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Brauchen wir den Eros zurück, um auf allen Ebenen zu gesunden?

Wir sind zu lebendig, um zu sterben, und zu tot, um zu leben.

Byung-Chul Han

Diesen Satz haben ich in einem Interview hier aufgeschnappt: Sieg des Eros über die Depression

Es ist ein kurzer Blick auf das neueste Buch von Byung-Chul Han Agonie des Eros, in er sich u.a. auch dem Thema der Depression annimmt (siehe auch: Hoher wirtschaftlicher Schaden wegen Depression: Über 3 Millionen Deutsche in Behandlung). Es sieht unsere Gesellschaft als erschöpft. War es früher so, dass Fremdausbeutung als solche erkannt werden konnte, so haben wir heute eine Selbstausbeutung, die man selbst nicht mehr wahrnimmt bzw. wenn der der Körper und oder die Seele am Ende ist.

Auf das Video bin ich gestoßen, weil Paola Kobler einen mutigen Artikel mit dem Titel Das EROS-Prinzip veröffentlicht hat, in dem sie darlegt, wie wichtig es ist, Eros in das Geschäftsleben zu bringen. Sie kommt zum Fazit:

… Ich behaupte, dass dies ein Beginn sein könnte, ausgelöst, oder besser ausgesprochen von einem Chef, seine eigene Liebe für sich selbst wahr zu nehmen, seine Liebe zu seiner Mitarbeiterin, die er als Mensch (das erwähnt er als erstes) und natürlich als Frau (das erwähnt er als zweites) zu zeigen und eine neue Kommunikationsform zu eröffnen, die vielleicht am Anfang für Verwirrung sorgt, aber eine neue Beziehung möglich macht, die hoffentlich wiederum in die Liebe dieser Mitarbeiterin zu sich selbst, zu ihrer Arbeit und zu diesem Unternehmen münden kann. Die Frage ist einzig, wie geht’s nun weiter?

Diese Liebe, die ich hier versuche in zarten Zügen zu umschreiben, soll in die allumfassende Liebe, die Liebe zu allem Lebendigem, zu allem Schaffen, münden. Diese allumfassende Liebe nenne ich EROS und meine damit nicht Eros im Sinne von Sexualität, auch wenn Eros sehr dicht daran ist bzw. die Sexualität ein wichtiger Teil des Eros ist. Ich meine Eros als Urkraft, die in uns allen wirkt und uns ausmacht. Und an diese Urkraft will ich ran, um die größtmögliche Kreativität in allem, was ich tue, zu erreichen. Das Leben soll, muß und kann Spaß machen. Die Arbeit soll, muss und kann Spaß machen, wenn ich zu meiner eigenen Kreativität, zu meinem Eros, stehe und lebe. Dann brauche ich keinen Carl Rogers und seinen Hirnfuck (Sorry :-) :-) :-)   ), um eine Kommunikationsschiene zu verstehen. Ich brauche dann nicht die teuren Trainer, die mich mit 50.000 AHA-Erlebnissen zu knallen und wenn ich Glück habe, bleibt eines nachhaltig hängen, weil die 49.999 Ahas einfach nur amüsante Hirnakrobatik (Sie dürfen es ruhig im Sinne EROS auf andere Bilder übertragen ;-) ) sind und vielleicht Spaß machen, aber mich nicht wirklich befriedigen, weil sie mich NICHT in meinem KERN berühren.

Könnte es wirklich so einfach sein?

Hier nochmals der Link zum gesamten Artikel, der mit einem „denkwürdigen“ Dialog zwischen einem Vorgesetzten und seiner Angestellten abläuft.

Kategorien:Ethik, Gesellschaft, Gesundheit Schlagwörter: , ,
  1. Februar 27, 2013 um 9:33 am

    Dazu fällt mir nur ein Lebensfreude, Liebe; Tierliebe, Naturliebe, Menschen-Liebe, Lebens-Liebe.

    (Am rechten Rand fehlt bei mir die Kommentar-Leiste; ich hoffe mal das ist nur ein Versehen bzw. technischer Defekt, denn die Artikel durch zu scrollen, um zu sehen wer, wann, was dazu fehlt mir die Zeit und auch die Lust.)

    Schönen Tag
    Martina

    • federleichtes
      Februar 27, 2013 um 4:09 pm

      Hilfsweise im Dashboard zu sehen – sogar die letzten zehn Beiträge.

      Eros ist reine, pulsierende Lebensenergie. Wen wundert’s also, dass mit Liebe Sexualität, und mit Sexualität Schmutzigkeit verknüpft wurde. Eros pervers, richtig in einer verkehrten Welt, in der der Wahnsinn sich normalisierte.

      Thematisch komme ich am Abend darauf zurück. Wenn ich meinen Acker bestellte. Dafür MUSS Zeit-Sein.

      Herzliche Grüße an Dich.

      Wolfgang

      • maretina
        Februar 27, 2013 um 5:30 pm

        Danke dir für deinen technischen Hinweis, manchmal hakt es da bei mir 😉

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