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Kritik an unserem Schulsystem: darüber, wie wir unsere Kinder verdummen ….

Ohne weitere Worte, denn die braucht es nicht mehr, um Anderes zu wollen …

Ein Lehrer pro Fach aber ein Schüler alle Fächer

… und wenn wir dann noch genauer hinschauen, wie die einzelnen Schulfächer WIRK-lich ausschauen …

„Die sieben Lektionen des Lehrers“ von John Taylor Gatto

  1. Die erste Lektion, die ich unterrichte, ist Verwirrung (S. 18).
    So werde alles, was an Schulen gelehrt wird, aus dem Zusammenhang gerissen, sei der Stundenplan ein „Flickenteppich“, würde den Schülern nur ein „Werkzeugkasten oberflächlicher Begriffe“ mitgegeben. Die Kinder müssten die Lerninhalte so akzeptieren, wie sie vermittelt werden, und dann so wiedergeben. Kritisches Denken werde unterbunden, denn dann könnten ja auch z.B. die Dogmen des Lehrers hinterfragt werden.
  2. Das zweite Fach, das ich unterrichte, ist die unentrinnbare Zugehörigkeit zu einer bestimmten Schicht.
    … Meine Aufgabe besteht darin, dafür zu sorgen, dass es den Kindern gefällt, mit Kindern gleichen Niveaus zusammengesperrt zu werden oder dass sie es zumindest widerspruchslos erdulden. Wenn ich meine Sache gut mache, können sich die Kinder nicht einmal vorstellen, anderswo zu sein, denn ich habe ihnen beigebracht, die höheren Lernniveaus zu beneiden und ihnen mit Ehrfurcht zu begegnen, auf die darunter liegenden Niveaus dagegen mit Verachtung herabzublicken“ (S. 20). So lerne jedes Kind, dass es – auch später als Erwachsener – „den ihm angemessenen Platz in der Pyramide hat“ (S. 21).
  3. Das dritte Fach, das ich unterrichte, ist Gleichgültigkeit (S. 21).
    Selbst wenn Lehrer einen interessanten Unterricht machen oder von den Kindern verlangen, zumindest Begeisterung zu heucheln, sei mit der Pausenglocke alles schlagartig vorbei: Die Schüler „müssen sich wie ein Lichtschalter an- und ausschalten lassen. Nichts Wichtiges wird in meiner oder irgendeiner anderen mir bekannten Unterrichtsstunde jemals zu Ende geführt. … Die eigentliche Lektion der Pausenglocke ist, dass es keine Arbeit gibt, die es wert ist, zu Ende geführt zu werden. Warum also sollte man sich für irgendetwas engagieren?“ (S. 21).
  4. Das vierte Fach, das ich unterrichte, ist emotionale Abhängigkeit.
    Mit Fleißbienchen und Smileys, mit Lächeln und Stirnrunzeln, Auszeichnungen, Ehrungen und Strafen bringe ich den Kindern bei, ihren Willen der vorherbestimmten Befehlskette zu unterwerfen“ (S. 22). Die Schüler hätten keine Rechte, ihre Individualität würde zugunsten der Anpassung unterdrückt, ein Widerstand werde bestraft.
  5. Das fünfte Fach, das ich unterrichte, ist intellektuelle Abhängigkeit. Gute Schüler warten darauf, dass ein Lehrer ihnen sagt, was sie tun sollen“ (S. 22).
    Die Lehrer hätten die Macht zu kontrollieren, was Kinder denken. Und wer so denke wie erwartet, sei ein guter Schüler und würde entsprechend benotet. Dies sei die wichtigste Lektion von allen: Wir müssten die Abhängigkeit von anderen Menschen akzeptieren, denn darauf basierten Hierarchien, Wirtschaft, Sozialwesen, Rechtssystem usw.
  6. Das sechste Fach, das ich unterrichte, ist labiles Selbstbewusstsein.
    … Unsere Welt würde so, wie sie ist, eine Flut selbstbewusster junger Leute nicht sehr lange überleben, daher unterrichte ich, dass die Selbstachtung eines Kindes von der Meinung eines Experten abhängen sollte. Meine Kinder werden beständig ausgewertet und beurteilt“ (S. 24). Menschen dürften sich nicht selbst einschätzen, sondern müssten lernen, das Urteil „objektiver“ Dritter zu akzeptieren.
  7. Die siebte Lektion lautet, dass man sich nicht verstecken kann. Ich lehre die Schüler, dass sie immer unter Beobachtung stehen und immer überwacht werden“ (S. 25).
    Auch der Austausch mit den Eltern diene der Kontrolle. Mit Hilfe der Hausaufgaben werde die Schule in die Familie hinein ausgedehnt, „wo die Schüler sonst ihre freie Zeit nutzen könnten, um etwas zu lernen, was nicht autorisiert ist, zum Beispiel von den Eltern, durch eigenes Erkunden oder durch Kontakt mit einer kompetenten Person in der Nachbarschaft“ (S. 25 f.). Privatheit bzw. Privatsphäre müssten den Menschen vorenthalten werden, um die Gesellschaft zentral kontrollieren zu können.

Ich hatte vor einigen Wochen diesen Artikel begonnen, über den inzwischen ein Reihe interessanter Informationen zusammen gekommen sind, wie es besser gehen kann:

So sollte Schule funktionieren: über Erfahrungsräume im Umgang mit Unvorhersehbarem und Übernahme von Verantwortung

Nachtrag vom 01.12.2012: passend ein Vortrag dazu

  1. Juni 21, 2012 um 7:56 pm

    Mein Thema ist ja immer wieder die Kooperation anstelle Konkurrenz, und es gibt wieder einen schönen Artikel auf Keimform.de von Stefan Meretz zur Ubuntu-Philosophie, worin ich das Folgende dazu passend gefunden habe:

    „Sie kommt uns deshalb so besonders vor, weil wir von Kindesbeinen an darauf trainiert sind, uns als Einzelne gegen andere durchzuschlagen.5 Selektion bestimmt unser Er­leben in der Schule, mit den Noten werden Lebenschancen zugewiesen. Selektion erfahren wir auf den Märkten, wenn wir unsere Arbeitskraft oder unsere Produkte verkaufen müssen. Selektion erfahren wir bei Krankheiten oder im Alter, wenn wir darum bangen, ob wir eine angemessene Pflege erhalten. Selektion ist das Mittel der strukturellen Exklusion der Marktlogik. Was »sich nicht rechnet«, fällt durch den Rost.“

  2. Juni 24, 2012 um 12:39 am

    Schüler und Studenten fordern Bildungsrevolution

    Schüler und Studenten aus ganz Deutschland fordern in der Initiative „Was bildet ihr uns ein?“ eine Bildungsrevolution. Mit dem Mitinitiator und Erfurter Doktoranden Ali Hotait sprach Hanno Müller über Kritikpunkte und Vorschläge.

    Eine Schule für alle
    „Die Idee einer ‚Schule für alle‘ ist eben gerade nicht nach Leistung zu trennen. Sie sieht die Vielfalt der Schülerschaft als Segen, nicht als Belastung. Sie schlägt aus Leistungs- und Begabungsunterschieden Profit, indem Unterschiede nicht als Mangel begriffen werden, sondern als ein herauszustellender und ganz normaler Umstand. Schüler können einander befruchten, gerade weil sie verschieden sind. In einer so stark vernetzten und globalisierten Welt wie der unseren ist im Übrigen das Begreifen und Annehmen von Unterschiedlichkeiten der Startpunkt für ein friedliches Zusammenleben.“

  3. Juni 24, 2012 um 6:44 am

    Lieber Martin,
    wir wollten ja auch eine Schule gründen, das geht aber jetzt doch nicht.
    Deshalb ziehen wir mal wieder zielführend um nach Selent.
    Wir möchten dir hier eine Freie Schule Leben und Lernen Selent ans Herz legen, die alle diese Vorschläge und Ideen schon seit Jahren umsetzt:

    In einer Zeit, in der Entwurzelung, Orientierungslosigkeit, Langeweile, Gewalt und Drogen unter Kindern und Jugendlichen bedrohliche Ausmaße annehmen und der gesellschaftliche Wandel an Geschwindigkeit mehr und mehr zunimmt, stellt sich immer dringlicher die Frage, wie es möglich ist, dass die Kinder zu harmonischen, ausgeglichenen Menschen heranwachsen können, die auch die innere Kraft besitzen, sich den Herausforderungen unserer Welt auf kreative Weise zu stellen (Valentin, L.: „Mit Kindern wachsen“ Heft 1/96, S. 8)

    Wir haben den Kindergarten, und die Schule ,die in einem großen Haus untergebracht sind besucht, und werden unsere Kinder dort auf-wachsen lassen.
    Dies ist noch die einzige freie Schule in Schleswig Holstein.
    Und wenn man nur einen Tag dort war, kommen einem die Tränen, was alles möglich wäre.
    liebe grüße ralf und familie

    • Juni 24, 2012 um 9:31 am

      Vielen lieben Dank, für den Hinweis auf diese Schule, Ralf.
      Ich habe mir erlaubt, Deinen Kommentar entsprechend anzupassen 🙂
      LG Martin

  4. August 12, 2012 um 8:42 pm

    Gerade auf Youtube wieder eine guten Beitrag zur Schulkritik gefunden:

    Das heutige Bildungsmodell orientiert sich nicht am Interesse des Schülers, sondern vor allem an finanziellen Notwendigkeiten unserer so genannten „Wirtschaft. Es stumpft ab und bereitet hervorragend auf die hierarchische Welt der Arbeit vor.

    In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die grundlegenden Mechanismen und die Geschichte der Nötigung innerhalb des Bildungssystems. Außerdem wird beleuchtet, welche Alternativansätze es gibt, die nicht nur unser langfristiges Überleben auf der Erde ermöglichen, sondern die Werte von Kooperation, Empathie und kritischem Denken in den jungen Köpfen der Gesellschaft formen und festigen können.

  5. August 15, 2012 um 11:07 pm

    Wozu Schule da ist: tu, was Deine „Ruler“ wollen!
    Das, was zu Hitlers Zeiten in den Schulen ablief und von den Amerikanern verurteilt wurde, hat heute Parallelen in den USA:

  6. August 28, 2012 um 6:41 pm

    Unsere Jugend will nicht mehr führen und reisen.
    Verzichten auf Geld für weniger Stress.
    Sie will mehr vom Leben inkl. Familie?
    Sie hält nichts von Hierarchien sonder mehr Vernetzung.
    Sie wollen interessante fachliche Herausforderungen.

    So eine Studie, die bei Audi erstellt wurde und in dem Spiegelartikel per Interview behandelt wird:
    „Die Generation Y ändert die Unternehmen“

    Liegt es an dem Angepasst sein, dass sie kein Vertrauen mehr in ein Führen-können haben?
    Liegt es an einer Kultur des Feierns, dass sie Anstrengungen lieber aus dem Weg gehen?
    Liegt es daran, dass sie „richtiges“ Streiten nicht gelernt haben?
    Jedenfalls scheint es mir nun mehr Fragen zu geben, als dass wir unsere Jugend nun erkannt hätten …

  7. September 16, 2012 um 8:21 pm

    Precht im Gespräch mit Prof. Hüther zu unserem Schulsystem:

  8. Oktober 14, 2012 um 9:39 am

    Welchen Sinn macht da noch unser Bewertungssystem in den Schulen?

    … starteten sie gemeinsam eine Studie, die in die Geschichte der Sozialpsychologie einging.

    Darin gaben sie den Lehrern die Namen von Schülern in insgesamt 18 Kl
    assen und teilten ihnen mit, dass diese besonders begabt seien. In Wahrheit stimmte das allerdings gar nicht, Rosenthal und Jacobsen hatten diese Schüler via Zufallsprinzip ausgewählt.

    Acht Monate später absolvierten nun alle Schüler verschiedene Intelligenztests. Kaum zu glauben: Jene angeblich talentierten Schüler schnitten darin wesentlich besser ab: „Wenn Lehrer daran glauben, dass Schüler gut abschneiden und sich intellektuell weiterentwickeln, dann geschieht das auch. Wenn die Lehrer daran nicht glauben, geschieht es nicht“, schrieb Rosenthal. Offenbar behandelten sie die vermeintlich begabten Schüler anders – und das wirkte sich auch auf deren tatsächliche Leistung aus.

    gefunden in: Können gönnen – Wie Stereotype unsere Leistung beeinflussen

  9. Oktober 14, 2012 um 10:08 am

    gerade auf Facebook erhalten:

    Der unsichtbare Lehrplan oder Was Kinder in der Schule wirklich lernen.

    John Taylor Gatto wurde mehrfach zum „Lehrer des Jahres“ New York gekrönt und mit Preisen für seinen außergewöhnlich guten Unterricht ausgezeichnet – doch er selbst zieht ein anderes Fazit. John T. Gatto war 35 Jahre lang mit Leib und Seele Lehrer und zog anlässlich mehrfacher Auszeichnungen als „Lehrer des Jahres“ in New York eine überraschende, geradezu schockierende Bilanz für seinen Beruf und die individuellen und gesellschaftlichen Folgen von allgemeiner Schulpflicht.

    Verdummt noch mal! – Dumbing Us Down: Der unsichtbare Lehrplan oder Was Kinder in
    der Schule wirklich lernen, Vortrag von Dipl. Biologin Dagmar Neubronner -2011

    Die sieben Lektionen des Lehrers

    „Ich unterrichte nicht Englisch, ich unterrichte Schule…
    Sieben Lektionen werden universal vermittelt, sie bilden einen landesweiten Lehrplan, für den Sie
    einen höheren Preis bezahlen, als Sie es sich vorstellen können“

    „Die erste Lektion, die ich unterrichte, ist Verwirrung.

    Alles, was ich lehre, ist aus dem Zusammenhang gerissen.
    Ich unterrichte die Beziehungslosigkeit von allem.
    Ich unterrichte „Verbindungslosigkeit“

    „Das zweite Fach, das ich unterrichte, ist die unentrinnbare Zugehörigkeit zu
    einer bestimmten Schicht; sie lernen, wo ihr Platz ist.
    Ich weiß nicht, warum Eltern kampflos zulassen, dass ihren Kindern dies angetan
    wird.“

    „Das dritte Fach, das ich unterrichte, ist Gleichgültigkeit. Die eigentliche
    Pausenglocke, ist, dass es keine Arbeit gibt, die es wert ist, zu Ende geführt zu
    werden.“

    „Das vierte Fach, das ich unterrichte, ist emotionale Abhängigkeit.
    Mit Fleißbienchen und Smileys, mit Lächeln und Stirnrunzeln, Auszeichnungen,
    Ehrungen und Strafen bringe ich den Kindern bei, ihren Willen den
    vorherbestimmten Befehlskette zu unterwerfen.“

    „5. Intellektuelle Abhängigkeit . Dies ist die wichtigste Lektion von allen:
    Wir müssen auf andere Menschen warten, die besser ausgebildet sind als wir, um
    unserem Leben einen Sinn zu geben. Erfolgreiche Schüler übernehmen, das
    Denken, das ich ihnen vorgebe.“

    „6. Labiles Selbstbewusstsein – Die Lektion von Zensuren liegt darin, dass
    Kinder nicht sich selbst oder ihren Eltern trauen sollten, sondern sich stattdessen
    auf die Auswertung bevollmächtigter Beamter verlassen. Ein Zeugnis gibt exakt
    an, wie unzufrieden die Eltern mit dem Kind sein sollten.“

    „Die siebte Lektion lautet, dass man sich nicht verstecken kann. Kinder müssen
    engmaschig überwacht werden, wenn man eine Gesellschaft unter strenger
    zentraler Kontrolle halten will.

    • Oktober 14, 2012 um 11:30 am

      So ist es. Ja.

      Das Bildungssystem als Spiegelbild des und Vorbereitung auf das zur Zeit herrschende Gesellschaftssystem.

  10. Oktober 22, 2012 um 1:05 pm

    Das verwaltete Studium finde eifrige Verfechter mittlerweile auch bei den Studenten, um der “Zurichtung” es den Bildungsplanern geht. Die Angst um den Job rufe nach handfestem, abfragbarem Wissen. Unreglementiertes Denken passt nicht in die Doktrin des Bologna-Prozesses. Es lässt sich nicht in das Schema von Ranglisten, Test und Training pressen. Antik war die Muße, modern ist die Verbeamtung des Denkens. Die Universitätslehre vermittelte Sinn, der Bologna-Prozess ruft nach einer operationalen Praxis.

    gefunden in: Studenten im Bologna-Prozess: Stoff-Bulimie statt Regelbruch – Reinschaufeln, auskotzen, vergessen

  11. Januar 24, 2013 um 9:58 pm

    Noch eine volle Breitseite:

  12. März 10, 2013 um 10:29 pm

    Der Notenschnitt ist im Lehrerkollegium das Maß der Dinge. Geht ein normal begabtes Kind mit ein paar Mathe-Überfliegern in eine Klasse, hat es schlechte Karten. Die Arbeit kippt eher in Richtung vier als hinauf zur drei. Sitzen aber in den Bänken links und rechts nur Rechen-Luschen, kann der selbe mittelprächtige Grundschüler schon mal mit einer Zwei glänzen. Es gilt: Der Schnitt muss stimmen. Gerecht ist das nicht, aber das System ist unerbittlich. Und wehe, jemand versucht auszuscheren.

    gefunden in: Strafversetzt wegen guter Noten: Grundschul-Rebellin erhält Courage-Preis

  13. Mai 23, 2013 um 11:52 am

    keine macht den doofen – unser universelles verblödungssystem:

  14. November 30, 2013 um 4:27 pm

    Immerhin es gibt Lichtblicke. Wie ich von einer Freundin erfuhr haben sich an einer Schule in Zürich die Lehrer entschlossen, die Erkenntnisse des Hirnforschers Prf. Gerald Hüther zur Grundlage ihres Lehrens zu machen. Soll sehr schön für die Kinder sein. (Mehr weiß ich leider nicht.)
    Schönes Wochenende
    Martina

    • Dezember 1, 2013 um 9:33 am

      Das macht jedenfallls Freude zu hören. Ich gehe davon aus, dass es hier noch mehr rebellierende Lehrer geben wird. Der Unsinn, den wir seit über 200 Jahren in unseren Schulen für die Herrschednen vollstrecken ist kaum mehr zu übersehen.
      Schönen Sonntag noch
      Martin

  15. Dezember 5, 2013 um 10:38 pm

    Ich fand heute diese interessante Meldung in einem Blog-Artikel:

    Studenten ohne Sprachkompetenz

    Eine wachsende Gruppe von Studierenden ist den Anforderungen des von ihnen gewählten Studiengangs intellektuell nicht gewachsen. Die mangelnde Studierfähigkeit zeigt sich vor allem in der stark unterwickelten Fähigkeit, kompetent und souverän mit der (deutschen) Sprache umzugehen.

    Der Artikel lohnt sich auch besonders aufgrund der Kommentierungen dort …

  16. Dezember 23, 2013 um 1:50 pm

    Wutbrief einer Lehrerin
    Verwöhnt, respektlos, ohne jede Rücksicht: Dagmar Biesterfeldt, Lehrerin an der kleinen Grundschule Neuland (Harburg), beschreibt in einem fünfseitigen Brief an die Eltern das ungezogene Verhalten der Erstklässler bei einem Ausflug in die Kunsthalle und im Schulalltag. Ihre Forderung: Eltern sollen ihren Kindern Werte vermitteln.
    und auf Facebook

    • Dezember 23, 2013 um 2:06 pm

      Die Gemengelage wird immer übler. Weil viele Kinder inzwischen auch schon in die Tretmühlen unserer Produktionssystematik eingebunden werden und kaum noch von den Eltern sondern Fremden im Sinne des Funktionierens in diesem System und weniger im Entfalten ihrer wahren Potientiela ver-zogen werden, kommen sie immer weniger mit Allem zurecht und verhalten sich eben so auffällig wie beschrieben. Zeit zur Umkehr, siehe auch den Film Alphabet.

  17. April 18, 2014 um 12:59 pm

    Auch dieses Video geht auf die Verblödung in unserem Bildungssystem ein:

  18. Oktober 19, 2014 um 1:24 am

    Hat dies auf hummusapiensus rebloggt und kommentierte:
    Man denkt, man hat schon alles gehört…

  19. federleichtes
    Oktober 20, 2014 um 7:29 pm

    Dieses auf wundersame Weise wieder ins Licht des Interesses gerückte Thema zur Rettung der Welt. Ich las gerade einen Kommentar zum Film „Alphabet“. Wollt ihr auch?

    http://kinderdoc.wordpress.com/2014/10/19/alphabet-oder-was-macht-die-schule-mit-unseren-kindern/

    Mit Kommentaren von Susanne zu „Schule aktuell“ verschone ich euch. Und schicke lieber Bilder einer Welt, die man nicht retten wollen muss, sondern das Gegenteil erfahrbar macht: Sie rettet uns.

    Gruß
    Wolfgang

  20. November 23, 2014 um 7:41 pm

    Ich fand gerade eine Frage, die ich so noch nie gestellt sah, die mich allerdings umgehauen hat, zeigt sie mir doch ein weiteres Mal, welche Unfug wir mit unseren Schulen veranstalten:

  21. November 23, 2014 um 10:07 pm

    In Deutschland ist es wieder länger her, dass die jungen Männer nach dieser unwürdigen Schule in den Krieg geschickt wurden. Unser Oberpfarrer macht inzwischen aber wieder vermehrt Werbung. Daher sei an dieses Lied erinnert, das für viele junge Amerikaner, die für den Friedesnobelpreisträger Henry Kissinger nur Kanonenfutter sind:

    Der deutsche Songtext, wohl von den Meisten nicht richtig verstanden?

    Süsses Kind,
    beizeiten wirst Du die Linie erkennen,
    die Linie die zwischen Gut und Böse gezogen ist.
    Schau, der blinde Mann, der auf die Welt schießt,
    die Kugeln fliegen und fordern ihren Tribut.
    Wenn Du böse warst, und Gott, ich glaube Du warst es,
    und Du wurdest nicht von umherfliegendem Blei getroffen,
    dann schließe besser Deine Augen,
    neige lieber Dein Haupt,
    warte auf den Querschläger.

    Uh…
    Ich weine um Dich, Tag und Nacht.
    Uh…

    Ah…
    Ich möchte Dich sagen hören
    Ah…

    Süsses Kind,
    beizeiten wirst Du die Linie erkennen,
    die Linie die zwischen Gut und Böse gezogen ist.
    Schau, der blinde Mann, der auf die Welt schießt,
    die Kugeln fliegen und fordern ihren Tribut.
    Wenn Du böse warst, und Gott, ich glaube Du warst es,
    und Du wurdest nicht von umherfliegendem Blei getroffen,
    dann schließe besser Deine Augen,
    neige lieber Dein Haupt,
    warte auf den Querschläger.

    Uh…
    Ich wäre gerne an Deiner Stelle
    Uh…

    Ah…
    Muss Dich singen hören
    Ah…

  22. Objektiv
    Januar 8, 2016 um 6:28 pm

    Vor ca. 15 Jahren erwähnte eine deutsche Politik-Prominenz (mit Garantie allen hiesigen Lesern oder Schreibern bekannt, inzwischen bereits länger Zeit nicht mehr auf der „Bühne“) – bei einer Rede zu einem großen Firmenjubiläum, mit geladenen Gästen: „Wir wissen, dass die Intelligenz nicht durch die 1er-Abiturenten vertreten ist, sondern bei denen mit Note 2 – 3, ……“

    Dies nur ein Tüpfelchen, bezogen auf ein sehr weitflächiges Thema, mit viel Inhalt und unerfassten Auswirkungen.

Comment pages
  1. Dezember 6, 2012 um 12:40 am
  2. Mai 7, 2013 um 7:36 pm

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