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kann das wahre Ziel des Krieges wirklich der Frieden sein?

Wir dürfen nicht vergessen, daß von alters her bekannt ist: » . . . das wahre Ziel des Krieges ist der Frieden.«

So schrieb James Clavellunzi zu dem Buch Die Kunst des Krieges von Sunzi (hier eine Variante mit „praktischen“ psychologischen Kommentaren).

Ich bin allerdings der Meinung, dass eine Gesellschaft, in dessen Bewusstsein eingehämmert ist, dass mit Krieg Frieden zu schaffen wäre, dieses Konzept bei jedem Konflikt immer wieder angewendet wird und es so nie zu einem Zeitalter ständigen Friedens kommen kann.

Das Buch soll vor fast 2.500 Jahren geschrieben worden sein. In einer Zeit, in der inzwischen in fast allen Gegenden der Erde das unterdrückende Patriarchat Einzug gehalten hat und wo die Staaten mehr oder weniger riesige Menschenfarmen zum Dienen für die Mächtigen waren. Ein früher Historiker hat zu Sunzi folgende für mich gruselige Begebenheit aufgeschrieben, die aber noch heute in unseren Firmen praktiziert wird, nur etwas „humaner“:

Sunzi, dessen Vorname Wu war, stammte aus dem Staate Qi. Sein Buch Die Kunst des Krieges erregte die Aufmerksamkeit Helus, des Königs von Wu.
Helu sagte zu ihm: »Ich habe deine dreizehn Kapitel sorgfältig studiert. Darf ich deine Theorie über die Führung von Soldaten einer kleinen Prüfung unterziehen?«
Sunzi erwiderte: »Das dürft Ihr.«
Der König fragte: »Darf sich die Prüfung auch auf Frauen beziehen?«
Wieder stimmte Sunzi zu, und so wurden Vorbereitungen getroffen, hundertachtzig Damen aus dem Palast zu holen. Sunzi teilte sie in zwei Kompanien und stellte je eine der Lieblingskonkubinen des Königs an die Spitze der Abteilungen. Dann ließ er sie alle einen Speer in die Hand nehmen und sprach zu ihnen die Worte: »Ich nehme an, daß ihr den Unterschied
zwischen vorne und hinten und rechts und links kennt.«
Die Mädchen erwiderten: »Ja.«
Sunzi fuhr fort: »Wenn ich sage „Augen geradeaus“, dann müßt ihr nach vorn blicken. Wenn ich sage „links um“, dann müßt ihr euch nach links drehen. Wenn ich sage „rechts um“, dann müßt ihr euch nach rechts drehen. Wenn ich
sage „kehrt“, dann müßt ihr euch rechtsherum umdrehen.«
Die Mädchen hatten auch dies verstanden. Als damit die Befehle erklärt waren, ließ er Hellebarden und Streitäxte ausgeben, um den Drill zu beginnen.
Dann gab er zu einem Trommelwirbel den Befehl: »Rechts um«, doch die Mädchen brachen nur in Lachen aus.
Sunzi sagte geduldig: »Wenn die Kommandoworte nicht klar und deutlich sind, wenn die Befehle nicht richtig verstanden werden, dann trifft die Schuld den General.« Er machte mit dem Drill weiter und gab diesmal den Befehl »Links um«, worauf die Mädchen abermals Lachkrämpfe bekamen.
Da sagte er: »Wenn die Kommandos nicht klar und deutlich sind, wenn die Befehle nicht richtig verstanden werden, dann trifft die Schuld den General. Doch wenn seine Befehle klar sind und die Soldaten dennoch nicht gehorchen, dann ist es die Schuld der Offiziere.«
Darauf gab er den Befehl, die Anführerinnen der beiden Kompanien zu enthaupten. Der König von Wu beobachtete das Geschehen vom Dach eines Pavillons aus, und als er sah, daß seine Lieblingskonkubinen enthauptet werden sollten, erschrak er sehr und schickte eilig die folgende Botschaft hinunter: »Wir sind zufrieden mit der Fähigkeit Unseres Generals, die Truppen zu führen. Wenn Wir dieser beiden Konkubinen beraubt werden, wird Unser Essen und Trinken den Geschmack verlieren. Wir wünschen nicht, daß sie enthauptet werden.«
Sunzi erwiderte noch geduldiger: »Nachdem ich einmal die Ernennung Eurer Majestät zum General der Streitkräfte erhalten habe, gibt es gewisse Befehle Eurer Majestät, die ich, wenn ich als solcher handle, nicht akzeptieren kann.«
Und seinen Worten getreu ließ er die beiden Anführerinnen sofort enthaupten und setzte die nächsten beiden als Anführerinnen an ihre Stelle. Daraufhin wurde wieder die Trommel zum Drill geschlagen. Die Mädchen machten alle Schritte, drehten sich nach rechts oder nach links, marschierten geradeaus oder machten kehrt, knieten oder standen, und alles mit höchster Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit, und keine wagte, einen Laut von sich zu geben.
Dann schickte Sunzi einen Boten zum König und ließ ihm ausrichten: »Herr, Eure Soldaten sind jetzt richtig ausgebildet, sie halten Disziplin und sind bereit für die Inspektion durch Eure Majestät. Sie können zu jedem Zweck eingesetzt werden, den ihr Herrscher im Sinn haben mag. Fordert sie auf, durch Feuer und Wasser zu gehen, und sie werden sich nicht weigern.«
Doch der König erwiderte: »Der General soll den Drill einstellen und ins Lager zurückkehren. Wir haben nicht den Wunsch, hinunterzugehen und die Truppen zu inspizieren.«
Darauf erwiderte Sunzi ruhig: »Der König schätzt schöne Worte, doch er vermag sie nicht in Taten umzusetzen.«
Da sah der König von Wu, daß Sunzi ein Mann war, der ein Heer zu führen wußte, und ernannte ihn in aller Form zum General. Sunzi unterwarf im Westen den Staat Chu und drang bis nach Ying, der Hauptstadt, vor; im Norden versetzte er die Staaten Qi und Qin in Angst und Schrecken, und sein Ruhm breitete sich unter den Lehnsfürsten aus. Und Sunzi hatte Teil an der Macht des Königreiches.

In einer Gesellschaft, die sich patriarchal ausgerichtet hat, ist das sicher eine effektive Methode, um das Gehorchen von oben nach unten diszipliniert einzurichten. Und wir können uns wohl zudem gut vorstellen, wie die ständige Angst vor physischer Verletzung des eigenen Körpers in einem solchen System vorhanden ist. Was wir aber kaum vergleichen mögen ist, dass diese Angst nun in unserer konkurrierenden Wirtschaft im psychischen Bereich liegt. Hier stehen die Ängste vor dem Verlust der Arbeit einhergehend von Anerkennung und Würde.

Daher bitte im Folgenden aus der Quintessenz der Schrift des Sunzi einfach mal an das, was rund um Wirtschaftskonzerne passiert, denken:

Das Gesetz der Moral veranlaßt die Menschen, mit ihrem Herrscher völlig übereinzustimmen,
so daß sie ihm ohne Rücksicht auf ihr Leben folgen und sich durch keine Gefahr erschrecken
lassen.

Jede Kriegführung gründet auf Täuschung.

Nimm Kriegsmaterial von zu Hause mit, doch plündere beim Feind. So wird die Armee
Nahrung haben. Wenn die Staatskasse leer ist, muß die Armee durch Opfer des Volkes
unterhalten werden. Wenn das Volk eine entfernte Armee unterhalten muß, verarmt es.

Die gefangenen Soldaten sollen freundlich behandelt und behalten werden. Dies bedeutet, die
unterworfenen Feinde zur Stärkung der eigenen Kraft zu benutzen.

… Sima Qian ergänzte um 100v. Chr.: Der fähige Anführer setzt den weisen Mann, den tapferen Mann, den habgierigen Mann und den dummen Mann ein. Denn der Weise Mann freut sich daran, Verdienste zu  erwerben, der tapfere Mann will seinen Mut im Kampf beweisen, der habgierige Mann sucht seinen
Vorteil, und der dumme Mann hat keine Furcht vor dem Tod.

Siegen wird der, dessen Armee in allen Rängen vom gleichen Geist beseelt ist.

Militärische Taktik ist dem Wasser ähnlich; denn das Wasser strömt in seinem natürlichen Lauf von hohen Orten herunter und eilt bergab. So muß im Krieg gemieden werden, was stark ist, und geschlagen werden, was schwach ist. Wasser bahnt sich seinen Weg entsprechend der Natur des Bodens, auf dem es fließt; der Soldat erkämpft sich seinen Weg entsprechend der Natur des Feindes, dem er gegenübersteht.
Und wie Wasser keine unveränderliche Form kennt, gibt es im Krieg keine unveränderlichen
Bedingungen.

Wenn du ein Land plünderst, dann lasse die Beute unter deinen Männern verteilen; wenn du neues Land besetzt, dann teile es in Parzellen und gib sie deinen Soldaten.

Lasse ein Schlupfloch frei, wenn du eine Armee umzingelst. Das bedeutet nicht, daß es dem Feind erlaubt wird zu fliehen. Der Grund ist, ihn glauben zu machen, daß es einen Weg in die Sicherheit gibt, um ihn daran zu hindern, mit dem Mut der Verzweiflung zu kämpfen. Denn du darfst einen verzweifelten Gegner nicht zu hart bedrängen.

Es gibt fünf gefährliche Fehler, die jeder General begehen kann. Die beiden ersten sind: Unbekümmertheit, da sie zur Vernichtung führt; und Feigheit, da sie zur Gefangennahme führt. Der nächste ist ein empfindliches Ehrgefühl, das für Scham empfänglich ist; und ein ungezügeltes Temperament, das durch Beleidigungen provoziert werden kann. Der letzte dieser Fehler ist übergroße Sorge um das Wohl der Männer, die den General anfällig macht für Kummer und Schwierigkeiten.

Der Anblick von Männern, die in kleinen Gruppen flüsternd zusammenstehen oder halblaut miteinander sprechen, ist ein Hinweis auf Unzufriedenheit in den Reihen. Zu häufige Belohnungen sind ein Zeichen dafür, daß der Feind am Ende seiner Kräfte ist.

Unsicherheit und übergroße Strenge sind die sichersten Methoden, das Selbstvertrauen einer Armee zu untergraben.

Doch die Pläne des Feindes sind durch Spione und nur durch sie zu ermitteln.
Innere Spione zu haben bedeutet, die Beamten des Feindes zu benutzen. Wertvolle Männer, die degradiert wurden; Kriminelle, die eine Bestrafung hinter sich haben; auch Lieblingskonkubinen, die gierig auf Gold sind; Männer, die verbittert sind, weil sie in untergeordneten Positionen sind oder bei der Verteilung von Posten übergangen wurden; andere, die wollen, daß ihre Seite geschlagen wird, damit sie eine Chance haben, ihre Fähigkeiten und Talente zu zeigen; Fähnlein im Winde, die in beiden Türen einen Fuß haben wollen.
Spione können nicht ohne Wohlwollen und Aufrichtigkeit geführt werden.
Ohne scharfe geistige Gewandtheit können wir nicht sicher sein, was an ihren Berichten wahr ist.

In einer Gesellschaft/Organisation, in der Konkurrenz und Machthierarchien vorzufinden sind, sind diese „Weisheiten“ viel Wert. Denn der Krieg ist fast immer, Frieden nur von kurzer Zeit. Wer im Frieden unterdrückt wird, zieht bald wieder in den Krieg.

Zwischen den Zeilen erahne und spüre ich, dass ein „gesundes“ Überleben nur seitens Psychopathen möglich sein muss. Dazu nochmals die Artikel: Die Seelenfresser, Gibt es Schutz vor “dem Bösen” und vor “Psychopathen”? sowie den Kriegserlebnissen von Gerhard A. Fürst

Kategorien:Gesellschaft
  1. federleichtes
    Februar 24, 2013 um 2:37 am

    @ Hans Werner Altenborg

    „… das ist ja das Problem in unserer Zeit – keiner hat oder nimmt sich die Zeit, sich Problematiken genauer anzuschauen – und darauf baut man, die Leute haben keine Zeit einigen Sachen auf den Grund zu gehen – also geht es weiter wie bisher – schade, der “Teufelskreis” scheint selbst bei systemkritischen Leuten zu funktionieren …“

    Darf ich Sie mal fragen, Herr Altenborg:

    – Sie kennen DAS Problem unserer Zeit?

    – KEINER hat oder nimmt sich DIE Zeit ….

    – Einigen SACHEN auf den Grund zu gehen –

    – Und dann sprechen Sie von einem Teufelskreis?

    Sagen Sie mal Herr Altenborg:
    Glauben Sie, systemkritische Menschen schauen sich Videos an mit Rezepten für Kalten Kaffee?

    Schreiben Sie doch mal etwas Klares, Herr Altenborg, etwas, das mich von der Idee ablenkt, Sie befänden sich hier im falschen Film.

    Mit freundlichen Grüßen

    Wolfgang Jensen

  2. Februar 24, 2013 um 10:16 am

    federleichtes :
    @ Hans Werner Altenborg
    “… das ist ja das Problem in unserer Zeit – keiner hat oder nimmt sich die Zeit, sich Problematiken genauer anzuschauen – und darauf baut man, die Leute haben keine Zeit einigen Sachen auf den Grund zu gehen – also geht es weiter wie bisher – schade, der “Teufelskreis” scheint selbst bei systemkritischen Leuten zu funktionieren …”
    Darf ich Sie mal fragen, Herr Altenborg:
    – Sie kennen DAS Problem unserer Zeit?
    – KEINER hat oder nimmt sich DIE Zeit ….
    – Einigen SACHEN auf den Grund zu gehen –
    – Und dann sprechen Sie von einem Teufelskreis?
    Sagen Sie mal Herr Altenborg:
    Glauben Sie, systemkritische Menschen schauen sich Videos an mit Rezepten für Kalten Kaffee?
    Schreiben Sie doch mal etwas Klares, Herr Altenborg, etwas, das mich von der Idee ablenkt, Sie befänden sich hier im falschen Film.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Jensen

    Sehr geehrter Herr Jensen,

    Ihre Frage kann ich Ihnen schnell beantworten: Nein, ich glaube nicht, dass sich systemkritische Menschen grundsätzlich Videos mit Rezepten für kalten Kaffee anschauen, es sei denn, sie benötigen gerade diese Information.

    Ja, und dieser „Teufelskreis – ZEIT – PROBLEME auf den GRUND gehen“, ist doch selbsterklärend.
    Muss ich Ihnen das jetzt wirklich erörtern? Wenn es notwendig sein sollte, dann mach ich das natürlich.
    Sie dürfen mich gerne weiter dazu befragen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Werner Altenborg

  3. Februar 24, 2013 um 11:07 am

    Sorry, dass ich erst so spät dazu komme, da ich unterwegs war.

    Ich sehe hier erneut ein schönes Beispiel von nicht funktionierender Kommunikation, die rein auf dem geschriebenen Wort beruht. Ich bin mir sicher, hätten wir alle an einem Tisch gesessen, hätte die Körpersprache schnell zu mehr Verstandenheit geführt.

    Da wir in einer Welt der Nicht-gewaltfreien Kommunikation aufgewachsen sind, darf das aber auch nicht wundern.

    Was haltet Ihr davon, wenn Ihr nur Eure Befindlichkeit ausdrückt, ohne den Anderen selbst wieder dabei zu verurteilen? So ist es leichter daran anzuknüpfen und mit anderen Worten darzustellen, was gemeint war.

    Und ja, Verallgemeinerungen sind ein schwieriges Element und können leicht verletzen.

    Ich wünsche Euch allen noch einen schönen Sonntag.
    Martin

  4. Februar 24, 2013 um 11:50 am

    Solveigh Calderin :
    Mit Ihrer Pauschalisierung beleidigen Sie, auch wenn Sie das nicht merken.

    … ja aber Sie dürfen das?
    Ihre Aussage zum Video kam so rüber:
    „Wie könnt ihr es wagen, mir solch ein langes Video vor die Nase zu setzen – ich habe nicht die Zeit mir das anzusehen – daher beauftrage ich euch mir ein kurze Zusammenfassung zu geben“

    Wenn ich jetzt so reagieren würde wie Sie, dann müßte ich mich jetzt auch beleidigt fühlen.

    Bin ich aber nicht, da ich ja die Problematik des Teufelskreises der fehlenden Zeit kenne und die Schuld dafür nicht dem Einzelnen zuschreibe.

    Ich weiß aber immer noch nicht, wo ich sie beleidigt haben soll – ich bitte um Aufklärung!

    MfG
    H.W.A.

  5. maretina
    Februar 24, 2013 um 2:09 pm

    Eure Auseinandersetzung, sofern es eine ist, ich fühle es nur als solche, passt ganz wunderbar zum Thema „Krieg und Frieden.“ – Falls sich da jetzt irgendwer auf den Schlips getreten fühlt bitte ich um Pardon, heute Abend evtl. mehr. JETZT habe ich nämlich gerade ein Mangelgefühl, mein Mangel betrifft auch die nicht vorhandene „Zeit“ 😉

    Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag
    Martina

    Grübelt in all der Geschäftigkeit über unsere Trennung vom Natürlichen und holt das Thema gerade teil-weise aus der Abstraktion auf den Boden hiesiger Realitäten. Ob ich dazu schreibe ent-scheide ich später.

    • federleichtes
      Februar 24, 2013 um 3:49 pm

      War ja irgendwie klar, dass das „Thema“ an Dir nicht vorbei rutscht.
      Und dafür – meine Meinung – MUSS Zeit sein, auf das Wesen der „Kriegstreiberei“ zu schauen, auf das Wesen der unschuldigen Dritten Partei, auf das Wesen derer, die mit ein paar unauffällig-emotional gefärbten Sätzen auf Knöpfe zu drücken verstehen, Verantwortung zurückweisen und Schuld verteilen.

      Würden Kinder das Prinzip frühzeitig in der Schule lernen un wüssten, wie Denen zu begegnen ist, liefe im Miteinander vieles sehr viel entspannter ab.

      Und, lieber Martin, betrachte diesen Satz

      „… das ist ja das Problem in unserer Zeit – keiner hat oder nimmt sich die Zeit, sich Problematiken genauer anzuschauen – und darauf baut man, die Leute haben keine Zeit einigen Sachen auf den Grund zu gehen – also geht es weiter wie bisher – schade, der “Teufelskreis” scheint selbst bei systemkritischen Leuten zu funktionieren …“

      mal bitte unter dem Gesichtspunkt einer Nettikette.
      Für mich ist das „Sondermüll“ – und mir fällt dazu ein Spruch ein
      „Alle Menschen sind zu gebrauchen, notfalls als schlechtes Beispiel.“

      Gruß
      Wolfgang

      • Februar 24, 2013 um 6:19 pm

        Ja lieber Wolfgang, dafür ist auch Zeit, nur nicht unbedingt vor der Tastatur. Dieses Thema, so wie andere auch, ich lese das, gleiche ab mit dem was ich weiß und mir relevant scheint, auf Grundlage bisherigen Lebens auch Nicht-Lebens, sehe hier an der Stelle auch wie Zwist entstehen kann, allein auf Grundlage geschriebener Sprache, ausbleibender Nachfrage, und , wie Martin ganz richtig bemerkte, fehlender anderer Kommunikationsmöglichkeiten, wie Körpersprache und dem zugehörigen Augenzwinkern.

        Natürlich ist auf emotionale Knöpfe gedrückt worden, so funktioniert das immer. In diesem Fall war allerdings auch beim Knopfdrücker eine Emotion, sprich kein Kalkül dabei, nämlich einfach Ent-Täuschung, wieder, wie wahrscheinlich so oft, vermutetes Des-Interesse.

        Solveigh ich weiß nicht wie und in welchem Umfang du gerade tätig bist, allerdings diese Zerissenheit, bzw. in Arbeit ersticken (?), keine Zeit zu haben, daher zu reagieren, wie man/frau eben reagiert, es lässt sich in bestimmten Situationen nicht vermeiden und dann ist es eben so, und Punkt. Nur weiß eben hier in diesem Medium auch niemand wie sich für Dich vllt. gerade alles zusammenballt.

        Um es kurz zu machen, ich vermute hätten wir miteinander gesprochen würden wir jetzt miteinander an einem runden Tisch sitzen, herzlich lachen und Witze oder Schwänke aus der Jugendzeit erzählen. 😉

        Noch einen schönen Sonntagabend für Euch Alle
        Martina

        Denkt weiter nach über die Trennung vom Natürlichen.

        • Februar 24, 2013 um 7:48 pm

          Danke Martina, denn es bleibt wie es ist, das meiste kommunizieren wir über den sichtbaren Körper, und wenn das fehlt, ist Fehlinterpretation leicht und die Emotion kochen hoch.
          Ich lerne seit einigen Tage immer mehr Menschen kennen, die auch über andere Sinne kommunizieren können. Sinne, die in unserer Kindheit zugeschüttet werden. Diese sollen aber auch wieder aufgedeckt werden können. Später mal mehr dazu, wenn ich mehr durchblicke.
          Herzlich, Martin

        • Februar 24, 2013 um 9:56 pm

          Um es kurz zu machen, ich vermute hätten wir miteinander gesprochen würden wir jetzt miteinander an einem runden Tisch sitzen, herzlich lachen und Witze oder Schwänke aus der Jugendzeit erzählen.

          Das halte ich durchaus für möglich und habe ich nun darum aus der weiteren Auseinandersetzung zurück gezogen.

          Auch von mir allen noch einen wundervollen und friedlichen Sonntag-Abend.

      • Februar 24, 2013 um 7:43 pm

        Lieber Wolfgang,

        ich höre hier weniger den Vorwurf heraus als den Frust, dass die Erkenntnis, dass es besser werden muss und es aber nicht schnell genug erfolgt.

        VG Martin

  6. Februar 24, 2013 um 7:59 pm

    federleichtes :

    mal bitte unter dem Gesichtspunkt einer Nettikette.
    Für mich ist das “Sondermüll” – und mir fällt dazu ein Spruch ein
    “Alle Menschen sind zu gebrauchen, notfalls als schlechtes Beispiel.”
    Gruß
    Wolfgang

    … ich wollte zuerst nichts erwiedern und es einfach wirken lassen – bloß ich schwankte zwischen Mitleid und Sorge hin und her – die Sorge hat jetzt die Oberhand und ich frage mich, was ist da passiert, dass man unter Beachtung des guten Umgangstones und der Meinungsfreiheit so etwas zum besten geben kann?
    Ehrlich gesagt es ist eine Mischung aus schockiert sein und Sorge – wie kann man eine andere Aussage als „Sondermüll“ bezeichnen und die Person, die man gar nicht kennt als „Schlechtes Beispiel“ betiteln? Und das ohne irgend eine Begründung abzugeben, wie man zu solch einer (Ab-)Wertung kommt?
    Weiter zwängt sich die Frage auf, was qualifiziert jemanden solch eine abwertende und beleidigende Aussage gegenüber jemand anderen zu tätigen?

    Meinungsfreiheit in allen Ehren – aber sie findet dort ihre Grenze, wo sie die Meinung anderer negativ berührt!

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