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Sollten wir besser vom Gewinner- zum Nicht-Kampfprinzip wechseln?

Ein gewisses Maß an Ignoranz führt zum Glück, stellte Erasmus von Rotterdam fest.
Dem hält Rüdiger Lenz entgegen, dass Ignoranz die höchste Form von Gewalt sei.

Startschuss beim Wettlauf - Foto Paulwip  / pixelio.de

Startschuss beim Wettlauf – Foto Paulwip / pixelio.de

Auf diesem Blog haben wir immer wieder darüber gesprochen, dass wir in unserer Gesllschaft das Prinzip der Konkurrenz viel stärker gewichten als die Kooperation, und dass letztere aber für eine gesunde Gemeinschaft wesentlich tauglicher ist. Rüdiger Lenz meint zu unserer auf Konkurrenz aufbauenden Ökonomie:

Wettbewerb ist eine schönere Beschreibung für das Wort Wettkampf.

Eine Gesellschft, die den Kampf um Alles und gegen Jeden als sinnvoll erachet, tut dies, weil in ihr der Zins und ZinsesZins als Werkzeug zur Umverteiling von Arm nach Reich manipuliert durchgesetzt wurde. Der Motor unserer Kampfkultur sei das Schuldgeldsystem….

Dieses Prinzip fördert zunächst den Wettbewerb, der aber dann im Wettkampf mündet und zum Motor eine „Angriffskriegsführung“ und Kriegsinszenierung gegen einen äußeren Feind das vorherrschende Finanzwirtschaftssystem perpetuiert.

Das Nichtkampf-Prinzip von Rüdiger Lenz ist eine brillante Möglichkeit, einmal darüber nachzudenken, in was für einer Gesellschaft wir leben würden, wäre das oberste Prinzip unserer Kultur „nicht“ der Kampf.

In dem folgenden, äußerst interessanten Interview, das KenFM mit Rüdiger Lenz über sein Nichtkampf-Prinzip als Basis einer zuträglicheren Gesellschaft führte, gibt es wieder reichlich Denkanstöße und Erkenntnisse, wie z.B. dass wir unsere Kinder schon im Kindergarten unbewusst auf Kampf und Aggression drillen, dass unsere Aufbewahrungseinrichtungen die Verbrecher nur noch weiter runterziehen, dass unser Bildungssytem Ursache für unsere vielen Arbeitslosen sind, und vieles mehr …

Wer sich mehr mit den Vorteilen der Kooperation gegebenüber der Konkurrenz beschäftigen möchte, der findet in der Facebook-Gruppe Kooperation statt Konkurrenz entsprechende Anregungen.

  1. Germania2013
    Oktober 4, 2013 um 7:00 pm

    Martin Bartonitz :
    Was ist schon gut oder schlecht? Das ist immer einer Frage der Perspktive, die eine Kultur über die Jahre als Weltbild entstehen lässt. Wir finden es in unserer Kultur richtig, wenn wir Rinderfleich essen. Die Inder halten uns deshalb für schlecht. Andere sehen es als schlecht, dass wir Schweinfleisch essen. In den USA gibt es die Bewegung der Eugenik. Das wiederum finde ich bedenklich. Also: auch der Menschen macht per se nichts Gutes oder Schlechtes. Das Richten erfolgt immer aus der Perspektive von Konzepten einer Gesellschaft …

    das ist so und deshalb abzulehnen.
    Das Richten, meine ich.

    Man sollte versuchen zu unterscheiden zwischen Einzelperspektive und gesellschaftl. Perspektive/Konsens, wobei sich die weitaus meisten Menschen der Gesellschaft, in der sie leben, meinungsmäßig anpassen.

    Das war aber nicht das, was ich oben meine.
    Es gibt für mein Empfinden, zumindest glaube und lebe ich danach, das, was ich oben „menschlich wertvoll“, genannt habe und was überlebt. Auch den Tod und auch alle Widrigkeiten. Nun ja, aber das wird hier zu spirituell, ich fürchte da kann mir keiner folgen. Deshalb mag das hier nur als Erklärung dienen, mit dem Thema an und für sich hat es jedenfalls nichts mehr zu tun.

    • Oktober 4, 2013 um 7:10 pm

      Hmmm, die Frage nach gut oder schlecht ist doch weniger spirituell als philosophisch?

      Aber geht es nicht genau darüber zu richten/befinden, ob es gut ist, wenn Jemand über Andere gewinnen darf?

      Wir könnten „gut“ definieren als „zuträglich“ für das (nachhaltige) Überleben unserer menschlichen Gemeinschaft. Bei dieser Definition würde das Gewinnen-dürfen nur gut für Wenige sein. Auf lange Sicht dürften aber alle, auch die Gewinner wenig gefallen daran haben, wenn am Ende ein vernichtender Streit entbrennt, um das von den Wenigen zusammengesammelte wieder an Alle verteilt werden soll.

      Viele Grüße
      Martin

      • Germania2013
        Oktober 4, 2013 um 7:28 pm

        „Hmmm, die Frage nach gut oder schlecht ist doch weniger spirituell als philosophisch?“

        Sie ist beides.

        „Aber geht es nicht genau darüber zu richten/befinden, ob es gut ist, wenn Jemand über Andere gewinnen darf?“

        Auf irdischer Ebene, so nenn ich das jetzt mal, also, was unser Leben hier auf der Erde betrifft, muss man befinden (=richten).
        Werte, also menschliche Maßstäbe, führen ja auch zum be-werten und be-finden, also zum richten.
        Ohne gibts kein Zusammenleben, sozial verträglich.

        Die spirituelle Ebene ist eine andere.

        Das Gewinnen einiger Weniger bedingt auf irdischer Ebene immer das Verlieren vieler anderer. Das geht schon so, seitdem wir Patriarchat leben. Also schon sehr lange. Menschen haben aber mal anders gelebt.

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