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Philosophie als Entpassivierung unserer selbst

Gilbert Dietrich

Gilbert Dietrich hat auf Geist und Gegenwart wieder Mal einen bedenkenswerten Artikel über unsere Gedanken und Trägheit geschrieben. Er kommt zu einem Fazit, das ich gerne unterstreichen mag:

Dieser philosophische Dreischritt, der sich im Aneignen der Leidenschaften, im Gestalten der Gewohnheiten und im Ordnen der Gedanken zeigt ist ganz wesentlich auf Aktivität ausgerichtet. Zum einen manifestiert sich darin die – soweit wir wissen – einzigartige Fähigkeit des Menschen, sein Leben zu führen, zu gestalten, anstatt nur den Umständen ausgeliefert zu sein und sich der Umwelt anzupassen. Zum anderen hat es auch politische und damit ethische Relevanz. Denn verharrt man aus Trägheit und Faulheit – und andere Gründe gibt es beinahe gar nicht – in der Passivität, dann degradiert man sich selbst zur Verhandlungsmasse der herrschenden Mächte. Man gehört dann zum Heer der Bauern im Schachspiel der Macht oder zur Infanterie von Armeen, am Ende – um es zuzuspitzen – kann man Aufseher in einem KZ werden, aber Mensch im Sinne von Subjekt ist man damit nicht. Das ist die Pointe praktischer Philosophie, hier wird Philosophie wichtig – jeden Tag und für uns alle.

Gilbert hatte in seinem Artikel zur Sozialisierung zuvor schon das Thema der Gewohnheit besprochen und hatte hierzu geschlossen:

Werde, die oder der du insgeheim schon bist!

… Hier wird deutlich, dass sich Gewohnheit als eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung darstellt. Denn nur Gewohnheit, die auch bei neuartigen Situationen noch funktioniert, kann erfolgreich sein. Das ist alles andere, als die faule Routine. In diesem Sinne ist Gewohnheit bereits eine Art Training, ein Üben. Die alten Philosophen wie Aristoteles oder Thomas von Aquin, von denen Sloterdijk redet, sahen in der Gewohnheit ein eingeübtes Vorbereitetsein auf tugendhaftes Handeln. Gerade wenn sich die Gelegenheit, das Gute zu tun, selten zeigen sollte, ist die Vorbereitung auf diese Unwahrscheinlichkeit so wichtig. Im Grunde ist das immer noch der Kern unseres Gedankens der Erziehung und Bildung.

Natürlich haben wir beide Seiten in uns: Bequemlichkeit, Bedürfnis nach Ruhe und Endspannung im Leben. Aber auch den Drang zu lernen, uns weiter zu entwickeln, besser zu werden im Sport, im Beruf, in der Liebe… im Leben. Man muss es übereinbringen, wissen wann das eine angebracht ist und was das andere. Wer sich nur entspannt, wird zur Masse, die man leicht einspannen kann, herummanövrieren und missbrauchen kann. Wenn wir es ernst meinen mit unserem Anspruch, eigenverantwortlich Individuen zu sein, dann dürfen wir uns nicht in irgend welche Schubfächer, Klassen und Schichten einsortieren lassen. Wir müssen uns gewohnheitsmäßig dem Besseren zuwenden. Werde, der du insgeheim schon bist! Alles andere ist Murks.

Stellt sich mir die Frage, warum „die Masse“ so träge ist und mit so wenig Leiden am nachhaltig Friedlichen schafft. Liegt es am Schulsystem, an den medialen Manipulation? Warum gibt es dennoch eine gewisse Menge an Menschen, die sich den aktuellen Strukturen bewusst ist, und die die beschriebene Leidenschaft erfasst hat? Wie lange mag es brauchen, bis das Fass der notwendigen Gesamtbewusstheit zum Überlaufen kommt, um das Elend auf der Erde zu bereinigen? Guido schätzte mal bis 2015. An anderer Stelle las ich eine Einschätzung von 3.000 Jahren. Lassen wir uns also überraschen, wann die Entpassivisierung in die exponentielle Kurve kommt, wie wir das gerade mit den Vermögen und Schulden und all den anderen in der Informatik sehen.

  1. April 29, 2013 um 12:32 am

    Mit Schätzen hat das eigentlich nichts zu tun, es ist eher das Vertrauen auf ein Gefühl, indem man versucht Denkstrukturen loszulassen, die einem jahrelang haben einfach mittreiben lassen. Es ist das Zusammenlaufen unterschiedlichster Zyklen. Im Grunde gleicht es dem Spannungsbogen in einem Film, der irgendwann spürbar wird, obwohl der Höhepunkt der Handlung noch nicht eingetreten ist.

    Wo hier das Thema “Gewohnheit“ und “Routine“ zur Sprache kommen … wie der Zufall es mal wieder will, finden sich diese und auch das Thema der Trägheit Vieler und der Aktivität Mancher im aktuellen Kapitel der Goldenen Philharmonie wieder ( http://www.gold-dna.de/phi987.html ) … zusammengeschraubt zu einem Gesamtbild:

    … “Routine kommt der menschlichen Vorstellung von Harmonie sehr nahe. Routine lässt einen Bewegungsfluss ungehindert fließen, man ist im flow, es läuft wie geschmiert … und schafft weitere Freiräume für den Menschen sich um seinen Fortschritt zu kümmern, z. B. während der Autofahrt innerorts, mit dem Handy am Ohr, karrierefördernde Gespräche zu führen. Die Routine des Menschen ist das Vertrauen der Natur in ihn, um seiner Rolle für das GANZE gerecht werden zu können …
    Routine liegt ein gewisser Rhythmus zugrunde. Je mehr Abweichungen dieser Rhythmus vom Gewohnten aufweist, desto größer der Anspruch an die Routine bzw. an die Ordnungsmöglichkeiten, um den Fluss aufrecht erhalten zu können, desto dynamischer der Prozess der Harmoniebeibehaltung, nicht aber der HARMONIE. Monotones, statisches Beibehalten des Rhythmuses lässt die Ansammlung von reaktiver Unordnung zu, solange bis die Ansammlung den Rhythmus komplett aus dem Tritt bringt und ein weitreichendes Ereignis sich einstellt, welches vieler neuer Ordnungsmöglichkeiten bedarf, einem begradigten Fluss ähnlich, der “krank“ wird und irgendwann über die Ufer tritt. Wäre er dagegen natürlich belassen worden, mit all seinen Abweichungen und Verzweigungen, dann wäre es ein “gesunder“ Fluss geblieben, der mit zusätzlichen Wassermassen besser zurechtgekommen wäre, als der künstlich begradigte Fluss, der einzig kanalisiert, statt harmonisiert. Es ist der Unterschied zwischen Energiestau ( Krankheit ) und Energiefluss ( Gesundheit ). Es ist der Unterschied zwischen Mensch und Natur, werden wir doch mehr und mehr zur bewussten Herausforderung für die ANDEREN Verkörperungen des Gesamtbewusstseins … und damit für die Aufrechterhaltung des harmonischen Gesamtbildes des Kosmos.“ …

    Gilbert Dietrichs Worten mag ich somit zustimmen und noch einmal anmerken, dass die eigentliche Entscheidung, wann der Punkt des, wie Du es nennst, Überlaufens kommt, nicht primär in unseren Händen liegt … wir sind einzig die Vorhut, auf dem Weg für ALLE, sowohl für die EINEN, als auch die für ANDEREN, in ein gemeinsames Neuland …

    Gruß Guido

    • federleichtes
      April 29, 2013 um 1:27 am

      Ich wollte ja mal etwas zur Kreativität schreiben. Die Motivation kam mir abhanden durch den Absprung von der Intuition hin zu 9/11. Aber mal ein paar Worte:

      Wenn das Mechanische, was mit jder kreativen Tätigkeit verbunden ist, nicht zur Routine entwickelt wird, wird der Kreativität Aufmerksamkeit entzogen. Natürlich müssen Menschen routiniert handeln, auch routiniert denken, aber – sie müssen GENAU wissen, WAS sie tun und WAS sie denken. Denn nicht jedes Handeln kann mit Routine erledigt werden, und jedes Denken eben auch nicht. Gedankenmuster sind sehr hilfreich, wenn sie verbunden sind oder besser gesagt, gesteuert werden von einer Art Intelligenz (Intuition?), die Ja und Nein sagen kann.

      Schauen wir realistisch auf die Entwicklungen, entdecken wir einerseits das planvolle, nachhaltige Umsetzen einer Strategie, andererseits ein Gerstümper und Gestocher im Unrat der Geschichte und visionäres Gestammel aus dem Traumtänzerland.
      Gut, das war schon nicht mehr ganz so nett, und somit kann auch dieser Beitrag gelöscht werden.

      3000 Jahre? Wo sollen die statt finden? Und mit wem? In der Hölle mit Zombies?

      Gestern las ich einen Bericht über die Auswirkungen der genetischen Manipulation von Mais. Das „Fass“ ist bereits voll, läuft aber erst – hoffentlich – in Jahrzehnten über, sprich, der Weg hin zur körperlichen und seelischen Verkrüppelung ist bereits SICHER konditioniert. Und es ist nicht der einzige konditionierte Weg.

      Ne, ne, lieber Guido, die Dämlichkeit suche ich nicht im Volk. Das ist wenigstens so klug, sie auf anderen Ebene gefunden zu haben. Dieses Wahr-Nehmen macht sie nicht wesentlich klüger, jedoch so klug, um zu verharren:
      „Wenn Du an einer Weggabelung stehst und den richtigen Weg nicht kennst, warte.“

      Gruß
      Wolfgang

  2. federleichtes
    April 29, 2013 um 12:56 am

    „Denn verharrt man aus Trägheit und Faulheit – und andere Gründe gibt es beinahe gar nicht …“

    Dieser Satz ist ein Genuss.

    Mein erster Gedanke war, ein Sabbat-Jahr zu nehmen, und der zweite, vielleicht besser gleich zwei. Vermutlich bin ich den intellektuellen Ansprüchen dieses Blogs doch nicht mehr gewachsen, sozusagen bereits jenseits des Zenits.

    Ich sage es mal allgemein und wohlwollend:
    Wenn ich so fotografieren würde, wie einige Menschen denken, könnte ich als Kamera auch ein Nudelholz benutzen. Das hätte den Vorteil, dass ich die Ergebnisse des „Fotografierens“ hier nicht veröffentlichen KÖNNTE.

    Ja, wirklich, ein bedenkenswerter Artikel. Im Konzert ähnlicher Preisgaben wundert es mich nicht, dass die Menschen der Masse lieber saufen und fernsehen, wüten und wählen..

    Du kannst den Beitrag löschen.

    Gruß
    Wolfgang

  3. April 29, 2013 um 8:16 am

    Nun … anbei ein Link der doch wirklich für reichlich Aktivität und Aktivierung von schlummerndem Potenzial sorgen sollte:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/23/eu-will-anbau-von-obst-und-gemuese-in-gaerten-verbieten/

    3000 Jahre ? No way … die Entfremdung vom Natürlichen läuft bereits auf Hochtouren, da ist Dein Beispiel mit dem Mais, lieber Wolfgang, nur ein Eiskrümmel der Spitze des Eisberges …

    Gruß Guido

    • federleichtes
      April 29, 2013 um 10:05 am

      Die Nachricht war mir bereits untergekommen. (aus mir bislang unerklärlichen Gründen lese ich seit einiger Zeit breitflächiger)

      Unter anderem las ich:
      „Wenn wir dieses charakterlose, verlogene, elitenhörige, korrupte, verkommene, sich nur selbst und ihre Klientel bedienende, diebische, skrupellose, betrügerische, Land und Leute verratende EU-Pack und -Gesindel ….“
      http://pravdatvcom.wordpress.com/2013/04/28/politparasiten-eu-sklaven-sollen-online-ohr%C2%ADmarke-bekommen-wie-vieh/

      und erinnerte mich (nantürlich) sofort an die Ausdrucksstärke einer mir nicht ganz unbekannten Dame.

      Zu den guten alten und unerer heutigen Zeit besteht entwicklungstechnisch ein großer Unterschied. Während früher Koflikte in der Regel gewalttätig (hauen, stechen, morden, rauben) ausgetragen wurden, läuft – entsprechend einer „zivilisatorischen“ Reifung? – in der aktuellen Phase die Darstellung einer Grundsatzfrage (deutlich seit etwa 30 Jahren) sehr viel subtiler. So führt zum Beispiel der Druck von Oben nach Unten strukturell, gruppendynamisch und individuell zu Ausweich- und Ausgleichsmassnahmen. Repressaliene werden beantwortet mit: „Ja und, dann mache ich eben das und das.“ Sagt mir jemand, ich dürfe das nicht, fragt meine innere Stimme, wer mir das verbieten darf.

      Das re-aktive Entstehen von Feindseligkeit(en) war lange Zeit eine Lösung, jedenfalls eine kurz- bzw. mittelfristige. Es ist aber nicht DIE Lösung. Die sehe ich darin, das grundsätzliche Übel sich weiter und weiter exponieren zu lassen. Und entsprechend den schöpferischen Offenbarungsprozess zu interpretieren. Das entspricht ja meinen Annahmen bezüglich der traumatischen Konfiguration des Menschen, die eine systematische Verschärfung der (vor-mals) entstandenen Feindseligkeit unumgänglich macht.

      Das Prinzip bekannt zu machen, scheint mir auch unumgänglich – ist aber sauschwer, weil auf der Lösung dieser grundsätzlichen Verständnisfrage ein dicker Daumen zu liegen scheint. Denke gerade an einen Splitter, der eine Entzündung verursachte. Klar, auf der körperlichen Ebene herrscht Klarheit, raus mit dem Übel und die Wunde behandeln – fertig. auf der geistigen Ebene geht das eben nicht. ES GEHT NICHT!

      Deswegen nochmals ein klares Wort.
      Bevor sich die als Elite fühlenden (?) Menschen nicht weiter entdämlichen, sollen sie nicht von einer relativ dumpfen Masse eine Entpassivierung fordern. Auch hier könnte gelten, was ich seit vielen Jahren denen sage, die an mir herum mäkeln: Bleibe bei dir.

      Gruß
      Wolfgang

      • April 29, 2013 um 10:25 am

        Lieber Wolfgang,

        ich habe den Eindruck, dass Du mit der hier angesprochenen Passivität auch das Nichtstun im Sinne eines Sein-lassen inkludierst. Ich habe die Aussage von Gilbert eher dahingehend interpretiert, dass wir uns a) um die sturkturelle Gewalt und damit einhergehenden Versklavung – und sei es nur die Selbstverklavung aufgrund vermeintlicher Freiheiten im System – bewusst werden, und b) uns damit aktiv aus dieser Systematik entziehen und c) wer mag aktiv am Neuen zu gestalten.

        Nicht Nichtstun im Sinne des etwas gegen das Alte zu tun ist vermutich eh Energieverschwendung bzw. füttert das Alte noch mit unserer Energie …

        Herzlich Martin

        • federleichtes
          April 29, 2013 um 11:29 am

          Lieber Martin,

          aus meinen viellen Kommentaren sollte immer wieder (auch) deutlich werden, wie sehr ich gegen eine Manipulierung von Menschen bin.
          „Entpassivierung “ Was ist denn das für ein Wort? Eines, das Mobilmachung entspricht?
          Vögel schubsen ihre Kinder aus dem Nest, weil sie WISSEN, dass sie fliegen können.

          Ich bin nicht dafür, Wasser zum Meer zu prügeln. Der Weg ist natürlich geregelt. Und ich gehe eben davon aus, dass es für die Wege der Menschheit eine entsprechende, wenn auch nicht physikalisch erklärbare, Ordnung gibt. Sie ist rational überhaupt nicht erklärbar, sondern zeigt sich nur Menschen mit einer Eigenschaft, die entwicklungsbedingt immer mehr den Bach runter geht: Vertrauen.

          Offenbar hast Du richtig verstanden, dass ich nicht gegen Gilbert Dietrich schreibe. War gestern noch auf seiner Seite und versuchte, ihn besser zu verstehen. Seine Botschaften erscheinen vielleicht einigen sehr klar, mir erschienen sie eher diffus und auch widersprüchlich. Macht ja nix, er geht seinen Weg, wie wir unsere Schritte gehen. Nur gilt mir:
          Wer Kompetenz für das Formulieren allgemein gültiger Prämissen suggeriert, schaut in meine hellwachen Augen – auch morgens um vier Uhr. Immer!

          Wie Du weißt, setze ich mich seit vielen Jahren analytisch mit den verschiedensten Aussagen auseinander. Und stellte fest, dass in jeder „Suppe“ ein Haar schwimmt.
          GANZ SICHER AUCH IN MEINER.
          Und DAS ist die Lehre, die mir wichtig war.
          Nicht in anderer Leute Suppen zu spucken, sondern in meiner nach den Haaren zu suchen.

          Wenn ich es richtig einschätze, befindet sich die Menschheit in einer Phase der Ent-Dämonisierung. Daran möchte ich mitwirken – nicht jedoch an einer künstlichen Entpassivierung, die eine natürliche Sperre beseitigen will, um etwas künstlich in Bewegung zu bringen. Und ich folge einer sehr einfachen Prämisse:
          Die Absicht, die unsere Welt in die Hände von „Verbrechern“ legte, hat auch die Macht, das Wesen fremder Mächte zu beenden.
          Klar, ich höre bereits die Kritik.
          Aber man möge sich bitte versuchen klarer zu machen –
          WELCHE MACHT VERTRAUEN HAT.

          Danke für Eure Geduld und Aufmerksamkeit.

          Wolfgang

  4. April 29, 2013 um 9:39 am

    Ich sehe auch keine 3.000 Jahre mehr in diesem System. Das kracht und bröckelt an allen Enden und Ecken und die Dekadenz der Patente auf Leben setzt dem Ganzen „nur“ noch die Krone auf. Ich bezweifle einfach, dass die Menschen das noch länger so mitmachen.
    Und was die USA betrifft – die sind bloß noch ein Riese auf tönernen Füßen. Alles nur PR, alles nur Show, alles nur heiße Luft – ohne jede Substanz dahinter!

    http://hesikamiscellaneous.wordpress.com/2013/04/25/usa-der-riese-auf-tonernen-fusen/

    @Wolfgang, ich weiß mal gar nicht, warum Du dauernd Deine sehr bereichernden Kommentare gelöscht haben willst?
    Was oder wer hat Dich erzürnt/beleidigt?

    • federleichtes
      April 29, 2013 um 10:47 am

      Es gehört ja nicht so viel „Verstand“ dazu, zu sehen, was mit Amerika GEMACHT wird – mit Amerika als Kontinent/Land und mit den dort lebenden Menschen.
      Machte man zum Beispiel Mon-signore Santo von jetzt auf gleich platt, änderte es an dem, was er auf den Weg brachte, nichts. Dasselbe gilt für die Initiatoren der Massenvernichtungsindustrie: Die Waffen sind real vorhanden – und wirken ja auch subreal auf der Angstebene.
      Amerika ist eine Macht geworden, weil eine Macht Amerika benutzt.

      Menschen leben, wahrscheinlich fraglos. Leben konditoniert sie durch informative Vorgaben. (Las in der Nacht noch ein Kapitel, wie Freud das Wirken der archaischen Konditionierung sah) Auf diese Vorgaben re-agieren sie verschieden. Einige verfallen in Agonie, einige betreiben akltiv oder stumpfsinnig diese und jene prozessualen Notwendigkeiten, und bei einigen ist die Galle stets am Überlaufen. Und? Was soll an einer individuellen Darstellung EINER Konditionierung falsch sein? Es war noch niemals falsch, so wie es nicht falsch ist, beim Fussballspielen Verteidiger, Mittelfeldspieler und Stürmer auszubilden und einzusetzen.

      Meine Kommentare, liebe Solveigh, gehen mir selber auf den Senkel. Ich bin nicht der Typ, der anderen – ohne Not – auf die Füsse tritt. Und ich bin nicht in Not. Und auch nicht gerne re-aktiv und emotional.
      Gestern auf dem Rückweg vom Botanischen Garten trafen wir ein Ehepaar mit zwei kleinen Kindern. Wir sprachen, und besonders die Begegnung mit zwei besonderen Kindern machte mir sehr viel Freude. DAS ist meine Welt, DAS möchte ich schreiben.

      Nein, niemand erzürnte mich, und die Zeit, in der ich zu beleidigen war, ist lange vorbei. Ich bin einfach unzufrieden mit mir, weil ich trotz vieler Arbeit ein grundsätzliches Verständnisproblem nicht lösen kann. Mit dem Anspruch startete ich vor 25 Jahren – und fühle mich beim Schreiben relativ unverschämter Kommentare einfach nur schlecht.

      Danke für Deine Aufmunterung.

      Wolfgang

  5. April 29, 2013 um 12:02 pm

    Dieser Film über das Szenario der Einrichtung einer New World Order über einen Zeitraum über 10 bis 30 Jahren inklusiven Hinweisen, was wir dagegen tun können, geht gerade durchs Internet:

    Wenn diese „Verschwörungstheorie“ Recht behielte und wir heute nichts zur Verhinderung dieser Abläufe unternähmen, was dann?

    • federleichtes
      April 29, 2013 um 12:47 pm

      Stell Dir bitte mal vor:
      Zwei Menschen unterhalten sich. Einer wird immer lauter, der Andere wird immer leiser – bis der Eine brüllt und der Andere schweigt. (Einigen wird diese Dynamik vielleicht bekannt vorkommen)
      Was geschieht in dem Einen, und was in dem Anderen? Gibt es eine Standard-Antwort?

      Klar, wir können die Situation im Gewinner-Verlierer-Modus bewerten. Wir können auch fragen, ob die Eskaltion aufgrund einer Provokation erfolgte. Wir könnten auch fragen, ob es sich bei der Auseinandersetzung zwischen A und B um eine Provokation handelt, die nur indirekt mit A und B zu tun hat.
      Und wir könnten annehmen, dass, wenn A durch eine indirekte Provokation handelt, er diese auf B projiziert.
      Reflektiert B diese Provkation re-aktiv, flüchtet er, apathiert oder greift an.
      Aber was macht B, wenn er um das Wesen einer algemeinen, dem Leben innewohnenden Provokation-Eskalation weiß?
      Greift er zu einer Strategie – und ich erinnere hier gerne an Kevin -, dem Aggressor das Feld zu bereiten, um ihn nach VOLLSTÄNDIGER Preisgabe seiner Aggressions-Wurzel aushebeln zu können?

      Nun ist es ja so, dass sehr differenziert re-agiert wird. Aber es wird eben auch agiert. Kaum jemand, den ich kenne, ist jedoch in der Lage, sich an diesem Spiel zu beteiligen, ohne daran beteiligt zu WERDEN.
      Hier wäre der Einstieg in mein Lieblingsthema – worauf ich kleingeistig verzichte.
      „Lassen sie ihnen nicht ins Bockshorn jagen, Herr Dokter“.

      Gruß
      Wolfgang

      PS.
      Verschwörungstheorie?
      Ganz unsererseits.

  6. federleichtes
    April 29, 2013 um 1:18 pm

    Sachlich füge ich Deinem „Ritt durch die Manege der Vernunft“ nichts hinzu.

    Aber ein Gedanke kam mir.
    Es gibt SEHR vernünftige-liebevolle Menschen. Die im Zusammenwirken, ist so mein Gefühl, ruckzuck ein gesellschaftliches Konzept stricken könnten. Warum sitzen die nicht beisammen und MACHEN was.
    Ich glaube, diese sehr vernünftigen Menschen sehr vernünftig wurden durch eine besondere Eigenschaft: Ihre Intuition. Die ihnen sagt/e, was MÖGLICH ist und was MACHBAR ist.
    Ich glaube weiterhin, dass diese Menschen solche sind, die nicht auf den Rennbahnen dieser Welt wie gehetzte Pferde schnaufen und schwitzen und wiehern. Sondern eher den Elitepferden mal verschmitzt zuzwinkern und sich IHR Teil bei deren Rennerei denken.

    Ja, ja. Ich las gestern bei „altonablogt“ den Brief eines Mannes, der sich an den Hannemannzug ankoppelte – nach meiner Einschätzung die wackelige Attrappe eines Wagons. Und genau so geht das nämlich: Selbst auf den ehrenwertesten Haufen setzen sich ruckzuck die Fliegen.

    Danke Nick.

    Wolfgang

    Kleine Ergänzung
    Ich glaube, dass die Einen und die Anderen nicht alles sagen, was sie wissen. Wobei die Einen und die Anderen sich in Folgendem unterscheiden:
    Die Einen dürfen nichts sagen und die Anderen wollen nichts sagen.
    Hat nicht Jeder von uns seine „kleinen“ Geheimnisse?

    Weitere Ergänzung
    Ich dachte, ich schicke Dir mal ein Foto – hier (be-)herrscht mich ja reger balkonöser Flugbetrieb. Und während ich an das zu schickende Spechtbild dachte, dachte ich, wie Du von Deinem Eichelhäher erzähltest – und wie nett das war. Und in dem Moment landet hier einer.

    Buntspecht.

    Hinten am Kopf eine rote Lampe, die aufleuchtet, wenn er den Schnabel unnötig weit aufreißt.

    Ganz am äußeren Rande.
    Vogel A jagt Vogel B weg. Und Vogel B jagt Vogel C weg. Und Vogel C jagt Vogel A weg. Nun kommen aber auch die Vögel D bis M. Mann, Mann, Mann.

    Um das Thema leicht zu streifen. Ringeltauben erlebt man als schreckhaft – sie fliegen schnell auf, etwas oder auch viel schneller als andere Vögel. Klar, sie sind als schreckhaft beschreibbar – tatsächlich sind sie um einiges aufmerksamer als andere Vögel – wahrscheinlich wegen ihrer Brüstchen, denen Feinschmecker ihre Aufmerksamkeit widmen.

  7. April 29, 2013 um 2:49 pm

    Hm, aber hat der Schleimpilz nicht auch eine Intention, die der Entspannung?

    Als Du das Verhalten des Schleimpilzes beschriebst, dachte ich spontan an unser Bauchgefühl. Der Bauch verkrampft sich, wenn wir etwas Unangenehmes erahnen (Intuition) und sorgt für Aktionen zur Entspannung. Und wenn da mehrere Menschen das gleiche Gefühl haben und sich gemeinsam eine Aktion zur Entspannung ausdenken, ist in ihrem Handeln doch genau diese Intention?

    • April 29, 2013 um 6:14 pm

      Muss ich also davon ausgehen, dass Wetter künstlich geschaffen wird, wenn es länger als drei Tage vorausgesagt wird?

      P.S. Ich sehe keinen Wetterbericht. Ich sehe den Himmel, spüre den Wind und die Temperatur des Moments – das reicht mir für meine bescheidenen Ansprüche 🙂

    • April 29, 2013 um 6:26 pm

      Danke für diese angenehm zu lesende Auslassung über die Intention, und schön, Dich wieder lesen zu dürfen 🙂 Martin

  8. April 29, 2013 um 3:17 pm

    Intuition wäre somit das Wahrnehmen der Abweichung vom ausgewogenen Weg der HARMONIE, welcher Raum zur weiteren Entfaltung und auch Ungewissheit innewohnt. Dem Verständnis der Menschen von HARMONIE fehlt dieser Raum und ihnen ist die Ungewissheit suspekt, daher ist unsere Harmonie nicht gleich der natürlichen HARMONIE. Reizt es den Schleimpilz irgendwo, dann nimmt er die Abweichung von der HARMONIE wahr, sprich von der Ausgewogenheit seiner Sinneswahrnehmungen in Bezug zur Umwelt. Somit PHI(l)osophiert auch ein Schleimpilz, nebst allem andern Natürlichen, dreht sich doch ALLES um HARMONIE und deren Wiedererlangung, wenn vom Weg mal abgewichen werden muss …

    Gruß Guido

  9. federleichtes
    April 29, 2013 um 3:30 pm

    Zwischen Deinen Zeilen lese ich das unbedingte Verlangen nach einem Bild vom Kernbeißer – artgerecht hätte ich dir lieber ein Fohlenbild geschickt.

    Ganz lustich wieder mal. Vor zwei Tagen wollte ich über Intuition und INTENTION schreiben. Weil ich es für nicht unerheblich hielt, welche Intuition mit welcher Intention korrespondiert.

    Ob es überhaupt menschgemachte Systeme gibt? Oder die Systemmacher nur eine Intentiuon vollstrecken?

    Tatsächlich ist das von Dir beschriebene Macht/Kraft/Energie-System phänomenal. In seiner direkten Wirkweise, aber, was ich für bedeutsamer halte, wegen seiner indirekten Implikationen. Sie betreffen die spezielle Wirkweise dieser Kraft, die darin besteht, den Hebel nicht in Erscheinung treten zu lassen. Also Kraft erzeugt nicht (unbedingt) Gegenkraft. Erst dann entsteht ja der Eindruck für diese Wirkkraft, sie sei erfolgreich.
    Ich brauche Dir das nicht weiter erklären. Aber ähnlich verhält es sich mit dem Willen (das Prinzip wendet auch ein kluger Therapeut an, auch im Umgang mit Stieren empfehlenswert). Schaue ich auf die „Mächtigen“ dieser Welt, sind sie bereits in einer Phase der ungebremsten Selbst-Ermächtigung eingetreten. Und sind sicher, sie können das, weil sie den Hebel, den sie gleichzeitig bedienen, nicht spüren.

    Beim Miteinander mit einem Pferd läuft das ganz anders, wie ich Dich einschätze, im Sinne eines OFFENEN Interagierens – ein Kennenlernen und Verstehen, um MITEINANDER arbeiten (hier tippe ich gerne abreiten) zu können. Das ist im Spiel der im Menschen waltenden Mächte genau gegenteilig angelegt: Zerstörung unter Einsatz ALLER Mittel.

    Sehen wir das Entstehen der Hebels, verstehen wir auch, warum sich Kräfte gegen die Übermächtigen wenden müssen. Verlangen sie doch von der Übermacht nicht nur den Einsatz einer Kraft A, um ihre Pläne umzusetzen, sondern die Kraft A + X = Aufmerksamkeit für und Abwehr störender Absichten. Was, so sehe ich das, die Übermacht in einen progressiv wachsenden Energie-Einsatz zwingt. Und vielleicht erst dadurch dem Hebel eine rückschlagende Kraft verleiht.
    Ja, ist ein bisschen stümperich ausgedrückt. Macht ja auch Sinn, dass dieser Ansatz so gut wie nicht verstanden wird – was wäre ein Leben ohne Angst noch wert.

    So. Das war heute das erste Bild von ihm.

    Wenn ich das aus der Hüfte heraus richtig empfinde, hat „Friktion“ (auch) einen energetischen Aspekt. Soll ja Menschen geben, die ganz bestimmte Arten von Erregung bevorzugen.

    Herzliche Grüße sendet Dir ein – nicht nur an Deinen Informationen – interessierter

    Wolfgang

  10. April 29, 2013 um 4:36 pm

    Die Macher von Matrix gaben übrigens auch den Hinweis, wie es um das System steht:

    • federleichtes
      April 29, 2013 um 6:11 pm

      Ich widme Deinem Beitrag eine plötzlich mich überfallende Begriffsfindung. Die vielleicht nicht unhilfreich sein könnte für die Erklärung einer (noch) nicht möglichen Entpassivierung sozialer Ambitionen. Darum geht es ja wohl, denn der Mensch an sich scheint mir grundsätzlich – nicht nur wegen seines Wasseranteils – Richtung Ruhe zu streben in eine Richtung, in der er vielleicht intuitiv das Glück als der Weisheit letzten Schluss vermutet.

      Der Begriff heißt
      Reziproke Folgerichtigkeit.
      (nein, ich kiffe nicht)

      Was Folgerichtig im mechanischen Sinne bedeutet, wissen wir. Und benennen, was dem Gesetz der Kausalität abläuft, als folgerichtig. Denke gerade an „Otto“:
      „Hallo Echo“.
      „Hallo Otto“.
      Das war nicht folgerichtig.
      Und fragen wir uns, ob es immer so aus dem „Wald“ heraus schallte, wie wir hinein riefen, werden wir uns sicher an einige Erlebnisse erinnern, wo die folgen nicht dem Erwarteten entsprachen

      Als folgerichtig gelten Verbrechen und Strafe. Ob ein Mensch folgerichtig zum Verbrecher und ein anderer folgerichtig Richter oder Gefängnisaufseher, darüber streitet man nur im Fall des Verbrechers.

      Was ich eigentlich sagen möchte.
      Was mich total annervt ist, wenn der Stärkere den Schwächeren drangsaliert, wenn der Hilfebdürftige gemassregelt wird, die Lüge im Mantel der Wahrheit auftritt. Wenn also ein Politker wider besseres Wissen schwört, zum Wohle des Volkes zu handeln. Wenn also die Arbeiter sich kaputt schuften und die Parasiten von den Löhnen Party feiern.

      Das also verstehe ich unter Reziproker Folgerichtigkeit.
      Wenn ein erwartetes Ergebnis Plus-A als ein Ergebnis Minus-A erscheint. so als zahle man zehn Euro auf sein Konto ein, und es werden zehn Euro abgebucht.

      Wohl klar, was das mit diesem Thema zu tun hat. Leben wir doch in einem System, das scheinbar nur mit einer reziproken Folgerichtigkeit funktionieren kann. Psychopathen in der Regierung, und die Aufbegehrer landen in der Psychiatrie? Verbrechen lohnt sich? Wahrscheinlich reicht mein kurzes Beispielhafts, um zu verdeutlichen, warum in einem von Willkür und Beliebigkeit geprägten System sich initiative Begeisterung in Grenzen hält. Für was sich die Finger verbrennen – um sich Idiot nennen zu lassen? Kämpfen, damit die Arschgeigen was zu lachen haben? Oder doch lieber für eine begrenzt scheinende Zeit noch das Wenige nehmen und einfach die Fresse halten? Weil man offensichtlich gegen die Reiziproke Folgerichtigkeit, dass Reiche reicher und Arme ärmer werden, nichts machen kann?

      Eine weitere Maske des Systems fiel. Mögen einige Menschen die Fratze dahinter erkennen und sich – folgerichtig – abwenden, um zu gesunden.

      Gruß
      Wolfgang

  11. April 29, 2013 um 5:36 pm

    Angehörige der Elite nehmen an, dass der Mensch von Grund auf selbstsüchtig, käuflich und irgendwie unmenschlich sei; im Wesentlichen so wie sie selbst. Niemand, so bestätigt uns Solnit, werde unermesslich reich und mächtig, indem er von Grund auf gut sei. Die Elitemitglieder gingen also davon aus, dass nur ausschliesslich ihre eigene Macht ein allgemeines Ausbrechen von zügelloser Gewalt verhindere.

    Anstrengungen in dieser Richtung – der einer egalitären Gesellschaft ohne Ausbeutung der Mehrheit – bedrohen aber zwangsläufig die Interessen, wenn nicht gar die Existenz der Elite, führen also zu immer verzweifelteren Verteidigungsanstrengungen. Was wir heute mit Internetsperren, Vorratsdatenspeicherung, Bestandsdatenauskunft, Indect, Acta, Cispa, Sopa, Tafta und anderen Instrumenten einer modernen Diktatur erleben, sind Ausdruck eines Überlebenskampfs. Wir müssen davon ausgehen, dass dieser Kampf mit allen überhaupt verfügbaren Mitteln geführt wird, und dass Menschenleben dabei keine Rolle spielen.

    gefunden in: Die Angst der Elite vor der Bevölkerung

    • April 29, 2013 um 5:59 pm

      Stimmt. Und wir können mit Fug und Recht sagen, dass sie am Verlieren sind – in allen Bereichen. Sie existieren nur noch durch Hollywood-Inszenierungen und PR. Dahinter ist NICHTS mehr!
      So bezweifle ich auch ganz stark, dass alle diese Gesetze zum Tragen kommen KÖNNEN! Sie haben weder die finanziellen noch die personellen Mittel, das umzusetzen. Sie jagen uns schlicht Angst ein und beherrschen uns schlicht durch diese produzierte Hollywood-Angst!
      http://hesikamiscellaneous.wordpress.com/2013/04/25/usa-der-riese-auf-tonernen-fusen/

    • federleichtes
      April 29, 2013 um 9:03 pm

      Dein Kommentar dazu fehlt mir.
      Was meinst Du, greift in Bezug Elite/Volk das Prinzip der „Reziproken Folgerichtigkeit“?

      „… dass der Mensch von Grund auf selbstsüchtig, käuflich und irgendwie unmenschlich (sei) …“

      Also klar Projektion.
      Aber nur einerseits. Andererseits sind Menschen bei genauer Sicht als noch schlechter zu beschreiben. Würden sie sich in einem gerechten System auch „unmenschlich“ verhalten? Oder agieren sie nur der Moral des Systems entsprechend? Und nehmen darin nur einen VORHANDENEN und NOTWENDIGEN Platz ein?
      Für mich gilt: Die Elite brauchte die Polizei, um sich gegen die Folgen ihrer Ungerechtigkeiten zu schützen. Sie brauchten das Militär, um die Prinzipien der Verknechtung und Ausbeutung in die Völker zu tragen. Die kleinen Leute wurden der verordneten Not entsprechend zu Tagedieben, während die Parasiten sich gegenseitig krönten.

      Die wahre Elite schacherte sich ihr Vermögen über die Jahrhunderte zusammen, moralfrei. Was heute Elite ist, verwaltet und mehrt die Macht des Besitzes, der dem Volk gestohlen wurde. In einem Gesetzesrahmen, den sie selber, und zwar nur für die Enteigneten schufen. Und gerade dieses Gesindel erlaubt sich einen Wertmaßstab vorzulegen über die Folgen ihres unsozialen Verhaltens? Fällt mir natürlich sofort die Begrünung der Sahara ein.

      Diese Elite führt nicht. Sie befiehlt Raub und Mord. Völlig ohne Intelligenz – nur ein Grundsatz gilt ihnen: Der Schwächste zuerst. Feiger, dummdreister Abschaum, von verbrecherischer Dekadenz besessen. Das elitär zu nennen, na ja.

      War noch was?
      Ja, das Unmenschliche. Ich halte dieses Adjektiv für nicht statthaft, da im Menschsein verschiedenste Facetten des Verhaltens ANGELEGT SIND. Klar gibt es Unmenschen, aber das sind keine Menschen – im Sinne einer Seele (oder eines Wesens).

      Gruß
      Wolfgang

      PS.
      Übrigens glaube ich nicht, dass es im jetzigen Stadium der Entwicklung zu einer kontrollierten Anarchie kommen kann. Unterdruck generiert Überdruck, der ausbricht ohne Angst.

  12. April 29, 2013 um 10:32 pm

    Warum beruhigt mich das so gar nicht?

    • April 30, 2013 um 10:40 am

      Du hast recht. Ich nehme aber nicht an, dass Du von mir verlangst, meinen Plan hier vorzulegen?
      Mein Ziel sollte in der Zwischenzeit jedem bekannt sein, der mich kennt.

    • April 30, 2013 um 11:21 am

      Ja, das mit dem zunehmenden Ohnmachtsgefühl mit ständigem Konsum dieser Negativ-Meldungen kann ich bestätigen. Daher hatte ich ja begonnen, nach den positiven neuen Projekten Ausschau zu halten und hier zu sammeln:

      Welt retten? Wo viel Licht ist, ist starker Schatten? Besser wir leuchten die Welt mit guten Beispielen ganz aus …

      Inzwischen gibt es ja auch schon eine Reihe guter Ansätze, nur unsere Regierungen haben sich diesen noch nicht angenommen, z.B. in dem sie Taskforces oder was auch immer eingerichtet hätten, um diese neuen Ansätze zu beleuchten und in der einen oder anderen Art und Weise auf den Weg zu bringen.

      Da hier weit und breit nichts zu sehen ist, dürfen wir davon ausgehen, dass sie entweder völlig blind und wenig tauglich für ihren Fürhungsjob sind, oder aber aktiver und damit bewusster Teil des von Dir angenommen gewollten Prozesses des Treibens auf den Abgrund sind um am Ende eine „ta-ta, das ist unsere Lösung“ zu präsentieren.

      VG Martin

  13. April 30, 2013 um 12:35 pm

    Okay 🙂

  14. April 30, 2013 um 12:37 pm

    Ja. Das wünschen sie sich so. Aus ganzem Herzen….

  15. federleichtes
    April 30, 2013 um 1:27 pm

    @ Nick Mott

    „Nebenbei:
    Information, die zur Beunruhigung führt, aber letztlich keine Beruhigung hinsichtlich der Lösbarkeit der durch sie verursachten Spannung bietet – erscheint mir mittlerweile grob fahrlässig.“

    Nebenbei gesagt: Das Thema beschäftigt mich seit einigen Jahren ZENTRAL
    Vielleicht sollten wir unterscheiden zwischen bewusst manipulativer Propaganda –
    und einem allgemeinen Thematisieren von Problemfeldern.

    Propaganda mobilisiert Energie, die auf der unbewussten Ebene gebunden ist.
    Das Klären von Problemen oder problematischen Bereichen geschieht auf einer informativen Ebene. Mit der (beabsichtigten) Folge, natürliche blockierte Energie zu befreien.
    Also:
    Während Propaganda reaktive (informierte) Energie bewegen will, richtet sich ein klar-stellende Kommunikation (quasi) auf das Gegenteil: Aktive Energie zu schaffen.

    Schwer zu beschreiben.
    Beispiel. Eine chemische Verbindung ist reaktiv – es brodelt.
    Prpaganda lenkt die Energie in eine Richtung.
    Kommunikatrion sucht nach dem Problem und löst die chemische Verbindung auf.

    Ich sehe hier ein Wirken auf der traumatischen Ebene und Umgehen mit traumatisch ähnlichen Reizthemen

    Du sagtst:
    „Bildlich:
    Wenn ich “Feuer!” schreie, sollte ich auch wissen, wo der Notausgang ist und die Verfahren kennen, um eine Evakuation nicht tödlicher werden zu lassen als das Feuer…“

    Bei „Feuer“ gibt es verschiedene Lösungen bzw. Möglichkeiten, ein Problem zu managen. Möge man hier unterscheiden zwischen Feuerlegern, und solchen, die mit einer Gefahr manipulieren und Chaos anrichten WOLLEN. Hier arbeitet man gerne Hand in Hand.

    Offene Kommunikation (OK) sieht Rauch, aber nicht den Schwelbrand. Beim (blinden) Suchen nach dem Brandherd kann sie nicht verhindern, ungewollt einiges der „Einrichtung“ zu beschädigen. OK MUSS dies in kauf nehmen, muss oder sollte aber sorgsam mit sich umgehen. (Und nicht, wie man es im Umgang mit Menschen immer wieder beobachtet, Türen und Fenster aufreißen und dann flüchten).

    Verantwortung für kommunikative Prozesse zu übernehmen, ist außerordentlich schwer. Schwer bereits im Prozess mit einem Menschen, fast unmöglich in gruppendynamischen Prozessen.
    Persönlich bin ich (darum) froh und dankbar über jede persönliche Information, die hier preisgegeben wird. Und über jedes Feedback über die Wirkung von Informationen. Außerordentlich beruhigend für mich wäre das Verständnis, dass durch Offenheit/Öffnung ein Gewinnspiel beginnt. Menschen, die in ihr Fließen kommen, haben bereits gewonnen.

    Was den „Notausgang“ betrifft, gibt es für die OK ein Dilemma. Nur ein Betroffener kennt seine Not wirklich, und nur er kann den Ausgang finden. OK kann insofern nur helfen, einen fiktiven Weg zu bereiten, Optionen anzubieten, die Not zu relativieren. Den Weg zum Ausgang muss jeder selber gehen.

    Die Massen-Mobilisierung und Pauschal-Kanalisierung von reaktiver Energie (Emotionen) dient niemals den Menschen. Insofern sollte der Einzelne seine BESONDERE Aufmerksamkeit auf die Züge richten, auf denen allgemeine Parolen stehen und eine mühelose Fahrt ins Glück versprechen –
    UND IN DIE ER GERNE EINSTEIGEN MÖCHTE.

    Das Füttern meiner Vögel geschieht nach dem Gießkannen-Prinzip. Das Futter liegt an verschiedenen Plätzen, und es gibt an jedem Platz verschiedenes Futter. Keine Meise schimpft mit mir, weil ihr Futter neben Futter für Finken liegt. Jeder Vogel nimmt sich das für ihn Richtige. Und keiner schimpft mit mir, weil das Futter hier und dort liegt. Jeder Vogel fliegt einfach dorthin, wo es für ihn das Richtige gibt.

    Anders kann es mit der OK auch nicht funktionieren. Bedient werden nur Menschen mit einer Selbst-Verantwortung, die das für sie Passende nehmen – und verstehen, dass das für sie nicht Passende vielleicht Anderen passt.

    Ent-Passivierung. Sie geschieht im Menschen automatisch, auf einem Feld, in dem seine Offenheit begrüsst wird, willkommen ist. Sie geschieht auf einem Feld, auf dem nur Gewinner beieinander sind. Sie geschieht in dem Bewusstsein, dass bei der Bestellung des Ackers ein Mühen nötig ist und das Mühen nicht schmerzfrei verläuft.
    Ent-Passivierung sollte nach meinem Verständnis bedeuten:
    Im ersten Schritt sauberes Öl in das eigene Lämpchen zu füllen, und im zweiten Schritt den Docht weiter raus zu drehen. Das gelingt umso besser, je weniger man Ideen folgt, an anderer Menschen Lämpchen herum zu fummeln.

    Gruß
    Wolfgang

  16. federleichtes
    April 30, 2013 um 3:58 pm

    Ja, Nick, aus Deiner Sicht, entstanden, weil du im Verständnis und nicht in der Verwirrung wurzelst. Du verfügst über eine klare Informationsstruktur UND über geklärte Informationen. Die DU geklärt hast, verbindlich für DICH.

    Ich stecke in einer Art Ambivalenz. Einerseits MUSS ich weiter an meiner Wahrnehmungs-Struktur arbeiten UND weitere Informationen sammeln, andererseits MUSS ich die Ergebnisse einsortieren in das Vorhandene und angelegte Muster verbessern. Das kann aber nur im Prozess des Bewusst-Werdens geschehen – ich muss also denken und schreiben, ich muss das zur Veränderung ANSTEHENDE prüfen, inwieweit es pragmatisch relevant ist.
    Ganz davon abgesehen geschieht dieses Prozessuale täglich, und täglich macht das Prozessuale auch etwas mit mir. Diese Bewegungen hier vollständig abzubilden ist schier nicht möglich; was zur Folge hat, dass ich meine Sichtweisen nur fragemtarisch und oberflächkich abhandeln kann.

    Ich bin kein ausgebildeter Psychologe – und ich funktioniere nicht innerhalb mir unbekannter Muster und „denke“ nicht mit Informationen, die ich nicht durch langjähriges Erfahren verifizieren konnte. Und zwar mit Menschen, die ich auch langjährig begleitete. Vermutlich wirst Du Deine Erfahrungen mit „Pferd“ auch nicht gesammelt haben, indem Du täglich jeweils 45 Minuten mit zehn verschiedenen Pferden sprichst. Ist es nicht so, dass Ahnungen sich erst verdichten mit der konkreten individuellen Hinwendung? Nur so kann doch auch das entstehen, was ein Verstehen überhaupt über das Beliebige hinaus ermöglicht: Zuwendung.

    – Gesundes Selbst-Bewusstein, stetig genährt durch das erfolgreiche Einsetzen/Umsetzen von Fähigkeiten;
    – Freude an seinem Beruf und Hingabe an seine Berufung, wahrnehmbar als Erfüllung oder freudiger Erregung;
    – und schließlich gewissermaßen ein Verschmelzen mit dem Anderen, aus dem sich vielleicht entwickelt, was wir „Liebe zu DEM Leben“ nennen.

    Aber bitte sehr, wo finden wir Menschen, in denen dieses Trio harmonische Weisen spielt. Und noch eine Frage: Wo finden wir Szenarien, in denen Menschen wenigstens eine Chance auf Wahrnehmung und Entwicklung dieses Trios finden. Nein, keine Fragezeichen. Trio-Menschen sind sehr rar. Und „echte“ Szenarien gibt es nicht.

    Mögen viele über unser Wirken hier spotten -ich schätze es sehr hoch.

    Herzliche Grüße in die Runde.

    Wolfgang

    Aktuell

    Erstmalig kam auch die Buntspecht-Dame zu mir.
    Also – ein Pärchen, BEIDE brüten, abwechselnd. Unabdingbar bei den niedrigen Temperaturen. Insofern auch klar, dass die Beiden hier – in diesr Zeit – niemals gemeinsam kommen werden.
    Auf unseren Tierseiten geben wir übrigens keine „fremden Informationen weiter, sondern verweisen immer (nur) auf Wikipedia.

    • April 30, 2013 um 4:16 pm

      Mögen viele über unser Wirken hier spotten -ich schätze es sehr hoch.

      Gilt für mich genauso!

      Ob es eine Differenzierung des SELBST-Bewusstseins braucht. Wer von sich SELBST getrennt ist, wie es Arno Gruen für Menschen festgestellt hat, die zum Gehorsam getrimmt wurden, hat ja dennoch auch ein Selbstbewusstsein …

      VG Martin

      • federleichtes
        April 30, 2013 um 4:40 pm

        Weder das Selbst noch Bewusstsein sind klar definiert. so bliebe Selbstbewusstein ein WORT, das ziemlich wild angewendet werden kann – und auch wird.
        WARUM wohl – und die Antwort werden einige wissen.

        Auswuchs eines entwickelten Selbstbewusstseins ist die Zivil-Courage.
        Fragt sich, warum die gesellschaftlich gefordert und staatssystematisch verhindert wird. Um Gehorsam alternativlos erscheinen zu lassen?

        Gruß und Danke für Dein Interesse.

        Wolfgang

        PS.
        Erstmalig schrieb ich hier Falsches über einen Buntspecht. Drei Bilder weiter zeigte er seinen roten Fleck am Hinterkopf – ist also doch ein Männchen.
        Sieht man mal, wohin eingeschränkte Sichtweisen führen – können.

  17. federleichtes
    Mai 1, 2013 um 2:12 am

    Meine persönliche Definition des Selbst blieb bislang streng geheim. Sie ist aus dem Erleben heraus, also natürlich entstanden, und MUSS (neutral eingeschätzt) nicht system-relevant sein. Schlussgefolgert auch wegen der großen Affinität des Systems zu selbstlosen Menschen. Bei denen weiß man doch, woran man ist.

    Um unsere Welt als verrückt zu empfinden, braucht es Null-Phantasie. Um in einer verrückten Welt klar zu kommen, ist es am einfachsten (also am klügsten?), sich den Gegebenheiten anzupassen (also wie das Wasser?). Was das bedeutet, wird den Angepassten nicht klar. Und es kann ihnen nicht klar werden, dass sie durch ihre Anpassung verrückt wurden. Nein, aber klug wie sie sind, erfanden sie für das Verrückte einen netten, für sie ertragbaren Begriff: Das Normale. Ein Begriff, der gefühlt zu einem tragfähigen Fundament für Selbst-Bewusstsein wurde.

    Ich gehe davon aus, dass selbst die KZ-Bediensteten nicht ohne Selbst-Bewusstsein ihr Leben, wenn man das so nennen möchte, führten.

    Aber ist das, was Selbst-Bewusstsein genannt wird, nicht eher eine Art egozentrische Wahn – pardon, Wahrheit, so eine Art sich-selbst-nährende narzistische Selbstbeweihräucherungskampagne? Verhalte dich selbstbewusst, und du BIST selbsbewusst – denke positiv, und du BIST positiv. Na ja, warten wir mal auf den Moment, wo eine Gardine den klaren Blick durch ein schmutzige Fenster ermöglicht.

    Ich zitiere mal:
    „Selbst-Bewusstsein wäre demnach Erfassung dieser Gesamtheit, die einen ausmacht – also Fähigkeiten, Eigenschaften, Defizite etc.“

    Die Erfassung meiner Gesamtheit würde ich im Rahmen einer Ich-Analyse ansiedeln. Allein damit habe ich Probleme, wenn ich an die Struktur der Bewusstsein-Pyramide (1/7 Bewusstsein, 6/7 Unbewusstsein) denke. Erinnere ich mich dann auch an mein Verhalten gegenüber nicht nur anderen, sondern SEHR anderen Menschen, und daran, wie viele Jahre und Mühen es mich kostete, die Grundrisse meiner kindlichen Perrsönlichkeit erkennbar zu machen, sage ich: Respekt vor denen, die dabei nicht „normal“ wurden.

    Gehen wir davon aus, ein Mensch schafft das unmenschlich Scheinende: Er versteht sich, weiß, warum er was und wofür tut, weiß also um seinen Weg, den er geht – und geht ihn: Ich gehe, also bin ich. Was geschieht diesem Menschen unterwegs, auf Wegen, die nicht durch ein Nichts führen? Lernt er aus Erfahrungen? Schaut er genauer auf das, was ihm anfangs erZIELenswert erschien? Trifft er unterwegs gar Menschen, die ihm das Gefühl eines gemeinsamen Weges geben? So mag es nicht ausgeschlossen sein, das Mensch sein Verstehen um „das Ich und die Anderen“ erweitert.

    Die Jahre vergehen, die Wege wurden einerseits beliebiger und weniger zielstrebend, andererseits verdichtete sich vielleicht durch seltsame Zufälle und unwahrscheinliche Begebenheiten in ihm das Gefühl, geführt zu werden von einer Kraft, die seine Fähigkeiten sehr genau kennt. Die offensichtlich besser als eer selber weiß, was notwendig ist, um einen nächsten Schritt sinnvoll gehen zu können. Er merkt, wie das Ich an Wert verliert, er merkt, wie das Gemeinsame mit den Anderen bedeutungsloser wird. Und aus der Asche des verbranten Eigenwerts und den Resten gesellschaftlicher Werte erhebt sich als Vision eine all-umfassende Bedeutung, innerhalb der er mit seinem Leben wirkt. Kann er diese Bedeutung erfassen? Darf er DAS verstehen?

    Ein Mensch, der das fragt, wird Antworten bekommen. Die ihm helfen zu verstehen, wie das Ich und die Anderen und das schöpferische Es zusammen wirken. DAS Selbst bedeutet mir also das Zusammenspiel der Verschiedenheiten in EINHEIT. Entsprechend verstehe ich Selbst-Bewusstsein als in Übereinstimmung-Sein mit allgemeinen Ansprüchen und den eigenen Möglichkeiten.

    Die sind bei mir sehr eingeschränkt, und „normal“ bin ich ja auch nicht, dazu noch gewissenlos – Mann, Mann, Mann.

    War noch was?
    Ja: Bewusstsein ist wohl Chefsache, und Glückssache, sich aus dem „Normalen verrücken zu dürfen.

    Herzlich
    Euer
    Wolfgang

    • Mai 1, 2013 um 11:31 am

      Bewusstsein ist wohl Chefsache, und Glückssache, sich aus dem “Normalen“ verrücken zu dürfen.

      Auf den Punkt getroffen, wie ich finde.

      Vor drei Jahren schrieb ich einen Artikel über Carl R. Rogers Ahnung eines neuen Menschen:
      Verzaubert Lena die Welt, weil sie dem neuen Typ Mensch entspricht, den Carl R. Rogers als neuen revolutionären Keim in unserer Gesellschaft schon 1980 prognostizierte?

      Er sah das vor 30 Jahren so kommen. Ja, ich sehe immer mehr Menschen, die authentisch sein wollen und keine Rolle mehr spielen wollen. Und auf der anderen Seite sehen wir die Zunahme der Zerstörungen der Gesellschaft durch Psychopathen an den Schaltstellen. Ich hatte ja schon einemal gefragt:

      Wie viele Ver-rückte vom aktuell zerfließenden Normalen wird es wohl noch brauchen, bis es in eine zuträglichere Welt geht?

      Herzlich Martin

      • federleichtes
        Mai 1, 2013 um 2:19 pm

        Wir kennen ein relativ un-systematische Zusammenbrechen von Systemen (Flügelschlag des Schmetterlings). Ich halte es für ein gewisse neurotische Fixierung, den Flügelschlag in der Hand des Menschen zu denken. Und ich bin sicher, selbst (!!!) dieser Flügelschlag sein zu können, IST eine.

        Menschen haben diese sehr spezielle Art des Existierens nicht erschaffen. Sie können für sich selber Regie führen, und vielleicht nicht mehr als vertrauen, dass dies im Rahmen einer ALLGEMEINEN Sinnhaftigkeit geschieht. Und erfühlen, dass die Weltschöpfung sich mit einer Sinnerfüllung beendet – quasi automatisch.
        Kann sein, dass es ein paar mehr Ver-Rückte braucht. Realität ist, ich sagte es bereits, derzeit fehlt mindestens einer, der im Zusammenwirken mit den Anderen EINE Lösung offenbaren kann.

        Jetzt aber.

        Wolfgang

    • federleichtes
      Mai 2, 2013 um 2:40 pm

      Mann, ich sehe Deinen Beitrag eben erst. Schönen Gruß von Orwell.

      Du sagst:
      „Mir ging es bei der Ausführung mehr um den individuell bedingten “Handlungsspielraum” meiner Ressourcen, Potentiale und Optionen – den kann ich sogar sehr bewusst ausloten und ausschöpfen lernen.“

      In der Entwicklung von bewusster Persönlichkeit steckt ein kleines Geheimnis:
      Das Zusammenwirken der Entwicklung von Ich, dem Anderen und dem Es – und hoffe, diese Benennung führt nicht in die Verwirrung.

      Ich sage es mal so.
      Wer sich nur auf die Eigen-Analyse beschränkt, bedient einseitig eine Ebene seines Systems. Zum Verständnis des Ich ist aber das Verständnis aller drei IM MENSCHEN ANGELEGTEN Ebenen notwendig.

      Und fasse mich kurz – die Chefin orderte zehn Kilo Vogelfutter in zwei Sortierungen.

      Das Analysieren des Ich vergleiche ich mit einem Acker, den man pflügt. Bleibt es dabei, stellt sich Wildwuchs ein.
      Also sät man zweckmässigerweise Erfreut man sich am Wachstum, kann man sich schon mal freuen.
      Aber rund wird ein Pflügen und Säen eben erst, wenn man auch erntet.
      Denn erst mit der Ernte lassen sich – im Rückschluss – Pflügen und Säen verbessern. Und erst die Ernte erlaubt, mit dem Produkt des Pflügens und Säens umzugehen, es zu gestalten, es optimal zu nutzen.

      Bedeutete aus meinem authentischen Erleben heraus:
      Schritte von meinem Ich in das Verständnis des Anderen brachte mir (eigentlich ziemlich logisch, da das Ich vom Anderen nicht wesentlich verschieden ist) auch Ich-Entwicklung. Und Schritte zum Verstehen des Es brachten mir ein weiteres Verstehen des Anderen – und damit verbunden ein VERTIEFTES oder bedeutungsvolleres (Sinnfrage) Verstehen des Ich.

      Sehen wir die Entwicklung des Verstehens (Bewusstsein) graduell, erfolgt diese nicht logisch-arithmetisch. Klar ist ein Schritt für mich ein Gewinn, aber ein Schritt in das Andere kann als Wert bedeuten, zehn Schritte für mich gegangen zu sein. Und ganz am Rande darf ich sagen, dass im Verstehen des Schöpfer-ES ein unbeschreibbares Potenzial steckt.

      Das dazu führen kann, mit einer Vogelseele in die Pedalen zu treten.

      Herzliche Grüße an Euch.

      Wolfgang
      schreibt dazu am Abend weiter.

  18. Mai 1, 2013 um 12:42 pm

    … oder sie sind schon da…
    Putin…
    Immer für eine Überraschung gut. Er hatte das russische Volk eingeladen, ihm nach einem Jahr seiner Amtswiedereinführung Fragen jeder Art zu stellen, er würde versuchen, alle zu beantworten. Am Tage der lifesendung, während der er begann, die Fragen zu beantworten, waren bereits 2 Millionen Fragen aus allen Teilen Russlands eingegangen und es ging am Tag der Senund und während der Sendung weiter: ca. 30.000 Fragen pro Stunde.
    Er bedankte sich bei den Bügern der Russischen Föderation für diese rege Teilnahme und nannte diese Veranstaltung sehr wichtig, denn so erführe er ganz direkt und konkret, was und wie das Volk denke, wo der Schuh drückt, welche Probleme es gibt, wo es gute Beispiele der Entwicklungen gibt.

    Aber das ist nicht das Hauptsächliche, was ich über den „Diktator“ Putin erzählen möchte:

    Da war der ehemalige Finanzminister im Studio, den Putin folgendermaßen vorstellte (und darauf kommt es mir an): Das ist der beste Finanzminister der Welt. Ja, ja, das ist wahr, er hat sogar zweimal diese Auszeichnung bekommen – er ist es, nur nicht im sozialen.

    • Mai 1, 2013 um 12:54 pm

      Nun, das mit den Fragen einsammeln hat Angela auch gemacht. Und sie sagt ja auch, dass sie an die Menschen im Land denkt. Was genau macht da Putin aber bzgl. Taten anders?

      • Mai 1, 2013 um 1:42 pm

        An den Vergleich musste auch ich spontan denken, als ich die Form der Veranstaltung: Life-Antworten life im Fernsehen, von den vier wichtigsten Kanälen übertragen, jetzt gibt es auch eine YouTube-Aufzeichnung von Kremlin.ru gegen das blasse Ereignis der Madame Merkel, die wenige ausgesuchte, nicht allzu kritische Fragen mit bla-bla-bla gefüllten Sprechblasen vom Zettel ablesend beantwortete…

        Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
        Der eine tut als ob, der andere macht!

        Ein Beispiel seiner Taten findest Du hier:

        Und das hat er schon 2008 gemacht. Wenn du Zeit hast, empfehle ich Dir alle vier Teile – sie sind sehr aufschlussreich, um Putin, Russland und die Hetze gegen ihn zu verstehen.

        Die vier Teile insgesamt kannst Du auch hier sehen:

        http://hesikamiscellaneous.wordpress.com/2013/04/30/der-unbekannte-putin/

  1. Mai 3, 2013 um 11:22 am

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