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Ist unsere Arbeit eine Religion: frohes Schaffen

Frohes Schaffen ist ein witziger Film, der einem die Lust auf sinnentleerte Erwerbsarbeit nimmt und anregt darüber nachzudenken, welche Tätigkeiten wirklich sinnhaft sind.

Ist der Mensch zum Arbeiten geboren worden? Warum ist ein Mensch weniger wert, wenn er keine Arbeit hat? Wer hat die Arbeit erhöht? Warum wird so viel Unsinniges gearbeitet während Sinnigeres liegen bleibt?

Ankündigung eines neuen Films: frohes Schaffen – Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral


.

„Die Genese des Wortes (lat. arvum: Ackerland)“[1] leitet sich vom Bearbeiten des Ackerlandes her. Im Alt- und Mittelhochdeutschen überwiegt die Wortbedeutung „Mühsal“, „Strapaze“, „Plage“ (vgl. Psalm 90). (Wikipedia)

Kategorien:Ökonomie, Gesellschaft Schlagwörter: ,
  1. Mai 9, 2013 um 7:57 pm

    … und trotzdem kommt sie jeden Tag zur Arbeit….

    Logisch, es bleibt ihr ja auch nichts anderes übrig, wenn sie leben will…

    Arbeit ist ein Grundbedürfnis der Menschen

    Stimmt, aber erst, wenn die Arbeit vom Zwang befreit ist, wenn sie freiwillig erledigt erfolgt: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen…
    Dem einen reicht es, Rosen und Obst zu ziehen, der andere möchte etwas erfinden, was das Leben der Menschen einfacher, angenehmer und schöner macht…

    Ein spannender Film… Wann wird der zu sehen sein?

    • federleichtes
      Mai 9, 2013 um 11:33 pm

      Du sagst:
      „Stimmt, aber erst, wenn die Arbeit vom Zwang befreit ist, wenn sie freiwillig erledigt erfolgt: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen.“

      Dazu kam mir gerade ein Gedanke. Die Konditionierung von der Freiheit in den Zwang erfolgt konkret mit dem Eintritt in die Schule – indirekt natürlich bereits durch die Vorbereitung in Kindergarten und Familie.

      Da ist wohl kaum noch ein Erwachsener, der einem Kind sagt:
      „Du musst lernen, dich lebenstüchtig zu machen, dir eine Grundlage schaffen, um glücklich und zufrieden sein zu können. Das bedeutet, mit Menschen dich verständigen können, und weil sie alle verschieden sind, dich mit ihnen zu arrangieren Das bedeutet, deine Bedürfnisse aus eigener Kraft befriedigen zu können, Essen und Trinken zu beschaffen und wohnen zu können. Da du ein Kind bist, werden dir die Erwachsenen bei der Befriedigung deiner Bedürfnisse sos lange als nötig helfen, und dich lehren, mit deinen Mitmenschen umzugehen. Dir wird also geholfen, und du wirst sehen, dass Menschen diese Hilfe brauchen, und leicht verstehen, dass auch du helfen kannst.“

      So könnte mal ein Gesellschaftsmodell beschrieben werden, ohne den künstlichen Begriff Arbeit. Kinder, das glaube ich, die in einer natürlichen Welt aufwachsen, kämen niemals auf die Idee, sie müssten arbeiten, um leben zu können.

      Ein Grundbedürfnis der Menschen ist, ihr Schicksal los zu werden. Ein Teil davon ist, arbeiten zu müssen. Wer diesen unnötigen Zwang als normal empfindet, ist zwar im Sinne einer verrückten Gesellschaftsordnung normal, aber nicht vernünftig.

      Ich hatte vor ein paar Monaten bereits ein „Thema Arbeit“ geschrieben – und krame das Machwerk mal wieder raus.

      Gruß
      Wolfgang

      Ergänzung
      Die Geschichte der Arbeit – ein Weg vom Sakrament zum Sakrileg.

      • Mai 10, 2013 um 11:54 am

        …deine Bedürfnisse aus eigener Kraft befriedigen zu können, Essen und Trinken zu beschaffen und wohnen zu können.

        Die Befriedigung dieser Grundbedürfnisse des Lebens (Kleidung, Kultur, Gesundheit, Sport zähle ich dazu) müssen eben gerade von der Arbeit befreit sein. Will sagen, diese Grundbedürfnisse müssen befriedigt sein, OHNE den Zwang der Arbeit.
        Das nenne ich die „Befreiung der Arbeit“ vom Zwang des Broterwerbs. Erst ab kann die Arbeit zum Bedürfnis werden, als Beschäftigung mit sinnvollen Tätigkeiten. Das kann, wie ich oben breits andeutete, darin bestehen, den Garten zu pflegen, das Klo zu reinigen oder etwas zu erfinden.

        Erziehung findet viel mehr durch das, was ich (vor-)lebe statt, als durch das, was ich erzähle. Somit wird Kindern in einer Wirtschaft/Gesellschaft, die das verwirklicht hat, per se ganz andere Werte, Einstellungen, Lebensziele vermittelt als das unter den heutigen räuberischen, verbrecherischen Verhältnissen der Fall sein kann.

        Ich bin gespannt auf dein „Machwerk“.

        • federleichtes
          Mai 10, 2013 um 1:49 pm

          Ehrlich gesagt „rangel“ ich ja gerne mit Dir – auch mal etwas doller, weil wir wohl beide auf sicheren Beinen stehen.

          Bei der Entwicklung eines Gesellschafts-Modells kommt es mir auf Klarheit an.
          So definiere ich für Körpermenschen objektive körperliche Bedürfnisse; wie er die subjektiv ausgestaltet, ist eher wurscht, jedenfall solange er nicht den Grundbedürfnissen Anderer in die Quere kommt. Diese Freiheit (des Fließens) mag vielleicht auch zur Erhaltung von körperlicher Gesundheit beitragen.

          Kultur ist mir subjektiv.
          Und ich möchte mich scharf abgrenzen von denen, die den Menschen in seinem persönlichen Bereich etwas ALLGEMEIN Sinnvolles umhängen wollen.
          Sinnvoll sollte, wenn Freiheit Anspruch auf inhaltliche Gestaltung erhebt, – als Mindestanforderung – dem Erhalt der menschlich begründeten INDIVIDUELLEN Möglichkeiten entsprechen. Wie Du es selbst sagt: Wer Töpfern, Gärtnern oder einem Hunde gleich einfach ein paar Löcher buddeln möchte, bitte sehr. Sinnvoll? Ja, für ihn, für Andere auch, wenn er die Löcher wieder zuschaufelt – oder Menschen findet, die daran Spaß haben.
          Kurz: Wer Theater liebt, soll theater machen, bitte serh nicht im Wohnzimmer derer, die lesen möchten.

          Insofern reduziere ich den Allgemeinen Sinn auf das Notwendige, also als den Bereich einer Offensichtlichen Vernunft.
          Was ist möglich, was ist nötig – und das gefragt im Sinn einer Gemeinschaft UND der darin wurzelnden Individuen. Persönlich glaube ich, dass es in einem natürlichen System zum reibungslosen Funktionieren kein einziges Gesetz braucht.

          Aber wir leben eben in einem feindseligen System. Dessen Grad der Feindseligkeit sich leicht an dessen willkürlich erzeugten und gehandhabten Gesetzen und Vorschriften, also an seiner lebensfeindlichen Enge messen lässt.
          (Gestern Nacht las ich wieder Aktualisiertes zum Fall Gustl Mollath. Über das, was „Juristerei“ genannt wird. Ich sah den Fall und die Diskutanten losgelöst vom (traurigen) Fall und entschied für mich: Ein Prozedere, dass in einer Geschlossenen Abteilung ablaufen muss.)

          Du sagst:
          „Erziehung findet viel mehr durch das, was ich (vor-)lebe statt, als durch das, was ich erzähle. Somit wird Kindern in einer Wirtschaft/Gesellschaft, die das verwirklicht hat, per se ganz andere Werte, Einstellungen, Lebensziele vermittelt als das unter den heutigen räuberischen, verbrecherischen Verhältnissen der Fall sein kann.“

          Ja, KANN. Mir ein Schlüsselwort, weil, wer das wirklich verstanden hat, von der Gelassenheit nicht mehr weit entfernt ist. Feindseligkeit ist Mittel zum Zweck.. Gleich, ob man sich direkt oder indirekt (wehrhaft) an der Feindseligkeit beteiligt, schießt sich selber ins Knie.

          Damit erst mal gut. Ich rangel jetzt draußen weiter.

          Herzliche Grüße sendet Dir

          Wolfgang

        • Mai 10, 2013 um 4:59 pm

          Zu Deiner Stellung zur Kultur.
          Selbstverständlich ist die subjektiv. Was dem einen ein Konzert der Philharmoniker ist dem anderen Technomusik (halte ich für hirn- und lebenzerstörend, aber das ist wohl subjektiv? – Nein, objektiv festgestellt, Techno zermatscht a) das Hirn und ist b) ohne Drogen nicht zu ertragen und damit c) Einstieg in die Drogen und damit Menschenleben vernichtend, für mich also KEIN Bestandteil der Kultur, sondern eiskalt geplanter und durchgeführter Genozid. Ja, ich weiß ein starkes Wort. Das braucht es auch, um die Ungeheuerlichkeit dieses Verbrechens deutlich zu machen – aber darum soll es hier in diesm Moment ja nicht gehen.)

          Was mir wichtig ist herauszustellen: JEDER Mensch hat ein (druchaus sehr unterschiedliches) Grundbedürfnis nach Kultur. Und das muss unabhängig vom Geld befriedigt werden können und gehört darum zu den kostenlos zur Verfügung zu stellenden Grundbedürfnissen. Der Mensch braucht zum gesund sein mehr als Brot und Dach und Kleidung. Auch die Seele will genährt werden – Kultur und Sport.
          Die kostenlose Gesundheitsfürsorge muss hier nicht mehr extra erwähnt werden, oder?

          Wir könnten jetzt anfangen, uns über den Vernunftbegriff auseinanderzusetzen, aber auch das würde hier zu weit führen und so lasse ich es denn. Nur eine Frage: Ist nicht auch des einen Vernunft des anderen Unvernunft?

          Viel Spaß beim draußen rangeln, ich war schon 🙂

          Auch Dir einen herzlichen Gruß

  2. federleichtes
    Mai 10, 2013 um 3:02 am

    Die arbeitende Bevölkerung schweigt?
    Scheiß-Thema, gell.

    Gerade schaut ich mir den Filmtrailer an.

    „Arbeit ist ein Grundbedürfnis“.
    Echt, ja, DAS STIMMT:

    Aber auch hier bitte ich darum, etwas genauer/realistischer zu schauen, ob nicht auch diese Aussage stimmen könnte:

    „Fremdarbeit ist ein Grundbedürfnis menschlicher Parasiten – die selber nur das Nötige arbeiten, um sich das Mögliche am Eigentum der Arbeit Anderer zu erschleichen, zu erpressen, zu stehlen“. Beute machen ist wohl Lifestyle der besonderen Art.

    In diesem Sinne braucht man nicht mehr Reiche und Arme unterscheiden, sondern in Betrüger und Betrogene. Vielleicht noch in eine dritte Gruppe, die mit Opferblut bezahlten Organisatoren des Raubens und Plünderns.

    Mit Blick in die Hütte von Onkel Tommy steltt sich auch folgende Frage:
    Wandelten sich die Baumwollfelder von Gestern in die Industriegebiete und Bürotürme von Heute?
    Wohl nicht ganz, denn die „Nigger“ finanzierten den Aufsehern nicht die Bullen-Peitschen. Und die „Nigger“ handelten nicht im Rahmen eines ihnen zur Natur gewordenen Selbstverständnisses von Leistungsgesellschaft. Der Analytiker würde ihnen im Rückblick sicher gerne und fraglos bescheinigen, dass sie nicht pervers waren.
    Fragt sich dann weiter, ob die „Nigger“ mit ihrem Status Ungebildetheit gar einen höheren sozialen Status hatten, als die pisageschönten Willfährigen unserer Informations-, Nutznießer- und Ellenbogengesellschaft.

    Ich glaube, es ist an der Zet, den Begriff des Wahnsinns neu zu definieren..

    Gruß
    Wolfgang

  3. Gerd Zimmermann
    Mai 10, 2013 um 8:32 am

    „Ich glaube, es ist an der Zet, den Begriff des Wahnsinns neu zu definieren.“

    Warum?

    „Das ganze ist doch nur zur Unterhaltung gedacht, was kann ich dafür wenn ihr daraus ein Drama macht“ Ich glaube: Keimzeit; Irrenhaus

    Wolfgang, Du weisst es ist ein Spiel. Es gibt gute und weniger gute Schauspieler. Je nach dem wie ernsthaft sich der Spieler mit seiner Rolle identifiziert.

    Wahnsinn und Genie gehen Hand in Hand…..(Udo L.)

    Aber warum? Weil das das Wesen der Dualität ist.

    Bäume gehen nicht arbeiten. Würde Wolgang sagen.

    Gruss Gerd

  4. Gerd Zimmermann
    Mai 10, 2013 um 11:54 am

    Wolfgang, bin ich der Rufer in der Wüste?
    Womit beschäftigt ihr euch? Immer noch bei der Nabelschau? Wofür? Bin ich der „Zeit“ voraus?

    Wer hat ernsthaft die goldene Phi(l)harmonie studiert?

    Es ist viertel ab 12.

    Der Baum der Erkenntnis ist beschrieben.

    Wir sind in der Endstation längst angekommen. Deutlich lese ich am Bahnsteig die Worte: Apokalypse.

    Soll heissen: Enthüllung, nicht wie interpretiert, Untergang.

    Enthüllung ist Spiegelschau. Zurück bleiben weise Leinwände für das nächste Erbe.

    Wir nehmen uns alle viel zu ernst. Das Ziel ist Einheit und nicht die Abrechnung.

    Zinsfrei.

    Gruss Gerd

  5. Mai 10, 2013 um 11:58 am

    Wir sollten Technologie als Mittel zur Entspannung, zur Entschleunigung propagieren.
    Nicht mehr Arbeit, dank neuer Technologie, sondern zunächst ein Mal die gleiche Arbeit aber weniger belastend. Durch unsere fortwährende Wachstumsdenkweise haben wir verlernt, mit dem Status Quo zu arbeiten und hier im Sinne des Menschen zu optimieren. Wir optimieren stets für die Wirtschaft, für die Shareholder, für die Börse. Es wird dabei aber der Mensch vergessen, dem die Technologie eigentlich dienen soll. Ich erinnere mich immer wieder an die Bilder aus dem Film “Modern Times” von Charlie Chaplin. Eigentlich haben wir nur die großen Maschinen in der Produktion durch die großen Maschinen im Büro ersetzt, die uns zu immer schnellerem Arbeiten antreiben. Warum nicht umgekehrt, warum nicht hinterfragen, wo Maschinen unser Leben leichter, langsamer, entspannter machen können?

    gefunden in: Entspannt Euch doch

    Und zur Erinnerung: Roboter werden Deinen Job vernichten – Federico Pistono

  6. federleichtes
    Mai 10, 2013 um 2:04 pm

    So, liebe Solveigh,

    nachfolgender Text entstand am 28. Juli letzten Jahres. Hier ist das nicht überarbeitete Original:

    Thema:
    Ethos Arbeit als Zwiespalt von Notwendigkeit und Anspruch

    Wolfgang

  7. Mai 10, 2013 um 4:49 pm

    Arbeit im heutigen Sinn, inklusive der vorausgehenden Ausbildung, kanalisiert die Möglichkeiten Anderer zum Zwecke der Notwendigkeiten für die Einen. Somit geben die Einen ihr Unvermögen weiter mit dem GANZEN EINS SEIN zu können, indem paradoxerweise die Notwendigkeit des GANZEN in den Arbeitern die Realisation ihrer Möglichkeiten findet.

    Ich vergleiche das mal mit dem scheinbaren Dilemma aktueller Genome:

    Man stelle sich mal vor man habe einen Text vor sich, der aus 10000 Buchstaben und Satzzeichen, Leerstellen inklusive, besteht. Nun kommt jemand, natürlich ganz zufällig, daher und vertauscht immer mehr Zeichen miteinander, Leerstellen inklusive, oder aber er fügt Zeichen hinzu, wo zuvor keine waren bzw. nimmt weg, wo zuvor etwas war. Wie lange mag es dauern, bis man Schwierigkeiten bekommt den Text zu verstehen, wenn zudem erschwerend hinzukommt, dass von besagtem Jemand keinerlei Rücksicht auf den Kontext des gesamten Textes genommen wird ?

    Ein typisches Motto der expansiven Unordnung lautet: Wer nicht hören will, muss fühlen. Der damit implizierte Schmerz wird von den Tauben auf all jene verteilt, welche die Konsequenzen der Taubheit zu (er-)tragen haben, gemäß eines weiteren Mottos der Expansion: Geteiltes Leid ist halbes Leid.

    Somit offenbart sich hier in der genetischen Buchstabensuppe, warum immer mehr verkörperte Bewusstseine den Löffel bereit halten, um diese Suppe auszulöffeln, schließlich muss ordentlich gelöffelt werden, damit der Lernprozess sich entwickeln kann. Und erst wenn der Topf leer, das Maß voll, mancher Löffel abgegeben und der Zenit erreicht ist, wird, nach und nach, eine andere Wahrnehmung bei jenen einsetzen, die uns ALLEN, sich inklusive, diese Suppe eingebrockt und im Laufe der Zeit zusätzlich mehr und mehr versalzen haben. Bei denen, die bisher brav gelöffelt haben, auch wenn Suppe noch nie ihr DIN-g war, wird dagegen das Gefühl immer stärker werden, dass die Zeit reif ist für eine neue Idee, die zu verteilen dem wirklichen Glück auf Erden näher kommt, als bisher möglich … und notwendig … erschien, gemäß dem Motto der kommenden Optimierung: Verteiltes Glück ist doppeltes Glück. Obendrein wiegt dieses viermal mehr, als geteiltes Leid. Welch ein Quantensprung … ganz unabhängig davon, mit welchem Löffel im Mund man geboren wurde und wie viel Weisheit es zu löffeln gab.

    Nichts verbreitet sich schneller … und springt höher … als eine Idee, deren Zeit gekommen ist … und nichts ist sich dessen mehr bewusst, als jene, die schon immer in der Buchstabensuppe des Lebens mit von der Partie waren. Konsens hin, Einheitsbrei bzw. Tütensuppe her, sieht das ANDERE, als Ganzes, die Welt als GANZES doch anders, als Menschen sie hören. Und die Einen der Menschen wollten mitunter ihr Leben lang nichts davon hören, die Anderen jedoch werden diese Idee begeistert aufgreifen:

    http://www.gold-dna.de/updatesept.html#up319

    Gruß Guido

  8. Gerd Zimmermann
    Mai 10, 2013 um 5:12 pm

    „Wer nicht hören will, muss fühlen“

    Irgendwer in meiner Familie sagt des öfteren: “ Dein Wort in Gottes Gehörgang.“

    Ich könnte Freudentränen weinen über deine Zuversicht, Guido.

    So Gott will………wünsche ich allen einen schönen Nachmittag.

    Gruss Gerd

  9. Mai 10, 2013 um 8:35 pm

    Bekam ich gerade auf Facebook:

    Hallo Martin
    Ich verfolge Deinen blog seit längerem sowie die Kommentare von anderen und von Dir.
    Sehr interessant!
    Der Artikel „Ist unsere Arbeit eine Religion“ ist extrem spannend!
    Ich kann ihn nicht in allen Punkten bestätigen, denn gerade durch das duale Bildungssystem wären auch in D die Voraussetzungen für integriertes Lernen relativ gut.
    Durch die miserablen Gehälter – auch für Akademiker mit „nur“ FH-Abschluss und zahlreiche Uni-Absolventen – ist eine wirkungsvolle Weiterbildung später nicht mehr finanzierbar.

    Den Kommentar finde ich aber deshalb besonders spannend, weil es genau den Weg aufzeigt, den ich seit meiner Kindheit gehe. Nicht ganz ohne Widerstände, Hindernisse und Probleme, bis dazu, auch schon von der Bezirksregierung, meiner Dienstaufsicht, bestellt worden zu sein, weil ihnen u.a. ein ganzseitiger Zeitungsartikel über meine 3.-Tätigkeit bitter aufstiess. Allerdings: Ich hatte bereits 3 Jahre vorher meiner damaligen Schule ein Projekt angeboten, das ich – buchstäblich Tätigkeiten-übergreifend – zusammen mit der IHK Bonn/Rhein-Sieg erarbeitet hatte. Resultat: Die Schule lehnte es aus fadenscheinigen Gründen ab (mit aktiver Unterstützung des vorgesetzten Schulamts-Leiters).
    Dazu: Es passt genau in den Kontext, der jetzt im Rahmen des IHK-Nord-Schulpreises 2013 gefragt ist! http://www.dihk.de/presse/meldungen/2013-05-08-schulpreis

    Bezeichnend ist auch, dass meine verschiedenen Tätigkeitsbereiche bei fast allen KollegInnen und v.a. bei allen SchülerInnen auf Interesse und Respekt, z.T. Unterstützung stossen.

    Die Symbiose aus aktiver/handwerklicher und planerisch/strategischer Arbeit war für mich seit jeher Leitkonzept.
    Ich bin gespannt, wo es hinführt.
    Auf jeden Fall steht für mich inzwischen fest, dass ich mit meinem Konzept aktiver „konstruktiv kritisieren“ werde und versuche, amtliche Schwerfälligkeit in Zugzwang zu bringen.

    Vielleicht gelingt ja das eine oder andere Vorhaben in dieser Richtung, im Moment „flutscht“ es ziemlich gut.

    Klar ist für mich: Die deutschen Amtsstuben müssen sich dringend verändern, dazu gehört auch die Abschaffung des Beamtenstatus auf Lebenszeit (ausser für Polizisten im Frontdienst mit hohem Risiko und dgl.) und zahlreiche andere „Kleinigkeiten“.

    Ich freue mich auf weitere Lektüren, wenn mir auch die Zeit leider nicht für alle Texte reicht.

    Herzliche Grüsse

  10. federleichtes
    Mai 10, 2013 um 11:33 pm

    Ist unsere Arbeit eine Religion?
    Ich möchte mich einen Moment dieser Frage mit meiner – sehr – persönlichen Sicht widmen

    Religion als geistige Struktur ist mir die Verbindung menschlicher Entwicklung an die Vergangenheit. Gerd nennt das vollständige Entwicklungsprinzip „Zug, der gleichzeitig vorwärts und rückwärts fährt“, eine treffende Metapher, die das ZEITLICHE Werden aus der Vergangenheit in die Zukunft beschreibt.

    Wir bezeichnen heute NUR Gemeinschaften, die den Glauben (an eine oder mehrere Höhere Mächte) organisieren, als Religion. Sachlich ist das SEHR ungenügend bis sogar völlig unzutreffend. Denn die Problematiken aus der Vergangenheit, mit denen es Menschen zu tun haben, betreffen nur einen Gott insofern, als die Glaubensorganisationen dem Menschen postulierte Probleme (z.B. Sünde/Erbsünde – Hölle/Fegefeuer) zuweisen. Der Mensch ohne Glauben kann keine, jedenfalls keine rationalen Probleme mit Gott oder Göttern haben.

    Vermutlich ist hierzu Diskussionsbedarf – ich freue mich auf sachlich Kritisches.

    Was die Menschen an „echten“ Problemen zu bewältigen haben, ist breit gefächert. Es gibt einige zentrale Probleme (z.B. der Freie Wille, die Struktur des Ich, die Sinnfrage) und ziemliche viele periphere Probleme (z.B. Krankheiten, körperliches und soziales Überleben, Erfolg und Anerkennung). Das alles unter der subtil wirkenden Höllen-Drohung und der sehr direkten Bedrohung – wenn auch lange verdrängten – durch den Tod. Um das Trio komplett zu machen, werfen wir einen kurzen Blick auf des Menschen Informationslage für seine Entscheidungen. Sie ist nicht nur generell substanziell dürftig, sondern hochgradig ungewiss bleibt für jede Existenz, WELCHE Informationen aus der Vergangenheit ins Bewusstsein dringen, und welche Ansprüche sich aus einer grundsätzlich ungewissen Zukunft ergeben.

    Das alles,
    was Mensch hier zu leisten hat,
    nenne ich Arbeit,
    und zwar Schwerstarbeit.

    DIESE Re-ligio-Arbeit kann Mensch nicht verweigern; er ist entsprechend disponiert: Einerseits wegen seines eingeschränkten, sehr speziellen Bewusstseins, andererseits wegen der Informationen in seinem Unbewusstsein, das ihn mit seiner traumatischer Funktion vor den feindseligen Informationen (aus der Vergangenheit!!!) schützt, die er nicht ertragen könnte.
    Wer also Atheist ist, befreite sich wohl vom Glauben, nicht aber vom Ur-Wesen der Religion.

    Wie kann Mensch diese Schwerstarbeit
    – in sich und
    – in der Gesellschaft und
    – in der Naturwelt leisten?

    Für die Versorgung seiner ihm verordneten!!! körperlichen Bedürfnisse steht ihm die Natur zur Seite. Ihre Leistungen erhält er geschenkt, mit der Einschränkung, sich Hütte oder Haus zu bauen, Kleidung anzufertigen, zu säen und zu ernten, die Erträge zu verarbeiten und Mahlzeiten zuzubereiten, zu essen und zu trinken – und abzuwaschen. Darauf beschränkt ist seine eigentliche körperliche Arbeit. Und nun bliebe ihm genug Zeit, sich um persönliche Identitätsprobleme zu kümmern und soziale Konflikte zu lösen.
    Aber Anderes geschieht, weil in der Gestaltung seiner Existenzzeit ein außerordentlich existenzfeindlicher Faktor auftauchte: Energie zu produzieren, die weder ihm noch der sozialen Gemeinschaft dient. Unabwendbares geschieht: Er kann sich weder ausreichend um seine Entwicklung, um die seiner Kinder und die Pflege seiner sozialen Gemeinschaft kümmern.

    Das ist ein Problem. Eins, das offensichtlich* aus der Vergangenheit restimuliert wird:
    DER RAUB UND DIE ZWECKENTFREMDUNG VON ENERGIE.
    * Deutlicher werdend mit Beginn der Herrschaft/Verknechtung und des Raubes von natürlichem Eigentum.

    Wenn wir also das Wesen von Arbeit als auf der energetischen Ebene angesiedelt sehen wollen, ist Arbeit, wie sie derzeit organisiert ist, die Verdeutlichung eines religiösen Phänomens.

    Wurde nun doch etwas länger. Ich wollte keinen weiteren Zündstoff liefern, sondern versuchen, einige emotionalisierte Gemüter zu beruhigen: Nicht die Arbeit ist das Problem, sondern ein zu lösendes Ur-Problem offenbart sich – sehr sachlich – in dem, was der Mensch unter Arbeit versteht. Seine wesentliche Leistung, das könnte man verstehen, versteckt sich in einer „Nebenbeschäftigung“: Bewusstsein zu schaffen über das Miteinander von Information und Energie.

    Gruß
    Wolfgang

  11. Oliver De Girolamo
    Mai 11, 2013 um 11:47 pm

    Die Seele wird Mensch um das Wissen welches Sie von Anbeginn in sich trägt zu erfahren. Die Seele kennt keine Werte oder Bewertungen wie der Verstand sie benutzt. Der Verstand benutzt ein Wertesystem und zwar das, was er für die Zeit in der er lebt zum überleben braucht.

    Ihr solltet endlich aufhören die Dinge zu bewerten, in Gut oder in Böse zu unterteilen, dann braucht Ihr nicht soviel schreiben und ich muss nicht so viel lesen. Macht vieles gleich einfacher…;-)

    Ein Frau/Mann kommt in einem Stau/Stauin und regt sich total über den Stau/Stauin auf und merkt nicht das er selber Teil des Staus ist und am ende auch Teil davon, das sich der Stau auflöst.

    Wir sind Teil des Systems und nicht nur ein Teil…Das ist alles was du begreifen musst….Ein Teil kann man ersetzten…..aber nicht „Teil“ weil dann funktioniert das System nicht mehr.

    Es kommt also schlussendlich wieder auf das selbe heraus, es geht nur um den einen und das ist die Wunderbare Kreatur die du dein Selbst nennst.

  12. Mai 12, 2013 um 11:12 pm

    Tut sich was in der Arbeitswelt?

    Dieses Sinnstreben scheint aber nicht bloß den Jungen und auch keiner kleinen Elite im Topmanagement vorbehalten zu sein, vielmehr gilt quer durch alle sozialen Schichten: Je sinnerfüllter ein Beruf ist, je autonomer man arbeiten kann, desto zufriedener, leistungsfähiger und glücklicher ist man im Alltag.

    Raus aus der Tretmühle und etwas wirklich Wertvolles machen, das ist der Wunsch vieler Arbeitnehmer. Die Realisierung dieses Traumes macht leistungsfähig, gesund und glücklich!

    Welche Auswirkungen hat normierte, fremdgesteuerte Arbeit? Warum ist das Hamsterrad die am häufigsten gebrauchte Metapher für die tägliche Tretmühle? Warum bringt die Arbeitswelt so viele erschöpfte Menschen hervor, die ihr Bestes geben und denen scheinbar doch nie etwas wirklich Befriedigendes gelingt?

    Glücklich und erfüllt sind selten die Faulen, sondern diejenigen, die sich anhaltende positive Anspannung und Erfolgserlebnisse verschaffen.

    gefunden in: Hört auf zu arbeiten!

    Das spricht einerseits für eine Bedingungslose Grundsicherung. Ich sehe in diesem Artikel aber auch die Gefahr, Arbeitnehmer so zu manipulieren, dass sie richtig Spaß bei dem haben, was sie tun, um sie noch viel besser ausbeuten zu können. Denn nun tut es ja nicht mehr weh …

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