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Wie wir Bürger unsere Politiker überreden können, aus ihrem Dilemma der Konkurrenz zu kommen …

Ich bin gerade im Zuge meiner Arbeiten zur Initiative WirtschaftsDemokratie von einem neuen Unterstützer auf eine in meinen Augen geniale Kampagne aufmerksam gemacht worden:

Simultan-Politik

Simpol ist eine neuartige globale Bürgerinitiative zur Überwindung blockierender, nationaler Wettbewerbszwänge in vielen Themen der Nachhaltigkeit und des Gemeinwohls: eine lösungsorientierte Weltbürgerinititiative.

Das Ziel: Mit der WählerInnenstimme globale Lösungen herbeiführen

Die Kampagne für globale Simultanpolitik (Simpol) erlaubt Bürgerinnen und Bürgern in der gesamten Welt ihre Wählerstimme bei nationalen Wahlen zu nutzen, um globale Probleme lösen zu helfen.
Klimawandel, Finanzmarkt-Regulation, Umweltzerstörung, bewaffnete Konflikte und drastisches soziales Ungleichgewicht – Simpol ermöglicht konstruktives Engagement.

Simpol bietet einen Weg an, die globalen Probleme unserer Zeit anzugehen. Probleme, die von einzelnen nationalen Regierungen im Alleingang selbst bei bestem Willen nicht gelöst werden können, weil diese Probleme die Reichweite von nationalem Handeln grundsätzlich überschreiten.

Das Problem: globale Wirtschaft, prä-globale Gesellschaft

Die Regierungen stehen im ständigen Wettbewerb um Investoren und Arbeitsplätze. Eine Regierung, die Maßnahmen zur Lösung dieser Probleme im Alleingang umsetzt, kann damit häufig den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit ihres Landes bewirken. Das könnte schnell zu Inflation, Arbeitslosigkeit oder sogar wirtschaftlichem Zusammenbruch führen.

Die Lösungsstrategie: globalisierte zivilgesellschaftiche Willensbildung

Simpol ermutigt Menschen in Ländern in allen Teilen der Welt, ihre Politiker zu verpflichten, global zu kooperieren in der zeitgleichen Einführung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen und Regulierungen zum Wohl aller.

So zielt Simpol darauf ab, den Teufelskreis eines destruktiven Wettbewerbs unter den Ländern zu durchbrechen und zu ersetzen durch den ‚Tugendkreislauf‘ der Bekundung verbindlicher globaler Kooperationsbereitschaft.

Nur indem Regeln zeitgleich, simultan, umgesetzt werden, können unsere Probleme überwunden werden, ohne dass es dabei Verlierer gibt.

Wenn alle Länder gemeinsam handeln, können alle dabei gewinnen.

Eine simultane Umsetzung stellt sicher, dass kein Land seine Wettbewerbsfähigkeit verliert durch die Einführung von Regeln, die im Sinne der Nachhaltigkeit, des Planeten und unserer Werte und höheren Überzeugungen sind.

Dein Beitrag zur Lösung: Stimme in die globale Waagschale werfen

Aber Politikerinnen und Politiker werden nicht global handeln, wenn wir sie nicht wirksam dazu auffordern!

Deshalb bitten wir Sie, jetzt zu handeln, indem Sie als Simpol-Unterstützer unterzeichnen! 
Diese Unterstützung ist für Sie völlig kostenfrei.

Durch die Unterstützung von Simpol senden Sie ihren Politikerinnen und Politikern die Botschaft, dass Sie in zukünftigen nationalen Wahlen (im Rahmen des demokratisch vernünftigen) für jeglichen Kandidaten oder jegliche Partei stimmen werden, der seinerseits das Versprechen unterzeichnet hat, das Simpol-Maßnahmenpaket gemeinsam mit anderen Regierungen zu implementieren („Das Versprechen“).

Oder, wenn Sie eine starke Parteipräferenz haben, dann sendet Ihre Simpol-Unterstützung die Botschaft, dass Sie von Ihrer bevorzugten Partei wünschen, dass sie dieses Versprechen unterzeichnet.

Auf diese Weise behalten Sie letztlich immer das Recht, frei nach Ihrer souveränen Entscheidung zu wählen. Aber Sie signalisieren Ihren Politikern zugleich deutlich, dass Sie eine starke Präferenz zugunsten derjenigen Kandidaten haben, die das Versprechen unterschrieben haben, zuungunsten derer, die es nicht unterschrieben haben.

Warum Dein Beitrag so wichtig ist: globale Verantwortung jetzt leben

Viele Wahlen gehen sehr knapp aus und viele Sitze hängen an relativ wenigen Stimmen. Aus diesem Grund kann schon eine relativ geringe Anzahl von Simpol-Unterstützern es zu einem vitalen Interesse von Politikern machen, das Versprechen zu unterschreiben. Dies ist der einfache Mechanismus, mit dem Unterstützer ihre Sache voranbringen.

Der Ansatz von Simpol ist friedlich, offen, demokratisch und völlig kostenfrei.

Indem Sie Simpol unterstützen, haben Sie die Chance …

  • … wenn Sie wünschen etwas beizutragen zur Formulierung spezifischer Regeln um globale Probleme zu lösen und
  • … sich mit anderen zusammenzutun, um Ihre Stimme auf eine neue und effektive Weise einzusetzen, um Politiker aller Parteien und Länder zu bewegen, diese Regeln umzusetzen.

Indem Sie Opens external link in new windowSimpol unterstützen, werden Sie selbst zum Teil einer globalen politischen Lösung!

Und noch ein Vortrag dazu:

  1. Februar 6, 2013 um 10:14 am

    Es ist meiner Meinung nach falsch, oben anzufangen, wenn unten alles im Morast und Müll versinkt. Das heißt, auf eben diesem Müll und Morast zu bauen – und das KANN nicht nachhaltig sein.

    Stell‘ Dir bitte auch mal die Frage:

    Wer strebt eine „Welt-Regierung“ mit der Negierung der nationalen Identitäten an? Wozu könnten die Menschen hier also „missbraucht“ werden?

    Dabei stelle ich die guten Absichten des einen Menschen nicht in Abrede, aber beschäftige Dich bitte noch einmal mit der Rolle so genannter „Nichtregierungsorganisationen“:

    http://www.globalresearch.ca/des-imperiums-zweischneidiges-schwert-globales-milit-r-nros/29647

    • Februar 6, 2013 um 4:22 pm

      Hm, Du meinst, dass mit dieser Simultan-Politik eine Welt-Regierung erreicht wird, in dem die Staaten aufgelöst werden? Das konnte ich dem Text oben nicht entlesen.
      Im Prinzip habe ich auch nichts gegen die Auflösung der Staaten, denn viele Staaten sind in ihren Grenzen nicht so geschnitten, wie es kulturell zuträglicher gewesen wäre. Wenn wir die Verfahren der Entscheidungsfindungen auf den Kopf stellen und den Kommunen die größte Macht übertragen, wozu braucht es da noch den Staats- oder Nationengedanken?

      • Februar 6, 2013 um 8:22 pm

        Das sind allerdings Deine Wünsche, die Du diesem Text unterlegst und ihn damit interpretierst, meine ich.

        Ich habe mich selbst ertappt, dass ich „solche Gedanken“ doch vernünftig fand – und das ist die Infamie der Manipulation: Es klingt vernünftig, jedem leuchtet das ein – und schon ist der Sack zu.

        Die Auflösung der Nationalstaaten (so falsch sie von ihrer Gründung her auch waren/sind – Staaten sind – darin sind wir uns einig MACHT-Instrument) unter den gegebenen Umständen (kapitalistische Wirtschaftsweise) bringt nichts anderes als ein noch weitere Konzentration der Macht und des Reichtums in noch weniger Händen als bisher und nun eine erdweite Gleichschaltung aller Menschen, einschließlich der Auflösung der nationalen Identitäten = Vielfalt. Du weißt doch: Monokultur!

        Bereits in der von oben verordneten EU wird der diktatorische (um nicht zu sagen faschistische) Charakter dieses Kunstgebildes deutlich. Stell‘ Dir das für die ganze Erde vor.

        Also mir graust’s bei dieser Vorstellung!

        Wenn es ein ganz anderes Wirtschafts-System gibt und darum ganz allmählich und von unten wachsend und von oben organisiert die Nationalstaaten nicht mehr NOTWENDIG sind und sich darum ganz natürlich und allmählich auflösen, weil die Staaten als MACHT-INSTRUMENT nicht mehr notwendig sind, ist das eine ganz andere Sache!

  2. maretina
    Februar 6, 2013 um 3:03 pm

    „dass kein Land seine Wettbewerbsfähigkeit verliert .“ Und was ist mit den Ländern, die diese Wettbewerbsfähigkeit gar nicht haben, nie hatten und nie haben werden?
    Was heißt Wettbewerb, so wie wir ihn verstehen, denn anderes als weitere Ausbeutung von Mensch und Natur? Sicher kann auch Wettbewerb umgestaltet werden, nicht ganz so hart und scharf, aber darum bleibt es eben doch ein Wett-er(be)werb. So wie es sich heute darstellt , ist auch dies nur ein, sicher wohlmeinender, Vorschlag der die gesamte Systemchoose noch ein bißchen am Leben hält. Von oben her ändern, d.h. überstülpen , Staats- und Ländergebilde sind an der Stelle nicht relevant, zeitigt bei den Betroffenen Unverständnis und unterbindet Entwicklung, die in natürlichen Zusammenhängen beginnen muss, will heißen regional, in den Städten, in den Dörfern, bei den Einzelnen.
    Ganz nebenbei ist die gesamte Politikerkaste dermaßen korrupt und hängt, mindestens, das eigene Fähnlein immer in den Wind, so dass ich an der Stelle keinerlei Möglichkeit von Änderung erspähen kann. Den Herren und Damen muss das nicht unbedingt bewusst sein, und wenn ich an Guido denke, würde er höchstwahrscheinlich sagen, sie nehmen uns die Drecksarbeit ab, bzw. dienen uns im Prozess des Erkennens.

    Soweit
    Martina

  3. Mathias
    Februar 6, 2013 um 8:23 pm

    „Warum Dein Beitrag so wichtig ist: globale Verantwortung jetzt leben“

    Ich halte das für eine Ideologie, die von meiner wirklichen Verantwortung ablenkt – und ablenken soll … „globale Verantwortung“ damit wir (freiwillig) in ein weltumspannendes Machtgefüge eingebunden werden?

    Wofür bin ich wirklich verantwortlich? Ich würde behaupten, das ich dem gegenüber verANTWORTlich bin, was mir in der Realität begegnet: Z.B. wie behandle ich meine Familie, meine Freunde, Fremde die mir begegnen, wie behandle ich die Geschöpfe der Natur?

    Zum Thema Ideologie, ein interessantes Gespräch mit Alexander Wagandt:

    Und ich stimme Martina zu, was nützt mir ein größerer Einfluß auf Politikdarsteller – wenn diese größtenteils sowieso korrupt sind und eigentlich andere Interessen vertreten?

  4. federleichtes
    Februar 6, 2013 um 8:44 pm

    „Wofür bin ich wirklich verantwortlich?
    Ich würde behaupten, das ich dem gegenüber verANTWORTlich bin, was mir in der Realität begegnet: Z.B. wie behandle ich meine Familie, meine Freunde, Fremde die mir begegnen, wie behandle ich die Geschöpfe der Natur?“

    War noch mehr?

    Was ich nicht verstehe: Wie kann man Politiker als Psychopathen erkennen – und dann mit ihnen über Vernunft sprechen, mit ihnen vernünftig arbeiten, ja, mit ihnen überhaupt auf Augenhöhe leben?

    Wer „sauber“ werden will, soll sich waschen und nicht im Dreck spielen.

    Gruß
    Wolfgang

  5. Februar 6, 2013 um 9:21 pm

    Diesen „Simpol“ halte ich für ausgemachten Schwulst.

    • Februar 6, 2013 um 9:56 pm

      Da würden mich jetzt aber schon noch die Argumente interessieren 🙂

    • federleichtes
      Februar 6, 2013 um 10:24 pm

      Danke, von Ihrer Höflichkeit kann ich lernen.

      Gruß
      Wolfgang

  6. Februar 7, 2013 um 12:10 am

    Spannende Reaktionen. Danke für die Offenheit und die vielen Hinweise auf allergene Aspekte und Begriffe in der Simpol-Darstellung sowie auf angstbesetzte Aspekte, Themen, Assoziationen, die darin auftauchen.
    Auf der Ebene spontaner Reaktionen sind all die Einwände für mich gewissermaßen nachvollziehbar. Es ist sehr verständlich, dass viele von diesen Dingen sehr negativ besetzt sind.
    Wenn man allerdings rationaler schaut, möglichst frei von Blame-Game-Brillen, Trauma-Brillen etc. an die Sache heranzugeht, können sich andere Perspektiven entwickeln.

    Weshalb sollten wir ausgerechnet auf globaler Ebene keine Kooperation benötigen? (Siehe hierzu beispielsweise Habermas und viele andere).
    Und weshalb sollte diese Kooperation nicht so grassroot und partizipativ wie irgend möglich organisiert werden, so dass ein Maximum von BürgerInnen direkt mitwirken kann?
    Inwiefern sollten wir die Nationalstaaten nicht ‚erhaltend überwinden‘ können – mit sauberer Subsidiarität?
    Das vorgeschlagene Konzept beruht ausschließlich a) auf dem Rückhalt der Unterstützer und b) der Konsensfähigkeit (Verliererfreiheit) der zu erarbeitenden Kooperations-Regelwerke.
    Es hat nichts mit Weltregierung zu tun.

    Wenn wir sagen, WIR müssen kooperieren, dann muss das auch heißen: WIR ALLE. Nicht nur begrenzte Grüppchen.

    • Februar 7, 2013 um 10:10 am

      Wie ich bereits sagte: Ich kann das Pferd nicht von hinten aufzäumen. Das versucht dieser Simpol.

      Das hat nichts mit Angst zu tun, sondern mit Logik.
      Und solange das kapitalistische Wirtschaftssystem nicht überwunden ist – und davon lese ich GAR NICHTS – muss jedes noch so gut gemeinte Konzept scheitern und wieder dahin führen, wo wir heute sind – mit ihrem Konzept dann in einer direkten faschistischen Weltdiktatur. Nein, danke.

      • Februar 7, 2013 um 11:05 am

        Ja, Du hast einerseits Recht, dass wir diese auf das Maximieren von Kapital angelegte Systematik überwinden müssen. Nur sehe ich noch immer nicht, wie das kurzfristig funktionieren soll, außer wir kommen jetzt in eine solche Krise, dass über ein Chaos eine neue Organisation erreicht wird, oder die jetzt Herrschenden sehen ein, dass es anders auch für sie besser funktioniert und beginnen die Neuorientierung. Wahrscheinlicher scheint mir da Ersteres.
        Ansonsten fand ich das Bild mit dem Anbohren des Berges von vielen Seiten passend, sprich Simpol wäre einer der vielen Bohrer, die wir auf die Reise schicken könnten …

        • Februar 7, 2013 um 1:11 pm

          außer wir kommen jetzt in eine solche Krise, dass über ein Chaos eine neue Organisation erreicht wird,

          Nach allem, was ich weiß, wird/ist dies der Fall!
          Und das wusste auch schon der olle Marx: und so schafft sich das Kapital seine eigenen Totengräber!

          oder die jetzt Herrschenden sehen ein, dass es anders auch für sie besser funktioniert und beginnen die Neuorientierung.

          Wer DAS glaubt, glaubt auch, im Himmel sei Jahrmarkt!

          Wahrscheinlicher scheint mir da Ersteres.

          Ja, mir auch.

          Ansonsten fand ich das Bild mit dem Anbohren des Berges von vielen Seiten passend, sprich Simpol wäre einer der vielen Bohrer, die wir auf die Reise schicken könnten …

          Um das Danach vorzubereiten, hmmmm, möglich….

          Nur: Meines Erachtens kann ich bei einer Neugestaltung der Welt nicht beim Ziel anfangen! Ich muss schon den langen Weg dorthin gehen, und der fängt ganz unten, in den kleinsten Organisations-Einheiten (den Gemeinden) an und kann nur von hier aus nach oben – zum Schluss zu globalen Entscheidungen – führen.

          Ist verständlich geworden, was ich sagen möchte?

          • Februar 7, 2013 um 3:39 pm

            Da bin ich bei Dir. Und wieder sehe ich auch hier einen guten Ansatz: WIR sagen unseren regulären Führern bewusst, dass WIR etwas Bestimmtes von ihnen verlangen. Also kommt es von unten. Zumindest ist da ein weiteres Bewusstwerden des eigenen Steuerns einhergehend, so meine Empfindung …

      • federleichtes
        Februar 7, 2013 um 10:43 pm

        Glaubst Du, es gibt ein „Kollektives Bewusstsein“?
        In das unsere individuellen Bewusstseine eingebunden sind?
        Ein Kollektives Bewusstsein, das veränderbar ist?

        Ich hatte mal angefangen zu schreiben, was ich in einem Jahr mit aller Macht ausgestattet für diese Welt machen würde.
        Am zweiten Tag veränderte ich das Kollektive Bewusstsein durch die Tilgung JEGLICHER Erinnerung an den Begriff „Vermögen und Eigentum“.

        Wikipedia würde ihren Artikel löschen, weil sie mit dem Begriff nichts anfangen können. Grundbuchämter würden leer geräumt und alle Unterlagen geschreddert, weil niemand wüsste, was der Unfug soll. Die Diktatur der Freiheit und der Vernunft hätte begonnen.

        Herzliche Grüße sendet Dir

        Wolfgang

        • Februar 7, 2013 um 11:24 pm

          Die Idee gefällt mir. Wenn wir nur einen Wunsch frei hätten, was würden wir ändern sollen, um eine faire und dabei nachhaltigere Welt zu schaffen?
          Ja, das Konzept des Privateigentums wäre auch bei mir spontan ganz oben auf der Liste der zu streichenden Punkte.
          Gute Nacht erst einmal wieder 🙂 Martin

        • Februar 8, 2013 um 9:36 am

          Wenn das mal so einfach wäre, ich würde noch heute den Schalter umlegen!

  7. federleichtes
    Februar 7, 2013 um 2:17 am

    Hallo Herr Weller,

    Sie sehen nett aus, und ich glaube, sie haben gute und ehrliche Absichten, unsere Welt besser zu machen. Sie sind davon überzeugt, es müsse eine politische Welt geben, und Sie glauben an die grenzenlose Solidarisierung mit der Vernunft. Sie glauben auch, die bereits entstandene, etablierte und sehr gut funktionierende Global-Macht im Wirtschafts- und Finanzbereich würde Ihnen bei Ihren Solidarisierungs-Bemühungen freundlich über die Schulter schauen.
    Wenn das Ihr Glaube ist, möchte ich ihn nicht haben.

    Ehrlich gesagt glaube ich gar nichts. Ich verlasse mich auf die Beobachtungen von Dynamiken; die sich entwickelten, seit sie den „Langen“ ans Kreuz schlugen. Seitdem floss eine Menge Wasser die Ruhr runter, verdreckt von rücksichtslosen Profiteuren, durch ein Land, vergiftet von rücksichtslosen Ausbeutern, vorbei an Menschen, geschunden von rücksichtslosen Menschenfeinden. Um das festzustellen, braucht man keinen Glauben, und es erscheint mir auch nicht erheblich, ob dies ein Mensch durch eine „Traumabrille“ (was ist das eigentlich?) sieht, oder nicht.

    Ich fasse mich kurz.
    Unsere Welt hat ein gewaltiges Problem. Und ich denke nicht, ein Mensch kann den Umfang des Problems auch nur ansatzweise erfassen. Aber das Problem ist nicht von Menschen gemacht – auch wenn es den Anschein hat. Und wenn das Problem nur von Menschen inszeniert, in die Anscheinbarkeit gebracht wurde, kann es nicht ihre Aufgabe sein, das Problem zu lösen. Wohl sind sie – so oder so – mit ihrer Lebendigkeit an der Lösung beteiligt. Aber wie sie das tun, ob sie verhungern, Panzer bauen oder Software entwickeln, ob sie den Pflanzen, Tieren und Menschen Freund sind, oder ob sie in Gefängnissen und Psychiatrien sitzen, ist sowohl dem Problem als auch der Lösung des Problems Salat (die Wurscht eines Vegetariers)

    Susanne und ich sind nicht organisiert, unsere Freunde auch nicht. Gemeinsam teilen wir allein unser Glück mit anderen Menschen. Auch das ist dem Problem egal, aber uns nicht.

    Herzliche Grüße an Sie, verbunden mit dem Wunsch, Sie mögen seeehr großen Erfolg haben.

    Wolfgang Jensen

  8. Februar 7, 2013 um 9:53 am

    Hallo Herr Jensen,
    Danke – Sie sehen auch nett aus 🙂
    Und vor allem sieht die Webseite federleicht-leben.de wirklich SEHR nett aus.
    Leider funktioniert der Link ‚(R)Evolution‘ nicht, der hätte mich natürlich interessiert… 🙂
    Mit Überzeugungen und Absichten habe ich es auch nicht so sehr, wie sie vielleicht denken. In erster Linie lausche ich hier und jetzt darauf, was sich für mich stimmig anfühlt. Und, ja, ‚Wiedervereinigung der Menschheit‘ fühlt sich für mich zutiefst stimmig an. Initiativen wie Simpol erlebe ich als Ausdruck davon, dass Menschheit und Erde sich ihrer Ganzheit in uns bewusst zu werden beginnen.
    Nichts ist komplexer als das Verhältnis zwischen Teil und Ganzem. Jeder, für den sich Rückzug ins ‚Kleine‘, ‚Nahe‘, ‚Unorganisierte‘ stimmig anfühlt, der sollte genau das tun.
    Der Berg der notwendigen Veränderungen will, so stelle ich mich das vor, von möglichst vielen verschiedenen Seiten angebohrt werden …
    Ich wünsche Ihnen daher ebenfalls von Herzen so viel Erfolg wie möglich mit Ihren Initiativen!
    Dirk Weller

  9. federleichtes
    Februar 7, 2013 um 1:15 pm

    Ich glaube (lustig, gell), Sie sind ein Gewinner-Typ, Herr Weller. Weil Sie fähig zur Verbindung sind:

    „Und, ja, ‘Wiedervereinigung der Menschheit’ fühlt sich für mich zutiefst stimmig an.“

    Religion erzählt den Menschen, sie seien von „Gott“ getrennt.
    Bilder machen glauben, die Menschheit sei getrennt.
    Und Menschen erleben Trennung, zu ihren Mitmenschen, und IN SICH.

    Wir sind, unschwer erkennbar, der Natur verbunden – weil sie uns lehrte über das Wesen der Verbundenheit. Menschen streben nach Vereinigung. Die Natur IST eine Vereinigung. Von verschiedenem Geist. Von Liebe und Geist; allerdings auf einer materiell-körperlichen Ebene. Hier erleben wir das Vereinigte – als ein Gefühl und als Klarheit. Und Sie werden leicht verstehen, das Worte wie „Wiedervereinigung“ für uns ihre Bedeutung verloren.

    Notwendige Veränderungen ergeben sich nur aus der Sicht eines Betrachters. Klar, wir können sagen, dass es notwendig war, in die Natur zu gehen und zu lernen. Klar können wir sagen, dass unsere Veränderung erfolgen musste. Klar können wir einen Plan aufstellen und Programme entwickeln und dem Erfüllen daran glauben, WIR würden unser Leben gestalten. So, wie es vernünftige Menschen zu tun lernten: SIE gestalten die Welt.

    Es gibt einen anderen Weg. Der sich veilleicht gestaltet durch Demut, durch Dankbarkeit, durch das Gefühl, leben zu dürfen, teilnehmen zu dürfen, lieben zu können. Es ist ein Weg des Schauens. Ein Weg der Harmonie von Geben und Nehmen: Achtsamkeit geben und sich DAMIT von der Welt gestalten lassen, sich von Schönheit durchdringen und Einigkeit walten zu lassen.

    Der Link auf (R)Evolution ist über den Menüknopf erreichbar.
    http://federleicht-leben.de/10-wir-texte/r-evolution/00-r-evolution/index.html

    R-Evolution ist auf vielfältige Weise auf dem Weg. Wir sehen das völlig entspannt. Auch, weil Menschen wie Sie unterwegs sind.

    Danke für Ihre Antwort.

    Wolfgang Jensen

  10. federleichtes
    Februar 7, 2013 um 4:04 pm

    Unsere Seite R-Evolution ist eigentlich ganz gut gelungen, finde ich.

  11. Februar 7, 2013 um 5:09 pm

    Dr. Martin Bartonitz :

    Da bin ich bei Dir. Und wieder sehe ich auch hier einen guten Ansatz: WIR sagen unseren regulären Führern bewusst, dass WIR etwas Bestimmtes von ihnen verlangen. Also kommt es von unten. Zumindest ist da ein weiteres Bewusstwerden des eigenen Steuerns einhergehend, so meine Empfindung …

    Diese regulären Führer sind doch aber von den wirklich Herrschenden eingesetzt worden.
    Was kann irgend ein vernünftiger Mensch von denen erwarten?

    • Februar 7, 2013 um 5:53 pm

      Solveigh, ich hatte dabei weniger die Politiker im Auge als den Lerneffekt der Bürger …

      • Februar 7, 2013 um 6:23 pm

        Sorry.
        Da hatte ich Dich falsch verstanden.

        Mein Leseschwerpunkt lag auf reguläre Führer
        Wer sind die?

        Ich denke nicht, dass ich (oder wer auch immer) von „den Bürgern“ einen grundsätzlichen Lernprozess erwarten kann, solange die Bedingungen dafür nicht stimmen…

  12. federleichtes
    Februar 8, 2013 um 9:40 pm

    „WIR sagen unseren regulären Führern bewusst, dass WIR etwas Bestimmtes von ihnen verlangen.“

    Ich glaube, in diesem Satz erscheint wieder mal ein Kernproblem.

    Es gibt kein „Wir“.
    Es gäbe in Deutschland eher viele Millionen Ich’s, die für SICH Vernunft entscheiden lassen.
    Sich verweigern, das reichte schon.
    Die Sprache versteht die Macht. Und vielleicht nur die Sprache einer Vernunft, die sich von ihrem Wahnsinn abwendet.

    Ich brauche keinen Führer, schon gar keinen, der in die Psychiatrie gehört. Und was sollte ich (noch) Bestimmtes (Anderes) wollen, wenn ich der Vernunft folge?
    Für mich gibt es keinen „regulären Führer.
    Für mich gibt es nichts zu verlangen.
    Für mich gibt es MEIN Leben, dessen Freiheiten ich sicher noch nicht alle entdecken konnte. Aber ich arbeite wenigstens dran. Wohl das Wenigste, was ich von MIR verlangen kann, oder?

    Kann man diesen einfachen Lernprozess von Bürgern nicht erwarten? Oder nur von solchen, die keine Schule besuchten? Welche Bedingungen, liebe Solveigh, braucht dieser so einfache Schritt hin zu der Vernunft, FÜR SICH und solidarisch MIT SICH zu handeln? Muss da erst ein dritter Weltkrieg ausbrechen? Oder die Natur sich grundsätzlich der weiteren Unterstützung des Wahnsinns verweigern?

    Der „reguläre Führer“ ist in uns selbst.

    Grß
    Wolfgang

    • Februar 8, 2013 um 10:21 pm

      nun, wenn es kein ‚WIR‘ gibt, dann können WIR ja auch unmöglich weiter diskutieren.
      Das ist ok.

      • federleichtes
        Februar 8, 2013 um 11:05 pm

        Das Problem, Herr Weller, sehe ich wie folgt:

        Wir nehmen zwei sehr verschiedenen Wir’s wahr. Sie ein künstliches, ich ein Natürliches – Wesen des Miteinanders.

        Eines Miteinanders von Wesen, die nicht weisungsgebunden sind. Wesen, die sich nicht organiseren müssen, weil sie organisiert SIND auf eine Weise, die ihnen immanent ist.

        Herzliche Grüße an Sie und Ihre Company.

        Wolfgang Jensen

        • Februar 8, 2013 um 11:47 pm

          Ok, jetzt gibt’s für Sie also doch’n WIR …
          Allerdings ein streng Begrenztes … 😉
          Was ich noch nie nachvollziehen konnte ist eine Trennung in künstlich und natürlich. Das alles hier ist für mich der eine große kosmische Prozess – wo soll denn hier was ‚Unnatürliches‘ herkommen? Bzw. eine Grenze zwischen natürlich und unnatürlich herkommen?!? Ich sag’s mal paradox: ne Grenze zwischen natürlich und unnatürlich finde ich unnatürlich.

          Die Frage mit dem organisierten WIR ist für mich völlig analog zur Frage eines organisierten ICH. Ein Baby liegt auf dem Wickeltisch und seine Gliedmaßen strampeln. Es hat dies nicht unter Kontrolle, sondern beobachtet es aufgeregt, manchmal wird es immer aufgeregter dabei und wenn man es beruhigen will, muss man die Händchen und Füßchen sanft ‚einfangen’… Später entwickelt sich eine einheitliche Selbstorganisation, von der die Gliedmaßen dann gesteuert werden und dosiert eingesetzt werden können.

          Analog die Weltgesellschaft. Momentan noch im Babystadium – unwillkürliche Zuckungen, fehlende Koordinationsmöglichkeiten, Selbstschädigungen, man könnte auch sagen ‚Multiple Natioanality Disorder‘, Spaltungs-Wahn, analog zur menschlichen ‚Multiple Personality Disorder‘, wenn ‚Teilpersönlichkeiten‘ voneinander dissoziiert sind.

          Natürlich ist die Menschheit immer schon ‚EINS‘. Aber noch kein Bewusstes, es gibt auf dieser Ebene noch keinerlei ‚Selbstkompetenz‘. Und genau das wird jetzt langsam Zeit. Die Technikrisiken steigen nämlich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt exponentiell, da geht ungesteuertes Dahintreiben voraussichtlich nicht mehr lange gut…

    • Februar 8, 2013 um 10:40 pm

      Jaein.
      Jeder sollte sein eigener Führer sein, ja.
      Wir brauchen sonst keine Führer, nein. Einer muss die Lösung der anstehenden Aufgaben organisieren und koordinieren.
      Wir brauchen keine Führer, die in die Psychiatrie – oder wahlweise ins Zuchthaus – gehören, ja.
      Es müssen so genannte „natürliche Führer“ sein, die voller Eigenverantwortung, strenger Selbstdisziplin sind und Verantwortung für mehrere Generationen im Voraus übernehmen, denn ein Führer hat dafür zu sorgen, dass die nachfolgenden Generation nicht einen unbewohnbaren Müllhaufen, sondern eine lebenswerte Erde vorfinden, auf der sie das Werk ihrer Vorfahren mit Freude fortsetzen und für den Fortbestand und weitere Entwicklung in der Zukunft sorgen… Für einen solchen Führer ist das Führen kein „Verdienst“ und es bringt keinerlei Vorteile (schon gar nicht materielle), sondern es ist innere Berufung und Fähigkeit. (Ich glaube ich habe hier schonmal das Video veröffentlicht, in dem ein Ureinwohner Amerikas von dieser Art Führer und ihrer Auswahl und jahrzentelangen Begleitung, Schulung und Vorbereitung auf seine Aufgaben spricht.)

      Ich lebe MEIN Leben – und die anderen gehen mich gar nichts an, nein.
      Selbstverantwortliches Handeln, ja.
      Es gibt kein Wir, nein.
      Es ist nicht möglich, alle 7 Milliarden Menschen auf unserer Erde unter einen Hut zu bringen, ja.
      Ist aber auch gar nicht nötig. Es reicht, wenn die Menschen in meiner Umgebung an einem Strang ziehen – dazu müssen sie nicht einmal einer Meinung in allen Details sein. Das können meine Arbeitskollegen sein – die ziehen für eine bestimmte Aufgabe an einem Strang, das kann meine Familie sein – die ziehen für eine andere Aufgabe an einem Strang, das können meine Nachbarn sein, wir ziehen für noch eine (oder mehrere) andere Aufgabe(n) an einem Strang und so weiter – Theatergruppe, Freundeskreis, wo immer ich mit Menschen zusammenkomme. So können wir ein Netzwerk schaffen, in dem viele Menschen an verschiedenen Strängen mit unterschiedlichen Meinungen und Lebens-Sichten oder Standpunkten in die gleiche Richtung ziehen – hin zu Menschlichkeit, Fairness, Ehrlichkeit und Anstand.

      Die notwendigen Bedingungen für eine gedeihliche Entwicklung der Menschheit insgesamt ist ein Wirtschafts-System, dass nicht auf Privateigentum und Profitmaximierung, sondern ausschließlich auf Bedürfnisbefriedigung beruht.

      Ich denke, Du merkst, wohin meine Denk- und Handlungs-Richtung geht.

    • Mathias
      Februar 9, 2013 um 10:03 am

      @ Wolfgang

      „Für mich gibt es keinen “regulären Führer.
      Für mich gibt es nichts zu verlangen.

      Der “reguläre Führer” ist in uns selbst.“

      WOW. Wie wunderschön formuliert – vielen Dank!
      In eine ähnliche Richtung denke ich auch; in einer Welt leben in der ich authentisch mit anderen authentisch-lebenden Menschen leben kann. Auch wenn unsere jetztige Welt falsch ist, muss ich mich schon jetzt auf den Weg machen mein authentisches Ich (meine wahre Natur) jetzt zu leben.

      Beste Grüße, Mathias

  13. federleichtes
    Februar 9, 2013 um 12:46 am

    @ Dirk Weller
    „Ok, jetzt gibt’s für Sie also doch’n WIR …
    Allerdings ein streng Begrenztes … 😉
    Was ich noch nie nachvollziehen konnte ist eine Trennung in künstlich und natürlich.“

    Na gut. Da steht’s jetzt Unentschieden. Ich kann nicht verstehen, dass Menschen, die in der Lage sind, GENAU zu beobachten, nicht verstehen, was sie sogar in Worten zu beschreiben vermögen:

    „ie Frage mit dem organisierten WIR ist für mich völlig analog zur Frage eines organisierten ICH.“

    Erst mal wünsche ich, Sie wären Vater und sprächen authentisch.

    Das Baby IST organisiert. Jeder Vater versteht das und versucht nicht, dem Strampelnden eine computergestüzte Bewegungs-Entwicklung überzustülpen. Das wäre unnatürlich-künstlich. In die Entwicklung misstrauisch-sorgenvoll einzugreifen.

    Die Entwicklung der Welt-Gesellschaft interpretieren Sie, Herr Weller. Ich interpretiere sie auch nur, aber völlig anders. Was Sie als Multiple Gesamt-Persönlichkeit beschreiben, analysiere ich als NICHT-GREIFBARE konzertierte Aktion – die, so schätze ich es ein, einigen „Leuten“ zunehmend Kopfschmerzen bereitet.

    Nein, ich glaube nicht, die Menschheit ist EINS. Sie IST geteilt:

    In die, die leben wollen,
    und die, die töten wollen.

    Und noch mal nein: Die Technik-Risiken sind nur für die relevant, die töten wollen: Für die Menschenverächter und gnadenlosen Profiteure, die Plünderer und Parasiten, denen nichts heilig ist.

    Bewusstsein, ja, es scheint zu fehlen. Aber mit welchem Bewusstsein nehmen Sie das wahr? Meinen Sie ernsthaft, es gäbe nur menschliches Bewusstsein? Und meinen Sie ernsthaft, das Bewusstsein aller Menschen wäre bereits von Menschen als wahrnehmbar erschienen? Und irgend ein Jemand könne objektiv deren Potenzial einschätzen?

    Mal ganz ehrlich, Herr Weller. Glauben Sie nicht auch (so wie ich), wir Menschen nehmen uns gelegentlich zu wichtig? Klar, wir bemühen uns, Sie auf Ihre, ich auf meine Weise. Nur solten wir bei unserem Streben nicht vergessen, heiter, freudig, glücklich zu sein – zutiefst innerlich bejahend, was ALLES uns das Leben bietet.

    Danke, dass Sie nicht aufgegeben haben.

    Herzlichst Ihr

    Wolfgang Jensen

  14. Februar 9, 2013 um 1:56 am

    “Die Technikrisiken steigen nämlich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt exponentiell, da geht ungesteuertes Dahintreiben voraussichtlich nicht mehr lange gut…“

    Also mehr Kontrolle und noch mehr künstliche Eingriffe in natürliche Abläufe. Noch mehr Daten, um noch mehr Rückschlüsse auf Fehler zu ziehen, die aber nicht vorhanden wären, wenn wir Menschen uns mehr an Natürlichem orientieren würden, statt mehr und mehr unser vermeintlich eigenes Ding zu machen.

    “Was ich noch nie nachvollziehen konnte ist eine Trennung in künstlich und natürlich. Das alles hier ist für mich der eine große kosmische Prozess – wo soll denn hier was ‘Unnatürliches’ herkommen? Bzw. eine Grenze zwischen natürlich und unnatürlich herkommen?!? Ich sag’s mal paradox: ne Grenze zwischen natürlich und unnatürlich finde ich unnatürlich.“

    Die grenze zwischen Natürlich und Künstlich ist nicht fest und somit nicht messbar. Diese Grenze ist die Schlange, die sich zwischen Yin und Yang im Kreis des GANZEN windet. Es ist der dynamische Prozess zwischen dem tödlichen Biss der Schlange und der Faszination ihres Schlangenwesens.

    • federleichtes
      Februar 9, 2013 um 2:42 am

      Auch von Deiner Höflichkeit

      „… und der Faszination ihres Schlangenwesens.“

      kann ich lernen.

      Auf eine Art kann ich die Auffassung von Herrn Weller nachvollziehen: Was ist, das ist. Ganzheitlich gesehen ein natürlicher Prozess.
      Sollte dann auch natürlich sein, dass man der Schlange den Giftzahn zieht, BEVOR sie beißt. Und erst dann fasziniert ist.

      Aber wir sollten vielleicht unterscheiden in natürliche, sich selbst-organisrende friedliche Prozesse. Und ein Selbstverständnis, das auch natürlich ist. Selbstverständlich für mich ist beispielsweise, der Zerstörung der Natur entgegen zu wirken. Schwächere zu beschützen. Gewalt- und Machtmissbrauch zu verhindern. Manipulation, Verrat und Lüge aufzudecken. All das sind für mich nicht-natürliche oder widernatürliche Phänomene. Natürlich werden diese Phänomene erst für den, der das „Böse“ als natürlich empfindet.
      (hat alles nix mit Herrn Weller zu tun!!!)

      Wer in unserer Welt nicht die Trennung sieht, einerseits
      – in eine künstliche Verknappung,
      – in einen künstlichen Regulierungswahn,
      – in eine künstliche Umsatz-Aufblähung,
      – in eine künstliche Existenzverlängerung,
      gipfelnd für mich
      – in der Kunst, das Künstliche als natürlich darzustellen.

      Und andererseits die Bemühungen nicht registriert
      – eine friedliche,
      – gerechte,
      – angstfreie Gesellschaft
      – in einer gesunden Umwelt zu ermöglichen,
      scheint mir realitätsfremd.
      (hat auch nix mit Herrn Weller zu tun)

      Also, lieber Guido, für mich gibt es eine klare Grenze zwischen dem Natürlichen und dem Künstlichen. Ich ziehe sie dort, wo Freundschaft endet und als Feindschaft beginnend die Idee der Vernichtung wütet. Diese Idee sehe ich diametral entgegengesetzt zur ur-menschlichen Veranlagung, kooperativ-vernünftig mit einem Minimum an Aufwand ein Maxcimum an Lebensqualität zu schaffen.
      In aller Kürze.

      Gruß
      Wolfgang

      PS.
      „Diese Grenze ist die Schlange, die sich zwischen Yin und Yang im Kreis des GANZEN windet.“
      Vielleicht schreibt hier noch JemandIn: Genial. Die Dritte Kraft?

      • Februar 9, 2013 um 1:21 pm

        Was bleibt von der Schlange, wenn ihr der Giftzahn gezogen wird, außer schillernder Haut?
        Der Giftzahn ist ihr natürliches Überlebensinstrument. Sie benutzt ihn wenn sie sich gefährdet fühlt. Die Mitgeschöpfe wissen das instinktiv und richten sich mit diesem Wissen ein. Droht der natürliche dynamische Prozess aus dem Gleichgewicht zu geraten ist die Schlange da die disharmonische Bewegung in harmonische Bewegung zu wandeln. Das Zünglein an der Waage eben. – Übrigens Schlange auch Sinnbild Lilliths, der ersten Frau Adams, die sich ihm gleichwertig fühlte.Aha? – Die Schlange das bewegliche und verbindende Element zwischen Ying und Yang, Grenzen verbinden an der Peripherie Verschiedenstes. Zwei Einzelne die Eins sind als Zwei. Verbunden, nicht verschmolzen.
        Schnee satt übrigens, sehr schön.
        Martina

        • federleichtes
          Februar 9, 2013 um 1:40 pm

          Könnte der Auftritt der Schlange eventuelle den Beginn des Traumatisierens symbolisieren?
          Das Trauma als feindselige, existenzfeindliche Informationen – das Weibliche und Männliche trennend?
          Ihre Beziehung vergiftend?
          Was der aus der Genesis folgende monotheistische Glauben ja verursachte.

          Schnee? – ich geh dann mal.

          Gruß
          Wolfgang

          Ja, Lilith.

  15. Februar 9, 2013 um 3:54 am

    Fragt sich nur, ob eine Schlange noch derart zu faszinieren weiß, wenn sie ihrer Giftzähne beraubt wurde …

    “Auf eine Art kann ich die Auffassung von Herrn Weller nachvollziehen: Was ist, das ist. Ganzheitlich gesehen ein natürlicher Prozess.“

    So sehe ich das auch. Aus Sicht des GANZEN sieht ALLES ganz ANDERS aus.

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Februar 9, 2013 um 4:31 am

      So, die Bilder sind fertig – morgen kommt die Galerie.

      Eigentlich wollte ich Dich als „Sieger“ vom Platz gehen lassen, aber dann …

      Reden wir kurz über künstliche Macht und natürliche Macht. Stell Dir vor, da kommt so eine Knallerbse und bedroht Euch mit seiner Knarre. Das ist künstliche Macht. Du zwinkerst mit dem rechten Auge, er steckt sich die Knarre in den A…, Du zwinkerst mit dem linken Auge. Peng! Das ist natürliche Macht.

      Uns einen guten Tag.

      Wolfgang

  16. Februar 9, 2013 um 10:44 am

    Als natürlich sehe ich alles, was im natürlichen Kreislauf des Lebens bleibt. Der Mensch an sich ist natürlich, weil er verwest und wieder zu Erde wird. Jedoch ist er in der Lage – und tut es ausgiebig – natürliche Materialien in Unnatürliches zu verwandeln: Giftmüll, Plastik, eben alles, was so in der Natur nicht vorkommt, und damit dem natürlichen Kreislauf des Lebendigen entzogen wird. Er macht Totes aus Lebendigem um daraus Energie und Geld zu gewinnen.

    Susanne

    • Februar 9, 2013 um 1:38 pm

      Und mit dieser „Verkünstlichung“ werden wir einfach alle umgebracht – hübsch langsam und genüßlich, eiskalt geplant und umgesetzt. Es ist Völkermord, eigentlich schon Menschheitsmord auf ganz großer, weil globaler Ebene:

      Es ist allerhöchste Zeit, das zu beenden!

  17. federleichtes
    Februar 9, 2013 um 12:40 pm

    Für mich gibt es keinen “regulären Führer.
    Für mich gibt es nichts zu verlangen.
    Der “reguläre Führer” ist in uns selbst.

    @ Mathias
    „WOW. Wie wunderschön formuliert ..“
    Und:
    „In einer Welt leben in der ich authentisch mit anderen authentisch-lebenden Menschen leben kann …“

    Hallo Mathias.

    Meine Formulierungen kommen aus dem Erlebten, aus dem Lebendingen. Ich beschreibe mein Jetzt als etwas Fließendes, und zwar als unbestimmt fließendes Wahrnehmen innerhalb dessen, was authentisch ist: Mein Wesen. Aber da ich auch Körper bin, kommen Gedanken, die mich bestimmen wollen, kommen Ideen, die meine Freiheit fixieren wollen. Sie suggerieren mir eine notwendige Sicherheit, sie wollen mich ängstlich und bedürftig und unlebendig machen. Für meinen Körper mögen die Gedanken richtig sein, für mein Wesen sind sie – tödlich. Und damit für meinen Körper auch. DAS habe ich ihm erklärt, so lange, bis er es verstandenhat, ERFAHREN hat, wie wichtig ein dynamisch-achtsames Agieren für sein Funktionieren ist.

    Jeder Mensch ist in jedem Moment seines Lebens authentisch. Im Grunde lebt er aber eine traumatische Kondiionierung, die ihn von seinem Wesen entfremdet – ihn in die Gefolgschaft seiner Körperstimmen (Empfindungen, Emotionen, Gedanken) zwingt. Wer authentisch entsprechend seinem Wesen leben möchte, muss diese Stimmen zum Schweigen bringen, damit das Lebe-Wesen zu Wort kommt und seine Möglichkeiten offerieren kann.

    Inwieweit ein Mensch seinem Wesen folgen kann, hängt ab von der Auflösung seiner Konditionierung. Bedeutet Auflösen der
    KÜNSTLICHEN ENERGETISCHEN BLOCKIERUNGEN;
    bedeutet Auflösen der
    GEISTIGEN VERWIRRUNGEN.

    Vielleicht schreibe ich über das „Wie“ (die eigene Führerschaft übernehmen) noch mal ausführlicher.

    Danke für Deinen Beitrag und herzliche Grüße an Dich.

    Wolfgang

    • Mathias
      Februar 9, 2013 um 8:55 pm

      Lieber Wolfgang,
      Vielen Dank für Deine sehr inspirierenden Ausführungen zu diesem spannenden Thema!

      Du schreibst: „Jeder Mensch ist in jedem Moment seines Lebens authentisch.“

      Ich habe sehr lange über diese Aussage nachdenken müssen, weil mir nicht ganz klar war, ob dem wirklich so ist. Ich beginne aber zu ahnen, das dies wirklich der Fall ist; wenn wir damit meinen, das jeder Mensch immer nach seinem individuellen momentanen „besten Gewissen“, unter Einfluss seiner Gefühle und innerhalb seines jeweiligen Erkenntnisstands handelt und dementsprechend authentisch ist, so würde ich das bejahen. So gesehen wäre „authentisch sein“ nichts anderes als eine fortwährende Momentaufnahme, die sich je nach Lebensabschnitt und Erkenntnisstand ändern kann.

      „Im Grunde lebt er aber eine traumatische Konditionierung, die ihn von seinem Wesen entfremdet – ihn in die Gefolgschaft seiner Körperstimmen (Empfindungen, Emotionen, Gedanken) zwingt.“

      Ja, ein sehr, sehr trauriges Thema. Und ich stimme Dir zu, es sind die traumatischen Konditionierungen in unserer Kindheit und die Manipulation der System-Maschinerie, die uns davon abhalten unsere wahre Natur zu leben. Ich hatte letztes Jahr eine mehrwöchige Psychotherapie gemacht, und da sind mir ein paar meiner „versteckten“ Verhaltensweisen klar geworden, die ich vorher nie für möglich erachtet bzw. zugegeben hätte! Das ich eine, vorsichtig ausgedrückt „keine schöne Kindheit“ hatte wusste ich schon vorher – nur, was dies in meiner Psyche heute noch für Spuren hinterlassen hat, konnte ich nicht einmal ahnen. Heute weis ich auch, dass wir zu etwa 95% vom Unterbewusstsein „gesteuert werden“ – auch das wusste ich damals nicht!

      Und mein Weg, des „Abschüttelns“ der Konditionierungen und Zuwendung bzw. Wiederentdeckung meiner wahren Natur, ist noch lange nicht abgeschlossen! Ich möchte diesen Weg weitergehen. Deshalb wäre ich Dir sehr dankbar, wenn Du zu gegebener Zeit und vielleicht in einem gesonderten Thema, etwas dazu schreiben könntest „Wie mache ich mich auf den Weg die Führerschaft für mein Leben, im Einklang mit meiner wahren Natur zu übernehmen?“ (oder so ähnlich).

      Vielen Dank noch einmal für Deine Anregungen!

      Liebe Grüße,
      Mathias

      PS: Man möge mir nachsehen wenn diese Ausführungen für manche am Thema vorbei sind; jedoch erachte ich sie persönlich durchaus relevant, geht es doch auch um die Polarität von „Innen“ und „Außen“ …. Oder anders ausgedrückt, wo suche ich nach Lösungen … in mir, oder „im Außen“ auf globaler Ebene? Und mir ist auch klar, warum ich den Impuls hatte, genau diesen Artikel zu kommentieren: Wer wie ich langsam erkennt, wie Konditionierungen (von Außen) meine wahre Natur zugeschüttet haben und wie ich mich oft mehr oder weniger „verbogen“ habe, um „zu gefallen“, einen Vorteil zu erhaschen oder Anerkennung zu verdienen, der wird jetzt erst einmal jeden noch so gut gemeinten Ansatz einer Lösung „im Außen“ als Wiedereingliederung in ein konditioniertes Korsett betrachten.

      • federleichtes
        Februar 9, 2013 um 10:13 pm

        Wir sind hier „thematisch“ nicht so eng gestrickt – dank Martin, der versteht, dass Entwicklung gerade dann spannend wird, wenn man Beschränktheit vermeidet, und frei Felder schafft für Ideen, Gefühle, aber auch Emotionen. Wenn hier nicht der Mensch eine Hauptrolle spielen würde, wäre es nicht meine Beteiligung wert. Insofern machst Du das genau richtig:.
        „Mit Offenheit auf die Suche nach Weiterentwicklung gehen“.

        Ich freue mich, dass Du meine Betrachtung zur Authentizität richtig verstanden hast.
        Selbst ein Mensch, der bewusst lügt, handelt authentisch – weil genau DAS in DER Situation SEINE Option war, die er – gewissermaßen wählen musste. Wenn Du diesen Grundsatz des „Unbedingten Handelns“ in Dein Leben integrieren kannst, wird eine Menge Schuld von Dir abfallen. Und Dir wird die Freiheit der Entscheidung bewusster, zwischen verschiedenen Optionen wählen zu können. Du kannst auch Rollen spielen, direkt drau0en unter den Menschen und fühlen lernen, wie Du dabei auf Dich wirkst, wie Du auf Andere wirkst, und wie die auf Dich wirken.

        Ich erinnere mich an ein Management-Seminar. Wir mussten ein paar Mal am Tag raus auf die Straße und das Gelernte ausprobieren. – und diskutierten dann über das Erfahrene.

        Natürlich sind wir konditioniert. Martin nennt das Sozialisation, ich beschrieb das mal als den Konflikt zwischen Individualisierung und Sozialisierung – der gleichzeitig abläuft. Und meist beginnt eine strenge Sozialisierung, BEVOR aus der Individualisierung ein tragfähiges Fundament entstehen konnte, die soziales Handeln erst sinnvoll macht.

        Ich empfehle Dir die Bücher von Don Miguel Ruiz. Wir haben sie auf unserer Homepage vorgestellt.
        http://www.federleicht-ag.de/innenleben-zeitgeist/grosse-geister/miguel-ruiz/dmr-startseite/index.html

        Mensch steht vor einer unlösbar scheinenden Aufgabe:Sein Unbewusstes in Bewusstsein zu transformieren. Das schafft nach meiner Erfahrung nur.wer das WILL.
        Wer das wirklich will, wird sich an die Hand nehmen müssen wie ein kleines Kind. Er sollte weder sich noch andere für das von ihm Verursachte und das ihm Widerfahrene verantwortlich machen.
        Er muss versuchen, in seiner Biografie eine Plausibilität zu finden, einen Roten Faden. Es GIBT ihn.
        Mensch muss seinen Körper in Schwung bringen, entgiften, seine Körperzellen energetisieren.
        Mensch sollte sich auf die Ordnung besinnen, die seinem Körper ent-spricht – der Natur. Sie erleben, sie entdecken, sie verstehen – bis er sie bewundert. Das wirkt energetisch und informativ-strukturell reine Wunder.
        Mensch muss sein Handeln auf das ausrichten, was er erreichen will.

        Was willst Du erreichen?
        Willst Du ein freundlicher Mensch werden? Dann sei freundlich.
        Willst Du ein sicherer Mensch werden? Dann sei bestimmt und entscheide rigoros, was Dir gut tut und was nicht.
        Willst Du ein erfolgreicher Mensch werden? Dann definiere, was für Dich Erfolg ist. Falls Du „nur“ glücklich sein möchtest, SEI glücklich. Das kannst Du, ganz gleich, welche Spuren Deine Kindheit Dir ins Fell brannte.

        Mal sehen, vielleicht macht Martin ein Thema auf, wo mir mal intensiver über Lebenserfolg sprechen können. Sonst machen wir hier weiter – in einem Thema,
        DAS ICH EIGENTLICH MEIDEN WOLLTE.

        Herzliche Grüße sendet Dir

        Wolfgang

        • Februar 10, 2013 um 2:01 am

          Hm, wieder Zufall? Ich habe gerade einen Text von Thomas Heinle, dem „Erfinder“ des Visions Coaching gepostet. Er hat früher an die 1.500 Coaches ausgebildet, die zuvor neben ihrer Spur (=Erfolg) waren. Sein Artikel behandelt unsere Umzus und unseren Willen. Ggf. können wir das Thema des eigenen Erfolgs dort anknüpfen?
          Liebe Grüße, Martin

        • Mathias
          Februar 10, 2013 um 4:48 pm

          Vielen Dank, Wolfgang, für die vielen Anregungen und den Buchtipp! Ich werde mir zuerst das Buch über „Innere Wahrheit“ besorgen, das interessiert mich am meisten.

          Du schreibst: „Natürlich sind wir konditioniert. Martin nennt das Sozialisation, ich beschrieb das mal als den Konflikt zwischen Individualisierung und Sozialisierung – der gleichzeitig abläuft. Und meist beginnt eine strenge Sozialisierung, BEVOR aus der Individualisierung ein tragfähiges Fundament entstehen konnte, die soziales Handeln erst sinnvoll macht.“

          Ich sehe das sehr ähnlich. Es wird Zeit (Schmerzen und Erfahrungen) brauchen bis wir wirklich dorthin kommen, was Du als „tragfähige Individualisierung“ beschreibst (Mir gefällt der Begriff!) um dann auf dieser Basis ein Miteinander zu gestalten. Ein wie auch ich finde, erstrebenswertes Ziel, das aber sicher erst in weiter Ferne auf uns wartet – jede Entwicklung braucht scheinbar seine Zeit …

          Weiter oben hattest Du geschrieben „Es gibt kein WIR“. Auch der Spruch hat mir gefallen. Wobei ich sagen möchte das ich Menschen, die glauben und handeln im Sinne von einem gemeinschaftlichen „WIR“, durchaus schätze. Nur ist das mit „WIR“ so eine Sache; wann hat je ein WIR einen Krieg verhindert? Nur mal so als Gedanke ….

          „Mensch steht vor einer unlösbar scheinenden Aufgabe:Sein Unbewusstes in Bewusstsein zu transformieren. Das schafft nach meiner Erfahrung nur, wer das WILL. Wer das wirklich will, wird sich an die Hand nehmen müssen wie ein kleines Kind.“

          Und genau was Du da schreibst, muss Jeder für sich tun (oder auch nicht – auch das ist in Ordnung), denn auch hier, gibt es kein „WIR“. Ich bin seit letztem Jahr zu dem Schluss gekommen, das mir gar nichts anderes übrig bleibt, als zu versuchen, mich in diese Richtung zu entwickeln, anstatt mich an der „kranken Welt“ oder Dingen im Äußeren immer wieder abzustrampeln. Das Leben fordert mich dazu auf, so spüre ich das jedenfalls.

          Nun, was Deine anderen Fragen „Was möchtest Du erreichen?“ usw. betrifft – so habe ich sofort eine Unsicherheit in mir gespürt, weil ich Deine Fragen gar nicht spontan und in Klarheit hätte beantworten können. Mir ist einigermaßen klar, warum das so ist: Da ist sie wieder, meine verschüttete wahre Natur. Ich möchte das in aller Offenheit so zugeben, ist es doch zumindest der erste Schritt, mein konditioniertes Ich, abzulegen. Noch vor Jahren, als ich nur mein „konditioniertes Ich“ kannte, hätte ich keine Schwierigkeiten gehabt, Deine Fragen zu beantworten. Nur funktioniert das jetzt nicht mehr so – und das ist gut so!

          Dir noch einen schönen Sonntag und liebe Grüße,
          Mathias

  18. federleichtes
    Februar 10, 2013 um 3:40 am

    @ Martin
    „Ggf. können wir das Thema des eigenen Erfolgs dort anknüpfen?“

    Was hältst Du davon, Mathias das entscheiden zu lassen. Ich traue ihm auch zu, ein neues Tthema selber zu formulieren.

    Warum?
    Viele Menschen haben ein Problem, dessen sie sich nicht bewusst sind: Sie sind informativ FALSCH konditioniert – insofern sie NUR im Rahmen ihrer falschen Annahmen (oder Interpretationen) Gedanken entwickeln können. Und es scheint ziemlich einleuchtend, WAS für Gedanken auf der Grundlage falscher Voraussetzungen entstehen; jedenfalls keine Klarheit.

    Mathias ist offensichtlich nicht verbildet, weil er ein grundsätzliches Thema, relativ sofort, verstehen und die richtigen Schlussfolgerungen daraus ziehen konnte. Trifft man selten, solche Menschen mit Offenheit, einer unbefangenen Neugier und großem Interesse an einer Umgestaltung – ihrer/s Selbst. Womit wir, welch ein Zufall, wieder beim Ego-Ich angelangt wären.
    Wer zu sich selber steht, und bei sich bleibt, ist praktisch schon raus aus einem Vegetieren in Abhängigkeiten. Gell, das sollte wohl Mut machen.

    Liebe Grüße auch an Dich von uns.

    Wolfgang

    • Mathias
      Februar 10, 2013 um 5:05 pm

      @ Wolfgang:

      Danke für das ausgesprochene Vertrauen. Hmm, also ich weis nicht recht, das fühlt sich so an wie ein Sprung in ganz, ganz kaltes Wasser. Ich glaube, ich bin noch nicht ganz so weit, bzw. habe ich nicht die Klarheit, bei diesem Thema die Führung zu übernehmen. Also ehrlich gesagt, fühle ich mich wohler, wenn ich meine Gedanken in Kommentaren einbringen kann.

      • Februar 10, 2013 um 6:38 pm

        Mach Du die Schritte in Deinem Tempo. Wir haben in den Kommentieren quer verstreut auch immer wieder zu Kernthemen zurückgefunden 🙂

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