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Ist unsere Antike nur eine Erfindung der Rennaissancezeit?

Mit meinem Artikel Sciencefiction? Sind wir Menschen doch von Göttern anderer Planeten beeinflusst? hatte ich begonnen zu hinterfragen, was uns an Märchen aufgetischt wird bzw. was uns vorenthalten wird. Ich habe dazu noch weiters Nachdenkenswertes gefunden, was unser Weltbild wohl extremst auf den Kopf steleln würde. Was, wenn im Mittelalter eine großangelegte, extremst kreative Fälschermaffia uns eine Wunsch-Antike ins Nest gelegt hätte?

Die Antike ist ein Kopfprodukt der Humanisten, die ihre unreifen chronologischen Vorstellungen durch immer neue Imitationen von Werken, die sie dem Altertum zuschrieben, zum Dehnen zwangen, auf über tausend Jahre streckten und letztendlich in die tausend bis zweitausend Jahre entfernte Vergangenheit abschickten. In Wirklichkeit aber war die einzige echte Antike in den an die Renaissancezeit unmittelbar grenzenden Jahrhunderten ab etwa 1200. Sie trägt heute sogar einige Züge der Renaissanceepoche selbst. Die so erfundene Antike wurde dann zwischen etwa 1600 bis 1800 von zahlreichen Historikern durch weitere Beschreibungen zu einer historischen Selbstverständlichkeit stilisiert und wird bis heute weiter untermauert. Kritische Forschung – in erster Linie in Deutschland und in Russland – hat die Mechanismen dieser großen Mystifikation entlarvt und damit einen wichtigen Beitrag zur Korrektur unserer Vergangenheitsvorstellungen erbracht.

gefunden im Archiv der Europäische Gesellschaft für frühgeschichtliche Technologie und Randgebiete der Wissenschaft:

Die erfundene Antike Teil 1, Teil 2, von Eugen Gabowitsch

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: , ,
  1. Januar 2, 2013 um 5:27 pm

    Zu diesem Thema fallen mir die Arbeiten von Anatoly Fomenko ein … History: Fiction oder Science ?

    Bewusste Fälscher am Werk oder dynamische Ordnungswerkzeuge des Bewusstseins ?

    http://www.gold-dna.de/update6.html#up108

    Gruß Guido

    • Januar 2, 2013 um 10:19 pm

      History … will teach us nothing.

      Das Bild der Geschichte ist nicht in Granit gemeißelt,
      sondern einzig eine Skizze im groben Sand,
      an einem windigen Tag am Meer.

      Wenn also unsere Geschichte so verfälscht vorliegt, dann sollten wir unbedingt nicht nach hintenschauen und mit Vernunft und Gefühl die gerade anstehenden Aufgaben angehen, so dass wir eine Vision friedlichen Zusammenlebens verwirklichen können.

      • Januar 2, 2013 um 10:44 pm

        Verfälscht mag das falsche 😉 Wort sein, denn was als Fälschung erscheint ist das fortwährende Bemühen des menschlichen Bewusstseins den realen Bilderfluss aufrechtzuerhalten. Aus der vermeintlichen Fälschung geht die Dynamik für die Aufrechterhaltung der weiteren Bemühungen hervor … bis zu dem Punkt wo der Zenit der Trennung in Einzelbilder nicht länger Sinn macht und in der Tat nach vorne geschaut wird, in Richtung Optimierung … sprich, ab diesem Punkt wird die Vergangenheit immer unbedeutender. BINGO Martin 🙂

        Gruß Guido

  2. Januar 2, 2013 um 10:06 pm

    Es gibt eine interessante Web-Site von Dr. Herammn Detering, die sich allein mit den Kritken frühchristlicher Schriften beschäftigt. Und da gibt es z.B. zwei Bücher, die wohl sehr deutlich aufzeigen, dass Jesus eine Phantasiegestalt ist: Zwei Bücher

  3. Januar 4, 2013 um 10:59 am

    Interessant in diesem Zusammenhang ist die zunehmende Verdichtung der Zuordnung eines Datums zu einer Gegebenheit. Niemand weiß, an welchem Tag Neandertaler X seinem Nachbarn Y einen guten Morgen wünschte, niemand weiß, was ein König in grauer Vorzeit zu einem bestimmten Tag gemacht hat oder wann er einen bestimmten Satz gesagt hat, doch je weiter wir in die Gegenwart kommen, desto eher ist dieses möglich, mitunter auf die Minute genau und jederzeit abrufbar und vergleichbar. Das reale Netz, welches wir weben, wird immer dichter und komplexer. Erst recht, wenn man ein Datum betrachtet. Zum 12.04.2011 finden wir mehr Daten als zum 12.04.1965 und noch mehr als zum 12.04.1820. Je weiter man nun in der Vergangenheit zurückgeht, desto weniger Daten sind für ein spezielles Datum vorhanden bis irgendwann Jahrtausende, wenn nicht gar Jahrmillionen zwischen einzelnen Daten liegen und diese nur auf Vermutungen und Schätzungen basieren.

    Gruß Guido

  1. Januar 2, 2013 um 7:12 pm

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