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Verachtung ist die Waffe des Schwachen …

Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von
Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein
Jiddu Krishnamurti

Der Antrieb für meinen Blog war die Faszination, wozu der Mensch im „Guten wie im Bösen“ fähig ist. Ich wollte wissen, warum der eine Mensch sich eher kooperierend verhält und ein anderer sich mit allen seinen Fasern dem Konkurrieren hingibt und dabei auch über Leichen geht. Und wie uns der Artikel zum „Sklavenwerk“ doch deutlich macht, hat das Zeitalter der Leibeigenschaft mit seiner Unterdrückung doch Spuren in den Seelen der Menschen hinterlassen, die auch heute noch weitergereicht werden. Wie das funktioniert wird verständlich, wenn man sich die Erfahrungen und Erkenntnisse von Alice Miller in ihrem Buch Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst anschaut:

Mädchen (Foto: Melling Liudmila - pixelio.de)

Mädchen (Foto: Melling Liudmila – pixelio.de)

… In vielen Gesellschaften werden die kleinen Mädchen zusätzlich noch als Mädchen diskriminiert. Da die Frauen aber die Macht über das Neugeborene und den Säugling haben, geben die ehemaligen Mädchen diese erlittene Verachtung ihrem Kind in seinem zartesten Alter weiter. Der erwachsene Mann idealisierte dann seine eigene Mutter, da jeder Mensch an der Vorstellung hängt, wirklich geliebt worden zu sein, und verachtet die anderen Frauen, an denen er anstelle der Mutter Rache nehmen kann. Und diese wiederum, die erwachsenen, gedemütigten Frauen, haben meist keine andere Möglichkeit, ihre Last abzuladen, als sie dem eigenen Kind aufzubürden. Da darf alles im Verborgenen und straflos geschehen; das Kind kann es ja nirgends erzielen, außer vielleicht später in einer Perversion oder Zwangsneurose, deren Sprache aber verschlüsselt genug ist, um die Mutter nicht zu verraten.

Die Verachtung ist die Waffe des Schwachen und der Schutz gegen Gefühle, die die eigene Geschichte anbahnen. Und am Ursprung jeder Verachtung, jeder Diskriminierung ist die mehr oder weniger bewusste, unkontrollierte, verborgene und von der Gesellschaft (außer bei Todschlag oder bei schweren körperlichen Misshandlungen) tolerierte Machtausübung des Erwachsenen über das Kind. Was der Erwachsene mit der Seele seines Kindes macht, bleibt ganz ihm überlassen, er behandelt sie, als wäre sie sein Eigentum, ähnlich ergeht es Bürgern eines totalitären Staates. Aber der Erwachsene ist ihm nie in diesem Ausmaß ausgeliefert wie ein Säugling seinen Eltern, die seine Rechte missachten. Solange wir uns nicht für die Leiden des kleinen Kindes sensibilisieren, bleibt diese Machtausübung von niemandem beachtet, wird von niemandem ernst genommen und durchwegs bagatellisiert, denn es sind ja nur „Kinder“. Aber aus diesen Kindern werden in 20 Jahren Erwachsene, die ihren eigenen Kindern alles das zurückzahlen. Sie mögen bewusst Grausamkeit „in der Welt“ bekämpfen und die doch zugleich unbewusst in ihrem Umkreis anderen zufügen, weil sie in sich ein Wissen von der Grausamkeit tragen, zu dem sie keinen Zugang mehr haben, ein Wissen, das hinter Idealisierungen einer schönen Kindheit verborgen bleibt und sie zu destruktiven Aktionen treibt.

Frau Miller ist aber zuversichtlich, dass wir heute immer mehr die Möglichkeit haben, dieses Weitergeben zu unterbrechen. Wir müssen uns nur bewusst werden, was unsere unterdrückenden Handlungen an unseren Kindern mit diesen machen. Dazu gehört auch Aufklärung. Zu wissen, dass Kinder für ihre Potentialentfaltung eine starke Geborgenheit benötigen.

Damit wir die Verachtung Anderer hinter uns bringen, braucht es empathische und starke Menschen. Stark nicht im Sinne, Demütigungen leicht zu verkraften, sondern stark in dem Sinne, dass sie keine Demütigungen erleiden und sich damit nicht von ihrem Selbst entfremden mussten.

Euer Martin

Siehe auch: Dem Leben entfremdet …

Eure Kinder sind nicht Euer Besitz, sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst…

 

Kategorien:Gesellschaft
  1. Juni 1, 2014 um 1:06 pm

    Gabriela Zinsler gerade auf Facebook zum Post des Artikels:

    martin, mein innigster dank für’s erneute aufgreifen der thematik(en), für deinen blog und sämtlichen kommentator(inn)en, denen du darauf die entsprechende plattform bietest, es ist mir eine freude, mitunter eigene gedanken gespiegelt zu sehen bzw. sichteeisen und erkenntnisse abzugleichen, anzureichern, .. gut, sich nicht alleine zu fühlen mit gefühltem in dieser teilweise gefühl-losen, acht-losen und damit lieb-losen welt. einen sonnigen sonntag euch allen ‚dort‘ im echten leben!

  2. August 11, 2013 um 11:43 am

    „Verachtung ist die Waffe der Schwachen!“ – Was für ein griffiger Satz.
    Ähnlich dem Titel eines Buches, das eine Freundin schrieb: „Die Starken werden nicht getröstet!“
    Wer sind sie, diese Schwachen? Und weshalb benutzen auch sie im Umgang mit ihren Mitmenschen Waffen? Und zu guter Letzt „die Verachtung“ … die Abwendung von den Starken… ist es eine Waffe oder nur Selbstschutz?
    Wen oder was bezeichnen wir als schwach bzw. stark. Und ist es bloß eine moralische Kategorisierung oder nicht eher eine biologische Notwendigkeit? Auf Fürsorge angewiesen sein ist per se keine Schwäche sondern ein Teil unseres menschlichen Seins. Kleine Kinder rundheraus als schwach zu bezeichnen, ist vielmehr ein nicht menschenwürdiger Ansatz.

    Wenn wir seit Jahrhunderten zulassen, dass Kinder zu den „Schwachen“ gehören, dann hat dieses Kultursystem eindeutig etwas falsch gemacht. Kinder und Mütter werden den Schwachen zugeordnet und das zu Recht, wenn wir davon ausgehen, dass sie in unserem bunten, maskulin geprägten Gesellschaftskarussell an den Rand gedrückt werden. Wer quasi mit „Überleben“ beschäftigt ist, nimmt kaum am Run der Starken teil. Wo Konkurrenz statt Kooperation vorherrscht und das sogenannte „Recht des Stärkeren“ die Leitlinie ist, mutiert das eigentlich starke Wort „Stärke“ zu einem Synonym der gewalttätigen Rücksichtslosigkeit.
    In irgendeiner Lebenslage „schwach sein“ ist im natürlichen Sein bestenfalls vorübergehend. Wenn eine soziale Situation entsteht, in der bestimmte Beteiligte dauerhaft zu den Schwachen gehören, dann hat das etwas mit gezielter Unterdrückung zu tun. Und zwar nicht nur im Sinne kollektiver Anonymität, sondern auch ganz konkret im Zusammenhang mit der Anpassung an ein gnadenloses System, dass den Einzelnen zwingt zu den Starken gehören zu wollen. Der Liebesentzug bis hin zur kollektiven Ausgrenzen von „Unreinen“ haben eine lange Tradition. Bestimmte Regeln herrschen in sozialen Gebilden stets vor, entscheidend ist nur ob es sich dabei um Konsensvereinbarungen oder um die durchgesetzte Anordnung bestimmter Interessenvertreter handelt.

    Die „schwache“ Mutter ist die aus der Fürsorge heraus gefallene Mutter. Und das als schwach missachtete Kind ist eine, von der hochmütigen „starken“ Gesellschaft (vorübergehend) ausgestoßene Persönlichkeit. Einerseits gibt es heutzutage immer noch, die als schwach bezeichneten Gesellschaftsmitglieder, anderseits schleppen wir wahrscheinlich alle das Erbe der in Furcht und Schrecken aufgewachsenen „Mütter“ mit uns herum. Allein die Jahrhunderte lange Hexenverfolgung hat weitreichende Spuren hinterlassen, kollektiv und auch individuell. Die Traumata, die in unseren Zellen gespeichert wurden und die in unserer, immer noch die Gewalttätigkeit pflegenden, Welt permanente im Bewusstsein gehalten werden, schleppen wir alle mit uns herum. In dem Sinne gibt es nur Schwache.

    Wer also wird warum in unserer Gesellschaft als schwach (unterlegen) oder stark (mächtig) bezeichnet? Ich bin zu schwach allein meine größeren Möbel zu rücken, aber allemal stark genug ein weinendes Kind (oder auch Erwachsenen) im Arm zu halten und zu trösten. Ich tröste sehr wohl auch die „Starken“ und Verachtung ersetze ich durch Nachsicht. Als die Schwachen gelten in unserer vorherrschenden Sozialkultur die Ausgegrenzten, die Vergessenen, die Überholten, oder auch manche Unangepasste.

    Wir sollten unsere Vorurteile in puncto stark und schwach unbedingt neu sortieren. Kinder sind durchaus nicht schwach, dass wird jeder feststellen, der schon mal einer kleinen Kinderbande begegnet ist, die marodierend ihr Umfeld erkundet (denn hier greift ganz wunderbar das menschliche Gemeinschaftsgen). Oder wer schon mal hilflos ein Baby im Arm gehabt hat, das sich um Kopf und Kragen brüllt? Solange wir uns artgerecht verhalten sind wir alle stark und doch brauchen wir trotzdem ab und zu Trost…

    • August 11, 2013 um 12:08 pm

      Liebe Stephanie,

      vielen Dank für Deine ausführliche Betrachtung darüber, was stark und schwach bedeuten kann. Ich hatte am Ende ein Gänsehaut.

      Ich wünsche uns allen, dass wir möglichst schnell einen Weg finden, unsere Stärken und Schwächen passend für die Gemeinschaft zu nutzen, zur Freude Aller …

      Siehe z.B. in einer solidarischen Ökonomie, wie im heutigen Artikel beschrieben.

      VG Martin

    • federleichtes
      August 11, 2013 um 1:06 pm

      Wenn ich Ihre Betrachtungen konkretisieren darf:

      Es gibt ein energetisches Muster. Es ist sozial, indem es Bedürfnisse ausgleicht. Ausgleich für die abfließende Energie entsteht durch die Freude am sozialen Wirken, die Freude am Sein, die man auch Liebe nenen darf.

      Es gibt ein anderes energetisches Muster. Es ist in seiner Struktur asozial und wirkt unsozial. Funktioniert, das dürfte bekannt sein, indem eine Idee (Geist) in das Soziale eindringt, es energtetisch ausraubt und den Zustand sozialer Wehrlosigkeit auf einem Level hält, der weitere Ausbeutung fast mühelos gestalten lässt.

      Das „väterliche“ System der Räuberei wird betrieben mit mütterlicher Energie. Im Selbst-Verständnis. Und Geist meint, er hätte das Perpetuum Mobile erfunden – und kann gar mit seiner Fähigkeit, Kinder erzeugen, gleich weitere, fast belibeig viele Objekte zur Ausbeutung erschaffen. Welch Potenziale dadurch entstanden sind, fast unermesslich – und fast eine unendliche Geschichte für die Barberei, wäre da nicht …

      Danke, Stephanie.

      Wolfgang

      Ergänzung
      In diesem Sinne erkennen wir ein natürliches Eins-Sein und ein künstliches Miteinander. Und im „Künstlichen Miteinander“ die eigentliche Kunst der Schöpfung (des Lebens).

  3. Mai 25, 2013 um 11:51 am

    in islamischen und orthodox-jüdischen Kulturen finden sich ganz ähnliche Vorstellungen. Wer aus diesem oder anderen Gründen für unrein erklärt wird, darf mit seinen Leuten keine Tischgemeinschaft haben und weder essen noch trinken. Es existiert eine Fülle von Einzelregelungen zur Meidung „unreiner“ Bedeutungsträger. Sinti vertreten ein besonders ausführliches Meidungssystem und Regeln strikter Abgrenzung gegenüber der Mehrheitsbevölkerung. Dazu gehört das Verbot, Nicht-Roma (gadsche) über den Dialekt der Gruppe, die sintengheri tschib (auch einfach: mari tschib = unsere Sprache) zu informieren. Das kann bedeuten, dass man es vorzieht, als „ Zigeuner “ statt als Sinto bezeichnet zu werden. Alle medizinischen und Pflegeberufe, die mit Krankheit und Tod in Berührung kommen, ferner alle Berufe, die mit Tierfleisch und -blut zu tun haben, gelten traditionellen Sinti als unrein.

  4. Gerd Zimmermann
    Mai 24, 2013 um 8:11 am

    „… und verglichen mit diesem GANZEN, wenn als GANZES empfunden, zwar schön, aber, wenn vereint mit ALLEM zu EINEM GANZEN, jenseits unserer momentanen Vorstellungskraft und unseres Empfindungsvermögens … und jenseits dessen, was die reale Bildersprache zu vermitteln vermag und Sprachen allgemein zu beschreiben vermögen.“

    Das erinnert mich an: http://www.Walter Russel Kosmisches Bewusstsein

    Gruss Gerd

  5. federleichtes
    Mai 22, 2013 um 3:48 pm

    Guido:

    „Gebundene Lebensenergie, die einen zu erfreuen weiß, die einem zu Herzen geht, ist, glaube ich, nichts im Vergleich zu dem, was hervortreten mag, wenn das Gebundene endlich wieder befreit werden kann. Ist Schönheit nicht einzig eine Erinnerung an das Eigentliche, das Wirkliche, das EINZIG WAHRE ? Ein schönes Bild, ein schöner Moment, das Auslösen der Kamera im perfekten Augenblick, ist immer nur ein Teil des GANZEN … und verglichen mit diesem GANZEN, wenn als GANZES empfunden, zwar schön, aber, wenn vereint mit ALLEM zu EINEM GANZEN, jenseits unserer momentanen Vorstellungskraft und unseres Empfindungsvermögens … und jenseits dessen, was die reale Bildersprache zu vermitteln vermag und Sprachen allgemein zu beschreiben vermögen.“

    Wau und „Danke“.
    Formulieert sich ein neues „Thema“ in Dir?

    Im Leben steckt der Wille zu vollständiger Integrität und die Macht, sie zu erzeugen. Dieser Wille investierte Liebe, ließ Kameras produzieren, Blumen wachsen und Libellen fliegen; auch Hummeln, die das gar nicht können, auch Menschen, die nicht um ihr Vermögen und ihr Können wissen.

    Und so können wir erahnen, dass das Wunder des Lebens nicht im Erschienenen liegt, sondern im Noch-Nicht-Erschienenen. Bildersprache ist vielleicht nur eine Spiegelsprache, die uns Verbindung halten läst zum Unfassbaren.

    Aus, Hasso!

    Danke Dir für Deinen wunderbaren Beitrag.

    Wolfgang

  6. federleichtes
    Mai 21, 2013 um 10:36 pm

    Verachtung ist die Waffe des Schwachen?

    Was die „Achtung“ betrifft, hätte ich jetzt gerne Nicks aus der Erfahrung sprechende Stimme gehört.

    Können wir Achtung mit Aufmerksamkeit verbinden? Und Ver-Achtung mit Un-aufmerksamkeit?
    Auf einem Menschen, vor dem wir eine „positive“ Achtung haben, haben wir (vorher) unsere Aufmerksamkeit gerichtet. Während die „negative“ Achtung entsteht durch ein drohende Gefahr: Achtung, da kommt etwas Gefährliches.

    Ich passe auf meine Existenz auf, ich achte auf mein Leben, ich achte auf den Straßenverkehr, ich be-achte die Regeln, ich bin achtsam in der Natur. Mag das eine Fähigkeit sein, die mit „Gewahrsein“ beschrieben wird, ist es eine Defensiv-Waffe des Starken. Ohne die „Fähigkeit Gewahr-Sein“ wird man kaum die Informationen sammeln können, die einerseits für ein wachsendes Bewusstsein und andererseits für die richtige Einschätzung einer Situation nötig sind.

    Bevor ich fortfahre, gestehe ich: Der Themen-Titel verwirrt mich.

    Wikipedia 1:
    „Verachtung entsteht durch die Bewertung einer anderen Person als minderwertig. In streng hierarchischen Kulturen entsteht Verachtung somit durch den sozialen Rang oder das Prestige, das eine Person innehat, …“

    Aha, also aus einem hohen sozialen Rang folgt eine unsoziale diskriminierende Abwertung des Schwächeren. Sehr gut; kommt mir bekannt vor.

    Wikipedia 2:
    „Soziologisch betrachtet ist Verachtung anderer Personen als Haltung und soziale Sanktion ein zentraler Bestandteil von Schamkulturen.“

    Nun wird’s etwas spannender, die Verachtung als Herrschaftsinstrument – die Ausbeutung des Schwächeren über die „Scham“. Kommt mir irgendwie auch und in mehrdeutiger Weise bekannt vor

    Wikipedia 3:
    „Im Rahmen der modernen psychoanalytischen Neurosenlehre wird Verachtung als narzisstisch-aggressiver Affekt aufgefasst.“

    Soso, Verachtung also hier als Mittel zur Emotionalisierung/Energetisierung. Womit wir dann doch schon – widerlich meine lange Leitung – nicht nur beim Titel des Themas angelangt wären, sondern auch meine Verwirrung am Schopfe gepackt scheint.

    Verachtung ist als nicht das Miss-achten eines Menschen, sondern das ihm Zuweisen einer Opfer-Rolle. Das scheint mir die Waffe zu sein, einen Anderen durch eine Pro-Forma-Abwendung in die Leistungs-Zuwendung zu bringen: „Ich habe Macht über dich, und nun lass mal deine Dienste rüber wachsen“.
    Verachtung also gleich Zuwendung mittels Gebrauch einer „Waffe“, gar um einen notwendigen Aderlass zu bewirken?

    Verachtung, für mich ein merkwürdiger Begriff – geblieben. Zumal die Verachtung eines Menschen auch genau das Gegenteil eines Energie-Gewinns verursachen kann: Dass durch die Aufmerksamkeit Energie abfließt.

    Gruß
    Wolfgang

    • Mai 21, 2013 um 11:20 pm

      Herkunft von Obacht:
      ursprünglich Acht über etwas. Aus ob – über, auf und Acht, mittelhochdeutsch ahte, althochdeutsch ahta veraltet für Aufmerksamkeit, ursprünglich das Nachdenken

      Wenn ich also verachte, denke ich nicht genügend nach?

      Ja, Jemanden durch Verachrtung in die Opferrolle zu bringen, scheint mir recht passend. Frau Miller beschreibt auch etwas zur energetischen Ausbeutung der Kinder, besonders von Mädchen durch die Mutter. Wenn diese selbst noch nicht die Verantwortung für sich angenommen hat, geschähe es leicht, dass sie das Kind in die Mutterrolle für sie selbst brächte. U.a. auch dazu, dass sie die jüngeren Kinder anstelle ihrer bemuttern lässt. Und dieses Mädchen wird es tun, um sich der Liebe der Mutter zu versichern.

      Mir will scheinen, dass ein unbeschadetes Aufwachsen in unserer zutiefst kranken, der Kapitalvermehrung zu dienenden Welt sehr schwierig ist.

      Nachdenklich
      Martin

      • federleichtes
        Mai 21, 2013 um 11:53 pm

        Wir kennen das Phänomen der „Bestrafung durch Liebesentzug“, genauer gesagt durch die soziale Isolierung eines Kindes: Psycho-Folter zum Zwecke der Unterwerfung – mein Himmelreich ist deine Hölle.

        Wir sind hier wieder im Bereich der Arbeit gelandet, als der Idee, Energie zu generieren/transformieren/kanalisieren – TRANSFERIEREN.

        Ich sehe diesen Prozess weitgehend unbemerkt, also für die beteiligten Menschen un- oder bestenfalls unterbewusst ablaufend. Sie handeln einfach-effizient und sicher nach einem Muster, das sie kennen, weil sie selber ausgebeutet wurden.

        Ich „fühle“ gerade, dass hier ein weiterer Zusammenhang im Wirkgeschehen auf Offenbarung wartet.
        Stellen wir uns nur mal andeutungsweise vor, es ginge dem Leben um ein Re-Transferieren von Energie. Einerseits um einen quantitativen Aspekt, andererseits um die Auslösung fixierter (durch Information -Geist/Schöpferisch) Energie aus der Gebundenheit.

        Dann würde sich das, was wir Ausbeutung und Sklaverei nennen, und damit auch der Begriff Arbeit, erheblich relativieren. Und auch den Begriff „Gottesdiener“ so verstehen lassen, das Leben – ganz natürlich – einen Arbeitsdienst ableistet.

        Einige meiner Ausführungen ragen in persönliche Bereiche hinein. Das ist nicht zu vermeiden, keinesfalls jedoch persönlich gemeint.

        Gruß
        Wolfgang

  7. federleichtes
    Mai 21, 2013 um 3:40 pm

    Eben sprang mich der Gedanke an meinen leeren Kühlschrank an – und das Wort Dilemma erschien.
    Der Kühlschrank ist leer, weil ich den Strom für seinen Betrieb bezahlen muss. Würde ich ihn abschalten, könnte ich mir Lebensmittel kaufen – brauchte dann aber wieder den Kühlschrank.

    Dilemma – wir befinden uns in einem dilemmatösen Prozess.
    Unsere Existenz muss die Informationen zweier ineinander greifender gegenläufig operierende Systeme verarbeiten. Ein System greift in die informative Vergangenheit, das andere System greift in das informative Postulat einer fixierten Zukunft.

    Schönen Gruß an Herrn Duerr:
    Manchmal scheint es mir besser, Pferdeäpfel zu sammeln, als zu meinen, mit der Beschreibung eines Pferdes auch reiten zu können.

    Gruß
    Wolfgang
    fährt dann mal.

    • Mai 21, 2013 um 10:26 pm

      Früher wurden Lebensmittel auch ohne Kühlschrank kühlgehalten. Allerdings hängt der Computer auch noch …

  8. Mai 21, 2013 um 2:49 pm

    Der Physiker Prof. Peter Duerr spricht auch von der Materie als Schlacke im Sinne einer erstarrten Energieform …

    • federleichtes
      Mai 21, 2013 um 3:11 pm

      Es gehört sich nicht, Pferdeapfelsammlern durch Vergleiche einen honorablen Anstrich zu geben.

      Schlacke liest sich beinahe wie Kacke.
      So oder so würde ich das, in dem meine natürliche Lebensenergie gebunden ist, niemals nennen.

      Woher kommt unsere (Susannes und meine) Affinität zu Mineralien – im Allgemeine und auch zu ganz bestimmten.

      Das Wort, das sich in den letzten Tagen in mir zusammenbuchstabierte, erschien gerade. Es lautet:
      Re-Vitalisierung.

      Gruß
      Wolfgang

      • Mai 22, 2013 um 3:36 am

        Wo ist das “Problem“ … sind doch die Haufen für manches Geschöpf ein Vermögen, ohne Anhäufung von Besitz, der über das Notwendige hinausgeht ?!

        Materie ist doch einzig ein Transportmedium von Informationen. Können eigentlich auch andere Lebensformen außer Menschen Materie wahrnehmen … oder “sehen“ uns die ANDEREN ganz anders ? Agieren die ANDEREN gar in einer Form, die nur wir als materiell erkennen ? Materialisiert sich die Realität nur für uns immer dichter und fester … und für die ANDEREN immer bedrohlicher ? Was sehen Neugeborene in den Augen ihrer Mutter … und was empfinden sie, wenn die Mutter den Blick nicht erwidert ?

        “So dir im Auge wundersam, sah ich mich selbst entstehen.“ Friedrich Hebbel

        Gebundene Lebensenergie, die einen zu erfreuen weiß, die einem zu Herzen geht, ist, glaube ich, nichts im Vergleich zu dem, was hervortreten mag, wenn das Gebundene endlich wieder befreit werden kann. Ist Schönheit nicht einzig eine Erinnerung an das Eigentliche, das Wirkliche, das EINZIG WAHRE ? Ein schönes Bild, ein schöner Moment, das Auslösen der Kamera im perfekten Augenblick, ist immer nur ein Teil des GANZEN … und verglichen mit diesem GANZEN, wenn als GANZES empfunden, zwar schön, aber, wenn vereint mit ALLEM zu EINEM GANZEN, jenseits unserer momentanen Vorstellungskraft und unseres Empfindungsvermögens … und jenseits dessen, was die reale Bildersprache zu vermitteln vermag und Sprachen allgemein zu beschreiben vermögen.

        Schlacke … oder auch Kacke … egal, in welcher Form und Darbietung, ist immer Zeuge davon, dass der Weg, welcher das Ziel ist, noch nicht zu Ende ist … Mistkäfer dürften diesbezüglich gleicher Meinung sein …

        Gruß Guido

  9. federleichtes
    Mai 21, 2013 um 2:32 pm

    Um einer weiteren Verprellung unserer Kosmologen entgegen zu wirken,
    Was haltet ihr von der Idee:
    Materie ist von Geist missbrauchte natürliche Energie: Zweckentfremdet, verkünstlicht, erstarrt.
    Leben also die künstliche Form eines (vormals) natürlichen Pulsierens. Mit der Absicht, die natürliche Existenzform wiederherzustellen. Den Raub der Energie rückgängig zu machen.

    An Anschaulichkeit gewinnt dieser Ansatz durch die Bilder unserer Welt: Macht-Konzentration für das Eine, Machtlosigkeit für das Andere.

    So ganz am Thema vorbei sind meine Gedanken wohl nicht.

    Gruß
    Wolfgang

  10. federleichtes
    Mai 21, 2013 um 2:08 pm

    Ich möchte kurz auf „Die Waffes des Schwachen“ eingehen.

    Das durch Missbrauch Geschwächte verharrt einerseits in der Schwäche durch Selbstbeschuldigung.
    Aber das Geschwächte kann aus einer Opfer-Idee heraus auch zum Täter werden. Was im ersten Schritt folgt, ist die Formulierung eines Rechts auf Wiederherstellung ins Ursprüngliche; was im zweiten Schritt folgt ist, diese Idee zu dynamisieren – so entwsteht die „Idee der Rache“; im dritten Schritt geht es um die konkrete Umsetzung, sich (wieder) Energie.anzueigenen. Fremde Energie!
    Und da man den Täter des an ihm verübten Misbrauchs nicht kennt, greift die Beschaffungsmaßnahme wohl in eine relative Beliebigkeit, aber eben in das Naheliegende und das Schwache, von dem keine oder nur eine geringe Gefahr ausgeht, den Energieraub als solchen zu entlarven.
    Die Unerträglichkeit der Scham kompensiert durch die Lust im sich Rächen?
    Hilflosigkeit aufgelöst im: Ich kann?
    Rechtlosigkeit ersetzt durch Rechtfertigung?
    Reale Nichtigkeit übetüncht mit künstlicher Großartigkeit?

    Gruß
    Wolfgang

    • Mai 21, 2013 um 2:20 pm

      Wäre das aber nicht ein bewusster Vorgang. Frau Miller sprach besonders unser unbewusstes Handeln aufgrund eines Wissens um Demütigung, das aber selbst nicht ins Bewusstsein gelangt. Oder auf der anderen Seiten ein Demütigen, das weiter gereicht wird, weil man fälschlicherweise aus dem unbedingten Willen, sich als geliebt zu sehen, die Maßnahmen als geeignet empfinden. „Von ein paar Ohrfeigen ist noch keiner umgekommen.“ oder „Ohne sein Antreiben, wäre ich gar nicht so weit in meiner Charriere gekommen.“

      Und am Ende gibt es einen Charakter, der das Nichtzuträgliche „Er-„ziehen genauso weitermacht. Zur Erinnerung:
      Charakter: aus griech. urspr. „das Eingeprägte“, dann „Gepräge, Abdruck, Bild; Eigenart“, zu griech. charassein „eingraben, einritzen, einschneiden“

      Also eher unangenehme Maßnahmen …

      Gruß Martin

  11. federleichtes
    Mai 21, 2013 um 1:23 pm

    Wasser ist gut.
    Schauen wir auf die eine Seite des Meeres, wirkt dort Wind und macht Wellen, auf den das Treibgut lustig schaukelt. Auf der anderen Seite des Meeres liegt Strandgut, das das Meer freigeben musste. Input Energie, Output Stabilität.

    Sehen wir das Treibgut als Verlorenes (Kind) in einem starren Raum gefangen, wird ein wohlwollender „Vater“ überlegen MÜSSEN, wie er sein Kind aus der Gefangenschaft befreit – und vielleicht ein Dynamik entfachen, eine, zu der auch „Wind“ gehört.

    Aber was für ein „Kind“ rettet er aus dem Ozean der Verlorenheit? Ist es nur in Schockstarre oder gar seiner eigenen Dynamik beraubt? Oder beides? Vielleicht muss ein Vater sein Kind lebendig machen. Und vielleicht muss ein Vater sich um die Erfahrungen, die sein Kind machte, kümmern und es von seinen schrecklichen Informationen befreien.

    Was machen wir mit traumatisierten Kindern? Oder besser gefragt: Machen WIR überhaupt etwas, oder landet Kind gar in einem System, das befreiend wirkt? Ein System, das für die eine Seite Windmacher produziert, und für die andere Seite einen Raum für Treibgut schaffte?

    Natürlich richten sich unsre Blicke gerne auf EINEN Fall, und gerne auf den, der mit seinem Geschrei die meiste Aufmerksamkeit anzieht: Die Faszination der Egozentriker. Wir werden diesen Fall aber nicht lösen, wenn wir DEN Fall in seiner Systemtik nicht verstehen.
    DER Fall ist gelöst woden durch eine lösende Systematik, in der eine zielorientiet gesteuerte Dynamik (Leben) die Schritte geht, die aus der Verlorenheit in die Sicherheit führen.

    Ginge es nur darum, wäre, glaube ich, die Zeit bereits abgelaufen. Es geht und muss einem Vater eben auch darum gehen, dass sein Kind nicht wieder verloren gehen kann.
    Schauen wir auf die Folgen eines Unfalls, wird das klarer. Auf der einen Seite die Rettung und Genesung des Opfers, auf der anderen Seite der Wille, weitere Unfälle zu verhindern.

    Menschen befinden sich in dem Glauben, sie müssten den „Sturm“ besänftigen.
    Menschen befinden sich in dem Glauben, das Strandgut sei wertlos.
    Aber es existieren eben auch glaubenlose Menschen.

    Gruß
    Wolfgang

  12. Mai 21, 2013 um 9:13 am

    Ein erster Schritt könnte sein sich nicht für die eigene Demütigung, das Trauma zu schämen, sondern dazu zu stehen, weil es ein Teil des eigenen Lebens und auch ein Teil der Gesellschaft, aus der es stammt, ist. Solange sich die “Schwachen” einreden lassen, dass sie schwach sind, dass sie krank sind oder irre oder irrational, solange wird all das weiter geschehen, was normal und rational ist.

    Vermutlich hatte ich missverständlich geschrieben, denn genau das sollte die Botschaft sein. Da wir uns in einer Welt des unbewussten Schaffens von „Schwachen“ sind, ist es not-wendig, dass diese wie von Dir vorgeschlagen sich ihrer Demütigungen bewusst annehmen, um den Kreislauf der Gewaltweitergabe zu durchbrechen. So sollten dann mit der Zeit immer mehr „Starke“ im Sinne nicht-gedemütigter Menschen auf dieser Welt leben, und der Friede sollte einkehren …

  13. federleichtes
    Mai 20, 2013 um 11:51 pm

    Ganz interessant, dass ein Thema, das im (fehlenden!) Untertitel das „Misshandelte Kind“ in den Fokus rückt, ruckzuck in die ungreifbaren Weiten Kosmos galoppierte. Da frage ich lieber mal nicht nach den Gründen.

    Das Schwache im Würgegriff der Feindseligkeit. Feind-Seligkeit, was für ein Wort, es läuft mir den Rücken runter und ich höre das Knistern der brennenden Naurheilerinnen. Seilig die Verbrechen der Schinder am Natürlichen. Selig die, die das zu Stärkende missachten und, wohl irgendwie folgerichtig, anstatt das Gebotene zu leisten im Missbrauch ihrer Macht aktiv werden.

    Natürlich ist Frau Miller optimistisch, wie denn sonst kann sie ihr Lebenswerk vor der Vernichtung durch die Realität retten.
    Pravda.TV:
    „Laut UNICEF sterben jeden Tag 22.000 entkräftete Kinder. Sie sterben still und leise in den ärmsten Dörfern des Planeten, weit entfernt von den Blicken und dem Gewissen der Welt. Da sie so duldsam und schwach sind, findet der Tot dieser Scharen an Kinder nur noch unauffälliger statt.“
    http://pravdatvcom.wordpress.com/2013/05/19/10-fakten-die-veranschaulichen-wie-der-derzeitige-wirtschaftszusammenbruch-den-planeten-verheert/

    Aber das Zitat stammt aus einem Bericht, in dem es nicht um Kinder geht, sondern um Wirtschaft. Und in dem lautet eine Schlagzeile:
    „Entsetzliche Wirtschaftsdaten aus der zweitgrößten Wirtschaft des Planeten“

    In dieser Welt leben wir, einer feindseligen Welt, einer Welt des Machtmissbrauchs, einer Welt, in der Misshandlung das Gebot und dessen Missachtung Gesetz ist.

    Dass aus Opfern Täter werden, ist keine neue Erkenntnis. Überhaupt wird nichts Neues geschrieben in das Buch der Abscheulichkeiten. Neu ist vielleicht die Dimension des Verbrechens, und die gewachsene Macht auf der einen und die Hilflosigkeit auf der anderen Seite des Elends. Nein, ich zertrenne die Welt nicht in Elendsviertel und Reichenviertel. Nein, ich zertrenne das Elend nicht in die Vergewaltigung des Kindes und die Vergewaltigung von Pflanze und Tier. Nein, ich rede nicht über das Verachten, ich rede auch nicht über ausbleibende Ächtung der Verbrechen. Nein, dieser so besondere Geist in Menschen wird weiter Misswahlen und das Wegsperren der Missliebigen organiseren. Kinder? Sind sie nicht chancenlos in einer feindseiigen Welt?

    Gruß
    Wolfgang

  14. Gerd Zimmermann
    Mai 20, 2013 um 3:10 pm

    Hallo Karin

    „Durch das bewusste Denken und Handeln können wir zum Schöpfer einer neuen Realität werden und müssen nicht mehr destruktiv (Opfer/Täter) sein.“

    Das denke ich auch.

    „……. können wir zum Schöpfer einer neuen Realität werden………“

    Das denke ich auch.

    Aber wie geht das? Hilfreich wäre ein Verständnis unserer Herkunft. Wo kommen wir her, wer sind wir und wo gehen wir hin?

    Freie Energie – Der Wettlauf zum Nullpunkt gefunden auf You Tube

    Unser Universum besteht aus Energie und Information. Das Einzige was im aboluten „Vakuum “ existieren kann ist Elektromagnetismus. Ich nenne es Bewusstsein.
    Also ist Energie elektrisch und Information magnetisch. Das ist nicht meine Erkenntnis, ich kann sie aber sehr gut nachvollziehen. Unsere Wissenschaft auch. Es ist aber unbequem zuzugeben: Sorry, wir haben uns geirrt. Alle Menschen sind gleich. Auch kleine Mädchen.

    Unser Denken geht nur in Richtung der Materie. Unser ALLER Ursprung liegt diametral entgegengesetzt im Geistigen. Nichtmaterielles Bewusstsein manifestiert sich in Materie.

    Wir haben ALLE nicht nur Mutter und Vater. Alles was in ERSCHEINUNG tritt (Materie),
    dazu zählt auch Licht ist männlich und weiblich. Wir ALLE haben somit auch kosmische Eltern. Entsprungen der einzigen QUELLE die existiert. BEWUSSTSEIN.

    Als ich vor Jahren lernen sollte, einmal ohne Materie zu denken war dies für mich nicht möglich. Wer kann sich schon das NICHTS vorstellen. Aber Vorsicht, dieses NICHTS ( nichts materielles) ist ALLES. ES ist weitaus mehr als wir erahnen können. ES ist der unerschöpfliche Ozean der SCHÖPFUNG. Endlos sich wandelnde Energie.

    Freie Energie ist Energie, welche nicht in Materie gebunden ist. Das Verhältnis von Freier Energie zu Materie liegt, so vermute ich , im goldenen Schnitt. Energie ist nonlokal.

    Hoffenlich liest das ein Physiker und sagt es weiter.

    Ich trenne mich jetzt von meinem Zwillings-ICH, ohne dem ich nie in die Existenz treten könnte, Dr. Quantus, auf 500 Mrd. Lichtjahre und bleibe trotzdem in Nullzeit in Verbindung.

    Sehr simple, wenn man die Ursache kennt und nicht nur sich selber.

    Selbstvergessene Grüsse in die Runde

    Gerd

  15. Karin Desai
    Mai 20, 2013 um 12:25 pm

    Nur, dass es kaum jemanden gibt, der keine Demütigungen als Kind erleiden musste. Diese sind teilweise so subtil, dass wir uns oft nicht daran erinnern. Aber wenn wir hinsehen, wie Kinder heute überall erzogen und behandelt werden, wissen wir auch, wie wir erzogen und behandelt wurden, ohne dass uns das vielleicht negativ in Erinnerung ist.

    Es braucht daher vielmehr Menschen, die in die Heilung gehen, die sich also dessen bewusst sind, was sie früher gedacht und getan haben und die jetzt bewusst denken und tun und die – trotz Rückschlägen, die es naturgemäß gibt – nicht aufgeben. Wir sind alle nicht fehlerfrei. Aber wir sind alle Menschen, die sich ihre Denkweisen und Handlungen nach und nach bewusst machen können.

    Verachtung ist die Waffe des Schwachen, stimmt. Und die führt über kurz oder lang dazu, dass der Schwache, der sich ohnmächtig fühlt und als Opfer, schließlich zum Täter wird. Durch das bewusste Denken und Handeln können wir zum Schöpfer einer neuen Realität werden und müssen nicht mehr destruktiv (Opfer/Täter) sein.

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