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Worte auf die Goldwaage gelegt, hier: Eltern

Und ein weiteres Wort möchte ich aus dem Buch über WOPOLOGIE = Wort-Gold-Potenz-Logik bringen, denn harmoniert es doch sehr mit dem Gedicht Von den Kindern von Gibran Khalil Gibran. Es macht die Beziehung von Eltern und Kindern deutlicher:

„ELTERN“

Das Verständnis der Elternschaft erfährt eine große Veränderung, wenn wir erkennen, dass die Eltern lediglich die Älteren sind.

Die Eltern sind – auf ein Erdenleben gesehen, in Wirklichkeit nur die Älteren. Wer das verstehen und annehmen kann / will, wird sich einen völlig neuen Umgang mit Kindern erobern.

Solange Menschen noch davon ausgehen, dass Kinder >nachdem Sie geboren wurden< noch nichts wissen und können und wir ihnen erst Alles beibringen müssen, trauen wir unseren Kindern nichts von selber zu. Dann fühlen wir uns verständlicherweise dafür zuständig, dass wir unseren Kindern so viel wie möglich >durch Vorgaben< beibringen.

Das ist die Sicht, auf welche die meisten staatlichen Schulsysteme aufgebaut sind. In einem derartigen System wird nicht darauf vertraut, dass sich jedes
Kind >gemäß seinem eigenen, inneren Plan entsprechend< in seinem eigenen Tempo Alles perfekt aneignen wird, was die Fähigkeiten des jeweiligen Kindes optimal fördert. In den meisten Fällen wurde aus unbewusster Angst – die Kinder könnten im Leben nicht bestehen – dieser Plan von den Älteren >Eltern< behindert. Das ließ eine unbewusste Haltung erkennen, die viel damit zu tun hatte, dass die Älteren es selber nicht anders erfahren haben.

Jeder Mensch ist glücklich, wenn er frei wählen und für sich bestimmen kann. Sobald die Älteren sich darauf besinnen, ihren Kindern >den Jüngeren< die Freiheit zu gestatten, die ihnen von vornherein zusteht, werden wir mit Sicherheit über die genialen Ideen und Fortschritte staunen, welche unsere Gesellschaft dadurch machen wird.

Kein Älterer >Elternteil< würde es sich gefallen lassen, wenn ein anderer Mensch >vielleicht sogar ein Jüngerer< ihm vorschreiben würde, was er zu tun habe.
Jeder Mensch, egal wie jung oder alt, lernt am schnellsten durch seine eigenen Interessen und Erfahrungen. Bieten wir unseren Jüngeren >Kindern< genug Möglichkeiten, diese Erfahrungen machen zu können, machen wir damit sicher das Best-Mögliche. Das Vorbild, welches die bewussten Älteren abgeben, wird seines dazutun.

Möglichkeiten für einen neuen Umgang:

Besinnen Sie sich als Elternteil darauf, dass Sie „nur“ älter sind als Ihr Kind. Dadurch schenken Sie sich zugleich die Möglichkeit, von Ihren Kindern selbst erstaunlich viel zu lernen.
Trauen Sie Ihren Kindern >den Jüngeren< zu, dass sie sich alles – was sie für ein glückliches Leben benötigen -, zum richtigen Zeitpunkt mit Leichtigkeit aneignen werden. Entlassen Sie sie aus der Gefangenschaft und bieten Sie ihnen Ihre helfende Hand, wann immer sie danach fragen und greifen wollen. Was sie am meisten von Ihnen brauchen, ist Ihre Liebe.
Bringen Sie den Mut auf und wagen Sie anders zu denken, als andere Menschen. Die Jüngeren werden es Ihnen danken und Ihnen darum mit entsprechend mehr Respekt und Vertrauen begegnen.

Machen Sie sich bewusst, dass die Jüngeren nicht Ihr Besitz sind, sondern nur Besucher für einen gewissen Zeitraum. Vergegenwärtigen Sie sich, wie Sie mit einem Besucher umgehen und erobern Sie sich diesen Umgang ebenso für Ihre Kinder >Jüngeren<. Dabei können Sie sich vorstellen, wie Sie sich gefühlt hätten, wenn Ihnen die Älteren >Eltern< so begegnet wären. Diese Vorstellung kann eine sehr große Hilfe >bei der Veränderung der alten Struktur in eine Neue< sein. Verzichten Sie auf Erziehung der manipulierenden Art.

Hier gibt es noch einen weiteren, ähnlichen Text: Worte auf die Goldwaage gelegt, hier: LEBEN

  1. November 21, 2013 um 11:50 pm

  2. Gitti
    November 26, 2013 um 6:03 am

    Das habe ich selbst kennengelernt,vorkurzem mit meiner Enkeltochter.Es steckt alles schon in einem Kind,alle Anlagen,alle Fähigkeiten.Man muß ihm nichts beibringen.Es kommt von selbst nach einem gewissen Plan.Der r Rahmen muß stimmen.Das Kind kann alles selbst zu seiner Zeit.Ich selbst hatte viel Freiheit in meiner Kindheit,niemand hat mich kontrolliert,es hat sich aber auch niemand interessiert für mich.Die Freiheit kam mir zu Gute,habe mich sehr vielseitig entwickelt.Dafür bin ich dankbar.

    • November 26, 2013 um 8:56 am

      Steckt man den Samen eines Baumes in fruchtbare Erde kann man beobachten, wie aus einem Kind ein stattlicher Erwachsener wird, der unter verschiedensten Einflüssen sein Wesen zum Ausdruck bringt. Dass mehr und mehr Erwachsene immer weniger ihr eigentliches Wesen zum Ausdruck bringen können, kommt nicht von ungefähr. Gleiches gilt für immer mehr Kinder, die zu Erwachsenen in ein paar Jahren werden.

      Gruß Guido

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