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Was ist der Staat, wem nützt er?

Mit Blick auf die abgelaufenen Wahlen und die anschließende Farce der Koalitionsverhandlungen, wo man sich fragen kann, warum das noch alles, wenn die Politiker doch nur an den Fäden der Geld- und Industrieeliten hängen, möchte ich nochmals einen bedenkenswerten Text bringen. Ist der Staat wirklich ein Vertrag, dem wir Bürger und freiwillig unterstellen. Wenn nirgends auf der Welt ein Fläckchen Erde ohne Staat ist, wo bleibt da die Freiwillikgkeit?

Menschen, die sich den Luxus leisten, auch heute noch nachzudenken, sind alle zu der Erkenntnis gekommen, das „Staat“ keine Form ist, die die Natur verlangt, sondern eine „Erfindung“, etwas Künstliches, was vielleicht einmal Bündnisaufgaben hatte (Recht, Fürsorge, Schutz), aber längst ein selbstherrlicher, allmächtiger Homunkulus geworden ist.

Carl Burkhardt hat den Staat ein „schönes, aber unheimliches, dem Einzelnen innerlich fremdes Ungeheuer“ bezeichnet. Meinecke sprach ihm einen höheren Sinn völlig ab. Es gibt nichts, was nicht die kleine Gemeinschaft lösen könnte… außer dem Krieg.

Solange ich zurückdenken kann ist auch für mich der Staat immer ein fremdes Ungeheuer gewesen. Politik, Hunger, Politik, Krieg, Inflation, Vertreibung, Politik, Krieg, Verrohung, Verarmung, verlorene Jahre, gestohlene Jugend – der Staat hat mich nie gekannt, nie angesehen; ich habe ihn nur kennengelernt, wenn er wie ein von der Sauftour heimkehrender Vater mich entdeckte und prügelte…

Nach dem Krieg las ich Rousseau und Locke. Ich erfuhr, dass sie den Staat einen „Vertrag“ nannten und die Entstehung eines Staates auf „freiwillige, vertragsmäßige Unterwerfung des Bürgers unter eine StaatsGEWALT“ zurückführten…

Und hier gingen mir die Augen auf.

Hat der moderne Mensch wirklich den Wunsch sich zu unterwerfen? Für ein bisschen Schutz? Ein bisschen breiter fundierte Wohlfahrt? Ja? – Dann ist ist das Ducken, das Kriechen in einen Staat eine Bankrotterklärung des Menschen als soziales Individuum!

Der Staat hat heute als Institution die Welt erobert. Die Erdoberfläche ist mittlerweile mit „Staat“ wie mit einer Flechte überzogen! Wo ist noch kein Staat? Ein Mensch kann staatenlos sein… ohne Rechte… aber wo er auch hingeht, soweit ihn die Füsse tragen, ist Staat. Mit welchem Recht?

Als der Staat sich ein Territorium zugelegt hat und sich damit identifizierte, als sich seine Macht verselbstständigte, hatte er seine Unschuld verloren.Ich weiß, im heutigen Leben scheint es nicht mehr ohne Staat zu gehen…, aber das ändert nichts daran, das wir erbärmliche Wichte sind!

(aus Halleluja von Joachim Fernau)

Liebe angeheuerte System-Trolle, ich bin gespannt auf einen Kommentar von Euch, der weder diffarmierend ist und zudem eine erkenneswerte Erwiderung ist, so dass sie unserer Nettikette entspricht und freigeschaltet werden kann.

Kategorien:Gesellschaft
  1. Oktober 19, 2013 um 10:09 am

    Der folgende Text macht zudem klar, dass die zur Zeit der Aufklärung in die Runde geworfenen Werte von Freiheit, Brüderlichkeit, Gleichheit und Gerechtigkeit nur Makulatur in einer Gesellschaft sind, die auf persönlichem Eigentum gründet. Es leben das moderne Sklaventum:
    Glanz und Elend der bürgerlichen Grundwerte: Wozu taugen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Gerechtigkeit?

  2. Oktober 19, 2013 um 10:10 am
  3. Oktober 19, 2013 um 10:12 am

    Und wer noch mehr Mut zum Nachdenken hat, für den geht es mit diesen Überlegungen weiter:
    Die Matrix Staat als Menschenfarm

  4. Oktober 19, 2013 um 10:14 am

    Und um das Ganze noch abzurunden, noch diese Argumentation, die es in sich hat:
    Mit einfacher Logik zur Erkenntnis, warum die Institution Staat keinen Sinn macht.

  5. Oktober 19, 2013 um 10:19 am

    Und noch eine passende Rezension zum Buch von Rudolf Engemann:

    HALLELUJAH – Die Geschichte der USA (Joachim Fernau)

    Hans-Rudolf König schreibt: „Welch ein Zufall, dass mir letztes Wochenende auf dem Flohmarkt ein kleines Büchlein in die Hände fällt, dessen Titelblatt die amerikanische Flagge und das Wappentier, der Seeadler, zieren. Nun gibt es sicherlich tausende von Sachbücher über die USA, ihre Geschichte, ihre Politiker und ihre Menschen, die getrost zu den großen Langweilern gezählt werden können. Doch der provokante Titel „Hallelujah“ und die wenigen Worte auf dem hinteren Einband lassen erkennen, daß es hier nicht um trockene Geschichtsschreibung geht, und sie erlauben es nicht, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Dort steht wörtlich:

    „Dass es die Vereinigten Staaten von Amerika gibt, verdanken wir vor allem den Briten. Hätten sie nicht die Indianer ausgerottet, würde Amerika ein ganz anderes Schicksal erfahren haben. Es hätte das Schicksal Afrikas gehabt. Das heißt: es wäre jetzt so weit, dass die Weißen das Land räumten und 20 oder 30 Indianerstaaten ihre Befreiung vom Joch der Kolonialherren feierten….“ Wer von dem Autor Joachim Fernau… eine verkappte Liebeserklärung an Amerika erwartet hat, dem wird nach diesem Zitat klar, dass er sich geirrt hat. Fernaus Buch ist kritisch und scharf: Der Autor legt unnachsichtig den Finger auf die vielen dunklen Punkte, die das Land der unbegrenzten Möglichkeiten (auch) hat.“

    Zu Hause angekommen, wollte ich einfach nur das Vorwort lesen, um das Buch angemessen in der Reihe der noch zu lesenden Bücher zu platzieren. Nach einer Stunde bemerkte ich, dass ich schon das halbe Buch verschlungen hatte – und las fasziniert weiter bis zum (bitteren) Ende.

    Diese gepfefferten Ansichten des Autors sind schon drei Jahrzehnte alt und so brandaktuell wie sie nur sein können. Da frage ich mich, warum dieses Büchlein damals nicht so publik wurde, dass man es nicht übersehen konnte? Der Autor lebt nicht mehr, aber seine Worte werden wohl von keinem Leser dieses Werkes vergessen werden. Wer die Fratze der USA sehen und so unsere Welt besser verstehen will, sollte dieses Büchlein mehrmals lesen und an alle persönlich wichtigen Personen weitergeben. Es verdient keinen Ruheplatz im Regal – es muss gelesen werden, bis es auseinander fällt.

    Goldmann Taschenbuch: ISBN 3-442-03849-9

  6. Oktober 19, 2013 um 10:22 am

    Mein Tipp: Fangen wir bei den Bildern an. Kippen Sie die Pyramide einfach 90° nach links oder rechts. Egal. Hauptsache es steht keiner mehr „oben“. Dann sieht es doch gleich ganz anders aus 😀

    • Oktober 19, 2013 um 10:36 am

      Das läuft dann allerdings unter Selbstbetrug 😉

      • Oktober 19, 2013 um 11:14 am

        Schaffen solche Pyramiden nicht schon das unerschütterliches Bewusstsein, indem eine kleine Menge über einer großen steht?
        Diese schaffen ein Machtverhältnis, was immer und einfach übertragen wird und kaum jemand drüber nachdenkt…

        • Oktober 19, 2013 um 11:23 am

          Meinst Du das im Sinne der sich selbsterfüllenden Prophezeiung, sprich weil uns dieses Bild von den Herrschenden vor Augen gehalten wird, wollen wir es am Ende auch noch so über uns ergehen lassen?
          Dann wäre es tatsächlich einfacher, wir würden uns immer den Kreis vor Augen halten und schon gäbe es kein von oben nach unten Herrschen mehr?

          • Oktober 19, 2013 um 11:53 am

            Ja, man könnte es auch selbsterfüllende Prophezeihung nennen. Ob die Herschenden es und vor Augen geführt wird kann ich nicht sagen, aber sie profitieren davon. Im Grunde wird dieses Bild schon seit Generationen weiter gegeben und in der Schule gelehrt. In einer Demokratie müsste die Pyramide auf den Kopf gestellt werden, wo es dann tatsächlich einen trickle down Effekt gibt, wo die Entscheidungen vom Volk runtersickern.

            Im Grunde ist unser gesamtes sprachliches Bild davon bestimmt. Beisipelsweise die Graswurzelbewegung, die sich unten bildet und nach oben „wächst“. Dabei ist es genau umgekehrt. Derade die leichteren Gemüter oder die sich damit nicht beschäftigen, erkennen dies dadurch nicht und nehmen es einfach hin.

            Ein Herscherloses System ist natürlich utopisch, aber auch diese Utopie braucht tatsächlich eine passende Darstellung, vielleicht ein Kreis oder ein Zwiebeldiagramm. Beim Kreis werden die kleineren Mengen, also auch die 1% immer oben abgebildet werden…

            Oder auch bei der auf den Kopf gestellten Einkommenspyramide, gäbe es zur Zeit tatsächlich den „Trickle Down Effekt“, wovon viele reden…

          • Oktober 19, 2013 um 5:38 pm

            Ja, die Perspektive zu wechseln, das hätte schon mal was 🙂

            Dann käme das dienende Unterstützen der vertrauensvoll Gewählten deutlich besser zum „Aus-druck“ 🙂

          • Oktober 22, 2013 um 9:24 pm

            Ja genau, öffentlicher Druck 😀 Dann geht auch folgender Gedanke nicht mehr: Der kleine Michel kann nichts gegen die da oben tun… Vielleicht intressieren sich dann mehr für Politik und Geselllschaft.

  7. Oktober 19, 2013 um 10:41 am

    „Als der Staat sich ein Territorium zugelegt hat und sich damit identifizierte, als sich seine Macht verselbstständigte, hatte er seine Unschuld verloren.“
    Hier irrt der Autor.
    Denn bereits die Schaffung des Staates (vor ca. 6.000 Jahren die ersten) ist ein Gewaltakt gewesen. Das Schaffen der Staaten ist das Grund-Verbrechen, mit dem sich die Priesterkaste die unumschränkte Macht über die Menschen des ausschließlich von ihnen definierten Gebietes ermöglichte. Diese Macht über die Menschen konnten sie von Anfang an nur durch Gewalt und Terror durchsetzen und aufrechterhalten.
    Das „Vertrags“ bla-bla von Locke und anderen systemhörigen „Philosphen“ wurde lediglich geschrieben, um die Hirne der Menschen zu vernebeln und die „Rechtmäßigkeit“ des Verbrechens Staat zu begründen!
    Es ging zehntausende von Jahren vorher OHNE Staat und OHNE die hieraus erwachsende und zur Aufrechterhaltung des Staates notwendige(!) Unterdrückung, Gewalt, Kriege, Not und Elend zum Nutz‘ und Fromm‘ der Priesterkaste!
    Und daran hat sich bis heute NICHTS geändert, auch wenn versucht wurde, diese Macht der Priesterkaste zu verschleiern! Wir müssen uns dazu beispielhaft nur die Macht der Kirchen in der BRD anschauen: von milliardenschweren „Subventionen“, über die vollkommene Steuerfreiheit der Kirchen ( beides sind im Grunde gewaltsam von den Bürgern erpresste „Geschenke“ an die Kirchen!) zu dem Einzug der Kirchensteuer durch den Staat BRD (hier in Gestalt des Finanzamtes) und es hört bei den vielen Pfaffen im Parlament noch lange nicht auf!
    Die EIGENTLICHE Macht in der BRD (und überall auf der Erde) wird von den PRIESTERN ausgeübt! Die Regierungen sind lediglich ihre Verwalter und Befehlsvollstrecker!

    Ja, im Moment müssen wir NOCH in Staaten denken. Die Zukunft wird jedoch staatenlos sein. Allerdings NICHT unter der dann globalen Herrschaft der Priesterkaste, wie die sich das so gern wünschen!

    Es geht darum, diese Pyramide der Macht und die umgekehrte des Wissens (der oben in der Pyramide sitzt, weiß am meisten, je weiter es nach unten geht, desto geringer und bruchstückhafter ist das Wissen) zu zerschlagen und umzuformen, zum Beispiel zu einem Kreis (eher Kugel) mit Zentrum, ja, aber das ist nicht unantastbar, nicht unfehlbar, nicht unberührbar und abgetrennt, sondern gleichberechtigter Teil, EINGEBETTET im Ganzen. Ein dynamisches Gebilde, dass nicht starr ist, sondern sich ständig entwickelt und verändert – den Bedürfnissen der MENSCHEN folgend!

    • Oktober 19, 2013 um 10:51 am

      Liebe Solveigh,
      ob es wirklich die Priester allein sind, die die Fäden in der Hand halten? Gab es nicht schon immer den Streit zwischen den Geistlichen und den Weltlichen. Ich denke, sie arbeiten da eher Hand in Hand.
      Aber egal, dein Bild des Kreises als neue Organisationsstruktur findet sich inzwischen auch schon in den Managementseminaren der Vordenker hier:

      • Oktober 19, 2013 um 12:57 pm

        Es SIND die Priester, Martin. Damals wie heute!
        Die weltlichen Herrscher sind von den Priestern eingesetzt und bestimmt. Dass die ab und an versuchen, die Macht der Priester zu stutzen oder gar zu übernehmen, ist unbestritten. Es ist jedoch bisher noch NIE auf Dauer von Erfolg gekrönt gewesen!

        Ich empfehle Dir den Roman Der Pharao von Prus – er beschreibt ganz hervorragend, wie unsere Welt bis heute funktioniert – am Beispiel des Pharao Ramses II.

        • Oktober 19, 2013 um 1:20 pm

          P.S. Der Mann irrt schon in den ersten 10 Minuten ganz grundsätzlich!
          Marx hat bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts den Kapitalismus und die kapitalistische Wirtschaftsform mit allen Problemen und Erscheinungen analysiert und aufgeschrieben.
          Die Manufaktur-Produktion, die der gute Junge da beschreibt, funktionierte ab ca. dem 15. (kann auch noch etwas früher sein) bis vielleicht noch Anfang des 19. Jahrhunderts (es gab ja auch Übergangszeiten). Zu dieser Zeit herrschte übrigens das feudal-absolutistische System, mit dem Schwergewicht auf Landwirtschaft und Fronarbeit, bzw. Leibeigenschaft. Die Ablösung dieser Wirtschafts- und Gesellschaftsform erfolgte ab dem 18. Jahrhundert (französische Revolution) und war in Europa und den USA etwa Mitte des 19. Jahrhunderts abgeschlossen, wenn auch die feudalen Strukturen nicht überall völlig zerstört worden sind (bis auf den heutigen Tag, übrigens!)
          Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts herrschte der berühmt-berüchtigte Manchester-Kapitalismus, auf den wir uns heute wieder zubewegen!
          Damit ist der Rest des Vortrags für mich erledigt!

          P.S. Ich kann nicht die Produktionsverhältnisse losgelöst von den Eigentumsverhältnissen betrachten. Daran fehlt es diesem jungen Mann ebenfalls.
          Er will die Sklaven nur noch ein bißchen produktiver „glücklicher“ machen, damit sie nicht merken sollen, dass sie (wie er selbst auch) Sklaven sind!

          • Oktober 19, 2013 um 5:57 pm

            Interessant an seinem Ansatz finde ich allerdings, dass die zentrale Steuerung zunehmend versagt und die Entscheidungsfähigkeit zunehmend in die Peripherie wandern muss, um die notwendigen Flexibilität zum Überleben größerer Strukturen zu erreichen.

            Was mir gerade einfällt:

            Unsere Schaltzentrale, das Gehirn verbraucht ca. 1/4 aller Energie. Also arbeitet der größere Rest des Körpers auch für ihr Management …

            Und auch hier ist es so, dass ein weiser Denker einen gesunden Lebensstil bevorzugt, so dass es dem Gesamtkörper gut geht. Wer allerdings mit seinem Körper wenig pfleglich umgeht, beutet ihn quasi aus. Und schädigt sich damit am Ende selbst.

            Damit sind wir mal wieder bei Herrn Salomon, der da in Anlehnung an Herrn Marx sprach:

            „Die herrschende Dummheit ist die Dummheit der Herrschenden.“

            Auf dass unsere Top-Management mal weise würde …

        • Oktober 19, 2013 um 7:33 pm

          An letzteres ist nicht zu denken, denn die Aufgabe der Manager ist: Profitmaximierung! Und die ist nun mal mit Menschlichkeit nicht zu erreichen!

  8. federleichtes
    Oktober 19, 2013 um 12:24 pm

    Staat ist ein Macht-System – (nur) Funktion in einem globalen Macht-System, dem es um die Durchsetzung einer Ordnung geht. Nämlich genau das zu erzwingen, was wir erleben: Chaos, Kriege, Feindseligkeit.

    Bevor dieses Macht-System entstand, fragte Geist:
    Was ist nötig, damit möglich werden kann, was nötig ist.

    Wir helfen uns hier nicht weiter, indem ständig diskutiert wird über eine Realität, die sich erstens KONTINUIERLICH durch die Zeiten zieht und zweitens eine Realität IST, hinter der eine Wirklichkeit steht.

    Schauen wir auf einen Ameisenstaat. Da braucht es keine künstliche Herrschaft – innerhalb einer natürlichen Ordnung. Schauen wir auf einen Bienenstaat, dann sollten wir auch auf die Wildbienen schauen. Im Organisierten steckt immer ein unberechenbarer Faktor. Sollte ich ihn genauer beschreiben, zum 778. Mal?

    Allen einen geistig klaren Tag.

    Gruß
    Wolfgang

    Wäre nett, wenn die Funktion „Neue Kommentare“ wieder auf 15 gebracht wird.

  9. Oktober 19, 2013 um 5:42 pm

    Staaten sind organisierte Kristallisationen menschlichen Bewusstseins, welchen ihre “Funktion“ als Organ EINES Körpers mehr und mehr abhanden kommt.

    Gruß Guido

  10. Oktober 19, 2013 um 10:34 pm

    Das kam gerade an anderer Stelle nocht entlang:

    Ein positiver Geist kann nicht kontrolliert werden. Wenn man eine okkulte Herrschaft errichten will, muss man den Geist der Menschen passiv und negativ ausrichten. Ein bewußt auf ein genau ins Auge gefasstes Ziel hinarbeitender Geist ist eine Macht, und kann als solche einer anderen Macht – ob zu gutem oder bösem Zweck – trotzen.
    Das Streben nach Weltherrschaft kann allein durch die Aufdeckung dieses Prinzips verurteilt werden!
    Da das Prinzip leider unentdeckt blieb, bleibt jenes Streben ohne Gegnerschaft: Zerstörung, Materialismus, Täuschung – dies sind Albert Pikes drei Ziele. Sie scheinen die heutige Welt zu regieren.

    Aus dem Buch von Des Griffin Wer regiert die Welt?
    , Seite 49

    • Oktober 20, 2013 um 12:59 am

      Da das Prinzip leider unentdeckt blieb, bleibt jenes Streben ohne Gegnerschaft: Zerstörung, Materialismus, Täuschung – dies sind Albert Pikes drei Ziele. Sie scheinen die heutige Welt zu regieren.

      Ist es nicht gerade das, was heute immer weniger gelingt und warum wir zusehen können, wie das herrschende System zusammenbricht, ausfasert, nur noch mit Gewalt aufrecht erhalten werden kann?

  11. Oktober 20, 2013 um 12:10 am

    “Bevor dieses Macht-System entstand, fragte Geist:
    Was ist nötig, damit möglich werden kann, was nötig ist.“

    Der kollektive Ruf nach Sicherheiten, Schutz und Verboten, kurz SSV, ist der Schrei einer Gemeinschaft, die nicht mehr in der Lage ist das Symptom, für welches SSV gefordert wird, UNNÖTIG zu machen, was das, wovor das Kollektiv bewahrt werden will, letztendlich UNMÖGLICH machen würde.
    Daher ist Verstaatlichung ihrerseits ein Symptom der Degeneration einer Gemeinschaft zum Kollektiv, in welchem der Mob schlummert.
    So ersetzt der Staat nach und nach die Gemeinschaft, die immer weniger Gemeinschaft sein kann, nicht von Staates wegen, sondern einzig aus einem inneren Unvermögen heraus.
    Das wiederum ist eines der Symptome menschlichen Fortschritts, sprich der Entfremdung von Seinesgleichen und den ANDEREN, der natürlichen Ordnung.

    Ablenkung hilft auch hier vor Symptombewusstwerdung … und sei es mittels SSV … Sommer-Schluss-Verkäufen … und dergleichen mehr, was das Kollektiv erfreut …

    Gruß Guido

  12. pedrobergerac
    Oktober 20, 2013 um 12:48 am

    Der Staat ist die „politische“ Verwaltung der Finanzmafia, der FED.

    http://der-klare-blick.com/2013/10/das-falschgeldsystem-sehr-anschaulich-erklart/

    oder direkt

    • Oktober 20, 2013 um 1:14 am

      Nun gibt’s ja aber Staaten schon länger als die FED, die in diesem Jahr erst einhundert Jahre alt wird. Staaten existieren aber bereits seit den Alten Ägyptern und Sumerern, mindestens.

      Marx definierte den Staat so: Der Staat ist das Machtinstrument der jeweils herrschenden Klasse.
      Das bringt es kurz und bündig auf den Punkt.

      • Oktober 20, 2013 um 1:25 am

        Und genau hier kann ich nur wieder das Buch von McKenzie Wark mit dem Titel A HACKER MANIFESTO empfehlen. Hier ein kleiner Ausschnitt:

        http://subsol.c3.hu/subsol_2/contributors0/warktext.html

        Gruß Guido

        • Oktober 20, 2013 um 10:24 am

          daraus:

          „Progressive politics rarely takes the form of an alliance, but constitutes two parallel processes locked in a dialogue of mutual suspicion, in which the liberalising forces of the right and the social justice and human rights forces of the left both seek non-national and transnational solutions to unblocking the system of power which still accumulates at the national level. „

  13. Oktober 20, 2013 um 12:43 pm

    Nur kurz. ich hatte ja schon bei fb kurz was dazu geschrieben. Alle diese Bestrebungen also auch Staaten zu schaffen entspringen m.E. unserem rationalen Grundbedürfnis nach Sicherheit, die es natürlich nicht gibt. Wir können dies an vielen anderen Entwicklungen, die wir mal als Meilenstein empfunden haben, z.B. Krankenversicherung usw. nachvollziehen. Sowie sich diese Institutionen entfremden, kehren sie sich in ihr Gegenteil um. Die Geschichte hat doch schon mehrfach bewiesen, wie wacklig solche Gebilde sind. Wenn wir auf diese Instrumente der Macht schimpfen, sollten wir nicht vergessen, wie viel wir davon partizipieren ohne uns wirklich einbringen zu wollen. ich hatte ja darüber geschrieben – „Wir haben die Wahl“. Selbst wenn wir es in unsere eigenen Hände nehmen, werden wir feststellen müssen, das nicht alles Gold ist was glänzt, auch all unsere Handlungen Licht- und Schattenseiten haben. Aber wem sag ich das? Viele Grüße com. Mike

  14. federleichtes
    Oktober 22, 2013 um 11:11 pm

    Was ist der Staat, wem nützt er?
    Natürlich möchte keiner eine kurze Antwort. Ich glaube weil ihm dann bewusster werden könnte, dass sein Verhalten deutliche Hinweise dafür liefert, dass ihm sein Arschloch zu Kopf gestiegen sein könnte.

    Der Staat ist ein systemisches Terror-Instrument, das es erlaubt, den Bürger dafür arbeiten zu lassen, um sich bestrafen, misshandeln, verraten zu lassen – und, als sei das nicht genug, die Bürger dazu inspiriert, sich gegenseitig in die Pfanne zu hauen.
    Alles, was derartigen Macht-Systemen einen anderen Anschein gibt, ist Heuchelei, Mittel zum heiligen (wenn denn das Wesen der Tyrannei unanstastbar ist) Zweck, sozusagen innerhalb des Rahmens einer Durchführungsverordnung.

    Komme nur niemand auf die Idee, auch dem Leben sei eine Durchführungsverordnung immanent.

    Gruß
    Wolfgang – Staatsfreund Nummer 1

  15. Oktober 23, 2013 um 12:34 am

    Der Staat wird zur Atemschutzmaske samt Atemluftflasche auf dem Rücken, weil die Schlagzeilen, die man durch die Maske erblickt, einen zunehmend daran zweifeln lassen, ohne die künstliche Zufuhr von Atemluft überhaupt noch atmen zu können … kein Wunder, dass die Flasche auf dem Rücken so immer größer und schwerer wird … und die zunehmende Anstrengung mehr Atemluft bedarf … Teufel aber auch … man STEUERt geradewegs in einen Teufelskreis …

    Gruß Guido

  16. Oktober 23, 2013 um 7:48 am

    Unser Friedensnobelpreisträger bekommt jeden Dienstag eine Killliste vorgelegt. Hier macht er ein Häkchen und mordet damit, denn es gibt keine Klage und auch die Person, die via Drohneneinsatz umkommt, hat davon nichts gewusst.

    Soweit zur Sicherheit in unserem Staat.

    Aber auch unser Merkel spielt das Spiel mit und liefert Daten, damit das Morden fleißig weitergehen kann:

    Merkel mordet mit
    Amnesty: US-Drohnenangriffe in Pakistan verstoßen gegen Völkerrecht. Bundesregierung liefert Zieldaten für extralegale Hinrichtungen, Von Rüdiger Göbel

    US-Präsident Barack Obama hat wie kein anderer den Einsatz bewaffneter Drohnen vorangetrieben. Gezielte Tötungen von Verdächtigten gehören zum täglichen Kriegshandwerk Washingtons und seiner Verbündeten. Durch Drohnen wurden bereits Tausende Menschen verletzt oder getötet. In einem am Dienstag veröffentlichten Bericht wirft die Menschenrechtsorganisation Amnesty International den USA vor, bei Angriffen mit diesen unbemannten Luftfahrzeugen in Pakistan »regelmäßig« das Völkerrecht zu brechen. Bei einigen Attacken könne es sich sogar um Kriegsverbrechen handeln, heißt es darin weiter. Unterstützt wird das Mordprogramm der Supermacht auch von Deutschland. Laut Amnesty hat die Bundesregierung dem US-Geheimdienst CIA etwa die Handynummern von Zielpersonen geliefert, die später per Drohnen liquidiert wurden. Der Bundesnachrichtendienst wollte zu den Vorwürfen keine Stellungnahme abgeben.

    Kolateralschäden? Egal!

    Genaue Zahlen über den Massenmord liegen nicht vor, da weder die USA noch Pakistan Einzelheiten zu den Angriffen nennen. Nach US-Angaben wurden seit 2004 in Pakistan 376 Drohnenangriffe geflogen. Die internationale Vereinigung »Initiative Bureau of Investigative Journalism« schätzt die Zahl der dabei Getöteten auf 2525 bis 3613. Nach pakistanischen Medienberichten waren bis zu 926 von ihnen Zivilisten.

    Zivilisation ist, wenn man sich am Tötungsgerät nicht mehr die Finger schmutzig machen muss, zudem der Schmutz dann auch noch von Anderen weggeräumt wird …

    Nur: wie bekommt man das aus der Welt? Die letzten Wahlen zeigen ja, dass das Wahlvolk entweder von nichts weiß, den Kopf in den Sand steckt, oder hauptsache feiern will …

    • Daniel Beer
      Oktober 23, 2013 um 9:38 am

      Widerliche Sache.
      Aber Sie tun so, als ob es bei der letzten Wahl „nur“ um den Drohnenkrieg ging. Das ist eine unzulässige Verkürzung der Wirklichkeit.

      • Oktober 23, 2013 um 10:05 am

        Da haben Sie sicher Recht. Allerdings könnte ich die Liste der widerlichen Sachen, die unsere Regierung zu verantworten haben aber leider nicht zur Rechenschaft gezogen werden können, da nicht vorgesehen, noch deutlich verlängern …

  17. federleichtes
    Oktober 23, 2013 um 2:52 pm

    Der Staat als (jederzeit absetzbarer) Treuhänder des Volkes?
    Verliert seinen Bezug zum Wohl der Völker, indem er Bündnisse schließt und damit Macht subsummiert, die sich gegen die Völker wendet?
    http://sciencefiles.org/2013/10/22/die-freieste-gesellschaft-aller-zeiten-der-groste-witz-aller-zeiten/

    Ist es die (globale) Macht der Feindseligkeit, die den Wohlfahrtsstaat auf den Höllenpfad zu bringen vermochte?

    Gruß
    Wolfgang

  18. November 10, 2013 um 3:52 am

    Zu:“ Was ist der Staat, wem nützt er?“ Es ist eben der Fluch solcher blogs, das sich alles irgendwie zerbröselt und keiner mehr eigentlich zum Thema was sagt. Jeder will was sagen.
    Von den Pyramiden bis zur letzten Wahl. Eigentlich gings nur zur Entstehung von Staaten etc.
    Beim Thema bleiben und darüber sprechen, wer kann das noch? Doch bevor man spricht oder schreibt, sollte man sich informieren, klug machen, und nicht einfach so sein Zeug loswerden. Das ist auch für alle anderen, die mitlesen. nicht sehr förderlich.
    Gut.

    Ich empfehle dazu: Leopold Kohr, Weniger Staat: Gegen die Übergriffe der Obrigkeit. Liest sich wie ein Thriller und man lernt so viel dazu!

    Auch zu empfehlen: Leopold Kohr (einer der wirklich ernstzunehmenden Österreicher),
    Das Ende der Großen: Zurück zum menschlichen Maß. Von ihm auch der Satz:

    Small is beautifull.

    Bleibt gesund, denkt und tut was!

  19. November 23, 2013 um 8:39 am

    Vom Staat als verbindendes Regulativ

    Oder: Wer regiert hier eigentlich?

    Ist die staatsrechtliche Demokratie heute wirklich noch real existent, das soziale Gesamtgefüge also auch tatsächlich miteinbeziehend, oder ist die ‘Herrschaft des Volkes’ längst weitestgehend verkommen zu einer Farce; zum schönen Scheine auf dem Papier – die Bürger der Völker auf Erden, statt fühlende und denkende Lebewesen, lediglich noch entmündigtes und bevormundetes ‘Humankapital’ von Plutokraten und multinationalen Konzernen?

    Braucht es eigentlich überhaupt verbindende und verbindliche Regulatorien in der Welt, oder wäre es vielleicht besser, diesen Planeten frei von jedwedem Regulativ zu gestalten?

  20. November 23, 2013 um 2:59 pm

    Ein wenig Persönliches anstelle von Abstraktem:

    1) Ein wunderbares Gespräch mit Konstantin Wecker und Wolf Schneider, dem Herausgeber der Zeitschrift „connection spirit“, welches mir auch diese beiden Menschen näher bringt:

    … über Anarchie, Agnostiker und Pazifismus

    2) „small is beautiful“ war meine Devise als Grundlage der etwa 25 Jahre meines Ingenieursbüros, welches immerhin international unterwegs war, aber die ganze Zeit im wesentlichen nur aus mir und einem 25-30 qm Arbeitszimmer in meiner Wohnung bestand …

    Dadurch konnte ich mich vielen Zwängen auf eine ganz selbstverständliche Weise entziehen und mein Leben sehr flexibel gestalten, z.B. auch des öfteren mal für Monate nach Indien verschwinden 😉

    Die „Kehrseite“ heißt: Unsicherheit, und des öfteren finanziell am Rande sein, womit man dann auch zurecht kommen muss/darf 😉

    Ohne Urvertrauen funktioniert das nicht besonders gut, aber wenn das da ist, dann entsteht ebenfalls eine Art selbsterfüllende Prophezeiung: Wenn du dem Leben vertraust (und zwar nicht nur oberflächlich), vertraut dir auch das Leben …

    P.S.: Nanu, das ist in der Liste „Letzte Kommentare“ falsch verlinkt …

    • November 23, 2013 um 11:47 pm

      Ja, der Wecker ist schon kuhl drauf. Hattest Du seinen letzten Beitrag im störsender.tv gesehen. Beeindruckend.

      Deinen Mut hatte ich nie aufgebracht, ich war immer Angestellter. Dabei ist mein Vater in einer Familie groß geworden mit einem Vater und seinen zwei Brüdern, die selbstständig eine Stellmacherei in Böhmen betrieb, bevor sie das Land 1947 verlassen mussten. Vermutlich hatte ihn die „Deportation“ doch so stark aus den Angeln gehoben, dass er anschließend nicht mehr die Kraft aufbringen mochte, etwas Eigenes zu beginnen. Und irgendwie hatte das auf uns Kinder abgefärbt …

      Liebe Grüße
      Martin

  21. November 23, 2013 um 11:06 pm

    Doch wir beide wissen, es gibt sie, die bösen Menschen. Und die guten. Sie sind in normalen Zeiten sogar in der Mehrheit. Aber sie regieren uns nicht. Weil sie nicht daran interessiert sind, Gewalt auszuüben. Und wenn jemand daran interessiert ist, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass er die Menschen davon überzeugt, dass er der Gute ist und nicht der böse Mitbewerber. Denn der böse Mitbewerber lügt einfach. Er sagt auch, er wäre gut. Gäbe es den ultimativen Lügendetektor, der böse Mensch würde ihn manipulieren.

    Ein Plädoyer, sich keinem Rechts- und damit Machtmonopol unterzuordnen, Fundstelle: Lieber Gutmensch

  22. November 26, 2013 um 2:34 pm

    „Der Staat ist eine Institution des Betrugs“, und das im Europa-Parlament zu hören ist schon eine starke Nummer, besonders, wenn noch hintergeschossen wird: „Und wenn Sie den Bürgern immer mehr Steuern aufbürden, müssen Sie sich nicht wundern, wenn Sie das Parlament stürmen und Euch aufhängen. Und sie wären im Recht.“

  23. November 30, 2013 um 10:44 am

    Noch etwas mehr Persönliches dazu in meinem neuen Artikel: Ich liebe Sex – aber nicht, wenn ich vergewaltigt werde …

    Euer Manfred

  1. Oktober 19, 2013 um 5:50 pm

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