Startseite > Erkenntnis, Gesellschaft > Das Internet – die größte Party der Menschheit. Come in … or beat it !

Das Internet – die größte Party der Menschheit. Come in … or beat it !

INTRO
Das Internet, unendliche Weiten. Wir tippen das Jahr 2013 ! Dies sind die Abenteuer der Menschheit, die mit kompletter Besetzung seit Jahrzehnten unterwegs ist, um neue Schuppen zu erforschen, neue Musikrichtungen und neue Bekanntschaften. Viele Möglichkeiten vom Wesentlichen entfernt dringt die Menschheit in Bereiche vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

HAUPTTEIL
In Anspielung an die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise und in Erinnerung an eine zurückliegende Party, die ein paar (nicht) überraschende Einblicke in die Kostümierungen der Menschen und ihre Gedankenwelten gab, möchte ich hiermit die eigentliche Aufgabe des Internets näher betrachten, dem aktuell angesagtesten Schuppen der Menschheit … Türsteher, Partygäste, Musik, Toiletten … und verschiedener Gefahren inklusive. Und natürlich kommt auch der Gastgeber, in dessen Schuppen die Party steigt, nicht zu kurz.

Am Eingang zum Schuppen namens Internet befindet ein Schild, worauf in großen Buchstaben geschrieben steht:

  1. Das Internet ist die Gedankenwelt der Menschheit.
  2. Das Internet ist Abbild aller möglichen Symptome, deren Ursprünge sich die Menschheit entledigen muss, um den Körper der Menschheit zu heilen.
  3. Erst die Heilung lässt die Menschheit das Wesen des Lebens im Wesen eines jeden Menschen erkennen.
  4. Wem die Punkte 1-3 nicht zusagen, für den gilt: BEAT IT !

Nun mag man BEAT IT, in Verbindung mit Partys und Musik schnell missverstehen, und in der fälschlichen Annahme, es bedeutet „einen drauf machen“ oder „Loslegen und Spaß haben“, gut gelaunt den Schuppen betreten, sich der eigentlichen Bedeutung „Verschwinde“ oder „Hau ab“ nicht bewusst seiend. Ja, der Teufel steckt im Detail und das Internet steckt voller Teufeleien, um nicht zu sagen Teufelszeug. Man mag dort zwar Teufelskerlen begegnen, schnell Einzelheiten über Teufelskralle abrufen, oder sich den Song The devil inside herunterladen können, doch der Teufel hat 1000 Masken … und betrachtet man diese andersherum, kommen 1000 weitere dazu. Fürwahr, der Teufel ist ein Eichhörnchen.

Je länger man dem Treiben im Schuppen nun zugegen ist und mehr und mehr Räumlichkeiten erkundet, auf Erfüllung eigener Erwartungen wartend, zeigt sich mehr und mehr, dass auf dem Schild vor dem Schuppen Punkt 5 fehlt: Betreten auf eigene Gefahr. Zumindest, so denkt man, sollte einem ein Türsteher darauf hinweisen, was einen drinnen erwartet, und Jene abweisen, deren eigenen Erwartungen offensichtlich nicht mit dem übereinstimmen, was einen tatsächlich im Schuppen erwartet, vor allem, je länger man im Schuppen bleibt und je tiefer man all den Möglichkeiten in die Augen schaut, die einen erblicken.

Mitunter wird man schockiert sein, wie viele Kinder sich im Schuppen Internet tummeln, den Ruf nach einem Verbot, dem Türsteher, oder anderen Vorkehrungen lauter werden lassend, die einem der Verstand nahelegt.
Verbote, Türsteher, Filter, Sperren, Warnhinweise, Firewalls … oder eben der Verstand im Allgemeinen, mögen zwar Einzelne vor etwas beschützen, was der Einzelne nicht erwartet, wenn er sich denn entschieden hat den Schuppen zu betreten, was sich im Nachhinein, vom Verstand her, als Fehler erwiesen haben mag. Sicherheitsvorkehrungen jeglicher Art mögen den Einzelnen auch vor negativen Folgen bewahren, wenn BEAT IT nicht als Warnung, sondern als Einladung missverstanden wird, ABER all diese Sicherheitsvorkehrungen bewahren die Menschen als Ganzes ZUDEM davor sich die Punkte 1-3 des Hinweisschildes bewusst zu machen, zu verinnerlichen, sich zu Herzen zu nehmen, um wesentlich, in der Gemeinschaftswerdung, an der Heilung mitzuwirken, die der Besuch des Schuppens Internet in Aussicht stellt … wenn auch anders, als man es erwarten mag, denn man mag im Internet durchaus auf der Suche sein, doch im Grunde geht es dem Internet um das Gefundenwerden. Allerdings wird das Internet nicht als Symptom, sondern zunehmend als Ort verschiedenster teuflischer Krankheiten wahrgenommen, ein Ort, an welchem der Mensch nicht erkennen soll, dass er sich in einem System befindet, in welchem er, man höre und staune, keine Fehler machen kann … und es auch kein Fehler war, den Schuppen zu betreten … ,wenn man denn imstande ist, die Konsequenzen selbst zu tragen. Andernfalls werden weitere Symptome in den Vordergrund treten bzw. bereits vorhandene verstärkt … und genau aus diesem Grund lockt das Internet derart viele Menschen konsequent in seine Räumlichkeiten, Kinder inklusive.

Von Heilung war gerade die Rede. Wovon die Menschheit geheilt werden soll ? Von all den Symptomen, für die wir Verbote und Hinweisschilder vor dem Schuppen fordern, oder einen Türsteher verlangen … oder unseren Verstand zu Wort kommen lassen. Verbote, Türsteher oder Verstand sind immer der einfache, sprich, kürzeste Weg, um ein tiefgreifendes Problem, welches als Symptom ersichtlich wird, zu umgehen, damit so die scheinbar problemlose Normalität beibehalten werden kann, der normalen Stimmung wegen, die kein Gerede über derartige Krankheiten duldet.

Heilung jedoch ist ein umso längerer Weg, je tiefer das Problem sitzt. Je tiefer das Problem und je länger es sich vertiefen konnte, je normaler demnach Alles zu sein scheint, desto mehr Verbote haben sich angesammelt, desto selektiver der Türsteher, und desto schärfer reagiert der Verstand auf Verständnisloses, das dem Normalen widerspricht.
Dabei verschärft dieses Sicherheitstrio, und das Sicherheitsbedürfnis an sich, das eigentliche Problem, zu dessen direkter Lösung alle Sicherheitsmaßnahmen nichts beitragen können, außer, dass sie den Partygästen den einfachen Weg ermöglichen, ihrerseits weitere Möglichkeiten zu ersinnen, um an weiteren Verboten, anderen Türstehern, und dem Verstand, sowie allen weiteren Sicherheitsmaßnahmen, vorbeizukommen, denn was wäre das für eine Party, wenn nicht auf Teufel komm raus weiter gefeiert werden könnte ?

Wofür all das Gehabe ?
Damit der Gastgeber der größten aller Partys voll auf seine Kosten kommen kann, heißt der Gastgeber, dem der Schuppen Internet gehört, nicht Urs Ache, sondern Not Wendigkeit. Sein einziges Anliegen ist es, seinen Gästen in der Not die Möglichkeiten zu geben, jene Wendigkeit zum Ausdruck zu bringen, die es bedarf, um aus der Not eine Tugend zu machen … und somit einen Weg zu gehen, den weder Verbot, noch Türsteher, noch der Verstand blockieren.

Eine Tugend ist, was möglichst Vielen zugute kommt, ohne dass es auf Kosten Anderer zustande kommt.



Daher liegt es nicht am Gastgeber für Verbot, Türsteher und Verstand zu sorgen, sondern er stellt einzig den Raum zur Entfaltung von Möglichkeiten zur Verfügung, damit das System fehlerlos, aber fehlerbehaftet erscheinend, sämtliche Symptome darzustellen vermag, an denen das Kollektiv der Partygäste krankt, unterscheidet sich ein Kollektiv von der Gemeinschaft doch im Ausmaß des Sicherheitsbedürfnisses des Einzelnen.

Konkret bedeutet dieses, dass, wann immer der Verstand zu rebellieren beginnt, sei es in der Konfrontation mit gewaltverherrlichenden Darstellungen oder jedweder Form von Pornografie, Mobbing, Shit-Storms, Perversitäten, Cyber-Attacken und dergleichen, erst recht, wenn Kinder involviert sind, Verbote, Sperrungen, oder Filterungen derartiger Räumlichkeiten im Schuppen Internet nicht das systemische Problem lösen werden, denn dieses kann erst als gelöst, sprich, ausgeheilt empfunden werden, wenn die Symptome dieser Raumforderungen nicht mehr notwendig sind, um auf das eigentliche systemische Problem hinzuweisen. Verbote, und andere Reaktionen der Sicherheit, schaffen einzig Hintertüren und Geheimtüren zu eben jenem Raum, der, vom Verstand her, verboten gehört. Teufelskreis.

Einzig der Weg zum Klo ist daher frei, um sich dessen zu entledigen, was einen in Not bringt, zumal es systemische Nöte gibt, die von Natur aus keiner Sicherheitsvorkehrungen bedürfen.

Doch je mehr Räumlichkeiten, desto weiter der Weg und desto mehr Menschen begegnet man, die allesamt ihre eigenen Schuppen ihr Eigen nennen und ihre eigene Vorstellung von Sicherheit und Normalität verkörpern, als ein Fragment des Spiegelbildes, welches die Menschheit ist und welches sämtliche Räumlichkeiten des Schuppens Internet auskleidet.

Je größer die Not nun wird, je tugendferner, weil fern der natürlichen Ordnung, desto mehr landet jedoch auch außerhalb des Klos, was nicht endgültig fortgespült wird. Entsprechend sehen Boden, Wände und die Türen des Schuppens aus … und ziehen Unnormales magisch an. Je mehr Unnormales, desto mehr Teufeleien und sonderbare Kritzeleien an den Wänden, desto mehr wird die Not des Einen zur Not Anderer, was nicht im Sinne des Gastgebers, und damit nicht im Sinne der Tugend und der Heilung, ist.

Auch Schwärme von Fliegen gehören zu solchen unnormalen, schädlichen Einflüssen. Man sagt vom Teufel, in seiner Not fräße er auch diese. Tauchen auf dem Klo dagegen keine Fliegen auf und ist dort auch nicht der Teufel los, kommt das dem Genesungsprozess der Gäste des Schuppens sehr entgegen.

Warum dem Gastgeber an der Tugend seiner Gäste liegt und nicht am Geld, am Ruhm, am Einfluss und Ansehen ? Weil Not Wendigkeit kein fortgeschrittener Mensch ist, so wie Urs Ache, sondern das zeitlose Schicksal der Menschheit darstellt, dessen Schuppen immer so groß ist, wie es der Möglichkeiten bedarf auf die systemische Erkrankung der Menschheit hinzuweisen. Aktuell trägt dieser Schuppen den Namen Internet, vormals hieß er anders und wechselte seinen Namen den energetischen Umständen entsprechend. Insbesondere heutzutage expandiert der Schuppen ungehindert, sich mehr und mehr kleinere Schuppen (Köpfe) und deren Türsteher (Verstand) einverleibend, weitere Räumlichkeiten zur Verfügung stellend, zunehmend die Menschheit verkörpernd, den jeweils angesagtesten Zeitgeist offen und zugänglich zur Schau stellend. Die Notwendigkeit des expandierenden Schuppens bleibt indes immer bestehen, einzig die Fassaden ändern sich … zumindest solange bis sich der künstliche Nebel in den Räumlichkeiten dermaßen gelichtet hat, dass die Gäste jener Spiegel gewahr werden, die besagte Räumlichkeiten des Internets auskleiden.

Das Internet ist nicht Allheilwerkzeug, sondern das Display, auf dem sich der aktuelle Stand der systemischen Krankheit des Menschenwesens offenbart und der Heilungsprozess seinen Lauf nehmen wird, ähnlich dem riesigen Bildschirm, mit dessen Hilfe die Mannschaft der Enterprise von Folge zu Folge ins All hinausblickte und sich mit Problemen verschiedenster Art(en) konfrontiert sah …

Der Teufel hält die Fäden, die uns bewegen!
Widriges scheint uns verlockend;
mit jedem Tage tun wir höllenab einen weitern Schritt,
doch ohne Graun, durch Finsternisse voll Gestank …

Charles Baudelaire



ABSPANN
Unser Wesen ist das Klo unserer Verkörperungen. Ob es verdreckt ist, von Fliegen besiedelt, zerstört oder verstopft ist, ist keine Frage fehlgeschlagener Verbote und anderer Sicherheitsmaßnahmen, sondern es zeugt davon, wie wir Menschen gemeinschaftlich zueinander stehen, wenn wir kollektiv aufs Klo gehen MÜSSEN. Erst wenn der gesamte Schuppen nur noch eine saubere Gemeinschaftstoilette ist, hat der Besitzer des Schuppens sein Ziel erreicht, bedarf es doch keiner Partys mehr, wenn die Symptome, die im Namen der Sicherheit verboten wurden, damit die weit verbreitete Krankheit des menschlichen Wesens im Rahmen der Normalität verbleiben konnte, nicht mehr notwendig sind.

Wir fordern Verbote, weil wir der wahren Wirklichkeit bzw. der wirklichen Wahrheit nicht in die eindringlichen Augen blicken wollen. Doch sind die Augen unsere eigenen.

Wir sind nicht in der Welt, sondern die Welt ist (in) uns.

Wir gehen nicht ins Internet, denn das Internet ist (in) uns.

Die Welt unterscheidet sich vom Internet dahingehend, dass die Welt nicht uns allein entspringt, denn das Internet ist Ausdruck der Welt OHNE Bezug zur natürlichen Ordnung. Wir sind die Jugend, die ohne Aufsicht der Eltern, allen voran ohne Mutter Natur, im Schuppen Internet den Teufel raus lässt, in Auslebung unserer pubertären Energie … auf dem Weg zur informierten Tugend, welcher der Heilungsprozess ist.

Die Heilung des Menschheitskörpers geschieht nicht durch die Möglichkeiten des Internets und deren Vernetzung von Systemen, ganz im Gegenteil, ermöglicht doch das Internet einzig die Vernetzung der Symptome, damit das Ausmaß des systemischen Problems ersichtlich werden kann … mittels Musik, die Schwingung ist … und damit ein Prozess der Resonanz, der immer deutlicher werden lässt, dass ganz ANDERE Musik den (Ober)Ton angibt und es nicht zur Resonanzkatastrophe kommen wird … auch wenn aktuell die Klos unserer Schuppen und die des Schuppens Internet einen ganz anderen Eindruck hinterlassen …

So mag der Teufel zwar ein Eichhörnchen sein, doch ist die natürliche Ordnung die beste Reinigungskraft weit und breit … und unbezahlbar obendrein … und das Internet heißt nur im realen Leben World Wide Web, in Wirklichkeit bedeutet es Meisterhafte Menschliche Maskerade, im Sinne einer Party, auf der nur Personen zugelassen sind, die eine Maske tragen oder anderweitig verkleidet sind … in Räumen voller Spiegel …

Eine Fassade wahrt den äußeren Schein, trotz vieler Probleme im Innern, ganz normal zu sein.



Gruß Guido


http://www.gold-dna.de
http://www.gold-dna.de/phi.html

  1. Oktober 19, 2013 um 9:31 pm

    “Remove everything that has no relevance to the story. If you say in the first chapter that there is a rifle hanging on the wall, in the second or third chapter it absolutely must go off. If it’s not going to be fired, it shouldn’t be hanging there.“

    Anton Chekhov

    Gleiches gilt für die Erfolgsgeschichte des Internets und seiner Symptome.
    Gleiches gilt für Krankengeschichten und aller sie begleitenden Symptome.
    Kein Symptom erscheint einfach so als Ausschmückung. Jedes Sympton hat eine Geschichte für sich und ist wesentlich für die ganze Geschichte.

    Gruß Guido

  2. Oktober 19, 2013 um 11:06 pm

    Vorab schon mal, weil ich direkt von diesem Song auf Deinen Artikel stieß:

  3. Stefan Posselt
    Oktober 20, 2013 um 12:13 am

    Ich möchte die Bilder ein wenig umdeuten um mein Verständnis der Dinge zu verdeutlichen. Das Internet ist eine gigantische, sich ständig und immer schneller wandelnde Fassade , die andere schon vorhandene Fassaden mehr und mehr überdeckt, (äußerer Anschein – Symptome), die all die Räume und Zimmerchen (all die Facetten einer heilen, gesunden Welt, die Wirklichkeit?) verkleidet. Naturgemäß ist jeder Mensch mehr oder weniger neugierig und möchte gern mal einen Blick in ein oder mehrere dieser Zimmerchen werfen. Seit Anbeginn der Bewusstwerdung gelingt es den Menschen, Blicke in die verschiedene Räume und Zimmer zu werfen, dass was unsere „Altvorderen“ gesehen haben, nennen wir heute Weisheit der Naturvölker, Sagen, Aberglauben, Kult,…. Heute nennen wir es Wissenschaft. Das mit den Einblicken in die Räume der wahren Welt ist aber so eine Sache, nicht jeder, der in denselben Raum schaut, sieht auch dasselbe. Manchmal erhascht man nur einen kurzen Blick, manchmal ist der Blick unscharf, man übersieht einiges oder im Zimmer wurde seit dem letzten Besuch umgebaut…. Dazu kommt in letzter Zeit, dass einige unserer Mitmenschen erkannt haben, dass es für den eigenen materiellen Vorteil oder Machtbestreben oder andere Ego-Trips besser sein kann, wenn die Einsicht in die Räume erschwert wird oder verhindert wird, also baut man Fassaden, falsche Türen, verschmiert die Wände oder bringt Spiegel an, die einem vorgaukeln, man wäre in einem der Räume. Durch die große und schöne äußere Welt verlieren wir mehr und mehr das Wissen, über die Größe und Vielfalt des Gebäudes. Auch wenn wohl kein Mensch jemals wirklich dieses Gebäude der komplexen Wirklichkeit jemals erfassen oder beschreiben können wird, ist das Wissen darüber, dass es zahllose Räume und Varianten von Räumen gibt, die vielfach miteinander verbunden sind, die ineinander übergehen und deren Konstruktion einander bedingen, existentiell wichtig. In der „Wissenschaft“ ist mehr und mehr die Konzentration auf einzelne Zimmer zu beobachten, mit dem Ziel der „Völligen Erkenntnis“ dieses Zimmers. Türen zu Nebenräumen werden zugemauert, weil sie unordentlich sind, Kabel getrennt, Rohrleitungen zugestopft, alles was auf äußeren Einfluss hindeutet vernichtet… und am Ende entsteht das Wissen: „Ich kenne dieses Zimmer, da gibt es keine weitere Tür, also räum ich noch die Ecken auf und ich kenne die Welt“. Und das ganze unbenommen, ob es ein „echtes“ oder vorgegaukeltes Zimmer ist. In der Alltagssprache sagt man wohl Fachidiot dazu. Wenn da nur nicht die Bohrgeräusche im Hintergrund wären…

    Ziel eines bewussten Lebens sollte sein, dieses Gebäude zu erkunden, in Ruhe und im vollen Bewusstsein, dass man eh nicht alles sehen kann, in Räumen, die einem gefallen, zu verweilen, einfach mal eine alte, klemmende Tür zu öffnen, um zu sehen, was dahinter liegt…
    Ich deute den Unterschied zwischen den wirklich weisen Menschen und denen, die glauben zu wissen, als die Dauer und Art des Aufenthaltes in diesem Gebäude, denn da gibt es das kleine Problem der Regeln in diesem Haus, ich würde für das Wort Regeln lieber das Wort Werte, im Sinne von universellen Werten, benutzen. Wer sie nicht befolgt ist draußen! Und wer draußen ist, sieht erst mal nur die Fassade… Diese universellen Werte/Regeln können, da stimme ich Guido uneingeschränkt zu, keine Verbote, Sicherheitsmaßnahmen oder was auch immer sein, ich würde es eher mit einer „natürlichen“ Akzeptanz des Bewusstseins beschreiben. Andere haben dafür vermutlich eher Begriffe wie göttlich oder Glaube im Sinn, durch die Religionen sind mir diese Begriffe aber all zu sehr „vermenschlicht“.

    Das Problem für uns („die Menschheit“) ist, dass es keine Aktennotiz, keine PowerPoint Präsentation für diese Werte gibt, die können nicht gepaukt oder herunter geladen werden. Der Weg zur „Heilung“, zum ungehinderten Zugang ins Gebäude der Wirklichkeit, besteht für mich im Wesentlichen in der Annäherung unserer Werte an die universellen Werte. Das heißt wir brauchen eine Werte-Diskussion, nicht mit dem Ziel einer neuen „Verbots- oder Gebotsliste“, die Unwirksamkeit solcher kennen wir schon, sondern in der Hoffnung auf eine allmähliche Adaption hin zu einer natürlichen Akzeptanz, die eigentlich in uns vorhanden ist. Beispiel: Kein Mensch ist von Natur aus Soldat, er wird erst durch andere Menschen (Fassadenbauer) dazu gemacht. Und wenn diese „Werte-Diskussion“ mit dem Wissen um die unendliche Komplexität des Gebäudes Wirklichkeit stattfindet, dann kann die Menschheit „geheilt“ werden. Die natürliche Ordnung als Reinigungskraft (passt übrigens auch sehr schön in mein Bildchen) bekommt das mit Sicherheit hin, allerdings würde ich immer noch bevorzugen, dass wir (Mensch) nicht wie die Saurier in der Müllverwertung landen….

    • Oktober 20, 2013 um 12:47 am

      Danke für Deinen weiteren Blickwinkel, Stefan.

      Das mit den Werten ist allerdings auch wieder so eine kritische Sache. Wann ist mir etwas Wert. Doch dann, wenn es mir persönlich nutzt. Nur, ist es dann auch für die Gemeinschaft etwas wert?

      Unser kapitalistischen System z.B. ist den Herrschenden von essentiellem Wert. Können sie doch so auf Kosten der Beherrschten leben. Für die gesamte Gemeinschaft ist das System eher nichts wert, wird doch alles verwertet, bis alles zerstört ist.

      Im Prinzip ist es also ganz einfach:

      Wer für sich persönlich einen kurzfristigen Nutzen ziehen aus etwas zieht, sieht einen wert in seinem Tun. Der aber darunter leidet, dann wohl eher nicht.

      Also sind wir wieder bei der einfachen Regel: „Lebe, aber schade keinem Anderen.“ Also ohne Wertbetrachtung …

      Damit dürfte dann privates Eigentum an Land und Produktionsmitteln schon gegen die Regel verstoßen, denn es könnte ja auch einem Anderen gehören, den es schadet, wenn er es dann nicht nutzen kann?

      VG Martin

  4. Oktober 20, 2013 um 1:22 am

    Vielen Dank Stefan, dass mein Artikel Dich zu solch einem Kommentar anregen konnte.
    Die einzelnen Räumlichkeiten stehen für Webseiten, von denen es immer mehr gibt und immer mehr Inhalte aufweisen, die nach Verbot, Zensur, Vorsicht, … rufen. Daher verliert sich das Wesen der Menschheit, der wirkliche Kern, in all den https … und bleibt doch immer das Klo, mit dem man im Schuppen in Verbindung steht … nur verdreckt es mehr und mehr. Daher ist das Internet, für mich, Ausdruck von etwas, was uns abhanden kommt, und den Weg zum Klo beschwerlicher werden lässt, und das Klo selbst in Mitleidenschaft zieht. Die Vernetzung ist als Nooshere recht populär:

    “Marshall McLuhan bezeichnet die Noosphäre als „kosmische Membran, die sich durch die elektrische Erweiterung unserer verschiedenen Sinne rund um den Globus gelegt hat“, also als „ein technisches Gehirn für die Welt“. Quelle: Wikipedia

    Gedanken als globales Phänomen, das Gehirn der Menschheit.
    Ich denke mal wir lügen uns hier selbst in die Tasche und preisen das Internet als Durchbruch, dabei weist es auf etwas hin, was uns verloren geht, was wir aber nicht wahrhaben wollen, da wir es (noch) nicht wahrhaben dürfen, um den Höhepunkt einer zugrundeliegenden Entwicklung in seiner Tiefe zu maximieren.

    Was Du mit Werten beschreibst, sehe ich als Beziehungen an, die keinen Raum für Schaden, für neue Probleme schaffen, sondern weitere Probleme unmöglich machen.

    Viele Grüße
    Guido

  5. Oktober 20, 2013 um 7:00 pm

    Hier noch einen guten Vortrag zum Internet den Wandel unserer Produktivität betreffend:

  6. Stefan Posselt
    Oktober 20, 2013 um 8:52 pm

    Zur Vermeidung von Missverständnissen, das mit den Werten ist nicht im Sinne von persönlichen Werten gemeint, ich hatte den Begriff universelle Werte benutzt, mangels eines besseren Begriffes. Man könnte diese Werte vielleicht mit „dienlich“ und „schädlich“ umschreiben, jeweils bezogen auf größere, gemeinschaftliche Bezugssysteme: das Leben auf unserem Planeten, menschliche Gesellschaft als soziales System,… Als gutes Beispiel für die „Werte-Diskussion“ möchte ich deinen Beitrag zur „Kooperation statt Konkurrenz“ anführen. Das Ersetzen von Konkurrenz durch Kooperation könnte als ein solcher universeller Wert betrachtet werden. Persönlich glaube ich zwar nicht, dass Konkurrenz völlig vermeidbar ist, aber wenn schon Wettbewerb, dann „geregelt und fair“. Ich sehe in sportlichen Vergleichen, selbst im wirtschaftlichen Wettbewerb, nicht zwingend nur schlechtes, aber es scheint, dass nur der Erfolg (wie auch immer sich dieser definiert) hat, der eben auch mit allen Mitteln seinen persönlichen Vorteil sucht. Mit allen nachfolgenden schädlichen Auswirkungen, die hier und auf tausenden anderen Wegen beschrieben werden. Für uns Menschen wird es wohl hauptsächlich darum gehen, das „Ego“ soweit „einzudämmen“, dass es sich innerhalb und zum Wohle der Gemeinschaft entfaltet.

  7. Oktober 21, 2013 um 12:59 am

    Eindämmen lässt aber weiteren Bestand zu und verhärtet gar das Eingedämmte über die Zeit. Wäre das Auflösen des Egos bzw. die Ermöglichung, dass das Ego unnötig wird, nicht erstrebenswerter ? Die Entwicklung des Ichs zum Ego zeigt sich ja auch deutlich in der Entwicklung des Internets, welches immer egozentrischer wird … das Copyright ist hier nur ein Beispiel, wenn man mal überlegt, wie frei in den Anfängen des Netzes damit umgegangen wurde.

    Die meisten Menschen halten das Internet für DIE Erfindung der Menschheit und die Lösung vieler unserer Probleme … ohne zu sehen, dass das Internet unsere bisherige Entfremdung von der Kohärenz, vom Kern des GANZEN, einzig beschleunigt. Sicher, es ermöglicht auch viele “gute“ Dinge, wie z. B. unser Zusammenkommen hier bei Martin, aber unterm Strich ermöglicht das Netz Prozesse, die aber nur eine Reaktion auf bestehende Missstände sind, ohne das eigentliche Problem aufzulösen. Da dieser Prozess eine Vereinfachung darstellt wird er auch als Bereicherung wahrgenommen. Doch genau das ist der Trugschluss … und ist Teil der Fassade des Schuppens Internet. Das Internet macht vieles einfacher, eben, genau das fördert ja den Prozess an Reaktionen, die die eigentlichen Probleme mehr und mehr aus dem Blickfeld verschwinden lassen.

    Zwar stellt uns das Internet Unmengen an Wissen zur Verfügung, aber all dieses Wissen, ohne Bezug zum GANZEN, vernebelt unser Bewusstsein mehr und mehr. Zu wissen, dass einem das Gefühl fürs GANZE fehlt bzw. nicht bewusst werden kann, des Nebels wegen, der fehlenden Beziehungen wegen, lässt aus Wissen einzig einen Berg werden, der einen nie auf die andere Seite des Berges blicken lassen wird, weil man verlernt zu klettern und vergisst, dass man einen Berg umgehen kann, sprich, der einfache Weg nicht immer zum Ziel führt.

    Gruß Guido

  8. Oktober 21, 2013 um 7:02 am

    Hat dies auf diebeyers rebloggt.

  9. Oktober 21, 2013 um 10:54 am

    Wer hätte es geahnt: Facebook et al macht eher unglücklich:

    Die Wissenschafter haben feststellen können, dass die Nutzer, die zwischen den Befragungsperioden auf Facebook surften, sich unglücklicher fühlten als vor dem Besuch der Plattform. In der zweiwöchigen Befragungszeit liess sich ein Zusammenhang zwischen dem Facebook-Verhalten und dem Zuwachs von Angst- und Einsamkeitsgefühlen feststellen. Kurz: Die Verwendung von Facebook hat die Interview-Teilnehmer grösstenteils nicht glücklicher, sondern unglücklicher gemacht.

    gefunden in: Warum Facebook unglücklich macht – Die Bilder und die Leere

    Damit bekommt Guidos These, dass uns das Internet nicht wirklich in unserer Weiserwerdung weiterbringt, Unterstützung?

    Allerdings: ähnliche Kritiken zum Schadennehmen gab es zur Zeit der Erfinduung der Eisenbahn. Der Anblick der viel zu schnell an einem vorbeifliegenden Welt würde die Menschen überfordern. Ist es tatsächlich so mit den vielen Informationen, die uns z.B. auf Facebook vorbeifliegen. Von einigen Bekannten höre ich, dass sie das überfordert und daher nicht mehr auf Facebook sind oder den Stream abgedrosselt haben.

    Ja, auch mir sind die vielen negativen Nachrichten inzwischen auch über. So suche ich jetzt vermehrt nach den Nuggets, die einen voranbringen können und nicht nach unten ziehen.

    Fakt ist allerdings: wenn ich in den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin, sehe ich häufig Gruppen von jungen Menschen, sich zwar beisammen sind, aber auf ihre Smartphones blicken. Vereinsamung im Besammensein?

    • Oktober 21, 2013 um 4:29 pm

      Verrückt, oder ? Einsam im Beisammensein. Zwei Nachbarn streiten sich tagtäglich und feinden sich an. Öfter schaut die Polizei vorbei, um für Ruhe zu sorgen. Und streitet beide nicht, surfen sie um die Welt und reden mit Menschen viele Kilometer entfernt über ihre Alltagsprobleme. Irgendwann streitet sie mal wieder und der eine Nachbar zerrt den anderen vor Gericht …

      Internet als Kohärenzvernebler ? Die reale Bildersprache spricht immer deutliche Worte wenn etwas Neues im Wortschatz auftaucht, dass viele Menschen begeistert, das Leben mit Vereinfachungen lockt und Kinder magisch anzieht …

      Lies Dir mal im Netz Voraussagen durch, wie das Internet in 20 Jahren gesehen wird, was sich die Menschen vom Netz erhoffen …

      Taleb schrieb in ANTIFRAGILITÄT sinngemäß, dass das Internet vor 30 Jahren entstand … und in 30 Jahren verschwunden sein wird … aus Sicht der Fragilisierung der Menschheit, Stichwort LEGOLUTION, kann ich ihm da nur zustimmen. Je mehr wir ins Netz verlagern, desto eher wird im Kern unseres Wesens etwas re-aktiviert, was nicht länger schweigen kann bzw. an seine Toleranzgrenze stößt.

      Gruß Guido

  10. Oktober 23, 2013 um 12:20 am

    Ich stolperte heute über das Wort UNBEWUSSTHEIT und dachte, ob es einen einfacheren Weg gäbe Unbewusstheit für das GANZE zu entfachen, als die Aufmerksamkeit der Sinne bewusst in andere Bahnen zu lenken … mittels eines Systems, welches systemübergreifend das Systemische in den Hintergrund drängt, weil es durch dieses System immer einfacher wird den Vordergrund für das einzig Wahre zu halten. Mit dem System ist natürlich das Internet gemeint. Zumal dieses System, dem kabellosen Fortschritt sei Dank, das Einschwingen mit dem Hintergrund zunehmend erschwert, so dass es in der Tat immer leichter wird den Hintergrund selbst mit dem Hintern nicht mehr anzusehen …

    Gruß Guido

  11. Oktober 25, 2013 um 8:39 pm

    “Wo das Prinzip der spontan gelebten Schönheit der Improvisation herrscht eröffnen sich halt unendliche Möglichkeiten des Seins.“

    http://implizit.blogspot.de/2013/10/jaques-rivette-sehen-und-erkennen.html

    ____________________________________

    “Etwas suchen heisst wegrennen von dem was ist.“

    Samarpan

    ____________________________________

    Suchmaschinen ???

    Gruß Guido

  12. Oktober 27, 2013 um 12:56 pm
    • federleichtes
      Oktober 27, 2013 um 2:14 pm

      Wir waren gestern unterwegs. Ich hörte eine Frau, die einen Kinderwagen schob, ihrem Kind vorsingen. Leise. Ich hörte Susannes Nichte sprechen von ihrer Spende an Xbumsdingsa, und meine Gedanken dazu blieben leise. Ja, die Musik spielt, unbeirrt leise.

      Euch einen guten Tag.

      Susanne und Wolfgang

      • Oktober 27, 2013 um 3:40 pm

        Das Verrückte ist, je näher ich dem Schluss der GOLDENEN PHILHARMONIE komme, desto mehr spüre ich, dass das Internet für mich an Bedeutung für den weiteren Weg verliert … der Musik wegen. Noch verrückter ist, dass es erst meinen Artikel hier über das Internet auf Martins Blog brauchte, um mir diesen Umstand deutlich vor Augen zu führen. Der Weg ist fürwahr das Ziel. Evolution ist fürwahr planlos, aber nicht ohne Ziel. Der Verstand der Menschheit gehört fürwahr ordentlich vernebelt … ich für meinen Teil weiß längst, welchem Projekt nach der GOLDENEN PHILHARMONIE meine ganze Aufmerksamkeit gehören wird. Verrückt.

        Längst weiß ich auch, warum ich “damals“ hier gelandet bin und seitdem geblieben bin …

        Mann, Mann, Mann.

        Liebe Grüße zurück
        Guido

    • Oktober 27, 2013 um 6:46 pm

      Ja, ich bekam heute auch wieder so einen Wink mit dem Zaunpfahl, nicht so viel im Außen rumzusuchen …

      Jedenfalls sehr ansprechender Text mit einem genauso wunderbaren Ende:

      Was, wenn Du mir nicht vollkommen egal bist, bemerkenswertes, zerbrechliches, gefährliches Du?
      Aber was, wenn ich nicht über das Wetter reden will? Was dann?
      Denkst du, wir könnten Freunde sein?

      “Lie beside me and let the seeing be healing. No need to hide. No need for either darkness or light. Let me see you as you are.”
      ~ Jeanette Winterson, Art and Lies.

  13. Oktober 27, 2013 um 8:01 pm

    Ganz im Gegensatz zu vorherigem Link zeigt sich die folgende zweiteilige Essay über die Zukunft des Internets:

    http://berlinergazette.de/autonomie-kooperation-utopie-internet/ Teil 1
    http://berlinergazette.de/kampf-internet-kooperation-autonomie/ Teil 2

    … “Der Traum des Internets lässt sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts einigermaßen klar nachzeichnen. Schwieriger zu beantworten ist, ob es sich dessen „nur“ bewusst werden muss, um ihn auch zu besitzen. Komplex wird die Sache dadurch, dass das Internet kaum mehr eine klare Grenze hat und die digitale Kultur die Kultur einer ganzen Generation weltweit geworden ist. Doch es lässt sich beobachten, dass viele der progressiven politischen Bewegungen, sei es die Piratenpartei oder auch der Arabische Frühling (zumindest soweit, wie er von einer jungen urbanen Schicht getragen wurde), die Indignados in Spanien, die Aganaktismeni in Griechenland und die diversen Occupy-Bewegungen – das alle diese Akteure von diesem Traum inspiriert sind und versuchen, ihn in die ganze Gesellschaft zu tragen. Damit tragen sie auch zur Erneuerung alter Träume bei, vor allem derjenigen der autonomistischen Bewegungen, wie sie seit der Pariser Kommune (1870) immer wieder formuliert wurden.“ …

    Alles nur einzelne Noten eines Liedes, dessen Inspiration und Ausdrucksvermögen anderswoher rührt ? Vielleicht aus der HARMONIE-Lehre heraus ?

    Gruß Guido

  14. November 6, 2013 um 2:11 am

    “Wir haben uns Freiheit gewünscht und erfanden dafür Liberalismus, Individualisierung, Globalisierung und das Internet. Diese Utopien erweisen sich nun als Dämonen. Die Ungewissheit, die mit der Freiheit einhergeht, halten wir nicht aus und verkehren sie in das Gegenteil.“

    http://www.anchor.ch/wordpress/allgemein/freiheit-gebiert-ungewissheit-gebiert-angst

    Komplexität ist nicht Ausdruck eines höheren Bewusstseins, einer höheren Intelligenz, sondern Ausdruck eines wesentlichen Mangels … Komplexität geht einher mit der Notwendigkeit der Bewusstwerdung, dass es der Befreiung vom Komplexen bedarf, um wahre Freiheit (er)leben zu können …

    Gruß Guido

    • federleichtes
      November 6, 2013 um 1:16 pm

      Wikipedia:
      „Die Hintergrundstrahlung, genauer kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung, ist eine das ganze Universum erfüllende isotrope Strahlung im Mikrowellenbereich, welche kurz nach dem Urknall entstanden ist.“

      Stellen wir uns einen riesigen Eisblock vor, SEHR komplex, massiv, starr, leblos. Da kommt einer daher und erfindet die Wärme – und damit auch das Wasser?

      Strahlung war nie mein Thema, aber ich kann sie mir vorstellen. Stellen wir uns vor, es entstand etwas sehr Komplexes, dessen Strahlung jedwede Existenz vernichten konnte. Wäre es wohl möglich, dass diese Massiv-Strahlung in einem sehr großem Raum verteilt wurde, um sie unschädlich zu machen?
      Denke gerade, ob es ein Raumzeit-Strahlung-Äquivalent geben könnte. Egal, es ging mir hier um das Wesen von Freiheit. Nehmen wir an, es gab mal eine Ur-Freiheit. Und nehmen wir an, in einer bedingslosen Dynamik entstand Komplexität. Die aus der Unendlich–Freiheit eine (relativ, weil es Null nicht gibt) Null-Freiheit machte.

      Diese Annahmen paßten jedenfalls in den Rahmen meiner Vorstellung, dass Leben der Weg ist aus einer nicht-möglichen Freiheit in eine mögliche Freiheit. Eine Dynamik, die sich durch Bewusstsein (entstanden aus Erfahrungen) kontrolliert. In der nicht (mehr) die Macht in der Dynamik steckt – und dadurch die Gefahr entsteht, dass diese Macht (Strahlung?) eigenständig wird..

      Sollten wir mal das Wesen von Strahlung genauer betrachten?

      Gruß
      Wolfgang

      Am Rande
      Ich lese gerade über die Problematik, welche Macht eine Idee (Geist) haben kann.
      Und erinnere gerne an Victor Hugo:
      „Keine Armee der Welt kann eine Idee aufhalten, deren Zeit gekommen ist“.
      Daraus ließe sich ja noch etwas Anderes ableiten.

      • November 6, 2013 um 11:55 pm

        “Keine Armee der Welt kann eine Idee aufhalten, deren Zeit gekommen ist.“

        Da haben wir wieder die Selektive Pandemie des Geistes, befallen vom viralen Bewusstsein, welches das Genom des Menschen mit neuen Möglichkeiten ausstatten wird, nicht um besser zu werden, sondern um anders werden zu können, somit jene Macht re-aktivierend, deren Ze(n)it, zum einen, gekommen ist, und, zum anderen, sie aus der maximalen Verborgenheit hervorkommen lässt.

        Keine Armee von Virologen kann eine virale Pandemie aufhalten, deren Zenit nie für möglich gehalten wurde … und ich meine damit keine Viren im verkörperten, realisierten Sinn, sondern im Sinne von Bewusstsein …

        “Die Apokalypse liegt im Herzen der Zelle.“

        Satprem

        Gruß Guido

        • federleichtes
          November 7, 2013 um 1:40 am

          ”Die Apokalypse liegt im Herzen der Zelle.”

          Da fiel mir sogleich der „Göttliche funken“ ein – ich meine, Mathias brachte ihn.

          Kurz vorher dachte ich an den perfekten Schachspieler. Er ist in der Lage, seinen Gegner dazu zu verleiten, den ersten Zug in einer Art Folgerichtigkeit zu machen.

          Na ja. Siegmund Freud wusste um die Triebgebundenheit des Menschen, wusste vom Unbewussten und dem Geburtrauma, wusste von biografischen und archaisch-informativen Konditionierungen – und glaubte, mit der Psychoanalyse die
          Auflösung des Schicksalhaften betreiben zu können.
          Schauen wir heute auf auf die Gemengelage von Schlecht und Gut, geben uns die Bilder klare Informationen, wer hier als Sieger auf dem Platz bleibt.
          Aber ich glaube an eine zentrale Information hinter den offenbar werdenden – eine Art Zentral-Schlüssel-Information. Die aus einer verkehrten Welt – Du ahnst es – die richtige Welt macht. Eine neue Interpretation, eine neue Plausibilität, eine sehr hohe Affinität zu Leben und Welt – DAS ist die Energie, gegen die kein Kraut wachsen kann. So soll es sein: VOR Beginn des Lebens wurde – mit Allmacht – das Ergebnis NACH dem Leben bestimmt. Leben als Konfiguration einer Machtkultur, in der der Meister der Versuchung selber versucht wurde, das Spielfeld zu betreten. So’n Schiet aber auch.

          Glauben und Vertrauen, die Liebe steckt im Kern des Menschen.

          Macht.
          Vorhin hatte ich eine kleine Vision.
          Ich saß in einer Fussgängerzone mit einem Schild um den Hals:
          Ich habe nichts.
          Ich brauche nichts.
          Ich sterbe nicht.

          Also, mein Thema Macht kommt nicht mit Macht, eher bescheiden als kleines Fünkchen.

          Gruß
          Wolfgang

  15. federleichtes
    November 6, 2013 um 3:13 pm

    Würdest Du zustimmen (?), wenn ich sagte:
    Durch das Internet ist ein informativer Hexenkessel entstanden, in dem die Mächte des Chaos (reaktiv-feindselige Informationen) und der Ordnung (aktive Ordnung = Bewusstsein) im Miteinander das „Alte Spiel“ treiben.

    Und wer macht das Feuer unterm Kessel?
    Das Gesamt-Bewusstsein?

    Wir kommen hier – tangierend – zur Frage der Macht. Wollen wir da ran?

    Gruß
    Wolfgang

    Trau Dir wat!! Ohne Klärung der Machtfrage wird es keinen Zenit geben.

    • November 7, 2013 um 12:05 am

      Das Internet sehe ich eher als ein Kessel bunter Daten, als eine Ansammlung verschiedenster Zu-Daten. Das Feuer unterm Kessel ist die Energie, die aus den Daten Informationen hervorgehen lassen kann, wenn denn lange genug und passend temperiert der Kesselinhalt miteinander wirken kann. Es ist der Geruch der Suppe im Kessel, die einen bewusst werden lässt, dass man hungrig ist und nicht nur Appetit hat. Daher wurde der Kessel nicht übers Feuer gehangen, um möglichst viele Zu-Daten miteinander zu verarbeiten, sondern um sich des Hungers bewusst zu werden.

      So kommen wir zwar jetzt der Macht nicht näher, doch das macht nix. Lass uns noch mal probieren, ob die Suppe noch weitere Zu-Daten braucht, um dem Feuer auf die Spur zu kommen …

      Gruß Guido

  16. November 6, 2013 um 4:14 pm

    Heute abend mehr … vorerst bringe ich nur einen Link:

    http://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/06/smartphone-apps-fitness-gesundheit

    Der Text ist symptomatisch für ein System, welches mehr und mehr Anzeichen einer systemischen Mangelkrankheit aufzeigt.

    Bezeichnend auch die Kommentare, wo es um die Sorge um den Datenschutz geht …

    Gruß Guido

    • November 6, 2013 um 5:33 pm

      Wie immer, das Spiel mit der Angst.
      Das beziehe ich nicht nur auf den Datenschutz, sondern auch auf das was die junge Frau so von sich gibt. – Und alles Andere bleibt im (virtuellen) Nebel verborgen.
      Grüße
      Martina

  17. November 7, 2013 um 8:02 am

    “Macht.
    Vorhin hatte ich eine kleine Vision.
    Ich saß in einer Fussgängerzone mit einem Schild um den Hals:
    Ich habe nichts.
    Ich brauche nichts.
    Ich sterbe nicht.

    Also, mein Thema Macht kommt nicht mit Macht, eher bescheiden als kleines Fünkchen.“

    Nun, das Thema INTERNET kommt ohne MACHT nicht aus, bedenkt man allein die künstliche Ohnmacht derer, die meinen, die Macht der Daten, die zugleich auch die Macht der Künstlichkeit ist, würde den Informationsschatz ihres Wesens offenlegen. Vielleicht fürchten sie viel mehr um die Offenlegung ihrer Masken und Kostüme, mit der sie ihr wahres Wesen zu verbergen versuchen …

    Der Text Deines Schildes spricht Bände … und geht in den Faden über der VOR dem Leben und NACH dem Leben miteinander verbindet. Gemeinsam ist das Leben unsterblich, gemäß Plato: Das Leben ist eine kurze Verbannung.

    Warum übt der Körper und der Tod derart viel Macht auf den Menschen aus ? Ist das Internet so erfolgreich, so verbreitet, weil im Netz der Körper seiner Rolle entledigt werden kann und etwas über den Tod hinaus bestehen bleiben kann ?

    Gruß Guido

    • federleichtes
      November 7, 2013 um 1:20 pm

      Eine Seite des Lebens ist Blockade. Hört sich lebensfeindlich an, ist es aber nicht, sondern eine Fähigkeit (Trauma – Unbewusstsein). Blockade IST eine Macht-Funktion, die unbewusst installiert ist, um eine Pseudo-Sicherheit zu schaffen, die aber auch bewusst verwendet werden kann. Um Blockaden aufzulösen braucht es keine Macht. Angst löst sich nicht auf, indem man mehr Angst erzeugt. Ein Wesen, dessen existenzielles Fundament schwer beschädigt ist, braucht in der Zeit eben Zeit zur Wiederherstellung seiner Unversehrtheit Aus der heraus erst das „Gefühl-für“ das Unvergängliche entstehen kann.
      Womit ich sagen möchte, dass Macht bedeuten kann, Macht zu beherrschen – nichts zu tun, was möglich wäre, sondern dem Natürlichen zu vertrauen, das aus sich heraus das Nötige leisten wird.

      Das Internet ist nicht nur aus einem Grund erfolgreich. Ist es doch das materielle Doppel eines bereits vorhandenen Informations-Systems. Erscheint mir wie ein Training, als rudere man auf dem Fußboden liegend mit Armen und Beinen, um sich mit der entstandenen Routine dann auch ins Wasser wagen zu können. Im Internet REALSIEREN sich Kontakte, konkretisiert sich, was ohne Internet auch besteht, immer bestanden hat. Dadurch wächst die Sicherheit, weil das Finden des Gleichen zur Selbstverständlichkeit wird. Und damit erkennen wir auch ein Mittel, das Blockaden natürlich auflösen kann – und es tut, und zwar sanft, täglich und stetig. Klar, dass man das kontrollieren, am liebsten unterbinden würde, da das Internet nicht mit konstruktiven Absichten installiert wurde. Tatsächlich musste es installiert werden, um das Fließen komplexer werdender Daten zu ermöglichen – und Informationen zu schaffen, die nicht mehr reaktiv sind.

      Aber so ist das eben. Nicht nur im Guten steckt das Schlechte – auch im Schlechten steckt das Gute. Worin sich die beiden Dynamiken unterscheiden, liegt mir auf der Hand:
      Das Schlechte-Destruktive muss seine Absichten mit SEINER Logik/Geist entwickeln, während das Gute-Konstruktive sich natürlich entwickelt. Es ist von Geist nicht denkbar und folglich nicht verhinderbar, während das Gute lernt, mit dem destruktiven Geist umzugehen und seiner Macht seine Kontrolle entgegen setzen kann.

      Der Geist-Funken, der im Menschen als Absicht, einen Prozess der Erlösung zu ende zu bringen, angelegt ist, ist nicht kontrollierbar. Feindseliger Geist kann sich mit seiner Macht draufsetzen, er kann prügeln und foltern und sich die tollsten Systeme der Ungerechtigkeit ausdenken – den Funken, der steht für den Schöpfungswillen, erreicht(e) er niemals. Feindseliger Geist wird bis zuletzt nicht verstehen können, dass es nicht um Sieg oder Niederlage ging, sondern nur darum, die Ursache für die Feindseligkeit zu erkennen und sie einer Macht zu unterwerfen: Bewusstsein.

      Liebe ist energetisch. Klar kann man ihre Energie rauben, aber man kann nicht die Struktur dieser Energie zerstören. Das ist das Wesen von Ewigkeit. Es braucht nicht erschaffen werden, es wird klarer und umfassender erscheinen. Vielleicht das, was Martin seinen „Erkenntnisweg“ nennt. Der dazu führen könnte, ein ihm immanentes (verborgenes) System mit Leben zu erfüllen: Fühlen-Können. Toi, toi, toi!

      Gruß
      Wolfgang

  18. Mathias
    November 7, 2013 um 6:06 pm

    > Ein Wesen, dessen existenzielles Fundament schwer beschädigt ist, braucht in der Zeit eben Zeit zur Wiederherstellung seiner Unversehrtheit Aus der heraus erst das “Gefühl-für” das Unvergängliche entstehen kann. <

    Vielen Dank Wolfgang für Deine sehr inspirierenden Gedanken!

    Ich nehme an das Dein Satz oben, eine sehr gute Erklärung bietet, um einen Wirk-Mechanismus zu erkennen, auf dessen Grundlage sich bisher das Kali-Yuga (Dunkles Zeitalter, oder andere nennen es Zeitalter der (Ab)Trennung), manifestieren konnte. Genau durch Deinen Satz erklärt sich, wieso Menschen der Illusion der Trennung überhaupt verfallen konnten – oder besser noch: verfallen MUSSTEN. In gewisser Hinsicht sind die künstlichen Informationen und die Funktion des Traumas insbesondere, also nichts anderes als Wirk-Mechanismen, denen sich das Wesen, wenn es im Kali-Yuga inkarnierte, zunächst einmal unterwerfen musste. Sicher können wir sagen, dass ein Dunkles Zeitalter ja mit einem Wesen-Ich auch überhaupt nicht durchführbar wäre.

    Klarer wird dann auch der Wirk-Mechanismus der Religionen und ihrer Institutionen, die ja wohl auch dazu geschaffen wurden, das EGO-Ich (ersatzweise) zu bedienen. Und daraus ergibt sich weiterhin, warum – wenn das Wesen-Ich denn nun wieder zum Vorschein kommen darf, es dann keiner Religionen (Rückverbindung) mehr bedarf. Die eigentliche, wahrhaftige Rückverbindung ist die Vereinigung von EGO-Ich und Wesen-Ich, zwischen Pferd und Reiter.

    Und Deinen Aussagen über das Internet, und das Du es als „Training“ ansiehst, möchte ich mich anschließen. Auch mir erscheint das so. Und ich denke gerade darüber nach, dass es wohl eine Rolle spielt ob das Internet von einem EGO-Ich oder von einem langsam in Erscheinung tretenden Wesen-Ich „betreten“ wird. Das EGO-Ich wird sich wohl immer mehr vereinzeln (nur so eine Vermutung), das Wesen-Ich findet aber Kontakte zu anderen Wesen-Ich, und in deren Austausch findet gewissermaßen eine „Befruchtung“ statt. Entschuldigt bitte den Begriff „Befruchtung“, aber wie sonst soll ich mir erklären warum wir hier gemeinschaftlich in der Lage waren, Erkenntnisse zu sammeln die alle dazu beitragen, die Prinzipien der „Alten Welt“ zu erkennen und (individuell und gemeinschaftlich) zu transformieren.

    Soweit mal.

    Liebe Grüße,
    Mathias

    • federleichtes
      November 7, 2013 um 8:01 pm

      „Soweit mal“ ist gut.

      TOP schreibe ich dir, lieber Mathias, weil Du Informationen verdrahtest, Beziehungen schaffst zu potenziellen Mysterien (z.B. Religion/Glauben), die – offensichtlich – Deine Sicht auf das Leben im Allgemeinen für Dich persönlich erhellen. Darum geht’s, um NICHTS anderes.

      Ich habe das hier noch nie so klar beschrieben, wird vielleicht Zeit:
      So wie die Klärung des Geistes niemals geschehen kann ohne das real Erfahrene, so können sich auch Verwirrungen und Ängste nur auflösen, wenn das Energetische und Informative GLEICHERMASSEN bewegt/befördert werden. Is’ ja logisch, ein verwirrter Mensch kann nicht seine Ängste in voller Erregung zulassen, und werden verdrängte Ängste nur mit Informationen – und seien sie noch so begeisternd – zugekleistert, entsteht ein Phänomen im Bereich des Manisch-Depressiven.

      Aktuell sprach ich zu einem Freund gerade eine Warnung aus: Erde dich!
      Klar, der Freie Geist, das Fliegen mit ihm ist wunderbar – aber nicht ungezügelt in dieser Welt. Denke gerade an das tolle Gefühl beim Segeln. Damit verbunden war aber harte Arbeit und eine außerordentliche Aufmerksamkeit auf sehr Handfestes, Taue, Segel, anderes Schwimmendes und das Wetter.

      Susannes und mein Weg führte ein paar Jahre durch die Natur, fast täglich über Stock und Stein durch alle Wetterlagen und die Gefährlichkeiten dieser Welt. Sie ist wunderschön, und bleibt es für den, der ihr in vollem Gewahr-Sein begegnet – bewundernd, aber nicht blauäugig, ihr sehr nahe tritt, aber nicht respektlos; der sich für ihre Geheimnisse öffnet, aber sie nicht aus ihr heraus quetschen will; der nicht nur ihre Heilkräfte begehrt, sondern auch ihr Rufen nach Hilfe hört.
      So verstehe ich den freien, gleichsam geerdeten Geist. Der sich seiner Möglichkeiten, aber auch der irdischen Notwendigkeiten bewusst ist. In diesem Bewusstsein gibt es keine Trennung mehr zwischen dem Möglichen und dem Notwendigen: Es ist im Wollen verschmolzen zu dem, was angemessen IST.

      Wunderbar.

      Herzliche Grüße in die Runde, und um Fragen vorzugreifen:

      Heute Mittag

  19. November 7, 2013 um 11:35 pm

    Lieber Mathias,

    vielen, vielen Dank für Deine BINGO-Kasskade und für die Post, die heute kam. Meine Post ist ebenfalls unterwegs … behalte das Buch oder schenke es weiter, ganz wie Du beliebst.

    “Die eigentliche, wahrhaftige Rückverbindung ist die Vereinigung von EGO-Ich und Wesen-Ich, zwischen Pferd und Reiter.“

    Viele meinen ja, wenn es knallt, dann kehren wir zurück in die Steinzeit, dabei wird es eine neue Spezies geben, die nicht besser, als die vorherige ist, sondern anders, eben, weil die energetische Grundlage eine andere sein wird, als bisher.

    “Und ich denke gerade darüber nach, dass es wohl eine Rolle spielt ob das Internet von einem EGO-Ich oder von einem langsam in Erscheinung tretenden Wesen-Ich „betreten“ wird.“

    Dieser Satz bringt es auf den Punkt, fasst er doch mal eben meinen Internetartikel in nur einem Satz zusammen. 🙂

    “Befruchtung“ passt SUPER, erinnert mich an SUMM,SUMM,SUMM und die Rolle der Honigbienen UND der Wildbienen bezüglich der Qualität der Pollen und damit des Honigs.

    Hab Dank für Deine Begleitung.

    Gruß Guido

    • federleichtes
      November 8, 2013 um 2:55 am

      Ja, Mathias hat Prinzip und Systematik verrstanden.
      Sachlich konnte ich gar nicht weiter auf seine Kommentierung eingehen, war, obwohl es nicht der erste Goldene Schuß war, einfach „platt“.
      Zu „Pferd und Reiter“ möcht ich anmerken dürfen, dass wohl einige Reiter ihr Pferd tragen müssen. Rezeptiv orientiert, lustbetont und sicherheitsbedürftig und informationsgeil, was ja eigentlich reine Datenspeicherung bedeutet und keine andere Intelligenzleistung erfordert, als in (alt-) bekannten Mustern zu vergleichen.

      Wirkliche Intelligenz demonstriert uns hier Mathias. Undogmatisch und bereit, sich für neue Konzepte wirklich zu interessieren. Nicht zu glauben, sondern zu fragen, ob das auch funktioniert. In ihm vereinigen sich für mich einige Eigenschaften, die man nirgendwo lernen, geschweige sich mal nebenher aneignen kann.
      Aber daran siehst Du, wie schwer es der „Normale“ hat. Haus, Auto, Boot und Wertpapierdepot? Manch einer würde sein Leben hergeben für diesen Schatz, ich meine die Aussicht, nie wieder auf einem Gaul sitzen zu müssen.

      Na ja, was red‘ ich wieder. Das Internet, das sagte ich heute zu Susanne, ist für eine bestimmte Verbindungs-Qualität optimal, die sonst – jedenfalls kann ich mir’s nicht vorstellen – gar nicht möglich wäre. Erzähle ich vielleicht demnächst mal.

      Ich habe noch zwei Galerien vor der Brust.
      Danke für Deinen Kommentar.

      Wolfgang

  20. November 7, 2013 um 11:51 pm

    “Klar, der Freie Geist, das Fliegen mit ihm ist wunderbar – aber nicht ungezügelt in dieser Welt.“

    Oh ja. Hier haben Parasiten, Schicksalsschläge, Copyrights, Internetbetrügereien und all die anderen Schatten ihren notwendigen Auftritt, je nach Stand des Fortschritts der Expansion und seiner Möglichkeiten. Das Netz, mit dem gefischt wird, braucht umso mehr Schlupflöcher, je aussichtsreicher der Fang zu sein verspricht. Das weiß das Leben aus Erfahrung … nur wer einzig auf eigene Bereicherung aus ist, hat auch so seine Probleme mit den Erfahrungen:

    http://www.anchor.ch/wordpress/denkmuster/die-illusion-dass-wir-aus-erfahrung-lernen

    Gruß Guido

  21. November 8, 2013 um 8:24 am

    “Und ich denke gerade darüber nach, dass es wohl eine Rolle spielt ob das Internet von einem EGO-Ich oder von einem langsam in Erscheinung tretenden Wesen-Ich „betreten“ wird.“

    Ich greife noch mal Mathias Gedanken zum Netz auf und verlinke auf folgendes Interview mit Zygmut Bauman zum Thema Konsum:

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/interview-mit-zygmunt-bauman-konsum-macht-einsam-1.1049496

    Das Netz ist ja nichts anderes als der Ausdruck von Datenkonsum, wo Daten Daten bleiben, wenn ein Ego-Ich sich ihrer auf die Schnelle annimmt, oder aber Informationen daraus werden, wenn die Beziehungen der Daten zueinander mit der Zeit wachsen können, indem ein Wesen-Ich sich ihrer annimmt.

    Folgendes Zitat aus dem Interview lässt den Unterschied zwischen Egos ( Kollektiven ) und Wesen ( Gemeinschaften ), zwischen Daten und Informationen deutlicher werden:

    “In der liquiden Gesellschaft der Konsumenten ersetzen Schwärme zunehmend hierarchisch geprägte Gruppen. Schwärme sind keine Teams, sondern existieren lediglich durch eine mechanische Solidarität . Die dort mitmachen, fühlen sich sicher. Rebellen gibt es nicht, nur Verirrte. Aber es sind fragile Gebilde, die jederzeit wieder zerfallen können. Konsum lässt keine Bindungen entstehen und ist darum eine einsame Angelegenheit – selbst wenn die Menschen ihn gemeinsam ausüben.“

    Wolfgang schrieb:

    “Das Internet, das sagte ich heute zu Susanne, ist für eine bestimmte Verbindungs-Qualität optimal, die sonst – jedenfalls kann ich mir’s nicht vorstellen – gar nicht möglich wäre.“

    Da ist was dran. Ich kann es nur noch nicht mit Worten packen, vielleicht machst Du den Anfang. Auf jeden Fall dürfte es mit Resonanzstärkung in Richtung Einklang, Kohärenz, zusammenhängen und der Re-Aktivierung des Wesentlichen. Es geht dabei nicht um die Revolutionen per Mausklick oder der Flashmobs als Statement. Die Bedeutung des Internets für das Wesentliche geht tiefer, denn sonst wäre das Netz nicht verstärkt dem Treiben des Geistes ausgesetzt, der die Möglichkeiten des Netzes zwecks informierter Gemeinschaftsbildung mehr und mehr für eigene Zwecke nötigt.

    Gruß Guido

  22. November 8, 2013 um 9:50 pm
  23. Februar 13, 2014 um 5:04 pm

    Freiheit Internet ? Da haben wir sie wieder … die Mauern und Grenzen, die unser Sicherheitsbedürfnis erweitern, nicht aber Ausdruck einer Bewusstseinserweiterung sind:

    http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/das-ende-des-internets-1.18239023

    Die Möglichkeiten zum Wohle Einzelner, gehen beim technologischen Fortschritt auf Kosten Aller … nur so kann der Zenit dieser geistreichen Entwicklung auch erreicht werden. Noch gilt: Was viel Gutes bewirken kann, bringt noch mehr Ungutes hervor … das ist Expansion reaktiver Unordnung.

    Gruß Guido

  1. No trackbacks yet.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: