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Vision von Dorfgeist

Wir Dorfgeister hatten das Feedback erhalten, dass wir doch bitte noch eine Überblicksseite machen sollten, die in aller Kürze beschreibt, was Dorfgeist ausmacht. Herausgekommen ist der folgende Text, zudem wir uns wieder freuen, wenn weiteres Feedback zu erhalten.

Als Nächstes werden wir noch die Organisationsform genauer beschreiben.

Schmetterling – Foto federleicht-leben

Vision von Dorfgeist (Original)

Mitwirkung am gesellschaftlichen Wandel

  • Unsere Vision ist eine Gesellschaft mit einer Haltung, in der das Gemeinwohl wieder vor Profit steht.
  • Leben und Arbeiten ist wieder an einem Ort möglich. Alle Ressourcen von Mutter Erde werden geachtet und gehegt.

Wir sehen den Wandlungsprozess der Gesellschaft ähnlich der Metamorphose der Raupe. Im Zustand der Verpuppung zersetzen die neuen Zellen die alten Strukturen, beginnen sich zu vernetzen, um sich am Ende als wunderbarer Schmetterling zu befreien.

Facebook-Freunde tauschen sich in der Dorfgeist-Gruppe aus.

Die Dorfgeist-Bewegung

Dorfgeist ist eine genossenschaftliche Organisation von Menschen, die aktiv mit ihren je eigenen Potentialen und Talenten an der Transformation unserer Gesellschaft mitwirken. Dabei steht „Dorf“ sinnbildlich für ein gegenseitiges Unterstützen. Dorfgeist wirkt durch

  • die Vernetzung schon vorhadener Projekte des Neuen, um sich gegenseitig zu verstärken und aufzuzeigen: Wir sind viele!
  • die Unterstützung Gleichgesinnter auf ihrem Weg in eine regional vernetzte Gemeinwohl-Ökonomie durch die Weitergabe von Wissen in einer Akademie
  • einen Bildungsträger, der in Fördermaßnahmen Arbeitslose und –suchende über Ihre Vision eines Dorfgeistes in der Umsetzung begleitet

Durch die Mitwirkung von Dorfgeiste entstehen weitere Haus-, Hof-, Dorf- oder Stadtteil-Projekte der neuen Gesellschaft. In diesen können zudem die eingebrachten Vermögen genossenschaftlich abgesichert werden.

Zweifele nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann.
Tatsächlich sind das die einzigen, die das je getan haben.
Margaret Mead (1901-1978)

Leitbild von Dorfgeist

Dorfgeist steht für selbstbestimmtes Leben und Potenzialentfaltung in achtsamer Gemeinschaft.

  • Dorfgeister verstehen sich im Fluss von Erkenntnissen. Alles was gewusst ist, ist eine Meinung. Denn unser bekanntes Wissen ist nur ein Tropfen im Ozean allen Wissens.
  • Dorfgeister sind daher offen für neue Erkenntnisse und halten an keinem dogmatischen Weltbild fest. Sie vertreten keine Partei, religiöse Institution oder gesellschaftliche Gruppe. Gleichwohl fühlen sie sich dem „Großen Ganzen“ verbunden und stehen für gelebte Spiritualität.
  • Dorfgeister sind in einer Haltung, in der sie nicht mehr fragen: „Was habe ich von der Gemeinschaft zu erwarten?“, sondern „Was kann ich zum Gelingen der Gemeinschaft beitragen?“.
  • Dorfgeister lernen durch kritisches Zuhören und Hinschauen ständig hinzu, lassen altes Denken und Handeln los, wenn Neues für die Gemeinschaft zuträglicher erscheint.
  • Dorfgeister sehen Konflikte als Impuls für Kooperation. Sie nutzen Methoden wie die „Gewaltfreie Kommunikation“ (GfK) und das „Enneagramm“ zur Lösung.

Philosophie von Dorfgeist

Über unsere Philosophie kannst du hier nachlesen.

  1. Dezember 17, 2013 um 11:46 pm

    Hallo,

    Super, dass du hier Dorfgeist beschreibst, ich baue selbst grade ein Projekt auf und habe heute erst Dorfgeist gefunden. Großartig, aber ich glaube leider noch etwas unbekannt. Das ist mir aufgefallen, weil im Forum noch nicht sehr viel los ist. Ich werde mein bestes tun, mehr zu promoten. Erst mal habe ich auf unserem Blog einen Link gesetzt.

    http://nheise.de/blog/

    Liebe Grüße!

    Nils

  2. hylozoik
    September 13, 2013 um 10:04 pm

    Hallo Martin,

    Danke, werd ich wohl noch einiges lesen … und hoff-enDlich eines Tages praktisch umsetzen …

    hG Wolfgang

  3. hylozoik
    September 13, 2013 um 8:25 pm

    PS: https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Kohr

    Tod
    Am 26. Februar 1994 starb Leopold Kohr im Alter von 84 Jahren kurz nach einer Herzoperation in Gloucester. Die Beisetzung von Kohrs Urne durch den Alterzbischof von Salzburg, Dr. Karl Berg, erfolgte Mitte März 1994 im Grab der Familie Kohr auf dem Friedhof in Oberndorf.

    Denken
    „Alles ist Gift. Ausschlaggebend ist nur die Dosis.“ – Dieser von Kohr oft zitierte Spruch von Paracelsus (bekannt als dosis facit venenum) ist grundlegend für seine „Philosophie der Größe“. „Die Größe – Kohr meint nicht die absolute, sondern die relative, die zu große Größe – […] scheint das zentrale Problem der Schöpfung zu sein. Wo immer etwas fehlerhaft ist, ist es zu groß. […] Die Größe – und nur die Größe! – ist das zentrale Problem der menschlichen Existenz, im sozialen und im physischen Sinn“. (Das Ende der Großen, Einleitung). Folglich gibt es für Kohr auch nur eine Rettung: „[…] die Idee und das Ideal der Kleinheit als einziges Serum gegen die krebsartige Wucherung der Übergröße […]“. (a.a.O.)

    Darüber hinaus prägte Kohr in seiner Geschwindigkeitstheorie den Slogan „slow is beautiful“, weil in der Langsamkeit auch die Massenwirkung abnimmt. Während die Straßen einer Stadt zu normalen Tageszeiten völlig ausreichen, steht in den Stoßzeiten der Verkehr; während die Theater- und Kinoausgänge am Ende der Vorstellung völlig ausreichen, sind sie im Falle einer Panik zu eng. Leopold Kohrs Philosophie betont die Würde und Vernunft des Individuums, befähigt, kreativ zu sein und seinen Willen zu gestalten. Eine Masse aus Individuen aber zerstört die Freiheit und verhält sich nicht wie vernünftige Wesen, sondern wie leblose Teilchen, die statistischen Gesetzen gehorchen. Begibt sich der freie Mensch in die Masse, degeneriert er vom Kulturwesen zum Teil einer physikalischen Gesetzen unterliegenden Einheit. Der mit Leopold Kohr befreundete Salzburger Philosoph Günther Witzany vertritt die These, dass sich Kohrs Philosophie idealerweise mit den soziologischen Analysen von Elias Canetti (Masse und Macht) und Lewis Mumfords Technikphilosophie (Mythos der Maschine) ergänzt. Elias Canetti verdeutlicht akribisch das Verhältnis von Menschenmassen zu ihren Führern und das oft vernunftwidrige Verhalten von Massen, während Lewis Mumford auf einzigartige Weise die Entmenschlichung in zentralistisch organisierten und technokratisch regulierten Gesellschaften thematisiert.

  4. hylozoik
    September 13, 2013 um 8:20 pm

    Hallo,
    Ja in meiner „Weltsicht“ sollte Europa ein eigenes, von Amerika/Russland unabhängiges
    virtuelles Netzwerk haben.
    Das wäre/ist für mich eine Basis in der „Alten Welt“ eine „Neues Leben“ anzufangen.

    Das Internet sollte nicht von einer „Kriegstreiber-Nation & Weltmafia-Vereinigung“
    bestimmt werden. (frei nachzitiert aus Vorträgen: http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Weizenbaum)

    „Qualität vor Quantität“ kann/sollte ein Grundsatz sein.

    Ich bin einfach gestrickt, und nehme daher eher praktische Beispiele wahr.
    Theorie/Textgewitter ohne ergänzende Anschauung/Interviews/Berichte bleiben mir verborgen.

    Ad Hoc Assoziationen: Demeter, Rudolf Steiner, Leopold Kohr, Pestalozzi, Longo Mai, Gäa, Graswurzelrevolution, GLS Gemeinschaftsbank

    Es gab/gibt wohl immer mehr Informationen und als Handelnde, aber zum Einstieg wäre eine Art „HowTo“ hilfreich.

    PS: Aber ich war wohl etwas zu spontan, und werde das noch wirken lassen … 😉

    • September 13, 2013 um 9:03 pm

      Liebe_r hylozoik,

      vielen Dank für Deine Anregungen, von der mir besonders Dein HowTo gefällt. Dorfgeist soll über das Institut / die Akademie besonders diese Aufgabe erfüllen. Das ist vermutlich nicht gut genug rübergekommen. Mal schauen, was wir da noch machen können.

      Herzliche Grüße

      p.s.: und solltest Du selbst schon HowTo´s haben und solchen kennen, die sich lohnen, dass wir auf dorfgeist.de darauf hinweise sollten, gerne genommen 🙂

  5. hylozoik
    September 13, 2013 um 1:24 pm

    Hm, was hat ein „Dorfgeist“ mit einer amerikanischen Datensammler-Organisation wie FB
    und NLP Werbefloskeln am Hut?
    Wird da ein „industrieller Krankheitskeim“ gleich mit eingepflanzt?

    Mein Eindruck: Viel Bla-Bla um Gelder zu lukrieren? … ich zweifle an der redlichen Umsetzung.

    • September 13, 2013 um 1:50 pm

      Lieber hylozoik,
      Vielen Dank für Dein Feedback.
      Wie bringst Du Dorfgeist mit der Datensammler-Organisation zusammen?
      Dürfen in Deiner Weltsicht bestehende Mittel der alten Welt nicht während der Transformation in die neue Welt genutzt werden?
      * Wie z.B. Plattformen, auf denen viele Menschen erreichbar sind, um dort von neuen Ideen zu erfahren.
      * Oder dürfen keine Gelder eingesammelt werden, die wieder zur Unterstützung von Dorfgeist-Projekte im Sinne der Gemeinnützigkeit verwendet werden.
      Ich würde mich freuen, wenn Du Deine gefühlten Vorbehalte konkreter benennen würdest.
      Gerne mit Bespielen, wo Du zu viel Geschwurbel siehst und was Du stattdessen gerne hättest lesen wollen.
      VG Martin

  1. Oktober 1, 2013 um 4:26 pm

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