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In jeder Zelle eines jeden Lebens ist EROS …

Ich möchte zur Ergänzung unserer Arbeiten hier noch einen Kommentar von Paola zu ihrem Artikel Ich fühle, also bin ich. Ich denke, also bin ich. Ich handle, also bin ich – eine Situationsanalyse bringen. Ich dachte erst zu kürzen, aber es hätten dann doch wichtige flammende Stellen gefehlt, da etwas lang für einen Blog-Post, aber jede Zeile Wert, wie ich finde:

Die Revolution wird wahrscheinlich auch noch dadurch verstärkt, dass ich solch einen erotischen Appell als Frau verfasste (siehe das EROS-Prinzip). Das passt nicht in das Bild der sexistischen Opferrolle (aktuell wiederbelebt durch Brüderle), der angeblich die Frauen auf dem Arbeitsplatz ausgesetzt sind. Ich glaube dem sowieso nicht. Erlebt habe ich anderes. Frauen als Täterinnen, Frauen als Verführerinnen. Nicht generell aber offensichtlich genug und sehr zum Leidwesen der Unternehmen. Ich will die Männer hier nicht frei reden. Es gehören immer beide Seiten dazu. Doch wollte ich genau dieses Klischeebild nutzen und es umkehren, um dann aber den Weg zu Eros eröffnen. Der Chef appelliert und die Frau ist im ersten Teil vorerst und scheinbar passiv. Das am Rande.

Viel wichtiger ist mir das EROS-Prinzip bzw. Eros als archaischer Gottesmythos. Er symbolisiert direkt das Prinzip der Liebe und Leidenschaft, des Triebes, des Überlebens, des Zeugens, der Kreativität, auch des Kampfes, das Urfeuer, die Urkraft, die Lebendigkeit, die Wildnatur, das Urbewußtsein, körperlich, seelisch und geistig, die maximale Polarisierung unseres Dasein und das alles in einer Figur, und ich fühle und weiß, dass diese Kraft in uns allen und in allem existiert. Sie wird auch weiter existieren, auch ohne uns Menschen. Wir brauchen uns gar nicht weiter einzubilden, wir seien die Krönung der Schöpfung. Sind wir nicht. Die Schöpfung kommt sehr gut auch ohne uns aus.

Genmanipulation als eigentliche Gefahr

Ich betrachte die heutige Zeit als eine riesen Chance, uns vom jenseitigen Glauben zu befreien. Und dabei ist es mir ganz gleich, ob es sich um das Judentum, die Christenheit oder den Islam oder sonst eines Glaubens (Geld z. B.) handelt. Jede Gottesgläubigkeit, die uns Erlösung erst durch das Jenseits oder Reichtum verspricht, ist lebensfeindlich. Das gesamte Lebens- und Gesellschaftssystem, was auf diesem Menschenbild basiert, droht der Untergang, und unsere Zivilisation basiert genau darauf und beherrscht die Welt, jeden Einzelnen von uns, geißelt und zerstört die Wildnatur, beraubt uns um unseren Eros, lähmt uns, führt uns irre, ist pathologisch, leugnet unseren Kern und leugnet die Natur, verfälscht und verfremdet uns. Das ist das schlimmste. Wir berauben uns um unsere Schönheit, um unsere Lust, um unsere Liebe, wir zerstören unseren Kern in uns selbst und damit auch im Anderen. Damit aber nicht genug. Wir wissen darum und entdeckten die DNA, entschlüsselten sie und manipulieren an ihr. Wir sind IM KERN unseres Daseins. Wir basteln direkt am EROS. Nicht die Atombombe ist die größte Gefahr. Die Genmanipulation ist die eigentliche Gefahr. Denn mit ihr schaffen wir die Natur neu. Wir schaffen neue Wesen, wir schaffen neue Menschen, die den Namen “Mensch” nicht mehr verdienen. Wir löschen uns selbst aus. Wir wissen nicht, wem oder was EROS dient. Wir werden es auch nicht erfahren. Weil wir uns bereits jetzt vor dieser Erkenntnis wieder entfernen. Nichts ändert sich. Der Jenseitsglaube ist gleich geblieben. Wir nennen es nur “Wissenschaft” und wieder im “Dienste” der Menschheit. Nein. Wir dienen der Menschheit damit nicht. Die nächste Stufe des Betruges haben wir erklommen und diesmal mit einer Inquisition, die alles historische übertrifft. Wir foltern uns selbst. Ich frage mich nur, wem dient das alles wirklich?

Wieder flammende Worte.

Darin liegt aber eine Logik und auch eine Hoffnung. Die Hoffnung liegt nicht in den angeblich besser beherrschbaren Krankheiten, sie liegt nicht in der Hoffnung, genügend Ressourcen für die Überbevölkerung zu schaffen (wer glaubt eigentlich an diese Lüge wirklich?). Sie liegt darin, dass EROS nicht zerstörbar ist! Weil in jeder Zelle, in jedem Baustein unserer DNA die Kraft des EROS steckt. Die Frage wird nur sein, welcher Kampf innerhalb des veränderten Kerns entbrennen wird. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass wir sehr vieles lösen können, wenn wir uns zu unserem Kern wieder bekennen. Wenn wir unsere HÄNDE als sinnliches und uraltes Werkzeug wieder entdecken und einsetzen. Wenn wir uns wieder berühren, auch im Alltag und unter Fremden, wenn wir uns wieder spüren, uns selbst und mein Gegenüber, wenn der Händedruck mehr wird als nur Kraftaustausch, wenn zum Händedruck auch Sanftheit sich dazugesellt und wir durch die Sanftheit den anderen FÜHLEN. Unsere Hände sind Brücken. Unsere Finger, unsere Fingerkuppen feinste Sensoren. Es gibt oder gab Menschen, die sagten, dass die Affen durch das gegenseitige Lausen und Fellbearbeiten die Finger und Hände feinsensorisch entwickelten, dass in diesem Einsatz der Finger wahrscheinlich der evolutionäre Schritt vom Affen zum Menschen lag. Das macht Sinn. Auch in der Entwicklungspsychologie sind die Hände eines Kindes (ich lasse die Eltern u. a. außen vor) die wichtigsten Sinnes- und Aktionskörperteile: anfassen, fühlen, bauen, zerstören, fummeln, streicheln, schlagen etc. Und aus jedem Akt erwächst Erkenntnis. Was ist heute mit unseren Händen? Wir vergeistigen sie. Ihre Bedeutung reduziert sich auf Werkzeug. Fatal! Ein Rückschritt! Auch die totale Vergeistigung, ein Rückschritt! Aber wohin? Ich habe keinen historischen Vergleich.

Eine zweite Renaissance der alten Griechen

Ich sehne mich nach einer zweiten Renaissance der alten Griechen, aber diesmal nicht wissenschaftlich und philosophisch. Das haben wir zu Genüge durchgekaut. Nein, noch einen weiteren Schritt zurück, zurück zu ihren Göttern, zurück in die Zeit vor dem Beginn des Monoteismus. Glücklicherweise können wir in diese Zeit zurück kehren. Wir haben genügend Anhaltspunkte und genügend im Laufe der Jahrtausende bewahrt, auch wenn es Fragmente sind, sie reichen aus, uns darin selber zu erkennen und uns wieder zu dem zu schaffen, was wir sind: ein Teil der Natur, lebendig und kreativ. Und wer all das genauer wissen will, kann sich mit den Schriften Karl Kerenyis beschäftigen, C. G. Jung, überhaupt ist die Psychologie eine Hüterin der alten Griechen. Zu Recht und das ist auch kein Zufall! ;-)

Und ich starte damit aus eigener lebenslanger und erfahrener Anschauung mit EROS, mit HERMES (zu ihm werde ich auch noch schreiben), Athena, Zeus und seine Hera – wunderbare Figuren. Ach, es sind ihrer so viele. Das ist eine Lebensaufgabe, bitte wörtlich nehmen: LEBENS-aufgabe.

Ich appelliere ebenfalls an die Wissenschaftler, das Leben nicht nur in ihren Teilen zu erforschen, sondern alle Teile ins Ganze zu setzen, HAND in HAND. Nur so und nicht anders. Nichts darf isoliert werden. EROS wird sich wehren ;-)

Und durch die Situationsanalyse wird genau das eben sichtbar. Das ist meine zivilisierte Methode, über die ich in der rationalisierten Welt sprechen kann, ohne der Mythologie anheim zu fallen. Doch jede innere Bewegung von uns hat ihre Entsprechung in einer archaischen Gottheit und warum soll ich diese Brücke, die nun mal besteht, nicht auch nutzen?

Und da wir zu Arbeitstieren besser oder treffender Maschinen geworden sind, ist Businesslebensbereich jene Schaubühne, wo sich unsere Beziehungen manifestieren und still und manipulativ auf unser Intimleben niederschlagen. Wo sonst soll ich ansetzen? In den Familien? Die Familienforschung füllt ganze Bibliotheken und ist voller Irrtümer. Auch der Businessbereich füllt ebenfalls Bibliotheken und ist von noch größeren Irrtümern infiziert.

Wir brauchen dringend eine Korrektur in unserem Bewusstsein und da reichen die apokalyptischen Schreie nicht mehr aus. EROS ist der Weg, der sicherste, wahrhaftigste und lebenserhaltende Weg.

Ich werde als nächstes in meinem anderen Beitrag schreiben, wie wir zu EROS kommen können. Ich werde es über die Situationsanalyse beschreiben.

Ich fasse kurz zusammen:

In jeder Zelle eines jeden Lebens ist EROS. Wir fühlen EROS in jeder unseren Zelle. Durch unsere Augen und vorallem unseren Händen erkennen, fühlen und erleben wir jedes Leben, was sich uns stellt. Jede Zelle in unserem Gegenüber können wir anfassen. Wir fühlen EROS in uns und im Gegenüber. Und wir werden uns so auch wiedererkennen. Wir können das wieder erlernen, uns auf jede Zelle beSINNEN. Wir brauchen uns NUR und wirklich NUR zu öffnen, unser Bewusstsein auf jede Zelle richten und fühlen. Das ist nicht schwer. :-) Aber wir finden keine dieser Zellen hier auf dem Bildschirm. Wir müssen raus aus dem Haus, weg vom Bildschirm, hin zum Leben, Schauen, Anfassen, Erkennen, Erleben und Lieben und Verlieben. Weil EROS Liebe zum Leben ist.

Ich grüsse herzlich und bin auf die Resonanz gespannt.

Paola

Kategorien:Erkenntnis, Gesellschaft Schlagwörter: , ,
  1. Januar 19, 2014 um 5:25 am

    liebe Paola
    du sprichst mir aus dem herzen, das fühlen, das sich berühren, das begreifen was sich aus dem wort greifen herleitet, greifen mit den händen, nicht mit dem hirn, was dennoch nicht bedeutet, dass ich das hirn ausschalte,das schmecken gehört für mich noch unbedingt dazu, siehe die babys, mit den händen, fingern erkunden, um es dann dem mund zu zuführen, um es zu kosten und zu schmecken, ja der eros … nicht unser heutiges wettkampf-mässige sexualleben, das wie unsere gesellschaft ist, äusserlichkeiten, mechanisch reduziert, kongurenz, geld- und gierig, abgewertet, verboten, in der gosse landent,
    viele grüsse
    hans

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