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Die Matrix Staat als Menschenfarm?

Ich hatte das Thema der Menschenfarmen schon einmal gepostet und möchte dazu noch einen weiteren Text als Diskussionbasis in die Runde stellen. Nach über einem Jahr Beschäftigung mit unseren Gesellschaftsstrukturen sagt mir mein Bauch, dass der anonyme Autor die Parallelen mit der Farm für das Halten von Nutzvieh und dem Staat als Freilandgehege für Leibeigene gar nicht so weit von der Hand zu weisen ist, oder?

Bevor ich den Text bringe, möchte ich zur Einstimmung noch diese wichtigen Worte Kant´s vorwegschicken:

Kant

Staat als Menschenfarm, von einem anonymen Autor

Maschinen wurden erfunden, um das menschliche Leben zu erleichtern, was letztendlich dazu führte, dass die Menschen versklavt wurden.

Das ist das bekannteste Thema in Dystopie-Zukunftsfilmen.

Warum ist die Angst so universell, so unwiderstehlich? Liegt es daran, dass wir wirklich glauben, dass unsere Toaster und Notebooks zu unseren mechanischen Herrschern werden? Sicherlich nicht.

Das ist nicht die Zukunft, wie wir sie befürchten, sondern es ist die Vergangenheit, die wir schon leben.

Angeblich wurden Staatsregierungen dazu erschaffen, das menschliche Leben leichter und sicherer zu gestalten.

Aber Staatsregierungen führen letztendlich immer dazu, die Menschheit zu versklaven. Das, was wir erschaffen, damit es uns dient, herrscht letztendlich über uns.

Die US-Staatsregierung, die eigentlich “von und für die Menschen” ist, sperrt jetzt Millionen Menschen ein, treibt die Hälfte des nationalen Einkommens mit Gewalt ein, reguliert maßlos, bestraft, foltert, schlachtet Ausländer, überfällt Länder, stürzt Regierungen, und betreibt über 700 imperialistische (Militär-) Basen weltweit.

Sie führt zur Inflation der Währungen und stürzt zukünftige Generationen in massive Verschuldung. Das, was wir aufgebaut haben, damit es uns dient, herrscht letztendlich über uns.

Das Problem mit der These, dass der Staat uns dienen muss, ist historisch völlig falsch; das wissen wir aus Erfahrung und durch Logik.

Die Meinung, dass Staaten freiwillig von Bürgern erfunden wurden, um Ihre eigene Sicherheit zu verbessern, ist schlichtweg nicht wahr.

In Zeiten, bevor es Staatsregierungen gab, konnten Menschen nur produzieren, was sie auch verbraucht haben. Es gab keine überschüssige Produktion von Lebensmitteln oder anderen Ressourcen.

Es gab also keinen Grund, Sklaven zu besitzen, weil der Sklave nicht im Übermaß produzieren konnte, was der Meister dann hätte beklauen können.

Wenn ein Pferd, das einen Pflug zieht, nur genug Nahrungsmittel für sich selber produziert, macht es gar keinen Sinn, ein Pferd zu jagen, zu fangen und zu zureiten.

Aber als dann der Fortschritt im Ackerbau die Überschussproduktion ermöglichte, war es plötzlich von großem Vorteil, Menschen zu besitzen.

Als Kühe ursprünglich Milch und Fleisch im Übermaß hergaben, wurde es vorteilhaft, Kühe zu besitzen.

Die ersten Regierungen und Kaisertümer waren tatsächlich eine herrschende Klasse von Sklaventreibern, die verstanden hatten, dass Menschen mehr produzieren konnten als sie verbrauchten. Die frühsten Ägyptischen und Chineseischen Reiche waren in Wirklichkeit Menschenfarmen, auf denen Menschen gejagt, gefangen, gezähmt und besessen wurden, wie alle anderen Sorten vom Viehbestand.

Durch die technologischen und methodischen Fortschritte produzierten die Sklaven genug Überschuss, dass der Aufwand Sie zu fangen und einzusperren nur einen Teil ihrer gesamten Produktivität darstellte.

Die herrschende Gesellschaftsschicht, die Menschenbauern, behielten den größten Teil des Überschusses, während sie gleichzeitig Auszahlungen an die brutalisierenden Gesellschaftsschichten; die Polizei, Skalvenjäger, Sadisten und die propagandisierenden Gesellschaftsschichten; die Priester, Intellektuelle und Künstler, machten.

Diese Situation setzte sich über Tausende von Jahren fort, bis ins 16. bis 17. Jahrhundert, als nochmals große Fortschritte in der Organisation des Ackerbaus und seiner Technologie eine zweite Welle der Überschussproduktivität bewirkte.

Die Bewegung veränderte und stärkte die Bodennutzung, was dazu führte, dass fünf- bis zehnfach mehr Ernte durch neues, organisiertes und verdicktetes Ackerland gewonnen wurde, und erschafte die neue Gesellschaftsschicht der Industriearbeiter, die vom Land vertrieben und dichtgedrängt in die Städte gertrieben wurde.

Dieser enorme landwirtschaftliche Überschuss ist das kapitale Fundament, das die industrielle Revolution ankurbelte.

Die industrielle Revolution ist nicht entstanden, weil die herrschende Gesellschaftsschicht ihre Leibeigenen befreien wollte, sondern weil sie feststellten, wie zusätzliche Grundrechte ihre Viehbestände erstaunlich produktiver machen konnten.

Wenn Kühe in einengende Ställe gestellt werden, schlagen sie ihre Köpfe gegen die Wände, was zu  Verletzungen und Infektionen führt. Daher gibt der Bauer ihnen mehr Platz. Aber nicht, weil er seine Kühe befreien möchte, sondern weil er mehr Produktivität und niedrigere Kosten erreichen will.

Der nächste Schritt nach der Freilandhaltung ist nicht Freiheit. Der Aufstieg des Staatskapitalismus im 19. Jahrhundert war in Wirklichkeit die Entstehung von Freilandhaltung der Leibeigenen.

Dem menschlichen Viehbestand wurden zusätzliche Grundrechte bewilligt. Nicht mit dem Ziel, sie zu befreien, sondern um ihre Produktivität zu erhöhen. Natürlich wurden und werden Intellektuelle, Künstler und Priester gut bezahlt, um diese Realität zu verstecken.

Das große Problem des modernen Besitzes von menschlichem Viehbestand ist die Herausforderung des Enthusiasmus. Staatskapitalismus funktioniert nur, wenn unternehmerisches Denken die Kreativität, Produktivität und die Ökonomie ankurbelt. Jedenfalls führt eine Überschussproduktion zu einem größeren Staatswesen, lässt die herrschende Gesellschaftsschicht anschwellen und führt dazu, dass diese ihre Motivation zu noch mehr Produktivität wachsen lässt.

Steuern und Verordnungen steigen, die Staatsverschuldung (zukünftige Menschenernte) steigt und der Lebensstandard verlangsamt und zerfällt. Depressionen und Hoffnungslosigkeit beginnen sich zu verbreiten, während die Allgemeinheit langsam realisiert, dass sie besessen wird.

Die Lösung dazu ist zusätzliche Propaganda, antidepressive Medikamente, Aberglaube, Kriege, moralische Kampagnen aller Arten, die Schaffung neuer Feinde, das Einimpfen von Patriotismus, kollektive Angstmache, das Verbreiten von Paranoia über Außenseiter und Ausländer, usw.

Es ist äußerst wichtig, die Realität der Welt zu verstehen.

Wenn wir eine Weltkarte anschauen, blicken wir nicht auf Länder, sondern auf Farmen.

Uns werden bestimmte Grundrechte gegeben, wie beschränktes Eigentumsrecht, Besitz, Reiserechte, und die Freiheit von Gesellschaft und Berufsausübung.

Nicht weil unsere Regierungen diese Rechte prinzipiell befürwortet, obwohl sie ständig gegen dieselben verstoßen, sondern weil Freiland-Vieh so viel billiger zu besitzen ist und so viel produktiver ist.

Es ist wichtig, die Realität von Ideologien zu verstehen:

Staatskapitalismus, Sozialismus, Kommunismus, Faschismus, Demokratie.

Dies sind alles Annäherungen, mit Viehbestand zu wirtschaften.

Manche funktionieren für lange Zeit gut: Staatskapitalismus.

Und manche funktionieren sehr schlecht: Kommunismus.

Sie alle scheitern letztendlich, weil es unmoralisch und irrational ist, Menschen wie Zuchtvieh zu behandeln.

Die neuerliche Verbreitung der Freiheit in China, Indien und Asien passiert, weil die ortsansässigen Menschenbauern ihre Praktiken, den Viehbestand zu behandeln, überarbeitet haben. Sie haben erkannt, dass die Kühe mehr Milch und Fleisch geben, wenn man ihnen einen größeren Stall anbietet.

Herrscher haben auch erkannt, dass sie depressiv, träge und unproduktiv werden, wenn sie sie daran hindern, die Farm zu verlassen.

Ein Leibeigener ist am produktivsten, wenn er davon überzeugt ist, er sei frei (Goethe: „“Niemand ist hoffnungsloser versklavt als jene, die fälschlicherweise glauben, frei zu sein.“). Daher müssen unsere Herrscher die Illusion von Freiheit vermitteln, damit sie usn am effektivsten ausnehmen können. Daher ist es uns auch gestattet, zu gehen, aber nie zu wahrer Freiheit zu kommen, sondern nur bis zur nächsten Farm, denn die ganze Welt ist eine Farm.

Sie werden uns aufhalten, viel Geld mitzunehmen, belasten uns mit unendlichem Schriftverkehr, sie werden unser Recht zu arbeiten einschränken, aber du bist “frei” zu gehen.

Aufgrund dieser Schwierigkeiten gehen nur sehr wenige Menschen; aber die Illusion von Mobilität bleibt erhalten.

Wenn nur eine von Tausend Kühen entkommen kann, aber weiterhin die Illusion der Flucht die Produktivität der restlichen 999 erhöht, dann ist es ein super Netto-Gewinn für den Farmer.

Du wirst auch auf der Farm gehalten, durch Lizenzen. Der produktivste Viehbestand sind die Fachleute. Deswegen geben die Herrscher ihnen ein elektronisches Hundehalsband, einer sogenannten Lizenz, die es ihnen erlaubt, ihre Tätigkeit nur auf der eigenen (jeweiligen) Farm auszuüben.

Um die Freiheits-Illusion weiter zu erzeugen, ist es dem Viehbestand auf manchen Farmen gestattet, zwischen einer Handvoll Farmern zu wählen, die die Investoren darstellen.

Bestenfalls wird ihnen geringfügige Entscheidungsfreiheit darüber gestattet, wie sie verwaltet werden. Ihnen wird nie die Möglichkeit gegeben, die Farm zu schließen und wirklich frei zu sein.

Regierungsschulen sind ideologische Beeinflussungs-Gefängnisse für Viehbestände. Sie konditionieren die Kinder dazu, die Farm zu lieben und wahre Freiheit und Unabhängigkeit zu fürchten.

… und jeden, der die brutale Realität des Menschenbesitzes hinterfragt, zu attackieren.

Darüber hinaus haben sie Jobs geschaffen für die Intellektuellen, auf denen die staatlichen Propaganda aufbaut. Der lächerliche Widerspruch der Staatsideologie, wie Religion, kann nur durch unendliche Propaganda aufrecht erhalten werden, die wehrlosen Kindern aufgezwungen wird.

Die Idee, dass Demokratie und irgendeine Art von sozialem Abkommen die brutale Ausübung von Gewalt über Milliarden rechtfertigt, ist absolut lächerlich.

Würde man zu einem Sklaven sagen, dass seine Vorfahren die “Sklaverei ausgewählt haben” und an deren Entscheidungen gebunden sei, so wird er einfach sagen, “Wenn Sklaverei eine Wahl ist, dann wähle ich, kein Sklave zu sein.”.

Das ist die beängstigende Aussage für die herrschende Klasse. Deshalb trainieren sie ihre Sklaven dazu, jeden zu attackieren, der es wagt, so etwas auszusprechen.

Staatsideologie ist keine Philosophie.

Staatsideologie ist nicht durch geschichtliche Beweise oder rationale Prinzipien begründet.

Staatsideologie ist eine Rechtfertigung für Menschenbesitz.

Staatsideologie ist eine Ausrede für Gewalt.

Staatsideologie ist eine Ideologie, und alle Ideologien sind Variationen für das Management von menschlicher Viehhaltung.

Religion ist aufgemotzter Aberglaube, gemacht um Kinder mit Ängsten zu betäuben, dass sie bis ins Endlose bezahlen müssen, um es zu lindern.

Nationalismus ist aufgemotzte Diskriminierung, gemacht um in dem Viehbestand ein Stockholmsyndrom zu entwickeln

Der Gegensatz zum Aberglaube ist nicht ein weiterer Aberglaube, sondern die Wahrheit.

Der Gegensatz für Ideologie ist nicht eine weitere Ideologie, sondern klare Beweise und rationale Prinzipien.

Der Gegensatz von Aberglaube und Ideologie – von Staatsideologie – ist Philosophie.

Vernunft und Mut werden uns befreien.

Du must nicht Viehbestand sein.

Nimm die rote Pille.

Wache auf.

<<<<<<< Ende des Textes >>>>>

Und zum vorläufigen Abschluss noch die Pillen der Matrix:

.

Und wer noch mehr schafft, der kann auch noch diesen Text quasi als i-Tüpflechen oben drauf noch lesen:

Mit einfacher Logik zur Erkenntnis, warum die Institution Staat keinen Sinn macht

  1. Februar 7, 2012 um 9:41 pm

    Der Text spiegelt eindrucksvoll die ganze Bandbreite expansiven Schaffens wider … und die offensichtliche Tatsache, dass, solange die Unordnung zunimmt, immerzu Opfer der Ordnung gebracht werden müssen … und dazu zählen nun mal auch Lebewesen, egal, welcher Spezies. In der Expansion dreht sich alles um Fortschritt … und dieser wird völlig missverstanden, denn diese Art von Fortschritt lässt uns einzig von der Wirklichkeit mehr und mehr fortschreiten … immer tiefer in das Reich der Schatten.

    Es geht beim Fortschritt aber nicht darum immer wieder etwas Neues zu entdecken, schließlich kann Optimierung nur erreicht werden, wenn bereits Bestehendes mit anderen Augen, mit anderen Sinnen, mit einem anderen Zustand von Bewusstsein erfasst wird. Somit mag einzig für die Expansion offensichtlich gelten: Inventing of new ways of technology. Für die Optimierung allerdings kann das Motto des gemeinsamen Weges des Lebens nur anders lauten, nämlich so, wie Stuart A. Kauffman sein faszinierendes Buch aus dem Jahr 2008 betitelt hat: Reinventing the Sacred. Und damit ist wahrlich nichts Religiöses oder gar Kirchliches gemeint. Vielmehr geht es um den Zustand der Kohärenz von Bewusstsein.

    Das Leben kam aus dem energetischen Paradies und kehrt dorthin zurück. Verweilen wird es dort, wie es schon immer war und weiterhin sein wird, nur für einen Augenblick … doch ein Augenblick voll Unordnung hat eine ganz andere Qualität, als ein Augenblick, der von jeglicher Unordnung befreit ist … und wer weiß, vielleicht liegt der Zenit der Unordnung exakt im Goldenen Schnitt zwischen Alpha und Omega, zwischen Paradies und Paradies, zwischen dem Beginn der energetischen Reise und ihrem Ziel …

    Und bezüglich der Freiheit, die im Grunde keine ist, und deren Befreiung bereits geplant wird, ganz bewusst, finden sich im Folgenden noch ein paar Gedanken:

    http://www.gold-dna.de/update6.html#up114

    Gruß Guido

  2. Februar 8, 2012 um 3:52 pm

    Ron Paul spricht die richtigen Punkte an und macht Hoffnung, dass da doch nochmal was anders werden könnte, besonders das monetäre System als auch die Rolle der USA als Weltpolizist:

  3. Februar 8, 2012 um 4:19 pm

    Drückt die Rolle des „Weltpolizisten“ nicht Paranoisa, Verfolgungswahn aus?

    Und ist es nicht so, dass die „Sozialmenschen“ den Macht-Egozentrikern tatsächlich „auf der Pelle“ sitzen?

    Was wäre, wenn wir unsere Sozialkräfte bei uns lassen, und sie nicht für Angriffe umfunktionieren?

    Wenn wir aufhören, ihnen Unrecht und Schuld zuzuweisen?

    Vielleicht sind es kleine Schritte, die wir zu gehen haben, um Verantwortung zu übernehmen für das, was so aussieht, als würde es uns angetan werden.

    Wolfgang

    • Februar 8, 2012 um 4:41 pm

      hm, ob es reicht, ihnen keine Beachtung zu schenken? Wird dann so was weniger?

      • Februar 8, 2012 um 10:18 pm

        Worauf reflektieren wir, Martin?
        Wem oder was SCHENKEN wir Aufmerksamkeit?
        Sind wir im inneren Frieden, wenn wir mit Krieg in Resonanz sind?

        Einerseits lebt die Dynamik der Unordnung von unserer Aufmerksamkeit, andererseits reflektiert sie unsere eigene Unordnung. Aus therapeutischer Sicht zahlen wir einen Preis (Aufmerksamkeit, unsere Energie), und bekommen als Gegenleistung das Bild unseres Selbst – natürlich ein Teilbild entsprechend dem Thema, wohin wir Aufmerksamkeit richten.

        Richte Deine Aufmerksamkeit auf die Zwangsprostitution, und Du wirst ab morgen andere Videos präsentieren, die nicht ganz so harmlos sind wie ein Zug mit Fahrzeugen.

        Nach meiner Auffassung ist der Staat keine Matrix, sondern seine Struktur ein Ausdruck der Matrix. Im weitesten Sinne zwingt uns die Matrix zu einer Kulturentwicklung. Da auf einer Farm auch Pflanzen kultiviert werden, paßt der Vergleich. Dabei geht es im Wesentlichen weder um die einzelne Pflanze (den Menschen) oder die Gedamkheit der Pflanzen (Gemeinschaft, Völker, Menschheit), sondern um den Ertrag.
        Natürlich spielt die Pflanze eine/ihre Rolle, aber im Höheren Sinne eben nicht.

        Der Ertrag, der Nutzen, den wir Menschen (als ein Verbund von Wesens- oder Lebenskräften) schaffen, ist Bewusstsein.

        Am relativ knallharten Nutzenstreben der Schöpfung mag manch einer zerbrechen, manch einer wird Dankbarkeit fühlen, daran mitwirken zu dürfen.
        Und: Das Ergebnis der GEMEINSAMEN Bestrebungen wird nicht werten bei der Betrachtung des Zerbrochenen und des Dankbaren.
        (Die Wertung einer Lebensleistung ist eine der fundamentalen Lügen, die es zu überwinden gilt!)

        Wolfgang

  4. Februar 8, 2012 um 10:24 pm

    Je MEHR Aufmerksamkeit einem Bild der realen Bildersprache gewidmet wird, desto weniger Unordnung wird daraus für das Bewusstsein einzelner Lebensformen hervorgehen. Das Internet ist entstanden, damit immer mehr Bewusstseine immer öfter hinschauen, um die Energie dorthin zu lenken, wo die meiste Unordnung manifestiert wird. Wie sonst könnte die entsprechende Ordnung realisiert werden, wenn niemand hinguckt, wo die Unordnung sich vermehrt ?

    Gruß Guido
    http://www.gold-dna.de

    • Februar 9, 2012 um 2:28 am

      Verstehe ich nicht ganz, Guido.
      Bedeutet das, volle Aufmerksamkeit richten auf die Krieger?

      Ich habe meine Aufmerksamkeit auf meine Unordnung gerichtet – und eine relative Ordnung geschaffen – und jetzt soll ich meine relative Ordnung auf die Unordnung richten, um – dadurch – daraus Ordnung zu schaffen?

      Für mich galt bisher: DAS Bewusstsein entsteht im Zusammenwirken der BEIDEN (Liebe und Geist) Unordnungen, und das Bewusstsein ist es, was zwischen den beiden EINE Ordnung im Sinne eines geregelten, friedvollen Miteinanders schafft.

      Bewusstsein gleich: Das Praktizieren von sozialem Geist und geistvoller Liebe.

      Trage ich einen Bären mit mir herum?

      Wolfgang

  5. Februar 9, 2012 um 8:26 am

    Vielleicht sollte ich es anders formulieren: Je MEHR Aufmerksamkeir durch möglichst VIELE Einzelbewusstseine einem Bild der realen Bildersprache gewidmet wird, desto weniger Unordnung wird daraus für das Bewusstsein einzelner Lebensformen hervorgehen.

    Es macht ja keinen Sinn, dass nur ich selbst den gazen Tag an einem Bild herumknabbere und dabei alles um mich herum vergesse. Entscheidend ist die Summe der Einelbewusstseine, je mehr, desto besser, desto eher kommen die energetischen 10 Prozent zusammen, um etwas ins Rollen zu bringen. Wenn ich selbst mir immerzu MONSANTOS Treiben durch den Kopf gehen lasse, und es soweit kommen lasse, dass mir kein Essen mehr schmeckt, dann ist das definitiv der falsche Weg. Aber zu erkennen, dass da etwas falsch läuft, und das Reagieren meinerseits innerhalb meiner Möglichkeiten, um das Monster MONSANTO nicht zu unterstützen, und auch in Gesprächen oder über das Netz auf diese Umstände zu verweisen, ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Steter Tropfen höhlt den Stein, und geteiltes Leid ist halbes Leid.

    Somit geht es immerzu darum die eigene Aufmerksamkeit, die eigenen Ordnungsmöglichkeiten, derart an die Entwicklungen im Außen anzupassen, um daraus möglichst viel Einklang mit dem Ganzen für sich und das eigenen Umfeld herauszuholen. Je mehr Ordnungsmöglichkeiten, je mehr Aufmerksamkeit man frei machen kann, desto weiter können, bildlich gesprochen, die eigenen Fühler ausgestreckt werden.

    “Bewusstsein gleich: Das Praktizieren von sozialem Geist und geistvoller Liebe.“
    Schön ausgedrückt. Das trifft es und stellt den Idealfall dar im Umgang mit allem Lebenden.

    Gruß Guido
    http://www.gold-dna.de

  6. Februar 9, 2012 um 8:57 am

    Passend zum Thema:

    http://www.welt.de/wirtschaft/article13858608/EU-will-Rentenalter-an-Lebenserwartung-koppeln.html

    Wenn man bedenkt, dass wir in den Industriestaaten durch medizinische Möglichkeiten das Unausweichliche immer weiter hinauszögern können, und wir somit nicht älter werden, sondern eher langsamer sterben, dann könnte man zu dem Schluss kommen, dass der Film THE NIGHT OF THE LIVING DEAD bald eine Fortsetzung bekommt: WORK TILL YOU DROP … FOR GOOD.

    Gibt es da noch Zweifel, dass der Mensch der effektivste Unordnungsspeicher aller Spezies ist ? Kein Wunder, dass wir Menschen auf der Bühne des Lebens erscheinen müssten, als sich abzeichnete, dass die Unordnung ein paar Gänge raufschaltete.

    Gruß Guido

  7. Februar 9, 2012 um 9:55 am

    „Falls Freiheit überhaupt irgendetwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.“ (George Orwell 1903-1950)

    • Februar 9, 2012 um 8:43 pm

      Was hilft Dir Dein Recht, wenn Du zu Nilpferden sprechen musst, die auf ihren Kohlohren sitzen?

      Hätten wir nicht viel mehr das Recht, einem „Staat“ der unser Unwohl will, unser Wohlwollen zu entziehen?

      Was wäre dieser eiseskalte „Staat“ noch wert ohne die Herzenswärme der vielen freiwilligen Helfer?

      Sklavenfarm?
      Parasitenzuchtanstalt!

      (Wolfgang Jensen, 9. Februar 20.42 Uhr)

  8. Heinrich Schmitt
    Februar 9, 2012 um 9:32 pm

    Menschenfarmen: ich gehe sogar soweit, von einem weltweit verbreiteten Kastensystem zu sprechen, das besonders in Deutschland mit Hartz4 froehliche Urstaend feiert.
    Die sog.sozialistischen Staaten des Ostens haben den Freiheitsbegriff stark vernachlaessigt,dafuer aber unentwegt den schwammigen Begriff Frieden strapaziert.
    Arabische und asiatische Gesellschaften tragen ihn in ihrem Gruss, doch zuweilen eher wie ein Bruderkuss zwischen zwei Kontrahenden der „Ehrenwerten Gesellschaft“.
    Hans Dolezalek schreibt in seinen „Erinnerungen eines Radikaldemokraten“ :
    „Die weltweite Bedeutung der Declaration of Independence vom 4.Juli 1776 war auch noch 1960 kaum einem gebildeten Deutschen bewusst und erst in unseren Jahren (2006) geht sie langsam auf.Kaum Einer macht sich klar, dass Thomas Jefferson mit seiner Declaration (….) der Schoepfer der modernen Demokratie wurde(AAII men are created equal – bis dahin sah man den Mitmenschen vor allem als einen Angehoerigen einer sozialen Klasse).“

    • Februar 9, 2012 um 9:48 pm

      Gut beobachtet, Heinrich.

      Na klar gibt Klassen:
      Kleine Arlös, große Arlös und gefährliche Arlös,
      und solche, die Arlös produzieren und sie bewerten und benutzen – und kontrollieren.

      Innovativ denken, Heinrich – Hamsterrad im Kastenformat, was hältst du davon?

      Dir einen entspannten Abend.

      Wolfgang

  9. Februar 10, 2012 um 8:20 am

    Eines jedoch wird in aktuellen Debatten immer deutlicher – seien es nun solche, die sich um ein Bedingungsloses Grundeinkommen, eine Ausrichtung auf ein Bruttonationalglück oder ähnliche Ansätze drehen: Die Menschen sehnen sich nach einer anderen Form von Gesellschaft, einem Leben mit wirklicher Lebensqualität, das es Menschen ermöglicht, ihre sozialen Bedürfnisse zu erfüllen, sich selbst zu verwirklichen, frei über Zeit zu bestimmen und die Dinge zu tun, die für den Einzelnen wirklich wichtig sind. Auch wenn Vorschläge wie dieser zu kurz greifen, zeigen sie doch, dass in kleinen Schritten ein Umdenken stattfindet.

    gefunden auf SEIN im Artikel Forscher empfehlen die 21-Stunden-Woche

    Gruß Guido

  10. Februar 10, 2012 um 2:50 pm

    Jeder hat eine andere Realität in seinem Kopf, womit wieder Vielfalt für Fortschritt sorgt …

  11. Februar 10, 2012 um 4:35 pm

    Nick, vielen Dank für diese Zeilen, vor allem das Beispiel mit dem Hirten zeigt sehr anschaulich, wie sehr der fortgeschrittene Mensch in der Tat vom Wesentlichen fortgeschritten ist. Da bauen wir Navis und Handys der Orientierung und Kommunikation wegen, nennen es Fortschritt, ohne zu bemerken, dass wir etwas Künstliches gegen etwas ganz Natürliches eintauschen. Genau dass meine ich mit der reaktiven Unordnung, die wir im Ordnungsversuch mehr und mehr freisetzen, der Expansion unentwegt Futter vorwerfend, um sie mehr und mehr in die Breite gehen zu lassen … und das ganz bewusst.

    Gruß Guido
    http://www.gold-dna.de

  12. Februar 11, 2012 um 1:51 am

    Ein Text mit sehr viel Klarheit – und Vielfalt. Auch von mir ein herzliches „Danke“, Nick.

    Nun habe ich meine liebe Mühe, die vielen Gedanken zu sortieren.

    Klar, einerseits pervertierte sich „Fortschritt“ mit seinem Anspruch, den Menschen zu dienen. Andererseits sehe ich den Fortschritt in der Klärung bzw. Aufdeckung verborgener Ideen und Phänomene. Davon kann die Masse – leider – nicht profitieren, solange das daraus wachsende Bewustsein von ihnen nicht genutzt werden kann.

    Nick, es geht um Anpassung, Und es geht um Kontrolle.
    Ich sehe die beiden Entwicklungen als konzertierte Absichts-Aktion: Es geht um die BEIDEN Qualitäten von Bewusstsein, kontrollieren und sich anpassen zu können. Das ist besonders wichtig und meiner Theorie (von der Verschiedenartigkeit der Wesen) entsprechend unabdinglich. Kontrolle bedeutet Macht, keine Kontrolle bdeutet Ohnmacht. Wir erleben gerade die Folgen zweier Macht-Arten.

    Zur Kontrolle.
    Geschieht sie nicht nur offensichtlich mit technischen Methoden?
    Ein ganz wichtiges Kontrollelement ist die Arbeit, die als höchstes Ideal in der Gesellschaftsordnung verankert ist. Damit werden sehr viele Menschen geistig UND emotional beschäftigt, verwirrt und verängstigt.
    Warum ist eine Kontrolle der Menschen überhaupt notwendig?
    Man hat Angst vor der Verschiedenartigkeit, man hat Angst vor der Unberechenbarkeit, man hat Angst vor einer – im Prinzip – unkontrollierbaren Macht. Menschen zerstören bedeutet nicht mehr undnicht wneiger, als ihnen die Macht zu nehmen.

    Selbst die Förderung der Desorientierung dient diesem Ziel, Macht zu nehmen und Abhängigkeit zu liefern.

    Als wir beide begannen, Libellen zu fotografieren, wollten wir, vielleicht ganz natürlich, auch etwas über die Lebensweise dieser wunderbaren Tiere wissen – und kauften ein paar Bücher. Wissenschaftler! hatten Libellen gefangen, sie aufgeschnitten, ihre Verdauungsorgane, ihre Augen und ihre Flügelaufhängungen untersucht, diese wunderbaren Tiere, seziert, kategorisiert und schematisert – verwisschenschaftlicht. Von der Libelle als Wesen blieb nichts nach.
    Nicht ganz uninteressant: Das „Geheimnis“ dieser Tiere fand niemand, so wie man in den tiefsten Tiefen der menschlichen Zelle Gott nicht fand.
    Übrigens
    Wenn wir durch die Natur streifen, ist A der Punkt, an dem wir in grüne Wege abbiegen, und Z der Punkt, an dem wir wieder in die Welt der Kraftfahrzeuge eintauchen. A und Z bestimmt unsere Intuition (meist die von Susanne), die Punkte B bis Y bestimmen Tiere und Pflanzen. „Fort“geschrittene Menschen fahren von A – Garage nach B – Kaufparadies, weit Fortgeschrittene schauen anschließend Dokus über Neuseeland und Madagaskar.

    Dein Evolutionskrüppel – real beobachtbar, ein Trauerspiel – einerseits, andererseits ist der Mensch eben mehr als nur ein Teil der biologischen Evolution. Es geht um Chaos, und es geht darum, analysierbare Extreme zu schaffen, aus denen sich Kontroll- und Anpassungsmuster, Bewusstsein entwickeln kann. Gleich wie man es als Mensch auf diesem Planeten anstellt: ALLE sind zu gebrauchen.

    Vorhin fiel mir ein Beispiel zum Wesen des deutschen Odnungsinns ein.
    Man steht (angstvoll, das innere Chaos reflektiert sich) vor einer großen Anzahl Kugeln und Kuben, die verschieden groß und verschiedenfarbig sind. Der Deutsche Ordnungssinn baut eine Kiste, packt die Kugeln rein, und macht einen Deckel drauf. Und Ärsche, die sich da drauf setzen, finden sich natürlich auch.

    Das Leistungs-Nirwana, spannend, darauf antworte ich morgen.

    Wolfgang

  13. Februar 11, 2012 um 3:59 pm

    Wieder Zufall? Mir kreisten beim Sporten heute den ganze Zeit schon Gedanken und den Spruch „Ich bin es mir Wert.“
    2/3 unseres Tuns erfolgt nicht über Lohnarbeit, z.B. das Kümmern um unsere Kinder oder Eltern, das Gestalten in unseren Wohnungen, das Verschönern unserer Dörfer, … .
    Und dennoch gibt es das Bild, dass wer keine „Lohnarbeit“ hat, nichts wert sei, zumindest fühlen sich viele „Arbeitslose“ so.
    Seit dem wir nicht mehr teilen sondern tauschen, denken wir vermutlich in zeitlichen Einheiten unseres Tuns. Wie lange habe ich gebraucht, um den Stuhl zu erstellen? Und wie lange hat er gebraucht um das Brot zu backen? Wenn ich den Stuhl hergeben, dann bekomme ich einen Monat jeden Tag ein Brot dafür?
    Also, wie viel Wert ist mein Tun? Und schon sind wir beim Geld.
    Wie könnte es möglich werden, ein gemeinsames Leben ohne Werte, sprich ohne Aufrechnung in Geld zu schaffen. Wo Jeder wirken könnte, wo es sich sinnvoll einbringen kann und sein Geschaffenes der Gemeinschaft zur Verfüg stellt. Und wo jeder nimmt, was er an Bedarf hat.
    Die Frage ist dann, welche Bedarfe es gibt und wie diese gedeckt werden. Und in welchem Rahmen das funktionieren kann …

  14. Februar 12, 2012 um 12:52 am

    Hier kommt ein Verwirrung stiftendes Video mit Udo Petscher, der darin ein paar Sätze spricht, die zum weiteren Nachdenken anregt, z.B.

    Keinem passiert etwas, denn wir haben einen wahrnehmenden Geist und leben in der Welt von anderen.

    Es gibt keine Zeit, nur das Hier und Jetzt, daher sorge Dich nicht um das Morgen.

    Es ist eine Illusion freizusein, denn alles was wir Denken und Tun wird durch Gott gedacht und getan. Daher ist Jeder Göttlich. Und alles ist so, wie es ist gut, und kann nicht verbessert werden.

    Die Welt wird von allein besser, wenn wir bedingungslos lieben. Dann verliert sich die Angst.

    Irgendwie widersprüchlich: Einerseits denkt und handelt Gott alles vor, sprich wir haben keinen eigenen Willen, und gleichzeitig schlägt er vor, dass wir bedingungslos lieben sollten, als gäbe es doch einen freien Willen.

  15. Februar 12, 2012 um 1:01 am

    Die Begriffe „Wert“ und „Würde“ scheint mir mal wieder ein Mittel der Herrschenden, argumentieren zu können, warum sie sich über andere Stellen dürfen.
    Siehe z.B. den Text Über Herkunft und Bedeutung von „Würde“-Wörtern
    Und wenn wir dann noch hier nachschauen Zur Etymologie von Wert, dann erkennt man, wie sich die Beurteilung eines guten Menschen (Ehre) durch seine Taten hin zum reinen Stand (Ehrwürden) und Geldbezug wendet.
    Nicht umsonst fühlen sich Menschen unwürdig, wenn sie dienen müssen, oder?

  16. Februar 12, 2012 um 1:29 am

    “Irgendwie widersprüchlich: Einerseits denkt und handelt Gott alles vor, sprich wir haben keinen eigenen Willen, und gleichzeitig schlägt er vor, dass wir bedingungslos lieben sollten, als gäbe es doch einen freien Willen.“

    Da haben wir wieder das Problem der Definition. Sieht man Gott als energetischen Zustand an der nicht mehr besteht, weil die Kohärenz aller Bewussteine nicht mehr gegeben ist, dann ist Gott auch nicht mehr alleiniger Ideengeber. Die Ideen, die das Universum (auf-)füllen, kommen (noch) von immer mehr Einzelbewusstseinen, und erscheinen immer freier, je mehr Einzelbewusstseine mitarbeiten, am Konsens der Bildwerdung des Universums als Ganzes.
    Liebe auf der anderen Seite ist das Streben nach Konsonanz mit diesem kohärenten Zustand, der allgemeinhin mit dem Begriff Gott bezeichnet wird. Liebe ist das Vermeiden bzw. der Abbau von reaktiver Unordnung, denn andernfalls kann die Kohärenz nicht wieder erreicht werden.

    Das Universum beginnt im gemeinsamen Paradies und endet in gemeinsamer Harmonie, dazwischen liegen immer einzelne Tragödien. Somit beginnt das Universum in Liebe und kehrt dahin zurück … nur gilt es auf diesem Weg sämtliche reaktive Unordnung ( Un-Liebe ), die das Universum maximal aufzuspannen vermag, wieder abzubauen …

    Gruß Guido
    http://www.gold-dna.de

    • Februar 14, 2012 um 3:25 am

      Hallo Guido,
      im Beitrag 1 schreibst Du:
      „In der Expansion dreht sich alles um Fortschritt … und dieser wird völlig missverstanden, denn diese Art von Fortschritt lässt uns einzig von der Wirklichkeit mehr und mehr fortschreiten … immer tiefer in das Reich der Schatten.“

      Ist Dein „Reich der Schatten“ identisch mit meiner Vorstellung von traumatisch kontrollierten archaischen (lebensfeindlichen) Informationen?
      Wäre plausibel, weil diese Informationen in die laufende Entwicklung eigespeist werden und den Ordnungsmächten diametral zuwider laufen.
      Würde in der Konsequenz bedeuten, dass das Chaos entsteht aus Informationen, die mit unseren Vorstellungen von einer friedlichen, geordneten Existenz nichts zu tun haben – und mit denen wir praktisch gegen unseren Willen konfrontiert werden.

      In Deinem letzten Beitrag schreibst Du:
      „Da haben wir wieder das Problem der Definition. Sieht man Gott als energetischen Zustand an der nicht mehr besteht, …“

      Kannst Du mir das (Gott existiert nicht mehr) bitte genauer erklären?
      Ich suche mal nach einem alten Text, den ich auf Kreta schrieb und schicke Dir einen Link.

      Gruß
      Wolfgang

      • Februar 14, 2012 um 11:22 pm

        Gott ist der Zustand von Bewusstsein in kompletter Kohärenz, frei von Unordnung. Aus diesem Zustand ging die Grammatik der Bildersprache der Realität hervor, allgemeinhin mit Golden oder Göttlich bezeichnet, wie z. B. die Göttliche Geometrie oder die Goldene Zahl, die sich allesamt in der Natur wiederfinden, wie z. B. in der DNA oder in Galaxien oder aber in Lebensformen.

        Da dieser Zustand der Kohärenz nicht mehr besteht, durch Zunahme der Unordnung, weicht die aktuelle reale Bildersprache in ihrer Grammatik inzwischen enorm von dieser ab, so dass längst nicht mehr alle Bilder nach dieser Grammatik im Fluss der Realität realisiert werden.
        Doch findet sich in JEDEM Einzelbewusstsein, welches aus diesem kohärenten Gesamtbewusstsein hervorgegangen ist, das Göttliche wieder … so dass es manchmal gelingen kann, Gott in sich zu entdecken, sprich diesen energetischen Ursprung der Kohärenz, doch dazu gehört reichlich Ordnung, sprich Isolation wie z. B. in tiefer Meditation.

        Folgendes hatte ich schon mal hier gepostet, aber es passt zu deiner Frage:

        Ist es nicht eine Ironie des Schicksals, und damit des Ordnungsvermögens der Menschen. dass in dieser Abtrennung des kohärenten Gesamtbewusstseins, alle Ängste der Unordnung ihren Ursprung haben. Das Streben nach Aufdeckung von Verschwörungen und der vermeintlichen Weltordnung hat in diesem Bild sein Coming-out, und ist sogar Teil der Bildersprache, man denke nur an die Pyramide, die ein Auge in ihrer Spitze zeigt, wie sie auf bereits erwähnten US-Dollarnoten zu sehen ist. Die heutige Angst vieler Menschen, wohlgemerkt in den energiereichen Ländern, vor der Implementierung einer Neuen Weltordnung, einer Weltregierung, geht zurück bis ins alte Ägypten, ausgehend von der Bruderschaft der Schlange. Schon damals soll die Grundlage für diese Neue Weltordnung gelegt worden sein … und wieder stolpern wir über eine weiße Leinwand, denn eine Neue Weltordnung ist genau das, was der Begriff aussagt … eine neue Ordnung für die Welt … aber nicht geschaffen von finsteren Mächten, sondern vom kohärenten Gesamtbewusstsein bzw. zwangsläufig die Folge der Trennung der Freien Energie, die ALLEM zugrunde liegt, vom Bewusstsein an sich … die Geburt des Ursprungsdualismus. Die erste Generation. Wofür ? Um die Weichen für die Interpretation der Realität durch das Leben zu stellen … für die Zeit nach der Kohärenz. Diese neue Ordnung gilt für die Expansion des neuen Universums, der neuen Welt. Dazu zählen die Naturgesetze, der mathematische Rahmen der realen Bildersprache, allen voran verkörpert durch die Goldene Zahl phi, und die nachkommenden Dualitäten. Dass aus dieser Neuen Weltordnung, der Basis der Realität, dem Göttlichen Akt der Schöpfung, die jedoch die Meisterleistung des kohärenten Bewusstseins ist, im Laufe der Expansion ein Inbegriff von Kontrolle, Unsicherheit und Angst durch Eliten, Regierungen und geheimen Organisationen wird, zum Beispiel den Illuminaten, zeigt einmal mehr die Dynamik der reaktiven Unordnung. Aus Weiß wird Schwarz. Aus Gut wird Böse. Und je näher der Zenit der Unordnung kommt, desto mehr Boshaftigkeit und Schwärze wird in diese Neue Weltordnung hinein interpretiert. Das wirkliche Bild tritt somit komplett in den Hintergrund. Aus der Kohärenz, der kompletten aktiven Ordnung, heraus, hat sich die Realität seitdem bildhaft in Richtung maximaler Unordnung entwickelt … maximal im Sinne des Erbes und dem entsprechenden Fluss der Logik.

        Gruß Guido

  17. Februar 14, 2012 um 3:16 pm

    Aus „Die Verarmung des Staates als strategischer Hebel“, von Albrecht Müller auf den NachDenkSeiten

    Dringend, schrieb in den neunziger Jahren so ein mehr in Wirtschaftskreisen bekannter Experte, müsse der Staat an Macht verlieren. Dagegen sei Widerstand zu erwarten. Zu lösen sei das Problem, indem man beispielsweise Steuern senke. Man brauche „das Diktat der leeren Kassen“. Man brauche „ein Defizit, das als anstößig gilt“. so könne man den Staat beschneiden. Ganz unverblümt steht es da: Nicht aus Notwendigkeit solle der Staat machtloser und ärmer werden, sondern aus Prinzip.
    Der das schrieb, war kein Exot. Es war Herbert Giersch, ein vor anderthalb Jahren in hohem alter verstorbener Wissenschaftler, der jahrzehntelang als „Doyen der deutschen Volkswirtschaft“ galt. Er war Regierungsberater, Gründungsmitglied der „Fünf Wirtschaftsweisen“, Direktor des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, prägender Lehrbuchschreiber und Ausbilder mehrerer Generationen von Ökonomen, die heute in Banken, Verbänden, Unternehmen zu finden sind. Einer der führenden neoliberalen Wirtschaftswissenschaftler, wie Thatcher ein Hayek-Anhänger, auf den sich ja jede klassische marktliberale, jede klassisch unternehmerfreundliche Politik beruft.

  18. Februar 14, 2012 um 3:51 pm

    „Herbrand“ schreibt auf
    http://www.theintelligence.de/index.php/gesellschaft/kommentare/3346-teile-und-herrsche.html
    über Herrschaft:
    „Es gibt ein allgemeines Grundsystem der Herrschaft auf dem alle politischen, religiösen und gesellschaftlichen Herrschaftssysteme beruhen. Daß Sie dieses Grundsystem nirgends beschrieben finden, versteht sich wohl von selbst.“ Zitatende

    Machen wir uns versuchseise daran, das Herrschafts-System zu beschreiben.

    Herrschaft ist im Ansatz neutral, sagt nicht mehr aus, als dass in einem System mit Macht Kontrolle ausgeübt wird. Ich denke, wenn eine Entwicklung zielgerichtet verlaufen soll/muss, braucht es eine Steuerung, die die „Fäden“ in der Hand hat.

    Insofern betrifft Herrschaft den Menschen direkt, weil auch er sich beherrschen muss – und leicht erkennen wird, dass er von seinem Funktions-System, das er darstellt, beherrscht wird. Seine körperlichen Funktionen werden in Herrschaftsmanier kontrolliert gesteuert; seine Antriebe beherrschen sein Handeln, sein Handeln beherrscht seine Gedanken, seine Gedanken beherrschen seine Gefühle. Wer Macht über sich selbst hat, kreiert seine Motive, bestimmt die Bühne, auf der er sie umsetzt und erfreut sich an den Ergebnissen.
    Zusammengefaßt besteht des Menschen Macht aus Wissen, Energie und Kontrolle. Eine besondere Art der Herrschaft stellt die Kontrolle über die Folgen des Handelns dar; wir nennen das Verantwortung.

    Herrschaft findet ebenfalls in der Familie statt. Sie wird deutlich, wenn es z.B. um die Durchsetzung von Vorstellungen geht, über die kein Konsens besteht (kontrollierte Macht), oder wenn Mitglieder der Familie die Herrschaft über sich verlieren (Gewalt-Macht).

    Herrschaft findet entsprechend in allen gesellschaftlichen Gebilden statt. Sie äußert sich in verschiedenen Formen und mit verschieden ausgeprägtem Druck, aber immer geht es um die Art von Existenz: Die Art von Entwicklung, kurz, um Sein, Tun und Haben.

    Ich wage zu behaupten, dass Herrschaft eines der zentralen Elemente des Prozesses ist, in dem Leben stattfindet. Sehen wir auf die Entwicklung der Welt, in der Chaos und Ordnung entstehen, herrscht auch hier ein Ordnungsprinzip für die Kontrolle der verschiedenen Dynamiken. Ohne eine Herrschaft/Kontrolle könnten niemals Probleme gelöst werden, wäre dem Wesen von Existenz die Grundlage entzogen; man denke nur an den Planeten Erde.

    Herrschaft gehört zum Leben wie das Dotter zum Ei.
    Nun gibt es verschiedene Formen der Herrschaft.
    Es gibt vereinzelt Menschen, die große Macht kontrollieren. Nennen wir diese Macht Solitär-Macht. Eine andere Macht ist die Macht der Masse. Nennen wir diese Macht Affinitive Macht.
    Diese beiden grundverschiedenen Mächte stehen sich seit dem „Sündenfall“, der Erkenntnis der Verschiedenheit, gegenüber.

    Damit scheint klar, worum es bei der Entwicklung geht, in die wir involviert sind:
    Um die Kontrolle der verschiedenen Formen von Macht.
    Klar scheint auch, wie das Wesen der Neuen Ordnung gestaltet sein muss:
    Die Macht A nicht zur Beherrschung der Macht B, und die Macht B nicht zur Bedrohung der Macht A einzusetzen. Bedeutet: Bewusstsein über die Realität und Kontrolle über die eigene und die andere Dynamik.

    Das ist eine Kurzdarstellung meiner Gedanken. Alle anderen Gedanken, die ich hier zum Funktionieren des Systems schrieb, passen dazu. Man möge sich bitte überlegen, welche Schlußfolgerungen daraus zu ziehen sind und welche Folgen sie haben – können.

    Wolfgang

  19. Februar 14, 2012 um 4:58 pm

    Auf der Grundlage MEINER Gedanken ergeben sich einige – recht unbequeme – Schlußfolgerungen.

    Wir sind 99% – da fehlt 1%.

    Wir wollen Demokratie?
    Die Demokratie ist genau die Gesellschaftsform, die sich mit dem Anspruch auf ihrer Art der „Herrschaft“ abgenzt und die Macht der anderen Art Herrschaft belebt.
    (Und damit, für scharfsinnige, realistische Denker, die Ursache für eine notwendige Entwicklung)

    Tatsache ist, die Volksherrschaft ist eine dem „Volk“ immanente Macht. Wer sie als Bedrohung spürt, ist im Zugzwang.

    Sowohl Demokratie als auch Kommunismus sind Organisationsformen, die Wesen, die ihre Existenz auf ihren Geist begründen, gleich dem roten Tuch vor den Augen des Stieres erscheinen. Wobei Demokratie die Form ist, über die man den „Massen“ einerseits Macht suggerieren, sie ihnen andererseits damit nehmen kann.

    Teile, um nicht beherrscht zu werden?

    Im Anfang war das Wort?

    Wir wollen das totale Chaos?

    Ich hoffe, ich konnte meinen Beitrag nun auch auf dieser Seite leisten.

    Wolfgang

    • Februar 14, 2012 um 5:36 pm

      Für die 1% mag es wie Chaos aussehen, besonderns wenn sie neben der Psychopathie auch noch unter dem Kontrollwahn aufgrund von Verlust von Macht und Reichtum leiden.

      Für uns ist es eine Sache von Scham im Hinblick auf unsere Jugend, wenn wir nicht daran gehen, das Ganze wieder zum Besseren zu wenden. Christian Apl schreibt in dem Artikel Demokratisiert Euch! Eine mögliche Welt ist anders… auf The Bybyshambler:

      Aber vielleicht haben wir Glück

      Jetzt wo auch die Alten erkannt haben, dass das, was für sie so selbstverständlich war, dass sie gar nicht auf die Idee kamen, dass es bedroht sein könnte, doch in massiver Gefahr ist, und die Jungen zumindest wittern, das da etwas grob nicht in Ordnung ist und auf gar keinen Fall einsehen wollen, wieso sie in einer derart zerrissenen Welt leben und ihrerseits ihren Kindern ein Erbe hinterlassen sollen, für das sie sich nicht anders als abgrundtief schämen müssen, jetzt könnte sich ein einmaliges Fenster auftun.

      Was soll Demokratie können? Lassen wir einmal alle historisch belasteten Begriffsherleitungen und politikwissenschaftlichen Definitionen beiseite. Im Grunde geht es doch nur darum, dass alle die von einer anstehenden Entscheidung betroffen sind, rechtzeitig und auf gleicher Augenhöhe in den Entscheidungsprozess eingebunden werden, und dass nach einem offenen Diskurs eine gemeinsame Entscheidung getroffen wird, mit der erstens alle können und die zweitens im Idealfall auch von allen Beteiligten mitgetragen wird.

      Wir müssen einfach alles daran setzen und Strukturen aufbauen und erhalten, Methoden und Haltungen entwickeln, die das leisten und die wir auch leben können. Das wäre die eigentliche Demokratisierung. Mir erscheint zur Zeit kaum etwas dringlicher. Wir müssen uns nur trauen, die Sache jetzt wirklich mit Entschlossenheit angehen und der Demokratie den Raum schaffen, den sie braucht um gut gedeihen zu können.

  20. Februar 14, 2012 um 8:17 pm

    Der Mensch, das faszinierende Wesen.

    Herrschaft und Macht
    Aus der Matrix des Staates fließt Macht und übt Herrschaft aus. Nun fragt sich der an Funktionen und dem Ursache-Wirkungsgesetz Interessierte: Wer schuf eine Matrix? Und wer gab die Macht (Wissen, Energie und Kontrolle) dort hinein, über die Herrscher verfügen können? Fließt Macht nur zeitgemäßen Ideen zu?

    Werfen wir einen Blick auf die politische Szene.
    Man will nicht RECHTS sein, man will nicht LINKS sein, man will die Mitte sein, heißt, sich in der Mitte positionieren. Was ist in der Mitte? Erhofft man sich dort ein Machtvakuum, wo weder die rechten noch die linken Mächte wirken? Mitte = angstfreie Zone? Mitte, wo man die Energien beider Lager benutzen und kontrollieren kann? Oder hat man dort die absolute Arschkarte, weil man beiden Seiten gerecht werden muss – und das (jedenfalls im Angesicht der wild rudernden Dummbatzen) unmöglich scheint?

    Werfen wir einen Blick in den Alltag.
    Autos, wohin das Auge sieht. Ich glaube, viele Menschen sind sehr dankbar für ihr Gefährt, ihren Gefährten – die Ehefrfau schläft auf dem Balkon und das Auto neben dem „Herrn“. Was ist so faszierend an diesem Gefährten?
    Hier erlebt der Mensch Macht, er ist Herrscher, beherrscht seinen willfährigen Wegbegleiter, übt die Kontrolle aus, weiß, wenn er lenkt, ändert sein Gefährte brav die Richtung, wenn er bremst oder Gas gibt, ändert seine Gefährte brav die Geschwidigkeit
    Im Auto erlebt der Mensch Macht, und damit ist er zufrieden, sein Machthunger befriedigt. Überfällt ihn Ohnmacht, fährt er einfach wieder eine Weile.
    Mögen wir daran erkennen, wie wenig unabsichtlich die Forcierung der Autoproduktion und des Autoverkaufs ist. Hier entsteht eine Macht, die DER Macht niemals gefährlich werden kann – der Wunsch nach authentischer Macht verschwindet im Nebel. Macht-Splitting, wir kennen das.

    Ja, vielleicht kommt das Glück, das einige sicher brauchen – der Bewusstseinssprung läßt grüßen.

    Einen guten Abend zusammen.

    Wolfgang

    • Februar 14, 2012 um 9:10 pm

      Hm, das Bild mit zur Beherrschung des Autos scheint mir Sinn zu machen. Ist das Beherrschen das Fahrrads, das Du fährst, nicht ähnlich gelagert. Gut, das Auto hat einen Motor, den ich als Autofahrer quasi als Unterstützung meiner Muskeln hochjubeln kann. Und wenn richtig viel unterm Motor hämmert, wird zumindest der Kleine am Mann bei Einigen so scheint es was größer …
      Ja, insofern mag das Auto ein Symbol der Macht sein. Je größer und edler, desto mehr Status. Was mich dann wieder an die Website von Christina erinnert, deren einziges Thema die Evolution des Menschen aus der Perspektive der Sexualität ist. Er hatte heute auch das Thema Hierarchien und Macht drauf:

      Hierarchien bei Primaten: Frans de Waal schreibt in “Der Affe in uns” etwas zum Thema Hierarchie:

      Je klarer die Hierarchie, desto weniger bedarf sie der Bestätigung. Bei Schimpansen eliminiert eine stabile Hierarchie Spannungen so sehr, dass Konfrontationen zu einer Seltenheit werden: Die Untergeordneten vermeiden Konflikte, und die von höherem Status haben keinen Grund sie zu suchen. Alle sind besser dran. (…)

      Die Statusrituale der Schimpansen drehen sich also nicht nur um Macht, sondern auch um Harmonie. Nach einer perfekten Machtdemonstration steht das Alphamännchen mit gesträubten Haaren selbstherrlich da und achtet kaum auf die Untergeordneten, die sich ihm mit respektvollen Lauten unterwerfen und ihm Gesicht Gesicht, Brust und Hände küssen. Indem sie sich ducken, und zum Alphamännchen aufblicken machen die Hechelgrunzenden klar, wer der Boss ist, was den Weg für ein friedliches, freundliches Zusammenleben ebnet. Nicht nur das: Die Klärung der Hierarchie ist auch für effiziente Kooperation von entscheidender Bedeutung. Aus diesem Grund haben diejenigen menschlichen Organisationen, bei denen es am meisten auf Zusammenarbeit ankommt – beispielsweise große Unternehmen und das Militär – die am klarsten definierten Hierarchien. Eine Kommandokette ist demokratischen Strukturen immer überlegen, wenn es auf entschlossenes Handeln ankommt. Je nach Umständen schalten wir spontan auf einen eher hierarchischen Modus um. Bei einer Untersuchung wurden zehnjährige Jungen in einem Sommerlager in zwei Gruppen eingeteilt, die miteinander konkurrieren. Herabwürdigungen der anderen Gruppe – beispielsweise indem sich die Jungen angewidert die Nase zuhielten, wenn sie Mitglieder der anderen trafen – waren rasch gang und gäbe. Andererseits nahm der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe zu, genau wie die Durchsetzung sozialer Normen und das Anführer-Mitläufer-Verhalten. Das Experiment bewies die Bindungsqualitäten von Statushierarchien, die sich verstärkten, sobald aufeinander abgestimmtes Verhalten verlangt war

      Ist in uns noch genug vom Verhalten der Primaten enthalten (falls wir wirklich von ihnen abstammen), dass wir den Anführer brauchen, der würdiger ist und dem damit mehr zusteht?

      • Februar 14, 2012 um 10:47 pm

        Affen und Zehnjährige, in dem Bereich der Matrix hängen auch Menschen. Nun frage ich: Was soll das für ein Patchwork-Teppich werden, wenn die Flicken nichts taugen? Und keine VORstellungen vorHERRSCHEN, welche Form der Teppich mal haben soll?
        Nun, jeder flickt wohl auf seine Weise; ich bin’s leid.

        Wolfgang und das Fahrrad. Es bietet mir erhebliche Vorteile, man braucht sie nicht erraten. Wichtig: Ich verursache keinen Dreck und belästige mit meiner Art, mich zu bewegen, gar niemanden. Klar, ich fühle mich autonom, Macht als eine Macht über mich selber, leisten zu können, was mir dient. Das Fahrrad gehorcht mir, in dem Maße, wie ich es pflege. Es gehorcht mir. Nun kann ich die Ziele in der Natur, die mir wichtig sind, auch zu Fuß erreichen.
        Aber Du hast natürlich Recht, Martin: Autonom werden bringt Macht, autonom sein ist Macht. Darin liegt evtl. der kleine, feine Unterschied: Wer Macht hat, braucht nicht Radfahren.
        Und ich hörte von Radfahrern, die ihre Macht bekamen, weil sie für andere Menschen diese Macht auch wollten.

        Andererseits, und ich sage das etwas deutlicher, gibt es Menschen, die ihrer Ohnmacht entfliehen durch den Griff zum Zündschlüßel. Allerdings entsteht in ihnen NUR das GEFÜHL von Macht, als Ersatz für die ihnen (tatsächlich) fehlende Macht. Undf weil sie keine wirklich Macht erlangen, müssen sie auch immer wieder Auto fahren.

        Ja, das Auto kann auch ein Status-Sysmbol sein, wobei niemand genau weiß, welcher Status tatsächlich hinter einer Chromkarre steckt. Erfolgreich geerbt, erfolgreich beschissen, übervorteilt, geplündert, ausgebeutet? Das wird etwas eindeutiger bei einem Radfahrer, der in abgerissen Klamotten durch autofreie Gegenden fährt.

        Das Unterstützen der Muskeln durch das Hochjubeln des Motors? Bewirbst Du Dich für einen Sonderpreis?

        Hier, ganz offiziell, bitte ich Dich herzlich:
        Paß auf Dich auf!

        Wolfgang

    • Februar 15, 2012 um 7:43 pm

      Das nenn ich mal Perspektivenschau. Danke für diesen neuen Denkanstoß.

      Und ja, Computerspiele habe definitiv nicht die Spieltiefe, die unsere Ökonomie hat. Und da haben sich allen Ernstes unsere Wirtschaftstheoretiker eingebildet, irgendetwas vorausberechnen zu können. DAbei zeigt uns doch allein die Börse, wie wenig berechenbar die Zocker dort sind.

      LG Martin

    • Februar 17, 2012 um 2:22 am

      Eine Meisterleistung auf mehreren Ebenen – ich musste meine Kandarre aus dem Schrank holen (und brauchte für diesen einfachen Satz ein bisschen länger).

      Herzlichen Dank!

      Wolfgang

  21. Februar 14, 2012 um 10:01 pm

    Bevor ich Dir antworte, Martin, hier ein Fundstück bei
    http://www.heise.de/tp/blogs/8/151428

    Als Hindernisse auf dem Weg in eine atomwaffenfreie Welt werden vor allem politische und diplomatische Untätigkeit, mangelnde Planung und dürftige internationale Zusammenarbeit und ein daraus resultierendes Misstrauen genannt, das sich anhaltend schädlich auswirkt. Lawrence Krauss von der Arizona State University, Co-Direktor der BAS und Mitglied im Board der Sponsoren, bemerkt: „Leider bleibt Einsteins Erklärung aus dem Jahr 1946 wahr, dass alles sich verändert hat, nur nicht die Art, wie wir denken.“

    „Denken“ wir mal anders?
    Wie können wir ES anders denken?
    Indem wir anders fühlen?
    Wie können wir besser fühlen?
    Indem wir die Realität an uns heran lassen?
    Wie kommt sie dichter an uns heran?
    Indem wir die Angst als das erkenen, was sie ist?

    Wolfgang

  22. Februar 14, 2012 um 10:49 pm

    Martin schreibt: … falls wir wirklich von ihnen abstammen …

    Wer wird denn einfach so die Mainstream-Meinung hinterfragen 😉 ?

    Zur Mobilität und der Autos noch Folgendes:

    Mobilität, sei es zu Fuß oder per Transportmittel, ist die Interpretation von Unordnung, zu sehen am Bestreben der Menschen, Straßen zu bauen, Wasserwege zu nutzen oder anderweitig Transportwege zu schaffen, eben, um die Mobilität zu ordnen. Ginge alles kreuz und quer und jeder führe, wie er/sie will, dann hätten wir Verkehrschaos allerorten.

    Die Mobilität lässt immer weitere Strecken zu. Das Umfeld von Kindern expandiert mehr und mehr, sowohl das innere Umfeld, die eigene Gedankenwelt und Wahrnehmung, als auch die Welt des Äußeren. Von der Bauchlage, zum Krabbeln, zu den ersten Schritten, Laufen und Rennen schließen sich an, Fahrrad fahren und irgendwann das eigene Auto … mobile Expansion. Von der Ich-Bezogenheit machen Kinder sich auf, um über die zahlreichen Möglichkeiten der späteren Partnerwahl, zum Sozialwesen heranzuwachsen. Wenn alles optimal läuft, schließt sich im Erwachsenenalter die eigene Optimierung an, die in der eigenen Familiengründung zum Ausdruck kommt.

    Mobilität bedeutet Fortschritt … und wenn es nur jener der Ausdrucksmöglichkeiten der Expansion ist …

    Gruß Guido

  23. Februar 17, 2012 um 8:14 am

    Gerade ist ein Suchender mit der Frage

    „Warum ist der Mensch korrupt?“

    Ich habe die Frage mal in einem neuen Artikel zur Diskussion aufgenommen.

  24. Heinrich Schmitt
    Februar 17, 2012 um 6:48 pm

    In der allergroessten Not bringt der Mittelweg den Tod ! Ja. manchmal geraet man in Situationen, wo man ,bewusst oder unbewusst, ueber Leben und Tod mit entscheidet.
    Mein Leitmotiv:““Wenn sich im Wald zwei Wege kreuzten, nahm ich stets den weniger ausgetretenen.Das hat mein Leben veraendert““.
    Aus dem wunderbaren Film: Der Club der toten Dichter.
    An die Politiker: sie muessen lernen zu fuehren, ohne zu befehlen !

    • Februar 17, 2012 um 7:27 pm

      Nun, vom Führen ist man ja auch schnell beim Verführen. Und da habe ich gerade meine Probleme mit unseren Medien. Sie werden derzeit sehr missbraucht, so kommt es einem vor, wenn man sich andere Quellen anschaut und sieht, wie einseitig berichtet wird oder Stellung bezogen wird. Und kann man noch fragen, ob das die Politiker sind, die da hinter stecken. Im Zweifel vermute ich mal eher nicht.
      Mit wäre aber lieber, die Politik würde nur Aufträge ausführen als aktiv selbst zu dirigieren. Denn in diesem Fall ist es wie Eltern und Kinder. Und ich denke, dass wir alle erwachsen genug sind, zumindest wenn wir uns anschauen, dass unsere Gewählten mit dem gleichen Wasser kochen, wie wir seblst.
      Mehr Demokratie bedeutet in diesem Fall für mich, regieren von unten nach oben …

  25. Februar 20, 2012 um 5:01 pm

    Es gibt in dem Text leider einige elementare Fehler, die ihn für mich überflüssig machen: Der Staat war nie dafür geschaffen und gedacht, dass die Menschen besser leben können. Ein Staat war immer und ist immer nur ein Verwaltungswerkzeug der Wirtschaft, der Eigentümer der Produktionsmittel.

    Menschen haben sich immer dort angesiedelt, wo sie sich am Besten versorgen konnten. Zunächst an Flüssen, weil es dort Wasser und fruchtbare Erde gab. Seit dem „Erblühen“ des Kapitalismus, seit dem entstehen von Fabriken, haben sich Städte um die Arbeitsstätten gebildet. Sobald viele Menschen in Arbeitersiedlungen lebten, brauchte es ein Gemeindewesen. Wo Menschen in einer Gemeinde leben müssen sie sich versorgen können. Das zieht Händler und weitere Produzenten an. So wird aus einer Gemeinde langsam eine Stadt. Nach und nach bildet sich eine art Staat. Manche Gemeinschaften wählen sich ein Oberhaupt oder einen Rat, schließen sich mit anderen zu (Herrschaftsbe)Reichen zusammen, Österreich entstand aus einem Herzogtum, auch Bayern war Herzogtum und Königreich, viele solcher Herzogtümer, Grafschaften und weiterer solcher Ländereine wurden letztlich zu Staaten zusammengschlossen.

    Ein Staat ist ein Verwaltungswesen und regelt (in Wahrheit) mit Gesetzen das Leben und Zusammenleben von (lohn)abhängigen Arbeitskräften, von der Geburt (reproduktion von Arbeitskräften) bis zu ihrem Ableben.

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