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Kritik an unserem Schulsystem: darüber, wie wir unsere Kinder verdummen ….

Ohne weitere Worte, denn die braucht es nicht mehr, um Anderes zu wollen …

Ein Lehrer pro Fach aber ein Schüler alle Fächer

… und wenn wir dann noch genauer hinschauen, wie die einzelnen Schulfächer WIRK-lich ausschauen …

„Die sieben Lektionen des Lehrers“ von John Taylor Gatto

  1. Die erste Lektion, die ich unterrichte, ist Verwirrung (S. 18).
    So werde alles, was an Schulen gelehrt wird, aus dem Zusammenhang gerissen, sei der Stundenplan ein „Flickenteppich“, würde den Schülern nur ein „Werkzeugkasten oberflächlicher Begriffe“ mitgegeben. Die Kinder müssten die Lerninhalte so akzeptieren, wie sie vermittelt werden, und dann so wiedergeben. Kritisches Denken werde unterbunden, denn dann könnten ja auch z.B. die Dogmen des Lehrers hinterfragt werden.
  2. Das zweite Fach, das ich unterrichte, ist die unentrinnbare Zugehörigkeit zu einer bestimmten Schicht.
    … Meine Aufgabe besteht darin, dafür zu sorgen, dass es den Kindern gefällt, mit Kindern gleichen Niveaus zusammengesperrt zu werden oder dass sie es zumindest widerspruchslos erdulden. Wenn ich meine Sache gut mache, können sich die Kinder nicht einmal vorstellen, anderswo zu sein, denn ich habe ihnen beigebracht, die höheren Lernniveaus zu beneiden und ihnen mit Ehrfurcht zu begegnen, auf die darunter liegenden Niveaus dagegen mit Verachtung herabzublicken“ (S. 20). So lerne jedes Kind, dass es – auch später als Erwachsener – „den ihm angemessenen Platz in der Pyramide hat“ (S. 21).
  3. Das dritte Fach, das ich unterrichte, ist Gleichgültigkeit (S. 21).
    Selbst wenn Lehrer einen interessanten Unterricht machen oder von den Kindern verlangen, zumindest Begeisterung zu heucheln, sei mit der Pausenglocke alles schlagartig vorbei: Die Schüler „müssen sich wie ein Lichtschalter an- und ausschalten lassen. Nichts Wichtiges wird in meiner oder irgendeiner anderen mir bekannten Unterrichtsstunde jemals zu Ende geführt. … Die eigentliche Lektion der Pausenglocke ist, dass es keine Arbeit gibt, die es wert ist, zu Ende geführt zu werden. Warum also sollte man sich für irgendetwas engagieren?“ (S. 21).
  4. Das vierte Fach, das ich unterrichte, ist emotionale Abhängigkeit.
    Mit Fleißbienchen und Smileys, mit Lächeln und Stirnrunzeln, Auszeichnungen, Ehrungen und Strafen bringe ich den Kindern bei, ihren Willen der vorherbestimmten Befehlskette zu unterwerfen“ (S. 22). Die Schüler hätten keine Rechte, ihre Individualität würde zugunsten der Anpassung unterdrückt, ein Widerstand werde bestraft.
  5. Das fünfte Fach, das ich unterrichte, ist intellektuelle Abhängigkeit. Gute Schüler warten darauf, dass ein Lehrer ihnen sagt, was sie tun sollen“ (S. 22).
    Die Lehrer hätten die Macht zu kontrollieren, was Kinder denken. Und wer so denke wie erwartet, sei ein guter Schüler und würde entsprechend benotet. Dies sei die wichtigste Lektion von allen: Wir müssten die Abhängigkeit von anderen Menschen akzeptieren, denn darauf basierten Hierarchien, Wirtschaft, Sozialwesen, Rechtssystem usw.
  6. Das sechste Fach, das ich unterrichte, ist labiles Selbstbewusstsein.
    … Unsere Welt würde so, wie sie ist, eine Flut selbstbewusster junger Leute nicht sehr lange überleben, daher unterrichte ich, dass die Selbstachtung eines Kindes von der Meinung eines Experten abhängen sollte. Meine Kinder werden beständig ausgewertet und beurteilt“ (S. 24). Menschen dürften sich nicht selbst einschätzen, sondern müssten lernen, das Urteil „objektiver“ Dritter zu akzeptieren.
  7. Die siebte Lektion lautet, dass man sich nicht verstecken kann. Ich lehre die Schüler, dass sie immer unter Beobachtung stehen und immer überwacht werden“ (S. 25).
    Auch der Austausch mit den Eltern diene der Kontrolle. Mit Hilfe der Hausaufgaben werde die Schule in die Familie hinein ausgedehnt, „wo die Schüler sonst ihre freie Zeit nutzen könnten, um etwas zu lernen, was nicht autorisiert ist, zum Beispiel von den Eltern, durch eigenes Erkunden oder durch Kontakt mit einer kompetenten Person in der Nachbarschaft“ (S. 25 f.). Privatheit bzw. Privatsphäre müssten den Menschen vorenthalten werden, um die Gesellschaft zentral kontrollieren zu können.

Ich hatte vor einigen Wochen diesen Artikel begonnen, über den inzwischen ein Reihe interessanter Informationen zusammen gekommen sind, wie es besser gehen kann:

So sollte Schule funktionieren: über Erfahrungsräume im Umgang mit Unvorhersehbarem und Übernahme von Verantwortung

Nachtrag vom 01.12.2012: passend ein Vortrag dazu

  1. Januar 26, 2012 um 2:06 pm

    Wo es um schon heute funktionierend kleine Strukturen in Kooperation geht:

    Ein neues Wir ist eine Portrait-Dokumentation, die erstmals eine Vielzahl an europäischen Ökodörfern und nachhaltigen Gemeinschaften in einem einzigen Filmwerk zeigt. Präsentiert werden neben bereits größeren etablierten Projekten, wie das Ökodorf Sieben Linden in Deutschland, Damanhur in Italien, oder Tamera in Portugal, auch kleinere Lebensgemeinschaften wie Schloss Tonndorf in Deutschland, Schloss Glarisegg in der Schweiz oder La Borie Noble in Frankreich. Jede der gezeigten Gemeinschaftsprojekte hat einen eigenen Filmpart in der Dokumentation, meist mit einer Länge zwischen 10 und 15 Minuten.

    • Januar 26, 2012 um 3:57 pm

      Das mit der Software ist eine gute Idee. ich schlage vor, wir richten dafür eine Seite ein, wo wir für alle Anbieter von Lösungen eine Kontaktmöglichkeit schaffen.
      Das mit den Dörfern ist auch toll schade das man nicht einmal einen Trailer zur Verfügung stellt, Katze im Sack ist nicht viel Transparenz. Viele Grüße com. Mike

  2. Januar 26, 2012 um 3:12 pm

    Nun zu „Mehr Demokratie wagen“ Der Meister ruft geduldet Euch… Ich habe schon eine Themenpalette zusammengestellt, und bin im ersten Anlauf an der Wiki gescheitert, Schuster bleib bei deinem Leisten ;-). Das Kopfweh nimmt langsam wieder ab und ich denke in den nächsten Tagen werde ich die Wiki im Spielzimmer soweit bearbeitet haben, das es losgehen kann. Wer noch Ideen hat, kann sie ja als Kommentar an den Ausgangsartikel anhängen; http://muzungumike.wordpress.com/2011/11/22/aufruf-mehr-demokratie-wagen-wohin-soll-die-reise-gehn/#comments. Parallel dazu werde ich noch einen Artikel verfassen. Also ich denke, wir sollten schon zweigleisig arbeiten, sie in unseren blog’s einstellen und dadurch auch weitertragen und die wichtigsten Erkenntnisse in der Wiki zusammenfassen. Zu der dann auch alle Zugang haben, die in dem Netzwerk angeschlossen sind oder neu sich anschließen. Mehr Demokratie ist schon vertreten, also eine kleine Frucht trägt meine Überzeugungsarbeit schon, denn das war ja der Hintergrund gewesen, aus der sich die Idee entwickelt hatte.
    Hallo Solveigh, ich will mal kurz versuchen zu beschreiben, warum es so ist, denn Deine Erfahrungen können hier viele teilen. Ich hatte es in den beiden letzten Kommentaren, die scheinbar nicht so richtig verstanden worden sind, schon angerissen. Wir beschimpfen die anderen als Verräter und den einzigen Verrat, den sie begangen haben, ist der, das sie sich in ihrem Größenwahn aufspielen, unsere Vertreter zu sein. Wenn wir es geschichtlich betrachten, waren die bürgerlichen Revolutionen ein gewaltiger Fortschritt, Robespiere „Freiheit Gleichheit, Bürderlichkeit, stand doch das alte feudal absolutistische Machtsystem damals praktisch an der gleichen Stelle, wo heute der Kapitalismus steht, vor den finanziellen Ruin mit menschenverachtenden Machtmethoden.
    Nun stellt sich die Frage, wer lebt demokratisch. Ich glaube, das die Meisten, die einer Partei beitreten, in dem Augenblick (positiver Grundtonus menschlichen Handelns) davon überzeugt sind, etwas verändern zu können. Aber diese Annahme ist in diesem Zusammenhang schon falsch. Erstens werden sie zum Spielball wirtschaftlicher Interessen, die sich in den Parteien ebenso abspielen, um sich Geschäfte zu sichern, bestehen sie doch überdurchschnittlich aus dessen Vertretern. Die Mitglieder haben zwei Möglichkeiten, entweder Karriere zu machen und sich selbst Pfründe zu sichern, oder als Stimmtvieh mitzulaufen. Wir leben in einer bürgerlich bestimmten Welt, die den Besitz sogar grundgesetzlich sich hat schützen lassen. Sie handeln in einem gewissen Umfang demokratisch. Jede Partei, die den Anspruch hat, fundamental an diesen Grundsätzen etwas ändern zu wollen, ist verboten worden und könnte nur aus der Illegalität heraus operieren! Da liegt der eigentliche Verrat von Gysi & Co. KG (siehe was sie sind). Sie postulieren eine Absicht, die sie gar nicht verwirklichen können. Es war für mich eine schmerzliche Erkenntnis. Die Zukunft ist parteilos.
    Du wunderst Dich über die Lethargie unserer Bevölkerung? Ich gebe es zu, ich habe mich auch lange gewundert, nun wundre ick ma üba jarnischt mehr und jetzt ahne ich wo die Ursachen liegen. Keine Bourgeosie kann mit dem Verweis auf zwei durchlebte Diktaturen, besser ihre wahren Absichten verbergen, als in Deutschland. Dies ist das wahre Erfolgsrezept des Wirtschaftswunders, kein Volk läßt sich besser konditionieren. Diese Konditionierung hat zusätzlich noch einen großen Vorteil. Wir wissen so viel, das wir wieder nichts mehr begreifen, was wichtig ist, sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und hetzen in unserem Hamsterrad einer Schimäre mit Namen Wohlstand hinterher, die für die überwiegende Masse so wie so nicht zu erreichen ist. Das Resultat, wenn Du einer Situation Dich nicht entziehen kannst, entsteht Stress, der Depressionen erzeugt und letztendlich in einer Ohnmacht (Schutzreaktion des Körpers) endet, die sich in manigfaltigen Süchten manifestieren. So richtet sich der Körper ein, um die unerträgliche Situation halbwegs „unbeschadet“ zu überstehen. Ein deutlicher Beleg ist z. B. das Süchte fast über Nacht verschwinden, wenn die Begleitumstände sich ändern, verbessern.
    Was unterscheidet nun die 99% von den anderen 1%. Sie lassen sich auf Geschäfte ein, bei denen nur 1% gewinnt und sie wissen nicht so richtig, wo ihre Interessen liegen. Die Einen treffen sich einmal die Woche zu veganen Brunch bei den Tomatenpiraten, weil sie glauben die Tomaten wachsen in der Kaufhalle und sind immer zu haben oder blenden für sich aus, das sie damit eine gigantische Maschinerie damit am Leben erhalten, die sie selbst mit ausbeutet. Ich habe übertrieben, aber ich glaube, neue Konzepte sind nur mit neuen Lösungsansätzen zu realisieren. Ich erlebe gerade hier unter den jüngeren Generationen zwei Trends in entgegengesetzter Richtung. Es gibt viele neue Gruppen, die sich mit allerlei wichtigen Fragen betreffen und die sich nicht abgrenzen voneinander, sondern sich gegenseitig unterstützen, im Gegensatz zu den gestandenen NPO attac, greepeace etc.. Der zweite Trend ist erschreckend, Feiern enden eigentlich fast immer in den gleichen Altersgruppe im Komasaufen. Sie suchen Auswege, weil sie fühlen, das es so nicht weitergehen kann, stehen aber jeder noch in Lebensumstände, die sie daran hindern, sich zu entfalten. Ein neues Leben muß mit den Menschen, nicht für sie, geschaffen werden. Es reicht einfach nicht zukünftig im Bio-laden einkaufen zu gehen, um ein gesünderes Leben zu führen. wir müssen für uns selbst Strukturen schaffen, in denen wir leben, wohnen und arbeiten können und dabei kein schlechtes Gewissen mehr gegenüber unseren Kindern haben müssen. Entschuldugung, es ging einfach nicht kürzer, viele Grüße com. Mike

    • Januar 26, 2012 um 4:24 pm

      Du bist bei mir schon wieder alle offenen Türen eingerannt, Mike. Das sind genau meine Analysen und Schlussfolgerungen…

      Die einzigen Bedenken, die ich noch immer habe sind, dass die kleinen Versuche alle niedergemäht werden, sobald sie sich zu Alternativen entwickeln. Natürlich ist es vollkommen richtig, irgendwo einfach zu beginnen und zu machen, wie es ja schon ein paar angefangen haben.

      Und vielleicht können die Herrschenden ja irgendwann einfach nicht mehr und vielleicht wollen die Menschen ja irgendwann einfach nicht mehr… Erste Ansätze dafür gab es 2011 zu beobachten…

    • Januar 26, 2012 um 4:44 pm

      Lieber Mike,
      ich habe gerade einen Artikel gelesen, der ziemlich deutlich macht, warum das deutsche Volk, aber nicht nur das, so gut konditioniert ist. Und in diesem Artikel geht es wieder Mal um unsere Schein-Bildung. Genial finde ich zudem das folgende Zitat:

      „Gleichförmige Ursachen haben gleichförmige Wirkungen. Je mehr also der Staat mitwirkt, desto ähnlicher ist nicht bloß alles Wirkende, sondern auch alles Gewirkte.“ Und wer das unterstütze, schreibt Humboldt, „den hat man, und nicht mit Unrecht, in Verdacht, dass er die Menschheit miskennt, und aus Menschen Maschinen machen will“

      Gefunden in: Die Stunde der Idioten

      Fünf Minuten vor der Wissensgesellschaft drehen wir die Uhren zurück: Das Bildungssystem versucht, Wissen und Kreativität zu industrialisieren.

      Das schafft jede Menge Auftrieb für Hohlköpfe.

      LG Martin

  3. Januar 26, 2012 um 6:23 pm

    Hallo Solveigh, sprich Freund und tritt ein, wer Augen zum Sehen hat und Ohren zum Hören, wird ähnliche Erfahrungen machen, früher oder später. Haben wir eine andere Chance? Welche hatte Mahatma Gandhi oder Che? Sicherlich haben sie alle auch einmal gezweifelt, aber es hat nichts an ihrem Weg geändert, weil sie hatten eine Vision. Che war kein Terrorist, er liebte das Leben und hat keinen Augenblick gezögert Seines dafür herzugeben. Einen größeren Liebesbeweis kann es glaube nicht geben.
    Gras hat die Eigenschaft immer wieder nachzuwachsen. Du hast schon Recht, es ist viel in Bewegung gekommen. Aber da wo wir hin wollen, liegt noch im Difusen. Ich bin viel unterwegs und die Gespräche, die ich geführt habe. waren der Auslöser des Projektes.
    Die Wiki ist begonnen, https://n-1.cc/pg/dokuwiki/979772/doku.php?id=playground:1._gesamtuebersicht_der_themenkomplexe/ und ich würde mich freuen, wenn wir viele Menschen dafür begeistern können, an ihrer eigenen Zukunft selbst mitwirken zu wollen. Der Erfolg jedes Unternehmens hängt von der Begeisterungsfähigkeit seiner Schöpfer ab. Ich mache kein Hehl daraus, das ich mich sehr weit aus dem Fenster lehne, no risc no fun 😉 Viele Grüße com. Mike

  4. Januar 26, 2012 um 9:16 pm

    Ich fand gerade diesen Artikel im Handelsblatt: http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagestrategie/interview-mit-fredmund-f-malik-der-kapitalismus-ist-gescheitert/3219030.html , in dem der Autor – ein Börsenhändler(!!) zum Schluss sagt:

    Der Kapitalismus ist genauso gescheitert wie der Sozialismus. Diese Krise ist das Symptom eines fundamentalen Wandels, es sind die Geburtswehen für eine neue Welt. So etwas hat in der Geschichte möglicherweise noch nie stattgefunden. Die Lösungen werden nicht aus der Ökonomie, auch nicht von den Regierungen kommen. Die Menschen werden lernen, sich gegenseitig zu helfen. Ich denke, wir werden eine neue Menschlichkeit erleben. Das neue Kapital ist Wissen, während Geld an Bedeutung verlieren wird. Der krasse Egoismus der letzten Jahre wird sozial geächtet sein. Menschen Sinn zu ermöglichen wird wichtiger.

    Das entspricht auch unserer Einschätzung hier, habe ich den ganz starken Eindruck!

    • Januar 26, 2012 um 10:33 pm

      Ist zwar schon zwei Jahre alt, aber der Malik hat einen guten Riecher. Habe sogar ein Buch von ihm 🙂

      • Januar 26, 2012 um 11:49 pm

        Das habe ich gar nicht mitbekommen 🙂
        Ja, dann hat er die Zeichen der Zeit schon damals erkannt. Ich wünsche ihm und uns von ganzem Herzen, dass er recht behält.

  5. Elke
    Januar 26, 2012 um 11:04 pm

    Hallo Miteinander,

    in Vorzeiten gab doch große Denker und Reformer, die ein ganz klares Bild von einer „neuen Menschheit/Gesellschaft“ umrissen haben. Trotzdem hat sich eigentlich gar nicht viel verändert. Scheinbar treten wir seit Jahrhunderten auf der Stelle, was das menschliche Zusammenleben betrifft. Es gab/ gibt Führer und Geführte. Personen die Machtpositionen einnehmen und andere beherrschen, domestizieren und notfalls mit Restriktionen regulierend eingreifen, wenn das gewünschte Verhalten nicht erbracht wird. Das ist unser Problem, jenes, was die Zustände unter denen wir seit Menschengedenken leiden erst ermöglicht hat. Angst vor Strafe, Angst vor großen Veränderungen deren Ausgang ungewiss ist, Angst vor dem was andere über uns denken und Angst ein Ausgestoßener der Gesellschaft zu sein/werden.

    Es ist wichtig zu überlegen, wie man herrschende Systeme verändern kann. Bevor man es aber macht, ist es lohnend zu hinterfragen, wie muss das Denken der Menschen beschaffen sein, um eine Veränderung zu erzielen. Welcher Art ist unsere Natur eigentlich, wie weit haben wir uns von ihr entfernt und ist sie uns überhaupt dienlich oder eher hinderlich um bessere Lebensweisen zu schaffen.

    Niemand von uns ist wirklich frei – wir alle sind äußeren, aber auch von uns innewohnenden Zwängen behaftet, die uns einschränken und unsere Potenziale daran hindern sich voll zu entfalten. Vermutlich wird es uns Erwachsenen nicht mehr möglich sein, uns vollkommen davon zu befreien. Die Heranwachsenden aber, könnten es schaffen, vorausgesetzt wir geben ihnen dazu die Gelegenheit. Das Video der Freien Schule hat mich überzeugt, dass dieses Modell des Lernens prädestiniert ist, die eigenen Fähigkeiten und Grenzen entdecken zu können. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, so war diese weit entfernt davon, sich frei entfalten zu können. Überall gab es Regeln und wurden sie gebrochen gab es Sanktionen. Die Prügelstrafe war damals eine anerkannte Bestrafungsart. Ich kannte kein Kind, was nicht verprügelt wurde. Was letztlich darauf hinauslief, dass man aus Angst gehorchte, aber nicht aus der Erkenntnis heraus, zudem aber auch aus Angst log, etwas heimlich machte und darauf hoffte es bemerkt niemand. Die Kehrseite war, dass man irgendwann willenlos funktionierte, weil man sich so klein, wert- und schutzlos fühlte. Ich glaube totalitäre Staaten arbeiten mit diesen Methoden.

    Betrachte ich die heutigen Schulen und die Arbeitswelt ist es in gewisser weise nicht gänzlich anders. Standardisierungen und das Qualitätsmanagement machen alles messbar und kontrollierbar. Wer nicht mithalten kann wird verlacht, ausgegrenzt, hat kaum Chancen auf einen Ausbildungs-/Arbeitsplatz. Die Erziehungsmethoden sind zwar andere, aber das eigentliche System ist noch fast dasselbe – wer nicht mitzieht hat verloren.

    Dieses Muster muss durchbrochen werden – dann sind wir schon ein ganzes Stück weiter. Alle menschlichen Bestrebungen müssen darauf abzielen, eine Welt zu generieren die allen Lebewesen zugute kommt. Letztendlich kann niemand auf Kosten anderer bestehen. Denn alles Leid was wir verursachen, schlägt irgendwann auf uns zurück.

    Wenn Dr. Michael König und andere Befürworter der Theorie mehr Gehör finden würden, wären vielen klar, dass alles Leid, jeder Schmerz den wir anderen zufügen, quasi ein Eigentor darstellt, denn wenn alles aus Einem kommt, sind alle mit der Quelle verbunden. „Was ihr dem Geringsten unter euch antut, das tut ihr auch mir an“ (Jesus) Der Satz deutet nämlich darauf hin.

    Wäre das die Wahrheit in allen Köpfen – würde jeder sofort anders leben – müssen…

    • Januar 26, 2012 um 11:59 pm

      Ja Elke, eingentlich klingt es doch so einfach. Aber warum hat diese Logik bisher so Wenige erreichen können? Ist jetzt erst mit dem Internet die Technologie soweit, dass diese Erkenntnis wie ein Lauffeuer sich verbreiten könnte? Es wäre uns zu wünschen. Die aktuellen Krisen beschleunigen sicherlich dabei …

    • Januar 29, 2012 um 11:42 am

      Hallo Elke, es ist alles richtig. Nur sieht sich ein Lehrer einer staatlichen Schule, ein Bankangestellter oder ein Bundeswehroffizier so wie Du ihn beschreibst? Viele würden laut protestieren. Sicherlich sehen sie alle auch ihr eigenes Berufsumfeld kritisch. Ich kenne eine Reihe von Lehrern, die sich ernsthaft Gedanken machen. Es sind zwei verschiedene Realitäten. Auf den Schlachtfeldern der Anderen sind wir immer die Klügeren, die heimlichen Sieger und stehen selbst bis zu den Knien im Chaos.
      Guido hat völlig recht, ich vertrete diesen Standpunkt auch schon sehr lange. Und sie ist ja auch nicht neu, sie spricht sich bloß schlecht rum. Es ist der Punkt, an dem wir jeden Tag, mich inbegriffen, aus dem Paradies vertrieben werden, weil in uns ein Wille existiert, es leichter haben zu wollen. Fortschritt, also fortschreiten, bedeutet doch scheinbar einen Ort verlassen zu wollen. Flucht ist eine Grundintuition aller lebenden Wesen. Warum sind wir als Ameroeuropäer so von diesem Virus befallen?
      Ich glaube, eine Neubesinnung und sie hat schon viele Gesichter, beginnt damit das wir ein Schritt zur Seite machen und so wie Du, uns einen Überblick über unser Handeln verschaffen und dann in unserem Umfeld nach Lösungen suchen. Ich will nicht zurück in die Steinzeit, denn der Grundgedanke des Fortschritts war ja positiv. Nur müssen wir die Dinge so benutzen, das sie keinem Anderen Schaden zufügen und diesen Mechanismen müssen wir unsere Kraft entziehen. Wenn wir es erkannt haben, müssen wir es auch leben (Jesus), damit andere die Wahrheit auch erkennen können. Diese Logik ist so alt wie die Menschheit, sie ist eine Seite der Medaille ein Endpunkt im Ausschlag des Pendel der Wandlungen. Alle diese Erkenntnisse finden wir schon im I Ging nieder geschrieben und das war ein wenig vor dem Internet 😉 Viele Grüße com. Mike

      • Januar 29, 2012 um 12:02 pm

        …Alle diese Erkenntnisse finden wir schon im I Ging nieder geschrieben und das war ein wenig vor dem Internet..

        aber nur ein ganz klein wenig vorher… 🙂

  6. Januar 27, 2012 um 5:22 am

    Martin Bartonitz :
    Ich hatte vorgestern ein Gespräch mit dem Erfinder einer generischen Plattform, mit der mit geringem Aufwand beliebige soziale Anwendungen gebaut und betrieben werden können, z.B. Tauschplattformen im Sinne des Biete und Tausche. Dabei können Funktionen wie Google-Map dazu eingebunden werden, um günstige Fahrtruten zum Abholen von Ressourcen wie Altpapier, Pfandflaschen, etc.
    Vielleicht wäre das ja ein Projekt, damit konkret was in den unterschiedlichen Regionen umzusetzen? l
    Ich schaue mir die Software in den nächsten Tagen genauer an.
    Lg Martin

    Lieber Martin, das ist ne tolle idee, komisch, das da keiner drauf eingeht.
    Lieber Mike du hast viele gute gedanken, ich glaub aber auch das man die foren und blogs so langsam bündeln muss.
    im isolierten zu wirken und sich zu sagen die armen 1% kinder habens auch nicht leicht, ist auch keine lösung. aber es kommt zu immer mehr ideen, siehe martins biete und tausche,
    dieses weitergedacht erinnert auch an die alte chinesische tradition des geldlosen handelns.

  7. Januar 27, 2012 um 11:53 am

    Hallo in die Runde, ich muß mal noch einiges einwerfen in die Runde. Wir betrachten die Dinge zu einseitig. Ohne den Fortschritt, der heute auch deutlich seine Kehrseite offenbart, würden wir heute noch zu 80% Analphabeten sein. Wir müssen begreifen, das WIR Entscheidungen fällen und das diese komplex, interdisziplinär vorbereitet werden müssen. Es reicht nicht mehr aus, es einem Wissenschaftler zu überlassen oder einem Arbeitskreis ein Modell zu entwickeln, dem dann alle folgen sollen.
    Die Ideen (Mehr Demokratie wagen), die am Ende unserer Betrachtungen herauskommen, werden am Ehesten bei uns selbst greifen können. Für andere sind sie nur eine grobe Richtung, eine Anleitung sich selbst Gedanken zu machen. Um so mehr Menschen sich daran beteiligen werden, um so genauer kann diese Arbeit werden. sie wird aber immer für die eigenen Verhältnisse überprüft werden müssen! Wir leben in einer logischen, automatisierten Welt und wir haben an vielen Stellen das Geld als sozialen Kitt eingeführt. Dies ist aber nicht in der Lage, alle ihm übertragenen „Aufgaben“ nach unseren Wünschen zu erfüllen. Wir fangen wieder an zu begreifen, das der Mensch mehr ist als nur der schlechte Ersatz einer Maschine ist. Wir sind zu weit hinaus geschwommen und müssen umkehren, um rechtzeitig eine neue rettende Sandbank zu finden, bevor das Wasser über uns zusammenbricht. Die Mayas gingen von zwei Grundgefühlen aus, Angst und Liebe. Seitdem ich den Film gesehen habe, verstehe ich die Reaktionen, die uns täglich begegnen. Gestern zitierte jemand in einer Diskussionsrunde Ch. Wolf, „Wir waren so dumm einen Anfang gegen ein Ende einzutauschen“. Wenn wir hier über Bildung und über seine Auswüchse reden und dies zeigt es sehr deutlich, dann vergessen wir, das in diesem Land ein Bildungssystem entwickelt wurde, das den allseitig gebildeten Menschen zum Ziel hatte. Sicherlich war es auch noch mit Dingen behaftet, die uns heute kritikwürdig erscheinen. Aber es wird in vielen Länder der Erde in seinen Grundlagen, ebenso wie bei den freien Schulen, heute angewendet. Die erfolge sprechen für sich.
    Die alten Chinesen gingen von der Tatsache aus, das der Mensch nur 2% verstandesgemäß erfaßt, der Rest ist Intuition (I Ging). Heute versuchen wir alles in logische Zusammenhänge zu pressen und wundern uns, wenn der Körper sich weigert und krank wird. Selbst wir, die uns um neue Wege bemühen, sind schnell zu logischen Schlußfolgerungen bereit, wenn es um andere geht (was ich selber denk und tu‘, trau ich auch dem Andern zu). Ein neuer Anfang kann m.E. nur Früchte tragen, wenn wir diese Komplexität nicht aus den Augen verlieren und beim betrachten unseren „Beobachter“ mehr benutzen.
    Wir vereinigen verschiedene Bewußtseinsstufen in uns (Chakren). Freundschaft gehört für uns Abendländer sicherlich zu einer der höheren Formen des Bewußtseins. Wir können sie und eigentlich nicht erklären. Sie ist eine Herz-zu-Herz-Verbindung. Wir haben in den letzten Jahrzehnten herausgefunden, wozu alles der Mensch in der Lage ist. Nun sollten wir es in eine neue Form des sich Bewußtwerdens einfließen lassen. Das ist unsere Aufgabe!

  8. Elke
    Januar 28, 2012 um 8:57 pm

    Hallo,

    das ist schon alles richtig – nur einfach ist es nicht. Der Alltag bindet uns derart ein, dass wir dabei sind uns selbst „zu verlieren“. Der Fortschritt verlangt von uns viel ab, in Form von Sachzwängen, bedingt durch Anschaffungskosten, Unterhaltskosten und hohen Lebenskosten insgesamt – entstanden durch explodierende Energiekosten usw. Ein weiteres Übel sind die Abhängigkeiten (globale und auch private), die sich daraus ergeben. Um unser technisch ausgerüstetes Leben zu finanzieren und notwendige Nahrungsmittel etc. kaufen zu können, müssen wir arbeiten gehen. Die Ansprüche an uns Arbeitnehmer wurden derart hochgeschraubt, dass viele daran scheitern – mehr geistig, als körperlich. Niedrige Löhne und ein extrem schnelles Arbeitstempo, Überbelastung, Leistungsdruck und unsichere Arbeitsverhältnisse zermürben viele, machen sogar psychisch krank. Viele fühlen sich gefangen in einer Tretmühle, der sie nicht entrinnen können (oder es zumindest glauben), da die Sachzwänge, oder die eigene Anspruchshaltung ihnen suggeriert, sie müssen härter arbeiten, um alles zu erreichen was sie zu benötigen glauben.

    Der Leistungsdruck fängt aber schon in der Schule an. Schulpflicht ist staatlich verordnet, ebenso werden die Unterrichtsinhalte vom Kultusministerium festgelegt.
    Staatliche Schulen, als auch privat initiierte, müssen die Vorgaben der Lehrinhalte einhalten, aber was die beiden Schulformen trennt, ist das Engagement der Einrichtungen – bzw. die Schwerpunkte/ das pädagogische Konzept. Die Freien Schulen bieten einen experimentellen pädagogischen Ansatz an – lernen aus dem was man erfährt, was man erkennt, durch Bewegung, Beobachtung usw. Lernen was man gerade möchte und der Umfang wird auch selbst bestimmt – jeder nach seiner Art.
    Das schöne an der Sache ist – hier kristallisiert sich heraus – welches Kind in der Lage ist, sich selbst zu motivieren und selbst anzutreiben. Ebenso werden hier bessere soziale Kompetenzen entwickelt, gestärkt und gefördert. Diese Art von Schulen, sollten schule machen.

    Staatliche Regelschulen dagegen sind oftmals Masseninstitutionen, die möglichst schnell und effizient Kinder durchschleusen, die dann der Wirtschaft zur Verfügung stehen sollen. Dieses Konzept greift nicht immer und benachteiligte Kinder/Jugendliche gehen unter. Außerdem sind sie viel zu groß und hunderte von Schülern wandern von Raum zu Raum und entwickeln kaum Zusammengehörigkeitsgefühl , wie in früheren festen Klassenverbänden.
    Kinder mit einem „geordneten“ Elternhaus kommen da noch relativ gut durch – aber andere mit problematischen Familienverhältnissen sind oftmals die Verlierer. Nichts trennt derart die Schichten, wie staatliche Schulen. Gerade die, die Hilfe und Unterstützung nötig haben, werden vernachlässigt.
    Eltern die überfordert sind, womöglich ohne Bildung/Ausbildung, ohne ausreichende finanzielle Mittel, um ihre Kinder fördern zu lassen, sind oftmals der Grund, dass Kinder auf der Strecke bleiben.
    Ein weiterer Aspekt sind völlig überfrachtete Lehrinhalte – vieles braucht man später gar nicht und das was man bräuchte, nämlich gute Sprach- und Mathematikkenntnisse werden nicht erreicht, weil man viel zu schnell weitergeht und Wissen quasi wieder verlernt wird, weil ständig hin- und hergesprungen wird zwischen den Themenbausteinen. Der Taschenrechner ist ein weiteres Übel, so (zu) früh hat er n der Schule nicht zu suchen, nicht bevor die Grundkenntnisse wie Malnehmen, Teilen, Wurzelziehen, Pozentrechnen usw. schriftlich beherrscht werden. Kopfrechnen z. B. können die wenigsten Schüler.
    Was kurz kommt, sind Sport, Musik kreative Unterrichtsstunden wie Malen, Werken usf.

    Mir scheint es, wir wollen immer mehr und schneller Kinderköpfe mit Wissen füllen, vergessen aber dabei, dass sie in erster Linie eins brauchen – Zeit zum Spielen, Zeit die eigenen Fähigkeiten zu entdecken und diese zu trainieren. Die Politiker und Schulen machen es sich zu einfach – schreiben die negative Entwicklung mehr oder weniger den Eltern zu. Vergessen wird aber, auch die Eltern stehen enorm unter Zeit- und Leistungsdruck, da die Arbeitszeiten immer weiter ausgedehnt werden und die Aufgabenfelder ebenso. Wenn die Wirtschaft sie so sehr beansprucht wird es immer schwerer für sie, Familie, Kinder und Arbeit im Einklang zu bringen – es geht oftmals ganz einfach nicht, egal wie man plant, weil die Zeiten sich überschneiden und niemand da ist, der z. B. bei einer alleinerziehenden Verkäuferin um 20:00 und noch später (- 22.00) die Kinder betreuen kann. Das Problem dabei ist auch, eine Verkäuferin kann es sich nicht leisten Betreuungskräfte privat zu bezahlen, viele beziehen sogar Hartz IV, weil das Einkommen nicht zum Leben reicht. Da nützt es auch nichts, wenn jemand schlau daherkommt und ihr sagt, mach doch etwas anderes. Erstens hat nicht jeder das Zeug dazu und zweitens liegt es einfach daran, dass man sie ausbeutet und schlecht bezahlt. Die Zeche zahlen dann die Kinder, die alleine zu Hause rumhängen und nicht vernünftig unterstützt werden können, weil Mama arbeitet und das notwendige Geld fehlt, um Abhilfe zu schaffen.

    Meiner Meinung nach müssen Schulen umstrukturiert werden und den neuen Erfordernissen angepasst werden. Alles hat sich verändert, die Anforderung an die Eltern, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Arbeitszeiten, die äußerst flexible Arbeitnehmer einfordern. Schulen jedoch bieten in der Regel dieselben Schulzeiten an, wie vor 40 Jahren, als ich noch zur Schule ging aber der Lehrstoff ist nicht mehr derselbe und hat auch an Umfang zugelegt. Dass einzige was beim Turbo-Abi dazugekommen ist, ist der Nachmittagsunterricht und dass Kinder heute teilweise bis zu 17 Stunden Tage haben. Wir leben in einem Dorf, mit dem Bus geht es um 6:45 zur Schule, es folgen 10 Stunden Unterricht , um 17:45 ist sie wieder zu Hause und sie macht Hausaufgaben, Referate, Projektarbeiten usw. Meine Tochter (damals 15) hat einmal nachts etwa um 23:00 vollkommen entnervt auf den Boden gesessen und geheult, so fertig war sie und sie ist eine gute Schülerin. Aber so lange Tage und die Angst vor schlechten Noten, weil der NC sonst das erwünschte Studium versaut, erzeugen ungeheuren Erfolgsdruck bei den Jugendlichen. Außerdem hören und lesen sie ständig, wie wichtig es ist ein guten Abschluss zu haben. Der Wahnsinn geht ja soweit, dass man bei der Polizei, demnächst als Krankenschwester, in Büros mittlerweile auch oftmals und bei den Banken als Mindestvoraussetzung ein gutes Abitur vorlegen muss. Wo führt das noch hin?

    Manchmal habe ich den Eindruck, wir erschaffen uns eine komplizierte Welt, durch viel zu komplizierten Denken und bürokratische Strukturen die alles zusätzlich erschweren. Pragmatische Fähigkeiten scheitern oft an den künstlich aufgestellten Hindernissen….weil eine Anordnung den gesunden Menschenverstand als Handlungsgrundlage verbietet.

    LG
    Elke

    • Januar 28, 2012 um 10:26 pm

      Liebe Elke,
      ja, Du hast das IST sehr gut zusammengefasst. Wenn wir jetzt noch erkennen, dass all das Abstrampeln nur dazu dient, das Wirtschaften und Profitemachen florieren zu lassen, dann sollte klar sein, was zu tun ist: Nicht das Bruttoinlandsprodukt darf die Messlatte dafür sein, ob es der Gemeinschaft besser geht. Es gehört ein Bruttoglück gemessen, dass es gilt jährlich zu verbessern.
      Nicht wir haben der Wirtschaft zu dienen. Nein, die Wirtschaft hat uns zu dienen, damit jeder seine Grundbedürfnisse befriedigt erhält.
      Und wenn wir zudem wieder erkennen, dass wir Glück nur im Zusammensein mit unseren Nächsten erleben können und nicht durch das Haben von Dingen, dann sollten wir unser Potential der Automatisierungen nutezn und möglichst nur noch so viel Lohnarbeiten, bis der Grundbedarf gedeckt ist, um uns dann um unsere Nächsten kümmern zu können. Und was mir noch wichtig erscheint: Wir sollten bestrebt sein, an Weisheit zu wachsen und nicht an immer noch technischer ausgefeilteren Dingen.
      Damit meine ich nicht, dass wir auf den Feinschliff unserer Technologien verzichten sollten. Nur sollten wir im ganzheitlichen Denken das Sinnmachende weiterbringen. Dazu brauchen wir nicht hunderte von Warenvarianten, wie wir es bei Handy oder Autmos sehen.
      Und ja, das dringendste scheint mir, dass wir unsere Bildung auf neue Füße stellen. Zuerst sollten unsere Jüngsten im Vertrauen als verantwortungsbewusstes und sich selbst liebende Wesen „grundiert“ werden, bevor sie sich an das Vertiefen in technischen oder anderen Bereichen begeben.
      Liebe Grüße

    • Januar 29, 2012 um 8:57 pm

      Hallo Ihr,
      heute nur noch kurz, das ist mein Text für morgen. Ich bin weiß mein Gott ist nicht theistisch, Frau mag mir verzeihen. Ich sehe den Zusammenhang zwischen dem was ich tue und meiner Bestimmung trotzdem. Hier ist der Text für morgen: „Eine „Erfahrung“ kann man im Notizbuch abheften oder auf einen Film bannen und ins Fotoalbum kleben. Ein Erlebnis versetzt uns in Staunen, gibt uns das prickelnde Gefühl von Gemeinsamkeit, ist die sanfte Berührung der Verbundenheit mit unserer Umwelt.Die Frau auf dieser Karte berührt nicht nur einen Baum, sie ist mit ihm verbunden, ist fast eins mit ihm geworden. Es ist ein alter Baum, der Vieles erlebt hat. Sie berührt ihn zärtlich und ehrfürchtig. Die weiße Innenseite ihres Umhangs spiegelt ihr reines Herz wieder. Sie ist demütig und schlicht – so sollten wir uns der Natur nähern. Die Natur kündigt es weder mit Trommelschlägen an, wenn sie erblüht, noch stimmt sie Klagelieder an, wenn die Bäume im Herbst die Blätter abwerfen. Aber wenn wir uns ihr mit Ehrfurcht nähern, verrät sie uns viele Geheimnisse. Wenn du in letzter Zeit das Flüstern der Natur nicht gehört hast, ist es jetzt Zeit, ihr Gelegenheit dazu zu geben.“ Ein Bild gibt es dazu bei http://osho.com. Morgen mehr zum dem Thema. Viele Grüße com. Mike

  9. Januar 28, 2012 um 11:14 pm

    Liebe Elke,
    Du beschreibst sehr treffend, was ich als Expansion der reaktiven Unordnung bezeichne. Was kann dagegen getan werden ? Auf eine Änderung eines Systems zu hoffen und zu warten kann sich mitunter als vergeblich erweisen. Einzig in kleinen Schritten kann ein System der Veränderung unterworfen werden. Dauerhafte Veränderung, hin zur Optimierung, kann einzig im Kleinen beginnen … bei einem selbst oder aber in der eigenen Familie. Erst dann kann das Virus, welches die Evolution, hin zur Optimierung, einleitet, sich vermehren und weitergegeben werden. Wie im richtigen Leben. Erst dann kann Veränderung Schule machen, findet Nachahmer, wird zur Epidemie. 10 Prozent … das Thema hatten wir bereits … könnten genügen.

    Ein Anfang mag es sein, wenn Eltern ihr Universum nicht in das ihrer Kinder zu pressen versuchen … meine Frau und ich sind mit unserem Ältesten gerade dabei dieses umzusetzen. Es ist ein Prozess, nichts, was über Nacht geschehen kann. In Sachen Ernährung, Finanzen, Moden und Strömungen sind wir ebenfalls sehr (re)aktiv. Nach Fertigstellung meines Internetprojekts heißt es nun: Aus der Theorie in die Praxis. Und wenn es nur so banale Dinge sind, dass wir unsere Mikrowelle immer seltener benutzen. Man muss wahrlich nicht jeden Trend reaktiver Unordnung mitmachen …

    Gruß Guido
    http://www.gold-dna.de

  10. Elke
    Januar 29, 2012 um 12:30 pm

    Hallo zusammen,

    ich denke was uns fehlt ist die „richtige“ Einstellung zum Leben an für sich. Die Herausforderung der wir uns stellen müssen, ist zu erkennen wie wir unserer Leben leben sollten, um eine innere Bereicherung und Erfüllung zu erlangen. Ich vermute jeder Mensch will sie erreichen – die innere Zufriedenheit, die über alles steht, was ist. Unser ständiges mehr Wollen und Streben nach materieller Sicherheit macht uns unglücklich, weil wir oft nur sehen was die anderen besitzen und nicht was ihnen an innerem Reichtum fehlt. Hier muss das eigentliche Ziel sein, der Weg zum inneren Reichtum der es uns möglich macht glücklich zu werden und uns die Kraft gibt positiv zu denken und positiv andere Mensch anzunehmen.
    Es gibt einen Pastor- Andreas Hermann- der anders ist als alle anderen, die ich kennengelernt habe. Eine Aussage die er trifft finde ich besonders gut- er sagt „Am Sonntag laufen viele mit schwarzen Anzügen und einem Gesangsbuch unter dem Arm zur Kirche, setzen eine ernste Meine auf – er findet das befremdlich – sagt: „Die Welt ist bunt, alles un uns herum ist voller Kreativität und lebensbejahend“. Eine andere Geschichte, die er predigte ist – ein Taxifahrer mit mieser Laune trifft auf einen Fahrgast, der ihm lobt und sagt, er finde es toll, wie sicher er die Fahrgäste durch die Straßen der Großstadt chauffiert und baut so den Fahrer positiv auf. Danach steigt eine genervte Lehrerin ein und wird wiederum durch einen jetzt gut gelaunten Taxifahrer aufgebaut, der sie bewundert, dass sie jeden Tag Kindern Wissen vermittelt. Diese gibt ihre nun positive Haltung an ihre Schüler weiter usw. usf. Es ist eine Art von Schneeballsystem, dass sich automatisiert, wenn innere Haltungen an andere weitergegeben/übertragen werden. Das funktioniert in positiver, aber auch in negativer Form. Deshalb ist unser menschliches Miteinander von entscheidender Bedeutung und ist tatsächlich ein ausschlaggebender Faktor, wie wir die Welt gestalten. Es sind meistens unbewusste Abläufe, die man aber auch bewusst einsetzen kann (vorausgesetzt man hat es erkannt), um etwas zu bewegen.

    @ Mike die Mikrowelle oder deren Benutzung finde ich nicht negativ. Ich habe eigentlich kein Problem damit neue Techniken anzuwenden, wenn sie sauber, effizient und nicht umweltschädlich sind. Zudem sind die Wellen im Gerät abgeschirmt, wirken sich nur auf das hineingestellte aus. Sie bewegen die Moleküle, sodass sie sich erhitzen, verändern sie aber nicht, so wie die z. B. die Gentechnik der Fall ist. Wenn ich mich irre, lasse ich mich gerne belehren.
    Viel problematischer sehe ich die Wellen, denen wir tagtäglich ausgesetzt werden, vor denen wir uns nicht schützen können. Niemand weiß genau, wie sie auf unsere Hirne wirken und was sie verursachen in unseren Denkstrukturen und evtl. sogar Krankheiten wie Tumore, Alzheimer und Leukämie etc. auslösen können (Strommasten, Handymasten etc).

    Ja, es geht überall nur noch um Profit, die Bildung ist die Vorstufe/ die einleitung zu diesem Denken, denn unser Wirtschaftssystem und dessen Mechanismen werden in den Schulen und in den Medien so vermittelt, dass die Jugendlichen es als richtige Alternative annehmen. Konzerne gehen sogar in den Schulen und „lehren“ Inhalte von Wirtschaftskonzepten. Politiker, Wirtschaftler sind ja gar nicht daran interessiert, dass Jugendliche sich kritisch mit deren Handlungsweisen auseinandersetzten. Selbst wenn sie es anders propagieren – es ist nur eine Schutzbehauptung – eine glatte Lüge – reißende Wölfe im Schafspelz. Vieles was als Aufklärung verkauft wird, ist nichts weiter als Werbung und Verschleierung der zerstörenden Wirkung auf Umwelt und Lebewesen.
    Wenn wir Jugendliche und Kinder seriös und nachhaltig unterrichten und Wissen vermitteln wollen, müssen wir alles tun, um ihnen unsere Fehler zeigen, aufzudecken, was an Schweinereien, nur fürs Geld, gemacht wurden7werden, ihnen klarmachen, dass sie eine neue Hoffnung für diesen Planeten sein könnten, aber ihre Zukunft auf den Spiel steht, wenn sie unser Denken und Handeln fraglos übernehmen. Sie können alles ändern, wenn sie erkennen, dass unser Weg falsch war und andere Werte sehr viel bedeutungsvoller und überlebenswichtiger sind – als Geld und Wohlstand. Unser Konsumwahn und auf Wachstum ausgerichtete industrialisierte Welt ist dass, was den Planeten kaputt macht. Es gibt nur einen Weg – Nachhaltigkeit, Verzicht auf Überflüssiges und die Anwendung von neuen Energien und der sparsame Umgang mit Energie! Das Ende von Protzerei und der Abgrenzung/Erhöhung durch übermäßigen Besitz, das Ende aller Machtansprüche und der Anfang im wertungsfreien Miteinander – keine Trennung, keine Spaltung – nur ein gemeinsames Ziel – einen friedlichen lebenswerten Planeten zu gestalten – für jedermann. Wenn der Wille da ist, ist es machbar…
    Ich bin Christin, aber keine religiöse Fanatikerin, lehne fundamentalistisches Gedankengut ab, es befindet sich im Irrtum – Fundamentalisten haben die Worte falsch ausgelegt, missbrauchen sie.. Bei Jesu geht um eines – Selbstannahme (-liebe) und Nächstenliebe – sie erfüllen automatisch die Zehn Gebote. Wahre aufrichtige Liebe (nicht Leidenschaft) fügt niemanden Schaden zu – kann sie nicht, denn was man liebt, dass beschützt und ehrt man. So verhält es sich auch mit Gott – er liebt und will retten – nicht vernichten. Alle unsere Bemühungen müssen darauf hinauslaufen zu bewahren – alles… Wenn wir das schaffen – haben wir unsere Bestimmung erreicht und einen einheitlichen Frieden – in uns selbst und in der Welt. Niemand weiß was Gott ist – Dr. Michael König zeigt auf – es gibt wahrscheinlich eine intelligente bewusstseinsbildende Größe – Photonenbündel – Gefühle sind daraus ableitbar- das kann auch eine lebensspendende Liebe sein. Sind wir alle untereinander tatsächlich verbunden -alle sind eins- wer würde sich selbst schon schaden, indem er andere schädigt?
    Ich denke wir können alle Probleme lösen, wenn wir versuchen zu verstehen, was und wer wir wirklich sind…

    LG
    Elke

  11. Januar 29, 2012 um 5:24 pm

    Im November 2010 wurden Christiane Ludwig-Wolf und Andreas Jannek vom Amtsgericht Münsingen zu einem Bußgeld von 200,- € jeweils pro Elternteil verurteilt, weil ihre Kinder frei Lernen und damit der Schulpflicht nicht nachkommen. Inzwischen ist dieses Urteil rechtskräftig und zwischen den Jahren verschickte die Staatsanwaltschaft Mahnungen von insgesamt 706,00 € (400,00 € Strafe + 306,00 € Kosten).
    Wir bitten Sie/Euch um Unterstützung, in dem Ihr 2,- € (ein Euro für Andreas, einer für Christiane) an die Staatskasse überweist. Damit entlastet Ihr sie und bringt gleichzeitig Eure Solidarität zum Ausdruck.

    Unter http://www.bvnl.de/​index.php/aktuelles/​aktionen findet ihr den aktuellen Stand der Aktion, sowie die Kontodaten zum Überweisen.

    Bitte gebt diesen Aufruf an Bekannte und Freunde weiter.

  12. Januar 29, 2012 um 11:32 pm

    @ Elke

    Bezüglich der Mikrowellen: http://www.strahlung-gratis.de/mikrowellen_wasser_und_pflanzen.htm

    Wäre auch ein interessantes Schulexperiment … um etwas für das Leben zu lernen …

    Die Reaktion des Wassers auf die Mikrowellen macht Sinn, trotz Abschirmung. Die Veränderung geschieht im Wasser, in der Nahrung … und damit auch im Körper.

    Gruß Guido

    • Januar 30, 2012 um 7:45 am

      Und wieder müssen wir uns von einer Technologie verabschieden, die uns Zeitsparen hilft, uns aber dabei krank macht. Und Deine Theorie der Ordnung/Unordnung wird für mich immer klarer.
      Und das erinnert mich wieder an meinen Artikel: Über die Macht unserer Worte
      Danke, Martin

  13. Januar 30, 2012 um 12:33 am

    Um das Beispiel der Mikrowelle noch einmal aufzugreifen:

    Immer wenn wir versuchen Zeit einzusparen kommt es zur Ansammlung von reaktiver Unordnung. Egal, ob bei der Erwärmung von Essen in Sekunden, oder das Bräunen im Solarium in Minuten, oder das Absolvieren der Schule in wenigen Jahren, oder das Verlieren von Pfunden in Wochen, oder das Gesundwerden in Tagen, … oder das Hervorbringen neuer Lebensformen mittels Genkanonenbeschuss, oder das Vermeiden von Krankheit mit einem Pieks, … immer kommt es zur Zunahme der reaktiven Unordnung, und damit zu Nachteilen für das betroffene Lebewesen.

    Zeit ist ein Werkzeug der Ordnung. Aktuell durchleben wir eine energetische Expansion, in der die Unordnung zunimmt. Daher wird die Zeit für uns immer wichtiger … und knapper. Wir opfern immer weniger Zeit, um in einem Umfeld der Ordnung zu leben. Stattdessen versuchen wir immer mehr Zeit einzusparen. Somit nährt sich die Zunahme der Unordnung selbst … und genau daraus geht die Expansion hervor. Unordnung dauerhaft in Ordnung zu überführen kann nur in kleinen Schritten geschehen, jedenfalls im jetzigen Umfeld der Unordnung, um nicht weitere Unordnung heraufzubeschwören. Somit sollte jede Reaktion wohl überlegt sein … und wenn es nur das Äußern eines Wortes oder das schnelle Aufwärmen eines Essens ist …

    Gruß Guido
    http://www.gold-dna.de

    • Januar 30, 2012 um 10:28 am

      Stimmt.
      Und nun weiß ich auch, warum ich mir unbewusst nie eine Mikrowelle angeschafft habe und auch keinen Wasserkocher benutze und auch die Kaffeemaschine wieder abgeschafft habe… Übrigens schmeckt der mit sprudelndem (also wirklich kochendem) Wasser gebrühte und selbst in der Kaffeemühle gemahlene Kaffee vieeeeeel besser und ich mag das Pfeifen des Wasserkessels… Richtiger türkischer Mokka, der gekocht wird, ist natürlich noch besser…
      Ich genieße wenigstens hier die Langsamkeit 🙂

  14. Januar 30, 2012 um 11:46 am

    Prof. Dueck hat gestern einen elektronischen Abdruck seines Artikels openEmpowerment, der in der Zeitschrif Informatik Spektrum in 2011 veröffentlicht wurde. Es geht dort um sein neues Thema Ausbildung, das er auch in seinem neuesten Bruch Professionelle Intelligenz bespricht. In dem Artikel spricht er die Reformnotwendigkeit an (Allerdings sieht er immer noch den Menschen als ein besser funktionierendes Objekt in den Getrieben der Wirtschaft):

    Ein neues Bildungssystem muss sich der Bildung ,,runder“ Persönlichkeiten widmen. Die gute frühkindliche Erziehung muss daher viel ernster genommen werden, weil in der frühen Zeit die Charakterbildung stattfindet. Kindergärten müssen zu blühenden Stätten des Werdens werden. Schulen müssen die neuen Internettechnologien nutzen, um ihre klassische Aufgabe der Faktenvermittlung so sehr viel effektiver zu gestalten, dass viel Zeit bleibt, die Persönlichkeit zu entwickeln. Arbeitgeber dürfen nicht mehr einfach die Übernahme fertiger Persönlichkeiten aus dem Bildungssystem erwarten, sie müssen sich immer stärker daran beteiligen, Mitarbeiter auf höhere Professionalitätsstandards zu entwickeln.

    Aus seinen Zeilen lese ich zwar auch Vieles heraus, was zu einem Verbesserung des seelischen Zustands der Menschen führen sollte, aber sein Blickwinkel ist noch stark verhaftet mit der Produktivität in den Firmen und Konzernen. Was mich dann wieder an meinen Artikel erinnert hat: Wenn Du Gutes für den Menschen erreichen willst, argumentiere wirtschaftlich!

  15. Januar 31, 2012 um 12:50 pm

    Es gibt wieder einen genialen Vortrag, den ich empfehlen möchte. Die leider schon verstorbene Vera F. Birkenbihl erklärt uns, was es mit der Verbreitung von „Viren“ in unseren Geistern zu tun hat. Darin geht sie auch auf die Reduzierung unseres Potenzials durch „Ausbildung“ hin zu einem angepassten „Normalo“ ein. Es sind zwar 2 Stunden, aber die lohnen sich!

    Darin auch „das, was wir bekämpfen, machen wir damit stark.“
    Sehr gut auch die Sequenz der Meme zum Komplex der Partnerschaft von Mann und Frau, großes Kino

    Und auch das Tabu-Thema „Soziale Marktwirtschaft“, wo wir nicht wirklich darüber sprechen dürfen:
    „Wie sozial ist es, wenn wir Kinderplätze schließen, um Parkplätze zu dafür zu bauen?“
    „Wie sozial ist es, wenn wir das Geld für Jugendtreffs einsparen, um es später für die dann notwendigen Gefängnisse ausgeben müssen?“

    Und zum Schluss noch besser:

    Ich lade Sie ein, gute Meme zu verbreiten. z.B. könnten sie eine Freundlichkeitenkette anstoßen. Das geht ganz einfach. Wenn Sie um eine Hilfe gebeten werden, dann bitten sie disen Menschen, anschließend Jemand anderem einen Gefallen zu tun und später darüber zu berichten.

  16. Januar 31, 2012 um 6:28 pm

    Alexander Berg hat in seinem Artikel Kinder und Schule – und der Versuch etwas erzwingen zu wollen, was zum Scheitern verurteilt ist gerade aufgerufen, einen andere Schule gestalten und formuliert u.a.:

    Es geht um unsere Kinder und ihre Zukunft, nicht um ein System, was Menschen wie Dinge behandelt und wegwirft. Was wir als Gesellschaft benötigen, ist eine wirksame Versorgungsbasis für alle, nicht jedoch auf Kosten der Menschen oder der Natur. Es gilt die zusammenhänge zwischen Natur-Gesellschaft und Wert schöpfende Strukturen (Lebensgrundlagen jeder größeren Gesellschaft) zu vermitteln und jedem Menschen den Sinn seines Tuns und seiner Aufgabe, also des Seins im größeren Ganzen selbst erkennen zu lassen.

  17. Januar 31, 2012 um 8:33 pm

    Das Thema lautet:
    …:wie wir unsere Kinder verdummen ….
    Wenn es erlaubt ist, schreibe ich das mal auf meine
    Weise:
    WIR verdummen unsere Kinder.
    Das ist aber eine Wirkung von:
    WIR haben uns verdummen lassen.

    Das System reflektiert nicht das Verhalten der Kinder, sondern das der „Erwachsenen“.
    Es gibt eine starke Mehrheit, die das System aufrecht erhält – und eine schwache Minderheit, die immer noch versucht, das Ungeheuerliche zu begreifen, zu formulieren und das Starre in Flexibilität und Kooperation zu wandeln –
    sozusagen das Ungeheuer zu bändigen,
    es zu zerlegen,
    es unsystematisch zu machen,
    das Ungeheuer – eines unsäglichen Geistes – aus dem System zu verbannen.

    Wir fühlen das Bessere. Allein das Gefühl ist noch zu schwach, und es wird nicht stärker durch die Menge der besseren Konzepte. Ich glaube, uns fehlt die echte, die starke Liebe zum Leben und die DARAUS wachsende Verantwortung. Sie, würde sie erkannt und zu Bewusstsein,.spräche:
    ICH verdumme unsere Kinder.

    Wolfgang

  18. Januar 31, 2012 um 9:02 pm

    Es sei erlaubt mal wieder Copy und Paste zu nutzen, um die Unordnung zu enttarnen:

    … auch innerhalb der Familien zeigt die Unordnung wie ernst es ihr mit ihrer stetigen Zunahme ist. Erziehungsprobleme und Unsicherheiten seitens der Eltern zeigen dieses deutlich. Was meinen moderne Eltern nicht alles unternehmen zu müssen, um nur das Beste für ihren Nachwuchs zu erreichen. Förderungen, Unterricht, Untersuchungen, eigenes Zimmer, Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit, Impfkalender, Abwechslung, Geschenke … und dabei wird von den Eltern oft die Aufgabe der Resonanz übersehen. Vor allem in der sogenannten westlichen Welt. Nun soll das Ganze hier nicht in einen Erziehungsratgeber ausarten, was auch gar keinen Sinn machen würde, denn es handelt sich, wie unschwer zu erkennen, auch hier wieder um eine weiße Leinwand. Westliche Eltern tendieren dazu, ihre Kinder möglichst schnell an ein eigenes Bett in einem eigenen Zimmer zu gewöhnen, dabei wäre es aus Sicht der Ordnung optimaler, dass die Familie sich ein Schlafzimmer teilt … nicht für immer, um des Lebens willen, aber doch solange, bis Kinder selbst auf ihr eigenes Bett bestehen. Diese Entwicklung dient der Resonanzbildung. Die Atmung und auch Träume spielen dabei eine zentrale Rolle, später im Obergeschoss, komme ich darauf zurück. Eine Familie ist eine Einheit, die in der Lage ist, Unmengen von Unordnung aus dem Umfeld zu bändigen. Je inniger das Verhältnis in einer Familie untereinander, desto mehr Unordnung kann abgefangen werden. Gerade Kinder sehnen sich nach Aufmerksamkeit, ihr ganzes Verhalten ist von Geburt an darauf ausgerichtet. Nichts wäre schlimmer, als ignoriert zu werden … was nicht nur auf Kinder zutrifft. Wahrgenommen zu werden steht für diese kleinen, expandierenden Universen ganz oben … und gilt damit auch für das gesamte Universum. Und wie wir dieses Universum wahrnehmen, jeden einzelnen Tag, wir beschäftigen uns mit seiner Vergangenheit und wollen alles wissen, wann, wie, wo, warum. Wir setzen unsere Sinne dafür ein, unentwegt, und forschen mit hoch technisierten Geräten, erstellen Theorien und finden Zusammenhänge, sammeln Unmengen an Daten und Fundstücken, streben nach mehr Auflösung, Klarheit und Informationsdichte. Nur unsere Kinder werden von uns oftmals falsch wahrgenommen, wobei es uns nur allzu oft passiert, dass wir mit den Werkzeugen unseres eigenen Universums, das ihrige zu verstehen und zu interpretieren versuchen … und damit scheitern wir zunehmend. Kinder haben in ihren eigenen Betten zu schlafen, von klein an, möglichst früh gehören sie in Kinderkrippen und fremde Hände, sie sollen in Vereine, Musikinstrumente lernen, zu den Besten gehören, sie müssen gehorchen, aufräumen, höflich sein, flott sein, nicht trödeln, vor Krankheiten müssen sie beschützt werden, vor schlechten Einflüssen sowieso, und vor Sonnenstrahlen auf alle Fälle, Gemüse sollen sie essen, und vieles mehr. Unzählige Ratgeber und Zeitschriften nehmen sich dieser Themen an. Das Bild unseres eigenen Universums auf diese kleinen Universen zu übertragen kann nur zu mehr Unordnung und Resonanzverlust führen … und genau dieses Bild sehen wir auf unserer realen Leinwand. Was soll man dagegen machen ? Es gibt wieder nur zwei Möglichkeiten: Mit der Unordnung schwimmen, oder anfangen zu lernen. Eltern können ihre eigene Mittellinie erst überschreiten und selbst zur Optimierung übergehen, wenn sie ihr eigenes Erbe an ihre Kinder übergeben haben. Nicht das materielle Erbe, sondern das Erbe, das die Eltern zu dem gemacht hat, was sie sind, aufgebaut aus Erfahrungen, Können, Träumen, Erlebnissen … kurz, all diese Werkzeuge, die es dem Nachwuchs ermöglichen sollen, selbst den Weg der Optimierung zu begehen. Kinder sind sozusagen die Weiterentwicklung unserer eigenen Vergangenheit, wobei wir selbst wiederum die Weiterentwicklung einer noch weiter zurückliegenden Vergangenheit sind … ein wesentliches Merkmal von Lebewesen, egal, welcher Gattung sie angehören.

    http://www.gold-dna.de/ziel18.html

    Gruß Guido

    • Januar 31, 2012 um 11:31 pm

      Oh ja, und darin ist eine Antwort auf die Frage Ist der Mensch von Natur aus faul? gleich mit gegeben. Ein Mensch, der so beachtet aufwächst, wir sich und alle mit ihm Lebenden sein Leben lang weiter entwickeln. Wir werden unseren Drang, den uns in die Wiege gelegt wurde, weiter verfolgen. Daher stehe ich weiterhin auch für ein Bedingungsloses Grundeinkommen ein, so lange wir noch Geld benötigen. Am Ende sollte es ein Bedingungsloses Geben und Nehmen sein.

  19. Februar 1, 2012 um 1:10 am

    Natürlich ist der Mensch von seiner Natur aus strebsam.

    Aber wie sieht die Realität aus:
    Man baut etwas auf, es wird zerstört oder es wird gestohlen.
    Man setzt Kinder in die Welt, voller Hoffnung, um miterleben zu müssen, wie sie, ohne Chance das verhindern zu können, in den Sumpf des Systems abgleiten, kriminalisiert und entsozialisiert werden.
    Man rackert und schuftet, um im Alter dumm dazu zu stehen mit der Erkenntnis, andere reicher und auch noch Parasiten genährt zu haben.
    Man sieht die Anderen, gescheitert an Krankheit, zerbrochen an ihren Ehen, verunglückt, entlassen, alle in den Trümmern ihres Strebens stehend.

    Welche Schlüße zieht „man“ daraus?
    Ist es nicht auch natürlich, die Lust an solchen Lebenswegen zu verlieren? Wo ist die Motivation, mit seiner Arbeit ein im Kern asoziales System zu finanzieren?
    Ist es nicht natürlich, vor den globalen Bedrohungen zu flüchten und sich noch ein paar schöne Tage zu machen?

    Ich glaube, es werden immer mehr Menschen, die einfach einem „Gefühl“ folgen und sich dem System verweigern.
    Und ich glaube weiterhin, dass viele von diesen „Verweigerern“ sich wieder wie vernünftige, sprich tatkräftige und interessierte Bürger zurück verwandeln, wenn man sie auch wie Menschen behandelt, deren Individualität mehr wert ist, als Kanonenfutter oder ein Huhn in der Legebatterie.

    Wolfgang

  20. Mai 4, 2012 um 6:56 pm

    Familienpolitik Deutschland: Kinder unerwünscht, von Joachim Sundern, der Rest kommt auf der Tonspur.

    Die Wahrung der Kinderrechte ist eines der wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben. Wer zulässt, dass Politiker die Kindeserziehung nach einer festen Norm festlegen, missachtet folglich den wahren familiären Wert. Kinder müssen geschützt und ihrer freien Entwicklung, unabhängig von jedweden politischen Ideologien, gefördert werden.

    Infolgedessen zerstört das System die Träume kleiner Kinder, gibt ihnen keine „Forschungsmöglichkeiten“, kreativen Freiraum, um ihre eigenen Ideen umzusetzen. Doch wie lebenswert ist eine Welt ohne Fantasie? Sollten Eltern nicht viel mehr aus dem gewohnten Muster ausbrechen, ihren Kindern aufzeigen, dass es Wege gibt, die sie selbst leider bisher ignorierten? Kinder können das Herz einer Nation wieder stärken, wenn unsere Gesellschaft bereit ist, Wurzeln zu pflegen: die Familiengründung!

    • Mai 4, 2012 um 9:55 pm

      wenn unsere Gesellschaft bereit ist, Wurzeln zu pflegen

      Dazu ist diese Gesellschaft nicht bereit. Sie reißt jede kleinste Wurzel aus.
      Wurzellose Menschen sind leichter zu manipulieren und also zu dirigieren und also zu beherrschen.

      Es hat System in diesem System.

      • Mai 4, 2012 um 9:56 pm

        P.S. Kinder können doch die anderen kriegen – ist eh zu teuer für Deutschland!

        So kann ein Volk auch ausgerottet werden!

        • Mai 4, 2012 um 11:16 pm

          hm, wie war das noch, die Amerikaner haben einen ökologischen Fußabdruck von 6. D.h. wenn deren Lebensstandard beibehalten werden soll, dies aber alle Menschen auf der Erde haben sollten, müssen 5/6 von ihnen von der Erde verschwinden. D.h. wir müssen weniger werden …

        • Mai 4, 2012 um 11:28 pm

          Wobei der Lebensstandard des Durchschnittsamerikaners ja nun auch nicht gerade berauschend ist… Die sind wohl nur von den oberen zehntausendern ausgegangen?

          Ich denke nicht, dass Menschen sich das ewig gefallen lassen. Ich denke, Nicks Vorschlag ist der einzig Vernünftige.

          Einfach umdrehen, weggehen und sie sich an sich selbst zerfleischen lassen.

      • Mai 4, 2012 um 11:14 pm

        Das Ent-wurzeln hat es mindestens auch schon bei Alexander dem Großen gegeben. Er hat die Menschen in den eroberten Gebieten auch ver-pflanzt und damit entwurzelt und ge-hor-sam gemacht.
        Man lasse sich die Worte auf der Zunge zergehen …

        • Mai 4, 2012 um 11:35 pm

          Genau. Und ent-wurzeln kannst Du Völker auch – ich denke, das passiert zeitgleich, wenn Du ihnen ihre Kultur und damit ihre Identität nimmst.
          Siehe Abschaffen der Nationalität – Stichwort Sorben.
          Siehe unser Bildungssystem.
          Lernen unsere Kinder noch die deutschen Klassiker von der Vogelweide, Lessing, Schiller, Goethe, Heine bis zu den moderneren Tucholsky, Hesse, Rilke und Brecht und wie sie alle heißen kennen?
          Lernen sie die Musik von Händel und Bach, von Strauß und Offenbach kennen?

          Nimm‘ einem Volk seine Tradition, Kultur und Sprache (denke an die immer mehr werdenden Anglizismen) und es verliert seine Identität – es hört auf, als Volk zu existieren…
          Ist das gewollt?

          • Mai 4, 2012 um 11:39 pm

            Sicher. Eine andere Art von Kommunismus, würde die Einen sagen: je gleicher Alle sind, desto weniger Probleme. Kulturell ist man dabei, aber dass man den Reichtum dabei vergessen hat, scheint mir dann ein Denkfehler …

        • Mai 5, 2012 um 8:30 am

          Dabei hat das mit Kommunismus überhaupt nichts tun! Das ist Propaganda der heute (und damals) Herrschenden.
          Gerade wir – und auch die Sowjetunion – legten großen Wert auf die nationalen Identitäten und auf das Bewahren ihrer Sprachen und Kultur.
          Da russisch die Amtsprache in der Sowjetunion war, lernte ein Kasache, zum Beispiel, russisch ab der dritten Klasse als erste und wichtigste Fremdsprache. Seine Muttersprache aber war die Hauptsprache, in der alles andere unterrichtet wurde.

          Eine staatenlose und klassenlose Gesellschaft, wie sie der Kommunismus anstrebt hat gar nichts mit Gleichmacherei und Verlust der nationalen Identitäten zu tun.
          Ganz im Gegenteil! Erst jetzt – ohne Staaten – wird es möglich sein, dass sich die einzelnen Nationen – so sie es wünschen – in einem gemeinsamen Siedlungsraum niederlassen und ihre nationalen Eigenarten, nationales Kulturerbe und ihre Sprachen pflegen. Selbstverständlich können sie auch da leben bleiben, wohin sie die vielen Wanderbewegungen der Völker verschlagen haben… Ohne Staaten ist das tatsächlich eine Entscheidung des freien Willens der Völker und seiner Menschen.

          Nur in der Vielfalt herrscht Reichtum und in der Zusammenarbeit der Verschiedenartigkeiten kann etwas herauskommen, was dann allen nützt.

          • Mai 5, 2012 um 10:10 am

            Nur in der Vielfalt herrscht Reichtum und in der Zusammenarbeit der Verschiedenartigkeiten kann etwas herauskommen, was dann allen nützt.

            Ja, Solveigh, das ist der wahre Nährboden für Innovationen …

  21. Mai 4, 2012 um 11:39 pm

    Mit dem Entwurzeln und Verpflanzen sprichst Du ein weitläufiges Thema an. Wie viele Menschen können heutzutage sagen, sie seien sesshaft, zuhause angekommen ? Wie viele haben zwar einen festen Wohnsitz, aber einen enormen (Re)Aktionsradius, allein schon berufsbedingt. Ich denke nach wie vor, dass die enorme Zunahme der Allergien auf dieser Scheinsesshaftigkeit beruht, erst recht, wenn man bedenkt, wie viele Ortswechsel von Kindheit an heutzutage über die Bühne gehen … und vor allem mit welcher Abruptheit. Innerhalb von Stunden können Ländergrenzen überschritten werden und weitere Sesshaftigkeit erprobt werden. Immer mehr eilen wir den nachhaltigen Anpassungsmöglichkeiten des Genoms voraus. Hatschi, juck, juck … kein Wunder.

    Warum sind Wildkräuter so vital und strotzen vor kraftvollen Inhaltsstoffen ? Weil sie vorleben, was es mit der Sesshaftigkeit auf sich hat … Viren übrigens auch, aber das ist ein anderes Thema …

    Gruß Guido

    • Mai 4, 2012 um 11:46 pm

      Das Thema der Entwurzelung dürften mittlerweile sehr viele kennen. Ich selbst doppelt. Mein Vater musste nach dem Krieg als 17-Jähriger seine Heimat verlassen und wanderten nach 4 Jahren ein zweites Mal von Rostock (Ost) nach Dortmund (West) weiter. Ich bin nach 33 Jahren von Dortmund weg nach Köln. Daher habe ich auch in dem Dorf, in dem ich nun lebe, nicht wirklich neue Wurzeln geworfen. Ich fühle mich als Deutschlandbummler, zumal ich viel in Berlin zum Arbeiten bin. Ich habe also einen Bekanntenkreis quer durch die Republik, denn meinen Freunden ging es nicht anders als mir. Alle sind verstreut.
      Es mag sicher auch etwas Gutes haben, fühle ich mich dadurch auch verstärkt als Bürger dieser Erde.

      • Mai 5, 2012 um 8:39 am

        Aber Du bist nirgends „zu Hause“. Du bist überall immer nur „Gast“
        Erst wenn Du an einem Ort Wurzeln geschlagen hast, wenn Du mit einem Ort verwachsen bist, kannst Du getrost in die Welt gehen und Dich als Weltbürger fühlen, das funktioniert jedoch gesund nur solange wie Du Deine Wurzeln, Dein Heim nicht verlierst. Ist das weg – wie sagst Du: Bin ich nie und nirgends heimisch…
        Das ist auch ein Teil der gewollten Entwurzelung der Menschen.
        Ein Baum mit flachen Wurzeln kippt beim ersten Sturm um. Insbesondere, wenn er dann noch einzeln steht und seine flachen Wurzeln sich nicht mit denen der Nachbarbäume verbinden konnten…
        Und die Menschen sind nicht nur entwurzelt, sie sind auch vereinzelt.
        Jeder ist gegen jeden aufgehetzt.
        Im Auto sitzen die Menschen allein. Überall sind sie allein.
        Und jetzt wird auch die „Teamarbeit“ – der letzt Ort, wo mehr als zwei Menschen zusammenkommen – verteufelt…
        Alles, was ein Zusammengehörigkeitsgefühl erzeugt, wo Solidarität miteinander und Empathie füreinander entstehen kann, wird zerstört, die Menschen aufeinandergehetzt.

        • Mai 5, 2012 um 10:15 am

          Die Metapher mit dem flachwurzelnden Baum kann gefallen.

          Wo hast Du konkret wahrgenommen, dass Teamarbeit verteufelt wird?

          Ich sehe inzwischen an den Wurzeln viel Teamarbeit sich entwickeln. Das ist seit einigen Jahren in unserer Firma der Fall, wo sich je nach Aufgabe die richtigen Leute aus den Abteilungen zusammentun und einfach das Ding schaukeln.

          Und auch Borussia Dortmund hat uns jetzt im zweiten Jahr vorgemacht, dass das Team es ist und nicht der Einzelne.

          Wie immer sehen wir die Polarität stark wirken …

          LG Martin

    • Mai 5, 2012 um 8:31 am

      Richtig. Auch durch den Zwang zur „Flexibilität“ werden die Menschen entwurzelt! Bin da völlig Deiner Meinung, auch was die gesundheitlichen Schäden betrifft.

  22. Mai 5, 2012 um 11:57 pm

    Martin Bartonitz :

    Wo hast Du konkret wahrgenommen, dass Teamarbeit verteufelt wird?

    Das war in dem Artikel zu den Leisen, die gezwungen werden in den überall herrschenden und propagierten Teams zu sein, wo sie doch viel lieber im stillen Kämmerlein sitzen würden.

    In diesem speziellen Zusammenhang mag das ja noch stimmen. Aber wird das von allen Menschen als „Spezialfall“ wahr genommen? Oder lesen die meisten „flüchtigen“ Leser daraus: Teamarbeit ist schlecht?
    Propaganda wirkt immer subtil. Einzelfälle werden genommen und beim Leser entsteht der Eindruck des Allgemeingültigen. Der nimmt das auch prompt so auf, wertet es so und trägt es so weiter.
    Das macht die Propaganda so gefährlich. Sie können nicht nur sehr gut mit den Worten umgehen, sondern sie sprechen auch immer das Unterbewusste an. Und das tun sie bewusst. Es ist nichts dem Zufall überlassen.

  23. Juni 11, 2012 um 7:40 am

    Bildung: Der Vorgang geistiger Formung, auch die innere Gestalt, zu der der Mensch gelangen kann, wenn er seine Anlagen an den geistigen Gehalten seiner Lebenswelt entwickelt. Gebildet ist nicht, wer nur Kenntnisse besitzt und Praktiken beherrscht, sondern der durch sein Wissen und Können teilhat am geistigen Leben; wer das Wertvolle erfasst, wer Sinn hat für Würde des Menschen, wer Takt, Anstand, Ehrfurcht, Verständnis, Aufgeschlossenheit, Geschmack und Urteil erworben hat. Gebildet ist in einem Lebenskreis, wer den wertvollen Inhalt des dort über-lieferten oder zugänglichen Geistes in eine persönlich verfügbare Form verwandelt hat.

    … Das Wissenszeitalter sollte mit einem Aufbruch beginnen, nicht mit dem Einbalsamieren unsere Kultur in Prüfungsordnungen. Wir brauchen neue wache Menschen, und keine kulturstumpfen Ziegelsteine. Schlagt das obige Bildungsverständnis an jede Wand!

    Gefunden in: Über Bildung, Schulvollpfropfen und Bachelorziegelsteine, von Preof. Gunter Dueck

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  1. April 5, 2012 um 5:23 pm
  2. Mai 12, 2012 um 11:48 am

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