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Die Matrix Staat als Menschenfarm?

Ich hatte das Thema der Menschenfarmen schon einmal gepostet und möchte dazu noch einen weiteren Text als Diskussionbasis in die Runde stellen. Nach über einem Jahr Beschäftigung mit unseren Gesellschaftsstrukturen sagt mir mein Bauch, dass der anonyme Autor die Parallelen mit der Farm für das Halten von Nutzvieh und dem Staat als Freilandgehege für Leibeigene gar nicht so weit von der Hand zu weisen ist, oder?

Bevor ich den Text bringe, möchte ich zur Einstimmung noch diese wichtigen Worte Kant´s vorwegschicken:

Kant

Staat als Menschenfarm, von einem anonymen Autor

Maschinen wurden erfunden, um das menschliche Leben zu erleichtern, was letztendlich dazu führte, dass die Menschen versklavt wurden.

Das ist das bekannteste Thema in Dystopie-Zukunftsfilmen.

Warum ist die Angst so universell, so unwiderstehlich? Liegt es daran, dass wir wirklich glauben, dass unsere Toaster und Notebooks zu unseren mechanischen Herrschern werden? Sicherlich nicht.

Das ist nicht die Zukunft, wie wir sie befürchten, sondern es ist die Vergangenheit, die wir schon leben.

Angeblich wurden Staatsregierungen dazu erschaffen, das menschliche Leben leichter und sicherer zu gestalten.

Aber Staatsregierungen führen letztendlich immer dazu, die Menschheit zu versklaven. Das, was wir erschaffen, damit es uns dient, herrscht letztendlich über uns.

Die US-Staatsregierung, die eigentlich “von und für die Menschen” ist, sperrt jetzt Millionen Menschen ein, treibt die Hälfte des nationalen Einkommens mit Gewalt ein, reguliert maßlos, bestraft, foltert, schlachtet Ausländer, überfällt Länder, stürzt Regierungen, und betreibt über 700 imperialistische (Militär-) Basen weltweit.

Sie führt zur Inflation der Währungen und stürzt zukünftige Generationen in massive Verschuldung. Das, was wir aufgebaut haben, damit es uns dient, herrscht letztendlich über uns.

Das Problem mit der These, dass der Staat uns dienen muss, ist historisch völlig falsch; das wissen wir aus Erfahrung und durch Logik.

Die Meinung, dass Staaten freiwillig von Bürgern erfunden wurden, um Ihre eigene Sicherheit zu verbessern, ist schlichtweg nicht wahr.

In Zeiten, bevor es Staatsregierungen gab, konnten Menschen nur produzieren, was sie auch verbraucht haben. Es gab keine überschüssige Produktion von Lebensmitteln oder anderen Ressourcen.

Es gab also keinen Grund, Sklaven zu besitzen, weil der Sklave nicht im Übermaß produzieren konnte, was der Meister dann hätte beklauen können.

Wenn ein Pferd, das einen Pflug zieht, nur genug Nahrungsmittel für sich selber produziert, macht es gar keinen Sinn, ein Pferd zu jagen, zu fangen und zu zureiten.

Aber als dann der Fortschritt im Ackerbau die Überschussproduktion ermöglichte, war es plötzlich von großem Vorteil, Menschen zu besitzen.

Als Kühe ursprünglich Milch und Fleisch im Übermaß hergaben, wurde es vorteilhaft, Kühe zu besitzen.

Die ersten Regierungen und Kaisertümer waren tatsächlich eine herrschende Klasse von Sklaventreibern, die verstanden hatten, dass Menschen mehr produzieren konnten als sie verbrauchten. Die frühsten Ägyptischen und Chineseischen Reiche waren in Wirklichkeit Menschenfarmen, auf denen Menschen gejagt, gefangen, gezähmt und besessen wurden, wie alle anderen Sorten vom Viehbestand.

Durch die technologischen und methodischen Fortschritte produzierten die Sklaven genug Überschuss, dass der Aufwand Sie zu fangen und einzusperren nur einen Teil ihrer gesamten Produktivität darstellte.

Die herrschende Gesellschaftsschicht, die Menschenbauern, behielten den größten Teil des Überschusses, während sie gleichzeitig Auszahlungen an die brutalisierenden Gesellschaftsschichten; die Polizei, Skalvenjäger, Sadisten und die propagandisierenden Gesellschaftsschichten; die Priester, Intellektuelle und Künstler, machten.

Diese Situation setzte sich über Tausende von Jahren fort, bis ins 16. bis 17. Jahrhundert, als nochmals große Fortschritte in der Organisation des Ackerbaus und seiner Technologie eine zweite Welle der Überschussproduktivität bewirkte.

Die Bewegung veränderte und stärkte die Bodennutzung, was dazu führte, dass fünf- bis zehnfach mehr Ernte durch neues, organisiertes und verdicktetes Ackerland gewonnen wurde, und erschafte die neue Gesellschaftsschicht der Industriearbeiter, die vom Land vertrieben und dichtgedrängt in die Städte gertrieben wurde.

Dieser enorme landwirtschaftliche Überschuss ist das kapitale Fundament, das die industrielle Revolution ankurbelte.

Die industrielle Revolution ist nicht entstanden, weil die herrschende Gesellschaftsschicht ihre Leibeigenen befreien wollte, sondern weil sie feststellten, wie zusätzliche Grundrechte ihre Viehbestände erstaunlich produktiver machen konnten.

Wenn Kühe in einengende Ställe gestellt werden, schlagen sie ihre Köpfe gegen die Wände, was zu  Verletzungen und Infektionen führt. Daher gibt der Bauer ihnen mehr Platz. Aber nicht, weil er seine Kühe befreien möchte, sondern weil er mehr Produktivität und niedrigere Kosten erreichen will.

Der nächste Schritt nach der Freilandhaltung ist nicht Freiheit. Der Aufstieg des Staatskapitalismus im 19. Jahrhundert war in Wirklichkeit die Entstehung von Freilandhaltung der Leibeigenen.

Dem menschlichen Viehbestand wurden zusätzliche Grundrechte bewilligt. Nicht mit dem Ziel, sie zu befreien, sondern um ihre Produktivität zu erhöhen. Natürlich wurden und werden Intellektuelle, Künstler und Priester gut bezahlt, um diese Realität zu verstecken.

Das große Problem des modernen Besitzes von menschlichem Viehbestand ist die Herausforderung des Enthusiasmus. Staatskapitalismus funktioniert nur, wenn unternehmerisches Denken die Kreativität, Produktivität und die Ökonomie ankurbelt. Jedenfalls führt eine Überschussproduktion zu einem größeren Staatswesen, lässt die herrschende Gesellschaftsschicht anschwellen und führt dazu, dass diese ihre Motivation zu noch mehr Produktivität wachsen lässt.

Steuern und Verordnungen steigen, die Staatsverschuldung (zukünftige Menschenernte) steigt und der Lebensstandard verlangsamt und zerfällt. Depressionen und Hoffnungslosigkeit beginnen sich zu verbreiten, während die Allgemeinheit langsam realisiert, dass sie besessen wird.

Die Lösung dazu ist zusätzliche Propaganda, antidepressive Medikamente, Aberglaube, Kriege, moralische Kampagnen aller Arten, die Schaffung neuer Feinde, das Einimpfen von Patriotismus, kollektive Angstmache, das Verbreiten von Paranoia über Außenseiter und Ausländer, usw.

Es ist äußerst wichtig, die Realität der Welt zu verstehen.

Wenn wir eine Weltkarte anschauen, blicken wir nicht auf Länder, sondern auf Farmen.

Uns werden bestimmte Grundrechte gegeben, wie beschränktes Eigentumsrecht, Besitz, Reiserechte, und die Freiheit von Gesellschaft und Berufsausübung.

Nicht weil unsere Regierungen diese Rechte prinzipiell befürwortet, obwohl sie ständig gegen dieselben verstoßen, sondern weil Freiland-Vieh so viel billiger zu besitzen ist und so viel produktiver ist.

Es ist wichtig, die Realität von Ideologien zu verstehen:

Staatskapitalismus, Sozialismus, Kommunismus, Faschismus, Demokratie.

Dies sind alles Annäherungen, mit Viehbestand zu wirtschaften.

Manche funktionieren für lange Zeit gut: Staatskapitalismus.

Und manche funktionieren sehr schlecht: Kommunismus.

Sie alle scheitern letztendlich, weil es unmoralisch und irrational ist, Menschen wie Zuchtvieh zu behandeln.

Die neuerliche Verbreitung der Freiheit in China, Indien und Asien passiert, weil die ortsansässigen Menschenbauern ihre Praktiken, den Viehbestand zu behandeln, überarbeitet haben. Sie haben erkannt, dass die Kühe mehr Milch und Fleisch geben, wenn man ihnen einen größeren Stall anbietet.

Herrscher haben auch erkannt, dass sie depressiv, träge und unproduktiv werden, wenn sie sie daran hindern, die Farm zu verlassen.

Ein Leibeigener ist am produktivsten, wenn er davon überzeugt ist, er sei frei (Goethe: „“Niemand ist hoffnungsloser versklavt als jene, die fälschlicherweise glauben, frei zu sein.“). Daher müssen unsere Herrscher die Illusion von Freiheit vermitteln, damit sie usn am effektivsten ausnehmen können. Daher ist es uns auch gestattet, zu gehen, aber nie zu wahrer Freiheit zu kommen, sondern nur bis zur nächsten Farm, denn die ganze Welt ist eine Farm.

Sie werden uns aufhalten, viel Geld mitzunehmen, belasten uns mit unendlichem Schriftverkehr, sie werden unser Recht zu arbeiten einschränken, aber du bist “frei” zu gehen.

Aufgrund dieser Schwierigkeiten gehen nur sehr wenige Menschen; aber die Illusion von Mobilität bleibt erhalten.

Wenn nur eine von Tausend Kühen entkommen kann, aber weiterhin die Illusion der Flucht die Produktivität der restlichen 999 erhöht, dann ist es ein super Netto-Gewinn für den Farmer.

Du wirst auch auf der Farm gehalten, durch Lizenzen. Der produktivste Viehbestand sind die Fachleute. Deswegen geben die Herrscher ihnen ein elektronisches Hundehalsband, einer sogenannten Lizenz, die es ihnen erlaubt, ihre Tätigkeit nur auf der eigenen (jeweiligen) Farm auszuüben.

Um die Freiheits-Illusion weiter zu erzeugen, ist es dem Viehbestand auf manchen Farmen gestattet, zwischen einer Handvoll Farmern zu wählen, die die Investoren darstellen.

Bestenfalls wird ihnen geringfügige Entscheidungsfreiheit darüber gestattet, wie sie verwaltet werden. Ihnen wird nie die Möglichkeit gegeben, die Farm zu schließen und wirklich frei zu sein.

Regierungsschulen sind ideologische Beeinflussungs-Gefängnisse für Viehbestände. Sie konditionieren die Kinder dazu, die Farm zu lieben und wahre Freiheit und Unabhängigkeit zu fürchten.

… und jeden, der die brutale Realität des Menschenbesitzes hinterfragt, zu attackieren.

Darüber hinaus haben sie Jobs geschaffen für die Intellektuellen, auf denen die staatlichen Propaganda aufbaut. Der lächerliche Widerspruch der Staatsideologie, wie Religion, kann nur durch unendliche Propaganda aufrecht erhalten werden, die wehrlosen Kindern aufgezwungen wird.

Die Idee, dass Demokratie und irgendeine Art von sozialem Abkommen die brutale Ausübung von Gewalt über Milliarden rechtfertigt, ist absolut lächerlich.

Würde man zu einem Sklaven sagen, dass seine Vorfahren die “Sklaverei ausgewählt haben” und an deren Entscheidungen gebunden sei, so wird er einfach sagen, “Wenn Sklaverei eine Wahl ist, dann wähle ich, kein Sklave zu sein.”.

Das ist die beängstigende Aussage für die herrschende Klasse. Deshalb trainieren sie ihre Sklaven dazu, jeden zu attackieren, der es wagt, so etwas auszusprechen.

Staatsideologie ist keine Philosophie.

Staatsideologie ist nicht durch geschichtliche Beweise oder rationale Prinzipien begründet.

Staatsideologie ist eine Rechtfertigung für Menschenbesitz.

Staatsideologie ist eine Ausrede für Gewalt.

Staatsideologie ist eine Ideologie, und alle Ideologien sind Variationen für das Management von menschlicher Viehhaltung.

Religion ist aufgemotzter Aberglaube, gemacht um Kinder mit Ängsten zu betäuben, dass sie bis ins Endlose bezahlen müssen, um es zu lindern.

Nationalismus ist aufgemotzte Diskriminierung, gemacht um in dem Viehbestand ein Stockholmsyndrom zu entwickeln

Der Gegensatz zum Aberglaube ist nicht ein weiterer Aberglaube, sondern die Wahrheit.

Der Gegensatz für Ideologie ist nicht eine weitere Ideologie, sondern klare Beweise und rationale Prinzipien.

Der Gegensatz von Aberglaube und Ideologie – von Staatsideologie – ist Philosophie.

Vernunft und Mut werden uns befreien.

Du must nicht Viehbestand sein.

Nimm die rote Pille.

Wache auf.

<<<<<<< Ende des Textes >>>>>

Und zum vorläufigen Abschluss noch die Pillen der Matrix:

.

Und wer noch mehr schafft, der kann auch noch diesen Text quasi als i-Tüpflechen oben drauf noch lesen:

Mit einfacher Logik zur Erkenntnis, warum die Institution Staat keinen Sinn macht

  1. shgmobbinggraz
    Juni 12, 2015 um 12:38 am

    Ja – zum Thema Staat gibt es einiges… zB dass die fit2work-Partner der SOZIALversicherung (!) – GKK, PVA u. AUVA – ihre eigenen Mitarbeiter nach 4 Monaten durchgehendem Krankenstand zum Pensionsantrag zwingen! http://mobbing-konkret.jimdo.com/do-a-pensionsantragszwang/ während andernorts überall für längeren Erhalt der Arbeitsfähigkeit gearbeitet wird und an einem späteren Pensionsantrittsalter… Die Ironie dieser Regelung ist wahrlich nicht zu überbieten…
    http://mobbing-konkret.jimdo.com/do-a-pensionsantragszwang/
    Zu ÜBERWACHUNG siehe:
    http://mobbing-konkret.jimdo.com/%C3%BCberwachung/
    Zu HARVEY FRIEDMAN
    http://mobbing-konkret.jimdo.com/harvey-friedman/
    Zu WHISTLEBLOWERN
    http://mobbing-konkret.jimdo.com/whistleblowing/
    SNOWDEN
    http://www.selbsthilfegruppe-mobbing-graz.at/snowden/
    und RECHTSBEUGUNG IM LG GRAZ?
    http://mobbing-konkret.jimdo.com/rechtsbeugung-im-lg-graz/

  2. Dezember 21, 2014 um 6:18 pm

    „Der Preis der Freiheit ist Blut. Dies ist eine unveränderliche Wahrheit. Der Grund dafür ist, dass das Böse sich nicht darum kümmert, ob du lebst oder stirbst. Das Böse schreckt vor nichts zurück, um die Herrschaft über dich zu erhalten. Eine perfekte Revolution ist eine Revolution, in der das gesamte Blut für die Freiheit von den Tyrannen gezahlt wird; und nicht von den Unschuldigen.

    Es gibt nur drei Möglichkeiten, zu der ein Mensch sich entscheiden kann; in Freiheit zu leben, Freiheit zu verteidigen und Freiheit zu zerstören. Die Kultur hat uns gelehrt, dass es nobel wäre, Freiheit zu zerstören, durch Konzepte wie der Rechtsstaatlichkeit. Gleichzeitig wurde uns beigebracht, dass es unmoralisch wäre, unsere Freiheit gegenüber Konzepten wie der Polizei oder einer Autorität zu verteidigen. Diese Kultur darf nicht länger fortbestehen. Solange gewaltbereite Menschen auf der Erde wandeln, werden diese Möglichkeiten suchen, Kulturen durch Todesdrohungen zu erschaffen. Die Verteidigung der Freiheit ist immer rechtens und kein Tyrann darf verschont bleiben.

    Es gibt keinen Platz für Tyrannei im Leben der Menschen. In dem Moment wenn im Namen der Freiheit nach Ausübung von Zwang gerufen wird, hast du dein Leben verloren, weil es ab dem Moment demjenigen gehört, der Kontrolle und Zwang ausübt. Leben ist Freiheit. Ohne Freiheit, gehört dein Leben jemandem anderen. Freiheit muss unter allen Umständen und zu allen Zeiten verteidigt werden.

    Bestimme über dich selbst; weil das deine Natur als Individuum ist. Du und nur du allein bestimmst über dein Denken und dein Handeln. Nur das ist richtig, gerecht und gut. Du allein trägst die Verantwortung, deine Freiheit zu allen Zeiten zu verteidigen. Wenn du das nicht tust, wird deine Freiheit zerstört werden. Nach jemandem anderen zu rufen, der deine Freiheit verteidigt, ist eine direkte Einladung an die Tyrannen.

    Persönliche Souveränität ist das Ende von allem Bösen; wenn jeder Mensch auf der Erde sich selbst und diejenigen, die er liebt verteidigt. Wenn das Böse sich nicht mehr halten kann, weil alle Menschen aufmerksam sind und erkennen, dass das Böse versucht, ihren Wert zu zerstören. Dies ist das genaue Gegenteil des perfekten Bösen, wenn Menschen entweder Sklaven oder Sklavenhalter sind. Vollkommene Freiheit ist Leben und darin gibt es keine Sklaven und keine Sklavenhalter. Vollkommene Freiheit ist Leben.“

    Jeremy Locke

  3. Dezember 18, 2014 um 11:29 pm

    Ich habe schon in einige Videos reingehört von ihm und muss feststellen, er ist ähnlich genial wie Mr. Chattison in seinen klaren Worten, um schnell auf den Punkt zu kommen. Hier erklärt er, wie der Staat mit seinen Sozialgesetzen genau das Gegenteil erreicht, was ein besitzloser, und damit absolut abhängiger Lohnempfänger eigentlich van Schutz benötigte:

  4. Juli 11, 2014 um 9:24 am

    Gerade aufgeschnappt:

    Anarchokapitalisten und Sozialisten leben von denselben aufklärerischen Freiheits-/Fortschrittsillusionen und Menschenbildern, die sich leider jenseits der Realität befinden.

    Ja, hätten die Menschen jene Eigenschaften, die sie benötigten, um in einer anarchokapitalistischen Gesellschaft friedlich und kooperativ zusammenzuleben, dann wuerde auch die sozialistische Gesellschaftsordnung funktionieren.

    Die Erwartung, man müssen die Menschen nur von äußeren Zwängen befreien (Sozialisten: vom „Kapital“, Anarchokapitalisten: vom „Staat“), dann würden sie schon von selber „produktiv“, „innovativ“ und würden Wohlstand in ungeahntem Ausmaß produzieren – die scheint mir frommer Glaube zu sein, der auf einem bestimmten Menschenbild beruht und auch von der Evolutionsideologie flankiert wird, sich aber in der Realität als Irrglaube herausstellt.

    Es ist nicht Freiheit als solche, sondern das Zueinander von Vertragsfreiheit plus Schuldendruck (Geldknappheit) und damit dem Zwang, bei Strafe des ökonomischen Untergangs besser sein zu müssen als die Wettbewerber, das erst zu „Fortschritt“, „Wohlstand“, „Arbeitsgesellschaft“, „dynamischer Entwicklung“ etc. führt – die menschliche Natur allein ist das nicht.

    Das geht nicht ohne Staat, der die allgemeine, flächendeckende Vollstreckbarkeit der Schuldtitel garantiert (ziviles Schuldrecht) und damit zirkulationsfähige, anonymisierbare Wertpapiere (als notwendige Basis für eine „stabile Währung“) überhaupt erst möglich macht

    Nun macht aber eine zivile Rechtsordnung aus einem Staat eben nicht eine herrschaftsfreie Veranstaltung – aber das weiß auch jeder, den „Demokratie“ heißt ja, Volksherrschaft (und nicht Volksfreiheit). Sie macht aber aus einem autoritären Staat einen besonderen Typ von Staat, nämlich einen „Rechtsstaat“, in dem das Herrschaftsprinzip zwar immer noch das oberste Prinzip sein muß und daher natürlich auch ideologisch abgesichert sein muß (das übernimmt die Philosophie der Aufklärung – Naturrecht etc.).

    Dass dieser Rechtsstaat seinen Idealen niemals gerecht werden kann ist klar, und diese „Imperfection“ liegt in der Natur aller abstrakten Ideale, die eben Abstraktionen sind.

    Das Prinzip „Herrschaft“ bleibt das übergeordnete Prinzip (ohne das es eben auch keine dynamische Entwicklung geben kann), aber die Unterschiede eines zivilen Rechtsstaats und eines autoritären Zentralstaats sollte man doch nicht allzusehr verwischen, wenn auch um die zivilen Freiheiten immer wieder gekämpft werden muß (da hat liberale Ideologie ja auch durchaus ihren Platz).

    Was allen Liberalen abgeht, ist die Hinterfragung des Macht-Phänomens. Sie haben es als „Ordo“ schön geredet.

  5. Februar 17, 2014 um 6:17 pm

    Hat dies auf Muss MANN wissen rebloggt und kommentierte:
    Der Autor ist nicht unbekannt.
    Stefan Molyneux hat den Film als auch den Text geschrieben

  6. Juni 9, 2013 um 11:24 pm

    Schöne Kritik zu Markt und Staat:

    .

  7. Mai 30, 2013 um 8:08 pm

    Völlig richtig! Und ebenso geht es gegenwärtig beim Feminismus usw. aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive (das Individuum sieht das natürlich anders) nicht um irgendeine „Befreiung“ der Frauen: Sondern um die Nutzbarmachung dieses bisher nicht voll ausgeschöpften „Humankapitals“!
    Von der Atombombe zur Frauenemanzipation …

  8. Dezember 23, 2012 um 12:00 am

    Es gibt wieder ein gut gemachtes neues Video, das erklärt, wie unsere Menschenfarm funktioniert:

  9. September 17, 2012 um 6:38 pm

    „Dass so etwas wie konjunkturelle Schwächen und die damit verbundene Arbeitslosigkeit bewusst geplant sein könnten, das klingt nach Verschwörungstheorie. Dass bewusst eine Reservearmee von Arbeitslosen geschaffen wird, klingt abenteuerlich.
    Aber es ist so. Es gibt einen britischen Notenbänker, Sir Alan Budd, ein politischer Freund von Frau Thatcher, der von der Idee, dass die Erhöhung der Arbeitslosigkeit mehr als wünschenswert und gewollt war, um die Arbeiterklasse insgesamt zu schwächen, berichtete. Die Wiederherstellung der industriellen Reservearmee erlaube es den Kapitalisten, fortan hohe Profite zu realisieren. Das sind seine Worte.“

    gefunden in: http://www.nachdenkseiten.de/?p=14462

  10. Juni 17, 2012 um 1:00 am

    Ich habe eine interessante neue Forschungsrichtung aufgetan, die sich damit beschäftigt, wie eine kulturelle Hegemonie aufgebaut werden kann. Sie nennt sich Neo-gramscianismus. Nun Namen sind Schall und Rauch, aber was diese Forscher tun sieht nach Hand und Fuß aus.

    In dem Wikipedia Artikel zu dieser Richtung der Geschichtsforschung lässt sich unter Kulturelle Hegemonie lesen:

    Der Hegemonie-Begriff („kulturelle Hegemonie“) des Neo-Gramscianismus unterscheidet sich insofern von den klassischen Theorien der internationalen Beziehungen, als dass darunter nicht die ökonomische bzw. militärische Dominanz eines einzelnen Landes innerhalb des Staatensystems verstanden wird. Hegemonie ist vielmehr die Fähigkeit der herrschenden Klasse, ihre Interessen und Überzeugungen zu universalisieren, damit breite Gesellschaftsschichten diese als erstrebenswert erachten, auch wenn sie ihren persönlichen Interessen entgegenstehen. Hegemonie ist zum Beispiel dann erreicht, wenn sämtliche Beschäftigte dem Satz „Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es allen gut“ zustimmen würden.

    Es gibt auch gleich einen neuen Blog dazu mit dem Namen Heartland, wo sich einige interessante geschichtliche Informationen zu den Bemühungen der Eliten unterschiedlicher Machtblöcke nachzulesen ist, die Bürger der Welt unter ihre Kontrolle zu bekommen.

  11. monalizani
    Juni 10, 2012 um 9:35 pm

    Reblogged this on MonaLizani.

  12. Juni 10, 2012 um 9:23 pm

    Gefunden auf der Plattform Die Achse des Guten:

    Weshalb wir alle Leibeigene sind, von Eva Ziessler

    Durch die unbemerkte Außerkraftsetzung fundamentaler Rechtsprinzipien ist der Bürger im modernen Schuldenstaat in den „Stand“ eingerückt, den der Leibeigene im Feudalismus innehatte. Oder, kurz gesagt:

    Wir alle sind Leibeigene!

    Was meine ich damit?—Natürlich ist diese Analogie zwischen Bürger und Leibeigenem wie alle Analogien keine hundertprozentige. Ich werde aber strukturelle Ähnlichkeiten zwischen Beiden herausarbeiten, die zeigen, dass hier verborgene und deshalb überraschende Parallelen bestehen, die noch über Hayeks These in The Road to Serfdom (dtsch., Der Weg zur Knechtschaft, eigentlich besser „Leibeigenschaft“) hinausgehen; dass nämlich die Ausuferung des Sozialstaates im 20. Jahrhundert die Menschen schleichend in dieselbe Knechtschaft zwingen wird, die im Sozialismus und im Nationalsozialismus herrscht(e).

    Zunächst zu den besonderen strukturellen Merkmalen der Institution der Leibeigenschaft. Es gibt drei Merkmale, die den Leibeigenen kennzeichnen:

    1. Er ist rechtlich, also nach dem Gesetz, dazu verpflichtet, einen bestimmten Teil der Erzeugnisse seiner Arbeit dem Feudalherrn abzuliefern, und zwar während seiner gesamten Lebenszeit. Dabei sind ihm sowohl die Art der Arbeit als auch der Ort, an dem er zu leben hat, vorgeschrieben.

    2. In diese Rechtsbeziehung zu seinem Feudalherrn tritt der Leibeigene nicht durch Vertrag ein –indem er sich etwa freiwillig dazu verpflichten würde, sondern durch seine Geburt, genauer gesagt dadurch, dass er von einer Mutter geboren wurde, die selbst schon Leibeigene ist. Dass der Leibeigene Leibeigener ist, ist also unmittelbare Rechtsfolge seiner Geburt.

    3. Der Leibeigene hat nicht die Option –und zwar weder praktisch noch rechtlich-, durch autonomes Handeln seinerseits aus dem Stand der Leibeigenschaft auszutreten. Er kann nicht kündigen—weil man eben nur Verträge kündigen kann. Es gibt eine Ausnahme von der praktischen Unmöglichkeit: Er kann die riskante und unter Umständen lebensgefährliche Flucht aus dem Territorium des Lehensherrn versuchen. Da aber die angrenzenden Territorien in der Regel ebenfalls Feudalherren gehören, nützt ihm das wenig; denn er wird von allen gejagt und ggf. ausgeliefert. Nur dann, wenn er es schafft, in eine Stadt zu gelangen, wird er frei: denn das mittelalterliche Stadtrecht in Deutschland gewährte dem Leibeigenen Schutz vor Auslieferung, indem es ihn zum Bürger der Stadt erklärte. Daher stammt übrigens die schöne Redensart „Stadtluft macht frei!“. In England erlangten geflohene Serfs (von Lateinisch, Servus, Sklave) die Freiheit, wenn es ihnen gelang „Ein Jahr und einen Tag“ –a year and a day- nicht wieder eingefangen zu werden.

    Anschließend geht Eva die einzelnen Punkte durch und zielt die Parallelen zu unseren verschuldeten Staaten

  13. Juni 9, 2012 um 7:11 pm

    Und wenn wir uns den Amtseid auf der Zunge zergehen lassen, den unser Bundespräsident schwört, dann wird die Matrix noch konkreter:

    Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.

    Und nun eine weitere mögliche Interpretation des Nutzens nach Andreas Felten, der uns gestern das erste Mal hier besuchte:

    Woraus ein Nutzen entsteht, den es überdies auch noch zu mehren gilt, sollte auch vor Schaden bewahrt werden, damit sich dieser Nutzen überhaupt ausdehnen kann. Hier wird kein Wort darüber verloren, dass dieser Nutzen der Nutzen des deutschen Volkes selber ist. Wer den Eid leistet, der zieht Nutzen aus dem deutschen Volk, den es zu mehren gilt. Es geht hier um die Nützlichkeit des deutschen Volkes und nicht darum, was für das deutsche Volk von Nutzen ist.

    Wenn wir uns die politischen Entscheidungen der letzten Jahrzehnte so anschauen, ist die Vermutung gar nicht mehr so abwegig, dass unser Staat nichts anderes als eine große Firma ist, deren Mitarbeiter alle möglichst nützlich sein sollen …

  14. Juni 8, 2012 um 7:23 pm

    “Es dauern die Staaten nur so lange, als es einen herrschenden Willen gibt, und dieser herrschende Wille für gleichbedeutend mit dem eigenen Willen angesehen wird. Es kann sich der Staat des Anspruchs nicht entschlagen, den Willen des Einzelnen zu bestimmen, darauf zu spekulieren und zu rechnen. Für ihn ist’s unumgänglich nötig, daß Niemand einen eigenen Willen habe; hätte ihn Einer, so müßte der Staat diesern ausschließen; hätten ihn Alle, so schafften sie den Staat ab.” MAX STIRNER, Der Einzige und sein Eigentum, Stuttgart 1972, Seite 214

  15. Mai 19, 2012 um 12:31 pm

    Und wie der überwiegende Teil von uns in einer solchen Kultur programmiert wird, darüber spricht ein Betroffener, gefunden auf Facebook, als Brief:

    Hallo Satyam,
    ich habe meine Täterschaft nie im Blick. Immer wieder versaue ich alles. Keine Liebe nur Berechnung und Energieabzocke, egal was ich tue, will ich nie Verantwortung übernehmen für mein Handeln. Alles ist Lüge und Betrug und ich tue so als ob ich nichts dafür kann und auch nicht anders kann. Jede Idee von Dir nehme ich nur her um mir darüber wieder eine neue Facette des Egos zu erschaffen, über den der ich bin, und fühle mich dann wieder total gut damit, jetzt habe ich es geschafft. So will ich Dich permanent täuschen um mein Spiel weiter aufrecht zu erhalten.

    Ich bin heute Nacht mein Leben und mein Handeln durchgegangen und es steckt überall drin, in meinem ganzen Leben handele ich nur aus diesem Egostrom, der mich „erfolgreich“ durchs Leben gebracht hat und rechne mir immer aus wie ich am besten durchkomme, immer zu meinem Vorteil, auf allen Ebenen. Von Liebe, Mitgefühl, Freundschaft und Verantwortung überhaupt keine Spur. So bin ich. Ein eiskalter Abzocker, von allem was er kriegen kann. Das muss ich mir im Bewusstsein halten, jeden Augenblick, bei allem was ich tue, sonst habe ich keine Chance und es wird immer so weiter gehen. Alle Worte und Versprechungen sind unterwandert von diesem Strom und es ist so in mir, das ich nur in ganz seltenen Augenblicken davon frei bin. Ansonsten überlasse ich dieser Identifikation jeden Moment die Macht. Auch wenn ich hier schreibe muss ich total aufpassen, was da aus mir raus will. Es kommt immer hoch, und will das ich mir das nicht anschauen, wie ich wirklich bin. Es ist permanent ein Strom von Gedanken die mich davon ablenken wollen, hinzuschauen, sondern bei jedem Satz wieder hochkommt und mich aus dem Fokus mit mir selbst bringen will. Und das geht den ganzen Tag so, und ich mache es einfach mit, ohne mich selbst bei der Ehre zu packen und mich zu stoppen. Ich suche nur im Außen wie ich mit meiner Masche weiter durchkomme und lasse mich voll in diesem Strom gehen, tue aber so als bin ich gar nicht drin, dabei weiß ich es besser. Für andere, wie es Ihnen wirklich geht interessiere ich mich nicht. Ich bin ein Narzist, der nur so tut als interessiert er sich für andere um Sie damit abzuzocken, und bin permanent wütend und beleidigt wenn ich nicht kriege was ich will. Ich bin fast nie zu Hause bei mir, in der Realität oder in der Wahrheit. Wenn ich hier aufstehe und aufhöre zu schreiben, dann fängt die Arbeit erst richtig an, weil ich dann jedes Mal bewusst entschieden habe, wieder sofort so weiter zu machen.
    Nur das Handeln zeigt ob ich was gelernt habe, oder ob ich wieder nur dumm daher schwalle
    Liebe Grüße Uwe K.

    • federleichtes
      Mai 19, 2012 um 12:40 pm

      Eine sehr gute Bescheibung, wie das Böse wirkt.
      Aber auch, wie sich Bewusstsein dem entgegen stellt.

      Ich geh‘ dann mal, Ordnung tanken.

      Wolfgang

      • Mai 19, 2012 um 12:46 pm

        Ja, und aufgrund der Krisen merken doch immer wehr, wie wenig bewusst sie durch das Leben liefen und plötzlich merken, was mit ihnen geschieht. Bisher unkritisiert verfolgte Glaubenssätze kommen zu Hauf auf den Tisch und werden bzgl. ihrer Zuträglichkeit für ein gesundes miteinander Leben seziert …

        • federleichtes
          Mai 19, 2012 um 12:54 pm

          Ja, die Lügen verflüchtigen sich zunehmend – und weist der kalten, ausbeuterischen Intelligenz den Platz zu, der ihr gebührt: Auf den Müllhaufen der Geschichte.

  16. Mai 19, 2012 um 11:15 am

    Noam Chomsky kommt ebenfalls zu dem Punkt:

    Machtverhältnisse und intellektuelle Vormundschaft

    Adam Smith fasste die grundlegende Wahrheit über das Machtverhältnis in der bürgerlichen Klassengesellschaft mit den folgenden Worten zusammen: Zu „allen Zeiten“ lautete „die elende Devise der Herrschenden“: „Alles für uns und nichts für andere“. Die Architekten der Politik und des Staates sind deshalb für Smith die Kapitalisten, die Kaufleute und Fabrikanten. Dementsprechend ist der herrschaftliche Zweck des Staates die Sicherung des Eigentums und Reichtums sowie der Schutz der Reichen vor den Armen.Schließlich spiegeln Regierungsinstitutionen die Machtverteilung in der Gesellschaft wider; sie sind „keine unabhängigen Handlungsträger“. Heutzutage sind es die riesigen Konzerne, Banken, Finanzinvestoren und die Superreichen, die die Architektur der Politik und das Handeln des Staates bestimmen. Schließlich will die Machtelite ihre Macht über die Politik und den Staat genauso steigern und sichern wie ihre Profite und Marktanteile auf dem nationalen und internationalen Markt. Denn nur mit staatlicher Unterstützung können sie ihren Reichtum erhalten und weiter vergrößern. Dementsprechend mächtig muss der Staat für die Wohlhabenden sein, damit er ihre Interessen durchzusetzen kann. Andererseits darf der Staat aus Sicht der Machtelite nicht zu mächtig und zu selbstständig sein, weil sonst die Gefahr besteht, dass er ihre Privilegien und ihren Reichtum antasten könnte.

    • federleichtes
      Mai 19, 2012 um 11:56 am

      Hallo Martin,
      ich schicke gleich mal ein paar „Bilder“.

      Wir werden von Psychopathen regiert, von Kriminellen ausgebeutet und lassen unsere Welt von Wahnsinnigen zerstören.
      Intelligenz als Eigenschaft des Geistes, die Fähigkeit, das maximal Böse zu kreieren, waltet.

      Der erste Ansatz lautet:
      Intelligenz und Dummheit sind ein gefährliches, symbiotisches Gespann.

      Der zweite Ansatz lautet:
      Intelligenz OHNE das Regulativ des „Gemüts“ ist zerstörerisch – lebensfeindlich.

      Der dritte Ansatz lautet:
      Gemüt und Intelligenz brauchen eine verbindende und kontrollierende Instanz: Bewusstsein.

      Und an dieser Stelle möchte ich Dich auf etwas hinweisen.
      Es gibt Menschen, die sich einen Namen machten, „Berühmtheiten“ und „Autoritäten“ entstanden. Nun ist die Frage, ob sie sich selber berühmt machten, oder ob MAN wollte, dass gerade DIESE Menschen bekannt werden UND Einfluss ausüben. Klar dürfte sein, dass der egozentrische Typ, der wert legt auf Anerkennung, viel leichter zu korrumpieren ist, als ein Mensch, der still in seinem Kämmerlein sitzt und froh ist, sich nicht mit der öffentlichen Meinung und der Aufmerksamkeit der Herrschenden auseinandersetzen zu müssen.
      Ich kenne einen Menschen, der ganz sicher nicht korrumpierbar war: Bertrand Russell.

      Auf einer „Menschenfarm“ mögen sich Herrscher und Sklaven entwickeln, aber eben auch Menschen, die eine „Natürliche Ordnungskraft“ entwickeln – und sich beherrschen können. Selbst das Wesen der Offenbarung kann intelligent wirken.

      Herzliche Grüße an Euch.

      Wolfgang

  17. federleichtes
    März 3, 2012 um 9:46 pm

    Mit dem Thema „Missbrauch“ bist Du auf einer heißen Spur, Martin.
    Klar, sowie die KK (und andere) ihre Macht missbrauchten, missbrauchen die Staats“diener“ ein rein fiktives Staatswesen, um die Menschen des Volkes zu missbrauchen.
    Missbrauch zieht sich wie ein ROTER FADEN durch die Schöpfung –
    Lebensthema Nummer 1.

    „Zufällig“ schrieb ich Solveigh gerade zu Freundschaft und dem Missbrauch von Offenheit.
    Na sowas.

    Wolfgang

  18. März 3, 2012 um 1:55 pm

    „Die Matrix Staat als Menschenfarm.“ Ein klug formuliertes Thema.

    Ein Kind wird in die Matrix einer Familie (im weitesten Sinne) hinein geboren. Da es seiner eigenen Zeit hilflos ist, braucht es den Schutz der Familie.
    Es folgte Erziehung mit der Absicht, das Kind in die Unabhängigkeit zu führen – es lebens- und überlebenstauglich zu konfigurieren.
    Der Lebensschritt aus der Familie heraus scheint der erste große Bruch zu sein. Man steht dem Fremden, dem Unberechenbaren gegenüber und erlebt ein Ausgeliefertsein (ich schreibe das aus eigener Erinnerung): Allein in einer unbekannten Welt, in der es an Überrachungen nicht mangelt.
    Soziale Begegnungen erfährt man als freudig oder schmerzlich. Je nach Art und Intensität der Erfahrung orientiert sich Mensch mehr in die Stärkung des Ich oder in den Scbutz der Gemeinschaft.
    Die Idee des Staates – mehr ist es ja nicht – geht von einer Prämisse aus:
    Es kann NICHT jeder Mensch machen, was er will – WENN er in einer Gemeinschaft lebt.
    Das Motiv, aus dem die Prämisse wuchs, ist Verschiedenartigkeit, genauer gesagt:
    Eine Verschiedenartigkeit, die sich im Miteinander nicht verträgt, weil es grundsätzlich verschiedene Interessenlagen gibt. Diese verschiedenen Interessen (A + B) brauchten – offenkundig wegen stets wiederkehrender Konflikte – eine externe Kontrollinstanz, da es eine interne Kontrolle (C) nicht gab.

    Im Zuge der individuellen und gesellschaftlichen Entwicklung entstanden zwei miteinander verbundene Phänomene. Der Staat entwickelte ein Eigenleben. Damit wuchs er nicht nur über seine Ur-Aufgabe hinaus, sondern pervertierte sich zu einem Instrument, ein natürlich veranlagtes Sozialwesen zu zerstören und die natürliche Herrschaftsidee (die ihn selbst antrieb!) zu fördern: Aus „C“ wurde ein „D“.

    Was wir erleben ist klar, einerseits D. Aber unter diesem „Diktat“ entwickelte sich genau das, worum es dem Leben zu gehen scheint: Die Entwicklung einer internen Kontrollinstanz.
    Sie bringt Selbstverständlichkeit in das Handeln der Verschiedenartigkeit.
    Geistwesen nutzen ihre Ideen im Sinne der Gemeinschaft.
    Sozialwesen integrieren Individualwesen in ihre Gemeinschaft.

    Wenn ich meine Beobachtungen richtig interpretiere, entwickelt sich sowohl ein Individual-Bewusstsein als auch ein Gesellschafts-Bewusstsein. Die miteinander interagieren und unter dem Gesichtspunkt Vernunft Ansprüche bejahen oder verneinen.

    Sehen wir auf die Matrix Staat.
    Woraus ist sie entstanden?
    Wenn sie aus dem Anspruch entstand, ein Miteinander von verschiedenartigen Wesen verbindlich und endgültig zu regeln, beschreibt sich die Struktur des Entwickelns und Werdens als:

    Die Matrix der Schöpfung – Schule für bewusstes Lebens.

    Das klingt nicht nur etwas freundlicher als „Menschenfarm“, sondern beschreibt eine mögliche Wirklichkeit im Rahmen der hier vorgetragenen Argumente.

    Wolfgang

    • März 3, 2012 um 2:04 pm

      Ja, das wäre ein SOLL, mit dem Jeder von uns gut Leben kann: Die Matrix der Schöpfung – Schule für bewusstes Lebens

      Das IST sieht allerdings so aus, dass die aktuelle Matrix nicht die Schule für bewusstes Leben ist sonder für unbewusstes Leben der 99% für das 1%. Und das ist dann das Bild die Menschenfarm.

      „Schule“ kommt übrigens vom griechischen schola und heißt „freie Zeit“. Und wenn wir dann einen Blick in das Pflegen von Pflanzen werfen, könnte man auf dumme Gedanken kommen:

      „Während der mehrjährigen Entwicklung werden die Pflanzen mehrfach umgepflanzt (Fachausdruck: verschulen), um den Pflanzen einen ihrem Alter und Wuchstyp entsprechenden Standraum zu bieten. Wesentlicher Zweck des Umpflanzens ist es, den Wurzelballen so kompakt zu halten, dass beim letzten Einpflanzen beim Kunden Krone und Wurzelballen in einem Verhältnis stehen, das für den Baum verträglich ist. Ließe man die Wurzeln ungestört wachsen, so würde der Wurzelballen zu groß, um sie überhaupt noch oder zu wirtschaftlichen Kosten aus der Erde ausgraben und transportieren zu können. Schnitte man stattdessen große Teile des Wurzelballens ab, so wären die Restwurzeln nicht mehr ausreichend, um die Krone mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen.“ gefunden in Wikipedia zu Baumschule

      Noch Fragen?

      • März 3, 2012 um 2:32 pm

        Du beschreibst die „Matrix des Staates, und setzt sie gleich der „Matrix der Schöpfung“, Martin. Das ist statthaft, aber nicht hilfreich.

        Vielleicht hilft Dir folgende Betrachtung:
        Die Matrix Staat ist ein „Kind“ der Schöpfungs-Matrix und
        HANDELT IN IHREM AUFTRAG, oder – erschaft ein „Feld“, in dem ein bestimmtes Handeln verursacht wird.

        Und ich ergänze:
        Um eine notwendige Entwicklung voran zu treiben.

        Wolfgang

        muss jetzt auch los.

        • März 3, 2012 um 9:25 pm

          Wenn wir davon ausgehen, dass sich Alles zum rechten Zeitpunkt entwickelt hat, weil es dran war, dann geben ich Dir Recht, dass es die Matrix im Sinne eines Regelwerks brauchte, um die unsicheren Menschen durch solche, die das Leben mehr durchschauten und sich sicherer fühlten, einen Halt zu geben.

          Waren es vorher viele Geschichten, die via Mythen den ängstlichen Menschen einen sicheren Boten unter den Füßen bereiteten, um sie lebenstüchtig zu machen, so waren es anschließend die monotheistischen Religionen, die sich voran stellten. Nur leider ist wohl aus dem anfänglichen Unterstützen ein Missbrauchen geworden. Und dieser Missbrauch wird gerade auf die Spitze getrieben.

          Die Kinder fangen schon an zu rufen, dass der Kaiser keine Kleider trägt, die Minister hören noch nicht, und so läuft auch der Kaiser noch frohen Gemutes durch die Welt.

          Siehe folgenden lesenswerten Vortrag: Unsere schönen neuen Kleider
          Gegen die marktkonforme Demokratie – für demokratiekonforme Märkte

  19. März 3, 2012 um 12:19 pm

    Als Kinder wachsen wir alle mit einer kindlich-naiven Vorstellung einer beschützten heilen Welt auf, die zunächst von unseren Eltern und dann im weiteren Sinne durch staatliche Organe wie der Polizei aufrecht erhalten wird. Das Empfinden, andere werden schon für Ordnung sorgen, führt allerdings im westlichen Kulturkreis häufig zu Anspruchsdenken und dem Abgeben der Verantwortung für die eigenen Lebensumstände. Es gibt seitens der Politik und des Bildungssystems klare Interessen die Menschen dauerhaft im kindlichen Weltbild zu halten, denn nur so kann man Menschen durch permanentes Schüren von Ängsten unter Kontrolle halten. Solange die Bevölkerung nach Hilfe von Vater Staat für alle Probleme ruft, traut sich niemand die Institution Staat zu hinterfragen. Eine Eigenschaft von Menschen mit kindlichem Weltbild ist, dass sie glauben schon alle wichtigen Dinge über die Welt zu wissen, weshalb sie auch jegliche Informationen, die nicht ins kindliche Weltbild passen als unwichtig abtun. Ihr Vertrauen in Politik und Massenmedien als die einzige Quelle dafür, was real und wichtig ist, wird somit für die meisten Menschen zum Hauptgrund, warum sie ihr ganzes Leben in einer Kinderwelt verbringen.

    gefunden in dem empfehlenswerten Artikel: Die Macht des eigenen Weltbildes

  20. Februar 29, 2012 um 10:01 pm

    Schon mal über Deinen Strawman nachgedacht?

  21. Februar 20, 2012 um 5:37 pm

    Hallo Bernd,
    an welcher Stelle steht, dass der Staat zum Besseren für den Menschen gemacht wurde?
    Der Text weist doch eindeutig darauf hin, dass mit dem Staat nichts Andres passiert ist, als die Leibeigenen in ein Freilaufgehege zu entlassen. Anstelle von Ketten sind sie Sklaven des Geldsystems geworden, also einer strukturellen Gewalt.
    Aber insofern ist Deine Interpretation des Staates passend 🙂
    LG Martin

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  1. Oktober 9, 2015 um 9:36 pm

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