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Darwin hatte es doch gewusst: Evolution stützt sich mehr auf Kooperation als auf Konkurrenz

Ich möchte gerne den Artikel Sind die Konzerne die Krebszellen unseres von Grund auf kranken Gesellschaftssystems? von Martin aufgreifen und noch weiter denken:

Krebs ist ein Symptom für ein Ungleichgewicht im Körper, zuviel Stress, zu schlechte Ernährung, die Veranlagung sensibel auf etwas zu reagieren (das “Krebs”-Gen, sagt nur aus, dass wir sensibler reagieren). Krebszellen sind keine neue Art von Zellen, es sind ganz normale Zellen, die so unter Stress stehen, dass sie ihre eigentliche Aufgabe vergessen und sich unkontrolliert vermehren, bis der Körper das nicht mehr verkraftet und das System zusammen bricht.

Eine Wunderheilung ist nichts weiter, als den Körper wieder so ins Gleichgewicht zu bringen, dass diese Zellen sich wieder besinnen und die Geschwüre sich auflösen.

Was löst diese Verwirrung in unserer Gesellschaft aus?

Charles Darwin (Wikipedia)

Seit dem Darwin damals seine Evolutionstheorie veröffentlichte gehen wir davon aus, dass das (Über-)Leben auf zwei Dingen basiert: Vermehrung (Wachstum) und Konkurrenz, nur der Stärkste überlebt.

Diese Theorie ist falsch. Zu dieser Zeit war es gefährlich Gedanken zu äußern, die die Macht der Monarchen in Frage stellt. Deshalb entschied sich Darwin hierfür, um nicht seinen Ruf oder gar sein Leben zu verlieren. Später versuchte er es richtig zu stellen, doch man lachte ihn als alten Greis aus.

Der Neo-Darwinismus übernahm die Kontrolle. Im Vordergrund stehen heute immer noch Konkurrenz/Wettbewerb und Wachstum. Das fängt in der Schule an und wird unseren Kindern so beigebracht. Bewertung schafft Konkurrenzdenken, man bringt uns bei, dass wir unser Leben verdienen müssen, dass wir es ‘wert’ sein müssen und dass wir besser sein müssen als andere.

Dieses egoistische Konkurrenzverhalten sorgt dafür, dass unser ganzes System inhuman wird. Es funktioniert nicht mehr, weil jede Art von Konkurrenz eine Grenze hat, nämlich das jeweilige Maximum des Einzelnen / des Konzerns. Ist dieses Maximum erreicht, hat quasi jeder ein iPhone oder hab ich die größten Muckis, das schnellste Auto, etc. hilft nur noch eins:

Um weiter wachsen zu können, muss ich betrügen. Ich kann nicht mehr werden, also müssen andere weniger werden. Und genau das ist der Punkt, an dem unser Konzept der Gesellschaft jetzt scheitert.

Die wirkliche Evolution läuft anders ab, das hat Darwin schon gewusst:

Echte Evolution/Fortentwicklung zeigen uns die Einzeller. Sie schließen sich zusammen und bilden eine Gemeinschaft. Sie teilen Aufgaben und Ressourcen auf, so dass sich einzelne Zellen spezialisieren können und daraus dann ganze Lebewesen entstehen, die sehr komplex sein können. Aber in denen Billionen von Zellen sich aufeinander verlassen können. Würden unsere Körper so denken wie wir erzogen werden, würden sie sich selbst zerstören. Weil jede Zelle oder Zellengruppe die größte sein will. Es kommt auf Gemeinschaft an, die beste angepasste Gemeinschaft überlebt.

Also haben wir von der Natur aus eine Gemeinschaftsveranlagung, beim Menschen heißt das Altruismus, wenn man das Wohl der Menschheit über das eigene stellt. Wenn man die gesamte Welt mit einbezieht (Umwelt, Tiere) dann ist das Holismus.

Da man mit altruistischen/holistischen Ideen keinen offensichtlichen Vorteil für sich selbst erschaffen kann, keinen Profit machen kann, werden solche Ideen in unserer Gesellschaft unterdrückt, belächelt, bekämpft. Dabei ist genau das die Rettung. Anstatt Konkurrenz auszubilden und zu leben, sollten wir uns zusammen tun und das System reformieren. Denn viele Dinge, die uns helfen könnten oder die dem Planeten helfen könnten, werden nicht gemacht oder verheimlicht, weil dadurch das System so verändert wird, dass die Machtposition einiger weniger (Konzerne, Politiker) zerstört wird.

Die darf man aber auch nicht abstoßen wie Krebs normalerweise behandelt wird, nein. Man muss verstehen, worin ihr Verhalten begründet wird und was die Wurzel dieses Verhaltens ist – eine falsche Erziehung und Bildung. Da muss man ansetzen, um unsere Kinder und Jugendliche in Richtung Altruismus zu bringen. Damit neue Ideen, die das Ganze betreffen, auch eine Chance haben.

Wir Menschen stehen davor, aus einem Zellklumpen ein neues Wesen zu schaffen – die Menschheit. Die Wenigsten haben bis jetzt diesen Blickwinkel, diese weite Perspektive erreicht, wissen worauf es hinausläuft in der Evolution. Das ist, was “aufwachen” bedeutet, das Ganze sehen.

Euer Stefan Sen

Was bedeutet diese Erkenntnis für uns als Einzelnen? Beantwortet in der Fortsetzung:
Verantwortungsbewusstsein als Kern von Altruismus oder Kooperation

Quelle der genannten Fakten: Spontane Evolution: Wege zum neuen Menschen von Bruce Lipton

Weiter Leseempfehlung: Die Mythen der Konkurrenz

Empfehlung zum Thema Kooperation statt Konkurrenz: eine Facebook-Gruppe dazu

  1. Stefan Sen
    Juli 25, 2013 um 4:15 pm

    Hier der Kurzfilm „Overview“, war nicht auf youtube, sondern vimeo:

  2. Stefan Sen
    Juli 25, 2013 um 1:09 am

    Okay, sorry dass es so lange gedauert hat. Hab versucht es kurz zu halten, es gibt noch so viel mehr zu erklären und zu verstehen, aber ich denke das ist das wichtigste. Viel Spaß beim Lesen. 😉

    Was bedeutet diese Erkenntnis für uns als Einzelnen?
    Verantwortungsbewusstsein als Kern von Altruismus oder Kooperation

    • Juli 25, 2013 um 7:59 am

      Vielen Dank Stefan, für diese richtig gute Ergänzung, die Viele unserer hier an den diversen Stellen besprochnen Punkte auf den Punkt bringt. Ich habe Deinen Text wieder in einen eigenen Artikel verfrachtet 🙂
      Liebe Grüße in die Staaten
      Martin

      • Stefan Sen
        Juli 25, 2013 um 8:51 am

        Ich habe zu danken!
        Die grafische Aufwertung gefällt mir sehr gut. Leider habe ich nicht die Zeit alles zu schreiben was ich gerne würde und das dann auch noch „augenfreundlich“ irgendwo zu veröffentlichen.

        Das Thema ist so weit gefächert und man kann so viele Beispiele bringen, um zu verdeutlichen wo wir als Menschheit gerade stehen und wohin wir uns bewegen / können.

        Es kommt aber in fast alle Fällen nur auf die Perspektive an, von der aus man die Situation beurteilt. Deshalb denke ich, ist die Arbeit an der eigenen Perspektive so wichtig.

        Es gibt einen 30min Film auf youtube, der Interviews mit Astronauten zeigt, die im Weltall waren. Und sie sprechen alle von einem Moment der Klarheit. Leider habe ich den Titel gerade nicht im Kopf. Jedenfalls erlebten diese Astronauten etwas, das auch als „Samadhi“ bekannt ist. Sie realisierten, dass Alltagsprobleme (Bürokratie, Geld, Politik) in Wahrheit so klein und unbedeutend sind und dass es ein großes Ganzes gibt, dem sie sich verschreiben möchten.

        Einer der Astronauten ist Edgar Mitchell (Apollo14). Er gröndete das Institute of Noetic Sciences um genau solche Dinge zu erforschen. Und da das alles mit dem Bewusstsein zu tun hat, ist das sehr interessant, weil dieses Thema nicht gern von der konservativen Wissenschaft aufgegriffen wird.

        Allerdings, so auch der Dalai Lama, beschöftigen sich immer mehr Wissenschaftler mit den Erkenntnissen aus alten Texten. Gerade was das Bewusstsein angeht.

        Ist auf jeden Fall interessant und einen Blick wert. Auch die Perspektive vom Weltall auf den kleinen „blassblauen Punkt“ (Carl Sagan – pale blue dot) ist gut für uns. So kann die Raumfahrt uns doch sehr bei der spirituellen (nicht mit religion oder esotherik verwechseln) Entwicklung helfen. Und wir als Menschen brauchen das dringend. Über die Jahrtausende ist diese Entwicklung vor allem im „Westen“ stark zurück gegangen. Umso schüner, wenn sie heute wieder Fahrt aufnimmt und man fragt was an alten Weisheiten so dran ist.

        Wie gesagt, es gibt so vieles worüber man diskutieren kann. Manchmal reicht es auch schon wenn man sich Aufnahmen von der Erde anschaut und diese Distanz auf sich wirken lässt.

        Danke nochmal! 🙂

        • Juli 25, 2013 um 8:55 am

          Wir haben Dir zu danken für die Zeit, die Du Dir genommen hast, so dass wir teilhaben können, an Deinem Erkenntnisgewinn.

          Als Du das hier schriebst, sah ich gerade hierrein:

  3. federleichtes
    Juli 23, 2013 um 10:53 pm

    „… Vermehrung (Wachstum) und Konkurrenz, nur der Stärkste überlebt.

    Diese Theorie ist falsch. “

    Im biologischen Sinne ist das doppelt unrichtig.
    Überleben ist schlicht nicht möglich. Allein die Generationenfolge nimmt dem Sterben seine Schärfe.
    Wir können die Aussage richten auf: Das Stärkste pflanzt sich fort. Aber was ist das Stärkste? Spitzen wir die Aussage zu auf einen Kampf zwischen Mann und Frau, besiegt der stärkere Mann die schwächere Frau – und? Ist damit Pseudo-Gewinner und Real-Verlierer: Nix mehr mit Generationenfolge.

    Stellt sich nicht viel mehr die Frage, ob das Kooperative eine natürliche (Wesens-)Veranlagung, und das Konkurrierende ein künstlich angelegtes Informations-Portal ist? Wäre plausibel und vielleicht sogar außer Frage, wenn mal das Wesen des Unbewussten und die Funktion des Traumatischen als das verstanden würde, was es ist: Programmierte Feindseligkeit.

    Schließlich
    Was wir im gesellschaftlichen Bereich Altruismus nennen, ist eine SEHR STARK verkümmerte Eigenschaft der Natur-Ordnung – hier ist es selbstverständlich, das Miteinander und Füreinander. Fressen und Gefressen-Werden? Das passt beschreibend eher auf die destruktive Gesellschaft der Menschen, in der der Hinterhältigste, Verlogenste und Rücksichtsloseste als der Erfolgreichste (im Streben nach der totalen Existenzvernichtung) gilt.

    Heißt der Impfstoff gegen Wahnsinn gar Zyankali?

    Guten Abend.

    Wolfgang

    Ergänzung
    Selektion geschieht – für mich – in dem Sinne, dass INFORMATIV stets das LEBENSFREUNDLICHERE sich über das Lebensfeindlichere stellt. In einem Prozess, in dem es darum geht, dem LEBENSFEINDLICHSTEN eine Antwort zu geben. Ich sagte es bereits: Die erste Karte spielte das Lebensfeindliche (im Anfang war der Krieg?) aus. Und da DAS Leben lösungsorientiert (defensiv und ko-operativ) konfiguriert wurde, verhilft es dem Aggressiv-Lebensfeindlichen auf die Lebensbühne zu treten – und ihm – schlussendlich zu antworten: Energetiwch.
    Angriff sei die beste Verteidigung, heißt es. Die Schöpfung „denkt“ dar-über völlig anders.

  4. Juli 23, 2013 um 7:39 pm

    “Also haben wir von der Natur aus eine Gemeinschaftsveranlagung, beim Menschen heißt das Altruismus, wenn man das Wohl der Menschheit über das eigene stellt. Wenn man die gesamte Welt mit einbezieht (Umwelt, Tiere) dann ist das Holismus.“

    Wenn ich mir die aktuellen Impfdebatten so anschaue und anhöre, dann sind wir davon weit entfernt … aber dafür auch umso näher am Zenit der Unordnung, sprich des Nicht-Altruismus und des Nicht-Holismus. Und das Impfen ist nur ein Punkt von vielen …

    Man könnte meinen die wieder aufflammende Phagentherapie ist ein richtiger Weg zur Gesundheit, aber auch hier zeigt sich bereits, noch ehe sie im Mainstream angekommen ist, dass bestehende Probleme auch damit nicht an der Wurzel gepackt werden …

  5. Juli 23, 2013 um 7:32 pm

    Man mag sich fragen, wie viele Forscher gegen ihr Gefühl forschen und Ergebnisse im Rahmen des Konsens sehen müssen, um ihrer Karriere, ihrem Ruf, ihrem Geldgeber, ihrem Job, weiter folgen zu können. Widersprüche gibt es reichlich, erst recht, wenn der Rahmen der Betrachtung größer gezogen wird. Ein Einzelbild an sich mag “logisch“ erscheinen, aber im Kontext des GANZEN schnell an seine Grenzen stoßen.

  6. Stefan Sen
    Juli 23, 2013 um 6:39 pm

    Danke! 🙂

    Wenn du möchtest, schreib ich gerne noch ein paar Zeilen dazu, was das für den Einzelnen bedeutet, wie man diesen Blickwinkel ‚trainieren‘ kann und wie man ihn anwenden kann im alltäglichen Leben. Sozusagen ein Dreiteiler, der diese Gedanken wirklich weiter führt und einen praktischen Nutzen hat, nicht nur den „philosophischen touch“.

    Gib mir nur ein bischen Zeit, man lebt ja auch außerhalb des Netzes. 😉

  1. Juli 30, 2013 um 6:21 am

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