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so einfache Rituale des Friedens!

Ich muss mich mal outen. Das ist mir noch nie passiert! Nach den ersten zwei Zeilen hat mich eine Weinattacke erwischt. Weil das so ein einfaches Ritual ist und die Lösung alle unserer Probleme sein könnte, oder?

Ubuntu: ich bin, weil wir sind

Ubuntu: ich bin, weil wir sind

I was recently told of an African tribe that does the most beautiful thing.

When someone does something hurtful and wrong, they take the person to the center of town, and the entire tribe comes and surrounds him. For two days they’ll tell the man every good thing he has ever done.

The tribe believes that every human being comes into the world as GOOD, each of us desiring safety, love, peace, happiness.

But sometimes in the pursuit of those things people make mistakes. The community sees misdeeds as a cry for help.

They band together for the sake of their fellow man to hold him up, to reconnect him with his true Nature, to remind him who he really is, until he fully remembers the truth from which he’d temporarily been disconnected: „I AM GOOD“.

Blindfold & Truth Beckons

Hier noch mein Übersetzungsversuch:

Mir wurde vor Kurzem von einem afrikanischen Stamm erzählt, der eine wunderbare Sache tat.

Wenn Jemand etwas verletzend und falsch macht, nehmen sie die Person in die Mitte des Dorfs, und der ganze Stamm kommt und umgibt ihn. Zwei Tage lang sagen sie dem Menschen jede gute Sache, die er jemals getan hat.

Der Stamm glaubt, dass jeder Mensch als GUT auf die Welt kommt, jeder von uns wünscht sich Sicherheit, Liebe, Frieden, Glück.

Aber manchmal machen Menschen Fehler in der Einhaltung dieser Dinge. Die Gemeinschaft sieht solche Missetaten dann als Hilferuf.

Sie hielten für das Wohl ihres Mitmenschen zusammen, um ihn wieder mit seiner wahren Natur zu verbinden, um ihn daran zu erinnern, wer er wirklich ist, bis er die ganze  Wahrheit erkennt, von der er vorübergehend getrennt war: „Ich bin GUT“.

Wann haben wir das verloren?

Kategorien:Ethik, Gesellschaft Schlagwörter: , ,
  1. Dezember 4, 2012 um 12:50 pm

    das muss schon sehr lange her sein – vielleicht vor der Inquisition der christlichen Kirche ?
    denn da wurden schon Nachbarn angezeigt aus Neid und Missgunst. Wahrscheinlich konnten das die alten Kelten oder die Germanen – die Galier sicher um nach den Geschichten von Asterix zu urteilen. Aber es muss schon sehr lange verloren gegangen sein. Die Erinnerung ist auch verloren gegangen.

    • Dezember 4, 2012 um 12:53 pm

      Solveigh formulierte vor einiger Zeit: die alten Erinnerungen kommen so langsam alle wieder.
      Wie wir hier sehen können …

  2. Dezember 4, 2012 um 1:42 pm

    .. demjenigen, der „falsch“ gehandelt hat, wird insofern geholfen, dass er sich sowohl kein schlechtes gewissen und sorgen um seine zugehörigkeit zur gruppe machen muss, als auch, dass ihm zugleich gezeigt wird, wie es „richtig“ laufen sollte (und er das ja auch schon oft so gemacht habe) .. darüber hinaus verdeutlichen sich die anderen durch die erinnerungen an vergangene tolle bzw. „richtige“ ereignisse, wie wertvoll diese „falsch gehandelte person“ für die gruppe ist UND sie verdeutlichen sich, wie „richtiges handeln“ denn aussieht, d.h. werden an den richtigen umgang erinnert. ❤ ist ja in jeder hinsicht ein tolles ritual!

  3. Dezember 5, 2012 um 11:19 pm

    Die Lehre des Rechten Weges, der Pfad Christie. Diese Menschen sind noch in der Einheit zu der wir erst zurück finden müssen.

  4. waouida
    Dezember 6, 2012 um 5:33 pm

    Ich bin auch sehr berührt von diesem Artikel „Ubuntu – ich bin, weil wir sind.“ Es zeigt uns wieder, das so ein „einfaches“ Volk in unseren Augen, Rituale besitzt, zu denen wir gar nicht fähig wären. Es zeigt uns auch, wie unsere Gleichgültigkeit dem anderen Gegenüber in unserer Gesellschaft verankert ist. Diese Stämme in Afrika bleiben zu Recht unter sich.

  5. Dezember 6, 2012 um 9:13 pm

    Lieber Waouida,

    “Fast alles, was gut war, bleibt ja. Das Falsche, das nicht mehr Lebensfähige ist es, was beschränkt wird. Jammern wir nicht länger über die kapitalistischen und neoliberalen Lehren, die uns weismachen, an der komplexesten Front im Raum der Möglichkeiten seien das Wachstum der Vermögen und des klassischen Sozialprodukts geeignete Kriterien für die Beurteilung der Lebensfähigkeit. Lachen wir endlich darüber, und verlassen wir diese Ideen. Sie mögen ein unvermeidbares Stück des Weges durch die Kindheit der Menschengesellschaft gewesen sein – sich aber im Erwachsenwerden weiterhin an solche Ideen zu klammern, das ist kindisch.“

    Dieses Zitat von Peter Kafka zeigt doch das wir getrost in die Zukunft schauen können, sollten müssen?
    Lieber Herr Wehmeyer, ich glaube ich habe dieses Zitat
    dieses wahrhaft großen Physikers für Sie hier eingestellt.
    Lieben Gruß Ralf

    • federleichtes
      Dezember 6, 2012 um 9:56 pm

      Lachen ist entwaffnend!
      Jedenfalls wenn es von Herzen kommt und nicht als Spott.
      Wir lachen über die ausführungen von Georg Schramm. Er regt sich – das ist meine Beobachtung – nicht künstlich darüber auf, sondern er spürt, dass dieses Lachen nicht aus dem Erkennen der Absurdität des ganzen Spektakels kommt.

      Ganz am Rande. Vor zwölf Jahren verkaufte ich das letzte Mal meine Lebenszeit, und weigere mich seitdem, für irgendeine meiner Leistungen Geld anzunehmen. Weil ich erkannte, dass mir das Leben geschenkt wurde und schlussfolgerte, Geschenke dürfe man nicht verkaufen. Ich bin also auf ganzer Linie einig mit Bernhard, klar, mit Susanne selbstredend.

      Ja, Wohl-Wollen kann zum Ritual werden, noch besser, wenn das Wohl immer gelebt wird. Nur sollte man darauf achten, nicht das, was man subjektiv für „Wohl“ hält, anderen gewaltsam überzustülpen. Geschieht dies im Namen der Liebe – pardon, dann ist es keine Liebe.

      Gruß
      Wolfgng

      • Dezember 7, 2012 um 11:24 am

        Ja, Wohl-Wollen kann zum Ritual werden, noch besser, wenn das Wohl immer gelebt wird. Nur sollte man darauf achten, nicht das, was man subjektiv für “Wohl” hält, anderen gewaltsam überzustülpen. Geschieht dies im Namen der Liebe – pardon, dann ist es keine Liebe.

        Dafür zehn Daumen.
        Gruß
        Martina

  6. Csrmen
    April 26, 2019 um 8:30 pm

    Lieber Martin,
    Danke fūrs Teilen. Weißt du mehr darūber?
    Wo in Afrika ist dieser Stamm?
    Dankbar fūr mehr infos…
    Carmen

  1. Januar 2, 2014 um 3:02 pm

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