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#ChangeBrazil und #OccupyGezi – Die globale Revolution hat gerade erst begonnen!

Eine Weile war es ruhig auf den großen Straßen und Plätzen der Welt, was viele von uns den fortschreitenden Zerfall eines nicht mehr funktionierenden Systems fast schon vergessen ließ. Ein System das global wirkt, das auf zahlreichen Ebenen miteinander verwoben ist und überall auf der Welt die selben zu verurteilenden Folgen hat: Armut, extreme Ungleichheit, Umweltzerstörung, Ausbeutung, Ungerechtigkeit, Korruption, Verletzungen der Menschenrechte, Obdachlosigkeit, Hunger und Krieg.

Der große Dämon, „das System“, kennt heute viele Bezeichnungen: Kapitalismus, Neoliberalismus, Postdemokratie, Diktatur der Märkte – keine dieser Begriffe reicht aber aus, um die mannigfaltigen Problemebenen erfassen zu können. Wir müssen „das System“ schon aufdröseln, in seine Bestandteile zerlegen und genau untersuchen – doch diese Mühe lohnt sich, finden wir so doch die Mechanismen, die letztendlich der Grund sind warum Menschen zu Hunderttausenden seit Jahren demonstrieren, besetzen, Bewegungen aufbauen, eigene Medien gründen und auch an neuen Konzepten der gelebten, dezentralen Basisdemokratie arbeiten, diese erproben, sich dabei auch zerstreiten – und letztendlich doch wieder zusammenfinden.

reblogged von: #ChangeBrazil und #OccupyGezi – Die globale Revolution hat gerade erst begonnen!.

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  1. federleichtes
    Juni 21, 2013 um 2:15 pm

    Aha, der „Dämon“ kommt in den Fokus. Bravo?

    Meine Vögel haben seit ein paar Minuten eine vernünftige Badewanne.

    Was Du auf Deinem Blog betreibst, lieber Martin, entspricht dem Gegenteil von Glauben. Thema, Thema Thema, fertig? Nein, Thema, Thema, Thema. Bravo, auch wenn es mich – ehrlich – einige Zeit nervte. Es gibt keinen anderen Weg, um an die GRUNDsätzlichen Verwirrungen zu kommen, sie aufzuklären, damit die Ängste abzubauen und Zugriff auf eine andere Energie zu ERHALTEN. Damit sind wir beim ES-Wird – bei der Automatik. Denn
    Erst mal sollten wir – gerade wegen unseres kosmischen Verständnisses und dem Gesetz der Entsprechung (wie im Großen, so im Kleinen) – auf das Eins-Sein des Menschen schauen. Es gibt nichts Getrenntes im Menschen: Er ist ein System, das in-sich-schlüssig funktioniert.

    Wenige Menschen werden das Gefühl kennen, wenn man zwei Kohlmeisen-Paare durch den Winter fütterte und im Juni dann zwanzig zum Essen kommen.

    Wir beide arbeiten (nach meinem Verständnis) auf einer Ebene,
    handeln unter einem Motto:
    Gebe den Menschen Informationen – UND Zeit.
    Verfolge keine Absichten, die dir nicht dein Gefühl gebietet.
    Vertraue dem Werden und glaube an den Erfolg.

    Das sind einige der mentalen Parameter, die SICHER Ergebnisse hervor bringen. Nicht gleich, so wie ein Saatkorn Zeit braucht, um eine Blume erscheinen zu lassen. Hier-und-Jerzt-im Bilde-SEIN, Wege gehen, die Schöpfung UND die Erschöpfung suchen – was kann ich aushalten und was kann ich leisten. Wer dem folgt, kann dem „Glück“ nicht aus dem Wege gehen. DAS ist die Systematik hinter dem Schatten des Leids.

    Du wirst mit weiteren Blicken nach Draußen fühlen, wie sich etwas Neues formiert, etwas, dass das Alte formatiert, überschreibt, was ab-gearbeitet ist.

    Ich danke Dir.
    Wolfgang

    Nachsatz
    Hatte den „Dämonen“ vergessen.
    Ein System kann dämonisch wirken, aber kein Dämon SEIN.

  2. Juni 22, 2013 um 10:32 am

    Wenn eines sicher das Problem nicht lösen wird dann ist es die Dekomposition eines Systems.

    Sind wir wieder bei der kommunistischen Weltrevolution angelangt? Befreit die Arbeiter der Welt? Wo hat das hingeführt?

    • Juni 22, 2013 um 10:49 am

      Ich denke, wir können hier eher feststellen, dass die Menschen das Schubladendenken beginnen aufzugeben. Da stehen ehemals links, rechts, oben, unten, Fußball, Kirche, sonst was Denkende zusammen, weil sie feststellen, dass da reichlich etwas schief läuft und so nicht mehr lange weitergehen darf.

      Ich meine zu erkennen, dass man nicht mehr zur Mehrung des Eigentums leben möchte sondern auf dem Weg in eine Gesellschaft gehen will, in der die Befriedigung der materiellen Grundbedürfnisse gearbeitet wird und sich den Rest der vielen Zeit (aufgrund von Automatisierung und Vereinfachung) mit der Gewinnung von Weisheit beschäftigen wird.

      Die Erkenntnis der Selbstversklavung im System macht sich breit. Während vor der Aufklärung klar war, dass es die Rolle der Sklavenhalter, Sklavenmanager und Sklaven gab, weil es da Ketten und Peitschen gab, so haben sich die Mittel durch die angebliche Freiheit verlagert. Sie sind subtiler, nicht zu sehen. Es ist das Können-dürfen-müssen in der Konkurrenz, die Viele mit selbstillusionierten Freude an der Arbeit langsam ausbrennen lässt.

      Am Ende beuten Jene, die die Nase im Wettbewerb vorn haben, die Verlierer indirekt aus. Und wie vielschichtig das mit dem modernen Sklaventum in einer Eigentumsgesellschaft (siehe auch) auf dieser Welt geht, das zeigt gut dieser Artikel auf:

      36 Sklaven arbeiten für mich

      Eine amerikanische Internetseite errechnet, wie viele Menschen für unser Essen und unsere Kleidung schuften, ohne dafür bezahlt zu werden. Unsere Autorin hat den Test gemacht – mit beunruhigenden Ergebnissen.

    • federleichtes
      Juni 22, 2013 um 12:15 pm

      Geschichtliches Wissen ist nicht gleich Geschichts-Bewusstsein. Selbst wer das nur ahnt, wird mit seinem Öl nicht die Feuer Anderer anheizen, sondern versuchen, die Wogen zu glätten oder ein bisschen mehr Licht zu machen.

      Und klar, globale menschliche und systemische Probleme zu fokussieren ist das Normale. Aber all das läuft eben NUR im Bereich der Erscheinungen ab. Und verhindert geradezu, auf den Kern, auf das eigentlich-Bewegende zu schauen: Geist.

      Was wir demonstrativ sehen, wird es uns vorgeführt?

      Was die Bewegung von Massen betrifft, möchte ich das vergleichen mit einem Haufen Stroh, der umso leichter abzufackeln ist, je trockener der „Fackeler“ das Stroh machte.

      Geist agiert SEHR hintergründig – wird leider und fast selbstverständlich, vergessen, verdrängt, nicht beachtet – sondern es wird gehandelt, vor der Analyse, und analysiert vor Kenntnis des strategischen Moments.

      Danke, dass Sie sich wieder beteiligen.

      Gruß
      Wolfgang

  3. Juni 22, 2013 um 6:00 pm

    Hier mal einen Blick, wie das moderne Sklavensystem in teilen funktioniert:

    Gezielte Spekulationsattacken auf ganze Volkswirtschaften, unantastbare Finanzagenturen, die Regierungen in die Knie zwingen, und ohnmächtige Politiker, die gebetsmühlenartig wiederholen, es gäbe keine Alternative: Europa befindet sich im Wirtschaftskrieg.

    Seit Jahrzehnten befinden sich Politiker im Bann neoliberaler Heilsverkünder. Wie entstand dieses heute unumstößlich scheinende System? Das Experimentierfeld Lateinamerika und die Analysen des Philosophen Michel Foucault aus den 70er- und 80er-Jahren machen Dynamik und Reichweite der neoliberalen Umstrukturierungen unserer Gesellschaften deutlich und erhellen die heutigen Finanzkrisen. Zum Vorschein kommt dabei ein Machtergreifungsmodell, das Politik, Gesellschaft und
    Individuen seit Jahrzehnten formt und konditioniert, ein ökonomischer Putsch, der heute den militärischen coup d’état abgelöst und eine globale Disziplinierung geschaffen hat.

  4. Kevin
    Juni 22, 2013 um 8:38 pm

    Dr. Martin Bartonitz :
    Ich denke, wir können hier eher feststellen, dass die Menschen das Schubladendenken beginnen aufzugeben. Da stehen ehemals links, rechts, oben, unten, Fußball, Kirche, sonst was Denkende zusammen, weil sie feststellen, dass da reichlich etwas schief läuft und so nicht mehr lange weitergehen darf.

    Links und rechts (oben und unten) sind keine Schubladen. Eine politische Forderung lässt sich auf dem Links-Rechts Spektrum mehr oder weniger genau abbilden… unabhängig davon, dass jemand behauptet er sei weder links noch rechts. Die allermeisten Positionen in diesem Blog sind im übrigen links. Und das ziemlich eindeutig.

    Ich meine zu erkennen, dass man nicht mehr zur Mehrung des Eigentums leben möchte sondern auf dem Weg in eine Gesellschaft gehen will, in der die Befriedigung der materiellen Grundbedürfnisse gearbeitet wird und sich den Rest der vielen Zeit (aufgrund von Automatisierung und Vereinfachung) mit der Gewinnung von Weisheit beschäftigen wird.
    Die Erkenntnis der Selbstversklavung im System macht sich breit. Während vor der Aufklärung klar war, dass es die Rolle der Sklavenhalter, Sklavenmanager und Sklaven gab, weil es da Ketten und Peitschen gab, so haben sich die Mittel durch die angebliche Freiheit verlagert. Sie sind subtiler, nicht zu sehen. Es ist das Können-dürfen-müssen in der Konkurrenz, die Viele mit selbstillusionierten Freude an der Arbeit langsam ausbrennen lässt.

    Die Protestbewegungen der vergangen Jahre haben die unterschiedlichsten Ursachen. Weder Links noch Rechts haben jedoch einen echten Zugriff auf sie. Und natürlich werden Sie auch zur Projektionsfläche eigener Träume, Hoffnungen und Wünsche… offensichtlich auch der Ihrigen. Ich empfehle einen Blick in die aktuelle Ausgabe der Zeit. Dort finden Sie zu diesem Punkt einen sehr interessanten Artikel.

    Und Herr Pucher hat Recht. Das System zerlegen wollen ohnehin die wenigsten die auf die Straße gehen.

    • Juni 22, 2013 um 11:17 pm

      Das System zerlegen werden maximal Jene können, die schon immer die Kriege anzettelten.

      Ansonsten wird nur der Weg der kleinen Schritte gehen können, so verflochten wie unsere Gesellschaft inzwischen ist.

    • Juni 22, 2013 um 11:43 pm

      Wenn Links zu sein heißt, Kritik an dem bestehende System des Lebens auf Kosten Anderer zu üben, dann wäre ich sicher stolz darauf.

      Nur von sich selbst links Bezeichnende lese ich von zu viel Gleichmacherei, vom auch irgendwie sein sollen, sowie im herrschenden System. Ich sehe eher die Notwendigkeit von Diversität.

      Hier nochmals ein weiterer Blick auf den Unsinn, den wir im System machen, speziell die Verdummung in der Schule, damit das Leben auf Kosten Anderer weiter zementiert werden kann:

      .
      Zur Ergänzung noch

      Es ist bekannt, dass die Herrschaft in diesem Land sich hütet, für ihre Bürger Alternativen zum demokratischen Kapitalismus bereitzuhalten; nichts als den wollen sie zum internationalen Erfolgsmodell ausgestalten. […] Und diese Alternativlosigkeit der herrschenden Lebensverhältnisse, der (Sach-)Zwang, sich unter dem Regime von Geld und Privateigentum, Konkurrenz mit ihren Interessengegensätzen, Rechtsordnung und Gewaltmonopol sein Leben unter Aufbietung von Leistungen des freien Willens einzurichten, ist es letztlich, unter dem sich gelernte Dummheiten zu einem leider vielfach ziemlich unerschütterlichen Standpunkt verfestigen. Wer dann die qua Staatsmacht erfolgte Ächtung jeder Alternative zum herrschenden System ausgerechnet den Kritikern als fehlenden Realismus ihrer Kritik vorhält, ist mit seiner Dummheit schon bei gemeiner Parteinahme gelandet.

      gefunden in: Schule macht dumm

  5. Juni 23, 2013 um 12:43 am

    Betrachten wir es doch mal wieder anders … ohne Schubladen:

    Unordnung, die über lange Zeit angesammelt wurde, vermag sich mitunter explosiv zu entladen. In der Regel kommt es dabei zur energetischen Entladung, weil etwas ganz Anderes im Vorfeld den Weg ebnete. Einem komplexen Sachverhalt geht somit oftmals etwas Einfaches voraus, was dazu führt, dass die Wenigen, die zuvor gegen das Einfache aufbegehrten, zu Vielen werden, die das Komplexe letztendlich aus dem Schattendasein zerren. So kann dieser Katalysator eine Reaktion in Gang setzen, die zuvor nicht vorhersehbar war:

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/tuerkei-vom-park-protest-zur-staatskrise/8285214.html

    … “Istanbul im Aufruhr: Tausende demonstrieren rund um den zentralen Taksim-Platz. Was als ein Protest gegen die Zerstörung eines Parks begann, hat sich zu einer innenpolitischen Krise ausgeweitet, Ende offen.“ …

    http://www.zeit.de/news/2013-06/18/demonstrationen-nach-fahrpreiserhoehungheftige-protestwelle-in-brasilien-18094202

    … “Auslöser der massiven Protestwelle war eine Erhöhung der Fahrpreise für Busse Anfang des Monats. Inzwischen richten sich die Proteste aber auch gegen die Milliarden-Ausgaben für die Fußball-WM 2014 und die Olympischen Spiele 2016. „Schluss mit der Korruption“ und „Für ein besseres Brasilien“ stand am Montag auf Plakaten. Auch Forderungen nach mehr Geld für Schulen, Universitäten und Hospitäler wurden erhoben.“ …

    Und selbst Organe des Weltenkörpers, die nur sehr selten von sich Reden machen, bleiben von derartigen Entwicklungen nicht verschont, wie es sich jüngst in Schweden zeigte.
    Das Ausmaß der Unvorhersehbarkeit weiterer Entwicklungen zeigt sich anschließend in der Reaktion derer, die sich die Aufrechterhaltung scheinbarer Normalität auf die wehenden Fahnen geschrieben haben … oder in die Gesetze ihrer Verfassung, ihrer Ideologien, ihres Glaubens, oder ihrer allgemeinen Weltanschauungen und Institutionen.

    Jeder Funke weiß nichts von seiner möglichen Zukunft als Waldbrand, zumal auch diesbezüglich zwischen künstlicher Brandstiftung und natürlichem Inferno unterschieden werden muss, um den katalysatorischen Funken ins Gesamtbild einfügen zu können.

    Egal welches energetische Potenzial, für welchen Zweck auch immer, auf Dauer unterdrückt wird, Gefühlen gleich, bricht irgendwann als entfesselter Emotionssturm hervor … wenn im Außen ein Funke auf ausgetrocknetes Material fällt, dem viel zu lange aufmerksames Bewusstsein entzogen wurde … oder durch Stillschweigen und bewusstem Wegsehen, um sich einzureden, Alles sei in bester Ordnung und obendrein völlig normal.
    Ein Funke genügt … und kommt dann noch Wind hinzu, steht dem emotionalen Flächenbrand nichts mehr im Wege.

    Aus gleichem Grund werden auf absehbare Zeit die Edelmetallpreise explodieren, weil eine Scheinwelt aus Papier, bei hellem Licht betrachtet, die Wirklichkeit durchscheinen lässt … aber auch, weil Papier schnell Feuer fängt:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Fiatgeld

    You can blow out our candle
    But you can’t blow out our fire
    Once the flames begin to catch
    The Wind will blow it higher

    Peter Gabriel – Biko

    Gruß Guido

  6. Heinrich Schmitt
    Juni 23, 2013 um 12:49 am

    Helmut Kohl hat mal gefragt:

    Wollt ihr ein Volk sein, das aus lauter gleichen Armen besteht?

    Abgesehen davon , dass er sich selbst abgehoben hat von diesem Volk, zeigt es doch die unglaubliche Denkweise der Herrschenden Arroganz.

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