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Wissenschaft und Bewusstseinsstrukturen: archaisch, magisch, mythisch, mental und integral

Der folgende Text entstammt der Abschiedsrede von Prof. Dr. Barbara von Meibom, den ich hier gerne sowohl im Kontext unserer Kritik der Wissenschaften als auch unserer not-wendigen Bewusstwerdung bringen möchte:

Im westlichen Kulturraum sind Jean Gebser und auf ihm aufbauend Ken Wilber die wichtigsten Vertreter, die zwischen unterschiedlichen Bewusstseinsstufen oder -strukturen der Menschheit unterschieden haben. Jede dieser Stufen baut auf der vorangehenden Struktur auf. Gebser versteht unter Bewusstseinsstrukturen ein raumzeitliches Gefüge des Bewusstseins. Er unterscheidet zwischen vier, der archaischen, magischen, mythischen und mentalen Bewusstseinsstruktur. Als neue fünfte Struktur geht er von der Existenz einer integralen Bewusstseinsstruktur aus, dem Kernbegriff der Philosophie von Ken Wilber.

Warum ist es wichtig, sich mit diesen Bewusstseinsstrukturen zu befassen? Es hilft, das mentale Bewusstsein gründlich zu relativieren, jenes Bewusstsein, das unser Wissenschaftssystem und unsere wissenschaftlich-technologische Gegenwartsgesellschaft so eklatant beherrscht. Der Siegeszug des mentalen Bewusstseins begann mit der Renaissance, führte zur Entdeckung der Perspektive, verhalf den Naturwissenschaften und der Beherrschung der Natur zu einer ungeheuren Bedeutung. Es hat zu der von Technik und Wissenschaft geprägten Gegenwart geführt, die die Menschheit an den Rand des Abgrundes gebracht hat.

Es war eine Antwort im Sinne einer Weiterentwicklung der vorangehenden Bewusstseinsstrukturen. Doch der große Irrtum in der Fortentwicklung des mentalen Bewusstseins bestand darin, die vorangehenden Bewusstseinsstrukturen nunmehr abzuwerten, in Abrede zu stellen und in den unbewussten Schattenraum zu verdrängen. Dies hat gravierende Folgen, da die vorangehenden Bewusstseinsstrukturen dem Menschen zu eigen sind und bestimmte Wahrnehmungs- und Erkenntnismöglichkeiten in sich bergen, die Beachtung verlangen. Schauen wir uns das genauer an:

Das archaische Bewusstsein ist nulldimensional, traumlos, ununterschieden, ungetrennt, paradiesisch.  Pränatalforscher sagen, dass der Fötus in diesem Zustand in den ersten Lebensmonaten weilt. Wann immer wir in einem paradiesischen vorbewussten Einheitszustand weilen, sind wir im archaischen Bewusstsein.

Das magische Bewusstsein ist eindimensional. Der Mensch erlebt sich eingewoben in eine übermächtige beseelte Natur, mit der er durch „Bannen und Beschwörung, Totem und Tabu“ umgeht. Alles ist gleichzeitig. Die Zeichnung des Büffels, der mit Pfeilen erlegtwird, findet zeitgleich in der Realität statt. Schamanische Rituale arbeiten noch heute mit diesem magischen Bewusstsein – wie wir feststellen müssen, mit anhaltendem Erfolg. Im magischen Bewusstsein wird unbewusst Macht ausgeübt. Wenn heute magisch agiert wird, ist es das Einfallstor für alle Arten von Missbrauch, solange das Geschehen nicht dem Bewusstsein zugeführt wird. Gerade die deutsche Geschichte ist voll davon. Doch das Magische als nicht existent abzuspalten, nimmt ihm keineswegs die Macht. Vielmehr muss es angeeignet und spirituell transzendiert werden.

Das mythische Bewusstsein ist zweidimensional. Im Kampf um die Befreiung gegen die Übermacht der Natur löst sich der Mensch aus der Natur heraus. Er beginnt zwischen einer Außen- und einer Innenwelt zu unterscheiden. „Die mythische Struktur führt nun zu einer Bewusstwerdung der Seele, also der Innenwelt“ (a.a.0,113). Es ist das Nach-
Innen-Sehen, nach Innen-Hören, die Hinwendung zur Seele, die sich in einer Fülle von Bildern manifestiert. Solche Bilder, wenn sie nicht dem Bewusstsein zugeführt werden, entfalten eine unglaubliche Wirkmächtigkeit. Die Seele nimmt in Bildern wahr, fühlt in Bildern, „denkt“ in Bildern. Alle tiefenpsychologischen Schulen arbeiten mit diesen Bildern und heben sie ins Bewusstsein. Heilung geschieht in der Hinwendung zu diesen Bildern, weil sie mit den tiefen Wahrheiten der Seele konfrontiert. Wenn wir dem nicht Rechnung tragen, drängen sie unbewältigt und ungeformt nach außen und wirken auf uns zurück. Die Gewalt- und Horrorbilder heutiger Medienwelten zeigen, welch ungebrochene Macht diese von uns mit dem mentalen Bewusstsein nicht mehr zur Kenntnis genommenen inneren Bilder haben. Auch hier hilft nur ihre bewusste Durchdringung und Überprüfung auf dem Hintergrund von Wert- und Sinnfragen, d.h. im spirituellen Kontext.

Das mentale Bewusstsein ist dreidimensional, es kennt Zeit und Raum und entdeckt die Perspektive. Seine Anfänge reichen zurück in das vorchristliche Griechenland. An sie schließt Europa mit der Renaissance an. Erstmals entwickelt das menschliche Bewusstsein nunmehr eine Richtung. Es tritt aus dem Kreis – dem Symbol des mythischen Bewusstseins, in welchem die Dualität aufgehoben ist – heraus. An die Stelle der Dualität, die in sich noch das Versprechen der Ganzheit trägt, tritt nunmehr die Polarität. Eine Bewegung entsteht (auch in der Schrift) von links nach rechts, von der  Vergangenheit zur Zukunft, vom Unbewussten hin zum Bewussten, vom Weiblichen zum Männlichen, vom Kreis zur Trennung in Subjekt und Objekt. War im Magischen die Emotion dominant und im Mythischen die Imagination, so folgt nun die Zeit der Abstraktion. Der Mensch nimmt sich heraus aus der gottgeschaffenen Ordnung. Das rationale Ich, welches analytisch zerlegt, zertrennt, zerkleinert und quantifiziert, um sich die Welt anzueignen, beherrscht nun die
Bühne.

Was zuerst ein Akt der Befreiung war, indem die Übermächtigkeit der unbewussten inneren Bilder gebannt wird und an ihre Stelle das bewusste Ich tritt, gerät durch die Abspaltung aller vorangehenden Bewusstseinsstrukturen zu einer eklatanten Gefahr. Wir Menschen der mentalen Bewusstseinstruktur – und dies gilt für die Wissenschaft in ganz besonderem Maße – haben den Bezug zum Urgrund, aus dem wir hervorgegangen sind, zu unserer Eingebundenheit in die Natur und zur Macht unserer Seele abgespalten. Die unvermeidliche Folge: Was abgespalten ist, drängt sich unserem Bewusstsein nun von außen als nicht beherrschbare Wirklichkeit erschreckend auf. Die Einseitigkeit des – wie Gebser dies nennt – „defizitär“ gewordenen mentalen Bewusstseins wird uns heute in einer sich entsolidarisierenden und vom Chaos bedrohten wissenschaftlich-technologischen Welt schmerzlich bewusst.

Unsere Hoffnungen richten sich auf das emergierende integrale Bewusstsein, das die Einseitigkeit des mentalen Bewusstseins überwindet. Das integrale Bewusstsein ist aperspektiv – wir kennen dies von den Bildern der cubistischen Epoche – und in dieser Aperspektivik sind die vorangehenden Bewusstseinsstrukturen enthalten im Sinne von bewahrt. Sie haben ihren angemessenen Platz gefunden. Es ist kein Rückfall in vormentale Bewusstseinsstrukturen, sondern eine Öffnung hinein in einen erweiterten Bewusstseinsraum. Darin hat das Wissen um die Ureinheit ebenso seinen Platz hat, wie das Wissen darum, dass die ganze Natur beseelt ist und wir in sie eingebunden sind, wie auch das Wissen, dass unsere tiefste innerste Natur, unsere Seele, mit klaren Botschaften zu uns spricht und die Kraft der Weisung hat. Im integralen Bewusstsein dürfen die verschiedenen Bewusstseinsstrukturen sein. Sie leisten ihren je unverzichtbaren Beitrag zum Menschsein. Diese Tatsache respektierend können wir einen Weg aus den Einseitigkeiten des mentalen
Bewusstseins finden.

Bewusstseinsstrukturen: Eingang in die Praxis

Was Gebser als Pionier der Geistesgeschichte in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts niederschrieb und von Ken Wilber in einem eminenten Werk ausgearbeitet wurde, hat heute längst Einzug in den Praxisraum gefunden. Die verschiedensten Persönlichkeitstypologien und Unternehmensberatungskonzepte lassen sich von diesen Theorien inspirieren. In den Spiral Dynamics eines Don Beck2 finden sich z.B. Konzepte, wie Unternehmen und Personen hinsichtlich der in ihnen vorherrschenden Bewusstseinsstrukturen einzuordnen sind und wo die Ansatzpunkte sind zu einer Höherentwicklung ihres Bewusstseins und ihrer Performance in Richtung Integralität.

Integralität heißt hier immer einen Sinn zu finden, der sich vor und für das Ganze verortet: Achtung der Lebensgrundlagen, Respekt und Achtsamkeit füreinander, holokratische Führung, in der Hierarchie und Partnerschaftlichkeit eine angemessene Synthese eingehen, und die Vorstellung einer Persönlichkeitsentwicklung, die nicht in der Sackgasse des mentalen Bewusstseins stecken bleibt.

Wie wir sehen können, finden die Sinn – und Wertefragen im integralen Bewusstsein wieder ihren Platz. Damit öffnet sich der geistige Raum, den wir auch spirituell nennen. Das integrale Bewusstsein speist sich aus einer kosmischen Verantwortung, in die sich der Mensch gestellt weiß. Damit ist die Brücke geschlagen zum spirituellen Menschen- und zum
Weltbild der vedantischen Kultur.

Die Veden: Erleuchtet dem Leben dienen

Auch die Veden lehren, dass die Menschheit und jeder einzelne aufgerufen ist, das Bewusstsein zu erweitern. Es geht nicht um Information, sondern um Transformation. Letztlich geht es darum zu erkennen, dass der Geist Gottes – Atman – in allem was existiert immanent ist. Wer in dieses Bewusstsein eintritt, erlangt, Erleuchtung. Es ist das archaische Bewusstsein der Nicht-Getrenntheit, das wir bei Gebser kennengelernt haben, nur ist es hier nicht traumhaft, unbewusst, sondern Ausdruck höchster Bewusstheit. In dieser geistigen Erleuchtung, ein Zustand, den wir im christlichen Kulturraum von den Mystikern her kennen, erkennt der Mensch die Einheit alles Lebenden. Alles, was ich dem anderen antue, tue ich
mir an. Alles ist miteinander verbunden, wie die Tropfen in einem Ozean.

Dieses Wissen zu erlangen, ist die Frucht des spirituellen Weges, zu dem der Mensch im vedantischen Kulturraum aufgerufen ist. Es markiert das Ende der Täuschung, (Maya), als Menschen getrennt zu sein, wie unverbundene Monaden in einem sinnlosen Kosmos.

Wo solches Wissen um die Einheit alles Lebendigen aufdämmert, stellen sich die Verantwortlichkeiten neu. Rücksichtslosigkeit verbietet sich dann ebenso sehr, wie eine Kultur des egoistischen Kampfes gegeneinander oder ein Menschen- und Weltbild, wonach nur die durchsetzungsfähigsten überleben. Hier taucht vielmehr die Aufforderung auf, die eigene Haltung und Wahrnehmung so zu transformieren, dass sie sich nicht gegen das Leben stellt, sondern dem Leben in allen seinen Facetten konsequent dient. Jede utilitaristische Beliebigkeit verbietet sich ebenso wie die „Tödlichkeit des abstrakten Denkens“, die so kennzeichnend ist für das mentale Bewusstsein. Die Aufforderung ist
vielmehr, erleuchtet dem Leben zu dienen.

Das Mentale wird in diesem Menschen- und Weltbild nicht abgewertet, doch es bekommt eine untergeordnete Funktion. Im Sanskrit wird unterschieden zwischen dem wahren Selbst Atman als dem göttlichen Funken im Menschen; der höheren Intelligenz; dem Mentalen (Manas), und den Wahrnehmungssinnen. Die höhere Intelligenz hat die Aufgabe zu prüfen, ob die Impulse unserer Sinne uns zum wahren Selbst (Atman) und zum Einheitsbewusstsein führen oder aber in die illusionäre Welt der Konflikte und Trennungen. Der Verstand, Manas, das Mentale, hat die Aufgabe, das auszuführen, was die Höhere Intelligenz erkennt.

Auch hier finden wir also eine entschiedene Aufforderung, dem mentalen Bewusstsein, eine neue Ausrichtung zu geben. Übertragen auf die Wissenschaft heißt dies, dass es Zeit ist, Wissenschaft und Spiritualität, mentales Bewusstsein und höhere Intelligenz wieder mit einander zu versöhnen. Nur wenn die Wissenschaft sich einer höheren Weisheit gegenüber verantwortlich weiß und die Verbundenheit allen Lebens respektiert, dient sie dem Fortschritt. Nur dann dient sie dem Leben. Dies ist der Maßstab, an dem sie sich messen lassen muss.

Damit komme ich zum Schluss:

Mein Weg diesseits und jenseits der Wissenschaft hat mich in spannende Abenteuer des Geistes geführt. Er hat meine Seele berührt, mich aufgerüttelt, viele Gewissheiten und mich selbst in Frage gestellt. Ich bin zutiefst dankbar, dass sich in meinem Denken, Fühlen und Handeln die vermeintlichen Gegensätze von Wissenschaft und Praxis, von Wissenschaft
und Spiritualität aufgelöst haben.

Die Wissenschaft als System ist nach meiner Überzeugung aufgerufen,

  • sich auf allen ihren Handlungsebenen den spirituellen Fragen nach dem Sinn und Wert des Lebens zu stellen; das geht nur, wenn die Herzintelligenz das Denken inspirieren darf;
  • ihren Beitrag zur Humanisierung des Denkens, Fühlens und Handelns zu leisten;
  • dem Leben in seiner Gefährdetheit konsequent zu dienen;
  • sich von den Fesseln des dominierenden mentalen Bewusstseins zu befreien, das der spirituellen Existenz des Menschen und seiner Eingebundenheit in das kosmische Ganze in keiner Weise gerecht wird;
  • sich in diesem Geiste in einen ko-kreativen Dialog mit den verschiedenen Praxisfeldern und den verschiedenen Kulturen zu begeben, um gemeinsam Wissen und Weisheit zu kreieren, die die Gesetzmäßigkeiten des Lebens achtet.
  1. Januar 18, 2013 um 12:35 am

    Es war eine Antwort im Sinne einer Weiterentwicklung der vorangehenden Bewusstseinsstrukturen. Doch der große Irrtum in der Fortentwicklung des mentalen Bewusstseins bestand darin, die vorangehenden Bewusstseinsstrukturen nunmehr abzuwerten, in Abrede zu stellen und in den unbewussten Schattenraum zu verdrängen. Dies hat gravierende Folgen, da die vorangehenden Bewusstseinsstrukturen dem Menschen zu eigen sind und bestimmte Wahrnehmungs- und Erkenntnismöglichkeiten in sich bergen, die Beachtung verlangen.

    Liegt die Schwachstelle von Wilbers Ansatz nicht im Begriff der Komplexität ? Komplexität als Unvermögen einer Vollendung anzusehen entlarvt unser momentanes Verständnis von Bewusstsein, der Gehirnleistung und der Intelligenz. Ist das Klima komplex, oder die Weltwirtschaft, oder die Lebensform Mensch, oder die Natur selbst ? Oder erscheint uns Menschen etwas als komplex, weil wir es zunehmend in eigenständigen Einzelbildern betrachten ? Die Natur baut einzig auf einer Harmonisierung energetischer Proportionen auf. Das meistert sie mit einer Leichtigkeit, die wir Menschen, aufgrund unserer Trennung vom Natürlichen, immer leichtfertiger als komplex ansehen … und um das Komplexe zu verstehen fangen wir an Dinge obendrein auch noch zu verkomplizieren.

    Sind wir Menschen somit komplexer und intelligenter geworden ? Sicher können wir tolle Dinge … zumindest wenn es um Künstliches geht, denn da macht uns niemand etwas vor. Wir sind Meister im Hervorbringen reaktiver Unordnung. Komplexität ist das Maß aller Verbindungen von Einzelbildern, die nötig geworden sind, um dem Ganzen noch einen Sinn zu verleihen. Komplexität ist das Symptom einer expansiven Erkrankung, die aber durchgemacht werden muss, damit die anschließende Ausheilung auch von Dauer sein kann.

    Gruß Guido

    • Januar 19, 2013 um 1:20 am

      In der Schlucht von Lü stürzt der große Wasserfall tausende von Fuß hinab, und seine Gischt ist meilenweit sichtbar. Kein Lebewesen würde es wagen, sich dort hinunterzustürzen. Als Narseh auf einer seiner Reisen einmal dort war, sah er einen alten Mann, der von den wilden Fluten mitgerissen wurde. Er rief seine Gefährten, und als sie völlig außer Atem am Wasser ankamen, war der Alte ans Ufer geklettert, spazierte einher und sang vor sich hin. Sie stürmten zu ihm und wunderten sich: „Du musst ein Geist sein, um das zu überleben, oder ein mächtiger Zauberer, doch sicher kein Mensch. Was hast du gemacht?“

      „Nichts im Besonderen“, erwiderte der Alte. „Ich habe schon in sehr jungen Jahren zu lernen begonnen, jetzt bin ich des Erfolgs sicher. Ich gehe mit dem Wasser unter und komme mit dem Wasser wieder hoch. Ich passe mich an und vergesse mich selbst dabei. Ich überlebe, weil ich nicht gegen das Wasser ankämpfe. Das ist alles.“

      • Januar 19, 2013 um 9:34 am

        Solveigh war es glaube ich, die auf den Begriff „Gegenstand“ aufmerksam gemacht hat. Erkennen wir Materie nur deshalb, weil wir uns dagegen stellen? Wenn wir nicht „dagegen ankämpften“, würden wir unseren Körper nicht mehr verletzen?
        Gehört dieser „Meister“ zu den Menschen, die sich nicht mehr

        Trotz zahlreicher Augenzeugenberichten und Bilddokumentationen ist bis heute unklar, wie Mirin Dajo das mehrfache Durchlöchern lebenswichtiger Organe überleben konnte. (Quelle)

      • Januar 19, 2013 um 10:20 am

        Vielen Dank für diese kleine Geschichte, verdeutlicht sie doch sehr schön das Wesen von Bewusstsein und das Wirken von Emotion und Gefühl.

        Gibt es irgendeine Quelle für diesen Text ?

        Gruß Guido

  2. federleichtes
    Januar 18, 2013 um 2:20 am

    Die im Eingangsartikel beschriebene stufenweise Entwicklung von Bewusstsein bestätigt unsere Annahme, es ginge dem Leben um die Schaffung eines Bewusstseins, das in der Lage ist, Komplexität zu erfassen und zu kontrollieren. Natürlich empfinde ich diese Phasen als intelligent angelegt – nur so konnte sich das entwickeln, was zu lösen not-wendig geworden war. Ein vernünftiger Hausbau verläuft vom Fundament bis zum Dach nicht anders – aber den Bau der Zwischendecke zum ersten Geschoss (Mentales Bewusstsein) aus dem Bauprozess heraus zu lösen, nur die Decke zu betrachten und zu sagen, „so ein Quatsch“, ist wirklich Quatsch. Ziehen wir noch die zwangsläufige/determinierte Entstehung des Chaos in Betracht, erlaubt sich die Frage: Wie anders als mit einer völlig durchgeknallten Wissenschaft sollte das bewerkstelligt werden.

    Was die Komplexität betrifft, wäre interessant zu erörtern, ob die globale Entwicklung im Sinne einer Offenbarung verläuft. Bedeutet: Die Entwicklung geschieht nicht unter den „menschlichen“ Prämissen Vernunft und Freiem Willen, sondern unter den Bedingungen dessen, was sich offenbart.
    Wenn sich in unserer Welt Komplexität entwickelt, müssen wir – im Sinne einer Offenbarung – davon ausgehen, dass Komplexität ein Problem war und sich hier in unserer Welt als Phänomen, gleich einem Schatten, ausbreitet.

    Wenn Bewusstsein über Komplexität das primäre Entwicklungsziel des Lebens ist, …

    .Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

    Wolfgang

    • Januar 18, 2013 um 9:23 am

      Conny hat sich des Themas Komplexitätsreduktion auf seine Weise hier angenähert: http://wirdemo.wordpress.com/?s=systemarchetypen
      auch sehr lesenswert 🙂

      • federleichtes
        Januar 19, 2013 um 10:33 am

        Wir nähern uns auf unsere Weise dem „Problem“:

        Conny schreibt:
        “ …dass wir Menschen ein unzureichendes kognitives Verständnis über Dynamiken in Rückkopplungsschleifen aufweisen. Wir denken linear, und können dadurch relativ schlecht mit Verzögerungen in Wirkkreisen umgehen, die auf Nichtlinearitäten beruhen.“

        Von Menschen erdachte Lösungen, schreibt er, bringen kurzfrstige Erfolge, verschlimmern dann aber die Probleme.

        Unzureichend, nicht-komplex „denken“ können, ist eine Folge fehlenden Bewusstsein. Dabei ist uns das Wesen der Kybernnetik bekannt; ich las die Bücher von Fredric Vester Anfang der 90er.
        Warum konnte das Wissen nicht ins Bewusstsein dringen?

        Die Antwort scheint sehr einfach in einer Zeit des Chaos, das sich ausbreiten MUSS.
        Alle wie wir da sind werden wir uns gegen das Anwachsen von Komplexität nicht wehren können. allerdings gibt es Menschen, die auf der anderen, der Ordnungsseite aktiv sind und dem Wachstum der Komplexität Paroli bieten.

        Gruß
        Wolfgang

    • Januar 18, 2013 um 9:27 am

      Andreas Popp nennt die „durchgekanllte Wissenschaft“ eine „Auftragswissenschaft“:
      http://www.wissensmanufaktur.net/widerstandsrecht

      • Januar 18, 2013 um 9:45 am

        Nikolaus von Otelfingen:

        das haben wir doch vor einer Woche bei einer wissenschaftlichen Untersuchung der kath. Kirche gerade erlebt. Wenn die wissenschaftlichen Ergebnisse nicht passen, wird einfach der wissenschaftliche Auftragnehmer ausgetauscht. Und das funktioniert nur, wenn die wissenschaftliche Methode auch für den enghorizontalen Laien verständlich ist. – Ich bin dafür, dass die Integralrechnung so vereinfacht werden muss, dass sie in Zukunft auch im Kindergarten schon gelernt werden kann!

      • federleichtes
        Januar 18, 2013 um 12:46 pm

        Ich sehe die Auftragswissenschaft integriert in einen (höheren) Prozess der „Entlarvung“.

        Entlarvung ist für einen naturnahen Menschen etwas Wudnerbares.

        Dass Sich-Selbst-Unbekannte sucht das Unbekannte.

        Wir sollten liebevoller mit uns umgehen. Wer Glück hat, findet auf seinen Wegen der Entlarvng dieses Schild.

        Gruß
        Wolfgang

  3. Januar 18, 2013 um 9:08 am

    Wenn Bewusstsein über Komplexität das primäre Entwicklungsziel des Lebens ist, …

    … dann vollzieht sich keine Evolution von Bewusstsein, sondern eine Devolution:

    Lassen Sie mich daher in aller Kürze zwei der wichtigsten Konzepte skizzieren, die derartige Zusammenhänge beleuchten. Das eine stammt aus dem westlichen Kulturraum, das andere aus der vedantischen Philosophie, d. h. aus dem spirituellen Wissen Indiens. Beide treffen sich mit den modernen Naturwissenschaften, der Quantenphysik und der Erkenntnis, dass alles mit allem zusammenhängt und dass alle Materie letztlich Zwischenraum, Schwingung ist, vedantisch würde man sagen – absolutes Bewusstsein, jüdisch-christlich würde man von Gott sprechen.“

    Wir entfernen uns maximal vom Absoluten Bewusstsein, Gott zersplittert mehr und mehr in Einzelbewusstseine, daher braucht es zunehmende Komplexität, um das Gefühl zu vermitteln, dass ALLES noch zusammenpasst. Komplexität ist Mittel zum Zweck und Folge der Zersplitterung, der Auftrennung. Das ist die Motivation und Aufgabe menschlicher Verkörperungen.

    Der Prozess der Devolution endet im Zenit der Unordnung und führt zum “neuen“ Bewusstsein, zur Wiedervereinigung und erneuten Gottwerdung aller Bewusstseine, nicht nur der als Mensch verkörperten Bewusstseine.

    Wenn sich in unserer Welt Komplexität entwickelt, müssen wir – im Sinne einer Offenbarung – davon ausgehen, dass Komplexität ein Problem war und sich hier in unserer Welt als Phänomen, gleich einem Schatten, ausbreitet.

    Wieso WAR ? Kann Komplexität nicht als Hinweis angesehen werden, dass Probleme bestehen, ähnlich der GAIA-Theorie, dass dort wo Atmosphären ein hohes Maß an Fluktuation und Dynamik aufweisen Leben vorhanden sein muss ?

    Ist es nicht irgendwie komisch, dass wir Menschen im All nach hochtechnisierten Lebensformen Ausschau halten, die einen hohen technischen Fortschritt ihr eigen nennen und entsprechend als hochentwickelt und intelligent angesehen werden ? Würde das nicht bedeuten, dass diese Zivilisationen noch entfremdeter vom Ganzen wären, als wir es bereits sind ? Eher macht es sogar Sinn, anzunehmen, dass es keiner weiteren Lebensformen bedarf, um den Kosmos hervorzubringen, aber das ist eine andere Geschichte …

    ‚Wie anders als mit einer völlig durchgeknallten Wissenschaft sollte das bewerkstelligt werden.

    Oder anders gefragt: Wie sonst sollte eine derartige Komplexität von Allem realisiert werden können ? Die Wissenschaft misst auf Teufel kommt raus und sammelt Daten. Sie kollabiert Unmengen von Wellen zu Teilchen und sorgt so für ordentliche Verdichtung DES Nebels, den wir als Fortschritt vom Wirklichen, vom Absoluten Bewusstsein, wahrnehmen … und mehr und mehr für das einzig Wahre ansehen.

    Gruß Guido

    • Januar 18, 2013 um 9:52 am

      Zum Thema Daten sammeln:

      Die Festlegung, welche Daten als zu den empirisch zu betrachtenden genommen werden, ist an sich schon eine Konstruktion, die auf einem Konsens von Wissenschaftlern beruht. Und schon sind die Ergebnisse nicht mehr objektiv 🙂

    • federleichtes
      Januar 18, 2013 um 1:22 pm

      „Wenn sich in unserer Welt Komplexität entwickelt, müssen wir – im Sinne einer Offenbarung – davon ausgehen, dass Komplexität ein Problem war und sich hier in unserer Welt als Phänomen, gleich einem Schatten, ausbreitet.“

      Wieso WAR ?“

      Komplexität ist ein Problem, wenn man sie nicht ertragen kann.

      Was macht man, um untragbare Komplexiität erträglich zu machen – man serviert sie häppchenweise. Dafür haben Menschen ein Unbewusstes, hinter dem das Unerträgliche räsoniert wird. Signalisiert das Unter-Bewusstein Ordnungs-Vermögen, „wir können noch ein Häppchen vertragen“, kommt es.

      Es GAB eine Komplexität. Um sie aufzulösen, schuf sich ein Unviersum. Es ist da draußen, es ist Abbild dessen, was im Menschen abläuft.
      Warum sollte er ein Bewustsein entwickeln, wenn nicht für die Beherrschung einer Komplexität, die vorhanden IST

      Noch mal zusammenfassend:
      Komplexität WAR ein Problem, weil sie nicht (auf-)lösbar war.
      Die Komplexität bleibt bestehen, BIS sie aufgelöst werden kann.
      Dies geschieht in einem Prozess
      – der (schrittweisen) Bewusstwerdung der Komplexität und
      – dem Entstehen eines sie beherrshenden Bewusstseins.

      Das Verstehen der EXISTIERENDEN Komplexität ist informativ möglich, energetisch unmöglich.
      Die energetische Konfrontierbarkeit ist, sagen wir mal, auf dem Weg.

      Herzliche Grüße an Euch.

      Wolfgang

  4. Januar 18, 2013 um 1:01 pm

    Kleiner Einspruch, was wenn alle diese Teile zugleich in uns angelegt sind und unsere Umwelt diejenigen wachruft, die wir gerade benötigen. Mag sein, das sie sich in diesem Zeitraum auch entwickelt haben. Aber magisch mit Machtmißbrauch gleichzusetzen, halte ich für typisch europäisch gedacht. Hängt es nicht von der Gesamtkonstellation des Menschen ab, ob er nicht wissenschaftlich nachweisbare Kräfte nur zu seiner Selbstverherrlichung benutzt, weil sie ihn ja letzten Endes damit auch schadet oder wie viele Heiler sie in den Dienst der Gemeinschaft stellen? Ist das archaische Element nicht auch vorherrschend, wenn Menschen durch Meditation eine Satori- (Erleuchtungs-) Erfahrung haben? Ist nicht ein entwickeltes Bewußtsein die Ausgewogenheit seines zeitgemäßen Denkens?

    • Januar 20, 2013 um 10:31 am

      “ Ist nicht ein entwickeltes Bewußtsein die Ausgewogenheit seines zeitgemäßen Denkens?“

      Genau das ist es … jeder Mensch spielt seine eigene Rolle für die gesamte Aufführung des Lebens in dem Maße ideal, wie es die eigenen Möglichkeiten der Ordnung zulassen und die Anforderungen von Unordnung bedürfen. Das Verhalten eines Einzelnen mag, getrennt vom Ganzen, als sonderbar oder sonstwie entartet erscheinen … aber im Zusammenspiel aller Einzelbewusstseine passt es in das Gesamtbild und kann nur als sonderbar erscheinen, weil andere anders erscheinen. Daher macht es eigentlich keinen Sinn ein Bewusstsein in irgendein Maß einzuordnen und in Bestandteile verschiedener Entwicklungsstufen zu unterteilen, denn Bewusstsein ist, wie die Realität selbst, ein fließender, dynamischer Prozess …

      Gruß Guido

  5. federleichtes
    Januar 18, 2013 um 2:19 pm

    Ich selbst denke, dass menschliches Bewusstsein an menschliche Körperlichkeit gebunden ist, das eine geht ohne das andere nicht.

    Ja.
    Aber gibt es DAS Bewusstsein?
    Oder eher eine INSTANZ des Bewusstseins?
    Wie sollte sich Körper-Bewusstsein aus sichselbst heraus entwickeln?
    Braucht es nicht einen vom körper(lichen) getrennten Beobachtungs-Standpunkt?

    Könnten wir nicht auch formulieren:
    Die Körperlichkeit ist an das menschliche Bewusstsein gebunden?

    Nick und das Pferd – das Pferd und Nick. Ist doch keine materielle Addition, sondern zwei miteinander verwobene verschiedene Bewusstseine – wenn ich Dein Beschreiben richtig verstehen konnte.
    Ähnlich geht es uns ja mit den Vögeln. Ähnlich, weil Beruf und Berufung sehr dicht beieinander liegen können. Das muster aber scheint mir gleich: Das Verschmelzen mit nicht-traumatisierten Existenzen, das Eintauchen in REINES Leben, Teilnehmen IN einer perfekten Ordnung.

    In der Vollendung enden alle Fragen, denn das eigene Sein ist einzige Antwort.

    Mag das eigene Sein sich vollendet fühlen beim Eintauchen in DAS Sein? Oder durch das Fühlen, am Werden DES Seins beteiligt zu sein?

    Wir sind gewohnt, in Fragen und Antworten zu „denken“. Auf der reinen Seins-Ebene gibt’s das nicht.

    Dir einen guten Tag.

    Wolfgang

    • Januar 18, 2013 um 10:37 pm

      Ich habe gerade mal wieder einen Artikel von Hans-Dieter Dürr gelesen. Der Mann hat es mit den Quanten drauf.
      Er nahm, wie ich nach weiteren Recherchen gesehen habe, mit der Idee von „Protyposis“ als der kleinsten Quanteninformationen den Faden von Prof. Thomas Görnitz auf. Und da sind wir bei Deinem Bild, dass auch Information nichts anderes ist als Energie.
      Herr DÜrr ist sich wie viele seiner Kollegen aus der Quantenphysik sicher, dass unsere klassischen Naturwissenschaften nicht in der Lage sind, unser Leben zu erklären. Da es keine Materie gibt, aus der Leben entstehen konnte. Sondern leben ist aus der Quanteninformation und Geist entstanden.
      Ein weiterer Ansatz ist, dass aus Materie allein kein Leben entstehen kann. Es braucht die Seele, die dem Lebewesen das Leben einhaucht. Und wenn die Hülle altert und vergeht, dann wandert diese Seele zum nächsten „keim“ und haucht im Leben ein. Das ist allerdings die Idee der Vertreter der alten Veden …
      Was sagt uns das?
      Auch hier: die alten Wissenschaften sollten sich mehr mit den spirituellen Ideen befassen, um DAS Leben besser zu verstehen?

      • federleichtes
        Januar 19, 2013 um 2:13 am

        Lieber Martin,

        ich hoffe, Deine „Worte

        „Und da sind wir bei Deinem Bild, dass auch Information nichts anderes ist als Energie.“

        beziehen sich nicht auf mein „Bild“.
        Eigentlich können sie es nicht, da ich hier hunderte von Sätzen schrieb darüber, dass Information und Energie VÖLLIG verschiedene Ebene sind.

        Grundsätzlich zum Thema mal folgender Text:

        Vorhin erzählten wir Ihnen, daß viele Wissenschaftler heute neben den zwei klassischen Urformen des Kosmos – Masse und Energie – eine dritte sehen, die Ordnung der Struktur. Jetzt müssen wir nachtragen, daß andere gerne das Prinzip „Ordnung“ durch den dahinterstehenden Begriff „Information“ ersetzt sehen möchten, also eine Dreiteilung „Masse/Energie/Information“ vorschlagen.
        Wir, die Autoren dieses Buches, möchten uns da den Informationosophen anschließen, denn wir meinen, daß Ordnung und Struktur in Wirklichkeit erst entstehen, wenn Materie und Information gleichzeitig auftreten, und daß zur Informationsübermittlung häufig auch noch Energie vonnöten ist – aber diese Griffelspitzerei interessiert Sie wahrscheinlich nicht so sehr.
        http://www.kybernetik.lauftext.de/jetzt-gehts-in-die-kurve/von-masse-energie-und-information/index.html
        Ich kenne die Schreiber-Leute nicht, ich googelt nur nach „Information und Energie“ und nahm einen Aufschlag von der ersten Seite.

        Was mich etwas wunderte, dass die Autoren nicht klarer über – für einen Buchdrucker – selbstverständliche Fakten sprechen.

        Nun, ich gebe folgendes zu bedenken.
        Energie ist ein Potenzial.
        Sie erscheint erst durch die Idee, etwas zu gestalten.
        Materie ist Energie, die gestaltet wurde, also Energie UND Information.
        Die Verschiedenheit von Materie ergibt sich durch verschiedene Strukturen. Struktur ist Information.
        Für das Verhalten von Energie und Materie gibt es Regeln. Eine Regel ist eine Information.
        Milch ist Materie. Sie bringt dem menschlichen Körper Energie – durch die in ihr vorhandenen Informationen.
        Der Geschmack der Milch ist eine Information. Sie kann das Bild einer Kuh visualisieren. Eine Kuh ist Materie, informierte, strukturierte Energie. Das Bild von der Kuh ist Information. Die Farbe Weiß ist eine Eigenschaft, die durch Information entsteht. Die Farbe Weiß IST eine Information, weder Energie noch Materie. Sie hat auch keine Masse. Ebenso das Grün des Grases, das die Kuh gefressen hat. Um eine Kuh auf einer Leinwand abzubilden, ist es nicht unangemessen, die nötige Energie durch ein Glas Milch zu generieren.

        Ich denke, ich war ein sehr guter Buchdrucker. Ich denke, ich hätte es bleiben sollen. Manchmal verabscheue ich mich.

        Gruß
        Wolfgang

        Ach, wenn ich auf ein Bild schaue, dringen Informationen in mein System. Wenn sie auf entsprechend informierte Energie treffen, kommt es zu energetischen Re-Aktionen. Die Informationen bleiben erhalten, die Energie verändert sich. Ja, man kann Energie und auch Materie verändern, und auch eine Struktur verändern – durch Information. Das gilt – bedingt – auch für Regeln.

        • Januar 20, 2013 um 12:59 am

          Lieber Wolfgang,
          Du hast natürlich Recht: Energie und Information sind zu unterscheiden! Ich hatte wohl zu tief in die Weinflasche geschaut 😦 und besser nicht mehr geschrieben 😉
          Prof. Thomas Görnitz hat einen weiteren Denkansatz versucht und als Grundquant/kleinsten Informationsquant die Protyposis gefunden. Ich bin noch nicht ganz schlau damit, aber hier schon mal ein Vortrag von ihm:
          http://web.uni-frankfurt.de/fb13/didaktik/Goernitz/ThomasGoernitz290604.pdf
          Bin gleich (in 6 Stunden) zu einem Seminar in München zum Integralen Bewusstsein. Bin gespannt und werde berichten, was das mit mir gemacht hat 🙂
          Martin

  6. Januar 19, 2013 um 5:42 am

    Auch ich möchte ,wie Nick, kurz anmerken, dass die Nabelschau verschiedener Leute,
    dazu gehört auch dieser Herr Rentner von Schering, die ihr ganzes Leben den Mainstream mitentwickelten und förderten, mir ganz schön auf den S…Geisst geht.
    Ja Martin, ich weiss, wohlwollend, aber wenn man 40 Jahre Mist geschaufelt hat, wobei ich den Bauern hier keinesfalls zunahetreten will, denn Mistschaufeln ist sehr ehrenhaft,
    dann sollte man dies nicht öffentlich kundtun und sagen , na ja ich habe Mistgeschaufelt.

    Bringt uns alle irgendwie nicht weiter… so lasst uns weitermachen… ganz lieben Gruß an alle
    Ralph

  7. Januar 19, 2013 um 10:17 am

    Nochmal zur Information. Man lässt sich in der Tat leicht verleiten Energie mit Information gleichzusetzen. Wolfgang hat es sehr anschaulich dargelegt … und mich mittlerweile auch diesbezüglich auf den stimmigen Weg gebracht ;-). Anbei ein Zitat aus einem weiteren lesenswerten Buch:

    “Was In-formation ist: Das Phänomen In-formation. In-formation ist eine feine, quasi augenblickliche, nicht flüchtige und energielose Verbindung zwischen Dingen an verschiedenen Orten im Raum zu verschiedenen Zeitpunkten. In den Naturwissenschaften bezeichnet man solche Phänomene als “nichtlokal“, in der Bewusstseinsforschung als “transpersonal“. Was ihre zeitliche Beständigkeit betrifft, betrachtet man sie als eine Form von Erinnerung sowohl in der Natur als auch in der inter- und transpersonalen Kommunikation.
    Erklärung des Phänomens In-formation. Ob es sich in der Sphäre der Natur oder im Bewusstsein zeigt, die Erklärung des Phänomens der In-formation ist stets diesselbe: Sie ist die Reaktion des als “Quantenvakuum“ bezeichneten kosmischen Plenums auf Dinge und Ereignisse in Raum und Zeit. Alle Dinge und Ereignisse, die sich in Raum und Zeit zutragen, hinterlassen Spuren im Vakuum – das heißt, sie “in-formieren“ es -, und das in-formierte Vakuum wirkt seinerseits auf Dinge und Ereignisse ein – es “informiert“ sie. Die unterschwellige “Formung“ von Dingen und Ereignissen durch Wechselwirkung mit dem Vakuum ist die Ursache für das beobachtete (sonst als sonderbar und anomal zu betrachtende) Phänomen der In-formation.

    Dies ist die “Theorie der In-formation“, keinesfalls zu verwechseln mit dem, was man derzeit als “Informationstheorie“ bezeichnet …“

    Ervin Laszlo – Zu Hause im Universum: Die neue Vision der Wirklichkeit – S. 57

    Informationen sind die Antworten auf alle Fragen des Universums und somit sind Informationen die 3, welche die 6 und die 9 miteinander in Beziehung setzt. Sie sind der Weg, den das Leben wählt, um auf die Unordnung zu reagieren.

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Januar 19, 2013 um 10:53 am

      Ich möchte folgendes ergänzen:
      Wer das VÖLLIGE Verschiedensein von Energie und Information nicht versteht, steht realaitv machtlos „Informierter Energie“ gegenüber. Lässt sichb veranachaulichen mit einer Wand. Sie erscheint massiv unüberwindlich, solange man die Fugen zwischen den Steinen nicht nicht als etwas anderes als Stein interpretiert.

      Komplexität entsteht einerseits energetisch. Sie kann entstehen, weil Informationen das so bestimmen. Sie muss entstehen im Rahmen einer Ordnung, die das problem der Komplexität AUFZEIGEN WILL:

      Ich erinnere auch gerne nochmals an des Wesen des Traumas. Briografische Traumata entstehen durch energetische Informationen. Die Informationen binden solange Energie, bis die Komplexität der Informationen aufgelöst ist.
      Allein an diesem Prozess der Auflösung sollte deutlicher werden können, dass Information nichts ist – ohne Energie, und Energie nichts ist ohne In-Form gebracht zu werden, sprich, in eine Ordnung gezwängt wird, in der eine Absicht wirkt.

      Lieber Guido,
      mir wäre lieber gewesen, du hättest „Idiot“ zu mir gesagt.
      Kommt gleich noch was zum Stand unserer (gesamt)gesellschaftlichen Entwicklung.

      Gruß
      Wolfgang

      Ach, Guido, wie weit bist Du mit dem Verstehen von Materie und Anti-Materie?
      Und – ein Abwasch – wie sieht’s mit Deiner Interpretaton der Hintergrundstrahlung aus?

  8. Januar 19, 2013 um 11:51 am

    Lieber Wolfgang,

    anbei in aller Kürze ein Link zu Pasta und Antipasti, nee, Materie und Antimaterie …

    http://www.gold-dna.de/updatemai.html#up245

    Später kommt noch ein Nachschlag …

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Januar 19, 2013 um 12:16 pm

      Hältst Du es für möglich, dass das „Super-Dingens“ gar nicht mehr im Universum ist, sondern außerhalb?

      Das wäre mein VORschlag: Energtische Phänomene mal zur Hauptsache zu erklären.

      Gruß
      Wolfgang

      PS.
      Wahrschenlich riechst Du den Braten.

  9. Januar 20, 2013 um 10:43 am

    Dr. Martin Bartonitz :

    Lieber Wolfgang,
    Du hast natürlich Recht: Energie und Information sind zu unterscheiden! Ich hatte wohl zu tief in die Weinflasche geschaut :-( und besser nicht mehr geschrieben ;-)
    Prof. Thomas Görnitz hat einen weiteren Denkansatz versucht und als Grundquant/kleinsten Informationsquant die Protyposis gefunden. Ich bin noch nicht ganz schlau damit, aber hier schon mal ein Vortrag von ihm:
    http://web.uni-frankfurt.de/fb13/didaktik/Goernitz/ThomasGoernitz290604.pdf
    Bin gleich (in 6 Stunden) zu einem Seminar in München zum Integralen Bewusstsein. Bin gespannt und werde berichten, was das mit mir gemacht hat :-)
    Martin

    Lieber Martin,

    Danke für die Datei. Sehr lesenswert, allein schon vor dem Hintergrund das Universum als Bildwerdung von (Un)(ter)Bewusstsein anzusehen und jedes einzelne Element als eine Vorstufe von Gedanken und Ideen, Wasserstoff wäre somit das Grundgerüst des Unterbewusstseins und Helium eine Art Isolator, der die Vorstufen vor Vermischung bewahrt. Supernoven, Metropolen und Krebszellen haben, im Sinne eines Gleichnisses, übrigens viel gemein: http://www.gold-dna.de/phi377.html

    Gruß Guido

  10. Januar 21, 2013 um 12:01 am

    Es gibt ja inzwischen mehr und mehr Bereiche, die man mit der Quantentheorie in Verbindung zu bringen versucht … und das nicht ohne Grund. Ich muss mal wieder aus meinem aktuellen Buch der Bücher zitieren:

    “Während die Quantenmechanik unsere Newton-Cartesischen Intuitionen langsam durch nicht-dualistische Intuitionen ersetzt, werden alle Früchte der Trennung ihre Daseinsberechtigung verlieren. Denn selbst wenn die herkömmliche Philosophie recht damit hat, dass Quantenunbestimmtheit und Beobachter-Abhängigkeit keine praktischen Folgen für das Bewusstsein, den Verstand und das Selbst haben, selbst wenn niemand je beweist, dass unsere Materie-Ebene erheblich von der klassischen Beschreibung abweicht, lauert am Grund immer noch eine unversöhnliche Ausnahme von der Behauptung, dass „das Universum genau so ist“. Quantenmechanik gewährt uns eine neue Logik, einen neuen Rahmen des Möglichen, und sei es auch nur über Metaphern. Das eigenständige und getrennte wird nicht mehr die einzig denkbare, die einzig überzeugende Art sein, die Welt zu verstehen.

    Die Quantenmechanik verkündet einen folgenreichen Wandel unserer Intuition, der sich schnell beschleunigen wird, wenn das Versagen der alten Lebens- und Denkweisen zunehmend offensichtlich wird. Genau wie das Regime der Getrenntheit ihrer Apotheose in Newtons und Descartes’ Wissenschaft sowohl die Bühne bereitet hat als auch durch sie bestärkt worden ist, so wird auch die Quantenmechanik die wachsende Erkenntnis unserer Verbundenheit mit einander und der gesamten Natur beschleunigen, was uns wiederum erlauben wird, die tiefgreifenden ontologischen Folgen der Quantentheorie besser zu verstehen. Anders ausgedrückt ist die Quantentheorie sowohl Ursache als auch Wirkung, sowohl Vorbote als auch Symptom eines größeren Bewusstseinswandels.“

    … aus Renaissance der Menschheit … von Charles Eisenstein.

    Entweder … oder. Richtig … oder Falsch. Ja … oder Nein. Alte Denkstruktur des Dualismus.
    Sowohl … als auch. Neue Denkstruktur der Vereinigung.

    Bräuchte das Leben für Alles einen Beleg im Rahmen der Beweisbarkeit, wäre das Leben vor lauter Belag nicht lebenswert.

    Gruß Guido

  1. August 20, 2014 um 2:52 pm

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