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Studien zeigen: Verschwörungstheorien rationaler als dargestellt!

Hear one side and you will be in the dark. Hear both and all will be clear.
Lord Chesterfield

UA_Flight_175_hits_WTC_south_tower_9-11_editWie aus gleich vier, teilweise erst kürzlich erschienen psychologischen und sozialwissenschaftlichen Studien hervorgeht, verhalten sich Menschen, die alternative Erklärungsansätze befürworten entgegen dem Stereotyp des durchgeknallten ‘Verschwörungstheoretikers‘, häufig vernünftiger als jene, die den offiziellen Versionen von umstrittenen Ereignissen glauben schenken.

Von Tobias Berg

In ihrer Studie ’What about Building 7? A social psychological study of online discussions of 9/11 conspiracy theories’ (Eine sozial-psychologische Studie zu Onlinediskussionen von 9/11-Verschwörungstheorien) stellen die Autoren Michael J. Wood und Karen M. Douglas nicht ohne erstaunen fest, dass von 2174 dokumentierten und ausgewerteten Kommentaren unter Nachrichtenartikeln, sich weit mehr der Kommentare Verschwörungstheorien zuordnen lassen als konventionellen Erklärungsmodellen. Das Verhältnis von Pro-Verschwörungstheorien zu herkömmlichen Theorien betrug dabei gar 2:1.

Des Weiteren stellte die Studie fest, dass “Personen, die herkömmlichen Erklärungstheorien anhängen im allgemeinen feindseliger reagierten, wenn es darum ging ihre Rivalen von der eigenen Meinung zu überzeugen.“

Außerdem stellten die Forscher eine Tendenz fest, wonach “der Fokus der Anhänger einer 9/11-Verschwörungstheorie eher darin besteht, die offizielle Version zu wiederlegen, als eine rivalisierende Theorie zu verbreiten.“

Die Studie von Wood und Douglas konnte außerdem zeigen, dass die Personen, die einer alternativen Theorie über historische Ereignisse, wie der Ermordung John F. Kennedys oder den Anschlägen des 11. Septembers anhängen nur ungern als ’Verschwörungstheoretiker’ bezeichnet werden.

Diese Beobachtung erklärt Professor Lance deHaven-Smith in seinem Buch ’Conspiracy Theory in America’ (Verschwörungstheorie in Amerika). Laut deHaven-Smith wurden die Begriffe ’Verschwörungstheorie’ und ’Verschwörungstheoretiker’ gezielt von der CIA eingeführt um Zweifel an der offiziellen Version der Ermordung John F. Kennedys zu bekämpfen: “Die CIA-Kampagne, welche zum Ziel hatte den Begriff ’Verschwörungstheorie’ populär zu machen und zugleich in Misskredit zu bringen, muss unglücklicherweise als eine der erfolgreichsten Propagandainitiativen der Geschichte bezeichnet werden.“ [Anmerkung: siehe z.B.]

So ist der Begriff ’Verschwörungstheorie’ heute ein stark aufgeladener Begriff und besitzt klar erkennbar negative Konnotationen, anstatt in neutraler Weise den eigentlichen Wortsinn auszudrücken.

 

In einem 2010 im Journal ’American Behavioral Scientists’ erschienenen Artikel, beschreibt die Psychologin Laurie Manwell, dass sich durch das vom CIA eingeführte Verschwörungslabel kognitive Funktionen nachhaltig verändert haben. So seien Gegner von Verschwörungstheorien häufig nicht in der Lage in klarer Weise über Ereignisse wie den 11. September nachzudenken, da Informationen, die nicht den vorangegangenen Vorstellungsmustern entsprechen, nicht aufgenommen werden können.

Auch Professor Steve Hoffman stellt in einem anderen Artikel der selben Ausgabe fest, dass Anti-Verschwörungsanhänger dazu tendieren, eine starke Bestätigungsvoreingenommenheit aufzuweisen und so gezielt Informationen auswählen, welche die eigenen Vorstellungen bestätigt und darüber hinaus zu irrationalen Mechanismen greifen um in Konflikt stehende Informationen zu vermeiden.

Professor Ginna Husting und Martin Orr stellen in ihrem 2007 erschienen Artikel ’Dangerous Machinery: ’Conspiracy Theorist’ as a Transpersonal Strategy of Exclusion’ (Gefährliche Machinerie: ‚Verschwörungstheoretiker’ als eine transpersonale Strategie der Exklusion) die sozial ausschließende Wirkungsweise der Verwendung des Begriffes ’Verschwörungstheoretiker’ fest: “Wenn ich sie einen Verschwörungstheoretiker nennen würde, macht es nur wenig Unterschied, ob sie nun behaupten, dass eine Verschwörung existiert oder ob sie ein Thema angeschnitten haben, was ich lieber vermeiden möchte…Indem ich sie mit diesem Begriff versehe, schließe ich sie strategisch von der Sphäre der öffentlichen Rede, Debatte, und des Konfliktes aus.“

Wie die Eingangs erwähnten Studien aufzeigen, scheint jedoch das negative Stigma, welches mit den Begriffen ’Verschwörungstheorie’ und ’Verschwörungstheoretiker’ verknüpft ist, nicht stark genug zu sein, alternative Sichtweisen und konträre Meinungen dauerhaft zu unterdrücken.

Quelle: EXOPOLITIK

Nachtrag von Martin Bartonitz

In diesem Zuge gibt es noch den gut recherchierten und bedenkenswerten Artikel Die Seelenfresser von Andreas Helten, in dem das Folgende zu lesen ist:

Egotismus: Menschen mit egotistischen Charaktereigenschaften empfinden die Ansichten und Wertevorstellungen anderer Menschen als fremdartig, unverständlich und nicht selten sogar als bedrohlich. Diese Menschen betrachten die Werte des Anderen nach eigenem Maß und die eigene Erfahrungswelt und Vorstellung als objektives Kriterium. Egotistische Menschen sind daran interessiert, andere Menschen dazu zu bringen, wie sie selbst zu denken und zu fühlen. Egotistische Regierungen belehren daher gerne andere Nationen, oder drängen sie, in ihren Kategorien zu denken und zu handeln, was sie unfähig macht, Menschen und Nationen anderer Staaten und Länder zu respektieren und sich mit deren Kultur vertraut zu machen.

Sie sind nicht nur unfähig, für das Andere Verständnis aufzubringen, es ist ihnen gleichgültig und wird nicht selten als bedrohlich empfunden, eben weil es anders ist als sie selbst. Wenn sich dieser Typ Mensch bedroht fühlt, wird er versuchen, sich „gegen“ diese Bedrohung zu schützen. Normale Menschen schützen sich „vor etwas“ (Flucht), psychologisch abweichende Menschen schützen sich „gegen etwas“ (Angriff).

Kategorien:Erkenntnis, Gesellschaft Schlagwörter:
  1. Kein VT
    September 18, 2015 um 11:33 pm

    Kann ich nicht bestätigen. Meiner Erfahrung nach sind Anhänger von Verschwörungstheorien ungleich aggressiver, als normale Menschen und werden sofort persönlich, wenn man sie auf die massiven Widersprüche ihrer sogenannten Theorien hinweist. Außerdem halten Verschwörungstheoretiker auch an schon lange widerlegten Argumenten fest.

  2. federleichtes
    August 15, 2013 um 2:14 pm

    Fundstück auf dem Opablog:
    http://opablog.net/2013/08/14/ein-spezialist-fur-therapie-beginn/#comment-6158

    Grundrechtefreund:

    „Jeder Proband einer psychiatrischen Exploration läuft Gefahr, dass das was er wahrheitsgemäß erzählt, auf irgendeine Art und Weise in ein der Beliebigkeit des sog. Untersuchenden Krankheitsbild montiert wird, denn es wird auftragsgemäß gehandelt und wer seinen Auftrag nicht erfüllt, der muss damit rechnen, dass es keine solchen Aufträge mehr gibt in Zukunft und wer experimentiert in den Kreisen nicht gerne mit “menschlichem Material” in Gestalt von bereits Menschen minderen Rechts, die auf dem Weg sind, ihnen der bürgerliche Tod zu Lebzeiten zu bereiten.“

    Wie entzieht man sich – verschwörungstheoretisch-fiktiiv – einem gegen die Existenz gerichteten Kesseltreiben?
    Fernsehen?
    Konsum?
    Sex?

    Und um in den vollen Genuss der Ablenkungen vom Eigentlichen zu gelangen, gibt’s systematische Vergiftung von Geist, Körper und Seele nach DIN gratis dazu?

    Ich frag das mal ganz blöd:

    Was bedeutet VOLLSTÄNDIGE Entmenschlichung?

    Gruß
    Wolfgang

    • August 15, 2013 um 3:47 pm

      Dazu müssen wir uns vielleicht erst mal überlegen was ein MENSCH ist, was wir unter Menschlichkeit verstehen.

      Voll-Ständige Entmenschlichung bedeutet ja, dass Menschlichkeit ständig nicht wirken kann.

      Zwischen Bürger und Mensch besteht ein himmelweiter Unterschied. Bürger, die die im frühen Mittelalter Schutz hinter dicken festen Burgmauern suchten, daraus folgend ergaben sich Pflichten dem Gemeinwesen dieser Burg, später den Städten zu dienen, allerdings auch Rechte. Alle die keine Zuflucht hinter diesen Mauern fanden, die Sicherheit boten aber auch begrenzten, waren keine Bürger der Definition nach, wie es mit dem Menschsein stand weiß ich nicht.
      Jedenfalls sind die Begriffe Bürger und Mensch keinesfalls deckungsgleich.

      Wie entmenschlicht unsere Gesellschaft wirklich ist lässt sich ganz wunderbar an so neu eingeführten Begriffen wie „Verbraucher“; „Humankapital“, „Konsument“, „Bezieher“, „Endverbraucher“ usw. ablesen. Also mit Menschen haben wir es an der Stelle jedenfalls nicht zu tun, höchstens mit Personen die da gerade eine bestimmte Rolle übernommen haben und spielen.

      Vielleicht lässt sich Menschlichkeit an diesem uralten Satz herleiten: “ Was du nicht willst das man dir tu das füg auch keinem Andern zu.“
      Oder: „Liebe dienen Nächsten, wie Dich selbst.“ Beide Satzteile verdienen es beachtet zu werden, wir hatten das hier schon des Öfteren.
      Gehört natürlich u.a. auch dazu die Zusammenhänge in ihrer Komplexität zu durchschauen, fängt mit so einfachen Sachen an, dass Mensch sich klarmachen müßte wieviel energetisches Material zur Erzeugung von einem Kilo Fleisch verbraucht wird, wieviel Getreide,Wasser, Energie etc. Wieviele Menschen bei vernünftigem Wirtschaften damit ihren ganz realen Hunger stillen könnten.
      Und das hört bei der Unmasse von Gesetzen die wir haben und die dazu dienen uns zu entmündigen und zu beschäftigen, zur Ablenkung wovon(?), keinesfalls auf.

      Das sind nur ein paar Splitter die mich zu dem Thema beschäftigen, das natürlich uferlos sein kann. Vielleicht schaffen wir es eine Essenz herauszufiltern.

      Manchmal lieber Wolfgang entstehen Irritationen nicht unbedingt an den Themata sondern an der unterschwellig transportierten energetischen Information, wenn es beispielsweise sonst meist noch zu einem kleinen humorvollem Augenzwinkern kommt und das dann über Tage fehlt. Bei mir entstehen dann Fragezeichen nach dem aktuellen Befinden. Aber jetzt ist es ja wieder da 😉

      Liebe Grüße
      Martina

      • federleichtes
        August 15, 2013 um 8:13 pm

        Dankeschön!
        Ich fülte mich bereits den Vorwürfen ausgesetzt, die Menschen der Siebung und Auslese unterwerfen zu wollen. Nein, nein!
        Es geht mir NUR darum, noch besser zu verstehen, was auf dieseer Welt gerade-so und warum-gerade-so abläuft.

        Mein Menschenbild entfernte sich vom Klassischen Körper, Seele, Geist. Weil ich Seele terminologisch nicht greifen konnte, ebenso Geist nicht.

        Und so entstand eben mein ENTWURF
        Körper, Psyche, Wesen.
        Und bisher passten alle (bisher!) auftauchenden Fragen in dieses Konzept und boten MIR Erklärungen.

        Mir reicht es jedenfalls nicht, eine körperliche Erscheinung als Mensch zu definieren. Auch die Anwesenheit einer Psyche, also das Beobachtbare Verabreiten von Informationen und das Steuern von Verhalten reicht mir nicht aus.

        Beginne mal mit einer Beobachtung.
        Es gibt Menschen, die hatten eine „schechte“ Kindheit, die sie zu bissigen Hunden machte, und zu denen gesagt wird, sie seien Unmenschen.
        Nein, in diesem Rahmen denke ich eben nicht. Weil es eine Plausibilität gibt: Opfer wird zum Täter.
        Aber wie verhält es sich mit „Menschen“, die normale Gesellschaftliche Verhaltensmuster nur ERLERNTEN, und sie praktizieren, um Zerstörung und Elend unter die Menschen bringen zu können – also aus keinem anderen Grund leben?
        Werden wir da nicht mit der Frage nach der Qualität des Wesens konfrontiert?

        In meiner Vorstellung existieren Geistwesen und Liebewesen. Und ich vermute die Existenz eines weiteren, des Böse-Wesens. Das weder über einen kreativ-konstruktiven Geist noch über die Fähigkeit des Fühlens, des Miteinander, des Liebens verfügt.

        Ob wir sie unselige Geister, ob wir sie Dämonen, ob wir sie Teufel nennen – WENN es sie gibt, bemächtigen sie sich offensichtlich eines Körpers und sind in der Lage, ihr eigentliches Wesen hinter Masken zu verbergen – um im richtigen Moment möglichst großen existenziellen Schaden für die Gemeinschaft der normalen Wesen anzurichten, oder um sich (vielleicht mitttels Magie?) in gesellschaftliche Positionen zu bringen, wo sie kontinuierlich langfristig angelegtes Unheil in die Welt bringen können.

        Das Unheil ist in der Welt, und es wird nicht von biografisch zufällig und vereinzelten „verunglückten“ Schicksalen hinein transportiert. Das Unheil breitet sich, nach meinen Beobachtungen planmässig aus.

        Frage mal anders herum:
        Wir wissen vom Unbewussten im Menschen; wir wissen von gewissen AnTRIEBskräften, wir wissen von seiner Unberechenbarkeit, und ich unterstelle mal, meine annahme, es gäbe einen ganzen Fundus feindseliger Informationen, sei richtig –
        wodurch werden die feindseligen Informationen restimuliert und damit „niedere“ Beweggründe geschaffen?

        Bin ziemlich neugierig, wie es hier weiter geht.

        Herzlich grüßt die Runde
        Wolfgang
        .

        • August 16, 2013 um 10:14 pm

          Es ist.die Frage was unter Geist überhaupt zu verstehen ist. Ich hab da auch so ein Problem, ich kanns nicht greifen.
          Ist Geist vllt. das was so gerne mit Gesamtbewusstsein umschrieben wird? Da wäre dann ja alles in diesem Gesamtbewusstsein enthalten. Alle Liebe, alles abgrundtief Böse.
          Mir kam die Frage ob nicht die Norm, der sog. normale Mensch, der ja normiert ist, die Unmenschlichkeit in die Welt setzt, eben durch diese Norm.
          Ein Menschenwesen kann doch nicht irgendeiner Norm entsprechen, das begrenzt ihn, lässt Potentiale und Kreativität brachliegen und verkümmern , ihn sich einer Gruppe anschließen die so ist wie er selbst, da dort die Akzeptanz im Umfeld gesichert scheint, was ihn allerdins anderer Möglichkeiten beraubt.

          Schönen Abend
          Martina

          • August 17, 2013 um 12:28 am

            Ich versuche es mal mit einer Metapher:
            Geist ist das Unbewusste, welches das Unterbewusstsein mit dem Bewusstsein synchronisiert … so wie unser Sonnensystem ( Geist ) den interstellaren Raum ( Unterbewusstsein ) mit mit dem irdischen Bewusstsein, im Sinne eines GANZEN, in Einklang bringt, sprich HARMONISIERT.

            Anbei eine Bildwerdung:

            http://www.gold-dna.de/updatesept.html#up282

            Liebe Grüße
            Guido

  3. federleichtes
    August 15, 2013 um 1:11 am

    Mir scheint, dass Menschen, die die Entwicklung vor ihrer Haustüre, die Entiwcklung in Deutschland, Europa und weltweit in ALLEN gesellschaftlich relevanten Belangen in ein

    verschwörungstheoretisches Mäntelchen verkleiden,

    nicht nur unter einem fundamentalen Realitätsverlust, sondern unter recht abstrusen Wahnvorstellungen leiden; wenn sie denn leiden – beim Frohlocken.

    Mag das entstanden sein, weil Filz (gruppendynamischer Betrug), Korruption (Vorteilsnahme zu Lasten des Volkes), Volkstäuschung (Verschweigen/Falschdarstellung von Realität), Grundgesetzbrüche und Verlogenheit NICHT klar als Verbrechen benannt werden? Gegen die Menschen, die im Sinne dieser, zum Standard erhobenen Betriebsamkeit tätig sind, waren die Rosstäuscher alter Zeiten doch wohl ehrenwerteste Gesellschaft.

    Verschwörungstheorie? Bisschen Glitzer, bisschen buntes Einwicklepapier, bisschen Schleifchen – gut gerüstet für ein Stelldichein mit dem Weihnachtsmann. In diesem Sinne braucht wohl der Psychiatrie-Index einen weiteren Zusatz: Verschwörungstheoriesyndrom.

    Gruß
    Wolfgang

  4. federleichtes
    August 9, 2013 um 12:53 am

    Hier eine weitere Aussage, die ich gerade auf dem Opablog fand, im Kommentar von „5Jahrehartz4“:

    Wir sprechen inzwischen von Sozialrassismus zugunsten Bürokratie und Politik, gegen die Menschen im Land.

    Scheinbar haben das systematisch Volksfeindliche wirklich die meisten Menschen noch nicht begriffen, also verinnerlicht durch ein Gefühl.

    Wer folgsam ist, qualifiziert sich als Abschaum, den es zu quälen gilt? Hatte ich hier über dieses „Prinzip“ schon geschrieben?

    Gruß
    Wolfgang

  5. Linda
    August 8, 2013 um 4:31 pm

    Impfpflicht wieder einführen?
    Wenn UNgeimpfte Menschen
    geimpfte Menschen gefährden,
    gegen was hilft dann die
    Impfung?
    Soo verblödet man die Massen!
    Weil Impfungen NICHT so wirken, wie uns erzählt wird!
    LG

  6. Kevin
    August 5, 2013 um 10:39 am

    Ein Verschwörungstheoretiker schreibt darüber, dass Verschwörungstheoretiker zu Unrecht mit einem Stigma behaftet seien…. da kann ja nichts bei herauskommen. Selbst wenn gleich vier(!!) kürzlich erschienene Studien sein Argument stützen sollen. Angeblich.

    Wer sich das ganze Bild ansehen möchte, und nicht nur den voreingenommenen Blick von Herrn Berg, dem sei angeraten, einen Blick in die gesamte Arbeit von Herrn Wood und Frau Douglas zu werfen. Es sollte schnell klar werden, was Herrn Berg motiviert: Bestätigung der eigenen Ansichten.

    Hervorragend fassen die Autoren das Problem übrigens in ihrem Abstract zusammen und können (aus eigener Erfahrung höchst nachvollziebar) begründen, warum die Verschwörungstheoretiker sich oft „Feindseligkeiten“ ausgesetzt sehen:

    „Finally, conventionalist arguments tended to have a more hostile tone. These tendencies in persuasive communication can be understood as a reflection of an underlying conspiracist worldview in which the details of individual conspiracy theories are less important than a generalized rejection of official explanations.“
    (Quelle im Text verlinkt, letzter Satz im Abstract).

    Man fühlt sich eben recht bald „verarscht“ und reagiert dann möglicherweise etwas über.

    Wie unwichtig Details Verschwörungstheoretikern tatsächlich sind, lässt sich wunderbar hier nachvollziehen. Auch obiger Artikel lässt die interessanten – weil die eigene Ansicht widersprechenden – Details außer acht. In der Kontextschau ergäbe sich ein viel interessanter Artikel… für alle Seiten.

    • August 10, 2013 um 11:10 am

      Und auch das sieht nicht nach einem totalitären Staat aus?

      Geis hält Freiheitsentzug ohne Prozess für gerechtfertigt
      CSU-Politiker für Sicherungsverwahrung Terrorverdächtiger, Moderation: Dirk-Oliver Heckmann

      Der CSU-Rechtsexperte Norbert Geis unterstützt die jüngsten Vorschläge von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zur Terrorismusbekämpfung. Zum Schutz der freiheitlichen Grundordnung müsse auch über gezielte Tötungen und Sicherheitsverwahrungen diskutiert werden, sagte Geis. Ein „erkannter Gefährder“ müsse auch ohne Prozess hinter Schloss und Riegel gebracht werden dürfen.

      Wer unbequem wird, denn lasse man besser gleich verschwinden, ohne dass seine Bekannten eine Chance hätten zu erfahren, was Sache ist. Obama hatte das passende Gesetz Anfang letzten Jahres für die USA unterschrieben:

      Guantanamo für immer, von Christian Wernicke – Süddeutsche
      Der US-Präsident hat ein neues Sicherheitsgesetz gebilligt. Die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo rückt damit in weite Ferne.

  7. gerd zimmermann
    August 5, 2013 um 7:28 am

    „Folge dem Wesen des Wassers und Du weißt warum dem so ist ….“

    Wasser ist Leben, sprich pures Bewusstsein.

    Aber wie findet Wasser zu Wasser?

    Der Wassertropfen ist im Ozean EINS.

    • Linda
      August 8, 2013 um 4:56 pm

      Wasser ist Informationsträger.
      Bissel was raus filtern reicht nichts, da bleiben die Informationen drin.
      Komplett schaffen das nur Aquion und Memon.
      LG

  8. gerd zimmermann
    August 5, 2013 um 7:07 am

    „Impfgegner ist auch ein solches Wort …….“

    Kann man einen Geist impfen und wenn ja, gegen was?

    Gegen Geistreichigkeit:

  9. maretina
    August 4, 2013 um 11:45 am

    Hier ein Video zum Thema, wird euch gefallen nehm ich an:

    Jetzt les ich mal was ihr so schreibt zum Thema 😉

    • August 5, 2013 um 6:04 am

      Danke für diesen brillianten Beitrag. Ich war also schon immer Verschwörungstheoretiker. Sehr schön. Muss mich mit meiner neuen, diesbezüglichen Identität jetzt erst mal auseinandersetzen 🙂

      HGA

  10. August 4, 2013 um 8:09 am

    Danke Martin,

    ich wusste gar nicht, dass es zu der Problematik seriöse Forschung gibt. Durchweg spannend!

    @federleichte: „Geisteskrankheit wurde gesellschaftliche gemacht.“ – Was meinst Du damit? Dass das psychiatrische Konzept mit den diagnostischen Manualen DSM IV und ICD 10 gesellschaftlich bedingt sind und/oder dass jede einzelne „Erkrankung“ einzelner Personen rein gesellschaftliche Konstrukte sind?

    Schönes WE
    Andreas

    • August 4, 2013 um 10:12 am

      Hallo Anderas,

      als ich den Artikel gestern sah, war ich auch erstaunt. Wurde aber eigentlich auch wieder Zeit, sich dem Thema mal zu widmen 🙂

      Ich vermute mal, dass Wolfgang in Richtung des Zitats von Krishnamurti denkt:

      Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.

      Und wir hatten auch immer wieder festgestellt, dass in der Systematik von Machthierarchien ausgerechnet die Psychopathen ganz oben landen, weil sie eben weniger Probleme mit ihrem Gewissen haben, sich unterwegs gegen andere durchzusetzen, und dort angekommen, Dingen zu entscheiden, die auf Kosten vieler eher schädlich sind. Wie z.B. Kriege auszulösen. Siehe unter anderem: Die Seelenfresser

      Da raus:

      Wenn Psychopathen eine Gesellschaft regieren, wird die Gesellschaft deren Wesenszüge aufweisen. Im Allgemeinen wird sie stark korrumpiert sein. Aber da Täuschung ein primäres Wesensmerkmal des Psychopathen ist, wird sie menschlich erscheinen. Ihre Eigenschaften können von höchster Regierungsebene bis hinunter zum Straßenniveau beobachtet werden. Würden Sie den Wahnsinn einer Zivilisation unter psychopathischer Herrschaft bezeugen wollen, müssen Sie nicht die Hauptstadt dieses Staates oder eine Großstadt besuchen, da selbst das kleinste Dorf diese Eigenschaften aufweisen wird. [3] [zitiert nach Andrzey M. Lobaczewski – Politische Ponerologie]

      und aber auch interessant:

      Ponerologie beschreibt die Phasen der Entstehung des Prozesses, der dazu führt, von einer psychopathischen Negativ-Auslese regiert zu werden. Wenn alle Phasen der Ponerogenese erreicht werden, sind sämtliche sozialen Bereiche des Lebens, der Verwaltungen und der Psychiatrie von einem Krankheitsbild durchdrungen, welches das Ausmaß einer Pathokratie bei weitem in den Schatten stellt, – ein makrosoziales Phänomen mit verschiedenen Symptomen und Auswirkungen, die verheerendes Leid über ganze Nationen bringen können. Dieses Phänomen möchte ich als das menschenverachtendste System bezeichnen, was die Mehrheit normaler Menschen jemals zu ertragen hat – immer und immer wieder.

      HG Martin

      • August 4, 2013 um 11:14 am

        Defer C. Rains auf Facebook: Ich bin mit solchen Leuten fast ausschließlich aufgewachsen. Es gab weniger, die nicht so waren, viel mehr gab es, die so waren. Ich fand das als Jugendliche sehr bedrückend, weil so ein Umfeld einem wenig Raum zur Entwicklung gibt. Es blieb immer nur die Flucht und Wegorientierung, da jegliche normale Diskussion mit dem Holzhammer beendet wurde.
        Die Mehrheit der Menschheit ist psychopathisch. Nicht, weil sie so geboren wurden, sondern weil sie sich so konditionieren *lassen*. Zugrunde liegt fast immer Angst.

        Paranoide Charakterstörungen: Für diese Menschen ist charakteristisch, dass sie fähig sind, an Diskussionen teilzunehmen und relativ korrekte Schlussfolgerungen zu ziehen, solange es sich nur um kleinere Meinungsverschiedenheiten handelt. Sobald die Argumente des Gegenübers ihre überbewerteten Vorstellungen untergraben und ihre lange gehegten Stereotypen von Schlussfolgerungen zerschlagen, die sie dazu zwingen, eine Feststellung anzunehmen, die sie bereits unterbewusst abgewiesen haben, so kann es sehr ungemütlich werden.

  11. federleichtes
    August 4, 2013 um 2:20 am

    Ich sehe nur ein echtes Problem:
    Mensch kannn sich nicht rational-sachlich mit dem Wahn auseinandersetzen. Weil er selber auf Wahn „gestrickt“ ist.

    Bauer Piepenbring ist auf der Autobahn unterwegs, eine Meldung im Verkehrsfunk:
    Auf der A40 kommt ihnen ein Falschfahrer entgegen“.
    Piepenbring brüllt:
    „Einer? Hunderte!“

    Wir sollten beachten:
    Geisteskrankheit wurde gesellschaftsfähig gemacht. Sie ist normal.

    Gruß
    Wolfgang

  12. August 4, 2013 um 12:55 am

    “Wie die Eingangs erwähnten Studien aufzeigen, scheint jedoch das negative Stigma, welches mit den Begriffen ’Verschwörungstheorie’ und ’Verschwörungstheoretiker’ verknüpft ist, nicht stark genug zu sein, alternative Sichtweisen und konträre Meinungen dauerhaft zu unterdrücken.“

    Folge dem Wesen des Wassers und Du weißt warum dem so ist 😉

    Gruß

  13. August 4, 2013 um 12:53 am

    Impfgegner ist auch ein solches Wort zwecks Vereinfachung und Verallgemeinerung … mit entsprechenden Folgen für all jene, die ein Thema kritisch hinterfragen und so in den großen Topf der Verschwörer geworfen werden.

    Gruß

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