Startseite > Bildung, Gesellschaft > Die Kraft der Unterschiedlichkeit – Visions Coaching

Die Kraft der Unterschiedlichkeit – Visions Coaching

Egal ob viel Geld oder wenig bis kein Geld in meiner Börse ist, bleibt immer die Frage, lebe ich eigentlich oder mühe ich mich mehr recht als schlecht durch ein Erleben von Betäubungen durch Bespaßung, um meine Arbeit als milde Krankheit ertragen zu können?

Für Menschen, die sich so erleben und aber eine vage Ahnung haben, dass das vielleicht gar nicht so sein muss, aber nicht genau wissen, wie sie in ein selbstbestimmtes, freudiges Leben kommen, für den könnte das folgende Interview interessant sein, dass ich mit Jörg Brodersen, einem Vision Coach geführt habe.

Die Kraft der Unterschiedlichkeit – Visions Coaching.

  1. Frau Lehmann
    Januar 8, 2013 um 5:45 pm

    Management, Coaching, Supervision etc. – all das mag mich ja auf den Weg bringen, mich besser kennenzulernen. Ich habe aber ein Problem damit, dass suggeriert wird, ich als Einzelner müsse nur meine eigenen Ressourcen erkennen lernen und ich könnte glücklich werden. Ich habe ein Problem damit, mich überhaupt als Ressource zu verstehen. Wofür das alles? Damit ich die wahren Ursachen meines Nicht-Funktionieren-Könnens besser ertragen lerne? An den Widersprüchen nicht zerbreche?
    All das lenkt meiner Meinung nach von den wirklichen Ursachen ab und unterstützt noch dazu die unsägliche Annahme, es liege nur an dem Einzelnen selbst, ob er im System versagt oder stark genug ist, es für sich zu nutzen.
    Ich mache gerade die Erfahrung, das ich nicht stark genug bin, weil es mir nämlich nie in erster Linie um irgendeinen Nutzen geht, sondern darum zu leben und nicht nur zu funktionieren und mein Leben nur noch zu verwalten.
    Bin ich krank, weil ich nicht in der Lage bin, meine eigenen Ressourcen zu nutzen? Bin ich verrückt (also psychisch krank), weil ich mich mit meinen Ansichten und Ansprüchen im Widerspruch zu alternativlos als richtig verkündeten Ansichten und Ansprüchen sehe, weil ich die Entwicklung in diesem Land, so schön sie auch geredet wird, als falsch empfinde?

    Wenn nicht der Grund allen Übels freigelegt wird, helfen auf Dauer keine noch so gut gemeinten und wissenschaftlich begründeten Oberflächenverschönerungen.

    • Januar 8, 2013 um 7:07 pm

      Was ist schon gut oder böse? Die Welt ist wie sie ist, und das wird schon richtig sein. Ich hatte heute mit Kollegen ein Gespräch darüber und sehen die folgende Metapher: Wir sind als Menschheit gerade mitten im Geburtskanal. Das tut allen unterschiedlich weh. Die einen merken kaum etwas bewusst, die anderen finden es unerträglich und schmieren ab. Aber wir müssen durch diese Schmerzen durch, damit wir gut vorbereitet in den nächsten Lebensabschnitt kommen. Bei den Schmetterlingen ist es auch so. Die Raupe muss sich erst vollständig auflöse. Und der Schmetterling muss alle Kraft zusammen nehmen, um sich aus dem Cocon zu kommen. Wird er vorher befreit, ist er nicht ausgebildet und stirbt oder fristet ein urwürdiges Leben.
      Jeder Menschen hat seine eigene Verantwortung darüber, wie er zu leben gedenkt. Er kann sich den Strick nehmen oder er kann sich in die Selbstbestimmung bringen im Rahmen der gerade ausgestalteten Welt bringen. Genau letzteren Prozess unterstützt das Visions Coaching. Und wer in Handlungs- und Denkmustern feststeckt, wird so schnell den Strick nicht in die Ecke werfen und ihn eher immer wieder anschauen.
      Wer aber mit anderen Menschen zusammen daran arbeitet, wie ein Leben nicht nur erträglich sondern freudig gestaltet werden kann, der wird sich aus den alten Mustern befreien können. Ohnmacht wird mit Eigenmacht getauscht.
      Ja, in der Welt gibt es viel Leid und Ausbeutung. Aber es gibt für Jeden einen Weg, sich nicht mehr im Leid festzurennen. In uns allen steckt auch ein Schöpfer. Und da sind Potenziale. Viele von uns haben sie nur noch richtig wahrnehmen können. Und da kann man sich helfen lassen.
      Ich lese gerade das Buch Change or Die: The Three Keys to Change at Work and in Life. Der Autor zeigt gut auf, was es braucht, um sein Leben umzukrempeln:
      1. neue Hoffnung schöpfen. Aus meiner Praxis: in 2011 fühlte ich mich zunehmend ohnmächtig, als ich sah, wie genau unsere Welt tickt und wie die Ausbeutung funktioniert. Anfang 2012 hatte ich mich entschlossen, nach den Projekten zu suchen, die schon das Neue beginnen. Und habe viel gefunden. Das gab mir die Hoffnung, dass es doch noch werden wird.
      2. das Handeln ändern und diese neue Handeln immer wieder üben. Meine Praxis: sich eben nicht von der stinkenden Welt ablenken lassen, indem ich keine Nachrichten mehr in Mainstreamzeitungen lose oder in TV-Sendungen anschaue sondern mit Menschen spreche und mich umgebe, die schon am Neuen bauen.
      3. Das Denken ändern. Meine Praxis: ich habe begonnen, sämtliche Weltbilder auf den Prüfstand zu stellen und zu hinterfragen: Wer sagt das denn? Wozu will er, dass ich das denke? Nun habe ich es leichter, da ich weder einer Partei, noch Kirche oder sonstigen Ideologien oder Religionen verhaftet bin. So habe ich inzwischen eine Vision von einer Gesellschaft, an deren Gestaltung ich im Kleinen genauso wie die vielen Anderen mich beteiligen möchte. Wenn wir alle mit kleinen Taten etwas tun, dann gibt das schnell einen Sturm.
      „Lasse ich es zu, dass ich ohnmächtig bin?“ Hatte Wolfgang schon mal gefragt. Und das muss Jeder für sich entscheiden …
      Danke für Deinen Kommentar und herzlich Martin

      • Frau Lehmann
        Januar 8, 2013 um 9:23 pm

        Danke für Deine Antwort, Martin,
        aber es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber das alles ist mir noch immer zu theoretisch und damit meiner Meinung nach genau nicht Ausdruck einer veränderten Sichtweise, sondern einer, die sich der verinnerlichten Gesellschaftsdoktrin, jeder habe die Möglichkeit, sich individuell zu befreien, bedient. Wir leben aber nicht in einem luftleeren Raum, sondern in vielen kleinen und einer großen Gesellschaft.
        Ich hänge keiner Doktrin an, keiner Religion, ich habe einen sozialen Beruf und mich auf dem Gebiet des, ich nenns mal Persönlichkeitscoaching, fortgebildet. Ich habe Kommunikationsformen, Konfliktlösungs- und Deeskalationstrategien, Persönlichkeitschecks, Entspannungsmöglichkeiten, Selbstschutz usw. gelernt und könnte und sollte das auch anwenden. Ich frage mich aber, wozu und für wen? Was nutzt es mir persönlich z.B., um meine Stärken und Schwächen zu wissen, wenn meine Stärken aber gerade nicht gebraucht werden, wo ich wirke, weil inzwischen auch im sozialen Sektor vor allem Menschen mit Managerqualitäten gebraucht werden statt menschlicher. Nun war ich sicher auf Grund meiner richtig eingeschätzten Stärken einmal „die Richtige“ für meinen Beruf, aber jetzt eben nicht mehr. Jetzt nutzen weder mir meine menschlichen Qualitäten wie Einfühlungsvermögen, kommunikative Fähigkeiten, die Fähigkeit zuzuhören usw. etwas noch dem Gegenüber, weil Fördern und Fordern gleichgesetzt wird mit Strafen oder Sanktionieren statt Motivieren, weil es darum geht, jeden „widerstandsfähig“ zu machen, damit er als Rädchen im Getriebe funktionieren kann (und nicht unter die Räder kommt), damit er sich vielleicht irgendwann frei machen kann, nämlich dann, wenn er im Sinne der vorgegebenen Definition erfolgreich ist (was immer mit Geld/Besitz zu tun
        hat).
        Wir alle sind gesellschaftliche Wesen und unsere indviduelle Entwicklung ist immer gebunden an gesellschaftliche/soziale Rahmenbedingungen. Jeder Mensch versucht, sein Leben sinnvoll zu gestalten. Was der Sinn ist, wird aber nicht nur von jedem selbst bestimmt, sondern auch von den Werten die (vor)gelebt werden und nicht nur gepredigt. Welche Werte sind das heute?
        Ich bin dafür, Menschen stark zu machen und sicher in ihrer Selbsteinschätzung und ihrem eigenen Tun und Fühlen. Wenn wir aber die gesellschaftlichen Bedingungen außer Acht lassen und glauben, es reiche, all die wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Menschen dem Menschen wertneutral zur Verfügung zu stellen, „züchten“ wir uns auch eine Menge hochgebildeter Egomanen, die wissen, wie man die eigenen Ressourcen am besten nur für sich selbst nutzen kann, um Erfolg zu haben. Sie wähnen sich dann frei, wenn sie finanzielle Freiheit haben, und sind doch abhängig, nämlich vom Fetisch GeldD
        Ich sehe das Ergebnis solch einer „Erziehung“ und „Bildung“ tagtäglich und kann und werde das nicht mehr mittragen.

        Ich habe nichts gegen theoretische Überlegungen und Gedankenspiele zur Verbesserung der menschlichen Gesellschaft. Sie sind sogar mehr als notwendig, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie nichts bewirken (und manchmal sogar kontraproduktiv benutzt werden), wenn nicht endlich darüber nachgedacht wird, was getan werden kann, und etwas getan wird, damit all die wichtigen Ieen die derzeit indoktrinierte einzig der Wirtschaft verpflichteten Ideologie überwunden werden kann, und zwar nachhaltig im Sinne einer menschlicheren Gemeinschaft.

        Viele Grüße,
        Cora

        • Januar 8, 2013 um 11:15 pm

          Liebe Cora,
          was die Vision einer anderen Gesellschaft angeht, so scheinen wir schon mal die gleiche Sicht zu haben. Denn so, wie es jetzt ist, darf es nicht weitergehen. Wir haben keine faire Ökonomie und das Konkurrieren auf Teufel komm raus, entzweit uns alle und macht uns immer einsamer (in USA sagen inzwischen 25% der Menschen, dass sie Niemanden haben, mit dem sie über Vertrauliches sprechen könnten).
          Die Frage ist, was jene Menschen machen können, die abgehängt sind. Und da sehe ich das Visions Coaching, das immer im Coworking abläuft, sprich in Erfolgsteams, mit Menschen, die sich vertrauen lernen und gegenseitig in ihren Projekten in zu einem lebenswerteren Schaffen führen. Die über 1.500 Teilnehmer, so sagten mir mehrere Coaches, haben erlebt, wie und dass das Zusammenarbeiten funktioniert und führen das entsprechend weiter. Dieser Spirit transformiert am Ende unsere Gesellschaft weg vom konkurrieren hin zum kooperieren und zu einem nachhaltigen Miteinander, wo es eben nicht mehr um Quartalsergebnisse geht.
          Und was wir dringend schneller heute als morgen tun sollten, die immer weniger werdende Arbeit zur Produktion unserer Bedarfsmittel auf alle umzulegen, so dass sich Niemand mehr nicht gebraucht fühlen muss. Und was wichtig ist: die Coworker können so eine neue Welt neben der alten aufleben lassen und sich gegenseitig in ihren Bedürfnissen unterstützen. Es gibt schon viele Keimzellen, die sich immer weiter vernetzen werden. Wo es nicht mehr um das Profitmachen geht sondern um die notwendige Versorgung des Bedarfs.
          Welche Keimzellen ich meine, da hab ich hier reichlich gesammelt:
          Welt retten? Wo viel Licht ist, ist starker Schatten? Besser wir leuchten die Welt mit guten Beispielen ganz aus …
          Ich wünsche uns Allen, dass wir in diesem Geburtskanal nicht mehr allzulange stecken werden und in Kürze die Geburt einer neuen Ökonomie erleben, bevor sie, die von den Kriegen profitieren, es wieder schaffen, dass wir, die wir eigentlich friedlich leben wollen, aufeinandergehetzt wieder die Bomben auf uns werfen. Langsam sollten wir in der Lage sein zu erkennen, wie diese Mechanismen laufen und das nicht mehr mitmachen.
          Herzlich Martin

      • federleichtes
        Januar 8, 2013 um 9:38 pm

        „Wir sind als Menschheit gerade mitten im Geburtskanal.“
        Das ist nicht für Jeden leicht zu verstehen. Aber:
        1. neue Hoffnung schöpfen.“
        Ja, Augen auf und durch – die Masse der Besserwisser, der Pessimisten, der Krankengeschichtenerzähler, der Nutznießer der Elendsveranstaltung

        Ganz wichtig:
        „Das tut allen unterschiedlich weh. Die einen merken kaum etwas bewusst, die anderen finden es unerträglich und schmieren ab.“
        Klingt bitter, ist aber Realität: Einige sind Opfer.

        „Aber wir müssen durch diese Schmerzen durch, damit wir gut vorbereitet in den nächsten Lebensabschnitt kommen.“
        Das sehe ich auch so, formuliere es nur etwas anders:
        „Wir müssen uns besser vorbereiten, um durch den Schmerz zu kommen“.
        Und frage mal, eher rhetorisch: Warum schreiben wir hier, wenn nicht deswegen.

        Ja, das Handeln ändern. Total wichtig, immer mehr können es, und auch deswegen, um dabei zu helfen, schreiben wir hier.

        Das Denken ändert sich nur durch weniger Angst, folgend mehr bzw. stärkeres und umfassenderes Gefühl. auch bei dieser Entwicklung versuchen wir zu unterstützen.

        Um die Menschen erfolgreich nach vorne zu bringen, gibt es keine Patentrezepte. Das MUSS man wissen. Darum kann ich es nur begrüßen, wenn Martin einen „Knochen“ nach dem anderen Ausbuddelt. Nach dem Gesetz der Serie KANN da jeder mal zuschnappen und „AHA“ sagen.

        Einerseits stimme ich Frau Lehmann zu – es gab einen klaren Daumen. Andererseit ist das Coaching nichts anderes als die Knochen von Martin: Kein Patentrezept, aber ein weiterer hilfreicher, zumindest Wohlwollender Geist, der nicht im und nicht direkt gegen das System wirkt. Bravo!

        Rein pragmatisch gesehen, das muss ich auch mal klar sagen, bin ich relativ hilflos. Ich bin gegen „Zwangsernährung“ in dem Sinne, Menschen auf die andere Straßenseite zu manipulieren. Ich lehne den Einsatz von Geld ab, um Projekte auf den Weg zu bringen. Ich lehne direkte soziale Dienste an Menschen ab, die einen von mir nicht zu leistenden zeitlichen Aufwand erfordern und zudem der Erfolg in den Sternen geschrieben steht. Also hilflos, weil ich meine Möglichkeiten und Grenzen kenne.

        Allen einen guten Abend.

  2. Januar 8, 2013 um 5:50 pm

    Leider kann man nur einmal einen Daumen-hoch abgeben. Ihr Kommentar, Frau Lehmann, hat mehr Daumen verdient …

    Liebe Grüße
    Guido

    • Frau Lehmann
      Januar 8, 2013 um 9:24 pm

      Danke für nicht nur den „Daumen“, Guido.

      Cora

  3. Januar 9, 2013 um 5:20 am

    Lieber Martin, liebe Cora,
    Coaches hier und coaches da,
    Der Coach ist die Fortentwicklung der Freud’schen Cautsch !!!
    (autsch, ich weiss nicht mal mehr wie Kautsch geschrieben wird.

    Es klingt spassig ist aber sehr ernst gemeint.
    In unserer Gesellschaft gibt es mehrere Berufsgruppen die überdimensioniert wachsen.
    Juristen, (der Markt ist so gesättigt, dass die sogar schon im untersten Jobcenterbereich arbeiten müssen,)
    Coaches und Unternehmensberater, personzentrierte Heilpraktiker,
    kurz soviele Hilfsbedürftige kanns gar nicht geben, wie Hilfsangebote da sind.

    Das Schöne, auch die Blogger wachsen überdimensioniert:-)

    ungecoachte Grüße an alle
    Ralf

    • Januar 9, 2013 um 8:36 am

      Da 80% der Berufstätigen nicht an dem arbeiten, was sie wirklich, wirklich wollen, gäbe es genug zu tun, ihnen auf ihrem Weg in ein anderes Er-leben zu unterstützen. Der Visions Coach hat dabei das wenigste zu tun!
      Die Titel lautet ja auch : die Kraft der Unterschiedlichkeit. Sprich, es ist das Prinzip des Coworkings mit Anderen, das hier zum Wirken kommt. Der Coach bietet die Umgebung und ein wenig den Einstieg in den Prozess. Es ist also völlig anders, als wir es von einer typischen Beratung her kennen. Daher sind die Preise auch völlig anders.
      Einen wirksamen Tag, Martin

  4. Januar 9, 2013 um 12:03 pm

    Zufall? Wurde mir gerade auf Facebook zum Thema „Wir gestalten uns unsere Welt jeden Tag erneut wieder selbst“ zugespielt:

  5. federleichtes
    Januar 9, 2013 um 12:36 pm

    Frau Lehmann’s Satz, der mich am tiefsten berührte:

    „Was nutzt es mir persönlich z.B., um meine Stärken und Schwächen zu wissen, wenn meine Stärken aber gerade nicht gebraucht werden, wo ich wirke, weil inzwischen auch im sozialen Sektor vor allem Menschen mit Managerqualitäten gebraucht werden statt menschlicher.“

    Darin stecken mir drei Ansätze.
    1. Nicht mehr gebraucht werden.
    (ein sozialer Des-Integrationsprozess)

    2. Eine Verschiebung der Arbeitsqualität von Wärme zur Kälte.
    (oder von der Flexibilität zur Starre)

    3. Eigene Stärken schwächen zu lassen
    (sie – mehr oder weniger – der Selbstnutzung entziehen)

    Offensichtlich gibt es in ihrem „Kern“ unterschiedliche Menschen. Die Einen müssen und wollen nehmen – die Anderen müssen und wollen geben. Weil sie meinen, nur aus dem Geben oder Nehmen heraus existieren zu können. Dienen-Wollen und Bedient-werden-Müssen sind sehr unterschiedliche Ideen für Existenz. Die Verschiedenheit wird klarer in der Betrachtung des Dienen-Müssen und Bedient-werden-Wollen.

    Vielleicht liegt in der Auflösung des Konflikts zwischen Geben und Nehmen der Schlüssel für den Eintritt in das Reich der Selbst-Herrschaft.

    Allen einen von zwanghafter Leistung befreiten Tag.

    Wolfgang

  6. federleichtes
    Januar 9, 2013 um 1:39 pm

    Die Kraft der Unterschiedlichkeit

    Ich plapper mal drauf los.
    Im Gesellschafts-System können, dank ihrer Macht, offensichtlich-offenbarwerdend zwei Kräfte wirken. Chaos und Ordnung. Deren Ursache-Wirkungs-Verhältnis ist nebulös, weil sowohl Chaos Ordnungskräfte hervorrufen, als auch Ordnungsbestrebungen Chaos verursachen kann.
    Befreien wir uns mal aus dem täglich erscheinenden Nebel und postulieren das Chaos als Auslöser für das Notwendig-Werden von Ordnung (Chaos kann nicht aus einer Ordnung entstehen!) – und reflektieren das Wesen des Lebens in uns hinein. Dann erkennen wir unser Chaos und unsere Ordnung für UNSERE Existenz. Daneben erkennen wir eine weitere Ebene unserer Aufmerksamkeit: Das Chaos und die Ordnung der Welt. Damit beginnt eine subjektive Bewertung der DYNAMIK. Die Einen empfinden!, zu wenig Chaos – zu viel Ordnung, die Anderen empfinden!, zu viel Chaos – zu wenig Ordnung.

    Mit der Bewertung entstehen Absichten: Sich entweder für die Vergrößerung des Chaos oder für eine Verringerung des Chaos her-zu-geben.
    Im Schlachtgetümmel entgleitet uns leicht die Sicht auf das Wesentliche. Es besteht aus drei Erkenntnissen:
    1. Je stärker wir für Chaos oder Ordnung kämpfen, je extremer (qualitativ + quantitativ) entwickelt sich das Chaos.
    2. Die REal-Entwicklung des Chaos besteht – lediglich – aus der Differenz zwischen Chaos-Kräften und Ordnungs-Kräften.
    3. Ganz gleich, WO wir uns in diesem Kampf positionieren und wie STARK wir kämpfen, ändert das nichts daran, dass das Chaos wächst.

    Es gibt nur eine klare Positionen in diesem „Kampf“: Das Chaos. Es ist personifiziert und institutionalisiert. Dagegen scheinen die Ordnungskräfte eher als ein Massenphänomen zu wirken.
    Zu dieser globalen gesellt sich eine persönliche Sicht. Ich beobachte, wie Menschen wie ein Spielball vom Chaos in die Ordnung und wieder zurück getreten werden; sie re-agieren. Schauen wir genauer auf das Spielfeld, entdecken wir einen kaum beachteten Punkt: Den Mittelpunkt.

    Und nun die Frage:
    Was erlebt der Mensch, der sich GENAU zwischen den polaren Mächten des Chaos und der Ordnung befindet? Empfindet er dort die Macht, die das „Spiel von Chaos und Ordnung“ kontrolliert?
    Was wäre, wenn Menschen und immer mehr Menschen sich BEWUSST dem Kampf entziehen könnten. Und sich nicht mehr hin-und-her treten lassen? Verliert sich dort die Angst vor der Niederlage? Und lässt Liebe erscheinen?

    War mir ein paar Zeilen wert, klarer zu erkennen: WIE wird Mensch stärker, ohne kämpfen zu müssen.

    Kampflos zum Sieg?

    Gruß
    Wolfgang

  7. Januar 9, 2013 um 2:48 pm

    Unsieg, lieber Unsieg, lieber Wolfgang,
    nur mal so aus dem STEHGREIF wider vortrefflich vorwärtsgeschritten,
    wow

  8. Januar 9, 2013 um 4:05 pm

    Denkanstößig:

    Was noch fehlt dabei ist, dass die Produktion nachhaltig wird und Müll wieder in den Kreislauf geht. Und wenn sich etwas ändert, Menschen wieder einen neuen Platz finden, freiwillig etwas beitragen zu könne, ohne dabei das Gefühl der Ausbeutung zu haben …

  9. Januar 9, 2013 um 7:00 pm

    Und hier kommt noch was Ähnliches hinterher:

    Träumen, Planen, Handeln, Feiern – Dragon Dreaming

    Eine Methode für erfolgreiche Projekte für den großen Wandel

    Wir erschaffen als Menschen unsere Realität gemeinsam. Das bedeutet auch, dass wir nur gemeinsam den Weg aus Umweltkrise, Wirtschaftskrise und Sinnkrise hin zu einer neuen Ebene des Miteinanders auf diesem Planeten finden können. Wir können die Krise nutzen als Ansporn für unseren Lernprozess als Menschheit, hin zu einem tieferen Mitfühlen, zu mehr Kooperation und miteinander und mit dem Leben.

  10. Januar 12, 2013 um 6:26 am

    Lieber Martin,
    2 und 2 ist 4 widdewiddewidd, aber eben nicht immer
    Auch ich habe Dragon Dreaming am Morgen entdeckt, wusste aber, Du würdest es hier reinbringen. Klingt TOLL.

    Die Kraft der Unterschiedlichkeit
    Im Gesellschafts-System können, dank ihrer Macht, offensichtlich-offenbarwerdend zwei Kräfte wirken. Chaos und Ordnung. Deren Ursache-Wirkungs-Verhältnis ist nebulös, weil sowohl Chaos Ordnungskräfte hervorrufen, als auch Ordnungsbestrebungen Chaos verursachen kann.
    Befreien wir uns mal aus dem täglich erscheinenden Nebel und postulieren das Chaos als Auslöser für das Notwendig-Werden von Ordnung (Chaos kann nicht aus einer Ordnung entstehen!) – und reflektieren das Wesen des Lebens in uns hinein. Dann erkennen wir unser Chaos und unsere Ordnung für UNSERE Existenz. Daneben erkennen wir eine weitere Ebene unserer Aufmerksamkeit: Das Chaos und die Ordnung der Welt. Damit beginnt eine subjektive Bewertung der DYNAMIK. Die Einen empfinden!, zu wenig Chaos – zu viel Ordnung, die Anderen empfinden!, zu viel Chaos – zu wenig Ordnung.

    Anmerkung Martin: ich habe Deinen tollen Text hier als eigenständigen Artikel gebracht, gerne zur weiteren Überarbeitung 🙂 : Vom subjektiven Kampf der Ordnenden und Chaoten

    Ein wunderschön liebreizendes Wochenende wünscht Ralf

  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: