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Ist ein Intelligenzwesen logischerweise ein Sozialwesen? Oder hat es der Dumme damit leichter?

Ich definiere für mich “Intelligenz” als die Fähigkeit zur Erkenntnis und “Intellekt” als das unbedingte Wollen zur Erkenntnis.

Intellektuell ist für mich jeder, der wirklich “wissen” will, was sich hinter den Dingen verbirgt und auch nicht danach fragt, ob ihm die Erkenntnis schmeckt oder nicht.

Intelligenz besitzt prinzipiell jeder insoweit, als er in der Lage ist, Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen – aber das bedeutet eben noch lange nicht, dass er es wissen will, sich mit dem gewonnenen Wissen abfindet (es als Faktum akzeptiert) und für sich/andere die richtigen Schlüsse daraus zieht UND diese folgerichtig umzusetzen bereit ist.

Ein echter Intellektueller würde die gewonnene Erkenntnis unabhängig von seiner subjektiven Betroffenheit als gegeben ansehen und dies respektieren, indem er danach konsequent sich ausrichtet und handelt.

Beides hat weder etwas mit dem Grad der akademischen (Un)Bildung noch mit Herkunftsabhängigkeit zu tun.

Es gibt den professoralen Ostküsten-Oberdepp genauso wie den genialen Überlebenskünstler im australischen Outback.

Insgesamt finde ich diesen bewussten Anteil des Wissensumgangs für hoffnungslos überschätzt.
Angesichts der Tatsache, dass wir nie mehr “wussten” als heute, aber gleichzeitig auch nie mehr Misere auf ALLEN Gebieten hatten als heute, zeigt das mehr als deutlich, welchen Stellenwert das “Wissen” per se so hat – nämlich keinen.

Um mich ethisch/sozial/ökologisch einwandfrei verhalten zu können, sind ganz andere Aspekte von mehr Belang als das “Wissen”, denn sonst dürfte heute kein einziger Schuss mehr abgegeben werden usw.usf.

Kurz: Es ist eine akademische Diskussion über das Wissen selbst, ohne dessen wahren Stellenwert korrekt einzuordnen und die viel wertvolleren Aspekte, weil erst durch sie das Wissen überhaupt brauchbar wird, völlig zu vernachlässigen oder sie unter ferner liefen anzusiedeln!

Merke. Du kannst dumm wie Brot sein und trotzdem (oder gerade deswegen^^) ein sozialer Zeitgenosse! Du kannst schlau sein wie Sau (mit Nobelpreis und allem Pipapo) und trotzdem als Vater/Mutter, Ehepartner, Kollege etc. ein Versager, Psychopath und mieses Schwein sein.

was zum Beispiel generell nicht ausgeleuchtet wird, ist die Frage, was es bedeutet, dass es gewisse “Intelligenz”-Leistungen gibt, die Wissen und damit Möglichkeiten zutage fördern, welche in den meisten Fällen lediglich das Instrumentarium des Bösen prinzipiell bereichern, ohne dass gleichzeitig von den ach so intelligenten Forschern, Entwicklern, Produzenten parallel dazu eine Missbrauchsverhinderungslösung mitgeliefert wird, obwohl die gesamte Menschheitsgeschichte nur so davon strotzt und dieser Missstand maximal evident ist?!?

Das heißt im logischen Schluss:
Das Wissen selbst wird i.d.R. neutral (also folgenunabhängig) grundsätzlich als “gut” bewertet”, weil man die meist negativen Missbrauchsfolgen, die sich zwangsläufig einstellen, in der Bilanzierung außen vor lässt, geschweige denn sich Gedanken macht (vor dem Release, des formidablen Wissens) wie man damit umzugehen gedenkt, dass die Negativfolgen erworbenen Wissens mit neuen Handlungsoptionen sich mindestens die Waage halten mit den möglicherweise angedachten positiven Folgeerscheinungen – besser natürlich ein Folgenvorteil im positiven Bereich – meines “Wissens” aber bisher nicht einmal wirklich so vollzogen wurde!

btw: es ist ein offenes Geheimnis, dass die Mobster den Regulierungsinstanzen IMMER in der Anwendung neuen Wissens und den damit verbundenen Möglichkeiten zur “Zweckentfremdung” voraus sind^^

Diese Problematik fällt bei den philosophischen Exegeten eigentlich immer unter den Tisch, weil die daraus zu schließenden Konsequenzen eine radikale Abkehr von unserer Form der “Wissenskultur” und des “Wissenskultes” bedeuten würde.

That´s it.

  1. November 30, 2012 um 10:24 pm

    Zu diesem Thema bekam ich heute diesen, Deine Ausführungen illustrierenden, Text:

    The Inefficient Concert!

    The CEO of a company fell ill on a day when he had tickets to see a concert. As a gesture of kindness, he gave the tickets to the company’s efficiency expert, to enjoy with his wife.

    Next morning, the CEO was surprised to find a report on his table, written by the efficiency expert, and this is what it said:

    „Dear Sir,

    I was sent, by you, to the concert, the main piece of the evening being Schubert’s unfinished symphony, although personally I think unfinished work should be disqualified. I have watched the performance and here are some, but not all, of the malfunctions I found:

    1. The most obvious problem was that they had 22 violinists play the exact same tune! Such reckless waste! I believe that at least 21 of them should be fired.

    2. The drummer was doing nothing for long stretches of time. I would suggest he be put on a different clock, so we can keep an eye on him and only pay him when he actually does any work.

    3. Many of the musical segments kept repeating themselves, and I fail to understand the point of having the flutes play the same segment as the oboes. If we can cut down on these repetitions, we can finish the symphony in 20 minutes instead of 2 hours.

    4. Regarding the equipment: I’ve noticed a horrible lack of stardanization when it comes to musical instruments, and especially when it comes to string instruments, I’ve seen small ones, big ones, one you hold under your chin and some you hold between your legs. I think that one size for all these instruments will save time, money and confusion, as well as make maintenance easier.

    5. The conductor, the most senior employee, did not play as much as a single tune the entire concert, and showed a lack of respect to the customers, while standing with his back (his back!) to the audience. There were even a few times he was threatening his staff with a stick, which should never be allowed. I would suspend him with no pay until we can get to the bottom of this. Psychological councling may be advised.

    To summarize: I am quite sure that if Mr. Schubert had avoided these issues, he would have managed to finish his work, instead of leaving us with an unfinished symphony!

    Kind Regards,

    Barry

    Efficiency Expert“

  2. federleichtes
    November 30, 2012 um 11:54 pm

    Hat es der „Dumme“ WOMIT leichter? Ein Sozialwesen zu sein?

    Vielleicht darf ich mal kurz unterscheiden zwischen intelligent und schlau. Der Intelligente kann unterscheiden und wird nicht das Nehmen, was ihm Schaden zufügt – und auch der sozialen Gemeinschaft, in der er lebt, keinen Schaden zufügen, weil er weiß, was Eigentore sind.
    Der Schlaue versucht mit dem geringsten Aufwand den größten Erfolg zu erringen. Er wird nicht tun, was mehr als UNMITTELBAR oder direkt einsichtig notwendig ist. Er nimmt zwanzig Brote, auch wenn er 19 weg werfen wird.

    Ein Sozialwesen muss also intelligent sein, ganz unabhängig von
    schulisch/akademischer Bildung.
    Ich kenne eigentlich nur intelligente Menschen. Die allermeisten davon sind Volksschüler, ohne weitere künstliche Verbildungsschritte gegangen zu sein, die natürlich – liebenswert sind. Natürlich sind das die „Dummen“ in der Maschinerie der Willkür, aber immerhin nicht so dumm, Gleiches mit Gleichem zu vergelten oder sich von der Schäbigkeit anstecken zu lassen.
    Vielleicht könnte man sagen: Der (Lebens-)Intelligente kämpft nicht, aber er unterwirft sich auch nicht (Hallo Mare-tina).

    Die, die heute noch in Stabsstellen der künstlichen Macht sitzen und die „Dummen“ nach Belieben schikanieren un quälen, werden lernen müssen – oder verrecken. Persönlich halte ich sie für lernunfähig, womit sich erübrigt, mir unter den beiden Alternativen das mir Gerechtere aussuchen zu müssen.

    Danke Nick.

    Wolfgang

  3. Dezember 1, 2012 um 7:14 am

    Lieber Nick,
    meiner Meinung nach erliegen wir immer noch altem Schubladendenken. Intelligenz sollte für uns überhaupt kein Beurteilungsmassstab sein,genausowenig wie Behinderung und andere Menscheneinteilungen.
    Ich komme ständig mit Menschen in Kontakt, die Kinder haben, 0-6Jahre, und überall findet man diese Einteilungen. Sie durchziehen das ganze Leben!!
    Die U1 direkt nach der Geburt, was? man ist dort schon durchgefallen??
    Es geht weiter mit U2,3,4,etc. ab jetzt ist man im Normbereich oder man hat Förderbedarf Ergotherapie, Logotherapie, Förder hier und Förder da.

    So als ob das dem Kinde innewohnende Gold sonst nicht herauskommt?

    Geh‘ mal zum Sport mit den Kleinen, und schau die Vergleichsmütter und Väter an!
    Jeder Blick vergleicht, anstatt einfach bei jedem Kind einfach nur LIEBEVOLL da zu sein.

    Lasst uns unseren eigenen Blick schulen:
    Lasst uns auf die Menschen schauen, auf dass wir nur den Menschen schauen
    Lasst uns auf die Kinder sehen, auf dass wir nur die Kinder sehen!

    Und lasst uns auf das Böse sehen, auf dass wir es bekämpfen!
    Ralf

  4. sustentaculum
    Dezember 1, 2012 um 1:28 pm

    Schon interessant wie pervertiert unsere Wissensgesellschaft ist. Ich darf es grade wieder miterleben. Da ich seit einiger Zeit (mal wieder) an der Uni studiere – und dann auchnoch in so einem „Streber“-Studiengang wie Medizin (mehr dazu unter Anderem hier: https://sustentaculumvitae.wordpress.com/): soziale Kompetenz und wirkliche Weisheit sind bei sehr wenigen Menschen wirklich vorhanden. Wissen wird in die Hirne reingeprügelt. Man kommt sich vor wie ein Computer auf dessen Festplatte dieses Wissen kopiert werden soll… die ursprüngliche Intention einer Universität ist fast völlig verloren gegangen… wenn ich nicht wüsste, dass ich in Zukunft nach meinen eigenen Maßstäben Menschen behandeln darf, würde ich den Weg wohl nicht gehen…

    Aber ja. Ich glaube auch: Menschen, die weniger haben sind oft sozialer und intelligenter als die, die sich zur Elite unseres Systems und der Wissensgesellschaft zählen. Ein Stück Papier auf dem steht „Du bist jetzt Diplom-Irgendwas“ macht dich nicht zu einem intelligenten Wesen. Im Gegenteil! Wirkliche Intelligenz ist völlig unabhängig vom akademischen Grad einer Person. Daher sollten wir uns einfach unsere eigenen Gedanken machen und wie der Artikel auch empfielt: unsere eigenen Schlüsse daraus ziehen. Packen wir’s an. Nehmen wir unser Leben in die Hand und machen was draus! Wir haben schließlich nur eins…

    • federleichtes
      Dezember 1, 2012 um 3:17 pm

      „Packen wir’s an. Nehmen wir unser Leben in die Hand …“

      Dieser „Schlachtruf ist mir bestens bekannt. Aber sind wir mit der Anforderung an uns nicht genau wieder auf einem Geleis, auf dem wir in der Suppe landen – und sie dort nicht abschmecken können? Unser „Ego“ ist in vielerlei Hinsicht begrenzt. Ja, wir brauchen es, aber wie wird es zu unserem Diener?

      Aus meiner Erfahrung gilt:
      Fühlen, was DAS Leben will und sich von DEM Leben(-willen) an die Hand nehmen lassen. Im Leben selbst steckt eine unbändige Freude. Man könnte sie auch Liebe nennen.

      Danke für Deinen Beitrag.

      Wolfgang

    • Dezember 1, 2012 um 4:03 pm

      An der UNI-versität bleibt die DI-versität des Ganzen nur allzuoft auf der Strecke …

      Gruß Guido

  5. Dezember 1, 2012 um 3:21 pm

    Danke sustentaculus für Deine Analyse Deiner Studiensituation. Das Bild hatte ich heute auf Facebook mit dem Hinweis geteilt:

    Freiheit bedeutet Mut, nicht Sicherheit

    Dazu gehört genau der Mut, endlich auszusprechen, wenn Unsinn stattfindet. Tun wir es nicht, gibt es keinen alternativen Weg, den wir auf Basis eigenen Denkens als zuträglich erkennen können und damit folgen wollen:

    gefunden auf der inspirierenden Facebook-Seite Die Liebe – das Glück – der Mut

  6. Dezember 2, 2012 um 6:38 am

    Einem Intellektuellen sollte vor allem klar sein, dass es keine Fakten gibt sondern jede Wahrnehmung und Beobachtung subjektiv ist und es auch bleibt. Die objektive Messung bedeutet, dass jemand eine (willkürliche) Modellvorstellung benutzt um ungenaue Daten zu sammeln die er dann diesem Modell zuordnet. Selbst wenn dieser Vorgang wiederholbar ist dann ist dies keine Garantie eines korrekten Modells und in keinem Fall lassen sich daraus kausale Zusammenhänge schliessen. Ein Grossteil der Intellektuellen gibt sich jedoch genau dieser Modellillusion hin und damit auch der kausalen Kontrollierbarkeit oder Steuerungsillusion. Sicher kann man im physikalschen Umfeld so viele Einflussfaktoren aussschliessen und unsichere Situation vermeiden (fliege nicht bei schlechtem Wetter…), dass der Eindruck der Vorhersagkeit und Kontrolle entsteht.

    Ein interessanter Aspekt ist jedoch, dass gute Entscheidungen wenig mit ‚viel Wissen‘ oder Intellekt zu tun haben, sondern mit Emotionalität und Intuition. Wir nutzen Heuristik weil eben die Logik im Lichte des obigen versagt. Die logischen Entscheidungen sind oft die grausamsten. Dennoch ist nicht jede emotionale Entscheidung richtig, gut oder zielführend. Es gibt ja auch kein absolutes Gut oder Richtig. Schon diese Bewertung ist emotional.

    In eMRI Scannern kann man sehen, dass bei Top-Executives wenn sie entscheiden das Emotionszentrum am aktivsten ist. Entscheidungen fallen nur im Rahmen einer emotionalen Abwägung. Die Ratio wird nur dazu verwendet diese zu ordnen und entsprechende ähnliche Muater mit der emotionalen Werten zu verknüpfen. Nicht die Menge von Daten ist relevant sondern die praktischen Erfahrungen.

    Modernes Risk-Management dient nur dazu, Manager zu Entscheidungen zu motivieren die sie anderweitig nie treffen würden, weil sie keine Ahnung haben wie das Ergbenis aussehen wird.

    Auch dies ist kein Fakt sondern eine emprische Beobachtung. Daher wird dies auch von Intellektuellen gerne als unlogischer Unsinn abgetan … Quod Erat Demonstrandum.

    ZUm Thema Wissen muss man sich zuerst Fragen was wir eigentlich wissen könnten. Nicht alles was wir wahrnehmen oder Lernen ist mit Wissen gleichzusetzen auch wenn wir es abstrakt scheinbar anwenden können. Wir nutzen eine Wissenshierachie in der jeder Mensch eine absolut subjektive (emotional-gewichtete) Ontologie aufbaut, die sich NUR aus Erfahrungmustern bildet. Bildung hat heute aber in den meisten Fällen nichts mit Erfahrung zu tun. Es sollte die Weitergabe von Erfahrung von Erfahrenen an den Unerfahrenen sein und nicht das Büffeln von irrelvanten ‚Daten‘. Nur emotionale Erfahrung verbessert unsere Entscheidungsfähigkeit (Wissen).

    Schon im Buddhismus hiess es: ‚Das gesprochene (mit Emotion erzählte) Dharma (Wahrheit) ist vielfach mächtiger als das Geschriebene.‘ Ein Grossteil der Universitätsprofessoren gehen vom Abschluss direkt in die Fakultät und tragen dort trockene Skripten vor. Welche Erfahrung bringen sie bei?

  7. Dezember 2, 2012 um 12:32 pm

    Zum Thema Emotionen, Gefühle, Handlungen und Sprache hat Hannelore Vonier auf ihrem Blog ebenfalls einen wichtigen Artikel geschrieben, worin zu lesen ist:

    Als also die Menschheit entstand, entwickelten sich menschliche Tätigkeiten als Konversationen – dem Zusammenwirken von Sprache, Handlungen und Gefühlen – und so wurde alles menschliche Leben zu einem Leben in Konversationen.
    Mit anderen Worten: Handeln außerhalb der Gefühls/Sprach-Einheit ist keine menschliche Tätigkeit. Jagen, fischen, feiern, töpfern oder schreiben sind beispielsweise menschliche Tätigkeiten, denen verschiedene Arten von Gefühls/Sprach-Handlungen zu Grunde liegen.

    Jedem Sprechen/Handeln geht Gefühl voraus, das den Impuls zum Handeln erst gibt.

    In der Ursprungsgeschichte der Menschheit gehen Gefühle der Sprache voraus, denn sie sind „ein grundlegendes animalisches Merkmal“. (Maturana) Das bedeutet, dass zuerst Gefühl da ist, danach kommt (Sprach-)Handlung.

    Was ist Kultur und wie ticken wir? Gefühl, Sprache, Handlung, Denken

    Damit wird offensichtlich, wie wenig rational wir Menschen sind, und wie stark unser Aufwachsen in einer Kultur von jeweils speziellen Denkkonzepten unsere Wahrnehmung von Wirklichkeit und Entscheidungsfähigkeit auf dem Hintergrund hier gemachter Erfahrungen prägt …

    • Dezember 2, 2012 um 4:16 pm

      Über das Ausmaß des Rationalisierens sagt der Text eigentlich nichts aus. Sondern über die Reihenfolge von Fühlen und Denken/Sprechen (denken = stilles Sprechen mit sich selbst).
      Für mich macht es keinen Sinn, abstrakt über Gedanken/Denken/Intelligenz zu schreiben/sprechen, ohne die vorausgehenden Gefühle im Kontext zu nennen. Andernfalls reden wir alle aneinander vorbei, weil ja die Gefühlsbasis fehlt, auf die wir uns beziehen müssten.
      Es ist dann so, als würden wir über ein Fußballspiel reden, aber jeder denkt dabei an ein anderes.
      Wandlung geschieht immer zuerst durch veränderte Gefühle; die entsprechenden Handlungen folgen dann automatisch. Das wird wiederum Gefühlsveränderungen nach sich ziehen, usw. Und diesen Prozess kann man anschließend mit Hilfe von Sprache rationalisieren, um sich bewusst zu machen, was da passiert ist. Beim Bewusst werden treten wieder Gefühle auf, gefolgt von neuen Handlungen. Und so weiter und so fort. Man kann es sich in einer Aufwärtsspirale vorstellen. Das nennt man Wachstum.

      • Dezember 2, 2012 um 4:30 pm

        Das heißt, wer Änderungen herbeiführen möchte, kann dies nur auf Basis der Änderung der Gefühlsebene erreichen?
        Sprich das Auflösen von Gefühlen, die an bestimmte Denkkonzepte gebunden wurden. Beispiel Trauer. Bei uns ist es ein eher negatives Gefühl, eines des Verlustes. Andere Völker verbinden damit ein Gefühl der Freude für den Gestorbenen, weil es ihm nun besser geht …

  8. Dezember 2, 2012 um 1:52 pm

    @ Herr Pucher
    auch hier in ihrem Artikel erkenne ich ,nehme ich wahr, (all das meint intellektuell), das Kurieren und Analysieren und auf Nebenschauplätze auszuweichen, anstatt zu den Wurzeln zu gehen.
    Wollen sie nicht? Jeder Mensch ist intellektuell, denn jeder Mensch nimmt wahr, erkennt
    etc, mehr oder weniger.
    1.“Einem Intellektuellen sollte vor allem klar sein, dass es keine Fakten gibt sondern jede Wahrnehmung und Beobachtung subjektiv ist und es auch bleibt.“Ein Widerspruch in sich und
    2.“Ein interessanter Aspekt ist jedoch, dass gute Entscheidungen wenig mit ‘viel Wissen’ oder Intellekt zu tun haben, sondern mit Emotionalität und Intuition. Wir nutzen Heuristik weil eben die Logik im Lichte des obigen versagt. Die logischen Entscheidungen sind oft die grausamsten. Dennoch ist nicht jede emotionale Entscheidung richtig, gut oder zielführend. Es gibt ja auch kein absolutes Gut oder Richtig. Schon diese Bewertung ist emotional.“ Zitatende
    So viel Larifari um logische und grausame Entscheidungen, die der arme Manager treffen
    muss, dann doch lieber aus dem Bauch heraus feuern!!!
    Toll. Ihnen einen schöne besinnliche Zeit
    Ralf

    • Dezember 2, 2012 um 2:23 pm

      Lieber Ralf, magst Du nochmals innehalten und Dich fragen: war das wohlwollend? Und hast Du dargelegt, wie Du zu Deiner Meinung gekommen bist, so dass es uns hilft Dich in Deinem Denken zu verstehn? LG Martin

      • federleichtes
        Dezember 2, 2012 um 3:36 pm

        Lieber Martin,
        Du bist, wenn ich das richtig verstehen konnte, auf dem Weg, Dein Gefühlsleben zu bereichern.
        Das haben andere Menschen bereits getan – und reagieren verstört auf Texte, die ohne Gefühl, sehr technokratisch formuliert eine Art Absolutismus predigen – oder zumindest diesen Anschein erwecken.

        Ich meine, Solveigh reagiert in ähnlicher Weise auf das „Unmenschliche“ im Menschen. Und ich reagiere auch emotionaler, als es einige meiner Beiträge scheinen lassen. Insofern sehe ich Zorn nicht als Todsünde, sondern als Tugend – wenn sie sich gegen das Eiskalte, das Lebensfeindliche richtet.

        Meine Worte sind – bitte – weder als Angriff gegen, noch als Bewertung noch als Analyse des Herrn Pucher zu verstehen, sondern sollen nur ein allgemeines Phänomen beschreiben: Nicht in jedem Schafsfell ist auch Schaf drin.

        Ralf war aufmerksam, auf seine Weise. Ralf ist wahrhaftig, und drückt das auf seine Weise aus. Wahrhaftigkeit und Aufmerksamkeit verbinden uns Menschen miteinander zu einer zeitlosen Unverbrüchlichkeit. DAS ist der Weg, nicht Worte. Das bitte ich Dich zu verstehen.

        Auch Euch einen schönen Sonntag.

        Wolfgang

        • Dezember 2, 2012 um 3:50 pm

          Ja, Wolfgang, Emotionen sind sofort da und verursachen Handlungen.
          Da ist es dann gut, mal einzuhalten. Eine Runden Spazieren zu gehen oder drüber zu schlafen.
          Die Verstand kommt dann erst ins Spiel und auch unser Unterbewusstes beginnt abzugleichen. Und die Vernunft erkennt dann:

          Die Macht der Worte kann Brücken bauen oder Mauern hochziehen …

          LG Martin

    • Dezember 2, 2012 um 4:12 pm

      Natürlich ist jeder Mensch ‚intellektuell‘ im Sinne von intelligentem Handeln, aber ‚Intellektueller’wird schon allgemein als eine Person verstanden die einen hohen Bildungsstand hat und diesen als Prämisse für seine intelligente Entscheidungsfindung sieht.

      Die Wurzeln sind nun mal die Emotionen unseres ‚Säugetierhirns‘ (Amygdala) und sogar diese des Reptilverhaltens (Reflexhandlungen und Triebe des Kleinhirns). Das abstrakte und sprachgesteuerte Denken des genetisch ‚jungen‘ Neurokortex ist sicher NICHT die Basis weil eben nicht im Kern unseres Wesens. Wir haben nur gelernt auch unsere Emotionen in Sprache zu fassen. Fühlen tun wir aber ident zu den Tieren.

      • Dezember 2, 2012 um 4:20 pm

        Warum bezeichnen sie als „Intellektuellen“ nur jemanden mit einen „hohen Bildungsstand“?
        Trauen Sie allen anderen Menschen eine „intellektuelle“ Herangehensweise zu Problemlösungen nicht zu?

        Empfinden Sie nicht den Widerspruch, dass Sie zwar „intellektuell“ jedem zugestehen, „Intellektueller“ aber auf den Grad der (Ver-)Bildung beschränken?

  9. federleichtes
    Dezember 2, 2012 um 4:36 pm

    „Ja, Wolfgang, …“

    Ja, Martin !!!

    Worte sind wie Fussabdrücke auf unserem Weg. Sie beschreiben, WO wir gerade laufen, sie beschreiben auch, WER da läuft. Manche Fussabdrücke sind kaum sichtbar, da ging ein zaghafter Mensch, manche Fusabdrücke hinterlassen Löcher im Weg, da ging ein energischer Mensch. Das ist mir Menschsein im besten Sinne: Zu SEIN, wie man IST.

    Ich glaube, wir müssen die Menschen IHRE Wege auf IHRE Weise gehen lassen. Folglich müssen wir sie sprechen lassen, mal zaghaft, mal energisch. Stimme ist Schwingung, und Schwingung ist, was Leben in der Substanz hervor bringt. Herr Pucher muss sprechen dürfen – für sich und MIT anderen. Und andere müssen sprechen dürfen, von sich und ihrem Weg. Das ist für mich Open Source als ein Miteinander, auf dem Freundschaft sich zeigen und beweisen kann.

    Und ich glaube weiter daran, dass Worte uns dienen, Brücken zu bauen – wenn wir sie richtig verstehen.
    Bauen wir mit den gehörten Worten Mauern? Oder berühren Worte nur Mauern in uns, die da bereits stehen? Dann kann ich aus meiner Sicht sagen:
    Danke, Max Pucher, du hast mir eine Mauer iN MIR gezeigt,
    die da künftig nicht mehr stehen wird.
    Mag man so „Brüder“ um sich versammeln, die nicht nur aus Menschen sich bilden, die über Mauern springen können.

    Ich geh dann mal.

    Wolfgang

  10. Dezember 2, 2012 um 10:59 pm

    “Symbiose, die Intelligenz, die in ihrem Wirken viel mehr umzusetzen “weiß”, als wir mit unserem Wissen jemals bewirken könnten?“

    Warum nicht das Wort INTELLIGENZ einfach streichen und somit eine Schublade aus dem Fenster des Hauses des Lebens werfen, denn je weniger Schubladen es zur Ordnung bedarf, desto näher kommt das Leben seinem gemeinsamen Ziel …

    Obriger Satz kommt auch ganz gut ohne Intelligenz aus …

    Gruß Guido

  11. federleichtes
    Dezember 2, 2012 um 11:03 pm

    Du sprichst mit Deinen Überlegungen einen wichtigen Punkt an, Bernhard.

    Und ich möchte kurz meine sehr einfache Definition von Intelligenz anführen:
    Die Fähigkeit (richtig) zu unterscheiden.
    Damit kann ich pragmatisch eine ganze Menge anfangen. Helfen mir in der Beurteilung einer Situation meine alten Erfahrungen? Hilft mir beim Klären das Anwenden einer bewährten Strategie? Wie ähnlich ist diese Situation im Vergleich zu anderen, und wo unterscheidet sie sich zu anderen? Bin ich in einer geklärten Situation, oder braucht es Aufklärung?

    Unsere wirkliche Wirklichkeit ist ein Prozess, ein Wirken. Das Wirken erscheint jeden Tag neu, wie das Wetter, etwas heller, etwas dunkler – heute bin ich zwei Mal nass geworden, gestern auch, vorgestern nicht, aber da trug ich auch Regenzeug.

    Als Intelligent empfinde ich das Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten, besonders dann, wenn ich mich mit Plänen befasse, die über das Wirken in mir selber hinaus gehen. Dann frage ich mich: Was geschieht mit einer Macht BY, wenn ich mit meiner Macht CX auf die Bühne trete? Kann ich die Reaktion von BY kontrollieren? Wenn es da eine Wahrscheinlichkeit gibt, Reaktionen herauf zu beschwören, die ich sicher nicht kontrollieren kann, halte ich die Füße still.
    An der politischen Entwicklung lässt sich einiges ablesen über die Spannung im Lager BY. „Sie“ sind nervös geworden, und das, obwohl sie die Macht hatten, 911 (das ist ein Porsche!) durchzuziehen. Haben sie die Macht immer noch? Wie reagiert ein „verwundetes Tier“? Gibt es dafür eine Wahrscheinlichkeit?

    Natürlich wünsche ich mir auch eine ganze Menge von dem, was Du Dir auch wünscht. Von mir verlange ich Achtsamkeit. Daraus folgt strategisches Handeln. Nicht tun, was man könnte, sondern dem folgen, was geboten ist. Mein erstes Gebot ist, nicht angreifbar zu sein, genauer gesagt, nicht ENDGÜLTIG besiegbar zu sein. Insofern begebe ich mich nicht auf „Kriegsschauplätze“ von – meiner Einschätzung nach – strategisch untergeordneter Bedeutung. Das ist jedenfalls der Versuch, intelligent zu handeln, indem ich meine Möglichkeiten richtig bewerte.

    Sicher ist, eine ganze Meute von Hunden hetzt das „Wild“. Es blutet und verliert an Energie. Um sich zu retten braucht es neue Energie, und es muss ehrlich kämpfen, aus dem finsteren Wald der Lüge und Intnrige heraus kommen, um seine Chance des Überlebens zu wahren. Wir haben nichts zu verlieren, wir müssen nicht kämpfen um eine Existenz, die zu unserem Wesen gehört. Wir leben, um uns darauf zu besinnen, dass wir die Liebe waren, dass wir die Liebe sind und die Liebe immer bleiben werden. Gerade für die Unterscheidung in grundsätzlich verschiedene Existenzformen fällt Menschen ungemein schwer. Und wenn man das „Spiel“ versteht, weiß man, warum.

    Deine Li(e)belle war (sehr wahrscheinlich) eine Blaugrüne Mosaikjungfer, Sie sind neugierig und verspielt – wenn sie nicht gerade jagen oder sich mit anderen Libellen balgen oder mit der Paarung beschäftigt sind. Es sind intelligente Tiere, egozentrisch-sozial auf eine Weise, die vielen Menschen weitgehend fremd ist.

    Danke für Deine Gedanken.

    Wolfgang

  12. federleichtes
    Dezember 2, 2012 um 11:15 pm

    Ja, das Leben ist symbiotisch. Das Wesen von Symbiose verstehe ich als ein „Unbedingtes Miteinander“. Ohne ein A gibt es ein B nicht, und umgekehrt. Zum Beispiel ist das Wesen der Paarung symbiotisch. Es braucht A und B, sonst kein C. Symbiose ERZWINGT ein Miteinander.

    Nun sollten wir uns nicht täuschen lassen über die Bedeutung der Symbiose. Sie ist dem Leben wohl unentbehrlich, aber Leben wirkt auf emotionaler Ebene, schafft Existenz durch eine „künstliche“ Form von Energie. Und Leben erschuf das Prinzip der Symbiose, weil das natürliche Prinzip des unbedingten Miteinanders verloren gegangen war: Liebe.

    Liebe ist eben nicht symbiotisch, weil sie aus sich selbst heraus tätig und wirksam sein kann. Ich brauche kein B, um lieben zu können. Liebe schafft keine Gemeinschaft, sie IST Gemeinschaft.

    Das mal kurz zu meiner Auffassung.

    Gruß
    Wolfgang

    • federleichtes
      Dezember 3, 2012 um 12:51 am

      Für mich ist eine wichtige Beobachtung die Entwicklung nach dem Krieg. Die Menschen halfen sich, räumten weg und bauten neu – sah aus wie die perfekte Gemeinschaft, war aber reine (Zweck-)Symbiose. Als der Überlebenskampf gemeistert war, ging das „normale“ Hauen und Stechen“ sofort wieder los: Von „Liebe“ keine Spur.

      In unmittelbarer Nachbarschaft erlebe ich ein Pärchen. Sie lieben sich und hassen sich – könnte man meinen. Nein, sie lieben sich nicht, sind gefangen in einer rein-symbiotischen Beziehung, weil sie alleine nicht existieren können (oder das zumindest glauben).

      Liebe, das ist meine Erfahrung, kann nur aus einer (eigenen) Bedürfnislosigkeit heraus entstehen. Liebe hat (und ist) ja alles, braucht also nichts und kann völlig zwanglos (ergebnislos-orientiert) WIRKEN.

      Du schreibst „Liebe Grüße“. Du könntest auch „Spinner“ schreiben, das änderte nichts an meinen Gefühlen.
      Liebe ist die höchste Form autonomer Existenz – aber, und ich hoffe, Mare-tina liest das, erst Geist macht Liebe auch farbig-bunt und wertvoll im Sinne eines Erlebens. Und Geist liefert die Idee, sich zu beschützen und sich zu kontrollieren.

      Deine Ameisenfilme – WAU! Sie demonstrieren das Wesen der Liebe in Einheit mit Geist: Der Idee, das Ganze zu schützen, um jeden Preis. Das Prinzip in der Gesellschaft – es gäbe keinen einzigen Politiker mehr.

      Auch an Euch liebe Grüße von hier.

      Wolfgang

    • Dezember 3, 2012 um 8:40 am

      Ja Wolfgang, ich lese mit. An diesem Thread lässt sich sehr schön ablesen, dass sich an jedem Thema die großen Menschheitsfragen herleiten lassen, so der Wille dazu vorhanden. Hier auf intelligente, geistvolle, von gegenseitigem Respekt getragene Art und Weise.

      Und wir sind wieder beim Thema Liebe, Geist und Energie.
      Geist die ordnende Kraft. Kraft die Bewegung, Schwingung erst entstehen lässt.

      Freiheit – nein ich finde sie eben nicht im Anderen. Allein der Gedanke, dass dem so sein könnte, setzt den Nächsten unter Druck, mich in eine Erwartungshaltung, Starre breitet sich aus, die Liebe mag noch vorhanden sein, als Information ist sie das ja immer, aber das Leben, die Bewegung kommt zum Stillstand, wir sind zurückgeworfen auf die reine Existenz. Der Andere hält mir sicher den Spiegel hin in dem ich mich erkennen kann…

      Eine schöne Woche
      Martina

  13. federleichtes
    Dezember 3, 2012 um 1:47 pm

    @ Maretina
    „An diesem Thread lässt sich sehr schön ablesen, dass sich an jedem Thema die großen Menschheitsfragen herleiten lassen, …“

    Wau!
    Ja, es gibt eine Kraft, die über diese Fragen hinaus zur „Mitte“ zieht. Bedeutet ja wohl: AUS der Mitte zieht eine Kraft.
    Dein Gedanke löste eine ganze Kaskade meiner Gedanken aus. Ich sah das Bild einer Pyramide, den schmalen Weg, den den Guidos „Fahrrad“ fährt, Manfreds Gedanke, dass es schwer sei, auf einem schmalen Weg zu bleiben.
    Krabbeln wir nicht (JETZT) auf einer Seite (A,B,C,D) der Pyramide hoch, und je weiter wir steigen auf der Seite A, je dichter kommen wir den Seiten B und D, wo andere krabbeln. Je höher wir steigen, je mehr Nähe entsteht, und wir erkennen, dass wir auf den anderen Seiten auch schon waren?
    Ja, was treibt uns auf die Spitze?
    Die Absicht aus etwas Undefinierbarem etwas Konkretes zu gestalten? Aus der Beliebigkeit einen Willen?

    Als mein Gedankenkarussell sich schneller zu drehen begann, kam der Eichelhäher auf meinen Balkon geflogen. Da hielt das Karussell schlagartig an.

    Es gibt so viel zu erzählen – und wir sollten es tun.

    Herzliche Grüße in die Runde.

    Wolfgang

  14. federleichtes
    Dezember 3, 2012 um 3:35 pm

    Liebe ist die unbedingte Nähe. Geist ist die unbedingte Freiheit.
    So mag es einen Willen geben, der Liebe den Raum für Freiheit schafft – und Geist eine Nähe erlaubt.

    @ Maretina
    „Freiheit – nein ich finde sie eben nicht im Anderen. Allein der Gedanke, dass dem so sein könnte, setzt den Nächsten unter Druck, mich in eine Erwartungshaltung, …“

    Ja, Das „Ich“ tritt in Erscheinung, und wenn das geschieht, kann das glücklich machen.

    Erwartung ist das Gegenteil von Freiheit. Das lernte ich auf meinem Weg, weil ich an Punkte, gewissermaßen Wartehäuschen, kam, an denen ich von der „Welt“ nichts mehr zu erwarten hatte – oben das Unendliche, Ungreifbare, unten das Undurchdringliche, Unbegreifbare.
    Und von mir? Was war da noch zu erwarten? Mehr Vertrauen? Ein Sich-mehr-fügen? Mehr Geduld und Achtsamkeit leisten? Mich selber mehr aus der Bedeutung nehmen?

    Das alles hat mit Freiheit zu tun, finde ich.

    Menschen neiden (vielleicht?) den Vögeln ihre Freiheit.
    Wie wird man ein Vogel-Wesen?
    Indem man sich von Beschwernissen trennt, Bedeutung weg wirft und sich besinnt auf das allgemeine Wunderbare, das Mögliche im Miteinander? Wäre es nicht eine große Erleichterung, uns nicht Bedeutung künstlich zu machen, sondern sie zu fühlen?

    Die Kehrseite des Gewalt-igen ist Sinn. Hier begegnen sich Alpha und Omega, hier fixiert sich alles Periphäre auf einen (imaginären) Punkt. Hier wird das Konkrete so konkret, dass es sich auflösen kann. Es wird Schwingung, Gefühl, ungreifbar – und unangreifbar.
    Guido und Manfred werden das Phänomen besser beschreiben können – und es hoffentlich auch tun.

    Gruß
    Wolfgang

  15. Jim
    September 24, 2013 um 6:02 pm

    Wo ist eigentlich der Angeber abgeblieben? Habe Nick schon ewig nicht mehr gesehen??

  16. Liliana
    November 27, 2013 um 12:54 pm

    Der erste Eintrag spricht mir aus der Seele. Da ich kein Wortakrobat bin, teile ich meine Ansicht dazu kurz und bündig mit:
    Wissen ohne Gebrauchsanweisung (mit Risiken und Nebenwirkungen) und Gewissen kann tödlich sein. Siehe Atombombe!

    Gruß
    Lili

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