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Gastbeitrag: Verantwortung kann nur derjenige haben, der auch die Macht zur Veränderung besitzt

Nick Mott schrieb als Kommentar auf den Artikel Habe ich als Deutscher eine besondere Verantwortung dafür, dass sich der Holocaust nicht wiederholt? allgemeiner:

Diese Macht hat nicht der “Normalbürger”.

Mein persönliches Lieblings-Beispiel:

Demonstration von 1,3 Millionen Bundesbürgern gegen den Nato-Doppelbeschluss, insbesondere gegen die Stationierung von Pershing II-Rakten in Deutschland.

Die Stationierung wurde nicht nur nicht in Frage gestellt, sie wurde nicht um eine einzige Sekunde verzögert!
Kohl sagte 1982 wörtlich:

Die Bundesregierung steht uneingeschränkt zum Nato-Doppelbeschluss.

– Uneingeschränkt.

Die Meinung von Millionen Bürgern, aus allen politischen Lagern, interessierte wortwörtlich keinen Deut.

Wenn heute Angela Merkel unwidersprochen formulieren darf:

Israels Sicherheit ist Teil der Staatsräson meines Landes.

dann ist damit klar, dass jegliches In-Frage-Stellen, jegliches Relativieren dieser Aussage oder gar Opposition sowieso vollkommen sinnlos sind.

Wurde ich gefragt, ob Merkel, die ich nicht gewählt habe, stellvertretend für mich Deutschlands Zukunft und damit zwangsläufig auch mein Schicksal unkündbar an israelische Machtpolitik knüpfen darf? – Nein.
Habe ich auch nur die geringste Einflussnahmemöglichkeit, um dies zu revidieren? – Nein.
Hat je eine Petition eine gravierende (ich betone dies explizit!) staatliche Entscheidung ausgebremst oder gar rückgängig gemacht? – Nein.

Ich kann noch nicht mal verhindern, dass im Ortsverein meines Stadtteiles ein Vorsitzender gewählt wird, der Delegierte benennt, die im Kreistag zugange sind, wo die Landesvertreter ausgekungelt werden, die dann den Bundestag besetzen und dort den/die Kanzler/in wählen, welche/r wiederum erst sich das O.K. der de-facto-Besatzungsmacht USA abholen muss, damit er/sie “regieren” kann – hallo? Geht´s noch? Da soll ich oder irgendein anderer Heiopei “Schuld” haben an irgendwas?

Wenn ich könnte, wie ich wollte…sie lassen mich aber nicht dürfen^^

Diese verdammte Schuld-Farce beginnt mit dieser unsäglichen “Erbschuld”/”Erbsünde”, die uns die Kirche einzureden versucht inklusive Ablasshandel, weil´s so lukrativ ist für einige – geht weiter mit der “Steuerschuld”, obwohl dieser Staat radikal nichts dazu leistet, dass wir unsere Arbeit machen und hört noch lange nicht auf bei der “Generationenschuld” des Holocaust.

Merke: Das Schuldprinzip ist nichts anderes als die Usurpation der Handlungsfreiheit durch gewissenlose Moralsklavenhalter!

Wenn deutsche Soldaten in/direkt in einem israelisch-iranischen Krieg in Aktion träten, würde wie im Falle des Nato-Doppelbeschlusses oder den Friedensdemonstrationen zum Golfkrieg I u.ä. keine einzige Entscheidung verzögert, relativiert oder gar verhindert werden – das muss jedem klar sein.

Dass sich diese Anfälligkeit des Deutschen für Schuldzuweisungen aller Art so hartnäckig hält, verdankt sie der typisch deutschen Angst (etymologisch von “Enge” abgeleitet), die sich wiederum aus einem krankhaften Erziehungsmodell zu bedingungslosem Gehorsam speist – Wer nicht hören will, muss fühlen!

Unser aktuelles Gesellschaftssystem basiert nach wie vor auf Repression und nicht auf Einsicht.
Ist auch logisch: Denn wer Einsicht nimmt, sieht vieles, was die Obrigkeit (also die, die die wahre Macht und damit Verantwortung haben und jene behalten wollen, um diese anderen aufzubürden) gerne unbesehen lassen..

Schuld und Strafe sind also die Zwillingsschwestern der Machterhaltung.
Denn ohne Schuld keine Strafe, ohne Strafe keine Angst und damit keine Erpressbarkeit.
So sieht´s aus.

Conclusio:

Der deutsche Bürger hatte zu keinem Zeitpunkt die “Macht”, geo-, finanz- bzw. ethnopolitische Projekte zu verhindern.
Dafür gibt es keinen einzigen belegbaren Fall.
Wo aber keine Macht zur Gestaltung ist, da ist auch keine Verantwortung, mithin Schuldzuweisung möglich!

Und diejenigen, die sich so gerne großkotzig als moralische Apostel des Widerstandes gerieren, sollen erst mal glaubhaft nachweisen, dass sie schon mal was für eine Sache in ihrem Leben riskiert haben und auch zukünftig bereit sind alles zu riskieren, um ihren Ansprüchen Geltung zu verschaffen, bevor sie sich wohlfeil in Talkshows, Kolumnen etc. breit machen und von Verantwortung schwadronieren!

Ende der Durchsage.

  1. federleichtes
    April 16, 2012 um 9:36 pm

    Gerade in den letzten sechs Monaten erlebte ich in einem Zustand zwischen Entsetzen, Erstaunen und Scham, wie wenig mir von den tatsächlichen Spielchen auf der Welt bewusst war. Natürlich wusste ich eine Menge, allerdings lernte ich in der Zeit auch den Unterschied zwischen Wissen und Bewusstsein etwas genauer kennen.

    Aus der Musekiste, Kreta 1989:
    Auf dem Kriegsschauplatz Erde tummeln sich zwei Parteien, die Guten und die Bösen. Zwischen den Fronten tummelt sich eine Gruppe, die weder Fisch noch Fleisch ist. Täter und Opfer haben einen Dritten im Bunde, den Helfer. Doppelbödige Helfer. Einer besucht den Täter im Gefängnis, anschließend das Opfer im Krankenhaus. Parteilose Nullnummern, sie werden im dualen System leicht vergessen. Selbstlos blühen sie im Hintergrund, stehen gern verborgen und unauffällig am Rande des Geschehens, wiegeln ihre Leistungen bescheiden ab, so als schämten sie sich ihrer unbestimmten Rolle als nicht kämpferische kleine graue Mäuse. Theoretisch, rein theoretisch (die Wellen der Empörung werden trotzdem hoch schlagen) müßten die selbstlosen Edelleute ja, um ihrer sich selbst gestellten Aufgabe gerecht zu werden, den Täter zu seiner Tat, zu ihrer Hilfeleistung anstiften. Wenn sie wirklich die verdeckten Täter-Anstifter sind, hätten sie wahrlich allen Grund für ihr unverdächtiges Treiben im Verborgenen. Wenn Zwei sich streiten, freut sich der Dritte, ein Trio infernale.
    Von diesem weit hergeholten Standpunkt aus, man höre und staune, entschuldigte sich der Täter zum Opfer, und die unschuldige Mutter Theresa gerät ins Zwielicht, in einem gewissen und besseren Sinne natürlich ins Feld der R + B-Leuchtung. Ein Schritt von der Dualität in die Trinität, auf einer anderen Ebene als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Weist uns da die Heilige Dreieinigkeit nicht einen Weg, der zum ersten Anfang führt? Täter, Opfer und Helfer sind, was Ursache und Wirkung angeht, doppelt miteinander verstrickt. Jeder verursacht und wirkt zugleich. Eine Erkenntnis für den Weg aus der Schuld.

    Unbestreitbare Tatsache ist:
    Kein Mensch wusste, weiß und wird jemals wissen, was mit ihm nach seiner Geburt geschieht. Vielleicht ist Leben berechenbar, von Menschen nicht. Insofern muss jeder Mensch, da er sein Leben nicht bestimmen kann, unschuldig sein – und nur bedingt verantwortlich, und zwar ausschließlich für sich selber.

    Wolfgang

  2. April 16, 2012 um 9:44 pm

    Sehr gute Analyse!
    Nur bleiben hier die Fragen offen:

    Sind wir wirklich macht-los ausgeliefert?
    Haben wir nichts anderes zu tun und sind wir zu nichts anderem imstande als zu resignieren und zu sagen: Hat ja doch keinen Zweck?

    In dem einen Video in dem anderen Artikel sagte der eine Engländer:
    „If you want to destroy a nation, then blame it for anything!“ – „Wenn Du eine Nation zerstören willst, dann beschuldige sie für irgend etwas.“
    Geschieht das nicht seit ich weiß nicht wie lange mit der deutschen Nation?
    Warum?
    Ist das alles, was hier geschieht wirklich nur, um die deutsche Nation zu zerstören?

    Ich verfolgte, wie Deutschland seit dem 1. Weltkrieg immer kleiner wurde. Und ich sehe, dass unsere allseits beliebte Madame Merkel bereits alle Weichen gestellt hat, damit von deutschem Boden wieder ein Krieg ausgeht, der Deutschland endgültig von der Landkarte verschwinden lassen wird, wie Brecht es beschrieb:
    „Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig, nach dem zweiten noch bewohnbar, nach dem dritten nicht mehr auffindbar.“
    Und ich beobachte, dass damals wie heute Russland eines der beliebten Ziele ist oder vielleicht ist Russland sogar das eigentliche Ziel?
    Im Grunde ist Deutschland bereits im 1. Weltkrieg gegen Russland gehetzt worden, dann wieder im zweiten und auch im jetzigen bevorstehenden Krieg geht es um Russland und Deutschland dient – wie die beiden Male davor – als Aufmarschgebiet gen Osten. Als Marionette der USA und Großbritannien. Das sehe ich nicht anders.

    Und wieder bleibt mir die Frage unbeantwortet: WARUM?
    und
    Sind wir wirklich ohnmächtig? Können wir gar nichts tun, um das abzuwenden? Können wir nur wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen und darauf warten gefressen zu werden?

    Ich hoffe, es gibt andere Wege. Ich wünsche mir, dass wir, die Menschen, die viel mehr als die paar Machthaber sind (also die wirklichen Machthaber), das Blatt wenden und unsere Erde erhalten.
    Dafür müssen wir jedoch das System völlig ändern. Jetzt. Nicht irgendwann.

  3. federleichtes
    April 17, 2012 um 1:54 pm

    Irgendwann Ende der 90er schrieb ich folgende Notiz:
    „Freiheit ist tatsächlich nicht mehr als ein Postulat, ein notwendiges Element, um den Klotz des Schicksals tragen – ertragen – zu können.
    Für den Weg der Liebe gab Jesus Hoffnung, für den Weg der Weisheit trieben uns die Hörner des Teufels voran.
    In dem Moment, wo der Mensch die Verantwortung für „sein“ Schicksal übernimmt, erreicht er ein neues Maß an wirklicher Freiheit:
    „Ich wollte mein Schicksal, ich versprach der Gemeinschaft meinen Beitrag, ich stehe zu meinem Wort, auch wenn ich es vergessen mußte“.

    Freiheit und Schicksal schauen sich ins Gesicht. Ich schätze mal, das Schicksal runzelt die Stirn. Wenn es Schicksal gibt, (und das halten Menschen, die den Mut hatten, sich dieser Frage zu stellen, für sicher) kann es keine Verantwortung geben – und auch keine Schuld.

    Am Rande möchte ich erwähnen, dass es nicht meiner Erfindung ist, dass Menschen lebensfeindliche Informationen zu Bewusstsein verarbeiten. In diesem Bewusstseins-Werdungsprozeß scheint Schuld aber eine Frage zu sein, die es zu klären, aufzuklären gilt. Vielleicht wird auch „Jemandem“ durch das Schuld-Thema erst klar, was Verantwortung im Sinne von Verursachung bedeutet.

    Wolfgang

  4. Claudia König
    April 17, 2012 um 3:52 pm

    Wir können alle etwas machen: Zunächst einmal habe ich bisher jeden Job verloren, weil ich mich für meine Kollegen eingesetzt habe. Kann daher (Gott sei Dank) nur bei kleineren Unternehmen arbeiten. Nicht mehr die Banken unterstützen und unsere Konten kündigen. Habe ich getan, das Leben wird erstmal vielleicht teurer, weil ich Zahlungen bei Postbank (andere tun es nicht mehr) bezahlen muß. Wir haben in Deutschland immer noch mehr kleinere und mittlere Unternehmen. Wir können unsere Chefs überzeugen, keine Steuern und Sozialabgaben mehr zu zahlen.

    • April 17, 2012 um 7:31 pm

      Hallo Claudia,

      welche Idee siehst Du hinter

      Wir können unsere Chefs überzeugen, keine Steuern und Sozialabgaben mehr zu zahlen.

      Uns wird doch klar gemacht, dass wir die Steuern brauchen, damit wir unsere Infrastrukturen ordentlich gestalten können. Wenn nun gar keine Steuern mehr reinkommen, was dann?

      LG Martin

  5. Claudia König
    April 18, 2012 um 10:50 am

    Lieber Martin,
    wie sähe es aus, wenn wir es genauso machten wie die Banken: Geld aus dem Nichts schöpfen (siehe Bundesbankbroschüre). Jedem würde monatlich ein bedingungsloses Grundeinkommen bezahlt. Der Staat würde die selbe Summe, die er für seine Bürger ausgibt, noch einmal schöpfen, um Infrastruktur etc. zu bezahlen. Ich finde es ziemlich pervertiert, daß wir durch Steuern dafür bezahlen müssen, daß wir überhaupt arbeiten gehen dürfen. Vielleicht fallen den anderen Mitwirkenden hierzu Ideen ein.
    Schön, daß es diese Seite hier gibt.
    Liebe grüße an alle, Claudia

    • April 18, 2012 um 11:53 am

      Liebe Claudia,

      ja, das wäre zur Überbrückung bis zu einer Ökonomie, die auch ohne Geld auskommt, ein wichtiger Schritt!

      Es gibt noch weitere begleitenden Umstellungen, die helfen, so z.B. die Gemeinwohl-Ökonomie. In dem Informationsblatt zu ihrer Historie ist zu lesen:

      383–322 V. CHR.: ARISTOTELES

      In seiner „Politik“ kritisierte der Namensgeber und erste systematische Denker der Ökonomie schon jene Wirtschaftsweise, die nur auf Geldgewinn aus ist, als „widernatürlich“ (Buch I, Kap. 8ff.).
      Im Gegenzug bestimmte er jenes „gerechte Gute“, das einer „Gemeinschaft zuträglich“ und auf das sie verpflichtet ist, also das Gemeinwohl (Buch III, Kap. 12, 1282 b). Es ermöglicht das „gute Leben“ und erfordert das „gute Handeln“ aller.

      106–43 V. CHR.: CICERO

      „Das Wohl des Volkes soll oberstes Gesetz sein.“ (De legibus III, 3, 8)

      1225–1274: THOMAS VON AQUIN

      Er bezeichnete das Gemeinwohl als „bonum commune“ und leitete in seinem Hauptwerk, der Summa theologiae, ab, dass notwendigerweise „jedes Gesetz auf das Gemeinwohl ausgerichtet ist.“ (Prima Secundae, quaestio 90, articulus 2). Seitdem spielt es auch in der christlichen Soziallehre eine zentrale Rolle.

      1646–1716: GOTTFRIED WILHELM LEIBNIZ

      Auch nach ihm hat alles Recht dem Gemeinwohl zu dienen, das er – die Erhaltung und das Gedeihen des Universums ausdrücklich einschließend – als Weltgemeinwohl fasste. (Nova methodus discendae docendaeque Jurisprudentiae, Buch I, § 35; Buch II, § 14)

      Auch die Bewegung namens Zeitgeist Movement ist schon seit einigen Jahren dabei, das Konzept einer Ökonomie ohne Geld namens Ressourcenbasierte Wirtschaft auszuarbeiten.

      LG Martin

  6. April 19, 2012 um 9:25 pm

    Irren ist menschlich,so heisset es doch !!! Auch das Verhalten jedes Einzelnen muß von manchen Menschen überdacht und gegebenfalls auch mittels einer Therapie verändert werden.Sei es wegen der Gefühle zu anderen Menschen.Also statt böse und gemein zu lieb,nett und hilfsbereit.Egal ob die Erziehung oder Einflüsse anderer Menschen,auch Vertraute wie der Vater je einen guten oder schlechten Einfluss hatten .Jeder Mensch muß sich seiner Verantwortung gegenüber dem Anderen letztendlich bewusst sein !!!

    • April 19, 2012 um 9:33 pm

      Ja Markus. Daraus könnte auch abgeleitet werden, dass Jemand, der falsch gehandelt hat, nicht weggesperrt werden sollte, sondern man sich mit ihm beschäftigen muss, so dass er lernt, verantwortlich für sein Handeln zu werden.
      Besser: unserer Gesellschaft funktioniert so, dass erst gar kein Bedarf entsteht, falsch handeln zu wollen. LG Martin

  7. April 20, 2012 um 11:06 pm

    Nee,wenn ich hören muß,wie Straftäter mit einer Ausrede,sie hätten eine schlimme Kindheit,das kann ich nicht verstehen.Ich hatte eine schlimme Kindheit,habe mich aber meiner Ausbildung und meiner beruflichen Karriere gewidmet.Ich war in der Schule nicht gerade net,erstrecht leider meiner einseitigen Jugendliebe.Aber ich hatte einen Nervenzusammenbruch und mir fachliche Hilfe geholt.Das können viele leider nicht verstehen.Wenn ich dann in den Nachricht abscheuliche Gründe für eine Tat hören muß,könnte ich….Ich hasse Gewalt jeglicher Form gegenüber Frauen und Kinder,weil sie sich nicht wehren können.Sie sind noch schutzbedüftiger heutzutage. Es gibt keine Entschuldigung für Taten an Frauen und Kinder.Wer nicht mit seinen Problemen umgehen kann,sollte sich Hilfe holen und nicht mit dem Leben anderer spielen.

    • April 21, 2012 um 9:32 am

      Hallo Markus,
      hm, das sind doch Erklärungen und keine Entschuldigungen. Es zeigt uns doch nur, dass viel zu Viele in vom aktuellen System verursachten Verhältnissen leben, die etwas aus ihnen macht, was sie eigentlich gar nicht sein wollen. Manche sind noch stark genug, trotzdem fair mit Anderen umzugehen. Andere schaffen es nicht und kommen auf die schiefe Bahn. Übrigens ist unser Wille gar nicht so frei, wie es häufig vermutet. Unsere Gehirnforscher haben aufgezeigt, dass Entscheidungen vom Unterbewusstsein gefällt werden, bevor das Bewusstsein denkt, dass es so entscheiden sollte:
      Hirnforscher bestätigen Darwins Befürchtung, dass wir womöglich gar keinen freien Willen haben
      In einem System, das erst gar nicht solche Verhältnisse von Gewalt gegen die Mitmenschen entstehen lässt, gibt es dann auch keine Gefängnisse, Richter und Anwälte. Wir müssen nur schauen, wie das andere Völker machen. Siehe das Zitat am Ende dieses Artikels:
      Rede von Charlie Chaplin zu seinem 70. Geburtstag: als ich mich endlich lieben lernte
      Ja, sich helfenzulassen ist schon eine wichtige Erkenntnis, die ich vielen anderen auch wünschte …
      LG Martin

  8. April 21, 2012 um 11:33 am

    Zu dem Thema „Schuld“ und „besondere Schuld der Deutschen“ hier noch ein sehr aufschlussreicher Film.
    Auf diese Weise haben die Juden auch vor dem Holocoust gearbeitet und ihre Kinder erzogen. Nur dass es damals leider, leider noch keinen Holocoust gab, der doch so vieles vereinfachte – und vor allem den Staat Israel überhaupt erst möglich machte!!

    Man verzeihe mir meinen Sarkasmus, aber nach dem Film kann ich nicht anders.
    Ein Zitat aus dem Film: Israel ist die Ursache für den „neuen Anti-Semitismus“
    Nachdem Ihr den Film gesehen habt, versteht Ihr diesen Satz.

  9. Mai 14, 2012 um 6:57 pm

    „Ihr habt alle Dinge verstanden, die ich euch gesagt habe, und ihr habt sie im Glauben angenommen. Wenn ihr sie erkannt habt, dann sind sie die Eurigen. Wenn nicht, dann sind sie nicht die Eurigen.“

    Jesus von Nazareth (Nag Hammadi Library / Dialog des Erlösers)

    Der „Himmel auf Erden“, das Paradies ohne Erbsünde, ist alles andere als eine Utopie, sondern der eigentliche Normalzustand dieser Welt, in der allgemeiner Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine saubere Umwelt und der Weltfrieden selbstverständlich sind. Die Utopie ist die Perversion, in der die halbwegs zivilisierte Menschheit aufgrund einer bis heute bestehenden Programmierung des kollektiv Unbewussten (noch) existiert.

    Für den eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation bedarf es der Überwindung der Religion (Erkenntnisprozess der Auferstehung): http://www.juengstes-gericht.net

    • federleichtes
      Mai 15, 2012 um 1:17 am

      Sind Re-ligion und Programmierung des Unbewusst-Seins gar die zwei Seiten einer Medaille?
      Die KK brachte einiges Böses in die Welt – und vielleicht – reine Spekulation – hat sie damit das wahrhaft Böse hervor gelockt. Tatsache ist, mit dem Glauben kamen Patriarchat und Herrschaft, und seitdem schreibt das „Gute“ schlechte Statistiken, während das Böse immer dreister die Bühne betritt.
      Das allerdings als Erfolg zu interpretieren – wer’s kann, ist in der Ordnung tätig.

      Wolfgang

  10. Juli 15, 2012 um 3:57 am

    „Haben wir nichts anderes zu tun und sind wir zu nichts anderem imstande als zu resignieren und zu sagen: Hat ja doch keinen Zweck?“

    Nein, so ist es eben nicht. (Und vorweg. Der Artikel an sich ist gut und richtig, dies widerspricht ihm in keinem Moment.)

    Ich habe (fast immer mit anderen zusammen) schon so viele Projekte gekippt, dass ich genau weiss, wovon ich rede. Das klappt längst nicht immer, ist aber immer möglich und nicht selten erfolgreich.

    Natürlich ist das sehr schwierig, wenn es um die ganz grossen Dinge geht, aber klein ist gross, immer. Als ich damals HirosChirac in brüssel verklagte, weil er seine Atombomben partout nicht unter dem Elysée Palast sondern auf Mururoa testen wollte, haben sie unglaubliche Verrenkungen machen müssen, um das irgendwie abzubügeln.

    Aber allein die Begleitmassnahmen waren witzig genug. Ein grosses spanisches Urlaubshotel publizierte, es werde aus Protest jetzt keine französischen Gäste mehr aufnehmen. Die halbe Weltpresse von Deutschland bis Brasilien warda oder rief an. Wir wanderten über die Messe in Barcelona mit Schildern am Revers „Wir kaufen keine französischen Produkte, weil …“. Riesenaufstand.

    Was ich sagen will: Man kann im kleinen und mittleren Bereich durchaus sofort ändern, wenn man es darauf anlegt. Nicht immer, aber oft. Im grossen Bereich muss man aufden „Zeitbomben-Faktor“ setzen – diesmal als Symbol für Bewusstmachung für die nächste Entscheidung.

    Aufgeben ist keine Option, gar keine. Und wer nicht aufgibt und sich bemüht, muss sich auch keine Schuldzuweisungen gefallen lassen, egal in was – um den Bogen zurück zum Artikel zu spannen.

    Saludos del Uhupardo

    • Juli 15, 2012 um 10:42 am

      Danke!
      Aufgeben ist keine Option, gar keine.
      Nein, ist es nicht.

      • Juli 15, 2012 um 10:43 am

        P.S. Geschichte, also (jegliche) Entwicklung, kann niemals rückwärts gehen, sie geht immer nur vorwärts!

    • Juli 15, 2012 um 1:15 pm

      Weiß die dekadente Masse, was Aufgeben ist?
      Natürlich geben die destruktiven Kräfte nicht auf, sie richten zugrunde, was möglich ist.
      Auch die konstruktiven Kräfte geben nicht auf und sorgen dafür, dass nicht alles und nicht alles gleich möglich ist.
      Aber es gibt noch eine Kraft. Von der weiß man wenig, und das ist gut so. In diesem Bereich ist es unerheblich, wie Achtsamkeit, Gewahrsein und Geduld interpretiert werden.

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