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Von der Wiege zum Grab … das problematische Schicksal der Menschheit

Teil 1: Von der Wiege zum Grab … das problematische Schicksal der Menschheit
Teil 2: Das Nötige ist Schicksal, das Mögliche ist Freiheit.
Teil 3: Informierte Taten und beziehungslose Daten

Bevor es Sinn macht ein PROBLEM zu lösen, bedarf es der Fragmentierung dieses PROBLEMS in möglichst viele unterschiedliche Probleme, die allesamt Folge des eigentlichen PROBLEMS sind, um überhaupt ein Bewusstsein dahingehend zu schaffen, sich der Lösung des PROBLEMS zu stellen, in Form einer sich einstellenden Motivation. Der Lösungsweg des PROBLEMS ergibt sich dabei, im Laufe der notwendig werdenden Zeit, aus der voranschreitenden Problematisierung besagten PROBLEMS und kann erst begangen werden, wenn die Fragmentierung ihren Höhepunkt erreicht hat. Erst jenseits dieses Höhepunkts, von mir als Zenit der Unordnung bezeichnet, kann die Defragmentierung aller bis dahin zusammengetragenen und ermöglichten Lösungswege einsetzen. Der Zenit ist der (Zeit-)Punkt, an dem das PROBLEM auch endgültig zum Problem derer wird, die bis dahin für jegliches Problem auch eine Lösung parat hatten und (noch) haben. Somit sind wir mal wieder bei den EINEN und den ANDEREN, sprich, uns Menschen und der natürlichen Ordnung aller nichtmenschlichen Lebensformen. Doch bevor ich fortfahre, möchte ich eine Frage in die vernetzte Runde werfen:

Welche Errungenschaft der Menschheit, sei sie materieller, wie ideeller Art, die sich seit der Sesshaftigkeit der Menschen auf der Bühne des Lebens etabliert hat, zieht keine weiteren Probleme für das Leben als Ganzes nach sich ?

Dazu zwei Beispiele:

Toilettenpapier:

Feine Sache, keine Frage, aber wohin mit dem benutzten Papier, zumal in Zeiten, wo Erkrankungen des Darms zum Problem für andere werden können, und obendrein die Herstellung einen Produktionszweig benötigt, der seinerseits neue Probleme schafft ?

Chirurgische Wund- und Knochenbruchversorgung:

Feine Sache, keine Frage, aber ohne Betäubung und sauberes Material und entsprechendes Knowhow der Durchführung und Verabreichung sind weitere Probleme vorprogrammiert, ebenso jedoch auch, wenn sie zur Verfügung stehen.

Zeigt sich hier bereits das Schicksal der Menschheit als weiter fortschreitende Probleme des PROBLEMS, welches aus der Trennung der EINEN von den ANDEREN hervorging, einer Trennung, die inzwischen mehr und mehr zu einer handfesten Entfremdung entartet ist, so dass das HARMONISIERENDE System der ANDEREN, als Cradle-to-Cradle bekannt, inzwischen derart entfernt vom menschlichen Vorgehen des Cradle-to-Grave ist, dass der Höhepunkt dieser Entfremdung, besagter Zenit, nahezu bevorsteht ?

In der Tat dürfte dem so sein, wie der nächste Artikel zu diesem Thema zeigen wird, der in Kürze folgt … den Lösungsweg darlegend, zu dem diese Entfremdung zwangsläufig und notwendigerweise führen wird.

Cradle-to-Cradle

Der natürliche Kreislauf nutzt Vorhandenes aus dem die Natur schöpfen kann, ohne dass es zu Abfällen, zu ungenutzten Resten, kommt, wobei Alles, was zu Abfällen werden könnte, unmittelbar wieder in den Kreislauf zurückfindet, mittels Zersetzung und Verarbeitung durch sogenannte “einfache“ Lebensformen.

Cradle-to-Grave

Der künstliche Kreislauf der Menschen schafft Unnatürliches, das hauptsächlich den Menschen von Nutzen ist und dem natürlichen Kreislauf entzogen wird, unter Ansammlung verschiedenster Abfälle, die mitunter gar nicht, oder nür über sehr lange Zeiträume hinweg, wieder in den Kreislauf, natürlich, wie künstlich, zurückfinden, meist auf Kosten von Menschen, die von der Gesellschaft als “einfache“ Menschen bezeichnet werden.

Gruß Guido

PS: Danke an GERMANIA 2013, die mir die notwendige Energie für diese kleine Artikelserie zur Verfügung gestellt hat 😉

http://www.gold-dna.de

http://www.gold-dna.de/phi.html

Ergänzung durch Martin am 13.09.2013: Der Artikel lässt erahnen, dass eine Lösung eines Problems wieder ein weiteres Problem (meist sogar gleich mehrere?) erzeugt, das es erneut zu lösen gilt. Dieser kleine Film zeigt auf, dass es unmöglich zu sein scheint, aus diesem Teufelskreis ausbrechen zu können:

Gefunden in zu diesem Artikel ebenso passenden Artikel:
Systemarchetypen enttrivialisieren Entscheidungssituationen – Problemverschiebung

  1. September 13, 2013 um 1:01 am

    Zeichnet sich hier ein Lösungsweg ab ?

    http://www.nytimes.com/2013/09/12/opinion/putin-plea-for-caution-from-russia-on-syria.html?src=twr&_r=3&

    Man achte auf den Autor und das Medium.

    Gruß Guido

  2. September 13, 2013 um 1:28 am

    Doch noch ehe man sich versieht, tauchen schon wieder weitere Probleme auf:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-sprechen-russland-demokratische-werte-ab-a-921993.html

    Gruß Guido

  3. federleichtes
    September 13, 2013 um 2:11 am

    „Welche Errungenschaft der Menschheit, sei sie materieller, wie ideeller Art, die sich seit der Sesshaftigkeit der Menschen auf der Bühne des Lebens etabliert hat, zieht keine weiteren Probleme für das Leben als Ganzes nach sich ?“

    Sesshaft ist gut.

    Es ist das Bewusstsein, dass es kein Problem, sondern eine Problematisierung mit immanenter Lösung gibt.

    Auch das Bankwesen ist ja nur ein potenzielles Problem als auch nur ein relatives Problem Die meisten Menschen dieser Erde kennen das „Problem“ Bankwesen gar nicht. Und die vielen verhungernden Kinder werden niemals erfahren warum sie verhungern. Und die meisten Menschen werden niemals etwas erfahren von dem, worüber wir (und viele Andere) hier schürfen – oder wie blöd wir Schürfer sind.

    Das Leben ist unberechenbar – und erst diese Eigenschaft macht ein unbekanntes Problem berechenbar – wenn genügend Raumzeit vorhanden ist.
    Die Natur ist auch nicht berechenbar – sonst wäre sie bereits nicht mehr.

    Dein Thema ist ’ne Wucht – braucht viel mehr Aufmerksamkeit als dieses blöde Bankwesenthema.

    Gruß
    Wolfgang

    Das zweite „l“ bei „ideeller“ist von mir, hier lag gerade ein überfüssiges.

  4. gerd zimmermann
    September 13, 2013 um 3:59 pm

    Lieber Guido

    eigentlich weisst Du am besten, es gibt kein Problem. Warum machen wir ein Problem obwohl es kein Problem gibt. Genial, sich selbst das Gehirn zu verstopfen.

    Die DNA, entschuldige Gold DNA, der Schlüssel zur Bildersprache, im Licht denken. Das ist schon etwas sehr besonderers. Zu wissen DER zu sein. DER EINE.

    Ja, die Antwort ist 42. Sechs mal Sieben. Wer versteht denn überhaupt Matrix. Ist noch Platz an der langen Tafel?

    Warum darf ich das wissen?

    Das Bewusstsein erschaft sich die Welt, oder nach Viktor Schauberger, Ihr bewegt falsch.
    Wärme ist falsch bewegte Energie..

    Warum darf nur ich wissen was Nikola Tesla 1908 in Sibirien gemacht hat. Warum muss ich wissen.

    Alles ist Energie. Es gibt nur ein perpetum mobile. Das Gesamtbewusstsein.

    Wie lange willst Du dich noch selber suchen?

    Guido, schenke reinen Wein ein. Weltkriege hat es nie gegebeben und wird es nie geben, da Materie eine Manifestation des Geistes ist.

    Alles WAS IST, ist IM Geist. Die sieben hermetischen Gesetze. Doktor. Der Doktor ist virtuell.

    Hart aber herzlich.

    Euer Qeurdenker im Geist (vollem Bewusstsein)

    Gerd

  5. gerd zimmermann
    September 13, 2013 um 6:33 pm

    „Auch das Bankwesen ist ja nur ein potenzielles Problem als auch nur ein relatives Problem ..“

    Lieber Wolfgang

    es gibt in dieser Glaxis keine Bank, frage Martina.

    Der Einzige den es gibt ist der paranoide Andreoid Marvin.

    Annomalien gibt es genug, mein Kinderbonus eingeschlossen.

    Gehe mal zum galaktischen Finanzamt und beantrage mal eine Hyperraumumgehungsstrasse und dan Deine Pension. Woher soll die kommen? Wenn es kein Geld gibt?

    Materie ist eine Illusion.

    Ihr wolltet mir nicht glauben, Euer Doktor ist eine Illusion, aber eine Schöne.

    Und niemand wird etwas ändern, es sei denn auf Erde 2. Indische Veden siehe Einstein eingeschlossen.

    Energie besitzt keine Masse.

    E= M x c2 stimmt nicht.

    Wieviel wiegt ein Kilo Strom?

    Euer Querdenker Gerd

  6. September 13, 2013 um 9:14 pm

    Ich meine, unser Entwicklungsenthusiasmus hat uns über das Ziel hinausschießen lassen. Wir denken einfach zuviel oder besser gesagt unser Kopf belästigt uns ständig mit irgendwelchen Gedanken. Sie scheinen wie von alleine zu entstehen und keiner kann sich erklären, wo sie denn wieder herkommen. Wir leben nicht mehr artgerecht, zu mindest sehr viele, also auch ich, von uns. Aber vielleicht mußten wir über das Ziel hinausschießen, weil wir sonst die Grenze der Möglichkeiten nicht finden können. Ich gehe von keiner gesamtgesellschaftlichen Kehrtwende aus. Es werden immer nur die sein, die sich schinden und sich Mühe geben. Den Rest können wie unter der Rubrik „abschreckendes Beispiel“ einordnen. Viele Grüße com. Mike

    • federleichtes
      September 13, 2013 um 10:34 pm

      „Ich gehe von keiner gesamtgesellschaftlichen Kehrtwende aus.“

      Rational gesehen ich auch nicht. Aber wir haben ja noch unsere Geheimwaffen, Germania und Gerd. Die werden’s richten, im entscheidenden Moment das richtige Wort sprechen und die Menschheit so sanft regieren wie der Abendwind, der über das Gräsermeer streicht.
      Ich lege mich wieder hin.

      Danke!
      Wolfgang
      wartet, bis Masse wieder Energie hat.

  7. September 14, 2013 um 2:20 am

    Die natürliche Ordnung findet Lösungen durch unzählige kleine Schritte, der Mensch dagegen will in immer größeren Schritten selbstgesteckten Zielen entgegeneilen. Wir dehnen mehr und mehr die Dringlichkeit aus motiviert zur Lösung des PROBLEMS beizutragen, wodurch sich mehr und mehr Abfall, reaktive Unordnung, ansammeln kann, während die natürliche Ordnung ohne Zeitdruck der Dringlichkeit zur Wahrung der HARMONIE nachkommt.

    Daher braucht es erst unzählige Gedanken und Ideen, bevor auch Taten folgen können.

    Gruß Guido

  8. September 14, 2013 um 2:32 am

    Ein weiters Beispiel für weitere Probleme findet sich auch hier:

    http://www.zeit.de/2013/29/gentests-erfolgschance-kuenstliche-befruchtung-connor-levy

    “Kinderwunschzentren. Hier wird die menschliche Fortpflanzung optimiert. Wells’ Truppe beherrscht die Herstellung von Kindern schon heute weitaus zuverlässiger als die Natur. Auch weitaus effizienter. Und sicherer.“

    Gruß Guido

    • federleichtes
      September 14, 2013 um 3:11 am

      Ich glaube, wir kennen beide das Gefühl im Gebirge „Hallo Echo“ zu rufen, und hinter uns ertönt sogleich ein zehnstimmiger Chor und singt „Arschloch“.

      Kannst Du mir folgen, wenn ich sage: In diesem System geht Nichts ohne das Bankwesen? Und kannst Du Dir vorstellen, ein Mensch (außer Gerd und Anne natürlich) kann in diesem System ohne dieses System leben?

      Die meisten Taten in einer zivilisierten Gesellschaft erfolgen völlig gedankenlos, ich meine, wenn Gedanke Qualität impliziert. Aber hier ist, ich vergaß für einen Moment, ja Murks Qualität. Hast Du Dir das politische Gerangel, hohe Diplomatie genannt, um Syrien mal genauer angehört? Ich meine, losgelöst von dem Inhalten? Ich, meine, wir kommen das mit dem Begriff „Psychopathen“ nicht ganz hin, um das Geplapper beschreiben zu können.

      Sagen wir mal so: Die Intelligenz des Menschen reicht nicht mal aus, um seine Dämlichkeit erkennen zu können. Er wusste nichts von seinem Unbewussten, und hielt das, was er Bewusstsein nannte, für echtes Bewusstsein. Gernegroß, Besserwisser, Plappermaul, alzheimer, Deckel zu. Damit’s den Kindern mal besser geht. Wau!

      Hier hasse ma wat. Grünfink Kind

      Gruß
      Wolfgang

  9. September 14, 2013 um 3:13 am

    “There seems to be only one cause behind all forms of social misery: bigness. Oversimplified as this may seem, we shall find the idea more easily acceptable if we consider that bigness, or oversize, is really much more than just a social problem. It appears to be the one and only problem permeating all creation.Whenever something is wrong, something is too big. And if the body of a people becomes diseased with the fever of aggression, brutality, collectivism, or massive idiocy, it is not because it has fallen victim to bad leadership or mental derangement. It is because human beings, so charming as individuals or in small aggregations have been welded onto overconcentrated social units. That is when they begin to slide into uncontrollable catastrophe. For social problems, to paraphrase the population doctrine of Thomas Malthus, have the unfortunate tendency to grow at a geometric ratio with the growth of the organism of which they are part, while the ability of man to cope with them, if it can be extended at all, grows only at an arithmetic ratio. Which means that, if a society grows beyond its optimum size, its problems must eventually outrun the growth of those human faculties which are necessary for dealing with them.
    Hence it is always bigness, and only bigness, which is the problem of existence. The problem is not to grow but to stop growing; the answer: not union but division. “

    Leopold Kohr

    Wächst etwas über die Proportion hinaus, die im Rahmen der HARMONIE möglich ist, kommt es zu Reaktionen seitens des Lebens, die notwendig sind, um die Proportionen wieder auszubalancieren. Das gilt auch für Probleme, allen voran aber auch für das PROBLEM.

    Gruß Guido

  10. März 12, 2014 um 2:20 am

    Licht … und die Probleme, die es beleuchtet … auch ein interessantes Thema:

    http://nautil.us/issue/11/light/drowning-in-light

    Gruß Guido

  11. September 7, 2014 um 1:34 pm

    „Welche Errungenschaft der Menschheit, sei sie materieller wie ideeller Art, die sich seit der Sesshaftigkeit des Menschen auf der Bühne des Lebens etabliert hat, zieht kein weiteres Problem für das Leben als Ganzes nach sich?“

    Das fallen mir a) Pizza 🙂 und b) der ursprüngliche Ayurveda ein

    Ich habe mal einen Film über Ayurveda gesehen, wie er ursprünglich praktiziert wurde: das war sorgfältig bewahrte Kenntnis der Natur, Sammeln und aufwendiges Zubereiten von Kräutern und Wurzeln, aufwendiges, tagelanges Ölkochen und mit Kräutern versetzen, Behandlung des Menschen mittels Massagen, Pasten, Kräuterpackungen, Lehm – alles direkt der Natur entnommen und direkt an die Natur zurückgebbar, ohne dass künstlicher Abfall zurückbleibt.
    Für eine Kopfbehandlung wurde ein Bananenblatt um den Kopf gerollt und die heilende Paste, das Öl oder was auch immer eingefüllt, und bei dem Ganzen blieb Null Abfall zurück. Die hauptsächliche „Medizin“ ist jedoch die Nahrung, mit der Ungleichgewichte aus Klima, Umwelt, Beziehungen, Persönlichem wieder zurechtgerückt und in einem dynamischen Gleichgewicht gehalten werden.

    Inzwischen ist der Ayurveda natürlich auch längst verhunzt und nicht mehr das, was er mal war. Beispielsweise werden die Öle heute nicht mehr von Hand gerührt, sondern durch Rührmaschinen und die Kräuter werden nicht mehr regional verwendet, sondern exportiert, wodurch mehr Kräuter als erträglich den Biotopen entnommen bzw. in Plantagen angebaut werden. In Plantagen angebaute Kräuter haben natürlich nicht mehr dieselbe Heilkraft wie die, die zusammen mit einer Vielfalt von Pflanzen zusammen gewachsen sind. Natürlich sind auch Heilmethoden, die in Indien für Inder entwickelt wurden, nicht unbedingt 1 : 1 auf andere Kulturen übertragbar. Und natürlich leidet die Qualität des Ayurveda unter der Vergeschäftung, wie derzeit alles.

    Trotzdem ist der Ayurveda für mich ein Beispiel, wie ein in die Natur integriertes menschliches Dasein aussehen könnte. Und weil auch heute noch Spuren der Einheit Mensch und Natur, Körper und Geist sichtbar und erfahrbar sind, ist der Ayurveda für mich die bislang beste Option in Sachen Gesundheit.

    Im Ayurveda gibt es drei Kräfte: die Bewegung (Vata), das Feuer (Energie, Transformation = Pitta) und die Strukturbildung (Kapha). Alles, was ist (Landschaften, Flora, Fauna, Mensch) stellt jeweils eine individuelle Zusammensetzung dieser drei Grundkräfte dar. Bewegung und Strukturbildung sind dabei zusammengesetzte Kräfte. Bewegung bildet sich aus Raum und Luft, Struktur aus den Elementen Erde und Wasser. Auch Jahreszeiten und Planetenbewegungen sind von diesen Kräften geprägt.

    Vor einem solchen Hintergrund sehe ich die Trennung zwischen den EINEN und den ANDEREN etwas anders. Der Mensch ist nicht per Definition/Schicksal/Energetischen Verhältnissen zum EINEN bestimmt, der mit der Ordnung der Natur, also DEN ANDEREN nicht kompatibel ist bzw. dazu bestimmt ist, die Ordnung der ANDEREN herauszufordern.

    In meiner inneren Bilder- und Erfahrungswelt gibt es die Trennung zwischen den EINEN und den ANDEREN in dieser Form nicht. Ebensowenig wie es die Trennung von Körper und Bewusstsein gibt. Auf meinem Lebensweg begegnen mir hin und wieder Menschen, die mir kohärent erscheinen. Es gibt auch Menschen, die sich meiner Ansicht nach mehr in Richtung Kohärenz und Ordnung der Natur bewegen als in die Gegenrichtung.

    Die Medien hingegen liefern mir ein völlig anderes Bild: In allem, was über die Medien vermittelt wird, setzt sich die Cradle-to-Grave-Mentalität mehr und mehr durch.

    Ich denke also, dass nicht Menschsein als solches den Unterschied von den EINEN und den ANDEREN ausmacht.

    Was den Unterschied ausmacht, kann ich nicht genau sagen. An einer anderen Stelle ging es um Akzeptanz (von Leid). Akzeptanz scheint mir etwas Wichtiges zu sein. Da, wo Cradle zu Grave wird, schwindet nicht nur die Akzeptanz von Leid, sondern Akzeptanz generell. An die Stelle von Akzeptanz tritt manchmal Toleranz, aber das ist nicht dasselbe.

    Ich bin in einem Dorf aufgewachsen, wo auch zwei, drei behinderte Kinder zu den Spielkameraden zählten. Dass diese behindert waren, ist mir als Kind, ehrlich gesagt, gar nicht aufgefallen. Die Kinder waren so, wie sie waren. Niemand von uns anderen Kindern hat sich darüber überhaupt Gedanken gemacht. Also ich mir zumindest nicht. Erst als die Behinderung als Behinderung thematisiert wurde – durch die Erwachsenen natürlich – und mir erklärt wurde, dass C. und E. auf eine Sonderschule gehen müssen, ist sozusagen „der Groschen gefallen“. Von genau diesem Zeitpunkt an, wurde aus Akzeptanz auf einmal Toleranz. Ich habe zwar weiterhin mit C. und E. gespielt, aber es war nicht mehr dasselbe wie vorher, und irgendwann waren C. und E. auch nicht mehr dabei.

    Aufgrund dieser Erfahrung halte ich nicht sonderlich viel von Inklusionsschulen. Dort geht es ausschließlich um Toleranz, nicht um Akzeptanz. Für Toleranz ist ein enormer Aufwand nötig, fünf Lehrer, Förderer und Psychologen pro behindertem Kind, dass es auch ja allen anderen Kindern so richtig auffällt, dass ihr Mitschüler „behindert“ ist.

    Auch bei der Reproduktionsmedizin ist Akezptanz kein Thema. Schon sehr seltsam ist, dass Kinder mit Down-Syndrom in unserer Welt nicht willkommen sind, während aber eigentlich nicht lebensfähige Frühgeborene mit einem enormen technischen Aufwand gepäppelt werden.

    Akzeptanz geht irgendwie anders. Ohne diesen großen Firlefanz drumrum.

    • September 7, 2014 um 1:44 pm

      Ja nun es werden seit Jahrzehnten Debatten geführt was denn nun „Toleranz“ und was denn „Akzeptanz“ ist ohne greifbare Ergebnisse. Ja auch Goethe hilft da nicht weiter, das Verständnis ist einfach nicht da, Beharrlichkeit und „fahren mit angezogener Handbremse“ sind wohl Aus-schlag-gebend dafür. Ich meine „das ende der Fahenstange ist erreicht, weil eben im Grunde nicht´s erreicht ist. ES REICHT. ALLES geht vorüber, bekanntlich hat die Wurst ja zwei.

      „Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muß zu Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“
      Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

      • September 7, 2014 um 1:46 pm

        wen es interessiert, mich persönlich nicht mehr.

        http://www.zeit.de/reden/bildung_und_kultur/bellevue_muschg_200217

        • September 7, 2014 um 1:47 pm

          p.s. man beachte das „einstelldatum“ unterhalb der Überschrift 😉

          1. Dezember 1899 01:00 Uhr
      • September 7, 2014 um 2:31 pm

        „Toleranz sollte eine vorübergehende Gesinnung sein. Sie muss zur Anerkennung führen“

        Tja, aber die Anerkennung von was? Es geht doch um die Anerkennung eines erst künstlich eingeführten Unterschieds, den es für eine funktionierende Gemeinschaft gar nicht braucht. Das ist doch die Gemeinheit.

        Akzeptanz: Lebewesen so zu nehmen, wie sie halt eben sind, ohne sich groß Gedanken zu machen.

        Und schon gar keine Gedanken darüber, was für ein großmütiger, toleranter Mensch man doch selber ist, indem man ein Lebewesen erst mittels eines künstlichen Unterschieds runtermacht und in den Dreck tritt, um ihm nachher die Hand zu reichen und es – ach, wie edel – anzuerkennen.

        • September 7, 2014 um 3:30 pm

          und ? das aber ist der sachverhalt, der stand der dinge. und wenn sich schon seit Jahrzenten darüber aus-gelassen wird, ob und was toleriert oder akzeptiert wird (und hier ist die Gesellschaft gemeint) dann ist dies doch so gewollt, eben aus der Unterschiedlichkeit (Künstliche) eben ein Gesellschaftliches Konstrukt zu bilden in dem sich der einzelne dann höherwertiger „fühlen“ kann dem anderen gegenüber.
          Wie nennt man so etwas?

          • September 7, 2014 um 3:31 pm

            Jahrzehnten

          • federleichtes
            September 7, 2014 um 4:01 pm

            Ich nenne das Prinzip faschistoid.
            Der energetisch in sich selbst minderwertige Geist, der durch Ausplünderung Opfer macht und diese DANN als minderwertig BEHANDELT:

            Wir reden hier über eine Ausbeutungs-Behandlungs-Systematik, einer Problematik, weil sie zu einer Ursache-Wirkungs-Ursache werden konnte. Diese ist weder tolerabel noch akzeptabel. Tolerabel ist das Geschwätz darüber, inakzeptabel, es dabei zu belassen. So lebe ich. Punkt.
            Klar also, dass ich mich mit faschistoidem Plünder-Geist nicht an einen Tisch setze.

            Gruß
            Wolfgang

          • September 7, 2014 um 5:30 pm

            Ein solches Verfahren kann man, da stimme ich Wolfgang Federleichtes zu, faschistoid nennen.
            Buchtipp: Carl Améry, Hitler als Vorläufer.

            Ich denke im Moment jedoch über Folgendes nach:

            Es gibt das synthetische Denken, das in der Verschiedenheit das Gemeinsame sucht, um Einheit herzustellen. Es gibt andererseits das analytische Denken, dass im Gemeinsamen die Unterschiede herausarbeitet.

            Normalerweise wird das synthetische Denken, das in Richtung Einheit geht, mit Liebe, Freundschaft, Gott, Wohlwollen, Kooperation in Verbindung gebracht. Das analytische Denken hingegen mit Feindschaft, Fragmentierung, Trennung, Zerfall, Konkurrenz, Teufel.

            Diese Unterscheidung ist grottenfalsch. Sowohl das synthetische wie das analytische Denken können faschistoid-feindselig sein. Umgekehrt können beide Denkweisen lebensfördernd-positiv sein.

            Durch diese falsche Unterscheidung wird das Wesen der Feindseligkeit verschleiert.

  12. Gerd Zimmermann
    September 7, 2014 um 2:10 pm

    Lieber Boeser Bub

    Zeit ist Quatsch.

    …und sie schauen sich auf die Uhren, wie teuer sie doch waren…..

    Im statischen Universum kann ES keine Zeit geben.

    Ich habe Dich ueberschaetzt.

    Zeit ist eine Illusion, gebunden an Raum und Bewegung,
    die ES nicht gibt. ES sei denn sie wird geschaffen.

    Lust auf Meer ?
    Auf Formenlosigkeit ?
    Komm, komm mit, woher Du auch zu kommen GLAUBST.
    ES gibt nur ein GESAMTBEWUSSTSEIN. Den Kosmos als GANZES.

    Gruss Gerd

  13. Gerd Zimmermann
    September 7, 2014 um 2:29 pm

    Warum schreibt mir niemand zurueck, dass ohne Wahrnehmung ALLES viel
    wahrnehmbarer ist ? Z.B. Mechanisch, da unsere Sinne ja nicht mechanisch sind.

    Boeser Bub, Du bist klug.

    Gerd

  14. federleichtes
    September 7, 2014 um 8:14 pm

    Marian

    „Ich denke im Moment jedoch über Folgendes nach:

    Es gibt das synthetische Denken, das in der Verschiedenheit das Gemeinsame sucht, um Einheit herzustellen. Es gibt andererseits das analytische Denken, dass im Gemeinsamen die Unterschiede herausarbeitet.

    Normalerweise wird das synthetische Denken, das in Richtung Einheit geht, mit Liebe, Freundschaft, Gott, Wohlwollen, Kooperation in Verbindung gebracht. Das analytische Denken hingegen mit Feindschaft, Fragmentierung, Trennung, Zerfall, Konkurrenz, Teufel.

    Diese Unterscheidung ist grottenfalsch. Sowohl das synthetische wie das analytische Denken können faschistoid-feindselig sein. Umgekehrt können beide Denkweisen lebensfördernd-positiv sein.

    Durch diese falsche Unterscheidung wird das Wesen der Feindseligkeit verschleiert.“

    Aus meiner Sicht:
    Leben ist zweiseitig angelegt, es erscheint also folgerichtig Ambivalentes – als zwei Seiten einer Medaille.
    Die Zweiseitigkeit ergibt sich mir einerseits als das Streben ins Bewusstsein, andererseits als Streben in die Feindseligkeit. Klar also, dass die beiden instrumentarischen Fähigkeiten (Denkweisen) Analyse und Synthese verschieden einsetzbar sind, eben so oder so. Die Feindseligkeit trennt, was zusammengehört, und fügt Fremdes zusammen. Denken wir an Parasiten bzw. Parasitäres, wird das Prinzip feindseliger Synthese deutlicher. Denken wir an Teile und Herrsche, denken wir an die willkürlich-absichtsvolle politisch gewollte Zerstörung von Gemeinschaften, einen die Asozialität fördernden Wohnungsbau, gar an die widernatürlichen, zur Normalität erhobenen Vorstellungen, wie Sexualität zu funktionieren habe, kommen wir auf das Betätigungsfeld des analytisch-feindseligen Geistes: Natürliche Individualität zu sozialisieren und natürliche Sozialität zu ego-zentrieren.

    In meinem Weltbild suchen wir nicht nach der natürlichen Individualität und einer natürlichen Liebe, sondern nach Mitteln, diese VORHANDENEN Fähigkeiten wieder als Funktion herzustellen. Dass es für diese Absicht eine starke Gegenabsicht gibt, logisch.

    Danke sehr.
    Dir einen guten Abend
    Wolfgang

    • September 7, 2014 um 10:51 pm

      Die Feindseligkeit trennt, was zusammengehört, und fügt Fremdes zusammen.

      Welch ein Satz. Hätte ihn beinahe überlesen, machte eine Vollbremsung und las ihn erneut. Schaut man sich die Realität an, dann sieht man genau das. Wenn das keine Methode zur Maximierung von Unordnung ist, was dann.

      Danke und Gruss
      Guido

      • federleichtes
        September 7, 2014 um 11:15 pm

        Dann schreibe ich Dir noch einen Satz:

        Wenn A Energie und B Geist ist, und beide schöpferisch zusammen wirken, funktioniert das, wenn B das Energie-Eigentum von A nur besitz-mässig verwaltet. Es funktioniert nicht mehr, wenn B denkt, die Energie sei sein Eigentum – und gar nicht an die Rückgabe denken kann.

        Hat’s bei Dir bei der Elohim-Geschichte auch geschnackelt? Bei mir ist der Hase ziemlich fett geworden.
        Wo kommen die Wesen her?
        Warum kommen so viel Wesen? (Überbevölkerung?)
        Holen die sich hier das mögliche Bewusstsein ab und verschwinden dORThin zurück, wo es eine Gesellschaft dringend braucht?

        Ich hätte meine Theorien gerne Richtung Teufel aus dem Fenster geworfen. War wohl wieder nix.

        Wäre gut, wenn Unordnung verstanden würde als die vollständige Abwesenheit von Ordnung. Bisschen schwanger geht doch nicht. Unsere Ordnung hier besteht ja aus einer nicht mehr vorhandenen und einer noch nicht geschaffenen Ordnung. Krautundrüben-Ordnung also, entsprechend die Bilder.

        Gruß
        Wolfgang

        • September 7, 2014 um 11:34 pm

          Die Zunahme von Unordnung ist für Vorkriegszeiten typisch. Das war 1914 auch nicht anders.
          Vor und in Kriegen denkt man gerne mal „absolut“, also in Endlösungen usw.
          Die jetzige Zunahme von Unordnung hat mit dem Status einer Vorkriegszeit zu tun.
          Vielleicht können wir in 50 Jahren noch mal drüber reden, ob der Zenit der Unordnung tatsächlich erreicht ist/war. Oder unsere Nachkommen können das Thema noch mal erörtern.
          Ich halte durchaus weitere Steigerungen für möglich.
          Oder könnt ihr tatsächlich in die Zukunft sehen?

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