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Wissenschaft und das Wesen der Intuition

Ich möchte gerne meine Reise der Erkenntnis zum Thema der Intuition fortsetzen (hier war der Start). Rationale Entscheidungen können wir über unseren Denker logisch nachvollziehen und Begründen. Intuitiv getroffene Entscheidungen, in denen wir uns von unserem Gefühl, einer Ahnung, dass es passend ist, leiten. Man sagt, dass wir unsere Intuition besser nutzen können, wenn wir Experten auf dem Gebiet sind, zu dem wir entscheiden können. Und Prof. Gigerenzer hat darauf hingewiesen, dass sich Manager, die gerne in komplexen Situationen intuitiv entscheiden, diese Entscheidungen nachträglich mit logischen Gründen zu rechtfertigen suchen und viel Geld für Studien ausgeben, die seine schon intuitiv getroffene Entscheidung untermauern.

In unserer westlichen Welt haben wir seit den alten Griechen, speziel Aristoteles, unserem rationalen Denker der Vorzu gegeben und eine Wissenschaft des Messen, Wiegens und Filmens den Vorzug gegeben, schreibt Ulrich Kramer in einem Leserbrief, der in der Zeitschrift Tattva Viveka 42, Februar 2010, veröffentlicht wurde:

Notwendigerweise führen Messen, Wiegen und Filmen zu einer Fixierung auf das Erfassen materieller Phänomene, in letzter Konsequenz zu der Auffassung, der menschliche Geist werde im Gehirn fabriziert … Doch ist man zum Glück durch die  Erforschung quantenmechanischer Zusammenhänge ganz allmählich zu einer eher „östlichen“ Auffassung bereit. Der Weg der Yogis ging nicht über das Messen, Wiegen und Filmen. Sie beobachteten nicht das Materielle, sondern das Immaterielle und Transmaterielle. Ihre Methode war die meditative Innenschau, die Introspektion. Auf diesem Wege kamen sie zu einer klaren Erkenntnis zugrunde liegender Gesetzmäßigkeiten. Sie entwickelten eine nachprüfbare und lehrbare Systematik, die auf medizinischem Feld (Ayurveda) wie auch im psychologischem Bereich (das Erreichen bestimmter Bewusstseinszustände durch Meditation) zu eindeutigen Diagnosen und Verfahrensweisen führt, ganz zu schweigen vom voraussagbaren Entwickeln von Wunderkräften („siddhis“).
Insofern exakte Beobachtung, eine eindeutig definierte Begrifflichkeit und eine Theorienbildung zum Zwecke der Voraussagbarkeit vonPhänomenen die Marksteine einer ordentlich gebauten Wissenschaft sind, haben wir es in Fernost mit einem System zu tun, das zwar anders geartet ist als das westliche und seine Erfolge in unterschiedlichen Bereichen erzielt, aber dessen ungeachtet jeden Vergleich mit ihm aushält.

Würde es uns hinsichtlich des Verstehens, wie Intuition funktioniert, weiterhelfen, wenn wir herausbekämen, ob unser Selbst durch das Gehirn fabriziert wird, wir also eine Bio-chemisch-pysische Maschine sind, oder ob das Gehirn nur etwas anzeigt, was etwas eigenständiges, Nicht-materielles ist (wie mir schon Jemand auf Facebook beschrieb, dass er sich daran erinnere, vor seiner Inkarnation sich als Energiekugel eskortiert von zwei weiteren erinnert)?

Wer will, kann beweisen, dass der Geist vom Gehirn fabriziert wird. Ebenso ließe sich beweisen, dass das Gehirn lediglich die Tätigkeit eines von ihm ganz unabhängig existierenden geistigen Wesens anzeigt. Beide Wege könnten gegangen werden, doch leider hat man sich im Westen bislang auf den ersteren der beiden beschränkt. Es wäre Zeit für eine Wende.

Ich stelle mir vor, dass Intuition unsere frühere Art des Denkens war, bevor sich Sprache entwickelte. Dass die Intuition ein ganz anderes Betriebssystem benutzt als unser Denker. Unser Denker operiert auf Sprache, wozu auch die Mathematik gezählt werden kann. Weil aber Intuition sich nicht dieser Sprache bedient, werden wir vermutlich nicht wirklich mit unserem Denker das Wesen der Inuition erschließen können?

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  1. Bernhard
    Mai 5, 2013 um 11:19 am

    Sprache, Schrift, Mathematik, Messungen sind der Versuch die Wirklichkeit zu symbolisieren. Ein Symbol ist jedoch höchstens ein Platzhalter, niemals dem zu beschreibenden Etwas ebenbürtig. Das Messen ist eine Momentaufnahme innerhalb eines Prozesses. Es ist als würde eine Szene aus einem Film fotografiert – mit der Absicht den Film zu verstehen. Der Verstand versucht den Moment mit der Vergangenheit und der Zukunft abzugleichen, das Unterbewusstsein ist an den Moment im Hier und Jetzt gebunden, das Bewusstsein nutzt deren Resultate für sein Bild von der Wirklichkeit. Kollidieren die Resultate aus Verstand und Unterbewusstsein steht das Bewusstsein vor der Wahl Vernunft gegen Intuition.

    Was ich hier geschrieben habe sind nur ein paar meiner Vorstellungen zum Thema, lediglich als Symbol dargebracht.

    Schönen Sonntag,
    der Fotograf, der schon immer einmal einen Film drehen wollte

    • Mai 5, 2013 um 11:13 pm

      Jenseits des Konsens schmeiße ich beherzt mal wieder ein BINGO in die Runde … für die gelungene Zusammenfassung des Konsens (!) der realen Bildersprache !

      Gruß Guido

  2. federleichtes
    Mai 5, 2013 um 12:47 pm

    Vor 75 Jahren schreibt* Sigmund Freud:

    „Es ist nicht selbstverständlich und nicht ohen weiteres einzusehen, warum ein Fortschritt in der Geistigkeit, eine Zurüclsetzung der Sinnlichkeit, das Selbstbewusstsein einer Person wie eines Volkes erhöhen sollte.“
    (* Der Mann Moses und die monotheistische Religion)

    Und ich frage mal:
    Was ist denn aus der auf der Welt waltenden „Vernunft“ entstanden.
    Wer das Gestaltende Vernunft nennt, muss wohl ganz weit vorne sein im Ranking.

    Da tritt eine Mannschaft aus der politischen Kaste an und verspricht, Probleme zu lösen. Die, mit einem geringen Einsatz an Wahrnehmung, nicht lösbar sind.
    Für wirtschaftliche Probleme gibt es Lösungen, die eine Vernunft wegsperrt.
    Für gesellschaftliche und individuelle Probleme gibt es Lösungen, die nicht umgesetzt werden.

    Wenn wir Freuds Begriff der Geistigkeit mit den Bildern der Geschichte als Wert interpretieren, landen wir, auch wenn das „Wahre“ den Eliten und ihren elitären Vasallen nicht so gut schmeckt, im inneren Kern eines psychiatrischen Gebildes.

    Ob das, was der Mensch Vernunft nennt, nicht doch im Wahn wurzelt, wäre mir keine Frage wert. Andere stellen sie nicht. Aus Angst vor der Antwort?

    Ja, Bernhard, drehe mal einen Film – was in unserem Welten-Kino wirklich abläuft. Vielleicht wirst Du nach ein paar Drehtagen auch glücklich sein über jeden kleinen Käfer.

    Gruß
    Wolfgang
    auf dem Weg in die Käferwelt.

    • Bernhard
      Mai 5, 2013 um 2:04 pm

      Hallo Wolfgang,

      entschuldige bitte, „Der Fotograf, der schon immer einmal einen Film drehen wollte“ ist ein Profilname, den ich vor ein paar Jahren in einem anderen Blog benutzt habe, um über ein ähnliches Thema zu schreiben. Deine Leidenschaft zu fotografieren war hier nicht bedacht. Somit würde ich mich freuen, wenn Du meinen Kommentar nicht als Zynismus gegen Dich empfinden würdest – so war es schlicht nicht gemeint.

      Die Vernunft ist und war für mich immer eine Variante des Gehorsams um vermeintlichen Konsequenzen zu entgehen und somit die Rechtfertigung vor sich selbst gegen den eigenen Willen zu handeln. Würde die Vernunft dem eigenen Willen entsprechen wäre sie überflüssig.

      Die Mannschaft aus der politischen Kaste ist meines Erachtens größtenteils damit beschäftigt die Probleme zu lösen, die man ohne dem betrieben Wirtschaftssystem und mit dem Respekt vor der Vielfalt gar nicht hätte. Vernunft ist das Tor, das zu akzeptieren, was nicht zu akzeptieren wäre.

      Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass das Bewusstsein, erst einmal von den Fesseln des Zeitgefüges losgelöst, sich mit den dem Unterbewusstsein SCHEINBAR vorbehaltenen Bereichen verbinden kann. Das ist ein Tor, vor dem sich viele Menschen ängstigen – ich meine es kann in die Glückseligkeit führen, wenn es gelingt die Angst abzustreifen.

      Dir einen schönen Tag,
      Bernhard

      PS. Seit Kurzem besitze ich wieder einen Fotoapparat. Vor ein paar Tagen habe ich eine Amsel fotografiert und wollte das Bild hier reinstellen. Ist mir leider nicht gelungen. Schade, das Bild ist aus meiner Sicht recht gut geworden. Vielleicht gelingt mir heute ein Foto von einem kleinen Käfer.

      • federleichtes
        Mai 5, 2013 um 2:16 pm

        Nein, nein, Bernhard (ich schreibe von Susanne aus) – hier bist Du nicht missverstanden.

        Du schreibst ein paar – nach meinem Verständnis – sehr kluge Sätze.

        Das
        „Würde die Vernunft dem eigenen Willen entsprechen wäre sie überflüssig.“

        bitte ich Dich zu überdenken, wie es wäre, wenn man statt eigenen Willen es „Freien Willen“ nennen nwürde.

        Deine Entscheidung für einen Fotoapparat UND das Fotografieren löste Freude in mir aus. Danke dafür.

        Gruß
        Wolfgang

      • Mai 5, 2013 um 6:15 pm

        Kleine Anleitung zur Einbindung eine Bildes, das schon irgendwo im Netz via URL verfügbar ist:

        „spitze Klammer auf“ gefolg von “ img“ gefolgt von “ src=“ gefolgt von der URL in Gänsefüßen gefolgt von Leerzeichen, Schrägstrich und spitze Klammer zu.

        Ggf. vor den beiden letzten Zeichen noch für die Größe ein width=“500″.

        Ich kann Dich gerne auch als Redakteur auf den Blog einladen, dann bekommst Du noch einen Editor, mit dem es leichter ist.

        VG Martin

  3. Bernhard
    Mai 5, 2013 um 9:24 pm

    Danke Martin, dann versuch ich’s mal:

    • Mai 5, 2013 um 9:55 pm

      hm, die echten Gänsefüßchen bitte nicht mit tippen 😉

      ich habe es mal umgesetzt. Du kannst aber auch gerne nur den Link posten und ich setze es anschließend um 🙂

      Noch ein Hinweis. Du musst die Adresse der Grafik über das Kontextmenu dazu kopieren. Es endet in diesem Fall mit jpg

      Das Bild ist gelungen 🙂

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