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Projektmanagement ist eine Frage der Haltung

Hochrad. Aufnahme von 1886 (Quelle: Wikipedia)

Auch im Projektmanagement ist angekommen, dass die zunehmende Komplexität im Zusammenspiel mit dem Klein-Expertentum ein anderes Führen benötigt. Eines, das auf die Fähigkeit von Authentizität und Empathie setzt. Denn ohne Vertrauen werden ihm die wissensarbeitenden Team-Mitglieder zukünftig nicht mehr folgen wollen. So schreiben Marcus Raitner und Cüneyt Tural in ihrem neuen, sehr stark gelesenen Artikel Modernes Projektmanagement: Eine Frage der Haltung auf Initiative Wirtschaftsdemokratie u.a.:

Umgang mit Komplexität vor Effizienz

Projektorganisationen als soziale Systeme waren schon immer komplex und werden durch zunehmende Dynamik in ihrem Umfeld komplexer. Wichtiger als Effizienz ist daher die Effektivität, also das Finden der richtigen Lösungen zum richtigen Zeitpunkt und das Treffen der richtigen Entscheidungen in komplexem Umfeld. Im Vordergrund steht das Erkennen und Lösen von komplexen Fragestellungen im Team. Die Aufgabe des Projektmanagers ist es, als Coach das Team zur kreativen Bewältigung der Herausforderungen zu befähigen und zu führen.

Ich sehe inzwischen einen Schritt weiter: wir werden uns zukünftig viel mehr Projekt-orientiert organisieren, denn das Leben ist ein Fahrradfahren und benötigt laufend Korrekturen. Weg vom Durch-analysierten, Versucht-voraussgesagtem hin zum dynamischen Agieren auf Unvorhersehbarem. In etwa so, wie in diesem Vodie zu agilen Organisationen kurz beschrieben:

Und das sollte dann auch unsere Politik betreffen …

  1. August 9, 2013 um 10:32 am

    Das klingt alles schön und gut … ABER … bleibt auch hier das Wesen der Komplexität nicht mal wieder unberücksichtigt ? Komplexität ist ein Prozess, der seinen Ursprung darin hat, dass eine Entwicklung der Fragmentierung, ausgehend vom Grundproblem, ihren Lauf nimmt. Der Großteil der Komplexität ist dem Bestreben der Menschen geschuldet dem Wohle der Menschheit zu dienen … und zwar nur der Menschheit, jedoch auf Kosten der Ordnung, in die der Mensch eingebunden ist. Was nutzt all die Effektivität, wenn diese dazu genutzt wird möglichst effektiv gegen die Ordnung, in die wir eingebunden sind, zu agieren. Gemeinsam mit dieser Ordnung zu kooperieren macht viele Dinge, von der der Mensch meint sie zu brauchen, zum eigenen Wohl, überflüssig, wodurch, praktisch zum Nulltarif, Komplexität gemindert wird.

    Was nutzt dem Leben ein Produkt oder ein Supermarkt oder eine Firma, die zwar nach allen Regeln der Projektorientierung erschaffen wurden, aber aus der Sicht des GANZEN nicht benötigt werden bzw. nicht in der Lage sind dem Grundproblem näher zu kommen, sondern andere Probleme hervorrufen, die wieder Komplexität fördern, wenn auch über den Umweg lokaler Zufriedenheit und Effektivität …

    Gruß Guido

    • federleichtes
      August 9, 2013 um 1:01 pm

      Martin kommt ja immer wieder mit diesen Ansätzen – und wir dürfen uns wohl fragen, was er (noch) erkennen möchte.

      Effizienz ist ein Begriff, der ein Prozess-Merkmal beschreiben soll.

      Vielleicht ist es nicht ganz so falsch, wenn ich sage:
      Das Leben konfrontiert uns mit dem „Geist der Effizienz“.

      Mich jedenfalls. Merkwürdigerweise dachte ich gestern an eine Radtour, organisiert von unserem Freund Willi. Einer der Teilnehmer raste immer wie vom Affen gebissen die Berge runter, um mit dem Schwung die nächste Steigung leichter rauf zu kommen. War wohl nichts, wenn man in einer Gruppe fährt, in der ein Maß von Disziplin einfach notwendig ist. Und ich selber? Bin natürlich auch um Effizienz bemüht, wenn es darum geht, lästige Verwaltungsabläufe besser zu organisieren – damit? Ich mehr Zeit für kreative Beschäftigung habe.
      Effizienz bekommt als Gestaltungsfaktor für Dynamik also erst einen Wert,
      wie man Effizienz definiert,
      und wann man Effizienz benutzt.

      Guido erklärte ja bereits, ich noch mal mit meinen Worten.
      Die erste Prämisse für produktive Prozess lautet:
      Was MUSS ich erreichen.
      Die zweite Prämisse lautet:
      Was ist das Beste, was ich erreichen kann.
      Die dritte Prämisse lautet:
      Welche Bedeutung hat das Produkt, und welcher Produktionseinsatz ist dem angemessen.

      Es dürft klar sein:
      Wenn das Ideal Beschäftigung/Produkltivität/Wachstum (als Masse) das Geschehen in einem Produktionsprozess dominiert, kommt für die Gesellschaft das dabei heraus, was wir erleben: Wahn, bereits fast in Reinkultur.
      Empfehlenswert vielleicht die Entwicklung von Gehirn-Präservativen.

      Weniger klar scheint zu sein, dass wir uns in gegenläufigen Produktionsprozessen befinden. Während die Einen das Prinzip A. der Wahn-Effiziens auf die Spitze treiben und – horsche mal – die Steigerung chaotischer Zustände befördern, entsteht in einem anderen Prozess B. durch die Anderen eine Ordnung, die nicht nur Wahn-Effizienz verhindert, sondern, und darauf kommt es wohl an, Bewusstsein* über das Wesen des Wahns (in unserem Fall den Wahn einer Effizienz auf Teufel komm raus) entstehen lässt.
      * Effizienz ist nicht das einzige Geist-Problem, über das Bewusstsein entstehen MUSS.

      Wie Ihr wisst, beharre ich weiterhin auf meiner Annahme, wir haben es bei den Prozessen der technischen, technologischen und menschlichen Entwicklung mit einer Re-Aktivierung alter Informationen zu tun.
      In einem Prozess, der außer Kontrolle geriet, weil nur der Prozess A. ablief. In der Weise, die wir auch heute beobachten:
      Menschen werden versklavt, bis aufs Blut gequält und ausgebeutet, subtil-suggestiv manipuliert mit falschen Versprechungen in eine relativ wertlose Existenz manöveriert..

      Durchblickstrudel.
      Dein Bemühen, lieber Martin, schätze ich sehr, als eine gründliche Vorgehensweise, die sich – dem Strudel-Effekt angemessen – langsam-vernünftig durch das Dickicht der Verwirrungen ARBEITET. Die Ängste zulässt und Informationen verdrängt oder anders Halt sucht. In diesem Sinne ließe sich auch das Wirken der „Kevianer“ in ein plausibles Gesamt-Konzept einfügen.

      Gerade konnte ich meiner Nachbarin zur Düngung ihrer Tomatenpflanzen eine Portion Pferdeapfelwasser aufschwatzen. Und mit ihrer Freundin diskutierte ich über das zerstörerische Wesen des Menschen, das man nicht losgelöst von der Allmacht einer Schöpfungsabsicht analysieren sollte.

      Dir und Allen einen auf WOHL bedachten Effizienz- Tag.

      Wolfgang

    • August 9, 2013 um 2:45 pm

      Da sage ich nur: konsequent zum Ende gedacht. Und da fällt mir immer wieder dieses schöne kleine Video zu ein, das zeigt, egal, welche Lösung zum Problem man gefunden hat, es wird immer ein neues, wenn nicht sogar mehrere weitere geben:

      Das Video brachte Conny Dethloff in seinem Artikel:
      Systemarchetypen enttrivialisieren Entscheidungssituationen – Problemverschiebung

      • August 9, 2013 um 11:57 pm

        Der Segen des Einzelnen wird zum Fluch für die Spezies als Ganzes … WENN die Dinge des Lebens nicht ihrer natürlichen Ordnung folgen können. Der DJ im Video ist der technologische Fortschritt … und so wie das Video von der Rolle des DJs lebt, lebt auch die Expansion von der Rolle des Menschen …

        Gruß Guido

  2. gerd zimmermann
    August 9, 2013 um 10:45 am

    Das sollte ja wohl heissen, nicht Mensch und Maschine sondern Mensch und Natur?

    Nur lassen sich unsere Metropolen nicht zurückbauen.
    Unsere Modeschöpfer wohl auch nicht.

    Bleibt wohl nur ein Neuanfang?

    Gruss Gerd

    • federleichtes
      August 9, 2013 um 9:25 pm

      So, so, mein lieber – Rumtreibereien am Ende des Universums, und keine Kreaitivitäts-Dynamik?

      Warum mir dieser Song von Oliver Onions all die Jahre so gut gefällt?

      Bei mir würde die Veränderung SEHR schnell gehen.

      Ich sprach heute über den Welthandels-Wahn.
      „Nimm ihnen die Schiffe und Flugzeuge, und du wirst sehen, was in der eigentumsbefreiten Heimat alles geht“.

      Na?

      Gruß
      Wolfgang

  3. gerd zimmermann
    August 9, 2013 um 4:23 pm

    „Guido erklärte ja bereits, ich noch mal mit meinen Worten.
    Die erste Prämisse für produktive Prozess lautet:
    Was MUSS ich erreichen.
    Die zweite Prämisse lautet:
    Was ist das Beste, was ich erreichen kann.
    Die dritte Prämisse lautet:
    Welche Bedeutung hat das Produkt, und welcher Produktionseinsatz ist dem angemessen.“

    Ich sehe das diesmall ganz anders.
    1. Prämisse HARMONIE des Menschen mit dem Menschen
    2. Prämisse HARMONIE des Menschen mit der Natur
    3. Prämisse HARMONIE des Menschen mit Gott oder dem Gesamtbewusstsein

    Gruss Gerd

  4. gerd zimmermann
    August 9, 2013 um 4:39 pm

    „Da sage ich nur: konsequent zum Ende gedacht. Und da fällt mir immer wieder dieses schöne kleine Video zu ein, das zeigt, egal, welche Lösung zum Problem man gefunden hat, es wird immer ein neues, wenn nicht sogar mehrere weitere geben:“

    Auch das sehe ich diesmal anders

    beschreibt doch das Video viel mehr die Wirklichkeit als die Realität.

    Gruss Gerd

    P.S. Was Wirklichkeit und was Realität ist, wird sich wohl bald zeigen.

  5. gerd zimmermann
    August 9, 2013 um 10:42 pm

    Ich habe gerade auf KIKA Bernd des Brot gesehen. Ich DENKE es ist überlebenswichtig sich mit solchen Themen zu beschäftigen.

    Gute Träume Gerd

  6. August 9, 2013 um 10:58 pm

    “Nur lassen sich unsere Metropolen nicht zurückbauen.
    Unsere Modeschöpfer wohl auch nicht.

    Bleibt wohl nur ein Neuanfang?“

    Ja, Gerd haut manchmal Dinge raus, die klein und unscheinbar erscheinen, aber aktuellen Größenwahn entlarven. Wolfgang fragt nach dem Endzeit-Szenario, Gerd stellt einen Neuanfang in Aussicht. Was ist, wenn sich die Grundlage grundlegend ändert, auf der unsere Realität des Lebens als Ganzes fußt ? Was ist, wenn Bewusstsein weiterhin im Rahmen der PROBLEM-Lösungs-Notwendigkeit tätig bleibt, aber die Änderungen der Grundlage bewirken, dass dem Bewusstsein ganz andere Möglichkeiten zur Verfügung stehen … Möglichkeiten, an die bisher nicht gedacht werden konnte, weil die Grundlage eine andere war ? Möglichkeiten, die erneut das in den gemeinsamen Fokus rücken werden, was in Wirklichkeit im Allgemeinen wesentlich ist, und in der Realität vermehrt aus dem kollektiven Blickfeld schwindet … nämlich der Kern des GANZEN.

    Metropolen, als Ausdruck der Materiewerdung, als erstarrender Prozess eines immer “unfreieren“ Informationsflusses, mit all ihren angesammelten und verdichteten reaktiven Unordnungen, werden sich zwangsläufig wandeln … und zwar in einer Form, die mit bisherigen Vorstellungen nicht vorstellbar sind, weil diesen Vorstellungen eine andere Grundlage gegeben ist, als es die Grundlage des Bevorstehenden sein wird. Wir Menschen kennen bisher einzig die Grundlage zunehmender Unordnung, der wir mit Fragmentierung begegnen und dieses als Komplexität wahrnehmen. Eine Grundlage, die von immer WENIGER Unordnung geprägt sein wird, setzt Energien FREI, die auf völlig neuem Terrain informativer Verwirklichung (!) entgegenfließen wird … einer Erinnerung im voraus gleich.

    Was kommen wird, wird etwas sein, was noch nie gewesen ist … und doch wird es nicht gänzlich neu sein, denn was dabei herauskommen wird, ist immer dasselbe … einzig die Wege ändern sich … um dorthin zu gelangen, wo das Leben letztendlich immer landen wird … nämlich am Anfang.

    Gruß Guido

    • August 9, 2013 um 11:26 pm

      Lieber Guido,

      intuitiv spüre ich immer stärker die Fragen: „Geht es denn nicht auch einfacher?“, „Muss es denn immer die Eierlegendewollmichsau sein?“

      Was wir aktuell mit den Smartphones und den simplen Apps darauf erleben ist genau die Trendumkehr, die mir eingeläutet zu sein scheint:

      Weg von den hochintegrierten Monsteranwendungen hin zu einfach zu installierenen, einfach zu nutzenden, wenig Sicherheit bietenden, aber hoch effektiven Anwendungen.

      Wir dürfen also gespannt sein, ob auch diese Apps Zeichen des von Dir apostrophierten Zenits sind …

      VG Martin

  7. August 9, 2013 um 11:41 pm

    Lieber Martin,
    wenn da mal nicht wieder eine weiße Leinwand im Spiel ist. Die Vereinfachung, die Du ansprichst, sehe ich eher als Mittel des technologischen Fortschritts an, damit dieser sich schnell verbreiten kann, um die Problemfragmentierung zu beschleunigen, nicht jedoch der Lösung wegen.

    Der Prozess der zunehmenden Kollektivierung der Menschheit, weg von der Gemeinschaft, hin zu immer mehr Solisten, fort vom sinfonischen Grundgedanken, kann einzig durch die verlockende Versuchung der Vereinfachung geschehen … in einem Umfeld, dass immer mehr nach Vereinfachungen verlangt. Welche App ist hoch effektiv … und für was ? Welche App löst Probleme, die das Leben als Ganzes betreffen … und nicht nur ein Kollektiv von Menschen, die meinen mit der App weiterzukommen … bei einem Problem, welches entstand, weil es auf Kosten des Lebens als Ganzes geht.

    Im Grunde ist der menschliche Fortschritt ein Paradoxum, dessen Paradoxum sich auflöst, wenn man den Fortschritt aus Sicht des GANZEN betrachtet, denn dann wird er zur Notwendigkeit, allerdings in einer ganz anderen Rolle, als er jenen erscheint, die ihn als Problemlösung willkommen heißen.

    Gruß Guido

  8. gerd zimmermann
    August 10, 2013 um 11:44 am

    Hallo Guido

    „Metropolen, als Ausdruck der Materiewerdung, als erstarrender Prozess eines immer ”unfreieren” Informationsflusses…..“

    Als Querdenker lese ich diesen Satz etwa so: Es gibt zwei Arten von Energie. Freie Energie und in Materie gebundene Energie. Je mehr Informationen an Materie gebunden sind in Form von Metropolen, ICE´s, A 380 zigs und blablabla hast du nicht gesehen, je weniger Energie steht dem freien Informationsfluss zur Verfügung. Das bedeutet diese Entwicklung der Technik ist eine Einbahnstrasse.

    Sinngemäss Gott-DNA :

    „Das Universum ist ohne Technik entstanden, also muss es sich auch ohne Technik erklären lassen.“

    Wenn Technik zum Verständnis des Universums nicht notwendig ist, müssen es Informationen sein, um die Welt (Kosmos) erklären zu können.

    Informationen sind aber immer zuerst geistiger Natur. Eine Verkehrsampel muss erst ersonnen sein, bevor sie den Verkehr regelt. Ein PC muss erst erfunden werden bevor er zum Apple wird.

    Der nicht materielle Geist bringt meiner Logik zu folge Materie hervor.
    Der weisse Karnickel mit der Uhr biegt schon wieder ab. Ich muss sofort hinterher, fragen wie spät es ist.

    Bis später

    Liebe Grüsse Gerd

    • federleichtes
      August 10, 2013 um 12:31 pm

      “Das Universum ist ohne Technik entstanden, …“

      Bist Du da ganz sicher?

      Beobachtest Du in der Schöpfung etwa nichts Technologisches?
      Und wie sollte Technologisches ohne Technik entstehen können?

      Wer ein bewusster Schöpfer sein will, muss wohl Technik aus dem Technologiischen heraus erfahrend entwickeln, daraus Schöpfungsmuster entwickeln, um Vielfalt gestalten zu können, und dann Ordnung schaffen, um das Vielfälige in ein Zusammenspiel zu bringen.

      Geist, der das kann (Natur), kann auch eine Ordnung (Technik?) schaffen, innerhalb der UNGEREGELTE Informationen zusammenwirken – und daraus erkennbar wird, welche Technologie die Informationen entstehen ließ.

      So in etwa.

      Gruß
      Wolfgang

      hatte als KInd mal ein weißes Kaninchen. Sie haben es mir weggenommen und gegessen.

  9. August 10, 2013 um 2:08 pm

    Da plaudere ich doch mal aus dem Nähkästchen, welches als Büchse der Pandora verschrien ist:

    Zeigt sich nicht im Begriff Technik, sei es als Wort oder als reale Bildvokabel, was auf GOLD-DNA mit den weißen Leinwänden beschrieben wird, geht Technik, laut Konsens, doch unmittelbar mit Fortschritt einher ?
    Schaut man auf WIKIPEDIA unter Technik nach, so erhält man folgende Information:

    τεχνικός [technikos] heißt: kunstgemäß, künstlerisch, zur Kunst gehörig, die Kunst betreffend

    Wittgensteins Zitat “Einen Satz verstehen heißt eine Sprache verstehen. Eine Sprache verstehen heißt eine Technik beherrschen.“ legt somit nahe, was es mit der realen Bildersprache auf sich hat, ist diese doch die Technik, um die Realität zu bilden und zu verstehen, und um sich darin zu bewegen und zu interagieren, zu leben. Eine Technik zu beherrschen bedeutet aber auch Gewohnheiten auszuleben, die als Routine in den Alltag integriert werden.
    Doch Gewohnheiten bestimmen unser reales bzw. realisiertes Leben weit mehr, als auf den ersten, alltäglichen Blick deutlich wird, schließlich wimmelt die reale Bildersprache nur so von Gewohnheiten, wie es in jeder anderen Sprache auch der Fall ist … mit dem Unterschied, dass Gewohnheiten in der Realität selbst, einmal als solche anerkannt, weitreichende Auswirkung auf das Ordnungsvermögen mit sich bringen … vor allem aber auf die weitere Entwicklung der Realität, wenn mit derartigen Gewohnheiten gebrochen wird.
    Nun hat Technik eventuell aber auch eine Bedeutung, welche dem Konsens nicht so bekannt ist …. daher sucht man diese auf WIKIPEDIA unter dem Stichwort auch vergebens, obwohl eine Andeutung gemacht, diese aber als bedeutungslos angesehen wird. Diese Bedeutung macht aus Sicht des Ganzen erheblich mehr Sinn, verdeutlicht sie doch, was es mit dem technischen Fortschritt der Menschen wirklich auf sich hat und warum es in der Natur keiner Techniken bedarf, sondern einzig der Realisierung von Notwendigkeiten:

    τεχνάω [technao] heißt: künstlich/listig ersinnen/verüben, Kunst/List anwenden, schlau veranstalten/unternehmen; sich verstellen

    Diese Übersetzung geht mehr in Richtung Selbstübervorteilung und menschlicher Weltbemächtigung.
    In der aktuellen Gegenwart gehen wir davon aus, dass die ursprüngliche Bedeutung von Technik Handwerk oder Kunst bedeutet und dass dieses die eigentliche Intention der alten Griechen war. Es entspräche unserer gewohnten Vorstellung, dass ein Knochen bzw. Fossil auch einen Dinosaurier bedingt. Was aber, wenn die alten Griechen in der Technik die Abkehr vom Natürlichen sahen und daher die künstliche Weltbemächtigung die eigentliche Übersetzung wäre ? Käme es nicht der Erkenntnis gleich, dass ein Knochenfund nicht zwangsläufig einem Dinosaurier entspringen muss, um auf der Bühne des Lebens existieren zu können, sondern, dass jedes Fossil, jedes Artefakt, genau wie Elektronen, bewusst erschaffen wurden, um den zur Verfügung stehenden Raum, zu gegebener Zeit, sinnvoll auszufüllen. Sowohl Raum, als auch Zeit, bilden die Vergangenheit ab, die jedoch immer im Hier und Jetzt vergrößert bzw. älter werden, je nach Notwendigkeit und Möglichkeit.

    An diesem Beispiel soll verdeutlicht werden, was der Konsens für Auswirkungen auf die Realität hat und wie weitreichend dieser Einfluss mitunter ausfallen kann. Wie unser aktueller Kosmos zeigt reicht dieser Einfluss zurück bis zum Ursprung des selbigen, weil anhand von Milliarden von Fossilien, und weiteren gewohnten Zutaten, das noch immer vorherrschende Bild des Universums auf breite Akzeptanz stößt. Diese Fossilien werden als Sterne bezeichnet. Weitere Zutaten, nebst vielen anderen, sind die Lichtgeschwindigkeit und die Schwerkraft, auch als Gravitation bekannt. Werden diese Tatsächlichkeiten jedoch, im Rahmen unordentlicher Stürme von Anzweifelung oder Widersprüchen, in ihrer gewohnten Interpretation durcheinandergewirbelt, kann mitunter ein regelrechtes Chaos entstehen. Da man jedoch alte Gewohnheiten nur ungern ablegen kann, vor allem je näher der Zenit kommt, bleibt man ihnen so lange wie nur möglich treu ergeben … und sei es unter Zuhilfenahme von speziellem Klebstoff, um das gewohnte Konstrukt fortbestehen zu lassen.
    Dieser vielseitige Klebstoff trägt so werbeträchtige Namen wie Dunkle Materie und Dunkle Energie, wobei Schwarzes Loch auch sehr gut ankommt. Aber all diese Namen sind Nichts gegen Higgs-Boson, Baryonen, Quarks und andere Elementarteilchen … oder das weltbekannte, praktisch in jedem Haushalt vorkommende Elektron. An sie alle haben wir uns längst gewöhnt und ein Leben ohne diese Konsens-Kleber ist kaum mehr vorstellbar.

    Kein Wunder, dass wir allerhand Dinge ersinnen, um der Komplexität Herr werden zu können, die wir allerdings selbst erschaffen haben. Die meisten Projekte, um die wir uns kümmern, basieren auf der Beibehaltung liebgewonnener MENSCHLICHER Gewohnheiten …

    Gruß Guido

    • August 10, 2013 um 3:52 pm

      Oh ha, nach dem Lesen Deines Kommentares hier, las ich als nächstes diese Zeilen:

      Das „CDU“ ist, weggemauert vom „C“, ein Pronomen, wodurch die Konjugation der Verb-formen bestimmt wird.
      Interessanterweise ist diese Freimauer-Vormauerung so gestaltet, dass jemand, der die Kürzel im Halbschlaf wahrnimmt, ohne über diese Hexerei informiert zu sein, sich ANGESPROCHEN fühlt, was das Geheimnis dieses Kürzels, trotz nun wahrlich schlechten Politik, ausmacht.
      Die anderen Parteien in Deutschland haben diese Praxis nicht begriffen, und infolgedessen wundern sie sich nur über Folgen bei der schlafenden Mitte der Bürger.

      und weiter sagte er:

      Das Bewusstsein schafft sich in zunehmenden Maße bei Stress eine Art „Kanal“, mit dem es wahrnehmen kann, ohne all-zuviel anzuecken. Das wissen die Maurer, die in jeweiligen Orden solche dunklen Tricks lernen, und deswegen anders LESEN LERNEN.
      Die Symbole der lateinischen Schrift sind einzeln, und für sich zu betrachten, und die REIHENFOLGE ist zu beachten. Das A oder Alpha ist ein Dach mit einem symb. „Baumhaus“ als Dreieck in der Spitze. Es ist der Buchstabe, der GOTT symbolisiert. Das B (beta) ist die verbundene DUALITÄT, das C, ist sowohl als MUTTERBRUST, als auch als der dritte Buchstabe eine DREIHEIT, und insofern ein FESTES FUNDAMENT.
      .. soviel zu meiner mehr oder weniger mit meiner EIGENEN Erfahrung vermischten Sprachanalyse, die ich einst in jungen Jahren bei den Rosenkreuzern gelernt habe..
      Doch bitte erspare Dir einen eventuellen Beitritt in solche Freimaurersekten: Ich habe mindestens 10 Jahre gebraucht, um mich von derartiger Manipulation zu erlösen. U.a. hat J. Beuys mich dabei „erlöst“, mit samt der ihm angeschlossenen FIU.

      und gab noch einen oben drauf:

      Die Sprache wird KREATIV, das ist ein Teil der SPRACHKUNST, oder hörbar SPRECHKUNST, zum Beispiel hat der Sänger „Thomas D.“ hervorragende Stücke geschaffen.. alles geht in die Richtung, wo wir alle hin wollen. Und genau das ist in diesem noch immer DUNKLEN Alltag mit SYMBOLISMUS verdeckt: Beispiel, ein Blutrotes Feld, genauer Farbton von Blut in der Arterie, mit einer goldgelben Brust, die eine liegende Frau symbolisiert.

      Der Symbolismus ist ein Teil der „Marktforschung“ genannten satanischen Verblendung der Menschheit.

  10. gerd zimmermann
    August 10, 2013 um 2:21 pm

    „Wer ein bewusster Schöpfer sein will, muss wohl Technik aus dem Technologiischen heraus erfahrend entwickeln, ……“

    Wolfgang, ich habe gerade auf Gold DNA die perfekte Definition der Schöpfung gefunden.

    „Lebensformen
    Entspringen Dem
    Gesamtbewusstsein Mit Dem Ziel Der
    Optimierten Kohärenz“

    Nun sollten wir noch dieses Gesamtbewusstsein , dem ALLE Lebensformen, organisch oder anorganisch entspringen beschreiben.

    Nichtmaterielles Bewusstsein als Schöpfer von ALLEM anzuerkennen ist schwer.
    Ein Nichts (Keine Materie), das nicht Nichts ist, zu verstehen ist nicht schwer,

    Elektromagnetismus existiert im völligen Vakuum. Zudem besitzt Elektromagnatismus, was ja ENERGIE ist, keine Masse. Demzufolge muss : “ ENERGIE ist gleich Masse mal Lichtgeschwindigkei zum Qudrat “ ein Irrtum sein.

    Auch c`2 erscheint mir sehr gewagt und das Geheimnis des Lichtes hast Du ja selbst gelesen.

    Mir scheint dieses Universum sehr elektrisch zu sein.

    Mit Spannung erwarte ich die energetischen Entladungen.

    Gruss in die Runde Gerd

  11. August 10, 2013 um 2:29 pm

    Bezüglich des Radfahrens:

    “Life is like riding a bicycle. To keep your balance you must keep moving.“

    Albert Einstein

    Da ist sie wieder die HARMONIE. Und wir Menschen streben mehr und mehr nach Harmonie … wir rennen und rennen, im Versuch stillzustehen.

    HARMONIE ist nicht Harmonie !!!

  12. gerd zimmermann
    August 10, 2013 um 2:29 pm

    „…..und warum es in der Natur keiner Techniken bedarf, sondern einzig der Realisierung von Notwendigkeiten:…..“

    Mega cool. Das gefält mir.

  13. gerd zimmermann
    August 10, 2013 um 2:37 pm

    „… wir rennen und rennen, im Versuch stillzustehen….“

    “ Man muss sehr schnell rennen um stillzustehen. “

    Alice im Wunderland

  14. gerd zimmermann
    August 10, 2013 um 3:24 pm

    „Weitere Zutaten, nebst vielen anderen, sind die Lichtgeschwindigkeit und die Schwerkraft, auch als Gravitation bekannt. Werden diese Tatsächlichkeiten jedoch, im Rahmen unordentlicher Stürme von Anzweifelung oder Widersprüchen, in ihrer gewohnten Interpretation durcheinandergewirbelt,…“

    Ich fange mal mit meinen Zweifeln an: Warum

    bewegt sich Licht durch Raum, der ein Vakuum ist

    was ist ein Vakuum und worin existiert es

    was begrenzt ein Vakuum

    wer erzeugt den Raum zur Expansion des Universums

    kühlt sich Licht vom Weg der Sonne zur Erde nicht ab ( minus 272 ° C für 8,… Minuten)

    wirkt Gravitation vom Mittelpunkt ausgehend zum Zentrum zurück, das ist absolut nicht möglich, da Gravitation der Mindgewinnung dient

    verliert die Erde, umgeben vom Vakuum nicht ihre Atmosphäre und ihr Wasser, unmöglich bei Druckausgleich im Vakuum

    gibt es Mondwechsel, zunehmend und abnehmend, leuchte ich mit einer Lampe (Sonne) den Mond an, sehe ich immer die volle Scheibe, es ist ja nichts dazwischen (ausser zwei mal im Monat die Erde)

    können Mondfahrer zur Erde zurück kommen, wenn die Scherkraft des Mondes ein sechtel beträgt und ich hier 150 Mio PS Schub brauche (Zahl ist egal), brauche ich auf dem Mond 25 Mio Ps Schub und das funktioniert noch mit zwei Sauerstoffflaschen ohne Startrampe, super

    gibt es Ebbe und Flut zwei mal am Tag, wenn der Mond nur einmal erscheint

    sind Nordpol und Südpol militärische Sperrgebiete, um uns vor der Kälte zu schützen

    gelang es nur Tesla freie Energie zu nutzen

    gelang es nur Schauberger negative Reibung zu erzeugen

    fliegt man zum Mars, wenn es nicht möglich ist den Computer den Null- oder Referenzpunkt zu nennen, da sich unsere Galaxis spiralförmig bewegt, da fliegt man halt auf Sicht

    gibt es so viel Unterhaltung, kommt das von unten halten

    gehen viele Leute zur Kochsendung, anstatt Gold DNA zu lesen

    ach genug für heute. Ihr könnt ja gern mitmachen.

    Liebe Grüsse

    Gerd

    • maretina
      August 10, 2013 um 9:17 pm

      Expandiert das Universum?

      Warum ist der Weltraum dunkel, wenn er doch von Licht durchflutet wird?

      Warum wird es auf den Bergen nicht wärmer, obwohl wir da der Sonne doch ein Stückchen näher sind?

      Wird Raum und Zeit durch Bewegung erschaffen? Und wenn ja, wie entsteht Bewegung?

      Aber auf eine deiner Fragen hab ich den Versuch einer Antwort. Weil Liebe durch den Magen geht. Behauptete jedenfalls meine Oma immer, und auf dem Gebiet war sie eine Autorität.

      Grüße
      Martina

  15. gerd zimmermann
    August 10, 2013 um 4:04 pm

    „All das unter den wachsamen Augen des Schiedsrichters bzw. des Dirigenten der Goldenen Philharmonie, verkörpert als nicht-menschliches Bewusstsein … und doch immerzu Teil eines jeden Menschen, eines jeden Lebewesens … eines jeden einzelnen Spielers bzw. Musikers.“

    Quelle: Gold DNA

    Ich wünsche mir, dass das ganz Viele verstehen. Beschreibt dies doch ganz genau den Kosmos mitsamt dem Schöpfer. Ich wähle bewusst dem Schöpfer und nicht der Schöpfung.

  16. gerd zimmermann
    August 10, 2013 um 4:48 pm

    „Das von der Integralen Theorie vorausgesagte kosmische Bewusstsein gibt es längst, es hat es immer gegeben, seit das PROBLEM einer Lösung bedurfte, denn das Gesamtbewusstsein allen Lebens realisiert das Universum,….“

    Quelle: Gold DNA

    Schöpfung für ALLE in einem Satz.

  17. gerd zimmermann
    August 11, 2013 um 12:04 pm

    „Wird Raum und Zeit durch Bewegung erschaffen? Und wenn ja, wie entsteht Bewegung?“

    Ich denke ein Raum entsteht durch eine Absicht des Bewusstseins sich zu manifestieren.

    Entsteht Raum, entsteht auch die Zeit dazu. Raum und Zeit bilden ein Schwingungsgefüge. Ansonsten würde alles auf einmal passieren, was nicht gut für unser Weltbild wäre.

    Wenn Raum und Zeit vom Bewusstsein geschaffen sind, wird der Raum mit Körpern gefüllt. Diese bewegen sich auf Grund der Zeit die vergeht. Der Fluss der Zeit kann aber vor- und rückwärts laufen. Vor allem ist das ALLES aber nicht linear. Es ist auf Grund der Dualität spiralförmig und entsprechend der Fibonacci-Zahlenreihe unterstuft, die ihrem Ursprung PHI verdankt. Die Goldene Mitte, der absoluten Balance.

    Die Spirale muss aber eine Doppelspirale sein. Komisch dieser Zusammenhang zu unserer DNA.

    Was sind Körper und wie entstehen sie ? Körper sind Materie und Materie besteht aus Licht. Licht in unterschiedlichen Schwingungen.

    Alles schwingt war mal anfangs die Erkenntnis, welche in Vergessenheit geraten ist und deshalb zur weiteren Fragmentierung führt.

    Meine Oma Anna spürte das auch schon. Ich liebe Sie noch heute, da ihre Seele ewig lebt.

    Die Beantwortung dieser grundlegenden Fragen finde ich wichtig, muss mich aber noch gedulden, wie immer.

    Lieber Gruss Gerd

    • maretina
      August 11, 2013 um 7:05 pm

      „Ich denke ein Raum entsteht durch eine Absicht des Bewusstseins sich zu manifestieren.“
      Ist die Absicht schon Bewegung? Denn bevor (Zeit) die Absicht entsteht, ist das Bewusstsein absolute Ruhe, sich selbst nicht bewusst, oder?

  18. gerd zimmermann
    August 11, 2013 um 8:50 pm

    Nein Martina, so ist es nicht. Du bringst mich jetzt in die Verlegenheit Wahrheit und Realität zu erklären, was sehr sehr vielen Leuten nicht gefallen wird. Da aber der Herr des Hauses, genannt Universum selbst das Wort übernehmen wird, ich meine das Gesamtbewusstsein, bin ich mir bewusst hier als Vorredner auftreten zu dürfen.

    Einleitung aus per Anhalter durch die Galaxis

    „Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.“

    Definition Bewusstsein: Bewusstsein ist Elektromagnetismus.

    Magnetismus ist nicht magnetisch, Magnetismus ist der Teil des Bewusstseins in dem ALLE Informationen, welche verfügbar sind gespeichert werden und jederzeit vollständig abgerufen werden können. Diese Information bezeichnet Walter Russell als das Licht des Wissens.

    Dieser Magnetismus oder das Licht des Wissens bewegt sich nicht. Es ruht nonlokal oder überall in vollkommener Ruhe.

    Bewusstsein, Geist oder Gott wurde nie geboren. Was nicht geboren ist, kann nicht sterben.
    Ausserdem existiert in dem Moment keine Bewegung sprich Universum, da Raum, Zeit und Materie erst geschaffen ( geschöpft ) werden muss.

    Elektrische Energie ist alle Energie die vorhanden ist. Diese Energie ist begrenzt. Ohne Universum ist alle Energie freie Energie. Diese Energie schwingt. Siehe Quantenphysik alles ist Schwingung. Nur hat man vergessen zu erklären was da schwingt und warum.

    Laut Walter Russel schwingt diese Energie 700 Millionen Miliarden Miliarden mal pro Sekunde. Deshalb kann der Mensch Gott niemals physikalisch nachweisen, was aber bewusst so gestaltet wird.

    Gott lässt sich aber finden, ER will sogar gefunden werden und es wird eine Party geben, die galiktische Party schlechthin.

    So man nehme zweimal Dr. Oetcker oder einmal seinen Verstand.

    Wir haben jetzt die INFORM-ation und die Möglichkeit diese Information mittels Schwingung aufzuzeichnen. Strom ist Licht, darüber müssen wir nicht reden

    Nun kommen wir zur Schöpfung, welches als das grosse Geheimnis bezeichnet wird, aber kein Geheimnis ist.

    Nun eine Schwingung besitzt ein Plusbereich ein Nullbereich und ein Minusbereich.

    Nun erschaffen wir uns einen belibigen Raum mit der zugeordneten Zeit. Siehe da, wir haben Raumzeit. Diese Raumzeit ist imaginär. Diesen Raum könnten wir nun vollkommen mit virtuellem Gold füllen, was so mancher gern tun würde. Geben wir der Kugel einen gedachten Stoss, wird sie sich drehen und schon vergeht die Zeit.

    Füllen wir diese Kugel stattdessen mit einem Universum geschieht das gleiche. Ist darin eine gedachte Kugel, nennen wir sie Erde mit vielen Menschen, werden viele Menschen versuchen herauszufinden, wie sie dort hingelangt sind.

    Wie wohl, weil unser Bewusstsein, scheinbar getrennt vom Gesamtbewusstsein diese Realität schafft. Die Wirklichkeit ist Bewusstsei, die Ursache, das Universum die Wirkung.

    Die Wissenschaft ist nicht vorgesehen dies zu erkennen. Wir sollten aber der Wissenschaft diese Zusammenhänge erklären, vielleicht geht Ihr ja dann ein Licht auf.

    • August 11, 2013 um 10:10 pm

      Danke Gerd. –
      Schwingung ist Bewegung, elektrische Energie schwingt. Schafft diese Schwingung, die reflektiert wird, die imaginären Räume?

      • August 11, 2013 um 10:20 pm

        Bewegung erfolgt, wenn Spannungen auszugleichen sind. So auch eine Idee zur Erklärung von Gravitation, die bis heute von der Wissenschaft noch nicht erklärt werden kann.

        Und Spannungen ist auch das, was zwischen uns Menschen dafür sorgt, dass wir uns aus den Gewohnheiten herausbewegen. Ich las heute dazu diesen interessanten Artikel, wo es um das Thema der Spannungen in Organisationen geht:

        Processing Tensions in Holocracy-based Organisations

  19. August 12, 2013 um 8:39 am

    Danke Dir. Eine schöne Woche wünsche ich Dir. – Manchmal steh ich auf der (elektrischen) Leitung.
    Grüße

  20. gerd zimmermann
    August 12, 2013 um 11:19 am

    „Schwingung ist Bewegung, elektrische Energie schwingt. Schafft diese Schwingung, die reflektiert wird, die imaginären Räume?“

    Ich denke nicht. Weil die Schwingung dafür verantwortlich ist, was ein Ding ist. Ein Baum, ein Tier, ein Mensch, ein Stein, Eisen oder Gold. Das ist Schingung.

    Bewegung und Wachstum entsteht durch „kopieren“. Das heisst ein jedes Ding wird Miliardenfach pro Sekunde entfaltet und wieder eingefaltet. Das ist notwendig im Nullsummenspiel. Zu gut deutsch heisst das, wir bewegen uns vorwärts und zugleich rückwärts. Sowie die Zeit vorwärts geht, geht sie im gleichen Augenblick rückwärts

    Unsere Sinne nehmen nur den Vorwärtsfluss war. Dadurch entsteht für uns eine scheinbare Bewegung

    Dies sollt auch erklären, warum es nur das JETZT geben kann. Wir leben immer im JETZT, da Zeit eine Illusion ist.

    Walter Russell beschrieb das Universum als ein GANZ GROSSES KOSMISCHES KINO.

    Wir sind dabei die Schauspieler, zu beschäftigt um hinter dem Vorhang die Regie zu erkennen. Das Gesamtbewusstsein.

    Das stimmt mich nicht traurig, im Gegenteil zeigt es doch auf welches Potenzial im Menschen steckt. Heute noch ungeahnte Möglichkeiten warten auf UNS ALLE.

    Zauberei und durch Tische gehen sind dann keine Geheimnisse mehr.

    http://www.magier geht durch tisch

    Lieber Gruss Gerd

    • maretina
      August 12, 2013 um 12:51 pm

      Außer für ein kurzes Dankeschön, dass du dir die Zeit für eine Erklärung genommen hast reicht meine Zeit im Moment gerade nicht. Danke Gerd.
      Liebe Grüße
      Martina

    • federleichtes
      August 12, 2013 um 2:57 pm

      „Wir leben immer im JETZT, da Zeit eine Illusion ist.“

      Das Ur-Wesen ist ohne zeitliche Qualität, ohne BEWUSSTE Dynamik. Aber es ist eingebettet in Körper und körperliche Welt. Deren Zeit das Wesen dynamisieren, und zwar in zwei Richtungen: Hin zur Quelle der Feindseligkeit, und voran zur Auflösung der Feindseligkeit. Woraus dem Ur-Wesen Erfahrungen zuwachsen.

      Wenn Du das daraus entstehende Bewusstsein als Illusion bezeichnen möchtest, bitte. Aber, dann pass gut auf Deine Kaninchen auf; leidende Menschen sind weitgehend befreit von Illusionen, und unberechenbar.

      Gruß
      Wolfgang

      • August 12, 2013 um 4:43 pm

        Das ist ja das Paradoxe … in der Wirklichkeit gibt es DAS nicht, was in der Realität aber NOTWENDIG wird, um sich der Wirklichkeit wieder anzunähern, indem erkannt wird, dass das was notwendig scheint in Wirklichkeit nicht vorhanden IST.

        Deshalb mag in der Realität etwas als Illusion erscheinen, kann aber nicht umgangen werden …

        Gruß Guido

        • federleichtes
          August 12, 2013 um 4:54 pm

          Wenn Du die „Wirklichkeit“ beschreibst als die Ursache eines (notwendigen) Prozesses, und als zeitlos insofern, als das Ursächliche erst verursachte, als die Lösung FESTstand, und die Entwicklung dessen, was Du als Realität beschreibst, sich NEBEN dem Ursächlichen vollzieht, und berücksichtigst, dass das Eigentlich-Ursächliche mit dem Lösung-Verusachenden-Wollen NICHTS gemeinsam hat, können wir uns (in völliger Gelassenheit) dem Kern des Unumgänglichen nähern. Der sehr wohl vorhanden ist – weil ich ihn spüre.

          Gruß
          Wolfgang

          • August 12, 2013 um 5:00 pm

            Darauf ein BINGO 🙂

            Lieber Wolfgang, es fließt !

            Hab Dank.

            Gruß Guido

  21. gerd zimmermann
    August 12, 2013 um 11:23 am

    http://www.magier geht durch tisch

    besser?

  22. gerd zimmermann
    August 12, 2013 um 3:55 pm

    „Das Ur-Wesen ist ohne zeitliche Qualität, ohne BEWUSSTE Dynamik.“

    Woher soll denn ein Ur-Wesen kommen, wenn es nicht dem Bewusstsein entspringt? Alle Dinge um uns herum inkl. unser Körper müssen erst einmal gedacht und gefühlt werden. 42 ist die Antwort, aber nein es muss ein noch grösserer Computer her.

    Hier kommt tatsächlich niemand auf die Idee Guidos Gold DNA mit der DNA von per Anhalter in Verbindung zu bringen

    Quelle:DNA Zitate – Jobeyer.de

    http://www.jobeyer.de/pages/dna_zitate.htm‎

    Per Anhalter durch die Galaxis … „Ich kriege schon Kopfschmerzen, wenn ich nur versuche, mich auf euer Niveau herunter zu denken.“ (Marvin).

    DNA –
    Meine Lieblingszitate von

    Douglas N. Adams

    Aus:
    Per Anhalter durch die Galaxis
    (The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy)

    „Also schön“, sagte der Computer und versank wieder in Schweigen. Die beiden Männer zappelten nervös hin und her.
    Die Spannung war unerträglich. „Sie wird euch bestimmt nicht gefallen“, bemerkte Deep Thought. „Sag sie uns trotzdem!“ „Na schön,“sagte Deep Thought. „Die Antwort auf die Große Frage…“ „Ja…!“ „…nach dem Leben, dem Universum und allem…“, sagte Deep Thought. „Ja…! „…lautet…“, sagte Deep Thought und machte eine Pause. „Ja…!“ „…lautet…“ „Ja…!!!…???“ „Zweiundvierzig“, sagte
    Deep Thought mit unsagbarer Erhabenheit und Ruhe.
    „Mit meinem Verhältnis zur Realität ist alles in bester Ordnung. Ich lasse es alle vierzehn Tage vorschriftsmäßig warten.“
    (Zaphod Beeblebrox)
    „Heute muss Donnerstag sein. Mit Donnerstagen kam ich noch nie zu Rande.“
    (Arthur Dent)
    „Evolution? Wozu denn?“ (Prostetnik Vogon Jeltz)
    „Ich kriege schon Kopfschmerzen, wenn ich nur versuche, mich auf euer Niveau herunter zu denken.“ (Marvin)
    Es gibt selbstverständlich viele Probleme, die mit dem Leben zusammen hängen; von denen sind einige der bekanntesten: „Warum wird der Mensch geboren?“, „Warum stirbt er?“ und „Warum verbringt er so viel Zeit dazwischen mit dem Tragen von Digitaluhren?“
    Arthur sah sich wütend um. „Ich will nicht ausgerechnet jetzt sterben“, schrie er. „Ich hab immer noch Kopfschmerzen.
    Und ich will nicht mit Kopfschmerzen in den Himmel kommen. Da wär‘ ich schlecht gelaunt und hätte überhaupt keinen Spaß an der Sache!“
    „Ist ja gut, sagte Ford, „nur keine Panik.“ „Wer hat denn was von Panik gesagt?“ schnappte Arthur zurück. „Das ist doch bloß der Kulturschock. Wart’s ab, bis ich mich mit der Situation befreundet habe und wieder weiß, wo’s lang geht. Dann fange ich an, Panik zu kriegen.“
    „Wenn es hier in der Gegend irgendwas Wichtigeres als mein Ego gibt, verlange ich, dass man es auf der Stelle verhaftet und erschießt.“
    (Zaphod Beeblebrox)
    Viele kamen allmählich zu der Überzeugung, einen großen Fehler gemacht zu haben, als sie von den Bäumen heruntergekommen waren. Und einige sagten, schon die Bäume seien ein Holzweg gewesen, die Ozeane hätte man niemals verlassen dürfen.
    Die Geschichte jeder bedeutenderen galaktischen Zivilisation macht drei klar und deutlich voneinander getrennte Phasen durch – das bare Überleben, die Wissensgier und die letzte Verfeinerung, allgemein auch als Wie-, Warum- und Wo-Phasen bekannt. Die erste Phase zum Beispiel ist durch die Frage gekennzeichnet: „Wie kriegen wir was zu essen?“, die zweite durch die Frage: „Warum essen wir?“, und die dritte durch die Frage: „Wo kriegen wir die besten Wiener Schnitzel?“
    Was jedoch noch wichtiger ist: ein Handtuch hat einen immensen psychologischen Wert. Wenn zum Beispiel ein Strag
    (Strag = Nicht-Anhalter) dahinterkommt, dass ein Anhalter sein Handtuch bei sich hat, wird er automatisch annehmen, er besäße auch Zahnbürste, Waschlappen, Seife, Keksdose, Trinkflasche, Kompass, Landkarte, Bindfadenrolle, Insektenspray, Regenausrüstung, Raumanzug usw., usw. Und der Strag wird dann dem Anhalter diese oder ein Dutzend andere Dinge bereitwilligst leihen, die der Anhalter zufällig gerade „verloren“ hat. Der Strag denkt natürlich, dass ein Mann, der kreuz und quer durch die Galaxis trampt, ein hartes Leben führt, in die dreckigsten Winkel kommt, gegen schreckliche Übermächte kämpft, sich schließlich an sein Ziel durchschlägt und trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muss, auf den man sich verlassen kann.
    „Der Weltraum“, heißt es da, „ist groß. Verdammt groß. Du kannst dir einfach nicht vorstellen, wie groß, gigantisch, wahnsinnig riesenhaft der Weltraum ist. Du glaubst vielleicht, die Straße runter bis zur Drogerie ist es eine ganz schöne Ecke, aber das ist einfach ein Klacks, verglichen mit dem Weltraum.“
    Arthur glotzte geradezu wonnevoll entsetzt um sich.
    „Hören Sie mal“, sagte Arthur, „würde es Ihnen was ausmachen, wenn ich jetzt einfach aufgebe und verrückt werde?“
    „Leben“, sagte Marvin, „erzähl‘ mir bloß nichts vom Leben.“
    „Seht mich an, ein Gehirn von der Größe eines Planeten, und man verlangt von mir, euch in die Kommandozentrale zu bringen. Nennt man das vielleicht berufliche Erfüllung? Ich jedenfalls tu’s nicht.“ (Marvin)
    In diesen Tagen war der Mut noch ungebrochen, war das Risiko noch hoch, waren Männer noch richtige Männer, Frauen noch richtige Frauen und kleine pelzige Wesen von Alpha Centauri noch richtige kleine pelzige Wesen von Alpha Centauri.

    Aus:
    Das Restaurant am Ende des Universums
    (The Restaurant at the End of the Universe)

    „Ich denke, Fisch ist was Schönes, aber dann denke ich, dass Regen was Nasses ist, also wer bin ich schon, dass ich mir da ein Urteil erlauben kann?“
    (Der Mann, der das Universum regiert)
    Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. Es gibt eine andere Theorie, die besagt, dass das bereits passiert ist.
    Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.
    „Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?“ (Der Mann, der das Universum regiert)
    Sein Mund fing an zu sprechen, aber sein Gehirn war der Meinung, der Mund habe noch nichts zu sagen, und schloss ihn wieder. Dann fing das Gehirn an, mit dem Problem zu kämpfen, was die Augen ihm eigentlich erzählten, was sie sähen, aber als es das tat, verlor es die Kontrolle über den Mund, der prompt aufklappte. Als das Gehirn die Kiefer wieder nach oben zog, verlor es die Herrschaft über die linke Hand, die ziellos in der Gegend herum fuchtelte. Eine Sekunde lang versuchte das Gehirn, die linke Hand wieder einzufangen, ohne den Mund los zu lassen, und gleichzeitig versuchte es, darüber nachzudenken, was dort in dem Eis verborgen war, was wahrscheinlich der Grund war, warum die Beine plötzlich los liefen und Arthur hinfiel.
    Arthur ließ sich den Gedanken durch den Kopf gehen, erkannte widerstrebend, dass er vernünftig war, faltete ihn zusammen und steckte ihn weg.
    „Euer Gott stellt einen Apfelbaum mitten in einen Garten und sagt: ‚Macht, was euch Spaß macht, Leute, oh, aber esst keinen Apfel.‘ O Wunder, o Wunder, sie essen natürlich einen, und er springt hinter einem Busch hervor und schreit: ‚Hab ich euch endlich!'“
    (Ford Prefect)
    „Du meinst, das ist es?“ fragte Ford. „Das ist es.“ „Neun mal sechs. Zweiundvierzig.“ „Das ist es. Das ist alles.“
    (Artur Dent und Ford Prefect)
    Arthur wachte auf und bedauerte es sofort…..Materieumwandlungsstrahlen waren nicht so lustig wie, sagen wir mal, ein guter, satter Tritt an den Kopf.
    „Was ist?“ fragte Arthur. „Ruhe“, sagten Ford und Zaphod, „wir denken.“ „Also, das ist es“, sagte Arthur, „wir müssen sterben.“
    Wer kann denn regieren, wenn jeder, der es will, um alles in der Welt daran gehindert werden muss?
    Hässlicheres ist zwar schon am Himmel erblickt worden, aber nicht von zuverlässigen Augenzeugen.

    Aus:
    Das Leben, das Universum und der ganze Rest
    (Life, the Universe and Everything)

    Seit Beginn dieser Galaxis haben zahllose Kulturen ihren Aufstieg und ihren Niedergang erlebt, Aufstieg und Niedergang, auf und nieder – so oft, dass der Gedanke recht verführerisch ist, das Leben in der Galaxis bedeute (a) so was Ähnliches wie Seekrankheit – Raumkrankheit, Zeitkrankheit, Geschichtskrankheit oder dergleichen – und (b) Stumpfsinn.
    Zaphod hatte keine Lust, sich mit ihnen in einen Kampf einzulassen, und da er der Meinung war, dass wie an der Tapferkeit das Beste die Vorsicht war, so an der Vorsicht das Beste die Feigheit, versteckte er sich mutig in einem Schrank.
    „Mein Arzt sagt, ich habe eine mißgebildete Bürgerpflichtsdrüse und eine angeborene Schwäche am moralischen Rückgrat“, brummelte er vor sich hin, „und bin deshalb von der Rettung von Universen freigestellt.“ (Zaphod Beeblebrox)
    Ford und Arthur beschlossen, sich einfach zurück zu lehnen und entsetzt zu sein.
    „Klar“, sagte Marvin, „warum aufhören, wenn ich’s gerade zum Kotzen finde?“
    Ein PAL ist etwas, das wir nicht sehen, oder nicht sehen können oder das unser Gehirn uns nicht sehen lässt, weil wir denken, es sei das Problem Anderer Leute. Genau das bedeutet PAL. Problem Anderer Leute. Das Gehirn streicht es einfach aus, es ist wie ein blinder Fleck.
    Arthur fühlte sich glücklich. Er war irrsinnig darüber erfreut, dass der Tag endlich mal so ganz nach Plan verlief. Erst vor zwanzig Minuten hatte er beschlossen, verrückt zu werden, und nun jagte er bereits ein Chesterfield-Sofa über die Felder der prähistorischen Erde.
    „Der Sinn der ganzen Sache ist, verstehst, du“, sagte Ford, „dass es sinnlos ist, sich verrückt zu machen, indem man versucht, sich davor zu bewahren, verrückt zu werden. Da könnte man genau so gut einfach klein beigeben und sich die Vernunft für später aufheben.“
    Er blickte angestrengt in die Ferne und sah so aus, als wäre es ihm an dieser Stelle ganz recht, wenn der Wind ihm das Haar dramatisch aus der Stirn blies, aber der Wind war nicht weit davon entfernt damit beschäftigt, mit ein paar Blättern herumzualbern.
    Der Ausdruck großer Enttäuschung, der über Arthurs Gesicht lief, war ein totaler Reinfall, und da er im Schatten stand, erlaubte er ihm, sich in den Ausdruck großer Erleichterung zu verwandeln.
    „Ich würde gern bleiben und euch helfen, die Galaxis zu retten, aber meine Kopfschmerzen sind echt von Mutter und Vater, und ich fühle schon eine Masse kleiner Kopfschmerzen nachkommen.“(Zaphod Beeblebrox)
    Arthurs Bewusstsein näherte sich seinem Körper wie von weit her und äußerst widerstrebend. Es hatte da drin schon entsetzliche Zeiten mitgemacht.
    „Meine Fähigkeit zum Fröhlichsein könntest du in einer Streichholzschachtel unterbringen, ohne vorher die Streichhölzer rauszunehmen.“ (Marvin)
    Aus:
    Macht’s gut und danke für den Fisch
    (So long and thanks for all the Fish)

    „Wir entschuldigen uns für die Strapazen.“
    (Gottes letzte Botschaft an seine Schöpfung)
    Er sah wirklich extrem mitgenommen aus, nicht bloß, als wäre er rückwärts durch eine Dornenhecke gezerrt worden, sondern als wäre die Hecke gleichzeitig rückwärts durch einen Mähdrescher gezerrt worden.
    „Achtung, eine wichtige Durchsage. Das ist Flug Nummer 121 nach Los Angeles. Wenn in Ihren Reiseplänen Los Angeles heute nicht vorgesehen ist, dann wäre jetzt der geeignetste Moment, wieder auszusteigen.“
    Er tanzte geradezu zum Kühlschrank, nahm die drei am wenigsten schauerlichen Dinge raus, legte sie auf einen Teller und beobachtete sie sehr gespannt zwei Minuten lang. Da sie innerhalb dieser Zeit keinen Versuch machten, sich zu bewegen, nannte er sie Frühstück und aß sie.
    Der Census-Report hatte wie die meisten Gutachten furchtbar viel Geld gekostet und sagte niemandem etwas, was er nicht schon wusste – außer dass jede einzelne Person in der Galaxis 2,4 Beine habe und eine Hyäne besitze. Da das offensichtlich nicht stimmte, musste man das Ganze schließlich auf den Müll werfen.
    „Goosnargh“, sagte Ford Prefect, was ein besonderes beteigeuzisches Wort war, das er immer dann benutzte, wenn er wusste, er müsse was sagen, aber nicht wusste, was.
    „Größtenteils harmlos.“
    (Vollständiger Eintrag im Reiseführer „Per Anhalter durch die Galaxis“ über die Erde)
    „Der Sinn, die Sonne abends, im Sommer und besonders in Parks untergehen zu lassen, ist der, dem Auge das Auf- und Abwogen von Mädchenbrüsten deutlicher zu zeigen…Ich bin überzeugt, dass das so ist….Und ich find’s toll!“
    Jeder, der imstande ist, sich an einem Sommerabend durch den Hyde Park zu bewegen, ohne davon ergriffen zu sein, bewegt sich wahrscheinlich in einem Krankenwagen hindurch, und das Laken ist ihm übers Gesicht gezogen.
    Es steckt ein Sinn in dieser Geschichte, aber der ist dem Chronisten im Augenblick entfallen.
    Aus:
    Einmal Rupert und zurück
    (Mostly Harmless)

    Der Hauptunterschied zwischen etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, dass sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann, falls es doch kaputtgeht, normalerweise herausstellt, dass es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
    Nichts bewegt sich schneller als Licht, außer möglicherweise schlechte Nachrichten, die ihren eigenen, besonderen Gesetzen gehorchen.
    Bewahre mich davor zu wissen, was ich nicht wissen muß. Bewahre mich davor, auch nur zu wissen, daß es Wissenswertes gibt, von dem ich nichts weiß. Bewahre mich davor zu wissen, daß ich beschlossen habe, nichts von den Dingen zu wissen, die nicht zu wissen ich beschlosse habe. Amen.
    Arthur Dent hatte in seinem Leben schon so manches Dreckloch kennengelernt, aber einen Flughafen, der die Passagiere mit einem Schild mit der Aufschrift „Ziellos zu reisen ist immer noch besser, als hier anzukommen“ begrüßte, hatte er denn doch noch nicht erlebt.
    Darauf zu warten, dass der passende Zufall eintritt, ist deswegen so problematisch, weil es nicht funktioniert.
    Eine der ermutigenden Bemerkungen des Reiseführers zum Thema Paralleluniversen ist die, dass man nicht den Hauch einer Chance hat, irgend etwas davon zu verstehen. Daher kann man, wenn man möchte, getrost „Was?“ und „Hä?“ sagen und sogar anfangen zu schielen oder durchzudrehen, ohne deswegen gleich wie ein Trottel dazustehen.
    Ganze Galaxien voller Krempel standen ihm zur Verfügung, und ihn ließ die Frage nicht los, ob es nicht vermessen war, sich darüber zu beschweren, dass es all diesen Galaxien an zweierlei mangelte: der Welt, auf der er geboren war, und der Frau, die er liebte.
    Man konnte durchaus sagen, dass ihre Linke häufig nicht wusste, was die Rechte tat, meist hatte auch die Rechte selbst nur ziemlich verschwommene Vorstellungen davon.
    Aus:
    Der Elektrische Mönch
    (Dirk Gently’s Holistic Detective Agency)

    Der Elektrische Mönch war ein Gerät zur Arbeitseinsparung wie ein Geschirrspüler oder Videorecorder. Geschirrspüler spülten für einen das langweilige Geschirr und ersparten einem so die Mühe, es selber spülen zu müssen; Videorecorder sahen sich für einen langweilige Fernsehprogramme an und ersparten einem so die Mühe, sie selber ansehen zu müssen; Elektrische Mönche glaubten für einen gewisse Dinge und ersparten einem damit, was allmählich zu einer immer beschwerlicheren Aufgabe wurde, nämlich alle Dinge zu glauben, die zu glauben die Welt von einem erwartete.
    „Wie kannst du die Frechheit besitzen, mit zwei Armen, zwei Beinen und einem Kopf dazustehen als wärst du ein Mensch?“
    (Susan Way)
    Sein Alter rangierte auf der älteren Seite von absolut unbestimmt. Wenn man auf eine beliebige Zahl tippte, war er wahrscheinlich etwas älter – aber, wie gesagt, man konnte es unmöglich feststellen.
    Sein Name war Cawley, er war Professor der Archäologie und Anthropologie, und hinter seinem Rücken sagte man von ihm, dass er die Archäologie nicht so sehr als ernste akademische Forschung betrachtete, sondern eher als eine Gelegenheit, sich wieder mit seiner Kindheit zu beschäftigen.
    Je länger Susan wartete, desto länger unterließ es die Haustürklingel zu läuten. Oder das Telefon.
    „Ich lebe in einem Zustand, den man als hoffnungsvoll bezeichnet – ich gebe die Hoffnung nicht auf. Ich hoffe auf faszinierende, einträgliche Fälle, meine Sekretärin hofft, dass ich sie bezahle, ihr Vermieter hofft, dass sie mit der Miete rüber kommt, das Elektrizitätswerk hofft, dass er die Stromrechnung begleicht und so weiter. Ich halte das für eine herrlich optimistische Art zu leben.
    (Dirk Gently)
    Aus:
    Der Elektrische Mönch
    (Dirk Gently’s Holistic Detective Agency)

    Es kann kaum ein Zufall sein, dass es in keiner Sprache der Welt die Wendung „schön wie ein Flughafen“ gibt.
    „Ich habe einen Tag gehabt, danach würde selbst der heilige Franz von Assisi Babys in den Hintern treten.“
    (Kate Schechter)
    Er war groß, unglaublich sportiv und viel zu cool, um Gästen zuzuhören oder Konsonanten auszusprechen.
    Der Raum um Dirk herum schwankte ein wenig, und er streckte die Hand zur Wand aus, um ihn zu beruhigen.
    Sie hatte mal gehört, dass der Mensch vermutlich nur etwa ein Zehntel seines Gehirns benutze und dass niemand ganz genau wisse, wozu die anderen neun Zehntel da seien, aber sie hatte natürlich nie eine Andeutung darüber gehört, dass sie zur Aufbewahrung von Pinguinen benutzt würden.
    Als das Mädchen am Nebentisch einen Moment wegsah, beugte sich Dirk hinüber und nahm sich ihren Kaffee. Er wusste, dass er das mit absoluter Sicherheit tun konnte, weil sie einfach nicht würde glauben können, dass so etwas passierte.
    Kates Stimmung sank in den tiefsten Keller ihres Charakters, begann dort umherzustreifen und leise Knurrgeräusche von sich zu geben.
    Dennis Hutch war zum Boss aufgestiegen, als der Firmengründer an einer Überdosis Backsteinmauer gestorben war, die er unter dem Einfluss eines Ferrari und einer Flasche Tequila zu sich genommen hatte.
    Schweigend hing eine Katastrophe um ihn herum in der Luft und wartete, dass er sie bemerkte.
    Der Raum war keiner, um die Seele zu erheben. Ludwig XIV., um einen beliebigen Namen herauszuheben, hätte ihn nicht gemocht, hätte ihn nicht sonnig genug gefunden und ungenügend mit Spiegeln vollgehängt. Er würde sich jemanden gewünscht haben, der die Socken aufhebt, die Platten wegpackt und vielleicht das ganze Zimmer niederbrennt.
    Aus:
    Lachs im Zweifel
    (The Salmon of Doubt)

    1. Alles, was es schon gibt, wenn du auf die Welt kommst, ist normal und üblich und gehört zum selbstverständlichen Funktionieren der Welt dazu.
    2. Alles, was zwischen deinem 15. und 35. Lebensjahr erfunden wird, ist neu, aufregend und revolutionär und kann dir vielleicht zu einer beruflichen Laufbahn verhelfen.
    3. Alles, was nach deinem 35. Lebensjahr erfunden wird, richtet sich gegen die natürliche Ordnung der Dinge.
    Ich war in England. Ich wusste, dass ich in England war, weil ich im Regen unter einer nassen Wolldecke auf einem durchweichten Feld saß und irgendeinem Scheißorchester zuhörte, das in einer Art rotem Zelt Hits aus amerikanischen Filmen spielte. Würde man irgendwo sonst auf dieser Welt so etwas machen? Würde man es in Italien machen? In Feuerland? Auf Baffin Island? Nein. Selbst in Japan, wo es zum nationalen Zeitvertreib gehört, sich die eigenen Gedärme mit Hilfe eines Messers aus dem Leib zu reißen, würde man sich beherrschen. (Auf den Rochen reiten)
    Stellt man jemanden vor einen Interviewer mit einem Klemmbrett, wird er garantiert lügen. Ein Freund von mir hatte mal die Aufgabe, fürs Internet einen Fragebogen auszuarbeiten, den die Leute ausfüllen sollten. Er erzählte, sie hätten außerordentlich ermutigende Auskünfte über den Zustand der Welt erhalten. Hätten Sie z.B. gewusst, dass fast 90 Prozent der Bevölkerung Chefs ihrer eigenen Unternehmen sind und mehr als eine Million Dollar im Jahr verdienen?
    Das Familiensilber ist natürlich schon lange weg, genauso wie der größte Teil der Familie. Krankheiten, Alkohol, Drogen, sexueller Schwachsinn und ein schlecht gewarteter Fuhrpark haben fürchterliche Schneisen in die Reihen der Rantings geschlagen und sie fast auf Null reduziert. (Lachs im Zweifel)
    Falls die Versicherung nicht zahlte – was immer wahrscheinlicher wurde angesichts der Strategie, die die Versicherungsgesellschaften in den letzten Jahren ergriffen hatten, nämlich für ihre Dienstleitungen Reklame zu machen, statt sie wirklich durchzuführen – würde Dirk in die Zwangslage geraten … tja, er wusste nicht genau, in welche.
    (Lachs im Zweifel)
    Er mochte keine schönen Frauen. Sie brachten ihn durcheinander mit ihrer Grazie, ihrem Charme, ihrem übermäßigen Liebreiz und dass sie sich absolut weigerten, mit ihm essen zu gehen. (Lachs im Zweifel)
    Da hockten wir Briten, arme graue, durchnässte Kreaturen unter unserem grauen, nordischen Himmel, der tropfte wie ein miefiges Geschirrhandtuch, und schickten diejenigen, die wir am härtesten bestrafen wollten, nach Australien, damit sie sich in den strahlenden Sonnenschein der Küste des Tasmanischen Meeres an der Südspitze des Großen Barriereriffs setzen und vielleicht auch ein bisschen surfen konnten. Kein Wunder, dass die Australier ein ganz spezielles Lächeln haben, das sie sich ausschließlich für uns Briten aufheben.
    (Auf den Rochen reiten)
    Zaphod überlegte, wie er auf das alles reagieren sollte, und entschloss sich nach einer kurzen, aber hektischen inneren Debatte, dass ein Ohnmachtsanfall genau das richtige wäre. (Jung-Zaphod geht auf Nummer Sicher)
    Ich war immer schon grotesk, ja lächerlich groß. Um Ihnen eine Vorstellung zu geben: Wenn wir Schulausflüge zu interessanten und lehrreichen Orten unternahmen, sagte der Klassenlehrer nicht: „Wir treffen uns unter dem Glockenturm“ oder „Wir treffen uns unter dem Kriegerdenkmal“, sondern „Wir treffen uns unter Adams“. Ich war genau so sichtbar wie alles andere am Horizont und konnte ganz beliebig umgestellt werden. (Brentwood School)
    Sie machten geltend, es geschehe ihren Enkeln und Großeltern zuliebe, aber es geschah natürlich den Enkeln ihrer Großeltern und den Großeltern ihrer Enkel zuliebe. (Jung-Zaphod geht auf Nummer Sicher)
    Eine Lösung kommt fast immer aus der Richtung, aus der man sie am wenigsten erwartet, was bedeutet, dass es keinen Sinn hat, in diese Richtung zu gucken, weil sie nicht von dort kommen wird. (Lachs im Zweifel)
    „Keine Bange. Alles gerät ganz wunderbar außer Kontrolle.“ (Dirk Gently in „Lachs im Zweifel“)
    Am nächsten Morgen war das Wetter so eklig, dass es kaum diesen Namen verdiente, und Dirk beschloss, es statt dessen
    Stanley zu nennen. (Lachs im Zweifel)
    Wissen Sie, was eine Lernerfahrung ist? Eine Lernerfahrung ist eines von diesen Dingern, die sagen: „Du weißt doch, was du gerade gemacht hast? Lass es bleiben.“ (Interview mit dem Daily Nexus)
    Aus:
    Die Letzten ihrer Art
    (Last Chance to see)

    Ehemalige Kolonien erkennt man immer an der unverhältnismäßig großen Zahl von Menschen, deren einzige Beschäftigung darin besteht, Menschen mit einer Beschäftigung an deren Ausübung zu hindern.
    Ich muss in meinem Leben schon blödsinnigeres getan haben, weiß aber leider nicht, wann.
    Der Grund, weshalb einem nicht mitten in der Savanne das Wasser ausgehen sollte, ist nämlich, dass man das Zeug wirklich braucht. Man kriegt von seinem Körper ständig zu hören, dass er es braucht, und nach einiger Zeit wird er ziemlich ausfallend, was dieses Thema angeht.
    „Wir legen unser Leben in deine Hände, Herr“ ist, ehrlich gesagt, nicht gerade das, was man von einem Piloten hören möchte, wenn er Vollgas gibt.
    Meinen Ruf als ziemlicher Technik-Freak habe ich mir schwer erarbeitet, und ich bin selten glücklicher als an jenen Tagen, die ich von morgens bis abends damit zubringe, meinen Computer auf das automatische Erledigen einer Aufgabe zu programmieren, die mich bei eigenhändiger Erledigung gute zehn Sekunden kosten würde.
    Das Tolle daran, die einzige zwischen richtig und falsch unterscheidende Art zu sein, ist, dass wir uns immer genau die Regeln ausdenken können, die uns in den Kram passen.
    Wenn ich mit etwas vollkommen Unfassbarem konfrontiert werde, reagiere ich instinktiv wie jeder zivilisierte Mensch: Ich greife nach meiner Kamera und fotografiere es.
    Die Chinesen fahren oder radeln nach Gesetzen, die für einen nicht eingeweihten Betrachter einfach undurchschaubar sind, wobei ich nicht nur an die Gesetze der Straßenverkehrsordnung denke, sondern auch an die Gesetze der Physik.
    Richard ist auf den Phlippinen ausgebildet worden, wo er an der Rettung des philippinischen Affenadlers mitgewirkt hat, einem abenteuerlich unwirklichen Stück Fluggerät, das man sich eher im Landeanflug auf einen Flugzeugträger vorstellen kann als nistend in einer Baumkrone.
    Im krassen Widerspruch zu all unseren vernünftigen Erkenntnissen über Geografie und Geometrie ist der Himmel über Kenia schlicht und einfach größer als irgendwo sonst.
    Sie werden bestimmt schon häufiger gehört haben, dass diese Geschöpfe (die Berggorillas) furchterregende Bestien sind, und ich möchte hier meinen ureigensten Eindruck hinzufügen: Diese Lebewesen sind furchterregende Bestien.
    Ich glaube nicht an Gott, zumindest nicht an jenen Gott, den wir Engländer uns ausgedacht haben, um unseren eigenartigen englischen Bedürfnissen gerecht zu werden, und ganz bestimmt nicht an jene Götter, die man in Amerika erfunden hat und die ihre Schäfchen mit Toupets, Fernsehstationen und – was am allerwichtigsten ist – gebührenfreien Telefonnummern versorgen.
    Ich halte es für richtig, mit wenig Gepäck zu reisen, aber ich halte es auch für richtig, mit dem Rauchen aufzuhören und rechtzeitig vor Weihnachten einkaufen zu gehen.
    Ich merkte überhaupt nicht, dass ich von einem Taschendieb ausgenommen wurde – was mich freut, weil ich grundsätzlich am liebsten mit Profis zusammenarbeite.
    Da man uns gesagt hatte, Indonesien könne man nur in einem Gemütszustand äußerster Gelassenheit in Angriff nehmen, beschlossen wir, es damit zu versuchen. Wir versuchten, dem Mann gelassen klarzumachen, dass auf unseren Tickets, genaugenommen, „bestätigt“ stehe, woraufhin er uns erklärte, „bestätigt“ bedeute, genaugenommen, gar nicht bestätigt, sondern werde lediglich auf Wunsch gewisser Leute aufs Ticket geschrieben, weil man sich so eine Menge Mühe spare und die Leute dazu bringe wegzugehen.
    Die ersten, die ins Land strömten, waren die Missionare: Katholiken, die kamen, um den Eingeborenen von den Irrwegen der Protestanten zu erzählen, und Protestanten, die kamen, um den Eingeborenen von den Irrwegen der Katholiken zu erzählen. Einig waren sich Protestanten und Katholiken nur in dem Punkt, dass die Eingeborenen sich zweitausend Jahre lang auf einem Irrweg befunden hatten.
    Falls sich irgend jemand mal gefragt, hat, wer in aller Welt Richard-Claydermann-Platten kauft: Es sind die Chinesen, und von denen gibt es eine Milliarde.
    In dieser Nacht fand ich heraus, weshalb man Moskitonetze zu einem Knoten zusammenbindet. Es hat einen unangenehm einfachen Grund, und ich mag es kaum zugeben. Man macht es, damit keine Moskitos reinkommen.
    Aus:
    Der tiefere Sinn des Labenz
    (The deeper Meaning of Liff)

    Duttweiler, der
    Die Frisur, mit der sich eine junge Frau für einen besonderen Anlass schmückt und die einen plötzlich ahnen lässt, wie das Mädel in zwanzig Jahren aussehen wird.
    enzen (V.)
    Zielstrebig an einen bestimmten Ort gehen, um etwas Bestimmtes zu holen und anschließend minutenlang in Gedanken versunken in der Gegend herumzustehen, weil man sich beim besten Willen nicht mehr entsinnen kann, was man denn jetzt hier wollte.
    helmern (V.)
    Aufmerksam nicken, während jemand einem Dutzende komplizierter Hinweise gibt, die man sowieso gleich wieder vergessen
    haben wird.
    Hintergern, der
    Jemand, der seine Hilfe immer erst anbietet, nachdem alles erledigt ist
    Isny, der
    Maßeinheit. Definiert als die Zeit, die vergeht, bis man in der Fotoabteilung eines Kaufhauses bedient wird. Auch: Zeitraum bis zur Abschaffung der Einkommenssteuer oder zur Wiederkunft Christi.
    Kehrsatz, der
    Absatz, an dem man beim Lesen eines Buches hängen bleibt. Je öfter man einen Kehrsatz liest, desto sinnloser wird er.
    Kiliane, die
    Die fast-völlig-vergessene Freundin aus der fernen Vergangenheit, die von der eigenen Frau auf restlos irrationale Art und Weise gehasst wird und sie zu folgenschweren Eifersuchtsausbrüchen treibt.
    Labenz, das
    Ein allgemein bekannter Gegenstand oder eine vertraute Erfahrung, für den oder die bisher noch keine Bezeichnung existiert.
    niederschlochtern (V.)
    Elegant über Zäune, Geländer oder Tennisnetze flanken und fürchterlich auf die Schnauze fallen.
    Ruhpolding, das
    Etwas, das man eine Treppe herunter poltern hört und das dann irritierenderweise keinen Laut mehr von sich gibt; also z.B. ein Fernseher, ein Blumentopf oder ein kleines, neugieriges Kind.
    schauinsland (adj.)
    Restlos zufrieden damit, fröhlich ins Leere zu lächeln.
    Undingen, das
    Ein Gegenstand, der genau den Zweck, der den Kern seines Daseins ausmacht, hundsmiserabel bis gar nicht erfüllt. Undingen sind zum Beispiel selbstgestrickte Topflappen, durch deren grobe Maschen man sich die Griffel versengt, oder die Mikroperforation bei billigen Kollegblöcken, die ein sauberes Ausreißen eines Blattes praktisch unmöglich macht.
    Uppsala, das
    Jeder Gegenstand, über den man nüchtern nie und nimmer gestolpert wäre.
    Weggis, das
    Der sichere Platz, an dem man etwas versteckt, um ihn anschließend zu vergessen
    Wohlstreck, der
    Der tiefe und friedvolle Schlaf, in den man genau zwei Minuten vor dem Klingeln des Weckers fällt.
    Zettling, der
    Jemand, der nie zu irgend etwas kommt, weil er ständig Listen mit der Kopfzeile „Erledigen! Wichtig!“ schreibt.
    Aus:
    Keine Panik
    (Don’t Panic)
    Biografie von Neil Gaiman

    Es wurde allgemein vermutet, dass sich in meinem Inneren so einiges abspielte, denn eines war sonnenklar: Äußerlich spielte sich überhaupt nichts ab.
    (Douglas Adams über seine Jugend)
    Es ist alles schockierend wahr – bis auf die Stellen, die gelogen sind.
    (Douglas Adams über seine Biografie)
    Schreiben ist ganz einfach. Du musst nur so lange auf ein blankes Stück Papier starren, bis dir die Stirn blutet.
    (Douglas Adams über seine Schreibblockaden)

    • August 12, 2013 um 4:37 pm

      Lieber Gerd,

      folgendes Zitat aus dem ANHALTER dürfte verdammt nah dran sein, beweisen lässt es sich zum Glück nicht, aber vom Gefühl her trifft es voll ins Schwarze:

      “Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. Es gibt eine andere Theorie, die besagt, dass das bereits passiert ist.“

      Gruß Guido

      • federleichtes
        August 12, 2013 um 4:46 pm

        Beide „Theorien“ stimmen. Aber es gibt noch eine dritte. Allen drei gemeinsam, dass zumindest mein Bemüssigungsfaktor sie zu „beweisen“, gleich Null ist. Schließlich bin ich nicht im Projekt-Management tätig.

        Gruß
        Wolfgang

        • August 12, 2013 um 4:57 pm

          In der Tat … kommt ja nicht von ungefähr, dass der Konsens mehr und mehr Beweise für etwas verlangt, was nicht beweisbar ist, weil die Forderung nach Beweisen ein Symptom für die Möglichkeiten des Konsens ist, im Rahmen der Notwendigkeit für das Gesamtbild, NICHT als Krankheit zu erscheinen.

    • federleichtes
      August 12, 2013 um 4:41 pm

      „Woher soll denn ein Ur-Wesen kommen, wenn es nicht dem Bewusstsein entspringt?“

      Und welche Qualität hatte dieses Wesen-Hervorbringungs-Bewusstsein, wenn es nötig war, die Wesen in Körper zu kleiden und sie mit einem reduzierten Bewusstsein und feindseligen Informationen auszustatten?

      Die Verwendung – auch in Form eines Zitats – des Begriffes „Niveau“, gefällt mir offen gesagt überhaupt nicht.
      Und an diesem Rande:
      Kopfschmerzen entstehen nicht nur bei dem Versuch, sich „herunter“-zu-denken, sondern auch dabei, so manch ein krauses Wellenbild wohlwollend zu verarbeiten.

      Wenn Du der Auffassung bsit, lieber Gerd, mit Masse den Druck hin zu einer Veränderung aufbauen zu können – versuch’s erst mal probehalber bei Dir selber; was ich allerdings nicht empfehlen möchte.

      Gruß
      Wolfgang

  23. gerd zimmermann
    August 12, 2013 um 5:12 pm

    „Und welche Qualität hatte dieses Wesen-Hervorbringungs-Bewusstsein, wenn es nötig war, die Wesen in Körper zu kleiden und sie mit einem reduzierten Bewusstsein und feindseligen Informationen auszustatten?“

    Auf jedem Fall AAA Qualität, was bei Banken auf aa gleich Kinderkacke schrumpfen kann.

    Wolfgang, mit dem Körper ist das so eine Sache. Es geht auch ohne. Der Brocken wird aber später in verdaunungsfähige Bröckchen zerhackt oder Du findest heraus warum dein Selbstbewusstsein nicht zwingend im Körper sein muss. Siehe Astralreisen oder Nahtoderfahrungen. Beim träumen verlässt Du ja auch deinen Körper oder nicht?

    Gut und Böse ist eine Dualität im Gleichgewicht, bitte nicht schwarz sehen oder sagt man den Wald vor lauter Bäumen nicht.

    Gruss Gerd

  24. gerd zimmermann
    August 12, 2013 um 5:47 pm

    Lieber Wolfgang

    manchmal habe ich das Gefühl das Du traurig bist oder enttäuscht, zumindest lese ich das zwischen deinen Zeilen. Mir fehlt erlich gesagt Deine coole und vorzüglich lässige Art. Ich vermisse es, weil ich dich darum beneidete.

    Ich hatte oft das Gefühl, Dir geht vieles am Arsch vorbei, aber nicht aus desinteresse sondern weil Du mitten in der Scheisse standest und wusstest, wenn ich geduscht habe ist alles vergessen.

    ”Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. Es gibt eine andere Theorie, die besagt, dass das bereits passiert ist.”

    Gruß Guido

    Wenn ich Guidos Zitat richtig interpretiere, heisst das für mich, WIR sollten unsere Sicherheitsgurte prüfen, bevor es mit Überlichtgeschwindigkeit in den Hyperraum geht.

    „Spar deinen Wein nicht auf für Morgen, sind Freunde da, so schenke ein…….“
    Gerhard Schöne

    Machen wir es doch wie Meister Röhricht: Na dann mal prösterchen…..

    Lieber Gruss Gerd

    • federleichtes
      August 12, 2013 um 6:35 pm

      Was Dir „cool“ erscheint, sind in mir abgeklärte informative Bereiche.
      Und ich kann sehr genau unterscheiden zwischen Euphorie und Enthusiasmus. Den ich mir aufspare für unsere Naturwege und die des Miteinanders.

      Vorgestern sagte ich zu Susanne:
      „Stell dir mal vor, es geht los“.
      Dornröschen-Syndrom, das Gefühl, alle Frösche würden general-geküsst zu vielen Gold-Mariechens erhoben. Aufbruchs-Stimmung pur, als hätte man den Motor meines Bulldozers bereits gestartet.

      Aber wie bereits gesagt, ich bin nur mein eigener Projekt-Manager. Oder vielleicht besser: Manager für den Fall Wolfgang. Der immer noch in der „Scheiße“ steht. Und stehen bleiben WILL. „Scheiße“ muss doch Sinn machen, gell. Mehr oder anderen Sinn jedenfalls als Sicherheitsgurte. Sollte für mich einer vorgesehen sein – kannste kriegen, Suses auch. Weil wir meinen, erst das künstliche Streben nach Sicherheit schaffe die reale Unsicherheit.

      Irgend „Etwas“ in einigen Deiner Kommentare irritiert mich – noch.

      Gruß
      Wolfgang

  25. gerd zimmermann
    August 12, 2013 um 11:11 pm

    „Der immer noch in der “Scheiße” steht. Und stehen bleiben WILL. “Scheiße” muss doch Sinn machen, gell. Mehr oder anderen Sinn jedenfalls als Sicherheitsgurte. Sollte für mich einer vorgesehen sein – kannste kriegen, Suses auch. Weil wir meinen, erst das künstliche Streben nach Sicherheit schaffe die reale Unsicherheit.“

    So Ihr zwei Hübschen, Sasannes Bild habe ich nicht gesehen, aber Sie wird zu deinem symphatischen Typ passen.

    Was ist los?

    „Vorgestern sagte ich zu Susanne:
    “Stell dir mal vor, es geht los”.
    Dornröschen-Syndrom, das Gefühl, alle Frösche würden general-geküsst zu vielen Gold-Mariechens erhoben. Aufbruchs-Stimmung pur, als hätte man den Motor meines Bulldozers bereits gestartet.“

    Diesmal Wolgang fahren wir nicht mit dem Trecker, wir nehmen die Raumschiffe, Unser ist bereits gestartet wie Du hier nachlesen kannst.

    ”Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. Es gibt eine andere Theorie, die besagt, dass das bereits passiert ist.”

    Gruß Guido

    Weil wir bereits fliegen, müsst Ihr euch doch die Anschnallgurte anlegen.
    Um Guidos Zitat zu folgen steht Ihr nicht in der Scheisse. Geht duschen.

    Keiner und Niemand geht hier verloren. Zu wichtig ist jeder Einzelne für das Ganze Ihr seid Teil des Ganzen.

    Hin und wieder sehe ich aufmerksam meine Zappsender durch. Tue es auch und schaue mal Bernd das Brot auf dem KIKA. Atemberaubend wie das Massenküssen im Universum um sich greift. Schau andere Sender, die Uhr schlägt 13. Unbemerkt von Vielen.

    Von wegen Ihr steht in der Scheisse, Ihr seid fein raus……..

    Lieber Gruss Gerd

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