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Es sieht zwar alles sehr bunt hier im Internet aus, aber die Zensur hat schon längst begonnen …

Ich würde gerne die interessante Diskussion um das Thema Soziale Netzwerke – auf der Suche nach wirklichen Freunden in der realen Welt um meinen Senf erweitern. Ich fang´ mal an mit:

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Ich arbeite und lebe mit Computern, seit dem C16 von Commodore. Mir ist es immer sehr leicht gefallen, diese “Apparate” (wie meine Mutter sie nannte) gut zu verstehen. In der Funktionsweise und auch in der Bedienung. Das sind zwei unterschiedliche Dinge.

Ich schlitterte in die Werbung, lernte Mechanismen und Märkte kennen.

Ich merkte schnell, EDV war genau das richtige Wort. Daten werden elektronisch verarbeitet. Fakten, Statistiken, Wissen, Kommunikation, Persönliches. Einfach jede Form der Information lässt sich verarbeiten.

Der schwierige Umgang mit Technik

Schön und gut. Ich bemerkte jedoch, dass viele meiner Mitmenschen Schwierigkeiten haben mit dem Umgang der Technik. Ich versuche es mal so zu beschreiben:

  • Es gibt Menschen, die können etwas Abstraktes gedanklich auf etwas Abstraktes übertragen.
  • Es gibt Menschen, die können etwas Natürliches gedanklich auf etwas Abstraktes übertragen.
  • Es gibt Menschen, die können einen viereckigen Klotz nicht in ein achteckiges Loch stecken.
  • Es gibt Menschen, die es nicht schaffen, einen kausalen Zusammenhang zwischen 120 Millionen Menschen im Internet und ihrem eMail-Postfach herstellen.

Mir wurde bewusst – die Werbung suggeriert uns, alles wäre ganz einfach.
Mir wurde klar, dass es theoretisch einfach ist, wenn man damit aufwächst, täglich damit arbeitet oder davon so fasziniert ist, dass der Wille da ist.

Doch es ist nicht so einfach und deswegen muss ich jetzt soviel schreiben :)

Es ist nicht leicht. Die Bedienung ist nicht leicht. Deswegen wird jetzt auch Windows 8 mit großen einfachen Symbolen erscheinen. Auch Ubuntu macht das mit dem Unity Desktop. Weil es nicht einfach ist. Auch wenn man selbst in seiner Betriebsblindheit glaubt, alles wäre so einfach.

Computer und vor allem Kommunikation sind kompliziert. Höllisch kompliziert.

Ein durchschnittlicher Desktop PC zum Spielen, kann folgende Aufgaben, simultan!, erledigen:

  • Buchhaltung eines Kleinunternehmers mit 5 Angestellten,
  • ein Spaceshuttle im Weltraum navigieren,
  • mehr als 4 Fernsehprogramme gleichzeitig wiedergeben,
  • die 500 000. Stelle von pi Berechnen,
  • 500 000 Telefongespräche Vermitteln (nur vermittlung)
  • mehrere hundert Webseiten oder eine Webseite mit hundert Besuchern hosten,
  • die Bibel ausdrucken, rückwärts,
  • und dazu das ganze Protokollieren.

Mit etwas Feinabstimmung kann das alles auf einem 1000 Euro Computer laufen. Gewusst wie.

Das ist zu viel für einen einfachen Bürger, der ein Foto von Omi an den Onkel schicken will. Noch schlimmer, dass das Ding soviel kann, alle 2-4 Jahre ist plötzlich alles anders. Der Mensch, das Gewohnheitstier bekommt ständig neue Apparate. Das stresst.

Facebook – ein Ding für Alle

Facebook ermöglicht es “kostenlos”, dass sich Menschen austauschen können. Bilder, Filme, Text. Den Freund des Freundes schnell mal abchecken. Facebook war/ist schlicht und ergreifend unkomplizierter. Es hatte auch kein Thema. Kein Studi, kein Schüler, kein Männer Thema. Kein Gamer, kein Koch, Garten, Eisenbahn, Elektronik Forum. Ein Dings für alle. Eine Webseite und gut.

Hätte die Telekom Diaspora als Startseite ihrer Modem-Software und Router eingebaut, Diaspora wäre das deutsche Facebook, ganz sicher. Die wollten aber Geld verdienen und zeigten deswegen Werbung.

Nur kostenlos ist es nicht. Man bezahlt mit dem, was man über sich preisgibt. Und mit personalisierter Werbung. Wer Facebook nutzt bekommt personalisierte Werbung auf anderen Webseiten.

Was kostest die Welt?

Das ist bei (fast) allen kostenlos Dingern so. Hellhörig sollte man dann werden, wenn man dazu noch etwas geschenkt bekommt. Punkte, Rabatte, Prämien. Die gibt es nicht geschenkt. Man bezahlt mit seinen Daten, mit den Daten von anderen.

Was mit den Daten passiert? Perverse Dinge. Und das ist keine Verschwörungstheorie. Das ist bittere Realität der Werbebranche. Es sind perverse Dinge. Gleichschaltung, Manipulation sind noch freundliche Worte.

Da werden Kaufreize und menschliche Reflexe genutzt ohne Scham. Das Resultat: verschuldete Haushalte. Familienstreitigkeiten, genervte Eltern, bis hin zu Burnout, Selbstmord.

Wer nicht lernt, sich gegen diese Botschaften zu immunisieren, wird gestopft und ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Es werde mit Gewinnspielen und Treuepunkte gelockt, es wird mit glücklichen Kindern geworben, Elend und Spendenbereitschaft ausgenutzt, es ist pervers. Krankhaft.

Seife. Vieles hat angefangen mit Seife und es ist ein gutes Beispiel. Welche Seife nutzt du? Warum. Warum keine andere? Wusstest du, dass Menschen Hautausschlag von einer Markenseife bekommen können, von der anderen aber nicht, trotzdem die Herstellung exakt identisch ist?

Werbung kann das und ist dabei effektiver und subtiler als Voodoo. Und das ist keine Verschwörung, dass sind auch ganz alte, uralte Taschenspielertricks aus der Verhaltensforschung.

Die Zensur hat längst begonnen

“Du bist ja gar nicht im Internet”, sagte mir Jemand und meinte damit, ich habe keinen Facebook Account. Soweit ist es gekommen? Gibt es nur noch Windows, Apple – Facebook, Google? Es gibt Linux, FreeBSD, MeeGo. Es gibt Diaspora, Blogs, Foren und Communitysoftware.

Und das ist gut so. Denn Monokulturen verhalten sich wie Diktatoren. Anfällig für Krankheiten, Feinde, neigen zur Degeneration, Inzucht – sind auf Dauer langweilig, eintönig, fortschrittsfeindlich.

Das Internet ist so bunt, vielfältig und voller Ideen. Facebook oder Ähnliches, wie z.B. auch Google und Diaspora, sollte m.M. ein Teil davon bleiben.
Aber um nichts in der Welt wollte ich das tauschen gegen ein freies, unabhängiges Internet mit Blogs wie diesen. WordPress.com sammelt im Übrigen auch Daten. Nutzt diese Möglichkeit meines Wissen aber nicht so aggressiv.

In einer Welt wie Facebook, Apple und Microsoft sie sich erträumen, ist kein Platz für so ein Blog. Für die Inhalte evtl. noch, aber vermutlich nicht mehr auf WordPress.com, und schon gar nicht in einem selbst erstellten Blog. Die Entwicklung deutet darauf hin. Das ist jedoch sehr technisch und benötigt einen weiteren Artikel dieser Länge.

Ich kann aber zumindest Hinweise auf die Übel geben: Secureboot, Urherberrecht, Patentkriege, Hardwareauthentifizierung, ipv6+vds, Netzneutralität, Cloud Dienste.

Nun kann man einwenden, die Inhalte sind doch das was zählt.
Dann verrate ich nun kein Geheimnis wenn ich sage:

Wer in eine Suchmaschine etwas eingibt, um eine Antwort zu finden,
wird dorthin weitergeleitet wohin er soll.
Nicht dorthin wohin evtl. die richtige Antwort auf seine Frage steht.

Das ist der Weg des Profits.

Fazit

In der dystopischen Zukunft, die sehr wahrscheinlich ist, hätte ich dieses Blog nie gefunden. Dieses Blog wäre vereinsamt, dann verwaist, geschlossen.
Die Diskussion hätte nie stattgefunden, wir würden uns nicht mal flüchtig kennen.

Ich bitte diese harschen Worte, die evtl. verallgemeinert erscheinen, im Kontext zu betrachten und sich nicht haarspalterisch an Details aufzureiben.
Denn aus meiner Perspektive ist es nicht 5 vor 12, es ist viel näher als man annehmen mag, dass das Netz über Umwege zu einem umfassenden Kontrollapparat umfunktioniert wird.

Es ist heute schon technisch möglich, fast sämtliche Kommunikation in China zu überwachen, zu zensieren und sehr gut zu kontrollieren. Da muss man schon naiv sein zu glauben, es wäre kompliziert, die Kommunikation in Deutschland zu analysieren. Es fehlt nicht mehr viel.

Was mich freut ist die Diskussion hier.

Diaspora ist eine Alternative. Wie ich finde keine schlechte. Sie lebt vom Feedback ihrer Nutzer, vom Ansporn durch Lob. Und sie kann so gestaltet werden, wie ihr es wollt! Denn wie schon richtig erwähnt wurde, ist Diaspora Open Source. Man kann also sehen und nachvollziehen, was damit möglich ist, wie es funktioniert und ob man es missbrauchen kann.

Das ist einer der großartigen Vorteile von Open Source.

Mit informierten Grüßen,
yt

  1. Oktober 30, 2012 um 10:46 pm

    Wie schön, dass Du ein Projekt wie „Diaspora“ gut findest … ich tue es nicht. Die Bedienung ist sowas von daneben, die Begriffe scheinen aus dem Star-Treck-Handbuch für Klingonen zu kommen und eine echte Logik kann ich dort nicht erkennen … und jetzt sind also über 30 Jahre am Computer einfach für die Katz … weil ich mal versucht habe, mich dort zu registrieren … DANKE

    • yt
      Oktober 31, 2012 um 7:11 am

      »Wie schön, dass Du ein Projekt wie “Diaspora” gut findest … ich tue es nicht.«
      Warum nicht?

      »Die Bedienung ist sowas von daneben, die Begriffe scheinen aus dem Star-Treck-Handbuch für Klingonen zu kommen und eine echte Logik kann ich dort nicht erkennen …«
      HEhe, geil, … ich glaube es dir, dass es dir so erscheint. Für einen Klingonen ist das aber ganz natürlich.

      Wie ich schon schrieb. Diaspora kann exakt auf deine Wünsche angepasst werden. Was fehlt ist dein Feedback, nicht hier – sondern dort in Diaspora.

      »und jetzt sind also über 30 Jahre am Computer einfach für die Katz … weil ich mal versucht habe, mich dort zu registrieren … DANKE«

      Das verstehe ich nicht. Ich ahne nur was du meinst.
      Du wirst dich vermutlich noch oft umgewöhnen müssen. Windows, Apple, dein Telefon, Navi, selbst Facebook wird, sofern meine geputzt Kristallkugel nicht schwächelt, den Fehler begehen und irgendwann, vielleicht wegen rückläufiger Aktienkurse, das gesamte Aussehen verändern. Die Bedienung umstricken. Irgendwann erwischt es jeden …

      Das du seit 30 Jahren nichts neues gelernt hast, glaub ich jetzt mal nicht 🙂 Ich finde Lochkarten aber auch sehr schick und bin stolzer Besitzer diverser Leermedien dieser Art.

      Mit lustigen Grüßen,
      yt

  2. Oktober 31, 2012 um 12:12 am

    Danke, Nick, für Deine Einschätzung, die ich auch teile. Und ja, am Ende will mir scheinen, werden die besagten Filter von den gleichen unerkannten Faschismus-Memen in den Köpfen der Menschen programmiert …

  3. Oktober 31, 2012 um 7:00 am

    „Es ist wie eine Userin in facebook in etwa formulierte:
    “Die Nazis sind überall” – und sie meinte damit eine transnationale, bildungsunabhängige, herkunftsneutrale Mentalität des Verrats, der Denunziation, der Stigmatisierung etc. die in einer selbstauferlegten Zensurmission kostenlos für die Machtclique arbeiten.
    Die Technik wäre völlig sinnlos, egal wie transparent sie die Position, das Denken einer Person machen kann, wenn nicht so viele Menschen freiwillige “Nazi-Kollaborateure” wären.“

    Ober den Permalink dieser offenen Facebookgruppe
    https://www.facebook.com/groups/299920263437201/permalink/346134285482465/
    bin ich bei diesem Beitrag gelandet!

    Das alles kontrollierbar Ist, bzw. sein soll ist das Wunschdenken weniger,
    Was mich beschäftigt ist in diesem Zusammenhang die Frage,
    „wer sieht was, auf dem Bildschirm, wenn eine bestimmte URL eingegeben wird?“

    Dazu poste ich auch in einer öffentlich einsehbaren Linkedin Gruppe!
    zu finden über das Suchwort „Organisation proTree“ den link werde ich in der oben zitierten offenen Facebookgruppe posten!

    Auch als parallel geführte Diskussion in der internationalen Linkedin Gruppe!
    gruß Wolfgang 🙂

    • yt
      Oktober 31, 2012 um 9:45 am

      Hallo eurolore,

      »Was mich beschäftigt ist in diesem Zusammenhang die Frage,
      “wer sieht was, auf dem Bildschirm, wenn eine bestimmte URL eingegeben wird?”«

      Eine exakte technische Antwort sprengt den Rahmen. Natürlich ist meine Antwort jetzt rein hypothetisch und wird nicht „der Wirklichkeit ® “ entsprechen. Sie soll nur Anhaltspunkte geben, was technisch denkbar und möglich ist.

      Apple/Linux/Windows – im Cache des Browsers, des Betriebsystems, im Userlog, auf der Festplatte (SSD oder Magnetscheibe spielt kaum eine Rolle)
      »Angeklagter – wir haben sehr Handfeste Indizien, dass sie Seite XYZ aufgerufen haben, auf ihrem Computer gefunden«

      Router, Modem, TK Anlage, Fritzbox, Telekomding mit vielen Kabeln welches in der Ecke steht. Diese Geräte besitzen in der Regel auch heute schon ein Protokoll, mit einigem Aufwand eine Kennung/Signatur/Fingerprint um dich trotz dynamischer IP identifizieren und gar nicht selten eine Hintertür um dein „Heimnetz“ zu besuchen.

      Schaltkasten.
      Vor deiner Haustür steht so ein Kasten, oder in unmittelbarer Nähe. Meist nicht mehr 500 Meter entfernt. Dort führen alle Hausanschlüsse hin. Wer den Kasten und seine Funktion kennt kann sich jederzeit zugriff auf deine gesamte Kommunikation erschleichen, oder was noch schlimmer sein kann – sich für dich ausgeben, oder auf deinem Datenstrom mitsurfen und dich in ernste Schwierigkeiten bringen.

      So einen ähnlichen Kasten gibt es noch ein paar mal auf der Wegstrecke zu deinem
      Provider.

      Der Provider kennt dich, jede Form (Protokoll) deiner Kommunikation im Internet, jede Webseite die du aufrufst, die Uhrzeit, deinen Standort, deine Aktivität, deine Geräte. Der Provider ist für dich so etwas wie ein Hausarzt. Wenn du kein Vertrauen in seine Verschwiegenheit hast, ist (fast) jede Sicherheitsmaßnahme deinerseits nutzlos. Admins die bei einem großen Provider arbeiten könnten theoretisch sehr viel Schaden anrichten, Informationen ausspähen oder Informationen verfälschen.
      Provider-Firmen versuchen sich durch Kontrolle und externe Rückkontrolle davor zu schützen, selbst in Verdacht zu geraten Daten aus zu spähen. Jeder halbwegs gescheite Admin kann aber bestätigen dass dies in der Praxis genügend Schlupflöcher lässt.

      Protokolle beim Provider verfälschen ist nicht sonderlich schwer. Ebenso kann man auch gezielt etwas weglassen. Der interessanteste/wunde/gefährliche Punkt ist jedoch wohl die Rasterfahndung, auf die unser Polizeiapparat so scharf ist.

      Vom Provider nach Amerika.
      Viele Anfragen werden nach Amerika weitergeleitet. Zu einem Proxy der verschiedenen Geheimdienste und Staatsschutzapparate. Die USA erfahren ohnehin (fast) alles, damit müssen wir leben. Ob sie damit etwas anfangen können – wer weiß.

      In den Backbone, je nach Entfernung gehts vom Provider durch dicke Leitungen. Dem Backbone. An der Stelle hab ich dann auch technische Wissenslücken, theoretisch ist es aber im Prinzip im großen, ähnlich wie im kleinen. Nur die Quantität ist eine andere.

      Bis zum Ziel, noch einmal alles zurück. Wirklich alles, auch die Meldung an die Geheimdienste, weil die Quelle nicht unterschieden wird, sondern erst danach gefiltert werden kann.

      Nun zurück zu deiner Frage:
      Wer sieht alles etwas auf seinem Bildschirm, wenn eine bestimmte URL eingegeben wird?
      Nur derjenige, der sich für dich, deinen Kommunikationsweg, die URL oder den Empfänger interessiert, bzw durch Schlüsselpakete automatisiert Nachricht erhält.

      Ein Möglichkeit sich verdächtig zu machen sind „Keywords“ wie wir sie von Listen kennen, die bereits veröffentlicht wurden.
      Eine weitere ist die strikte Verschlüsselung oder Nutzung von TOR.
      TOR Kommunikation kann, aus der Ferne mit erheblichem Aufwand, mitgelesen werden.
      Einfacher jedoch ist die traditionelle Wanze bei dir zu Haus. Bei Siemens Telefonen kann man grundsätzlich davon ausgehen dass diese zum Mithören geeignet sind, bei Smartphones, Android, iOS etc, kann eine „Babyphone Funktion mit Video“ denkbar einfach durch ein manipuliertes Update eingespielt werden.

      Um nicht ab zu schweifen. Jeder mit genug krimineller Energie wird einen Weg finden deine Kommunikation mit zu protokollieren. Ob er sie entschlüsseln kann, hängt a) von seiner Rechenpower und b) von deiner Verschlüsselung ab.
      PGP mit 2048 Bit scheint noch sehr sicher zu sein, jedoch könnte man evtl. Googles Such-Datenbank auch als riesige Rainbowtable missbrauchen. Wenn ich genug kriminelle Energie und Kontakte hätte, wäre das zumindest mein Ansatz einer parallelen Nutzung der vorhanden Strukturen.

      Dazu gibt es aber auch theorien wie Sand man Meer.

      Bleibt einzig die Frage: Wen Interessierts?
      Und die mir plausibelste Antwort ist: Jene die von Profit, Angst und Macht geleitet werden.

      Damit kein falscher Eindruck entsteht:
      Ich bin fasziniert und begeistert von Vernetzung und Telekommunikation.
      Ich will dies auf keinen Fall eingeschränkt sehen. Aber eben auch ungefiltert, frei und ohne dabei Angst vor Repressalien haben zu müssen.

      Wie Wau Holland schon sagte: ClickRights, LinkRights, LeachRights
      Man sollte draufklicken dürfen wo man will, Verlinken was man will und Downloaden was man will, ohne Angst haben zu müssen.
      Dabei sprach er jedoch nicht den Sender der Inhalte von einer Verantwortung frei.

      Puh, — ich mach nur Pause 🙂 sorry für den vielen Text, aber das Thema ist aber auch sowas von weitläufig.

      Mit vernetzten Grüßen,
      yt

      • Oktober 31, 2012 um 10:34 am

        @ yt Danke für das freischalten meines Kommentars, oder wer schaltete frei?
        Wirklich viel Text, habe es gelesen,
        ich halte es so, was ich in eine Tastatur klimperte, ist schon in der/den Netzgemeinde/n, und unterliegt mehr oder weniger vielen Kontrolleuren die ich alle nicht kenne, was kann ich vor wem geheimhalten, wenn ich die Verantwortlichen dafür nicht kenne!

        Daher poste ich aus meiner Sicht nur Öffentlichkeitsrelevante Themen aus dem Bereich Energie, und das dann auch nur öffentlich! Denn Ohne Energie läuft nichts !

        Leider wissen viele nicht mehr wo die Energie herkommt, so habe ich den Eindruck! dazu meine Affenseiten bei LinkedIn Facebook und Google !

        Netzwerke die Öffentlichkeitsrelevante Themen in kleinen konspirativen Gruppen unter Ausschluß der Mitwirkenden als Eliten führen wollen führt häufig zu Ausgrenzung und unverständniss der eigentlich Aktiven!
        Habe mit einer Mobbingbande auf Facebook so meine Erfahrungen gemacht!

        https://www.facebook.com/pages/Baumbote-Picasa/268421589936441?sk=info

  4. yt
    Oktober 31, 2012 um 7:01 am

    Der Text hat sehr weite Gedankensprünge und war nicht als eigenständiger Artikel gedacht. Da war Martin einfach mal nett, aber geplant war das nicht.
    Soviel Aufmerksamkeit erwarte ich gar nicht.

    @Nick Ich stimme dir in weiten Teilen zu, sofern ich deine Kritik verstanden habe. Computer bauen keine Computer die uns ausspionieren. Soweit wird es wohl nicht kommen.

    Die Kameraobsession, die Filterfingierung, der Protokollmechanismus kommt aber nicht irgendwoher und auch nicht von Computern. Es sind Menschen die Angst haben, die alles Filmen, protokollieren oder Gesetze erlassen damit Filter verbogen werden.
    Diese Angst wird durch Medien geschürt die von Menschen gemacht werden die durch Medien in ihrer Angst bestätigt wurden. Ein Teufelskreislauf.

    Ich sehe auch die Hoffnung das Generationen die jünger sind als meine, durch YouTube und ein „noch“ freies Internet, genau diesen Teufelskreislauf durchbrechen und sei es nur durch Ignoranz, oder wie du es sagtest durch System Trolling, Desinformation.

    Ist es so einfach?
    Was weiß ich.

    Bedenklich finde ich schon, wie stark die Gleichschaltung funktioniert.
    Von 100 Bekanntschaften finde ich nur wenige, vielleicht eine handvoll, die gesellschaftskritisch Stellung beziehen. Alle andere wollen das System nicht in Frage stellen. Sie leben gerne in der Matrix.

    Hier im Internet ist es eher umgekehrt. Auch deswegen weil ich, da bin ich auch deiner Meinung, hier meine eigenen Filterkriterien anlege. Ich mich selbst filtere. Man muss schon sehr aufpassen um sich im Internet nicht eine eigene Welt zusammen zu googeln.
    Das ist ja auch legitim, ich will mich ja mit Menschen unterhalten die ähnlich kritisch ihre Umwelt wahrnehmen und auch hinterfragen.

    Kennst du die kleine Anekdote von Alvar Freude, wie sie in der Uni nicht eine Webseite, sondern alle Webseiten dieser Welt manipuliert haben? (zumindest für die ahnungslosen unter den Studenten) Gibt es einen schönen Vortrag auf YouTube von ihm. Eine äußerst lustige, unterhaltsame Anekdote mit ernstem Hintergrund.
    Interessant dabei, die wenigsten störten sich daran, dass die Informationen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft möglicherweise verfälscht waren.

    Fakt ist:
    Du kannst in deiner Blase in der du steckst, nicht erkennen ob jemand dein Netz manipuliert, filtert, verbiegt oder mutwillig ausfallen lässt. Das ist selbst für einen IT Profi wie mich nicht leicht, je nach Szenario unmöglich.

    Mit wenig Aufwand und simpler Technik lassen sich Meinungen, auch Börsenkurse und Termine nach belieben verfälschen.

    Ein Beispiel noch:
    Es gibt seit bestimmt bald 15 Jahren eine recht einfach und sichere Verschlüsselung für eMails. Ohne Lizenzgebühr. OpenSource. Für jedes Betriebssystem und sehr bequem in die meisten eMail Programme integrierbar. (heißt pgp) Kostenlos. Und nach heutigem Stand der Technik „sicher“.

    Nicht einmal Firmen in denen Datenschutz eine Rolle spielen sollte (zB Ärzte), nutzen diese Technik. Stattdessen belügen sich viele Firmeninhaber selbst in dem sie kommerzielle Krypto Software kaufen, die bereits in der Vergangenheit nachweisbar Backdoors enthielt.

    Das sie dem Produkt vertrauen liegt – an der Werbung.
    Darauf wollte ich hinaus, aber das führt alles zu weit…

    Alles braucht seine Zeit.

    Mit vernetzten Grüßen,
    yt

  5. Oktober 31, 2012 um 9:45 am

    Die Entwicklung der Kommunikation und der zugehörigen Technologie ist eingebunden in die Entwicklung des GANZEN. ALLES folgt einer Zielfindung:

    http://www.gold-dna.de/ziel6.html

    Dabei findet sich das Wesen der vorherigen Entwicklung in den folgenden wieder und man mag sich fragen, was als nächstes kommen wird. Sicher sehen wir die aktuelle Situation im netz kritisch, aber kann verwundern, was vermutet wird ? Ist es so ungewöhnlich, dass dort, wo ein weitreichendes Werkzeug wie das Netz entsteht, nicht auch etwas entsteht, was diese Möglichkeiten beschneidet ? Zensur, Missbrauch, Betrug, Irritation, …. sind alles Bremsen, um die Möglichkeiten der Kommunikation in gewissen Schranken zu halten, einfach, weil die Zeit für das gesamte Potenzial des Werkzeugs reif ist. Diese Bremsen finden sich in allen Bereichen, wo man sich immerzu fragt, warum geht das nicht schneller, das ist doch besser, günstiger, sauberer, dem Leben dienlicher. Und genau DAS ist der Grund, warum Bremsen entstehen. Im Netz zeigt sich das deutlich an den Copyrightdebatten, die immer heftiger werden. Kaum noch ein Bild, eine Textzeile, die nicht ohne Konsequenzen übernommen werden darf, um sie in einem anderen Kontext einzusetzen, um Verknüpfungen und Verbindungen herzustellen, die schneller in Richtung WIRKLICHE Erkenntnis gehen. Das Copyright ist eine von vielen derartigen Bremsen, welche die Entwicklung, die sich sonst zu rasant in die richtige Richtung bewegen würde, vorübergehend behindert. Ich spreche da mit meinem Projekt und den UPDATES aus Erfahrung. Auch die Zensur ist ein solches Werkzeug.

    ABER, und hier wird es interessant, um die nächste Kommunikationsform zu ermöglichen, braucht es die Entwicklung des Internetzeitalters, denn der nächste logische große Schritt ist die gerätelose Kommunikation von Mensch zu Mensch … Telepathie. Doch dafür braucht es gänzlich andere Voraussetzungen, wie z. B. Vertrauen und eine gemeinsame Zielsetzung zum Wohle aller. Ein weiter Weg liegt bis dahin vor uns, keine Frage, aber wir gehen diesen Weg ja nun mal nicht allein … und das morphogenetische Feld ist fern jeglicher Zensur und Manipulation, denn es ist selbstorganisierend und OPEN SOURCE, wie KEIN anderes System es jemals annähernd sein kann, denn in diesem OPEN SOURCE PROJEKT ist die Zielsetzung unmissverständlich vorgegeben und nicht veränderbar, egal, ob sich GOOGLE demnächst GOOGLE HOCH 100 oder GOOGLE HOCH 1000 nennen wird, egal, wie Transhumanisten sich die Welt erträumen. Die dunkle Seite der Macht ist nur ein Symptom der expansiven Entwicklung des Fortschritts … und auch dagegen ist ein Kraut gewachsen …

    Gruß Guido

  6. yt
    Oktober 31, 2012 um 10:26 am

    Hallo Guido,

    wenn etwas richtig ist, dann die Aussage, Telepathie braucht Vertrauen.
    Ansonsten bleibt das Zeug doch besser in meinem Kopf 🙂

    Mit lieben Grüßen,
    yt

    • Oktober 31, 2012 um 10:35 am

      Zum jetzigen Zeitpunkt und auch in der “nahen Zukunft“ keine Frage … aber die Dinge werden sich ändern und völlig neue Sichtweisen und Bereitschaften ermöglichen. Gut Ding will Weile haben … und die Möglichkeiten und “Probleme“ des Internets zeigen bereits heute schon auf, wie es um das Vertrauen und die einzelnen Weltbilder steht und unter welchen Symptomen wir Menschen “leiden“.
      Das Erregen von Aufmerksamkeiten ist Mittel zum Zweck … wie bei allen Erregern.

      Gruß Guido

  7. Oktober 31, 2012 um 2:05 pm

    Ja ich sehe das ähnlich Nick, das die Zensur schon in unseren Köpfen beginnt, weil wir von unsere Gutmenschen-Theorie so zerfressen sind, das wir nicht begreifen, das in unserem Kopf ein Feind-Bild entsteht, das meist überzeichnet ist und auf Vorurteilen basiert, die eigentlich mit unserer eigenen Entwicklung eng verknüpft sind. „Wenn jemand in dein Haus kommt und dir etwas Gutes tun will, so lauf um dein Leben.“ (D. H. Thoureau)
    Trotzdem ist es schon erschreckend, wenn du ein neues Profil anlegen willst, das mein „Freund“ google fast alles über mich weiß, was ich so hier schon niedergeschrieben habe.
    Viele Grüße com. Mike

  8. shambler
    Oktober 31, 2012 um 4:23 pm
  9. November 1, 2012 um 10:42 am

    mal was anderes zum Thema „Suchen & Finden“ – … wer hat früher all die Fragen beantwortet, die heute millionenfach an Google gestellt werden? Meine Mutter und meine Lehrer waren es nicht, mein Lexikon staubt vor sich hin und meine Freunde und Kollegen hätte ich mit googlesqen Fragen auch nicht behelligen wollen … 🙂

  1. Oktober 30, 2012 um 10:56 pm
  2. Oktober 31, 2012 um 1:33 pm
  3. November 1, 2012 um 9:50 am
  4. November 1, 2012 um 11:17 am
  5. November 4, 2012 um 6:19 pm

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