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Hätte eine Schenkkultur nicht ein viel größeres Potenzial als eine Tauschkultur?

Wenn wir uns die Schöpfung anschauen, so sieht es mir aus, als wäre eins der obersten Prinzipien der Schöpfung – ich schreibe extra neutral, um hier nicht das Männliche oder Weibliche zu bevorzugen – das bedingungslose Schenken. Die Sonne schickt uns rückhaltlos ihre Energie, so dass wir es hier warm haben. Mutter Erde verteilt Wasser, so dass wir zu Trinken haben, und lässt auf ihrem Boden Nahrung wachsen, so dass wir unseren Hunger stillen können. Auch ist ausreichend Luft da, die wir einfach so atmen können. Und auch Mütter schenken bedingungslos neues Leben. Ich postuliere mal, dass alle Lebewesen dieser Erde bis auf den bewusstgewordenen Menschen dieses Prinzip des Schenkens leben, und dass der Mensch dies im Paradies auch tat.

Die Frage, die sich mir stellt ist, wann wir Menschen bewusst angefangen haben, uns von diesem Prinzip des Schenkens hin zu dem des Tauschens zu wenden und damit das Paradies verließen. Ich sehe in dem Prinzip des Tauschens eine riesige Schwäche: wer nichts an Wert besitzt, kann auch nichts bekommen. Selbst, wenn genügend da ist, darf der Bedürftige es nicht nehmen, wenn er nicht den notwendigen Tauschwert besitzt.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Bewusstseinswandel etwas mit der Erfahrung von lebensbedrohendem Mangel zu tun haben muss. Schenken fällt immer leicht, wenn im Überfluss (wieder Paradies) vorhanden ist. Wenn aber z.B. ein Klimawandel plötzlich dazu führt, dass über lange Zeit immer weniger Nahrung da ist, wird es mit dem Schenken nichts, da man selbst über die Runden kommen muss.

Wie es dazu via Saharasia- Theorie gekommen ist, könnt Ihr nun auf Bürgerstimme weiterlesen, denn der Artikel wurde von dort angefragt und nun auch dort veröffentlicht:

Schenk- und Tauschkultur: Was hat das viel größere Potential?

  1. Dezember 21, 2012 um 4:55 pm

    Die Idee der Gemeingüter ist denn auch der tragende Gedanke dieser Vision:

    Gehört in der Commonie allen alles? Oder nur das, was alle nutzen? Ich fühle das elementarer: In der Commonie würde primär alles sich selbst gehören. Das würde aus bisherigen Objekten, über die der Homo industrialis sich anmaßt, räuberisch zu verfügen – Boden, Pflanzen, Tiere, Kinder, Arbeitskräfte, Dinge, Wasser, Luft – Subjekte machen: Träger und Präger je eigener Rechte. […] Das, was im Kapitalismus als Eigentum gilt, wäre in der Commonie mit einem umgekehrten Vektor versehen: Nicht ich mache etwas zu meinem Besitz, sondern ich gehöre mit allem, was mir eigen ist, dem Leben als Ganzem, der menschlichen und der mehr-als-menschlichen Naturwelt als Eigentum an.

    In der Commonie wird in der Vision Heimraths nicht „gewirtschaftet“, sondern „gemeinschaftet“ – das Schenken ist der Ausgangs- und Bezugspunkt. Die Empathie wäre in dieser Gesellschaft Grundlage des Zusammenlebens, das Konsensprinzip Grundlage von Entscheidungen.

    gefunden in: Die Post-Kollaps-Gesellschaft

  2. Am.Selli
    Dezember 23, 2017 um 10:34 pm

    Danke !
    Laßt es uns doch mal ausprobieren !
    Das Geschenk kommt wieder zu uns zurück !
    gerade, wenn wir es nicht erwarten … 😉
    und sei es, ein Lächeln im Super-oa-Markt zu schenken … 😉
    Gerade DA !!! 😉

  3. Am.Selli
    Dezember 24, 2017 um 10:42 am

    und:
    EIN Geschenk kommt selten allein.
    . 😉

Comment pages
  1. September 25, 2012 um 7:19 am
  2. Oktober 2, 2012 um 10:07 pm

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