Ordnung“ ist aktiviert worden, vieles ist in Bewegung geraten, zumindest dies ist für mich klar geworden. Und ich bin nicht allein! Das macht Mut, auch wenn der Weg nicht klar erkennbar ist. Ich werde anfangen zu kommunizieren, hier oder woanders, auch wenn ich noch nicht weiß, welche Richtung meine Gedanken einschlagen werden. Ich werde suchen, nach Wegen und Gleichgesinnten und ich möchte Jeden ermutigen, der sich wiederfindet, aber genau wie ich den Weg noch nicht kennt:

    fang an zu suchen, fang an zu kommunizieren.

    Wir finden uns… Vielen Dank Martin und den Anderen für die vielen Gedanken und Anregungen, die mich und andere begleiten. Ich hoffe, ich kann in Zukunft einige kleine Beiträge leisten, um auch andere zu begleiten.

    • Dezember 1, 2013 um 6:09 pm

      Lieber Stefan,

      ich denke ja, Du triffst den Nagel auf den Kopf. Es wird immer mehr Menschen geben, wie Dich und jene Anderen, die sich mit uns auf dem Blog bemühen, einerseits näher an die Wahrheiten zu kommen und andererseits Wege aus einem vernichtenden System zu finden, aber noch nicht gleich den Schalter umlegen können.

      Alexander Wagandt hat Deine Frage, ob wir selbst aktiver werden müssen, in den letzten beiden Tagesenergien beantwortet, in diesem Video etwas bei 1:36h: „Die Wahrheiten kommen immer mehr von allein ans Licht. D.h. Du selbst kannst langsam loslassen und Andere machen lassen.“


      .
      Was Euren Kauf des Bauernhofs angeht, so wandelt Ihr doch in Eurem Projekt hin zur mehr Selbstversorgung, so nehme ich an, und entzieht dem System Energie. „Selbst etwas anzubauen ist wie selbst Geld zu drucken.“, las ich letztens irgendwo 🙂

      Ich freue mich schon sehr, auf Deine nächsten Beiträge, gerne auch als eigenständige Artikel.

      Martin

      p.s.: Es gibt ein Projekt, dass sich mit der Nichtrückzahlung von Giralgeldkrediten bzw. der Zinszahlung beschäftig, falls es mal benötigt wird:
      Wirtschaftsanwalt im Schuldenstreik gegen Banken und Staat

      • Dezember 1, 2013 um 8:21 pm

        Herzlichen Dank für die weitere Bekanntmachung, lieber Martin. Zudem auch danke für den Geolitico-Link. Den habe ich soeben noch im Artikel nachgetragen.

    • Dezember 1, 2013 um 7:59 pm

      Werter Stefan

      Meine Intuition sagt mir, nein es wird nicht von allein gehen, aber diese Stimme sagt mir (noch) nicht, wie es gehen könnte.

      Dann sind offenbar unser beider Intuitionen (gibt es dazu eigentlich nen Plural? 😉 ) identisch in ihrer Sicht. Die meinige meint jedoch auch, dass es am ehesten über eine Vollgeldreform/Monetative kombiniert mit einem BGE gehen könnte.

      Die Frage ist, wie gelingt es, dass mehr und mehr Menschen sich überhaupt diesen Gedanken öffnen, andere Lebensalternativen als machbar akzeptieren?

      Angesichts der grassiernden Massenhypnose sehe ich hiebei ehrlich gesagt ziemlich schwarz.

      Ist es jetzt Festhalten am Materialismus oder eine Lebensentscheidung für weiteres Wohlbefinden?

      Ein Eigenheim zu haben, wo man möglichst autark leben kann, erachte ich persönlich an sich als Geburtsrecht eines jeden Menschen, welches auch jeder Familie zustehen sollte. Aber das passt leider nicht in die Pläne der Herren der Welt und wird unterbunden durch die Schuldgeldknechtschaftssklaverei (die ja auch mit Eigenheim noch wirkt, zumal das meiste über Hypotheken läuft) mit dem Mittel des Luftgelds – leider.

      Ich wünsche euch jedenfalls von Herzen viel Erfolg in eurem Ansinnen.

      Ich hoffe, ich kann in Zukunft einige kleine Beiträge leisten, um auch andere zu begleiten.

      Das hast Du meiner bescheidenen Meinung nach schon hervorragend mit diesem Leserbrief getan, daher würde ich diesen sehr gerne bei Dudeweblog als Gastartikel publizieren, wenn es Dir genehm wäre und Du damit einverstanden bist.

      Liebe Grüsse vom Dude

      • Stefan Posselt
        Dezember 1, 2013 um 9:00 pm

        Lieber Dude,
        Vielen Dank für deine aufmunternden Worte! Im wesentlichen teile ich die Ansichten der Wissensakademie, auch wenn es sich noch nicht stimmig anfühlt. Das werde ich bei Gelegenheit mal versuchen in Worte zu bringen, aber es geht ja eher darum, wie gelingt es, dass Menschen neue Konzepte überhaupt annehmen, aus eigener Einsicht, ohne Zwang?

        Natürlich darfst du gern meinen Kommentar veröffentlichen.

    • Dezember 2, 2013 um 8:49 am

      Wer suchet, der findet ? Zu suchen kommt dem Fortlaufen von etwas Anderem gleich. Wenn Wasser aus einer Quelle einen Berg hinabfließt sucht es sich dann einen Weg ins Tal, oder findet es nicht vielmehr viele Möglichkeiten ohne Hindernis ins Tal zu fließen ? Wer sucht lässt all die Möglichkeiten außer acht, die sich ihm von Natur aus bieten. Suchen bedeutet einen Weg zu verfolgen, an den man selbst gewisse Vorstellungen knüpft. Möglichkeiten zu finden, ohne dass man mit eigenen Vorstellungen danach sucht, führt eher zum Ziel des GANZEN, wenn man denn auch ein Gefühl für das GANZE zu entwickeln vermag, welches sich auf verschiedensten Wegen zu zeigen weiß, zu denen aber selten der Weg gehört, den man selbst für sich verfolgt.

      Gruß Guido

      • Dezember 2, 2013 um 12:44 pm

        😉 Du schreibst mir diesbezüglich aus der „Seele“.
        Schöne Woche
        Martina

  6. Mathias
    Dezember 1, 2013 um 7:05 pm

    Wenn wir die Welt, in der wir leben, ganz im Sinne einer Abtrennung (Zeitalter der Abtrennung, Kali-Yuga) ansehen, so schafft dieses Bild einen erklärenden Rahmen, innerhalb dessen sich unsagbares Leid (und auch der „Teile und Herrsche“ Mechanismus) kollektiv manifestierte und sich wie ein roter Faden schon seit Jahrthunderten und Jahrtausenden durchzog. Die Abtrennung ist vor allem eine Trennung von unserem Wesen-Ich, während ein Wirk-Mechanismus zur Herausbildung eines künstlich-konfigurierten und konditionierten EGO-Ich führte. Wolfgang hatte hier immer wieder über das Wesen des feindseligen Potenzials geschrieben, welches einen wichtigen Anteil an der Steuerung des EGO-Ich einnimmt – solange jedenfalls, wie dieses Potenzial nicht entschärft ist.

    Die krisenüberflutete Welt, die wir im Außen wahrnehmen, ist der kollektive Spiegel dieses latent schlummernden bzw. immer wieder aufflackernden feindseligen Potenzials. Je besser der Einzelne das im EGO-Ich eingelagerte feindselige Potenzial entschärfen kann, umso mehr wird auch sein Wesen-Ich zum Vorschein kommen. Da das Wesen-Ich immer mit Allem, was ist verbunden ist, liegt hier auch der individuelle Schlüssel für den Einzelnen, hinein in ein neues Zeitalter der Verbundenheit.

    In diesem Zusammenhang sei auch noch einmal auf Charles Eisensteins Buch „Die Renaissance der Menschheit“ verwiesen, speziell auch der Abschnitt „Wiederhergestellte menschliche Natur“:

    Liebe Grüße,
    Mathias

  7. Dezember 2, 2013 um 2:49 pm

    Paradies = freie Marktwirtschaft
    Früchte tragende Bäume = Gewinn bringende Unternehmungen
    Baum des (ewigen) Lebens = Geldkreislauf
    Baum der Erkenntnis = Geldverleih
    Frucht vom Baum der Erkenntnis = Urzins
    Gott = künstlicher Archetyp „Investor“

    „Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist.“

    (Lutherbibel 1984 / Genesis_3,22)

    Seit er „aus dem Paradies vertrieben“ wurde, d. h. aufgrund der Religion (Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe) die Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Privatkapitalismus (Erbsünde) verloren hat, will also der Mensch den „großen Investor“ spielen. Darum wurde die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft), in der allgemeiner Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine saubere Umwelt und der Weltfrieden selbstverständlich werden, bis heute nicht verwirklicht:

    Macht oder Konkurrenz

  8. Melanie G.
    Januar 15, 2014 um 9:32 pm

    Faszination Mensch.. ein sehr guter Artikel,
    so ist es ..leider Gottes und kein Ende in Sicht.

  1. Dezember 1, 2013 um 10:51 pm

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