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Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort

Eure Diskussion über die Sprache erinnert mich an manches, worüber ich schon seeeeehr lange nachdenke – natürlich nicht kontinuierlich, aber es kommt immer mal wieder – wie auch hier, während ich Eurer Diskussion zuhörte, nein zulas – wie will ich dieses stille Mitlesen nennen, da es mir doch gleichzeitig – während des Lesens – scheint, Eure Stimmen zu hören? Freilich, es ist meine innere Stimme, die ich höre oder aber meine Vorstellung Eurer Stimmen, die ich höre, während ich lese, was Ihr schreibt…

Sprache – ist sie entstanden, als wir den Dingen Namen gaben, um sie benennen zu können, damit alle wussten, was und wer, vor allem wann gemeint war? Geschah dies, weil wir die direkte Kommunikation miteinander verlernt hatten, die in Bildern ablief und die darum viel genauer, viel schneller und viel präziser sein konnte/ist als die Sprache und entstand die Sprache vielleicht, weil diese direkte Kommunikation keine zeitliche Differenzierung kennen konnte!? Und weil den Zusammenhang der übermittelten Bilder (und damit den Zeitpuntkt der Handlung) darum nur kennen und verstehen konnte, wer das miterlebt hatte, also Außenstehende vom vollständigen Verstehen ausgeschlossen waren, mit den Bildern nichts anfangen konnten, Sprache also notwendig wurde, um wesentlich mehr Menschen an dem Geschehenen teilhaben zu lassen, was ja zum Verständnis für das heutige Handeln und das Vermeiden schädlicher Handlungen in der Zukunft führen kann und soll – und auch damals konnte und sollte.
Ist also die Entwicklung der Sprache im Grunde eine solche Informations-Revolution, wie es später die Schriftsprache, dann der Buchdruck, das Radio, Fernsehen und neuerdings das Internet wurde? Mit den jeweils dazu gehörenden tiefgreifenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwälzungen und Veränderungen?

War es nicht erst durch die Sprache möglich, fremden Menschen die eigenen Absichten und Vorstellungen mitzuteilen, nämlich allen Menschen, die nicht zur unmittelbaren Sippe gehörten, die nicht mit dieser Sippe umherwanderten und daher deren Geschichte, Tradition und Wertevorstellung nicht kannten und nicht kennen konnten, die man aber während der Wanderungen traf und eine Verständigung auch über bereits vergangene und gewünschte zukünftige Ereignisse darum notwendig geworden war? Und trugen diese Menschen der anderen Sippen nicht erst durch die Sprache, diese Geschichte, Tradition, Wertevorstellungen weiter, übernahmen vielleicht, was ihnen selbst nützte – eine Kettenreaktion wurde in Gang gesetzt, die natürlich wegen der langen Wege und der wenigen Menschen sehr lange dauerte? Und setzte sich dieser Prozess nicht durch die weitere Entwicklung der Informations-Übertragung immer weiter fort – es wurden immer mehr Menschen in immer weiter entfernten Räumen (örtlich und zeitlich) mit der eigenen Botschaft erreicht?

Denken wir nicht auch jetzt und heute noch in Bildern? Schauen wir uns – wenn wir Probleme lösen – nicht innere Filme an, spielen wir in diesen Filmen nicht die verschiedenen möglichen Varianten des Handelns und seiner Ergebnisse durch? Und versuchen wir nicht erst dann diese Filme mühsam in die grobe Sprache zu übersetzen, damit andere an unserem Film (unsere Vorstellung) teilhaben können, damit wir sie nicht nur teilen, sondern auch mit den anderen vergleichen und verbessern können?

Ist also Sprache unbedingt notwendig, um sich als Menschheit insgesamt weiter entwickeln zu können? Ist erst durch die Sprache, die Gedanken, Erleben aus der Vergangenheit und Vorstellungen über die Zukunft aus der engen Sippengemeinschaft hinausträgt, Innovation der Produktionsprozesse, des Wirtschaftens, der Gesellschaft insgesamt überhaupt erst möglich geworden?

Und ja, ich denke, erst durch die Sprache wurde die Lüge möglich – wenn dies auch nicht der Zweck der Sprachentwicklung war… Weil wir Menschen durch die Sprache das direkte Kommunizieren verlernten – und uns so vor dem anderen verschließen konnten – und meinten, das zu müssen? Vielleicht war dies aber auch ein schleichender Prozess. Da wir dem anderen gegenüber nicht mehr völlig offen sein können, misstrauen wir einerseits jedem und sind andererseits selbst in der Lage zu lügen und belogen zu werden.
Und natürlich lügen wir alle ständig. Oder wer sagt jemandem, von dem er weiß, dass er schwerkrank ist und dem er Gesundheit wünscht, Du siehst aber schlecht aus!? Lügen kann also durchaus heilend sein, solange wir (noch) nicht (wieder) in der Lage sind, heilende Kräfte direkt zu übertragen.

Bei Menschen, die sich sehr vertraut sind, kommt die Fähigkeit zur direkten Kommunikation wieder zum Vorschein bzw. hier ist sie nie verloren gegangen? Oft reicht bei solchen Menschen ein (oder gar kein) Wort, eine Geste, um auszudrücken, was gesagt werden soll, der andere hat sofort den vollen Film im Kopf – samt den dazu gehörenden Gefühlen. Innerhalb der Sippe funktioniert diese Kommunikation also immer noch!
Darum auch der unbedingte Drang und Versuch der Herrschenden Minderheit, die Menschen zu vereinzeln!?
Welche Kraft würde entfesselt, wenn die Gedanken und Gefühle, die in Worten ausgedrückten und im Innern bereits gesehenen Bilder von Milliarden Menschen gleichzeitig (durch das Internet) wirkmächtig werden, weil sie sich zusammenschließen und die selben Bilder, die selben Filme denken und fühlen: Frieden! zum Beispiel!

Rainer Maria Rilke empfand die in der Sprache ebenso vorhandene negative Kraft der Worte, als er dieses Gedicht schrieb:

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
und hier ist Beginn und das Ende ist dort.

Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,
sie wissen alles, was wird und war;
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;
ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um.

Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, beides – Sprache und direkte Kommunikation über die inneren Bilder und Gefühle – wieder zu verbinden, um uns als Menschheit weiter entwickeln zu können…

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: , ,
  1. Januar 20, 2013 um 11:52 am

    Danke.

  2. Januar 20, 2013 um 12:14 pm

    Liebe Solveigh,

    vielen Dank für diesen Text, der sehr schön aufzeigt, was aus unseren Sprachen geworden ist … und wofür sie überhaupt gebraucht wurden und noch gebraucht werden. Das Stichwort ist in der Tat TRENNUNG. Spontan kam mir beim Lesen Deines Textes ENJOY THE SILENCE von Depeche Mode in den Sinn:

    http://www.songtexte.com/songtext/depeche-mode/enjoy-the-silence-23d5a46b.html

    Interessant ist, wie sich Sprachen im Laufe der Expansion ändern bzw. die Expansion abbilden, getreu dem Zutat von Wittgenstein:

    “Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.“

    Sprachen werden mehr und mehr vereinfacht und setzen mehr und mehr auf Effekthascherei, wie die Realität selbst. Die Realität als Bildersprache anzusehen, erscheint mir daher keineswegs abwegig. Ganz im Gegenteil.

    Lieber Gruß
    Guido

  3. Januar 20, 2013 um 12:22 pm

    Nur schon kurz von unterwegs:
    Zum Einen fällt mir die Kommunikation von Delphinen in Bildern dazu ein.

    Zum Anderen las ich gerade:

    In den Urspachen war die Weisheit und Wahrheit integriert, denn die ersten Anwender der Sprache waren erwacht und sahen die Wahrheit, die sie in Worte fassten. Das Problem sind oft die Rezipienten, die das Gesagte nur rational aufnehmen und rein intellektuell zu begreifen versuchen. Ein Begreifen des Ganzes verlangt aber immer auch ein Erkennen mit dem Ganzen (Körper, Geist und Seele). Es ist also auch abhängig von meiner Bewusstseinsstufe, in welchem Ausmaß und welchem Winkel ich das mir übermittelte Wissen aufnehme. (Ronald Engert / Gabrielle Sigg)

    • Januar 20, 2013 um 1:01 pm

      Da fällt mir ein, dass die russische, deutsche und französische Sprachen zu den nuancenreichsten gehören, in denen die Gefühle, Gedanken und Bilder der Menschen am genauesten ausgedrückt werden können, in den es die meisten verschiedenen Zeitformen gibt, wodurch auch hier ein genauer Ausdruck des Gedachten möglich ist.

      Ist auch DAS ein Grund, warum die Sprachen zerstört werden (sollen)?

  4. Januar 20, 2013 um 12:33 pm

    Anbei noch ein paar Gedanken zur Sprache, Martins Zeilen gehen in die gleiche Richtung:

    http://www.gold-dna.de/updatesept.html#up284

    Gruß Guido

  5. federleichtes
    Januar 20, 2013 um 12:40 pm

    Liebe Solveigh,

    viele Deiner Gedanken bewegten mich.
    Dieser berührte mich.

    Herzlichen Dank.

    Wolfgang

    PS.
    Am Rande – gestern „dachte“ ich, wie wohl Deine Stimme klingt.

  6. maretina
    Januar 20, 2013 um 5:12 pm

    Solveigh, ein von Herzen kommendes Dankeschön.

  7. anja
    Januar 20, 2013 um 5:38 pm

    nicht mehr fürchten, habe gerade die ERLEUCHTUNG ;)! IHR wisst was ICH meine, die Zeit wird es mit sich bringen, aber es fehlen noch VIELE Puzzel für das GESAMTE BILD!!! es ist so GEILLL! wenn KEINER WEIß wo von er SPRICHT.:)))))) L.G. ANJA das glaubt MIR KEIN MENSCH! DIE Sperren mich ein!!!!!!!

  8. anja
    Januar 20, 2013 um 5:41 pm

    ICH KANN ES KAUM GLAUBEN UND HABE ANGST!Obwohl ICH ES eigentlich IMMER GESPÜRT habe

  9. anja
    Januar 20, 2013 um 5:45 pm

    ICH GLAUB ICH WERD VERRÜCKT, aber ICH WEISS MEINEN! DER WEG wo JEDER für SICH ENTSCHEIDEN KANN. WIR REDEN!!

  10. Januar 20, 2013 um 6:25 pm

    So sehe ich das auch, Bernhard.

    Wie gerade aus dem von Dir genannten Grund Bilder von den Herrschenden seit mindestens 3.00 Jahren und auch heute benutzt werden, um zu manipulieren und zu lügen, nur um die eigenen Interessen gegen die Mehrheit der Menschen druchzusetzen, habe ich eben gerade in diesem Artikel wieder lesen dürfen:

    http://pakhtunkhwa911.wordpress.com/2013/01/20/hollywood-propaganda-2013/

    Leider hat ALLES immer auch eine negative Seite – solange es eine Minderheit von Menschen gibt, die sich über alle anderen erheben wollen, um die Mehrheit zu beherrschen.

  11. Januar 22, 2013 um 9:12 am

    “Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, beides – Sprache und direkte Kommunikation über die inneren Bilder und Gefühle – wieder zu verbinden, um uns als Menschheit weiter entwickeln zu können…“

    In diesem Zusammenhang ist vielleicht noch erwähnenswert welchen Stellenwert Gesang und Tanz, außerhalb von medialen Eigendarstellungen a la DSDS, heutzutage noch haben, wo es immer mehr darum geht still zu sein. Bevor es der Sprachen bedurfte fand die Kommunikation mit dem GANZEN über Gesang und Tanz statt. Wieder ein Beispiel für unseren Fortschritt im Gleichschritt der Kontrolle und Sicherheit, der Uniformität:

    The Dance of Shiva
    It is said that man danced before he spoke. He certainly danced before he painted and sculpted reliefs on his walls. All cultures of the world have given dance a ritual status before any formal ritual or liturgy was codified in texts, or recreated through relief or paint.
    Yoga, like dance, is much more than a mere physical exercise. It is a holistic way of relating to the body that involves an increasing awareness on all levels: the physical, the mental, and the spiritual. Yoga unites the functions of each of these aspects of our personality. This is true for dance also. Certainly any successful dance performance is characterised by a balanced harmony between the body and spirit. What is suggested here is that dance, like yoga, is a conscious attempt at integrating all the tiers of our existence. It does not negate but on the contrary affirms the sensual nature of our objective physical being, and treats it as fundamental to any attempt at spiritual awareness as our subjective intangible soul.
    Dance is therefore a spiritual channel, an opening of both metaphysical and sensuous doorways.

    Gruß Guido

    • Januar 22, 2013 um 10:10 am

      Interessant, dass Du gerade mit dem Thema Tanz und Bewegung kommst. Ich hatte mir letzte Woche das Buch „Bewußtheit durch Bewegung“ von Moshé Feldenkrais besorgt und auf meiner Reise nach München nun angelesen.

      Er sagt, dass durch uns Wachsen im Gehirn zu allererst die Verdrahtungen für die Muskelbewegungen aufgebaut werden. Dass überhaupt die meisten Verdrahtungen im Gehirn mit Mund und Zunge zu tun haben. U.a. weil der Mund das erste ist, mit dem Kinder die Umgebung wahrnehmen und erkunden.

      Seine Theorie, soweit ich das verstanden haben ist, dass über bestimmte Körperbewegungen der Geist angeregt werden kann. Aber was genau, soweit bin ich noch nicht.

      Aber Du hast Recht: auch hier haben wir etwas wichtig Kulturelles verloren. Wer tanzt schon in der Schule bewusst, um noch bewusster zu werden?

      Für mich ein besonders inspirierendes Buch war auch: Als die Wörter tanzen lernten: Ursprung und Gegenwart von Sprache

      Herzlich, Martin

      • maretina
        Januar 22, 2013 um 12:12 pm

        Aber Martin, was genau musst du an der Stelle nicht wissen. Singen, tanzen, Fussballspielen, Fahrradfahren, über Baumstämme oder an der Bordsteinkante ( ja ich höre Euch) balancieren, klettern gehen, schwimmen gehen, rumplanschen, ein Feuer machen, den Schlitten rausholen, naß und glücklich nach Hause kommen, zufriedenen Kindern Abends am Bett vorlesen, Krabatt oder die „Unendliche Geschichte“ oder… die Liste ist unendlich.
        Das tun und mit ihnen versuchen zu leben was natürlich ist, dann mag es mit der rechten Schreibung noch nicht so klappen, aber über ihre Ausdrucksweise, in Worten oder anders, bekommen sie Macht, Eigen-Macht. Und nicht nur das.
        Was Susanne beschreibt ist Ausdruck weiterer Entfremdung und Trennung auch von sich selbst.

        Grüße
        Martina

    • Januar 22, 2013 um 10:50 am

      Absolut, ja!

  12. Januar 22, 2013 um 11:21 am

    Auch absolut ja, tanzen ist gut, Bewegung ist gut. Ich habe immer mit allen kleinen Kindern aus der Familie getanzt, einfach, weil es Spaß macht, weil es Lebensfreude ist, weil es sie beruhigt oder zum Lachen gebracht hat.

    auch hier haben wir etwas wichtig Kulturelles verloren. Wer tanzt schon in der Schule bewusst, um noch bewusster zu werden?

    Lieber Martin, kannst Du Dir das auch vorstellen, dass ELTERN und FAMILIE mit ihren Kindern tanzen? Hast Du mit Deinen Kindern getanzt? Und wenn Du mal Enkelkinder hast, wirst Du mit IHNEN tanzen? Glaubst Du nicht, dass unsere Gesellschaft noch andere Orte bereit halten könnte, an denen Kinder frühzeitig, BEVOR sie in die Schule kommen, an solche Dinge herangeführt werden. Wenn ich mir meine Jungs in meiner siebten Klasse vorstelle – die fänden das sowas von uncool! Und dabei hätten die es besonders nötig, ihren Geist anzuregen und innere Bilder und Gefühle auszudrücken. Was aber stattdessen passiert ist, dass sie jede freie Minute mit ihren Wiis und PCs verbringen, höchstens mal die Finger bewegen.

    Und Sprache ist so ein wichtiges Thema. Danke dafür Solveigh.
    So viele Kinder haben noch nie ein Buch ganz gelesen, außer vielleicht in der Schule, noch nie hat ihnen jemand vorgelesen, außer vielleicht in der Schule. Ihre Sprache wird immer ärmer. Sie verstehen unendlich viele Worte nicht. Uferböschung, Etappe, Bethlehemstern… Was ist das, Frau Hoffmann? Weit verbreitet ist es auch, Artikel wegzulassen. „Ich geh Mensa.“ Als meine Klasse jetzt im Deutschunterricht das Buch Krabat von Otfried Preußler las, musste die Deutschlehrerin seitenweise Worterläuterungen dazugeben, als würden sie das Buch in einer Fremdsprache lesen. Ich habe meinem Sohn Krabat vorgelesen, als er sieben war. Einfach, weil es schön war, viel schöner, als einen Film zu sehen oder ein Hörbuch zu hören. Und er konnte direkt fragen, wenn er etwas nicht verstand.

    Unsere Kinder lesen nicht! Unsere Kinder tanzen nicht! – Soll dafür wirklich nur die Schule verantwortlich gemacht werden? Das kann nicht sein! Für mein Kind bin in erster Linie ICH verantwortlich. Wollt ihr wirklich die Gemüts- und Herzensbildung auf den Schuleintritt verschieben?

    An vielen Schulen werden übrigens Menschen gesucht, die mit den Kindern eine AG machen, zum Beispiel Tanzen.

    Herzlichst

    Susanne

    • Januar 22, 2013 um 1:31 pm

      Singen gehört hier unbedingt mit dazu!
      Alte Lieder, schöne Lieder, Melodien summen, die mir gerade in den Kopf kommen.
      Wer singt und tanzt hat in dieser Zeit weder Angst noch schlechte Laune!

  13. Januar 22, 2013 um 12:38 pm

    “Unsere Kinder lesen nicht! Unsere Kinder tanzen nicht! – Soll dafür wirklich nur die Schule verantwortlich gemacht werden? Das kann nicht sein! Für mein Kind bin in erster Linie ICH verantwortlich. Wollt ihr wirklich die Gemüts- und Herzensbildung auf den Schuleintritt verschieben?“

    Aber das ist doch der leichtere Weg. Verantwortung abzugeben ist doch “in“. Ist doch allgegenwärtig, Stichwort Konsens, Stichwort Gesundheit, Stichwort ………..

    Schuld sind IMMER die ANDEREN 😉

    Gruß Guido

    • Januar 22, 2013 um 12:43 pm

      Ja, Du hast, Recht. Anleitung geben sollten wir als Eltern selbst! alles andere entwickelt sich dann von selbst. Nur wissen müssen wir es zuvor …

      • federleichtes
        Januar 22, 2013 um 1:22 pm

        Natürlich hat Guido den Punkt getroffen.

        Der Punkt davor: Ohne eine fundierte Gemütsausbildung eines Kindes verkommt sein Prozess der Soziallisation zur A-Sozialität/Egozentrik. Ohne ausgereiftes Gemüt = Spielball fremder Einflüsse und ein Weg in die Künstlichkeit.

        Jeder Mensch kann sich jederzeit diesen Einflüssen entziehen, wenn er seine Selbst-Beschuldigungen unterbricht und Fremd-Beschuldigungen zurückweist.

        Gruß
        Wolfgang

        PS.
        Es gibt kein Gesetz, das Menschen hindert, NATÜRLICHE Entwicklungen FORT ZU FÜHREN !!!
        Insofern wieder mein: Alez hop.

        • Januar 22, 2013 um 1:42 pm

          Insofern wieder mein: Alez hop.
          Ja!, Zum Beispiel:
          Zelten fahren – nicht in den hochtechnisierten Wohnwagen, sondern mit einem einfachen Boot mit 5-PS-Motor zum Zeltplatz tuckern (so Wasser in der Nähe), da das Zelt ohne Schnickschnack auf einem möglichst natürlichen Zeltplatz im Wald am Wasser selbst (mit-)aufbauen, Kochen auf Campingkocher, Lagerfeuer mit Essen darauf zubereiten, Abwaschen und Waschen, Zähneputzen im Fluss/See, Lebensmittel ohne Kühlschrank kühlen, Kinder im Wald und Wasser toben lassen – alleine! Kaputte Knie gehören dazu – und lehren besser vorsichtiger zu sein als ermahnende Worte. Sie werden kommen, wenn sie Hunger haben und müde sind! Den Kindern vertrauen!
          Während dieser Zeit kein Telefon, kein Radio, kein Internet, keine Zeitung – auch nicht für die Erwachsenen, damit sie endlich (wieder) Zeit haben, miteinander zu reden und zu schweigen!
          Dazu muss nicht nach Teneriffa oder Ägypten gefahren werden. Fünf Kilometer aus der Stadt raus reicht oft völlig! Das kann auch an den Wochenenden gemacht werden und tankt die Lebensbattereien besser auf als ein zu Hause vor den Spielzeugen Internet und Fernsehen vergammeltes Wochenende!

          Das schafft ganz nebenbei ein sehr gesundes Selbst-Bewusstsein!
          Und ja, immer und immer wieder singen und tanzen!

        • maretina
          Januar 22, 2013 um 3:10 pm

          Solveigh, ja doch, Du weckst Sehnsucht. Wann gehts los? Referenz: Mit explodierenden Benzinkochern kenne ich mich besonders gut aus. Mit umgekippten Booten auch. Und im Regen davon schwimmenden Zelten. Mein holder ausgewachsener Nachwuchs übrigens auch.

          Was ich damit sagen will ist ganz einfach, aufhören zu jammern, die Schuld nirgends suchen (auch nicht bei der Schule) sondern sehen was jetzt im Moment gut tun würde, weiter helfen kann zur Bildung des ganzen Menschen. Körper – Geist – Seele, das ist eine Dreiheit, die zusammen gehört, sich gegenseitig bedingt und fördert hin zum Gesamtkunstwerk „MENSCH“. Das sind wir nun mal in meinen Augen, nur manchmal fehlt ein Stück.

          Grüße
          Martina

          • Januar 22, 2013 um 4:17 pm

            Kaum las ich Deinen Kommentar, schon erhalte ich auf Facebook eine Ladung, die mich auf diesen Text führt:

            Das wedische Wissen

            Mit dem Körper fühlen – Mit der Seele erkennen – Mit dem Geist erschaffen

            Das wedische Wissen ist das Wissen unserer göttlichen Urahnen, als sie noch im Einklang mit Gott und der Schöpfung lebten. Der wedische Stamm war der vollkommene und erste Stamm von Menschen, die als Gottes Ebenbild geschaffen wurden. Sie lebten tausende von Jahren in Harmonie und Einklang als Paar, Familie, in Siedlungen, mit Tieren, Pflanzen, Gott und anderen Planeten. Ihre Aufgabe war es, als Gottmenschen die Schöpfung und sich selbst in ihrer Göttlichkeit zu entdecken, zu bestimmen und Neues auf der Erde und im Universum nach göttlichen Gesetzmäßigkeiten zu erschaffen. Macht und Versuchung kreierten eine weitere Form von Spezies, die das Ziel hatten, die Menschheit und Erde in ihre Hände zu bekommen. Sie nutzten das göttliche Ahnenwissen für Zwecke des Missbrauchs, der Zerstörung und Versklavung. So wurde irgendwann der wedische Stamm ausgerottet und auf brutale Art missbraucht, wenn es auch viele tausend Jahre dauerte, diese Kraft zu vereinnahmen und zu vernichten. Viele andere scheinbar göttliche und geistige Lehren entstanden, die dem Menschen immer mehr Macht ihres göttlichen Daseins nahmen. Vieles splittete sich, um die Ganzheit zu nehmen.

            Seit noch nicht langer Zeit kommt das wedische Wissen wieder zu den Menschen. Der Göttliche Ahnenstamm offenbart sich den Menschen die in Wahrhaftigkeit und Güte vor Gott und der Schöpfung leben.

            Die wedische Arbeit umfasst immer die Dreieinigkeit des Menschen: Körper, Seele und Geist. Darin gibt es genaue Gesetzmäßigkeiten, die dem Menschen Gesundheit, Kraft, Liebe, glückliche Paare, Familien und Erfolg geben. Dieser Mensch weiß um die Kräfte der Natur für seinen Körper, mit seiner Seele erkennt er Zusammenhänge und mit seinem Geist erschafft er neue göttliche Möglichkeiten. Haus und Grund werden als Einheit mit dem Menschen und den Ahnen gesehen. Der Ahnenstamm trägt, indem er gestärkt und erweckt wird.

  14. federleichtes
    Januar 22, 2013 um 1:57 pm

    Ob Menschen sich auch davor fürchten, plötzlich keine Angst mehr zu haben? Wie ist das in der Gewohnheit des Schweren, Schwierigen, Hoffnungslosen zu existieren – und dann taucht die Option des Federleichten auf?

    Es gibt ein Erfolgs-Verhinderungs-Syndrom.
    „Ich KANN es“. Und dann sagt eine fremde Stimme: Und du kannst es nicht.

    Was ist das für eine Regung, natürliche Menschen als befremdlich zu empfinden?

    Gruß
    Wolfgang

  15. Dezember 15, 2013 um 6:42 pm

    Der Artikel erschien heute im Laufe des Tages unter den Tages-Top-Ten, daher hatte ich ihn auch nochmals auf Facebook gepostet. Dort entspann sich eine Diskussion, in der Folgendesvon Karin Gumpelmaier kam:

    zur Sprache gibts außerdem noch soo viel zu sagen…..
    Erlebe immer wieder, wenn Menschen „traumatische Prägungen“ vor der Entwicklung/Entfaltung des Sprachbewußtseins erfahren haben, können sie nicht darüber sprechen. Sie können es aber malen, tanzen usw…
    Dann gibt es da noch die Theorie, dass unsere Vorfahren imstande waren, sehr komplexe Symbole zu verstehen. Je klarer sich die Sprache entwickelte, umso klarer und reduzierter wurden die Symbole.
    Und ich habe mehrere Technologien kennengelernt, die ganze Sätze und Themen über unterschiedlichste „Einspielverfahren“ übermittelten – wort/tonlos. Das Ergebnis war immer sehr klar.
    Dann gab es da noch die Sache mit den morphogenetischen Feldern: einer liest eine Geschichte im Raum vor und 2 -4 Leute werden durchs Zuhören ganz zur Geschichte. Diese Menschen nehmen die Geschichte sozusagen in sich auf und setzen sich dann wortlos in einen anderen Raum zu Menschen, die die Geschichte zuvor nicht gehört hatten und verweilen in der Energie der Geschichte. Die anderen schwingen sich darauf ein und können nach kurzer Zeit die Geschichte wiedergeben.
    Und dann sind da noch die Herzenskontakte (zumeist von Kindern), die sich in unterschiedlichen Sprachen unterhalten, jeweils aber die Inhalte voll verstehen.
    Also Sprache ist schon ein interessantes Gebiet….. (und gratis *g* )

    Kurz vorher hatte sie noch geschrieben:

    an der Stelle trau ich mir jetzt auf die Software „WortKraftSchwingung“ meines Mannes Andreas Körber hinzuweisen.
    Dabei geht es um Worte, die in Töne und sehr exakte Farben aus dem Sonnenlichtspektrum umgewandelt und eingespielt werden.
    Das erfordert vorher eine sehr klare Besinnung auf „DAS“ passende Wort. Positiv belegte Worte werden direkt eingespielt – eher unangenehm „abgespeicherte“ Begriffe werden mit einem ebenfalls sehr exakten Faktor „reharmonisiert“.
    Dazu sieht man auch, welche Worte damit in Resonanz schwingen und auch welche Begriffe eine Oktave drunter oder drüber wirken.
    Ich arbeite schon sehr lange mit Menschen, die „in Not“ sind und habe viel im Bereich Forschung/Entwicklung Frequenztechnik gewirkt. Aber das Ding mit den Worten wirkt außerordentlich schnell und einfach. Bei Menschen, die ich schn lange belgeite ist es erstaunlich, welche Worte immer wieder auftauchen…

    und gab den Link auf die Seite: WortKraftSchwingung

  16. Gerd Zimmermann
    Februar 4, 2015 um 7:46 pm

    Ja, Martin

    nach den Delphinenen sind die Menschen die drittschlausten Lebewesen……..

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