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2 mal 2 ist eben doch grün

Heinz von Förster, der wohl größte Impulsgeber für mich auf meiner Reise des Verstehens, hat in diversen Beiträgen unsere Schulen angeprangert. Mit dem im Titel formulierten Satz

2 mal 2 ist grün.

hat er wie so oft aufrütteln wollen, Zusammenhänge in unserem Denken und Tun tiefgründiger zu beleuchten. In diesem Falle bezog er sich auf den Umgang mit Kindern und Jugendlichen in den Schulen.

Schüler werden in den Schulen trivialisiert. Sie werden dazu animiert, genau eine Antwort auf eine Frage zu geben, da nur diese eine Antwort vom Lehrer als “richtig” bewertet wird. Und um dem Ganzen dann auch noch die Krone aufzusetzen, motivieren wir die Schüler nicht nur dazu Ergebnisse auswendig zu lernen, sondern dies auch nur zu tun, um gute Zensuren zu bekommen.

Audio CD 2 x 2 = GRÜN

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Ein absoluter Wahnsinn.

Wie viele seiner Bücher, die von Förster im Laufe seiner Schaffenszeit geschrieben oder die über ihm geschrieben wurden, kann ich auch die Audio CD 2 x 2 = GRÜN empfehlen.

Folgende Geschichte habe ich just zu diesem Thema auf dieser Seite gefunden, die das oben Gesagte eindrucksvoll verdeutlicht:

Vor einiger Zeit rief mich ein Kollege an und bat mich, ihm als Sachverständiger bei der Benotung einer Prüfungsaufgabe zu helfen.

Offensichtlich wollte er einem Schüler für die Bearbeitung einer Physikaufgabe keinen Punkt geben. Der Schüler jedoch meinte, er müsste die volle Punktzahl bekommen, wenn es mit rechten Dingen zuginge. Lehrer und Schüler waren übereingekommen zur Klärung dieser Frage einen Unparteiischen heranzuziehen und hatten mich dazu auserkoren. Ich ging in das Arbeitszimmer meines Kollegen und las mir die Prüfungsaufgabe durch: “Zeigen Sie, wie man mit Hilfe eines Barometers die Höhe eines Hochhauses bestimmen kann.” Die Antwort des Studenten: “Man nimmt das Barometer mit aufs Dach, bindet es an eine lange Schnur und lässt es daran auf die Straße hinunter. Dann holt man es wieder herauf und misst die Länge der Schnur. Diese Länge entspricht der Höhe des Gebäudes.”

In der Tat war das eine außerordentlich interessante Antwort, nur – konnte man dem Schüler dafür die volle Punktzahl geben? Zuerst wies ich einmal darauf hin, dass der Schüler das Recht ohne Zweifel auf seiner Seite habe, denn er hatte die Aufgabe vollständig und richtig gelöst. Andererseits jedoch: Wenn der Schüler die volle Punktzahl erhielt, dann konnte das dazu beitragen, dass er auch eine gute Note in Physik erhielt. Eine gute Note sollte dem Schüler bescheinigen, dass er Kenntnisse in Physik hat, gerade das aber wurde durch diese Art der Beantwortung der Prüfungsaufgabe nicht nachgewiesen.

Nachdem ich das überlegt hatte, schlug ich vor, dem Schüler noch einmal die Möglichkeit zur Bearbeitung der Aufgabe zu geben. Nicht überrascht war ich, dass mein Kollege diesem Vorschlag zustimmte. Dass auch der Schüler zustimmte, überraschte mich dann doch.

Aufgrund dieser Vereinbarung gab ich dem Schüler sechs Minuten zur Bearbeitung der Aufgabe und wies ihn darauf hin, dass seine Antwort Kenntnisse in Physik zeigen sollte.

Nach fünf Minuten hatte er noch kein Wort geschrieben Ich fragte ihn, ob er aufgeben wolle, weil ich mich noch um eine andere Klasse kümmern musste. Aber er sagte nein, er wolle noch nicht aufgeben. Er habe eine Reihe von Lösungsvorschlägen für dieses Problem und überlege sich gerade, welches der beste Vorschlag sei. Ich bat ihn um Entschuldigung für meine Unterbrechung und forderte ihn auf weiterzumachen.

In kürzester Zeit hatte er folgende Antwort zu Papier gebracht: „Man nimmt das Barometer mit auf das Dach des Gebäudes und lehnt sich über die Dachkante. Dann lässt man es fallen und stoppt die Dauer des Falls mit einer Stoppuhr. Schließlich ermittelt man die Höhe, indem man folgende Formel benutzt: 1/2 mal g mal t ins Quadrat.“

An dieser Stelle fragte ich meinen Kollegen, ob er aufgeben wolle – er wollte. Als ich das Arbeitszimmer meines Kollegen bereits verlassen wollte, fiel mir ein, dass der Schüler behauptet hatte, er habe noch andere Lösungsvorschläge. Ich fragte ihn danach.

“O ja”, sagte der Schüler, “es gibt noch eine ganze Reihe von Möglichkeiten um die Höhe eines Hochhauses mit einem Barometer zu ermitteln. Zum Beispiel können Sie an einem sonnigen Tag das Barometer mit nach draußen nehmen und seine Höhe sowie die Länge seines Schattens abmessen. Dann messen Sie, wie lange der Schatten des Hochhauses ist, und bestimmen mit einer einfachen Verhältnisgleichung die Höhe des Gebäudes.”

“Prima”, sagte ich. “Wissen Sie noch eine andere Möglichkeit?”

“Ja”, erwiderte der Schüler. “Da gibt es noch eine sehr grundsätzliche Methode, die Ihnen gefallen wird. Sie nehmen das Barometer und gehen die Treppen hoch. Dabei markieren Sie die Höhe der Wand jeweils in Barometer-Einheiten. Dann brauchen Sie nur diese Barometer-Einheiten zusammen zu zählen und Sie erhalten die Höhe des Gebäudes in Barometer-Einheiten. Es ist allerdings eine sehr handgreifliche Methode. Sollten Sie an einer etwas subtileren Methode interessiert sein, dann könnten Sie das Barometer an eine Schnur binden und es als Pendel schwingen lassen. Sie bestimmen den Wert von ‘g’ (Schwerebeschleunigung) in der Formel ‘T = 2 mal Wurzel aus 1 durch g’ auf Straßenniveau und auf dem Dach. Aus der Differenz zwischen g1 und g2 können Sie prinzipiell die Höhe des Gebäudes errechnen.”

Schließlich meinte er: “Wenn Sie mich nicht auf eine physikalische Lösung festlegen, dann gibt es noch viele andere Möglichkeiten. Zum Beispiel könnten Sie das Barometer nehmen und beim Hausmeister anklopfen. Wenn er sich meldet, dann sprechen Sie wie folgt: ‘Lieber Herr Hausmeister, ich habe hier ein wunderbares Barometer. Wenn Sie mir die Höhe dieses Hauses verraten, dann gehört es Ihnen.’ ”

Hier endlich fragte ich den Schüler, ob er die erwartete Lösung wirklich nicht wisse. Er gab zu, dass er sie wusste. “Aber”, so fügte er hinzu, “er sei es leid, dass die Lehrer immer versuchten, ihm beizubringen, wie er denken und seinen kritischen Verstand gebrauchen sollte, statt ihm grundsätzliche Zusammenhänge zu zeigen und zu erklären. Deswegen habe er beschlossen, an einem Beispiel einmal zu zeigen, was für ein Theater das sei.

(Angeblich war der Schüler Niels Bohr.)

Über Conny Dethloff
Conny privat 2Diplom-Mathematiker und in der Wirtschaft tätig seit 1999. Berater und Manager mit Fokussierung auf die Themenbereiche Information Management und Change Management. Autor der beiden Bücher The Race – Change Management mit dem ChangeModeler und Von einem der auszog die Wirtschaft zu verstehen: Auszüge aus dem Logbuch der Reise sowie seines Logbuchs der Reise des Verstehens.

Kategorien:Bildung, Geschichten Schlagwörter: ,
  1. Januar 30, 2013 um 8:11 am

    Hi Conny,

    diese Geschichte liebe ich immer wieder. Sie kann nicht oft genug erzählt werden. Bin gespannt, wie es mit der Schule wird, wenn mein Sohn dieses Jahr seine erste Klasse besuchen wird…

    HGA

  2. Januar 30, 2013 um 8:27 am

    Guten Morgen Andreas,

    ich finde die Geschichte auch cool, muss aber auch gestehen, dass ich sie gar nicht kannte. Bis gestern.

    Mein Sohn kommt auch im Sommer in die Schule. Erfahrungen durften meine Frau und ich bereits mit meiner Tochter sammeln. Ab Mitte der zweiten Klasse haben wir immer mehr gespürt, dass die Motivation für das Lernen immer mehr sinkt und wir stetig mehr Gespräche bzgl. Hausaufgaben führen müssen. Bis Ende der ersten Klasse war sie noch absolut wissbegierig und wollte lernen, lernen, lernen, … Das ist nun ein wenig abgeschwächt. Ich stelle mir immer wieder die Frage, warum sich darüber Niemand Gedanken macht, dass in den Schulen dem Lerneifer der Kinder eine Hürde entgegen gestellt wird.

    Wir tun allerdings in unserem kleinen Umfeld das Beste und führen wenig bis gar nicht Zensuren als Motivation für das Lernen heran. Zensuren können keine Sinnkopplung herstellen.

    Beste Grüße,
    Conny

    • yt
      Januar 30, 2013 um 12:18 pm

      Zensur und Zensieren ist Informationskontrolle.

      Freidenker hatten es in der Menschheitsgeschichte schon immer schwer.
      Ist man dazu noch Fantast, Träumer oder Visionär, läuft man Gefahr als Spinner abgetan zu werden.

      Wer in unserem Alter wäre nicht froh gewesen, Eltern gehabt zu haben die deinen Gedanken hätten folgen können. Und trotzdem ist was Gescheites aus uns geworden, oder? Naja, zumindest aus der einen Perspektive 🙂

      Mit altklugen Grüßen,
      yt

      • Januar 30, 2013 um 6:28 pm

        Zensur und Zensieren ist Informationskontrolle.

        Da stimme ich uneingeschränkt zu. Und genau diese Absicht ist das Problem. Denn wer möchte hier Kontrolle? Ich nehme mal die Sicht der Schüler ein. Für diese ist die Zensierung nicht zuträglich für eine Sinnkopplung. Es kann nicht der Sinn im Lernen sein, eine gute Zensur zu bekommen. Sind wir wirklich davon überzeugt, dass wir mit Zensuren den Lernerfolg messen können? Wir versuchen an dieser Stelle Qualitäten in Quantitäten zu übersetzen. Ergebnis ist eine Trivialisierung. Auf Teufel komm raus wird versucht Vergleichbarkeit zu erzeugen, mit der Absicht Kontrolle auszuüben. Ist das im Sinne der Schüler. Wohl eher nicht.

        Ich muss es immer wieder anbringen. Im Alter bis zum 6. Lebensjahr lernen Menschen am meisten, auch ohne Zensur. Kinder lernen, weil sie mit Herzblut dabei sind. Wer bitte schön hat uns geritten, Kinder ab dem 6. Lebensjahr in der Schule benoten zu wollen, um ihnen damit Antrieb zu geben?

        Was man nicht messen kann, kann man nicht kontrollieren. Das ist richtig und deshalb sollte man es mit dem Kontrollwahn auch belassen. Nur was machen wir hier? Mit aller Kraft wird etwas scheinbar messbar gemacht, was nicht messbar ist und glaubt dann die Kontrolle gewonnen zu haben. Absoluter Wahnsinn.

        Wer in unserem Alter wäre nicht froh gewesen, Eltern gehabt zu haben die deinen Gedanken hätten folgen können. Und trotzdem ist was Gescheites aus uns geworden, oder? Naja, zumindest aus der einen Perspektive.

        Nur leider können wir auch nicht erkennen, was wäre, wenn wir in einem anderen Bildungssystem aufgewachsen wären. Von daher ist es müßig zu diskutieren, ob es uns nicht heute ganz gut geht. Mit dieser Einstellung hätten wir bei ganz vielen Diskussionen keine Basis für eine Reflektion.

        Beste Grüße,
        Conny

        • Januar 30, 2013 um 6:52 pm

          Nun können wir auch noch tiefer schauen, warum wir meinen bewerten zu müssen, bzw. wo das Konzept desselben her kommt.

          Bernhard hatte gerade an einem andere Artikel dazu Bezug genommen. Die Bewertung begann mit dem Konzept des „Tauschens“, Wert gegen Wert, wenig objektiv sondern nach subjektivem Wert, sprich, was ist es mir Wert. So hat sich dann schnell auch das nächste Konzept „Geld“ als Mittel für den einfacheren Tausch ergeben.

          So wird heute inzwischen Alles und Jedes nach seinem Wert beurteilt, mehr Geld damit zu machen. Es braucht also für eine Ökonomie, die nicht den Wohlstand (-> wo ich stehe, fühle ich mich wohl) im Auge hat sondern den größten Hebel zum Geldmachen, dazu sehr gut funktionierende Arbeiter. Und da will „die Wirtschaft“ am Ende der Schule also wissen, wie wertvoll der einzustellende Mitarbeiter ist. Und braucht ein Qualitätszertifikat …

          Oder sehe ich das zu duster?

          Da passt gerade nochmals dieses Video zu:

  3. Januar 30, 2013 um 10:25 am

    Die Frage, die sich mir inzwischen stellt ist, warum es Lehrer wie Susanne gibt, die diesen Zusammenhang sehen und daher den Rahmen des Erlaubten nutzen, um den Kindern die Lust ab Lernen nicht zu rauben, oder positiver ausgedrückt, die BeGEISTerung am Leben halten können, und der überwiegende Teil dies nicht erkennt, wegschaut, …, oder einfach nur resigniert hat …

    • Februar 4, 2013 um 7:01 am

      Hallo Martin,

      mit dem Kontrollieren, so glaube ich, wollen wir Unsicherheit absorbieren. Wir fühlen uns viel wohler, wenn wir von einer Situation sagen können: „Wir haben sie im Griff. Wir können diese kontrollieren.“ Dass wir aber gerade, wenn wir es mit lebendigen Systemen zu tun haben, diese nicht kontrollieren können, wird genau deshalb nicht thematisiert. Denn wir bauen nur eine Scheinsicherheit auf, die wir gerne als Sicherheit stehen lassen.

      Deine Argumente bzgl. des Tauschens muss ich mal genauer durchdenken.

      Beste Grüße,
      Conny

  4. Januar 30, 2013 um 10:33 am

    Hier ist noch ein Interessantes Interview mit dem Erziehungswissenschaftler Prof. Brügelmann zum Thema Notengebung:
    Schüler brauchen differenzierte Rückmeldungen

  5. yt
    Januar 30, 2013 um 12:11 pm

    Ich stimme der Aussage zu und mag die Geschichte.

    Aber mit allem Respekt vor dem Witz, die Aufgabenstellung wurde verfehlt.
    Das Messinstrument und Hilfsmittel ist in dem ersten Fall die „Schnur“.

    Und um weiter zu Klugscheißern :), im zweiten Fall ist es eine Stoppuhr und der Schüler hätte viele andere Gegenstände fallen lassen können, es sei denn die Dichte … der Luftwiderstand … Centimetermaß … usw…

    Was mir viel mehr zu denken gibt, dass viele Menschen meinen das Internet nutzen zu können, aber nur wenige Suchbegriffe einen Sachverhalt eindeutig klären, weil andere zuvor schon Recherchiert haben. http://en.wikipedia.org/wiki/Barometer_question

    So auch bei der angeblichen aramäischen Übersetzung des Vater Unser. Sie ist schön, keine Frage, aber das neue Testament, insbesondere das Vater Unser wurde, meines Wissens, nicht schriftlich auf Aramäisch überliefert. Und wenn doch, bitte ich die Quelle zu nennen, das wäre definitiv einen Wikipedia Eintrag wert. Es gibt überhaupt nur wenige Menschen die damals des Schreibens mächtig waren und davon ist auch nur wenig übrig geblieben.

    Nun wäre es natürlich ein leichtes zu sagen, jaaaa, Wikipedia ist nicht der Weiheit letzter Schluss. Dann guckt mal in eure vom Bertelsmann Verlag zensierten alten Schinken, und auch dort steht geschrieben, dass das neue Testament handschriftlich in AltGriechisch überliefert wurde. :/

    Das wiederum verbinde ich mit dem Witz – man muss heute nicht mehr alles auswendig lernen, man muss nur wissen wo oder wie die Lösung zu suchen ist. Das macht für mich einen findigen Menschen aus.

    Mit schwafeligen Grüßen,
    yt

    • Januar 30, 2013 um 2:16 pm

      @yt;
      Irgendwie gefällt mir Dein Kommentar. Allerdings, was spricht gegen schriftliche Überlieferungen um das Jahr Null herum? Nur weil uns Vorstellungen darüber schwer fallen? Was ist in diesem Falle mit den Überlieferungen aus dem antiken Griechenland oder aus Ägypten, Babylonien, die Veden? Selbst wenn nicht Alle lesen und schreiben konnten darf ich doch die Frage stellen, ob es heute alle können? Man schaue sich die steigende Zahl von Analphabeten an… Zurück zum Thema; Ich weiß nicht ob das „Vater Unser“ auf diesen Schriftrollen geschrieben stand, aber es wurden Gebete in aramäischer Sprache auf den Schriftrollen von Qumran gefunden http://de.wikipedia.org/wiki/Schriftrollen_vom_Toten_Meer.
      Vllt. hat es auf diesen Überlieferungen keinen Namen, es existieren ja auch verschiedene Versionen der Übertragung ins Deutsche nach Neil Douglas Klotz, ich lass es einfach auf mich wirken, mir öffnet es einen für mich lang verschütteten Zugang zu Religion, der Wieder-Verbindung zur „Quelle“, überhaupt. Das wieder liegt für mich jenseits jeder Art von Glaubensgemeinschaft. In diesem Gebet spüre ich eine so tiefe Wahrheit, jedenfalls für mich, dass mir das ehrlich gesagt relativ schnuppe ist ob es wirklich so alt ist oder auch nicht.
      Meine alten Schinken waren nicht Bertelsmann-zensiert, hatten andere Schwerpunkte ihrer Darstellung, zeigten allerdings, dass Verbindungen herzustellen sind zwischen allen einzelnen Wissensgebieten. Das hab ich mit genommen, dafür bin ich noch heute dankbar.
      Eins meiner Kinder sagte dann mal vor ein paar Jahren: “ Die Welt hat nicht nur eine Wahrheit und nicht nur ein Gesicht.“ In jedem einzelnen Moment kann ich jedoch für mich ent-scheiden, in dem ich eine existierende Trennung aufhebe und den nächsten Schritt gehe, ob das was mir da entgegen kommt was mit mir zu tun hat oder ob ich es vorbei ziehen lasse.
      Liebe Grüße
      Martina

      • yt
        Januar 30, 2013 um 4:46 pm

        Hallo Maretina,

        ich denke ich verstehe dich.
        Vielleicht hast du mich instinktiv auch richtig verstanden, es ging mir nicht den Inhalt zu kritisieren, der für sich genommen genau das aussagt, was ich auch oft denke. Ich habe nur noch eine weitere Wahrheit hinzugefügt und dabei versucht mich selbst und meine Wahr-nehmung, nicht allzu ernst zu nehmen.

        Das ist mit einer der interessanten Punkte in unserem Leben, alles ist Interpretation. Das zeigt sich halt am deutlichsten bei Religiösen Texten. Oder auch bei Textaufgaben in der Schule.

        Mit herzlichen Grüßen,
        yt

        • Januar 30, 2013 um 5:30 pm

          Ja nun, ich seziere gerne mal 😉 Haben wir doch alle miteinander schönes Geschreibe, schafft mir in manchen Dingen Klarheit und nimm mich bloß nicht allzu ernst, denn:
          Ich bin froh keine Textaufgaben mehr lösen zu müssen, auch nicht mehr mit dem holden Nachwuchs, was für ein Glück 😉

          Herzlich lachend zurück
          Martina

  6. ralphbuttler
    Januar 30, 2013 um 12:32 pm

    Reblogged this on Auf dem Dao-Weg.

  7. Februar 1, 2013 um 2:29 pm

    Und wieder sehen wir hier das Phänomen der 1-Sterne-Wertungen ohne den Mum, sich mit seiner Gegenmeinung zu outen. Immer wieder Schade, dass dermaßen an einem Dialog gekniffen wird …

  8. Februar 2, 2013 um 1:22 pm

    Hallo Martin, da kann ich Dir voll zustimmen. Man muss ja nicht immer meiner Meinung sein, aber dann doch bitte begründen warum nicht und seine Meinung darlegen. Ohne dem gibt es keinen Erkenntnisgewinn. Beste Grüße, Conny

    • federleichtes
      Februar 2, 2013 um 2:03 pm

      Hallo Herr Dethloff,

      ich möchte Ihnen von meinem Erkenntnis-Gewinn erzählen. Er begegnete mir Im Winter 2008, als ich von „Daumen“ und „Sternen“ rein gar nichts wusste, in einem großen Einkaufsmarkt. Beim Brot lagen Fischdosen, das Brot lag im Gemüse, und das Gemüse bei der Schokolade. Zwischen den Schokoladetafeln lagen auch Fischdosen. Ich musste lachen. Ganz offensichtlich gibt es Menschen, die Freude generieren daran, Chaos zu erchaffen bzw. Ordnung zu zerstören. Und zwar BEWUSST.

      Daumen und Sterne, ist das nicht eher was für Kinder? Oder für Menschen, die von Außen eine Bestätigung für ihr Leben brauchen?

      Vorgestern fiel ich zufällig über einen Beitrag aus Juli 2012 meines Freundes Manfred Voss, nett geschrieben, wie es seine Art ist, bereichernd seine Gedanken. Er bekam dafür ZEHN Daumenrunter und keinen einzigen Daumenrauf. Ich sagte zu Susanne, wir sollten mal eine Daumendrückerkette organisieren, den besten Beitrag des Tages aussuchen und 100 Mal den so ungeliebten Daumen drücken lassen. Womit ich sagen will:

      Ich bin icht bereit, mich der Chaos-Wirtschaft einiger Zeitgenossen zu unterwerfen. Sie vertreten ja eine Meinung: Chaos wäre die Lösung.

      Ehrlich gesagt teile ich deren Meinung. Wir können dem Chaos ja nicht davon laufen, wohl aber entscheiden, WELCHES Chaos von WEM verursacht wird. Ich rechnete mal grob aus, dass monatlich 10 Milliarden Euro an Mieten gezahlt werden. Was wäre, wenn diese Summe nur EIN Mal auf Bernhards Konto gezahlt würde und er ein paar seiner Dörfer bauen könnte.
      Und im nächsten Monat auf ein Konto XY, um bundesweit eine Ladenkette mit vernünftigen, wirklich wichtigen Lebensmitteln zu etablieren. Und im nächsten Monat …

      Die Daumenrunterdrücker mahnen mich, immer wieder weit über den Rand unserer so vernünftig TUENDEN Blog-Gemeinschaft hinaus zu schauen. Böse Zungen würden vielleicht sogar sagen, unsere Vernunft sei irrational, gleich einem kleinen Sahnehäubchen auf einem großen Hundehaufen. „Make love, not war“, wunderbar, aber auf eine vielfachen Tod bringende Atomrakete geschrieben?

      Unsere Gerede hier ist nicht der Weisheit letzter Schluss.

      Ihnen einen guten Tag.

      Wolfgang Jensen

      • Februar 2, 2013 um 2:49 pm

        Das mit den Bewertungen haben wir ja inzwischen auch schon gesehen, kann via Trolls entsprechend missbraucht werden.

        Die Frage ist: brauche ich ein Bild der Bewertung und bringt die Anzahl der Daumen hoch und runter schon wieder unser Denken in eine abhängige Richtung, bevor wir uns ein eigenes Bild gemacht haben? Wäre es besser, auf die Bewertungen zu verzichten?

        VG Martin

        • federleichtes
          Februar 2, 2013 um 3:25 pm

          Ja, es wäre besser.
          Die Schabernackisten sollen im Supermarkt wüten. Das schafft wenigstens Arbeitsplätze.

  9. maretina
    Februar 2, 2013 um 3:01 pm

    Seit wann seid Ihr denn so empfindlich? Die Daumendrücker sind eben faul, oder feige, oder was weiß denn ich…..und außerdem hab ich hier was zum Trost für Euch http://www.pm-magazin.de/r/gute-frage/war-»daumen-runter«-früher-das-todesurteil
    Da können wir uns ja nun aussuchen was uns genehm ist unter unseren Kommentaren oder Euren Artikeln. Sowohl als auch, oder? – Für den Link bekam ich bisher immer “Daumen hoch”, so gut fand ich das dann auch wieder nicht 😉

    Schönen Sonnabend Euch Allen
    Martina

    P.S. Die zehn Milliarden EIN Mal auf Bernhards Konto zum “Dörfer bauen”, freudiges Chaos im ersten Moment wäre da programmiert.

    • federleichtes
      Februar 2, 2013 um 3:40 pm

      Würde man davon

      „1,74 Billionen Dollar wurden 2011 weltweit für Rüstung ausgegeben“

      1 Prozent abzweigen, würde das

      Erstens nicht auffallen und
      Zweitens wären es dann bereits
      über zehn Milliarden Euro.

      Das Kapital 2000 Jahre verzinst, Mann, Mann – alle Jesusse der Weltgeschichte an goldenen Kreuzen im Format einer Freiheitsstatue.

      Toll, ich geh dann mal.

      Lieeb Grüße an Dich.

      Wolfgang

      • Februar 2, 2013 um 6:10 pm

        Auffallen würde das ja nun wirklich nicht und dann geht mir da noch so der Gedanke durch den Kopf, dass wir es bei den oben von Dir angeführten Summen ja nicht mit Scheinen und Münzen zu tun haben, sondern mit Zahlen die auf irgendeinem Konto (auf den Malediven) eine Information für den Inhaber dieses Kontos darstellen. Die Information landete auf diesem Konto in Form von Einsen und Nullen, was voraussetzte, dass die Datenkanäle frei waren. – Ab und an schau ich ganz gerne mal einen Krimi 😉 –

        Die güldenen Kreuze, noch so ein Bild das uns im Lauf der Jahrtausende durch ständiges Herbeten im wahrsten Sinne des Wortes eingetrichtert wurde.
        Ich sag hier mal ganz frech, das Kreuz sind wir. In uns treffen sich Geist und Materie – vertikal -, vereinigen sich, wandeln sich, um dann von uns In- Form von (zuträglicher) informierter Energie an die Umwelt abgegeben zu werden – horizontal -. Stellt sich doch eigentlich nur die Frage was wir wie weitergeben?

        Liebe Grüße
        Martina

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