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Lasset die Spiele beginnen! Panem?

Die Tribute von Panem begeistern erstaunlich viele Menschen, hält sie sie doch in einer deutlich üblen Welt und damit im Denken darüber gefangen. Viele beteiligen sich am Weiterschreiben dieser äußerst düsteren Welt (Beispiel). Hier der Trailer von Teil 2:


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Sollten wir nicht besser darüber schreiben, wie unsere Welt für alle Menschen zuträglicher gestaltet sein könnte? Sollten wir nicht besser alle unsere Gedanken damit beschäftigen lassen, wie eine Gesellschaft gelingen kann, in der alle Gewinnen und nicht nur Wenige, so wie es den in den blutrünstigen Spielen präsentiert wird?

Genau das dachte sich Yessi Anyone, die ganz andere Spiele in ihrem kostenfreien „eBook“ Der Weg beginnen lässt. Hier ihr Trailer:

Die Idee von Yessi erinnert mich an unsere immer wiederkehrende Diskussion darüber, wohin ich meine Energie lenke. Wenn ich überwiegend nur danach schaue, was schon wieder in der Welt falsch läuft, dann ist es doch genau das, was sich die Herrschenden wünschen: es fehlt mir dann die Energie, die das Neue schafft.

Und genau das scheinen auch die vielen Gewalt zeigenden Filme Hollywoods zu bezwecken. Auch sie lenken von der Beschäftigung mit dem Zuträglichen ab, und gewöhnt uns an brutale Bilder, so dass der Aufschrei doch verhalten ist, wenn z.B. unsere Polizei mal wieder auf Demonstranten prügelt, wie dieses Jahr in Frankfurt während der Blockupy-Demo zu beobachten war.

Ich würde mir wünschen, dass viel mehr dem Vorbild von Yessi Anyone folgten und eher diese positiv stimmenden Geschichten geschrieben und gelesen werden …

Danke an Yessi Anyone!

Yessi Anyone auf Facebook

Nachtrag vom 27.08.2013: Dorfgeist hat Yessi Anyone als Kolumnistin gewinnen können.

 

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  1. August 27, 2013 um 10:44 am

    Das Buch „Die Tribute von Panem“ kenne ich noch nicht, aber ich habe den Film gesehen, da ich immer daran interessiert bin, was jungen Menschen heute so angeboten wird.
    Eigentlich war ich erschüttert, dass eine Frau sich dieses Endzeitszenario ausgedacht hat. Wenn Autorinnen Erfolg haben, dann scheinbar nur durch das gängige Spiel mit den patriarchösen Klischees. (siehe auch Harry Potter oder Tintenherz)
    Diesen ersten Teil der Verfilmung empfand ich als einen zynischen Anti-Menschlichkeitsfilm, obwohl die Geschichte mit einer selbstlosen Tat beginnt! Die Heldin, die 16 jährige Katniss, nimmt nur deshalb an den sogenannten Hungerspielen teil, weil sie den Platz ihrer ausgelosten kleinen Schwester, die vermutlich keine zehn Minuten überlebt hätte, eingenommen hat. Dieser „menschliche“ Akt ist der eigentliche Gegenpart zu den folgenden ununterbrochenen Gewalttätigkeiten.
    Die kleine Rue (eine sehr junge Tribute) besitzt wenigstens noch soviel weiblichen Instinkt das mütterliche Potential der Hauptfigur zu erkennen und sich mit ihr zu verbünden. Auch wenn es ihr letztlich nichts nützt.
    Der Trick der Protagonistin war, eine (Hetero) Liebesbeziehung vorzutäuschen, um zu zweit dieser Hölle zu entkommen. Dass der junge Peeta sich in die taffe Katniss verliebt hat, ist unter den grausamen Umständen und der Aussicht auf einen gewissen Tod nicht verwunderlich. Ihre Weitsicht und ihr Pokerface hat zum Schluss beide gerettet.
    Es ist letztendlich wieder nur einer der unsäglichen Actionfilme, in der diesmal eben auch ein paar (sehr) junge Frauen den sonst typischen männlichen Part des Gewalttäters übernehmen. Katniss handelt zwar überwiegend in Notwehr, ihr bleibt jedoch in dieser hochpatriarchösen Fantasiegesellschaft immer nur die Wahl zwischen blutiger Gegenwehr oder dem Tod.
    Ich frage mich wie sehr unsere Gesellschaft (harmlose) positiv gestimmte Geschichten will. Wo doch Action, Spannung, Gefahr und der heldenhafte Kampf des Guten gegen das sogenannte Böse scheinbar die Basis-Mischung eines Erfolgsroman oder -film ist. Noch haben wir das Problem, dass bestimmte Klischeemixturen einfach auch deshalb gut ankommen, weil sie wie wahnsinnig beworben werden. Außerdem wird als Zielpublikum immer noch der actionhungrige junge Mann bis etwa 35 anvisiert, zumindest von Hollywood. Witzigerweise wird immer wieder festgestellt, dass es mehr Leserinnen, als Leser gibt. Die moderne, oft sehr junge, Frau fiebert auch gern mit ihren HeldInnen mit und Autorinnen haben kein Problem damit, auch Kinder permanent in Lebensgefahr zu bringen.
    Ich arbeite auch an einer Kindergeschichte und es ist tatsächlich nicht einfach, die überall vorausgesetzte oder latent vorhandene Gewaltakzeptanz, aus meiner Vision herauszuhalten. Das wäre zu unrealistisch, meinte eine Testleserin. Aber ich möchte eben nicht realistisch im Sinne von gesellschaftskonform schreiben. Sondern friedlich-futuristisch einen Faden spinnen, der sich durch einen fantastischen Alltag zieht, in einer naturbezogene Ordnung. Und vor allem ohne dabei gewaltsame Eingriffe zu verherrlichen oder diese als normal hinzustellen. Ich will keine Geschichten mehr, die auf Wettbewerb und Zerschlagung des vorhandenen Systems hinauslaufen, um erst aus der Zerstörung heraus die neue Welt entstehen zu lassen, die dann doch nach gleichen Werten aufgebaut ist, wie zuvor. Wenn wir nicht in anfangen in grundlegend anderen Bahnen zu denken, wird sich nie etwas ändern. Ich werde auf jeden Fall die Geschichten von Yessi Anyone lesen, aber…
    Spiele müssen nicht mit Wettkämpfen identisch sein!

  2. August 27, 2013 um 11:16 am

    Nein zu mindestens nicht im Gegeneinander auf allen Fronten.
    Und die Olympischen Spiele sind auch nur der Faden, an dem die Geschichten der einzelnen Personen erzählt wird.
    Es ist schön, dass auch andere Menschen friedlich schreiben wollen. Und friedlich kann auch ganz schön spannend sein – im besten Sinne des Wortes.

  3. August 27, 2013 um 9:33 pm
  4. August 28, 2013 um 6:46 pm

    Wie groß muss sich ein Mensch unverstanden fühlen, wenn er zu allem etwas sagen will, obwohl kein Zusammenhang mit dem eigentlichen Thema zu sehen ist.

    Sechs Kommentare, die andere davon abhalten sich auszutauschen.
    Ich beobachte es nun schon einige Zeit Gerd Zimmerman.

    Ein wirklicher Austausch ist nicht mehr möglich.

    Ich möchte, dass jeder seine eigene Sicht auf die verschiedenen Lebensfacetten darstellen kann.
    Es ist mir aber genauso wichtig, dass jeder die Grenzen der anderen als genauso wichtig nimmt, wie die eigenen.

    Kommentare, die Platz füllen, ohne in den Dialog darüber zu kommen, empfinde ich als kontraproduktiv.

    Für mich sollen die Impulse auch von der Masse verstanden werden. Wir brauchen keine neue Elite, die bestimmt wie das Leben zu laufen hat.

    Anregungen werden in jedem Menschen etwas auslösen. Mal mehr und mal sehr wenig.

    Und durch diese Anregungen hat jeder die Möglichkeit Dinge zu hinterfragen.
    Ist es für mich persönlich passend oder wurde etwas geäußert, das überhaupt nicht zu mir passt.
    Anregungen können Veränderungen herbeiführen, wenn sie dann zur Lebenssituation passend sind. Und übermorgen kann etwas passen, was gestern überhaupt noch nicht wahrgenommen wurde.

  5. August 29, 2013 um 8:25 am

    Lieber Gerd,

    hier muss ich Yess Anyone zustimmen. Es ist auch eine Sache der Achtung vor ihrem Beitrag.

    Daher werde ich Deine nicht hier zum Thema direkt beitragenden Kommentare entfernen. Falls Du sie noch anderweitig brauchst, sag mir Bescheid, ich schicke sie Dir dann zu.

    In der Hoffnung, dass Du unsere Motivation verstehst, wünsche ich Dir noch liebe Grüße in Unsiversum
    Martin

    • federleichtes
      August 29, 2013 um 11:11 am

      Ich war unsicher, wie Du reagieren würdest. Klar, ist nicht gerade schmeichelhaft für mich.

      Das Leben gaukelt uns Rationalität vor. Tatsächlich entscheidet das Leben auf eine Weise, die wir als irrational empfinden, aber es handelt sich bei diesen Entscheidungen um eine „dem Leben eigene Rationalität“. Wir profitierten, gerade hier auf Deinem Blog, bereits sehr häufig von der nicht-thematischen, „schrägen“ Entwicklung einiger bedeutsamer Themen – indem wir den natürlichen Entwicklungs-Fluss nicht störten.

      Die meisten, ich behaupte das einfach mal, Kinder werden zivilisiert in einem lebensfeindlichen Sinne, und zwar, weil sie rational gelenkt werden.

      Ich wünsche mir wirklich eine andere Welt, und ich werde dieses Rational-Zieh-Muster deswegen nicht anwenden.

      Dir einen guten Tag.
      Wolfgang

  6. August 29, 2013 um 12:19 pm

    Ich empfinde es auch oft als bereichernd, wenn neue Facetten in eine Diskussion kommen. Diese sollten dann aber Raum für andere lassen.

    • federleichtes
      August 29, 2013 um 2:47 pm

      Wir arbeiten hier in einem „Modus“.
      Der für mich – dankenswerterweise – natürlich – gewachsen ist. Und ich erinnere mich wirklich sehr gerne an meine ersten Monate hier, als mir ein Mike erschien, als würde er meine Themen kaputt schreiben wollen. Heute vermisse ich ihn.

      Für mich persönlich gibt es einen „Messpunkt“:
      Wie sehr (thematisch tief und zeitlich lange) kann ich einen Menschen annehmen, ihn begleiten, ihm zur Seite, an der Seite seiner Nöte und Bedürfnisse stehen.

      Dazu ein Erlebnis von gestern. Wir waren auf dem Weg zum Botanischen Garten, dem Weg, der durch ein Naturschutzgebiet führt, ein Gebiet, das weder befahren werden darf noch darf man die Wege verlassen. Ich sah eine Frau mit ihrem freilaufenden Hund im Unterholz herum kriechen und wartete auf sie:
      „Sind sie in einem Alter, in dem sie lesen können?“
      Sie sagte ja, und ich sagte:
      „Das Verlassen der Wege ist streng verboten“.
      Und ich sagte:
      „Hunde frei laufen zu lassen ist eine Todsünde“.
      Und ich sagte, antwortend auf ihren ungläubigen Blick:
      „Wollen sie eine Anzeige, dann rufe ich die Polizei“.
      Worauf sie mit eher weinerlicher Stimme sagte:
      „Der Hund macht doch gar nichts“.

      Ich antwortete ihr mit einem kriegerischen Grunzlaut und einer erbosten, wegwerfenden Handbewegung, hochgradig erregt von so viel gutbürgerlicher Einfältigkeit, und stampfte schimpfend Susanne hinterher, die sich, vorsorglich, von dem Szenario entfernt hatte – sie kennt mich.

      Und was lernen wir daraus?
      Die Frau lernte nix, und ich stand da wie ein Hilfschüler, der die einfachsten pädagogischen Regeln nicht zu verstehen in der Lage ist.

      Und nu?
      Ich werde mir das nächste, in bürgerliches Glanzpapier eingewickelte „Monster“ wieder vornehmen, vielleicht solange, bis ein Ehemann hinter einem Baum hervor tritt und mir die Fresse poliert. Natürlich in völliger gutbürgerlicher Corectness.

      Gruß
      Wolfgang

  7. August 29, 2013 um 3:47 pm

    Bewusstsein zu schaffen, wird nicht bei jedem gelingen.
    Das ist auch nicht die Aufgabe.
    Wir können alle nur Impulse geben und das Gegenüber entscheidet, was es ignoriert, gedanklich zulässt oder auch für sein Handeln nutzt.

    Und das Gegenüber ist jeder – direkt, virtuell – in allen Formen der Kommunikation.

  8. August 30, 2013 um 12:49 pm

    Lieber Wolfgang, entschuldige, dass ich jetzt einmal persönlich werde, aber die Drohung mit der Polizei finde ich gelinde gesagt, unterste Schublade … ich überlege gerade, wie ich wohl reagieren würde, wenn mir mein Hund ausgebüchst wär und mich jemand so angemacht hätte? Zumindest hätte ich mich nicht wie eine „Hilfsschülerin“ abkanzeln lassen. Bewusstsein hin oder her … ich gehe immer erst mal davon aus, dass es für den Anderen Gründe gibt sich so zu verhalten und in der Regel unterstelle ich meinen Mitmenschen per se keine Straftaten. Wahrscheinlich hätte ich gefragt, ob ich ihr helfen kann und im folgenden Gespräch einfließen lassen, warum in einem Naturschutzgebiet die Wege nicht verlassen werden sollten, weder von Hund noch von Mensch – Deeskalation statt Konfrontation. Aber vielleicht bin ich zu gutgläubig und die Welt ist doch voll von Gesetzesbrechern. Die Frage ist doch, wie sehr und mit welchen Methoden müssen wir unsere Mitmenschen „erziehen“.
    Da ich keinen Hund habe, würde mir auch kein solcher davon laufen, aber seit Jahren gehe ich immer wieder mit (kleine) Enkelkindern durch die Gegend und Kinder können, wie wir wissen, so ungestüm sein wie junge Hunde (jedenfalls wenn sie artgerecht aufwachsen dürfen).
    Da ruiniert „der Mensch“ seit Jahrhunderten die Natur und jetzt versucht er mit eingezäunten Naturschutzgebieten zu retten was zu retten ist und verdonnert seine (für „unmündig“ erklärten) Mitmenschen sich in diesem System angepasst zu bewegen… ich finde diese Dimension des „brav seins“ fast schon obszön…

    • federleichtes
      August 30, 2013 um 4:05 pm

      Hab‘ leider gerade nur sehr wneig Zeit, liebe Stephanie. Du sagst:

      „Aber vielleicht bin ich zu gutgläubig und die Welt ist doch voll von Gesetzesbrechern. Die Frage ist doch, wie sehr und mit welchen Methoden müssen wir unsere Mitmenschen „erziehen“.

      Unsere Erfahrung ist, Menschen lassen sich nicht erziehen. Sie sind gleichgültig und desinteressiert, egomanisch-selbstherrlich-rücksichtslos in ihrem auftreten, und different in ihren die Handlungen reflektierenden Echos – KEINESFALLS jedoch einsichtig. Insofern stand die Begegnung mt dieser Frau nicht unter dem pädagogischen Stern des Wohlwollens, sondern der Wut auf menschliche Eigenschaften, deren Folgen wir täglich mehrfach begegnen und sich in der Konsequenz subsummieren, dass diese Welt schon bald entscheiden wird, ohne Menschen weiter zu existieren: Tiere und Pflanzen, Wälder und Wasser und Luft brauchen Menschen nicht.

      Nein, der Hund war nicht weggelaufen, nein, die Frau kam nicht zufällig vom Wege ab. Sie ignorierte die Hinweisschilder, schützenswerte Pflanzen und Tiere zu achten, Rücksicht zu nehmen – im eigenen Interesse! Was hat das bitteschön mit „brav-sein zu tun? Und der, in diesem Fall ich, soll brav und verständnisvoll umgehen mit einem Menschen, der meine ur-eigensten Interessen verletzt? Ein Jäger hätte den Hund erschossen. Ein Polizist hätte die Personalien der Frau aufgenommen und eine Anzeige erstattet. Wäre ich der Richter geworden, sie hätte ein paar Jahre in einer Baumschule arbeiten dürfen, nicht als Strafe, sondern damit sie ihr Gemüt befrieden kann.

      Gelegentlich schreibe ich hier von unseren Erlebnissen. Kleine Hinweise darauf, wie unsere Gesellschaft gestrickt ist, um plausibler zu machen, was im Kleinen läuft, und warum es im Großen genauso läuft. So wie es keine Pädagogik für die Hundehalter gibt, gibt es auch keine für die Welt-Gesellschaft. Die Einen verelenden die Welt, und die anderen müssen darin leben.

      Die Einen wissen nicht, was sie machen,
      und die anderen machen, was sie wissen.

      Und uns bleibt nicht viel mehr, als auf eine Gerechtigkeit zu hoffen, dass die Einen in der Wüste nach Krumen suchen werden, und die Anderen sie verstecken dürfen.

      Dir einen guten Tag.

      Wolfgang

      Kurz hinterher:
      Überlege bitte mal den folgenden Ansatz:
      Die Verschiebung der Rechenschaft. Nicht der Frevler steht im Fokus, sondern der, der den Frevel reflektiert.
      Erinnert mich (orgendwie) an das Wesen der Rache, die der Verbrecher gegen den Richter hegt.

    • August 31, 2013 um 9:40 pm

      Entschuldigt den verspäteten Nachsatz von mir zum Thema „Hund und Natur“.
      Weißt Du, liebe Stephanie, Wolfgang hat ganz einfach recht, Polizei und Gesetze oder nicht, Sklave oder natürliche Person kann ich da ganz außen vor lassen.
      Vor Jahren hab ich mich mal mit einem Förster unterhalten, es ergab sich so wie sich Wolfgangs Gespräche auf seinen „Wegen übers Land“ ergeben. Der Förtser jedenfalls erzählte mir, dass ihn frei laufende Hunde von Stadtbewohnern und anderen nicht mit der Natur verbundenen PERSONEN wahnsinnig aufregen, weil sie : „Erstens ihre Tölen nicht im Griff haben.“ Und die dann zweitens bspw. junges Wild reißen, ohne dass eine Notwendigkeit besteht, denn das Dosenfutter steht ja schließlich zu Hause, und Herrchen oder Frauchen öffnen die Futterdose schon. „Glauben sie mir, wenn sie das einmal hören wie so ein Köter ein junges Kitz reißt, die Schreie lassen das Blut in den Adern gefrieren.“ Stimmt, ich habs einmal gehört, das reicht für mehr als ein Leben.
      Also draußen in der Natur gehören diese verfluchten verwöhnten Tölen ganz einfach an die Leine, das hat was mit Liebe zur Natur zu tun, dem Rest der uns geblieben ist. Und Punkt. Jeder der eine nicht nachdenkende Person ohne großen Firlefanz darauf aufmerksam macht hat meine Hochachtung.
      Schönen Abend in die Runde
      Martina

      • September 1, 2013 um 1:22 pm

        liebe Maretina, gewiss ist es so, dass es diese verwöhnten Stadt-Hunde und ihre ignoranten Herrchen und Frauchen gibt, nur ist das nicht das eigentliche Problem.

        Wir richten uns in einer vorhandenen Welt ein und wollen, dass sie so bleibt, auch wenn uns manches gegen den Strich geht, im besonderen die nicht konformen Mitmenschen.
        Der Durchschnittsbürger erwartet, dass sich alle angepasst verhalten – um nicht beunruhigt zu werden und um sich halbwegs sicher zu fühlen.
        Unsere derzeitige Traditionsgesellschaft hat kaum noch tiefe Wälder, sondern eher sehr viele dunkle Wurzeln. Heute sind zwar Förster und Jäger nette Leute, die sich nach Forstgesetze richten und um die gestutzte Natur kümmern. Denn unsere Wälder sind größtenteils nur eine Art Garten. Das heißt, sie bestehen schon seit langem aus riesigen Flächen gezielt aufgeforster oder künstlich angelegter Bewaldungen. Nutzwald nennt sich das wohl.

        Klar geht man heute inzwischen behutsamer mit der Umwelt um und hat gewisse Nachhaltigkeiten im Blick. Aber eben aus einem bestimmten Kalkül heraus und das ist keine Bambi-Idylle.

        Einen Hund halten ist für den besagten Durchschnittsbürger eine Art Privatvergnügen und das bedeutet: die Interessen einer einzelnen Person ordnen sich einem anonymen Gesamtinteresse unter und dieses wiederum wird, wie wir wissen, durch Besitzverhältnisse geregelt.
        Ein Hund, der wildert darf also auch heute noch erschossen werden. Es gab eine Zeit, da durfte auch ein menschlicher Wilderer erschossen werden. Aber nicht weil das arme Kitz im Todeskampf so fürchterlich schreit, sondern weil das Wild meist heute wie damals einen „Besitzer“ hat.
        Leider habe ich immer noch nicht ganz verstanden an welcher Stelle Wolfgang Recht hat – tut mir leid!

        anbei noch zum Thema einen Link zu einem älteren Blog-Post:
        http://stephanieursula.blogspot.de/2011/02/naturlich.html

  9. August 30, 2013 um 1:10 pm

    … noch ein Nachschlag – ich weiß, dass du mit dem Hilfsschüler dich selbst gemeint hast, aber darum geht es imho doch, wir sollten alle aus dem „Schülerstatus“ heraus treten und uns erwachsen auf Augenhöhe begegnen. Natürliches friedfertiges Verhalten und unsere tiefsitzenden Instinkte in der Begegnung mit Fremdverhalten, sind vielleicht durchaus deckungsgleich. Freilaufende Aggressionen jedoch eher ein antrainiertes Verhalten, dass sich immer wieder bahnbricht, weil wir es einmal so lernen mussten.
    Seit wann mag es wohl zum menschlichen Repertoire gehören, im Anderen grundsätzlich den Schädling, den Feind, den Gegner zu vermuten? Interessanter weise habe ich bei diesem Beispiel wieder einmal festgestellt, dass ich innerlich bereit bin mich eher mit dieser Frau und dem Hund solidarisch zu erklären, als mit den anonymen Gesetzgebern. Gewiss sind Naturschutzgebiete so was wie eine moderne Notwendigkeit… aber der wahre Naturschutz sollte auf ganz anderen Ebenen stattfinden…

  10. August 30, 2013 um 1:15 pm

    Liebe Yessi,
    wir kennen uns noch nicht, aber dein ebook werde ich auch lesen, .
    Liebe Stefanie, wir kennen uns auch noch nicht, ABER…
    bei Deinen Beitrag hakt es bei mir. 1.Der Mensch ist eine natürliche Person.
    Ein Hund ist laut BGB eine Sache. Ein Hund kann (sollte) nie mit einem Kind
    (natürliche Person verglichen werden.
    Ein Hund büchst nicht mal eben aus. Entweder ist er angeleint oder nicht.!
    Wenn so ein Hund auf ein Kind von 2-3 Jahren zuspringt, bekommt das Kind einen Schreck fürs Leben, auch wenn er nur spielen will..
    „Artgerechtes “ Aufwachsen von Kindern gibt es nicht ! Kinder sind Menschen und keine Art.
    Grammatikalisch meintest du auch die Hunde.
    Ich, als freier Mensch gehe dahin, wo ich WILL.
    Ob da jemand Naturschutzgebiet oder militärisches Sperrgebiet draufschreibt ist mir ziemlich egal.Egalite = Gleichheit
    Es gibt aber eben Gesetze, die das Zusammenleben in der Gemeinschaft regeln.
    Lebt man in einer Gemeinde mit Hundeleinenzwang, muss man sich dran halten, oder mit den Konsequenzen leben.
    Dies nur in Kürze
    liebe Grüße von Ralf

  11. August 31, 2013 um 11:25 am

    @ diebeyers … deine etwas längere Zurechtweisung habe ich zur Kenntnis genommen und möchte nur auf einen Punkt eingehen: „…“Artgerechtes ” Aufwachsen von Kindern gibt es nicht ! Kinder sind Menschen und keine Art…“
    Ein Menschenkind ist ebenso eine natürliche Person wie ein erwachsener Mensch und der Mensch an sich ist eine Säugetierspezies und auch für diese gibt es ein natürliches, ein artgerechtes Sein. Der Hund mag ja laut BGB eine Sache sein, für mich ist er ein Lebewesen, dem ich ebenfalls das Recht einräumen möchte artgerecht zu leben.
    Die artgerechte Art und Weise ein Menschenkind ins Leben hineinwachsen zu lassen ist uns in unserer, patriarchös durchwirkten, Gesellschaftsgegenwart vielfach abhanden gekommen. Ich habe (als zwölffache Großmutter) keine Probleme damit Kinder mit jungen Hunden zu vergleichen. Jedes Jung(säuge)tier spielt, ist wissbegierig, erfährt die Welt auf seine artgerechte Weise. Und auch der ausgewachsene Hund hat einen natürlichen Freiheitsdrang. Dass der Mensch sich erdreistet Hunde und andere „Haustiere“ zu halten und seinen Regeln zu unterwerfen, ist ein Fass, dass ich hier nicht auch noch aufmachen möchte.
    Und ja, ein jedes Menschenwesen trifft, so es nicht daran gehindert wird, Entscheidungen und trägt letzten Endes auch die daraus entstehenden Konsequenzen (wenn wir allerdings der modernen Hirnforschung glauben, gibt den sogenannten „freien Willen“ nicht 😉 ).
    „Der Mensch“ regelt leider nicht nur sein Zusammenleben, sondern fühlt sich berufen die ganze Welt zu regeln und zu kontrollieren. „Er“ sollte sich weniger überheblich zeigen und anfangen sich wieder als einen Teil der Natur zu begreifen. Dann braucht es auch keine Naturschutzgebiete, dessen Wege wir nicht verlassen dürfen. Denn wahrscheinlich wird dann der Mensch als bewusster und respektvoller „Naturteilnehmer“ von sich aus nicht mehr als nötig die andern Lebenskreise stören. Aber das ist eher eine Zukunftsvision und ein weites (Energie)Feld…

    • August 31, 2013 um 11:32 am

      „Der Mensch“ regelt leider nicht nur sein Zusammenleben, sondern fühlt sich berufen die ganze Welt zu regeln und zu kontrollieren. „Er“ sollte sich weniger überheblich zeigen und anfangen sich wieder als einen Teil der Natur zu begreifen. Dann braucht es auch keine Naturschutzgebiete, dessen Wege wir nicht verlassen dürfen. Denn wahrscheinlich wird dann der Mensch als bewusster und respektvoller „Naturteilnehmer“ von sich aus nicht mehr als nötig die andern Lebenskreise stören. Aber das ist eher eine Zukunftsvision und ein weites (Energie)Feld…

      Diese Einstellung gefällt mir.

    • federleichtes
      August 31, 2013 um 12:49 pm

      „Dass der Mensch sich erdreistet Hunde und andere “Haustiere” zu halten und seinen Regeln zu unterwerfen, ist ein Fass, dass ich hier nicht auch noch aufmachen möchte.“

      Schade.
      Thematiach würde damit zu erhärten sein, dass viele Menschen am Meisten von dieser (verrückten) Welt lernen: Sie sind verrückt. Und weiter lernen: Sie bleiben verrückt, beharrlich in die Existenz betreffenden zerstörerischen, destruktiven Prozessen verhaftet. Die zu verändern nicht mal (oder nur selten) mit Gewalt gelingt. Im Gegenteil entsteht aus dem Willen Vernunft zu erzwingen noch mehr Unvernunft, herausragend dabei die Gewalt.

      „Sollte, würde, wäre“ ziehen argumetativ (jedenfalls bei mir) nicht. Auf die Bühne, auf der Mensch sein Leben tanzt, schmiert sich automatisch immer neue, immer wirksamere Seife auf’s Parkett. Das ist das Lebensmuster, ihn zu Fall zu bringen, so oder so. Dass er DIESE polarisierte Welt im Außen ändern will, könnte man verstehen. Dass er aus dem Schraubstock seiner inneren Ambivalenz flüchten möchte und dieses – ohne über die geeigneten Mittel dafür zu verfügen – imer wieder versucht, ist unvermeidlich: Es ist schlicht sein Job, Probleme erscheinen zu lassen und nach Lösungen zu suchen. Zum Beispiel das Phänomen „Artgerechter HALTUNG“ zu verstehen. Oder wie es sein kann, die bereits erheblich verseuchte Welt unter verelendeten Menschen lebend als Abenteuerspielplatz zu empfinden.

      Aber wir kennen das Phänomen „ich muss etwas tun, damit’s mir besser geht“, das nicht erst im Mittalter beim Abfackeln von Frauen (mit christlichem Feuer) entstand. Ja, Abenteuerspielplatz. Nach dem letzten Krieg sortierten alte Frauen Trümmer, heute wühlen sie in den Abfällen – konterkariert mit der jubelnden Masse, wenn Christen von wilden Tieren zerfleischt wurden; heutzutage laufen diese Spiele ähnlich, der Geist ist derselbe bei jubelnden Menschen, deren Sadismus-Partei gerade an die Macht kam.

      Im Menschen ist Vielerlei angelegt – worden. Mit dieser Erkenntnis kann man sich begnügen.

      Gruß
      Wolfgang

  12. September 1, 2013 um 11:04 am

    lieber Wolfgang, dann mach du doch das „Fass“ auf, mir schien es vom hiesigen Thread zu weit weg zu führen. Die Haltung anderer Lebewesen durch Menschen ist noch mal ein gewaltiges Thema.

    Ich muss leider feststellen, dass du dich in Gedankenkategorien bewegst, denen ich meistens nicht wirklich folgen kann bzw. ich fühle mich davon weder angesprochen, noch weiß ich so recht wohin mich deine Beispiele führen sollen? Ich habe einen recht guten Blick in die Geschichte und mit dem Phänomen Hexenverfolgung und den bis in unsere Zeit reichenden Ausläufern kenne ich mich gut aus. Aber wie genau verknüpfst du diese Beispiele nun mit dem Thema?

    Wir leben, so scheint es mir, in sehr verschiedenen (Erfahrungs)Welten. Ich weiß zwar durchaus wie unsere knallharte patriarchale Gesellschaft tickt, aber ich möchte mich nicht damit abfinden. Mir ist zwar die gewaltbereite Welt, die uns umgibt ein Gräuel, aber ich bin mir ihrer bewusst. Um das Grauen abzuweisen und ihm Einhalt zu gebieten, kann ich manches tun. Beispielsweise die Begeisterung für Literatur und Filme von der Art „Panem“, im Gespräch mit den Kindeskindern relativieren und die fragwürdigen Motive einer solchen Erfolgsgeschichte transparent zu machen.

    Und dann lese ich hier: „Ein Jäger hätte den Hund erschossen. Ein Polizist hätte die Personalien der Frau aufgenommen und eine Anzeige erstattet. Wäre ich der Richter geworden, sie hätte ein paar Jahre in einer Baumschule arbeiten dürfen, nicht als Strafe, sondern damit sie ihr Gemüt befrieden kann.“

    Wenn sich nur alle, und besonders die Anderen, an Gesetze und Gebote halten, ist die Welt in Ordnung? Wie weit sind wir denn dann noch von Panem entfernt?

    Aber kommen wir nochmal auf den Punkt zurück: Wie und Wann ist die übliche, unhinterfragte Art der Erziehung zu Gehorsam, zur absoluten Anpassung und zur Unterwerfung unter eine anonyme Gesetzgebung zur gegenseitigen Standardleistung geworden?

    Dabei geht es mir zum einen darum, ob das, was wir heute als „Erziehung“ bezeichnen sinnvoll und „artgerecht“ ist und zum anderen, ob wir es schaffen mit Geboten, Vorschriften und Strafgesetzen uns untereinander, im persönlichen wie im kollektiven Kontext, in eine soziale Balance zum Wohle aller zu bringen.

    Die aktuelle Art der Erziehung, mit der wir als Kinder schon konfrontiert wurden und die genau genommen nie wirklich aufhört, ordne ich derzeit noch als ein fieses Machtmittel ein, um tradierte Strukturen zu erhalten.
    Andererseits stammen wohlwollende Zugewandtheit und fürsorgendes Miteinander aus dereinst natürlichen Kreisläufen innerhalb sich selbst organisierender Lebenssystemen, in die sich so integriert wurde, dass sie für die Lebensgruppen der Menschenart gedeihlich waren. In unseren menschlichen Anfängen gehörte diese soziale Balance zu den kooperativen, egalitäre und konformen Interaktionen in einer Lebensgruppe, um für den hilflosen Nachwuchs in der prallen Natur die notwendige Schutzsphäre zu stellen. Die Erhaltung der Art ist das Grundkonzept im menschlichen Sein, das ursprünglich die sozialen Regeln bestimmte. Und warum weise ich immer wieder auf die Anfänge hin? Weil wir uns so unglaublich weit davon entfernt haben.

    Ein Teil meiner Arbeit ist für mich auch, die Ursachen zu erforschen, die zu dem zerstörerischen Aktionismus unserer Art geführt hat. Der zivilisierte (anonyme) Mensch, bedroht sich gegenseitig und erzwingt über Legislative und Exekutive das Wohlverhalten der anderen. Der „Konsens“ findet auf virtueller Ebene statt und wir bewegen uns durch einen Alltag, in dem uns die meisten Menschen fremd, unbekannt und bezugslos begegnen.

    Zitat Wolfgang: „…Aber wir kennen das Phänomen “ich muss etwas tun, damit’s mir besser geht ”, das nicht erst im Mittalter beim Abfackeln von Frauen (mit christlichem Feuer) entstand…“

    Also ich kenne das nicht. Heißt das, du unterstellst per se allen Mitmenschen, das sie grundsätzlich zum Schaden anderer etwas tun, damit es ihnen „besser geht“. Was für ein „Besser“ soll das denn sein?
    Es gibt schon Gründe und genügend Drahtzieher, die dafür sorgen, dass die Welt so ist wie sie ist. Aber nicht weil der Mensch mit Boshaftigkeit, Gedankenlosigkeit und Gier ausgestattet auf die Welt kommt. Sondern weil die aktuelle, kollektiv und individuell, Besetzung der „Erzieher“, Vorbilder oder Einpeitscher, das anfangs hilflose Individuum zu gewissen Reaktionen auf die Welt ermuntert oder nötigt.
    „…wir kommen auf die Welt und die Welt ist schon da!“ – ist mein Lieblingszitat von Harald Lesch. Und die derzeitige Erscheinungsform der Welt so zu ändern, dass unsere Kindeskinder noch in ihr leben können und verantwortungsvoll damit umgehen, das ist unsere Aufgabe, deren Richtwerte wir aber schon selbst festlegen müssen.

    • September 1, 2013 um 11:06 pm

      Es gibt schon Gründe und genügend Drahtzieher, die dafür sorgen, dass die Welt so ist wie sie ist. Aber nicht weil der Mensch mit Boshaftigkeit, Gedankenlosigkeit und Gier ausgestattet auf die Welt kommt. Sondern weil die aktuelle, kollektiv und individuell, Besetzung der „Erzieher“, Vorbilder oder Einpeitscher, das anfangs hilflose Individuum zu gewissen Reaktionen auf die Welt ermuntert oder nötigt.

      Liebe Stephanie,

      genau das ist es, was einen immer wieder Fragen lässt: „gibt es einen freien Willen?“

      Wenn wir uns anschauen, wie viel Spielraum uns gegeben wird, etwas frei zu entscheiden, dann bleibt unterm Strich doch nicht mehr allzu viel übrig, zumindest, wenn man nicht als Aussätziger behandelt werden möchte.

      Ich hatte gestern mal wieder Gelegenheit, während einer Zugfahrt zu diskutieren. Ging es doch um die Befreiung der Menschen aus der Leibeigenschaft. Dabei stellten wir folgende Theorie auf:

      Im bis dahin herrschenden Feudalimus gehörten 90% der Menschen ihren Herren. Diese Menschen arbeiteten zu 90-95% auf dem Land (Farming)

      Mit der Industrialisierung mit Beginn des 18. Jahrhunderts kamen plötzlich Fabrikbesitzer und Händler auf die Bühne, die auch Menschen als Ressource brauchte und konkurrierten nun mit den adligen Großgrundbesitzern.

      Und was geht da besser als einen geschickten Schachzug zu machen: man wiegele die Leibeigenen auf, sich zu „befreien“ hin zur staatsbasierten Republik.

      Die weiterhin Mittel- und Grund-losen Ex-Leibeigenen konnten sich nun frei entscheiden, bei welchen Lohnherren sie ihren Leib nun zu Markte tragen wollten.

      Ein wenig mehr Lohn als bei den Adligen zog die Menschen in die Fabriken der Neureichen.

      Unterm Strich bleibt festzustellen: das Herrschen ist geblieben, nur die Macht-Clique hat sich gewandelt. Und ja, es gibt da ein wenig Spielraum der Entscheidung. Etwas mehr freier Wille, so man nicht zu den Verlierern dieser Gesellschaft gehört …

      Mein Vater erzählte mir, dass er in der Schule noch den Rohrstock kennengelernt hat. Also waren die Meme des Zeitalter der Leibenschaft/Sklavenrei auch nach 150 Jahren Befreiung von ihr in den Köpfen der Menschen …

      Auch heute ist noch viel davon da, nur in subtileren Vorgehen enthalten, z.B. in der subjektiven Notengebung der Lehrer.

      Aber ich spüre, dass die Jungen sich nun endgültig von diesen Mechanismen loslösen. Wir dürfen gespannt sein.

      Viele Grüße
      Martin

  13. September 1, 2013 um 8:25 pm

    Hallo zusammen,
    M.e. ist der einzige Zweck solcher Hollywoodschinken Ablenkung und Verblödung!
    Wenn man bedenkt, das die Mondlandung, der 11.9. und wahrscheinlich noch ein paar andere „Wahrheiten“ alle aus Hollywood kamen und kommen, sollte man sich immer fragen,

    CUI BONO

    Übersetzung

    wer hat davon Vorteile? Wem gereicht dieses Ereignis zum Vorteil?

    Aktuell fällt mir natürlich die US-Strategie gegen Syrien ein und vieles mehr.

    Auch ich dachte bis vor 2-3 Jahren, ich hätte eine Ahnung von Geschichte und Politik.
    Ich studierte in Konstanz Politik, Soziologie, Philosophie und andere Dinge, nur um zu erkennen, und das mit jetzt 54 Jahren, dass fast alles falsch war oder vom Mainstream
    verbogen wurde.

    Die komplette Geschichtsschreibung muss auf den Prüfstand.

    Es ist aber bei uns über die Erziehung,Schule, Medien alle REALITÄT (Real-das Königliche) so in die Köpfe eingebläut worden, dass wir da nur schwer rauskommen.

    Bitte prüft ein paar Wirklichkeiten

    Auschwitz und IG Farben
    Die sogenannte BRD und Souveränitäthat den
    Demokratie und wahre Bedeutung
    Geldsystem und Privatbanken und ESM
    UCC = Universales Handels Recht

    Überlegt euch folgendes: Wer hat den Nobelpreis erfunden? Nobel ,der Dynamit zum zerstören erfunden hat.
    Man braucht sich nicht wundern, dass Kissinger, Obama die EU der Dala Lamai und Mutter Theresa den Nobelpreis bekommen.
    Immer fragen:

    CUI BONO

    ganz liebe Grüße in die Runde
    Sei Wasser. sei Wind, sei Tag und sei Nacht
    Sei Licht
    Ralf

    • federleichtes
      September 1, 2013 um 10:11 pm

      Beschreibst Du ein Problem, das darin besteht, dass auf der einen Seite ein Geist mittels Täuschung und Tarnung. Intrige, Lüge und Verrat, statt ein versprochenes Wohl ein geplant4s Elend über die Menschen bringt? Und auf der anderen Seite Menschen sind, die das SPIELE GEGEN SICH SELBST (und ihr Kinder und Familien und Freunde) mitspielen, ohne über ein Bewusstsein zu vefügen, das allein dieses Spiel (vielleicht liefert Solveigh noch ein paar ihrer würzhaft-trefflichen Adjektive dazu) durchschauen könnte?

      Relevante Tatsache ist, dass nur hier in Deutschland Hunderttausende Waffen produzieren – und zum Beispiel Panzer bauen, ohne zu „bedenken“, dass diese Panzer ein Schussfeld von 360 Gradf haben. U-Boote für den Frieden der Welt bauen, den verelendeten Teil des Volkes beschimpfen weisen auf die Abgründe im Menschen, die er brav bedient wie das Licht die Motten.

      Und nu?

      Dir einen guten Abend.

      Wolfgang.

    • September 1, 2013 um 10:50 pm

      Ja, CUI BONO hilft definitiv weiter. Und Deine Fragen zu stellen und die Antworten zu entdecken auch 🙂 Martin

    • September 2, 2013 um 9:11 am

      Hollywood wird ja auch die Traumfabrik genannt und ich frage schon seit langem: wessen Träume werden von hier aus auf das unterhaltungsgeile Publikum losgelassen?

      Hollywood ist – und hier ist cui bono besonders angebracht – eine Geldmaschine, deren Bediener mit dem Kaleidoskop der menschlichen Emotionen spielen und die Zuschauer mit ihren eigenen Gefühlen fluten – ausgelöst durch ein paar Grundeinstellungen: Sympathie für den Helden aufbauen, eine Gefahrensituation heraufbeschwören welche Angst um den Helden auslöst und die Akzeptanz etabliert, eine jede noch so irrwitzigen Gewalt, die angeboten wird um den Helden zu retten, als normal hinzunehmen.

      Die „Helden“, Der oder neuerdings Die Eine, die durchkommt, sind für die Zuschauer Identifikationsfiguren und werden ins eigene Wertesystem transportiert, denn den meisten fallen dabei die hunderte von Kollateralschäden gar nicht mehr auf. Die heutigen Action- und Fantasiefilme sind gewaltige, zerstörerische Materialschlachten und ein gnadenloses Gemetzel. Gewalttätiges Verhalten wird so zur Normalität erhoben. Die heutigen bildgewaltigen Epen basieren auf vorhandener Literatur (auch wenn es nur ein Drehbuch ist) und Literatur ist zumeist ein Spiegel des Zeitgeistes. Was soll uns das sagen?

      Mit der Darstellung von bunter, musikuntermalter und gerechtfertigt erscheinender Gewalt gelingt ein Ablenkungsmanöver, eine Gefühlsverlagerung und Abstumpfung, die noch lange nicht ihren Höhepunkt erreicht hat.

      Wenn es eines Tages keine Waffenherstellung, realen Kriege und das daraus entstehende Leid mehr gibt, werden dann wohl immer noch auf Monitoren oder auf Holografie-Theaterbühnen oder zu Hause auf der Tischplatte mittels Holoprojektoren Schlachten nachgestellt und dem Blutrausch gefrönt?

  14. September 2, 2013 um 10:05 am

    Hier kommen nun einige Überlegungen zusammen und schon ist eine Diskussion über die negativen Dinge entstanden.
    Das ist leider normal, weil wir in so einer Zeit leben, wo die verschiednen Medien durch die Themenwahl unser Denken stark beeinflussen.

    Wie können wir den Fokus auf das Positive umlenken?

    Panem ist ein Beispiel für eine düstere Zukunft.
    Ich möchte, dass immer mehr Menschen die guten Bilder vor Augen haben. Ich versuche durch meine Geschichten die inneren Prioritäten in Frage zu stellen.

    Was ist mein persönlicher Wunsch? Und die ersten Wünsche werden sich, bei geändertem Bewusstsein, wieder auf das lebensnotwendige konzentrieren.

    Satt werden, ein Vernünftige Unterkunft, mit den Menschen zusammen sein dürfen, die einem wirklich wichtig sind, … Und selbst seinen Beitrag zu leisten, damit es richtig läuft.

    Die anderen Wünsche bleiben sicherlich, die Wichtigkeit wird sich bei veränderter Grundeinstellung auch ändern.

    Und dass wird dann auch Einfluss auf alle Bereiche haben.

  15. September 2, 2013 um 11:12 am

    Liebe Yessi, da hast du sehr recht, die Darstellungen der Negativeffekte unseres Alltags sind immer wieder dominant, aber wir müssen uns auch der Mechanismen bewusst sein, die dahinter stehen. Und die können wir sozusagen solange extrapolieren bis wir auf unsere biologischen Basismuster kommen.
    Es hat seinen Grund, dass spannende, sprich actiongeladene, gewaltdurchsetzte, kaltherzige (nicht gerade empathische), Geschichten der Renner sind.
    Panem ist für mich nicht eine mögliche Zukunft, sondern bereits eine Metaebene unserer Gegenwart. Und damit relativiert sich vielleicht auch das Grauen, denn wir könnten kraftvolle Bilder entgegensetzen.
    Heute habe ich einen sehr interessanten Satz gelesen: „Wir dürfen den Mainstream nicht in der Hand des Mainstreams lassen…“
    Friedliche Begegnungen, kreatives Miteinander, zugewandtes Anteilnehmen ohne den permanenten und in unserer Gesellschaft fest installierten Wettbewerbsgedanken, scheinen als Grundlage einer Geschichte nicht interessant zu sein. Es muss als Ausgangspunkt einen Konflikt geben, die Prämisse sollte schon die Kontroverse beinhalten, wir brauchen das „Böse“ damit sich alles zum „Guten“ wenden kann. Wenn alles gut ist, warum es dann erwähnt werden? Und daher gilt, auch für die bemühte Autorin: Alles ist gut – nur nicht immer, nur nicht überall, nur nicht für jeden!

    • September 2, 2013 um 11:20 pm

      Auch wenn es sicherlich wichtig ist, die Mechanismen zu kennen.
      Veränderungen passieren, weil man eingefahrene Schienen verlässt.

      Geschehnisse brauchen nicht immer das Gegeneinander. Spannung bietet auch schon das ganz normale Leben.

      Ich habe es schon einige Male gehört, das jenes oder welches erst Menschen zum Lesen verführt.
      Wie es normal ist, wird der Weg des Stillstandes sein.

      Anders ist auf jeden Fall eine größere Chance Neues in unser Leben zu lassen.

  16. September 2, 2013 um 7:10 pm

    Hallo alle zusammen ich bin mal kurz da. Den Ansatz von Dorfgeist finde ich, nachdem ich dort reingelesen habe, sehr gut. Ich war letztes Augustwochenende bei Freunden in Roddahn (Nordbrandenburg). Dort haben Sie vor Jahren eine freie Schule gegründet, ich berichtete schon darüber. Um diese Schule hat sich ein regelrechtes soziales Netz entwickelt. Ich werde die Idee an Andreas und georg weitergeben. Für mich ist es gerade schwierig mich einzubringen. Wird aber mal ein Handwerker gebraucht, stehe ich Euch gern zur Verfügung. Mit freundlichem Gruß com. Mike

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