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Unsere sinnlose Arbeit

Ich hatte den Viktor Schauberger schon ein paar Mal hier gebracht (z.B. hier), nun habe ich gesehen, dass er auch ein Buch geschrieben hat, das inzwischen neu aufgelegt wurde: Unsere sinnlose Arbeit. Dazu die folgende Rezension von Lothar Busold auf Amazon:

Eigentlich könnte man dieses Buch aus heutiger Sicht als „grünes Manifest“ bezeichnen, eine erste deutliche Zuwortmeldung der Bewegung, die man heute als „die Grünen“ bezeichnen würde. Man sieht Schauberger an vielen Orten kämpfen, an denen er heute längst offene Türen einrennen würde, weil seine Ansichten hierzu längst Allgemeingut geworden sind. Er aber hatte es anno 1933 mit einer Gesellschaft zu tun, die jedem technischen Fortschritt unkritisch applaudierte, unabhängig von den ökologischen Schäden, die sie nach sich zog. Dies gleich vorweg: irgendwelche politisch peinlichen Statements Schaubergers braucht man in dem Buch nicht zu fürchten, die im gleichen Jahr stattfindende Machtübernahme der Nazis hat ihn offenbar völlig kalt gelassen.

Schauberger ist weitgehend unpolitisch, obwohl er 1949 die „grüne Front“ gegründet hat und damit das Feld der Politik unweigerlich betreten musste. Schaubergers erstes und einziges Buch fällt in eine Zeit, in der seine berühmtesten Erfindungen noch garnicht gemacht waren und daher auch nicht erwähnt sind, wie etwa die Repulsine oder das Heimkraftwerk. Sein genereller Ansatz ist aber bereits erkennbar: heutige, zerstörerische Technik, soll durch „naturrichtige“ ersetzt werden, die keinerlei Schäden in der Natur verursacht und insbesondere für gesundes Wasser und den Erhalt der Wälder in ihrem natürlichen Zustand sorgen soll. Eine Maxime, von der wir leider inzwischen abgerückt sind : wir haben uns längst damit abgefunden, dass Technik „dreckig“ ist und deren Rückstände mit Filtern unf Kläranlagen beseitigt werden müssen, verbunden mit ständigen Sparappellen an die Bevölkerung. Davon ist übrigens bei Schauberger nichts zu lesen. Er ist überzeugt, dass die Naturenergien genügend Ressourcen zur Verfügung stellen, um eine ausreichende und nicht zu knappe Versorgung zu gewährleisten.Natürlich sind die ersten Schritte in diese Richtung eher tastend. Mit seinen Fragen die Wissenschaft zielt er doch oft in eine Richtung, die er später aufgeben musste. Auch die Sprache ist natürlich heute etwas gewöhnungsbedüftig: das Wasser nennt er oft „das Blut der Erde“. Nun, er war eben Förster und solche Ausrucksweisen waren damals eben üblich.Trotzdem ist das Buch von mehr als historischem Interesse.

Schauberger hat nur allzu oft recht behalten mit seinen Prognosen, zum Beispiel die Folgen der Rheinbegradigung sind genau so eingetroffen. Und hat man die beschriebenen Versuche schon alle gemacht ? Sicher nicht, auch da ist die eine oder andere Überraschung noch zu erwarten.

Ich habe mir das Buch Unsere sinnlose Arbeit mal bestellt und bin sehr gespannt und werde berichten …

  1. April 2, 2013 um 11:14 am

    Dieses “Grüne Manifest“ geht, wenn auch auf einem anderen Pfad, in die selbe Richtung wie Warks “A hacker manifesto“, denn das Grundprinzip des “Hackens“ findet sich auch in Schaubergers Arbeit wieder.

    Das Buch kann hier komplett als PDF heruntergeladen werden:

    http://www.academia.edu/182789/A_Hacker_Manifesto

    Es ist sehr lesenswert bezüglich des Freiheitsdranges von Informationen, als Prozess, aus Möglichkeiten Tatsächlichkeiten entstehen zu lassen, und verdeutlicht, was Viren und Hacker gemeinsam haben, werden doch beide heutzutage völlig einseitig von der breiten Masse wahrgenommen und ihr eigentliches, zugrunde liegendes, Wesen völlig verkannt. Dazu in Kürze mehr. Das Gesamtbild wird runder und runder.

    Es gibt auch eine gebrauchte deutsche Übersetzung bei Amazon.

    Gruß Guido

  2. April 2, 2013 um 10:28 pm

    Klingt auf jeden Fall nach einem interessanten Buch!

  3. Hans Speck
    April 18, 2013 um 10:56 pm

    Die Rezension zeigt, wie wenig man ein Buch verstehen kann, wenn man den Menschen als Autor nicht verstehen will.

    Zuerst einmal haben die sog. „Grünen“ schon lange die Ziele ihrer Bewegung verloren und verraten – aus Kriegsgegnern und NATO-Auflösern wurde glühende Befürworter der Aggression in Jugoslawien – selbiges tun sie schon lange auch mit ihren „Umwelt“-Zielen (wobei schon das Wort „Umwelt“ statt Natur die ganze Verlogenheit der anthropozentrischen Position zur Geltung bringt). Heute ist wohl eher von Öko-Faschismus zu reden…
    Insofern ist Schauberger weit weit weg von diesen sog. „Grünen“ anzusiedeln.

    Schauberger selbst hat die Natur respektvoll und unvoreingenommen beobachtet – zum Glück hatte er durch seine Förstertätigkeit in einem der damals schon letzten unberührten Gebirgswälder Österreichs dazu Gelegenheit.
    „Ihr bewegt falsch!“ lautete sein erster und wichtigster Vorwurf an die „moderne Technik“, die auf Explosion und Vernichtung von Materie zur Energiegewinnung aufbaut – statt auf Implosion und direkter Energiegewinnung aus der überall vorhandenen Natur-Energie.

    Insofern war er durchaus nicht unpolitisch, zumal er als „einfacher Forstmann“ mit vielen Professoren gleichberechtigt reden konnte, aber von diesen nie anerkannt wurde (mit einer Ausnahme).
    Was die Versorgung der Menschen mit dem wirklich Lebensnotwendigen betrifft, so ist auch heute in unserer „falschen“ Wirtschaft nur ein ganz geringer Teil mit diesen Dingen beschäftigt – der größte Teil der heutigen Ökonomie betreibt „l’art pour l’art“ – Produktion um des Verbrauches willen – von NOT- und WENDIGKEIT keine Spur – ersichtlich nicht erst an der heute immer deutlicher werdenden Selbstbefriedigung der Finanzwelt, sondern bereits vorher: an der sog. Überflußgesellschaft, mit geplanter Obsoleszenz, ungebremstem Ressourcenverbrauch etc.
    Wieviel mehr Freizeit könnten die Menschen haben und wieviel ruhiger könnten sie leben, wenn sie sich mit Schaubergerscher Technologie auf das WICHTIGE im Leben konzentrieren würden – und wieviel mehr Menschen könnten satt, zufrieden und in Fülle auf dieser Erde leben…

    Zum „Blut der Erde“: das hat Viktor Schauberger durchaus wörtlich gemeint – wer das nicht verstanden hat, der hat seine Darlegung des kleinen und des großen Wasser-Kreislaufes nicht verstanden – wie kommt das Wasser in der Erde entgegen der Schwerkraft in die Gebirge auf die Gipfel, um von dort als Quellen und Bäche talwärts zu strömen?
    Die Überheblichkeit gegenüber einem „eben Förster“ scheint heute wieder fröhliche Urständ zu feiern… und zeigt die eigene Beschränkheit im Denken.

    Daß nicht nur der Rhein, sondern fast alle Bäche (und die Flüsse sowieso) inzwischen naturwidrig begradigt und einbetoniert wurden (und bis auf wenige stückweise /Isarrückbau/ Ausnahmen weiter werden!), scheint nur logisch und folgerichtig – haben wir doch den Sinn der Schaubergerschen Gedanken noch lange nicht verstanden – geschweige denn von Umkehr…
    Da brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn die Erträge in der Landwirtschaft trotz (oder wegen?) aller „wissenschaftlichen“ Maßnahmen, wie massenhafte Düngung und Pestizidausbringung, weiter rapide sinken – da der Energieeintrag der mäandernden Bäche und Flüsse in den Boden fehlt.

    • April 18, 2013 um 11:18 pm

      Vielen Dank, Hans, für Deine kleine Rezension der Werke von Schauberger. Noch habe ich das Buch nicht durch, aber Deine Feststellungen kann ich inzwischen schon gut bestätigen. Der Mann war seiner westlich-geprägten Welt weit voraus.
      Allerdings war seine Sprachen auch eine vollständig andere als die der „gängigen“ Wissenschaftler. Das erhöhte sicherlich auch nochmals das Missverstehen. Das war sicher so wie heute allerdings aufgrund von „Mainstreaming“ sicher schon deswegen auch stark vorhanden.
      Viele Grüße, Martin

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