Startseite > Erkenntnis, Gesellschaft > Stämmige Frauen und vergängliche Männlichkeit

Stämmige Frauen und vergängliche Männlichkeit

Kühner, als das Unbekannte zu erforschen,
kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.
J. Kaspar

Es gibt ein PROBLEM, das sich IM SINNE EINER LÖSUNG nur langsam fragmentieren lässt. Im Rückschluss erkennt man an der Dauer ( ca. 14 Mrd. Jahre ) einer Problem-Fragmentierung die Schwere und auch die Bedeutung des Problems. Wenn sich aber ein Problem nicht langsam auflöst, sondern sich zunehmend verschärft, erlaubt sich nur eine Schlussfolgerung: Das fundamentale PROBLEM ist unbekannt und muss erst durch Entwicklung VOLLSTÄNDIG hervorgebracht werden.
Das PROBLEM löst sich durch Fragmentieren, eine Lösung erscheint durch de-fragmentieren. Ein zentrales Problem wird in viele kleine Probleme aufgespalten, und viele kleine Lösungen verdichten sich zu einer Gesamt-Lösung. Das Prinzip kann man als eine allgemeine Prämisse für Entwicklung betrachten … und prinzipiell handelt es sich dabei um das, mehrfach erwähnte, offensichtliche Geheimnis des Kosmos als GANZES. Das Geheimnis ist die HARMONIE …  bzw. das Verhältnis von Fragilität zu Antifragilität, welches Nassim N. Taleb in seinem Werk Antifragil mit dem Vokabular des männlichen Prinzips seinesgleichen näherzubringen vermag.
HARMONIE hat jedoch mit der Harmonie überhaupt nichts gemein, nach der die EINEN, wir Menschen im Allgemeinen, sich mehr und mehr verzehren. Erstere bedarf der Unordnung, letztere dagegen blendet diese aus und versucht sie durch die Abstraktion zu ersetzen, die allgemeinhin als Normalität verstanden wird.
Die Bewertung eines Problems wird objektiver, wenn der Kontext erkennbar ist, in dem es erscheint, und das Problem relativiert sich durch die bereits existierende Lösung, die nur nicht erscheint, weil sie NOCH fragmentiert ist. Ohne Kontext herrscht Willkür … und öffnet unterschiedlichsten Interessen Tür und Tor. So schreibt der Archäologe Mike Parker Pearson in der Einleitung seines aktuellen Buches passenderweise:

In archaeology context is everything. As a rule, an artifact or a monument studied in isolation is out of context and, as such, any interpretation of it will always be partial and flawed. If we can understand a monument in terms of what it is related to, who made it, how they lived, and what else they did, we stand a better chance of understanding the thing in itself as the product of wider forces. But the process of piecing together the past can be compared with assembling a jigsaw puzzle only so far. We may be able to see what fits together, but this will not necessarily reveal how it fits together. There must be a deductive insight—a flash of perception—that explains the hows and whys.

Mike Parker Pearson – Stonehenge … a new understanding S. 2

Kontext bedarf es nicht nur in der Archäologie. Ohne Kontext ist keine Kommunikation möglich … und auch die reale Bildersprache bedarf des Kontextes, in dem ihr kognitives Bildvokabular zur Anwendung kommt. Vor allem aber bedarf es des Kontextes, um das PROBLEM nicht in der Komplexität von immer mehr Problemen und Problemchen endgültig aus den Augen zu verlieren. Damit das PROBLEM jedoch möglichst lange, zwecks maximaler Fragmentierung eines Gesamtbewusstseins, verborgen … und doch immer so offensichtlich … bleiben kann, dass es zur endgültigen Lösung kommen kann.

Im Großen, wie im Kleinen. Im Einzelnen, wie im Gesamten

Arno Gruen gibt bezüglich des PROBLEMS einen Hinweis:

Ernest G. Schachtel zeigt in “Memory and childhood amnesia“ wie Kindheitserinnerungen in unserer Sprache nicht reproduziert werden können, da die Sprache der Erwachsenen keine Kategorien für die intensiven Erlebnisse hat, die so typisch für die frühe Kindheit sind. Was so viele der angeblich primitiven Völker von denen der großen Zivilisationen unterscheidet, ist ihre Vielfalt bezüglich der Wahrnehmung der Welt ihrer sprachlichen Fähigkeit, diese wiederzugeben. In diesem Punkt sind sie uns weitaus überlegen und bewahren sich eine Sensibilität in allen empathischen Bereichen.

Arno Gruen – Dem Leben entfremdet S. 35-36

Die eigentliche Geschichte der Menschheit beginnt mit der Schrift und der damit einhergehenden Geschichtsschreibung. Es ist der Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat … der Übergang von der frühen Kindheit zur Wachstumsphase, die mit der Pubertät endet, welche wiederum das Erwachsensein einleitet. Es ist aber auch der Übergang von den sogenannten primitiven Völkern zu den großen Zivilisationen. Aus der Ich-Verbundenheit mit dem GANZEN wird die Ego-Explosion ganz eigener Weltvorstellungen. Aus der eigentlichen GESCHICHTE treten unzählige Geschichten hervor, seitdem hauptsächlich von jenen niedergeschrieben und später interpretiert, um das PROBLEM möglichst lange mit vielen Problemen ganz bewusst zu kaschieren, in Begleitung vieler scheinbarer Zufälle, die sich aus der Sicht des PROBLEMS jedoch allesamt als Aufeinandertreffen zweier oder mehrerer Notwendigkeiten erweisen.

Doris Wolf hat 1994 über die GESCHICHTE und deren Geschichten, sowie über das PROBLEM und zwangsläufig folgender Probleme ein, mittlerweile leider vergriffenes, Buch mit dem Titel Was war vor den Pharaonen ? veröffentlicht, weshalb ich, nach Rücksprache mit der Autorin, folgende umfangreiche Textzitate aufführen möchte, die einen Fingerzeig dahingehend darstellen sollen, warum unsere Zivilisation zwar reich an technologischem Fortschritt erscheint, zugleich aber ein offensichtlicher Mangel, im Konsens der Wahrnehmung, immer weniger gesehen bzw. erfühlt wird … somit den Fortschritt zum Symptom einer Erkrankung werden lassend, die sich als Normalität der Realität seit Tausenden von Jahren jeglicher Therapie zu entziehen weiß. Eine Krankheit, die zu den Kinderkrankheiten der Menschheit zählt … und jenseits der Pubertät nicht mehr anzutreffen ist, von den Spätfolgen und Ausheilungssymptomen abgesehen.

Der Krieg kommt in die Welt

Die schriftlich dokumentierte, d.h. die sogenannte geschichtliche Zeit umfaßt ungefähr die letzten fünf Jahrtausende. Sie ist aufgrund der Erkenntnisse der Urgeschichtsforschung das grauenvollste Zeitalter, das die Menschheit seit ihrem Bestehen erlebt hat. Bereits im 5. Jahrtausend beginnen in Osteuropa nomadisierende Männerhorden friedliche Territorien zu überfallen und zu beherrschen. Waffengewalt wurde bald zum wichtigsten Mittel, sich Frauen – und damit Landbesitz und Reichtum – zu verschaffen, denn nur die Töchter waren in diesen Zeiten erbberechtigt. Im späten 4. Jahrtausend wurden Kriege zum Zwecke von Landeroberungen und als Mittel der Machterhaltung institutionalisiert. Es ist dies der Beginn der Vernichtung der urgeschichtlichen, frauenzentrierten Kulturen und der damit verbundenen Abwertung und Unterdrückung der Frau sowie des zerstörerischen “Fortschritts“, vor allem auf dem Gebiet der Vernichtungs-Technologie. Mit einem Satz:“eines 5000 Jahre währenden Alptraumes, aus dem es für diesen Planeten Zeit ist zu erwachen“. (James Joyce)

“Die norwegische Akademie der Wissenschaften hat errechnet: Seit dem Jahre 3600 bis heute fanden insgesamt 14513 Kriege statt. Dabei gab es drei Milliarden 64 Millionen Tote. Nur 292 dieser rund 5600 Jahre waren ohne Krieg. Vom Jahr 650 v. u. Zeit bis heute gab es 1656 Versuche, durch Wettrüsten den Frieden zu bewahren. Sie führten 1640mal zum Krieg, in den restlichen 16 Fällen zum wirtschaftlichen Ruin der Beteiligten.“ (Wollschläger, 1973)

Viele Autoren erklären, der Krieg sei auf eine angeborene Aggression der Menschen zurückzuführen. Wie aber deutlich gemacht werden muß, wurden Kriege fast ausnahmslos von Männern initiiert. Sie erklären den Krieg zur Normalität, der auf die destruktive Natur des Menschen zurückzuführen sei. Und ihre Überzeugung von der Überlegenheit der heutigen Zivilisation über die vortechnischen Kulturen führt dementsprechend zum logischen Schluß:“Wenn der zivilisierte Mensch schon von so vielen Kriegen und einer so starken Destruktivität heimgesucht ist, wieviel schlimmer muß dann der primitive Mensch gewesen sein, der in der Entwicklung zum Fortschritt hin so weit im Hintertreffen ist.“ (Fromm 1974, 193f) Der Psychoanalytiker Erich Fromm berichtigt dieses unhaltbare Vorurteil und stellt klar, daß die Urgeschichtsforschung bewiesen hat, daß die frühesten Menschen weniger destruktiv als die sogenannten Weiterentwickelten waren und daß “der Prototyp Mensch, wie er vor 50’000 Jahren auftauchte, auch nicht der Mörder war, den wir in den fortgeschritteneren Stadien der Evolution antreffen“. (Fromm 1974, 135)

Gerda Weiler denkt über den gefährlich-naiven Fortschrittsglauben nach und deckt auf, daß die patriarchale Geschichtsschreibung, beherrscht von der “Ideologie von unaufhörlichem Wachstum und aufwärtsführen der Entwicklung“, die Vorstellung erwecke, “als sei jeder neu gewonnene Gedanke dem vorausgegangenen überlegen, als sei jede technische Erfindung ein “Fortschritt für die Menschheit“.“ Diese Ideologie beweise sich selbst, “daß Patriarchate schon allein deshalb vollkommener sein müssen, weil sie zeitlich den Matriarchaten folgen. Die Frage, ob das Patriarchat eine gigantische Krankheit sei, an der die Menschheit leidet, wird nicht gestellt“. (Weiler 1989,306)

Mit zunehmendem Fortschritt der Technisierung werden die Kriege immer grausamer und häufiger. Jährlich werden weltweit über 1000 Milliarden Dollar für Rüstung ausgegeben; das sind täglich fast drei Milliarden; nur 50 Milliarden fließen hingegen jährlich in die Entwicklungshilfe (Geo 6/91). Die Welt gab 1991 für die militärische Forschung sechsmal mehr öffentliche Mittel aus als für die medizinische Weltgesundheitsorganisation. Das heißt: Kriegsrüstung und Kriegsführung verschlingen die größten Summen der meisten Länder der Welt. Der größte Anteil unserer geistigen Kapazität, unserer schöpferischen Energie, unserer ökonomischen Erträge, unserer wissenschaftlichen Forschungsgelder wird für Leben zerstörende Investitionen und noch effizientere Tötungswaffen eingesetzt. Dazu kommt die Tatsache, daß “der Militarismus nur scheinbar ein Kampf von Mann gegen Mann ist … Primärer Adressat des männlichen Bedürfnisses, die eigene Überlegenheit zu demonstrieren, ist die Frau.Krieg entsteht aus der männlichen Wahrnehmung des Lebens als eines Kampfes zur Überwindung des Weiblichen und der Natur.“ (French 1992,202)

Waffen sind Werkzeuge der Trauer. Verächtlich dem Leben Achtenden.
Waffenfreude ist Mordfreude. Wen Mordfreude erfüllt, hat Leben verlassen.
Laotse, Tao Te King

Müssen wir für immer mit dem Krieg leben ?

“Menschliches Zusammenleben ist dann ohne Kriege denkbar, wenn die Bereitschaft da ist, auf angemaßte Macht zu verzichten, und wenn die Aggressionsfähigkeit allein auf die Bewältigung der Lebensaufgaben gerichtet wird. Die Abspaltung der Aggression aus dem Lebenszusammenhang und das einseitige Interesse an der Erfindung zerstörerischen Potentials ist eine neurotische Fehlentwicklung der menschlich-männlichen Kultur.“ (Weiler 1989,289) ““Heldentum“, das auf die Vernichtung der eigenen Art zielt, beruht auf fehlgeleitetem Umgang mit Aggression. Das patriarchale Bewusstsein hat den Krieg zum Ideal aufgewertet, in dessen Dienst die Völker gestellt werden. Die Frage nach den Ursachen des Krieges zu stellen, heißt, die Wurzeln des Patriarchats bloßzulegen.“ (Weiler 1989,15)

Der Übergang von der friedlichen matriarchalen zur kriegerischen patriarchalen Kultur lässt sich an der Geschichte Ägyptens dokumentieren, weil uns dieses Land unzählige Zeugnisse dafür hinterlassen hat.

S. 19-21

[ … ]

Im zyklischen Kreislauf von Tod und Wiedergeburt war das Sterben ein bloßes Durchgangsstadium, nach dem man durch die Mütter zur Wiedergeburt gelangte. Zweifellos war die Stellung der Frau in Kulturen, wo die Göttin in der religiösen Vorstellung eine mächtige Position einnahm, eine hochgeachtete und nicht zu vergleichen mit jener in den späteren patriarchalen Gesellschaften mit einem von Männern erfundenen männlichen Gott, der die Frauen als zweitklassige Menschen geschaffen haben soll.

S. 45

[ … ]

Die Vernichtung des Wissens der Weisen Frauenkulturen

Die Parallele zwischen 400 Jahren Frauenmord in Ägypten und 400 Jahren Frauenmord in Europa durch die “Hexen“-Verfolgung ist schlagend. Auch unter den “Hexen“ waren viele Hebammen, die über das Wissen der Verhütung und Abreibung verfügten; ein Wissen, das ausgerottet wurde, weil es den Zielen von Staat und Kirchen entgegenstand, ihren Reichtum durch Menschenmassen zu vergrößern. Gunar Heinsohn et al. Bezeichnen die Folterung und Ermordung von Millionen von Frauen “als das ungeheuerlichste Ereignis der Neuzeit vor Auschwitz“ und betonen, daß mit den Hexenmorden “eine Blüte der mittelalterlichen Naturwissenschaft, das physikalische und chemische Instrumentarium für die Geburtsheilkunde und vorrangig für die Schwangerschaftsverhütung und Fruchtabtreibung, zerstört werden“ sollte. (Heinsohn er al. 1979, 14f) “Daß die naturwissenschaftlichen Kenntnisse der weisen Frauen verschüttet wurden, ist häufig beschrieben worden. Es wurde sogar erkannt, daß sie mit den Hexenmassakern verschwinden.“ (ebda. 54f) Die Ermordung weiser Frauen scheint ein Charakteristikum zu Beginn der Errichtung einer neuen bzw. verschärften patriarchalen Herrschaft zu sein. “Der männliche Beruf des Arztes entstand als Krieg gegen die Frauen, der sich während des ganzen Spätmittelalters in Feldzügen gegen Hebammen fortsetzte.Im 18. Jahrhundert hatten die Männer schließlich die Vormachtstellung in diesem Berufsstand errungen.“ (French 1992, 171) Die Soziologin Maria Mies resümiert in ihrem Buch “Patriarchat und Kapital“: “Die Verfolgung und das Verbrennen von Hebammen als Hexen war direkt verknüpft mit dem Aufstieg der modernen Gesellschaft: der Professionalisierung der Medizin, dem Aufstieg der Medizin zu einer “Naturwissenschaft“, dem Aufstieg von Naturwissenschaft und der modernen Wirtschaft.“ (Mies 1988,103)

S. 154-155

[ … ]

Ausblick

Als praktizierender Psychologin wurden mir beim Schreiben dieses Buches immer wieder die frappierenden Parallelen zwischen der gestörten Weltordnung und der gestörten Familie bewußt. Für das Glück und Wohlbefinden einer Familie ist die Einhaltung der familiären Ursprungsordnung unverzichtbar. Zu Störungen kommt es dann, wenn ein Familienmitglied den ihm zustehenden Platz nicht einnimmt oder einnehmen kann. Wird ein Ehepartner vom anderen nicht als gleichwertig geachtet, unterdrückt oder wie ein Kind behandelt, oder umgekehrt: wird ein Mitglied der Familie ausgegrenzt, verleugnet oder verheimlicht ( z.B. bei außerehelichen Kindern, Alkoholikern oder Geisteskranken ), reagiert eines der Mitglieder der Familie – meistens das sensibelste oder schwächste – mit schweren, oft unerklärbaren Störungen, mit “Ver-rücktheit“, manchmal sogar mit Suizid. Das Ordnungssystem gerät aus den Fugen, es wird buchstäblich ver-rückt. Heilung bringt erst das Wiederzurechtrücken, das Wiederherstellen der richtigen Ordnung, das Aufdecken des Familiengeheimnisses, die Sühne von Schuld und schlußendlich die Anerkennung, Würdigung und Integration aller Familienmitglieder.

Das Gleiche gilt für die Ordnung der Welt. Als der patriarchale Mann die alleinige Macht an sich riß, wurde die Ursprungsordnung ver-rückt. Doch wie in der Familie hat dies, wie das Weltgeschehen es nicht schlimmer zeigen könnte, für die Menschen katastrophale Folgen, denn die universale Ordnung kann nicht willkürlich festgesetzt oder verändert werden. Die Ur-Ordnung, in welcher die Frau als Schöpferin und Erhalterin des Lebens verehrt wurde, womit zugleich der Schutz und die Erhaltung des Lebens das zentrale Anliegen der Menschen war, wurde durch die Machtnahme der Eroberer auf die Unterdrückung und Ausgrenzung der Frauen, Kinder und der nicht-weißen Völker aus den Angeln gehoben. Die alte, ursprüngliche Ordnung wurde auf den Kopf gestellt und in ihr Gegenteil verkehrt. Auf dem Hintergrund dieser Tatsachen kann der immer lauter werdende Ruf nach Frieden, Einhaltung der Menschenrechte, Respektierung der menschenwürde und Umverteilung der Macht und Güter der Welt nicht einfach als feministische Quängelei abgetan werden. Der heutige Zustand unserer Welt ist nicht “gottgegeben“, sondern das Produkt der patriarchalen Machtnahme und damit einer historischen Entwicklung, die beeinflussbar ist. Der patriarchale Frevel muß bewusstgemacht, eingestanden und gesühnt werden, erst dann wird die Welt wieder gesunden können. Bevor nicht die Frau als zivilisatorische Kraft ihren rechtmäßigen Platz wieder auf allen Ebenen einnimmt, werden die verheimlichten Verbrechen ihre zerstörerische Wirkung nicht verlieren. Die Lügen, welche die Erinnerung an die urgeschichtlichen Frauenkulturen auslöschten, machten es möglich, das Patriarchat am Leben zu erhalten. Seitdem insbesondere Frauen ständig neue Kenntnisse über die den patriarchalen Kulturen vorausgehenden Frauenkulturen zutage fördern, wird es zusehends schwieriger, die Tatsache des urgeschichtlichen Matriarchats und die Tragödie, die mit dem Übergang vom Mutterrecht zum Vaterrecht einherging, zu leugnen.

Krieg, Zerstörung der Umwelt, Herrschafts-Religionen sind nicht unser Schicksal. Das Elend dieser Welt ist gemacht. Die Ent-mystifizierung der Geschichte wird uns neue Hoffnung schöpfen lassen: Die Schrecken, unter denen wir leiden, hatten einen Anfang und können somit auch ein Ende haben. Das Bewusstsein dieser Möglichkeit wird uns die Kraft geben, uns für eine bessere Welt einzusetzen.

S. 212-213

 Doris Wolf  –  Was war vor den Pharaonen ?

Dieser Artikel soll mit “fremder“ Hilfe … Dank zudem an Solveigh und Wolfgang … aufgreifen, was bereits Thema eines meiner  vorherigen Artikel  war und immer wieder Thema hier auf Martins Blog ist, nämlich all die Probleme, die uns tagtäglich beschäftigen, weil wir EINEN ( Menschen ) uns nicht nur zunehmend von den ANDEREN ( dem Natürlichen ) entfremden, als Geschichte bezeichnet und verfasst, sondern insbesondere, weil die Einen der EINEN meinen, sich auf Kosten der Anderen der EINEN, und deren Kinder, zu bereichern, auf unterschiedlichste Art und Weise. Das führt inzwischen längst dazu, dass die Frauen der Anderen glauben, es dem männlichen Prinzip der Einen nachmachen zu müssen, ganz entgegen ihrer Natur, die jedoch mehr und mehr verborgen liegt in der GESCHICHTE, welche die Einen nicht bereit sind preiszugeben. Stattdessen wird das weibliche Prinzip mit ganz anderen Problemen in die Irre geleitet und mit Unmengen an Geschichten von Einzelschicksalen benebelt.

Der vermeintliche Kampf der Geschlechter entspringt dem Zustand und dem Verhalten des männlichen Bewusstseins, jedenfalls keinem naturgegebenen Zustand. Könnten wir diese Spaltung zwischen männlichem und weiblichem Bewusstsein überbrücken, dann könnten wir wirklich wieder sprechen lernen. Bis dahin aber können wir kaum wahrnehmen, dass wir eine Sprache verwenden, die alles reduziert, vor allem aber das Empathische.

Arno Gruen – Dem Leben entfremdet S. 20

Das Empathische spürt das GANZE, es ist das Gefühl für die HARMONIE und für den Ursprung des PROBLEMS, es ist sich der Rolle der ANDEREN bewusst … und der zunehmenden Trennung, die ALLES in Ganzes unterteilt und Harmonie zum Bestreben der Menschen werden lässt, unentwegt Probleme daraus hervorgehen lassend.

Zur Trennung von Mann und Frau innerhalb der EINEN trug das eigentliche PROBLEM maßgeblich bei, nämlich die Loslösung der EINEN von den ANDEREN, aus dem energetischen Zustand des Einsseins heraus. Doch die Trennung, genau wie all die Bilder der Entfremdung, sind allesamt nur Schein, genau wie der Zufall, den es nicht gibt. Das EINE bedingt das ANDERE … und das Eine das Andere. Krankheit und Symptom als Heilungsprozess.

Doch erst aus der Betrachtung der Devolution des Gesamtbewusstseins heraus, statt der Betrachtung der Evolution von Lebensformen, wird ersichtlich, wofür die ANDEREN bewusst die EINEN loslassen konnten, wie eine empathische Mutter schließlich ihr Kind loslässt, ohne Wehmut im Herzen. Aus dieser Betrachtung kann auch endlich wirklich offensichtlich werden, wofür die Frauen der patriarchalen Geschichte ihre eigentliche Natur opferten bzw. wofür ihr verkörpertes Bewusstsein zum realen Spielball der Einen wurde.

Die GESCHICHTE des weiblichen Prinzips ist wie der Stamm eines Baumes, aus dem die Äste und Zweige hervorgehen und jedes einzelne Blatt eine Geschichte erzählt, in der das männliche Prinzip sich in Szene zu setzen versucht … bis der Herbst naht und die Blätter fallen.
Diese eine GESCHICHTE weiblicher Weisheit wartet in der Stille des Winters …

Life is oneness. It gives, then takes; has no liking for special consideration
And with those who are most neglected, rejected, abused:
there is where the greatest reality always lies hidden.
Peter Kingsley – A story waiting to pierce you

Gruß Guido
http://www.gold-dna.de
http://www.gold-dna.de/phi.html

  1. maretina
    Juni 25, 2013 um 10:36 pm

    Danke Guido, ein richtig schöner Brummer 😉

    „Bereits im 5. Jahrtausend beginnen in Osteuropa nomadisierende Männerhorden friedliche Territorien zu überfallen“
    Woher kamen diese Horden, vorher gab es sie ja offensichtlich nicht. Was war passiert? Denn es gab ja auch davor Frauen und Männer, die nur offenbar anders, wahrscheinlich friedvoll, zusammenlebten. Mit welchen Umständen kamen die matriarchal geprägten Gesellschaften nicht zurecht? –
    Übrigens gibt es bis heute auf allen Kontinenten, außer in Europa, noch starke matriarchale Gesellschaften. Das ist im Westen nur nicht so bekannt, da die Frauen Männer kaum in interne Vorgänge ihrer Clans blicken lassen. Unsere Wissenschaft war bis vor Kurzem eben männlich dominiert und daher auch einseitig ausgerichtet. Das hinderte auf manchen Gebieten am Erkenntnisgewinn.

    Z.B. an dem hier:

    „Matriarchate sind nicht die spiegelbildliche Umkehrung von Patriarchaten, indem dort Frauen über Männer herrschen – wie es das gängige Vorurteil will. Matriarchate sind stattdessen mutter-zentrierte Gesellschaften, und sie bauen auf mütterlichen Werten auf: Pflegen, Nähren, Fürsorge, Friedenssicherung, d. h. Mütterlichkeit im weitesten Sinne. Diese Werte gelten für alle, für Mütter und Nicht-Mütter, für Frauen und Männer gleichermaßen.

    Matriarchate sind bewusst auf diesen mütterlichen Werten und mütterlicher Arbeit aufgebaut. Da diese die Basis jeder Gesellschaft darstellen, sind sie realistischer als patriarchale Gesellschaften. Sie sind grundsätzlich bedürfnis-orientiert. Ihre Regeln zielen daraufhin, die Bedürfnisse aller Menschen am besten zu erfüllen. Auf diese Weise wird „mothering“ (Muttersein und mütterliche Haltung) von einer biologischen Tatsache in eine kulturelles Modell umgewandelt. Dieses Modell entspricht der menschlichen Befindlichkeit weitaus besser als die Art, wie Patriarchate Mutterschaft begreifen und missbrauchen.“ (http://www.hagia.de/matriarchat.html)

    Wenden wir uns den männlichen und weiblichen Qualitäten zu, so lässt sich feststellen, dass in jedem Mann und in jeder Frau männliche und weibliche Seelenanteile fast gleich stark vorhanden sind,
    wie: Empfangend, Intuitiv, Nährend, Sensitiv, Bewahrend…für die weiblichen Qualitäten
    und: Aktivität , Schöpferkraft, Geistesadel, Edelmut…als männliche Qualitäten.
    Wie gesagt, hat jeder und jede, unterschiedlich stark ausgeprägt aber vorhanden. Diese Qualitäten gilt es in uns in Harmonie zu bringen, gelingt das nicht trennen wir wieder einen Teil von uns ab, haben den nächsten Bruch. – Die Probleme die sich zwischen Frauen und Männern zeigen, sind ein Abbild dessen was in unserem Inneren unbewusst abläuft, welche seelischen Anteile nicht integriert wurden. Das ist die Ebene, die in den obigen Ausführungen nicht dabei ist, ich finde sie aber wichtig. Weil es Zeit wird beide Seiten bzw. Polaritäten in uns zu integrieren.

    Soweit erst mal
    Martina

  2. Juni 25, 2013 um 11:50 pm

    Lieber Guido,

    vielen Dank, dass Du die Begriffe Patriarchat und Matriarchat wieder aufgreifst und das gleich so fulminant. Das Gleichgewicht zwischen dem von Martina nochmals schön beschriebenen Weiblichen und Männlichen war sehr lange aus dem Gleichgewicht geraten und ich spüre in meinem Umfeld, dass es langsam wieder eingerenkt wird.

    @Martina,

    Du fragtest, was der Auslöser gewesen sein mag, dass plötzlich diese männlichen Eroberungshorden die Bühne der Welt betraten. Es gibt in meinen Augen eine schlüssige Theorie dazu, die ich auf dem Blog von Hannelore Vonier vor zwei Jahren fand:

    Die Saharasia-These oder Wie das Patriarchat entstand

    VG Martin

    • Juni 26, 2013 um 9:09 am

      Hach Martin, vielleicht gibts ja auch noch andere Theorien ;-), Saharasia ist ja auch schön nachzulesen beim Prf. Bernd Senf „Die Wiederentdeckung des Lebendigen“.
      Schönen Tag
      Martina

    • Juni 26, 2013 um 9:22 am

      Morgen Martin,

      Saharasia ist ein realer Interpretationsversuch, so wie er auch von Steve Taylor in DER FALL eindrucksvoll aufgegriffen wird … und doch düfte es sich in Wirklichkeit (!) um einen enormen Schub in der Devolution des Gesamtbewusstseins handeln, der die Interpretation der Ego-Explosion im Männlichen erst ermöglichte, weil, aus Sicht des GANZEN, derartige Verkörperungen notwendig wurden … einhergehend mit all den Geschichten, die seitdem entstanden sind.

      Gruß Guido

  3. federleichtes
    Juni 26, 2013 um 12:32 am

    Wir sind im Kern der Betrachtung nicht ganz einig,, meine Freund.
    Du sprichst von DEM Problem – ich spreche von einem energetischen Problem (Macht-Ohnmacht) und einem informellen Problem (Täuschung, Verrat) und einem strukturellen Problem (fehlendes Bewusstsein).

    Du sprichst vom Kaschieren des Problems, ich spreche von einem nicht-konfrontierbaren Problem, dass – über die traumatische Ebene geregelt – nur pro rata erscheinen KANN.

    Ich spreche von einem energetischen Ur-Gefühl, das energetisch überlagert wurde durch das emotional-energetische Leben (Angst) – und diese Konfiguration verunmöglicht Empathie. Nicht grundlos, sondern um nicht wehrlos zu dicht an das energetische Problem (im Prinzip ein Schwarzes Loch) heran zu kommen.

    Die Vereinzelung innerhalb einer Gesellschaft sehe ich als notwendigen Entwicklungsschritt an. Erklärbar vielleicht durch ein konstitutiv nicht ausreichend gesichertes Matriarchat – vermutlich war der Einzelne in den damaligen Gemeinschaften nicht stark genug, was jetzt über die Individualisierung bereinigt werden soll. Meine Rede: Erst viele starke Individuen können eine starke Gemeinschaft bilden, indem sie im „blinden“ Verständnis (volles Bewusstein, jeder kennt sich, jeder kennt die Anderen – auch die möglichen „Feinde“) gemeinsam agieren.

    Danke für Dein anregendes Thema.
    (Dir dürfte klar sein, dass es mir bei der Darlegung meiner Meinung nicht um Rechthaberei geht. Mir persönlich wäre DAS Problem auch lieber – allerdings spricht die Dauer der Offenbarung/Abwicklung/Neugestaltung für ein mehrschichtiges Problem – ja, EIN Problem.)

    Gruß
    Wolfgang

    • Juni 26, 2013 um 8:42 am

      Zum Thema Vereinzelung noch ein Erkenntnisgewinn an dieser Stelle:

      Der Marionettenstaat So durchschauen Sie die Pläne der Drahtzieher!

      • federleichtes
        Juni 26, 2013 um 12:39 pm

        Hiermit ist das „Drahtzieher-Syndrom“ erfunden.
        Verwandt mit dem Zwiebelschäl-Syndrom.

        Wenn wir in einer Schöpfung leben, die absichtsvoll verläuft, ist diese Absicht die bestimmende Kraft (informierte Energie?) in unserem Universum. Die Absicht ist geschlechtlos, aber sie steht ÜBER dem GANZEN Geschehen. Dieses ES betreibt Offenbarung, Klärung und Heilung einer Not (wenn es denn eine notwendige Schöpfung ist bzw. es notwendig war, sie zu erschaffen – was die Absicht und die Abwesenheit von Beliebigkeit erklärte

        ALLES, was sich im Handlungsgefüge unterhalb dieser Absicht befindet, nimmt eine Drahtzieherrolle wahr. Und – zwar auf sehr verschiedene Weisen – so schälen auch ALLE an der Zwiebel herum – schluchz, wein – umso so heftiger, je näher sie dem Kern kommen.

        Schauen wir auf mein Fahrrad. Wollte ich eruieren, wer wann welches der über Tausend Einzelteile erfunden hat, wer sie wo herstellte und wieviele Menschen auf welche Weise an dem Bau des Fahrads beteiligt waren – ich könnte niemals Fahrradfahren.

        Ich meine, ich hätte bereits ein Erlebnis aus meiner jüngsten Kindheit erzählt – ein größerer Junge, der mich verfolgte, bedrängte, schlug – Hilferiuf an meinen Vater – zwei Wort kamen: Wehr dich.
        Ich habe ihm das Verweigern der Hilfe viele Jahre nachgetragen – heute weiß ich, es war eine seiner wichtigsten Wegweisungen für mich.
        So geht das eben in einem „normalen Menschenleben: Er setzt sich aufs Fahrrad und kann gerade mal treten und klingeln – dem Rest steht er „wehrlos“ blöd-dumm-dämlich gegenüber. So wie ich damals; heute kann ich ein Fahrrad komplett auseinander und wieder zusammen bauen und alles reparieren. Als Kind lernte ich auf Vögel zu schießen.

        So ist das nun mal – am Ende wird zusammengezählt. Und hoffentlich nicht erst dann erkennen wir die Macht in uns, SELBER die Strippen unseres Lebens ziehen zu können. Da denke ich doch gleich an das Sich-Öffnen, das sich Offen-baren – und vergleiche das mit einem Striptease.

        Allen einen guten Tag.

        Wolfgang

    • Juni 26, 2013 um 12:57 pm

      “Du sprichst von DEM Problem – ich spreche von einem energetischen Problem (Macht-Ohnmacht) und einem informellen Problem (Täuschung, Verrat) und einem strukturellen Problem (fehlendes Bewusstsein).“

      Und doch, meine ich zu fühlen, meinen wir dasselbe. Energie, Information, Struktur … verhalten sich wie Unterbewusstsein, Bewusstsein und Unbewusstsein … verhalten sich wie Chaos, Ordnung und Weisheit … verhalten sich wie Männlich, Weiblich und Kind … verhalten sich wie WIrklichkeit, Realität und Interpretation.

      Das PROBLEM, welches zunehmend fragmentiert wird, aus Sicht von Bewusstsein, ist zugleich ein Fraktal von Informationen, aus Sicht der Realwerdung. Sicher ist das PROBLEM mehrschichtig, es kommen gar noch mehr Schichten hinzu … bis irgendwann das Maximum der Schichten erreicht ist … und SCHICHT ist, zumindest was die weitere Auftrennung in Einzelbilder betrifft.

      Doris Wolfs Buch ist ein Augenöffner, dessen Potenzial im Rahmen eines Artikels nicht dargelegt werden kann … daher wird es auch Teil des nächsten Kapitels der GOLDENEN PHI(L)HARMONIE …

      Gruß Guido

      • federleichtes
        Juni 26, 2013 um 2:08 pm

        Du lieferst Entsprechungen – gut so. Sie erklären allerdings nicht, warum wir beide dasselbe „meinen“. Gehen wir nicht beide auf relativ unsicherem Terrain Arm in Arm?

        Informative, energetische und bewusstseinsmässige Probleme sind nur aus analytischen Gründen von mir getrennt (worden). So darf ich sagen:
        Es gibt kein informatives Problem NEBEN den energetischen Problemen und dem Bewusstseins-Problem.
        DAS Problem entstand erst durch die GLEICHZEITIGKEIT im Auftreten aller drei Problemfelder.

        Mein Fahrrad ist kaputt, kein Problem.
        Ih habe ein heiles Fahrrad und kenne den Weg nicht, kein Problem.
        Ich habe ein heiles Fahrrad, kenne den Weg und fahre aus gesundheitlichen Gründen nicht, kein Problem.
        Erst wenn ich als Kranker mit einem kaputten Fahrrad einen unbekannten Weg FAHRE, entsteht das Problem.
        Es IST entstanden. Nicht bei mir, gleichwohl es in mir erschienen ist.

        Ich hatte noch keine Zeit, mich mit Doris Woll zu beschäftigen. Mache ich am Abend.

        Gruß
        Wolfgang

        Nachsatz
        Es gibt prozessual Wissenserweiterung und Wissenverdichtung.
        Eine ausufernde Wissenserweiterung ist wenig hilfreich, ab und an sogar schädlich (Verwirrung). gut beraten scheint mir, wer thematisch ein Fazit – auch wenn es vorläufig ist – ziehen kann. Erst dann schließen sich kleinere Kreise und erst dann kann eine spiralförmige Wirkung im Sinne von Bewusstseinsbildung entstehen.

        • Juni 26, 2013 um 3:19 pm

          “Informative, energetische und bewusstseinsmässige Probleme sind nur aus analytischen Gründen von mir getrennt (worden). So darf ich sagen:
          Es gibt kein informatives Problem NEBEN den energetischen Problemen und dem Bewusstseins-Problem.
          DAS Problem entstand erst durch die GLEICHZEITIGKEIT im Auftreten aller drei Problemfelder.“

          Selbiges gilt für meine aufgeführten Entsprechungen, zumindest wenn sie der HARMONIE des GANZEN entsprechen. Dass jedoch immer mehr Abweichungen und Missverhältnisse davon wahrnehmbar werden, zeugt in der Tat vom immer doller schwankenden Boden auf dem wir uns alle zwar gemeinsam, aber in unterschiedlichen Richtungen, bewegen. Gut zu spüren, dass gleichgesinnte Arme zugegen sind 🙂

          Deinem Nachsatz kann ich zustimmen, daher vereint für mich die HARMONIE alles, was wir Menschen im Streben nach Harmonie (ver-) suchen. Das GANZE findet sich in der HARMONIE wieder, ist sie doch stets der Punkt, auf den die Spirale zuläuft.

          Gruß Guido

      • Juni 26, 2013 um 2:15 pm

        Noch was zum Fortschritt und der exponentiell Steigenden Geschwindigkeit derselben:
        Transhumanismus: Die größte Gefahr für die Menschheit?

        • federleichtes
          Juni 26, 2013 um 2:26 pm

          Gibt es eine Gefahr für die Menschheit?

          Oder bedroht gar EINE Menschheit DIE Gefahr?

          Ja, gerne mal anders „denken“.

          Gruß
          Wolfgang

        • Juni 26, 2013 um 3:06 pm

          Ist eine Welt ohne Menschen möglich ? Oder mit Wolfgangs Fahhrad verglichen: Was ist, wenn das als Mensch verkörperte Bewusstsein der Lenker des Fahrrades ist, dessen anderen Teile die Biodiversität der “übrigen“ Verkörperungen darstellen. Der Lenker ist somit die Notwendigkeit, die sich zwangsläufig aus der Funktion der ANDEREN für das GANZE ( Fahrrad ) ergeben. Interessant wird es, wenn das Rad keinen Lenker mehr benötigt, weil das Leben gelernt haben wird freihändig zu radeln … allerdings wird dann auch das Fahrrad ganz anders aussehen … und doch wird sich der Mensch auch in diesem optimierten Fahhrad wiederfinden. Das ist kein Transhumanismus, sondern Transexpansives Leben, steht doch dann eher die Liebe zum Fahrradfahren im Mittelpunkt … und nicht die Ausstattung des Fahrrads selbst.

          Gruß Guido

  4. Juni 26, 2013 um 2:58 pm

    Transhumanismus ? Mal eine Formel der Vereinfachung wegen:

    Transhumanismus=Gentechnik HOCH Nanotechnologie
    Gentechnik ist bereits ein Rohrkrepierer und eine Gefahr für das Leben. Mit der Nanotechnologie wird es sich gleich verhalten. Was somit aus dem traum der Transhumanisten wird, dürfte offensichtlich sein.

    “Oder bedroht gar EINE Menschheit DIE Gefahr?“

    Genau deshalb sind Transhumanismus, Gen- und Nanotechnologie in ihren Möglichkeiten eine Notwendigkeit im Rahmen der Fragmentierung eines PROBLEMS. Dieses Dreiergespann des Fortschritts vom Natürlichen ist der Traum der Selbstbedienung des Patriarchats für eigene Zwecke und kann gar als maximale Pervertierung des Matriarchats angesehen werden … technologische Selbstbefriedigung !

    http://www.gold-dna.de/updatemai13.html#up396

    Der Transhumanismus kommt auch in Talebs Buch ANTIFRAGIL, aus gutem Grund, nicht besonders gut weg.

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Juni 26, 2013 um 3:28 pm

      „Bingo“!

      „… der Traum der Selbstbedienung des Patriarchats für eigene Zwecke …“

      Was für das Männliche, den Geist der erfüllte Traum, ist für

      “ …und kann gar als maximale Pervertierung des Matriarchats angesehen werden “

      das Weibliche – energetisch die ausgebeutete Liebe – ein Albtraum.

      Wir brauchen das nicht vermuten – das ist ein IST. Informativ präsent !!! Energetisch ist Der Verlust (missbrauchte natürliche Energie) geregelt über die künstliche Energie des Lebens.

      Da Leben auf die Lösung des Problems gerichtet IST, dürfte klar sein, wer oder was ein Interesse hat, diese Gefahr zu beseitigen.
      Das größte menschliche Problem – geschaffen! durch Bewusstsein-Begrenzung – ist vermutlich, das manifestierte Problem nicht als Reflexion einer Ur-Sache bewerten zu können. So greift man halt immer wieder gerne in den Topf mit den schier unerschöpflichen Emotionen und bedient sich auf der illusionären Ebene mit der Angst, die Geist auf der realen Ebene produziert.
      Gigantisch, was allein in einem Schwarzen Loch entemotionalsiert werden kann.

      Stimmt das?

      Gruß
      Wolfgang

      PS.
      Hst Du heimlich Weihwasser getrunken?
      Oder lässt Du Dich von den stämmigen Frauen beflügeln?

      Zu spät gelesen:
      „Das GANZE findet sich in der HARMONIE wieder, ist sie doch stets der Punkt, auf den die Spirale zuläuft.“

      Doppel-Bingo hatten wir hier glaube ich auch noch nicht. Die Bewusstwerdung des VORHANDENEN Punktes ist wohl der Schritt: Gefühltes Wissen.

  5. Juni 26, 2013 um 3:39 pm

    Mag das Folgende ein Bild des Doppel-Bingos sein:

    Gerd wird wohl aus dem Häuschen sein, stammt die Grafik doch von Walter Russell 🙂

  6. federleichtes
    Juni 26, 2013 um 4:06 pm

    Ich vermute, Gerd schwimmt immer noch mit seinen sieben Flaschen Wein im Rhein. Vielleicht gar ohne Badehose, in der Hoffnung, „da“ würde auchmal eine Nixe anbeißen.

    Noch mal für die etwas unbedarfteren Seelen meine Sicht auf das schöpferische Gesamt-Konzept.

    Im Anfang war das Wort. Bedeutet Geist, bedeutet Information, bedeutet Verwirrung, bedeutet auch Täuschung. Vergangenheit, aber informativ präsent.
    Die Folge war ein überraschender Energie-Abfluss, ein Transfer, der einerseits schöpferisch nachhaltiges erlaubte, andererseits für die Besitzer der Ur-Energie Nicht-Existenz verursachte. Vergangenheit, aber das energetische Problem „strahlt“ in die Gegenwart.
    Verwirrung und Energieraub sind FAKTEN. und mit diesen Fakten haben wir Menschen es zu tun – Altlasten sozusagen, mit denen der Mensch im Sinne von Verursachung und Verantwortung NICHTS, überhaupt nichts zu tun hat.

    Aus dem entstanden (schöpferisdchen und energetischen) Chaos entstand die Notwendigkeit, Bewusstsein zu schaffen.
    Damit häten wir drei Aufgabenfelder, die Leben besetzt. In die Vergangenheit gerichtet:
    Schöpferisch missbrauchte Macht zu begrenzen;
    energetisch die alten Zustände wieder herzustellen und Klarheit über das GEWESENE herzustellen.
    In die Zukunft gerichtet:
    Bewusstsein in der Form zu entwickeln, die einen erneuten Energiemissbrauch ausschließt, also die Verbindung von Information und Energie kontrolliert.

    Also: Mensch in der Doppelzange.
    Rückwärts gerichtet auf das Lösen alter Probleme;
    vorwärts gerichtet auf die Schaffung einer neuen Ordnung.

    Schnauf.

    Gruß
    Wolfgang

  7. gerd zimmermann
    Juni 27, 2013 um 5:05 pm

    „Das Empathische spürt das GANZE,“

    Alle Sinne sind ein ein Sinn.

    Quelle: Gold DNA

    Es gibt nur den EINEN.

    Den Einen kann man nicht verkaufen, da es keinen Anderen gibt.(Käufer)

    Deshalb müssen die Verkäufer lernen, dass Ihr Hab und Gut in der Familie bleibt.

    Nicht in ihrem Besitz. Die Familie ist der EINE, nicht die ANDEREN. Die Anderen sind die EINEN aber der EINE ist der EINE.

    Da alles eins ist, ist dein Geld mein Geld, in der Materie. In der Nichtmaterie ist dein Geist mein Geist. Es gibt nur den EINEN. Einzig und allein Bewusstsein existiert.

    Bewusstsein erschafft dieses wundervolle Universum das Du, lieber Professor zu ergründen suchst.

    Der Geist erschafft Materie. Das ist der Hammer, dachten wir doch zu oft Materie erschafft Geist. Materie, unbelebte Materie ist nicht in der Lage, Leben zu erzeugen, Herr Nobelpreisträger, ihre Antwort bitte. Wo kommt Leben her? Na klar, aus dem Nichts. Aus der Singularität. Spinner. Leben ist Schöpfung.

    Im Unterbewusstsein Gerd

    • federleichtes
      Juni 27, 2013 um 5:50 pm

      … und dann fütterte man den Propheten mit Erbsen, Bohnen und Linsen, damit der Korken nicht unbemerkt heraus fällt und niemand seiner Offenabrung gewahr wird.

      Natürlich erschuf Geist Materie.
      Wer seinen Geist von Materie erchaffen zu wissen glaubt, regiert uns heutzutage, abgeschrimt von allem, was nach Vernunft riecht, riechen wird oder irgenwann mal so riechen könnte.

      Wer meint, Etwas oder etwas Anderes verkaufen zu können, was gemein hat, dass es im Wesentlichen überhaupt nichts zu verkaufen gibt, soll es einfach tun. Auch diese kleinmütigen oder großkotzigen Gesellen erschuf wohl Geist bzw. Bewusstsein, bzw Geist in einem bestimmten Bewusstsein.

      Lieber Gerd,
      erzähle uns bitte Genaueres über Deinen „Angelausflug“. Ich hoffe, Dir wurde nicht versehentlich oder absichtlich etwas abgebissen.
      Schenke den Menschen reinen Rheinwein ein, oder trüben Most:
      Der Winter kommt, und auch der Frost.

      Dir einen guten Tag.
      Wolfgang

  8. gerd zimmermann
    Juni 27, 2013 um 5:32 pm

    „Gerd wird wohl aus dem Häuschen sein….“

    Die Doppelhelix, na klar. dass ist das, was unser wundervolles Universum trägt. Die Dualität. Das SEIN im SEIN. Das Licht. Das elektromagnetische Licht. Ich bin begeistert.

    Das nenne ich Schöpfung pur. Schöpfung aus sich selbst heraus. Unglaublich, jeder Mensch ist Schöpfer, ohne es zu merken, Er erschafft seine Realität. Oft mit Schmerzen verbunden, da Körper und Geist eine Einheit bilden.

    Der „Geist, die Seele oder das Bewusstsein“ lenkt den Körper. Unser Körper trägt uns durch die Materie. Der „Geist“ beobachtet und lenkt.

    Ich könnte jetzt 867 Mrd Jahre reden, von all diesen wundersamen Dingen. Die Zeit wird nicht reichen ein Bruchteil zu erzählen. Alice kann ein Buch davon erzählen.

    Ich bin begeistert

    Liebe Grüsse Gerd

  9. gerd zimmermann
    Juni 27, 2013 um 5:51 pm

    Pippi ausser Rand und Band

    ich bin wirklich aus dem Häuschen, Walter Russell sagt sinngemäss: Gehe ich zur Zeitsparkasse und borge mir 10 Mio Jahre und gebe sie in dem Moment zurück, ist keine Zeit vergangen. Also kann ich in den 20 Mio Jahren tun und lassen was ich will.

    Ist die Zeit abgelaufen, gehe ich wieder hin.

    Öffnungszeiten der hybergalaktischen Banken bitte beachten.

    LG Gerd

  10. gerd zimmermann
    Juni 27, 2013 um 6:10 pm

    „Lieber Gerd,
    erzähle uns bitte Genaueres über Deinen “Angelausflug“

    Ja, lieber Wolfgang, da sitze ich so am Fluss und plötzlich redet der mit mir. Sehr merkwürdig. Erst ganz leise, so murmel, murmel. Ich verstand die Sprache nicht. Meine Gedanken folgten dem Fluss in das Meer. Im Meer war es ruhig. Einige Tropfen gingen in die Luft, nicht Viele. Aber Wunder, Sie vielen vom Himmel. Wurden zur Quelle und kamen in das Meer zurück.

    Wo der Kreislauf beginnt oder endet, solltest Du mir sagen, ich weis es nicht.

    Du bist so ein gottverdammter Hansdampf in allen Gassen, Du warst sicher einmal Diogenes, „Ich suche einen Menschen“

    Dein kleiner „Sinn“- Bruder Gerd

    • federleichtes
      Juni 27, 2013 um 6:24 pm

      Kleine und große Brüder gibt’s wohl eher nicht.

      Wie der Kreislauf begann erzählt Dir das Ei, das ein Huhn legte.

      Das für mich absolut Wunderbare am existenziellen Wesen ist das facettenhaft. Alle spricht, alles schweigt, und selbst in der kleinsten Wahrnehmung offenabren sich große Wunder. Auch in Menschen. Ihre Freude, ihre Begeisterung, ihr Gasgeben und Bremsen, mit dem sie klare und verschwommene Bilder zu malen vermögen.

      Frieden ist das Geheimnis.- den Bruder im Einen finden.

      Gruß
      Wolfgang

  11. gerd zimmermann
    Juni 27, 2013 um 6:25 pm

    „… und nicht die Ausstattung des Fahrrads selbst.“

    Grins plus grins ist gleich doppelgrins. Weil ein Fahrrad ohne Bremsen doppelt besser bremst.

    Der Werbespot läuft in wenigen Tagen, sag das bitte Bernd dem Brot, der so gern weisse Leinwände anschaut. Und Fahrräder ohne Bremsen.

    Merci

  12. gerd zimmermann
    Juni 27, 2013 um 6:30 pm

    Übrigens

    die Polgebiete der Erde sind nur militärische Sperrgebiete, weil uns diese Militärs vor der Kälte schützen wollen.

    Siehe Neuschwabenland

    oder: Das deitte Reich schlägt zurück

  13. gerd zimmermann
    Juni 27, 2013 um 6:38 pm

    „im Auftreten aller drei Problemfelder.”“

    PAL-Feld

    das Problem anderer Leute- Feld

    Gibt es noch mehr?

    Alles andere ist hausgemacht?

    Ich weis es nicht.

  14. maretina
    Juni 27, 2013 um 9:56 pm

    „Materie, unbelebte Materie“ – Geist erschaftt, wie kann dann etwas unbelebt sein? Wir nehmen die Lebensspanne einer Meeresschildkröte kaum wahr, oder von Buchenwäldern, wie sieht es dann erst mit Gestein aus? Aber nur weil unsere Wahrnehmungwerkzeuge begrenzt sind, heißt das ja wohl noch lange nicht, dass da kein Leben ist.

    Schönen Abend in die Runde
    Martina

    Es gibt noch Stellen in diesem Land, da herrscht eine Ruhe, kein Autogeräusch, nicht mal in der Ferne, auch keine anderen Motorengeräusche, in solcher Umgebung heute einen Abendspaziergang gehabt, über Hochebenen mit Blick, naja fast bis in die Unendlichkeit, phantastisch sag ich euch.

  15. Anderssagen
  16. April 19, 2014 um 11:30 am

    Die Patriarchisierung des Matriarchats schreitet voran … auch ein Zeichen unseres Fortschritts und der Wandlung des Natürlichen in Geld:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article127113666/Deutschlands-Muetter-wollen-arbeiten-frueher-und-mehr.html

    Und das mal wieder in einem Land, welches als Staatsorgan eine Schlüsselrolle im Weltenkörper verkörpert.

    Gruß Guido

    • Januar 24, 2015 um 4:36 pm

      Lieber Guido,

      ich gebe meine Aufmerksamkeit gerade deinen Texten
      auf http://www.ichliebemeinentumor.de/ und den Kommentaren hier, um Stück für Stück deine / eure Sprache über die Themen zu verstehen, die auch meine sind.

      Danke auch für diese Seite über Pandora / Wasser, worüber ich die 4.Qualität des Wassers und mehr über das Wesen der Dualität erkennen kann als in beliebigen Essays. http://www.gold-dna.de/phi2584.html

      Übrigens zeigt sich auch mir im neuen Namen „Pandora“ gegenüber „Anesidora, Demeter, Gaia und wie ich annehme Iduna – dass hier Stiefvater Petrus eingewirkt hat, um P.AN.dora als neue Qualität einen Namen zu geben.

      Pan, Panik sprechen gleichermaßen von einem Einwirken dieses „Neuen Monogottes = His.tory“ = Urtrauma, UrProblem, das vielleicht erst vor etwa 5500 Jahren nach herrschender Geschichtsschreibung http://www.doriswolf.com/wp/?page_id=13622 über die Erde kam, wer weiß es schon.

      Herzliche Grüße
      Petra

  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: