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Wir sind nicht zu viele! Wir sind einfach nur zu blöd!

Wir sind nicht zu viele! Wir sind einfach nur zu blöd!

Danke an Wolfgang, der auf ein Video aufmerksam machte, das reichlich Denkanstöße in Bezug auf den Umgang mit den lebenden „Ressourcen“ unserer Mutter Erde gibt. Ein junger Mann hielt ein bedenkenswerte Rede vor einem Schlachthof, die ich hier wiedergeben möchte, zum weiteren Erkenntnisgewinn:

Victor Hugo erkannte: „Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ Eine einzige Idee erschafft Kunstwerke, errichtet ganze Städte oder befreit Nationen. Tierrechte sind heute die größte soziale Gerechtigkeitsbewegung der Welt. Hundert Tausende Menschen in allen Ländern sind bereit, sich für die Rechte der Tiere einzusetzen. Niemand weiß, wie viele Tonnen Blut, unschuldiger Lebewesen, noch den Boden von Schlachthäusern bedecken werden, und wie viele Tränen unsere Gesichter. Aber, was wir wissen ist, dass wir nicht ein Herz für Menschen haben und eines für Tiere. Entweder haben wir eins oder wir haben keins. Deswegen werden wir nie echten Frieden haben, solange wir im Krieg gegen die Tierwelt sind.

Aber dieser Krieg wird nicht mit Sturmgewehren, Handgranaten, Panzern und Bomben geführt. Messer und Gabel sind die Massenvernichtungswaffen der Gegenwart. Fleisch tötet uns, tötet die Tiere, tötet die Natur.

Falls meine Worte für Manche extrem erscheinen, möchte ich zu bedenken geben, 60 Milliarden Landtiere und 90 Milliarden Meerestiere werden jedes Jahr nicht zum Überleben getötet, sondern für einen Gaumenkitzel. Manche würden das extrem nennen.

Fleisch verschwendet mehr Nahrungsmittel als es liefert. Man muss große Mengen pflanzlicher Lebensmittel verfüttern, um kleine Mengen Fleisch zu erhalten. Mehr als ein Drittel der Weltgetreideernte gehen so als Futter in die Tierindustrie. Arme Länder verkaufen ihr Getreide an den Westen, während die eigene Bevölkerung verhungert. Nur damit wir Burger essen können. Wenn das kein Verbrechen ist, dann möchte ich wissen, was ist die Definition. Wie Philip Wollen sagte: „jedes Stück Fleisch, das wir essen, ist ein Schlag in das verweinte Gesicht eines verhungernden Kindes.“

Wir sind nicht zuviele, wir sind nur zu blöd. Diese Erde könnte ein vielfaches an Menschen ernähren, wenn wir die Lebensmittel direkt essen würden, und nicht über den Umweg durch den Körper eines anderen Tieres. Diese Welt hat genug für unser aller Bedürfnisse, aber nicht für unser aller Gier.

Und diese Gier endet damit, dass sie uns selbst tötet. Krebs, Herz und Schlaganfälle sind Todesursache Nummer 1. Broccoli und Blumenkohl zählen allerdings nicht zu den Auslösern, Fleischkonsum schon. Und Studien der Cornell und Harvard Universität kommen zu dem Ergebnis, dass die Menge an Fleisch in einer gesunden menschlichen Ernährung exakt 0 ist.

Wir können diese Krankheiten wieder zu einer Seltenheit machen, indem wir uns gesund ernähren, und Tiere von der Speisekarte streichen. Aber warum wird das garnicht gewollt? Weil verdammt viel Geld damit gemacht wird. Und die Umsätze der Pharmaindustrie werden ins Bruttoinlandsprodukt eingerechnet. Wenn wir also alle eine Chemotherapie bekommen, dann haben wir noch ein paar Jahre Wachstum. Aber verbuchen wir die Reperaturkosten unserer Autos als Gewinn?

Und warum ist Fleisch eigentlich so billig? Weil die ermordeten Rinder, Schweine und Hühner nicht bezahlt werden. Wir halten uns Sklaven. Man braucht keine 2 Beine, um ein Sklave zu sein, und man muss auch nicht schwarz sein. Ein Sklave ist jedes fühlende Lebewesen, welches den Unterschied zwischen Freude und Schmerz kennt, zwischen Freiheit und Unterdrückung und gegen seinen Willen gefangen gehalten wird. Und wie viele Beispiele könnte ich bringen, dass sie diesen Willen besitzen. Wie viele Affen, Tiger, Elefanten, Bären, Nerze, Rinder, Schweine und Hühner warten nur auf den einen richtigen Moment, um auszubrechen. Sklaverei begann nicht in Ägypten und endete nicht in Amerika. Sklaverei begann mit der Haltung von Tieren zu unserem Nutzen und dauert bis heute an.

Wir haben erkannt, dass Geschlecht, Religion oder die Farbe der Haut keine Gründe sind, Jemanden zu diskriminieren oder zu töten. Die Zeit ist reif zu erkennen, dass auch die Anzahl der Beine, die Behaarung, die Sprache, körperliche Stärke oder Intelligenz genauso bedeutungslos sind. Bedeutend ist die Fähigkeit zu leiden. Und sie erleiden Höllenqualen, genau jetzt, an Orten wie diesen hier. Orte des Grauens die wir Tierfabriken und Schlachthäuser nennen. Und wofür?

Tiere haben Rechte. Sie sind keine gefühlslosen Maschinen. Und es ist nicht unsere Freiheit, sie wie Ressourcen zu benutzen. Die eigene Freiheit sollte dort enden, wo die Freiheit eines Anderen beginnt. Das zu respektieren ist Gerechtigkeit. Wir brauchen keine größeren Käfige, wir brauchen leere Käfige. Artgerecht kann nur die Freiheit sein. Und freundliches Töten bei Tieren exisitert genausowenig wie freundliches Töten bei Menschen. Deswegen müssen Tiere von unseren Tellern verschwinden.

Und ich denke an unsere Kinder und die noch nicht gezeugten Generationen. Welche Welt wollen wir ihnen hinterlassen? Wenn wir so weiter machen, sind die Meere 2050 leergefischt. Mehr als ein Drittel des Fischfangs gehen direkt in die Tierindustrie. Schweine und Hühner konsumieren 6 mal mehr Fische als die gesamten USA. Unvorstellbare Mengen Gülle verschmutzen Gewässer und Böden. Große Teile des Regenwaldes werden zerstört, um Futtermittel anzubauen. Wenn wir die Erde in ein paar Jahren aufgegessen haben, was antworten wir unseren Kindern, wenn sie nach dem WARUM fragen? Weils eben so gut geschmeckt hat?

​Wir denken zu viel und fühlen zu wenig. Wir sind überheblich geworden, nur weil wir Autos bauen und Computer benutzen können, und haben dabei verlernt wie wir unsere Herzen benutzen.

Lassen wir Landwirte wieder Landwirte sein. Geben wir ihnen die Möglichkeit, Qualität statt Quantität zu produzieren und sie werden soviel Geld verdienen, dass sie extra Leute einstellen, nur um es zu zählen. Die Wirtschaft wird nicht zusammenbrechen. Die Produktionen werden einfach umgestellt. Niemand will diesen genmanipulierten Müll. Wir können uns unsere Gesundheit wieder zurückholen, sich die Natur erholen lassen und aufhören, Tiere zu töten.

Dafür muss man kein Präsident, Rockstar, Astronaut oder Professsor sein. Wir müssen nur aufhören ihre Produkte zu kaufen.

Ich weiß, Einige finden es schwierig, ihre Gewohnheiten umzustellen, aber bitte denkt an die Schwierigkeiten, die die Tiere in ihren Kerkern durchstehen. Und an die Schwierigkeiten, welche zukünftige Generationen haben werden.

Aber es gibt Hoffnung und Fortschritt. Über 600 Millionen Menschen auf dieser Welt sind bereits Vegetarier. Jeden Tag entscheiden sich mehr Menschen, ihren Fleischkonsum zu reduzieren oder ganz aufzugeben. Noch vor 2 Jahren habe ich selbst Tiere gegessen. Ich streichelte Hunde und aß Schweine, weil ich es nicht besser wusste. Tief in unserem Herzen sind wir gut. Wir brauchen keinen Mord.

Wir brauchen Familie, liebende Partnerinnen und Partner, Freunde, gute Gespräche, ein warmes Zuhause, sauberes Wasser, frische Luft, natürliche Lebensmittel, Sport, Musik. Eine bessere Welt ist möglich. Ich weiß, wir können mehr. Lasst uns Tiere von den Speisekarten streichen und aus diesen Folterkammern holen!

Kategorien:Ökologie, Ökonomie, Ethik, Gesellschaft Schlagwörter:
  1. federleichtes
    Januar 30, 2013 um 2:53 am

    Der Teufelskreis, in dem Menschen scheinbar unentrinnbar gefangen stecken, hat ein Schlupfloch. Der Weg dorthin ist ein Herzensweg. Den zu gehen ein ganzes, heiles Herz bedingt: Integrität ist ein Gefühl für das Ganze – IM Menschen.

    Danke, Martin.

    Wolfgang

    • Januar 30, 2013 um 9:51 am

      Auch und besonders das Bild: wow!

    • Januar 30, 2013 um 2:39 pm

      Martin und Wolfgang; Euch beiden herzlichen dicken Dank.
      (Wenn ich nur das Video wieder finden würde, das Wolfgang hier kürzlich verlinkte, welch Wort, ich vergass das Lesezeichen zum späteren Anschauen. Könnt Ihr mir bitte mal helfen ? 😉 )
      Grüße
      Martina

  2. yt
    Januar 30, 2013 um 8:04 am

    Ein Erfahrungsbericht:

    Meine Frau und ich wollten gern auf „Geschmacksverstärker“ verzichten, weil die Überlegung nahe liegt, dass man nur so wieder „Schmecken“ lernt. Also versuche ich beim Einkauf auch darauf zu achten, dass das Produkt auch keine „Hefextrakte“ enthält, die jetzt in aller Munde sind. Das ist gar nicht so einfach und wir liegen derzeit bei subjektiven 90% Vermeidung. 100% sind illusorisch, das macht dann auch keinen Spaß mehr.

    Wir möchten auch keine Massentierhaltung mehr. Biogasanlagen sind für Umwelt und Mensch ein Desaster. Wer die Zahlen in Wikipedia vergleicht, kann sehen dass der Wikrungsgrad pro m² deutlich schlechter als Beispielsweise Photovoltaik ist. Und, BiogasAnlagen sind von der Massentierhaltung abhängig. Früher wurden die Euter groß gezüchtet, heute das Arschloch. So kommt es mir vor. Wie das Fleisch später verbraten wird, aus diesen „Maschinen“ möchte ich gar nicht wissen.

    Weil die Welt immer unappetitlicher zu werden scheint, haben wir beschlossen gegen den Strom zu schwimmen. Das wir dabei auch unseren Fleischkonsum ganz erheblich reduzierten war mehr Zufall, denn Absicht. Es ergab sich einfach so. Auch, weil das Angebot an tatsächlich glücklichen Tieren, sehr selten ist. Der Hofladen in dem wir einkauften sagt uns, ein Huhn das echt Bio und glücklich ist, müsste zum Verzehr für etwa 40€ über den Tisch gehen. Und das ist dann kein fettes Masthuhn. Sondern eher ein normales. Das ist dann eine andere Hausnummer, als ein halber Hahn für 5€, bei dem der fahrende Zwischen-Händler auch noch Gewinn macht.

    Ein weiterer Punkt warum wir kaum noch Fleisch Essen ist, es ist ekelig.
    Der Würstchenmatsch in Pelle, von dem man nicht mal mehr sagen kann ob es tierischen Ursprungs war, ist genau betrachtet unappetitlich.
    Die Krakauer in der ich einen Fingernagel fand, war da nur ein Tropfen auf den heißen Grill.

    Probleme mit Arthrose? Lassen Sie Kaffee, Zucker und Schweinefleisch weg, empfahl die Naturheilkundlerin. Gesagt getan, es wurde besser. Der Fleischkonsum wieder weniger.

    Fleisch hat sich bei uns aus-geschlichen. Ich esse auf Dorffesten mal ein Würstchen. Ich beiße auch unheimlich gerne mal in ein Zwiebelmettbrötchen. Doch einen Tag später ist der Atem unangenehm. Es liegt schwer im Magen. Wirklich wohl fühle ich nach dem Fleischverzehr selten. Vielleicht auch ein Qualitätsmerkmal ?

    Und kaum ein Fleisch, das nicht mariniert, gepökelt und mit Geschmacksverstärkern und Gewürzmischungen aufgepeppt wird. In der Regel schon, bevor man es kauft, damit es überhaupt appetitlich aussieht und riecht.

    Fazit ist für uns, wir verzichten auf gar nichts. Wir quälen unsere Körper aber auch nicht mehr mit den Abfällen aus der Massentierhaltung. Auch die Medikamenten Rückstände im Fleisch haben wir nicht nötig. Mehrkosten im Monat für Bio (zB Demeter) und echten Gewürzen statt fertiger Mischungen? Geschätzte 10%-20%. Das ist es uns aber in jedem Falle mehr wert.

    Mit herzlichen Grüßen,
    yt

    • Januar 30, 2013 um 9:57 am

      Vielen Dank für einen Einblick in Euer Essensverhalten. Es geht mir als auch den Menschen in meiner Umgebung zunehmend genauso. Indem wir bewusster konsumieren, sollte sich die Welt von allein ändern, sollte man meinen. Was ich allerdings sehe ist, dass nun das „schlechte Essen“ nun subventioniert in der dritten Welt verkauft wird an Menschen, die dann weniger eine Wahl haben. Gilt aber auch für die Armen hier bei uns. Der Geldbeutel gibt es häufig nicht mehr her, das Wertvollere und damit teurere zu kaufen. Was für ein Spiel …

      • yt
        Januar 30, 2013 um 10:59 am

        Martin, ich greif deinen Gedanken mal auf, weil mir genau diese Gedanken in dem letzten Jahr auch sehr oft Kopfzerbrechen bereitete. Da ich mit meiner Frau sehr über dieses Thema rede, sind wir zu folgendem Schluss gekommen:

        1. Alles braucht seine Zeit.
        2. Wir sind zu ungeduldig.
        3. Wir können nur uns selbst ändern und versuchen eine Vorbildfunktion zu leisten.

        Wenn die Einsicht nicht sofort ins Auge sticht, dann vielleicht deswegen, weil wir verblendet sind. Doch am Rande sei gesagt, Augen zu und durch kann auch in die Irre führen.

        Die meisten Blogger schätze ich so ein, dass sie schneller als das Licht sind.
        Sie sind den meisten Menschen in ihren Gedankengängen Lichtjahre voraus. Unsere Umwelt hat Schwierigkeiten mit dem Tempo der Gedankensprünge mit zu halten.
        Nicht jeder hat die Zeit, sich so intensiv mit so vielen Meinungen und Erfahrungen auseinander zu setzen. Das ist mir im letzten Jahr sehr deutlich geworden.

        Doch das Beispiel zeigt Früchte. Bekannte weisen uns immer öfter darauf hin, dass sie nun zB LEDs nutzen, oder Bio kaufen, oder über eine PV Anlage statt über ein neues Auto nachdenken. Gut Ding will Weile haben. Sie ahmen uns nach oder sind von allein auf die gleichen Ergebnisse gekommen. Das Resultat bestätigt uns in unserer Verhaltensweise.

        Und mit unserem veränderten Konsumverhalten, wird auch der Ressourcenkampf für das Kapital irgendwann unwirtschaftlich. Durch eine bewusste Vermeidung der Ressourcenverschwendung wird auch die Überproduktion aufhören. Das wiederum zieht dann eine Müllverminderung nach sich. Die Umwelt wird es uns danken.

        Das ist meine Einschätzung. Gutes setzt sich durch. Aber wir sind zu ungeduldig.
        70 Jahre nach einem unsäglich hässlichen Krieg … ich finde schon, dass ist eine große Leistung was sich da in so kurzer Zeit entwickelt hat.

        Mit aufmunternden Grüßen,
        yt

        • Januar 30, 2013 um 12:00 pm

          Vielen Dank für Deine Aufmunterung. Und ja, ich kann bestätigen, dass inzwischen überall die kleinen Pflänzchen wahrzunehmen sind. Die Reise ist begonnen. Der Kulturwandel mit einem Paradigmenwechsel ist immer stärker zu erkennen.
          Und da alles Gedeihen einen exponentielle Anstieg hat, so ist es vermutlich nun nicht mehr lange hin, bis der Effekt des 100. Affen eintritt und der Schalter wie von allein sich umlegt 🙂
          Herzlich, Martin

          p.s.: Ich hatte in den letzten beiden Tagen viel Zeit allein im Zug und so las ich zu Ende Karawane der Freude: Wie aus Enge Weite wird von Karl Gamper (erhielt ich vor Weihnachten von einem Freund geschenkt), wo es u.a. auch um die Angst ging und wie wir uns von dieser befreien können, und begann sein Buch So schön kann Wirtschaft sein: Der Aufbruch der Kulturell-Kreativen, wo wunderbar aufzeigt wird, auf welchen Werten eine zukünftige Ökonomie fußen kann. In diesen beiden Büchern sind sehr viele von unseren hier schon diskutierten Ideen aufgegriffen. Das zeigt, dass an vielen Stellen gleichzeitig das Neue entsteht 🙂

        • Januar 30, 2013 um 2:50 pm

          Lass das mit dem Vorbild einfach weg, denk und handle so weil es für Dich stimmt. – Vorbilder versuchen oft zu überzeugen, oder stehen unerreichbar hoch. Die Menschen müssen selbst drauf kommen, wenn sie es irgendwo sehen, erfahren, ohne eine ewige Überzeugungslitanei über sich ergehen zu lassen, für gut befinden und ins Handeln kommen dann besteht die Chance zu mehr als einer Eintagsfliege.
          Grüße
          Martina

          P.S. Deine Wirkungsbeschreibung bezüglich des „Futters“, genauso ist es.

  3. federleichtes
    Januar 30, 2013 um 3:52 pm

    @ Martina

    „Lass das mit dem Vorbild einfach weg, …“

    Gestern Nacht kam mir ein Gedanke zu der Idee,
    man
    MÜSSE
    Menschen
    ABHOLEN:

    Was das in der Nazizeit bedeutete, kenne ich gottseidank nur aus Erzählungen und Büchern.

    Vielleicht wäre es besser, hier den Naturgesetzen zu folgen und „nur“ Felder zu bereiten, auf den Menschen SEIN können und leben MÖCHTEN.
    Konstruktiv-kreative Kräfte mobilisieren sich nicht unter Druck, im Gegenteil, sie verstecken sich dann.

    Danke, Martina, verbunden mit einem herzlichen Gruß.

    Wolfgang

    • Januar 30, 2013 um 4:19 pm

      „Den Boden bereiten.“ Das ist eine Metapher, die mir sehr gefällt.
      Und DAS Abholen, puh, das ist definitiv ein weniger schönes Bild, aber passend zu „1984“, einem Roman, der mir immer häufiger ins Gedächtnis kommt, wenn ich mir den Politiker-/Konzern-Zirkus anschaue …

    • yt
      Januar 30, 2013 um 4:31 pm

      Ich denke ich weiß was ihr damit meint, verstehe den Gedankengang und auch ich mag nicht gern „bevormundet“ werden. Auch Streber und Menschen die ihre Überzeugung jedem aufdrücken wollen, … hach wie sind sie doch oft lästig und schnell wird man ihrer überdrüssig.

      Nur ganz so einfach finde ich es nicht.

      Ich selbst suche auch mit fast 40 Jahren noch nach Vorbildern. Ich schau mir gern etwas ab. Einen Meister zu finden ist ein wahrer Glücksfall.

      Vielleicht habe ich es ungeschickt ausgedrückt.
      Vielleicht habe ich ein anderes Bild im Kopf, wenn ich von einem Vorbild spreche.
      Denn aus meiner Sicht, dürfen auch Vorbilder Fehler haben. Das erst macht sie authentisch, begreifbar und erst dann kann ich ihnen Nacheifern in der Gewissheit: Das kann ich auch.

      Doch ja, ich hatte viele Vorbilder. Manchmal haben wir uns gemeinsam ergänzt, mal lernte ich, mal war ich Schüler oder bewunderte nur im Stillen.

      Vielleicht wisst ihr nun was mir im Kopf für ein Bild entsteht, wenn ich von „Vorbildern“ spreche, weil ihr ähnliches erlebt (habt). Und dann gibt es da noch die schlechten Vorbilder, die mir zeigen, wie man es am besten nicht macht 🙂 Nagut, die sind selten und unfreiwillig prägend.

      Mit ausgezeichneten Grüßen,
      yt

      • federleichtes
        Januar 30, 2013 um 4:56 pm

        VOR-Bild
        Einen Menschen als „Bild“ erleben und dieses Bild in sich als „ungelebtes Bild“ entdecken.

        Nun ist mir persönlich wichtig, ein absichtsloses Vorbild zu erleben.
        Und nicht eins, wie es die Glaubenskrieger praktizieren: Mir eine Kette um den Geist schmieden zu wollen, damit ich unter Auschaltung jedes Gefühls Andersartigkeiten bekämpfen kann.

        Für mich ist Jesus NICHT personal.
        Es ist die Idee, in Liebe zu leben.
        „ER“ zieht mich nicht, „ER“ will nichts von mir.
        Er lässt mich in Ruhe.
        Das ist für mich vorbildhaft: Menschen in Ruhe zu lassen.

        Und ich erinnere mich an die Worte einer meiner großen Lehrmeister – der mir übrigens nicht Vorbild wurde:
        „Helf mir nicht, ich hab’s alleine schwer genug“.

        Griuß
        Wolfgang

        • Januar 30, 2013 um 5:17 pm

          Warum wird bei Jesus „Christus“ so oft weggelassen? Sollten wir an der Stelle vllt. auch mal Jahrtausende alten Müll zur Seite schieben? Quellen kann ich jetzt nicht benennen, allerdings kam mir für Christos mal eine andere Übertragung unter, die da besagt „Kristall“. Klar, geradlinig, Licht brechend, anders farbig wieder ausstrahlend. Setz ich an Stelle des Lichts informierte Energie….
          Martina

      • Januar 30, 2013 um 5:05 pm

        Siehst Du, Sprache und ihre genaue oder ungenaue Anwendung, daraus kann sich vielerlei entwickeln, wenn ungenau, dann oft anders als gedacht.
        Vor-Bild im Sinne von besonderem Ver-mögen/ Fähigkeit, sich etwas abschauen, aneignen beruht ziemlich häufig auf Gegenseitigkeit, stell ich erstaunlicherweise immer wieder fest. Da entwickelt sich miteinander der natürliche Umgang auf Augenhöhe (Bernhard wird sich freuen 😉 ).
        Ich wünsch Dir einen schönen Rest-Mittwoch
        Martina

  4. Januar 30, 2013 um 10:16 pm

    wir kaufen im Supermarkt zu 98% minderwertige Lebensmittel, daher degenerieren wir immer schneller, meint:

  5. federleichtes
    Januar 30, 2013 um 10:41 pm

    @ Martina
    „Warum wird bei Jesus “Christus” so oft weggelassen?

    Das weiß ich nicht, so wenig wie ich weiß, warum der „Beiname“ verwendet wird.

    Martina, die Holde, Isolde, die Wilde. Wenn ich wüßte, das Martin Hautcreme benutzt, sagte ich gerne und völlig hemmungsfrei „Martin Christus“ zu ihm.

    Wenn ich richtig informiert bin, lebten die Ur-Christen in Erwartung – einer Endzeit. Und ertrugen den blutrünstigen Verfolgungswahn ihrer Zeit-Genossen (hohoh) wegen ihres Glaubens an Jesus und ihrer damit verbunden scheinenden Erlösung.

    Ich wüßte nicht, wovon Jesus mich erlösen sollte. Ich laufe nicht in seinen und er lief nicht in meinen Schuhen. Liebe ist Liebe, die läuft alleine – so sehe ich das. Sie braucht nicht Mutter und Vater und keinen Namen. Und ob sie erlöst und von was, kann (wünschenswerterweise) Jeder – oder fast Jeder – selber ausprobieren.

    Ein fremder Christus er-löste unsere Liebe aus uns heraus. So wie einem fremden „Gott“ sehr viel und langanhaltend Menschenliebe geopfert wurde.
    Wie sonst sollte das Barbarische im Menschen auch wirken können.

    Vergaß ich Fragezeichen?

    Danke Martina, wie immer ein guter Ansatz von Dir.

    Wolfgang

    Ich vergaß eine Anmerkung:
    Der Lauf unserer Themen verläuft natürlich-genial.

    • Januar 31, 2013 um 8:42 am

      Oh je Wolfgang, jetzt „muss“ ich ja versuchen zu schreiben, was sich so viel besser in einem guten Gespräch darstellen ließe.

      Ob Jesus Christus gelebt hat oder nicht ist an der Stelle übrigens so ziemlich egal. Es sind die Bilder in uns die durch die transportierten und über die Zeiten wahrscheinlich verfälschten Informationen entstehen.

      Nehm ich also den „Kristall“ und nicht den „Gesalbten“ her. Licht bzw. in unserem Fall informierte Energie (sprich Geist) wird im Inneren des Kristalls in einzelne informierte Komplexe zerlegt und an die Umwelt in verwandelter Form, d.h. verständlich und verdaulich weiter gegeben. Mensch im täglichen Getriebe ist dann in der Lage mit den Informationen umzugehen, mit ihnen was anzufangen. So versteh ich Jesus Christus.
      In den überlieferten Worte steckt sehr viel Weisheit, ob es ihn nun gab oder nicht. („Gebt dem Cäsar was des Cäsars ist.“) Vielleicht gab es damals einen besonderen Menschen, im positiven Sinn. Wir dürfen uns ruhig bewusst machen, es war die Zeit der Befreiungskriege gegen die Römer, ein Bild das die nach Freiheit Strebenden vereinte hatte Sinn. Haben wir den geistigen Aspekt.

      Und jetzt frag ich mal wo ist die Materie, Mater; Mutter? Wo sind die „Bücher der Frauen“ die es gegeben haben muss? Was ist mit Maria, Maria Magdalena und, ganz schlimm, Lilith? Das waren kaum die schwachen, tränenreichen Geschöpfe (Lilith ja sowieso nicht, die fühlte sich Adam gleichwertig, das konnte und kann in hierarchischen Verhältnissen natürlich nicht hingenommen werden) als die sie so gerne dargestellt werden. Wieder die Interpretationsbreite wenn von einer Sprache in eine andere und dann die nächste übertragen wird. Das Wort Jungfrau z.B.; junge Frau, was für Bilder entstehen bei diesen beiden Begriffen, (jedenfalls bei mir)? Junge Frau im Vollbesitz ihrer Kraft, körperlich, geistig. Gepaart mit einer ordentlichen Portion Widerspenstigkeit geht da eine Maria über die Berge in Judäa, voller Leben, Liebe und Freiheitsdrang.

      Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
      Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
      Er stürzt die Mächtigen vom Thron
      und erhöht die Niedrigen.
      Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
      und lässt die Reichen leer ausgehen. (Magnificat)

      Bilder, lauter einzelne Bilder mit den verschiedensten Informationen, wir betrachten sie einzeln, jedoch legen wir die Bilder zusammen, heben also die Trennung auf, setzt das ungeahnte Kräfte, Energien frei und eröffnet uns die Chance aus Fraktalen EIN HEILes Ganzes zu schaffen.

      Na ja, ein möglicher unter anderen möglichen Gedankengängen.
      Schönen Tag wünsch ich Euch

      Martina

      • federleichtes
        Januar 31, 2013 um 2:28 pm

        Liebe Martina,

        als Du den fehlenden „Chrstus“ anfragtest, wusste ich, was Du meinst. Und wenn du bei „verdrrehter Sprache“ auf den Menschen zeigst, weiß ich, was Du meinst.

        Mensch LÄSST sich aus seiner eigenen Rolle drängen, er verstümmelt sich als Christus Selbst, er reflektiert stattdessen Verwirrung und Angst in Unterwürfigkeit und Hass. Und er kann diese Wahrheit nicht mehr klar aussprechen

        Offensichtlich ist es ein Prinzip, die Christus-Energie im Verborgenen zu halten. Aber immer wieder kamen Menschen, die mit ihrem kleinen Kerzlein daran erinnerten und das Licht nicht verlöschen ließen. An der Entwicklung in die finsterste Barberei hinein änderte das nichts.

        Wo blieb unsere Christus-Energie.

        Was ist damit gemeint, „Jesus Christus“ würde wieder erscheinen und die Welt retten.

        Wie dunkel wird es um mich, wenn ich warte, bis jemand Anderes Licht macht.

        Wie dunkel muss es werden, bis Menschen verstehen, dass der Lichtschalter in ihrem Inneren ist.

        Und wie groß ein Druck sich aufbauen, bis sie den Schalter suchen und ihn betätigen.

        Kraftpotenziale in Fremdes projizieren, weil sie als nicht „normal“ gelten, erachte ich als eine KÜNSTLICHE SCHWÄCHUNG einer natürlichen Macht.

        Und so lange Menschen sich glauben-machen-lassen, sie könnten nicht über ein eigenes Christus-Sein verfügen, werden wir auf den Moment warten müssen, wo dies möglich ist.

        Und vielleicht wird es irgendwann auch nötig sein.

        Stellen wir uns eine Dimmer-Funktion vor. Das vormals sehr helle Licht wird langsam dunkler gedreht. Dann kommt der Punkt (Zenit?) absoluter Dunkelheit. Und dann kommt (wieder) der Punkt absoluter Helligkeit. Und zeigt, was nur die absolute Dunkelheit hervor bringen konnte.

        „Liebe und Erlöse“.

        Danke für Deine aufmunternden Worte.

        Wolfgang

  6. federleichtes
    Januar 31, 2013 um 3:11 pm

    @ Martina

    Susanne und ich lieben ein Märchen besonders: „Hänsel und Gretel“.

    Das im Geteilt-Sein Schwächere erweist sich im Zusammenschluss stärker als das Unteilbare Böse.

    Mögen wir auch alleine durch Wiesen und Felder laufen, wissen wir uns auch im Kreise vieler „Geteilter, die gemeinsam – mit uns – wirken.

    Nicht daran, was wir tun, werden sich die „Mächte“ messen lassen, sondern daran, was wir tun können.

    Und: NUR das Geteilte kann einen Kreis bilden.

    So tragen sich unsere „Dankes“ als Schwingung durch die Zeit, ohne sich ihrer Unerbittlichkeit zu unterwerfen.

    Liebe Grüße an Euch Beide.

    Wolfgang

  7. Ulrich Dittmann
    Juni 3, 2014 um 8:09 pm

    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
    Eine parasitär und asozial lebende Menschheit vermehrt sich täglich um 200.000 Köpfe – die Apokalypse für unsere geschundene Erde. Sehr wohl sind wir vieeeel zu viele Menschen! UND/zudem sind wir (zu) blöd – und sägen schlicht von Blödheit versifft beständig an dem Ast auf dem wir sitzen.
    Die „Dornenkrone der Schöpfung“ hat die Erde zu einem einzigen gigantischen Friedhof gemacht. Es starben und sterben viele wertvolle Tiere durch die Hand wertloser Menschen. Für die Tiere hat der Teufel keinen Klumpfuß und keine Hörner, sondern eine Menschenfratze.
    Ulrich Dittmann

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