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Warum wir eine neue, bedingungslose Definition des WIR brauchen …

nicht trennen sondern verbinden ...

nicht trennen sondern verbinden …

Der Konflikt im Gaza-Streifen hat in der vergangenen Wochen meine Timeline okkupiert und war DAS Thema in den Nachrichten. Obwohl ich keinen direkten Bezug zu den Geschehnissen dort habe, haben mich die Vorgänge dort eigenartig stark beschäftigt. Und ich gebe zu, dass ich im ersten Moment geneigt war, mich auf die Seite einer der Parteien zu stellen (und zwar nicht auf die israelische).

Der nächste Gedanke war dann allerdings: Ist es nicht genau das Denken in „Wir“ gegen „Die“, das den Kern dieser Konflikte ausmacht? Das von den Herrschenden gnadenlos ausgenutzt wird, um auf Kosten vieler Menschenleben die eigene Macht zu sichern und Reichtum anzuhäufen?

Wenn man mal bewusst darauf achtet, wird deutlich, wie stark wir darauf konditioniert sind, uns einer der Gruppen anzuschließen – und damit genau Teil des Spiels zu werden, das zu den unmenschlichen Auswüchsen führt, die wir gerade im Gaza-Streifen und auf vielen anderen Schauplätzen dieser Erde sehen.

Um es deutlich zu sagen: ich finde es furchtbar, dass

  • Menschen in Tel Aviv Angst vor Raketen haben müssen
  • Menschen in Gaza Angst vor Bombem haben müssen
  • Menschen in Israel in diesem Konflikt sterben
  • Menschen im Gaza-Streifen in diesem Konflikt sterben
  • Kinder traumatisiert, verletzt und getötet werden
  • dass Unrecht, das an der einen Gruppe begangen wurde oder wird, von dieser als Rechtfertigung für das Begehen weiteren Unrechtes verwendet wird.

Was ich ganz besonders schlimm finde ist, dass die Menschen in diesen Regionen, seien es Palästinenser oder Israelis, ihre Kinder radikalisieren und damit die nächste Generation von Soldaten, Attentätern und Mördern züchten.

Das WIR wird ausgenutzt

All das kann nur deshalb geschehen, weil Menschen in entmenschlichten Wertemustern denken, in „WIR sind besser als DIE“ und „WIR haben das Recht, DIE zu bekämpfen“. Als soziales Wesen brauchen wir Menschen Gruppenzugehörigkeit – und genau dieser Wunsch wird von Herrschenden gnadenlos instrumentalisiert. Solange dieses Denken vorherrscht, wird es immer wieder Menschen geben, die sich an die Spitze dieser Gruppen setzen – denn dort gibt es Macht und Geld. Um diese Macht und Reichtum zu bewahren und auszuweiten, werden Kriege angezettelt, Menschen eingesperrt und den Gruppen entmenschlichte Wertemuster vermittelt.

Jetzt ist es leicht zu sagen, die bösen Herrschenden nutzen uns aus. Aber es gehören immer zwei dazu – und die Menschen in den Gruppen machen auch mit! Die Zugehörigkeit zur Gruppe wird durch das Abgeben moralischer und ethischer Werte erkauft. Denn erst, wenn ich es gut heiße, auf Palästinenser oder Israelis zu schießen, gehöre ich zur Gruppe – auf Kosten der menschlicher Werte. Und diese Bereitschaft der Menschen ermöglicht es erst, dass die Eliten ihr unmenschliches Spiel spielen können. Und was ist das Resultat: Die Menschen verlieren, egal ob Palästinenser oder Israeli.

Eine neue Definition des WIR ist nötig

Ich habe die Überzeugung, dass jeder Mensch das Recht auf Freiheit hat und das die eigene Freiheit da endet, wo mein Verhalten die Freiheit des anderen einschränkt oder ihm Schaden zugefügt wird. Ich glaube, dass wir statt „Wir gegen Die“ in „Ich UND Du“ denken müssen. Und wir brauchen eine neue Definition des WIR – eine die absolut bedingunglos ist, ohne Ausgrenzungen, dem jeder Mensch automatisch angehört.

Mit diesem Denken entziehen wir den Konflikten den Nährboden und es gelingt Niemandem mehr, uns aufzuhetzen und auszunutzen. Wir sollten nicht mehr „die Anderen“ bekämpfen. Wir müssen den Konflikt an sich  bekämpfen und diejenigen auf beiden Seiten an den Pranger stellen, die ihn befeuern indem sie das „Wir gegen Die“ propagieren.

Was kann ICH tun?

Natürlich kann ich den Konflikt im Gaza-Streifen nicht lösen. Aber ich bin nicht machtlos!

Ich kann

  • mich bewusst NICHT auf eine Seite zuschlagen – und damit vermeiden, Teil des Konfliktes zu werden
  • ich kann darüber sprechen, dass wir anders denken müssen, um die Konflikte zu lösen (daher auch dieser Artikel)
  • und ich kann meinen Kindern vermitteln, dass wir in „Ich und Du“ und einem bedingungslosen WIR denken müssen

Damit können WIR eine Generation fördern, die solche unendlich schlimmen und unsinnigen Konflikte beendet und als WIR die großen Probleme löst, vor denen die Menschheit steht.

Euer Dirk Hellmuth

Nachtrag von Martin, der passend noch den Kommentar von Bernhard hier bringen möchte:

Du und ich.

Billionenfach sind wir uns in den Jahrtausenden schon begegnet, wir sind alte Bekannte. Doch ich muss gestehen, ich habe Angst vor dir. Unsere Begegnungen zeigen, dass wir uns nicht trauen können, zu lange ist unser gemeinsamer Weg der Gräueltaten. Deshalb halten wir ihn hoch, den Schutzwall unserer Systeme aus Politik, Wirtschaft, Geld und Militär. Oder ist es doch so, dass uns gerade diese Systeme zu diesen Gräueltaten zwingen? Können wir uns, den Schutzwall erst einmal abgelegt, als Menschen von Angesicht zu Angesicht vertrauen?
Wovor habe ich Angst? Dass du mich betrügst, beraubst oder ermordest? Ist es nicht so, dass du die selbe Angst mit mir teilst? Ist es nicht so, dass du mich mit den selben Augen be(tr/ob)achtest, wie ich dich?

Was müssen wir befürchten, wenn wir uns nicht mehr voreinander schützen? Oder hätten wir sogar Möglichkeiten, von denen wir heute nicht zu träumen wagen? Wäre es möglich, dass wir uns schätzen lernen, dass wir uns gegenseitig unterstützen in unserem Dasein, dass wir uns freuen über des anderen Freud, dass uns unsere Begegnung zur Freude wird. Können wir uns einen liebevollen Umgang schaffen?

Du und ich?

  1. November 24, 2012 um 2:44 pm

    Hallo Dirk,
    dem kann ich leider gar nicht zustimmen, wenn ich sehe wie die Kinder bei uns zu Soldaten und Befehlsempfängern gedrillt werden ab Krippe.
    Ich habe noch ein Gedicht von Khalil Gibran,

    Unsieg, mein Unsieg, meine Einsamkeit und meine Ferne,
    Du bist mir lieber als tausend Triumphe
    Und meinem Herzen süßer als aller Ruhm der Welt.

    Unsieg, mein Unsieg, meine Selbsterkenntnis und mein Trotz,
    Ich weiß durch dich, dass ich noch jung und leichtfüßig bin
    Und nicht in die Falle verwelkender Lorbeeren gerate.
    Und in dir nur habe ich Alleinsein gefunden
    Und die Freude, gemieden und verachtet zu werden.

    Unsieg, mein Unsieg, mein glänzendes Schwert und mein Schild,
    In deinen Augen las ich, Dass gekrönt versklavt zu werden
    Und dass verstanden erniedrigt zu werden bedeutet,
    Und dass begriffen zu werden nur bedeutet seine Fülle zu erreichen
    Und wie eine reife Frucht zu fallen und verspeist zu werden.

    Unsieg, mein Unsieg, mein kühner Begleiter,
    Du sollst meine Lieder hören, meine Schreie und mein Schweigen,
    Und niemand außer dir soll vom Schlagen der Flügel mir sprechen
    Und vom Drängen der Meere und vom Brennen der Berge bei Nacht,
    Und du allein sollst meine steile, felsige Seele erklimmen.

    Unsieg, mein Unsieg, mein unsterblicher Mut,
    Du und ich gemeinsam werden lachen mit dem Sturm,
    Und gemeinsam schaufeln wir die Gräber für alle, die in uns sterben,
    Und in der Sonne werden wir stehen mit einem Willen,
    Und wir werden gefährlich sein.

    Euch allen ein schönes Wochenende

    • November 24, 2012 um 4:52 pm

      Ich sehe das auch sehr kritisch, wie unsere Gesellschaft die Kinder drillt, ihnen die wunderbare Gabe der Phantasie aberzieht und in ein Schema presst. Genau da sind wir wieder am Punkt: es gibt nicht die Gesellschaft oder das System oder die Gruppe, in die ich eintrete – es sind Menschen, die dies tun. Und wir Menschen können denken und können es ändern. Und gerade als Vater habe ich die Möglichkeit, meinen Kindern die Dinge anders, menschlicher zu vermitteln.

  2. federleichtes
    November 24, 2012 um 3:22 pm

    Ja, der Ansatz ist nicht nur richtig, sondern berührt eines der fundamentalen Probleme des Menschseins: Ambi-Valenz.

    Klar ist, wer sich in ein Lager stellt, IST in einem Lager, gefangen, manipiulierbar, bereit, zu miss-handeln und miss-handelt zu werden. Und BEIDES ist Leben, erfahrbar in Kirchen, Kasernen und Parteien:
    Emotionalisierung auf Teufel komm raus?
    Oder auf Liebe komme raus?

    Danke für diese Thematisierung.

    Wolfgang

  3. November 24, 2012 um 4:47 pm

    Hallo Dirk, Du greifst mit Deinem Artikel ein berührendes Thema auf, eines mit Blick auf eine Lebensphilosophie, die es noch in Afrika zu finden gibt:

    Ubuntu: ICH bin, weil WIR sind

    Ubuntu: ich bin, weil wir sind

    Ein Anthropologe bot Kindern eines afrikanischen Stammes ein neues Spiel an. Er stellte einen Korb voller Obst in der Nähe eines Baumes und sagte ihnen, wer zuerst dort ist, gewinnt die süßen Früchte.Als er ihnen das Startsignal gab, liefen sie alle zusammen und nahmen sich gegenseitig an den Händen, setzte sich dann zusammen hin und genossen ihre Leckereien.

    Als er sie fragte, weshalb sie so gelaufen sind, wo doch jeder die Chance hatte, die Früchte für sich selbst zu gewinnen, sagten sie: „Ubuntu, wie kann einer von uns froh sein, wenn all die anderen traurig sind?“

    Ubuntu in der Xhosa-Kultur bedeutet: »Ich bin, weil du bist, und ich kann nur sein, wenn du bist.«.

    siehe meinen Artikel: Ich bin weil wir sind! Ego versus Gemeinschaft

  4. November 25, 2012 um 4:43 pm

    Mich berühren dies Bilder auch sehr und ich sehe in Kenia ein viertel jahr vor den nächsten Wahlen große ethnische konflikte seit einem halben Jahr, die nicht in die Medien gelangen. Und es gibt sicherlich noch viele weitere Brandherde auf dieser Welt, Indien, Sri Lanka Pakistan, von denen wir genau so wenig wissen.

    „Ich habe die Überzeugung, dass jeder Mensch das Recht auf Freiheit hat und das die eigene Freiheit da endet, wo mein Verhalten die Freiheit des anderen einschränkt oder ihm Schaden zugefügt wird.“
    Ich hatte es schon geschrieben, ich halte den Grundansatz für sehr schwierig, weil er setzt ja gleiche Wertungen voraus und dies in unserer Welt, wo nichts gleicher ist. In einer meiner letzten Arbeiten, habe ich die Frage nach der artengerechten Lebensweise aufgeworfen. Sicherlich halten viele das für nun sehr weit her geholt. Wir wollen alle nicht mehr arbeiten, weil dies unfrei macht. Der Trend setzt sich weltweit fort und die Städte auf der Welt werden immer größer und die Unterschiede, die dadurch geschaffen werden, immer krasser. Der Großteil der Bevölkerung bei uns (in den Städten) weiß doch schon überhaupt nicht mehr, wie eine Rübe aussieht, geschweige wie ein Brot gebacken wird.
    Wir beklagen uns über Kinderarbeit und Monokulturen usw. auf der Welt und sind doch alle, ob wir es wollen oder nicht, Konsumenten dieser Produkte.
    Die Umkehr liegt in der Umkehr und zur Hinwendung zu Strukturen, die für den Einzelnen transparent sind. Wenn wir versuchen die Bundesrepublik oder Europa so zu verändern, das wir keine Last mehr tragen müssen, alle ein bedingungsloses Grundeinkommen haben und unserer Freiheit folgen, bürden wir nur noch mehr Last der restlichen Weltbevölkerung auf und verschärfen dadurch die Konflikte. Strukturen zu verlassen, die uns zu dem jetzigen machen, was wir sind, wird heißen Risiken auf sich zunehmen und vielleicht auch einmal nicht satt zu werden, aber uns Erfahrungen verschafft die lebendig sind.
    Viele Grüße com. Mike

  5. November 25, 2012 um 8:51 pm

    Zurück zum Konflikt in Nah-Ost. –
    Vor ein paar Wochen durfte ich eine Gesprächsrunde erleben, hier, mitten in D. Da saßen ein israelischer sehr symphatischer 84jähriger Mundharmonikaspieler und Friedensaktivist ( Ruben Moskovitz http://de.wikipedia.org/wiki/Reuven_Moskovitz) mit palästinensischen gut gebildeten Flüchtlingen und einem persischen Basari zusammen, sprachen über obigen Konflikt und stellten übereinstimmend fest, dass, wie auch hier schon beschrieben, das Schlimmste an diesem Konflikt die Traumatisierung der Kinder ist, die nichts anderes kennenlernen, auf beiden Seiten, wie diese Gewaltausbrüche. Was macht das aus diesen Kindern jetzt und später? Es ging nicht um gegenseitige Schuldzuweisungen, es ging darum einen für Alle gangbaren Weg aus dieser Situation zu finden. Ganz klar thematisiert wurde übrigens von allen Beteiligten, wenn hier überhaupt jemand, auf diplomatischer und sonstiger Ebene, helfen kann, dann, hör und staun, sind das die Deutschen. – Wir sind ja in diesen Konflikt inzwischen sehr involviert. Da gibt es einerseits U-Bootlieferungen (und andere Rüstungsexporte) an Israel und auch bspw. einen Jenaer OB der fordert, Produkte, die aus den durch Israel völkerrechtswiedrig besetzten Gebieten stammen, zu deklarieren. Der auch sagt; ich bin nicht gegen Israel oder die Juden, aber meine (christliche) Ethik gebietet mir, den Schwachen zu helfen. Das sind jetzt eben die Palästinenser.- Ambivalent, das ganze Thema, nur ich persönlich finde schon, dass wir Kriegstreiber zu Kriegstreibern sagen dürfen. Und uns an der Stelle nicht mehr den Mund verbieten lassen sollten. – Der letzte Angriffskrieg, der von persischem Boden ausging liegt übrigens mindestens 200 Jahre zurück. Und noch etwas; die größte jüdische Gemeinde außerhalb Israels, befindet sich, nach den USA, im Iran.
    Die Fragen könnten anders gestellt werden. Z.B. ist es doch nicht verwunderlich, dass bei der israelischen Hochrüstung, sich die Nachbarstaaten bedroht fühlen. Wie wäre es denn mit der Frage: „Was kann ich tun, dass mein Nachbar sich wohl fühlt?“ Das gilt für die große politische Bühne übrigens genauso, wie für die „Ebene des Gartenzauns“. Die Kriege und Gewaltausbrüche sind das große Abbild dessen, was sich im Kleinen abspielt, beim Nachbarschaftsstreit, dem Streit mit dem Partner, dem Krieg gegen sich selbst (Krankheit, nicht einverstanden sein mit sich selbst)

    Euch einen schönen Abend
    Martina

    • November 25, 2012 um 9:37 pm

      Und es gibt schon ausgefeilte Methode, die in solchen Konflikt-geladenen Situationen helfen könnten:

      Restorative Circles wurde von Dominic Barter in Brasilien entwickelt. Dieser Prozess bringt Menschen in Konfliktsituationen wieder in Verbindung, selbst wenn ihr tägliches Leben von Verbrechen und Gewalt bestimmt ist.“

  6. November 25, 2012 um 9:41 pm

    Was mit Kindern passiert, die so oder in ähnlicher Weise traumatisiert aufwachsen, lässt sich an diesem gruseligen, kaum auszuhaltenden Video absehen. Die Gewalt wird einfach weiter an die nächste Generation weitergereicht. Es wird dringend Zeit, dass wir damit aufhören!!!

  7. federleichtes
    November 25, 2012 um 9:46 pm

    Was ist mit dem „bedingungslosen Wir“ gemeint.

    Wo entsteht das Wir? Wenn wir gemeinsam auf dem Feld arbeiten?

    Ich denke, und das wird aus der Erlebnis-Schilderung Martinas deutlicher, das „Wir“ entsteht IN jedem Menschen. Einerseits aus Erfahrungen, aber andererseits eben auch aus Beschreibungen anderer, woraus (substanzlose) Vorurteile und General-Verurteilungen entstehen – können. ALLE, DIE und IMMER, wer wüsste nicht, wie schnell man auf einem Zug sitzt, den es gar nicht gibt. Tatsächlich gibt es keine Juden, keine Deutschen und keine Türken, sondern Menschen mit teils sehr verschiedenen kulturellen und persönlichen Erfahrungen.

    Aggressionen entstehen, das glaube ich, aus dem Nichtverstehen. Das ist in mir, und das ist in anderen. Je besser Menschen sich verstehen können, je besser wird das „Wir“, mit dem sie dann gemeinsam leben können, auch in der Lage, Konflikte zu lösen.
    Ich bin ok, du bist ok, das ist flach und trifft den Kern des Nichtverstehens nicht. Nein, ich bin eben für MMM nicht okay, und FFF findet mich verabscheuungswürdig. Es gibt also (noch) kein bedingungsloses „Wir“, weil L, C und K sich gar nicht verstehen KÖNNEN. Allein mit dem Verstehen ließen sich erhebliche Konflikte vermeiden und brächten Menschen in die Lage, sich nicht mehr passend machen zu müssen, bereit und in der Lage, jederzeit unter vielen Masken auszuwählen.

    Damit sind wir bei der Offenheit. Sie ist mir Grundlage für jede „Wir“. Und ehrlich gesagt wende ich mich nur offenen Menschen zu, weil ich dann mit meiner Offenheit sehr schnell erfahre, ob ein Mensch auch wahrhaftig ist.
    Bis heute werden wohl die meisten Kinder in unserer zivilisierten Welt zur Unaufrichtigkeit, zur Verschlossenheit und Selbstverleugnung erzogen. DAS ist der eigentliche Kern des Übels, Menschen zu gestalten, die sich selber – und folgend anderen – nicht trauen. Und Misstrauen und Angst sind der Nährboden für genau das, was Martina als „ist es doch nicht verwunderlich“ beschreibt.

    Im Zuge der Selbstverleugnung kommt es zu interessanten, konfliktreichen Entwicklungen. Sie alle dienen der Emotionalisierung, des Fremden- und Selbsthasses ebenso wie der Missachtung der Liebe. Nutznießer? Klar: Das Parasitäre System.

    Ja, Euch einen eigennützlichen Abend.

    Wolfgang

    • November 25, 2012 um 10:50 pm

      Lieber Wolfgang, ja, das Verstehen-können des jeweils Anderen durch seine Öffnung ist Voraussetzung für den Prozess der gemeinsamen Festlegung, wie man miteinander umgehen möchte.
      Genau das ist, was mit der Methode des Systemischen Konsensierens ermöglicht wird. Daher hatte ich die beiden Erfinder angefragt, uns ins rechte Licht zu setzen.
      VG Martin

  1. Dezember 15, 2012 um 7:16 pm

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