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1 Million Psychopathen in Deutschland – angeboren oder anerzogen?

Mich hat das Thema des Psychopathen noch nicht losgelassen, scheint es doch dieser zu sein, der unerkannt in höchste Machtpositionen gelangen kann und damit für den Niedergang einer Gemeinschaft oder Organisation oder zumindest für den Erhalt einer solchen kalten sorgt.

Stellt sich die Frage, ob die Eigenschaften es Psychopathseins angeboren sind und damit nicht heilbar oder ob sie anerzogen werden und damit ein Chance auf Heilung hätten.

Woran lassen sich Psychopathen erkennen?

In dem Artikel Persönlichkeitsstörung – Woran erkennt man Psychopathen? ist darüber zu lesen, dass es inzwischen einen Test mit Fragen gibt, über deren Beantwortung ein Psychopath auszumachen ist. Hares berühmte Liste zeichnet ein wahrhaft wahnwitziges Bild:

Psychopathen sind demnach charmant wie George Clooney, verlogen wie Pinocchio, betrügerisch wie Bernard Madoff, selbstherrlich wie Josef Stalin, aufbrausend wie Adolf Hitler und sexuell untreu wie Giacomo Casanova. Sie übernehmen niemals Verantwortung für das, was sie tun. Und der vermutlich entscheidende Punkt: Sie sind nicht dazu in der Lage, Reue oder Mitgefühl mit anderen Menschen zu empfinden. Sie haben buchstäblich kein Gewissen. Robert Hare hat den typischen Psychopathen als »Raubtier in Menschengestalt« bezeichnet.

In Deutschland leben rund eine Million Psychopathen, so hätten neue Studien ergeben. Manche von ihnen arbeiten unerkannt in hohen Führungspositionen und seien wie gesagt gefährlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir alle schon einen Psychopathen kennengelernt hätten, wäre gleich 100%.

… Denn die meisten Psychopathen sitzen nicht im Gefängnis, sondern führen ein freies und unerkanntes Leben. … » Einige von ihnen arbeiten in den allerhöchsten Positionen der Geschäftswelt. Hier finden sie alles, was sie interessiert: Geld, Macht, Kontrolle über andere Menschen. Man trifft sie in der Politik, im Gesundheitswesen, den Medien – intelligente Psychopathen sind häufig sehr erfolgreiche Menschen.« Mit anderen Worten: Ihr Boss könnte ein Psychopath sein. Oder der Boss von Ihrem Boss.

Das ist schwerer Tobak. In meiner Rückschau könnte ich allerdings zumindest einen ausmachen. Es war der CEO einer Firma, die 2.100 Mitarbeiter zählte. In den mittelständischen Firmen, die ich überwiegend kenne, meine ich allerdings, keinen zu sehen.

Lassen sich Psychopathen an ihrem Gehirn erkennen?

In dem Artikel Psychologie-Mythen: Macht Hirnjogging wirklich schlauer? wird in dem dritten Abschnitt Psychopathen lassen sich am Gehirn erkennen trotz dieses Titels festgehalten, dass im Umkehrschluss zumindest aufgrund von Gehirnstrukturen ein Psychopath nicht festzustellen ist:

Anhand der Bilder eines einzelnen Gehirns kann man nach wie vor nicht die geistige Gesundheit beurteilen.

Werden Psychpathen erst gemacht?

Das ist die eigentlich spannende Frage. Denn wenn sie erzogen werden, müsste ein Psychopath auch geheilt werden können. Ich lese gerade in dem Buch Der Fremde in uns von Arno Gruen, einen Psychoanalytiker, der nach dem 2. Weltkrieg viele Ehefrauen und Kinder von Nazi-Größen als Patienten hatte. Darin ist folgende Passage über den letzten deutschen Kaiser zu lesen, überliefert von Fürst Eulenberg (S. 44):

„Der Kaiser erinnert sich mit Bitterkeit über die bei ihm angewendeten Erziehungsmethoden, vor allem an die mangelnde Liebe der Mutter und die verfehlten Experimente seines Erziehers.  „Er wollte aus mir sein Ideal eines Fürsten machen … So kommt es, dass ich absolut nichts empfinde, wo andere leiden … Es fehlt mir etwas, das andere haben. Alle Lyrik in mir ist tot“.“ Was ihm übrig blieb, so Meyer, war ein Sichbeweisen in Tüchtigkeit. Ein Wert, der, in seiner Abstraktheit jener emotionalen Anbindung beraubt, letztlich auch das gefühllose Töten möglich macht.

Gruen zeigt in seinem Buch auf, dass Menschen, die auf unbedingten Gehorsam gepolt wurden, die Gewalt der Eltern dennoch als Liebe deuten. Und dass solcher Art konditionierte Menschen aufgrund des nicht bewussten Wissens um ihre eigene Opfer Rolle wieder Andere Opfer suchen, um so einen Ausgleich zu finden. Gruen schreibt weiter (S. 45):

Tatsache jedoch ist, dass alltägliche Verleugnung (von Gewalt) normaler Bestandteil unserer Kultur sind. Der Wahrheit ins Auge zu blicken fällt uns generell schwer (siehe u.a. Verschwörungstheorie). Wir alle sind gefangen in der Angst zu sehen, was wirklich ist. … Wir stufen solche Menschen als normal ein, die sich der allgemeinen Verleugnung anpassen und so in unserer Kultur erfolgreich operieren. Es stimmt hoffnungsvoll, dass es Menschen gibt, die sich zum Teil befreien können. Der dänische Film Das Fest von Thomas Vinterberg zeigt, dass ein Aufdecken der Verleugnung möglich ist.

Und auf Seite 56 kommt es dann ziemlich dicke, unsere ach so gelobte Staatsform betreffend:

Die Ohnmacht, die aus dem Verlust der eigenen Wurzeln entsteht, weckt im Menschen einen inneren Zwang, Macht und Besitz über alles zu stellen. Das aber führt dazu, dass er sich von sich selbst entfremdet. … Die historisch überlieferten Staatstheorien, die seit dem 3. Jahrhundert vor Christus entwickelt wurden, um gesellschaftliche Machtstrukturen zu rechtfertigen, lassen sich als Korrelate des Gehorsams lesen, dessen Strukturen der Aufrechterhaltung des Staates dienen. Dies gilt für alle Staatsformen. Diamond schreibt: „Wie Marx richtig bemerkte, lässt sich der Prozess der Staatsbildung und der Funktion des Staats hinaus verallgemeinern.“ Das Ergebnis ist die Ausbeutung des Individuums, dessen Eigenes zum Fremden gemacht wird, was für die Mehrheit der Menschen den Verlust ihrer Schöpferkraft und ihrer Selbstständigkeit bedeutet.

Ich hatte dieses Wochenende in einem heftigen Disput formuliert, dass wir in unserer Demokratie eine strukturelle Gewalt spüren, es zwar keine physische Gewalt ausgeübt wird, aber durch die Hartz IV Gesetzgebung und dem Ausleihen von Arbeitnehmern dennoch eine Diktatur des Marktes erleben und daher die Menschen dies nun zunehmend spüren und daher an Burn-Out und Depression erkranken. Für mich wird es immer klarer, dass wir erst wieder ein friedvolles Miteinander schaffen, wenn wir zu einer Gesellschaft kommen, in der die Menschen selbstverantwortlich und frei, damit selbstbestimmt leben können. In dem die Grundbedürfnisse bedingungslos bereitgestellt sind, so dass sich so jeder sein Talent finden und entwickeln kann und mit diesem seinen Beitrag freiwillig in die Gemeinschaft einbringt. Z.B. so, wie es Markus Schade in dem Entwurf seiner Geistesgesellschaft entwirft.

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  1. Mai 14, 2012 um 7:29 am

    das thema psychopathie hat viele dimensionen.

    wie definiert man psychopathie? kann man mit einer änderung der definition aus 100.000 plötzlich 1 million psychopathen machen und damit die zielgruppe für bestimmte berufsgruppen potentiell ausweiten?

    wie verändert sich die gesellschaft wirklich? oder sieht man bestimmte verhaltensauffälligkeiten heute , die man früher nicht wahrgenommen hat?

    da wäre noch der trend zum einzelkind. einzelkinder durchlaufen einen sehr eingeschränkten sozialisierungsprozess. sie fühlen sich nicht selten als mittelpunkt des universums und nicht als teil einer gesellschaft. sie neigen oft dazu, die umgebung nach ihrer pfeife tanzen zu lassen. andererseits weisen sie oft schwächen in der selbstwahrnehmung auf.

    und da wären die sozialwaisen. kinder, für die niemand zeit hat, die vom fernseher, nintendo internet und co erzogen werden. sie reagieren apathisch auf menschliche annäherung.

    tatsache ist, dass sich die menschen verändern und auch das soziale umfeld. wir lernen rechnen, aber nicht mit konflikten umzugehen. wir lernen schreiben, aber nicht mit unseren gefühlen umzugehen. unser schulsystem orientiert sich an wohlerworbenen rechten, aber nicht daran, die jungen menschen wirklich optimal auf ihr leben nach der schule vorzubereiten.

    abschließend eine these: der mensch ist im nicht erzogenen zustand ein tier. erst durch einen sozialisierungsprozess wird er zu einem menschlichen wesen. wo dieser sozialisierungsprozess aussetzt, kommt das tier wieder zum vorschein.

  2. Mai 14, 2012 um 7:36 am

    noch ein gedanke zum abschluss. viele menschen leben mit absolut unbrauchbaren glaubenssätze. zb. die selbstbemitleider. nur sie sind die armen, alle anderen haben es besser, immer trifft es sie, während den anderen alles zufliegt. die politik ist schuld, und die soziale kälte, und der klimawandel un die eurokrise, …

    würden manche leute einen bruchteil ihrer energie für die suche nach schuldigen und das sich-selbst-fertigmachen dafür verwenden, nachzudenken, wie sie sich in der heutigen gesellschaft nützlich machen können, könnte es vielen von ihnen erheblich besser gehen.

    • Mai 14, 2012 um 8:08 am

      Ja Hans,
      selbst über sich nachzudenken könnte leicht helfen. Nur, wo lernt der heutige Mensch das (noch)?
      Wer während seiner Sozialisierung missbraucht wurde und zu absolutem Gerhorsam gezwungen wurde, der hat nach Gruen kaum eine Chance, selbst aus seiner Fehlprogrammierung herauszukommen.
      Und wenn wir in der Schule, wie Du es auch bemerkst, auch nicht auf das Leben vorbereitet werden sondern nur als effiziente Arbeitsdrohne, dann wird es eher schlimmer als besser mit dem Mitgefühl und Gewissen inkl. der Eigenliebe wird, das Basis für eine starke Gemeinschaft ist.
      LG Martin

      • Mai 14, 2012 um 8:27 am

        hallo martin.

        ich kann die rolle als arbeitsdrohne nicht ganz nachvollziehen. natürlich wurden wir vor 20, 30, 40 oder 50 jahren mit einem anderen hintergrund und anderen glaubenssätzen erzogen. nichtsdestotrotz arbeite ich, um dafür eine adäquate gegenleistung zu erhalten, mit der ich meinen lebensunterhalt bestreiten kann. dass da immer wieder andere von mir profitieren wollen, das muss ich selbst erkennen und dort verhindern, wo ich das nicht will. tendenzen, menschen zu konsumtrotteln zu erziehen, sind da nicht erwünscht.

        • Mai 14, 2012 um 8:36 am

          Mit der Erziehung zur Arbeitsdrohne meine ich, dass sämtliche Schulfächer darauf ausgerichtet sind, möglichst viel Fachwissen für die Arbeit zu vermitteln, nicht jedoch für eine gesundes Leben und ein Leben miteinander, um so eine starke Gemeinschaft entwickeln zu können. Es geht um einen möglichst effizient funktionierenden Leistungs- und Konkurrenzmenschen. Es geht immer mehr nur nach Marktkonformität, siehe Bürger als Kunden bei der Arge …
          Es wird wieder Zeit für das Kooperieren auf allen Ebenen. Und wenn wir es richtig machen und nicht mehr den Profit anbeten sondern die Menschen wird SEIN LASSEN, dann reicht ein 4 Stundentag, um alle unsere Grundbedürfnisse miteinander zu produzieren. Den Rest der Zeit könnte dann für das soziale Miteinander verwendet werden.
          LG Martin

          • Mai 14, 2012 um 8:55 am

            hallo martin

            ich sehe das ganze auch historisch. in der nachkriegszeit war produktion und eigenversorgung sehr wichtig. die mangelwirtschaft der 50er-jahre hat die bildung der 60er und 70er beeinflusst. dazu kommt noch das vorherrschende männliche prinzip. was konkretes, offensichtlich sichtbares, begreifbares kann man leichter vermitteln als etwas emotionelles, unbewusstes.

            wir haben nie gelernt, mit konflikten und gefühlen umzugehen. wir sind analphabeten, wenn es um die wichtigsten psychologischen grundsätze geht. die kann man nicht mit frontalvortrag lehren. dazu braucht es andere methoden.

            das mit dem gesunden leben ist nicht so einfach. es gibt zwar eine veröffentlichte meinung, was angeblich gesund ist, aber sie ist nicht allgemeingültig. vollkornnahrung führt bei mindestens 30 % der menschen zu latenter darmentzündung. einige milchprodukte sind bei laktose-intoleranz schwer gesundheitsbeeinträchtigend. viel obst führt zuverdauungsstörungen bei fruchtzucker-intoleranz.

            wenn das mit dem gesunden leben so leicht wäre, dürften die gesundlebenden nie an krebs oder anderen schweren erkrankungen leiden. tun sie aber. weil wir die tieferen ursachen für krankheiten nicht wahrhaben wollen. warum? weil man mit der lösung dieser tieferen ursachen keine wertschöpfung erzielen kann!

            wir haben ein tolles gesundheitssystem, in dem die interessen der pharma, der ärzte, der spitalserhalter toll vertreten sind. wer vertritt die interessen der noch gesunden?

            okay. da schweif ich jetzt ein bisschen weit ab vom thema.

          • Mai 14, 2012 um 9:10 am

            Nein, Hans, das ist kein Abschweifen, denn es geht ums Ganze. Wenn wir die Zusammenhänge des Lebens nicht mehr kennen, dann können wir doch nur krank werden. Und das gehört für mich zum „für das Leben vorbereiten“.

            wir haben nie gelernt, mit konflikten und gefühlen umzugehen. wir sind analphabeten, wenn es um die wichtigsten psychologischen grundsätze geht. die kann man nicht mit frontalvortrag lehren. dazu braucht es andere methoden.

            Genau das ist es! Die Schule muss komplett anders verstanden werden. „Schule des Lebens“ müsste es richtig heißen. Ich hatte mal einen Artikel geschrieben, dass wir das Gute immer erhalten haben, wenn die Argumente dafür auch gleichzeitig aufzeigten, dass der Profit dabei auch stimmt. Ist zwar auch krank, so zu verfahren, aber wenn es heute hilft?:

            Wenn Du Gutes für den Menschen erreichen willst, argumentiere wirtschaftlich!

            LG Martin

          • Mai 14, 2012 um 10:09 am

            hallo martin

            schule wird landläufig als etwas statisches betrachtet. leute, die vor 10, 20, 30 jahren als pädagogen ausgebildet wurden, lehren heute. die die heute ausgebildet werden, sollen davon in 10 oder 20 jahren davon profitieren. da muss an den bedürfnissen vorbeiproduziert werden.

            es gibt andererseits auch immergültiges wissen und fähigkeiten. konflikte und emotionen gibt es immer, ihr stellenwert verändert sich.

            wollte mal etwas in das agrarische schulwesen einbringen. es ging um das einbinden von praktikern in den unterricht. die erfahrensten praktiker sollten für landwl. schulen gewonnen werden. der zuständige ministerialrat meinte: „oh gott, das sind doch keine pädagogen!“. wenn die menschheit mit ihrer lernfähigkeit auf studierte pädagogen angewiesen wäre, wär sie vor etwa einer million jahre schon ausgestorben.

  3. Mai 14, 2012 um 9:20 am

    Auf Facebook kommt ein ähnlicher Tenor unsere Ausbildung betreffend von Karl-Heinz Schuster

    Martin, ich sehe das etwas anders. Wir haben heute relativ freie Staatssysteme (Demokratien), welche es ermöglichen würden, ganzheitliche Korrekturen zu etablieren. Das Problem sind deshalb nicht Personen, die an der Macht sind und dort nicht hingehören, sondern die Wähler (Gefolgschaften etc.), die diesen Menschen an die Macht verhelfen. Unser Hauptproblem sehe ich schlichtweg an der fehlenden Menschenkenntnis der Menschen, welches auch dafür verantwortlich ist, dass die Möglichkeiten bzw. die Chancen, welche mit der Demokratie im Hinblick positiver menschlicher Entwicklungen gegeben sind, überhaupt nicht genutzt werden können.

    Die damit verbundene Problematik spiegelt sich bereits vielfach ganz offensichtlich in der Kommunikation, indem Menschen ihre andersdenkenden Mitmenschen ohne sich über ihr unverantwortliches Verhalten bewusst zu sein, demütigen. Demütigungen machen aggressiv und Diskussionen kontraproduktiv. Gründe hierfür liegen oft in überzogenen Anerkennungsproblemen und/oder Konkurrenzdenken. Dies ist auch einer der Hauptgründe dafür, dass selbst Friedensgruppen oft nicht in der Lage sind, zusammenzuarbeiten.

    Beispiel: Der Wille eines Menschen zum Frieden sagt nichts aus über seine Friedensfähigkeit. Überspitzt formulierte Kommunikation: „Lass und Frieden schließen du Dummerchen. Der gesunde Menschenverstand (verdeckt – den du scheinbar leider nicht hast) spricht dafür“.

    Erst jüngst musste ich wieder von Leuten, die sich bislang höflich ausgedrückt haben, aufgrund von Enttäuschungen mit Worten wie die Ar……….., , Idioten, Hirnlose, etc. einen Kommunikationsstil wahrnehmen, der mein Glauben im Hinblick deren Vernunft erschütterte.

    Fakt: Wir scheitern bereits oft an ganz banalen Unfähigkeiten zwischenmenschlicher Kommunikation aufgrund mangelhafter Menschenkenntnis. Dies ist auch der Grund dafür, dass ich mich so vehement für die Notwendigkeit ganzheitlicher Bildungssysteme einsetze. Meiner Meinung nach können wir von einem Missstand/Skandal (Wirtschaft, Finanzwesen, Umwelt, Menschenrechte, etc.) zum anderen wechseln, es wird sich kaum etwas ändern, wenn wir nicht lernen uns als Menschen in Verbindung mit Menschenkenntnis gegenseitig wertzuschätzen und ganzheitliche Korrektive etablieren.

    Karl-Heinz arbeitet ebenfalls an einem Projekt, das für mehr Demokratie steht: http://www.demokratie-3000.de

    > für die Reformierung der Demokratie
    > für ein ganzheitliches Demokratiebewusstsein
    > für ganzheitliche Korrektive
    > für eine ganzheitliche Reform der Bildungssysteme
    > für ganzheitliches Denken

    • November 29, 2012 um 4:02 pm

      Lieber Hans: so kannst du nur denken, weil du noch Arbeit hast, und anscheinend Arbeit, die dir nicht abverlangt, Dinge zu tun oder zu unterstuetzen, die lieblos und zerstoererisch sind. Man sagt ja immer wieder, dass in Deutschland sich nichts aendert solange es den Leuten noch zu gut geht. Dein Kommentar ist ein gutes Beispiel dafuer.

  4. Mai 14, 2012 um 10:22 am

    die ausführung von karl-heinz schuster führen bei mir zu ganz anderen überlegungen. gibt es die perfekte demokratie überhaupt? demokratie bedeutet, dass das ganze volk an den entscheidungen teilnehmen kann. wenn das volk teilnimt, bedeutet das nicht, dass diese entscheidungen nachhaltig sein müssen.

    unsere politiker sind nicht perfekt. auch die wähler sind es nicht.

    nach welchen kriterien wählt der bürger? entsprechend dem größten ihm möglichen vorteil? jemand, der ihm genug honig ums maul schmiert? jemand, der irgendwelche parolen oder phrasen drischt? oder die richtigen sündenböcke an die wand malt? wer wählt eine partei oder einen kandidaten, weil der wirklich in der lage wäre, die für die menschen nachhaltigsten und fairsten entscheidungen zu treffen? zumindest in österreich käme eine solche partei nicht mal ins parlament (4-%-hürde).

  5. Mai 14, 2012 um 10:27 am

    Und auch Personalchefs erhalten einen wertvollen Hinweis: Männliche Mitarbeiter zwischen 36 und 45 Jahren, die besonders erfolgsorientiert, entscheidungsfreudig, extrovertiert, gut im Betrieb integriert, unbescholten und überdurchschnittlich gebildet sind, sollten ihnen suspekt sein. Dies nämlich, so haben die internationale Wirtschaftsprüfungsfirma KPMG und die Universität St. Gallen herausgefunden, sind die typischen Merkmale eines Wirtschaftsbetrügers.

    Gefunden in dem Artikel Das Richtige am Falschen, von Wolfgang Koydl

    Das ganze Leben ist ein Lügengespinst. Die Schweizer Ausstellung ‚Bschiss‘ klärt über den immensen Erfolg von Lug und Trug auf.

    Nach dem Besuch der Basler Ausstellung bleibt nur ein Schluss: Das ganze Leben ist ein einziges Lügengespinst. Umso erstaunlicher ist, dass wir Schwindlern dennoch immer wieder aufs Neue auf den Leim gehen. Doch obwohl wir es eigentlich besser wissen sollten, haben wir im Schnitt nur eine Trefferquote von 50 zu 50, um den Unterschied zwischen Lüge und Wahrheit zu erkennen. Der Grund: Die Wahrnehmung ist nur beschränkt aufnahmefähig. Was sie überfordert, blendet sie aus.

    Kein Wunder, dass Menschen, die den Lügen nachgehen und sie aufdecken leichtfertig schnell als Verschwörungstheoretiker abgetan werden …

    • Mai 14, 2012 um 11:05 am

      wieviele prozent der herren, die dieser gruppe entsprechen, sind tatsächlich wirtschaftsbetrüger? 1 prozent, 0,1 %, 0,01%, 0,001?

      sind die typischen leistungsträger nicht auch in etwa in diesem segmant? würde man da nicht das kind mit dem bad ausschütten?

      mit der passenden statistik kann man alles beweisen, was man beweisen will.

  6. Mai 14, 2012 um 12:48 pm

    Die Ohnmacht, die aus dem Verlust der eigenen Wurzeln entsteht, weckt im Menschen einen inneren Zwang, Macht und Besitz über alles zu stellen. Das aber führt dazu, dass er sich von selbst entfremdet. … Die historisch überlieferten Staatstheorien, die seit dem 3. Jahrhundert vor Christus entwickelt wurden, um gesellschaftliche Machtstrukturen zu rechtfertigen, lassen sich als Korrelate des Gehorsams lesen, dessen Strukturen der Aufrechterhaltung des Staates dienen. Dies gilt für alle Staatsformen. Diamond schreibt: “Wie Marx richtig bemerkte, lässt sich der Prozess der Staatsbildung und der Funktion des Staats hinaus verallgemeinern.” Das Ergebnis ist die Ausbeutung des Individuums, dessen Eigenes zum Fremden gemacht wird, was für die Mehrheit der Menschen den Verlust ihrer Schöpferkraft und ihrer Selbstständigkeit bedeutet.

    Hier formuliert Gruen, was ich für mich auch schon herausgefunden und in einigen Kommentaren – vor allem mit Hinblick auf das Alte Testament – versuchte darzustellen.
    Mit dem Auftauchen des Alten Testaments endgültig auf- und festgeschrieben und schon vorher durch die Staatenbildung mit der pyramidenförmigen von oben nach unten Herrschaft, die auf Grund der Schaffung des Privat-Eigentums für die Herrschenden notwendig geworden war, um über die vielen herrschen zu können, begann die Verletzung und Verkrüppelung der menschlichen Seelen. Denn nur Menschen mit den fiesesten Charaktereigenschaften, „schaffen es“ in einer solchen Struktur „nach oben“.

    Daraus schlussfolgernd bin ich vollkommen der Meinung, dass mit Änderung der Eigentums- und Wirtschaftsverhältnisse und damit der Gesellschaftsform auch die Psychopathen verschwinden: Gesunde Gesellschaft – gesunde Menschen. Kranke Gesellschaft – kranke Menschen. Wie im kleinen so im Großen. Schau Dir die Verhältnisse in den Familien an, und Du kannst auf die Verhältnisse in der Gesellschaft schließen. Das selbe gilt für alle weiteren Ebenen der Gesellschaft: vom Kindergarten bis zum Beruf und „die Politik“ ist hier auch nichts anderes als ein Beruf und das Unternehmen heißt „Partei“. Persönliches Engagement in einzelnen Projekten ändert dabei nichts am Gesamtbild.

    In dem Konzept des Markus Schade heißt es unter anderem (http://www.geistesgesellschaft.de/concept/concept.htm):

    4. Die Alternative zum Kapitalismus kann deshalb nicht der Sozialismus sein, sondern nur eine klassenlose, von Ausbeutung (= ungerechter Aneignung) freie Gesellschaft, in der a) ökonomische Effizienz, b) soziale Gerechtigkeit und c) ökologische Nachhaltigkeit eine in sich geschlossene, dialektische Einheit bilden und nicht mehr das Geld, sondern der Mensch im Zentrum seiner eigenen Vergesellschaftung steht.

    5. Die Voraussetzung zum Aufbau einer klassenlosen, von Ausbeutung freien Gesellschaft ist eine hinreichend hohe materielle Reife der gesellschaftlichen Produktion als objektive Bedingung und eine hinreichend hohe geistige Reife der Gesellschaft als subjektive Bedingung. Während der hoch entwickelte Kapitalismus (wie in Deutschland) die objektive Voraussetzung bereits hinreichend erfüllt hat, ist die subjektive weltweit noch sehr unreif (was von den Herrschenden bewusst so gewollt ist).

    6. Der Weg in die klassenlose, von Ausbeutung freie Gesellschaft führt historisch notwendig durch die hoch entwickelte kapitalistische Marktwirtschaft und durch einen Reifeprozess des gesellschaftlichen Bewusstseins, unseres bewussten Seins, was im Wesentlichen gleichbedeutend ist mit der Umwandlung unserer derzeitigen Zuschauer-Demokratie in eine Teilnehmer-Demokratie und mit der schrittweisen Verwirklichung der bewussten Selbstbestimmung aller mündigen Bürger/innen in ihren eigenen ökonomischen und politischen Angelegenheiten.

    Hier folgt er haargenau Marx‘ Vision. Auch er formuliert das Ziel einer klassen-, staaten- und eigentumslosen Gesellschaft, in der die Befriedigung der Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt steht (dazu gehört der Erhalt und die Pflege der Umwelt selbstredend). Und auch Marx hat vorausgesagt, dass der Zusammenbruch des Kapitalismus im am weitesten entwickelten kapitalistischen Staat beginnt – und alle anderen Staaten wie in einem Dominoeffekt mitreißt. Ich sehe heute die USA als möglichen Auslöser.
    Auch er ging von einer Basisdemokratie aus, von einer selbstbestimmten Gesellschaft.
    Marx formulierte auch ausdrücklich, dass diese Umwälzung nicht geschehen könne, bevor der Kapitalismus nicht seine „Aufgabe“ erfüllt hätte: „Die industrielle und kommunikative Eroberung (bei diesem Wort bin ich mir nicht sicher, ob er das genommen hat, aber vom Inhalt her stimmt es, es könnte auch Verknüpfung geheißen haben – natürlich finde ich die Stelle nicht….) der Erde“. Weiter ging er davon aus, dass der Kapitalismus seine höchste Stufe – den Finanzimperialismus, in dem es „profitabler ist, Geld durch Geld – ganz ohne Anteil irgendwelcher Arbeit – zu erschaffen“ erreicht haben müsse, bevor die Umwälzung geschehen kann. Denn genau hier beginnt die dauerhafte Systemkrise des Imperialismus als höchste Form des Kapitalismus, der nur zwei Lösungen kennt: Kommunismus (sein Name für die staaten-, klassen- und eigentumslose Gesellschaft – dieses Wort ist darum gründlich verteufelt worden!) oder Faschismus und Krieg! Genau das aber erleben wir heute! Wir stehen tatsächlich an einem Punkt der Entscheidung.

    Und hier sind die Urfehler der sozialistischen Länder, wie sie sich mir darstellen:

    1. Der Kapitalismus hatte seine „Aufgabe“ nicht erfüllt.
    2. Die gesellschaftliche Veränderung ging nicht vom am weitesten entwickelten kapitalistischen Staat, sondern von dem noch im Feudalismus steckenden Russland aus! Dem wurde dann Marx‘ Lehre „angepasst“, man kann auch sagen „umgedeutet“!
    3. Sie haben das selbe Herrschaftssystem wie der Kapitalismus benutzt
    4. Sie haben die selbe pyramidenförmige Wirtschafts- und Herrschaftsform wie der Kapitalismus benutzt – es war Staatskapitalismus, das Volkseigentum und die „Volksherrschaft“ ominös, für den Einzelnen nicht erleb- und erfühlbar. Die Entscheidungen der „Spitze“!!! wurde für die Menschen immer weniger nachvollziehbar, sie entfernten sich immer mehr vom Boden der Realität – hier wirkte das „eherne Gesetz der Oligarchie“ – ich lernte es erst im vorigen Jahr kennen – das Puzzlestück fehlte mir noch in meinem Verständnis: http://de.wikipedia.org/wiki/Ehernes_Gesetz_der_Oligarchie
    5. Das Geld war nicht abgeschafft
    6. Der Zwang für die Unternehmen, a) alle Gewinne abzuführen und für Investitionen bei „Staatsorganen“ betteln zu gehen (Erlaubnis einholen) und b) diese Investitionen über Kredite finanzieren zu müssen – natürlich mit Zinszahlung!, weil die Gewinne der Betriebe ja alle „abgeführt“ werden mussten und sie dafür natürlich keine Zinsen bekamen, zeigt allein diese Praxis, dass es schief gehen musste.
    Und schließlich noch:
    7. Trotzdem die Arbeit in maximal 4 Stunden erledigt sein konnte, wurden die Menschen gezwungen, 8,45 Stunden plus 0,45 Stunden Pause, also insgesamt 9,5 Stunden pro Tag im Betrieb anwesend zu sein. Entsprechend war die Arbeitsmotivation!

    Die Technologie ist heute so weit entwickelt, dass mehr als ausreichend Produkte für alle Menschen auf unserer Erde hergestellt werden – mit immer weniger menschlicher Arbeitskraft. Marx nannte das „die Befreiung der Arbeit“, denn nun sind die technologischen Voraussetzungen gegeben, um nur aus Lust an der Freude zu arbeiten – wozu der einzelne Mensch immer Lust und Freude hat – und wann er Lust und Freude dazu hat – und damit dient der Mensch sich selbst und der gesamten Gesellschaft.
    Das macht Spaß 🙂 Und Psychopathen haben einfach keinen Platz mehr und es macht auch keinen Sinn mehr, Psychopath zu sein…

    Da die technologische Entwicklung nicht zurück geschraubt werden kann, wird sich – bei dem Weg über Faschismus und Krieg – der Imperialismus dennoch nicht länger halten können, denn er ist nicht mehr in der Lage den ihm innewohnenden Grundwiderspruch: gesellschaftliche Arbeit – private Aneignung der Früchte dieser Arbeit zu lösen.
    Dieser Widerspruch kann nur in der neuen Gesellschaftsform gelöst werden, den Marx eben Kommunismus (von Kommune!) nannte.
    Welchen Namen diese neue Gesellschaftsform haben wird, ist dabei meines Erachtens völlig wurscht! Wir können sie auch „Lieschen-geht-es-gut-Gesellschaft“ nennen, wenn es uns gefällt…. Sie braucht aber auch gar keinen Namen.
    Sie wurde auch schon „Anarchie“ und „Basisdemokratie“ genannt. Und die Urvölker leben diese Gesellschaftsform ebenfalls (noch). Wir kommen also jezt – auf einer höheren technologischen Ebene – zu unserem natürlichen Zusammenleben zurück. Dabei ist neu, dass wir heute global verbunden und vernetzt sind – die Grundvorraussetzung für diese neue Form des menschlichen Miteinanders. Denke ich.

    • Mai 14, 2012 um 1:19 pm

      Solveigh, vielen Dank für Deine Analyse, was im bisherigen, realen Kommunismus falsch gelaufen ist. Das Bild wird immer klarer …

      • federleichtes
        Mai 14, 2012 um 1:27 pm

        Vielleicht wird’s noch klarer, wenn Du Marx als EINEN siehst, dessen richtiges Bild von einer Gesellschaft ganze Horden von „Ratten“ aus dem Untergrund lockte.

  7. federleichtes
    Mai 14, 2012 um 12:52 pm

    Respekt, Hans, Du bringst mit den richtigen Fragen und Gedankenansätzen Ruhe in das Gebrülle.
    Wir beobachten Menschen. Ihr Verhalten können wir nicht losgelöst vom System beobachten, in dem sie wirken. Weil die Menschen selber wie ein System funktionieren, handeln sie entsprechend, wie das System auf sie zugreifen kann. Das im System implementierte Schlupfloch ist klein, vielleicht wie der in der Bibel beschriebene schmale Weg.
    Ja, im Sinne einer Idealen Szene ist hier kein Mensch perfekt. Aber schließt das aus, dass das System perfekt funktioniert? Und der Mensch perfekt konfiguriert ist, um diesem System AUF IRGENDEINE ART zu dienen? Welcher selbstbestimmte Mensch schreit denn nach einer Demokratie? Welcher „gesunde“ Mensch liest Zeitung, und dann noch Statistiken über die Menge der Psychopathen?
    Wäre der Mensch zu etwas Anderem eingerichtet, als Lügen zu folgen – frage ich mich – könnte er dann dem Folge leisten, was das System beabsichtigt? Ein Kind, das, von gesunden Eltern gezeugt in einer gesunden sozialen und physikalischen Umgebung aufwächst, würde das nicht tot umfallen, wenn es durch eine Tür in unsere Welt ginge?

    Schule, Politik und Wirtschaft (und die Glaubensbrüder) sind Symptome einer Entwicklung, die sich nicht erst seit 50 Jahren durch die Zeit wälzt. Und es waren nicht Menschen, die den schmalen Weg bauten. Sie folgten mehr oder weniger der Macht der Psychopathen, folgten dem Geist der Zerstörung und Unterdrückung, chancenlos, das Spiel der Spiele zu durchschauen. Und so ist es doch bis heute geblieben.

    Die Schöpfung schöpft. In diesem Thema geht es um Psychopathen. Ja, das Leben bringt Geisteskranke hervor,. Einerseits eine Gruppe A, die VÖLLIG ohne Gewissen und Gefühl Zerstörung betreibt, andererseits eine Gruppe B, die sehr eigennützig (egozentrisch) mit der so genannten Schwarmintelligenz (wo kann ich plündern, wo kann ich ungestraft marodieren) der Gruppe A folgt.

    Interessant ist für mich nur der Blick die Gruppe A.
    Wenn es stimmt, dass die Ordnung zunimmt, braucht es immer mehr A’s, um dem (mehr als nur) entgegen zu wirken; sie wollen ja gewinnen. Und sind damit im Zugzwang, ALLES in die Schlacht zu werfen, was an Bösem verfügbar ist. Man könnte es (ES – die Absicht der Schöpfung) volkstümlich beschreiben mit: Die letzte Ratte aus dem Loch locken.

    Und nun stellen wir uns mal vor, die letzte „Ratte“ erscheint – und gleichzeitig ein Bewusstsein, das es den vielen Helfershelfern verunmöglicht, sie weiterhin mit ihrer Energie zu füttern.
    Wäre dieses Finale nicht aller Mühe wert gewesen, Wesen eine von jedweder Bösartigkeit befreite Existenz zu schaffen?

    Vielen Dank, Hans.

    In diesem Sinne mit allen Sinnen raus in die Welt der absoluten Gutartigkeit.

    Wolfgang

    • federleichtes
      Mai 14, 2012 um 1:59 pm

      Gerade kam noch ein „Bild“.
      Wenn der Königin eines Bienenvolkes keiner mehr was zu fressen bringt, was geschieht dann?
      Sie kommt raus.

      Wolfgang

  8. federleichtes
    Mai 14, 2012 um 1:39 pm

    Mir der Satz des Tages, von Hans:
    „wenn die menschheit mit ihrer lernfähigkeit auf studierte pädagogen angewiesen wäre, wär sie vor etwa einer million jahre schon ausgestorben.“

    Darf ich dazu fragen: Und wir sind vom Aussterben bedroht, weil Eltern ihre Kinder in diese „Hände“ geben?

    Wolfgang

    • Mai 14, 2012 um 2:20 pm

      Und wir sind vom Aussterben bedroht, weil Eltern ihre Kinder in diese “Hände” geben?

      Wolfgang, Du sprichst hier etwas an, was mir seit Wochen im Kopf rumgeistert, seitdem ich a) weiß, warum Schule implementiert wurde (Fabriken brauchten schlauere Arbeiter) und b) dass unsere Schulpflicht (anstelle Ausbildungspflicht) aus Nazi-Deutschland stammt.

      Wenn wir unsere Kinder zwecks Ausbildung anderen Menschen anvertrauen, die wenig Bezug zu den Kindern sonst haben, fehlt die notwendige innere Bindung, so dass weitere Missbrauch möglich ist, wenn die Nase nicht passt …

      Und damit ja, meine Intuition signalisiert mir gerade, dass auch dies Abgeben in die Beziehungslosigkeit uns von unseren Gefühlen entfernen könnte.

      LG Martin

      • Mai 14, 2012 um 2:44 pm

        Und kaum habe ich es formuliert, komme ich einen Hinweis auf Salutogenese, und was ich da auf Wikipedia finde ist mal wieder ein genialer Zusammenhang, der sich mit dem Kontinuum zwischen Gesundheit und Krankheit befasst, und darin ist u.a. zu lesen:

        Ein Sinn für Kohärenz (sense of coherence)

        Der englische Begriff sense of coherence (SOC), den Antonovsky als „Kohärenzkonzept“ ins Zentrum seines Salutogenesekonzeptes gestellt hat, hat zwei unterschiedliche Bedeutungsinhalte: 1. einen Sinn für Kohärenz (Stimmigkeit, Zusammenhalt) und 2. ein Gefühl von Kohärenz. In den meisten deutschen Übersetzungen wird nur der zweite Aspekt, das „Kohärenzgefühl“ bearbeitet. Aufgrund neurophysiologischer Erkenntnisse (Grawe 2004 u. a.) können wir davon ausgehen, dass bei Menschen (wie auch bei vielen oder allen Tieren) ein Sinn, eine neurobiologisch zentrale Empfindungsfähigkeit für aufbauende Kohärenz (stimmige Verbundenheit, innen oder z. B. auch im sozialen System) angeboren ist.

        Diese Empfindungsfähigkeit ist sozusagen das innere Messinstrument, das uns differenziert Auskunft gibt, ob und wie unser Bedürfnis nach verträglicher materieller (Luft, Temperatur usw.) und menschlicher Umgebung, nach Angenommensein, nach Zugehörigkeit befriedigt wird oder nicht. Wenn wir von unseren nächsten Mitmenschen positive Resonanz auf unser Dasein erhalten, wenn also unser Bedürfnis nach Zugehörigkeit befriedigt wird, dann entsteht ein Kohärenzgefühl (Zugehörigkeitsgefühl, erfüllende aufbauende Bindung, ein tiefes Vertrauen).

        Grawe (2004) geht von einem übergeordneten Grundbedürfnis nach Stimmigkeit (er nennt es Konsistenz und Kongruenz) aus, was das gleiche meint wie das übergeordnete Streben nach Kohärenz als Basisstreben der Salutogenese. Dabei sind der Sinn für Kohärenz und das Kohärenzgefühl verschieden und sie hängen zusammen. Der Sinn für Kohärenz ist angeboren, das Kohärenzgefühl entsteht durch Beziehungen, durch zwischenmenschliche Kommunikation. Deshalb ist Kommunikation im sehr weiten Sinne das entscheidende Instrument zur Anregung bzw. Erzeugung von Kohärenzgefühl

        Wenn es also ein übergeordnetes Grundbedürfnis nach Stimmigkeit gäbe und dieses zunehmend gestört wird, ob durch schon gestörte Eltern, oder in der Schule, oder bei der Arbeit oder nun vermehrt durch das Hartz IV in der Gesellschaft, dann müssen wir uns wohl nicht wundern, dass die Ausgaben für das Gesundheitswesen immer weiter steigen, oder?

  9. Mai 14, 2012 um 6:27 pm

    Es wird immer dichter:

    Graeber verwendet viel Mühe darauf, herzuleiten, dass es die Entpersönlichung der wirtschaftlichen Beziehungen während der endlosen Kriege war, die das hervorbrachten, was wir heute Geld nennen. Anonymes Bezahlen mittels Münzgeld war demnach Ergebnis von Gewalt und Versklavung. Das liest sich zuweilen sehr gewollt, eröffnet aber auch überraschende Einsichten. So etwa, dass der oft behauptete „Rückfall in den Tauschhandel“ während des Mittelalters gar nicht stattgefunden hat. Vielmehr wurden die römischen Rechnungseinheiten noch über Jahrhunderte weiterverwendet, aber eben auf Kreditbasis und mit schriftlichen, personengebunden Wechseln. Gold und Silber dagegen landeten mit dem Vordringen des Christentums, des Islam und des Buddhismus fast nur noch in den Kirchen und Klöstern. Aus Sicht der meisten Menschen, so Graeber, war das auch keineswegs ein Rückschritt. Denn damit einher ging die Abschaffung des Sklavenhandels und damit der schlimmsten Form von Gewalt.

    Die größte Stärke von Graebers Parforceritt durch die Geschichte ist seine Beweisführung, dass es niemals eine Trennung zwischen Markt und Staat gegeben hat, ja gar nicht geben kann. Denn zu allen Zeiten waren und sind Herrscher und Regierungen auf der einen sowie Händler und Produzenten auf der anderen Seite aufs Engste verbunden. Die Vorstellung der Ökonomen vom Markt, der unabhängig vom Staat existiert, ist nur ein Modellkonstrukt, so wie die Sehnsucht nach einer vom Körper getrennten Seele. Tatsächlich sind Markt und Macht immer die zwei Seiten der Wirtschaft.

    gefunden in Am Anfang stand die Schuld, von Harald Schumann

    • Mai 14, 2012 um 10:18 pm

      Tatsächlich sind Markt und Macht immer die zwei Seiten der Wirtschaft.
      Richtig. Und die Wirtschafts(form) ist das Fundament des Staates (der ja künstlich zum Be-Herrschen geschaffen wurde) bzw. der Art und Weise, wie menschliches Leben gestaltet wird, auch menschliche Gesellschaftsform genannt.
      Fallen also diese beiden Grundpfeiler: Markt und Macht weg – fällt das ganze System in sich zusammen.
      Wobei „Markt“ ja den Zwang zum Absetzen der prodzierten Güter mit Gewinn ausdrückt – und das ist nur notwendig, wenn es Privat-Eigentum gibt. Ohne Privat-Eigentum macht ein „Markt“ keinen Sinn – und damit auch „Macht“ nicht.

      • Mai 14, 2012 um 10:43 pm

        Hier kommt noch ein ungewhönlicher Protestsong von 1985 mit dem Namen „halber Mensch“ der Gruppe „Einstürzende Neubauten„, der in seiner modernen Kunst ziemlich die Nerven kitzelt, aber hört mal selbst rein:

        Und noch der Songtext, für Jene wie mich, die bei Liedern häufig den Text nicht extrahieren können:
        Halber Mensch
        Halber Mensch
        Geh weiter, in jede Richtung
        Wir haben Wahrheiten für dich
        Aufgestellt
        Halber Mensch
        In ihren Rissen leuchten unsre
        Sender
        Zu jeder vollen Stunde senden wir
        Deine Werte
        Geh weiter
        Halber Mensch
        Wir sorgen für dich
        Wir nehmen für dich wahr
        Halber Mensch
        Wer geteilt ist, hat nicht mitzuteilen
        Wir sorgen für dich
        Wir nehmen für dich wahr
        Wir sorgen für dich
        Wir triggern deine Sinne
        Rauschunterdrückung
        Halber Mensch
        Du siehst die Sender nicht
        Und Kabel hängen
        Längst verlegt
        Aus deinen Nerven-
        Enden längs des Wegs
        Geh weiter!
        Sieh deine zweite Hälfte…
        Wer geteilt ist hat nicht mitzuteilen
        Wir sorgen für dich
        Wir triggern deine Sinne
        Wir nehmen für dich wahr
        Wir sorgen für dich
        Dass die zweite Hälfte dich niemals trifft
        Halber Mensch
        Sieh deine zweite Hälfte
        Die scheinbar grundlos
        Schreiend erwacht
        Schreiend näherkommt
        Du siehst sie nicht
        Bist gefesselt vom Abendprogramm
        Geh weiter in jede Richtung
        Wer geteilt ist, hat nichts mitzuteilen
        Nach wie vor
        Nach wie vor
        Streng dich an
        Streng dich an
        Nach wie vor
        Wir sorgen für dich
        Wir nehmen für dich wahr
        Wir sorgen für dich
        Wir triggern deine Sinne
        Wir sorgen für dich
        Dass die zweite Hälfte dich niemals trifft
        Halber Mensch
        Mir nichts dir nichts
        Steht da der Schnitter
        Geh weiter
        Stösst an
        Geht nicht weiter —
        Du formlose Knete
        Aus der die Lebensgeister
        Den letzten Rest
        Funken aussaugen
        Fliegen angestachelt taumelnd, besoffen davon
        Tanzen nutzlos in der Sonne
        Mach dir nichts aus
        Sie machen gar aus
        Ein Bild für die Götter
        Schönen Gruss vom Schnitter
        Sicheln nicht sein!
        Verwesen

        Arno Gruen sprach von dem Fremden in uns. Ob so mancher unter uns daher nur ein halber Mensch ist?

  10. federleichtes
    Mai 15, 2012 um 2:44 am

    Geistige, emotionale und körperliche Gesundheit entsteht allein durch Bewusstsein.
    Krankheiten entstehen durch fehlendes Bewusstsein; vielleicht stimmt auch: Durch fehlende Kohärenz.
    Dass die Schöpfung aus Bewusstsein heraus entstanden ist und Bewusstsein in der Schöpfung tätig ist, scheint ja wohl unbestritten.
    Ebnso, dass die Schöpfung Bewusstsein entwickelt?
    Das Bewusstsein über das Wesen/die Absicht der Schöpfung ist – nach meiner Empfindung – ziemlich weit fortgeschritten. Das liegt an der Offenbarung, an den Bildern, die sich (aus dem Unbewussten heraus) entwickelten.
    Viele Menschen macht die Realität krank, aber viele macht sie auch gesund. Wie im Riesenrad: Die einen sind ergriffen, die anderen kotzen.

    Nein, Martin, es gibt keine halben Menschen. Die ein Wesen sind, sind ganze Wesen, die kein Wesen haben, sehen nur aus wie Menschen. Und Menschen, die sich von der Macht der Nicht-Wesen greifen lassen, spielen eben diese Rolle, nicht weniger perfekt als die, sich nicht nicht oder nur wenig grefen – in Versuchung führen lassen.

    Kohärenz bedeutet hier auch, dem Lauf der Entwicklung vertrauen – um das Wesen des Werdens zu WISSEN, und ein Einssein zu FÜHLEN. Auch hier wieder, wie bereits mehrfach beschrieben, Liebe und Geist vereint.

    Nun, ich habe die nächsten Monate nicht so viel Zeit und äußere hier und gleich mal einen weiteren Gedanken zum Thema Kohärenz.
    WIR hätten uns von Gott getrennt, schrieb man den Menschen ins Stammbuch.
    Völliger Unsinn.
    Wessen Spiel läuft denn hier? Und unter wessen Kontrolle? Woher stammen die Informationen, die im Unbewussten rumoren? Wer schickte das Böse auf die Welt?

    Das was wir im laufenden Geschehen beobachten und als Gottlosigkeit interpretieren können, läßt sich auch ganz anders interpretieren.
    Angst und Kohärenz sind wie Hund und Katze. Angst muss sein, aber glaubt doch nicht, dass mit einer relativ irrationalen Erscheinung die „Katze“ zu erschrecken ist. Lass den Hund bellen, die Katze fängt die Maus.

    Damit gut.

    Wolfgang

  11. Mai 15, 2012 um 5:23 pm

    Auf Facebook bemerkt Hardy Schuster dazu: Ist es ein Zufall, dass die Zahl der Millionäre in Deutschland ebenfalls etwa eine Million beträgt (924.00 Stand 2012) ? Deutschland besitzt damit die höchste Millionärsdichte der Welt, ausserdem gibt es in Deutschland noch 108 ausgewiesene Milliardäre und 13 Milliardärs Familiendynastien = 121. Der Reichtum der Milliardäre steigt durchschnittlich 10% pro Jahr, der der Millionäre nur um 8% pro Jahr.

  12. Mai 15, 2012 um 6:13 pm

    Je extremer intelligenter der Psychopath, desto mehr Geld kann man mit ihm verdienen. Ich weiß leider nicht, wieviel Hitler und Stalin für den Militärisch Industriellen Komplex brachte, aber es war so viel, dass, wenn die Regierungen das nicht mehr finanzieren, sie einfach weiter machen.

    • federleichtes
      Mai 16, 2012 um 1:48 pm

      Erscheint uns hier „Intelligenz“ als eine neutrales Werkzeug, mit dem man sowohl Häuser bauen, als auch zerstören kann?

      Psychopathen
      In der Psyche als Informationsverarbeitungsebene werden Ideen (Geist) und Gefühle (Liebe), Gedanken und Emotionen, Erfahrungen (Zusammenhänge) und Vor-Stellungen (Wünsche-Zukunft) in Handlungs-Informationen übersetzt.
      Beispiel: Aus 1 und 2 und 3 und 4 wird die Handlung A; aus 1 und 2 und 4 und 5 wird die Handlung B.
      Eine vernünftige Handlung entsteht, wenn eine richtig interpretierte Erfahrung mit der richtigen Arbeit aus einem Zustand A einen Zustand B erschafft – und die Differenz zwischen A und B ein Nutzen ist.
      Die Psyche liefert GENAU die Handlungsimpulse, die aus den verfügbaren Informationen entstehen KONNTE.
      Da die Psyche des Menschen kein geschlossenes System ist, sondern auch mit Informationen von Außen gefüttert wird, ist das bewerten von Entscheidungen in gesund und krank nicht leicht – eben so schwer, wie es der einzelne hat, sich für Ja oder Nein zu entscheiden, wenn er zum Thema keine (richtigen) Informationen und (fundierten) Erfahrungen hat.
      Noch ein Beispiel:
      Aus der Sicht eines Gaspedals ist die Bremse pathologisch. Pathologisch schätze ich auch einen Radfahrer ein, der durch eine vergiftete Welt fährt, um fit zu werden.

      @ Hans Kreimel
      „abschließend eine these: der mensch ist im nicht erzogenen zustand ein tier. erst durch einen sozialisierungsprozess wird er zu einem menschlichen wesen. wo dieser sozialisierungsprozess aussetzt, kommt das tier wieder zum vorschein.“ Zitatende

      Dem stimme ich nicht zu.
      Erstens verbietet sich für mich das Gleichsetzen von Tier und Mensch. Menschen können nicht wie Tiere sein, und Tiere – gottseidank – nicht wie Menschen.
      Zweitens kommt ein Kind geburtstraumatisiert auf die Welt und trägt in seinem Gepäck einen GEWALTigen Fundus von archaischen Informationen mit sich.
      Drittens wird er in eine Gesellschaft zwangseingefügt, deren Ziel es zu sein scheint, die Natürlichkeit eines Wesens zu deformieren, das Natürlich zu unterdrücken und das Widernatürliche zu fördern.
      DIESEN PROZESS NENNT MAN SOZIALISIERUNG – mehr nicht. Tatsächlich wird der Mensch durch Erziehung disponiert, gefügig gemacht, wahnsinnig gemacht, apathisch gemacht. Sozialisierung, wie sie immer noch praktiziert wird, ist Massenvergewaltigung. Wie anders läßt sich das Verhalten der Masse erklären?

      Schaut man nicht vom richtigen Standpunkt, IST die Welt eine Irrenanstalt.

      Wolfgang

  13. Mai 17, 2012 um 1:30 pm

    Auch wenn es Noam Chomsky nicht direkt ausspricht, so scheinen sich gerade die Intellektuellen in den Dienst der Psychopathen zu stellen, um deren Reichtum weiter zu mehren:

    Für Noam Chomsky haben die Intellektuellen die Verantwortung, die Wahrheit zu sagen und Lügen aufzudecken. Diese Verantwortung der Intellektuellen leitet sich aus der politischen Freiheit, dem Zugang zu Informationen und der Redefreiheit her. Aber nach Chomsky zeigt die historische Erfahrung, dass Intellektuelle diesen privilegierten Status nicht für das Sagen der Wahrheit nutzen, sondern vielmehr ihre Fähigkeiten in den Dienst für die Interessen und Privilegien der Machtelite stellen. Diese Machtelite entscheidet darüber, was in der Gesellschaft passiert, weil sie über den dafür notwendigen Reichtum besitzt.
    Intellektuelle bilden für Chomsky eine „Art säkulare Priesterschaft“ für die Machtelite, weil sie Ideen, Pläne, Strategien, Werte, Theorien, Rechtfertigungen und Doktrinen für die ökonomischen und politischen Entscheidungsträger des Herrschaftssystems entwickeln und dem Rest der Bevölkerung „verkünden, was sie glauben sollen“.

    Weiter in Die Wachhunde der Machtelite: Noam Chomskys Kritik der Intellektuellen, von Christian Girschner, der Chomskys Kritik der Intellektuellen nachzeichnet.

    „Einer der großen Vorteile, die Macht und Reichtum mit sich bringen, besteht darin, sich niemals für etwas entschuldigen zu müssen.“ Noam Chomsky

  14. Mai 21, 2012 um 9:23 pm

    Und nochmals ein Video, das klar macht, was zu tun ist, um Massen durch Manipulation zu beherrschen und von ihnen immer mehr ihrer Freiheit aufzugeben, um vermeintlich mehr Sicherheit zu erlangen:

  15. Juli 5, 2012 um 11:55 pm

    Und wieder so ein schöner Artikel auf der SEIN-Plattform:

    Das mangelnde Selbstvertrauen macht ambivalent und entscheidungsunfähig. Die gespaltene Persönlichkeit stimmt mit der nach außen vertretenen Meinung nicht mehr überein, handelt anders, als eigentlich beabsichtigt.Eine ausweglose, frustrierende Situation zerstört langsam die Kontrolle und lässt zunehmend Reizbarkeit und Gewalttätigkeit an die Oberfläche treten. Schmerz wird abreagiert durch ständiges Fluchen und hemmungslose Wutausbrüche, besonders an denen, die man am meisten liebt, gefolgt von Reue (Anac.-LS: reizbare Neurodermitis; Hautausschläge mit warzenartigen Erhebungen). Auch der Wunsch nach eigenen Kindern muss verleugnet werden, drohen diese doch den hart erkämpften Platz wegzunehmen. Der Konflikt zwischen Liebe und Hass weicht emotionaler Leere und Härte und der Unfähigkeit, die verstummten Gefühle anders als durch Gewalt und Grausamkeit zu beleben. Misstrauen, Feindseligkeit und Verfolgungswahn prägen jetzt die Beziehungen.

    Die momentane weltpolitische Lage macht ganz besonders deutlich, das jeder einzelne als Teil einer Gemeinschaft gefordert ist, Aggressivität nicht als einzige Ausdrucksform von Gefühlen zu sehen. Es ist daher notwendig, den Focus auf die Wurzeln von eigener Frustration und unaufgelöstem Zorns zu richten, sowie auf notwendige, aber noch nicht vollzogene Loslösungsprozesse, um so zu sich selbst und damit zu den eigenen Gefühlen und Gedanken und eigenen Entscheidungen (richtigen wie falschen) zu finden. Die Homöopathie kann dabei einen zentralen Beitrag leisten.

    gefunden in: ANACARDIUM – eine homöopathische Studie über menschliche Gewaltbereitschaft

  16. August 4, 2012 um 2:59 am

    Hallo!

    hab noch einen Nachtrag zum Thema.

    In ARTE gibt es eine einmalige, lehrreiche, sehenswerte 80min. Doku über einen narzistischen Psychopathen der extremen Kategorie:

    http://videos.arte.tv/de/videos/ich_bin_ein_psychopath-6838404.html

    Ein wissenschaftliches experimentelles Lehrstück, hat Aufklärungspotential. Den Regisseur hat dieses Experiment sehr mitgenommen. Das Video zeigt wie bösartig-destruktiv und damit gefährlich und manipulativ Psychopathen auf „Otto Normalverbraucher“ wirken können.

    Jeder „normale“ Mensch ist ihnen unterlegen, weil sie aufgrund ihrer mangelnden emotionalen Empathiefähigkeit, und aufgrund ihrer mangelnden eigenen Körperwahrnehmung offensichtlich dennoch sehr klar die persönlichen Schwächen der Mitmenschen wahrnehmen können um sie dann auch auszunutzen. Sie spielen bewusst mit den Gefühlen anderer Menschen. Es ist für sie ein Spiel Andere zu manipulieren und für ihre Ziele zu manipulieren und zu beherrschen. Das Bild einer Katze ist treffend. welche mit dem Leben einer Maus spielt. Die Maus hat keine Chance. Psychopathen leben von der Angst und der Emotionalität anderer. Sie saugen deren Energie regelrecht aus.

    Psychopathen erkennen zielsicher unsichere Persönlichkeiten als potentielle Opfer und investieren ihre Energie um auf ihre Kosten, parasitär zu leben.
    Gewissenlos und Herzlos sind sie, weil ihr Gehirn anders funktioniert.

    Ihr Charisma und ihre Stärke kann gerade diejenigen anziehen, welche eben selbst sensibel auf den Schmerz und das Leid anderer reagieren. Dann bewundern sie vielleicht gerade, die rationale Distanzierungsfähigkeit und scheinbare Abgeklärtheit, welche sie für sich selbst auch wünschen.

    Persönlichkeitsgestörte Menschen der aggressiven Art können jedoch keine konfliktarme Beziehungen eingehen. Sie provozieren die Konflikte und beherrschen das Spiel damit perfekt. Schaden leidet in jedem Fall der emotional empathische Mensch.

    Extreme Psychopathen nach menschlichen Maßstäben zu messen und einzuordnen ist unsinnig. Da hilft nur Distanz, Abbruch der Kontakten, bzw. bei Nachweis von Straffälligkeit die konsequente Strafverfolgung.

    Es gibt viele Kategorien von Psychopathen und somit auch große Unterschiede.
    Hilfreich ist die Klassifizierung nach ICD-10 in F60:
    Nachfolgend diejenigen welche i.d.Regeln aggressiver auftreten können:
    Typ 2 Dissoziale Persönlichkeitsstörung , Häufigkeit bis 5%; m > w (Männer > Frauen)
    Typ 3 Emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Borderline); ca. 2%; w > m
    Typ 4 Histrionische Persönlichkeitsstörung ; 2-3%; w > m
    insbesonders: Typ 8 Narzisstische Persönlichkeitsstörng (!) w

    Ätiologisch kommen die Erklärungsmodelle aus der Neurobiologie, Psychologie und Soziologie. Es ist ein multifaktorielles Zusammenspiel dafür verantwortlich.
    Die psychotherapeutische Behandlung ist sehr schwer, (die Betroffenen spüren selbst keinen Leidensdruck). Es geht auch nicht um Heilung, sondern bestenfalls um eine zufriedenstellende Lebensführung und in schweren Fällen bleibt wohl nur eine Isolation, bzw. bei Straffälligkeit eine Sicherheitsverwahrung wegen Wiederholungsrisiko.

    Es lohnt für die Selbstsorge wachsam zu bleiben und im Fall eigener Betroffenheit sich (professionelle) Hilfe zu suchen.

    Ingo

    • August 4, 2012 um 10:41 am

      Danke, Ingo, für Deine Ergänzungen.

      Ihr Charisma und ihre Stärke kann gerade diejenigen anziehen, welche eben selbst sensibel auf den Schmerz und das Leid anderer reagieren. Dann bewundern sie vielleicht gerade, die rationale Distanzierungsfähigkeit und scheinbare Abgeklärtheit, welche sie für sich selbst auch wünschen.

      Das ist dann wirklich das gefährliche daran. Und wer erst einmal bis ganz oben gekommen ist und eine Gefolgschaft um sich scharen konnte, dem ist wohl nur noch schwer beizukommen. Diesen Personen kann man ja nur noch schwer aus dem Weg gehen …

      • November 29, 2012 um 4:21 pm

        Genau da liegt das problem, denke ich. Und mir ist ueber die jahre aufgefallen, wie gerade unter sogenannten „Lichtarbeitern“ und „spirituellen Menschen“ diese Rationalisierung der Distanzierung als der goettliche Weg gesehen wird. Da ich nun aber weiss, dass das ganze New Age Denken Rockefeller gesteuert ist, so macht genau das ja einen grausamen Sinn. Man nehme die Menschen, denen es am meisten am Herz liegt, in liebevoller harmonie zu leben und gebe ihenen durch die Sprachrohre sehr leibevoll und erleuchtet ausssehender Fuehrer einm dass psychopathisches verhalten die wirkliche Liebe ist – und wumm… das funktioniert ganz wunderbar! Daran sieht man wohl, dass diese Krankheit sehr wohl nicht nur Kindern, sondern sogar auch noch Erwachsenen anerzogen werden kann!

        • November 29, 2012 um 8:16 pm

          Und die senden dann „ganz viel Licht und Liebe“ und predigen, dass sich die Welt ganz von allein ändert, so Du nur immer „ganz viel Licht und Liebe sendest“.
          Mir wird regelmäßig übel, wenn ich diesen eklich überzuckerten Quark lese, zumal solche Parolen auch nicht ehrlich klingen. Sie sind aufgesetzt.

  17. September 19, 2012 um 11:08 am

    Erich Fromm und auch Rüdiger Dahlke schreiben, dass die Berufswahl mit dem Charakter, aber auch mit dem Karma zu tun haben – also nicht zufällig geschieht.
    Gerät wer aus bestimmten Gründen in eine Berufsgruppe, wo er nicht hingehört, fühlt er sich nicht wohl, wird bald kündigen oder er wird herausgemobbt – weil die anderen spüren, dass dieser anders ist.

  18. September 19, 2012 um 11:50 am

    Psychologie u.a. lassen sich für Aufklärung und für Fortschritt benutzen – aber auch – und das erleben wir heute leider in den Psychiatrien und auf dem Markt der PsychoDrogen zur Zerstörung des Volkes einsetzen. Durch die Werbung allerorten der Psycholobby sind die Begriffe bereits zum allgemeinen Wortschatz geworden und so lassen sich die Menschen Tausendfach in Abhängigkeit und Verstümmelung führen.
    So wie auch englische Worte im deutschen Sprachraum oder Wortneuschöpfungen die Menschen immer mehr von sich selbst weg führen und entfremden.
    Nur in der Muttersprache kann ein Mensch sich selbst ausdrücken und vor allem seine Empfindungen formulieren – das geht nicht in einer fremden Sprache – auch wenn sie noch so gut beherrscht wird. Ausdrücke und Wortwendungen, wie „ich habe die Nase voll “ oder „Du gehst mir auf die Nieren“ oder „ich kann Dich nicht riechen“ drücken sehr viel mehr aus, lassen sich aber nicht in eine fremden Sprache übersetzen.
    Wer nun vornehm spricht und auf den Ausdruck – wie ihm der Schnabel gewachsen ist – verzichtet – verliert sich selbst.
    Wir erkennen Menschen, die ihre Emotionen nicht zulassen auch daran, dass sie ihre Ellenbogen eng am Körper halten. Sie machen sich nicht frei und umarmen die ganze Welt –
    Aber das gilt als chic und richtig – ohne diese Körpersprache kann man/frau auch einen Beruf in bestimmten Sphären nicht ergreifen – trotz ausgezeichneter Zeugnisse.

    Aber ein Staat braucht zum Funktionieren keine gebildete Masse, sondern nur eine Elite, die sie sich aus dem Nachwuchs der Elite aussucht – alle anderen werden unter Niveau gehalten – und wenn es sein muss mit chemischen Drogen (Ritalin)

    Aber das ist zugleich nicht nur Stillstand sondern das Todesurteil des Staates.

    Nur eine Revolution, oder Krieg mit Tod und Zerstörung würde nur wieder die materielle Welt zerstören damit in Profit-Sucht die Produktion unter kapitalistischen Besitzverhältnissen wieder anlaufen kann – und das ist diesesmal der Untergang der Menschheit insgesamt und der Erde.
    Was wir brauchen ist ein gänzlich neuen Level – das Wissen ist schon da – aber :
    „Eine Idee wird zur materiellen Gewalt, wenn sie die Massen ergreift“ – wie erreicht das Wissen eine stumpf geschlagene und (drogen)süchtige Masse Mensch ?

    Wenn man darüber nachdenkt – erkennt man/frau, wie perfektioniert diese alte Welt – diese alte Kultur ihre Erhaltung betreibt.

    Und ich frage mich, ob es im Interesse des Schöpfers ist, wenn nur einige Wenige ausbrechen können und das Ziel erreichen ?

    • federleichtes
      September 19, 2012 um 12:39 pm

      „Und ich frage mich, ob es im Interesse des Schöpfers ist, wenn nur einige Wenige ausbrechen können und das Ziel erreichen ?“

      Ja, wenn ….

      Fundstücke

      Die Wahrheit hat weder Waffen nötig, um sich zu verteidigen, noch Gewalttätigkeit, um die Menschen zu zwingen, an sie zu glauben.
      Sie hat nur zu erscheinen, und sobald ihr Licht die Wolken, die sie verbergen, verscheucht hat, ist ihr Sieg gesichert. (Friedrich der Große)

      Aber die Wahrheit ist nicht irgendwo – sondern ganz innen drin.
      Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit ist es erstmal in sich zu finden.
      Unter der Oberfläche des anerzogenen Rollenspiels
      und noch unter der Ebene von Frustation und Wut durch erlebte Verletzungen

      ganz tief drinnen ist der Frieden, die Stille, die Göttlichkeit;
      die Wahrhaftigkeit und die Ehrlichkeit.

      Wer dieses Mensch-Sein in sich findet – ist auch nach außen wahrhaftig und ehrlich, friedlich und verständnisvoll – verantwortungsfähig und liebesfähig.

      Wer das Mensch-Sein in sich findet – erkennt auch im außen Mit-Menschen.

      Das wird die neue Zeit sein – die Ära nach der Herr-schaft des Geldes, des Kapitals,
      des Betrugs und der Lüge.

      … die „Wahrheit“ ein solch monströses Ding ist, dass sie nur durch einen Bewusstseinsprung – bewirkt von Wenigen – offenbar werden kann.

      Es gibt einige (wenige) problematische Themen, weniger problematisch für die Analyse, sehr problematisch für Lösungen: Würde man doch durch ein Neutralisieren von Psychopthen ein ganzes (ergebnisorientiertes) System gefährden. (Igelin)

      Dem System entkommen?
      Ja, es gibt Schlupflöcher – durch die nur Menschen passen, die sie SELBER gefunden haben, indem sie AUS DEM LEBEN HERAUS das Leben verstanden. Nur Wenige sprechen darüber – und die werden nicht verstanden bzw. können sich in einer verwirrten Welt mit klaren Bildern (logischerweise) nicht verständlich machen. Aber, gleich wie dicht die Wolken noch werden, darüber bleibt IMMER ein Himmel.

      Wolfgang

    • November 29, 2012 um 4:35 pm

      Gut, dass hier die Sprache zur Sprache kommt…..
      Erst mal: ja, deshalb wird unsere Sprache zerstoert, weil sie sich auch besonders gut eignet zum Ausdruecken tiefer Gedanken und Gefuehle, und weil sie ein integrer Bestandteil unserer kultur ist. Man nehme dem menschen Kultur und Sprache und Religion – und man haelt ihn gefangen und schwach. Das haben schon die Hittiter herausgefunden und angewandt.
      Zweitens: ich stimme nicht zu, dass man diese tiefe Verwurzelung nicht in einer spaeteren Sprache finden kann. Mir ist das sehr wohl gelungen. Aber: im Verlauf meiner Bewusstseinsarbeit habe ich festgestellt, dass ich an gewisse dinge nicht herankommen konnte, weil meine Bewusstseinserfahrungsfreunde nur englisch sprachen und ich ueber alles auf englisch sprach. Eines Tages wurde mir bewusst, dass da im Detuschen dinge verborgen lagen, die sehr wertvoll waren, und die sich mir nicht erschlossen hatten, solange ich nicht die Sprache anwandte, in der die Erfahrung uerspruenglich erlebt war. Daraufhin begann ich, alle Kindheitsdialoge, die zur aufarbeitung hochkamen, auf Deutsch zu sprechen, und meine Mitarbeiter liessen das geschehn. Meine darauffolgenden Erklaerungen halfen mir dann zu verstehen, was die worte eigentlich mit mir gemacht hatten UND DASS ES DIE WORTE SELBER WAREN, DIE ES GEMACHT HATTEN – was fuer ein interessanter Einblick!
      Ich hatte zum Beispiel eine fruehe Kindheitserfahrung, wo ich mir selber wegen einer Verbrennung schlecht roch. Ich lehnte dann meine Geruchssinn ab und stellte meine Koepergeruch auf Hochtouren – eine schlimme Kombination. Nun bedenke man: meine Mutter liebte den ausdruck :Ich kann dich nicht riechen“ und sie lehnte meine Geruch ab. Man stelle sich vor, wohin das fuehrte…. in Gefilde, in die sie uns ganz gewiss nicht hatte fuehren wollen….
      Und dies ist nur eines von vielen Beispielen dieser Art in meinem Leben.
      Viel Tiefes ist in die Sprache unserer Kindheit gebettet und ohne sie unverstaendlich.
      Und: auf Englisch sagt man: Sticks and stones can break my bones, but words will never hrut me. Falsch.

      • November 29, 2012 um 8:21 pm

        Warum mir die Pflege der Muttersprache und deren richtiger Gebrauch so wichtig sind.

        Vielen Dank. Sie sprechen mir hier aus dem Herzen!

        Heute wird den Kindergartenkindern, die im Alter von fünf Jahren noch nicht in der Lage sind, ihre Muttersprache richtig zu sprechen, Englisch beigebracht. Die Muttersprache soll und wird auf diese Weise gründlich zerstört. Die Wirkungen haben Sie völlig richtig beschrieben. Den Menschen werden damit ihre Wurzeln gestohlen und sind dann zu allem zu benutzen.

        • November 30, 2012 um 12:28 am

          Wie wichtig die Beherrschung von reiner Sprache ist und der Entrümpelung von wenig zuträglichen Weltbildern, damit beschäftigt sich das Buch Wissensaktivierung – neue Denkwege, über das ich hier schon berichtet habe. Und ja, es ist zu befürchten, dass eine zu frühe Vermischung unterschiedlicher Sprachen eher störend wirken wird.

  19. September 19, 2012 um 12:37 pm

    Das hängt davon ab was der Schöpfer/das Schöpfende WIRKLICH ist. Aber vor allem fehlt bei dieser Betrachtung die Tatsache, dass der Mensch nicht allein bewusst ist, sondern sich Bewusstsein auf unzählige Lebensformen verteilt. Vom Mensch allein hängt die weitere Entwicklung nicht ab, denn das Schöpfende ist nicht einzig menschlich. Der Mensch nutzt einzig seinen “Spielraum“ der Möglichkeiten, der ihm innerhalb des GANZEN zur Verfügung steht.

    Gruß Guido
    http://www.gold-dna.de/phi.html

    • federleichtes
      September 19, 2012 um 12:46 pm

      Da warst Du mit Deinem jugendlichen Elan zwei Minuten schneller als ich.

      „Spielraum“ ist auch eine Dimension des Bewusstseins – dessen Ebenen nicht nur passiv verfügbar sind, sondern auch aktiv zur Verfügung gestellt WERDEN. Aber wem sage ich das.

      Euch einen guten Tag.

      Wolfgang

  20. Oktober 16, 2012 um 3:11 am

    Reblogged this on monopoli.

  21. November 29, 2012 um 5:19 pm

    So viel wertvolles Wissen hier. Dazu noch mein Beitrag:
    Empathie und Spiegelneuronen

    Empathie ist gesteuert durch unsere Spiegelneuronen. Wir werden mit unterschiedlichen Mengen davon geboren und das ist sowohl erblich als auch durch die Erfahrung im Mutterleib schon veränderlich.

    Menschen verlieren an Empathie

    Spiegelneuronen verstärken ihre Wirkung und vermehren sich anscheinend oder schalten sich ein in Gegenwart von Oxitozin, dem sogenannten Gefühlshormon, welches wiederum in verschiedenen Mengen vorhanden ist. Menstruierende, Schwangere und stillende Mütter haben mehr davon. Junge Männer weniger, alte Männer mehr. Mütter müssen ihr Kind verstehen noch bevor es sprechen kann, zum Beispiel … Eine Frau, die nicht genügend Hormon produziert hat Schwierigkeiten, sich richtig um ihr Kind zu kümmern, aber sie wird die Spiegelneuronen ihres ungeborenen Kindes auch ungenügend mit dem Hormon umfluten, sodass das Kind auch in dieser Hinsicht verkümmern wird. Das bedeutet wohl, dass auf diese Weise von Generation zu Generation immer weniger Empathie da sein wird, wenn sich da nicht etwas ändert. Ich nehme an, aber weiß das so nicht, dass das Hormon auch durch Liebe angeregt wird, denn wenn wir lieben, haben wir ja doch mehr Empathie als sonst. Das würde eventuell bedeuten, dass eine Frau, die in der Schwangerschaft sich geliebt fühlt, ihrem Kind mit größerer Wahrscheinlichkeit die Anlage zur Empathie Übermitteln wird. Und in einer Gesellschaft, wo viel Empathie und Liebe ist, wird diese wachsen. Wo das fehlt, wird es weiterhin abhanden kommen. Ich empfinde Deutschland als allgemein lieblos jetzt. Ich war lange fort und empfinde eine große Veränderung zum Schlechten. Mein subjektive Wahrnehmung ist, dass die Menschen mehr am Rechthaben und Selbstrechtfertigen als an der Liebe interessiert sind.

    Wohlfahrt durch den anonymen Staat lässt Empathiefähigkeit sinken

    Vieles von dem, was Menschen betrifft, scheint auf einer sogenannten Bell Curve zu liegen. Das heißt, es gibt viel Mittelmäßiges und weniger Extremes. Die meisten Menschen lassen sich in Hinsicht auf Menschenfreundlichkeit und Anständigkeit führen. Wir sind Mitmacher. Dafür hat es viele Experimente gegeben. In Bezug auf die Empathie sind die extremen Enden der Kurve mit etwa 5% auf beiden Seiten besetzt. Das heißt, dass 5% in etwa gefühllos und grausam handeln, eigenständig. Die Frage für die Menschheit ist: welche extreme Seite ist klarer erkenntlich, stärker vertreten in der Gesellschaft? In einer Gesellschaft, in der der Staat alle “Wohltätigkeit” übernimmt und der Wettbewerb hart ist, kann man wohl erwarten, dass die Menschen wenig Beispiele für Empathie in ihrem Umfeld wahrnehmen, sich selten geliebt fühlen. Das muss dann wohl zwangsweise zum Abbau der Effektivität der Spiegelneuronen führen und dementsprechend der Empathie.

    Der schlechte Einfluss von Psychopathen

    Die viel verschrieene Scientology hat viel wissen um dieses Thema. Vielleicht ist sie auch deshalb besonders in Deutschland so total unerwünscht. Im Land der meisten Milliardäre und dem Abbau aller Möglichkeiten für Selbstständigkeit ist das nicht verwunderlich. In einem Land der Psychopathen ist es nicht verwunderlich. Denn dies Thema ist ganz besonders angesprochen und behandelt. Ich kenne die deutschen Worte da nicht. Es wird gesagt, dass 2% der Bevölkerung total psychopathisch ist und andere nur unterdrücken, ohne jede Aussicht auf Besserung. Die Menschen sind diejenigen, die eine solche Angst haben vor dem Verlieren, vor dem Leben, dass sie es nicht erlauben können, dass Irgendjemand voran kommt. Man erkennt sie daran, dass sie sich selber zum einzig möglichen Retter erheben und alles, was man sonst wo Gutes bekommt, schlecht machen. Sie erlauben es uns nicht, uns über uns selber zu freuen. Wenn wir so einen Menschen zu Mutter oder Vater haben, dann werden wir von diesem Verhalten abhängig. Wir lernen es, uns danach auszurichten und diesem Menschen gefallen zu müssen, wobei wir dann niemals lernen, auf eigenen Füßen zu stehen – das ist ja der Zweck der Übung für den Unterdrücker. Wir werden dann jedes Mal, wenn wir auf einen grünen Zweig zu kommen scheinen, wieder abstürzen. Und dieses Muster daher auch an unsere Kinder weiter geben … Da man solche Menschen nicht bessern kann, da sie sich selber nicht bessern können, sollte man sie total meiden. Es wäre gut, wenn sie keine Kinder hätten.

    Bleiben am Ende nur noch Psychopathen?

    Wo sind wir fehl gegangen und haben diesen 2% erlaubt, unsere Führung zu übernehmen? Wie kam es, dass solche Menschen uns wertvoll wurden? Ich denke, das kam mit vermehrten Kriegen, als die Welt immer stärker bevölkert wurde und wir uns ins Gehege kamen. Vor langer Zeit also. Interessant aber, dass die großen Psychopathenführer nun die Welt entvölkern wollen. Wollen sie nur Psychopathen übrig haben? Auch unter ihren Dienern?

    Deutsche sind nicht Demokratie-fähig

    Martin – ich fürchte, ich kann nicht zustimmen, dass wir Demokratie-fähig sind. Wären wir es, so wäre die Lage nicht wie sie ist. Wie können wir es sein, wenn so Viele nicht wählen und selbst das Wählen eine seltene Sache ist? Zeitungen machen zu und nichts wird veröffentlicht, was nicht von den Herrschenden gewollt ist, und so können wir kaum noch gehört werden, außer hier und auf Facebook – wo es auch möglicherweise bald nicht möglich sein wird mehr. Demonstrationen werden niedergeknüppelt um uns herum, und bei uns macht man sie schon gar nicht erst…. nein, wir sind schon mitten im Faschismus. Dafür hat man die Liebe unter den Menschen schon weitgehend abgeschafft und bringt die Kinder in die Kitas, frühestmöglich!!!! Überarbeitet die Lehrer in den Schulen. Macht die Eltern kaputt – Alleinerziehende Mütter sind die am meisten armutsgefährdeten Menschen im Lande… Wir sind immer noch oder mal wieder eine “verspätete Nation”.

    • federleichtes
      November 29, 2012 um 7:41 pm

      Bemerkenswert, dass Du in dieser Phase der Entwicklung zu uns kommst. Mit Deinen Erfahrungen, mit Bewusstsein über Dich und Zusammenhänge.

      Parallel dazu schreibt Manfred mal etwas deutlicher übers „Eingemachte“.

      Parallel dazu erlebt Martin eine Befreiung und kann Wege nach Innen gehen.

      Parallel dazu entwickelten sich andere Perspektiven, parallel dazu werden morgen und übermorgen weitere Schübe in eine Richtung kommen, die immer eindeutiger werden wird.

      Ich verabschiedete mich bereits vor vielen Jahren von der Vorstellung, die Gesellschaft verändern zu können. Sie lässt sich relativ bewusstlos führen, und mir hilft es nicht besonders weiter, noch genauere Erkenntnisse zu gewinnen über das Womit und Warum. Für mich ist das Fakt und abgehakt. Dagegen interessieren mich Menschen sehr, die aus den Fängen des Systems entkommen sind – aber darin anwesend blieben. Ich glaube, viele von denen hätten es persönlich nicht nötig, weil sie eine abgeschlossen Lebensbilanz erreichten, weil sie „reich“ wurden und bleiben werden.

      Aus meiner Sich wird auf die „Angsttube“ gedrückt, massiver und noch massiver. Die das tun, glauben: Mal sehen, wie weit wir gehen können. Die, die in dieser Angstwelt leben KÖNNEN, denken anders darüber. Weil sie in der Lage sind, der Angstwelt ihre eigene Welt gegenüberzustellen. In dieser angstfreien Welt IST (oder herrscht) ein uneingeschränktes Miteinander, und immer mehr Menschen werden dort Zugang finden – WEIL das Drücken auf die Angsttube nicht nur Angst re-stimuliert, sondern gleichzeitig Wege aus der Angst heraus bereitet. Ich sagte es gestern bereits Ralf: Wer einmal einen gewissen Angst-Level unterschritten hat, sitz in einem Zug, der nicht mehr aufzuhalten ist.

      Das alles hat mit „Deutschland überhaupt nichts zu tun. Wir sind hier nun mal, im Rahmen einer gewissen Sicherheit, auf einem Feld mit vielen Gleichgearteten, im Raum einer ziemlich dumpfen Schwingung. Aber erst das Zusammentreffen dieser (hier) vorhandenen Bedingungen, daran glaube ich, kann das entstehen lassen, worauf Entwicklung zielt: Die „Dunkelheit“ zu durchdringen und aufzulösen.

      Danke für Deine Beiträge.

      Gruß
      Wolfgang

  22. November 30, 2012 um 5:20 am

    Hier nochmal ein Zitat von Krishnamurti
    “ Wenn Sie das nicht empfinden, dann haben Sie sich nicht von der Last befreit, dann haben Sie das tote Gewicht der Autorität nicht abgeworfen. Aber wenn Sie sie abgeschüttelt haben und damit die Energie besitzen, in der es keinerlei Furcht mehr gibt – keine Furcht davor, einen Fehler zu machen, richtig oder falsch zu handeln – ist nicht dann diese Energie selbst die Umwandlung? Wir brauchen ein gewaltiges Ausmaß an Energie, und wir verschwenden sie durch die Furcht. Doch wenn die Energie vorhanden ist, die dadurch entsteht, daß jede Furcht abgeworfen wurde, bringt diese Energie selbst die radikale innere Revolution hervor. Wir haben dazu nichts zu tun. Sie sind sich also selbst überlassen. In diesem Zustand befindet sich tatsächlich der Mensch, dem es ernsthaft um diese Dinge zu tun ist. Und da Sie nicht länger von irgend jemandem oder irgend etwas Hilfe erwarten, sind Sie bereits frei, um zu entdecken. Und wo Freiheit ist, ist Energie, wo Freiheit ist, kann nichts mehr falsch getan werden. Freiheit ist etwas ganz anderes als Revolte. In der Freiheit gibt es kein rechtes oder unrechtes Tun mehr. Sie sind frei, und von diesem Zentrum aus handeln Sie; daher gibt es keine Furcht mehr, und ein Mensch, der keine Furcht hat, ist großer Liebe fähig. Und der wahrhaft Liebende kann tun, was er will.“

    Wichtig ist aber die Erkenntnis, so glaube ich, dass auch die Freiheit kein Ziel ist, sondern
    für das Individuum nur Mittel zum Zweck.
    Und der Zweck ist die Liebe.

    Euch einen schönen Morgen, Ralf

  23. Dezember 26, 2012 um 11:41 am

    Ich lese zur Zeit das Buch „Die narzisstische Gesellschaft“ von Hans- Joachim Maaz (sehr empfehlenswert) und habe parallel dazu in der Schule von der Kindheit von Wilhelm II. gehört. Ich habe festgestellt, dass dieser Mann schwere narzisstische Probleme hatte. Er hat versucht Anerkennung und so etwas wie Liebe zu bekommen durch permanentes Sich-in-den-Vordergrund-spielen. Er hat sich stark präsentiert (trug stets Militäruniformen) und das obwohl er eher innerlich tot war. Man hat ihn shcon in seiner Kindheit so gedrillt, dass er niemals Liebe erfuhr und schon gar kein Mitleid. Jetzt könnten wir als empathiefähige Menschen sagen: „Der arme Wilhelm“, aber dadurch können wir Gefahr laufen seine Taten „schön“ zu reden. Es ist ein dünnes Eis bei dieser Herangehensweise, aber sie lohnt sich für eine Verbesserung der Gegenwart. Ich glaube kaum, dass zwei Weltkriege, der Nationalsozialismus und so viel Tod spurlos an einer Gesellschaft vorbeigehen, vielleicht ist es an der Zeit den Gesellschaftscharakter zu analyiseren, denn einige Menschen legen ein schwer abnormes Verhalten an den Tag. Karriere-, Kauf- und Konsumwahn… Unterstützung des Kapitalismus, Frieden mit Waffen und noch mehr Sicherheit mit noch mehr Waffen.

    • Dezember 27, 2012 um 12:07 am

      Danke Erik, für Deine Gedanken. Je mehr ich mich mit der Erziehung von Kindern beschäftige, desto mehr wir klar, was passiert, wenn wir sie entweder komplett auch Gehorsam trimmen oder komplett ungezügelt aufwachsen lassen. Beides tut nicht gut. In beiden Fällen werden sich Kinder von sich selbst entfremden (müssen), es sei denn sie haben eine starke Resilienz (meine Tochter Wiebke wird übermorgen einen Artikel dazu veröffentlichen). Die ersteren werden Psychopathen und die zweiten können nicht an ihre Gefühle ran, da sie nie Grenzen lernen durften.
      Was allerdings den Hinweis auf Wilhelm II. in Bezug auf eine Alleinschuld angeht, so habe ich in den letzten Monaten erkennen dürfen, wie stark das englische Empire schon in den 80ern Jahren begonnen hat, Stimmung gegen das industriell aufstrebende Deutschland zu machen. Wie sich die Welt- und Industriemacht England bedroht gefühlt hat, dazu habe ich in diesem Artikel einen kleinen Einblick gegeben:

      Eine Erfolgsgeschichte: wie das Mängelsiegel „made in Germany“ zum Qualitätssiegel wurde

      Wenn man sich die geschriebene Geschichte aus der Perspektive der Sieger anschaut, so habe ich den Eindruck gewinnen können, dass Deutschland sowohl der erste als auch der zweite Weltkrieg aufgedrückt wurde. Einerseits, um die leidige Konkurrenz vom Tisch zu haben und andererseits um auf beiden Seiten der Fronten kräftig an der Rüstung und anschließend am Wiederaufbau zu verdienen.

      Verschwörungstheorie? Es gibt inzwischen genug veröffentlichtes Material, aber auch ein sehr erhellendes Buch, in dem gerade mein Weltbild stark zurechtgerückt wird:
      Freispruch für Deutschland – Ausländische Historiker und Publizisten widerlegen antideutsche Geschichtslügen 1998 / 3. Auflage
      Das soll aber nicht die Erkenntnis über die Erziehungsweise und den Auswirkungen auf Wilhelm II. schmälern …

      Herzliche Grüße, Martin

    • Dezember 27, 2012 um 12:29 am

      Russland führt gerade vor, dass der Imperialismus nur die Sprache der Waffen versteht!
      Nur durch das wiedererstarkte Militär Russlands und dessen Präsentation ist der Krieg in Syrien noch nicht offen ausgebrochen!
      Es ist schon erstaunlich, dass ich immer wieder lese, die anderen – die nicht nach der Pfeife der USA und seiner Vasallen tanzen – sollen abrüsten!
      Da wird EINE vielleicht mal mögliche Atombombe zur Gefahr für den Weltfrieden hochstilisiert, während die eigenen hunderte Atomsprengköpfe nicht einmal Erwähnung finden!
      Da wir Friedfertigkeit von den Demonstranten verlangt, während die Polizei bis an die Zähne bewaffnet mit Tränengas, Pfefferspray, Gummigeschossen und Knüppeln gegen diese Unbewaffneten vorgehen.
      Die herrschende global agierende Mafiabande ist feige, verlogen und versteht nur eine Sprache – die der Kanonen! Das heißt nicht, dass man die auch abfeuern muss, wie Russland gerade eindrucksvoll vorführt! Es reicht, sie zu zeigen und zu haben, denn diese Feiglinge greifen nur die Schwachen an, wie es Feiglinge eben so tun, nicht wahr?

      Abrüsten werden wir, wenn wir sie davon gejagt haben! Denn dann brauchen wir die Kanonen nicht mehr! Dann schießen wir die alle in die Sonne!

      Es gab in der DDR ein Lied, dass diese notwendige Einsicht sehr gut beschrieb:

      Wer die Rose ehrt

      Wer die Rose, wer die Rose ehrt
      Der ehrt heutzutage auch den Dorn
      Der zur Rose noch dazu gehört
      Noch so lang, so lang man sie bedroht

      Einmal wirft sie ihn ab, Einmal wirft sie ihn ab

      Das wird sein, wenns sein wird
      Und alle sie lieben

      Wer die Liebe, wer die Liebe ehrt
      Der ehrt heutzutage auch den Hass
      Der zur Liebe noch dazu gehört
      Noch so lang, so lang man sie bedroht

      Einmal wirft sie ihn ab…

      Das wird sein, wenns sein wird
      Und Mensch ehrt den Menschen

  24. Juli 13, 2013 um 11:01 pm

    Seeeeehr interessantes Thema, das direkt die weltweiten „Eliten“ betrifft.
    Rebloggt: http://juliaetc.wordpress.com/

    • Juli 13, 2013 um 11:26 pm

      Ich bekam gerade noch den Hinweis auf diese wichtige Schrift zum Thema Herrscher/Machthaber in der Politik:

      Politische Ponerologie – Die Wissenschaft vom Bösen und seiner Anwendung für politische Zwecke

      Das erste Manuskript dieses Buches wanderte, fünf Minuten bevor die Geheimpolizei im kommunistischen Polen erschien, ins Feuer. Die zweite Kopie, welche mühsam von Wissenschaftlern, die unter unmöglichen Bedingungen der Repression arbeiten mussten, neu zusammengestellt wurde, wurde via Kurier an den Vatikan gesandt. Seine Ankunft wurde nie bestätigt und vom Kurier hörten sie nie mehr etwas. Das Manuskript und all die wertvollen Daten waren verloren. Die dritte Kopie wurde von einem der Wissenschafter (Andrew M. Lobaczewski), der an diesem Projekt arbeitete, geschrieben, nachdem er in den 1980er Jahren nach Amerika flüchten konnte. Zbigniew Brzezinski unterdrückte diese.

      Politische Ponerologie – Die Wissenschaft vom Bösen und seiner Anwendung für politische Zwecke wurde genau in dem Schmelztiegel, um den es in diesen Studien geht, geschmiedet. Wissenschaftler, die unter einem repressiven System lebten, entschieden sich, dieses klinisch zu studieren, die Gründer und Unterstützer eines bösen Systems zu analysieren, um herauszufinden, welche gemeinsamen Faktoren zusammenspielen, um des Menschen Grausamkeit gegenüber Seinesgleichen zu steigern und weiter zu verbreiten.

      In seiner klinischen, nüchternen Beschreibung der wahren Natur des Bösen schockierend, jedoch auch ergreifend, wenn der Autor die Leiden beschreibt, die die Forscher erfahren haben, die von der Krankheit, die sie studierten angesteckt oder zerstört wurden, so gehört dieses Buch in die Hände aller Bürger von Staaten, die von sich moralische oder humanistische Grundwerte behaupten. Denn eines ist gewiss, Moral und Humanismus können den räuberischen Angriffen des Bösen nicht lange standhalten. Das Wissen um seine Natur, wie es seine Netze erzeugt und verbreitet, wie hinterlistig seine arglistige Vorgehensweise ist, ist das einzige Gegenmittel.

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  1. Juli 13, 2013 um 11:03 pm

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