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Wie ist das nun mit dem fehlenden Zins? Lasst das Geld fließen!

Manchmal braucht es nur ein kleine Anlehnung an die Natur und schon wird das mit Geld und Zins verständlicher:

Die Sache ist nicht ganz einfach zu verstehen. Macht man ein „Foto“ vom Geldumlauf in einer Volkswirtschaft, würde sich zugegeben der Eindruck aufdrängen, dass der Zins „fehlt“. So ein Foto wäre jedoch wie eine Momentaufnahme in einem Ameisenhaufen. Wie alle wissen, ist ein Ameisenhaufen keine statische oder bewegungslose Angelegenheit, sondern ein dynamisches, sich ständig veränderndes System. Das liegt an den wuselnden, lebendigen Ameisen, die sich ununterbrochen in Bewegung befinden. Wenn z.B. das Gewicht der herbeigeschafften Nahrung in den Ameisen-Vorratskammern, das Gewicht aller Ameisen im Ameisenstaat übersteigt, kann das sofort jeder erklären. Jedem ist ja bekannt, dass eine Ameise im laufe eines Tages ein vielfaches ihres eigenen Körpergewicht bewegen kann.

Mit unserm Geld ist das wie mit den Ameisen. „10 Taler“ können ebenfalls ein vielfaches an Gütern bewegen, die zusammengenommen viele hundert Taler „schwer“ sind.

Wie ist das möglich?

Das läuft im Prinzip genau wie bei den Ameisen. 10 Taler wechseln den Besitzer und Güter im Wert von 10 Talern werden bewegt. Mit den selben 10 Talern bewegt der neue Besitzer nun weiter Güter im Wert von 10 Taler, und so weiter und so fort. Es kommt einfach die Zeit-Komponente ins Spiel. Alle 10 Taler-Transaktionen hintereinander gereiht, vollbringen „das Ameisenwunder“, über das sich niemand wundert.

Mit dieser Erkenntnis kann man nun etwas herumspielen. Einfaches Beispiel: 10 Leute stehen im Kreis. Jeder hat bei seinem rechten Nachbarn 10 Taler Schulden. Wie viel Taler werden benötigt, um die Gesamtschuld über 100 Taler zu tilgen?

Antwort: Es werden 10 Taler benötigt, die einmal im Kreis umhergereicht werden.

Die Wirkung von Geld ist Menge X Umlaufgeschwindigkeit. Geldmenge ohne Geldumlauf, oder Geldumlauf ohne Geldmenge ist so, als ob gar kein Geld da ist! Es lässt sich in dem Fall keine Geldwirkung im Markt nachweisen.

Wie ist das nun mit dem fehlenden Zins?

Wir wissen nun, das eine bestimmte Geldmenge ein vielfaches ihres Nennwerts an Gütern bewegen kann, sobald Zeit und Umlaufgeschwindigkeit hinzu kommt. Die Geldmenge in Deutschland (Bargeld/Mindestreserve), belief sich im Jahr 2007 auf 222 Mrd Euro. Damit wurde im selben Jahr ein Bruttoinlandsprodukt von 2.424 Mrd geschaffen! Es wurde also mehr als das 10-fache der umlaufenden Geldmenge an Gütern & Dienstleistungen bewegt. Mit den 222 Mrd wurden 2007 ebenfalls sämtliche Kreditvergaben, Tilgungen & Zinsen möglich! Geld ist in der Zeit eben beliebig oft hintereinander verwendbar, das ist das ganze Geheimnis.

Verringert sich nun die Umlaufgeschwindigkeit, oder vergrößert sich die Anzahl der Geldtransaktionen (Wirtschaftswachstum), innerhalb eines bestimmten Zeitraumes, muss die Zentralbank die Geldmenge erhöhen, was in einem Zins/Hortgeldsystem eine recht undankbare Aufgabe ist.

Vielleicht ist die Sache mit dem fehlenden Zins nun klarer geworden. Solange genügend Geldmenge im Verhältnis zur Umlaufgeschwindigkeit da ist, kann nirgendwo Geld für Zinszahlungen fehlen. Wird allerdings die Umlaufgeschwindigkeit aufgrund eines sinkenden Kapitalmarktzins immer langsamer, hilft irgendwann auch ein erhöhen der Geldmenge nicht mehr weiter. Spätestens bei Umlaufgeschwindigkeit = Null ist Feierabend! Das Problem löst fließendes Geld „nebenbei“. Beim fließenden Geld wird der Geldumlauf völlig unabhängig(!) von Zins, Wachstum & anderen Einflüssen. Das bedeutet anhaltende Dauerkonjunktur & Vollbetriebswirtschaft, über praktisch unbegrenzte Zeiträume.
Bekam ich heute von Alexander Wölk, einem Fan des Gesell´schen Finanzmodells des fließenden Geldes.

Was mir bei dem Gedanken einer anhaltenden Dauerkonjunktur Angst macht: werden dann noch schneller die Ressourcen unserer Erde ausgebeutet?

Auf meine Erwiderung:

ja, das ist mir logisch, und passt in die Ansicht, dass wir gerade ein Spaarer Problem haben. die Superreichen gäben zu wenig von ihrem vilen angesammelten Geld in den Umlauf …

bekam ich noch diese Antwort, an der ich noch rumzukauen habe:

Wieder nur fast richtig! Kannste dein Unterbewusstsein nicht mal ne weile flach legen? Es lohnen keine langfristigen Kapitalanlagen. Natürlich gibt es Überproportionale Sparer. Aber hauptsächlich ist die Sparsamkeit (vorantikes Symbol=Schlange) dafür verantwortlich, da Geld nun mal nicht als Wertaufbewahrungsmittel funktionieren kann aber unser kollektives Unterbewusstsein so tut als wäre es möglich obwohl man tuen könnte was man wollte, es geht nicht! Niemals, das wiederspricht der Tauscheigenschaft. Martin, ich verstehe ja das du Angst hast dies zu verarbeiten du und wir alle müssen aber da durch…es bleibt sonst nur die Steinzeit! Wir kommen aber mit wenigen Stunden Arbeit in der heutigen Zeit aus und die Fleißigen sollten auch das meiste bekommen…gerechter geht es einfach nicht. Das ist doch der Grund warum wir noch immer nicht verstehen (wollen) was der heilige Geist=Geldumlauf bedeutet und wir die Nächstenliebe=Zinsfreie Kredite ums verrecken nicht in unsere Wirtschaft installieren! Es nutzt nichts ein Dummkopf zu sein und auf die Mehrarbeit anderer zu spekulieren und von Moral zu reden. Es gibt keine höhere Gerechtigkeit als das man alle am Markt teilhaben lässt und sie nicht davon abhält! Bauen wir eben jedem Fabrikant noch eine Fabrik und jedem Hausbesitzer noch ein Haus, was soll es? Hauptsache danach ist endgültig Schluss mit…von anderen leben! Was ich hier erzähle ist nichts anderes als die Apokalypse=Enthüllung der Religionen …lese doch mal Profile der Zukunft, Mensch was es noch alles zu entdecken gibt! Es wird uns die nächsten Millionen Jahre nicht langweilig. Aber vom Mensch kann man erst reden wenn ALLE frei sind und es keine Grenzen mehr gibt. Hör auf den Menschen als schlecht anzusehen. Er ist wie er ist und das ist gut so. Die Tat die nun zu erfolgen hat muss bewusst und gewollt installiert werden. Dann sind praktisch über Nacht Dinge möglich, …weil sie langfristig rentabel sind! Wasserstoff, Solarenergie, Magnetschwebebahnen und was nicht noch alles! Eine saubere Umwelt ist selbstverständlich, weil es die kostengünstigeste Alternative darstellt. Alles was wir uns denken können ist möglich und wird dann auch getan.

Und Alles, was wir sonst noch so über unser fehlerhaftes Finanzwesen wissen können sollten: eine Sammlung.

  1. Alexander Wölk
    November 15, 2013 um 12:33 pm

    Die „bösen“ Banken handeln im Interesse der Sparer und behalten auch nachweislich nur 2% ihrer Arbeit! Ohne eine Bank ging es auch in Zukunft nicht, diese Arbeit ist sehr wichtig, wer wird, s bestreiten? Verstehen ist aber noch mal was anderes!

    Der Nachweis „ich habe gearbeitet“ dürfte auch in Zukunft noch von Bedeutung sein! Also wird es wohl nicht ohne Geld gehen. Aber man muss haarscharf unterscheiden was Geld undein Anspruch auf ebensolches ist. Es gilt den Zwitter, also Geld aus Geld, zu überwinden! Dieses Kunstprodukt reagiert sonst recht bösartig, es tritt in Streik! Es gibt also ein Geldstreikmonopol das es zu durchbrechen gilt!

    Plötzlich muss eine Sache nicht mehr rentabel sein, sondern nur noch benötigt! Die Rentabilitätshürde fällt… „Berg hebe dich hinweg und er wird sich hinwegheben“. Hätte man nun vor 2.000 Jahren Rentabilitätshürde gesagt oder mit der Metapher Berg gesprochen? In Anbetracht der Tatsache das Geld bis heute noch allen ein Rätsel aufgibt und ein „Dorfdepp“ mehr von Geld versteht als alle „Expertenkommissionen“ …macht es sehr wahrscheinlich das auch die Propheten mehr von Geld, der wichtigsten zwischenmenschlichsten Beziehung untereinander, verstanden und nur die Begriffe verwendeten die ihnen einfielen oder die sie entschlüsseln konnten. Diese Gottes Erkenntnis geht einher mit Gottesverlust! Wir sollten also erst mal haarscharf und genau über das Geld reflektieren, bevor wir meinen das wir schon etwas wüssten und schimpfen. Es kostet einem wirklich Nerven… 🙂

  2. November 15, 2013 um 3:46 am

    Fließendes Geld: “Das bedeutet anhaltende Dauerkonjunktur & Vollbetriebswirtschaft, über praktisch unbegrenzte Zeiträume.“

    Fließendes “Geld“ ist schlicht Information und nährt alle Lebewesen in der Natur seit sehr langer Zeit. Sobald Geld in zählbarer Form, als Münze, Schein, oder Bit(coin) vorhanden ist, wird es zur Datenflut … und damit überflüssig, weil es seines Informationsgehaltes beraubt wurde.

    Der Mensch schuf die Währungen und die natürliche Ordnung bedient sich der Wahrung der HARMONIE … kleiner Unterschied zwischen Währung und Wahrung … doch dürfte klar sein, wo das wahre Vermögen bzw. der wesentliche Reichtum zu finden ist.

    Gruß Guido

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