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Es reicht mit der Hartz IV Quälerei, meint Inge Hannemann und zerlegt den Mythos von Fordern und Fördern

Inge Hannemann

Die Job Center Angestellte Inge Hannemann ist schon seit einiger Zeit aktiv, um das leidige Thema der Gängelung von Harzt IV Empfängern bundesweit in die Diskussion zu bringen und für eine Reformierung zu sorgen. Ihre Argumente gegen Hartz-IV sind bestechend, wie ich finde:

1. Es gibt nicht genug Erwerbsarbeit für alle, um jeden Bürger in die Lage zu versetzen, sich über das Existenzminimum zu bewegen.

2. Es wird nicht nach Recht sanktioniert, das zeigt bereits, dass etwa 50% der beanstandeten Sanktionen vom Jobcenter nach gerichtlicher Prüfung zurück genommen werden müssen.

3. Hartz IV ist maßgeblich ursächlich für den Niedrigstlohnmarkt.

4. Die wenigen, die tatsächlich „nicht integrierbar“ sind, bleiben es, und daran lässt sich nichts ändern. Es ist eine Frage der Menschlichkeit, ob man sie dann auf die Straße schickt oder nicht. Wer ein Herz hat, kennt die Antwort.

5. Die Kosten für die Maßnahmen sind höher als die Kosten für die Hartz IV-ler. Aber nur 25% der Maßnahmen werden als nützlich empfunden.

6. Die Sozialabgaben bei relativierter Arbeitslosenzahl liegen heute deutlich höher als vor Einführung von Hartz IV.

7. 26,4 Milliarden kosten uns die Sozialabgaben heute. 33,28 Milliarden beträgt der Verteidigungsetat. Wir geben rund 6,8 Milliarden mehr für Krieg aus als für unsere eigenen Mitbürger.

8. Das Bundesverfassungsgericht hat 2010 entschieden, dass Hartz IV das Existenzminimum kennzeichnet und dass dieses nicht unterschritten werden darf.

9. Das Armutsvergleichsargument verschiedener Länder und Kulturen zieht nicht. Elend ist meist weder sozial noch psychisch vergleichbar, und dort wo es das ist, wird das Argument zynisch. Einem armen Menschen in Deutschland nicht zu helfen mit der Begründung, es könne ihm ja noch schlechter gehen, ist keine Begründung, sondern eine Ausrede.

10. Hartz IV-Empfänger müssen sich ihre gesetzlich garantierten Rechte sogar oftmals noch vor Gericht hart erkämpfen. Nicht selten müssen sie dafür täglich 8 Stunden aufwenden, während sie in dieser Zeit sanktioniert sind und ihre Grundbedürfnisse nicht gedeckt. Diese Zustände ziehen sich häufig über mehrere Wochen hin. Die in der Zwischenzeit aufgelaufenen Zins- und andere direkt konsequenten Folgen werden bei Gewinn des Prozesses nicht rückerstattet. Die Menschen auch bei Beweis ihrer Unschuld in Schulden geworfen.

11. Die psychische Belastung, der Hartz IV-Empfänger ausgesetzt sind, ist nicht mit der zu vergleichen, die Arbeitnehmer empfinden. Der durch Schikane verursachte Stress treibt viele in psychische Krankheit, der oftmals physische Erkrankungen stehenden Fußes folgen.

12. Hartz IV fördert den Missbrauch des Systems. Unternehmer können sich 1-Euro-Jobber direkt beim Jobcenter anfordern.

13. Die menschliche Arbeitskraft steht in Konkurrenz zur maschinellen. Es gibt keine Umkehr der voranschreitenden Automatisierung.

14. 50% aller HartzIV-Bezieher erkranken an Depressionen! 30% sogar schwer. Depressionen können tödlich enden! Auch die HartzIV-Kinder sind betroffen! Hartz IV macht krank!

15. 1-Euro-Jobs zerstören den Arbeitsmarkt. Arbeit als „Dienst an der Gemeinschaft“ zu betrachten, ist eine rhetorische Hülse. Jede Arbeit, die für nichts geleistet wird, ist Arbeit, die nicht mehr für Geld getan werden kann.

16. Haftung der Bedarfsgemeinschaft bei Sanktionen (Sippenhaft): Sanktionen in Bedarfsgemeinschaften treffen alle, auch wenn nur einer sanktioniert wird. Hier wird die Strafe für den einen zur Strafe für alle. In Begriffen von Schuld und Unschuld gesprochen, betrifft die Sanktion eines Schuldigen in einer Bedarfsgemeinschaft auch immer gleich die Unschuldigen mit. Hierbei handelt es sich um einen Gesetzesbruch im Sinne des Strafrechts.

In Bedarfsgemeinschaften mit Kindern treffen die Sanktionen auch die Kinder und das nicht nur materiell, sondern auch emotional. Die Armut und die Vorurteile Sanktionierten gegenüber stigmatisieren und traumatisieren die Kinder.

17. Die Definition der „Bedarfsgemeinschaft“ der Jobcenter entspricht nicht der verfassungsrechtlichen der eheähnlichen Gemeinschaft zum Zwecke der rechtlichen Gleichstellung derselben zu einer Ehe. Es liegt im Ermessen des JC, was sie als Bedarfsgemeinschaft ansieht und was nicht. Willkür taugt nicht als Grundlage einer Amtsentscheidung — erst recht dann nicht, wenn die Entscheidung über Leben entscheidet.

18. Auch Vermieter sind von der Sanktionspraxis irritiert und tendieren zunehmend dazu, Leistungsempfänger als Mieter nicht in Betracht zu ziehen. In Folge werden diese weiter diskriminiert und ihnen das Grundrecht auf freie Wahl der Wohnung weiter erschwert.

19. Hartz IV schwächt die Volkswirtschaft. Es raubt den Bürgern die Kaufkraft.

Und noch ein Interview mit Ihr:

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  1. April 7, 2013 um 11:54 am

    Frau Hannemann spricht hier noch die Tatsache der Job-Vernichtungen durch Automatisierungen an. Ich hatte im letzten Jahr schon einmal darüber berichtet, denn wir müssen davon ausgehen, dass auch diese Fernichtungswelle in den steileren Verlauf seiner ebenfalls exponentiellen Kurve geht. Sprich es werden mehr Jobs vernichtet werden als neue geschaffen werden könnten. Also wäre ein weiterer Diskussionspunkt, die verbleibende Arbeit zur Deckung unserer Bedarfe gerecht zu verteilen. Siehe:

    Nachlese: Roboter werden Deinen Job vernichten – Federico Pistono

    • Dezember 15, 2013 um 6:57 pm

      Guter Artikel und Hinweis!
      Einige Bemerkungen dazu:

      Der aktivierende Sozialstaat erschöpft sich in der Theorie in pesudoliberalen Phrasen und ist realiter eine effiziente Einrichtung, mit der der Staat Lohndumping größtenteils im Bereich der gering Qualifizierten und zum Teil auch bei den höher Qualifizierten unterstützt. Ein Staatsapparat, dem das Lohnabstandsgebot sehr viel wichtiger ist als die Tatsache, das ein nicht geringer Teil der Erwerbsfähigen und Erwerbstätigen keinen Subsistenzlohn mehr erwirtschaften kann, wird auf Dauer unweigerlich Legitimationsprobleme bekommen.

      Den Hinweis auf die von Robotern angeblich ausgelöste Arbeitslosigkeit teile ich allerdings nicht und halte ihn auch für falsch. Automatisierungen bzw. Rationalisierungen durch technologische Neuerungen birgen kein implizites Gesetz der Arbeitsplatzvernichtung, da es von der politischen Zielsetzung abhängt, ob ich die technologisch bedingte Produktivitätserhöhung zur Senkung der Lohnstückkosten, Erhöhung der Gewinnquote oder zur Senkung der durchschnittlichen Arbeitszeit bzw. alternativ einer gleichmäßigeren Verteilung von Arbeit, der Erhöhung der Lohnquote – oder, falls die Produktivitätszuwächse es zulassen – einem Mix aus den zuletzt drei genannten Zielen.

  2. Frank D. Kausw
    April 7, 2013 um 7:20 pm

    ES WIRD KEIN(!) BGE in Deutschland oder der EU oder sonnst wo geben!

    LEIDER!

    Dazu benötigten WIR eine Demokratie, freien Willen und andere Dinge! All das, wird zur Zeit abgeschafft ( z.B. via ESM, Medien, u.v.a.m.)

    Das System sieht keine „freien“ Sklaven vor! Im Gegenteil, sie/ihr sollen dezimiert werden!

    Trinkwasser wird privatisiert!
    Benzin so teuer, wie sein Gewicht in Gold!
    usw.

    Wir müssen diesen Krieg gewinnen, sonst werden wir alle wegen Kriegsverbrechen angeklagt.

    Dieser denkwürdige Satz stammt von Robert S. McNamara. Verteidigungsminister der USA während des Vietnam Krieges.

    Was wollte uns McNamara damit sagen? Krieg bedeutet im Kern immer Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Man muss als Krieg führende Nation daher alles tun, um den Krieg zu „gewinnen“. Nur der Gewinner kann Geschichte fälschen indem er die Wahrheit verschleiert oder unterdrückt.

    Gehen wir nach Afghanistan. 2013.

    Deutschland ist als Teil der NATO, einem von den USA gegründeten und dominiertem Militärbündnis, Mittäter. Allein dort seit über 10 Jahren.

    Als drittgrößte Rüstungsnation lohnt sich das Mitmorden bzw. bewusste weg sehen, wenn die USA es tun. Was heute deutsche Offiziere u.a. in Afghanistan tun, ist im Grunde nichts anderes als was unsere Großväter in Uniform, in Polen, Russland oder Afrika getan haben.

    Sie folgen der Führung. Sie befolgen Befehle. Sie leugnen individuelle Verantwortung.

    Die Schizophrenie ist längt wieder überall und wird z.B. via GEZ finanziert und an die Bevölkerung verabreicht. Zur Prime Time.

    Da lief unlängst im ZDF „Unsere Väter – unsere Mütter“ und
    bekommt tolle Kritiken. Es finden „emotionale aufgeladene“ Talks im Anschluss der Sendung statt, bei denen z.B. ein Dieter Thomas Heck dann über die schrecklichen Stunden sprechen darf, in denen er nach der Bombardierung seiner Heimatstadt verschüttet war.

    Ja, das war traumatisierend Herr Heck. Noch traumatisierender ist allerdings die Tatsache, das z.B. eine „Journalistin?“ wie Maybrit Illner es konsequent vermieden hat, den Bogen vom 2WK zum hier und jetzt, der Gegenwart zu spannen. Die Grundsatzfrage zu stellen, nämlich:

    Was lernen wir aus der Vergangenheit? Oder in wieweit sind deutsche Soldaten im Ausland heute wieder in einer identischen Situation? Morden sie nicht schon wieder für die „höhere Sache“, nur dass die Legitimation diesmal aus Übersee kommt?

    Krieg damals und Krieg heute sind grundverschiedene Dinge. Man kann, man soll sie nicht vergleichen. Sonst würde man z.B. nicht umhin kommen, zugeben zu müssen, dass Krieg damals wie heute vor allem Zivilisten im großen Stil ermordet. „Wetten dass?“ Sie das wissen, Maybrit?

    Wenn ein Zivilist Zeuge eines Mordes wird, bzw. mitbekommt wie Menschen einen Mord planen und diesen ausführen, regelmäßig, wenn ein solcher Zivilist schweigt, wird er automatisch zum Mittäter und damit mitschuldig.
    Im Strafrecht läuft eine solche passive Haltung unter § 138 StGB – Nichtanzeige geplanter Straftaten. Dort heißt es unter anderem:

    Wer die Anzeige leichtfertig unterläßt, obwohl er von dem Vorhaben oder der Ausführung der rechtswidrigen Tat glaubhaft erfahren hat, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

    Ausdrücklich aufgeführt ist das Szenario das Krieg beschreibt. Dort heißt es:

    Wer von dem Vorhaben oder der Ausführung

    eines Mordes (§ 211) oder Totschlags (§ 212) oder eines Völkermordes (§ 6 des Völkerstrafgesetzbuches) oder eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit (§ 7 des Völkerstrafgesetzbuches) oder eines Kriegsverbrechens (§§ 8, 9, 10, 11 oder 12 des Völkerstrafgesetzbuches),

    zu einer Zeit, zu der die Ausführung oder der Erfolg noch abgewendet werden kann, glaubhaft erfährt und es unterläßt, der Behörde oder dem Bedrohten rechtzeitig Anzeige zu machen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__138.html

    Wir alle, sowohl die deutschen Soldaten vor Ort als auch die Zivilisten an der Heimatfront, die „embeddedten“ Journalisten, die Spiegel-Online Junkies, wir alle gehören vor ein Kriegsgericht. Punkt.

    Der neue, der eigentliche Terrorist, trägt heute iPad statt Knarre und kann von sich behaupten, exakt über den Level der Lüge im Bilde zu sein. Er dated sich up. Im Stundentakt. Autonom.

    Er ist so unschuldig am Terror powert by NATO und damit seiner Regierung wie die Großmutter, die die nicht arischen Nachbarn denunzierte um an eine bessere Wohnung zu kommen.

    Uns unterscheidet nichts, gar nichts von unseren Nazi Vorfahren. Wir sehen zu, wie unter dem in sich absurden Propaganda Begriff „Krieg gegen den Terror“ ganze Völker überfallen und in Massen vernichtet werden.

    Und das alles nur, um sich die Bodenschätze der Region unter den Nagel zu reißen. Demokratie-Export ist nur ein neues Wort für Raubmord und der Islam hat mit all dem nichts, aber auch gar nichts zu tun.
    Moslems haben nur das Pech, ausgerechnet dort zu leben wo Bodenschätze reichlich vorkommen, die wir, der Westen, nicht bereit sind fair zu bezahlen.

    Orwell, Dürrenmatt und Kafka währen heute sprachlos. Alle Gefahren auf die sie in ihren Werken konsequent hingewiesen haben, wurden missachtet. Mehr noch. Ihre Bücher wurden als Blaupausen receycelt.

    Die Macht der Verdrängung ist die Software auf der 99% von uns tatsächlich laufen. Freiwillig.

    Wie sagte schon Daniel Ellsberg, nachdem er die Lügen und damit verbundenen Kriegsverbrechen Präsident Nixons als „Pentagon Papers“ öffentlich gemacht hatte und ihm Anschluss auf der Liste der Staatsfeinde landete, als Nr. 1:

    „Man lernt etwas über seine Mitmenschen, das man gar nicht wissen wollte: Dass sie zwar zuhören, es verstehen und daraus lernen, aber dann weiter ignorieren.“

    Wollen wir wirklich so weiter vor uns hindämmern? Als passive Schafe in einem Spiel, das ja nach Hiroshima und Nagasaki immer latent auf Armageddon hinausläuft?

    The Revolution Will Not Be Televised.

    Quellen :

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-aktionen-in-afghanistan-bundeswehr-gibt-sich-ahnungslos-a-892968.html
    http://www.stern.de/politik/ausland/amoklauf-im-suedafghanischen-kandahar-us-soldat-toetet-frauen-und-kinder-1798430.html
    http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__138.html
    http://umuv.zdf.de/Unsere-Mütter-unsere-Väter/Unsere-Mütter-unsere-Väter-26223848.html
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1827334/Wilhelm-ist-ein-Vorzeigesoldat
    http://www.sueddeutsche.de/politik/deutschland-und-seine-ruestungsexporte-waffendeals-unter-ausschluss-der-oeffentlichkeit-1.1540009
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/globale-enthuellungen-deutscher-lieferte-waffen-fuer-buergerkrieg-im-kongo-1.1639789
    http://ffm-online.org/2013/02/22/deutscher-waffenexport-in-golfstaaten-eads-grenzaufrustung-an-1-stelle/

    TIP:


    http://www.nzz.ch/aktuell/international/arnold-hottinger-keine-angst-vor-dem-orient-1.18059073
    http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Ellsberg
    http://www.amazon.de/The-Fog-War-Robert-McNamara/dp/B0007UH6NW/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1365349574&sr=8-1&keywords=fog+of+war
    http://www.amazon.de/The-Most-Dangerous-Man-America/dp/B0038KGM4C/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1365349598&sr=8-3&keywords=daniel+ellsberg

    ————–

    Basiswissen: DIE NATO
    Vortrag von Historiker Dr. Daniele Ganser

    ————-

    KenFM Spezial zum Thema: PTBS bei Soldaten

    DU-Munition und die Folgen auch bei Soldaten

    vimeo 32931334

    • April 7, 2013 um 7:39 pm

      Lieber Frank,

      vielen Dank für Deine wichgtigen Ausführungen und das viele Material. Da wird mir diese Woche nicht langweilig 😉

      Martin

    • federleichtes
      April 7, 2013 um 9:38 pm

      Auch von mir ein „Danke“, ein sehr engagierter Bericht.

      Aus meiner Sicht auf den Kern fehlerhaft. Deine Behauptung:

      „Die Macht der Verdrängung ist die Software auf der 99% von uns tatsächlich laufen. Freiwillig. “

      gefällt mir zwar, aber wie willst Du einem Computer Freiheit postulieren, wenn er die Software nicht kontrollieren kann. Das Fragezeichen spare ich mir für nachher.

      Es gibt einige Ansätze zum Freien Willen und das Wesen des Systems, über die wir hier bereits ausgiebig sprachen. Dennoch erlaube ich mir ein kleine Rückschau.

      Der Mensch ist traumatisiert – bedeutet, seine Standard-Konfiguration läuft mit verdeckten Informationen, die re-aktiv jederzeit und auf verschiedene Weise erscheinen und ihn ZWINGEN KÖNNEN, Bestimmtes zu tun oder zu lassen.
      Der Mensch ist manipulierbar. Weil er bedürftig ist, weil er glauben muss, weil seine Grund-Lebenserregung Angst ist,
      und das System, in dem er leben muss,.ihn mit absichtlicher Täuschung und Verschleierung der wahren Absichten verwirrt und in die Irre führt.

      Gestern las ich, man wolle (demokratisch gewählt) testen, ob Soldaten auf ihre Landsleute schießen würden.
      Verschlägt’s einem „normalen“ Menschen da nicht die Sprache.
      Ich sag Dir was, Frank:
      Für mich sind Menschen, die auf Menschen schießen, krank – SEHR krank. Und die Menschen, die dafür den Boden bereiten, sind Verbrecher, herzlose, eiskalte Yxwöäüze – wohl klar, dass aus meiner Sicht das Wort Mensch hier nicht mehr das Mindest-Gebot erfüllt.
      Das wollte ich eigentlich gar nicht sagen. Es geht um das Ungeheuerliche, das geschieht und das Mensch nicht in der Lage ist, zu verstehen. Er gewöhnte sich einfach daran, es wurde ihm „normal“. So wie ein über längere Zeit misshandeltes Kind sich an die Schmerzen gewöhnt (ich hätte da ein paar gute Buchempfehlungen).

      Das Ungeheuerliche manifestierte sich auf eine Weise, die man – mit etwas abartiger Phantasie – bewundern kann. Z.B.:
      Staatswesen.
      Nationen.
      Völker als Rassen.
      Herrschaft.
      Eigentum.
      Mehrwert (und Minderwert).

      Das Ungeheuer-liche ist mir ein Moloch, immer und überall tätig wie ein krakenhaftes, unersättliches Krokodil.

      Wie willst Du das bändigen? Indem Du dem Menschen, der ihm ausgeliefert ist, Freiheit umhängst und damit schuldig sprichst?

      So, und nun bringen wir die Hartzvierleer auf den Spielplatz.
      Sie lassen sich verarschen, sie lassen sich beschimpfen – für mich sind sie der ehrenwerte Teil unserer Gesellschaft, weit entfernt davon, in den Krieg zu ziehen oder sich am Bau von Waffen oder der direkten Finanzierung eines Unrechts-Systems zu beteiligen.

      „In einem System der Lüge wird die Wahrheit zu einem Verbrechen“.

      In einem System, das nur von Verbrechern und Psychopathen lenkbar ist, lernt man selbstverständlich das Umgehen mit Angst und Verwirrung. Ohne es zu bemerken. Das ist das Besondere an unserem Leben.

      Gruß
      Wolfgang

  3. April 8, 2013 um 11:36 pm

    So oder so ein Horrorszenario, ob nach Franks oder Wolfgangs Beschreibung. Worin besteht der Ausweg? Der Wahnsinn muss doch irgendwie auflösbar sein? Das darf doch alles nicht wahr sein….

    • April 9, 2013 um 8:08 am

      Wer sich unsere Weltgeschichte über die Jahrtausende anschaut, erkennt, dass da schon immer ein paar Wenige den Rest ausbeuten konnten. Bleibt die Frage, ob unser kollektives Bewusstsein langsam in ein Stadium kommt, das auf breiter Basis zu verstehen und es anders machen zu wollen. Dutschke hatte ja auch schon davon gesprochen, dass erst die Menschen aus ihrer Unbewusstheit erwachen müssten. Noch braucht es „ein paar mehr“ Menschen, fürchte ich:

      • April 9, 2013 um 1:19 pm

        Es beginnt m.E. woanders, nämlich – wie federleicht oben sagt – bei der Angst oder besser gesagt dabei, sich nicht ständig von der Angst beherrschen und leiten zu lassen! Wie man das hinbekommt – individuell wie auch kollektiv – ist mir selbst nicht klar und es ist auch eine zugegebenmassen schwierige Aufgabe.
        Fällt aber die Angst größtenteils weg, erst dann denke ich kann man sich größeren Fragen zuwenden.
        Über die Angst – egal welche Angst – sind wir manipulierbar. Divide et impera hieß es schon bei den Römern und das ist auch heute noch sichtbar und offenbar politische Agenda allerorten. Die Angst macht willfährige Schafe aus uns. Es ist doch bezeichnend, dass immer diejenigen – auch wiederum in der ganzen Menschheitsgeschicht -, die die Menschen aus ihren Abhängigkeiten befreien wollten, eines gewaltsamen Todes starben. Warum? Weil irgendwelche Kräfte oder auch Einzelpersonen Angst davor hatten, nun tatsächlich für alle ihre Handlungen SELBST die Verantwortung übernehmen zu müssen.

        Es ist also m.E. keine Frage des Bewußtseins mehr – dank Internet wissen die meisten heute Bescheid, wie schief das alles läuft -, sondern eine Frage nach der Bereitschaft, wirklich und ohne Abstriche Eigenverantwortung zu übernehmen. Das ist nach meiner Meinung die Schwelle, über die die Menschheit bisher nicht drüber kam. Nirgendwo wirklich und zu keiner Zeit, jedenfalls nicht dauerhaft.

        • federleichtes
          April 9, 2013 um 3:41 pm

          Unser Leben stellt uns vor Fragen – DAS Leben ist bereits die Antwort auf eine Frage.

          Du fragst in Deinem ersten Beitrag:
          „Der Wahnsinn muss doch irgendwie auflösbar sein?“

          Natürlich!
          Der Wahnsinn verhält sich sehr ähnlich zur Angst.
          Wo sind denn Wahnsinn und Angst zu finden?
          Woanders, als im Menschen?
          Ist das nicht ein mangelndes Bewusstsein, Wahnsinn oder/und Angst irgendwo da draußen zu lokalisieren?

          Da draußen ist eine Erscheinung, also eine Wirkung, und sie kann mir Angst machen oder mich Wahnisnn fühlen lassen?
          Eine „fremde“ Wirkung wird in mir zur Ursache – ist das nicht der eigentliche Kern des Wahnsinn, der einem Menschen Angst machen sollte?

          Damit wären wir bei meiner Lieblings-Hxypothese:
          Veränderungen der „Welt“ sind nur im Menschen möglich. In seinem System SIN Angst und Wahnsinn manifestiert, und dort und nur dort kann ER sie auflösen.

          Ob man’s glaubt oder nicht: Angst ist für nicht wenige Menschen Lebenselixier, energetische Grundnahrung.
          (ich postulierte vor Jahren mal den Begriff „Adrenalin-Junkie).
          Auf der informativen Seite, die darf funktional einfach nicht fehlen, gesellt sich – absolut entsprechend zur Angst, die nur Zerrbilder liefern kann gleich einer (unbewussten) „Brille“ mit 12 Dioptrin – die Verwirrung unf daraus folgend wahnhafte Vorstellungen dazu. Ein sehr effektives Team im Sinne der Chaos-Dynamik.

          Man fragte mich hier mal nach einem Rezept für’s Glücklich-Sein. Da auf meine Informationen, die aus Erfahrung entstanden, keine Danksagungen folgten, schätze ich ihren pragmatischen Wert nahe Null ein. Wahrscheinlich die Null, die mein Glück in den notwendigen Grenzen hält. Aber immerhin hält es sich stabil, weil ich dem Wahnsinn im Außen meine Gefolgschaft verweigere und MEINER Angst die Liebe zu DEM Leben entegegen setze.
          Das hört sich wie selbstverständlich und ganz einfach an, ist es aber nicht. Weil der Besinnung auf sich selbst einige Glaubenssätze im Wege stehen, die sehr erfolgreich für Feindschaft sorgen, gegen Andere und gegen sich selber. Und mit Aversionen lässt sich nun mal kein „Blumentopf“ gewinnen.

          Zu Deinem zweiten Beitrag fasse ich mich kurz.
          Du sprichst von einem vorhandenen Bewusstsein. Ich dagegen sehe nur vorhandene Informationen, und das ist etwas völlig anderes. Bewusstsein, das ist meine Beobachtung, wird mit Blick auf die Gesellschaft eher reduziert, und zwar GERADE WEGEN der Informationslage (die keineswegs bewusstseinsfördernd ist, sondern Angst und Wahnbilder befeuert).

          Wenn Du hier weiter schreibst, was ich begrüße, wäre ich Dir dankbar, mir irgendeinen Namen zu liefern, mit dem ich Dich ansprechen kann.

          Herzlich Grüße sendet Dir

          Wolfgang

        • April 9, 2013 um 7:48 pm

          Lieber Werner,

          ja, das Internet gibt uns die Chance, besser zu erkennen, wie unsere Welt wirklich tickt und wer da die Räder dreht.

          Das setzt aber voraus, dass Du a) die Zeit hast und b) es auch wirklich sehen willst

          Zu a) ist es so, dass die, die es noch am besten verstehen könnten, so im Hamsterrad eingespannt sind, dass sie nicht da nach schauen können,
          und zu b) sind viele damit überfordert und wollen lieber der Lüge glabuen, siehe kognitive Dissonanz.

          Daher sehe ich, dass es noch eine Zeit braucht, bis es alle wissen. Bleibt aber die Frage, wie viele es braucht, um eine Änderunge herbei zu führen.

          Viele Grüß
          Martin

  4. April 9, 2013 um 4:22 pm

    Lieber Wolfgang,

    mein richtiger Name ist Werner. Ich stimme Deinem Kommentar im wesentlichen zu. Auch den anderen Kommentaren im großen und ganzen. Veränderung im Außen kann sich nur dann manifestieren, wenn jeder für sich im Inneren etwas verändert hat. Du setzt der Angst die Liebe zum Leben entgegen. Finde ich einen guten Ansatz. Außerdem die Besinnung auf sich selbst. Versuche ich auch alles und stolpere dabei – erwartbar – über die erworbenen Glaubenssysteme, die es loszuwerden oder neu zu interpretieren gilt.

    Dein Eingangssatz im letzten Kommentar hat sich mir nicht erschlossen. Auf welche Frage wäre das Leben selbst schon die Antwort? Dass es so etwas wie Leben gibt? Wie ist denn Lebendigkeit definiert? Wodurch oder durch wen wird sie angetrieben?

    Da fielen mir noch mehr Fragen ein. Die Astrophysik, die Quantenphysik und andere Wissenschaftsbetriebe begnügen sich im wesentlichen mit der Schlußfolgerung, dass angesichts der Überfülle an Lebensbausteinen, die überall im Universum zu finden seien, es geradezu UNVERMEIDLICH ist, dass Leben in irgendeiner Form entsteht. Was mich zurückbringt zu der Frage: Was ist denn Leben eigentlich? Bewegung und Veränderung auf jeden Fall schonmal. Wodurch wird sie hervorgerufen, was hält sie in Gang? Diese Fragen treten erst allmählich in den Fokus wissenschaftlicher Neugier, wobei für mich die Quantenmechanik, Quantenphysik und angelehnte Bereiche bislang die überzeugendsten Theorien und in Teilbereichen auch Belege liefert. Die einzigen mir bekannten Forscher, die bislang ohne einen bewußten Verursacher auskommen – aber ihre Theorien noch nicht in Gänze belegen konnten – heißen Sir Roger Penrose („The Emperor’s New Mind“) und Dr. Stuart Hameroff. Ihre gemeinsame Arbeit heißt „Orchestrated Objective Reduction“, die das Zustandekommen bewußten Erlebens anschaulich erklärt. Das ganze wird im menschlichen Gehirn über sog. Microtubuli vermittelt. Diese Microtubuli sind sozusagen die Übersetzer, die diese Vorgänge auf die biologische Ebene bringen.

    So spannend das alles ist – auch sie bleiben bislang die Antwort darauf schuldig, warum es so etwas wie ein Feld von „Quantenfluktuation“ gibt, also eine permanente, schon immer dagewesene Bewegung zwischen dem plötzlichen Erscheinen und wieder Verschwinden von Elementarteilchen, die aus der Wellenfunktion hervorgehen und sich wieder in ihr verlieren. Das ist gewissermaßen das „Urlebendige“. Und darauf gibt es bislang keine Antwort.

    Zurück zu den äußerlichen Manifestationen: Diese erklären sich für mich aus dem holographischen Modell des Universums. Wie im Großen so im Kleinen, wie oben, so unten, und umgekehrt. Das Sehende ist auch gleichzeitig das Erblickte und wiederum umgekehrt. Ein perpetuum mobile von Zirkelschluß, der vielleicht für immer undurchdringlich bleibt…

    • federleichtes
      April 9, 2013 um 6:00 pm

      Hallo Werner – sehr angenehm!

      Danke für Deine Aufmerksamkeit für

      „Unser Leben stellt uns vor Fragen – DAS Leben ist bereits die Antwort auf eine Frage.“

      Das ist ein ziemlich wichtiger Satz. Jedenfalls für mich, und, ich sage es mal offen, in der Regel interessieren solche Sätze hier wenige.
      Ich sehe mich als Menschen – im Sinne eines Konstrukts – ERFÜLLT von DEM Leben.
      Leben von mir definiert als das Zusammenwirken von Information und Energie; also Leben gleich „Informierte Energie“.

      Leben muss nach meinem Verständnis also
      – Bewegung in etwas Unbewegliches gebracht, und
      – dem nun Bewegten eine Richtung gegeben haben.
      Man stelle ich ein sich nicht drehendes Rad (natürlich am Fahrrad) vor. Was ist nötig, um das Gefährt wieder zum vollwertigen Gefährten zu machen: Energie (Arbeit) und das Gewusst-Wie, also Informationen über den Weg, ein Ziel (Funktionalität) zu erreichen.

      Klar, DAS Leben ist nicht auf eine kleine Reparatur gerichtet – es ist leidvoll, mühselig und aufwendig eingerichtet. Was die Schlussfolgerung aufdrängt, dass es sich um ein komplexes Problem handelt, das es zu lösen gilt.

      Was einige „Wissenschaften“ zur Entstehung des Lebens sagen, ist mir, neudeutsch gesprochen, schlicht Bullshit. Dient der Verwirrung, fördert das Chaos – Bravo.

      Du fragst:
      „Was mich zurückbringt zu der Frage: Was ist denn Leben eigentlich? Bewegung und Veränderung auf jeden Fall schon mal. Wodurch wird sie hervorgerufen, was hält sie in Gang?“
      Ich hoffe, mit meiner Aussage im vorherigen Absatz erklärt sich das Wesentliche.
      Es GIBT Informationen, die von ihrem Wesen her re-aktiv sind und entsprechende Erscheinungen hervor bringen. Vereinfacht: Energie bildet Informationen ab. Der Bilderfluss ist dynamisch und wird zunehmend komplexer, was darauf hindeutet, dass es EIN komplexes Problem gibt, das sich nur auf vielerlei Weise darstellen und verstehen lässt. Darauf kommt es meiner Meinung nach dem Leben an: Durch Menschen einen Weg gehen zu lassen, der ein Problem beschreibbar und damit lösbar macht: Bewusstsein schaffen.
      Warum ich das so klar benenne, dürfte einleuchtend sein mit Betrachtung des Unbewussten – das mir sagt: Es gibt Informationen, die noch nicht bearbeitet sind. Und klar dürfte auch sein, um was für versteckte Informationen es sich dabei handelt: Um gefährliche, die Existenz bedrohende Informationen. Darum nenne ich sie Feindselige Informationen.

      Überlebendigkeit, ein interessanter Begriff.
      Was die Forscher beobachten können, ist LEDIGLICH etwas Beobachtetes. Für mich eine Beobachtung, wenn überhaupt, zweiter Wahl. Dazu:
      Wenn wir Vögel beobachten, geschieht etwas merkwürdig Scheinendes: Sie fliegen weg, wenn sie MERKEN, dass sie beobachtet werden. Erheben wir dieses Wahrnehmen zur Regel, könnte uns als Wahrheit gelten, dass beobachtete Vögel fliegen.

      Schließen möchte ich mit einer Frage:
      Könnte das Überlebendige (auch) Aufmerksamkeit sein?

      Der Austausch mit Dir macht mir Freude.

      Gruß
      Wolfgang

      • April 9, 2013 um 6:25 pm

        ““Unser Leben stellt uns vor Fragen – DAS Leben ist bereits die Antwort auf eine Frage.”

        Das ist ein ziemlich wichtiger Satz. Jedenfalls für mich, und, ich sage es mal offen, in der Regel interessieren solche Sätze hier wenige.“

        Wofür das so ist liegt ja auf der Hand, nicht wahr ?

        Was ist Leben ? Leben ist die notwendige Interpretation der Beziehung von Chaos und Ordnung mittels Weisheit durch ein, sich qualitativ, vorerst, verschlechterndes Bewusstsein. Weisheit ist die Essenz aller vorherigen kosmischen Lernprozesse. Eine “neue“ Weisheit entsteht erst, wenn die Qualität des Bewusstseins allen bis dahin verkörperten Lebens, sich seines Tiefstandes bewusst wird bzw. den Höhepunkt seines Qualitätsverlusts erreicht.
        Simple, oder 😉

        ALLES ist Beziehung.

        “Was einige “Wissenschaften” zur Entstehung des Lebens sagen, ist mir, neudeutsch gesprochen, schlicht Bullshit. Dient der Verwirrung, fördert das Chaos – Bravo.“

        Bingo !

        Gruß Guido

        • federleichtes
          April 9, 2013 um 7:29 pm

          Ich hielt „das“ für keine schlechte Idee, Dir „guten Tag“ zu sagen.
          Für gemeinsam Reisende relativiert sich Entfernung, wenn sie um das Massive ihres gemeinsamen Auftretens wissen. Gell!

          Abe eigentlich wollte ich hier noch etwas zu Hartzvier schreiben. Immerhin und schließlich war ich als Überqualifizerter selber viele Jahre einer von den NUTZNIESSERN. Und blicke gerne auf die Zeit zurück, trotz aller Problematik, denn meine Rente beträgt nur noch die Hälfte des Regelsatzes. Und ich komme trotzdem aus, die Vögel auch – und verschenken kann ich auch noch was.

          Gestern traf ich Beate. Sie erzähle mir (in meiner Hartzvierzeit), sie lebte von 30 Euro im Monat. Natürlich glaubte ich ihr nicht – heute weiß ich: Es geht!

          Wer will schon „Made im Speck“ sein. Bringt das ECHTE Vorteile? Glück durch Konsumieren? Interessanterweise kenne ich auch Konsumieren – natürlich darf es etwas mehr vom Feinsten sein – „Packen sie es ein“. Wenn ich dabei glücklich gewesen sein sollte, muss es mir entgangen sein.

          Ich erinnere mich gerne an die Nachkriegsjahre, für mich die Goldenen Fünfziger Die Familien waren in Ordnung, die Nachbarschaften waren in Ordnung, die Kinder waren in Ordnung – es gab wenig, und das war gut. Es gibt ein Foto, das meinen Vater beim Holzhacken zeigt. Dann kam das Wirtschaftswunder, und das Wunder, das sich auf natürliche Genügsamkeit begründet hatte, entschwand. Andere Trümmer entstanden, solche, deren Folgen heute noch durch die Gegend laufen und den an ihnen begangenen Verrat beschreien. Auf die Idee, an sich selber Verrat zu begehen, kommen wenige. Warum auch, in einer Schuldgesellschaft. In der Würde geserzlich garantiert ist und nicht durch Verhalten erworben werden muss.

          Harztvier, eine Kleinigkeit besser, als das zur Normalität gewachsene weltweite Elend. Was nicht bedeuten soll, dass ich die „Sozial“-Machenschaften befürworte. Die mir eine ganz eigene Definition von Political-Correctness aufnötigen.
          Nein, die Macher brauchen sich ihrer sachlichen Machenschaften nicht schämen. Aber sie sollen wenigstens ehrlich sagen, dass das Volk für sie Dreck ist und wert, so behandelt zu werden. Das ist mir widerlich, diese
          Durch-und Durch-Verlogenheit. Früher verheizte man den Pöbel auf den Schlachtfeldern, heutzutage erfindet man – notgedrungen – subtilere Methoden.

          Damit Allen einen guten Abend.

          Wolfgang

      • April 9, 2013 um 10:12 pm

        Also die von mir zitierten Forscher sind ganz dicht an diesen Ansätzen dran und kommen im Prinzip aus der gleichen Ecke, Wolfgang. Bewußtsein und Energie also als zugrundliegendes Lebensprinzip. Die Forschungen, die ich meinte, sind nicht mehr nur an der Empirie interessiert, sondern beziehen mit ein, dass wir im Bereich der Planck-Länge auf die grundlegende Raum-Zeit-Struktur stossen, in die alle erdenklichen Informationen aller möglichen Ausprägungen mit eingebettet sind. Zusätzlich spricht Hameroff z.B. von „Proto consciousness“, also einer Vorstufe von Bewusstheit.

  5. April 9, 2013 um 6:07 pm

    Lieber Wolfgang,
    ich gehe nun mal ’ne Runde raus um mich meiner eigenen Lebendigkeit noch etwas mehr zu erfreuen als über die Bewegung der Gedanken 🙂 Dabei werde ich vielleicht über die eine oder andere Anregung von Dir nachdenken. Falls mir dazu noch was Brauchbares einfällt, hinterlasse ich es wieder hier. Falls nicht, bedeutet es – höchstwahrscheinlich – , dass ich Deine Gedanken erstmal so in sich schlüssig und nachvollziehbar stehen lasse 🙂
    Bis dann.
    Gruß,
    Werner

    • federleichtes
      April 9, 2013 um 6:24 pm

      Auf Deiner Seite las ich gerade von der (ihn so erfolgreich machenden) Kooperationsfähigkeit des Menschen.
      Hattest Du an der Aussage gezweifelt?

      Mensch IST die Kooperation.
      Was hältst du von der Aussage?

      Er wirkt im Sinne des Ungeheuerlichen, er wirkt im Sinne der Vernunft, tätig gleichermaßen für Chaos und Ordnung. Was sollte auch anderes geschehen, wenn er informiert ist/wird darüber, was zu tun und zu lassen ist. Und postiuliert man dann noch eine Absicht, die den Entwicklungsprozess bewusst insznierte und die „Fäden“ in der Hand hält, erscheint mir für den Menschen Kooperation als – alternativlos. Belanglos dabei, was ER denkt, wenn ES denkt. Oder?

      Ja, Lebendigkeit. Ich glaube, der Ernst des Lebens lässt sich nur mit Freude ergründen.

      Gruß
      Wolfgang

  6. Gerechtigkeitsapostel
    April 9, 2013 um 8:32 pm

    Dieser Beitrag wurde nun komplett entfernt.
    Weder berührte er das Thema, noch entsprach das ausführliche spekulative „Darstellen von Verschwörungstheorien im Geiste völkischer Diffamierung“ dem Anliegen dieses Blogs. Er förderte das, was es für eine frievolle Zukunft zu überwinden gilt: Hass. Er beförderte Idden für destruktives Denken, während wir gemeinsam lernen wollen, intensiver das Richtige zu fühlen: Liebevoller leben.

    In diesem Sinne

    Wolfgang Jensen

    • April 10, 2013 um 8:19 am

      Danke Wolfgang,
      ich hatte nochmal drüber schlafen wollen, was ich damit mache. Intuitiv war da ein ja, es sind Wahrheiten dabei, aber Du hast Recht, es lenkt unsere Energie auf Hass anstelle auf Liebe. Es verweilt in der Vergangenheit und verbaut die Zukunft.
      Dass es Mächte gibt, die sich auf Kosten weniger leben, ist uns inzwischen klar genug geworden. Schauen wir also, wie wir im Handeln dorthin kommen, diesen Menschen eben nicht mehr unsere Energie zu spendieren.
      Herzlich Martin

  7. April 9, 2013 um 10:21 pm

    Hallo Martin,

    Das setzt aber voraus, dass Du a) die Zeit hast und b) es auch wirklich sehen willst
    Zu a) ist es so, dass die, die es noch am besten verstehen könnten, so im Hamsterrad eingespannt sind, dass sie nicht da nach schauen können,
    und zu b) sind viele damit überfordert und wollen lieber der Lüge glabuen, siehe kognitive Dissonanz.

    Die Lüge ist in ihren Ausmassen so ungeheuerlich, dass ich mir selbst schon oft gewünscht hatte, ich möge wieder zur Ignoranz darüber zurückkehren können, wie die Welt tickt, wie Du sagst. Die abgrundtiefe Grausamkeit der herrschenden „Eliten“ überfordert mich. Ich wünschte, ich könnte zu dem Moment der Wahl zwischen roter und blauer Pille – wie in Matrix I – zurückkehren. Gar keine Frage, dass ich die blaue nehmen würde. Das ist zwar bodenlos feige, aber wie sagt schon die Bibel: „Selig sind die geistig Armen. Denn ihrer ist das Himmelreich.“ Amen.

    Daher sehe ich, dass es noch eine Zeit braucht, bis es alle wissen. Bleibt aber die Frage, wie viele es braucht, um eine Änderunge herbei zu führen.

    Ich glaube nicht, dass kritische Masse allein ausreicht. Zusätzlich bedarf es noch des Änderungswillens, vor allem aber der Fähigkeit. Wenn ich Wolfgang oben richtig verstanden habe, „befruchten“ gewissermassen die Änderungen in sich selbst das Außen und auch andere. (den zweiten Teil interpretiere ich nunmal leichtsinnigerweise mit hinein). Neben der kritischen Masse braucht es auch ein Momentum, denke ich mal. Im Zuge der sog. Eurokrise z.B. sehe ich kritische Masse und Momentum bei den südeuropäischen Nationen. Hierzulande wird innerlich schnell abgewunken oder man reibt sich in kleinen Grabenkämpfen auf, so meine Beobachtungen bislang.

    • April 10, 2013 um 8:23 am

      Da magst Du Recht haben, dass der Deutsche Michel auch diese Zeitenwende verschlafen wird.

      Das mit der Überforderung hatte ich vor zwei Jahren auch. Ich habe mir dann zunehmend angeschaut, wie viele Menschen schon an den Zukunftsprojekten arbeiten, und das tut gut.

      🙂 Martin

  8. April 9, 2013 um 10:25 pm

    Im übrigen fühle ich mich angesichts der anti-zionistischen/völkischen Tirade oben ganz plötzlich nicht mehr sehr wohl darüber, meine Kommentare in deren unmittelbarer Nähe zu sehen. Freie Meinungsäußerung und so, schön, schön. Im Zweifelsfall würde ich Dich aber bitten, meine Teilnahme samt Kommentaren wieder zu entfernen. Mich in der Nähe der Rechtsaußenecke zu sehen brauche ich so dringend wie ’nen Kropf… ich habe und hatte schon genügend anderen Mist an der Backe, das muss nun nicht auch noch sein.

    • federleichtes
      April 10, 2013 um 1:23 am

      Mir ging’s sachlich genauso.
      Rechts, Links, Mitte ist mir scheißegal. Nicht egal ist mir das Darstellen von vermuteten Sachverhalten in Sachen Völkermord. Da kann jeder seine Meinungsbildungs-Freiheit haben – und dann die Fresse halten. Oder sie aufreißen im Kreise der Betroffenen.

      Meine Meinung: Mit der Aufdeckung von Geschichtsschreibungs-Fälschungen kommen wir keinen Schritt weiter hin zu dem für eine Bewusstseinserweiterung notwendigen inneren Frieden. Das Kapitel Vergangenheit als dezidierte Geschichtsschreibung ist nicht wirklich relvant. Sondern das, was wirklich geschah: Mord, Vergewaltung, Unterdrückung, Verknechtung, Betrug und Täuschung, Raub und Verlust, Verrat und Leid. Wer all das genauer wissen muss, bitte sehr. Mir reicht es festzustellen: Leben bot und bietet eine Bühne für JEDE Art von Missbrauch.

      Wegen mir könnte der ganze Beitrag gelöscht werden – gleich lösche ich mal die Textteile, die weder im Thema noch im Blog das Geringste Aufenthaltsrecht beanspruchen können.

      Der Beitrag wurde nach erneutem Lesen von mir komplett gelöscht.

      Danke für Euer Verständnis.

      Wolfgang

      PS.
      Werner, die Ergänzung meiner Aussage – PASST!
      Auch das Aus-Wirken beobachten wir sehr konkret im Umgang mit Tieren. Und auch der „Grüne Daumen“ wurde bereits wisenschaftlich erklärt.
      Zu Deinem Beitrag mit den Pillen schreibe ich noch mal ausführlicher – hat mir sehr gefallen.

  9. April 22, 2013 um 3:01 pm

    ***Liveticker*** 9:19 Uhr

    Inge Hannemann, die für Menschenrechte und die Einhaltung des Grundgesetzes eintritt, wurde mit sofortiger Wirkung von der Geschäftsführung der teamarbeit hamburg freigestellt. Ihren Schlüssel musste sie sofort abgeben, ein Jobcenter darf sie nicht mehr betreten.

    • April 22, 2013 um 3:40 pm

      Hab‘ diese für mich schockierende Nachricht vor kurzem auf ihrem Blog gefunden. Es ist wirklich unfassbar, wie vorrangig neo- und altkonservative Kräfte die Errungenschaften einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung binnen weniger Legislaturperioden auf ein Niveau zurückgefahren haben, das Erinnerungen an die Zeiten vor der industriellen Revolution wachruft… Es wäre Zeit für einen umfassenden Platzverweis der sog. Eliten.

      • April 22, 2013 um 4:06 pm

        Ja, Werner. Aber wundern müssen wir uns auch nicht. Z.B. weiß kaum Jemand, was für ein Ei man uns mit dem ESM-Vertrag ins Nest gelegt hat. Auf die Frage, warum man das nicht wisse, kam ein: „Warum soll ich mich darum kümmern? Dazu habe ich doch gewählt, dass das in meinem Sinne ordentlich gemacht wird.“ Dass aber seit Jahren fast nur noch durchgenickt wird, was von den Lobby-unterstützten EU-Kommissaren kommt oder von den Parteibossen nach der Manier des Bosses als Pflicht gekürt wird, ist bisher auch kaum aufgefallen. Eben weil wir nur alle 4 Jahre Mal wieder aufmerksam werden ansonsten die Geschicke an unsere listengesetzten Abnicker beauftragen.
        Für mich ist dieses gruselige Parteiensystem gescheitert:
        Warum Wahlen keinen Sinn mehr machen: Lagerwahlkampf, wo?Viele Grüße
        Martin

        • April 22, 2013 um 4:44 pm

          Dem muss ich leider vollumfänglich zustimmen, Martin, kann mich aber bis vor wenigen Jahren aus dem Heer der desinteressierten, bequemen Kreuzchenmacher auch nicht ausnehmen. Erst die – immer noch als vorübergehend empfundene – Zäsur meiner Erwerbslebens hat das Interesse an der Analyse daran hervorgerufen und im Zuge dessen ein wenigstens teilweises politisches Bewußtsein hervorgebracht. Vorher war mir auch „alles“ wurscht, solange ich nicht frieren, hungern oder anderweitig darben musste. Zufrieden oder gar glücklich hat dieses Dasein aber auch vormals schon nicht gemacht, ich war mir selbst schon länger davor untreu geworden.

          Die Rahmenbedingungen, die wir dadurch allerdings kollektiv hervorgebracht haben, sind niederschmetternd und einfach auch beängstigend mittlerweile. Ich bin nicht sicher, wie wir da wieder rauskommen – und friedlich, wohlgemerkt…

          • April 22, 2013 um 4:58 pm

            Da raus zu kommen, ohne dass Blut vergossen wird, scheint mir eins der dringenden Überlegungen zu sein. Sehen wir doch schon erste Anzeichen gegenseitiger Beschuldigungen.
            Da rauszukommen heißt, dass die Fehler im System entweder von einer breiten Masse erkannt werden, so dass ein anderes Miteinander schon begonnen wird, oder dass ein Verbund heller Köpfe den neuen Weg zeigt, dem gefolgt werden könnte.
            Letztere sehe ich erst nur schemenhaft. Die breite Masse könnte vielleicht schon gegeben sein. Es sollen schon über 35% so genannten Kulturell-Kreative die neuen Alternativen begonnen haben im alten System zu leben.
            Wichtig scheint mir, dass Aufklärung auf allen Kanälen stattfindet und möglichst viel im Kleinen schon selbst begonnen wird zu ändern. Denn jede gesellschaftliche Änderung wurde wohl schon immer vollzogen, bevor es zu den regulativen Systemänderungen kam.
            Ob die Eliten, die derzeit auf „Kosten“ der Gemeinschaft leben, den Wandel geschehen lassen?
            Das ist eine Frage des Bewusstseinswandels auf allen Ebenen, siehe z.B.:
            Die Nächste Stufe unseres Bewusstseins und ihr aktiver Zugang
            Es sind jedenfalls spannende Zeiten.
            Herzlich Martin

    • April 22, 2013 um 8:49 pm

      Dr. Martin Bartonitz :
      Da raus zu kommen, ohne dass Blut vergossen wird, scheint mir eins der dringenden Überlegungen zu sein. Sehen wir doch schon erste Anzeichen gegenseitiger Beschuldigungen.

      Ich bin noch nicht sicher, inwieweit hierdurch ein wiederum – wie aus der Vergangenheit oftmals bekannt – bewußt herbeigeführter Systemcrash herbeigeführt werden soll bzw. der Boden für kriegerische Auseinandersetzungen – auch innereuropäisch – bereitet werden soll. Dem gilt es auf jeden Fall entgegenzusteuern, denn ein bewaffneter Konflikt in Europa angesichts der multilateralen Anspannung, einerseits durch die Finanzsituation in der Euro-Zone, angesichts des globalen Wettbewerbsdrucks als Folge jahrzehntelanger Indoktrination in das Wachstumsparadigma – in dem im übrigen DER Systemfehler liegt… – wäre eine Katastrophe nie gekannten Ausmasses, die im übrigen mit hoher Wahrscheinlichkeit einen umfassenden Weltkrieg nach sich ziehen würde. Das würde m.E. das Ende der uns bekannten Welt bedeuten und milliardenfachen Tod bedeuten. Anhänger der NWO-Befürchtungen/globaler Verschwörungstheorien unken ja, dass dies der unfassbar perfide, zynische Teil der Errichtung einer neuen Weltordnung sei, die auf absoluter Kontrolle und einer Art Kastensystem basieren soll. Kurz gesagt: Eine Dystopie unfassbaren Ausmasses.

      Da rauszukommen heißt, dass die Fehler im System entweder von einer breiten Masse erkannt werden, so dass ein anderes Miteinander schon begonnen wird, oder dass ein Verbund heller Köpfe den neuen Weg zeigt, dem gefolgt werden könnte.
      Letztere sehe ich erst nur schemenhaft.

      Bei den hellen Köpfen würde ich ein Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsproblem sehen, auch mich eingeschlossen. Wenn wir einmal verstanden haben, dass wir mindestens während der vergangenen hundert Jahren durch und durch belogen wurden, könnte dies in ein kollektives, undifferenziertes Mißtrauens“votum“ umschlagen. Anders gesagt: Da drohen u.U. anarchische Zustände. Auch das gilt es unbedingt zu vermeiden.

      Die breite Masse könnte vielleicht schon gegeben sein. Es sollen schon über 35% so genannten Kulturell-Kreative die neuen Alternativen begonnen haben im alten System zu leben.

      Hab Deine Verlinkungen beide gelesen. Das klingt plausibel und machbar für mich.

      Wichtig scheint mir, dass Aufklärung auf allen Kanälen stattfindet und möglichst viel im Kleinen schon selbst begonnen wird zu ändern. Denn jede gesellschaftliche Änderung wurde wohl schon immer vollzogen, bevor es zu den regulativen Systemänderungen kam.

      In diesem Prozess befinde ich mich gerade. Der Artikel von den Kulturell Kreativen war mir – glaube ich – schonmal im Zusammenhang mit einer anderen „Unterhaltung“ bekannt, irgenwie kam mir diese Studie nicht ganz unbekannt vor.

      Ob die Eliten, die derzeit auf “Kosten” der Gemeinschaft leben, den Wandel geschehen lassen?
      Das ist eine Frage des Bewusstseinswandels auf allen Ebenen, siehe z.B.:
      Die Nächste Stufe unseres Bewusstseins und ihr aktiver Zugang

      Auf die Eliten als Mitgestalter des Wandels können wir da m.E. nicht zählen. Es wird nötig werden, sich von den Abhängigkeiten dieser Eliten so weit als möglich zu entkoppeln. In diesem Punkt bin ich leider nicht allzu optimistisch. Selbstversorgerenklaven und dergleichen werden nur solange in Frieden gelassen, solange sie das große Ganze nicht gefährden. Abgesehen davon ist keiner davor gefeit, dass plötzlich irgendwelche Konzerne anrücken und die dort vorhandenen Bodenschätze plötzlich ausbeuten wollen. So geschehen und geschieht es weiterhin in lateinamerikanischen Ländern, in Afrika, eben überall, wo Konzerne jegliche Art von ausbeutbaren Resourcen finden – und zu „besetzen“ suchen. Da kommt es dann bei der Gegenwehr der Bevölkerung leider immer wieder mal zu – auch blutigen – Friktionen. Das betrübt mich über alle Massen.

      Es sind jedenfalls spannende Zeiten.
      Herzlich Martin

      Eine Zeitenwende vollzieht sich, sehe ich auch so.

  10. April 30, 2013 um 3:46 pm

    Nick Mott: bei seiner Stimmenabgabe:

    JEDER, der sich aufrafft und hinstellt, um Mißstände bewusst zu machen, dafür eintritt, diese zu ändern, konstruktive Verbesserung anstrebt und dabei seinen Kopf für andere hinhält, hat grundsätzlich Solidarität verdient!

    Obrigkeitshörigkeit, Feigheit, Trägheit sind keine Tugenden, obwohl dieser Staat genau dies sowohl wünscht, als auch weitgehend forciert.

    Es kann nicht sein, dass „geltendes Recht“ zu Unrecht umgebeugt wird und dafür noch Applaus gezollt wird – da ist ethisch Widerstand geboten und sei es nur aus reinem Egoismus, denn es kann jeden treffen, auch diejenigen, die sich derzeit noch sicher glauben in ihrem Kuscheckchen…

    https://www.openpetition.de/petition/online/sofortige-ruecknahme-aller-sanktionen-gegen-die-arbeitsvermittlerin-inge-hannemann

  11. April 30, 2013 um 7:49 pm

    weil es so gut dazu passt:

  12. Juni 15, 2013 um 11:19 pm

    Frau Hannemann ist nun von ihrem Arbeitgeber öffentlich sehr polemisch angegriffen worden. Und es gibt hier Zunder vom Der Freitag, mit Blick auf das Dilemma eine eines Whistleblowers:

    Natürlich ist sie eine Whistleblowerin und sie hat sich nicht den falschen Beruf ausgewählt. Im Gegenteil. Dass sie nach Auffassung der BA kein Hartz-IV-Rebellin sein kann, ist schon lustig, entspricht aber dem Habitus von Herrschern, die regelmäßig Rebellen absprechen welche zu sein und sie stattdessen als Kriminelle, Marodierende usw. besprechen. Dahinter steckt die lustige Vorstellung, dass sich Rebellion gefälligst um Prüfsiegel oder Zertifizierung zu bemühen habe. Aber wie soll das gehen, wennn nicht mal auf Briefe geantwortet wird?

    In einem Zeitalter, in dem kaum noch ein Angestellter sich traut, die Dinge aufzudecken, die schief laufen, ist es immer wieder ein Erlebnis, wenn es denn doch noch Zivilcourage gibt. Danke Frau Hannemann!!

  13. buktombloch
    September 27, 2013 um 7:36 pm

    Guten Tag.

    Neuer Clip-neue Aktion.
    Freue mich über alle Mithelfenden.
    #jobcenter #HarzIV #ALGII

    … Leider habe ich keine gute Technik und bin auch kein Profi.
    Und meine Stimme ist durch die Operationen beeinträchtigt.
    Aber ich mußte das machen.
    Den Text gibt es auch bei youtube als Kommentar und im Blog (dort sind auch mehrere Dateiformate verlinkt).
    http://tombbloggt.blogspot.de/p/blog-page.html
    MfG
    Burkhard Tomm-Bub

    Der Text:
    …………..

    Aufruf vorm Spiegel zu verweilen!

    FallmangerInnen, ArbeitsvermitterInnen — KollegInnen!

    Einige von Euch werde ich mit meinen Worten nicht erreichen,
    zumindest nicht ihre Herzen … (vielleicht aber doch ihren Verstand).
    Einigen ist recht vieles egal, einige legen es sich so zurecht, dass
    Andere schuld sind, die Kunden, die Gesetze, die Chefs, …
    Einigen ist es wichtig, ihre Ruhe zu haben, ein gutes Auskommen,
    Versorgung für die Kinder, evtl. sogar noch ein kleiner beruflicher
    Aufstieg. Das kann man verstehen.

    DOCH VIELEN IST ES NICHT EGAL.

    Ich kann Euch hier nur Schlagworte liefern — doch sie sind belegt (s.u.).

    . Bei UNGÜNSTIGSTER Rechnung haben wir für JEDE (!) offene Stelle ZWEI
    verfügbare und topmotivierte ALG II — BezieherInnen. WARUM konzentrieren
    wir uns auf die Kontrolle und Sanktionierung von (angeblich) Unwilligen?

    . Ein ExistenzMINIMUM kann man schon vom Begriff her nicht mehr kürzen.
    Auf keinen Fall aber um 60% oder 100%. Das ist verfassungswidrig und
    unmenschlich, in einem reichen Land wie unserem allemal.

    . Das handling von Fallzahlen, EGV`s, Maßnahmezuweisungen,
    Sanktionsquoten, Bewerbungsnachweisen, u.ä. hat schon lange das
    Urkonzept vollständig verraten und wird immer sinnloser und absurder.

    Schon diese wenigen Beispiele reichen völlig aus, finde ich.

    Aufruf vorm Spiegel zu verweilen!

    Wir alle wissen, dass es stimmt, was oben beschrieben wird.
    Wir alle stehen am Morgen vor dem Badezimmerspiegel.
    Verweilt. Schaut Euch in die Augen.
    Was kann ICH tun, um das zu geben, was ich ja auch selbst bekommen will?
    Was kann ICH tun, um etwas mehr Würde, etwas mehr Gerechtigkeit, etwas mehr
    Menschlichkeit zurück zu bringen in die (jobcenter-) Welt?
    Vielleicht etwas ganz Großes. Kündigen, Klage einreichen, etwas in dieser Art.
    Vielleicht etwas anderes. Im Alltag den MENSCHEN helfen. In Teamgesprächen diskutieren.
    In Foren im Internet mitreden. Leserbriefe schreiben. Mit Kollegen reden. Mit den örtlichen Hartz IV — Gruppen / Beratungsstellen Kontakt aufnehmen. Etwas noch ganz anderes, kreatives.
    Und dann schaut wieder in den Spiegel. Ihr werdet schöner aussehen, stärker und stolzer — versprochen! Mein Wort darauf.

    Unterstützt von / Unterstützend für:

    Marcel Kallwass, Student an der Hochschule der BA (Bundesanstalt für Arbeit).
    Blog: http://kritischerkommilitone.wordpress.com/

    Norbert Wiersbin, (Dipl.-Päd., Dozent und Ex – Fallmanager)
    Blog: http://norbertwiersbin.de/

    Inge Hannemann, z.Zt. suspendierte jobcenter — Mitarbeiterin
    Blog: http://altonabloggt.wordpress.com/

    V.i.S.d.P.: Burkhard Tomm-Bub, M.A., 67063 Ludwigshafen, Mailto: ogma1@t-online.de
    (Ex – Fallmanager)

    BELEGE im Blog „tombbloggt“: http://tombbloggt.blogspot.de/

    ***************************************

    P.S.: Zu dieser Aktion ermutigt haben mich u.a. Konstantin Wecker und Prinz Chaos II. mit ihrer Schrift „Aufruf zur Revolte“. Vielen Dank! Link: http://www.randomhouse.de/content/attachment/webarticle/aufruf_zur_revolte_40040.pdf

  14. buktombloch
    September 28, 2013 um 2:52 pm

    # tombbloggt (Blog eine Ex – Fallmanagers)
    # Aufruf vorm Spiegel zu verweilen! (Botschaft / Flugblatt für die jobcenter -Kolleg_innen)

    http://tombbloggt.blogspot.de/p/blog-page.html

    Guten Tag.
    Gestern hatte ich meinen Aufruf als „Videobotschaft“ vorgestellt. So manches mal … dürfen … die Mitarbeiter_innen im jobcenter derlei ja auch am Arbeitsplatz genießen. Von den höchsten Chefs, Herrn Alt, bzw. Herrn Weise …
    Wäre übrigens eine witzige Vorstellung, wenn … Aber lassen wir das. Wir sind strikt seriös und legal. Solche anonymen Ideen darf man dann da nun nicht umsetzen.
    Gleichwohl. Über 215 Zugriffe bei youtube, anerkennende Worte und Unterstützung (durch rebloggen) von Ralp Boes, lobende Worte von Prinz Chaos II. und etliche „likes“ und „Gefällt mir“, sowie einige „Teilungen“ innerhalb knapp eines Tages wurden erzielt!
    Sicherlich: im Vergleich zu Kätzchenfotos, „lustigen“ Schadenfreude -Videos und tollen Musik -Clips … ist das nicht arg viel.
    Aber ansonsten: ist es schon ein sehr großer Erfolg! DANKE !! 🙂

    Heute möchte ich das Schwergewicht der Infos mehr auf das Schriftliche und die Dateiformate legen.
    Ziel ist ja letztlich, dass möglichst viele Fallmanager_innen, Arbeitsvermittler_innen, PAP`s, usw. einen dieser „Zettel“ in die Hand bekommen.
    Hier bin ich allein völlig hilflos. Sicher: ich kann am Ort und im Nachbarort eine handvoll in die jobcenter – Briefkästen werfen … viel mehr kann ich aber schon nicht machen.
    Ein Massenversand per Email (es gibt da ja seltsamerweise im Netz oft Telefon- und teils auch Maillisten von diversen jobcentern) ist aus rechtlichen Gründen nicht erlaubt, soweit ich weiß. Daher kann ich das weder tun, noch dazu raten! Bringt Euch nicht in Schwierigkeiten!
    Ich bin auf EUCH angewiesen. Falsch. Die gute Sache ist auf Euch angewiesen.
    Insbesondere ALG II – Bezieher_innen, in gewissem Maße auch „Mitläufer_innen“, Berater_innen, u.ä. können ausdrucken, aushändigen, per Post schicken, „unter Umschlag“ und mit individueller Adressierung in jc – Briefkästen einwerfen, u.ä.
    Andere können diese Botschaft weiter verbreiten, Teilen, RT, vermailen, usw.

    Nochmals Dank Euch Allen und
    mfG
    Burkhard Tomm – Bub, M.A.
    67063 Ludwigshafen
    – Ex – Fallmanager –

    P.S.:
    Die verschieden Formate gibt es hier (website):
    http://www.omniavincitamor.de/91701.html

    und hier (Blog):

    http://tombbloggt.blogspot.de/p/blog-page.html
    Vorteil im Blog: man kann auch kommentieren! Worüber ich mich freue. 🙂

    Ich liste hier aber auch noch mal alle Direktlinks auf:

    http://www.omniavincitamor.de/media/d16f1eba5721ec2affff80b2fffffff2.doc

    http://www.omniavincitamor.de/media/d16f1eba5721ec2affff80b5fffffff2.odt

    http://www.omniavincitamor.de/media/d16f1eba5721ec2affff80b4fffffff2.pdf

    http://www.omniavincitamor.de/media/d16f1eba5721ec2affff80b6fffffff2.txt

    Und hier noch ein youtube – clip dazu:

    Oder bei vimeo:

    Die reine Tonspur (ggf. für podcasts, leider nicht perfekt / verbesserbar):
    [audio src="http://www.omniavincitamor.de/media/7a9e4fb25cb9550fffff8048fffffff2.mp3" /]

  15. November 10, 2013 um 12:51 pm

    Und es wird noch dramatischer werden:

    Anscheinend sind manche Strategen zu der Überzeugung gekommen, dass es jetzt an der Zeit ist, bei den Hartz IV-Empfängern die Daumenschrauben anzuziehen bzw. die Möglichkeit, das noch mehr zu machen als bislang schon, noch rechtzeitig in den Strom der Koalitionsverhandlungen einzuspeisen: “Arbeitsagentur fordert schärfere Hartz-IV-Regeln”, so ist ein Beitrag dazu überschrieben. Und wirft man einen Blick in die dort erwähnten Vorschläge, dann muss man schon feststellen, dass sich hier ganz offensichtlich wieder einmal die hartnäckig verankerte deutsche Bestrafungs- und Verfolgungsmentalität Bahn zu brechen versucht, gepaart mit der Kombination des Auslebens von Vor-Urteilen beispielsweise gegen Alleinerziehende, die trotz vieler gegenläufiger Forschungsbefunde in den Köpfen gewisser männlicher Führungskräfte implementiert sind.

    Fundstelle: Hartz IV: Von “einladungsresistenten Leistungsberechtigten” über die Konstruktion von “guten” und “schlechten” Alleinerziehenden bis hin zum Sterben ordentlicher Träger von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, von Prof. Dr. Stefan Sell

  16. November 16, 2013 um 10:16 am

    Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts: Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger sind verfassungswidrig, von Götz Bockmann

    Jeder von Sanktionen Betroffene sollte sofort Widerspruch einlegen

    Kommentar zum nachfolgend im Original abgedruckten Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) Karlsruhe aus dem Jahr 2010. Das Urteil erklärt grundsätzlich jegliche Form von finanziellen Sanktionen (Leistungskürzung) für rechtswidrig und betrifft damit womöglich mehrere zehntausend Hartz-IV-Empfänger, die auf Grund welcher Umstände auch immer von Arbeitsämtern oder Job-Center mit Leistungskürzungen belegt worden sind. Die Betroffenen sind aufgefordert, gegen solche Sanktionen Widerspruch (auch rückwirkend) einzulegen und die ihnen vorenthaltenen Beträge nachzufordern. Dieses sollte SCHRIFTLICH (am besten mit “Einschreiben”) mit der Forderung nach schriftlicher Bestätigung des Eingangs des Schreibens geschehen, damit die betroffenen Dienststellen im Falle einer notwendigen gerichtlichen Auseinandersetzung nicht behaupten können, dass sie angeblich nie etwas erhalten haben. Denn mündlich -selbst in Gegenwart eigener Zeugen- abgegebene Erklärungen sind vor Gericht relativ wertlos. Zugleich betrifft dieses Urteil indirekt auch alle Mitarbeiter von Arbeitsämtern oder Job-Center. Sie machen sich bei der Verhängung solcher rechtswidrigen Sanktionen bis 2010 rückwirkend wegen fahrlässiger Körperverletzung, ab sofort sogar wegen vorsätzlicher Körperverletzung strafbar und müssen sich dafür nach Strafanzeige mit verbundenem Strafantrag gegebenenfalls auch vor Gericht verantworten. Dabei gilt das rechtliche Grundsatzprinzip, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt. …

  17. Repressionssystem!
    Juni 2, 2014 um 12:07 am

    Sehr gute Analyse. Zu den Sanktionen (10.) muß man noch hizufügen, daß der Leistungsempfänger, da ein Widerspruch/Prozeß in diesem Fall ja keine aufschiebenden Wirkung hat, selbst bei gewonnem Prozeß die Sanktionenen zu Unrecht über sich hat ergehen lassen müssen…???!!!!!! Das ist doch sowas von unassbar!?!!!

    Hartz IV gehört abgeschafft und durch das bedingungsloseGrundeinkommen ersetzt!

  18. pascalalter
    Juni 2, 2014 um 12:43 am

    Hat dies auf Pascalalter’s Weblog rebloggt und kommentierte:
    Cytuje:“ 26,4 Milliarden kosten uns die Sozialabgaben heute. 33,28 Milliarden beträgt der Verteidigungsetat. “ – Ciekawe jak ta sprawa wygląda tutaj (Pl) – od dawna mnie frapuje niedostępność danych co do rozkładu kosztów świadczeń socjalnych, czyli: kto komu tak naprawdę pomaga??

  19. Gast
    September 14, 2016 um 12:54 pm

    Schätze der Sozialstaat wird weiter abgebaut werden, somit wird die Kriminalität überhand nehmen. Leider, aber genauso wird es womöglich kommen.

    • September 16, 2016 um 7:18 pm

      Die Zeichen in Europa stehen auf Bürgerkrieg, eventuell sogar einer großen „Auseinandersetzung“ mit Rußland. Ersteres wird mindestens ungemütlich, letzteres befreit uns von allen Sorgen, denn dieser Konflikt wird aufgrund der Unterlegenheit der NATO bei den konventionellen Waffensystem nuklear „gelöst“ werden und dann liegt hier alles in Schutt und Asche (die Raketen in den Silos wurden in den letzten Monaten modernisiert und mit modernen Gefechtsköpfen und Steuerungssystem ausgestattet). Ich möchte gern ‚was anderes glauben, aber die Indizien stehen dafür.

  20. Fluß
    September 16, 2016 um 7:27 pm

    Nicht auf Bürgerkrieg, sondern Besonnenheit.
    Mit Ausländern sind die Ämter beschäftigt und es können Sachen/Dinge schneller durchgerungen/durchgewunken werden 😉
    Nich immer das negative sehen!
    Ämter wollen von Deutschen keine Unterlagen mehr. Also einmals deutlich machen und gut is!

  1. April 11, 2013 um 12:07 am
  2. April 14, 2013 um 12:00 pm
  3. April 14, 2013 um 2:49 pm
  4. September 9, 2013 um 1:50 pm

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