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Vom Parasitentum des Geldsystems, dem Tausch nur willkürlich bewertbarer Waren und dem Schenken …

Dieser Artikel wurde auf Wunsch des originären Autors wieder gelöscht. Ebenso seine Kommentare.

Ich respektiere seinen Wunsch.

Die noch vorhandenen Kommentare sind daher nicht unbedingt verständlich …

  1. federleichtes
    Januar 4, 2013 um 4:11 pm

    Der Einstieg in Dein neues Thema fiel mir nicht ganz leicht, lieber Bernhard. Ich versuche es mal über das Parasitentum, was mir durch unsere Naturwege natürlich nicht ganz fremd bleiben konnte. Was Wikipedia zu sagen hat, ist mir mangelhaft: Mücken und Bettler sind keine Parasiten, sondern Teil einer funktionierenden Ordnung.

    Das Zinssystem ist parasitär – leistungslose Einkünfte zu Lasten von Arbeitenden und Verbrauchern.
    Das Erb-System ist parasitär – leistunslose Einkommen zu Lasten der Gemeinschaft.
    Das System Staat ist parasitär, weil es seine Leistungen aus sich selbst heraus notwendig macht.

    Parasitentum wird erst möglich durch die Aneignung fremden Eigentums. Im Staatswesen funktioniert das über die Zwangsbesteuerung, in Unternehmen durch das Abfließen der Gewinne weg von denen, die sie erwirtschafteten – UND denen, die sie über die bezahlten Preise entstehen ließen.
    Im Grunde liegt das Parasitentum auch im „normalen“ zivilisierten Menschen. Indem er die Leistungen der Natur ohne eigenen Aufwand nutzt, kommt er in einen Situation, sie beherrschen und nach Belieben ausbeuten und zerstören zu können.

    Langsam kommen wir näher an den Kern. Das Parasitentum, über das wir sprechen, erpresst die Leistungen des Wirts (produzierende Menschen) mit den Leistungen des Wirts. Indem es einen Teil dessen, was es abpresst, dafür verwendet, noch sicherer UND noch mehr an Leistungen abpressen zu können. Parasitärer Geist, wie er im Menschen verkörpert ist, will nicht nur existieren, sondern er will wachsen, und zwar solange, bis er ohne den Wirt existent IST.

    Damit bin ich, sorry, wieder beim Bösen, dem alles Verschlingenden, dessen Wirken in die Nicht-Existenz alles Anderen führen muss. Auf dem Weg befindet sich die Menschheit. Seit gestern? Seit dem Kalten Krieg? Oder seit Beginn der Zeit?
    Gestern las ich vom Zusammenbruch der deutschen sozialen Systeme; zuerst sollen die Renten dran sein. Mal sehen, ob das der erste Schritt in eine geldlose Gesellschaft – ohne Parasiten – ist

    Herzliche Grüße an Euch.

    Wolfgang

  2. maretina
    Januar 5, 2013 um 12:03 am

    Mehrere Gesichtspunkte die sich an der Stelle in meinen Augen eröffnen.
    Schau ich mir die Sozialsysteme an beruht ja ihre Entstehungsgeschichte im Grunde genommen auf der Trennung des Menschen vom natürlichen Kreislauf, seinem Herausgerissenseins aus einer funktionierenden sozialen Gemeinschaft, die von der Anzahl ihrer Mitglieder her in der Lage war Lebensbedürfnisse des Einzelnen zu befriedigen, sich durch Arbeitsteilung gegenseitig zu entlasten und zu unterstützen.

    Lasst Euch doch mal auf der Zunge zergehen wie das heute sich so gestaltet wenn es da ein älteres Familienmitglied gibt, das der Pflege bedarf. Pflegen Angehörige wird ihnen von der Pflegekasse die Hälfte des Pflegesatzes ausgezahlt, der an professionelle Pflegedienste fließt.( Die brauchen das Geld in der Höhe, denn für die Pflegekräfte müssen ja die Beiträge zur KV, AV und Pflegeversicherung gezahlt werden.) Hat einen Mangel an persönlicher Absicherung des pflegenden Angehörigen zur Folge. Also geht Anghöriger lieber arbeiten und passt auf die Kinder anderer Leute auf, die es sich auch nicht leisten(?) können sich um die eigenen Kinder in angemessener Quantität zu kümmern, denn es entgeht ihnen… s.o.
    Schizophren der ganze Laden…..

    „Was ist ein Bankraub gegen die Gründung einer Bank?“ B.Brecht
    Bankräuber ist ein ehrlicher Beruf. Die Sache ist klar, die Beweggründe auch, da wird nichts vertuscht und verschleiert, hier meine ich die Handlung als solche. Er holt sich doch i.d.R nur zurück was ihm vorher auf hinterlistige Art und Weise geraubt wurde….Wenn es auch nur das Trennmittel zwischen Erzeugung und Nutzen ist.

    „Die Leistungen der Natur ohne eigenen Aufwand nutzen“. Meiner Interpretationslust öffnet sich an der Stelle Tür und Tor. Wie meinst du das? Denn Aufwand im Sinne von Energieeinsatz ist immer.

    Liebe Grüße
    Martina

    • Januar 5, 2013 um 12:44 am

      Es geht doch immer wieder darum, durch künstlich erschaffene Erwerbsarbeit einen künstlich geschaffenen Wert (Geld) zu erlangen um künstlich erzeugte Bedürfnisse zu befriedigen, die uns von künstlich erzeugten Bildern/Botschaften (Werbung) vorgegaukelt werden. Und die meisten sind im künstlichen Koma und merken gar nicht, dass das alles mit Leben, Erleben, Lebendigsein, mit Natur rein gar nichts mehr zu tun hat.

      Hieß es nicht schon immer „wer keine Arbeit hat, der macht sich welche sucht sich einen Job“? Grrrrrrrrrrr.

      Susanne

      Sehet die Vögel des Himmels an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in Scheunen, Mutter Erde ernährt sie.

    • federleichtes
      Januar 5, 2013 um 2:11 am

      „Im Grunde liegt das Parasitentum auch im “normalen” zivilisierten Menschen. Indem er die Leistungen der Natur ohne eigenen Aufwand nutzt, …“

      Ohne die Leistungen der Natur wäre der Mensch nicht existenzfähig – es sei denn, er fliegt in einem Raumschiff (keine schlechte Idee für eine Zukunft der Parasiten). Den ersten Atemzug kann ein Baby tun, weil die Natur dafür sorgte. Klar, als Radfahrer denke ich, die Autofahrer sorgen für meine Luft – besonders danklbar bin ich Mopedfahrern an Steigungen, wenn ich tief durchatmen muss.
      Natürlich ist die Natur sehr unvollkommen. Es wachsen wunderschöne Blumen vollkommen unnütz, niemanden interessiert’s, Beeren wachsen, die nur Vögel essen können, so ein Quatsch, und es gibt keine Sträucher, an denen Iphones wachsen.

      Vor allen Dingen aber benehmen sich Menschen, nachdem sie zivilisiert wurden, wie in einem schlechten Affentheater – Devolution: Der Mensch als degenerierter Affe? Vegetiert unter der Herrschaft von Psychopathen und Verbrechern und geifert nach Arbeit. Wenn ich nicht wüsste, das es sein muss und warum es sein muss, schriebe ich hier kein Wort.

      Und weil ich gerade mal dabei bin. Gerne argumentieren die Menschen, es würde nichts bringen, wenn sie sich vernünftig/er verhalten. Wären sie doch nur etwas selbstsüchtiger. Diese Eigenschaft ist zwar ein Stück vom echten Selbst-Bewusstsein entfernt, könnte aber die dafür nötige Selbst-Besinnung fördern und ein Ego entstehen lassen, das liebenswert-orientiert zu agieren beginnt.

      Damit kein Misverständnis entsteht, Martina: Meine Unmuts-Sätze reflektieren nicht Deinen Beitrag.

      Liebe Grüße von uns beiden.

      Wolfgang

      • maretina
        Januar 5, 2013 um 2:24 pm

        Lieber Wolfgang, liebe Susanne,

        hab ich so auch nicht verstanden.
        Manchmal bin ich gerne nicht so ernsthaft 😉
        Und da ging mir an dieser Stelle “Die Leistungen der Natur ohne eigenen Aufwand nutzen” doch ganz pragmatisch der Gedanke durch den Kopf, dass Rohkost nicht so mein Ding ist….;-)

        Es grüßt Euch ganz herzlich eine überzeugte
        Radfahrerin und Waldläuferin.
        (Dazu geworden als Nichts mehr ging.)

        • federleichtes
          Januar 13, 2013 um 12:02 am

          Ja, das passt ALLES.
          Dürkheim spricht von „notwendigen Schicksalsschlägen“, um das Ego-Selbst zu öffnen für die Welt des Seins.

          Gelegentlich erlaube ich mir mal einen biografischen Rückblick und wundere mich (immer wieder), mit welcher Gelassenheit ich die „Schläge“ relativierte und transformierte. Ja, in der Sache bin ich ein Talent. Allerdings hielt ich die andere Wange nicht hin – aber ich zog sie auch nicht weg.

          Bereits vor einigen Jahren stellte sich mir die Frage, ob ich dieses Leben noch einmal führen würde. Damals ein klares „Ja“, heute ein klares „Ja“. Allerdings unter der einschränkenden Bedingung, gleich mit einem Doktortitel geboren zu werden.

          Nichts geht mehr – und dann geht plötzlich Alles.

          Danke für Deinen netten Brief, eben erst gefunden.

          Liebe Grüße an Euch beide.

          Wolfgang

  3. Bastian Wilkat
    Januar 5, 2013 um 12:01 pm

    Hallo Bernhard,

    in Bezug auf die Wertigkeiten eines Tausches angeht, würde ich nicht von Willkür sprechen. Es kann keinen objektiven Wert für irgendetwas geben. Das klassische Beispiel ist doch ein Beduine, der kurz vorm verdursten ist. Er würde sicher alles was er hat für einen Liter Wasser geben, weil es ihm im diesem Fall so viel wert ist. Dass ihm in der Realität die wenigsten wegen eines Liters Wasser sein Hab und Gut abnehmen steht auf einem anderen Papier.

    Es sind immer subjektive Wertigkeiten. Jeder Mensch hat ja andere Vorstellungen von gut/schlecht – wertvoll/wertfrei.

    Du baust Orangen an und ich Zitronen. Du gibst mir eine Orange für eine Zitrone, weil der Wert einer Orange für dich niedriger ist als der einer Zitrone. Bei mir ist es umgekehrt. Das ist nicht willkürlich, sondern jeder von uns beiden freut sich drüber.

    Guter Beitrag!

    Bastian

  4. Januar 5, 2013 um 3:52 pm

    Hallo in die Runde, mal ein paar Bemerkungen aus meiner Sicht dazu. Machen wir nicht einen Fehler, wenn wir hier völlig „uneigennützig“ die Guten ins Töpfchen und Schlechten ins … spielen? Wir befinden uns, jeder wie auch die menschliche Spezies im Allgemeinen, auf einem Entwicklungsweg der sowohl positive als auch negative Auswirkungen, Folgen, mit sich bringt. Ich gehe davon aus, das die meisten Erfindungen, die der Mensch gemacht hat, aus einer positiven Grundeinstellung entstanden sind und er früher wie heute die negativen Folgen nicht berücksichtigte oder außer Acht ließ.

    Es ist schon bewundernswert, das wir alte soziale Systeme heranziehen, ohne einen Aufschrei von Ungleichbehandlung und Diskriminierung! Wenn wir was verändern wollen, dann für alle, ohne Rücksicht auf Verluste oder um es deutlicher zu sagen ohne die Einsicht zu fördern. Wir bewegen uns wie der arme Ritter, der gegen Windmühlen antrat, heute in einen Minenfeld der Individualitäten. Wir kämpfen gegen das Geld, gegen Parasiten usw. und bemerken nicht, das das Problem in uns selbst steckt. Wir trennen zwischen dem zivilisierten Menschen (soll mir mal einer erklären, was das sein soll), Indigenen Völkern und der Natur. Ist es nicht alles Natur (natura = entstanden, geboren worden)? Sollten wir nicht lieber den Tunnelblick aufgeben und nicht immer tiefer gedanklich in Dinge vergraben, die nicht in unserer Macht stehen?

    Ist es nicht der Wunsch des Menschen schon seit dem Beginn seiner Existenz, es besser, leichter zu haben? Wie anders soll das biblische Bild von der Vertreibung aus dem Paradies sonst interpretiert werden? Spiegelt es nicht eindeutig die zwei Seiten der Medaille wider, das alles Vor- und Nachteile zur gleichen Zeit hat. Wollen wir alle zurück zur Kultur indigener Völker, denn auch dort sind Völker untergegangen, oder lieber den Versuch unternehmen uns in der heutigen Natur besser zurecht zu finden.
    Ich hatte die letzten Tage einen regen Gedankenaustausch mit meinen Kindern und Enkeln, wir führen ihn noch, und mußte feststellen wie schwierig es für sie ist, sich in dieser Welt zurecht zu finden. Ich weiß nicht ob es nur an den Menschen liegt, das sich die Welt in den letzten Jahrzehnten so rasant verändert hat, aber es liegt auf der Hand, das es immer schwieriger wird für sich selbst ein ausgewogenes Verhältnis zwischen z.B. Aktion und Reaktion herzustellen, was ich für die Ursache vieler Komplikationen (Krankheiten) halte.

    Wir reißen Grenzen nieder und haben vergessen, das alles einer natürlichen Grenze bedarf. Wir sollten aus diesen Erfahrungen lernen und für uns daraus Schlußfolgerungen ableiten. Eine Welt in der es nur Gutes gibt, wie man das auch immer definieren will, würde aus dieser Sicht den Kampf um die Existenz negieren, der aber der Natur, zu der WIR gehören, innewohnend ist. Spirit ist ein langer Weg und es ist wichtig, das er weitergegeben wird.
    Viele Grüße Mike

  5. Januar 6, 2013 um 7:24 pm

    Ist mir gerade zugelaufem, ein Online-Buch in Englisch darüber, wie es auch ohne Geld geht:

    The moneyless manifesto

    That we need money to live – like it or not – is a self-evident truism. Right? Not anymore.

    Drawing on almost three years of experience as The Moneyless Man, Mark Boyle not only demystifies money and the system that binds us to it, he also explains how liberating, easy and enjoyable it is to live with less of it.

    In this book, Mark takes us on an exploration that goes deeper into the thinking that pushed him to make the decision to go moneyless, and the philosophy he developed along the way. Bursting with radical new perspectives on some of the vital, yet often unquestioned, pillars of economic theory and what it really means to be ‘sustainable’ – as well as creative and practical solutions for how we can live more with less – Boyle offers us one of the world’s most thought-provoking voices on economic and ecological ideas.

    Mark’s original, witty style will help simplify and diversify your personal economy, freeing you from the invisible ties that limit you and making you more resilient to financial shocks.

    The Moneyless Manifesto explores why making the transition beyond monetary economics is becoming the zeitgeist of the Occupy generation, and how you can participate in the world’s only booming economy – the gift economy.

    • Januar 11, 2013 um 11:23 am

      Dieser Verzicht auf das Geld gelingt umso besser, je mehr man sich von künstlichen Abhängigkeiten entfernt und sich den natürlichen zuwendet, was nicht weiter verwundern dürfte.

      Gruß Guido

  6. Januar 11, 2013 um 10:30 am

    Weiterer Denkanstoß:

    Schuld und Schulden gehören zusammen, weshalb auch die Begriffe der Moral und der Ökonomie nicht voneinander zu trennen sind. Was daraus folgt? Schulden stehen nicht, wie Adam Smith und andere es wollten, einfach auf der Soll-Seite der unbestechlichen doppelten Buchführung. Sie sind auch nicht bloß der gerechte Fluch über jene, denen das Wasser bis zum Hals steht. Schulden sind immer schon ein Produkt der Kultur – eine Setzung, eine Behauptung, ein Instrument der Macht.

    gefunden in: David Graeber und die verlorene Wette auf die Zukunft

    Das Buch: Schulden: Die ersten 5000 Jahre

    • federleichtes
      Januar 11, 2013 um 11:05 am

      Schuld ist die subjektive Bewertungsebene für eine objektive Fehl(er)leistung.
      Wie sollte man einen allgemeinen Fehler finden und beheben können durch das Mitwirken von Identitäten, wenn nicht über die Idee (Geist), sie persönlich sich mit dem (allgemeinen) Problem zu identifizieren. Wenn das ohne die VORstellung von Schuld (im geistigen System) gegangen wäre, wäre das anders programmiert worden !!!

      Auch hier sehen wir wieder die Verknüpfung DEINER Themen und wie schnell sie belebt werden und ein umfassenderes, grundsätzlicheres Bewusstsein erschaffen.

      Ich geh dann mal.
      Wolfgang

      • maretina
        Januar 12, 2013 um 4:23 pm

        Genau Schuld wurde implementiert. Auch unser Begriff eines Fehlers ist mindestens hinterfragenswürdig. Ist doch eigentlich nur eine aus mehreren Möglichkeiten ausgewählte Handlungsweise, die dem Handelnden in dem Moment subjektiv richtig schien. Der Weg gestaltet sich daraufhin anders, nicht wie gewünscht. aber es ist immer noch ein Weg.
        Fehler und Schuld sind im Grunde nicht existent.
        Auszug oben rechts hier auf dem Blog 😉
        „Löse die Stränge der Fehler, die uns binden, wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.“
        und noch ein anderer Hinweis
        „Die meisten von uns sind ihr Leben lang von einem Wust von Projekten, Erwartungen und Plänen für die Zukunft eingenommen sowie von Bedauern, Schuldgefühlen und Scham im Hinblick auf die Vergangenheit. In die Gegenwart zurückkehren bedeutet, dem Konflikt ein Ende setzen.“.

        Liebe Grüße
        Martina

  7. Januar 11, 2013 um 12:25 pm

    Mit Blick auf die „Eliten“ in Worten, die über 300 Jahre alt

    : „… also werden die Tyrannen, je mehr sie rauben, je mehr sie heischen, je mehr sie wüsten und wildern, je mehr man ihnen gibt, je mehr man ihnen dient, um so stärker und kecker zum Vernichten und alles Verderben; und wenn man ihnen nichts mehr gibt, wenn man ihnen nicht mehr gehorcht, stehen sie ohne Kampf und ohne Schlag nackt und entblößt da und sind nichts mehr; wie eine Wurzel, die keine Feuchtigkeit und Nahrung mehr findet, ein dürres und totes Stück Holz wird.“

    Woher nimmt er so viele Augen, euch zu bewachen, wenn ihr sie ihm nicht leiht? Wieso hat er so viele Hände, euch zu schlagen, wenn er sie nicht von euch bekommt? Die Füße, mit denen er eure Städte niedertritt, woher hat er sie, wenn es nicht eure sind? Wie hat er irgend Gewalt über euch, wenn nicht durch euch selber? Wie möchte er sich unterstehen, euch zu placken, wenn er nicht mit euch im Bunde stünde? Was könnte er euch tun, wenn ihr nicht die Hehler des Spitzbuben wäret, der euch ausraubt, die Spießgesellen des Mörders, der euch tötet, und Verräter an euch selbst? Ihr säet eure Früchte, auf daß er sie verwüste; ihr stattet eure Häuser aus und füllet die Scheunen, damit er etliches zu stehlen finde; ihr zieht eure Töchter groß, damit er der Wollust fröhnen könne; ihr nähret eure Kinder, damit er sie, so viel er nur kann, in den Krieg führe, auf die Schlachtbank führe; damit er sie zu Gesellen seiner Begehrlichkeit, zu Vollstreckern seiner Rachbegierden mache; ihr rackert euch zu Schanden, damit er sich in seinen Wonnen räkeln und in seinen gemeinen und schmutzigen Genüssen wälzen könne; ihr schwächet euch, um ihn stärker und straff zu machen, daß er euch kurz im Zügel halte: und von so viel Schmach, daß sogar das Vieh sie entweder nicht spürte, oder aber nicht ertrüge, …

    Fundstelle: Étienne de La Boëtie, Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen

    Und wer gerne ein Buch in den Händen hält: Von der freiwilligen Knechtschaft, gilt als wegweisend für die modernen Theorien über die Freiheit des Individuums. Sein Begriff von Freiheit prägte die Philosophen der Aufklärung ebenso wie emanzipatorische Gesellschaftskritiker im 19. oder anarchistische Theoretiker im 20. Jahrhundert.

  8. antin
    Januar 23, 2013 um 12:51 pm

    Geld ermöglicht Tauschprozesse in anonymen Großgesellschaften.
    Geldkapital ist Anspruch an die Gesellschaft, dem Eigentümer Leistungen zu erbringen. Geld zur Verfügung stellen ist damit eine indirekte Leistung.

  9. Januar 24, 2013 um 11:06 pm

    Hier kommt der Vollständigkeit-halber noch ein Kommentar, den ich in Facebook zur Entgegnung der Zinskritik gefunden hatte:

    Kapital ist nichts anderes, als vorgeleistete Arbeit, die aufgehoben wird, um sie später zu benutzen. In seinem Buch €-Poker – ein Ex-Banker packt aushttp://www.facebook.com/pages/Euro-Poker-Ein-Exbanker-packt-aus/ 463985643637394? ref=ts&fref=ts hat Bankvorstand a. D. Hans-Werner Lange das Beispiel vom Italiener, der im Sommer Speiseeis macht, wo er keinen Pulli braucht, und im Winter, wenn er ihn bräuchte, keinen bekommt, weil keiner Speiseeis will. Im Gegenzug bekommt der Schäfer kein Eis, weil der Italiener im Sommer keine Wolle braucht. Geld ist die Ersatzware, die die Leistungen bemessen hilft und mit dem man seine Leistungen aufheben und transportieren kann. Geldwirtschaft und Warenwirtschaft sind keine Gegensätze, Geld ist als Maßstab und Aufbewahrungsmittel Teil der Warenwirtschaft, eine Ersatzware, die allgemein anerkannt sein muss, daran scheitern solche Kleinwährungen.

    Auch falsch ist die Vorstellung, dass auf der einen Seite das Geld steht, auf der anderen Seite die Schulden und die Schulden durch die Zinsen immer das Geld übersteigen und deshalb in die Zinsknechtschaft führen. Dabei wird der Warenteil übersehen. Wer Geld aufnimmt, legt das ja nicht in den Kasten und lässt die Zinsen aufwachsen, sondern er schafft damit etwas, zum Beispiel ein Haus. Und das Haus (das ihm die Miete spart) steht zusammen mit dem Geld der Gesamtschuld aus Schuld + Zins entgegen.

    Das Problem sind die Störungen, die dabei auftreten, wenn falsche Politik betrieben wird. Beispiele: wenn zuviel Geld in Ausgaben geht, die keinen Nutzen bringen (Panzer….). Wenn die Gemeinschaftslasten auf nur einen Produktionsfaktor gelegt werden (Sozialkosten zahlt nur der Produktionsfaktor „Arbeit“, das geht nicht). Wenn die breite Masse immer weniger verdient (Henry Ford: Autos kaufen keine Autos). Wenn Geld disloziert, das heißt, sich an Orten ansammelt, an denen es dem Wirtschaftskreislauf entzogen wird (Kunst- und Oldtimersammlungen als Anlagemedium für Superreiche). Wenn Steuerparadiese akzeptiert werden (das legt die Gemeinschaftslasten auf die Schultern der Ärmeren und zieht das Geld ab) und so weiter. Das ist aber kein Problem von Geld und Zins, sondern von fehlerhafter Verteilungspolitik und mangelnder Solidarität gegenüber Ärmeren im öffentlichen Bereich.

    Lösen lässt sich das nicht mit Regionalwährungen, sondern mit grundsätzlich anderen Philosophien der Herrschenden, der Staat muss wieder zum Schutz des Schwachen werden, der Starke braucht ihn nicht. Geld ist Ersatzware und kein Europavereinigungs- oder Europavereinigungsverhütungsmittel und auch sonst nichts anderes.

    Noch ein Wort zum Zins: Kapital ist vorgeleistete Arbeit, aufgehoben in Geld bis zum Einsatz. Wer dieses Kapital, das aufgehobene Arbeit ist, einem anderen zur Verfügung stellt, hat dafür genauso einen Preis verdient, wie der, der für einen anderen arbeitet für seine Arbeit. Angemessen muss der Preis sein, der für das Geld und der für die Arbeit. In die Knechtschaft führen prekäre Löhne, nicht Zinsen. Lassen wir hier mal bitte die Geldschöpfung weg, die hat mit Zins nichts zu tun, auch wenn es so aussieht, und ist ein anderes, sehr komplexes Thema.

    • Januar 25, 2013 um 9:23 am

      Und es gibt noch diese Antwort darauf:

      So wie Du es aus dem Buch „Poker – ein Ex-Banker packt aus“ rezitierst, mag es sicher richtig sein, weil es im Grund genommen, den ursprünglichen Sinn des Geldes, nämlich als Zwischentauschmittel, oder man könnte aus heutiger Sicht auch sagen: Den Soll-Zustand beschreibt.

      Nun ist es aber leider so, dass das Soll überhaupt nichts mehr mit dem Ist zu tun hat. Auch was den Zins betrifft, war es ursprünglich mal eine zu entrichtende EINMALIGE – dem Vorgang angepasste – (Bearbeitungs-)Gebühr!

      Der Zinsmechanismus von heute hat am wenigstens mit einer Gebühr zu tun, weil er rein der Kapitalmehrung dient und nicht mehr das Entgelt für eine geleistete (Verwaltungs-)Arbeit darstellt.

      Wolfgang Gebauer (*1942), dt. Geldtheoretiker, Professor an der Universität Frankfurt/Main, vorher u.a. bei der Deutschen Bundesbank erklärt das Zinsbeispiel beinahe exakt auch so seinen Studenten, Zitat:

      „Das erzähle ich immer den Studenten; die staunen dann und wissen gar nicht, was sie dazu sagen sollen: Wir beide sind jetzt auf dem Mars und gründen da eine Kolonie. Sie sind der Vertreter der Marsbewohner, und ich bin der Banker; denn wir wissen, dass wir eine Geldwirtschaft brauchen. Und nun sagen Sie: Ich brauche 100 Geldeinheiten. Dann sage ich: Schön, ich gebe Ihnen einen Kredit, und dann haben Sie diese 100 Geldeinheiten zur Verfügung. Da ich ein bescheidener Banker bin, verlange ich nur 3% Zinsen. Ich frage Sie: Können Sie nach einem Jahr, das sei die Laufzeit des Kredits, das Geld zurückzahlen, und zwar so, dass Sie die gesamte Schuld getilgt haben? Die Antwort lautet: Nein, das können Sie nicht. Warum? Es existieren nur 100 Geldeinheiten, Sie müssen aber 103 zurückzahlen. Und um diese 3 zurückzuzahlen, brauchen Sie einen zusätzlichen Kredit, damit diese 3 überhaupt entstehen. Das bringt den Zinseszins-Mechanismus in Gang!“

      Oft wird, von den Befürwortern unserer vorherrschenden Geldsystematik vorgetragen, dass Kreditinstitute das Geld, das sie als Zinsen einnehmen, selbst auch wieder ausgeben.

      Aber ob das durch Zinsen eingenommene Geld wieder ausgegeben wird oder nicht, ist vollkommen irrelevant – Die Zinsen von heute bleiben eine definitive Geldschöpfung ohne Gegenwert und blähen den Währungsraum trotzdem auf….bis er halt dann eines Tages wie ein überdehnter Luftballon platzt!

      Dass Zinsgewinne wieder ausgegeben werden ist doch vollkommen klar – wer würde das nicht tun! Das Problem ist die NICHT vorhandene Produktivität, die der Geldschöpfung durch den Zins entgegensteht!

      Man kann das mit einem „hochbezahlten“ Sozialschmarotzer vergleichen, der das System ausnutzt indem er beispielsweise eine Arbeitsunfähigkeit vortäuscht – er bekommt ab dann für nicht erbrachte Arbeitsleistungen einen Haufen Geld und gibt es natürlich mit Freuden wieder aus! Da könnte man auch argumentieren, dass das die Wirtschaft wieder ankurbelt und trotzdem – würden wir uns viele solcher „Sozialschmarotzer“ leisten, würde das System ziemlich schnell zusammenbrechen. Die heutigen Akteure der Finanzindustrie sind nichts anderes als „hochbezahlte“ Sozialschmarotzer!

      Letztendlich müssen Zinsen immer durch das „arbeitende“ Volk erarbeitet werden. Da sich aber auch das Zinsguthaben ebenfalls wieder verzinst, entsteht ein Schneeballeffekt, der dazu führt, dass die Produktivkraft des Volkes eines Tages nur noch für das Aufbringen der Zinsschuld eingesetzt werden muss. Das ist dann spätestens der Zeitpunkt an dem die Wirtschaft endgültig zusammenbricht. Um das zu verhindern, wird Geld aus dem Nichts erschaffen und in den Wirtschaftskreislauf in Form neuer Kredite (die natürlich auch verzinst werden müssen) gepumpt. Insofern verhindert man den Kollaps damit nicht sondern zögert ihn mit wesentlich schlimmeren Auswirkungen hinaus.

      Folglich braucht es ein System, dass eine ENTSPRECHUNG zur Produktivität hat. Der Goldstandard konnte dies noch bis zu einem gewissen Grad sicherstellen. Die Golddeckung sollte in erster Linie verhindern, dass unkontrolliert Papiergeld gedruckt wird und somit in keinem Verhältnis mehr zum Dienstleistungs- und Warenwert steht. Der Goldstandard bis 1914 war ein Garant für internationale Stabilität, stabile Preise und Vollbeschäftigung über fast ein Jahrhundert hinweg. Seine Stabilität verdankte der Goldstandard der strikten Einhaltung nationaler Gesetze und Deckungsvorschriften und dem Vertrauen der Finanzwelt in die Verlässlichkeit des Systems.

      Seit Aufhebung der Golddeckung 1971 ist die Geldmenge gegenüber der Produktivität beinahe exponentiell angewachsen. Das System droht mit Pauken und Trompeten zusammenzubrechen. Hauptverursacher für diese Entwicklung ist die Tatsache, dass wir in einem Schuldgeldsystem leben!

      Und jetzt mal Hand aufs Herz. Soll dieses Schuldgeldsystem intelligent sein? Ich verstehe niemanden mehr, der diese Art des Wirtschaftens noch verteidigt!

      Wie intelligent kann den eine Spezies Mensch überhaupt sein, wenn sie ein Finanzsystem etabliert, dessen Stabilität, davon abhängt, dass möglichst viele Menschen viele Schulden machen?

      Wer hat sich so etwas ausgedacht und was ist das Ziel? Etwa eine moderne Form der Knechtung der Menschheit?

      Es wird Zeit für intelligente und ganzheitliche Lösungen, die den Fokus im Menschsein und nicht im Profit haben!

      Bereits im Altertum erkannten kluge Köpfe, dass das Zinsnehmen nichts mit Wirtschaftskraft zu tun hat:

      „Das Geld ist für den Tausch entstanden, der Zins aber weist ihm die Bestimmung an, sich durch sich selbst zu vermehren. Daher widerstreitet auch diese Erwerbsweise unter allen am weitesten dem Naturrecht.“

      • Januar 25, 2013 um 5:41 pm

        Ja, diese Metapher passt sehr gut.
        Aber Quatsch, alles Verschwörungstheorie. Solche Wesen wird es doch nie im Leben geben 😉

  10. Januar 25, 2013 um 9:44 am

    Geld ist ein Ordnungswerkzeug, wenn auch künstlicher Art, aber das verwundert ja nicht in der noch bestehenden Expansion der Unordnung. Wird irgendwo zuviel dieser Ordnungsmöglichkeiten angesammelt, sind die Parasiten nicht fern, und wollen von diesen Werkzeugen auch etwas haben, damit das Ungleichgewicht der Verteilung wieder ins Lot kommen kann. Daher erreichten diejenigen, die davon unverhältnismäßig viel ansammeln, hohe Mauern um ihr Geld und schützen es. Je mehr angesammelt wird, desto dicker werden die Mauern, desto größer die Isolation. Und da das Ungleichgewicht selbst durch die Parasiten ( Ungleichgewichtsregulierer ) in vielen Fällen nicht wieder ins Lot gebracht werden kann, ruft es, aufgrund zunehmender Unordnung, die Erreger von Aufmerksamkeit auf den Plan … z. B. in Form von Presse, Schlagzeilen, Massenmedien.
    Ungleichgewichte werden über kurz oder lang immer wieder ausgeglichen, alles eine Frage der Zeit …

    Das Beispiel der Parasiten und Erreger lässt sich natürlich auch auf Lebewesen und Biotope übertragen, und auf alle anderen realen Bilder des Ungleichgewichts. Wir hatten das Thema ja bereits:

    Warum Schüler unsinnig büffeln müssen …

    Gruß Guido

  11. Januar 25, 2013 um 9:51 am

    In einem Umfeld des Schenkens machen Anhäufungen keinen Sinn. Auch hier lebt es die Natur vor, denn dort ist jede Anhäufung von HAUFEN ein Geschenk an jene, die davon zu leben VERMÖGEN.

    Gruß Guido

    • Januar 25, 2013 um 2:57 pm

      Genial übrigens. 😉

      • Januar 25, 2013 um 3:06 pm

        Vielen Dank … fiel mir, aus welchen Gründen auch immer, beim Brotbacken ein 🙂

        Gruß Guido

        • Januar 25, 2013 um 5:48 pm

          eigentlich normal. Erst wenn Ruhe einkehrt, hat das Unterbewusstsein Platz zum Verarbeiten von Rest-Informationen. Und wieder zeigt sich, was der Freie Wille eher weniger ist …

        • Januar 26, 2013 um 2:19 pm

          Der Natürlichkeit nährt sich Mensch natürlich auch am besten an, bei Hand-lungen die natürliche Grundbedürfnisse befriedigen. Brotbacken (oder Brötchen 😉 ) gehört eindeutig dazu, rund um den Erdball. Hat irgendwie was Heiliges, neben dem ganz profanen Zweck den Hunger zu stillen.

    • federleichtes
      Januar 25, 2013 um 3:39 pm

      Vermögen SCHAFFEN, schafft Unvermögen AB.
      Das zeigt uns die Natur: Existenz mittels Überflusswirtschaft nicht zur Last werden zu lassen.
      Durch ein unbestimmtes Verfügbar-Machen von Vermögen als Produkte, die konstruktiv sind, dem Ganzen dienen.

      Gesamtgesellschaftlich gibt es nicht nur den Geldkreislauf, sondern einen eher allgemeinen Leistungskreislauf. Ist ja klar, dass durch Arbeit Werte geschaffen werden ganz unabhängig davon, wie sie bewertet werden. Problematisch erscheint mir, dass diese Werte ausgebeutet werden, anstatt sie bedingungslos einer Gemeinschaft (die sie erschaffen hat) verfügbar zu machen.

      INDEM wir uns aufs Geld fokussieren, verlaufen andere Wert-Schöpfungen eher still. Vielleicht besinnt man sich (später) mal auf die (manigfaltigen) produktiven Wirkkräfte – wenn es nur noch um Ver-Mögen im Sinne von Nutzen geht, und nicht mehr um Eigentum.

      Es ist ja gerade so, als darbten die Bewohner eines Tales wegen des von einem Staudamm eingefangenen Wassers – und verfluchten das Wasser.

      Gruß
      Wolfgang

      • Januar 25, 2013 um 6:51 pm

        Da kreist es schon wieder im Hirn:

        Wenn Alles auf der Welt natürlich ist, dann ist Alles so, wie es gerade aufgrund aller Parameter sein muss, um dadurch den Druck(?) zur weiteren Entwicklung aufzubauen. Dann ist auch der Überfluss von Menschen = Arbeitskräften im kapitalistischen Leistungsprostitutionssystem (es gibt zu wenig Arbeit(?), siehe auch die Idee der 20-80-Gesellschaft) ganz natürlich (?).

        Was zu viel auf der Welt ist, darf dann mehr oder weniger „frei-willig“ abtreten. Auf den Gorgia Guidestones ist festgehalten, was schon mal eine Studie festgestellt haben muss. Wenn wir so lebten, wie das „reichste“ Volk dieser Welt, dann reicht unsere eine Erde nur für 500 Millionen Menschen.

        Nur, wer legt da fest, wie wir Menschen zuträglich leben sollten?
        Wer setzt da den Standard?
        Was ist nun natürlich?
        Braucht die Natur den Überfluss der Armen, damit es den „natürlich“ Reichen gut(?) geht?
        Oder wäre es natürlicher, wenn die kollektive Vernunft feststellte, dass eine kooperative Lebensform nachhaltiger wäre?

        Ich weiß, immer so viele Fragen.
        Ethik ist ein Konzept der Menschen, um die Spielregeln für ein friedliches Miteinander zwecks Überlebens der Art sicherzustellen. Wer aber stellt diese Regeln auf? Was, wenn die Herrschenden nicht DEN not-wendigen Durchblick haben? Ist es dann natürlich, wenn wir ihnen auf die Sprünge helfen? Nur, wissen wir es besser als sie?

        hmmmm

        • federleichtes
          Januar 25, 2013 um 7:57 pm

          Während Deine Fragezeichen durch meinen Kopf sausten, dachte ich an eine Geschichte. Ich erzählte einer Frau von unseren Mineralien. Sie war begeistert und bat mich, mit inihre Wohnung zu kommen. Nein danke, sagte ich, ich bin Doktor der Wissenschaftlen. Macht nichts, antwortete sie, vergessen sie den Doktor einfach. Ich sagte, das ginge nicht, dann könnte ich nicht mehr.

          Du schreibst:
          „Wenn Alles auf der Welt natürlich ist, dann ist Alles so, wie es gerade aufgrund aller Parameter sein muss, um dadurch den Druck(?) zur weiteren Entwicklung aufzubauen.“

          Wie bist Du darauf gekommen – ich meine, WAS genau löste diesen Gedanken aus? (ernsthafte Frage – notfalls, vergiß für die Antwort einen Moment den Doktor)

          Bist Du in der Lage, das Fragezeichen hinter „Druck“ zu entfernen. Dann tue es.

          Es ist ja so einfach.
          Parameter sind Informationen – und Druck ist Energie.

          Die Reichen machen die Armen ärmer, um uns ein Prinzip klar zu machen, das zu Problemen führte. Es führt ja heute auch zu Problemen, aber es bedarf nicht der Lösung der sichtbaren Probleme, sondern des Erkennens der Ursache des Problems.

          Das war eigentlich Guidos Job, aber ich dachte, er sieht mir meinen unqualifizierten Einwurf nach.

          Gruß
          Wolfgang

          • Januar 25, 2013 um 8:10 pm

            War wie bei Guido und seinem Brotbacken:
            Nur dass ich einfach so sinnend vor meinen vielen Fragezeichen saß …
            Wir hatten allerdings auch schon die Metapher des Geburtskanals. Von da ist es ja nicht mehr weit 😉

            Lieben Gruß, Martin

            p.s.: Als ich damals den meinen Doktor in der Hand hielt, fragte ich mich im Stillen, warum da so viel Aufhebens drum gemacht wird? Was hatte ich damit schon großartig gezeigt? Macht nicht jeder andere motivierte Mensch an seinem Platz genauso wichtige Sachen? Daher verwende ich den Titel auch nur in der Wirtschaft an Orten, wo das gefragt ist …

        • Januar 26, 2013 um 12:54 pm

          Das mag ich so direkt unterschreiben. „Wie dämlich ist das denn“, ist sehr passend!

  12. Januar 25, 2013 um 2:56 pm

    Hab heut meinen literarischen Tag:
    „Krieg, Handel und Piraterie, // Dreieinig sind sie, nicht zu trennen.“ – Faust II, Vers 11187 f. / Mephistopheles

  13. federleichtes
    Januar 25, 2013 um 9:48 pm

    „War wie bei Guido und seinem Brotbacken:
    Nur dass ich einfach so sinnend vor meinen vielen Fragezeichen saß …“

    Jednefalls scheint Dein Sinn für ein Scherzchen nicht gelitten zu haben. Ich respektiere einen Doktor-Titel ALS WEG DORTHIN. So wie ich alle Menschen respektiere, die sich den Absichten des Lebens verfügbar machen.

    Aber noch mal zur Sache.
    Die Entwicklung in eine Geld- und Konsumgesellschaft auf der einen, und eine Armuts- und Elendsgesellschaft auf der andern Seite, rückt viel deutlicher das parasitäre Wesen des Systems in das Bewusstsein. Die Entwicklung dorthin ist nicht zufällig, sondern informativ gesteuert.
    (das, damit Bernhard nicht merkt, dass ich völlig am Thema vorbei schreibe)

    Parameter sind Informationen – aber bestimmte Informationen: Struktur oder Ordnung zu schaffen
    Für eine Entwicklung.
    Die Entwicklung wird VERURSACHT von anderen Informationen.
    Die REAKTIV werden, wenn sie – entwicklungstechnisch gesehen – verursachen können.
    (auf die Parameter bezogen SOLLEN oder MÜSSEN)

    Damit hast Du die dritte Komponente eines sich selbst steuernden Systems.
    Parameter – reine Information;
    reine Energie als Machtfaktor:
    energetische Informationen, die bestimmen, was erscheint.

    Anders ausgedrückt:
    Es gibt eine Schöpfungsordnung.
    Es gibt eine Kraft, um die Blance in einer Entwicklung halten zu können.
    Es gibt ein Problem, das sich aus seiner Offenbarung betrachten, analysieren und lösen läßt.

    Noch mal zum Wesen von Information. Weißt Du, wie Informationen entstehen?

    Meine Information ist:
    Es gibt einen Willen zur Veränderung. Er ist unbedingt, weil das Motiv es forderte.
    Der Veränderungswille drückt sich aus in konkreten Veränderungsabsichten. Aber das Herumprobieren mit Veränderungsideen hat nicht den Zweck, eine Lösung für eine Ideale gesellschaftliche und individuelle Szene zu schaffen, sondern soll die Suche nach der Ursache für das, was eine Veränderung zwingend notwendig machte, befördern.

    Dir einen weiterhin guten Abend.

    Wolfgang

  14. federleichtes
    Januar 26, 2013 um 11:39 am

    @ Bernhard
    „Sind wir tatsächlich Wesen, die sich selbst mit der Peitsche zu der Arbeit geisseln, die sie nur noch zu einem Bruchteil erledigen müssten, wenn sie’s nicht dem eigenen Druck ausgesetzt, sondern freiwillig täten?“

    Menschen tragen eine „Krankheit“ aus.
    Warum sollten sie das freiwillig tun, wenn sie – selber ! – gar nicht krank wären?
    Also braucht es ein System.
    Und zwar ein in GLEICHER WEISE krankes System, wie die „Krankheit“, die sie austragen müssen.
    Diese Schlussfolgerung halte ich für einigermaßen logisch.

    Zudem wissen wir von den traumatischen Informationen, auf Grund derer die Menschen in ein – eben „krankhaftes“ – Handeln gezwungen werden.

    Herzlich
    Wolfgang

  1. Januar 25, 2013 um 7:41 pm

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