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Sklaven ohne Ketten – vom Neandertaler zum Soziopathen – es lebe der Krieg


Manche Politiker glauben, dass der Mensch im Grunde nichts anderes als ein wildes Tier sei und dass die menschliche Gesellschaft ohne Polizei und Militär in Anarchie und Chaos verfallen würde. Nun ist es zwar gut, wenn die kriminellen Elemente, die es in allen Gesellschaften gibt, von der Polizei gefangen und in Gefängnisse gesteckt werden, doch es ist keineswegs so, dass dort, wo es zu wenig Polizei und Militär gibt, auch Normalbürger zu rauben und zu morden beginnen würden. In der menschlichen Natur liegen vielmehr Probleme begründet, die nicht einfach mit mehr Regeln und mehr Polizei in den Griff zu bekommen sind, denn die schlimmsten Verbrecher entziehen sich dem Zugriff.

Schon Charles Darwin entdeckte bei seinen Studien zu den verschiedenen Völkern der Welt die grundlegende Übereinstimmung der menschlichen Ausdrucksformen und angeborenen Gesten und schloss daraus auf eine gemeinsame Abstammung aller Menschen der Welt. Später brachte die sogenannte „Stress-Skala“ von Holmes und Rahe die menschlichen Stressoren in eine universelle Rangreihe und man fand überraschende Übereinstimmungen in den Reaktionen der verschiedensten Völker. Es sind dieselben Dinge, die alle Menschen der Erde als schlimm empfinden. Ganz oben auf der Liste stehen der Tod des Ehepartners, dann folgten der Tod eines Kindes, weiter dann Gefängnis, Kündigung, Krankheit und anderes mehr. Man fand bei den weltweiten Vergleichen, dass die Rangreihe der Stressoren überall auf der Welt weitgehend übereinstimmt. Die Menschen sind sich also nicht unähnlich darin, was sie seelisch stresst. Deswegen können die Menschen einander weltweit empathisch verstehen und haben über die Grenzen aller Nationen hinweg Verständnis füreinander. Und überall auf der Welt können Menschen nicht nur dieselben körperlichen sondern auch dieselben seelischen Erkrankungen bekommen, keiner ist dagegen immun, auch wenn die individuelle Veranlagung mehr oder weniger stark ausgeprägt sein kann.

Der Verhaltensforscher Konrad Lorenz unterstellte dem Menschen 1963 generell einen Aggressionstrieb, wie er ihn bei Tieren bei der Revierverteidigung sah, und Soziopathien wurden von einigen Psychologen als Extremformen der Aggressivität angesehen. Diese Sicht hat das heute noch vorherrschende Bild vom Menschen als wildes Tier geprägt. Aggressionen entstehen im Menschen aber nicht triebhaft von allein, sondern sind eher ein angeborenes Verhaltensmuster auf Revierverletzungen oder Ungerechtigkeiten. Man kann die Soziopathien deswegen auch als eine von der Aggression unabhängige Ausprägung betrachten, als extreme Gemütsarmut und Gefühls­kälte, also nicht als Zuviel an Aggression, sondern als Zuwenig anEmpathie. Für die unabhängige Empathie spricht, dass aggressives Töten anderer manche Menschen bis zum Krankwerden belastet und manche nicht. Und dann ergibt sich ein anderes Menschenbild, und man erkennt das Gute im Bösen. Dann erscheint der Mensch nicht mehr als wildes Tier, sondern als ein Lebewesen, dass allermeist mit Emotionen und mit einem Gewissen ausgestattet ist. Dann erklärt sich nämlich, dass viele Menschen das Töten anderer Menschen nicht überstehen, ohne selbst dabei seelischen Schaden zu nehmen, ja das Töten eines Menschen kann nicht nur dem Opfer den Tag verderben, sondern dem Täter das ganze Leben.

PTSD (oder englisch: Post Traumatic Stress Syndrom) ist eine sehr schwere, kaum heilbare psychische Erkrankung nach extremem Stress. Die Stressbelastbarkeit des Menschen ist begrenzt, und insbesondere Situationen, in denen das eigene Leben, das von Familienmitgliedern oder Freunden gefährdet ist, aber auch Situationen, in denen Kameraden oder auch fremde Menschen dem Tode nahe kommen oder wirklich sterben, belastet Menschen extrem. Solche Erfahrungen dringen besonders tief ins Bewusstsein ein und sorgen für einen unauslöschlichen Eindruck. PTSD-Eindrücke haben eine starke Tendenz zu reverberieren, d.h. von allein wieder hoch zu kommen, sich in Erinnerung zu bringen und das Bewusstsein zu besetzen. Insbesondere wenn der Mensch schläft und seine Selbstkontrolle aufgibt, tauchen die stressbesetzten Szenen wieder auf und lassen den Betroffenen das Ereignis wieder durchleben. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Erinnerungen als Albträume aus dem Schlaf reißen und dass der Betroffene dann schweißgebadet und zitternd vor Entsetzen aufwacht, was dann tagsüber Müdigkeit, Mattigkeit und Sekundenschlaf nach sich ziehen kann. Aber auch tagsüber können situative Ähnlichkeiten mit der schockierenden Situation, bestimmte Farben, Stimmungen, Geräusche, Klänge oder Gerüche, einen Betroffenen an die Originalszene erinnern, und das Aufsteigen der vollen Erinnerung auslösen. Ehemalige Soldaten durchleben dann die Schrecken des Krieges noch einmal, sie sehen noch einmal die Gegner, die sie erschossen haben oder erleben noch einmal mit, wie ihre Kameraden starben. Das kann die Betroffenen dann über Minuten paralysieren und sie geistig unansprechbar machen. Manche Situationen können Schweißausbrüche und Körperzittern verursachen. Da eine selektive Entfernung von einzelnen Erinnerungen aus dem Gedächtnis nicht möglich ist, kann man bei schlimmen Zuständen dieser Art nur den ganzen Menschen sedieren, womit er dann allerdings insgesamt still gestellt und nicht mehr arbeitsfähig ist. Die Prognose für derart Erkrankte ist schlecht. PTSD bleibt meist ein Leben lang bestehen. So gleiten viele Betroffene denn auch in Depressionen ab oder suchen Erlösung im Selbstmord. 58.000 Veteranen des Vietnam-Krieges verübten Selbstmord, das sind mehr als im Krieg selbst starben.


Fundstelle mit entsprechenden Nachweisen und noch mehr über die Häufigkeit zu findender Soziopathen in unseren Konzernen:
vom Neandertaler zum Soziopathen

Hier sehen wir die wirklich krassen Beispiele der Traumatisierung. Und den Soziopathen, die es so leicht bis an die Schaltestellen der Macht schaffen, geht auch das am Arsch vorbei und schicken weiter fleißig in ihre Kriege. Leider erkennen aber noch zu wenige dieses Spiel als auch die Auswirkungen auf ihre Mitmenschen.

Und was hören wir aus den Koalitionsverhandlungen zum Thema internationalen Einsatz der Bundeswehr tönen? Die Einsätze mögen am besten ohne den Bundestag entschieden werden können, so zumindest Wunsch des einen Verhandlungspartners (Spiegelmeldung). Und wer mal einen Blick hierher werfen mag, der erkennt die Handschriften eines Haufen von Lobbyisten (siehe im Abspann die Namen): Neue Macht – Neue Verantwortung – Elemente einer deutschen Außen- und Sicher heitspolitik für eine Welt im Umbruch. Mir ist beim Drüberfliegen regelrecht übel geworden, wissend, was die wohlfeilen Formulierungen von Sicherheit und Partnerschaft etc. am Ende zu bedeuten haben: lasst uns unsere Jugend wieder in den modernen Eroberungskrieg (wir profitieren auch von der Globalisierung, steht im Dokument, als müssen wir auch ran.) ziehen.

MANN, MANN, MANN

Kategorien:Gesellschaft
  1. April 1, 2014 um 12:03 pm

    Sklaven ohne Ketten … vielleicht, weil die immer länger währende VERKETTUNG von Problemen, die Ängste mit Erwartungen verbinden, nicht als Kette wahrgenommen wird ! Dabei leben in modernen Gesellschaften immer mehr Energiesklaven in einer Umgebung des Raubbaus …

    Gruß Guido

  2. zak
    November 15, 2013 um 12:02 am

    Die meisten Konflikte, Ungerechtigkeiten und Gewalttaten sind nicht auf einzelne böse Menschen zurückzuführen, sondern auf Leute, die glauben, einer angeblichen Autorität gehorchen zu müssen. Diese heißt normalerweise Regierung. In ihrem Privatleben sind die meisten Menschen mit dem Nichtaggressionsprinzip einverstanden. Es ist also nicht in Ordnung, andere Menschen einfach auszurauben oder anzugreifen. Aber irgendwie glauben sie, dass Regierungen von dieser Regel ausgenommen sind und dass legalisierter Raub und legalisierte Gewalt, also Besteuerung und Durchsetzung von Gesetzen, moralisch gerechtfertigt und notwendig für die Gesellschaft seien.

    Das Konzept einer Regierung ist nicht nur anfällig für Missbrauch und Korruption, sondern es ist auch in sich widersprüchlich und total verrückt. Hier sind drei unabhängige Beweise:

    Beweis 1
    Es gibt kein Dokument oder Verfahren, mit dem irgendeine Person oder Gruppe jemand Anderem ein Recht übertragen kann, was diese Person oder Gruppe selbst gar nicht hat. Also kann auch kein Politiker das Recht haben, etwas zu tun, wozu du selbst nicht das Recht hast.

    Beweis 2
    Es gibt keine moralische Verpflichtung, etwas zu tun, wovon du denkst, dass es falsch ist. Immer, wenn du die Befehle einer Autorität nicht mit deinem Gewissen vereinbaren kannst, hast du das Recht, nicht zu gehorchen. Wenn das stimmt, dann ist der, der die Befehle erteilt, keine Autorität, weil das bedeuten würde, dass er das Recht hat, dich herumzukommandieren und dass du gehorchen musst.

    Beweis 3
    Kein Dokument oder Verfahren kann Moral verändern, indem es eine schlechte Tat zu einer guten umdefiniert. Entweder stimmen Gesetze mit objektiver Moral überein und sind deswegen redundant und irrelevant oder sie stehen mit objektiver Moral im Widerspruch und sind deswegen ungerechtfertigt und sollten missachtet werden. Unabhängig davon begründet ein Gesetz nicht die Verpflichtung zu gehorchen und besitzt demzufolge auch keine Autorität.

    Von früher Kindheit an wird uns gelehrt, einer “Autorität” zu gehorchen. Ob ein Kind „gut“ ist, hängt davon ab, wie gut es seinen Eltern gehorcht, seinen Lehrern und später den Gesetzen der Regierung. Direkt oder indirekt wird den Menschen eingetrichtert, dass Gehorsam eine Tugend sei, und dass die “guten Menschen” diejenigen sind, die tun, was die “Autorität” ihnen vorschreibt zu tun. Als Folge dieses Gehorsams, fühlt sich das In-frage-stellen dieser Konzepte an, als wenn es ein Angriff auf die Moral selbst wäre.
    Trotz der Tatsache, dass “Regierungen” immer für sich in Anspruch nehmen, im Namen der Menschen und des Gemeinwohls zu handeln, steht eine “Regierung” ihrem Wesen nach immer in direktem Widerspruch zu den Interessen der Menschheit. Die Autorität des Staates ist nicht eine edle Idee, die manchmal schief geht, noch ist es ein im Grunde gültiges Konzept, das manchmal beschädigt wird. Das Konzept der Autorität des Staates ist von oben bis unten, von Anfang bis Ende, inhuman und destruktiv.

    Jeder Vorstoß in die Richtung, dass “Regierung” von Natur aus illegitim ist, wird mit der These abgeschmettert, dass sich die Menschen dann wie „gefühllose, bösartige Tiere verhalten würden und das Überleben dann vom „Recht des Stärkeren“ abhängen würde.

    Wenn die Menschen tatsächlich so leichtsinnig, dumm und bösartig wären und man ihnen nicht vertrauen kann, wie könnte sich die Situation dadurch verbessern, indem man eine Teilmenge derselben leichtsinnigen, dummen und bösartigen Menschen nimmt und ihnen die Erlaubnis gibt, gewaltsam die Kontrolle über alle anderen auszuüben?

    Larken Rose

    • federleichtes
      November 15, 2013 um 1:57 am

      Dein Kommentar tropfte mir wie Balsam ins System.
      Besonders der Schluß gefiel mir:

      „Wenn die Menschen tatsächlich so leichtsinnig, dumm und bösartig wären und man ihnen nicht vertrauen kann, wie könnte sich die Situation dadurch verbessern, indem man eine Teilmenge derselben leichtsinnigen, dummen und bösartigen Menschen nimmt und ihnen die Erlaubnis gibt, gewaltsam die Kontrolle über alle anderen auszuüben?“

      In Absurdistan vernahm man eine Stimme, die sagte:
      „Käme nicht die Ungerechtigkeit durch die Amoral der Politker übers Volk, gäbe es keine Verbrechen mehr“.

      Im Grunde ist der Weg in die Poltik für Menschen ja der einzige Weg, sich ihrer eigenen Ungerechtigkeit nicht nur zu entziehen, sondern ungestraft die Früchte ihrer Ungerechtigkeit ernten zu können.

      Unsere Welt ist wunderbar für den, der über den Wahnsinn lachen kann.

      Herzlichen Dank für den Kommentar.

      Wolfgang

    • November 15, 2013 um 1:59 am

      “Es gilt den Unterschied zwischen Gesetzen, Prinzipien und Regeln intuitiv zu verstehen. Ein Gesetz ist das positive Prinzip von Aktion. Prinzipien können je nachdem wer sie anwendet positiv oder negativ sein. Regeln müssen subjektiv erkannt und richtig ausgelegt werden. Durch das richtige anwenden von Regeln kommt man unter ein Prinzip, handelt man in Einklang mit diesem Prinzip wirkt sich das Gesetz auf einen aus. Die juristische Welt hat diese Begriff aus der geistigen Welt übernommen und wendet sie verdreht zur Zeit an. Daher ist der Rechtstaat nicht in Einklang mit dem höheren Gesetz.“

      Quelle: http://implizit.blogspot.com/2013/10/die-kunst-der-beobachtung-die_29.html

      Oder anders: Das Konstrukt eines Systems lässt sich nicht mit dem Systemischen des Natürlichen in Einklang bringen …

      Gruß Guido

  3. November 13, 2013 um 5:56 am

    Hat dies auf Forum Politik rebloggt.

  4. Gerhard A. Fuerst
    November 12, 2013 um 1:28 am

    Additional thoughts!

    I find it very troublesome, even most disturbing,
    (applicable particular for the USA!)
    that some of the most vocal advocates of war
    are those who had never served in any,
    both in the recent past and in the present…
    and for whatever reason of personal convenience,
    mostly contrived…rather than real conviction,
    they make the longest and loudest statements
    about the demands of patriotism,
    about service to and sacrifice for country.

    Do they think…or even care for the veterans
    who had suffered…and paid the ultimate price? No!
    Do they think and even care for the veterans
    who had suffered not only psychologically, and who are still
    plagued and haunted by the post traumatic stress syndrome…by shell shock? No!
    Do they consider those who had come home, barely surviving,
    having suffered catastrophic injuries…the multiple amputees,
    the paraplegics, the blinded? No!
    Do they consider or even care for the veterans
    who became so traumatized that they turned to drugs and alcohol? No!
    Do they think of those who had become unemployed and homeless, those suffering
    from depression, those whose families were devastated…and worse…? No!
    Do they think of those who had committed acts of incredible violence, or had taken thier own lives? No!
    Do they come to the aid and assistance of needy and poverty-stricken veterans? No!
    They expect the rest of the country to chip in and to pick up the tab for the damage done to those who had been lured into combat situations…and then sacrificed on the altar of the God of War.

    In my ever so humble…but equally critical assessment, I find their speeches of heroism and patriotism to ring hollow and lacking, ethics, integrity, and conviction.
    I think the only persons who can justifiably give a speech of real substance and meaning is a person who had been through the hell of war, and who for some miraculous reason survived. That is a person who could speak of the meaning of sacrifice, suffering, endurance, survival,
    and service…as demanded at the time. What I also find most disturbing is those who advocate war…are the same types who reduce the chances for full time and purposeful, productive living, employment, and laboring in peace. They contrive to have an endless supply, bottomless pool of candidates for military service, because these poor souls cannot find jobs, and because unemployment benefits are with a time limit attached. They are selling the idea of service with the promise of retirement, and of possible training for jobs, and of possible education benefits. I consider these to be bribes rather than rewards…because it all too often ends up with „bait and switch“ trickery! Young people are lured into the armed forces with slogans „Join up…to see the world!“…as if this were some sort of a benevolent travel service… I find this to by cynicism in the extreme!

    Words of a passionate poet of peace…who had witnessed and experience the horrors of war during childhood in World War II.

    Gerhard A. Fuerst
    G1st@aol.com

  5. November 11, 2013 um 9:08 pm

    Zu dem ersten Absatz des Artikel-Zitates, in dem es heißt:

    Nun ist es zwar gut, wenn die kriminellen Elemente, die es in allen Gesellschaften gibt, von der Polizei gefangen und in Gefängnisse gesteckt werden, doch es ist keineswegs so, dass dort, wo es zu wenig Polizei und Militär gibt, auch Normalbürger zu rauben und zu morden beginnen würden.

    möchte ich mit einem Zitat antworten:

    Bevor unsere weißen Brüder kamen, um zivilisierte Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine Gefängnisse. Aus diesem Grund hatten wir auch keine Verbrecher. Ohne ein Gefängnis kann es keine Verbrecher geben. Wir hatten weder Schlösser noch Schlüssel, und deshalb gab es bei uns auch keine Diebe. Wenn jemand so arm war, daß er kein Pferd besaß, kein Zelt oder keine Decke, so bekam er all dies geschenkt. Wir waren viel zu unzivilisiert, um großen Wert auf persönlichen Besitz zu legen. Wir strebten Besitz nur an, um ihn weitergeben zu können. Wir kannten kein Geld, und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum bemessen. Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanwälte und Politiker, daher konnten wir einander nicht betrügen. Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Weißen kamen, und ich kann es mir nicht erklären, wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die – wie man uns sagt – für eine zivilisierte Gesellschaft so notwendig sind.

    Lame Deer

    Der Mann einer Freundin meiner Tochter war in Afghanistan. Als er wiederkam, wurde er plötzlich Alkoholiker, verführte (und vergewaltigte) minderjährige Mädchen, schlug seine Frau und Kinder.

    Die Ehe musste geschieden werden.
    Aus dieser Ehe waren (vor dem Einsatz in Afghanistan) drei Kinder hervorgegangen. Der Mann wollte finanzielle Sicherheit für seine Familie und hat sich darum nach Afghanistan schicken lassen. Das Resultat war die vollkommene Zerstörung der Familie, des eigenen Lebens, das seiner Frau, seiner Kinder und der verführten und/oder vergewaltigten minderjährigen Mädchen.

    Die Frau schlägt sich nun allein mit den drei Kindern _irgendwie_ durch’s Leben, Unterhalt von dem Mann bekommt sie so gut wie nie. Der Mann verdient kein Geld (mehr).

    Weder der Mann noch seine Frau, seine Kinder oder die minderjährigen Mädchen haben irgendwelche Hilfe (psychiatrisch oder sonstwie) von der Armee oder anderen staatlichen Stellen bekommen.
    Außer Hartz IV natürlich…

    • November 11, 2013 um 10:48 pm

      Aber wir haben unsere Wirtschaft am Hindukusch verteidigt. Für diese ehrliche Worte durfte unser Bundespräsident Horst Köhler seinen Hut nehmen.

      Von ähnliche schlimmen Verhältnissen ist auch aus den USA zu vernehmen.

      Und auch hier haben wir das gleiche Muster:

      Den Gewinn streichen sich die Konzerne ein, die Schäden werden sozialisiert.

      Danke für Deinen Beitrag.
      Martin

      • federleichtes
        November 11, 2013 um 11:27 pm

        „Den Gewinn streichen sich die Konzerne ein, die Schäden werden sozialisiert.“

        Das klingt mir – im Kontrast zu Solveighs Bericht – sehr nüchtern UND indifferenziert.

        Warum bennenst Du die organiserte Feindseligkeit gegen das Mensch-Sein nicht? Und was bedeutet „sozialisiert“, wenn es darum geht, dass Menschen aus Fleisch und Blut und Herz und das Gemeinwesen von Menschen – zerstört werden/wird? Wir sprechen hier doch nicht nur gelegentlich über eine globale-globalisierte Vernichtungs-Kampagne, die BEWUSST, zielstrebig, konzenrtiert im Rahmen des Möglichen geführt wird.

        Solveighs Geschichte (danke dafür!) ist allemal ein Thema wert.

        Allen einen guten Abend.

        Wolfgang

        • November 11, 2013 um 11:42 pm

          Mit „sozialisiert“ meine ich, dass der „gemeine“ Bürger (= Sklave ohne Ketten) die Zeche zahlt, während der Rahm von den Konzernen und damit den Besitzern = Geldliten abgeschöpft wird.

          Ja, Solveighs Geschichte des Soldaten zeigt auf, was mit unseren, „für unsere Wirtschaft“ Wirtschaft kämpfenden Soldaten passiert. Ein weiteres Beispiel:

          Afghanistan-Soldaten werden Horror oft nicht los

          Der Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan ist hart, die Angst vor Anschlägen begleitet jeden Schritt. Zuhause zerrt die ständige Furcht an den Nerven der Angehörigen. Nach der Rückkehr stehen viele Soldaten vor psychischen Problemen. Der Gesellschaft ist das bisher kaum bewusst.

          Das berührt und macht in gewisser Weise ohnmächtig, weil in unser Demokratie eine Heilung dieses Elends nicht machbar scheint, siehe das Resultat der letzten Wahlen, wozu morgen noch ein passender Artikel rausgehen wird …

          Liebe Grüße
          Martin

  6. Gerhard A. Fuerst
    November 11, 2013 um 7:51 pm

    Today is Veteran’s Day!
    Hurrah for war,
    shout the warlords.
    Hurrah for war
    and its wasteful,
    its horrifying, deadly
    and destructive way!
    So shout the advocates
    of violent confrontations
    conflict and evil clashes.
    Uncover the weapons,
    sharpen the swords,
    attack for whatever reason…
    pillage and plunder
    others‘ supplies and
    stored up stashes…
    Alas…war is deadly…
    War causes suffering and pain…
    Those advocating peace
    are mocked and ridiculed…
    even publicly accused and shamed…
    and their efforts are in vain!
    The advocates of war,
    particularly those who
    very cowardly stayed away
    from all fields of battle…
    subsequently claim that
    they had won the day…
    They claim acts of unproven,
    unjust „heroics“…
    They award themselves
    the profits of war,
    the money made from
    suffering, death and dying…
    They claim to be the victors…
    the champions of allegedly „just“ causes…
    and in their wanton ways…
    of peace very pointedly defying!
    So, it is Veterans‘ Day…
    Hurrah for war, they shout…
    Others were its victims…
    The war profiteers are content…
    and they count the cash
    in their overfilled coffers…
    War sought and supported by them…
    and the chances
    for nearly unlimited profit
    it so callously, calculatingly
    and conveniently offers….

    Gerhard A. Fuerst
    11/11/2013

    My response today to one public statement
    in reference to Veterans‘ Day:

    This is all fine and good! Veterans, the victims of circumstances, need to be recognized, and cared for! However, the convenient polemics in politics is not the best place here, in as much the rhetoric of calculated and callous convenience, and all the patriotic palaver by its political practitioners appears to focus on just this one day! How sick, sad, and sordid is it that those who like to do just that are also guilty for the reduction in benefits and services to those men and women in uniform who had been forced to lay their lives on the line for those who had sent them into harm’s way!
    War has no winners…only victims,
    especially and particularly for those
    directly exposed to its horrors,
    and who will have to live with the trauma
    and the tragedy for the rest of their lives!

    That is my personal reaction to this!
    My personal thoughts and concerns
    on this day of remembrance!

    Gerhard A. Fuerst
    11/11/2013

  1. November 11, 2013 um 8:40 pm

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