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Wer EIGENWILLIG ist, lässt sich nicht beherrschen? Warum sind wir so wenig selbstbestimmt?

Ich berichtete schon mehrfach davon, dass die jährlichen Gallup-Studien feststellen, dass 84% der Menschen in ihrer Arbeit eher verkümmern als sich an ihrer Berufung zu freuen. Grund wäre, dass sie nicht emotional an die Firmen gekoppelt wären, den Sinn ihrer Arbeit nicht sehen und meist fremd- als selbstgsteuert sind. Da wir uns derzeit am Thema des „freien bzw. bedingten Willens“ abarbeiten, möchte ich nochmals einen interessanten Artikel von Hannelore Vonier einstreuen, der noch einige weitere Denkanstöße gibt. Sie stellt die Hypothese auf:

Wer EIGENWILLIG ist, lässt sich nicht beherrschen

Wenn wir noch einen Schritt weiter denken, müsste dann nicht gelten:

Wer sich nicht beherrschen lässt, der will auch keinen Anderen beherrschen.

Könnte die Welt besser werden, indem wir unseren Kindern den EIGENWILLEN beließen?

Hier ist der Artikel von Hannelore, die wie ich, ihre Artikel unter eine CC-Lizenz gestellt und bat ausdrücklich um Verbreitung:

<<<<< Beginn des Artikels von Hannelore Vonier >>>>>

Schade nicht – Die Goldene Regel hinterfragt

Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu!

Die sogenannte “Goldene Regel” ist eine der wichtigsten Richtlinien des Patriarchats. Sie garantiert, dass Menschen als ‘gleich’ gelten und nicht als einzigartig.

Wenn man die Leute glauben macht, dass alles, was sie wollen, das Gleiche ist, das auch ihre Mitmenschen verlangen, und dies als ihr Recht[1] betrachtet, dann sind “die andern” der Maßstab, und nicht sie selbst.

Derartig konditionierte Männer und Frauen sind dankbare Konsumenten.

Festgelegte Schablonen – von Kleidergrößen, Gesundheitstabellen, Wohneinheiten, Ausbildungsplänen bis zu gesetzlichen Regelwerken – gewähren billige Massenabfertigung in Sachen Bedürfnisbefriedigung.

Indigene Völker sind anspruchsvoller. Sie bemühen sich, die persönlichen Bedürfnisse und individuellen Wünsche der Einzelnen zu erfüllen. Eine Gemeinschaft, die daran gewöhnt ist, dass jede Frau, jeder Mann und jedes Kind eigenwillig im besten Sinne ist, kann nicht beherrscht werden. Herrschaft verlangt Unterwürfigkeit und extreme Anpassung an vorgegebene Normen.

Die “Goldene Regel” oder die “Moral der Gegenseitigkeit” ist in den Schriften aller patriarchaler Religionen (den sogenannten “Weltreligionen”) zu finden. Sie wird als das ausgeprägteste Prinzip von moralischer Unerbittlichkeit angesehen. Eine Verdichtung aller längeren Listen von Verordnungen (wie die Zehn Gebote der Bibel) in einem einzigen Prinzip.

Die Herkunft der Goldenen Regel

Anglikanische Christen bezeichneten Matthäus 7,12 seit 1615 als eine “golden rule”. Der Begriff ‘golden’ – von höchstem Wert in Nationen mit einem Gold- und Geldsystem – zeigt seine patriarchale Herkunft. Für Indigene oder Indios hat Gold nicht die Bedeutung wie in kapitalistischen Staaten. In einen “Goldrausch” geraten ausschließlich patriarchale Menschen (Z.B. die spanischen Konquistadoren in Südamerika, und überall, wo Eroberer Gold fanden).

Geht die Goldenen Regel davon aus, dass ich weiß, was andere wollen?

Die Regel scheint nahezulegen, dass ich von meinem Bedürfnis ausgehe und es 1:1 auf mein Gegenüber übertrage. Aber wir sind nicht geklont. Das was ich will, muss nicht vom anderen gewollt sein – kann ihm/ihr schaden oder zumindest unangenehm sein. Die Regel wird zum Instrument der Selbstkontrolle, die uns in der “Zone des Normalen” hält.

Die Goldene Regel stammt aus frühgeschichtlicher Zeit, in denen Religionen mit einer allmächtigen Vaterfigur (später im Deutschen “Gott” genannt) etabliert wurden. Der Wille dieser Überväter gilt als allgemein bekannt – er steht ja in den heiligen Büchern. Es ist nicht nötig, sich in andere einzufühlen, man muss nur “Gottes Wille” befolgen, und damit ist die Moral der Goldenen Regel erfüllt.

In das Mahabharata des Hinduismus wurde vor ca. 3700 Jahren geschrieben:

Dies ist die Summe aller Pflichten: Tue keinem anderen das Leid an, was bei Dir selbst Leid verursacht hätte.

Unter der Überschrift “Vom Tun des göttlichen Willens” in Matthäus 7,12 steht in der Lutherbibel von 1984:

Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.

Die Lehre vom Mittleren Weg 13, 3 (Konfuzius, um 500 v.u.Z., China):

Ein Wort, das als Verhaltensregel für das Leben gelten kann, ist Gegenseitigkeit [Reziprozität]. Bürde anderen nicht auf, was Du selbst nicht erstrebst.

In der Version des Hinduismus ist von Pflichten die Rede. In der Bibel von Gesetz. Konfuzius empfiehlt das “Geben-und-Nehmen”-Prinzip (ebenfalls eine zwingende Verpflichtung, vgl.  Geben und Nehmen-Prinzip, eine Tugend?).

Wenn ein Leitsatz auf den ersten Blick vernünftig aussieht, bei genauerem Hinsehen aber an moralische Pflichten und Gesetze geknüpft ist, Anordnungen “von ganz oben” – von der Herrscherklasse, die “Gottes Wille” vorschiebt und diese Anordnungen im Zweifelsfall mit Gewalt durchsetzen kann – kommt mir das verdächtig vor.

Der deutsche Philosoph Immanuel Kant bringt die Bedeutung und den wahren Grund der Goldenen Regel in seinem Kategorischen Imperativ auf den Punkt:

Handle stets so, dass die Maxime deines Handelns jederzeit Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung sein könnte.

Heute werden Leute, die “allgemein Handeln” dem Mainstream zugeordnet, den Normalen, Angepassten. Sie heißen auf Englisch sheeple, auf deutsch Schlachtvieh. Für Individualismus ist bei Kant kein Platz.

Selbstjustiz

Was ist im Patriarchat das Allerwichtigste? Besitz.

Wer nicht in der Lage ist, sich materiellem Besitz zu beschaffen, kann nicht überleben. Wäre es anders, würden sich die Menschen nicht für Geld verdingen. Wer besitzt, will sein Eigentum schützen. Die Leute haben Angst um ihren Besitz; sie versehen ihre Häuser und Autos mit Alarmanlagen. Sie legen Lebensversicherungen für lebendes Eigentum an, für den Fall, dass der Tod einen Menschen mit sich nimmt.

In noch ursprünglich lebenden Gesellschaften ohne Eigentum sind diese Vorkehrungen nicht nötig.

Als das Patriarchat entstand war der Umgang mit Besitz neu. Je mehr jemand hatte, desto größer war seine Angst es nicht schützen zu können. Seine Güter waren begehrtes Ziel für Plünderer und Diebe.

Da es keine Versicherungen gab, griff man als Besitzender zur Selbsthilfe: Man nahm Rache.

Das Wort rächen geht auf mhd. rëchen, ahd.  rëhhan, älter *wrëhhan, got. wrikan zurück und heißt ‘verfolgen’. Die germ. Wurzel wrek (vgl. Rache, Recke, Wrack) mit der Grundbedeutung ‘verfolgen’ bzw. ‘vertreiben, besonders um Strafe zu üben’ ist verwandt mit aslow. vragu ‘Feind’, lit. vàrgas ‘Not’ (Not leiden), die eine ig. Wurzel werg wreg voraussetzen.

Die Rache ist eine Form der Selbstjustiz und ein Prinzip zur Sühnung von Verbrechen. Es gilt hierbei das “Talionsprinzip”: Das Opfer oder seine Vertreter vergelten dem Täter “Gleiches mit Gleichem”, d.h. er sühnt sein Vergehen.

Eine Sonderform des Talion ist die “Spiegelstrafe”. Sie spiegelt das vorausgegangene Vergehen: Dem Täter wird ein gleichartiger Schaden zugefügt, wie der, den er zugefügt hat.

Die römische Justitia

Gewaltmonopol des Staates

Die Spiegelstrafe, bzw. das Talionsprinzip gehen auf die ältesten Gesetzesbücher zurück, wie den babylonischen Codex Hammurapi (ca. 1700 v.u.Z.) oder den 200 Jahre älteren Codex Eschunna. Beide Strafrechtstraditionen haben sich in der hebräischen Tora, dem seit 1000 v.u.Z. entstandenen ältesten Teil der Bibel, niedergeschlagen. Dort findet man die sogenannte Talionsformel: „ein Leben für ein Leben, ein Auge für ein Auge, ein Zahn für einen Zahn, … Wunde für Wunde, Strieme für Strieme“ oder abstrakter: „Maß für Maß“.

Ein auf Schädigung oder Vernichtung des Verbrechers ausgerichtetes Vergeltungsdenken blieb in der Rechtsgeschichte und in der Moral der Religionen bis heute erhalten. Tradiert und popularisiert im Volksmund durch die Goldene Regel und die Märchen-Überlieferungen.

Eine Regel wird aufgestellt, weil man das Übertreten dieser Regel erwartet. Ansonsten bräuchte man die Regel nicht. Geschichtlich sicherte sich der Staat (= Kombination von Regierung und Religion) mehr und mehr das Gewaltmonopol, indem er das Vergeltungsrecht in Besitz nahm. Wobei das Definitionsmonopol für “richtig” und “falsch” ebenfalls beim Staat liegt.

Die römische Justitia ist blind. Sie muss alle Menschen gleich behandeln und kann Individuen nicht voneinander unterscheiden.

Wird die Goldene Regel übertreten, geschieht das, was ihrem Inhalt nach zu vermeiden ist: Dem Täter wird Schaden zugefügt. Entsprechend dem Rechtsgrundsatz “Gleiches mit Gleichem” vergelten. Das erklärt die Waagschale in der Hand der römischen Justitia.

Und um uns Glauben zu machen, dass dieser Umgang mit Konflikten “objektiv” sei, hat die “Göttin der Gerechtigkeit” die Augen verbunden. Ohne Ansehen der Person, jeder wird gleich behandelt.

Doch wie ich schon sagte: Wir sind nicht geklont.

—–

Hier geht es zum Artikel von Hannelore: Schade nicht – Die Goldene Regel hinterfragt

  1. Herrin Ylvie
    Juni 6, 2017 um 11:03 am

    Der Grund ist einfach und ziemlich banal.
    Ihr seid so unselbstständig, weil ihr erbärmliche Furzfresser seid!

    Ihr liebt es doch herumkommamdiert zu werden! Ihr mögt es doch wenn man euch in den Allerwertesten tritt!
    Ihr könnt garnicht selber denken, weil ihr es nicht wollt!
    Euer „die bösen bösen Satanisten sind Kinderschänder weil die Kirche es so sagt“-Gehabe ist lächerlich und stammt nicht mal aus euren eigenen Gehirnen.
    Den Judenhass hab ihr von den Nazis übernommen und von den Eugenisten, ihr seid also nichts weiter als die dummen Mitläufer von dummen Mitläufern und ihr wiedert mich an!

    Na los, geht wieder eure tägliche Dosis Darnwind inhalieren, ihr braucht’s doch….

  2. Februar 10, 2013 um 9:42 pm

    Unser Gehirn hat eine Entscheidung inklusive des konkreten Tuns schon ca. 200 Millisekunden früher getroffen, bevor unser Bewusstsein meint, selbst eine Entscheidung getroffen zu haben. Ist da noch Jemand hinter unserem Denker=Bewusstsein gar der, der uns im Grunde führt, oder ist unser Ego einfach nur eine Marionette unseres Gehirns. Und ihm wird der freie Wille suggeriert, damit er sich nicht wie eine Marionette vorkommt?

  3. federleichtes
    Januar 30, 2013 um 10:22 pm

    Unter der Bedingung, ein Freier Wille (oder Eigenmächtigkeit) wäre möglich, folgende Hypo-These:

    In einem Herrschaftssystem kann ein eigener Wille nur de jure existieren, aber de facto nicht in Erscheinung treten; er muss de jure existieren, damit die Herrschaft auch Herrschaft ausüben kann.

    Ja, das Thema lässt mir noch keine Ruhe, vielleicht wegen des Gedankens, es könnte auf einer fernen Welt eine faschistische Demokratie geben?

    Um in einee ver-rückten Welt leben zu können, gibt es drei Möglichkeiten
    Verrückt-Sein, entsprechend den Umständen angepaßt;
    Noch verrückter sein, also Suizid, Knast oder Psychiatrie;
    klar im Kopf und sich nicht erwischen lassen.

    Herrschaft findet überall statt, von der Familie über eine Gemeinschaft in das verwaltende Staatswesen gelangend.
    Aber: Familie würde mir auch „Clan“ bedeuten im Sinne einer herrschenden Klasse, die Macht durch Eigentum und Besitz ausübt und Unterwerfung unausweichlich macht. In einem Herrschaftssystem kann sich also ein nur im Rahmen des verordneten Rechtssystems (was eigentlich im Kern ein Eigentums-Recht ist) möglicher Wille entfalten, KEINESFALLS das, was Eigenwille als INDIVIDUELLE Fähigkeit auszudrücken vermag.

    Nun gut.
    Ich stieß auf einen Text von Franz Oppenheimer:

    „Es hat nicht genügt, die politische Emanzipation aus dem Gröbsten herauszuarbeiten; erst mit der wirtschaftlichen Emanzipation wird die stabile Massenlagerung erreicht sein, welche die Vorbedingung der Demokratie ist. (…) Kurz gesagt: wer behauptet, daß jede Demokratie in Tyrannis oder Pöbelherrschaft umschlagen müsse, weil tatsächlich bisher jede Demokratie so geendet hat, der verschweigt erstens, daß bisher auch keiner Aristokratie oder Monarchie dies Schicksal erspart geblieben ist; und verschweigt ferner das Wichtigste, daß wir nämlich zwar schon echte Aristokratien und Monarchien in Masse gesehen haben, daß die Weltgeschichte aber noch niemals einen Versuch mit der echten Demokratie gemacht hat. Bis heute war jede sogenannte ‚Demokratie‘ de facto eine Aristokratie: aufgebaut auf der Sklavenherrschaft die hellenische und die römische Republik, auf der Privilegienherrschaft direkt und indirekt der bäuerlichen Unfreiheit die mittelalterlichen Städterepubliken, auf der kapitalistischen Klassenherrschaft die neuzeitlichen Demokratien. Jener Versuch bleibt der Weltgeschichte noch zu machen. Sie wird damit die Menschheit mündig sprechen.“

    Klarer kann man nach meinem Verständnis kaum Realität beschreiben.
    Ein Herrschaftssystem ist keine Demokratie, und sie erlaubt keine Demokratie, im Gegenteil: Herrschaft MUSS Demokratie bekämpfen, sie bekämpft Demokratie, und zwar bis dato erfolgreich.

    War noch was?

    Nachher kommt noch eine Galerie, Arbeit mit Naturfotos, Trost spendend in einsamen Stunden.

    Gruß
    Wolfgang

  4. Gerd Zimmermann
    Januar 30, 2013 um 10:21 am

    „Wer sich nicht beherrschen lässt, der will auch keinen Anderen beherrschen.“

    Für mich das Zitat des Jahrtausends. Super toll.

  5. federleichtes
    Januar 28, 2013 um 3:25 pm

    Mal eine Hypothese:

    Der „Eigenwille“ formuliert sich aus der Bestimmheit des Persönlichen Selbst(es).

    Das Persönliche Selbst
    Unter Würdigung der tief greifenden Erkenntnis, jeder Mensch sei ein Individuum, erscheint er auf der gesellschaftlichen Bühne als facettenreich-buntschillerndes Subjekt. Er handelt für eigene und fremde Rechnung, sucht Beute und lässt sich ausbeuten, folgt eigenen und fremden Begierden und Bedürfnissen, mehr oder weniger verwirrt/gezielt und ängstlich/mutig. WAS ihn handeln (dazu gehört auch Warten und Verweigern) lässt ist in gewisser Weise sein „Persönliches Selbst“. Aber ob es SEIN Wille ist, bedürftig zu sein und Bedürfnisse befriedigen zu müssen, wage ich ebenso zu bezweifeln, wie ich die Befriedigung bestimmter Bedürfnisse als notwendig-unausweichlich einschätze.

    Ein Persönliches Selbst formuliert aus sich-heraus das Recht auf Existenz und Existenzerhaltung. Um dies gewährleisten zu können, muss es sich selbst beherrschen, und sich im Rahmen gesellschaftlicher Bedingtheiten beherrschen lassen. Es muss lernen, was ein „Hund“ ist, und dass man im Kreise von Hunden klugerweise nicht Miaut. Und erfahren, dass im Kreise von zehn Katzen ein Bellen sich unzuträglich entwickeln kann.

    Manchmal denke ich, ein im Bewusstsein unbestimmt gebliebenes Selbst, das instinktiv-intuitiv nach dem Weg des geringsten Widerstand sucht und mit dem Arsch an der Wand sich an relativer Beliebigkeit erfreut, ist so schlecht nicht struktuiert. Bis es vielleicht fragt: War das Alles?

    Allen einen guten Tag.

    Wolfgang

  6. federleichtes
    Januar 27, 2013 um 8:57 pm

    Ich sprach hier bereits über ein Phänomen:
    Ein Mensch tut etwas Schlechtes – und wenn er bestraft wird, fühlt er sich als Opfer.
    Warum erinnere ich daran: Es gibt eine traumatische Funktion, die eine schreckliche Tat ins Unbewusste verdrängt. Damit beginnt eine gestörte, gewissermaßen widersinnige Kausalität zu wirken: Ein Täter handelt aus einem Opfer-Bewusstsein erneut als Täter.

    Warum ich das schreibe.

    „Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu!

    Die sogenannte “Goldene Regel” ist eine der wichtigsten Richtlinien des Patriarchats“

    Damit erklärt sich das „Patricharchat“ als in sich selbst widersinnig.

    Begründung
    Das Patriarchat herrscht.
    Aber die praktizierte Regel sollte lauten:
    „Ich herrsche nicht, weil ich nicht beherrscht werden will“.

    Schauen wir auf Geld, Besitz, Vermögen.
    Dann sollte die Regel lauten
    „Ich will nicht reich sein, weil andere nicht arm sein sollen.“

    Wir kehren zurück zum traumatischen Phänomen.
    Die „Herren“ bestahlen die kleinen Leute, machten sie erst zu kleinen Leuten, plündern deren Leben weiterhin aus und verordnen den Ausgeplünderten DEREN Goldene Regel – während sie weiter IHRE Goldene Regel befolgen. So parasitär wie möglich, so grausam wie nötig.
    Also: Sie behandeln die Ausgeplünderten ohne Bewusstsein darüber, dass sie selbst die Plünderer waren/sind.

    Das verdrängte „Täter-Sein“ ist in allen Lebensbereichen zu entdecken.
    (Hitler: Wenn das Deutsche Volk nicht siegt, soll es vernichtet werden.)

    Gruß
    Wolfgang

  7. Januar 27, 2013 um 2:44 am

    Und noch ein weiterer Artikel, der uns zu denken gibt:

    Herzverbindung – die Synchronisation der Herzen

    Welche Bedeutung hat das für unsere Beziehungen? Schließlich wurde nun schon mehrfach nachgewiesen, dass sich auch die Gehirne von Menschen während eines tiefen Gesprächs soweit synchronisieren, bis die Gehirnwellen völlig identische und deckungsgleiche Muster aufweisen. McCraty und sein Team haben diese Forschung nun erweitert und glauben, dass das Herz in diesem Prozess eine wichtige Rolle spielen könnte.

    „Experimente am Institute of HeartMath haben bemerkenswerte Hinweise darauf geliefert, dass das elektromagnetische Feld des Herzen Informationen zwischen Menschen übertragen kann. Wir konnten einen Austausch von Herz-Energie zwischen Individuen messen, die bis zu 1,5 Meter voneinander entfernt waren. [… ] Die Ergebnisse dieser Versuche haben uns veranlasst zu folgern, dass das Nervensystem als eine Art „Antenne“ fungiert, die auf die elektromagnetischen Felder eingestimmt ist, die von den Herzen anderer Individuen erzeugt werden und auf diese reagiert. Wir glauben, diese Fähigkeit zum Austausch von energetischen Informationen ist eine angeborene Fähigkeit, welche das Gewahrsein erhöht und wichtige Aspekte wahrer Empathie und Sensibilität für andere vermittelt.“

    • Januar 27, 2013 um 11:16 am

      Es ist interessant, dass das Herz die wenigsten bösartigen Tumore ALLER Organe bzw. Gewebe ausbildet. Sprich, dem Herz gelingt es seine Kohärenz aufrechtzuerhalten. Mag eine Zunahme von Herztumoren daher, aus Sicht des Ganzen, etwas andeuten … oder wäre das mal wieder nur Zufall ?

      http://www.gold-dna.de/updatesept.html#up266

      Gruß Guido

      • Januar 27, 2013 um 7:12 pm

        Die Zunahme von Herzerkrankungen und Herz(e)leid will ich nicht in Frage stellen. Aber meinst du wirklich, dass es sich um Tumore handeln wird? Zellen die ihrer geschwächten Umgebung, die durch Blockade welcher Art auch immer von der regulären Energieversorgung abgeschnitten bzw. mindestens unterversorgt sind, die noch verbliebene Energie entziehen und chaotisches Wachstum in Gang setzen?

        • Januar 28, 2013 um 12:26 am

          Die Herzerkrankungen, die sich bereits zeigen, sind die Vorstufe zum Kohärenzverlust des Herzens. Der Verlust dieser Kohärenz zeigt sich in einer Zelle als Entartung, Stichwort Biophotonen … auch so eine Fabel, von der die klassische Wissenschaft nichts wissen will. Dabei gibt es in unserer Realität bezüglich der Biophotonen etliche Gleichnisse:

          http://www.gold-dna.de/phi377.html#biophotonen

          Tumorzellen sind Zellen, die nicht länger zur Kohärenz innerhalb des Zellverbundes in der Lage sind … und darum geht es ja in der Expansion, hin zum Zenit der Unordnung, um das Maximum an Dekohärenz, welches erreicht werden kann, damit der reale Bilderfluss noch bewusst aufrechterhalten werden kann.
          Das muss nun nicht bedeuten, dass Herztumore wie Pilze aus dem Boden schießen, zumal, selbst wenn in Japan eine Häufung stattfinden sollte, der Rest der Welt nichts davon mitbekommen würde. Aus Sicht des Ganzen reichen ein paar Meldungen im Mainstream über eine derartige Häufung, um das Erreichen des Zenits anzuzeigen … zumindest wenn die Realität in der Tat die Sprache des Gesamtbewusstseins allen Lebens ist …

          Gruß Guido

    • Januar 27, 2013 um 7:01 pm

      Schön dass die Wissenschaft auch endlich mal auf das kommt „was die Welt im Innersten zusammenhält.“
      Es geht im weitesten Sinne nicht nur um eine Synchronisation der Herzen , sondern darum dass Mensch sich über das E/M-Feld seines Herzens, den Sitz dessen was wir Gefühle nennen mit seiner engeren und weiteren Umgebung verbindet. Ausdrücklich bezieht das Natur mit ein. Lauf alleine in der Natur, am besten auf freier (Hoch)-Fläche, schwurbeln die Gedanken nicht, ist Verbindung (und ein Gefühl von Freiheit) zur Umgebung zu spüren und zu fühlen, wie sie kaum im Alltagsgetriebe der Städte auftritt.
      Liegt daran, das Herzfeld dehnt sich in so einer Umgebung, und im Zusammensein mit vertrauten und geliebten Menschen, aus, hat Raum, durchdringt ihn, Widerstände fehlen (fast). Im Alltgsgetümmel, die anders schwingenden Felder der Mit-Menschen, in der Bahn, unterwegs, im Büro, die Vorsicht gebietet Verbindung nicht herzustellen, das eigene Feld zu schützen, zusammen zu ziehen und meist auch zu schließen.. Die größtmögliche Einsamkeit entsteht inmitten vieler Menschen….
      Interessant in dem Zusammenhang auch, dass das E/M-Feld unseres Gehirns mit dem unseres Herzens, was die Stärke seiner „Ausstrahlung“ betrifft, nicht mithalten kann.
      Grüße
      Martina

  8. Januar 27, 2013 um 1:20 am

    Ist der Personalismus nach Kommunismus und Kapitalismus die erstrebenswerte Gesellschaftsform, weil sie mit wenigen Prinzipien anstelle von überbordenden Regelwerken auskommt?

    „Die Idee der personalistischen Gesellschaftsordnung, im Sinne der o.g. gerechten Institutionen, lässt sich nach Mounier folgendermaßen formulieren:

    1. Eine negative Bedingung

    „Man darf niemals auch nur eine Person das Opfer des Druckes oder ein Werkzeug der Tyrannei der Institutionen werden lassen. Man darf auf privatem oder öffentlichem Gebiet niemals in den eigentlichen persönlichen Anteil im Leben der Einzelnen eingreifen; man muss diesen unverletzlichen Anteil gegen die Möglichkeit einer Unterdrückung durch andere Individuen oder andere Institutionen schützen (…)“

    2. Eine positive Orientierung

    „Man muss einer immer größeren Anzahl von Menschen und schließlich jedem die passenden Mittel und wirksamen Freiheiten an die Hand geben, die ihnen erlauben, sich als Person zu vervollkommnen; (…) man muss das Getriebe des Gemeinwesens mit den Tugenden der Person durchdringen, indem man auf jeder Stufe und an allen Punkten die Initiative, die Verantwortlichkeit und die Dezentralisation aufs stärkste entwickelt.“

    Quelle: Das personalistische Manifest

    Das GesamtwWerk mit fast 300 Seiten ist wohl leider nur noch im Antiquariat zu bekommen …

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