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Vom Traum zum Trauma ist es nur ein kleiner Kinderschritt …

Auf der langen Reise, die der Mensch bisher zurückgelegt hat, ist offensichtlich etwas geschehen, was uns vom wirklichen Weg abbrachte, uns jedoch zugleich im Glauben ließ, es sei der einzig reale Weg. Es begann, wie man so sagt, vor langer Zeit, als Kinder nicht unnatürlich büffeln mussten, sondern noch natürliche Büffel kannten:

… “Aborigines gibt es in Australien seit 40.000 Jahren. Soweit reicht der älteste zuordenbare Knochenfund. Es handelt sich um die am längsten bestehende menschliche Kulturtradition, die heute noch lebt.“ …

… “Das Kind der Eingeborenen wächst in engstem Familienkontakt auf. Das erste, was Kinder lernen, sobald sie sitzen können, ist, dass sie nicht alleine sind, sondern dass sie in einer Gemeinschaft leben, in der jeder Anspruch auf Respekt und Anspruch auf Hilfestellung hat. Gegenüber Jüngeren gilt z. B. die Regel “Stehe deinem Nächsten bei, in allem wo du mehr Erfahrung hast als er !
Beobachtung und Nachahmung sind wesentliche didaktische Elemente dieses Bildungswesens. Kinder treten immer in Gruppen auf, ziehen gemeinsam – innerhalb ihres Lebensraumes – von einem Erwachsenen zum anderen und schauen ihm zu, was er tut und was er kann. Der Erwachsene erzählt ihnen während seiner Tätigkeit beinahe ununterbrochen, was er weiß. Die Bildung ist nicht in familiäre und institutionelle (schulische) Bildung aufgeteilt, sondern sie ist “total education“. Einige Bildungsgebiete sind:

Naturstudien: Ständiges Beobachten von Pflanzen, Insekten, Vögeln und allen anderen Tieren im Umkreis von einigen hundert Meilen; deren Verhalten, deren Lebens- und Bewegungszyklen.

Geographie: Der eingeborene Jugendliche hat im Alter von 10 Jahren genaue Kenntnis von jedem Gebiet in der näheren und weiteren Umgebung. Die geographische Beschaffenheit dieser Umgebung, klimatische Bedingungen und Veränderungen, der Wechsel der Jahreszeiten und die dabei eintretenden und vorausgegangenen Veränderungen in der Natur und die Reaktionen der Stammesgemeinschaft darauf sind ihm bestens bekannt.

Geschichte: Es handelt sich dabei um eine Volksgeschichte, keine chronologische Geschichte. Zeitpunkte und Jahreszahlen sind für die Eingeborenen unwichtig und uninteressant. Erzählt werden die Geschichte des STammes und Geschichten über ihn aus der Vergangenheit, immer im Hinblick auf jene Stammesmitglieder, die schon gestorben sind und die, die noch kommen werden. Erzähler sind die Alten, Eltern, Nachbarn und ältere Geschwister.

Astronomie: Das Kind und der Jugendliche lernen die genaue Geographie der Sterne, die Muster der Sternzeichen und deren Wandlung. Die Beziehung der Sterne und Sternzeichen zueinander wird als zuverlässiger Kompass und Entfernungsmesser für geographische Distanzen auf der Erde herangezogen werden und dient damit auch als zeitlicher Entfernungsmesser. Der Nachthimmel ist für die Aborigines ein genau bestimmbarer Kalender.

Recht: Die Einweisung in Verwandtschaftsrechte, Jagdrechte, in Verpflichtungen wie: Reise zu Verwandten, Stammesbesuche, Handel, aber auch Verhaltensregeln der inneren Natur wie Kindergebären, Pubertätsinitiationen, Heirat und Tod zählen zu den Rechtsangelegenheiten. Die Unterweisung in diesen Normen-Komplex beginnt, sobald das Kind verbale Kommunikation versteht.

Dies ist eine kursorische Beschreibung des traditionellen Bildungssystems der Aborigines, wie es Mitarbeiter des “Australian Institute of Aboriginal Studies“, selbst Aborinines, recherchiert haben. Durch den Einfluss abendländischer Erziehungsmodelle war das traditionelle Bildungssystem beinahe vollständig vernichtet worden. Ähnliches gilt für die Kulturtraditionen in Afrika und Südamerika, während man bei den Bildungssystemen der Ureinwohner Nordamerikas einen noch weit höheren Vernichtungsgrad feststellen kann.
Die Menschen der vormetaphysisch geprägten Gesellschaften waren und sind – das weiß man heute – ökologische Experten. Die Bildungssysteme erreichten ihr Ziel mit hoher Effektivität, so dass jedes Stammesmitglied die Gesamtheit der lebenden Natur seines Lebensraumes, also Pflanzen, Tiere, Klima, deren Vernetzung, Kreisläufe, WIederholungen und Interdependenzen sowohl der inneren wie der äußeren Natur verstehen und kennen lernte. Sein Verstehen der Natur zeigte sich deutlicher darin, wie er sich in und zur Natur verhielt als in verbal ausgedrücktem Wissen über Natur. Jedes Mitglied solcher Stammesgemeinschaften kannte Werte und Normen des Sozialsystems genau und war als Zoologe, Botaniker und Meteorologe höchst kompetent. Vergleichende ethnologische Studien lassen den Schluss zu, dass vormetaphysische Gesellschaften auf der ganzen Welt ein ähnliches Verhältnis zur Natur praktizierten.“ …

Günther Witzany – Biokommunikation und natürliche Bearbeitung genetischer Texte – S. 18-19

Verglichen mit heutigen Schulsystemen, Gedankenwelten und Weltbildern offenbart sich hier mal wieder, wie weit wir Menschen inzwischen auf unserem expansiven Weg bereits fortgeschritten sind … und gerade weil wir so weit gekommen bzw. verkommen sind, und sich manch einer gar für vollkommen hält … wundern wir uns heute erst gar nicht, warum wir immer mehr Geld ausgeben, damit unsere Kinder Spielzeug haben und beschäftigt sind, während anderswo Kinder so arm sind, dass es selbst zum Träumen nicht reicht …

Wolfgang, einer unserer Stammesältesten hier … er möge es mir verzeihen … merkte einmal an:

Menschen müssen, MÜSSEN lernen, mit dem Bösen umzugehen. Um das zu lernen, leben wir. Menschen können das lernen und so leben, dass sie das Böse nicht nähren. Sie können auch so leben, dass sie dem Bösen seine ur-sprüngliche Macht entziehen. Sie können auch so leben, anderen Menschen Schutz zu gewähren und ihnen damit die Grundlage zu bieten, sich künftig selber schützen zu können. Das muss in der Familie beginnen, das muss in den Gemeinschaften fundiert sein – und muss in der Schule als oberste Aus-Bildungs-Prämisse gelten. Für Kinder UND für Lehrer. Beide lernen und lehren am Leben vorbei, wenn sie nicht verstehend berücksichtigen, was Leben von uns verlangt: Herr über das Böse zu werden.

Wir können offensichtlich immer weniger mit Geld und mit dem Bösen umgehen … vielleicht sollten wir in allen Bereichen öfter mal die Ältesten befragen und ihnen wirklich zuhören.

Wie sonst wären die Irrwege der modernen Medizin zu erklären, die ebenfalls immer mehr Spielzeuge für immer mehr Geld anschafft, um im Namen der Gesundheit vom wahren Weg abzukommen … während die Kosten für Forschung und Therapien mehr und mehr vom Bezahlbaren fortschreiten. Und das nur, weil die Ältesten in Sachen Gesundheit, die zugleich zu den Ältesten noch Lebenden gehören, für gefährlich, böse gar, gehalten werden … gemeint sind die Erreger: Viren und Bakterien.

Wie sonst wäre zu erklären, warum Erwachsene zwar gut daran täten, das Kind in sich zu entdecken, dieses aber, wenn sie es denn entdecken, auch nur nach Spielzeug ruft, welches Unsummen an Geld verschlingt. Zum Beispiel LEGO.

LEGO, als Ausdruck der materiellen Bausteine der realen, fortgeschrittenen, reichen Welt der Träume. Liebstes EGO.
In dieser Welt der unbegrenzten Möglichkeiten … zumindest aus Sicht der Menschen … beginnen Kinder mit den großen DUPLO-Steinen und arbeiten sich im Laufe ihrer jungen, an sich kostbaren, aber eher von Kosten getriebenen, Jahre zu den kleineren Steinen hin. Erwachsene müssen dieses im Rahmen der fortschreitenden Expansion natürlich noch weiterführen, so dass die nano-Variante eine logische Folge des Irrweges ist, wie man hier nachlesen kann:

… “DNA ist ein fantastisches Baumaterial und lässt sich so manipulieren, dass sie komplexe Strukturen bildet. Bisher war das extrem zeitraubend, doch deutsche Forscher haben den Prozess nun optimiert und dramatisch beschleunigt. Das ermöglicht vielfältige Anwendungen – von der Medizin bis zur Elektronik.“ …

Wofür benötigen wir all diese Wunderwerke aus der LEGO nanoTechnic – Spielzeugkiste ? Natürlich für die Bekämpfung und Vernichtung von Krebs und für die Einbringung von Medikamenten ins Herz von Körperzellen … unter anderem, denn künstliche Möglichkeiten mit reichlich Potenzial für reaktive Unordnung gibt es wie Sandkörner am kilometerlangen Strand von Trauminseln. Dabei sind diese künstlichen Möglichkeiten nichts weiter als Bonuspunkte für miles-and-more, um noch weiter auf irrigen Traumpfaden wandeln zu können …
Im Ausleben dieser Möglichkeiten gleichen sich Forscher und Kinder in der reichen Welt der Traumfabriken. Beide leben die traumhaften Möglichkeiten ihrer Spielzeuge aus. Beide halten die traumhafte Realität für die Wirklichkeit … und beide rufen irgendwann zwangsläufig die Mütter auf den Plan, die wieder für angemessene Ordnung sorgen, wenn die Unordnung überhandnimmt. Es ist das natürliche Wesen der Mütter und gilt natürlich auch für Mutter Natur:

… “Sogar in der Elektrotechnik könnten die winzigen Bauteile Einzug halten, wenngleich es da ein Problem zu bedenken gilt: Wird es allzu warm, zerfallen die winzigen Plättchen und Zahnräder einfach in ihre Einzelteile.“ …

Den Stammesältesten dürfte das klar sein. Da kann man nur hoffen, dass mehr Erwachsene das Kind in sich entdecken … und dieses Kind entdecken lassen, dass das Leben von Natur aus mehr zu bieten hat als L-EGO und das Geld immerzu den Weg geht, den die Natur nicht gehen braucht. Aber vielleicht braucht die Natur genau deshalb den Menschen …

“Geld ist die Daumenschraube, die Menschen vergessen lässt,
dass sie um ihr Lebensglück betrogen werden!”

“Geld ist der Gegenspieler zum Goldstandard des kohärenten Seins.”

“Geld ist gedrucktes Trauma!”

Lieben Gruß und schöne, unkommerzielle Feiertage
Guido Vobig
http://www.gold-dna.de

  1. federleichtes
    Dezember 19, 2012 um 12:11 am

    Dir, Goldjunge Guido, erste Antwort zu überbringen Ist mir Ehre und Vergnügen zugleich. Wie soll ich sagen in einer Zeit, in der deutsche und englische Vokabeln sich zwanglos aneinanderreihen.
    Bin Go, also, bin unterwegs, immer auch in der Hoffnung, kein Quatsch, Dir möge noch ein dickes fettes Bingo der ganz besonderen Art ins Haus schneien.

    Auf der langen Reise des Menschseins geschah und geschieht einiges, wie wir es nicht anders kennenlernen können: Das Sichere entschwindet und macht, wie selbstverständlich, Platz für das Unfassbare. Diesen leidvollen Weg der Menschengenerationen als NICHT abwegig zu verstehen, ist eine der Aufgaben, die, letztlich durch das Trauma, verunmöglicht wurde. Das Böse erlaubt keine Gefühle, und nur auf dem Boden des Gefühls kann Verstehen entstehen.

    Mittags wollte ich Solveigh schreiben:
    Wir schreiben das Leben mit unserem emotionalen Blut,
    unser Geist denkt Begriffe und formuliert Sätze
    aus Informationen, die unsere Sinne erfassten.
    Aber dass unsere Hand schreiben will, macht die Liebe.

    Nein, die Menschen sind weder auf Abwegen, noch waren sie jemals von der Ursache getrennt, die sie erscheinen lassen wollte.
    Deine dezidierte Beschreibung der Aborigenes-Kultur beeindruckt mich. Ihre Lebensart sehe ich allerdings nicht außerhalb der Entwicklung, in der wir uns heute befinden. Ist es nicht eher so, dass ihr Leben als Information auch in uns ist? Und wir diese Informationen lebendig werden lassen und sie als das Natürliche wieder leben können? Und dass diese Informationen entwickelt werden mussten für eine Zeit, in der sie unentbehrlich sind, um das, was Du „Zenit“ nennst, ertragen und ÜBERstehen zu können?
    Beeindruckt von der Aborignes-Kultur war ich, weil Susanne und ich den Weg zurück in diese Kultur fanden und gingen. Unsere Bilder können das, was wir fühlen, ja nicht im Ansatz beschreiben. Wenn ich unser Thema „Unsere Welt, ANDERE Welt“ nannte, mögen manche Menschen darunter verstehen, wir seien weltfremd. Oh nein, ganz im Gegenteil. Denn es ist so: Das Chaos „dieser Welt“ kann man erst vollumfänglich konfrontieren auf dem Fundament einer zweifelsfreien, sicheren, verstehbaren un damit absolut vernünftigen Welt. Susanne konfrontiert sich aus dieser Ordnung heraus täglich mit Hundert verschiedenen, teils sehr schwierigen Kindern, Eltern und Kollegen. Und ich gehe seit vielen Jahren lange Wege mit Menschen, um Erfahrungen zu sammeln, die niemals klinisch oder auf wissenschaftlicher Ebene zu entdecken wären, um, sozusagen mit einer (relativen) Unbedingtheit, das vom Wesen her Unbestimmbare zu erfassen.

    Du zitierst mich. Und ich schreibe hier, was eigentlich unter Bewusstsein fällig war, zum Bösen.
    Auch zu diesem Königsthema kamen mir die entscheidenden Gedanken“ in der Natur. Konntest Du mal Schwanzmeisen beobachten? Es sind zarte, sehr zurückhaltende Geschöpfe. Ganz anders die Tauben, plumpe, fast impertinente Wesen. Elstern dagegen sind Räuber, robust und gnadenlos beim Ausrauben von Nestern. Sicher konntest Du Schmetterlinge beobachten, wie sie leicht und flatternd von Blüte zu Blüte huschen. Libellen dagegen sind Jäger, die sich von anderen Insekten ernähren. Und ein weiteres Phänomen ist beobachtbar: Einige Tiere brauchen zur Erhaltung ihrer Art-Existenz eine oder ganz spezielle symbiotische Partner (die Blutbär-Raupe frisst nur das Jakobsgreiskraut), während andere Tiere relativ wahllos sich pflanzlich und tierisch ernähren können.

    Daraus zog ich folgenden Schluss:
    Pflanzen und Tiere sind Geschöpfe – sie wurden geschöpft, geschaffen.
    Grundlage für die Gestaltung der Verschiedenheiten sind Informationen.
    Informationen sind Geist, ein Geistwesen ist ein Schöpfer.
    Schöpfer sind kreativ, und Schöpfer sind spielerisch.
    Ein Schöpfer kreiert einen Schmetterling
    Und dann finden sich ein paar weitere Schöpfer, die auch Schmetterlinge kreieren, kleinere, größere, verschiedenfarbige – man tüfelt und WETTeifert schöpferisch MITeinander.
    Dann kommt ein Geist, der keine Schmetterlinge erschaffen kann und neidisch wird. Na wartet, sagt er, die Freude werde ich euch trüben – und erschafft einen Vogel, der die Raupen und Schmetterlinge frisst.
    Damit möchte ich zwei Prinzipien beschreiben: Kooperation und Konkurrenz (Martin wird jubeln).
    Ganz klar in der Natur beobachtbar erscheinen beide Prinzipien – ebenso, natürlich, auch in unserer Gesellschaft als Miteinander und Gegeneinander.
    Wohin führt das, wenn Geist gegen das Miteinander und auch gegeneinander kämpft? Auch das erleben wir und entbindet mich von der Pflicht weiterer Erklärungen.
    Selbst das Ergebnis des sich weiter und weiter eskalierenden Kampfes erscheint uns in der aktuellen Realität immer deutlicher: am Ende beherrscht „einer“ Alles.
    Dieses „Das Alles Vernichtende“ nenne ich das Böse.
    Einerseits entstanden aus einem unkontrollierbaren (!!!) Spiel von Geist, dessen Ideen grenzenlos verwirklichbar waren.
    Aber andererseits entstand eine Masse, die größer und größer wurde und wuchs, bis sie eine Eigendynamik entwickelt hatte – vergleichbar mit dem Wesen (!!!) eines Schwarzen Loches. Nun braucht es eigentlich nur noch sehr wenig Phantasie, um sich vorzustellen, DASS dieses Problem gelöst werden MUSSTE. Und zwar auf der geistig-informativen Ebene und nicht weniger dringend auf der energetischen Ebene.

    Nein, lieber Guido, Menschen sind nicht das Problem, sondern die Lösung des Problems. Und sie erlebten auf ihren Wegen das Entstehen des Problems auf schmerzhafte Weise – auf eine Weise, die ein Reflektieren erzwingt: Warum, weshalb, wieso.

    Kinder kommen als kleine Engel auf die Welt, vielleicht gerade so, wie sie von einer Wolke los flogen. Trotz einer schweren Geburt, trotz eines beschwerlichen Körpers, trotz einer ihnen völlig unbekannten Welt. Ihr Traum dauert nur ein paar Jahre, bis die traumatischen Informationen ihnen Albträume bescheren, ungefragt und unbedingt.

    So, ich hoffe, Dir mit diesen ersten Worten Anregung für weitere Gedanken und Diskussionen liefern zu können.

    Feiertage? Kommerz? Ich erkundige mich mal bei einem Arzt oder Apotheker.

    Danke für das Thema – Euch alles Beste.

    Wolfgang

    Nachtrag, um Missverständnissen entgegen zu wirken.
    Meine Gedanken zum Wesen des Bösen sind der
    ENTWURF
    für ein Modell zur Erklärung verschiedener Phänomene
    auf den Ebenen Natur-Körper, Mensch-Psyche, Geist-Entwicklung und Gesellschaft-Schöpfung.
    Nicht berücksichtigen wollte ich spekulative Elemente,
    die für den Modellentwurf ohne Bedeutung sind.
    Als Beispiel nenne ich mal die „Masse des Bösen“. Die Frage, ob sie rein energetisch, energetisch-materiell oder nur materiell ist, brauchte für mich bisher keine Antwort. Ob die Masse außerhalb des Universums ist, ob sie „angezapft“ ist und langsam ins Universum fließt – das ist ein verlockender Gedanke, würde er doch die Expansion des Universums – wenn es sie denn gibt – erklären. Auch die Idee, dass Schwarze Löcher durch Geist entstandene Materie in reine Energie zurück verwandeln, klingt plausibel, da die Umwandlung notwendig ist, aber was soll’s. Unsere hier und aktuell zu lösenden Probleme sind weitaus realer, und darum sollte unser Geist und unsere Liebe besser den Menschen direkt dienen – indem wir nicht nur verstehen, sondern uns aktiv verständig VERHALTEN, statt sie zu Beschuldigen, Menschen bei ihrer Ent-Traumatisierung als Freunde begleiten.
    Jetzt geht’s mir besser. Danke für Eure Aufmerksamkeit.

  2. Dezember 19, 2012 um 5:25 am

    Lieber Guido, Frau, Mann, Frau, Mann, Mann, Frau…
    wirklich eine Klasseleistung!

    Lieber Wolfgang, auch Deine Anmerkungen über Könige, Wow!

    „Kinder kommen als kleine Engel auf die Welt, vielleicht gerade so, wie sie von einer Wolke los flogen. Trotz einer schweren Geburt, trotz eines beschwerlichen Körpers, trotz einer ihnen völlig unbekannten Welt. Ihr Traum dauert nur ein paar Jahre, bis die traumatischen Informationen ihnen Albträume bescheren, ungefragt und unbedingt.“

    Ich bin, auf Grund meiner jetzt 4 Jährigen Erfahrung der Über – Zeug -ung, dass Kinder,
    wenn sie so aufwüchsen, wie oben beschrieben, und nicht vom Leben abgeschnitten würden, wie das heute vielerorts der Fall ist, wir den „Zenit“ ,wie Guido beschreibt, schon längst überschritten hätten.

    Was setzte das „Böse“ den 68ern entgegen? Das Privatfernsehen und Ritalin!
    Bewegung ist das Ziel. Pulsieren, Kontrahieren,Expandieren, Schwingen,
    Dinge, die das „Böse“ überhaupt nicht mag.

    Euch allen einen guten Morgen
    Ralf

    • federleichtes
      Dezember 19, 2012 um 5:43 am

      Pulsieren, Kontrahieren,Expandieren, Schwingen,
      Dinge, die das “Böse” überhaupt nicht mag.

      Bei Dir hat’s ja wohl kräftig geschnackelt, lieber Ralf.
      Meinst Du mit „Kontrahieren“ …. ???

      Und Du wirfst gleich ein neues Thema auf:
      Was
      IST (geschieht)
      NACH
      Auflösung der traumatischen Informationen
      im System des Menschen?

      Ich mal Bett und Traum fragen.

      Liebe Grüße an Euch.

      Wolfgang

  3. Dezember 19, 2012 um 9:54 am

    Danke Ihr Beiden für Eure Reaktionen voller Konsonanz 😉

    Wolfgang Du schreibst:
    “Deine dezidierte Beschreibung der Aborigenes-Kultur beeindruckt mich. Ihre Lebensart sehe ich allerdings nicht außerhalb der Entwicklung, in der wir uns heute befinden. Ist es nicht eher so, dass ihr Leben als Information auch in uns ist? Und wir diese Informationen lebendig werden lassen und sie als das Natürliche wieder leben können? Und dass diese Informationen entwickelt werden mussten für eine Zeit, in der sie unentbehrlich sind, um das, was Du „Zenit“ nennst, ertragen und ÜBERstehen zu können?“

    Das ist ja die Krux der heutigen Denkstruktur, dass wir Entwicklungen immerzu auf einer Perlenschnur aufreihen und jedes Ereignis als einzelne Perle sehen, getrennt von den Nachbarperlen. Dabei dreht sich alles nur um eine Perle. Jede Lebensform ist die Fortführung aller Lebensformen die waren … und zwar als Verkörperung im Geflecht des Ganzen. Allein deshalb macht die getrennte Betrachtung einer Entwicklung oder eines Lebewesens keinen Sinn bzw. ergibt sich der Sinn der Trennung einzig für den Fortbestand des Fortschritts vom Ganzen.
    Du beschreibst die zwangsläufige Notwendigkeit dessen, was ich die reale Bildersprache nenne, mit deren Hilfe es dem Bewusstsein gelingt wesentliche Informationen unbeschadet durch die Zeit zu bewegen, auch wenn die Information nach außen hin etliche Wunden davonträgt, so bleibt doch ihr Innerstes im Kern bewahrt. Nimm z. B. das Symbol der Schlange, die sich selbst verzehrt … Ouroboros … ein wesentliches Symbol der realen Bildersprache mit einer wesentlichen Information. Dieses Symbol gibt es auch mit Drachen und Kinder sind noch heute von Drachen fasziniert, die nichts anderes sind als fliegende Schlangen. Wofür hält sich dieses Bild und wird von Generation zu Generation weitergegeben, sogar die Spielzeugindustrie macht da mit, Filme werden produziert, Bücher über Drachen landen auf den Bestsellerlisten … alles nur, um den Kern einer wesentlichen Information zu bewahren und durch alle Moden, Höhen und Tiefen durch die Gewässer der Zeit zu bewegen … Richtung Heimathafen.

    “Nein, lieber Guido, Menschen sind nicht das Problem, sondern die Lösung des Problems.“

    Und in der Realität erscheint genau dieses immer widersprüchlicher. Welch Ironie des Schicksals ? Nicht, wenn Schicksal nichts anderes ist, als das Austesten des eigenen Ordnungsvermögens im Umfeld der Unordnung. Sind wir Menschen somit die Krönung der Schöpfung ? Nein, hat doch jede Verkörperung von Bewusstein einen Platz im Gesamtgefüge. Aber der Mensch ist die Krönung der Notwendigkeit aus Sicht des Ganzen … und dieser Rolle sind wir Menschen uns zum Zenit hin immer weniger bewusst, erkennen wir doch immer weniger, welche Verantwortung wir für das Ganze (er-)tragen … aber genau aus diesem Grund können wir ja munter fortschreiten und eine Realität aus LEGO … DUPLO, wie nano … künstlich erschaffen und die Wirklichkeit ausschließen.

    Gruß Guido

    • federleichtes
      Dezember 19, 2012 um 3:03 pm

      Menschen stehen vor Problemen, weil sie in der Lage sind, welche zu erschaffen.
      Menschen sind in der Lage Probleme zu erschaffen, weil sie Probleme lösen müssen.
      Wir können den Zyklus Problematisieren nennen, ein Zyklus, der allgemein und systemimmanent ist. Es gibt viele Menschen, und damit viele Problemdarsteller und viele Problemlöser, weil das EINE Problem in seiner Komplexität nicht lösbar war. Und es brauchte nicht nur sehr viele Menschen, sondern auch lange Zeit, Jahre, Jahrhunderte, Jahrtausende als Entwicklungszyklen, win Sachverhalt, der uns klar machen kann, um welch gewaltige Komplexität es sich handeln muss.

      Auf Kreta kam mir plötzlich ein mir unbekanntes Wort in den Sinn: Kaligula. Es nistete sich dort einfach ein und beschäftigte mich Jahre – bis mir das Wort Kaliyuga unterkam:
      Kaliyuga (Sanskrit, n., कलियुग, kaliyuga wörtlich „Zeitalter des Kali“, „Zeitalter des Streites“), ist die Bezeichnung für das letzte von vier Zeitaltern, den Yugas in der hinduistischen Kosmologie. Es gilt als das Zeitalter des Verfall und Verderbens. (Wikipedia)
      Es soll vier Zeitalter geben, aber das erscheint mir nicht wichtig, sondern das, was wir – auch in kleineren Zeiträumen beobachten können: Es ist leicht, es wird schwerer, es wird schwer und ganz schwer. Baby, Kind, Jugendlicher – Steiner spricht von Sieben-Jahreszyklen. Wir erleben das Prinzip auch beim Lernen, wenn wir Fragen stellen und aus den Antworten sich weitere tiefgründigere Fragen ergeben. Also: Dynamik ist graduell. Und wenn wir genauer schauen, entdecken wir kongruent mit einer konkreter werdenden Informations-Klarheit auch eine Zunahme der Energie: Wissen ist Macht, um platt zu sagen, was so natürlich nicht stimmt.

      Du schreibst:
      „Allein deshalb macht die getrennte Betrachtung einer Entwicklung oder eines Lebewesens keinen Sinn bzw. ergibt sich der Sinn der Trennung einzig für den Fortbestand des Fortschritts vom Ganzen.“

      Das sind Sätze, die ich liebe.
      Ein Auto hat Totalschaden, alles ist kaputt. Die Reparatur macht keinen Sinn, sie scheint unmöglich – bzw. sie muss möglich sein, weil es das einzige Auto ist, an dem wir eine KOMPLETT-Reparatur eines Autos lernen können. Da steht die Karre, und „du“ denkst: Verdammte Scheiße, ich schaffe das allein nicht – also brauche ich gute Mechaniker: Für den Motor, fürs Fahrgestell, und um den Auspuff kümmert sich der, na, der, der Dingsda.

      Bevor ich hier nun seitenlang weiterschreibe, versuche ich erst mal, auf den Punkt zu kommen:
      Stehen wir nicht nach genauerer Betrachtung ALLER Lebenserscheinungen und den zugrunde liegenden Dynamiken vor der Frage, ob es eine planvolle Entwicklung ist? Und ob dahinter eine Absicht steckt? Und ob da ein Es ist, das diesen Plan entwickelte?
      Klar sollte doch sein, dass der Weg vom Traum (Paradies) zum Trauma (Hölle) durch die Zeiten hindurch aus Schritten bestand, die prorata eine Ent-Traumatisierung bewirkten – eben ein Muster entsprechend meiner Tick-Tack-Theorie: Wer A lernte, muss B lernen, und zwar kennenlernen, was bereits (auf der traumatischen Ebene!) in ihm angelegt ist.

      Wir sollten uns, denke ich, weniger mit einem mysteriösen und mystifizierten „Gott“ beschäftigen, als mit einer waltenden Vernunft, innerhalb der wir tätig sind UND die auch in uns angelegt ist. Gott ist in uns oder wir sind in Gott? Man ist doch gerade nicht Gott, wenn man fragt, was ein Lieber Gott jetzt wohl tun würde. Gottes neue Kleider mit Liebe geschneidert?

      Vom Trauma zum Traum. Der alte Traum ist ausgeträumt, der neue Traum versteckt sich hinter der Dynamik des Chaos. Wir leben in einer Zeitblase. Der Beginn der Zeit war unumgänglich, ebenso wie das Ende dieser Zeit. Die Begrenzung der Zeit für Entwicklung ergibt sich NUR, weil das Ergebnis der Entwicklung FESTSTEHT.

      Schönes Fest noch – schön locker bleiben!

      Gruß
      Wolfgang

      • Dezember 19, 2012 um 5:26 pm

        Hm, ich hatte schon einmal gefragt, ob es DIE Zeit überhaupt gibt.
        Es gibt das Hier und Jetzt.
        Aber weder die Vergangenheit und die Zukunft. Jedenfalls nicht GLEICHZEITIG. Oder irgendwo sonst? Sonst wären ja schon Zeitreisende gesehen worden …
        Und wenn wir in die Quantenphyik eintauchen, dann finden wir ein Meer von Möglichkeiten (Wahrscheinlichkeiten). Wer steuert, welche der vielen Möglichkeiten wir gerade wahrnehmen? Ich erinnere nur an Solveighs Hinweis, dass sie vor langer Zeit begonnen hat, Wünsche zu äußern, die dann eingetreten sind. In kleinen Dingen habe ich das für mich inzwischen auch schon feststellen können.
        Was, wenn unser Geist (willentlich) das Meer der Möglichkeiten beeinflusst? Zumindest wissen wir inzwischen, dass unser Denken und Fühlen unsere Gene beeinflussen.
        Sind wir dann die Schöpfer unserer eigenen Realität?
        Aber könnten wir uns dann nicht von Jetzt auf Gleich eine Welt erschaffen, die ohne Mord und Totschlag aus kommt?
        Ich weiß, schon wieder so viele Fragen. Aber wir haben ja gelernt, dass wir nur gute Antworten finden, wenn wir die richtigen Fragen stellen 😉
        Martin

  4. Dezember 19, 2012 um 4:40 pm

    Lese gerade im Buch Es gibt keine Materie! von H.P. Dürr folgenden Satz:

    “Wir müssen nicht realistischer werden, sondern wir müssen lernen, die Wirklichkeit zu sehen.“

    So etwas geht doch runter wie warmes Öl. Dürr ist inzwischen über 90. Sag ich doch … Kinder, hört euch an, was die Stammesältesten zu berichten haben 😉

    Gruß Guido

    • Dezember 19, 2012 um 5:33 pm

      Hans-Peter Dürr. „Es gibt keine Materie“:

      und auch der Urknall ist für ihn altes Denken:

  5. Oliver De Girolamo
    Dezember 19, 2012 um 9:00 pm

    Ein beeindruckender Mensch dieser Dürr und er ist sich den Grenzen der Physik die noch mit den Messgeräten und dem Verstand zu erfassen ist wohl bewusst. Dann kommt der Schleier durch den wir nur noch tasten und ahnen können weil wir doch nur Menschen sind und nicht Gott.

    Wir leiden an einer Krankheit nicht zufrieden sein zu können, die erst mit der Erkenntnis, sofern sie denn kommt, endet.

    Liebe Grüße Oliver

  6. Dezember 19, 2012 um 9:38 pm

    Meine Gedanken zum Wesen des Bösen sind der
    ENTWURF
    für ein Modell zur Erklärung verschiedener Phänomene
    auf den Ebenen Natur-Körper, Mensch-Psyche, Geist-Entwicklung und Gesellschaft-Schöpfung.

    Zum Wesen des Bösen wollte ich schon lange etwas schreiben … und das ist natürlich eine Steilvorlage, die ich nicht ignorieren kann 😉

    Ich weiss auch noch nicht, wie das zu Deinen Überlegungen passt, lieber Wolfgang – möglicherweise ist das auch gar nicht passend zu machen … aber auch z.B. in der Physik gibt es Modellbeschreibungen, die einander zu widersprechen scheinen und dennoch beide nötig sind … ich komme jedenfalls angesichts der Komplexität des Ganzen mit „sowohl – als auch“ anstelle von „entweder – oder“ gut klar, da eine einzelne Modellüberlegung in meiner Sicht eine Menge von Teilaspekten zwar in sich kohärent zusammenfasst, aber aus dem gleichen Grund nur beschränkt anwendbar und immer irgendwie „falsch“ ist, wenn sie abgespalten und für das Ganze genommen wird.

    (Einschub: Die Menge der erfassten Teilaspekte mag endlich oder möglicherweise unendlich sein, das macht keinen Unterschied in meiner Sicht – „das Ganze“ und „eine Modellüberlegung“ sehe ich, wenn ich es mathematisch betrachten möchte, als unterschiedliche topologische Räume. In „spiritueller Redeweise“: Das Ganze ist non-dual, ist EINS ohne irgendwas anderes, eine Beschreibung bzw. ein Modell bewegt sich dagegen immer im Bereich der Dualität.)

    Wie auch immer … ich sehe „das Böse“ ähnlich wie Dunkelheit – es ist eine ABWESENHEIT: Im Falle von Dunkelheit die Abwesenheit von Licht, im Falle des Bösen die Abwesenheit von Kohärenz mit dem Ganzen.

    Und:

    Don’t fight with an absence, this is utter stupidity,
    don’t fight with darkness, it is simply the absence of light,
    just bring light, a little candle will do.
    (Osho)

    übersetzt etwa:

    Kämpfe nicht mit einer Abwesenheit, das ist größtmöglicher Unsinn,
    kämpfe nicht mit der Dunkelheit, sie ist einfach Abwesenheit von Licht,
    bring einfach Licht, eine kleine Kerze tut’s.

    Das passt auch gut zu dem Spruch: „Wenn es das sogenannte Böse gibt, dann besteht es darin, lebendige Wesen zu einem verfügbaren Ding zu machen …“ etwa, indem ich die Natur „ausbeute“, oder indem ich einen Menschen reduziere auf einen „Geldbeutel auf zwei Beinen“ oder auch „Datenproduzent auf zwei Beinen“, oder ähnliches. In jedem Fall wird da die Kohärenz zum Ganzen zerstört.

    Und zu

    Was
    IST (geschieht)
    NACH
    Auflösung der traumatischen Informationen
    im System des Menschen?

    fällt mir folgerichtig ein: Kohärenz mit dem Ganzen.

    Als Konsequenz muss tatsächlich die komplette Sichtweise, das komplette Weltbild um 180° gewendet werden (mal wieder: es steht alles auf dem Kopf), eine andere Hoffnung sehe ich nicht – wie etwa auch hier angespochen wird:

    „Gehört in der Commonie allen alles? Oder nur das, was alle nutzen? Ich fühle das elementarer: In der Commonie würde primär alles sich selbst gehören. Das würde aus bisherigen Objekten, über die der Homo industrialis sich anmaßt, räuberisch zu verfügen – Boden, Pflanzen, Tiere, Kinder, Arbeitskräfte, Dinge, Wasser, Luft – Subjekte machen: Träger und Präger je eigener Rechte. […] Das, was im Kapitalismus als Eigentum gilt, wäre in der Commonie mit einem umgekehrten Vektor versehen: Nicht ich mache etwas zu meinem Besitz, sondern ich gehöre mit allem, was mir eigen ist, dem Leben als Ganzem, der menschlichen und der mehr-als-menschlichen Naturwelt als Eigentum an.“

    Besprechung des Buchs Die Post-Kollaps-Gesellschaft: Wie wir mit viel weniger viel besser leben – und wie wir uns heute schon darauf vorbereiten können von Johannes Heimrath, gefunden auf Die Post-Kollaps-Gesellschaft

    Aber solche Gedanken muss man sich zuallererst mal trauen zu denken, und auch gegen alle Angst etwa vor Verlust der Kontrolle, gegen alle Widerstände und gegen alle Verständnislosigkeit zu verbreiten versuchen – „just bring light, a little candle will do“ … der vielbeschworene Bewusstseinswandel.

    Ich weiss echt nicht, ob das jetzt irgendwie hilfreich ist, aber das sind halt einige meiner Überlegungen zum Wesen des Bösen …

    Gruß an alle, und eine schöne Zeit!
    Manfred

    1. P.S.: Ich schreibe z.Zt. selten oder so gut wie gar nicht hier, da ich viel unterwegs bin … zum Mitlesen reichts aber allemal, Gedanken zu diesem oder jenem kommen auch, aber zum Schreiben reichts dann in der Regel nicht. Ändert sich aber gewiss auch wieder. Und ja, es geht mir gut :-).

    2. P.S.: Mir fällt noch eine Anekdote ein – vor etwa 35 Jahren habe ich mal im damaligen (naturwissenschaftlich orientierten) Kollegenkreis geäußert:

    Es gibt kleine Wahrheiten, und es gibt große Wahrheiten. Das Kriterium einer kleinen Wahrheit ist, dass das Gegenteil davon falsch ist, und das Kriterium einer großen Wahrheit ist, dass das Gegenteil ebenfalls wahr ist.

    Ich glaube, ich war damals in außerfachlichen Gesprächen zumindest gelegentlich als ziemlicher Spinner angesehen 😉 … irgendwann viel später hat mir jemand zu diesem Satz gesagt, dass auch Niels Bohr das mal so ähnlich formulierte – das wusste ich nicht, aber nicht umsonst hat er das Yin-Yang-Symbol in sein Familienwappen aufgenommen, als er zum „Träger des Elefanten-Ordens“ geadelt wurde …

    • Dezember 19, 2012 um 10:00 pm

      Schön zu lesen, dass es Dir gut geht! Und gleich so ein Kommentar. Und wow:

      Gehört in der Commonie allen alles? Oder nur das, was alle nutzen? Ich fühle das elementarer: In der Commonie würde primär alles sich selbst gehören. Das würde aus bisherigen Objekten, über die der Homo industrialis sich anmaßt, räuberisch zu verfügen – Boden, Pflanzen, Tiere, Kinder, Arbeitskräfte, Dinge, Wasser, Luft – Subjekte machen: Träger und Präger je eigener Rechte. […] Das, was im Kapitalismus als Eigentum gilt, wäre in der Commonie mit einem umgekehrten Vektor versehen: Nicht ich mache etwas zu meinem Besitz, sondern ich gehöre mit allem, was mir eigen ist, dem Leben als Ganzem, der menschlichen und der mehr-als-menschlichen Naturwelt als Eigentum an.

      Da geht mir das Herz auf!
      Martin

    • federleichtes
      Dezember 19, 2012 um 11:24 pm

      Lieber Manfred,
      meine tägliche „Frage“, wie es Dir wohl gehen mag, brauchte ich also tatsächlich hier nicht (bravo, Wolfgang) stellen – wir haben ja Zeit, sofern es sie denn gibt.

      Große und kleine Wahrheiten mag es im naturwissenschaftlich Bereich geben, für die fundamentalen Fragen der Schöpfung als Ganzes sehe ich hier weniger Bedarf an Wahrheit, als ein Bewusstsein gefragt, mit dem sich die kleine Kerze entzünden läßt. Um Liebe, Wärme und Licht spendend, leben zu können, braucht es eine Ent-Emotionalisierung, Emotionen verschwinden nur mit Klärung, auf die Verstehen folgt – und damit ein Bejahen des Lebens (an-sich), und zwar ein unbedingtes Bejahen ALL dessen, was war, was ist (hoh, hoh, was kann denn wohl SEIN in einer Dynamik) und was wird und werden muss.

      Nein, Deine Gedanken stören meinen Entwurf ganz und überhaupt nicht – übrigens dachte ich beim Schreiben des Beitrags an Dich. Und gerade denke ich: Nein, das Böse als Masse kann im Kosmos nicht anwesend sein – dafür brauchte „man“ ja den Kosmos, um sich von dieser Masse-Macht abzugrenzen. Könnte es wohl – physikalisch gesehen – möglich sein, dass Massen ab einer bestimmten Dichte eigene Gesetze entwickeln?

      Was, wenn die traumatischen Informationen sich auflösten, abgearbeitet wurden, das Problem nicht mehr besteht? Erste Gedanken dazu sammeln sich hier bereits. Vielleicht entstehe eine „Welt“, die wir Traumatisierten uns gar nicht vorzustellen in der Lage sind. Jedenfalls MUSS es eine Welt sein mit Existenz-Bedingungen, die es vorher noch niemals gab. Paradies aus alten Zeiten? Ich halte diesen Zustand eher für die Beschreibung eines ZUSTANDS, bevor die Phase der Problem-Lösung gestartet wurde.

      Du schreibst:
      „Gehört in der Commonie allen alles? Oder nur das, was alle nutzen? Ich fühle das elementarer: In der Commonie würde primär alles sich selbst gehören. Das würde aus bisherigen Objekten, über die der Homo industrialis sich anmaßt, räuberisch zu verfügen – Boden, Pflanzen, Tiere, Kinder, Arbeitskräfte, Dinge, Wasser, Luft – Subjekte machen: Träger und Präger je eigener Rechte. […] Das, was im Kapitalismus als Eigentum gilt, wäre in der Commonie mit einem umgekehrten Vektor versehen: Nicht ich mache etwas zu meinem Besitz, sondern ich gehöre mit allem, was mir eigen ist, dem Leben als Ganzem, der menschlichen und der mehr-als-menschlichen Naturwelt als Eigentum an.”

      Genau das leben Susanne und ich bereits seit ein paar Jahren, seit etwa einem Jahr SEHR bewusst. Irgendwie muss das etwas mit Liebe zu tun haben: „Wir nehmen den Reichtum der Natur in Besitz, und geben uns als Besitz hinein. Das Prinzip macht sowohl Natur als auch uns reicher, und zwar unaufhörlich“.
      Ja, das ist eine wunderbare Sicht- und Handlungsweise: Pflanze, Tiere und Menschen gehören dem Leben gleichermaßen in folgendem Sinne – sie hören darauf, was das Leben ihnen zu erzählen hat, und erzählen dem Leben ihre Geschichten. Und ich glaube, DAS Leben zu leben bringt uns auch zur (im Grunde namenlosen) Quelle des Lebens. Es ist nicht wichtig, den Namen eines Baches zu können, wenn man um die „saubere“ Quelle weiß.

      So, Dir herzlichen Dank für einen wunderbaren Beitrag, und herzliche Grüße an Euch beide von uns beiden.

      Susanne und Wolfgang

      @ Martin
      Freude!

  7. Dezember 20, 2012 um 12:36 am

    Lieber Manfred,

    schön wieder von Dir zu lesen, macht immer wieder Freude und ich freue mich auf nächstes Jahr 🙂

    “Was, wenn die traumatischen Informationen sich auflösten, abgearbeitet wurden, das Problem nicht mehr besteht? Erste Gedanken dazu sammeln sich hier bereits. Vielleicht entstehe eine „Welt“, die wir Traumatisierten uns gar nicht vorzustellen in der Lage sind.“

    Heutzutage kann sich kaum einer vorstellen, wie die Kommunikation mittels Telepathie sich gestalten mag. Viele denken, man hört dann Worte in seinem Kopf, begreifen aber nicht, dass Telepathie nicht mittels Worten sondern mittels Gleichklang geschieht … und nur in Abwesenheit von Unordnung, sprich traumatischen Informationen, gelingen kann. Diese Form der Kommunikation hat eine ganz andere Qualität als Worte oder auch Bilder, denn sie geht viel tiefer und erreicht das Kohärenzgefühl wie kein Wort es je vermag.

    Gruß Guido

  8. Dezember 20, 2012 um 12:47 am

    ähh das verstehe ich nicht. Wenn ich einen Menschen sehe weiß ich doch was er denkt von mir. Das sehe ich doch an seinen Ausdruck. Ich weiß doch ob jemand es mit mir Ehrlich meint. Und mein gegenüber weiß das auch sofort. Ich denke was andere als Telepathie empfinden ist eigentlich nur Kommunikation… Klar wenn ich mich für mein gegenüber nicht interessiere mag es wie Telepathie erscheinen, aber warum soll ich mit solchen Menschen überhaupt kommunizieren…

    • Dezember 20, 2012 um 8:09 am

      Wenn man das so leicht erkennen könnte, wie Du schreibst, dürfte es im Grunde kein Mobbing geben, keine fortwährenden Scheidungen, die Weltpolitik sähe anders aus und überhaupt würden die Menschen miteinander anders umgehen. Telepathie ist wortlose Kommunikation, die wertungsfrei ist und darauf aufbaut, was mein Kommunikationspartner tief im Innern IST und nicht was er nach Außen hin vorgibt zu sein.

      Telepathie braucht keinen direkten Gegenüber, aber zeichnet sich durch den Fokus auf den Anderen aus. Sind Liebe und Vertrauen die Basis der Kommunikation, dann sind Worte in der Regel eh überflüssig.

      Gruß Guido

      • Dezember 24, 2012 um 12:05 am

        Hat es nicht allein was mit zuhören können und nicht hören wollen zu tun ?? Meistens hören wir nicht zu und was wir hören, wollen wir nicht wahrhaben.

        Wir können wohl klar verstehen und werden auch immer wieder von unserem innersten darauf hingewiesen doch wollen wir viele dinge nicht wahrhaben und wenn sie dann doch in den Erkenntnisbereich dringen erleiden wir oftmals was wir eine Ent Täuschung nennen…

  9. Dezember 20, 2012 um 8:35 am

    Aborinines und Telepathie:

    http://www.telepathie.net/telepathie-aborigines.html

    “In dem Buch Traumfänger von Marlo Morgan, Kapitel 8 – Drahtloses Telefon – fand ich eine wunderschöne Erklärung zur Telepathie. In dem Buch beschreibt die Autorin Ihre wunderschönen Erlebnisse, die sie bei der Monate langen Wanderung durch die Wüste mit den australischen Ureinwohnern, den Aborigines, erfährt.

    „Oootha glaubt, daß die »Wahren Menschen« deshalb Zugang zur Telepathie haben weil sie niemals lügen, ja nichteinmal die Wahrheit beugen, Halbwahrheiten akzeptieren oder eine Behauptung ohne Substanz aufstellen. Die Devise lautet: Keine einzige Lüge, und deshalb haben sie auch nichts zu verbergen. Diese Menschen haben keine Angst davor, ihren Geist für Neues zu öffnen, und sie sind immer bereit, die anderen an ihrem Wissen teilhaben zu lassen.

    Ooota erklärte mir, wie das System funktioniert. Wenn zum Beispiel ein zweijähriges Kind ein anderes mit einem Spielzeug hantieren sieht – vielleicht ein Stein, den es an einer Schnur hinter sich herzieht – und versucht, diesem Kind sein Spielzeug abzunehmen, spührt es sofort, wie sich die Augen aller Erwachsenen auf es richten. Sofort weiß es, daß sein Vorhaben, das Spielzeug ohne Erlaubnis des anderen zu nehmen, nicht verborgen geblieben ist und nicht gutgeheißen wird. Das andere Kind wird gleichzeitig lernen zu teilen und zu erfahren, daß es nicht gut ist sein Herz an Gegenstände zu hängen. Dieses Kind hat erfahren, welchen Spaß das Spielen mit dem Stein macht. Wichtig und erstrebenswert ist das Glücksgefühl, nicht der Gegenstand selbst.

    Telepathie – eigentlich die Verständigungsart, die für uns alle völlig natürlich sein müßte. Wenn alle Menschen diese Form der Kopf-zu-Kopf-Unterhaltung nutzten, gäbe es keine verschiedenen Sprachen und Alphabete mehr, die die Verständigung untereinander erschweren.“

    In diesem Buch Traumfänger: Die Reise einer Frau in die Welt der Aborigines, das ich wärmstens empfehle, nennen sich die Aborigines die »Wahren Menschen«, während sie uns Industrie-Menschen »die Veränderten« nennen. “

    Übrigens ist die Konsens-Definition der Telepathie irreführend, wird sie doch als Gedankenübertragung bezeichnet und wäre somit wort- bzw. bildgebunden.

    Gruß Guido

    • Dezember 20, 2012 um 2:04 pm

      Wieder die Frage nach dem Zufall: erst gestern telefonierte ich mit Jemandem, der mir darüber berichtete, wie er die Telepathie vor Kurzem ebenfalls gelernt hat und dass das sogar Sprach-übergreifend funktioniert.
      Auch dieser Mensch ist von Jemand, der Lügen entlarvt, daher in der Schule als Sprecher gewählt wurde, aber vom „Lehrkörper“ kurz danach wieder abgesetzt wurde. Er hatte das absolute Vertrauen der Schüler, und auf der anderne Seite war er den Lehrern unheimlich und unbequem.
      VG Martin

      • Dezember 20, 2012 um 2:48 pm

        Lieber Martin,
        nur ganz kurz: ADS und ADHS sind Erfindungen von Sergei Eisenstein und der Ritalin Pharmaindustrie! Punkt!
        Sobald wir von „solchen Menschen“ sprechen, begeben wir uns auf die Argumenentationslinie des Mainstream, den wir ja ständig hinterfragen.
        Ganz wichtig: Wir dürfen und sollten unsere Kinder nicht kategorisieren, einsortieren und abstempeln lassen!!!!!
        liebe grüße ,da werd‘ ich richtig fuchsig
        Ralf

        • federleichtes
          Dezember 20, 2012 um 4:15 pm

          ADS und ADHS sind NATÜRLICH Symptome, die entstehen aus einer ÜBERdeutlichen Wahrnehmung von Realität, und zwar einer sehr gefährlichen Realität.

          Warum man das unterdrücken muss, scheint klar.

          Warum „schutzlose“ Kinder sich in eine Andere Wlet flüchten – müssen, scheint auch klar.

          Warum ein Mensch, der diesen Sachverhalt klar fühlt, fuchsteufelswild werden muss, scheint auch klar.

          Hallo lieber Ralf.
          Puzzeln ist schön, jedenfalls mit dem richtigen Bild im Herzen, und Freunden, die dieses Bild kennen und sich – selbstverständlich – am Puzzeln beteiligen.

          Gruß
          Wolfgang.

    • Dezember 20, 2012 um 2:09 pm

      Wieder die Frage nach dem Zufall: erst gestern telefonierte ich mit Jemandem, der mir darüber berichtete, wie er die Telepathie vor Kurzem ebenfalls gelernt hat und dass das sogar Sprach-übergreifend funktioniert.
      Auch dieser Mensch ist von Jemand, der Lügen entlarvt, daher in der Schule als Sprecher gewählt wurde, aber vom „Lehrkörper“ kurz danach wieder abgesetzt wurde. Er hatte das absolute Vertrauen der Schüler, und auf der anderne Seite war er den Lehrern unheimlich und unbequem.
      VG Martin
      p.s.: Dieser Mensch ist als ein ADS-gestörter erkannt worden. Was mir wieder zeigt, wie extrem verwirrend es für diese Menschen sein muss, in einer Welt von Lügen und unzuträglichen Handlungen groß zu werden.
      Und da ADS und ADHS immer mehr festgestellt wird: ein Zeichen dafür, dass immer mehr nicht mehr lügen wollen bzw. ertragen können?

      • Dezember 20, 2012 um 3:48 pm

        Was Du beschreibst ist in meinen Augen keine Telepathie, sondern dieselbe Technik, die von Illusionskünstlern genutzt wird, die ihre “Versuchsperson“ durch ein befreites Lachen zu einer Reaktion bewegen, die andernfalls nicht derart möglich und offenbarend wäre, wie ohne das Lachen … Lachen befreit … in der Tat.
        Nennen wir es Gedankensynchronisation. Telepathie, nach meinem Verständnis, ist empathische Konsonanz …

        Gruß Guido

        • Dezember 21, 2012 um 12:58 am

          Die so kommunizierenden Menschen sind weit voneinander entfernt und sehen sich auch nicht.

  10. maretina
    Dezember 20, 2012 um 10:19 am

    Kurzer Einwurf zum „Bösen“ und zur Dunkelheit. Es handelt sich nach meinem Dafürhalten um Konstrukte des menschlichen Geistes.

    – Licht, die Frage eines kleinen Mädchens an seinen Vater, warum denn das Weltall so dunkel ist, wenn doch das Licht von daher zu uns kommt? Ist es vllt. so, dass nicht nur unsere Sehorgane gesund sein müssen, sondern auch unser Bewusstsein sich dahin gebildet hat, die Information der Wellen und/oder Teilchen aufzunehmen, entsprechend zu wandeln und Licht, wie wir es kennen erst erzeugen? – Ich mein es gibt ja Beispiele von Geburt an Blinder, die später operiert wurden, die organische OP verlief wie gewünscht und sie konnten trotzdem nicht sehen.
    Die Nacht ist dunkel wie wir alle wissen, bzw. uns einig sind 😉 Jedoch sie ist auch voller Leben, ist Teil unseres Lebens, wir brauchen sie um regenerieren zu können, sie dient uns in anderer Weise als der Tag, aber sie dient uns.

    – Das Böse, es ist eine Frage der Interpretation. (Wolfgang, ich hör dich schon….ja du hast recht.) Aber es wäre nicht da, würden wir es nicht brauchen, wofür auch immer, wahrscheinlich um uns endlich anständig aufzurütteln.
    „Es ist Alles da, weil es gebraucht wird.“
    Das bringt uns vllt. zum sowohl – als auch und hoffentlich irgendwann zu einem Dynamischen Frieden, der im Kleinen, in uns beginnt.

    Guidos Buchempfehlung schließe ich mich wärmstens an. Sehr empfehlenswert.
    Und Guido, ich mußte an Dich denken 😉
    Ein Buch Schiffbruch mit Tiger: Roman
    Der Film dazu, demnächst

    Eine schöne Zeit für Euch
    Martina

    • federleichtes
      Dezember 20, 2012 um 3:57 pm

      „Guidos Buchempfehlung schließe ich mich (auch) wärmstens an.“
      Die Menschen, die diese „Geschichte“ lesen sollten, haben sie wahrscheinlich gelesen.

      Das Böse ist ein Konstrukt des Geistes
      – ich musste lachen, was kurz nach dem Wachwerden eher selten der Fall ist. Dass er – als Verursacher einer Katastrophe (kosmischen! Ausmaßes) – überhaupt zu einer Beschreibung der (seiner) Wirkung in der Lage ist, ist mehr als nur einen Gedanken wert, gell. Muss der Begriff „Böse“ nicht durch mehr als Geist, oder vielleicht durch ein Bewusstsein (?) formuliert worden sein. Und ich dachte sofort an die Bibel: Gut und Böse erkennen wie die Götter.

      Hallo Martina,
      ich ging mit dem Gedanken, wir (hier) sind eine Familie, ins Bett. Und dann zitiert Guido aus Traumfänger:
      „Die Devise lautet: Keine einzige Lüge, und deshalb haben sie auch nichts zu verbergen. Diese Menschen haben keine Angst davor, ihren Geist für Neues zu öffnen, und sie sind immer bereit, die anderen an ihrem Wissen teilhaben zu lassen.“

      Familie entsteht dort, wo wahrhaftiger Geist und starke Liebe eine natürliche Gemeinschaft bedingen.

      Wer direkt Menschen helfen oder indirekt dem Leben dienen will, muss bestimmte Eigenschaften vor-weisen. Und zwar solche, die das Trauma öffnen. Wahrhaftige und absolut Wohl-wollende Menschen werden einige Geschichten erzählen können über „menschliche“ Begegnungen der besonderen Art.
      Den „Geist“ für Neues zu öffnen bedeutet ja auch, das Neue als das Überraschende, das Unentdeckte, das Verborgene oder das, was verborgen werden musste, anzunehmen, so, als sei es ganz natürlich – was es ja auch ist.
      Ein klarer (enttraumatisierter) Geist beobachtet und versteht – auch die Informationen hinter dem Offensichtlichen.

      Ich glaube nicht, dass man Menschen wirklich hilft mit der Absicht zu helfen – insofern kann das, ich sage es mal deutlich, was auf der Krankenkassenebene psychotherapeutisch läuft, wenig bis nicht effizient sein (das sehr Deutliche verkniff ich mir dann doch lieber, obwohl ich es – aus der Praxis! – belegen kann. Na gut, zumindest mal im Ansatz: Es ist Scharlatanerie immer dann, wenn keine nonverbale Beziehung auf der Gefühlsebene bestehen kann oder sie aus standesrechtlichen Gründen!!! verweigert wird). Enttraumatisierung ist IMMER etwas sehr Persönliches, sie ist nicht nur nicht rational planbar, sondern gerade das Gegenteil: Es braucht ein weites, offenes Feld für das Abfließen traumatischer Energie, und ein weites, offenes Herz, das das Abfließen ohne jede Wertung und beschützend begleitet.

      @ Guido
      Du bereitest mir eine besondere Freude.

      Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

      Wolfgang

      • Dezember 20, 2012 um 4:25 pm

        Lieber Wolfgang,

        was soll ich sagen, außer, dass die Freude ganz meinerseits ist, und dass sechs Worte, bereits entpackt und ohne verschnörkelte Verzierung, mir mehr bedeuten, als ein aufwendig verpacktes Hightech-Geschenk für Hunderte von Euros … Danke für ein wahres Geschenk 🙂

        Liebe Grüße Guido

  11. Dezember 20, 2012 um 12:03 pm

    Liebe Mar(e)tina,

    “Es ist Alles da, weil es gebraucht wird.”

    Wie wahr, wie wahr.

    Noch ein Wort zur Telepathie:

    Telepathie stellt das SEIN nicht in Frage, sie hinterfragt auch nicht, und fragt zudem nicht nach. Kein Wunder also, dass Telepathie aktuell so unvorstellbar erscheint, ist sie doch die Sprache des Augenblicks, die tief ins Herz des Seins zu blicken vermag.

    Gruß Guido

    • Dezember 20, 2012 um 3:02 pm

      Lieber Guido, ich suche jetzt schon den ganzen Tag nach eienm anderen Wort für Telepathie.
      Vieleicht Informations und Energieübertragung verschiedener Seine?

      • maretina
        Dezember 20, 2012 um 9:21 pm

        Warum ein anderes Wort? Guido hat es doch gut erklärt.- Es ist doch so, geh mit mehr als zwei jüngeren Kindern auf eine Gebirgswanderung, es reicht hier das Elbsandsteingebirge, du kannst sie nicht alle an die Hand nehmen, mancher Steg wird auch zu schmal, es kann nur ein Mensch gehen, ab und zu ist ein Kletterpartie angesagt, du siehst sie nicht immer….Du kannst dir natürlich ausmalen was alles so schief gehen kann, dann bleibst du besser gleich zu Hause. Oder du bist bei jedem Schritt ganz bewusst bei dir, voller Vertrauen in deine Fähigkeiten, hast im Bewusstsein die Kinder und das Vertrauen in ihre Fähigkeiten, es überträgt sich auf die Kinder, es wird nicht notwendig irgendwelche Verhaltensmaßregeln zu postulieren. Freude überträgt sich von dir zu den Kindern, von den Kindern zu Dir, ihr werdet miteinander eine richtig schöne Zeit haben. Das wäre mal der Einstand 😉
        Die Kinder übrigens dürfen gern ADS bzw. ADHS haben, mit denen funktioniert das besonders gut. Das ist nämlich die Sorte, die früher „frech“ genannt wurde, Leben in jede langweilige Schulstunde brachten und auch sonst so manches hinterfragten. Nur wurden sie nicht stillgelegt mit „Ritalin“, sie gehörten dazu wie sie waren und waren genau richtig. Allerdings, es ist ja wirklich bequemer sie ruhig zu stellen, da können Lehrer und Eltern ihr Ding durchziehen ohne gestört zu werden. Die Frechen, die Frager das waren schon immer die, die Entwicklung vorangebracht haben, nicht die Ruhigen und Braven. AD(H)S eine von den erfundenen Krankheiten die zum Geschäfte machen gebraucht werden, und um eine gut manipulierbare Generation heranzuziehen, weil die Kritiker von vorherein ausgeschaltet werden.
        Grüße
        Martina
        Funktioniert über große Entfernung auch.

  12. federleichtes
    Dezember 20, 2012 um 10:34 pm

    So kann man es auch „sagen:

    „Martina
    Funktioniert über große Entfernung auch.“

    Du schrobst mir ja gerade zu meiner Müdigkeit. Natürlich „funktionieren“ wir über jede Entfernung – aber manchmal funktioniert ein Handy nicht mal auf zwei Meter.

    Deine Worte zu den „Unbequemen“: natürlich!

    Euch einen guten Abend.

    Wolfgang

    Ach, am Abend kam ich, nach einer Fahrt durch Schneetreiben, in einen Einkfaufsmarkt, freudig, irgendwie durchseelt an – und richtete bereits in der Eingangstür meine Aufmerksamkeit auf die Kassiererin. Sie dreht sich sofort um und lächelte mir zu.

  13. Dezember 22, 2012 um 3:09 am

    Ich ergänze noch zwei Zitate:

    1. zu meinem obigen Satz „… solche Gedanken muss man sich zuallererst mal trauen zu denken“ ein klassisches Zitat von Karl Valentin:

    Megn hätt ma scho woin, aber derfa hamma uns net traut …

    Übersetzung aus dem Bayerischen, falls nötig:
    Mögen hätten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut …

    2. zu Wolfgangs Kommentar „… Und ich glaube, DAS Leben zu leben bringt uns auch zur (im Grunde namenlosen) Quelle des Lebens“ ein Zitat von Osho, welches ich schon mal irgendwo hier im Blog erwähnt hatte:

    Life is not a problem to be solved,
    life is a mystery to be lived …

    übersetzt etwa:
    Das Leben ist nicht ein Problem, das gelöst werden muss,
    das Leben ist ein Mysterium, das gelebt werden will …

    So, ich wünsche allen zahlreiche „mysteriöse“ Tage und telepathisches Spüren 😉

    Gruß
    Manfred

    • federleichtes
      Dezember 22, 2012 um 4:17 am

      Trauen, ja, lieber Manfred, das ist so eine Sache. Persönlich habe ich – außer in Naturgebieten – keinerlei Interesse aufzutauchen. Wahrscheinlich geht es Dir nicht unähnlich.
      Allerdings verschärfte sich die gesamtgesellschaftliche Lage doch erheblich und forderte damit einen deutlichen „Gegenpol“ heraus – das war mein Gefühl, dem ich folgen musste. DAS Leben ist von seinem Wesen her eine Herausforderung. Du wirst das verstehen, und für mich ist es das von Osho erwähnte Mysterium. Ich schrieb schon mal von dem „Ungeheuer“ im dunklen Wald, und das ich nicht bereit bin, das Unnatürliche zu bekämpfen – weil das Natürliche nicht besiegbar ist.

      Was rede ich wieder. Ja, warten wir mal die nächsten Tage ab – noch einen Monat, und dann

      Ist schon ein bisschen lustig mit meinem Schicksal. Bin eigentlich eher dem Tod entgegen geeilt, und fühle mich nullalt.

      Liebe Grüße an Dich/Euch von

      Susanne und Wolfgang

  14. Gerd Zimmermann
    Januar 23, 2013 um 1:44 pm

    “ Bin eigentlich eher dem Tod entgegen geeilt, und fühle mich nullalt.“
    Cool Wolfgang, der Tod ist ja auch nichts auf dem man ewig herumreitet, sondern eher etwas dem man aus dem Weg geht.
    Diese Erkenntnis stammt aus: Per Anhalter durch die Galaxis

    • federleichtes
      Januar 23, 2013 um 2:38 pm

      Meine Erkenntnis meiner Reise ist:
      Man sollte den Tod solange suchen, bis man PERSÖNLICH weiß, dass es ihn wirklich gibt.
      Seinen Schatten begegne ich täglich, aber was könne sie mir erzählen über das Licht?

      Weißt Du, Gerd, ich ärgerte mich SEHR über ein Phänomen:
      Viele Menschen rackern ihr Leben lang, um zunehmend zu verelenden. Das soll richtig sein? NEIN, NEIN, noch mal NEIN!!!
      Bei mir drehte sich das „normale“ in-das-Ableben-hinein-wachsen TOTAL um – es geht mir einfach immer besser.

      So sollte es bei noch viel mehr Menschen laufen, das wünsche ich mir.

      Gruß
      Wolfgang

  15. Gerd Zimmermann
    Januar 25, 2013 um 9:39 am

    Hallo Wolfgang
    seit dem ich Wissen habe, wer ich wirklich bin ( wer wir wirklich sind ) stecke ich voller positiver Energie. Das fällt meiner Umwelt auf. Ich weiß, dass Amputationen rückgängig gemacht werden können. Das will momentan Niemand von mir hören, deshalb begnüge ich mich zur Zeit noch damit, meine positive Energie zu versprühen. Das funktioniert und ich erhalte diese angenehme Schwingung zurück. Ich habe das Gefühl, mein gesamtes Umfeld hat die Eigenschwingung erhöht.
    Irgendwo habe ich mal gelesen, das Barfußlaufen freie Radikale im Körper binden soll.
    Wenn alles EINS ist, stimmt das.

    Gruß Gerd
    Hast Du eine spezielle Frage?

    • federleichtes
      Januar 25, 2013 um 12:46 pm

      Ja, lieber Gerd, ich habe, abgesehen davon, dass ich Deine Schilderungen sehr gut nachvollziehen kann, eine spezielle Frage:

      „Welche Umstände herrschten (und wie entstanden sie), als Du eine Wahrnehmung hattest, wer Du bist?“

      Kennst Du das Buch
      „Das Mental der Zellen“?
      Ich las es bis zu einem Punkt, und legte es weg. War mir zu gefährlich – könnte für Dich interessant sein, wenn Du weißt, was Du tust.

      Gruppen-Dynamik im Schwingungsbereich ist SEHR spannend.
      Wir waren Vier Schreiber in einem Gesundheits-Forum, wollten einer sehr kranken Frau helfen und drehten an der „Schwingung“. Plötzlich tauchte aus dem Nichts ein gegen mich gerichteter Vorwurf auf: Sexuelle Belästigung. Da ich über einen Freund von den Internas dieses Forums wusste, war die Sache klar, warum ich, ohne ein Wort zu den Vorwürfen sagen zu können, lebenslang gesperrt wurde. Kurz darauf pflasterten sie das Forum mit Werbung einer bestimmten Branche zu. Wau!

      Herzliche Grüße an Dich.

      Wolfgang

  1. Januar 8, 2013 um 10:57 am

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