Startseite > Ethik, Gesellschaft > Gibt es die Reinkarnation doch?

Gibt es die Reinkarnation doch?

Der Tod ist nicht der Untergang, der alles aufhebt und zerstört, sondern eine Wanderung und der Beginn eines anderen Lebens, welches ein Ende nicht hat.
Marcus Tullius Cicero, römischer Philosoph, Schriftsteller, Politiker und der berühmteste Redner Roms und Konsul

Bisher war das Thema Seelenwanderung für mich eines aus dem Reich der Science Fiction, Mystik oder Esotherik. Da ich im katholischen Glauben aufgewachsen bin (nicht streng), kam in meinem christlichen Weltbild das erneute Reinkarnieren der Seele nicht vor. Nach meiner Kommunion war mir klar, dass dieses „komische“ Konstrukt einer Religion mit zürnendem Gott und allwissendem, immer Recht-habenden Papst als seinen Vertreter auf Erden für mich wenig akzeptabel vor. Ich sah mich dann besonders auch nach meinem Physikstudium lange als Atheisten. Nach über vier Jahren des Schreibens und Hinterfragens vieler anderer Glaubenssätze finde ich mich im letzten Jahr als Agnostiker, also einem, der sich etwas Schöpfendes vorstellen kann, aber keiner Religion anhängt.

In letzter Zeit habe ich allerdings immer mehr Hinweise darauf bekommen, dass die Idee der Seelenwanderung gar nicht so abwegig ist, das auch im Kontext unserer aktuellen These:

Der Sinn des Lebens könnte sein, zu mehr Erkenntnis des Gesamtbewusstseins des Schöpfers beizutragen.

Hier steckt zwar noch nicht direkt die Idee der Reinkarnation drin. Jedoch wäre es denkbar, dass das Unbewusste (Seele?) nach einem Aufenthalt wo auch immer in einen neuen Körper gelangt, dabei mit einem „frischen“ Geist (Bewusstsein) versehen wird, um sich so als ein am Ende zuträgliches Wesen Schritt für Schritt weiterentwickeln zu können. Soweit waren meine Gedanken, bis ich mich dann in weitere Texte vertieft habe. Angefangen wie immer habe ich mit einen Blick ins Wikipedia. Und es gab dabei mal wieder eine Menge Ahs und Ohs für mich.

Sowohl im Hinduismus als auch Buddhismus ist die Idee der Reinkarnation ein fester Bestandteil. Ich versuche mal ein kurze Zusammenfassung in meinen Worten (bitte Details unbedingt auf Wikipedia lesen):

Weil  die Seele im geistigen Bereich etwas Unzuträgliches tat, wird sie in einen Körper geschickt und so lange immer wieder inkarniert, bis sie wieder „geläutert“ ist.

Was ich nicht in dem Wikipedia-Artikel fand, ist unsere obige These des Lebenssinns. Für z.B. die Hinduisten ist es das Ziel, am Ende ins Nirwana zu gelangen, d.h. irgendwann „hat die Seele ihre Ruh“.

Aber schauen wir mal nach den Argumenten, die für eine Existenz  der Reinkarnation sprechen. Fangen wir mit etwas an, was unsere Politiker häufig tun, der Verallgemeinerung:

Wenn Viele dran glauben, muss was dran sein

Unter diesem Aspekt war ich stark beeindruckt. Nach der Lektüre des Wikipedia-Artikels hatte ich den Eindruck, dass über die Hälfte der Menschen dieses Planeten entweder dran glauben, oder sich vorstellen können, dass da was dran ist. Das wäre schon mal 1 Punkt für die These, dass es die Reinkarnation geben könnte. Schauen wir weiter

Wenn Experten dahinter stehen, muss was dran sein

Und auch hierzu habe ich auch gestaunt. Die Griechen wie Phytagoras, der selbst lange bei den Ägyptern in der Schule war (die griechischen Weisheiten kommen vermutlich überwiegend von hier), und Platon (nicht aber Aristoteles) hatten die Seelenwanderung auch gelehrt. Diese Lehre fand  dann später durch das Überlaufen der römisch/griechischen Heiden Eingang in die Dikussionen bei den Christen. Gut, es waren im Wesentlichen die Eliten, die sich damit auseinandersetzten, aber wie heißt es so schön bei Marx: „Die herrschende Meinung ist die Meinung der Herrschenden.“

Dass die Kirche abstreitet, dass die Reinkarnation jemals Bestandteil des Kanons war, ist einsehbar. So gibt es natürlich wieder einmal eine Verschwörungstheorie darüber, das der Konzil im Jahre 451 nach Christus das Thema aus den Kirchenbüchern verbannt hat. Hier gibt es dazu eine interessante Argumentation: Die größte Lüge der Kirche.

Wie dem auch sei. Im Abendland war es jedenfalls lange still darum, bis die alten Schriften der Griechen im 18. Jahrhundert allgemein zugänglich wurden. Und dann griffen eine Reihe bekannter Köpfe das Thema wieder auf. U.a. wurden Schopenhauer als auch Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie, Fans der Idee und bauten sie als wichtigen Bestandteil in ihre Werke mit ein.

Aber auch heutige Quantenphysiker stellen sich inzwischen hinter die Vorstellung, dass die menschliche Seele nach dem Tod des Körpers weiterleben könnte. So macht der britische Kernphysiker und Molekularbiologe Jeremy Hayward von der Cambridge University aus seiner Überzeugung längst keinen Hehl mehr:

Manche durchaus noch der wissenschaftlichen Hauptströmung angehörende Wissenschaftler scheuen sich nicht mehr, offen zu sagen, dass das Bewusstsein neben Raum, Zeit, Materie und Energie eines der Grundelemente der Welt sein könnte. … Das menschliche Bewusstsein ist möglicherweise sogar grundlegender als Raum und Zeit sei.

In seinem Artikel Physiker sind der unsterblichen Seele auf der Spur kommt Rolf Froböse zu der Meinung:

Sollten sich die Thesen der Avantgarde unter den Physikern in nachfolgenden Forschungen bestätigen, dürfte dies unser Weltbild maßgeblich beeinflussen. So würden sich Naturwissenschaft und Religion fortan nicht mehr als Gegensätze gegenüberstehen. Vielmehr könnten sie sich komplementär ergänzen – geradewegs wie der rechte und der linke Schuh eines Menschen.

Und da noch eine Reihe weiterer Experten in den unterschiedlichen Quellen zu finden sind (ich habe z.B. gerade das Buch Der Quanten Code von Dr. Med. Lothar Hollerbach durch und rezensiere noch), mag ich noch einen weitern Punkt für die Möglichkeit der Reinkarnation geben. Gehen wir weiter:

Wenn es wissenschaftliche Beweise gibt, dann muss etwas dran sein

Zugegeben, hier stehen wir auf noch brüchigem Eis, denn der überwiegende Teil der Wissenschaftler sehen die Forschungen zur Seelenwanderung und Nahtodberichten als Para-Wissenschaften an und mögen den Wahrheitswert dahinter noch nicht erkennen wollen.

Ich habe ein Video gefunden, in dem Dr. Jim TuckerPsychiater an der Universität von Virginia, von seinen aktuellen Studienergenissen berichtet. Er hat insgesamt 2.500 Fälle von Kindern untersucht, die detaillierte Erinnerungen an frühere Leben haben. In diesem komplett deutsch synchronisierten Interview spricht er über Fälle, wo Kinder überprüfbare Informationen wie Namen und Lebensumstände genannt haben:

.

Zusammenfassung

Um ehrlich zu sein, finde ich die Idee der Reinkarnation inzwischen als eine sehr zuträgliche. Warum? Nun, wenn ich annehmen muss, dass ich in meinem nächsten Leben und auch schon davor, den Scheiß, den ich gerade verzapfe, auslöffeln muss, dann werde ich mich doch in meinem aktuellen Leben mit allen Kräften zum Wohle des Ganzen einsetzen, oder?

Zudem fällt mir das Sterben nach einem erfüllten Leben auch nicht schwer, weiß ich doch, dass ich entweder schon das Nirwana erreiche, oder aber zumindest auf einem guten Pfad auch im neuen Leben wandeln werde.

Gut, die derzeitigen Kapitalisten der Welt meinen noch, dass sie mit ihrem Kapital erst zum Wohle durch das Schaffen von Arbeitsplätzen beitragen. Aber auch diese Glaubenssätze kommen gerade stark ins Wanken, denn zeigen sie doch das genaue Gegenteil: schleichende Verelendung der Vielen auf Kosten der Wenigen. Mit dieser Erkenntnis dürfte auch ihnen klar sein, was sie in ihrem nächsten Leben erwartet.

Zu klären wäre aber für mich noch: Warum wissen nur so Wenige von ihrem vorherigen Leben? Oder, wenn es gut ist, dass wir bewusst nichts von unserem vorherigen Leben wissen, warum wissen es dann doch Einige trotzdem?

  1. April 9, 2012 um 1:58 am

    Interessante Sichtweise. Einige Ergänzungen

    Juden

    ich halte es für sehr real, dass die jüdische Urlehre eine Inkarnation kannte. Ich habe deutliche Hinweise darauf, das der jüdische Glaube massiv umgeschrieben wurde.

    Hindus

    Hindus glauben nicht, dass sie ins Nirvana eingehen sondern dass praktisch jeder Mensch zu einem Gott werden kann. Er wird eins mit Gott, die Unterschiede verschwinden, das ist quasi das Nirvana. Das heisst er verlässt die irdische Welt, das Vana, und geht ins Nirvana.
    Das geht auf zwei Wegen:
    a) spontan wie z.b. bei Buddha – das entspricht etwa dem Monopoly „rücken sie vor bis zur Schloßallee“, was durch eine spontane Loslösung von allem Irdischen erreicht wird, oder
    b) indem sie sich mit jedem Leben diesem Zustand näher kommen. D.h. wenn sie schlechte Menschen sind, werden sie in sehr frühe Formen des Lebens wiedergeboren, z.b. als Ameise oder so..
    In Menschlicher Form wiedergeboren zu werden ist daher ein Zeichen, auf den richtigen Weg zu sein. Und sie glauben, dass reinkarnierte Menschen gewisse Dinge instinktiv erkennen, Dinge die sie in einem früheren Leben begleitet haben, z.b. eine Schale.

    Germanen

    Auch die Germanen glaubten an Inkarnation. Nach ihrem Glauben konnte ebenfalls jeder Mensch zu einem Gott werden, wobei sie den Begriff Gott mit einem legendären Helden und Ahnen gleichsetzten. Die Germanen glaubten, dass diese Götter auf den Spitze der Bergen lebten und von dort die Welt in Bewegung hielten. Dafür kamen nur Berge in Frage die oberhalb der Todeszone lagen.
    Und nun kommt der Hammer. Vanaland ist die irdische Welt, quasi Mittelerde, das genaue Gegenteil von Nirvana, das die Germanen ja auf den Bergspitzen vermuteten. Daher waren alle Germanen Bewohner von Vanaland. Der Germane stellte sich vor, das der Gott Pol, der übrigens Polana seinen Namen gab, ihn über den Unterweltfluss in das Land der Toten führte, wo er von den Totenrichtern beurteilt wurde und dann je nach dem Gewicht seiner Lebenstaten in eine Art Wartehalle (Welt) kam, aus der er wiedergeboren wurde. Es gab wohl 5 solcher Welten, aus der er wiedergeboren wurde. Die sechste war Vanaland (Mittelerde) und es gab 3 Welten, die außerhalb des irdischen Kreislaufs der Wiedergeburt standen.
    Jene, die bei der Verteidigung der Heimat gefallen waren, kamen in die siebente Welt – nach Walhall, in die Halle der Krieger, wo sie gemäß einer sehr irdischen Vorstellung von netten Frauen mit Wildschweinbraten und Met bedient wurden, sich dem Spiel ergaben und ansonsten im Wettstreit miteinander eiferten. Also insgesamt eine Art Kriegerparadies, wo sie bereits aus dem Kreislauf der Wiedergeburten ausstiegen aber noch nicht selbst Götter wurden. Dort warteten die Krieger auf den Tag des finalen Götterkampfes, wo sie mit göttlichen Kräften ausgestattet gegen die Armee der Finsternis kämpfen würden, um den Göttern den Sieg zu bringen, mit der die Welt in Bewegung gebracht wurde (für einen neuen Weltenzyklus).
    Die achte Halle war den Beratern vorbehalten, die sich durch besondere Weisheit von irdischen Verführungen befreiten, sie konnten sich verwandeln (z.b. zum Wendigo) und somit konnten sie die Götter bedienen. D.h. sie schieden ebenfalls aus dem Kreislauf des Lebens aus. Man könnte auch sagen, sie bekamen ihre Flügel. Und in der neunten wurden sie selbst zu Götter.
    Jeder Germane hatte also die Chance, ein Gott zu werden. Deshalb waren die Vanen unsterblich. Deshalb strebten sie zum Nirvana und deshalb waren Germanen die eigentlichen Vanen. Asen und Vanen waren gleichberechtigte Brüdervölker, seit dem Asen-Vanen-Krieg zogen Asen mit Vanen, die Asen wurden von den Vanen adoptiert und so ihr Adel legitimiert, sie waren quasi edle Mannen und so standen beide Völker in einer gewissen Abhängigkeit. Aber die Griechen und Römer verstanden das ganze System natürlich nicht und so erklärten sie das ganze Volk mit Mann und Maus zu Germanen. Denn das war das Wort, was die Germanen immerwieder wiederholten.
    Die Germanen und die Polanen sind mit den Veden verwandt. Ihre Vorstellungen stammen also aus der gleichen Quelle und zu dieser Vorstellung zählt auch der urjüdische Glaube.

    Alle Religionen wurden vermischt

    Aber so wie der mittelalterliche Snorri aus Fragmenten eine völlig neue Germanische Mythologie erdachte, die die Germanen selbst nie hatten, so schufen Juden im Babylonischen Exil eine jüdische Mythologie, die der Volkseinigung diente und vorsätzlich eine Distance zur Quelle schuf. Aus diesem jüdlischen Glauben entstand das Christentum mit verschiedenen Strömungen und so entstand aus dem Alt-Vedischen eine Alt-Avesta mit persischen Elementen, ein Hinduismus, der tengulische Bestandteile in sich aufnahm, ein Buddhismus, der tibetisch klingt und später auch Balinesisch verändert wurde und die Philosophie von Jin und Jang die mit Konfuzius zu einer gewissen Logik führte. Die Perser brachten das im Rahmen ihrer persischen Großreiche nach Griechenland und von da ging es nach Rom usw…

    So findet man ähnliches also in allen Glaubensrichtungen.

    Mit einem Schönheitsfehler, nämlich dem, dass die Neuen Heiden absolut keinen Schimmer von dem wahren Glauben der Germanen haben und das 80% ihrer Vorstellungen von einem Mann des frühen Mittelalters stammen.
    PS: die erste Nennung der Germanen ist cirka 1000 Jahre älter als alle Quellen behaupten.

    • April 9, 2012 um 10:16 am

      Lieber Monopoli,
      vielen Dank für Deine sehr interessanten Ergänzungen. Zufall? Als ich gestern den Artikel veröffentlichte, dachte ich mir kurz, dass ich jetzt noch nach den Vorstellungen der Germanen und Ägyptern suchen müsste. Einmal drüber geschlafen und ich darf mich freuen, dass ein Teil schon erledigt ist.
      Du sagst, dass die Germanen schon 1000 Jahre früher erwähnt werden. Hast Du eine Quelle für uns?
      LG Martin

      • April 10, 2012 um 4:51 am

        Ja, die gibt es.
        Es ist Teil einer vedischen Rezitation die ihren Ursprung
        in der Zeit hat, als die letzten Mandalas der Rigveda geschrieben wurde.
        Man könnte sagen, diese Rezitation ist die kürzeste Zusammenfassung des gesamten hinduistischen Weltbildes.
        Dafür haben sie einen Namen: „Brahm-a“ oder ich machs mal deutlicher „A-brahm“. Das A kennen wir aus dem Englischem, das stammt bereits aus dem altniederdeutschem. Das Sanskrit schreibt den Artikel hintendran. In der ursprünglichen Schreibweise wurde ein v statt einem b geschrieben, so steht es auch in der Torah. Also es war früher eher ein vrahmā und daraus wurde ein „frame“, der Rahmen. Brahma ist der als Gott personifizierte Rahmen der Schöpfung. Es gab nie eine Person dieses Namens. Und diese Rezitation zählt die Schöpfung auf.

        Der Begriff Germane und der Begriff Vane ist darin eine unlösbare Einheit. Es bedeutet soviel wie „gerechter Mensch“ wobei Vane auch Heimat, Wald, Wasser und
        „der richtige Weg“ bedeuteten. Es ist ein extrem vielschichtiger Begriff, eher eine Lebensphilosophie.

        Für die Hindus bedeutet es in etwa „alle Menschen sind gleich“ denn in der hinduistischen Mythologie ist Vanaland das glückliche Land, wo es keine Armut gibt.
        Eine Art antiker Sozialismus. Der Reichtum des Landes kommt dem Volk zugute. Das ganze geleitet von einem weisen Regenten der seinem Volk dient.
        Deswegen gehörten die Herden der Germanen nicht den Menschen, sondern den Göttern. Sie waren sozusagen „Volkseigentum“, verwaltet vom Regenten in Obhut eines Bauern.
        Er war der Regent seines Volkes, der Vater der Vanen im goldenen Zeitalter. Er gab sich selbst auf, um sein Wort zu halten. Dafür wird er bis heute verehrt. Sogar wir feiern ihn, wir wissen es nur nicht! Aber jedes Jahr kleiden wir unsere Beschwerden in politischen Statements,
        Es ist die alljährliche Valfahrt, die Pilgerfahrt an dem der erste Vane sein Volk besucht um zu schauen wie es ihm geht. Und sein Volk begrüßt ihn am Montag mit Rosen und unter dem Jubel des Volkes rollen Wagen durchs Land. Für diese fünfte Jahreszeit herrschen die Gesetze des goldenen Zeitalters. Deswegen sind alle Menschen fröhlich und ihre Führer der Herrschaft beraubt. Und wenn er geht, verbrennen sie alles zu Asche. Nicht einmal das Christentum konnte uns diese Riten austreiben. Die waren so beliebt, die haben wir bis nach Rio exportiert….

        Die Germanen haben sich also den Griechen ganz offiziell mit dem vorgestellt was für sie das wichtigste war, nämlich wer sie waren.
        Und sie wanderten hierher. Woher weiss ich das? Nun sie haben ihr Siedlungsgebiet mit lauter Namen aus ihrer Mythologie bepflastert, u.a. mit den wahren Namen des ersten Vanen. Und ja der hat existiert, der hat sogar nen Stammbaum und er hat Nachkommen.

        Und wie kann man das beweisen? Durch Genetik. Gene können nicht lügen.

        Doch übrig blieb vom alten Wissen nur Runen, Märchen, Bräuche und jede Menge Begriffe für die man abenteuerliche Erklärungen fand. Leider sind sie falsch.
        Man weiss auch nichts über die Quellen des Snorri. Die sind genauso rätselhaft wie die der Torah oder der Rigveda und vieler anderer heiliger Bücher. Aber sie alle gelten als „unantastbare Wahrheit“.
        Nur leider findet man keinen Abraham, keinen David, kein Tempel Salomo, kein Herkules, kein Odysseus, kein Atlantis, kein Eldorado, kein Shabala, kein Asgard, keine Sintflut und auch keine Arche… Nichts von dem ist da wo es sein soll, nichtmal ein Steinchen finden wir, nichts, nada…

        Es ist das größte Puzzle der Welt, doch wenn man den mythologischen Code versteht, kann man den Göttern ihre wahren Namen geben. Man weiss woher sie kamen und man findet auch ihre Spuren und die sind handfest.

        Die Götter haben Namen, sie stehen auf alten Tontafeln, sie waren Regenten, sie haben dokumentierte Kriege geführt und sie waren allmächtig, absolute Herrscher, sie waren die Götter der Erde. Wir sind die Kinder der Götter – ist das nicht hüpsch? Da fühlt man sich doch echt gleich viel besser, oder?

        Doch die Edda, die Torah, die Veden und viele andere heilige Bücher überliefern uns noch etwas.
        In der Offenbarung des Johannes heisst es z.b., vier apokalyptische Reiter werden die Welt mit Krieg und Elend überziehen. Auch die Edda kennt diese Reiter. Es sind die Asen. Diese Asen haben einst um die Welt gewürfelt.
        Das war der Auslöser des Ragnarök, das Fallen der Götter, das Armageddon.
        Die Menschen die uns heute beherrschen, sind die Kinder jener Asen und wieder spielen sie in ihrer Überheblichkeit um die Welt, nur diesmal an der Börse. Und sie werden die Welt wieder ins Chaos stürzen.
        Erst wenn diese gottgleichen Reiter fallen, wird das schlechteste aller Zeitalter enden. Das Licht scheidet sich von der Dunkelheit und ihre prächtige Stadt wird untergehen. An diesem Tag beginnt das neue goldene Zeitalter. Dann wird der Drache wieder über das Land fliegen. Die Maya glauben das Bolon Yokte kommt, die Germanen verstanden darunter eine neue Geburt der Welt, der Rahmen wird um ein neues Zeitalter erweitert.
        Die falschen Götter werden das Feld räumen und es herrscht wieder Friede, Freude, Eierkuchen.

        Wenn die Hindus und Buddhisten ihre Mühlen drehen, drehen sie symbolisch das Rad der Zeit. Das Rad der Geschichte hat sich in den letzten 4000 Jahren immer schneller gedreht. Nach dem Kalender der Maya ist die Zeit abgelaufen. Die Griechen sagen, die Welt entsteht aus dem Chaos.

        Die Welt hat sich in eine sich selbst erfüllende Prophezeihung verwandelt und sie hat das sogar auf Film gebannt.

        Nimmst du die blaue Pille bleibt alles wie es war. Du glaubst was du glauben sollst, du hälst dich für frei aber du bist ein Sklave. Nimmst du die rote Pille führe ich dich in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbau´s. Doch bedenke, alles was ich dir anbieten kann ist die Wahrheit, nicht mehr.

        Rot ist die Farbe der Vanen und ihres Gottes, blau ist die Farbe der Asen und die Farbe ihres Gottes.
        Der weisse Hase ist eine über 3000 Jahre alte Vorstellung der Vanen mit deren Hilfe sie den Weg zum „Kaninchenbau“ finden können. Zufall?

        Leider gibt es keine rote Pille um aus der Matrix aufzuwachen. Nur eine rote Philosophie und diese Wahrheit ist schwer zu schlucken, insbesondere wenn man nie etwas anderes erlebt hat als diese Welt, in der Lügen völlig normal sind. Man lebt und hält sie für die einzig mögliche Wahrheit. Aber wir alle fühlen, das mit dieser Welt was nicht stimmt. Oder?

        Der Mensch meidet das Risiko, lieber geht er mit dem was er kennt unter. Er schluckt die blaue Pille.
        Rote Pillen? Nein Danke, zu unsicher. Riskant. Unsinn.

        Die Untergangspropheten haben schon längst Hochkonjunktur, genauso wie die Lügner. Wir haben ne Weltdauerkrise, die aber keine Krise ist sondern nur ne „Marktverunsicherung“. Und deswegen braucht diese „nicht existente Krise“ einen „Rettungsschirm“, der so gigantisch ist das wir nichtmal wissen wieviel Nullen dran hängen. Sowas entscheiden wir heutzutage ja schon im Tageszyklus.

        Wir haben Richter und Anwälte die das Recht umdrehen, wir haben Ärzte die nicht heilen, Lebensmittel die nicht satt machen, eine Armee die uns nicht verteidigt, Computer die nie vergessen, eine Polizei die jeden Falschparker per DNA und Gesichtserkennung zur Strecke zu bringen und Regenten die zwar schwören uns zu dienen aber es nicht tun.
        Es ist die unheilvolle Allianz zwischen Lobby, Medien/Presse und Vertreter-Politik, ein inoffizielles Bündnis gegen Mensch und Natur. Die Apokalyptischen Reiter bringen Elend und Tod.
        Sie denken das sie nur ihren Job tun. Das es richtig ist. Aber sie tun es für ihr Gehalt, für ihre Karriere, für die Aussicht auf Reichtum und sie sehen nicht die Opfer die durch ihre Entscheidungen bluten und verbluten.

        Der Grund ist also die grenzenlose Gier die uns als grenzenlose Freiheit verkauft wird. Eine große Simulation endloser Freiheit in einer demokratischen Marktwirtschaft.
        Aber Reichtum gewinnt man durch Armut. Grenzenloser Reichtum erzeugt grenzenlose Armut. Und diese Armen beschuldigen wir auch noch selbst an ihrem Elend schuld zu sein. Sie können doch studieren, es gibt ja kein Studienverbot. Nur kommen diese Armen mit ihrem mickrigen Hauptschulabschluss nie an die Unis.
        Doch diese Armen wollen trotzdem ein Stück vom Kuchen. Und die werden immer mehr. Deshalb rumort es überall in der Welt, was noch fehlt ist der Funke der den Weltenbrand entzündet, damit die falschen Götter fallen.

        Die alten Vanen haben das in ihrer Weltsicht längst vorrausgesehen. Sie wussten das sie nur wirklich frei sind, wenn sie die Gier zügeln können. Gerechtigkeit sollte nicht an Bedingungen geknüpft werden, sondern es ist ein Geschenk der Götter. Wer also göttlich werden will, muss lernen zu teilen, er muss ein Vane, ein „gerechter Mensch“ werden. Erst die Befreiung von der irdischen Gier macht uns wahrlich göttlich. Deswegen steht hinter dem Begriff Germane eine ganze Philosophie, ein Konzept um die Welt besser zu machen. Doch wir haben alles vergessen.

        Dummerweise widerspricht das bedingungslose Geben völlig unserer Natur. Wer will schon großzügig sein wenn er die Chance hat reicher und mächtiger zu werden?
        Ist doch unternehmerischer Unsinn? Wir Menschen sind einfach zu clever um uns mit weniger zufrieden zu geben
        wir wollen alles und am liebsten gestern. Das ist die Verführung und deshalb brauchen wir viele Leben um zu lernen wie man sich selbst zurück nimmt, wie man teilt und diese Gerechtigkeit anderen gewährt.
        Wir sind diesbezüglich „schwererziehbare Kinder“.

        Leider fahren wir total auf diese blauen Pillen ab, wir fressen das wie Fastfood. Deswegen stehen Diätberater schon bei Kindern auf ziemlich verlorenem Posten.

        • Die Königin
          März 7, 2013 um 12:21 pm

          Völliger Blödsinn! Wenn man endlich kapiert, dass nur die weibliche Energie Heilung bringen kann, dann fängt man an zu sehen. Diese Welt ging/geht durch Männer zugrunde, die Frau hat da nur gezwungenermaßen Anteil. Sie ist es, die diese Welt bis heute stabil gehalten hat. Leider hat die männliche Welt inzwischen einige Energie des weiblichen korrumpiert, doch das wird ihnen nichts nützen. Wenn die Männer für die Frauen aufstehen, stehen sie für die Kinder auf, für die Tiere die Natur und somit für die Erdenbewohner.
          Der Mensch wird den wahrhaften Weg erst dann beschreiten, wenn er erkennt, dass die Lügen fallen müssen. Das Weibliche ist der WEG zum Frieden, die Frau heilig.
          Die Frau schuf als Schöpferin diese Erde, sie ist die Vertreterin der geistigen Welt. Ihre Schönheit erzählt davon, wie ihre Sanftmut und ihre Opferbereitschaft. Ihr Frieden, ihr Schoß der Leben gebiert. Der Mann gab den Rahmen, den Samen den Schutz. Er verändert gestaltet um, erfindet und schafft sich immer wieder neu. Er verwirft, zerstört, beschränkt die Schöpfung, da diese sonst ausufert.
          Im Grunde kann man es so auf dem Punkt bringen. Die Frau ist der Garten Eden, der Mann der Gärtner. Zusammen schufen sie das Paradies.

          Das Paradies ist von jeder erdenklichen Art von Pilze, Läuse Ratten und Gifte ( elitäre Irre) heim gesucht worden, die gilt es nun zu beseitigen.
          Kniffelige Aufgabe aber nicht unlösbar 😉

          Mit schönen Grüßen

  2. April 9, 2012 um 10:40 am

    Ich habe gerade den synchronisierten Teil-Vortrag des als Physiker ausgebildeten Bewusstseinsforscher Professors Thomas Campbell (außerkörperliche Wahrnehmungen) gefunden, der ebenfalls unsere im Artikel genannte These

    Der Sinn des Lebens könnte sein, zu mehr Erkenntnis des Gesamtbewusstseins des Schöpfers beizutragen.

    aufgestellt hat:

    Hier ist noch der gesamte Vortrag: http://vimeo.com/11005286

    Und ein Video zur eigenen Vorstellung:

  3. April 9, 2012 um 11:38 am

    Wir können das Thema Leben noch viel abgefahrener betrachten. Die Trilogie Matrix behandelt die Idee, dass unser Leben sich in einer gigantischen Computer Simulation abspielt. Dass dies nicht unwahrscheinlich ist, kann an einem simplen Gedankenspiel klar gemacht werden:

    Wir haben schon heute ausgefeilte Computer-Spiele, in denen simuliert wird. Wenn wir uns anschauen, in welcher Geschwindigkeit wir unsere Technologien weiterentwickeln und davon ausgehen, dass wir keinen dritten Weltkrieg anzetteln, sprich überleben werden, dann sollten wir irgendwann in der Lage sein, eine solche gigantische Simulation zu erstellen. Wenn wir dazu in der Lage sind, warum sollten wir dann nicht selbst in einer Simulation stecken?

    Siehe Artikel Leben wir in einer Computer-Simulation?

    Und noch besser IST UNSERE WELT NUR SIMULIERT? . Hier ist zu lesen:

    … Wenn wir wirklich in einer Computer-Simulation, welche von einer fortschrittlichen Zivilisation erschaffen wurde, „leben“ würden, hätten Wissenschaftler und Forscher wie z.B. Kopernikus und Darwin nicht die Abläufe und Gesetze der Realität sondern die einer simulierten Welt entdeckt. Diese Gesetze und Abläufe könnten zwar dieselben wie in der fundamentalen Realität – also der Realität der Simulatoren – sein, wobei natürlich auch die Simulatoren selbst nur eine Simulation einer noch höher entwickelten Zivilisation sein könnten.
    Was würde diese Erkenntnis – nur eine Simulation zu sein – für uns bedeuten bzw. was würde passieren? Selbst wenn wir in einer Simulation leben würden, hätten wir nie eine wirkliche Bestätigung. Wirkliche Bestätigung würden wir nur haben, wenn die Simulatoren uns wissen lassen würden, dass wir in einer Simulation leben. Haben die Simulatoren allerdings kein Interesse daran – nun, wir würden es nie erfahren. Einzig wenn unsere Zivilisation selbst kurz davor wäre, eine derartige Simulation in Gang zu setzen, könnten wir mit großer Sicherheit sagen, dass die ersten beiden Möglichkeiten falsch sind und somit die dritte stimmen muss.

    Hinzu kommt, dass die Simulatoren selbst wieder Teil einer Simulation sein könnten. Also wieder die Frage: Wer hat den Schöpfer erschaffen?

    • April 9, 2012 um 12:17 pm

      Wenn wir davon ausgehen würden, dass wir in einer Simulation steckten, welchen Sinn würde es machen, a) weiterzuleben oder b) sich für irgendetwas einzusetzen, was dem Ganzen zu Gute käme?
      Es hinge wohl von der Simulation ab. Wenn Reinkarnation Teil der Simulation wäre, sollte ich mich schon verdammt anstrengen, um möglichst schnell ins Nirwana zu kommen, sprich den Sinn der Simulation für mehr Erkenntnisgewinn zu erfüllen. Auch würde ein Selbstmord, also bewusstes Aufhören wollen nicht funktionieren, denn ich käme ja wieder und das vermutlich erst einmal in einer niederen Lebensform
      Anders wäre es ohne Reinkarnation. Dann könnte ich versuchen, so viele eigene Vorteile für mich und meine Familie herauszuholen, um es in der aktuellen Simulation gut zu haben. Auch auf Kosten anderer.
      Unterm Strich kommt scheint es mir dann aber egal zu sein, ob wir in einer Simulation stecken oder nicht. Die Idee der Reinkarnation scheint mir aber in beiden Welten eine äußerst zuträgliche zu sein, um eine bessere Welt, auf deren Suche ich ja bin, zu erreichen, oder?

  4. Dr. Manfred Voss
    April 9, 2012 um 12:25 pm

    So, jetzt ist dieses Thema auch mal dran … ich werde da auch noch beitragen, bin allerdings im Moment unterwegs, und habe gerade keinen Zugriff auf meine gesammelten Quellen (und auch zu wenig Zeit).

    Auf jeden Fall mal Danke für den Beitrag über die germanische Mythologie – das kannte ich so gut wie gar nicht.

    LG Manfred

  5. April 9, 2012 um 12:48 pm

    Ich habe gerade auf Facebook noch einen Literaturhinweis bekommen zu einem Buch bekommen, in dem argumentativ hin zur Reinkarnation geführt wird:

    Evolutionärer Idealismus: Gottes Schatten im Zentrum des Regenbogens, von Gerhard Höberth

    Aus der bisher einzigen Rezension:

    Nachdem die inneren Wiedersprüche der verschiedenen Modelle gefunden sind geht Hörberth den für den „Evolutionären Idealismus“ entscheidenden Weg: Er versucht ein Model zu finden welches alle Modelle miteinander derart verbindet, dass sich die jeweiligen inneren Wiedersprüche auflösen.
    Ausgehend von dem was man u.A. durch die Wiedersprüche lernen konnte setzt Hörberth an. Dabei wählt er zu nächst die Physik deren neuesten Erkentnisse und Ideen er aufgreift und darin tatsächlich einen Ansatz dafür findet die zwei „Welten“ Materie und Bewustsein (aber auch Religion und Physik) miteinander zu verschmelzen. Dies gelingt ohne sich zu verrenken, vielmehr zwingend.

  6. April 9, 2012 um 12:57 pm

    Vielen Dank, Martin. Das ist ein sehr interssantes thema, mit dem auch ich mich bereits seit längerer Zeit auseinandersetze – und ich bin noch zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen.

    Nach meiner Erfahrung und Beobachtung muss es eine höhere Intelligenz als mich geben, die mich unterstützt und leitet, aber nicht bestimmt, aus der ich schöpfe. So ist mir irgendwann erst ganz leise, dann immer deutlicher bewusst geworden, dass sich alle meinen Wünsche erfüllten. Also, alles, was ich wirklich wollte, habe ich bekommen. Immer. Das ist vollkommen unbewusst geschehen, ich habe es erst im Nachhinein bemerkt, als ich mich (und diese Erfahrung war das aller interessanteste dabei) gedanklich beschweren wollte, weil es mir „so schlecht“ geht. Es war dieses Selbstmitleid, dieses sich bei mir selbst beschweren…
    Eine kleine, leise innere Stimme sagte mir: Dir sind immer alle Deine Wünsche erfüllt worden. Da dies immer öfter geschah, habe ich mich irgendwann hingesetzt und mein Leben rückwärts betrachtet und habe so festgestellt: Es stimmt!
    Es ist nur logisch, dass ich nun also versucht habe, das auch bewusst zu machen.
    Das gelingt mir jedoch nicht immer. Ich habe den Eindruck, dass wenn ich etwas zu sehr möchte, ich also zu stark fokussiert bin, der Prozess des Erschaffens gestört ist – und ich erreiche es nicht, oder über Umwege, wenn ich nicht (mehr) daran denke…
    Das ist komisch und ich kann es mir nicht erklären. Ich habe lediglich die Erfahrung, dass es so ist.

    Ich habe in diesem Zusammenhang auch bemerkt, dass ich immer alle und genau die Informationen erhalte, die ich brauche oder die ich gerade wünsche. Sowie ich beginne, mich mit einem bestimmten Thema gedanklich zu beschäftigen, strömen die Informationen aus allen (Denk-)Richtungen zu mir… Ich kann es nicht anders nennen…. Jetzt, da mit dem Internet die Informationen schneller fließen, geht das natürlich wesentlich rasanter als vorher, jedoch habe ich in der Rückschau gesehen, dass ich auch vor dem Internet immer alle Informationen erhielt, die ich brauchte und wollte…

    Zu der Erinnerung an frühere Inkarnationen sagte mir meine Tochter:
    Vielleicht ist das ein Schutzmechanismus. Denn wenn Du Dich an Deine früheren Leben erinnern würdest, könntest Du dieses Leben nicht unvoreingenommen leben und würdest nicht zu neuen Erkenntnissen kommen.
    Das klingt natürlich sehr einleuchtend.
    Ich habe das Thema Reinkarnation in den Ordner „Weiß ich nicht“ gelegt, denn ich kann weder beweisen, dass es sie gibt, noch kann ich beweisen, dass es sie nicht gibt.
    Ich habe mir die Vorstellung zusammengebastelt, dass ja Gedanken und Gefühle, genau wie Wärme und Licht Energie sind. Also werden meine Gedanken von denen der anderen „gespeist“ und mit den anderen verbunden und umgekehrt. Das ist das, was wir Gesamtbewusstsein oder Überbewusstsein nennen. Und über diese Energie“spuren“ lebt ein Teil von mir nach meinem körperlichen Tod natürlich weiter und kann sich natürlich in den Gedanken und Gefühlen anderer wiederfinden. Und über diese „Energietransfers“ kann auch die Telepathie erklärt werden, zu der m.E. jeder Mensch fähig ist, wenn er es denn nur als Möglichkeit annimmt und dann trainiert. In dieses Bild würde dann auch meine Erfahrung passen, dass ich immer alles durchsetzte, bzw. erhielt (erhalte), was ich wirklich wollte/will, aber nicht so stark wollte/will, dass ich daran „kleb(t)e“.
    Diese Beobachtung, wie schnell und präzise das manchmal geht, ist – unvorbereitet – sicherlich ein wenig unheimlich, vorbereitet und wissend eine reine Freude 🙂
    Freilich gelingt diese Disziplinierung des Denkens und Fühlens nicht immer und so ist die ganze Sache bei mir manchmal noch ziemlich chaotisch…
    In letzter Zeit muss ich auch immer öfter an den einen Satz aus dem Video zu dem Maya-Kalender denken: „Worauf Du Deine Aufmerksamkeit lenkst, kommt in Dein Bewusstsein.“ Das geht in die selbe Richtung.

    Gegen das Weltbild der Computersimulation spricht für mich ein ganz einfacher Umstand:

    Zuerst glaubten wir, die Welt sei eine Scheibe und die Sonne der Mittelpunkt der ganzen Welt, und Gott hätte alles geschaffen, mit allen Tieren, Pflanzen und Menschen. Das entsprach unserem damaligen, von der Kirche bestimmten Wissen.
    Dann lernten wir – durch Entwicklung der Technologien – dass die Sonne NICHT der Mittelpunkt der Welt, sondern eine unter vielen Sonnen ist und unsere Erde ein Planet ist, der um die Sonne kreist – gemeinsam mit anderen Planeten (obwohl die Muslime das lange vor uns wussten, da frage ich mich, woher?)
    Als die sich weiter entwickelnde Technologie die Mechanik und damit die Maschinen entwickelte, wurde auch ein mechanistisches Weltbild geschaffen. Der Mensch und die gesamte Umwelt wurden als Maschinen betrachtet, die funktionieren und zu funktionieren haben. Dieses Weltbild wurde genau so schlüssig begründet und durchdrang unser gesamtes gesellschaftliches Leben bis in die Schulen, die funktionierende Maschinen ausbilden.
    Das selbe versucht nun das Computer-Weltbild, da wir in das Computer-Zeitalter eingetreten sind. Das würde bedeuten – in Bezug auf die Bildung – das wir unseren Kindern Information „einprogrammieren“, damit sie dann als sich selbst organisierende Computerprogramme „funktionieren“. Das halte ich für ein ziemlich gefährliches Weltbild.
    Es ist mir auch einfach zu kurz, obwohl ich damit sicherlich ’ne Menge erklären kann, wenn ich denn will.
    Irgend ein Physiker hat auch mal nachgewiesen, dass alle physikalischen Gesetze, die uns bekannt sind, stimmen, wenn wir annehmen, dass unsere Erde hohl ist und wir in ihrem Innern leben…
    Soviel zu Weltbildern, die „alles“ erklären können.

    • April 9, 2012 um 1:17 pm

      Vielen Dank zurück, besonders für Deine Darstellung der Erfüllung Deiner Wünsche, Solveigh.
      Es gibt ja das Sprichwort: „Ich bin wunschlos glücklich.“ Es wird zwar gesagt, wenn man gefragt wird, ob man noch etwas haben möchte.
      Aber ich kann mir vorstellen, dass es viele Menschen gibt, die die einfachen, positiven Gedanken denken, so dass sie Alles bekommen, um glücklich zu sein? Und dies gar noch unbewusst tun. LG Martin

      • April 9, 2012 um 2:35 pm

        Das ist sicherlich der einfachste Weg, um einen generellen Grund-Weg des eigenen Lebens festzulegen, Martin.

  7. federleichtes
    April 9, 2012 um 2:00 pm

    Wir wollen verstehen.
    Wir suchen nach Konzepten,
    um Leid in Glück zu wandeln.

    Andreas Tenzer sagt:
    „Wer ist der Handelnde?
    Das ist die einzige Frage.
    Alles andere sind Antworten.“
    Zitatende

    Wer Fragen stellt, ohne ein Engel zu sein,
    wird entsprechende Antworten bekommen.
    Wer ohne Liebe fragt,
    wird entsprechende Antworten bekommen.
    So glauben die Menschen ohne Liebe
    den Antworten, die ohne Liebe entstanden.
    Und einige handeln wie Engel,
    und andere wie Raubtiere.

    Aus dem Gelebten heraus entstehen Informationen.
    Die Informationen sind Bausteine des Verstehens,
    die wieder und wieder gelebt und weiter entwickelt werden wollen.
    Wie sollte das geschehen ohne Beteiligung von Wesen,
    die über entsprechende Lebenserfahrungen verfügen?
    Wie sollten Kinder sich entwickeln ohne die Erfahrungen,
    die bereits gemacht wurden.

    Wer sich selber ohne Wesen „denkt“,
    wird existieren wie ein Auto ohne Lenkrad.
    Den meisten Menschen genügt das,
    und dem Leben scheint das auch zu genügen.

    Bewusstsein wertet nicht,
    es verteilt Rollen.
    Bewusstsein schließt keine Option aus,
    es fördert ihren Gebrauch.
    Bewusstsein schafft Existenz,
    und es kontrolliert die Dynamik.

    Was richtige und was falsche Vorstellungen sind,
    entscheidet sich durch die Zustände,
    die aufgrund entsprechender Entscheidungen eintraten.

    Glückauf!

    Wolfgang

  8. nane
    April 9, 2012 um 4:43 pm

    definitiv werden wünsche erfüllt, auch wenns manchmal lange zeit dauert, sogar bis zu dem zeitpunkt des vergessens bzw. der verschiebung in den aktenschrank. aber wenn es passiert: grosse freude und sofortige erinnerung an den damaligen wunsch. und später kommt der gedanke: zufall oder nicht? .. weil das mehrfach im leben passiert, schwindet der gedanke an zufall 🙂

  9. Robert
    April 9, 2012 um 10:03 pm

    So viel wir über das Leben auch wissen mögen, es bleibt stets zu wenig. Und selbst wenn wir darüber alles wüssten, um das Leben vom Geburts- zum Todesmoment hin wissenschaftlich – oder zumindest sinvoll – auszufüllen, bliebe der Tod an sich dennoch verborgen. Woher sonst sollte man also das Wissen um Reinkarnation/Seelenwanderung/Wiederauferstehung überhaupt beziehen können, wenn nicht aus einem Analogieprinzip des Lebens? Für mich ist das auch der Grund, weshalb so viele Menschen seit Urzeiten daran glauben, nämlich da sich von Leben nur auf Leben schliessen lässt…

    Und nebenbei, wer von uns einmal seine eigenen und oft verschiedenen „Gesichter“ beobachtet hat, weiss auch ohne jegliches Zutun einer Religion, wie die Ruhe der Erlösung aussehen könnte.

  10. April 9, 2012 um 10:20 pm

    Ein Thema mal wieder, wo man im Grunde nur zm zufriedenen Ziel kommen kann, wenn man ALLES mit einbezieht. Die Wirklichkeit kennt den Trick des geschickten Verbergens in den Bildern der Realität. Im Grunde haben die Antwortsuchenden alle Antworten vor Augen, erkennen sie aber nicht als Ganzes, weil jedes Bewusstsein das Ganze jeweils mit verschiedenen Möglichkeiten wahrnimmt. Jedes Bewusstsein trägt somit seinen Teil zur wirklichen, endgültigen Antwort bei … aber nur, wenn alle Bewusssteine sich dessen bewusst werden und zueinanderfinden. Um die Wirklichkeit zu erkennen, und somit all die Fragen zu beantworten, die uns schon lange antreiben, quälen, und weiter suchen lassen, wie z. B. die Suche nach Gott, nach dem Sinn des Lebens, nach Reinkarnation, usw., bedarf es des Vereinens aller Bewusstseine. Der Schlüssel zu ALLEM ist verteilt auf ALLE … und das macht absolut Sinn und ist absolut perfekt durchdacht, nicht von einem Schöpfer, der über dem Leben steht, sondern vom Gesamtbewusstsein als Schöpfer selbst, BEVOR sich das Gesamtbewusstsein als unterschiedliche Lebensformen auf der Bühne des Lebens niederließ.

    Reinkarnation ist auch eine Vokabel der realen Bildersprache, die es schon lange auf der Bühne gibt, entsprechend ausgeprägt ist der Informationsgehalt, den diese Vokabel durch die Zeit bewegt … was an der Menge der offenen Fragen und Mutmaßungen, den diese Vokabel hervorruft, abgelesen werden kann. Wie erreicht eine Vokabel, dass sie im Wust aller anderen Vokabeln mit der Zeit nicht in Vergessenheit gerät ? Durch Erregung von Aufmerksamkeit … und die erweckt sie immer wieder, wie die Vorträge und Einzelerfahrungen von Menschen es belegen. Warum erinnert sich der eine, der andere aber nicht ? Warum sind es scheinbar Ausnahmen ? Solange dem Thema etwas Sonderbares anhaftet, etwas Widersprüchliches, ist der weitere Transport durch die Zeit gewiss. Nicht alle Antworten können zu allen Zeiten endgültig beantwortet werden, da so das Gesamtgefüge der Unordnung und Ordnung nicht logisch realisiert werden könnte. Zu viel Ordnung zur falschen Zeit kann nicht realisiert werden. Erst wenn das energetische Umfeld stimmt, kann derartige Ordnung realisiert werden … ohne dass es zu weiteren unordentlichen Entgleisungen kommen wird. Zum Beispiel sind die Pyramiden von Gizeh eine weitere dieser Vokabeln, die Informationen durch die Zeit bewegen … und es gibt noch reichlich weitere.
    Jedes Bild, jede Vokabel, hat seinen bzw ihren Auftritt auf der Bühne des Lebens … zu angemessener Zeit.

    Martin, Du schriebst:
    “Der Sinn des Lebens könnte sein, zu mehr Erkenntnis des Gesamtbewusstseins des Schöpfers beizutragen.“

    Warum Schöpfer und Gesamtbewusstsein trennen. Das Gesamtbewusstsein, aus dem alle aktuellen Lebensformen hervortreten, ist besagter Schöpfer und umgekehrt.

    Gruß Guido
    http://www.gold-dna.de

  11. April 9, 2012 um 11:59 pm

    Und es geht weiter mit neuen Ideen. Ich habe gerade gesehen, dass es in der Psychologie die so genannten Reinkarnationstherapie gibt. In dem folgenden Video gibt es diese Ideen von Thorwald Dethlefsen:

    Es gibt keine wirkliche Zeit sondern nur die Ewigkeit, in der Alles gleichzeitig existiert. Unser Bewusstsein ist nur sequentiell und kann immer nur etwas nacheinander abspielen, sprich wahrnehmen. Wie bei einer Schallplatte. Da ist ein z.B. ein Konzert komplett vorhanden. Der Plattenspieler holt es dann sequentiell hervor.

    Daher existieren auch die unterschiedlichen Leben eines Menschen parallel. Das Bewusstsein sei aber nur in der Lage jeweils eins der Leben zu fokussieren. Vorzustellen etwa wie es parallele Radioprogramme im „Äther“ gibt, aber das Radio nur jeweils ein Programm hörbar macht.

    • federleichtes
      April 10, 2012 um 12:43 am

      Du bist auf der richtigen Spur. Glückwunsch!

      Kleine Anmerkung:
      Es gibt auch ein „Leben“ vor dem Tod.
      Wie sagt Harald Kautz-Vella:
      „Kriegst Du das rein, was Überfluss ist. Das ist etwas, das beginnt im Herzen.“

      Dort könnte auch das sitzen, was wir „Unsterblichkeit“ nennen; was ein unbändiges Gefühl verursacht, aber leider nicht ohne Weiteres zu greifen ist.

      Wir wünschen Euch eine gute Restwoche.

      Wolfgang

  12. April 10, 2012 um 5:06 am

    Lieber Martin,
    hier ein Link sehr interessant handelt von einem Dänen
    MARTINUS !!
    http://www.dasdrittetestament.de/…/2011_­Martinus_Center_Program_2011_­...
    er kommt wohl aus dem christlichen glauben aber seine fragestellungen ähneln deinen ungemein-
    Ich persönlich finde diese „esoterischen“ fragestellungen“ wenig fruchtbar.
    aber chacun a son gout und das istnicht despektierlich gemeint.

    • April 10, 2012 um 10:42 am

      „chacun à son goût“ heißt „Jeder nach seinem Geschmack“

      @Ralf, der Link funktioniert leider nicht. Ist der hier richtig?

      http://www.dasdrittetestament.de/page.php?xSessionId=&xId=21

      LG Martin

      • federleichtes
        April 10, 2012 um 12:48 pm

        Selbstbildnis Martinus:

        Über mich selbst habe ich nur anzuführen, daß, da ich imstande war, das Leben auf die hier im Vorwort geschilderte Weise zu erleben, dies ausschließlich Realitäten zu verdanken ist, deren ins Einzelne gehende Erklärung später im Livets Bog (Das Buch des Lebens) unter dem Titel »die große Geburt« beschrieben wird. Es ist daher hier im Vorwort nur zu sagen, daß diese Geburt identisch mit der Auslösung eines überphysischen oder geistigen Prozesses ist, der in der Bewußtseinskultur eines jeden Menschen eintritt, wenn er bei einer Manifestation eines für Liebe, Intelligenz und Intuition besonders angepaßten Entwicklungsstadiums angelangt ist, was eben zur Folge hat, daß die in dem betreffenden Wesen wohnenden latenten, überphysischen oder geistigen Fähigkeiten zur Auslösung kommen und
        dadurch dem Wesen
        einen entsprechenden geistigen oder kosmischen Wahrnehmungshorizont beibringen, in welchem es
        seine eigene Unsterblichkeit,
        den Sinn des Lebens und
        die ewige Gottheit fundamental erlebt.
        In dieser Inkarnation erlebte ich diesen geistigen Prozeß in seiner fundamentalen Ausdehnung, als ich dreißig Jahre alt war. Nachdem ich wiederholte Male die starke weiße und goldene Feuertaufe durchgemacht hatte, entdeckte ich, daß ich ganz neue Fähigkeiten erhalten hatte. Ich begann geradezu, in die Ewigkeit selbst zu schauen.

        So ist das in einer Gemeinschaft, in der viele nach „Gold“ buddeln, und keiner das Gefundene behalten will.

        Danke, Ralf.

        Wolfgang

        • April 10, 2012 um 1:30 pm

          Das Livets Bog legt den Grund für eine Wissenschaft des Lebens. Es stellt die Prinzipien dar, die unser Lebenserleben ermöglichen. Es zeigt, wie unsere Existenz mit der Ganzheit der Natur verbunden ist und wie wir durch die Art, wie wir heute denken und handeln, unsere Zukunft – unser Schicksal – erschaffen. Wir sind in der Entwicklung, auf dem Weg, ”wahre”, fertigentwickelte Menschen zu werden. Das Prinzip des ”Rechts des Stärksten”, die Diktatur, wird zu Gunsten einer wachsenden humanen Lebenseinstellung, der Demokratie, untergraben. Die finsteren Weltereignisse unserer Zeit sind die Geburtswehen einer künftigen lichten Weltkultur, die zu einer durchgreifenden Veränderung des Lebens für uns alle führt.

  13. April 10, 2012 um 10:48 am

    Wenn Alles auf der Welt sich aufgrund des 1. Prinzips der Polarität sich in Schwingungen zwischen zwei Polen vollzieht, damit Weiterentwicklung erst möglich wird, warum sollte das dann nicht auch für das Leben gelten? Diese Fragestellung und die weitere Interpretation dazu habe ich auf der Web-Site Die Gesetze des Kosmos gefunden:

    Das irdische Leben würde einer Schulklasse entsprechen, mit ihren Aufgaben, Problemen, Tests, Schwierigkeiten und Erfolgen. Einem solchen Zeitraum des Lernens folgt ein Zeitraum der Ferien, in dem manchmal versäumte oder mangelhafte Lernprozesse nachgeholt werden müssen. Danach kommen wir in eine neue Klasse. Je nachdem, wie wir in der letzten abgeschnitten haben, werden wir neu eingeteilt. Hatten wir nicht gelernt, müssen wir wiederholen, waren wir lernfähig, kommen wir in die nächsthöhere Stufe mit neuen und höheren Prüfungen. Der Unterschied zwischen Schule und Leben ist jedoch der, dass das Leben endlose Geduld mit uns hat und dem Menschen, bzw. den Seelen immer wieder neue Möglichkeiten bereit- stellt, Nichtgelerntes noch zu begreifen. Zurück zu den Fragen, die zur Beantwortung bereit standen. Jemand wurde also vergewaltigt oder ist vielleicht behindert geboren worden. Wieso ist das geschehen? Dethlefsen erklärt uns: ,Leben heißt lernen, unabhängig davon, ob dies der einzelne akzeptiert oder nicht. Das Leben sorgt nach den betrachteten Gesetzen mit unbestechlicher Gerechtigkeit dafür, dass jeder genau das lernt, was er am wenigsten akzeptieren will und wogegen er den größten Widerstand setzt. Betrachtet man das Leben ohne den Hintergrund der Reinkarnation, so könnte man an der Sinnhaftigkeit des Lebens manchmal wirklich zweifeln. Und es ist offenkundig, dass nicht allen Menschen die gleichen Startlöcher im Leben zugewiesen werden – und das ist ganz bestimmt nicht Grund der Gesellschaft. Ob aus religiösem oder atheistischem Blickwinkel: Es ist ziemlich schwierig, ohne den Reinkarnationsgedanken jemandem zu erklären, warum ausgerechnet er stumm oder gelähmt, verstümmelt oder debil das Licht“dieser besten aller Welten“erblickte. Auch ein Hinweis auf die“unerforschlichen Ratschlüsse Gottes“ist wenig geeignet, in solchen Fällen ein Gefühl der Sinnhaftigkeit zu vermitteln. Doch ohne Sinn wird das Leben für den Menschen unerträglich. Die Suche nach dem Sinn des Lebens ist ein fundamentales Bedürfnis. Erst wenn der Mensch bereit ist, dieses Leben aus der Isolierung der Einmaligkeit zu lösen und als Glied einer langen Kette zu erkennen, wird er den Sinn und die Gerechtigkeit des „Schicksals“ zu begreifen lernen. Denn das Schicksal eines Lebens ist das Resultat des bisherigen Lernprozesses in seiner Gesamtheit.“

    • federleichtes
      April 10, 2012 um 1:22 pm

      Polarität in einem weiteren Sinne sind Anfang und Ende einer determinierten Entwicklung – die zwischen einem vorgegebenem Start und einem festgelegten Ziel verläuft.
      Könnte man das Ziel mit einem VORHANDENEN Wissen (oder Fähigkeiten) erreichen, reichte ein Wille aus. Ist dieses Wissen nicht vorhanden, braucht es einen Prozeß, in dem dieses Wissen entsteht. Das ist der Grund, warum es Zeit gibt. Sie gestaltet Entwicklung langsam, so, dass sie beobachtet und analysiert werden kann. Zeit gibt die Chance, Entscheidungen erst zu denken UND die Folgen abzuschätzen, BEVOR die Entscheidung zur Realität wird.

      Nun ist es so, dass nicht alle Wesen in einem gleichen Zustand inkarnieren. Einige kommen in die erste Klasse, andere wollen gleich auf die Universität. Wesen, das muss deutlich sein, nehmen aus verschiedensten Gründen am irdischen Leben teil.

      Und es ist nicht so, dass Lehrpersonal da ist, das ALLES weiß. Insofern ist das Leben in seiner gesamten Anlage ein Lernprozeß. Und es ist nicht nur so, dass wir über Wissen verfügen, sondern dass bestimmte Informationen über uns verfügen. Und uns damit auf eine Bahn zwingen, NEUE Erkenntnisse zu gewinnen.
      Insofern mag man Lehren und Lernen als einen interaktiven Prozeß verstehen, der einem Ziel dient: Der Entwicklung von Bewusstsein., das es bisher nicht gibt.

      Die Frage, ob wir das Bewusstsein für „Gott“ (oder den Initiator des Prozesses) entwickeln, löst sich auf, wenn wir erkennen, dass wir (in einem gewissen Sinne – siehe „Ebenbild“) „Gott“ SIND.
      Es ist in diesem Sinne hilfreich, JEGLICHE Betrachtungen über persönliche Straf-Folgen für ein persönliches Handeln auflösen. Wesen, die mit einem „Handicap“ inkarnieren, erleiden damit keine Strafe, sondern malen an einem Bild weiter, das notwendigerweise gemalt werden muss. Die schwierigsten Bilder malen die fähigsten Wesen, das erscheint logisch. Und einige Wesen kommen, um zu lernen, einige um zu lehren, und andere kommen aus noch anderen Gründen. Wobei alle Verschiedenheit dem Ganzen dient: Aus einem „Schein“Frieden heraus durch den Krieg hindurch eine echten Frieden zu entwickeln.

      Wolfgang

  14. April 10, 2012 um 6:22 pm

    Was ist dran am Dritten Testament von Martinus? Nach dem Alten und dem Neuen nun noch das abschließende Dritte Testament? Darin lässt sich ebenfalls die Inkarnationslehre erkennen:

    Das Ziel der vielen Leben auf der Erde besteht darin, uns zu lehren, “Gott über alle Dinge und unseren Nächsten wie uns selbst zu lieben”. Wenn wir das erreicht haben, sind wir zu “Menschen als Abbild Gottes, ihm gleichend” geworden.
    .
    .
    .
    .

    Geschrieben vor über 30 Jahren. Und entspricht unserem derzeitigen Diskussionstand …

    Und auch gleich noch die Idee, wie und wann sich das Reinkarnieren vollziehen könnte:

    Der Reinkarnationsprozess

    Der Paarungsakt oder Gottes Geist in der Finsternis – Symbol Nr. 34

    Es war für die Menschen in der Vergangenheit allerdings nicht leicht, den Gedanken der Reinkarnation zu verstehen. In der Bibel können wir z. B. nachlesen, wie Nikodemus die Frage an Jesus stellte: “Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?” Tausende von Jahren sollten vergehen, bevor die Menschen intellektuell soweit gereift waren, dass sie solche Analysen annehmen konnten.

    Die unteren großen Kreise symbolisieren einen Mann links und eine Frau rechts während der Kulmination des Paarungsaktes. Während dieses zeitweiligen Seligkeitserlebnisses (das fammende Feuer) befnden sich die beiden auf der gleichen Wellenlänge wie die höheren Vibrationen der geistigen Ebene. So wird der Kontakt (die indigofarbigen Linien) mit einem Individuum auf der geistigen Ebene (der Kreis oben) geknüpft, das schicksalsmäßig mit diesen Eltern zusammenpasst.

    Der Zustand der Verliebtheit leuchtet auf in der Sphäre der Finsternis und garantiert gleichzeitig die Wiedergeburt in diese hinein. Dieser Zustand schafft jedoch auch Kampf und Rivalität um den Besitz eines Wesens des entgegengesetzten Geschlechts. Für ein männliches oder weibliches Wesen in Reinkultur ist die Allliebe organisch unmöglich. Wirkliche Nächstenliebe ist nicht eine Frage des Willens, sondern der sympathischen Veranlagungen des Wesens.

    Christus ist ein Beispiel für die vollkommene, liebevolle und verzeihende Veranlagung. Trotz seiner Leiden, die am Kreuz kulminierten, konnte er für seine Henker beten: “Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun” (Lk 23, 34). Die Fähigkeit, seinen Nächsten ungeachtet dessen Geschlechts zu lieben, beruht auf einer organischen Grundlage – auf dem Zusammenspiel zwischen dem männlichen und dem weiblichen Pol des Lebewesens. Somit stehen kosmische Ursachen hinter der Sexualität mit ihren Wegen und Irrwegen auf dem Wege zum fertigen menschlichen Zustand.

    Es sieht so aus, dass da noch richtig viel zu lesen und zu erfahren ist, oder?

  15. April 10, 2012 um 8:47 pm

    Wie, du schaust nach der wissenschaftlichen Seite und erwähnst den Pionier Ion Stevenson nicht? (http://de.wikipedia.org/wiki/Ian_Stevenson)

    Ich habe beobachtet, dass Reinkarnation den meisten unterbewusst mehr einzuleuchten scheint, und dann z.B. in Träumen usw. auftaucht. Ich fand es auch interessant, wie gut die Fans der Serie „Avatar – die Legende von Aang“ zurechtkamen. Jetzt läuft gerade die Nachfolgeserie an, mit seiner nächsten Inkarnation, Korra, die Charakterlich genau das Gegenteil von ihm ist, und ich hab noch keinen Kommentar gelesen, wo das jemand seltsam gefunden hätte.

    • April 10, 2012 um 8:53 pm

      Ja, Sarah, Du hast natürlich Recht. Den hätte ich noch gebracht, hatte nur nicht nachgelesen, nur gesehen, dass er grundlegende Arbeiten gemacht hat. Inzwischen scheint mir das immer besser vorstellbar zu sein. Und ja, viele Menschen könnten damit gut, hm, eigentlich besser leben. Denn dann macht die ganze Sache auch erst Sinn.
      Von der Serie habe ich noch nichts gehört. Lohnt sie sich? Den Film Avatar finde ich genial.
      LG Martin

      • April 10, 2012 um 9:29 pm

        Die hat mit dem Film Avatar nichts mehr als den Titel gemeinsam. Es ist eigentliche eine Kinderzeichentrickserie, aber auch bei erwachsenen sehr beliebt, wegen interessanter Figuren, viel Charakterentwicklung und einer gelungen Geschichte über drei Staffeln:
        http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/WesternAnimation/AvatarTheLastAirbender?from=Main.ptitlemxi508a6

        Das grosse Interesse reichte dann sogar für die Idee einer Realverfilmung, aber interessanterweise hat Regisseur und Drehbuchautor M.Night. Shyamalan (The Sixth Sense) gerade die Elemtente, man kann es nicht anders sagen, versaut, die es so interessant gemacht haben (extrem flache Charaktere, nicht nachvollziebare Action, die kulturellen Referenzen ein Missgriff nach dem anderen, Erzählen statt zeigen usw…)

        Der Trailer zur neuen Serie

        Ich kann die beiden Zeichentrickserien wirklich nur empfehlen.

        Was die Forschung um Reinkarnation betrifft, so scheint es so zu sein, dass auch bei denen, die sich erinnern, die Erinnerung meist so um das 4. Lebensjahr verschwindet (ähnlich wie man die Erinnerung an einen Traum verliert). Ichh ab nur wenige Geschichten von Menschen gehört, die sich ständig erinnert haben, und das war für diese gar nicht so gut, da sie Schwierigkeiten hatten, sich in ein neues Umfeld und eine neue Zeit einzufinden.

        Für mich persönlich gab es ein Schlüsselerlebnis, und ich war nicht die einzige Person, die es beobachtet hat, sonst hätte ich es später vielleicht als idealisierte Erinnerung verforfen.
        Das Patenkind meiner Mutter gesellte sich zu einem Freund, der etwas Blues auf einer Gitarre improvisierte und eine Mundharmonika hatte… nahm diese… und wechselte zwischen perfektem Blues-Jam und kindlichem Tröten hin und her. Die Familie, in der er Aufwuchs, hörte keinen Blues, nicht mal Pop / Rock (ausschliesslich volkstümliche Musik) und eine Mundharmonika hatte das Kind auch nie in der Hand.

        Und interessierte sich später auch nicht im Geringsten für Musik und nahm da eher die „Sozialisierung“ der Eltern an. Also auf ein angeborenes Talent lässt das nicht schliessen 😉

        • April 10, 2012 um 9:47 pm

          Danke für Deine Erklärungen zu der Serie. Mal schauen, wann ich mal dazu kommen, reinzuschauen.

          Die Begebenheit mit dem Jungen ist interessant und deutet auch darauf hin, dass wir tief in unserem Unterbewussten viele Erfahrungen mitbringen, die uns auch prägen. Und die unsere Intuition auch ausmachen.

          Solveigh hatte schon erzählt, dass ihre Tochter mutmaßt, dass wir uns an unsere möglichen vorherigen Leben nicht erinnern, damit wir nicht durcheinander kommen und uns besser auf das aktuelle Leben konzentrieren können.

          LG Martin

  16. Mary
    April 10, 2012 um 10:34 pm

    Hallo an alle!!
    Meine Frage: Warum soll diese Seelenwanderung nur für den Menschen gelten? Wenn es so wäre, würde das Gleiche für jede Form von Leben gelten, also für Tiere und Pflanzen, für alles, was lebt.
    Dieser Gedanke beschäftigt mich schon lange. Der Mensch ist nicht abgespalten vom übrigen Leben auf dieser Erde. Die verschiedenen Lebensformen existieren lediglich auf verschiedenen Bewußtseinsebenen.
    Gruß Mary

    • April 10, 2012 um 10:43 pm

      Ja, Mary, die meisten Ideen (Nachweise?) deuten darauf hin, dass die Seelen „klein“ anfangen und sich von Leben zu Leben vorarbeiten, und wenn sie schlecht arbeiten, geht es auch wieder Stufen zurück. Besonders gut im Dritten Testament ausgearbeitet.
      LG Martin

  17. April 10, 2012 um 11:24 pm

    Solveigh hatte berichtet, dass sie inzwischen in der Lage ist, Wünschen zu äußern, die eintreffen. Hier ist ein Text, der diesem Phänomen nach geht und meines Erachtens ein verständliches Modell entwirft:

    Sind wir die Schöpfer unserer Realität? – Von Dipl.-Ing. Jörg Starkmuth

    Unser gemeinsamer Realitätsrahmen ist damit nichts anderes als die (gewählte) Wirklichkeit des kollektiven Bewusstseins eines „Gruppenwesens“ namens Menschheit. Dieses wiederum ist wahrscheinlich auch wieder Teil einer noch umfassenderen Bewusstseinsstruktur, die sich hierarchisch bis hin zum allumfassenden Bewusstsein aufbaut, das man „Gott“ nennen könnte.

    Wenn allerdings diese höchste Bewusstseinsebene alles umfasst, was möglich ist, so ist sie zugleich vollkommen strukturlos – denn die Überlagerung aller möglichen Realitäten ergibt, technisch gesprochen, ein „weißes Rauschen“ ohne Informationsgehalt, ähnlich wie die Überlagerung zahlloser Radiosender auch nur Rauschen im Äther erzeugt. Die Buddhisten und Taoisten wissen es: Gott, das höchste Prinzip, ist endlose Leere. Aber, wie Laotse sagt: „Aus der Leere kommen tausend Dinge“ – indem sich das allumfassende Bewusstsein in Teilaspekte spaltet, die jeweils nur begrenzte Ausschnitte des Multiversums wahrnehmen (so wie ein Radioempfänger einzelne Sender aus dem Rauschen herausfiltert), entstehen Strukturen, entsteht erlebte Wirklichkeit. Somit sind auch wir Aspekte Gottes, die aktiv an der Schöpfung mitwirken.

    Und ist es am Ende dann wirklich so einfach, die Welt zu verbessern?

    … Es nützt also nichts, die Außenwelt durch herkömmliche oder esoterische Maßnahmen so verändern zu wollen, dass dadurch unsere Probleme gelöst werden und wir dann endlich glücklich sein können – es funktioniert nur anders herum: Wenn wir erkennen, dass wir gar keinen Grund haben, unglücklich zu sein, lösen sich die "Probleme" (die ja gar keine sind) von selbst auf, und die Außenwelt passt sich unserer positiven Sichtweise an. Dann werden vielleicht sogar Wunder möglich – auch wenn wir sie gar nicht brauchen, um glücklich zu sein.

    • federleichtes
      April 11, 2012 um 5:01 am

      Bitten, beten, wünschen – ein interessantes und nicht ungefährliches Thema. Man sagt, dienstbare Geister erfüllen nicht nur sinnvolle Wünsche. Ich glaube, die Dinge treten in ein Menschenleben, die in einem Höheren Sinne vernünftig sind; das Problem ist, sie als Geschenke zu erkennen.

      Du fragst:
      „Und ist es am Ende dann wirklich so einfach, die Welt zu verbessern?“
      Zu recht. Unglücklichsein entsteht nicht grundlos, ebenso wie man nicht ohne eigene Anstrengung glücklich wird. Das Wunder ist, diese Welt realisieren zu können, ohne verrückt zu werden – obwohl Glücklichsein in dieser Welt natürlich eine Art Verrückt-Sein voraussetzt.

      Ich lese gerade in dem Buch „Das Abenteuer der Selbstentdeckung“ (Heilung durch veränderte Bewusstseinszustände), von Stanislav Grof, Psychiater und Therapeut, der u.a. mit hylotropen und holotropen Techniken arbeitet. Er ist auch verrückt – aus dem Zentrum der Nichtwissenheit der „normalen“ Psychiater und Therapeuten. Für ihn ist Inkarnartion und Reinkarnation überhaupt keine Frage, und seine therapeutischen Erfolge sprechen eine deutliche Sprache für seinen richtigen Ansatz. Wie sollte man heilen können, ohne die Systemelemente und die Systemfunktion eines Menschen zu kennen.

      Im Grunde ist die Schwierigkeit zu erkennen, dass man ein Wesen IST, leicht erklärbar. Es geht ja im Kern der Entwicklung nicht um die Entwicklung des Menschen (sonst stünde es in einem Leitfaden, z.B. in der Bibel), sondern um die Darstellung von Chaos (lebensfeindlichen Informationen). Wüssten alle Menschen, wer oder was sie sind, wer spielte dann noch die dafür notwendigen Rollen? KEINER!

      Ich zuckte gerade ein bisschen – ob ich das wohl schreiben durfte? Vermutlich versteht’s sowieso keiner. Und sonst – schickt künftig Susanne die Fotos.

      Wolfgang

      Citrin

  18. April 11, 2012 um 12:12 pm

    Die Buddhisten und Taoisten wissen es: Gott, das höchste Prinzip, ist endlose Leere. Aber, wie Laotse sagt: “Aus der Leere kommen tausend Dinge”

    Da haben wir wieder Vokabeln, die seit langer Zeit schon auf der Reise durch die Expansion sind und noch immer vernommen werden und Bestand haben. Wofür ? Weil sie etwas mitzuteilen haben und weil sie uns aktuellen verkörperten Bewusstseinen den Weg weisen. Die endlose Leere ist ein energetischer Zustand frei von jeglicher Unordnung, frei von Futter für verkörperte Lebewesen … was bleibt ist das Gesamtbewusstsein, vereint, am Ziel aller Reinkarnationen, Kohärenz, Gott eben. Und aus der Leere kommen tausend Dinge … sicher, denn nur aus dieser Leere wird ein weiteres Universum erschaffen:

    Wolfgang schrieb:

    Es geht ja im Kern der Entwicklung nicht um die Entwicklung des Menschen (sonst stünde es in einem Leitfaden, z.B. in der Bibel), sondern um die Darstellung von Chaos (lebensfeindlichen Informationen). Wüssten alle Menschen, wer oder was sie sind, wer spielte dann noch die dafür notwendigen Rollen? KEINER!

    Und bringt es mal wieder auf den Punkt. Hätten alle Fragen ihre endgültigen Antworten bräuchte es keine weitere Entwicklung, denn Informationen sind die Bausteine aller Antworten auf die Fragen des Universums. Und jedem Einzeluniversum, jedem Lebewesen, ergeht es nicht anders … immerzu auf der Suche nach Antworten der eigenen Fragen.

    Nur warum wird das Bewusstsein, aus dem ALLES hervorgeht, immer nur auf uns Menschen beschränkt ? JEDES Bewusstsein, bis zu den Viren und Bakterien, ist Teil des Ganzen und trägt seinen Teil zur Realisation des Universums bei. Wir Menschen sind überwiegend virales und bakterielles Bewusstsein, und wenn man folgendes Buch zur Hand nimmt, erkennt man auch WOFÜR und WARUM die Realität in der Tat eine bewusste Sprache ist:

    http://www.amazon.de/Biokommunikation-nat%C3%BCrliche-Bearbeitung-genetischer-Texte/dp/3842304757/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1334139118&sr=8-1

    Gruß Guido

    • April 11, 2012 um 1:01 pm

      Danke für den Buchtipp, Guido.

      In der bisher einzigen Rezension zum Buch auf Amazon steht:

      Biologen und Mediziner entdecken, dass Lebewesen Systeme sind, die auf sämtlichen Systemebenen, von der DNA bis zum Gesamtorganismus, kommunizieren. Geisteswissenschaftler wiederum können entdecken, dass Kommunikation kein körperloses, Biologie-fernes Geschehen ist, sondern ein zentraler Aspekt der empirischen Biologie.

      Was sich so liest, als würde es wenig Seele ohne diese Biologie geben. Hast Du das Buch gelesen? Ist dem so?

      LG Martin

      • golddna
        April 11, 2012 um 4:01 pm

        Die Rezension belegt einzig den weitverbreiteten Blick auf Einzelbilder. Von Systemen zu reden belegt das Zusammenfügen von Einzelteilen zu einem Ganzen OHNE dass das Wesentliche nicht berücksichtigt wird. Dazu bedarf es dann eher den Erkenntnissen der Quantentheorie. Somit kommen Biokommunikation und Quantentheorie der Wirklichkeit ein kleines Stück näher …

        Das Buch habe ich inzwischen fast komplett gelesen. Ich finde es nicht aus der Sicht der Biologie so eindrucksvoll, als vielmehr aus der Sicht der Kommunikation, die eben nicht einzig Systeme, sprich Körper, braucht, sondern Bewusstsein, sind doch Systeme bzw. Körper eine Folge von Bewusstsein. Dieses Buch beschreibt aus der Realität der Kommunikation heraus, warum die Realität selbst eine Sprache sein muss, auch wenn es nicht das Anliegen des Autors war, da es ihm um die Biologie geht. Aber alle Aspekte, die er beschreibt, finden sich in der Realität, als Sprache betrachtet wieder.

        Auf dem Klappentext steht:

        Dies ist die erste einheitliche Beschreibung aller Ebenen von Kommunikation in den Organismenreichen der Pflanzen, Pilze, Tiere (Bienen und Korallen) und Bakterien auf der Grundlage der aktuellen empirischen Daten. Biokommunikation findet auf drei Ebenen statt (a) intraorganismisch, d.h. intra- und interzellulär, (b) interorganismisch, zwischen gleichen und verwandten Arten, und (c) transorganismisch, zwischen Organismen die nicht miteinander verwandt sind. Der biokommunikative Ansatz verdeutlicht, dass Zellen, Gewebe, Organe und Organismen sich mittels kommunikativer Interaktionen koordinieren und organisieren. Er verdeutlicht außerdem, dass die Ordnung der genetischen Nukleinsäuresequenzen in zellulären und nicht-zellulären (viralen) Genomen sprachlich strukturiert ist, und kombinatorischen (syntaktischen), kontext-bezogenen (pragmatischen) und inhaltsspezifischen (semantischen) Regeln unterliegt. Ohne Kommunikationsprozesse, d.h., regel-geleitete zeichen-vermittelte Interaktionen, können keine Lebensfunktionen innerhalb und zwischen Organismen koordiniert werden. Genau diese Eigenschaften findet man in toter Materie nicht. …

        Und genau diese beschriebenen Eigenschaften der Biokommunikation weist die Bildersprache der Realität auf.
        Sprache ist flexibel. Sie ist ein fließender Strom von Interaktionen, und passt sich den Gegebenheiten derer an, die sie nutzen, um mit der Umwelt, inklusive anderer Sprachanwender, zu interagieren und, entsprechend ihrer Möglichkeiten, zu reagieren. Wäre Sprache statisch, bekäme sie im Laufe der Zeit arge Schwierigkeiten mit Veränderungen Schritt zu halten. Sprache ist ein Spiegel der Lebensbedingungen derer, die diese Sprache anwenden. Die Realität ist DIE Sprache, die alle anderen Sprachen in sich vereint, und mit deren Hilfe sich alle verkörperten Bewusstseine im zunehmenden Umfeld der Unordnung orientieren.

        Und auch in anderen Sprachen findet sich die Reinkarnation wieder, z. B. als Erinnerungen an Vergangenes. Nicht nur die energetische Struktur von Bewusstsein reinkarniert. Reinkarnation findet sich zuhauf in Sprachen. Jeder Zyklus eines realen Bildes ist eine Reinkarnation, denn jeder Zyklus kehrt solange wieder, bis die ihm zugrunde liegende Unordnung in Ordnung überführt wurde, und von Unordnung geleert, nicht mehr wiederkehrt.

        Gruß Guido
        http://www.gold-dna.de

      • April 11, 2012 um 4:02 pm

        Die Rezension belegt einzig den weitverbreiteten Blick auf Einzelbilder. Von Systemen zu reden belegt das Zusammenfügen von Einzelteilen zu einem Ganzen OHNE dass das Wesentliche nicht berücksichtigt wird. Dazu bedarf es dann eher den Erkenntnissen der Quantentheorie. Somit kommen Biokommunikation und Quantentheorie der Wirklichkeit ein kleines Stück näher …

        Das Buch habe ich inzwischen fast komplett gelesen. Ich finde es nicht aus der Sicht der Biologie so eindrucksvoll, als vielmehr aus der Sicht der Kommunikation, die eben nicht einzig Systeme, sprich Körper, braucht, sondern Bewusstsein, sind doch Systeme bzw. Körper eine Folge von Bewusstsein. Dieses Buch beschreibt aus der Realität der Kommunikation heraus, warum die Realität selbst eine Sprache sein muss, auch wenn es nicht das Anliegen des Autors war, da es ihm um die Biologie geht. Aber alle Aspekte, die er beschreibt, finden sich in der Realität, als Sprache betrachtet wieder.

        Auf dem Klappentext steht:

        Dies ist die erste einheitliche Beschreibung aller Ebenen von Kommunikation in den Organismenreichen der Pflanzen, Pilze, Tiere (Bienen und Korallen) und Bakterien auf der Grundlage der aktuellen empirischen Daten. Biokommunikation findet auf drei Ebenen statt (a) intraorganismisch, d.h. intra- und interzellulär, (b) interorganismisch, zwischen gleichen und verwandten Arten, und (c) transorganismisch, zwischen Organismen die nicht miteinander verwandt sind. Der biokommunikative Ansatz verdeutlicht, dass Zellen, Gewebe, Organe und Organismen sich mittels kommunikativer Interaktionen koordinieren und organisieren. Er verdeutlicht außerdem, dass die Ordnung der genetischen Nukleinsäuresequenzen in zellulären und nicht-zellulären (viralen) Genomen sprachlich strukturiert ist, und kombinatorischen (syntaktischen), kontext-bezogenen (pragmatischen) und inhaltsspezifischen (semantischen) Regeln unterliegt. Ohne Kommunikationsprozesse, d.h., regel-geleitete zeichen-vermittelte Interaktionen, können keine Lebensfunktionen innerhalb und zwischen Organismen koordiniert werden. Genau diese Eigenschaften findet man in toter Materie nicht. …

        Und genau diese beschriebenen Eigenschaften der Biokommunikation weist die Bildersprache der Realität auf.
        Sprache ist flexibel. Sie ist ein fließender Strom von Interaktionen, und passt sich den Gegebenheiten derer an, die sie nutzen, um mit der Umwelt, inklusive anderer Sprachanwender, zu interagieren und, entsprechend ihrer Möglichkeiten, zu reagieren. Wäre Sprache statisch, bekäme sie im Laufe der Zeit arge Schwierigkeiten mit Veränderungen Schritt zu halten. Sprache ist ein Spiegel der Lebensbedingungen derer, die diese Sprache anwenden. Die Realität ist DIE Sprache, die alle anderen Sprachen in sich vereint, und mit deren Hilfe sich alle verkörperten Bewusstseine im zunehmenden Umfeld der Unordnung orientieren.

        Und auch in anderen Sprachen findet sich die Reinkarnation wieder, z. B. als Erinnerungen an Vergangenes. Nicht nur die energetische Struktur von Bewusstsein reinkarniert. Reinkarnation findet sich zuhauf in Sprachen. Jeder Zyklus eines realen Bildes ist eine Reinkarnation, denn jeder Zyklus kehrt solange wieder, bis die ihm zugrunde liegende Unordnung in Ordnung überführt wurde, und von Unordnung geleert, nicht mehr wiederkehrt.

        Gruß Guido

  19. federleichtes
    April 11, 2012 um 1:27 pm

    Gestern Nacht, lieber Guido, fühlte ich, dass wir an einem spannenden Punkt der Bewusstseinsentwicklung angekommen sind. Menschen, die verstehen, wer sie sind und warum sie welche Rolle spielten, werden künftig andere Rollen anders spielen können – weil ein wichtiger Antrieb, die Angst, umgepolt ist. Dem weiteren Werden ist nur mit Gelassenheit zu begegnen.

    Im letzten Jahr sahen wir erstmals die Küken der Haubentaucher.

    Das Kommende steht vor der Tür. Mögen viel mehr Menschen den Blick dafür haben und ihr Herz weit öffnen – um sich ihre eigene Schönheit spiegeln zu lassen.

    Euch von uns einen guten Tag.

    Susanne und Wolfgang

  20. April 11, 2012 um 4:20 pm

    Warum gibt es Geburt und Tod ? Warum ist alles Leben vergänglich und wiederkehrend ? Weil die Unordnung, die dem Leben als energetische Nahrung, als Sinn des Seins, dient, endlich ist. Gäbe es unendliche Energie im Universum bräuchte es die Zyklik des Lebens nicht, Inkarnation und Reinkarnation mit eingeschlossen. Ein Baum kann nur so groß werden, wie seine Wurzeln ihm Nahrung ( Unordnung ) und seine Blätter ihm Sonnenlicht ( Unordnung ) zur Verfügung stellen. Dadurch bedingt muss das Bild des Baumes irgendwann vergehen, denn sonst würde der Baum solange wachsen, bis er ALLE Unordnung sich einverleibt hätte. Je älter Menschen werden können, desto mehr ungeordnete Unordnung liegt der Realität zugrunde. Das Leben recycelt und reinkarniert einzig nur, weil die Unordnung des Universums endlich ist … und damit das Universum selbst auch.

    Die Grenzen der Sprache sind die Grenzen des Universums. Die Grenze jeder Sprache ist die Grenze eines Universums, welche diese Sprache beschreibt.

    Gruß Guido

  21. April 11, 2012 um 7:44 pm

    Recycling ist Reinkarnation von Materie und bringt einzig aktive Unordnung wieder in die Bilder der Realität zurück. So entstehen aus vorherigen Bildern neue Bilder in einem anderen Umfeld, um der Ordnungsfindung eine weitere Möglichkeit der Erfüllung zu verschaffen.
    Reinkarnation bezieht sich auf Bewusstsein und bringt somit reaktive Unordnung wieder in die Bilder der Realität zurück. So entstehen aus vorherigen Ordnungsmöglichkeiten neue Möglichkeiten, ebenfalls in einem anderen Umfeld.
    Lebewesen durchlaufen sowohl das Recycling, als auch die Reinkarnation.
    Ideen, Visionen, Theorien, Gedanken, und dergleichen, können dagegen, solange sie noch nicht materiell realisiert wurden, einzig die Reinkarnation durchlaufen, in Form von Information, sprich Energie.
    Anders ausgedrückt … die Realität braucht Reinkarnation. Was sie jedoch nicht auf Dauer braucht ist eine Institution, die Reinkarnation als Instrument eigener Interessen einsetzt.

    Gruß Guido
    http://www.gold-dna.de

  22. April 13, 2012 um 11:39 pm

    Hokus hin Pokus her..vor tausenden von Jahren gab es eine Kultur die alles Wissen des Universums in sich vereinte, dann kam es zu einer großen Katastrophe und weil der Geist der Menschen blind war, verbargen sie all dieses Wissen. Seit dem lebt der Mensch in einer stetigen Renaissance. Klingt doch dem Sündenfall im Paradies sehr ähnlich oder….Und die Pyramiden schreien den Satz des Pythagoras förmlich in den Himmel..

    • April 13, 2012 um 11:45 pm

      Das haut rein:

      Und die Pyramiden schreien den Satz des Pythagoras förmlich in den Himmel.

      Und keiner hat´s so gesehen …

      • April 14, 2012 um 5:16 pm

        Die Spuren wurden auch sorgfältig verwischt, den Menschen Märchen erzählt und wer von Atlantis erzählt, ist ein Spinner und die Pyramiden sind mit bloßer Menschenkraft erbaut worden, die tonnenschweren Seile mit Seilen auf Holzbohlen hochgezogen worden…. und die Gänge und Kammern wurden ich weiß nicht wie so präzise an bestimmten Punkten mit bestimmten Eigenschaften (nur in Pyramiden nur an diesen Punkten in einer Pyramide) in Pyramiden eingelassen…
        In einer der Kammern, zum Beispiel, rostet Metall kaum (oder gar nicht, weiß ich nicht mehr genau, die Doku ist schon eine Weile her) und eine stumpfe Rasierklinge schärft sich von allein…. Alles von unwissenden Vorfahren erschaffen, die die tonnenschweren Steine mit Seilen auf Holzbohlen…. Du weißt schon…

        Wer’s glaubt wird selig, in Ewigkeit, Amen.

  23. golddna
    April 14, 2012 um 12:08 am

    Der Satz über den Satz des Pythagoras hat es wirklich in sich 😉

    odgi schrieb zudem:
    “ … vor tausenden von Jahren gab es eine Kultur die alles Wissen des Universums in sich vereinte … “

    Was aber, wenn das Universum dem Bewusstsein entspringt … und sich das Bild des Universums mit dem Wandel des Bewusstseins selbst wandelt ? Das Universum der alten Ägypter war ein anderes, weil das Bewusstsein der damaligen Zeit(interpretation), welches wir HEUTE u. a. als die alten Ägypter interpretieren, weit weniger Unordnung zu ordnen hatte. Auch eine heutige Sekunde oder Stunde verlief zur damaligen Zeit(interpretation) anders, auch die Lichtgeschwindigkeit betrug nicht 300000 Kilometer/Sekunde, auch die Expansion der Realität verlief, verglichen mit HEUTE, langsamer. Das Alter des Universums wird auf 14 Milliarden Jahre geschätzt, aus Sicht heutiger Sekunden bzw. Jahre, einzig weil wir die aktuelle Unordnung mit aktuellen Werkzeugen der Ordnung angehen.

    Jede Kultur, zu jeder Zeit, wusste und weiß um alles Wissen des jeweiligen Universums … was sie aber alle unterscheidet ist der Unterschied zwischen dem wirklichen Wissen und dem realen Wissen. Je weiter wir in der Zeit zurückgehen, desto deutlicher war die Wirklichkeit hinter dem realen Universum ersichtlich, ist doch das Universum, und damit die Realität, eine Interpretation der zunehmenden Unordnung. Wissen sagt einzig etwas darüber aus, ob die Fragen des Universums auch Antworten haben. Es sagt jedoch nichts über die Endgültigkeit der Antworten aus.

    Gruß Guido

    • federleichtes
      April 14, 2012 um 1:06 am

      Aus meiner Sicht läuft die Entwicklung der Welt (das Universum ist ein büschen groß für meinen Horizont) darauf hinaus, EINE Frage zu formulieren – UND die Antwort darauf zu präsentieren.
      Verschiedene Kulturen beleuchteten verschiedene Aspekte dieser Frage. Und lieferten Bausteine für das Bewusstsein, verschiedene Fragen zu vereinen, Probleme konkreter erkennen zu können und mit deren Lösungsansätzen DAS Problem noch klarer werden zu lassen. Wo ist das Problem? Dass Menschen nicht bewusst ist, dass, wenn sie unsoziale Systeme schaffen und/oder unterstüzen und damit nähren, sie asozial sind?

      Gruß Wolfgang

  24. April 14, 2012 um 9:43 am

    Nochmal zu Wissen dieser Erde zurück. Der Tag hat 1440 Sekunden und 1440 wurde mit dem Bau von Rosslyn Chapel begonnen. Ich glaube nicht das ein heutige Architekt in der Lage währe dieses noch zu Planen, geschweige zu erklären wie sie das geschafft haben. Vorallem die Symbolik die in jedem Zentimeter dieses Baues steckt.

    Da kommen einem vor erfurcht die Tränen in die Augen….

    Hier mal ein paar Bilder:

    http://www.stuckonscotland.co.uk/edinburgh/rosslyn-pictures.html

    • federleichtes
      April 14, 2012 um 1:09 pm

      „Früher“ gab es ein Wissen, wie man echte Paläste baut. Heute gibt es das Wissen, wie man Hunderte von Millionen Menschen im absoluten Elend leben lassen kann und wie man auf Müllhladen wohnt.
      Wissen hat verschiedene Qualitäten. Ich las in der Nacht über Techniken, an archaische Informationen zu kommen und sie und damit somatische und Verhaltensstörungen aufzulösen. Bedeutet: Die Mechanismen, die im Unbewussten die lebensfeindlichen Informationen kontrollierten, geben mehr und mehr dieser Informationen frei. Feindschaft in Freundschaft wandeln ist eine Fähigkeit, die mir die Tränen in die Augen treibt. Jeder Mensch kann das – potenziell – für sich selber erleben, ein Freund zu werden.
      Bauwerke sind Produkte für die Zeit, Freundschaft für die Ewigkeit.

      Wolfgang

      • April 15, 2012 um 6:17 pm

        Genau, das wissen wie man solche Prachtbauten baut, hatte man schon sehr viel früher. Die Prachtbauten Indiens stellen die Kapelle von Rosslyn problemlos in den Schatten.
        http://www.gvanstijn.nl/india/halebid.htm
        http://www.gvanstijn.nl/india/pattadakal.htm
        http://www.gvanstijn.nl/india/hampi.htm

        In Mohenjo Daro gab es Dinge, die einen Entwicklungsstand zeigen, dem sogar die Menschen im 18 Jhd. z.T. unterlegen waren und das vor mehr als 3500 Jahren!

        Vor tausenden von Jahren gab es nur eine Kultur die alles Wissen der Welt in sich vereinte und das lag daran, das sie
        von jeder Hochzivilisation lernte, das waren die Indoeuropäer, jenen Asen und Vanen die zu unseren Ahnen wurden und deren Traditionen noch immer leben.

        Daher ist die Rigveda auch die mit weitem Abstand älteste Chronik der Welt und auf ihre ganz besondere Weise die so leicht und so schwer zu verstehen ist, bewahrt sie das Geheimnis das nur wenige finden, aber das allen offen steht.

        Freundschaft ist zu geben ohne etwas zu erwarten, zu teilen ohne Bedingungen zu stellen.

  25. April 14, 2012 um 8:53 pm

    Mein lieber Freund,

    als ich einmal in einem Streit mit einem von mir als Freund bezeichneten Menschen geriet, sagte ich zu Ihn „Ich dachte du wärest mein Freund“ und er erwiderte “ habe ich jemals behauptet das du mein Freund bist“, seit dieser Situation änderte sich mein Bild über Freundschaft. Ich war natürlich sehr enttäuscht und meine Überzeugung war bis zu diesem Tage, das er mein Freund war. Natürlich sehe ich Ihn immer noch als mein Freund aber der Grad hat sich geändert.

    Freundschaften sind ein genau so flüchtiges Gut wie alles Materielle dieser Welt. Wie schnell wird aus einer wahren Freundschaft eine wahre Feindschaft. Wobei man betonen muss das es sich dabei um die selbe Sache in unterschiedlichen Graden handelt. Aber auch große Beziehungen können schnell in Vergessenheit geraten.

    Es ist Ehrenhaft die Freundschaft als eine beständige Sache zu sehen, aber sie ist genau so flüchtig wie alles in dieser Welt.

    Aber wichtig ist es, wie du auch sagst Freundschaft im Herzen zu tragen und jedem Menschen entgegen zu tragen. Das erinnert mich an die Aussage von Jesus „Schlägt die einer auf die linke Wange, so halte Ihm auch die rechte hin.

    • federleichtes
      April 14, 2012 um 9:50 pm

      Ich hatte das große Glück in meinem Leben, auf das Problem Freundschaft mit der Nase gestossen zu werden. Das hatte zwei Folgen: Ich erkannte Freunde, die ich zu Zeiten der Beziehung nicht als Freunde einschätzte; und heute lerne ich Menschen kennen, zu denen ich eine Freundschaft fühle, die unzerstörbar ist, GANZ GLEICH, was geschieht. Vielleicht sind dies Menschen (die nicht Platz in meinem Herzen fanden, so wie in früheren Zeiten),sondern Menschen, die einen Teil meines Herzens auch in sich tragen.

      Dabei ist erwähnenswert, dass es für mich keine großartigen Freundesbeweise braucht – weil das „Gefühl Freund“ substanziell vorhanden ist, ganz gleich, was der Andere macht. Für erwähnenswert halte ich auch, dass diese Freundschaften keine Leistungen vom Freund fordern, weder materielle noch charakterliche. So wurde Freundschaft für mich leicht, von Normen und Absichten befreite Beziehungen, die sich ohne Folgen lockern oder festigen können, die praktisch zeitlos durch die Zeit plätschern.

      Vor ein paar Tagen traf ich Werner. Wir hatten uns gelegentlich im Tal der Vögel getroffen, mal ihn alleine, mal zusammen mit seiner Frau, aber immer mit seinen beiden Hunden. Werner, das fühlte ich eine ganze Menge, da stimmte die Stimme und paßte das Outfit zu dem, was er sagte. Werner, könnte man sagen, gehörte eher in meinen Bekanntenkreis. An diesem Tag erzählte er mir von der schweren Krankheit seiner Frau, und dass er fit bleiben müsse, um an ihrer Seite Hilfe leisten zu können.

      So kann Freundschaft auch laufen. Da sind zwei Menschen in ihrem Kern sehr gleich, aber keiner von beiden trägt seine Leistungen, die auf das Wesen seiner Freundschaftsfähigkeit hinweisen würden, auf der Zunge. Freundschaft, und damit wären wir beim Thema, könnte durchaus eine Beziehung bedeuten, die sich über mehere Inkarnationen entwickelte. Man kann z.B. gemeinsam für eine Idee gekämpft oder gelitten haben. Einige meiner Freundschaften lassen beinahe keine andere Erklärung zu, weil die gefühlte Verbundenheit viel stärker ist als das gemeinsame Erleben.

      So wie es wahre Liebe gibt, gibt es auch wahre Freundschaft. Das ist meine Erfahrung. Sie macht nicht nur vieles leichter, sondern überhaupt erst möglich – unter anderem, selber ein Freund sein zu KÖNNEN.

      In diesem Sinne denen Dank, die mir halfen.

      Wolfgang

      Hier mal ein Foto, das beschreiben kann, was ich mit Worten auszudrücken versuchte.

      Sieht nicht gerade aus wie die Sonne. Aber man weiß, sie IST es.

      • April 14, 2012 um 11:11 pm

        Wieder so ein herrliches Thema: Freundschaft.

        Wenn ich nach Facebook schaue, so habe ich weit über tausend Freunde. Ich würde sagen, es sind Menschen, die in einer gewissen Resonanz des Geistes mit mir stehen, sprich auch die aktuellen Themen für eine bessere Welt bearbeiten.

        Und klar, es gibt Abstufungen, laut Wikipedia:

        Die schwächste Form ist die positiv empfundene „Bekanntschaft“. Herausragend ist „der Freund fürs Leben“, eine Formulierung, die eine sehr intensive und bedingungslose Bindung andeutet, der auch lange Trennungen nichts anhaben können. Ihre stärkste Form zeigt sich in der Selbstaufopferung zugunsten des anderen.

        Selbstaufopferung hatte ich heute im Radio gehört, gab es auf der Titanic, die vor genau 100 Jahren sank auch. Aber auch Männer, die sich als Frauen verkleideten, um so einen Platz in den Rettungsboten zu ergattern. Sicherlich keine Freundschaftsdienst. Auch beim Geld wissen wir, hört für Viele die Freundschaft auf.

        Immerhin, so „sagt“ uns Wikipedia auch, dass bis ins 16./17. Jahrhundert auch solche, die wir heute Verwandte nennen, ebenfalls als Freunde bezeichnet wurden.

        Was ich selbst erst mühsam erarbeiten musste ist, dass sich gerade gute Freunde besonders streiten dürfen, denn sonst wäre sie wohl auch gar nicht. Auch hier ist in Wikipedia passend unter der Kapitel Soziologie geschrieben:

        So streiten enge Freunde mehr als lediglich miteinander bekannte Personen. Den Grund dafür sehen von Psychologen und Soziologen darin, dass sich enge Freunde einander sicher sind und daher nicht übervorsichtig agieren müssen. Außerdem haben sie mehr Kontakt zueinander, d.h. mehr Reibungsfläche.

        Und was das oberste Prinzip, die Polarität, angeht, so steht am anderen Ende des „Freundes für Leben“ der „Todfeind“, womit sich der Kreis wieder schließt.

Comment pages
  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: