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Staatsfreund Nummer Eins, oder: Wie liebe ich meinen ärgsten Feind

oder: Bewusstsein über Systeme

entsteht nur, wenn man IM System lebt und AUF das System schauen kann. Analysiert man das System Fahrrad, schaut man tunlichst erst und fährt dann, als Staatsbürger fährt man erst und staunt wahrscheinlich zunehmend, bis man eventuell auf die Idee kommt, die Systemfunktionen eines Staates genauer unter die Lupe zu nehmen.

Beginnen wir mit einem Phänomen. Obwohl es nur einen Staat Deutschland gibt, bedeutet er für Mensch etwas sehr verschiedenes. Die Einen stehen ihm wohlwollend-konstruktiv als Staatsdiener an der Seite. Die Anderen stehen ihm gegenüber als destruktiv (wenn auch Wohl meinend) und zerstörerisch. Und einer dritten Gruppe geht das ganze Gewese um das System Staat glatt am Allerwertesten vorbei.

Unsere erste Analyse richtet sich auf die Systemfunktionen. Die wichtigste Funktion eines Systems ist, sich selbst zu rechtfertigen. Bedeutet, ein System produziert vorrangig seine Notwendigkeit, sonst, klar, würde man es abschaffen. Auf die nächst wichtige Funktion kommen wir erst im zweiten Analyseschritt zu sprechen. Wie ein System sich organisiert, geschieht in der Regel sehr pragmatisch, daran orientiert, was es leisten soll. Aber es gibt auch solche Systeme, die nicht leisten können, was sie versprechen müssen – weil sie etwas leisten müssen, über das sie nicht Auskunft geben dürfen.

Natürlich, das war der Einstieg für die Betrachtung des Staatswesens, das, was leicht verstehbar sein dürfte, etwas völlig anderes ist als ein Staatssystem. Das besteht funktional aus Untersystemen und fachlich-sachlichen Strukturen als (reines) Mittel zum Zweck. Während das Staatswesen sich als der Zweck definiert, den das Staatssystem zu erfüllen hat. Während die Organisationsstruktur eines Staates relativ übersichtlich-überschaubar, weil es Offensichtlich-Notwendiges zu leisten hat, ist der Zweck dieser Organisation verborgen und lässt fragen: Was will der Staat WIRKLICH.

Offensichtlicher wird das Verborgene im Staatswesen, wenn wir einen Blick in die Geschichte wagen. Natürlich ließ Hitler Autobahnen bauen. Um Arbeitsplätze zu schaffen? Oder um kriegswichtiges Gerät transportieren zu können? Oder um den Einmarsch der Sieger zu erleichtern? Natürlich verfolgte Hitler die Juden. Um seiner völkischen Ideologie genüge zu tun? Um mit deren Eigentum seinen Krieg zu finanzieren? Um die Gründung eines Staates Israel möglich zu machen? Oder um dem Deutschen Volk einen schicksalhaften Schuldtitel gleich einem Strick um den Hals hängen zu können?

Schauen wir auf die Menschen die in Machtpositionen im Staatsdienst wesen. Hatten wir recht mit unserer Annahme (?), diesen Job könnten nur Psychopathen leisten, sollte plausibel werden, warum das so ist. Und nun kramen wir die zweitwichtigste Funktion des Staatssystems hervor: Es muss, wenn es andere als die offensichtlichen Absichten hat, seine wahren Absichten verschleiern. Der Staat zum Wohle des Deutschen Vaterlandes? Hitlers Staatswesen lieferte „Verbrannte Erde“, ein andauerndes Sklaventum unter andauernder Besatzungsmacht. Rückblickend erscheint es mir nicht unangemessen zu fragen: War das damalige Staatswesen volksfeindselig?

Schauen wir auf die Systeme und Untersysteme des Staatswesens. Staat schafft sich seine Gesetze und die Macht, sie zu interpretieren und diese Interpretationen durchzusetzen. Staat schafft sich Volksbespitzelungssysteme und nimmt sich die Freiheit, im Sinne eines Gemeinwesens konstruktiv wirkende Organisationen zu unterwandern und aus ihrem Plus Eins ein Minus zwei zu entwickeln. Staat initiiert unter falscher Flagge Terror, um seinem eigenen Sicherheitsbedürfnis gerecht werden zu können. Und Staat vernachlässigt seine ureigenen Aufgaben, die Bürger zu beschützen, und macht stattdessen das Gegenteil, indem er die Abhängigkeit der Menschen vergrößert und ihre autonomen Möglichkeiten einschränkt.

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Liebe deine Feinde. Wir sind, indem wir uns diese jesuanisch getönte Brille aufsetzen, an einem Bewusstseins-Wendepunkt angelangt. Ganz gleich, ob wir den Staat als freundlich oder feindlich oder ambivalent mal als heuchlerisch-freundlich und mal als massiv-feindlich erleben – sind wir mit dem Bewusstsein über das Wesen des Staates optional in der Lage, uns klar zu positionieren:
Auch wenn du mein Feind bist, nehme ich die Feindschaft nicht an, sondern begegne dir freundlich, gelassen, friedlich und bin konstruktiv in MEINEM, einem eindeutigen Sinne.

Gruß
Wolfgang

  1. Oktober 25, 2013 um 1:53 pm

    Überall Spiegel und Spiegelbilder, wohl dem, der von der Spiegelproduktion seinen Lebensunterhalt bestreitet … und zudem noch Naturfeind Nummer 1 ist …

    Sex sells … denn die Welt gehört offensichtlich den Sechsen …
    NWO … Neue Weltordnung … oder doch eher die kommende Welt der Neunen …

    Fragt sich ein Fisch, was jenseits des Ozeans ist ? Vermag er aber in die Höhe zu schnellen, vermag er für einen Augenblick jenseits des Ozeans zu blicken. Bewusstseinssprung ?

    Staatsorgane und Körperorgane. Krebs und Metastasen. Gleiche Ursache … gleiche Symptomatik ?

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Oktober 26, 2013 um 2:51 am

      Danke für Deine Anteilnahme. Hatte hier beitragsmässig mit einer Nullnummer gerechnet.

      Du schreibst:
      „Staatsorgane und Körperorgane. Krebs und Metastasen. Gleiche Ursache … gleiche Symptomatik ?“

      Ich würde auf den ersten Blick das Staats-System nicht mit dem Körper-System vegleichen.
      Es gibt eben vom Wesen her feindselige Systeme, und es gibt natürliche Systeme, die man vergiften kann. Der Körper (und Natur-) geist ist ein anderer Geist, weil er in einer stablien Ordnung wirkt.
      Das Problem für Körper und Natur entsteht, weil ihr Geist verbunden ist, über ein Geist-Zentrum, mit dem feindseligen Geist. Und lässt man die ordnungswidrigen Ideen wirken, gibt ihnen Absicht und damit Macht, scheint mir die Folge klar: Widrrigkeiten, Vergiftung, Infekt, Krebs, der maßlose Geist nimmt sich, was er „braucht“ – über die Krankheit emotionale Leid-Energie.

      Über das „Geist-Zentrum“, dessen Chef Bewusstsein genant wird, weiß Du sicher mehr als ich. Ich weiß eigentlich am liebsten gar nix.

      Gruß
      Wolfgang

  2. federleichtes
    Februar 1, 2014 um 2:29 pm

    Wie besiegt man ein künstliches Ungeheuer? Manche meinen, indem man es füttert. Wichtig nur, dass man nicht zuerst gefressen wird, gell.

    Thomas Hobbes belebte, berührt vom Wesen des Staates, im 17. Jahrhundert den biblischen Mythos des Leviathans. Er kam der „Sache“ vor bereits etwa 450 Jahren ziemlich nahe. Aber wie das gerne geschieht mit Worten zu knallharten Fakten, kommen ein paar Verwässerer daher, Idealisten, Ideologen und Idiotisch Willfährige, um zu gewährleisten, dass eine noch härtere Wirklichkeit sich realsieren kann.

    Ich möchte Euch einen Kommentar zu lesen geben, der jedenfalls mir zeigte, dass noch nicht aller Tage Abend ist.

    „Der Skandal um die Ausspähprogramme der westlichen Geheimdienste stellt die moderne Demokratie infrage. Es ist offenbar: Wir haben einen Souverän außerhalb des Rechts“

    lieber daniel,

    mit dem zitierten vorspann bin ich einverstanden. was danach folgt, muss ich doch mit ein paar fragezeichen schmücken 😉

    hobbes ist mitnichten der gewinner im rennen um die wahre lage des staates und seiner bevölkerung. vielmehr zeigt sich seit mindestens hundert jahren immer klarer, dass die idee und die konstruktion des staates rein idelogisch zum nutzen der machthaber diente.

    auch ist es nicht das internet, das den diebischen charakter der staatsmacht offenbarte oder ermöglichte; vielmehr war der staat von anfang an und ohne ende das raubtier, das kein recht kennt, das es nicht selbst zu seinen gunsten erfunden hat.

    was fehlt, ist ein geschichtsbewusstsein, das weiter reicht als bis zum nächsten denkmal. die staatliche ära müsste in den blick genommen werden. die propaganda für freiheit und demokratie, menschenrechte und selbstbestimmung erweist sich als propaganda. wer wissen will, was vom staat zu erwarten ist, braucht nur ein gewöhnliches geschichtsbuch in die hand zu nehmen. über hobbes‘ jahrhundert hinaus gleichen sich die bilder und prozesse. der staat war immer ein leviathan, ein menschenfressendes ungeheuer…“

    http://www.freitag.de/autoren/danielm2601/die-rueckkehr-des-leviathan

    Ja, Geschichtsbewusstsein – ja, Realitäts-Bewusstsein. Leider kann man das nicht konsumieren, auch wenn das Viele glauben – lernten; nicht in der Schule, sondern von ihrer Angst. Sie glauben, der „Leviathan“ würde sie beschützen, aber der Glauben, der aus der Angst entsteht, ist zugleich die Wurzel des Übels. Sie glauben, den „Leviathan“ bekämpfen zu müssen, aber auch dieser Glauben ist Wurzel des Übels.

    Schönen Tach noch.

    Wolfgang

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