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Wurden neben Körper, Verstand und Geist unsere Emotionen vergessen?

Die vier Himmelsrichtungen: Handeln, Denken, Fühlen und Sprechen

Die vier Himmelsrichtungen: Handeln, Denken, Fühlen und Sprechen

Ich hatte heute ein erkenntnisreiches Gespräch mit Kasriel, einem nativen Menschen mit Wurzeln bei den ursprünglichen Bewohnern Nordamerikas. Aufgewachsen ist er in Deutschland, ist Sozialarbeiter und lebt aber heute in Schweden, weil es ihm hier zu „eng“ wurde. Es war die Fortsetzung eines nächtlich-gestrigen ersten Gesprächs über den Blick auf unsere Welt durch die Augen einer anderen Kultur. Dazu kommt noch ein Artikel auf BUERGERSTIMME. Kasriel sagte in diesem Gespräch:

Nicht unser Geist, unser Denker ist unser Bewusstsein, sondern unsere Gefühle. In unserer westlichen Welt hat man uns diese vierte Säule unsere menschlichen Wesens vorenthalten.

Lieber Wolfgang, das war nun das letzte Puzzlesteinchen, Danke für Deine Geduld mit mir. Denn eigentlich es ist so einfach, das zu verstehen:

Vom Emotionalen Körper

Unser irdisches Leben beginnt als Embrio. Dieser wächst bekanntermaßen in unserer Mutter heran. Unser Geist ist hier noch nicht aktiv, dafür bilden sich schon unsere emotionalen Weltbilder aus. Sowohl der Versorgungsfluss durch Nabelschnur als auch die Muskelbewegungen strukturieren, in-form-ieren Muster in unseren Körper. Geht es einer Mutter nicht gut und ist verkrampft, werden wir das als Embrio schon genau so wahrnehmen wie eine entspannte Mutter, die Weiter empfindet.

Alles, was wir nach der Geburt erleben, interpretieren wir auf Basis auch dieser in-form-ierten, frühen emotionalen Strukturen. Alles, was diesen entspricht, kommt uns bekannt vor und so suchen wir entsprechende Situationen für uns einzurichten. Diese frühe Programmierung zu ändern sei daher sehr schwierig, denn das geht nicht rational mittels unseres Geistes. Das geht nur durch Erleben von weiteren Gefühlen im Kontext von anderen Handlungen. Dazu fällt mir spontan wieder Gerald Hüther ein, der feststellt, dass wir am besten lernen, wenn wir begeistert sind, wenn wir stark im positiven Gefühl sind. Eigentlich ist das BeGEISTert-sein schon ein falscher Begriff: müssen wir nicht stark emotional sein, sondern BeFÜHLT-sein.

Und was das Schöpfen unserer eigenen Wirklichkeit angeht:

Nicht, was wir denken, kommt zu uns, sondern das, was wir fühlen.

Erst wenn wir ein Gefühl wirklich annehmen können als zu uns gehörend, dann könnten wir den nächsten Schritt machen und an unserer Situation etwas ändern, wenn wir das wünschen. Allein darüber zu den denken und rational einen Wunsch auszusprechen würde uns auch weiter in den alten Mustern gefangen halten.

Handeln, Denken, Fühlen, Sprechen

Kasriel meint, dass Menschen sich in allen vier Bereichen von Handeln, Denken, Fühlen und Sprechen bewegen müssten, um mittig zu sein. Ein undurchdachtes Handeln sei genauso wenig gut wie ein Denken ohne das resultierende Handeln.

Interessant ist dabei seine Sicht auf das Treffen von Entscheidungen. Ein wahrgenommenes Gefühl zeigt an, dass wir nicht in unserer Mitte sind. Erst wenn kein Gefühl mehr wahrgenommen würde, dann wären wir maximal objektiv. Wenn wir heute Entscheidungen treffen sollen heißt es, dass wir ein gutes Gefühl haben sollten. Könnte es sein, dass wir dann suggestiv beeinflusst sind? Vielleicht, weil wir uns etwas vormachen, oder uns etwas eingeflüstert wurde?

Wissen

Es gäbe zwei Arten von Wissen. Eines, das aus unseren Büchern (Wissenschaften) und traditionellen, kulturellen Überlieferung (Meme) in uns gebildet wird (In-FORM-ation). Und eines, das über unsere Seele verbunden ist und einfach da ist. Eckhart Tolle meint in seinem Buch Jetzt! Die Kraft der Gegenwart, dass wir Menschen uns fast nur noch über unseren Denker (Geist, Verstand) identifizieren und wir so kaum mehr an das allgemein verfügbare Wissen, unsere eigene Quelle kommen.

Macht

Native Menschen kennen „nur“ eine positive Macht. So hat z.B. der Schamane eine besondere Macht, da er weit mehr Zugang zu den Quellen des Lebens hat. Er lebt außerhalb der Gemeinschaft und nutzt seine Macht allein zum Heilen. Das Heilen wäre früher allerdings sehr selten gewesen, da es Krankheiten kaum gab.

Eine negative Macht des Beherrschens von Anderen auf ihre Kosten wäre ein gänzlich unbekanntes Konzept. Auch das Aufzeigen von Grenzen für Kinder durch die Eltern wird positiv betrachtet. Denn die Grenzen sollen einerseits die Kinder schützen und zeigen dabei gleichzeitig, dass sich die Eltern kümmern, dass ihnen die Kinder wichtig sind. Das Konzept von Lob und Tadel, die ja auch als Macht verstanden werden können und zudem negative Einflüsse haben, würde auch nicht genutzt. Die Mutter ist für das Reifen des Innenlebens der Kinder zuständig (Erde), der Vater dagegen für das Äußere (Sonne).

In gewisser Weise hat die Frau mehr Macht über ihre Selbstbestimmtheit. Sie wählt sich ihren Mann selbst und lädt ihn in ihren Tipi ein. Was im Tipi passiert, bestimmt die Frau. Kommt sie mit dem Mann nicht zurecht, so legt sie sein Eigentum vor das Tipi, und die Scheidung ist ausgesprochen.

Viele Native besaßen ein Pferd. Auch dieses wurde nicht besessen sondern es war eine Symbiose. Das Reiten des Tieres erfolgte durch das Hineinfühlen und leichten Lenkens, so dass das Tier selbst das Gefühl hatte, davon einen Nutzen zu haben (das wird Nick interessieren).

Partnerschaft

Kasriel sieht in unserem Konzept von Partnerschaft ein modernes Gefängnis. Es ist eine abhängige Liebe: wenn nicht das und das passiert, dann liebst Du mich nicht. Dabei geht es um das Annehmen des jeweils Anderen in dem So-Sein und ihn so zu lieben. Es geht darum, den Raum für den Anderen sicherzustellen, so dass er sich selbst „ausweiten“ kann. Wer sich in solcher Weise geborgen fühlt, kann sich ausbreiten und der Andere wird sich daran selbst erfreuen können.

Unsere Krisen

Dass unsere Welt nicht im Frieden ist, sieht er in unserem Gefühl: „Ich reiche mir nicht.“ Dieses Gefühl des Mangels versuchen wir entweder durch das immer mehr Wissen-wollen oder das Anhäufen von Materiellem um uns herum.

Bevor der Weiße kam, kannten die nativen Menschen nicht das Konzept und damit verbundene Gefühl des Mangels. Sie wussten immer, dass ihnen gegeben wird, was sie gerade benötigten.

Damit es in der Welt wieder Frieden gibt und das Beherrschen aufgegeben wird, müssten die Menschen wieder in die Selbstliebe kommen, sich selbst als OK empfinden lernen. Dann würde auch das Verurteilen aufhören. Wir kennen das aus den Hermetischen Gesetzen: Wie Innen so Außen.

Danksagung

Ich Danke Kasriel für dieses Gespräch, das mich für eine Weile in eine zauberhafte Welt entführte!

  1. federleichtes
    Februar 28, 2013 um 7:21 pm

    „Doch die Wirklichkeit ist ein harmonisches energetisches Gesamtgefüge.“

    Wir können wohl – mühelos – das Walten sehr unterschiedlicher Kräfte wahrnehmen. Unterschieden durch den Antrieb – als Idee oder Geist – Existenz
    A. zu vernichten und
    B. zu bewahren, zu schützen, zu sichern.

    In dieser totalen Gegensätzlichkeit von Wirkkräften ein energetisch-harmonisches Gesamtgefüge zu ERKENNEN, mag vielleicht nur auf der konstruktivistischen Ebene mit 3-6-9 gelingen. Demnächst, wenn ich wieder mal eine Mutter sehe, die ihr kleines Kind beschimpft, werde ich hingehen und „3-6-9“ sagen. Das wird das verängstigte Kind sicher erheitern und die Mutter beruhigen. Und sie werden beide nach Hause kommen und dem betrunkenen Vater begeistert erzählen, sie hätten einen Heiligen getroffen.

    Natürlich ist die Welt perfekt, WEIL auch die größten Spinner und die schlimmsten Verbrecher konzertiert auftreten und wirken können. Das „Auch“ ist nach meiner Auffassung das entscheidende Wörtchen. Weil auf ihrem Acker nicht nur der Wahnsinn wächst, sondern Früchte hervor bringt, die sie nicht sehen, nicht verstehen, nicht ergreifen können. Darin sehe ich die Harmonie: Das Böse wächst, weil es meint, auch das Ungreifbare ergreifen zu können. Und Menschen glauben das auch, weil sie in eine Welt des Bösen hinein geboren wurden und gar nichts anderes als das Ungeheuerliche kennen lernen – KONNTEN.

    Natürlich gibt es eine Harmonie. Nur ist sie noch nicht in Erscheinung getreten. Ruft sie mal an, Telefon 369, und fragt, wann sie kommt. Und fragt, was ihr TUN könntet, damit sie kommen KANN.

    Die Welt und das Ganze getrennt sehen? Ich muss lachen, lieber Guido. Sag mir einen, der wenigstens DIE Welt sehen kann. Was sieht der Mensch? Was er ertragen kann zu sehen – mehr nicht, und das ist verdammt wenig. Saufen, fressen, fernsehen, Dschungelcamp und Fussball, dafür reicht’s mal gerade. Die angst- und treibgesteuerten Bravbürger miteinander in vollendeter Harmonie in hellem Sonnenschein. Wenn ich in hellem Sonnenschein zu unserem See fahre, komme ich an einigen Kneipen vorbei – da sitzen die Harmoniker und „machen“ sich alles hübsch. Und nachmittags entladen sie sich, die Wege sind mit ihrer Kotze garniert. Glücklich, wer andere Weg kennt.

    Na ja, ich bin die Tage ein wenig zu emotional. Man möge mir diesen Teil des Menschlichen vergeben. 369? Ich würde daran ersticken.

    Gruß
    Wolfgang

  2. Gerd Zimmermann
    Februar 28, 2013 um 9:06 am

    „Vielleicht wird unsere Welt perfekt, wenn wir die heiligen Zahlen auf die ausgemergelten Körper der verhungerten Kinder schreiben. Darüber kannst Du mit mir sprechen.“

    Wolfgang, die Welt ist perfekt.
    Welt oder Kosmos. Die Gesamtheit aller Dinge bilden das EINE. Du sprichst von Emotionen.
    Ich rede vom Leben, dem Universum und den ganzen Rest.

    1. Das Prinzip der Mentalität
    2. Das Prinzip der Entsprechung
    3. Das Prinzip der Schwingung
    4. Das Prinzip der Polarität
    5. Das Prinzip des Rhytmus
    6. Das Prinzip von Ursache und Wirkung
    7. Das Prinzip des Geschlechts

    Solange der Mensch glaubt, seine Hülle sei er selbst, wird gestorben.

    Der Mensch ist nicht seine Hülle. Der Mensch ist der Geist, der diese Hülle bewohnt.

    Alle Geister sind ein Geist.

    Geist erschafft Materie. Da Materie „nicht“ lebt, kann Materie nicht sterben sondern nur in ihrer energetischen Form umgewandelt werden.

    Gruss Gerd

    • Februar 28, 2013 um 9:20 am

      Wobei wir dann tatsächlich bei einer der Grunddefinition sind, wie Leben in die Materie kommt. Denn da ist die Wissenschaft noch immer nicht weiter.
      Aus Sicht der nativen Menschen, ist alles in der Welt beseelt und hält die Materieklumpen so zusammen.
      Interessant wäre dann allerdings die Frage: ist dann auch in dem, was ein Mensch „künstlerisch“ erschafft, eine Seele?
      Ein Stuhl, ein Auto, …
      Gruß
      Martin

      • Februar 28, 2013 um 10:59 am

        Stellt sich doch die Frage was ist Leben? Haben wir an der Stelle die Deutungshoheit? Lebt ein Stein, ein Berg? Bleiben wir Antwort darauf nur schuldig weil unsere Leben so begrenzt sind im zeitlichen Ablauf, dass wir Prozesse die Gesteinsveränderung betreffen , nicht beobachten können?

        – Antwort darauf wie Leben in die Materie kommt findet sich bei Wilhelm Reich, der an dieser Stelle die allem zu Grunde liegende Energie, er nannte sie Orgon, wirken sieht….

        Ob in künstl(er)isch erschaffenen Dingen Seele gegenwärtig ist, stellt ein weites Betrachtungs-Feld dar. Hängt zusammen mit dem Prozess des Erschaffens, wie der Erschaffende sich mit seinem Werkstück oder Kunstwerk verbindet. Von daher haben auch Dinge eine Ausstrahlung, die von den Schaffenden hinein gegeben wurden. Aber auch der Mensch, der die Dinge nutzt, hat noch einiges dazu zu geben. – Gerade bei den einfachen Dingen, wieviel körperliche und intellektuelle Leistung gehört eigentlich dazu ein ganz einfaches Küchenmesser in die Hand nehmen zu können, das dann auch noch ordentlich schneidet 😉 ? Bergbau, Verhüttung,Transport, der Schliff eine Wissenschaft für sich… – Unsere seelenlose Welt im Zeitalter der Massenproduktion und des Massenkonsums zeigt auf der Ebene auch Entgeistigung, Entmenschlichung.

        Liebe Grüße
        Martina

    • maretina
      Februar 28, 2013 um 11:31 am

      Hallo Gerd,

      das was Du schreibst, ja es ist so, DIE WELT ist perfekt.
      Unsere Welt allerdings nicht, jedenfalls nicht die, die wir überschauen können, räumlich und zeitlich. Das im ganz großen Gesamtzusammenhang der dynamische Entwicklungs-Prozess immer energetischen Ausgleich beinhaltet, trifft auch auf diese unsere Welt zu. Die Krux mag sein, dass die Pole hier und jetzt so weit auseinander liegen und Mensch zwischen diesen Polen hin- und herhetzt, zerissen wird. Brauchts exorbitanten Reichtum solange Kinder verhungern? Ich meine NEIN.
      In jedem Kind das da Hungers stirbt verhungert immer auch ein Teil von uns, denn wir sind EINS, in unterschiedlichen Facetten. Diese Erfahrung des Mangels sie setzt sich fort über die Generationen, tief eingeprägt ins Unbewusste als Bild, auch bei nicht unmittelbar Betroffenen. Nach den hermetischen Gesetzen wird es Ausgleich geben, das Pendel geht in die andere Richtung, irgendwann, für irgendwen, doch die Erfahrung des Mangels ist eingeprägt und bestimmt aus dem Unterbewusstsein heraus Handlungen die Mangel vorbeugen sollen, mit Hilfe der Emotionen z.B. Gier, Folgeerscheinungen wie Hass, Angst etc. eingeschlossen.
      So einfach ist das Alles gar nicht, wenn wir die kosmischen Gesetze mal herunterbrechen auf das was uns umgibt. Und das ist für mich von Interesse, sonst wäre ich nicht hier in diesem Leben.

      Liebe Grüße
      Martina

      • Februar 28, 2013 um 11:58 am

        Und da stellt sich dann die Frage:

        Ist der natürliche Wandel überhaupt organisierbar? Wäre meine Frage die sich hier stellen ließe? Wäre es, wenn es zum Beispiel im Rahmen einer selbstlernenden Organisation auf den Weg gebracht würde, noch ein Wandel? Oder nur ein langsam eingeleiteter Veränderungsprozess, der mit wachsendem Bewusstsein des einzelnen Handelnden und der sich daraus ergebenden handelnden Masse, ebenfalls wieder zu einer Form des „nicht organisierbaren“ sich entwickeln würde? (Bell Hans-Jürgen in FB)

        Meine Antwort war:

        Das war ein genialer Denkanstoß. Spontan hatte ich das Bild des fließenden Wassers vor Augen. Und „Alles ist im Fluss“. Das Fließen folgt Lebensprinzipien. Egal, wo wir etwas versuchen hinzuzwingen, es wird bei Verletzung der Prinzipien immer wieder zurück in die Mitte schwingen …

        Und eine weitere Erwiderung von Hans-Jürgen:

        Das lieber Martin bestätigt wieder die seit Jahrtausenden bekannte Erkenntnis, dass der Mensch Bestandteil der Natur ist! Er steht weder über noch unter ihr. Er ist sozusagen mittendrin!
        Übrigens hat Nietzsche hierzu eine wunderbare Erkenntnis geliefert!
        „Es sind nur die allzu naiven Menschen, welche glauben können, daß die Natur des Menschen in eine rein logische verwandelt werden könnte. – Auch der vernünftigste Mensch bedarf von Zeit zu Zeit wieder der Natur, das heißt seiner unlogischen Grundstellung zu allen Dingen.“

        Und wenn wir dann noch schauen, dass wir in unserer Welt dem Verstand den Vortritt vor Herz und Sein gaben, dann ist auch wieder verständlich, warum heute vielerorts noch so wenig Freude herrscht, speziell in unseren Unternehmen:
        Wo ist mein Ich? – vom Verstand, dem Herzen und dem Sein …

        Herzlich Martin

        • federleichtes
          Februar 28, 2013 um 2:52 pm

          „Ist der natürliche Wandel überhaupt organisierbar?“

          Das versuchen Menschen, das Organisierte zu organisieren. Ohne allerdings zu verstehen, dass ihr Streben nach Organisation organisiert IST.
          Warum entsteht denn aus einem wachsenden Chaos eine wachsende Ordnung. Doch wohl nicht, weil neben Bruder Chaos seine Schwester Bewusstsein steht, oder?

          Bringt das Gute das Böse hervor?
          Oder bringt das Böse das Gute hervor?

          DAS Böse ist existent. Das Gute im Sinne eines kontrollierenden Bewusstseins noch nicht – mehr als ein Prozess, es UNBEDINGT entstehen zu lassen.

          Aus diesem Bewusstsein (über eine perfekte Schöpfungsordnung) mag die Macht im Menschen entstehen, sich dem Bösen zuzuwenden, um seine Wurzeln veröden zu können.

          Gruß
          Wolfgang.

    • federleichtes
      Februar 28, 2013 um 2:39 pm

      Ja, Gerd, die Welt ist perfekt – das atme ich ein. Und was atme ich aus? Münzen, die ein Daddelautomat ausspuckt?
      Das Leben verstehen und am Leben teilnehmen sind mir zwei Paar Schuhe. Ich operiere im Leben nicht als eine Rechenmaschine, und wenn mir Menschen DIE Schöpfung mit Zahlen erklären wollen, spüre ich eine Verhöhnung des leidenden, des verzweifelten, des hoffnungslosen Menschen.

      3, 6, 9? Wo lebt ihr allwissenden Weltenversteher. Gibt es eine Etage über Gott für das Über-Absolute, in der keine Tränen fließen können? In der alles gleichgültig ist, weil es ja perfekt ist?

      Das ist für mich tot, das Leben im Sankkasten zu konstruieren, getrennt von Gefühlen und unfähig, sich emotional bewegen zu lassen. Das ist Geist, der vergessen hat, was ihn in die Existenz brachte. Geist alleine produziert Elend und Verderben. Und weil Geist nur kalt und technokratisch denken und handeln kann, brauchte es Leben, Wärme und Mitgefühl, um das Erstarrte zu erlösen.

      Du bist ja offensichtlich ein „Mensch“ des Geistes. Möge Dir weitere Erkenntnis zuteil werden.

      Gruß
      Wolfgang

      • Februar 28, 2013 um 4:33 pm

        Die Symbolik der 3,6 und 9 sollte als dynamisches Geschehen energetischer Proportionen verstanden werden. Kommen Zahlen anderweitig ins Spiel schaffen sie immer eine Trennung und Vereinfachung der Welt … siehe Formeln und Mathematik. Sicher ist die Welt nicht perfekt, zumindest die Realität. Doch die Wirklichkeit ist ein harmonisches energetisches Gesamtgefüge. Harmonie bedeutet nicht Sonnenschein für alle und ein einfaches Leben in Saus und Braus … das ist die Vorstellung der Menschen, die die Welt getrennt vom GANZEN betrachten. Harmonie ist die Ausgewogenheit von Gegensätzen. Die 6 als männliches Prinzip und die 9 als weibliches anzusehen, erklärt die Dynamik der 3, die beide verbindet …

        Hier mehr dazu hier … ab Seitenmitte: http://www.vobig.de/phi233.html

        Die Emotionen entladen sich als 3 zwischen der 6 und der 9 in der Gefühlswelt des GANZEN.
        Die 3 ist die Schlange, die sich zwischen Yin und Yang schlängelt … Tränen und Leid gehören leider im Kreis der dort versammelten dazu … doch liegt es an den Versammelten, dieses zu erkennen und zu ändern, damit aus dem Kreis der Versammelten ein Familienkreis wird … ein Stamm, der wohlschmeckende Früchte hervorzubringen vermag … sowohl für die EINEN, als auch für die ANDEREN …

        Liebe Grüße
        Guido

  3. Gerd Zimmermann
    Februar 27, 2013 um 4:54 pm

    „Mein Fazit:
    Das Konzept “Körper, Geist, Seele” ist falsch.“

    Warum Wolfgang?

    Meine Sichtweise, Materie, Selbstbewusstsein und Gesamtbewusstsein.
    Ich sehe hier klassisch die 3, die 6 und die 9.

    Tesla sagte sinngemäss, wer um die Schönheit der Zahlen 3, 6 und 9 weiss, hat den Schlüssel zum Universum gefunden.

    Das besprechen wir hier nicht. O.k. tut vielleicht auch nicht not.

    Stressfreien Abend, Gruss Gerd

    • federleichtes
      Februar 27, 2013 um 5:12 pm

      Wenn wir wüssten, wie wir funktionieren, würde geschehen, was wir wollen.

      Vielleicht wird unsere Welt perfekt, wenn wir die heiligen Zahlen auf die ausgemergelten Körper der verhungerten Kinder schreiben. Darüber kannst Du mit mir sprechen.

      Gruß
      Wolfgang

  4. Gerd Zimmermann
    Februar 25, 2013 um 6:43 pm

    „Der Mensch mit all seiner Klugheit kann nicht verstehen,
    was die Vögel sagen
    oder was der Bach vor sich hinmurmelt
    oder was die Wellen flüstern,
    wenn sie langsam und sanft den Strand berühren.
    Er weiß nicht, was der flüchtige Wind den Blüten zu erzählen hat.
    Aber das Herz des Menschen ist imstande,
    die Bedeutung dieser Stimmen zu fühlen und zu begreifen. “

    Hallo Martin, ich denke anders.

    Nur der Mensch kann verstehen.

    Gott schläft im Stein.
    Gott ruht im Baum.
    Gott träumt im Tier.
    Gott erwacht im Menschen.

    Autor leider vergessen.

    Gott, Heiliger Geist oder Bewusstsein, immer richtig.

    Schönen Abend

    Gruss Gerd

  5. Februar 25, 2013 um 3:58 pm

    Lieber Herr Pucher,
    „Unsere grösste Gefahr ist unsere Arroganz. Die Idee, dass wir Dinge sicher wissen und dass wir sicher bestimmte Ziele erreichen können. Das ist mehr als naiv, das ist schon eher dumm und leider fallen besonders viele intellektuelle in diese Falle.“
    Unsere 2 grösste Gefahr ist die Nichtunterscheidung zwischen Emotionen und Gefühlen.
    Und unsere 3-größte Gefahr ist die Negierung des Grundtraumas:
    Die Brechung des WILLENS des Kindes durch Eltern, die durch die Separation der gesellschaft dazu gezwungen werden.
    Vielen Dank für Ihren Beitrag

    Liebe Martina,
    richtig ,die Angst Danke, leider geht dein Beitrag leicht unter, ob der schnatternden und zwitschernden Gästeschar:-)

    • Februar 25, 2013 um 5:07 pm

      Schadet nix, erreicht schon diejenigen, die damit was anzufangen wissen, Dich lieber Ralph z.B. 😉 –
      Danke Dir übrigens für Deinen 2. Punkt, ich hatte nur ehrlich gesagt nicht schon wieder Lust auf diesen gravierenden Unter-Schie(t)d hinzuweisen. Wolfgang wirds Dir auch danken, sind wir drei, die immer wieder darauf hinweisen, dass Emotionen und Gefühle nicht in einen Topf gehören und keine „Einheitssuppe“ergeben.
      Wünsch Dir noch einen schönen Nachmittag
      Martina

  6. Februar 25, 2013 um 12:05 pm

    Und noch ein Hinweis darauf, dass wir einen wichtigen Teil von uns „übersehen“ haben:

    Der Mensch mit all seiner Klugheit kann nicht verstehen,
    was die Vögel sagen
    oder was der Bach vor sich hinmurmelt
    oder was die Wellen flüstern,
    wenn sie langsam und sanft den Strand berühren.
    Er weiß nicht, was der flüchtige Wind den Blüten zu erzählen hat.
    Aber das Herz des Menschen ist imstande,
    die Bedeutung dieser Stimmen zu fühlen und zu begreifen.

    Khalil Gibran

    • federleichtes
      Februar 25, 2013 um 2:20 pm

      Die Entwicklung der Menschheit geschieht unter dem Diktat eines Geistes. Diktat, weil der Geist über die Macht zur Gestaltung verfügt. Und daraus weitere Macht generiert. Das ist das eigentliche Wesen dieses Geistes: Seine Macht zu erweitern.
      Er tut dies mit allen Mitteln, rational, intelligent, klug, raffiniert, hinterlistig.
      All sein energetisches Machtstreben wickelt sich auf der emotionalen Ebene ab. Menschen, die sich über die Angst beherrschen lassen, dienen diesem Geist – der alles verspricht und nichts hält. Wer in seinem Herrschafts-System mitspielt, kann nichts weiter gewinnen als ein paar flüchtige Emotionen. Und flüchtig bedeutet, Emotionen sind eine substanzlose Energie. Die nur erscheint durch eine künstliche Erregung.

      Die Macht dieses Geistes ist also künstlich. Sie muss IMMER wieder neu erschaffen werden, und sie erhält sich nur durch stetes Wachstum – weil das Wesen des Beherrschens aus dem Einsatz von Energie besteht.
      Und das ist der eigentliche Teufelskreis: Der Angst vor Nicht-Existenz zu folgen und alles investieren zu müssen. In dem Glauben, man können künstlich erhalten, was ohne Substanz ist.

      Also gaukelt die Emotion Existenz vor, sie spricht von einem Werden, sie fordert ein Tun, ein Investieren.
      Das Gefühl spricht über ein Sein. Das aus sich selbst heraus erscheint. Als Glücklich-Sein aus der Stille einer zeitlosen Existenz heraus pulsiert.

      Der herrschende Geist rechnet in der Währung Emotion. Er kennt kein Gefühl. Aber er wird es kennenlernen – wenn die Angst vorbei ist.

      Gruß
      Wolfgang

  7. federleichtes
    Februar 25, 2013 um 4:34 am

    Wurden neben Körper, Verstand und Geist unsere Emotionen vergessen?

    Wenn ich mich recht erinnere, las ich in Dutzenden Büchern von einem Mensch-Konzept, das lautet:
    Körper, Geist, Seele.
    Wenn es dieses Konzept brauchte, damit Mensch sich als handelndes Subjekt versteht und so seine Existenz (vernünftig) gestalten kann, stehe ich vor einem Rätsel.
    Weil sich unsere Welt in keiner Weise vernünftig entwickelt; eher ist das Gegenteil der Fall.

    Das Konzept Körper – Geist – Seele dient auch als Grundlage für Heilung. Und wenn ich richtig informiert bin, herrscht sowohl auf der therapeutisch-psychiatrischen als auch auf der körperlichen Heilungsebene eher Konfusion als Einigkeit über ein einheitliches Behandlungs-Konzept. Ich beobachte gar eine gezielte Steigerung der Verwirrung. Selbst wenn es ein effizientes Behandlungskonzept gäbe, hätte es Null-Chance auf Umsetzung.

    Mein Fazit:
    Das Konzept „Körper, Geist, Seele“ ist falsch.

    Ich freue mich über den Beitrag von Max Pucher.

    Wir sprachen gestern über ein Phänomen.
    Einerseits der (kultivierte-zivilisierte) Mensch mit seinem Selbstbild, alles zu können und alles zu dürfen, getrieben, das Mögliche zu realisieren – andererseits das parallel dazu entstandene weltliche Abbild, das zu seinen (Absolutheits-)Ansprüchen VÖLLIG asynchron entstand: Ein verelendeter, waffenstarrender Planet, eine verelendete Menschheit auf dem Weg in die Hölle.

    So sollte es nicht schwer fallen, ein objektives Menschenbild zu entwerfen:
    Der Mensch ist sich selbst eine Heimsuchung, weil sein Anspruch wahnhaft ist und sein Handeln ein sehr reales Wahn-Szenario gestaltete.

    Natürlich bin ich ein Spinner, wenn ich von feindseligen Informationen spreche, mit denen Mensch individuell und kollektiv infiziert ist.
    Natürlich bin ich ein Spinner, wenn ich von einer informierten Lebensenergie spreche, die den Menschen in seine destruktiven Rollen zwingt.
    Natürlich bin ich ein Spinner, wenn ich sage, jedes re-aktive (Angst-)Handeln als Antwort auf den sich ausbreitenden Wahnsinn sei kontraproduktiv.
    Und natürlich bin ich ein Spinner, wenn ich behaupte, es gibt nur einen Weg, um nicht Opfer des Wahnsinns zu bleiben: Selbst-Besinnung.

    Nein, lieber Martin, ich bin nicht geduldig mit Dir gewesen. Ich sagte einmal „Ja“ zu Dir. Weil ich weiß, dass jeder Mensch einen Freund braucht, der nicht weg läuft, wenn’s ungemütlich wird, der Nähe sucht, wenn’s schwieriger und hoffnungsloser erscheint. Und wenn’s ein Spinner ist, der bis zuletzt an das Wesen der Selbst-Besinnung glaubt – die erscheint wie der Flügelschlag eines Schmetterlings.

    Gruß
    Wolfgang

  8. Februar 25, 2013 um 1:32 am

    Kein Mensch, egal, welchen Alters, ist in der lage sich an sein Dasein als Säugling und Kleinkind, bis zum Alter von ungefähr 3 Jahren, zu erinnern, jene Zeit, in der die Bindung zur Mutter, idealerweise, am ausgeprägtsten ist. Da GOLD-DNA das Gleichnis von Kosmos und Kindern heranzieht, sollte es nicht schwer fallen die Aussagen des folgenden verlinkten Textes ins Bild des GANZEN einzufügen:

    http://www.thunderbolts.info/wp/2013/02/20/confronting-the-dragon/

    “We modern people also tell stories of origins and causes: a big bang from which the universe gradually expanded, evolution by selection of random mutations, plate tectonics that slowly grind continents together. Our stories are different, not because we’re smarter but because our lives—and their origins and causes—are different. Our nature is different. We are born from and into a nature of continuity, uniformity, gradual change—a universe without dragons.“

    “The mythical stories are provincial in that they tell about only one state of nature—a cataclysmic one. In the same way, modern stories—the big bang, evolution, plate tectonics—are provincial, telling about only one state of nature—a stable one. However, we see in plasma labs, in space, and in the ancient past that nature has several states.“

    Der Text verdeutlicht gewohnte Rollen, wie die Zeit an sich, Fossilien und die Schwerkraft, aus Sicht der Devolution von Bewusstsein.
    Die ersten paar Jahre des Lebens gleichen dem Stamm des Weltenbaumes, die verzweigte Krone samt Blätterwerk dagegen dem Leben nach der innigen Bindung zur Mutter. Der Übergang vom Stamm zur Ausbildung der Äste gleicht der Ego-Explosion, jenem Fall des menschlichen Bewusstseins, welcher den, seitdem immer flotteren Schrittes, fortschreitenden Menschen, aus einer energetischen Notwendigkeit heraus, ermöglichte, der sich seitdem vom ursprünglichen Stamm seinesgleichen entfernt.
    Kann da das Unvermögen verwundern, mit welchem der moderne Mensch seine eigene Vergangenheit zu verstehen versucht, erst recht, wenn der Mensch sich nicht mehr an das Leben vor der Ego-Explosion zu erinnern vermag … und an das Leben im Einklang mit Mutter Natur ?

    Die Katastrophen, von der die Mythen unseres Stammes erzählen, sind die Geschichten des sprunghaften Wandels des als Mensch verkörperten Bewusstseins, erzählt mit Symbolen und Worten, deren eigentlichen Bedeutungen im Laufe der Zeit verloren gegangen sind. Aus gutem Grund … wie in der GOLDENEN PHI(L)HARMONIE ausführlich beschrieben wird. Gleiches zeigt sich auch in der Art, wie Kinder bis zum Alter von drei Jahren mit ihrer Umwelt kommunizieren … und wie Erwachsene darauf teilweise reagieren !

    Gruß Guido

    • Februar 25, 2013 um 3:14 pm

      Ich hatte gestern noch ein Gespräch mit einer Frau, die in ihren ersten 3,5 Jahren in sehr natürlicher Umgebung aufwuchs (-> nativer Mensch) und dann unsere deutsche Welt kam. Das war ein fürchterlicher Schock, den überall nahm sie Lügen war, besonders sich selbst zu belügen. Sie hat sich die Zugänge zu ihrem „Urquell“ erhalten können. Sie vermutet, dass wir (Selbst) uns durch unsere Er-ziehung von uns abtrennen (müssen?). Dass es aber möglich ist, diesen Zugang wieder zu erschließen.
      Es wir spannend 🙂 Martin

  9. Februar 24, 2013 um 12:40 pm

    Hier ist noch der im Artikel avisierte weitere Artikel auf BUERGERSTIMME:

    Wie sieht die Welt aus den Augen eines nativen Menschen aus?

    Ich habe durch den Beginn unserer Finanzkrisen begonnen, meine Weltbilder zu hinterfragen. Zuerst waren es einfache Fragen: Ist der Mensch von Natur aus faul oder böse? Warum müssen wir zu Leistung motiviert werden?

    Langsam wurde es komplexer: Könnten wir auch ohne Geld wirtschaften? Wären wir kooperativ nicht viel gesünder, aber auch viel „fortschrittlicher“? Wer profitiert vom Dogma der Konkurrenz?

  10. Gerd Zimmermann
    Februar 24, 2013 um 10:26 am

    „Hier beginnt das Problem. Wir sind gar nicht in der Lage solche Werte wie X in unserem Gehirn zu verarbeiten. Wir können uns an Regeln erinnern und diese Regel logisch abarbeiten aber wir haben dazu keine exakten Daten.“

    Hallo Max

    deine Meinung gefällt mir. Besonders in Bezug auf die Raumfahrt. Ohne im Universum die Koordinaten Null, X,Y und Z zu kennen startet keine Mission irgendwohin.

    Das weiss aber die NASA noch nicht, von wegen Mond.

    Gruss Gerd

    • Februar 24, 2013 um 12:38 pm

      hm, ich glaube, Du musst uns hier noch einen Tipp geben, was Du damit meinst 🙂 Martin

    • Februar 24, 2013 um 1:26 pm

      Ich frage mich, Was bei euch Bleibt, wenn ihr Erkennt, das es Keine Wirkliche Mitte im Dualismus gibt. Euer Dualistisches Denken wird Euer Eigener Ruin sein, Wirtschaftlich , Gesellschaftlich und Soziologisch. Selbst Jetzt wo Eure Kultur wieder Beweist wie Intelegent sie ist, Überall Hass, Armut, Übergroßer Reichtum, Verschmutzung, Ihr gebt so viel Geld für das Entwickeln von Tötungsmaschenerie aus usw. usw Eure Zerstörten Sozialsystem. Und das nicht das erstmal in der Geschichte der Menschen, Selbst da, seit ihr Stolz und Verteidigt eurer System.
      Wir einfachen Naturvölker, ich als Oglala Lakota, werden eure Selbstzerstörung nicht aufhalten können. Ihr habt uns Schießpulver und Alkohol gebracht und eure Unentliche Gier die auf Inneren Mangel zurück zu führen ist. Leider hat der Weisse Mann es bis jetzt zu nichts mehr gebracht, den er kann bis heute Einzig Zerstören und Vergiften.

      • maretina
        Februar 24, 2013 um 9:58 pm

        Und dieses Mangelgefühl, aus dem die Gier erwächst, beruht auf Angst. Diese Angst woher kommt sie?
        Wir haben uns abgetrennt von allem, von uns selbst, vom Leben, vermeintliche Sicherheit erstrebend.die nicht zu erreichen ist, denn wie schon Erich Kästner sagte: “ Das Leben ist lebensgefährlich.“ Schau dir an wie wir wegschieben, wegsperren alles was Leben eben auch ist. Gestorben wird heute in sterilen „Gesundheitsfabriken“, vorher werden die Alten abgeschoben in Alters- und Pflegeheime, da ist der offensichtliche körperliche und meist auch geistige Verfall wenigstens außerhalb der täglichen Wahrnehmung.
        Am anderen Ende unsere Kinder, auch sie schieben wir in Kindergärten und Schulen, machen ihnen „Beine“, dass was wird. Was soll denn werden? Ein Leben wie heute üblich? Steril, ja alles aus dem unmittelbaren Erleben verbannend was beunruhigen könnte. Wunderbar saubere Vorstadtsiedlungen mit exakt abgezirkelten Rasenflächen, allerdings die Sachen, die wir so zum Leben brauchen, die unsere Grundbedürfnisse befriedigen, Nahrungs(Lebens)mittel z.B., Energiegewinnung, Kleidungsherstellung die sind weit weg, möglichst in einem Land der dritten Welt, denn Schmutz und Lärm, Gerüche könnten daran erinnern wie sehr wir uns getrennt haben von unseren Lebensgrundlagen..
        Glück sieht anders aus.
        Liebe Grüße
        Martina

        • Februar 24, 2013 um 11:47 pm

          Und genau um diese Interpretation der zunehmenden Unordnung geht es. Sie ist eine Notwendigkeit, um das Maximum der Möglichkeiten im GANZEN an seine Grenzen zu bringen, ohne das Verhältnis von Unordnungsvorgaben und Ordnungsmöglichkeiten aus dem Goldenen Schnitt des Kosmos herauszubewegen.

          Aus dem Buch von Alexander Unzicker Auf dem Holzweg durchs Universum:
          “Ideen, die sich dem Trend widersetzen und die Grundlagen radikal hinterfragen,
          lösen Ängste aus wie die des Bürokraten vor der Anarchie. Die
          Communitys der Physik müssen heute jeden ausgrenzen, der die Arbeitsgrundlage
          aller Mitglieder bedrohen könnte. Deshalb ist es undenkbar,
          dass auf einer großen Kosmologiekonferenz
          die Dunkle Energie in Frage gestellt oder bei
          einem Treffen von Hochenergiephysikern angezweifelt
          wird, dass Quarks ein sinnvolles
          Konzept sind. Und überhaupt nirgendwo wird
          man eine methodische Grundfrage diskutieren
          wie das jahrzehntelange Anwachsen der
          Zahl der freien Parameter. So zieht eine Art soziale Schwerkraft die Physik
          immer tiefer in eine Komplexität mit absurden Zügen, und ironischerweise
          scheint in diesem unkontrollierten Massenphänomen ein Naturgesetz noch
          zu gelten: die Zunahme der Entropie, das Streben nach Unordnung – der
          Zweite Hauptsatz der Thermodynamik.“

          Das gilt nicht nur für die Physik bzw. die Naturwissenschaften allgemein. Es ist ein allgegenwärtiger Prozess im expansiven Getue der aktuellen Realität. Die täglichen Schlagzeilen bezeugen dieses eindrucksvoll. Der Konsens der realen Bildersprache hat offensichtlich (noch) das Wort …

          Gruß Guido

          • Februar 25, 2013 um 3:04 pm

            Und dabei findet das eigentliche Leben in unserer Urquell (Aus Sicht nativer Menschen) statt, und da ist es wenig materiell.
            Dieses Zusatzwissen um alles Materielle scheint nur dazu da zu sein, uns noch mehr zu verwirren und uns von unserem Urquell wegzuführen, unseren Geist von unserer Seele zu trennen …

      • Februar 24, 2013 um 10:53 pm

        Lieber Kasriel,
        ich bin inzwischen mehr als zuversichtlich, dass wir die Verallgemeinerung „der weiße Mann“ nun schnell in die Ecke stellen dürfen. Ich war gestern wieder mit ca. 40 Menschen zusammen, die für ein authentisches Miteinander einstehen, in der wir nicht mehr Rollen spielen müssen sondern ohne Lügen gemeinsam nach den anstehenden, optimalsten Lösungen aus dem Raum der Möglichkeiten suchen werden.
        Auch unter uns „Weißen“ gibt es inzwischen Menschen, die nicht mehr zugeschüttet sind und viel mehr wahrnehmen können und denen es in einer Welt der Lügen schlecht geht.
        Ich werde Dir bei unserem nächsten Gespräch berichten.
        Herzliche Grüße
        Martin

  11. Gerd Zimmermann
    Februar 24, 2013 um 10:16 am

    „Nicht unser Geist, unser Denker ist unser Bewusstsein, sondern unsere Gefühle. In unserer westlichen Welt hat man uns diese vierte Säule unsere menschlichen Wesens vorenthalten.“

    An dieser Stelle definiere ich anders. Unser Geist ist unser Bewusstsein. Unser Denken und Fühlen manifestiert unsere Welt.

    In einem dualen Universum muss alles im Gleichgewicht sein. Geben und Nehmen ergeben in unserem Universum eine Nullsumme.

    Gruss Gerd

    • Februar 24, 2013 um 11:01 am

      Danke Gerd, für Deine Sicht auf die Dinge, die sich für mich intuitiv passend anfühlt.
      Wenn Alles Energie wäre, dann scheint mir Bewegung ein Ausgleich von lokaler Energie zu sein.
      Auf der anderen Seite, wenn wir (=der Schöpfer in Summe aller Einzelbewusstseine) unsere Welt kollektiv erdenken (erdenkt), gibt es überhaupt auch diese Energie?
      Herzlich, Martin

      • Februar 24, 2013 um 5:05 pm

        Hallo Martin,

        ich denke 😉 “erdenken“ ist nicht das passende Wort, sondern “interpretieren“ trifft es besser, denn das Gesamtbewusstsein, welches sich zunehmend in Einzelbewusstseine aufgliedert, gibt der zugrunde liegenden Energie ein Aussehen, um damit interagieren und sie formen zu können. Es gibt somit eine energetische Vorgabe, die das verkörperte Bewusstsein realisiert, in Form bringt. Daher gibt es auch die Energie.

        Gruß Guido

  12. Februar 24, 2013 um 5:51 am

    Passend zum Vorgehen der Wissenschaft und der Daten noch Folgendes:

    http://www.newyorker.com/reporting/2010/12/13/101213fa_fact_lehrer

    “But now all sorts of well-established, multiply confirmed findings have started to look increasingly uncertain. It’s as if our facts were losing their truth: claims that have been enshrined in textbooks are suddenly unprovable. This phenomenon doesn’t yet have an official name, but it’s occurring across a wide range of fields, from psychology to ecology. In the field of medicine, the phenomenon seems extremely widespread, affecting not only antipsychotics but also therapies ranging from cardiac stents to Vitamin E and antidepressants: Davis has a forthcoming analysis demonstrating that the efficacy of antidepressants has gone down as much as threefold in recent decades.“

    Gruß Guido

  13. Februar 24, 2013 um 4:37 am

    Hallo Martin, wie ich ja schon oft geschrieben habe ist Emotion der kern unserer Entscheidungsfähigkeit. Die menschliche Logik ist nur eine Illusion weil Logik ja mit exakten Daten arbeiten muss. Das heisst ‚WENN X IST GLEICH Y DANN AKTION‘. Hier beginnt das Problem. Wir sind gar nicht in der Lage solche Werte wie X in unserem Gehirn zu verarbeiten. Wir können uns an Regeln erinnern und diese Regel logisch abarbeiten aber wir haben dazu keine exakten Daten.

    Selbst wenn wir diese Daten exakt aufnehmen könnten so sind wir nicht in der Lage exakte Daten zu generieren, weil der Prozess dazu immer auf Modell-Illusionen und Annäherungen beruht. Schlussendlich sind uns die kausalen Zusammenhänge vieler solcher Logik-Regeln unbekannt. Wir vermuten solche, wie zum Beispiel in den Klima-Modellen. Mathematische Exaktheit macht aber nicht aus Fiktion ein Faktum. Es bleibt Fiktion!

    Zu aller letzt fehlt uns dann aber die Möglchkeit die AKTION exakt in die Tat umzusetzen. In simplen physikalischen Laborsituationen wie zum Beispiel einer Fabrik in der natürliche Umwelteinflüsse ausgeschaltet werden haben wir dann etwas mehr Kontrolle und schon glauben wir, dass wir diese Kontrolle auf das komplexe, adaptive System unserer Welt anwenden können. Nassim Taleb nennt das in seinem Buch ‚Antifragility – Things that gain from disorder‘ Naive Intervention und das meiste was wir als Menschen heute tun gehört dazu. Meine Posts dazu (Englisch):
    http://isismjpucher.wordpress.com/2013/01/05/naive-intervention-part-1-from-antifragile-to-models-behaving-badly/

    Die Emotion ist die Basis unserer Intuition – wir handeln so wie es sich gut anfühlt – und weil dabei eben auch die menschlichen Aspekte hinzukommen ist das immer besser als mit kalter Logik die nicht in der Lage ist diese Menschlichkeit abzubilden. Das spannende ist dass eben Emotion uns ausschliesslich in der Gegenwart zugänglich ist weil es eben ein momentaner bio-chemischer Vorgang ist. Auch unsere Gefühle zur Vergangenheit oder Zukunftsängste (die durch Logik entstehen) fühlen wir nur JETZT!

    Unsere grösste Gefahr ist unsere Arroganz. Die Idee, dass wir Dinge sicher wissen und dass wir sicher bestimmte Ziele erreichen können. Das ist mehr als naiv, das ist schon eher dumm und leider fallen besonders viele intellektuelle in diese Falle.

    • Februar 24, 2013 um 10:54 am

      Lieber Ma,x
      schön, dass Du wieder vorbei geschaut hast, und das gleich bei einem essentiellen Aspekt wie dem der Emotion und Intuition. Und Deine Ergänzungen dazu empfinde ich als sehr bereichernd.
      Ja Arroganz ist etwas, was wir von kleinauf antrainiert bekommen. „So ist unsere Welt, und nicht anders“, scharz/weiß, gut/schlecht, bipolar eben. Und da ist unsere Logik seit Aristoteles verhaftet worden. Dass es dazwischen noch etwas gibt, unter anderem auch noch das sowohl als auch, ist uns in unserer Kultur seitdem kaum zugänglich. Aber inzwischen kommt es wieder.
      Ich treffe immer mehr Menschen, denen es gelingt, Menschen mit anderen Meinungen als weitere Möglichkeit stehenzulassen.
      Ich würde mich freuen, wenn DU zu diesem Thema auch als Autor auf dem Blog der Initiative WirtschaftsDemokratie dabei wärst 🙂
      Herzlich Martin

  14. Februar 22, 2013 um 11:42 pm

    Wird durch die Entwicklung der Sprache(n) nicht deutlich, was hier wirklich für ein Spiel gespielt wird ? Da wird von Krisen geredet, von selbsterrichteten Gefängnissen, von Macht und all den anderen Dingen, die wir Menschen so treiben. Warum hat nur das als Menschen verkörperte Bewusstsein des Gesamtbewusstseins allen Lebens die Möglichkeiten derart zu kommunizieren ? Weil es aus Sicht des GANZEN eine Notwendigkeit darstellt, um eine Dynamik zu realisieren, die einen Lernprozess GANZ großen Ausmaßes in Gang zu setzen vermochte … und seitdem am Laufen hält … solange bis dieser Dynamik der “Treibstoff“ ausgeht …nämlich die zugrunde liegende Unordnung … die un-informierte Energie. Nicht zu verwechseln mit uniformierter Energie, denn genau das ist das Ziel des Fortschritts der Menschen in der Expansion: aus der un-informierten Energie derart reichlich uniformierte Energien zu schaffen, bis das Verhältnis der beiden Pole, zwischen denen sich die Dynamik aufspannt, aus dem Goldenen Schnitt zu “rutschen“ droht. Dann kommt es zur Entladung aller angesammelten Energien … und zum Einsatz des bis zur Entladung Erlenten. Die Entwicklung der Sprachen und der Wandel ihres Gebrauchs und ihrer Verwendung spricht ihrerseits eine eindeutige Sprache. Die menschliche Sprache mit all ihren Tücken hat nur scheinbar etwas mit einem Handicap zwecks Selektion und Fortpflanzungschancen zu tun. Primär “erhielt“ der Mensch die Sprachen in Wort und Schrift, damit er dem GANZEN zu einer Herausforderung verhalf, die sich in der Umwandlung des Natürlichen in Künstliches mehr und mehr offenbart. Dass Gefühle sich der Beschreibung von Sprachen entziehen, ist nur ein Beispiel … die Folge ist reaktive Unordnung … und damit kommt es zur Verzerrung der Wirklichkeit, die wir als Realität wahrnehmen.

    Aktive Unordnung – natürlichen Ursprungs
    Reaktive Unordnung – menschlichen Ursprungs

    Gruß Guido

    • Februar 22, 2013 um 11:50 pm

      Ist das hier schon die Entladung?:

      „Rechtmäßig kann niemand als überlegene Autorität zwischen dir und deiner Beziehung mit dem Schöpfer stehen. Mit der Beseitigung des Kontrollmechanismus der Wirtschaft und der Regierung, entlässt der One People’s Public Trust (der Treuhandfonds der Menschen, die Eins sind) Individuen in voller Eigenverantwortung, persönlich verantwortlich für sich selbst und mit der Verpflichtung, die Rechte des Freien Willens anderer zu wahren. Es gibt nicht länger eine strukturelle Befehlskette. Keine Regeln. Keine Unternehmen mehr, um sich dahinter zu verstecken. Du bist – wie es der Schöpfer vorgesehen hat – ein Seinswesen und ein Beschützer unseres Planeten und dessen Bewohner. “

      gefunden in: Der One People’s Public Trust pfändet rechtmäßig Unternehmen, Banken und Regierungen, da sie Sklaverei und private Geldsysteme betreiben

      Wenn das nicht ein Fake ist, dann ist der Basis für eine NWO von unten geschaffen 🙂

  15. Februar 22, 2013 um 10:18 pm

    Diese Kommentar erhielt ich gerade auf Google+ dazu:

    Hallo lieber Martin, feiner Artikel. Selbstverständlich benötigen wir unsere Emotionen, da wir ansonsten keinerlei Feedback bekämen. Nur lehren kann man das wohl niemanden, wie man richtig fühlt. Aber ich denke, wir alle können in unseren heutigen „Erdenleben“ all diese Verrücktheiten tun und all diese Unterlassungen begehen, um Erfahrungen machen zu können.
    Es gibt m.E. kein richtig oder falsch, wir machen unsere Erfahrungen und wurschteln uns so durch unser Leben. Der Weg ist das Ziel.
    Es gibt ja die verschiedenste Denkrichtungen auf diesem Planeten, interessant ist dabei, wie weit es die Menschen dabei gebracht haben. Die tibetischen Buddhisten – vertrieben. Die nordamerikanischen Natives – fast ausgerottet und auf jeden Fall ihrer natürlichen Lebensgrundlagen für eine ökologische Lebensweise beraubt. Ebenso erging es so gut wie allen Ureinwohnern dieses Planeten, ganz gleich wo.
    Auch politische Systeme, die besser funktioniert haben als unseres – weg. Z.B. die Altgriechen, die Alt – Ägyptische Kultur – weg. Haben die also etwas falsch gemacht? Oder haben sie ihren Zweck erfüllt? Fragen über Fragen.
    Es scheint wohl doch so etwas wie „Zeitgeist“ zu geben: von „außen“ herbei geführte Veränderungen.
    Gegenwärtig erleben wir die Herausforderung, Lösungen zu finden für das zukünftige Zusammenleben, die zukünftige Ernährung, ein nachhaltiges Wirtschaftssystem (das gleichzeitig ein funktionierendes Sozialsystem beinhalten muss). Kriege sind keine Lösungen mehr, Oligopole lösen auch keine Probleme mehr. Etwas ganz Neues muss her: es ist das Kooperieren, die Ergänzung, das Lieben, der Respekt vor dem Individuum. Dafür müssen Menschen lernen, sich selbst ebenfalls anzuerkennen, wie Du schon erwähntest. Und die Masse Mensch muss beginnen, sich ihrer selbst bewusst zu werden, die eigene Gestaltungskraft im Leben zu erkennen, die mit der Kraft der Eigeninitiative verbundenen Selbstverantwortung annehmen. Dazu gehört es auch, sich selbst mit Bildung zu versorgen anstatt auf den Staat zu warten. Es ist eine sehr interessante Zeit, in der wir jetzt gerade leben. Das Internet ist das stärkste Symbol dieser Zeit. Wir können uns beglückwünschen, dabei sein zu dürfen, wie all diese Dinge entstehen. 

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