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Ist “Die Vertreibung aus dem Paradies” der Verlust der Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Privatkapitalismus?

November 11, 2012

Stefan Wehmeier hat im letzten Jahr einen bedenkenswerten Artikel geschrieben, in dem er die biblische Geschichte des Sündenfalls ökonomisch interpretiert:

Der Artikel unten ist das konzentrierte Ergebnis einer umfassenden Recherche und einer mehr als vierjährigen Gedankenarbeit, bei der alle Denkfehler bereits im Vorfeld ausgeschlossen wurden. Jede Formulierung und jeder Satz in dem Artikel sind wohlüberlegt, um in der kürzest möglichen Form dem unvoreingenommenen Leser einen Gesamtüberblick über eine im Kern zwar einfache, aber in ihren Auswirkungen maximal komplexe Thematik zu vermitteln, die eigentlich ein ganzes Buch erfordert.

Er hat mir erlaubt, den Artikel, der sich für mich recht schlüssig anhört, hier ebenfalls zu publizieren; und klar, mich interessiert auch Eure Meinung.

Die Rückkehr ins Paradies

Keine andere Geschichte hat jemals so viele Interpretationsversuche hervorgebracht, wie die wunderbare kleine Geschichte von Adam und Eva im Paradies. Es wurde alles hineininterpretiert, was sich an ein unwissendes Publikum verkaufen ließ, so widersprüchlich, sinnlos oder belanglos es auch war. Mit den naiven Interpretationen ließe sich mit Leichtigkeit eine ganze Bibliothek füllen, und wer sich die Mühe machte, sie alle zu lesen, wäre hinterher nicht klüger als zuvor. Doch allein die Tatsache, dass es so viele Interpretationsversuche gibt, lässt darauf schließen, dass die wirkliche Bedeutung der kleinen Geschichte alles andere als belanglos ist.

Tatsächlich beinhaltet der Text, der unter Genesis 2,4b – 3,24 bis heute überliefert ist, ein fundamentales Wissen, das man ihm bei oberflächlicher (gegenständlich-naiver) Betrachtung niemals zutraut, das aber im Nachhinein betrachtet die gesamte Kulturgeschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit seit dem „Auszug der Israeliten aus Ägypten“ bis heute erklärt. Worum geht es wirklich in dem Text? Um die Basis allen menschlichen Zusammenlebens und die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung in einer arbeitsteiligen Zivilisation, der Welt des Kulturmenschen: Makroökonomie und Geld. Adam und Eva repräsentieren nicht die ersten Urmenschen nach den letzten Menschenaffen (eine völlig unsinnige Vorstellung), sondern die ersten zivilisierten Menschen, die sich von ihren Vorfahren dadurch unterscheiden, dass sie Geld benutzen und in einer Marktwirtschaft leben. Und weil das so ist, hat eine „moderne“ Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt, etwas im Grunde so Einfaches wie das Geld noch immer nicht verstanden und lebt bis heute in der Erbsünde!

Der ganze Sinn und Zweck des heute „zweiten“ Schöpfungsmythos der Genesis, der nachträglich im sechsten vorchristlichen Jahrhundert von der israelitischen Priesterschaft durch den heute „ersten“ Schöpfungsmythos (Genesis 1,1 – 2,4a) ergänzt und dann zur Basis dreier Weltreligionen (Judentum, Christentum, Islam) wurde, war eine künstliche Programmierung des kollektiv Unbewussten, um die wirkliche Bedeutung der Erbsünde aus dem Begriffsvermögen des arbeitenden Volkes auszublenden, solange das Wissen noch nicht zur Verfügung stand, um diese „Mutter aller Zivilisationsprobleme“ zu überwinden. Anderenfalls hätte das, was wir heute „moderne Zivilisation“ nennen, gar nicht erst entstehen können.

Schöpfungsmythen – es geht um die Schöpfung von Kultur und nicht um die „Schöpfung von Natur“ – sind geniale metaphorische Beschreibungen der Makroökonomie einer Kultur. Die darin implizit enthaltenen Götter (künstliche Archetypen im kollektiv Unbewussten) bewirken „geistige Beschneidungen von Untertanen“, die in früheren Zeiten, als die Religion (Rückbindung auf künstliche Archetypen) noch eine exakte Wissenschaft und ein wesentlicher Bestandteil der geheimen Staatskunst war, dazu verwendet wurden, um eine größere Anzahl von zuvor in eigenständigen kleinen Dörfern (Urkommunismus) lebenden Menschen (nur bis zu etwa 150 menschliche Individuen können sich alle noch gegenseitig kennen) zu einer übergeordneten, arbeitsteiligen Kultur zusammenzufügen. Die ersten Kulturen waren zentralistische Planwirtschaften noch ohne liquides Geld, wie z. B. das alte Ägypten der Pharaonen vor den Ptolemäern (ca. 3000 v. Chr. bis ca. 320 v. Chr.). Die höhere Kulturstufe, die durch verbesserte Arbeitsteilung unter deutlich mehr Menschen erreicht wurde (Ursozialismus bzw. Staatskapitalismus), bedeutete jedoch einen Verlust an Individualität und Freiheit, insbesondere für das arbeitende Volk. Die Pharaonen und ihre Oberpriester betrieben daher eine geheime Staatskunst, um aus Menschen – durch gezielte geistige Beschneidungen – willige „Arbeitsameisen“ zu machen. Die Pharaonen wären nicht auf die Idee gekommen, Geld als Zwischentauschmittel zu verwenden, da sie bereits wussten, dass ein Zinsgeldkreislauf nicht stabil sein kann. Gold und Silber sowie Kupferbarren wurden nur als Wertmaßstab benutzt, nicht jedoch als umlaufendes liquides Geld. Der im Vergleich zu einer Geldwirtschaft umständliche und uneffektive planwirtschaftliche Tauschhandel musste daher mit bedingungslosem Gehorsam gegenüber der staatlich verordneten Verteilungshierarchie und notfalls mit brutaler Gewalt durchgesetzt werden. Ohne die vielfältigen religiösen Verblendungen wäre diese Situation für das Volk unerträglich gewesen; nur durch ihre geistigen Beschneidungen (selektive geistige Blindheit) konnten die im Ursozialismus arbeitenden Menschen überhaupt einen Sinn in ihrer Existenz sehen! Etwas Ähnliches, wenn auch längst nicht mehr auf dem Niveau der Gottkönige der Vorantike, wird heute noch in „Ameisenstaaten“ wie etwa Nordkorea betrieben, wo die einfachen Menschen, die wirklich an den Diktator glauben, es sich nicht leisten können, ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln.

Und der Baum des ewigen Lebens, wie er in Erscheinung getreten ist durch den Willen Gottes, befindet sich im Norden des Paradieses, sodass er die Seelen der Reinen unsterblich mache, die hervorkommen werden aus den Gebilden der Armut zum Zeitpunkt der Vollendung des Äons. Die Farbe des Baumes des Lebens aber gleicht der Sonne. Und seine Zweige sind schön. Seine Blätter gleichen denen der Zypresse. Seine Frucht gleicht einem Bund von Weintrauben, wobei sie weiß ist. Seine Höhe geht hinauf bis in den Himmel.

Und neben ihm befindet sich der Baum der Erkenntnis, wobei er die Kraft Gottes hat. Seine Herrlichkeit gleicht dem Mond, wenn er sehr leuchtet. Und seine Zweige sind schön. Seine Blätter gleichen Feigenblättern. Seine Frucht gleicht guten, appetitanregenden Datteln. Dieser nun befindet sich im Norden des Paradieses, sodass er die Seelen aus dem Schlaf der Dämonen erwecke, damit sie zum Baum des Lebens kommen und von seiner Frucht essen und so die Mächte und ihre Engel verurteilen.

Diese wundervolle Poesie (Die Schrift ohne Titel / Über die Bäume des Paradieses) ist nicht in der Bibel zu lesen; sie wurde erst 1945 als Bestandteil der „Schriften von Nag Hammadi“ (wieder-)gefunden, die im Nachhinein betrachtet als der wertvollste archäologische Fund aller Zeiten anzusehen sind, denn sie beinhalten mit dem Philippusevangelium das vergessene Wissen der Urchristen (Gnostiker = Wissende) und mit dem Thomas-Evangelium die wahre und ebenso vergessene Erkenntnis des Jesus von Nazareth – und damit den Schlüssel zur Überwindung der Erbsünde und der Verwirklichung des „Himmels auf Erden“! Doch beschäftigen wir uns zunächst mit den „Bäumen des Paradieses“, die in der Genesis nicht näher beschrieben sind. „Apfelbäumchen“ sind es nicht, aber auch die Zypresse (immergrüner Nadelbaum) und der Feigenbaum (Laubbaum, der seine Blätter im Winter abwirft) sind wiederum nur Symbole für etwas sehr viel Grundlegenderes. Wörtlich übersetzt aus dem Althebräischen heißt der Baum des (ewigen) Lebens „Baum, der Frucht ist und Frucht macht“. Es gibt keinen Baum in der Natur, der gleichzeitig „Frucht ist und Frucht macht“, aber der Geldkreislauf in einer Volkswirtschaft ist der Gewinn und macht wieder Gewinn! Der Baum der Erkenntnis ist eigentlich der „Baum, der Frucht macht“. Das machen zwar viele Bäume in der Natur, aber von der Hypothese, dass es sich bei den „Pflanzen“ in der Genesis um natürliche Gewächse handelt, können wir uns jetzt verabschieden. Der Baum der Erkenntnis (von Gut und Böse) ist der Zinsgeldverleih und seine „Frucht“ ist der Zins, genauer: der Urzins (S. Gesell, 1916) bzw. die Liquiditäts(verzichts)prämie (J. M. Keynes, 1935)!

Ab jetzt lassen sich alle anderen Bilder und Metaphern der originalen Heiligen Schrift (die Bibel nur bis Genesis 11,9), die nicht zum Zweck des Moralverkaufs gegenständlich-naiv uminterpretiert wurde, stringent und lückenlos erklären: Der „Auszug der Israeliten aus Ägypten“, über den gegenständlich-naiv im zweiten Buch der Bibel, dem Buch Exodus, berichtet wird, bedeutet die „Weiterentwicklung der menschlichen Kultur von der zentralistischen Planwirtschaft ohne liquides Geld zur freien Marktwirtschaft mit Geldkreislauf“. Verglichen mit dieser wesentlichen Bedeutung ist es vollkommen nebensächlich, ob dabei irgendwann einmal ein paar halbverhungerte Flüchtlinge irgendwo durch die Wüste irrten. Der Anfang der menschlichen Zivilisation (freie Marktwirtschaft = Paradies) war die geistige Beschneidung einer zuvor in der unbewussten Sklaverei des Ursozialismus gefangenen Volksgruppe durch einen Revolutionär (nennen wir ihn Mose), der etwa im dreizehnten vorchristlichen Jahrhundert einen neuen künstlichen Archetyp, den Gott Jahwe, entwickelte, der dieses Volk „wahnsinnig genug“ für die Benutzung von Zinsgeld machte. Mose hatte sich überlegt, dass es ausreichen müsste, den Geldverleih gegen Zins ausschließlich in die eigene Hand zu nehmen und dem Volk das gegenseitige Zinsnehmen einfach zu verbieten (siehe auch: Unser Geldsystem steht im Widerspruch zur Grundregel „Du sollst nicht stehlen“) um damit den Zinsgeldkreislauf stabil zu halten. Die Urform des heute „zweiten“ Schöpfungsmythos der Genesis, dem ersten der „fünf Bücher Mose“, stammt tatsächlich von Mose (unabhängig davon, ob er so hieß), während der heute „erste“ Schöpfungsmythos erst im sechsten vorchristlichen Jahrhundert von der israelitischen Priesterschaft davor gesetzt wurde, um den unbewussten (bis heute religiös verblendeten) Kulturmenschen von der anfänglichen Basisfunktion „dem Investor höriger Unternehmer“ zur fatalen Funktion „dem Kapitalismus folgender Investor“ umzuprogrammieren. Zu diesem Zeitpunkt hatte man eingesehen, dass weder Zinsverbote noch beliebig komplizierte Sozialgesetze den Frieden in einer Zinsgeldwirtschaft sicherstellen können. Die Erbsünde (der Privatkapitalismus) führt über den Zinsmechanismus zu einer zwangsläufigen Spaltung der Gesellschaft in arm und reich, unabhängig von den Fähigkeiten des Einzelnen. Die Zivilisation muss daher immer wieder an der sozialen Ungerechtigkeit zerbrechen und der nächste Krieg ist – zwecks umfassender Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten – unvermeidlich.

Die rückständige und noch immer gegenwärtige Kulturstufe der Menschheit basiert auf dem künstlichen Archetyp Jahwe = Investor (jahwistische Schicht des alten Testamentes), der nachträglich vom künstlichen Archetyp Elohim = Kapitalismus (priesterliche Schicht) mit der verzweifelten Absicht im kollektiv Unbewussten verfestigt wurde, die Menschheit durch die bittere Erfahrung immer neuer zwangsläufiger Kriege (Wahnsinn mit Methode) zu der Erkenntnis zu bringen, wie die Makroökonomie zu gestalten ist, damit die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen über leistungslose Kapitaleinkommen beendet wird (Erlösung). Damit wurde der Krieg zum Vater aller Dinge, aber aus Schaden soll der Mensch schließlich klug werden. So hat sich mittlerweile in der katholischen Priesterschaft herumgesprochen, dass Frauen nicht „sündiger“ sind als Männer, während der islamischen Priesterschaft diese Einsicht noch etwas schwer fällt. Auf der anderen Seite akzeptieren die Allah-Gläubigen (der Prophet Mohammed machte mit dem Koran den heute für Juden und Christen „ersten“ Schöpfungsmythos wieder rückgängig) eher als die Gottesgläubigen, dass das Finanzkapital (Eva) dem Sachkapital (Adam) keinen leistungslosen Kapitalgewinn (Frucht vom Baum der Erkenntnis) abfordern darf. Die Entscheidung, welche Priesterschaft die „klügere“ ist, steht also noch aus. Doch wenn die Priester den Sinn ihres anfänglichen Schöpfungsmythos wieder verstanden haben, dürfen wir zuversichtlich hoffen, dass beide Priesterschaften endlich aus ihren Träumen erwachen.

Dann aber bemerkte der Schatten, daß es etwas gab, das stärker war als er. Und er wurde neidisch. Und als er schwanger geworden war von sich selbst, brachte er plötzlich den Neid hervor. Seit jenem Tag trat das Prinzip des Neides in allen Äonen und ihren Welten in Erscheinung. Jener Neid wurde als Fehlgeburt gefunden ohne Geist in ihm. Wie ein Schatten ist er in einer wäßrigen Substanz entstanden. Darauf wurde der Haß, der aus dem Schatten entstanden war, in eine Region des Chaos geworfen.

Dieser Text (Die Schrift ohne Titel / Über den Neid des Schattens) ist etwas schwieriger zu verstehen und setzt die Kenntnis der verwendeten Metaphorik voraus. Er ist von zentraler Bedeutung in den Nag Hammadi Schriften, denn er erklärt zum einen die Zwangsläufigkeit der Erbsünde und zum anderen, warum die Urchristen (Gnostiker), die die wirkliche Bedeutung der Erbsünde zwar kannten, aber noch nicht wussten, wie sie zu überwinden ist, mit ihrem Vorhaben, sich gegenseitig zinslose Kredite auf freiwilliger Basis zu geben (christliche Nächstenliebe), scheitern mussten.

Die „wässrige Substanz“ lässt sich direkt mit „liquides Zinsgeld“ übersetzen. Bei dem „Schatten“ handelt es sich um den „Schatten der Schlange“; dies geht aus einem anderen Nag Hammadi Text hervor, der hier aus Platzgründen nicht behandelt wird. Bekanntlich wurde Eva („Frau“: Finanzkapital / „Mann“: Sachkapital) von der „Schlange“ dazu verführt, sich an der „Frucht vom Baum der Erkenntnis“ zu bedienen. Die „Schlange“ ist ein vorantikes Symbol für die Sparsamkeit, denn nur die Schlange erspart sich sowohl Arme als auch Beine. Der „Schatten der Schlange“ symbolisiert die Ersparnis. Und eine Ersparnis, die „schwanger geworden ist von sich selbst“, bringt durch Verleih den Neid hervor, solange das Geld zinsfrei verliehen wird, denn der Kreditgeber ist bis zur vollständigen Tilgung des Kredites neidisch auf den Kreditnehmer, weil er bis dahin auf Liquidität verzichten muss! Dieser Neid kann nur mit dem Zins (Urzins) kompensiert, sprich bezahlt werden. Deshalb heißt der Urzins in der modernen Geldtheorie Liquiditätsverzichtsprämie (= „Frucht vom Baum, der Frucht macht“). Die Erbsünde ist also zwangsläufig, weil der gegenseitige Neid aller Menschen automatisch dazu führt, dass entweder gar kein Geld mehr verliehen wird, oder dass doch wieder Zinsen genommen werden. In beiden Fällen kommt es zur Katastrophe. Im ersten Fall gerät die Volkswirtschaft in eine so genannte Liquiditätsfalle. Der Geldkreislauf (Baum des Lebens) bricht zusammen, die gesamte Kultur zerfällt. Im zweiten Fall spaltet sich die Gesellschaft in viele Arme (Zinsverlierer) und wenige Reiche (Zinsgewinner), bis die Armen nichts mehr zu essen haben und die Reichen nicht mehr wissen, wohin mit ihrem vielen Geld – am Ende entsteht Krieg.

Der Neid des Liquiditätsverzichts ist immer stärker als die christliche Nächstenliebe, die es, wie wir jetzt wissen, seit der Gründung der „heiligen katholischen Kirche“ im vierten Jahrhundert gar nicht mehr gibt. Dabei ist zu beachten, dass ein freiwilliger Verzicht auf Zinsen etwas ganz anderes ist als ein Zinsverbot (Scheinheiligkeit), denn Zinsen lassen sich bei der Verwendung von Zinsgeld mit Wertaufbewahrungsfunktion grundsätzlich nicht verbieten, wenn das Geld im Umlauf bleiben soll, was wiederum die Grundvoraussetzung ist für jede zivilisatorische Weiterentwicklung. Genau deswegen waren viele Zeiten im Mittelalter „finstere Zeiten“. Der Cargo-Kult (Wahnsinn ohne Methode) des Katholizismus (hier stellvertretend für alles, was sich heute „christlich“ nennt) war die endgültige „Vertreibung aus dem Paradies“: der vollständige Verlust der Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus.

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Albert Einstein

Um die Marktwirtschaft (Paradies) vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus (Erbsünde) zu befreien, müssen wir die vergessene Erkenntnis des Jesus von Nazareth verstehen. Er war der erste Denker der Geschichte, der erkannt hatte, dass sich niemals der Mensch – ob bewusst oder unbewusst – an das Geld anpassen lässt, sondern nur das Geld an den Menschen (GoTh = Gospel of Thomas):

(GoTh 001) Und er sagte: Wer die Erklärung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.

(GoTh 044) Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel. <

(GoTh 055) Wer nicht seinen Vater hasst und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und wer seine Brüder nicht hasst und seine Schwestern und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein.

(GoTh 105) Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird Sohn der Hure genannt werden.

(GoTh 106) Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: „Berg, hebe dich hinweg!“, wird er verschwinden.

(GoTh 113) Seine Jünger sagten zu ihm: „Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?“ Jesus sagte: „Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: „Siehe hier oder siehe dort“, sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht.“ ***

Die originale Heilige Schrift (die Bibel bis Genesis 11,9 sowie ein wesentlicher Teil der Nag Hammadi Schriften), die dadurch gekennzeichnet ist, dass ihre Verfasser die wirkliche Bedeutung der Erbsünde noch kannten, bezieht sich immer zuerst auf die ganze Kultur und erst danach auf den einzelnen Kulturmenschen:

Mutter = Summe aller Ersparnisse
Hure = Finanzkapital
Brüder und Schwestern = Sachkapitalien
Berg = Rentabilitätshürde
Tod = Liquiditätsfalle
Vater (der Kultur) = Kreditangebot
Sohn = Kreditnachfrage
heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld (heilig = gesichert; Geist = Geldumlauf)
Königreich des Vaters = Natürliche Wirtschaftsordnung

*** (Silvio Gesell, Vorwort zur 3. Auflage der NWO, 1918) „Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat.“

Jesus von Nazareth entdeckte fast zwei Jahrtausende vor dem Genie Silvio Gesell die einzige Möglichkeit, wie Menschen wirklich zivilisiert zusammenleben können: das Grundprinzip der absoluten Gerechtigkeit als Basis für die ideale Gesellschaft. Wenn es überhaupt nur möglich ist, einen unverdienten Gewinn auf Kosten der Mehrarbeit anderer zu erzielen, wäre selbst dann, wenn alle Menschen „gut“ wären, der nächste Krieg unvermeidlich. Sind aber arbeitsfreie Kapitaleinkommen durch vollkommene marktwirtschaftliche Konkurrenz (monopolfreie Marktwirtschaft) auf Null geregelt, bedeutet es prinzipiell das Beste für alle, wenn der Einzelne nur das Beste für sich anstrebt. Das ist die wahre Nächstenliebe. Bis auf die „sichere Unendlichkeit“ (die menschliche Dummheit = Politik und Religion) gibt es für den „Himmel auf Erden“ (Nachfrage <=> Angebot) keine weitere Ausrede.

Stefan Wehmeier, 15. Juli 2011 Quelle

Anmerkung:

Dass etwas mit unserem Geldsystem ganz und gar nicht in Ordnung ist, habe ich seit letztem Jahr in diesem Artikel zusammengesammelt:

Alles was wir über die Finanzkrise und das fehlerhafte Geldsystem wissen sollten und können …

  1. Oliver De Girolamo
    November 15, 2012 um 11:43 pm

    Ja wo ist Jesus wenn man Ihn braucht….??? Ja er wird kommen……Er kommt immer…. wenn die Zeit reif ist. Wie vor ca. 2012 Jahren, doch hatten sie etwas gelernt ?? Nein, an das Kreuz haben sie Ihn geschlagen damit wir Ihn heute anbeten. (Profane Lehre)

    War es das was ein Christus gewollt hätte ??? Nein der Christusgedanke ist so wie Jesus Ihn in die Welt trug. Damals Herrschten die Römer mit Ihren Göttern die jüdischen Hohepriester waren der verlängerte Arm der Römer.

    Die dort lebenden Menschen fingen an, an Ihrem Glauben und ihren Werten zu zweifeln als ein junger Liberaler, nennen wir Ihn Jesus, den Menschen eine neue Hoffnung gab und es entstand eine Bewegung, das Christentum.

    Die uns heute bekannteste Bewegung die entstand, durch die selben Gründe, weil die Menschen an Ihren Werten und Glauben zweifeln, mündete in den zweiten Weltkrieg. Wer der Jesus dort war kann sich jeder denken und der Biblische Charakter ??? Wie sonnst lebt diese kranke geistige Gesinnung bis heute weiter und dank unserer Politik wird sie immer wieder in den Vordergrund gehoben, nach dem Motto Aufarbeitung der Vergangenheit.

    Dabei passiert das gleiche gerade wieder, die Menschen werden wieder so weit gebracht das sie an Ihren Glauben und an Ihren Werten zweifeln und es wird wieder ein neuer Jesus kommen den sie an das Kreuz schlagen werden.

    In der Offenbarung des Johannes steht alles drin, das Reglerwerk zur Beherrschung der Menschheit über Jahrtausende hinweg.

    Zitat Rockefeller „Wir stehen am Beginn eines weltweiten Umbruchs. Alles, was wir brauchen, ist die eine richtig große Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung akzeptieren.“

    All diese Worte sind eine Hypothese, eine Kombination aus dem gelesenen und dem erdachten ohne jeden Wert.

  2. Oliver De Girolamo
    November 16, 2012 um 12:31 am

    Wer gegen Dummheit kämpft hat noch nicht die geistige Reife zu erkennen das die Dummheit ein Teil des Werdens ist. Wer die Dummheit bekämpft, bekämpft gleichsam die Entwicklung und solche Menschen sind gefährlich..

    • federleichtes
      November 16, 2012 um 2:35 am

      Dann sind also auch Lehrer gefährlich – ich werde Deine Theorie mal Susanne vortragen. Aus meiner Sicht lehrt sie, und lernt, die Dummheit zu ertragen. Beides ist ein mühseliges Geschäft. Immerhin vereinfachte die Mühsal ihr Leben entscheidend: Sie kann Dummheit durch dicke Wände „riechen“. Man könnte ihre Fähigkeit auch „Bewusstsein für das Richtige und Falsche“ nennen.

      Zu Deiner Erkenntnis, die Dummheit sei Teil des Werdens, beglückwünsche ich Dich. Und frage mich, warum ich so dumm war, so viel zu lernen. Dabei wurde ich frühzeitig mit dem Phänomen konfrontiert. Am Abend erinnerte ich mich an eine Geschichte, die im Frühjahr 1959 begann. Damals mussten wir, schulisch gefordert, eine Jahresarbeit schreiben. Ich entschied mich, fasziniert von dem Mikroskop, das der Weihnachtsmann gebracht hatte, das Wachstum eines Birnbaum, der seine Zweige auf unseren Balkon streckte, zu dokumentieren. Eine Arbeit voller Freude. Das Ergebnis war so gut, dass ich eine glatte Sechs bekam, mit der Begründung, ich könne das nur abgeschrieben haben.

      Na ja, als Kind wurde mir der Glaube, und damit streifen wir dieses Thema, an Autoritäten ins Fell gebrannt. Das Fell trug ich lange, aber nicht zu lange. Heute kann ich durch dicke Mauern falsche Autoritäten „riechen“. Damit dürfte eine der Verbindungen zu Susanne klar sein: Wir interessieren uns in der Hauptsache für Erscheinungen, die wahr sind.

      Euch einen guten Tag.

      Wolfgang

    • November 16, 2012 um 11:59 am

      „…dass die Dummheit ein Teil des Werdens ist.“

      Selbstverständlich ist die Dummheit ein Teil des Werdens. Ohne die Religion (religiöse Verdummung) hätte sich die halbwegs zivilisierte Menschheit gar nicht erst auf die (Zins-)Geldbenutzung eingelassen oder sie frühzeitig wieder aufgegeben, und wir würden heute noch Pyramiden bauen und die altägyptischen Götter anbeten.

  3. November 16, 2012 um 11:53 am

    „Grundprinzipien, also allgemein und unter allen Umständen verbindliche Basisregeln können schon per se nicht definiert werden…“

    Selbstverständlich können sie das. Jedes vom deutschen Bundestag verabschiedete Gesetz ist ein solches „Grundprinzip“.

    http://www.deweles.de/files/grundgesetz.pdf

    Auf die im Grundgesetz „garantierten“ Grundrechte können wir verzichten, wenn allein die Geld- und Bodenordnung richtig definiert wird.

  4. federleichtes
    November 16, 2012 um 12:45 pm

    Lieber Herr Wehmeier,

    Sie demonstrieren hier bei uns auf eine für mich eindrucksvolle Weise.
    Fragen Sie doch mal in de Runde, wer nicht das Problem des Eigentums sehen würde und verstehen könnte, was es anrichtet.
    Aber – fragen Sie auch sich, auf welcher Ebene Sie tätig sind: Vielleicht hätte Herr Vobig das klarer formuieren sollen:
    Für das Existieren DIESER Ordnung gibt es einen Grund. Und NIEMAND wird auf der Darstellungs-Ebene wirklich Grundlegendes verändern KÖNNEN, wenn er den GRUND für die Erscheinung nicht auflöst.
    Sie besiegen keine sich bewegenden Windmühlenflügel, und warum sollte man gegen sie kämpfen, wenn man weiß, dass sie sich nicht mehr drehen, wenn es keinen GRUND mehr gibt, sich zu drehen.

    Klar, mein/e Argument/e sind dumm. Aber was, wenn Herr Girolamo nicht irrt mit seiner Annahme, das Werden brauche Dummheit? Aus meiner Erfahrung im Umgang mit Menschen mag ich berichten, dass man manchmal gar nicht dumm genug denken kann, um an seine eigene und die Dummheit anderer heran zu kommen.

    Sie sind ein kluger Mensch. Wohin hat Sie das gebracht? Ich sage, SIE brauchen einen Spiegel, und erklären, IHR Spiegel sei verschmutzt. Standing Ovation, wenn Sie das Phänomen nicht auf andere Menschen projizierten.
    Sie argumentieren mit dem Alten Testament und „wissen“ von der Verblendung der Menschen. Und beschimpfen und beschuldigen sie?
    Sie berichten, sie beraten die Bundesregierung. Ich wüsste gerne, wie man Psychopathen berät, stehe allerdings – noch – auf dem Standpunkt, eher könne man Ochsen melken.

    Herr Wehmeier, objektiv halfen Sie uns beim Backen eines „Brotes“. Warum trampeln Sie darauf herum, und was hindert Sie daran Ihr Recht der Nutznießung zu verstehen?

    Lehren UND lernen. Versuchen Sie, das Prinzip besser zu verstehen, um zu vermeiden, Türen einzurennen, die es gar nicht gibt.

    Herzliche Grüße von einem, der immer noch an dem
    Menschen Stefan Wehmeier interessiert ist.

    Wolfgang Jensen

  5. federleichtes
    November 16, 2012 um 3:23 pm

    Ja, der Mensch Stefan Wehmeier.
    Was ist mit ihm – bereit, noch ein paar Schritte mit mir zu gehen?

    Wenn ja, führen Sie sich bitte folgende Aussage zu GEMÜTE:

    Freiheit erscheint fatal.

    Leben will Entwicklung, und sie bekommt sie, durch Menschen, die erkennen,
    dass man einen Fluss (Erkenntnis) nicht auf halbem Weg (Starrsinn) mit Steinen (Dogmen) aufhalten, kann ins Meer (Weisheit) zu fließen.

    Wenn Sie nicht wenigstens bereit sind zu verstehen, dass sie nicht die Wahrheit sind, sondern nur eine Wahrscheinlichkeit mit dem Anschein der Wahrheit, werden sie sehr wahrscheinlich weder anderen noch sich selber in einen vernünftigen Fortschritt bringen.

    Härte ist unverzichtbar, allerdings erst von bemerkenswertem Nutzen, wenn man härtet, was des Härtens wert ist.

    Wolfgang
    geht dann mal.

  6. November 16, 2012 um 3:47 pm

    „…das Problem des Eigentums…“

    Es gibt kein „Problem des Eigentums“. Der Sachkapitalzins resultiert nicht aus dem Besitz an den Sachkapitalien, sondern aus deren struktureller Knappheit aufgrund der Rentabilitätshürde des Urzinses.

    „Für das Existieren DIESER Ordnung gibt es einen Grund.“

    Das ist der Grund: http://www.deweles.de/files/gen1-1_11-9.pdf

    „Und beschimpfen und beschuldigen sie?“

    Nein, ich kläre sie auf. Wer sich „beschimpft und beschuldigt“ fühlt, versucht sich damit gegen die Aufklärung zu wehren, weil er seine Vorurteile mehr liebt als alles andere.

    „Sie berichten, Sie beraten die Bundesregierung.“

    Noch nicht. Aber es wird ihr nichts anderes übrig bleiben. Aus dem einfachen Grund, weil sonst niemand über die Kompetenz verfügt, eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform praktisch durchzuführen, ohne dabei eine Katastrophe in der Katastrophe auszulösen.

    „Ich wüsste gerne, wie man Psychopathen berät, stehe allerdings – noch – auf dem Standpunkt, eher könne man Ochsen melken.“

    Was unterscheidet Sie von diesen Psychopathen? Sie wären genauso wenig (oder eher noch weniger) in der Lage, eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform praktisch durchzuführen, ohne dabei eine Katastrophe in der Katastrophe auszulösen.

    „…an dem Menschen Stefan Wehmeier interessiert…“

    Ich kann darauf verzichten, dass Sie an mir interessiert sind. Sie sollen sich für die einzig denkbare Möglichkeit des zivilisierten Zusammenlebens, die Natürliche Wirtschaftsordnung, interessieren. Solange Sie sich dafür nicht interessieren, haben Sie mit dem selbständigen Denken noch gar nicht angefangen.

    • November 16, 2012 um 5:06 pm

      Hm, also erst Jener, der das Gesell´sche Modell verstanden zu haben glaubt, ist des eigenen Denkens mächtig geworden. Riecht das nicht auch stark nach einem dogmatischen Glaubensbekenntnis?

      • November 16, 2012 um 7:34 pm

        Des selbständigen Denkens mächtig geworden ist der, der sich aus der religiösen Verblendung befreit hat. Er kommt dann ganz von selbst darauf, dass Silvio Gesell zweifelsfrei recht hatte.

  7. November 16, 2012 um 3:51 pm

    „…wenn man härtet, was des Härtens wert ist.“

    I am a rock, I am an island
    And a rock feels no pain
    And an island never cries

    http://www.deweles.de/willkommen/auferstehung.html

  8. November 16, 2012 um 7:27 pm

    „Dieser Unterschied wäre nur aufhebbar,…“

    Der Kapitalismus lässt sich nicht beseitigen, indem „der Staat“ den Reichen etwas wegnimmt („Auge um Auge, Zahn um Zahn“), sondern indem er ausnahmslos allen arbeitswilligen Menschen, die bisher am marktwirtschaftlichen Wettbewerb gehindert oder von ihm ausgeschlossen waren, es durch geeignete wirtschaftliche Rahmenbedingungen ermöglicht, den Reichen Konkurrenz zu machen („…wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei.“)!

    „Zivilisiertes Zusammenleben ist durchaus auch auf anderer Basis denkbar.“

    Nein. Es sei denn, man (oder Frau) frönt der größtmöglichen Dummheit, sich für „schlauer“ zu halten als Silvio Gesell und Jesus von Nazareth zusammen.

    „Das In-Frage-Stellen durch Wolfgang sehe ich persönlich als schlagenden Beweis selbstständigen Denkens an, denn ein kritikloses Konsumieren und serviles Abnicken wäre ja wohl das genaue Gegenteil.“

    Wer selbständig denken kann, wird mir am Ende zustimmen. Ich muss mich nicht dafür entschuldigen, dass ich anderen im selbständigen Denken weit voraus bin, so wie sich andere nicht dafür entschuldigen müssen, die Natürliche Wirtschaftsordnung (noch) nicht verstanden zu haben.

    • November 16, 2012 um 7:39 pm

      Das Gerüst des Gesell´schen Modells steht auf der Annahme, dass der Mensch nur Handeln und Tauschen kann.
      Schon das kann in meinen Augen schon ein Konzeptfehler sein. Die Freunde des Zeitgeist Movement arbeiten schon länger an einem Modell des bedingungslosen Gebens und Nehmens im Kontext von Bedürfnissen, das auf den Einsatz von Geld verzichtet.
      Dann wird es einen Teil an Arbeit für die Deckung der Grundbedürfnisse geben. Einen weiteren Teil wird man sich um anderweitig Bedürftige kümmern und den Rest hat jeder Zeit für sich an dem zu schaffen, was er wirklich, wirklich will.

      Ich traue Niemandem, der mir erzählen will, dass ein von ihm durchdachtes Modell das einzige ist, was funktionieren wird. Mein Reflex ist dann eher Misstrauen.

      • November 16, 2012 um 8:38 pm

        „Das Gerüst des Gesell´schen Modells steht auf der Annahme, dass der Mensch nur Handeln und Tauschen kann.“

        „Mit der auf Eigennutz aufgebauten natürlichen Wirtschaft soll jedem der eigene volle Arbeitsertrag gesichert werden, mit dem er dann nach freiem Ermessen verfahren kann. Wer eine Befriedigung darin findet, seine Einnahmen, den Lohn, die Ernte mit Bedürftigen zu teilen, – der kann es tun. Niemand verlangt es von ihm, doch wird es ihm auch niemand verwehren. Irgendwo in einem Märchen heißt es, dass die größte Strafe, die dem Menschen auferlegt werden kann, die ist, ihn in eine Gesellschaft von Hilfsbedürftigen zu bringen, die die Hände nach ihm ringen, und denen er nicht helfen kann. In diese schreckliche Lage bringen wir uns aber gegenseitig, wenn wir die Wirtschaft anders als auf dem Eigennutz aufbauen, wenn nicht jeder über den eigenen Arbeitsertrag nach freiem Ermessen verfügen kann. Hierbei wollen wir zur Beruhigung der menschenfreundlichen Leser uns noch erinnern, dass Gemeinsinn und Opferfreudigkeit dort am besten gedeihen, wo mit Erfolg gearbeitet wird. Opferfreudigkeit ist eine Nebenerscheinung persönlichen Kraft- und Sicherheitsgefühls, das dort aufkommt, wo der Mensch auf seine Arme bauen kann. Auch sei hier noch bemerkt, dass Eigennutz nicht mit Selbstsucht verwechselt werden darf. Der Kurzsichtige ist selbstsüchtig, der Weitsichtige wird in der Regel bald einsehen, dass im Gedeihen des Ganzen der eigene Nutz an besten verankert ist.“

        Silvio Gesell (Vorwort zur 3. Auflage der NWO)

        „…den Rest hat jeder Zeit für sich an dem zu schaffen, was er wirklich, wirklich will.“

        „Der Arbeiter sieht in der Natürlichen Wirtschaftsordnung endlich seine Forderung nach sozialer Gerechtigkeit erfüllt, während der Geldkapitalismus ihn entweder brutal abweist oder achselzuckend bemitleidet oder bestenfalls mit armseligen Almosen in Form von sozialer Fürsorge abzuspeisen sucht. Er hat als Angehöriger des bisher untersten Standes den größten Vorteil der vorstehend geschilderten wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen. Wir brauchen sie nicht nochmals zu wiederholen, sondern wollen die geänderte Sachlage nur durch ein einziges kleines Beispiel schlaglichtartig beleuchten: Es ist in der Natürlichen Wirtschaftsordnung sehr leicht möglich, dass ein begabter Arbeiter bei bescheidenem persönlichem Lebensaufwand nebenher einen Privatgelehrten oder Künstler abgibt oder umgekehrt: dass ein Privatgelehrter oder Künstler sich nebenbei in der Fabrik seinen notwendigen Lebensunterhalt verdient, solange seine „höhere“ kulturelle Tätigkeit als materielle Lebensgrundlage nicht ausreicht.“

        Ernst Winkler (Theorie der Natürlichen Wirtschaftsordnung)

        http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/08/naturliche-wirtschaftsordnung.html

      • federleichtes
        November 16, 2012 um 8:46 pm

        Danke Martin – aus mehrfacher Sicht.

        Vorgestern spielten wir eine Idee durch, dauerte nur eine Minute.
        Ich sagte, ich würde gerne die Zeit anhalten, und (fast) alle Menschen schliefen dann. So lange, bis ALLE Spuren, die auf Geld und Beitz hinweisen, beseitigt sind. Dazu zählte ich auch, Rechtsanwälten die Akten weg zu nehmen. Grundbuchämter, Büros von Notare und Immobilienmaklern Bausparkassen und Versicherungen – Schilder dran: Wer diesen Raum braucht, bitte melden beim Haumeister.

        Dann geht die Zeit weiter. Was geschieht mit den Menschen, wenn sie im Supermarkt yVZ keine Kasse mehr sehen, keine Preisschilder an den Waren finden, wenn sie keinen Geldbeutel mehr haben und keine Scheckkarten, keine Banken und Geldautomaten sehen. Auf allen Arbeitsplätzen, die durch die Verwendung von Geld entstanden, steht ein Schild: Wir wünschen ihnen noch ein schönes Leben.

        Keine Polizei, kein Militär, was wollte man beschützen. Politik, bitte? War das nicht was in Zeiten des Neander-Talers?

        Was wäre dann, Herr Gesell? Ich meine, was würden sie dann arbeiten? Irgendwo Geld suchen? Oder Misstrauen säen, um die Menschen wieder an die Kette zu kriegen? Wunderprodukte erschaffen, sie anpreisen, als ginge es um Leben oder Tod und durch Konsum die Menschen in Schuld(en) und Angst stürzen?

        Na gut, wir leben jetzt in einem Geld-System, und wenn Nick ein Pferd braucht, wird er es bezahlen. Aber, Moment mal: Kann man etwas verkaufen, was das Leben hervor brachte? Und, haben Menschen bezahlen müssen für den Erhalt ihres Lebens? Und dann verkaufen sie es? Mann, Mann, Mann.

        Ne, ne, Herr Gesell, das mit ihren Ideen wurde nichts, und nach meinem Verständnis lässt man Totes ruhen.

        Damit allen einen lebendigen Abend.

        Wolfgang

        Beobachtung am Rande: „Draußen“ wächst das Gefühl für Zusammenhalt – deutlich!

  9. November 16, 2012 um 8:43 pm

    Lieber Herr Wehmeyer
    “ sondern indem er ausnahmslos allen arbeitswilligen Menschen, die bisher am marktwirtschaftlichen Wettbewerb gehindert oder von ihm ausgeschlossen waren, es durch geeignete wirtschaftliche Rahmenbedingungen ermöglicht, den Reichen Konkurrenz zu machen“
    dieser Satz ist so lustig, dass ich herzhaft schmunzeln musste.
    LG Ralf

    • November 16, 2012 um 9:51 pm

      „…dieser Satz ist so lustig, dass ich herzhaft schmunzeln musste.“

      Nein. Diese Satz übersteigt offenbar so weit Ihren Erfahrungshorizont, dass Sie mit nichts anderem als einer dummen Bemerkung darauf antworten konnten.

      Hinweis: Arbeitslose sind vom marktwirtschaftlichen Wettbewerb ausgeschlossen, weil die volkswirtschaftliche Nachfrage nach Produkten fehlt, für deren Herstellung sie beschäftigt werden könnten. Die volkswirtschaftliche Nachfrage fehlt, weil die Zinsumverteilung die Kaufkraft bei den wenigen Zinsgewinnern konzentriert, die Produkte nachfragen können aber nicht in gesamtwirtschaftlich ausreichendem Maße nachfragen wollen, weil ihre Konsumbedürfnisse bereits mehr als gedeckt sind, während die Masse der Zinsverlierer Produkte nachfragen will aber nicht kann, weil ihnen dazu die Kaufkraft fehlt.

      Wird die Zinsumverteilung durch eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform beseitigt, gibt es keine unfreiwillige Arbeitslosigkeit mehr. Im Gegenteil – die menschliche Arbeitskraft wird zur ökonomisch knappsten Ressource und damit der Mensch das, was er sein soll: das Allerwertvollste.

      • Gilbert Oltmanns
        November 16, 2012 um 10:18 pm

        Stefan Wehmeier :
        “…dieser Satz ist so lustig, dass ich herzhaft schmunzeln musste.”
        Nein. Diese Satz übersteigt offenbar so weit Ihren Erfahrungshorizont, dass Sie mit nichts anderem als einer dummen Bemerkung darauf antworten konnten.

        Welch einer Impertinenz von ihnen das zu schreiben.

        Hinweis: Arbeitslose sind vom marktwirtschaftlichen Wettbewerb ausgeschlossen, weil die volkswirtschaftliche Nachfrage nach Produkten fehlt, für deren Herstellung sie beschäftigt werden könnten.

        Ähm, wo leben Sie, Herr Wehmeier, im Wolkenkucksheim?

        Die volkswirtschaftliche Nachfrage fehlt, weil die Zinsumverteilung die Kaufkraft bei den wenigen Zinsgewinnern konzentriert, die Produkte nachfragen können aber nicht in gesamtwirtschaftlich ausreichendem Maße nachfragen wollen, weil ihre Konsumbedürfnisse bereits mehr als gedeckt sind, während die Masse der Zinsverlierer Produkte nachfragen will aber nicht kann, weil ihnen dazu die Kaufkraft fehlt.

        Die VWL ist keine Wissenschaft sondern Kaffeesatzleserei.
        Wer tatsächlich den „Humanus öconomicus“ als feste Größe in seine „Wiisenschaft“ einbaut, ist ein SCHARLATAN.
        Diesen Menschen ökonomicus gibt es nicht.
        Bringen sie mir einen einzigen Beweis, das sie das sein könnten oder wer es ist. Wenn sie das können, ist diese Person kein Mensch sondern eine Maschine, ein Avatar, ein
        Roboter. KEIN MENSCH.

        Wird die Zinsumverteilung durch eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform beseitigt, gibt es keine unfreiwillige Arbeitslosigkeit mehr.

        Interessante annahme, megagrins.

        Im Gegenteil – die menschliche Arbeitskraft wird zur ökonomisch knappsten Ressource und damit der Mensch das, was er sein soll: das Allerwertvollste.

        Der Mensch, das allerwertvollste, das ich nicht lache, ne mir kommen die Tränen.
        Sie glauben tatsächlich, was sie da von sich geben.
        Ja, sie sind der allerwertvollste nur für Sie ganz allein.
        UND das soll auch so bleiben.

        Ich verweise noch auf meine bisherigen Kommentare, die sie Herr Wehmeier nicht beantworten konnten. 🙂

        Tja so ist das mit den Allerwertvollsten Menschen.
        Kaum gibt es eine geerdete Antwort, sind sie wort- und sprachlos.

      • November 16, 2012 um 11:34 pm

        Selbst fließendes Geld kann immer noch zu wenig sein und Mangel erzeugen. Es wird auch dann noch Menschen geben, für die es kein Geld hat, um sie zu beschäftigen, sagt mit mein Bauch.
        Eine Gesellschaft ohne Geld, in der die Bedürfnisse durch bedingungsloses Geben und Neben geregelt wären, würde jeden Menschen sein Wirken lassen können. Denn er hat ja und kann dann sein Wirken dort einbringen, wo er sieht, dass es benötigt wird.

  10. November 16, 2012 um 9:56 pm

    Es gibt keine „Geldschöpfung der Geschäftsbanken“:

    http://www.swupload.com//data/Realitaet-oder-Theorie.pdf

  11. federleichtes
    November 16, 2012 um 10:06 pm

    Nick, Du bringst Du es wieder mal auf den Punkt: Abhängigkeit.

    Ich schreibe mir hier seit nicht erst gestern die Finger fusselich, um klar zu machen, dass ALLE Symptome ineinandergreifend auf einen Kern hinweisen.
    Weiß ja nicht, wie Du das siehst, aber ich sehe:

    Die Methodik des Systems, Abhängigkeiten zu schaffen.
    Um mit dem Erscheinen darauf hinzuweisen UND damit einzufordern, Abhängigkeiten aufzulösen UND zu vermeiden – und zwar auf Teufel komm raus.
    Damit wir ERFAHREN wie Geist es schaffte, seine Abhängigkeit (von Energie) in eine Macht über Energie zu gestalten.

    Gesell hat den Kern des Übels nicht begriffen, folgend eine untaugliche Lösung präsentiert und Jünger mobilisiert, die sich nicht scheuen, ihn zusammen mit Jesus zu nennen. Wüßte ich nicht, dass den das nicht berührt, sagte ich: Pfui Teufel!

    Die Macht, die rücksichtslos Abhängigkeit, Demütigung und Knechtschaft inszenierte, ist bald an ihrem Ziel angekommen. Schade eigentlich. Oder Gott sei Dank?

    Ich danke Dir und wünsche einen guten Abend.

    Wolfgang

  12. November 16, 2012 um 10:10 pm

    An dieser Stelle ein Hinweis an alle: Die Natürliche Wirtschaftsordnung wurde hier bisher noch von niemandem wirklich kritisch hinterfragt, sondern es wurden lediglich dumme Vorurteile ausposaunt und hoffnungslos naive Wunsch- oder Wahnvorstellungen („Schenkungsgesellschaft“, etc.) für geistig Minderbemittelte präsentiert, um sich gar nicht erst in die Thematik hineindenken zu müssen.

    • Oliver De Girolamo
      November 16, 2012 um 10:37 pm

      Lieber Stefan Wehmeier,

      ich habe jetzt schon eineiige Beiträge von dir gelesen. Ich respektiere das du was zu sagen hast, das du dich mitteilen willst. Das will hier jeder und jedem seine Meinung hat einen großen Respekt verdient, egal wie Dumm sie erscheinend mag oder gar ist. Aber wir Verurteilen nicht, sondern finden Wege den vermeintlich Dummen ab zu holen und auf unsere Geistige ebene zu bringen.

      Ich meckre auch manchmal mit Guido, das er doch auch mal so schreiben soll, das ich es verstehe und er hat erklärt aber nicht geurteilt.

      Und mein Appel an dich ist Urteile nicht das auch du nicht geurteilt wirst.

      • November 16, 2012 um 10:58 pm

        Danke Oliver, dafür MUSS ich doch mal einen Daumen rauf spendieren 😉

        Deine letzten Kommentare gehen oftmals in meine Richtung … auch wenn, wie Du schon bemerkst, unsere Darlegungsweise sich oftmals von einander unterscheidet … was den gemeinsamen Erkenntnisgewinn nicht schmälern wird.

        Gruß Guido

  13. Oliver De Girolamo
    November 16, 2012 um 10:17 pm

    Ich kannte mal einen der hieß auch Nick Mott, oder sogar zwei…wenn ich mich genau erinnere waren es sogar 4 die ich kannte aber das ist eher nebensächlich.

    Wir fassen mal das ganze mal Zusammen. Wir habe ein Problem, dass zur Zeit herrschende Gesellschaft (da haben wir wieder dieses Wort Gesell ??….Kleiner Ausflug…Silvio Übersetzung = Man aus dem Wald „Waldbewohner“ –> Gesellschaft ) und Wirtschaftssystem und wir haben gute Ansätze wie es anders(Besser) sein kann. Ich klammere das Besser mal bewusst aus. Besser ist relativ.

    Nur wer bringt einen konstruktiven Weg zur Lösung ??? Bisher war es so das die Oberen 30 die 300 als Futter für den Mob opferten und was als große Veränderung galt, war die Kontrollierte Abführung der Aggressionen des gemeinen Volkes unter Zugeständnis einer scheinbar neuen Freiheit. Man kann sich durchaus die Frage stellen ob ich für ein Stück Schinken arbeite (vor 100 Jahren) und darin die große Freiheit sehe oder für ein iPad. Der Schinken macht wenigstens noch Satt. Doch die Befriedigung hält gerade mal ein paar Stunden.

    Auch ist es keine Lösung wie in der Französischen Revolution der Obrigkeit den Kopf abzuschlagen. Gut für das Volk war es ein Spaß den sie vorher nicht hatten aber hat es was gebracht.

    Wie ändern wir das System zum guten für alle beteiligten (eingenommen auch die Arschlöcher)

  14. Gilbert Oltmanns
    November 16, 2012 um 10:35 pm

    Herr Stefan Wehmeier, ernste Frage: Gibt es Sie wirklich?

  15. Oliver De Girolamo
    November 16, 2012 um 10:40 pm

    Gilbert Oltmanns :
    Herr Stefan Wehmeier, ernste Frage: Gibt es Sie wirklich?

    Doch der mann ist Authentisch mit einer leicht verschobenen Wahrnehmung wie alle hier. Doch wir tendieren zu Blau während Stefan eher ins rötliche geht, aber auch nicht so weit weg von Blau

    • November 16, 2012 um 11:01 pm

      “Doch wir tendieren zu Blau während Stefan eher ins rötliche geht, aber auch nicht so weit weg von Blau.“

      DAS ist eine Sprache, die auch ich verstehe ! Es wird … 🙂

      Gruß Guido

  16. November 16, 2012 um 11:07 pm

    Herr Wehmeier, sie schrieben:
    “Religiös verdummten Menschen muss man wirklich alles auf Kindergarten-Niveau erklären. Was können Menschen mit hochentwickelten und spezialisierten Fähigkeiten wie etwa Computer zu programmieren, integrierte Schaltkreise zu fertigen etc. anfangen, wenn der Geldkreislauf – und damit die gesamte Arbeitsteilung – zusammenbricht?“

    Die Entwicklung des Menschen zeigt sich nicht nur im Füttern des Fortschritts, des Strebens zu mehr und mehr Künstlichkeit. Ein Rückfall in die Steinzeit ist ausgeschlossen, nicht nur weil wir wissen, wie man Feuer macht, sondern weil das Bewusstsein der Menschheit IM GANZEN inzwischen gänzlich andere Möglichkeiten bietet. Zudem bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass unser Bild der Steinzeitmenschen ein völlig verzerrtes ist, so wie dass aller alten Kulturen.

  17. Oliver De Girolamo
    November 16, 2012 um 11:08 pm

    http://www.gold-dna.de :
    ”Doch wir tendieren zu Blau während Stefan eher ins rötliche geht, aber auch nicht so weit weg von Blau.”
    DAS ist eine Sprache, die auch ich verstehe ! Es wird …
    Gruß Guido

    Sag ich doch Kommunikation ist alles.

    Ich lerne gerade in der Mathematik die Vereinfachungen von mathematischen Formeln und finde diese Disziplin sau schwer

    • November 16, 2012 um 11:17 pm

      Mathematische Formeln braucht es doch inzwischen nur um unser Konstrukt der Realität plausibel beizubehalten. Die Wirklichkeit kommt ohne Formeln aus … man blicke, mal wieder in die Natur. Kein Pflänzchen berechnet, ob der Platz, an dem es zu wachsen gedenkt, der richtige ist. Natur basiert auf Proportionen … und um ein Gefühl für Proportionen zu entwickeln, sind Taschenrechner und Computer denkbar ungeeignete GESELLen.

      Gruß Guido

      • November 16, 2012 um 11:50 pm

        Mathematik ist auch nur eine weitere Sprache mit bestimmten Annahmen, sprich steht auch nur auf schmalen Füßen.
        Was z.B. ist schon ein Strich. Eine Aneinanderreihung von Punkte, allerdings unendlich vielen Punkten, in einem Raum. Und gibt es den Raum wirklich. Es ist unsere Wahrnehmung durch unsere Sensoren, die uns annehmen lässt, dass er da ist …
        Und bei so vielen Annahmen soll irgendein ausgedachtes ökonomisches Modell das einzige sein, was wirklich funktionieren soll. Das ist wie bei der Wetterbestimmung, die bis heute noch nicht aufgrund der vielen Parameter, und auch wie es die Phänomene der Chaos-Theorie zeigen nicht, noch immer nicht vorhersehbar. Und wird es vermutlich auch nie sein …

  18. Oliver De Girolamo
    November 16, 2012 um 11:19 pm

    http://www.gold-dna.de :
    Danke Oliver, dafür MUSS ich doch mal einen Daumen rauf spendieren
    Deine letzten Kommentare gehen oftmals in meine Richtung … auch wenn, wie Du schon bemerkst, unsere Darlegungsweise sich oftmals von einander unterscheidet … was den gemeinsamen Erkenntnisgewinn nicht schmälern wird.
    Gruß Guido

    Na ich als profaner deiner Ideen brauch eben meine Zeit um deine Sprache zu verstehen. Ich meine jetzt Geistig bewusst weil unbewusst war der Kanal schon da. Obgleich ich dich immer noch für
    ein wenig Verrückt halte…aber das liegt wohl an der Blauverschiebung

    • November 16, 2012 um 11:33 pm

      Nicht das Wolfgang jetzt das Bild einer Blaumeise spendiert 😉

      Gruß

      • Oliver De Girolamo
        November 16, 2012 um 11:44 pm

        Der war gut

  19. Oliver De Girolamo
    November 16, 2012 um 11:21 pm

    Na lass da Mal nicht die Geometrie ausser acht

  20. Oliver De Girolamo
    November 16, 2012 um 11:49 pm

    http://www.gold-dna.de :
    Nicht das Wolfgang jetzt das Bild einer Blaumeise spendiert
    Gruß

    Wolfgang könnte das durchaus als eine Verschwörung gegen Ihn interpretieren

  21. Oliver De Girolamo
    November 16, 2012 um 11:51 pm

    Sorry Guido das du die Hintergründe jetzt nicht kennst aber da müssen wir erst auf Wolfgang seine Antwort warten

  22. federleichtes
    November 17, 2012 um 12:06 am

    Gilbert fragte:
    „Herr Wehmeier, gibt es sie wirklich“.

    Eine sehr gute Frage.
    Kommt es darauf an?

    Ich sagte schon: Ich bin an dem „Menschen Stefan Wehmeier“ interessiert.
    Warum?
    Na ja, das war ein reines Gefühl – grundsätzlich für Menschen und intuitiv aus dem Bauch heraus auf Stefan Wehmeier gerichtet.
    Warum?
    Ich spürte ein Muster sich darstellen.
    Wie jetzt, Muster, der Mann kämpft ganz natürlich, weil ihm das wichtig ist, für seine Überzeugung.
    Ja, stimmt, aber darin, WIE er kämpft, steckt ein Muster.

    Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit diesen Mustern, und natürlich ließe sich auch feststellen, dass ich mich von den Mustern beschäftigen lasse. Im Kern die Frage: Warum machen Menschen Dies und Das, warum haben sie Krankheit AZ oder BY. Einerseits interessiert mich die Heilung, andererseits die Muster.

    Vergessen wir bitte mal für einen Moment Herrn Stefan Wehmeier.
    In unserem „Energeticum Kompakt“ steht die Aussage: Sie, die Parasiten, ernähren sich von Emotionen. Wie kommen sie da ran? Ganz einfach, genauer, auf doppelte einfache Weise. Sie lassen ihre Emotionen mobilisieren, und sie mobilisieren anderer Menschen Emotionen.
    Moment mal, das klingt ja sehr nach sadistischen und masochistischen Trieben.
    Ja, stimmt. Und beide Triebe sind im Grunde ein Trieb, nämlich sich energetisch zu versorgen, endogen und exogen – wobei diese Definition den Kern nicht genau trifft.
    Entscheidend ist die Versorgung NUR mit Emotionen. Das heißt, sado-masochistisch disponierte Menschen können sich nur mit einer Energie versorgen, die durch ein Gegenüber oder einen Menschen, der ihr Spiel mitspielt verursacht wird.
    Donnerblitzunddoria, bedeutet, das, diese Menschen suchen sich ein Thema und versuchen darüber, „Opfer“ zu finden.
    Genau so KANN es laufen. Sie treten als Experte dominierend auf und finden darüber beide Typen, die sie brauchen – die sie quälen können und von denen sie gequält werden. Was sie überhaupt nicht brauchen können ist eine Energie, die sie hassen wie der Teufel das Weihwasser: Liebe.

    Ich kannte einen Mann, und zwar sehr gut, der dieses Muster GENAU lebte. Er quälte uns, und wenn wir uns wehrten, lehnte er sich genussvoll zurück. Klar, dass man gegen diese Menschentypen NIEMALS gewinnen kann. Es gibt für sie nur ein Entweder-oder, auf keinen Fall Freundschaft – die sie aber sehr gut vorzuspielen vermögen – nur, um an ihre Opfer heran zu kommen.
    Ja, man das Spiel nicht gewinnen, aber sich ihm entziehen oder sich nicht hinein ziehen lassen.

    Susanne und ich entwickelten den Begriff „Sado-Maso-Wellnessstudio“. Ich schreibe diese Geschichte nur, um darauf hinzuweisen, dass dieser Blog zu einer entsprechenden Bühne nicht verkommen sollte. Insofern empfehle ich, dieses Thema zu schließen.

    Damit allen eine gute Nacht.

    Wolfgang

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